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Betrieb der FlüchtlingsNotunterkunft an DRK übergeben
Auf gute Zusammenarbeit: Das wünschten sich Landrat Frank Matiaske und Kreisbrandinspektor Horst Friedrich (rechts) sowie der neue Leiter der Flüchtlings Notunterkunft William Walker (links) und der Geschäftsführer des Betreibers DRK Odenwaldkreis Holger Wießmann. Nach ein paar Tagen Einarbeitungszeit für einen fließenden Übergang, übernahm das DRK Odenwaldkreis ab dem 1. Dezember 2015 den Betrieb der FlüchtlingsNotunterkunft in Michelstadt. Die Katastrophenschutzbehörde des Odenwaldkreises bleibt nach wie vor für die Unterkunft verantwortlich und der Verwaltungsstab im Landratsamt wird das DRK weiter unterstützen. Seit Dienstag, 1. Dezember 2015, ist der Kreisverband Odenwaldkreis des Deutschen Roten Kreuzes Betreiber der FlüchtlingsNotunterkunft in Michelstadt. Die entsprechenden Verträge wurden zwischen dem Landrat als Leiter der Katastrophenschutzbehörde und den Verantwortlichen beim DRK geschlossen. Die neu eingestellten Kräfte des DRK hatten schon in den vergangenen Tagen in der Unterkunft mitgearbeitet, um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten. Die umfassenden Erfahrungen des Krisenstabes der Kreisverwaltung und der unermüdlichen Helferinnen und Helfer vor Ort sollen dadurch weitergegeben werden und nicht verloren gehen, wie Landrat Frank Matiaske hervorhebt. Als besonders erfreulich sehen Frank Matiaske und die RotKreuz Leitung die Tatsache an, noch bis zum 17. Dezember auf die Unterstützung durch Bundeswehrsoldaten setzen können. Diese Unterstützung wird ebenfalls dazu beitragen,
dass die Übergabe an das neue Personal sehr gut funktionieren wird, sind sich die Verantwortlichen einig. Als Leiter wurde William Walker (Brombachtal) eingestellt. Außerdem beschäftigt das DRK Sozialpädagogen, Verwaltungs und Sanitätskräfte in der Notunterkunft, um für die Organisation, Verwaltung und Betreuung in dem einstigen Firmengebäude im Relypark zu sorgen. Alle neu eingestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden nach dem DRK Reformtarifvertrag bezahlt. Bei der Einstellung wurden neben der Qualifikation auch Kriterien wie Sprachkenntnisse in zum Beispiel arabisch, hohe soziale Kompetenz und die Aufgeschlossenheit gegenüber fremden Kulturen berücksichtigt. In den nächsten Tagen wird die Anzahl der Beschäftigen weiter aufgestockt, um den Herausforderungen in der Unterkunft gut begegnen zu können. Die Katastrophenschutzbehörde des Odenwaldkreises bleibt nach wie vor für die Unterkunft verantwortlich und auch der Verwaltungsstab im Landratsamt wird das DRK weiter unterstützen. Auch der Leiter des Kreisverbindungskommandos als Koordinator der Bundeswehr, Oberstleutnant Heiko Taute, wird, so lange noch Soldaten in der Unterkunft im Einsatz sind, mit dem DRK eng zusammenarbeiten. Durch die Übergabe an den festen Betreiber werden die ehrenamtlichen Helfer aus den Hilfsorganisationen entlastet, die in den letzten Wochen unermüdlich in der Unterkunft in Einsatz waren. „Die Kräfte derer, die neben ihrem regulären Beruf freiwillig und unentgeltlich für die FlüchtlingsNotunterkunft arbeiten, sind nicht unendlich. Deshalb freut es mich sehr, dass sie mit der Übergabe an das DRK deutlich entlastet werden. Ich danke allen Helfern für ihr Durchhaltevermögen und ihr Engagement in den letzten Wochen“ sagte Landrat Matiaske. Doch ganz ohne Ehrenamtliche wird es auch in Zukunft nicht gehen: „Auch das DRK braucht weiterhin freiwillige Helfer um zum Beispiel die Kleiderausgabe und die Kinderbetreuung zu gewährleisten“, erläutert Dr. Roland Krauhs, Vorsitzender des DRK Odenwaldkreis. Wer sich in dieser Form in die Flüchtlingshilfe einbringen möchte, kann sich wie gehabt unter Telefon 06062 70361 oder per EMail an asyl ehrenamt@odenwaldkreis.de melden. Interessierte erreichen dort ab sofort Irena Bergstreiser, die die Koordination der Ehrenamtlichen übernommen hat.
02.12.2015