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Graz: Amokfahrt mit Geländewagen durch FußgängerZone, zwei Tote
Der Geländewagen, mit dem der Täter in der Grazer Innenstadt wahllos Menschen niedergefahren hat. (Foto: dpa)
50 Verletzte und zwei Tote forderte die Amokfahrt eines Mannes in der Fußgängerzone von Graz. (Foto: dpa)
Die Amokfahrt eines Mannes mit einem Geländewagen hat in der Grazer Innenstadt am Samstag laut Medienberichten zumindest zwei Todesopfer gefordert. Bei den Toten handelt es sich um einen 7jährigen Jungen und eine Frau. Der Täter soll laut Kleine Zeitung ein 26jähriger Österreicher sein. Wie die Kleine Zeitung meldet, ist der Mann durch die historische Fußgängerzone in der Herrengasse bis auf den Hauptplatz gerast und hat dabei wahllos Passanten angesteuert. Laut Stadtpolizeikommandant Kurt Kemeter stieg Amoklenker aus dem Auto und attackierte Passanten mit einem Messer, ehe er von der Polizei festgenommen werden konnte. Die Polizei konnte den Mann, der mit einem Messer bewaffnet gewesen sein soll, schließlich stoppen und verhaften. In der Innenstadt brach zeitweise Panik aus. Augenzeugen gaben an, dass der Mann mit über 100 km/h durch die am Samstag sehr belebte Fußgängerzone gerast sein soll. Die Kleine Zeitung zitiert den Augenzeugen Helmut Reinisch von der Galerie Reinisch Contemporary am Hauptplatz: „Ich habe nur etwas vorbei zischen sehen. Mit vielleicht 100 – 150 km/h. Zu schnell, um Genaueres zu erkennen. Dann waren laute Schreie zu hören. Ich bin hinaus gelaufen und habe ein Kind und einen Mann auf dem Boden liegen sehen. Daneben zwei Fahrräder die ausgesehen haben, als wäre eine Walze drübergefahren. Ich habe sofort die Rettung angerufen, aber ich war wohl nicht der erste. Der Fahrer ist dann offenbar noch ausgestiegen und hat die Leute mit einem Messer attackiert, bevor ihn die Polizei festnehmen konnte. Alle haben alles liegen und stehen lassen und sind zusammengelaufen, um zu helfen. Nicht einmal eine Stunde nach dem Vorfall haben mich Bekannte aus Abu Dhabi angerufen und sich erkundigt, ob es uns gut geht. Diese Nachricht hat sich offenbar extrem schnell verbreitet.“ Laut Polizei wurden 50 Personen verletzt. Die Rettungskräfte aus der gesamten Region wurden in Graz zusammengezogen. Das gesamte Ausmaß des Verbrechens ist noch nicht abzusehen.