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Corona-Ausgangssperre im Odenwaldkreis geht zu Ende

Corona-Ausgangssperre im Odenwaldkreis geht zu Ende echo-online.de/lokales/odenwaldkreis/odenwaldkreis/corona-ausgangssperre-im-odenwaldkreis-geht-zuende_22899011 4. Januar 2021

Montag, 04.01.2021 - 12:43 Ab Donnerstag dürfen sich die Menschen im Odenwaldkreis auch nachts wieder frei bewegen. Nach Erfüllung des Inzidenz-Ziels lässt Landrat Matiaske seine Verfügung auslaufen.

Von Gerhard Grünewald Redaktionsleiter Odenwälder Echo

Menschenleere stellt sich im Odenwaldkreis – wie hier auf der Anlage vor der Michelstädter Kellerei – ab Donnerstag nach 21 Uhr zumindest nicht mehr zwangsläufig ein: Die Allgemeinverfügung einer nächtlichen Ausgangssperre läuft am Mittwoch aus und wird nach zuletzt fallenden Neuansteckungs-Zahlen nicht verlängert. Foto: Guido Schiek

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Corona-Ausgangssperre im Odenwaldkreis geht zu Ende

Odenwaldkreis - Die Bürger des Odenwaldkreises können sich ab Donnerstag wieder im öffentlichen Raum bewegen, wann immer es ihnen beliebt. Dies folgt aus dem Wegfall der abendlichen und nächtlichen Ausgangssperre in der Nacht zum 7._Januar. Wie aus einer Auskunft der Pressestelle des Odenwaldkreises zum weiteren Verfahren mit der Restriktion hervorgeht, erfolgt deren Aufhebung nicht mit einem expliziten Rücknahme-Beschluss, sondern ergibt sich aus dem Auslaufen der Geltungsfrist der aktuellen Allgemeinverfügung. Um die Ausgangssperre aufrecht zu erhalten, müsste Landrat Frank Matiaske die bis 6. Januar um 24 Uhr geltende Regelung verlängern. Nach Auskunft seiner Pressestelle wird der Kreischef die verschärfte Allgemeinverfügung aber nicht erneuern und damit genau dem vom Land Hessen vorgegebenen Handlungsrahmen folgen, wonach die Ausgangssperre nach dreimaligem Überschreiten der 200er-Inzidenz zu beschließen und nach fünfmaligem Unterschreiten wieder aufzuheben ist. Im Odenwaldkreis liegt die Sieben-Tage-Rate der Neuansteckungen seit dem 30._Dezember durchgehend unter diesem Grenzwert und wurde in der Nacht zum Montag mit 144,8 festgestellt.

Fragilität der Lage Wie sich aus der Erklärung der Kreisverwaltung folgern lässt, sehen Gesundheitsamt und Landratsamt allerdings durchaus die Gefahr, dass ihr Einzugsgebiet wieder in die schwarze Eskalationsstufe und damit unter Maßnahmen-Zwang geraten könnte – und es dafür noch nicht einmal einer tatsächlichen Verschlimmerung der Infektionslage bedarf.

Verknüpfte Artikel Sinkende Inzidenz: Keine Silvester-Entwarnung im Odenwald An Heiligabend gilt Odenwälder Ausgangssperre ab Mitternacht Im Odenwald kommt die Corona-Polizei von der Stadt Folgern lässt sich dies aus dem Hinweis, „dass die Werte wegen der geringen Testkapazitäten derzeit nur bedingt aussagekräftig sind“. Will heißen, dass sich die über Weihnachten und Silvester ermittelten Zahlen nicht mit den Werten vergleichen lassen, die bei jenem höheren Testaufkommen der Wochen davor erreicht wurden, das nach den Feiertagen wieder etabliert werden soll. „Sollte die

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Inzidenz wieder drei Tage in Folge über 200 liegen, wird abermals nach den Vorgaben des Landes verfahren“, zeigt der Landrat deshalb die unverminderte Fragilität der Lage und damit des freien Ausgangs auf.

140 Neuinfektionen in vergangenen sieben Tagen Zuletzt haben sich der Eingang von positiven Testergebnisse und Genesungsmeldungen im Odenwaldkreis mit jeweils fünf die Waage gehalten. Insgesamt galten am Sonntagabend 333 Frauen, Männer und Kinder als infiziert. Dabei hat sich die Serie der Sterbefälle mit zwei weiteren Toten in Zusammenhang mit Sars-CoV-2 fortgesetzt. Ein Verstorbener gehörte zur Altersgruppe der 70- bis 79-Jährigen aus der stationären Pflege, der andere zu jener der 80- bis 89Jährigen aus dem eigenen Zuhause. Insgesamt sind damit 125 Kreisbürger gestorben, an denen das Virus per Test nachgewiesen worden war; in der zweiten Welle seit 1. Oktober summiert sich die Zahl der Verstorbenen damit auf 62 und so annähernd auf den Wert der ersten Welle. Die in der Inzidenz gespiegelten 140 Neuinfektionen der vergangenen sieben Tagen gehen auf folgende Bezirke zurück: In der Unterzent gab es 43 Fälle (Höchst 27, Breuberg sieben, Lützelbach neun), in Erbach/Michelstadt 41 (Erbach 13, Michelstadt 28), in Bad König/Brombachtal 33 (Bad König 25, Brombachtal acht), im Gersprenztal 16 (Reichelsheim vier, Brensbach zwölf, FränkischCrumbach null) in Mossautal und Oberzent sieben (Mossautal drei, Oberzent vier). Auf den Corona-Stationen im Gesundheitszentrum in Erbach werden 36 Patienten betreut. Davon benötigen acht eine intensivmedizinische Behandlung. Ein Testergebnis steht noch aus. In Kliniken außerhalb des Kreises befinden sich zehn weitere Personen. In Quarantäne sind ganz oder teilweise das Haus Bonum in Michelstadt, das Haus Brunnengarten und das Blaue Haus in Bad König sowie das Haus am See in Höchst.

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