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80 Prozent gegen Sigmar Gabriel Warum die OdenwaldSPD Gabriels Abwahl fordert Hans Monath Hans Monath auf Twitter folgen
02.05.2016 18:13 Uhr
Der SPDUnterbezirk Odenwald will den Bundesvorsitzenden loswerden. 80 Prozent der Delegierten haben dafür gestimmt. Was dahintersteckt, erklärt der Chef des Verbandes im Interview. von Hans Monath
Soll nach dem Willen des Unterbezirks Odenwald seinen Posten an der Parteispitze räumen: SPDChef Sigmar Gabriel.Foto: Peter Steffen/dpa Die Unzufriedenheit an der SPDBasis ist groß, die Umfragewerte der Partei im Bund liegen nur noch um oder unter 20 Prozent. Nun hat ein Parteitag des SPDUnterbezirks Odenwald am Wochenende einen spektakulären Beschluss gefasst: 80 Prozent der Delegierten wollen, dass Parteichef Sigmar Gabriel geht. Oliver Grobeis ist der Vorsitzende des Unterbezirks. Herr Grobeis, der Parteitag Ihres Unterbezirks hat am Wochenende einen Abwahlantrag gegen SPD Chef Sigmar Gabriel beschlossen. Wie kam es dazu? Wir haben bei der Kommunalwahl im März entgegen dem Abwärtstrend der SPD in Hessen als einziger Kreisverband ein Prozent zugelegt. Es fällt aber zunehmend schwer vor Ort auf der kommunalen Ebene gegen den Bundestrend ordentliche Wahlergebnisse zu erzielen. Das haben die Jusos auf dem Unterbezirksparteitag am Wochenende zum Anlass genommen und die Abwahl des Bundesvorsitzenden gefordert. Warum soll Sigmar Gabriel gehen? Ich persönlich bin der Meinung, dass man nicht alle Fehlentwicklungen bei einer einzigen Person abladen kann. Die Jusos begründeten ihren Antrag gegen Gabriel so: Die Umfragewerte der SPD gingen in den Keller gehen; die SPD setze sich in der großen Koalition im Bund nicht deutlich genug von der CDU ab; die Partei unter Gabriel stütze fälschlicherweise das Freihandelsabkommen TTIP und die Vorratsdatenspeicherung; gleichzeitig tue sie aber zu wenig dagegen, dass sich die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter öffne.