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topsoft Fachmagazin 26-1

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Die Schweizer Plattform für Digitales Business

Weitere Themen:

China verstehen

2D-Codes im Handel

KI-Agenten

Future Skills

Fokus: Trendkompass 2026

ERP-Systeme für KMU Künstliche Intelligenz

Marktübersicht:

ERP-Systeme

Magazin 26-1 16. Jahrgang

EDITORIAL

Weniger Buzzwords, mehr Praxis

Alain Zanolari 3

KI:

Weniger

Hype, mehr Wirkung!

BEITRÄGE

Gute UX ist weit mehr als nur Nice-to-have

Martin Winiker 4

Wie KI die Medizin verändert –und warum Technik allein nicht reicht

Prof. Dr. Ladan Pooyan-Weihs 6

End-to-End-Prozesse als Schlüssel zur erfolgreichen ERP-Transformation 8

Von Kunden lernen – wie KMU systematisch zu mehr Innovation kommen

Prof. Dr. Nils Hafner und Harald Henn 18

ERP und IT-Souveränität: Wer kontrolliert Ihr digitales Rückgrat?

Robert Quotschalla 21

Wie Schweizer KMU von integrierter Intelligenz profitieren 32

Wer KI einsetzt, ohne zu fragen wozu, digitalisiert die Vergangenheit

Heike Bauer 34

Schweizer ERP-Kompetenz als Vorteil für den Mittelstand

Uwe Singer 37

Worauf es bei der Wahl eines ERP-Systems wirklich ankommt Roger Busch

Wie KI-Agenten die User Experience von ERP-Systemen verändern

Schöne Oberflächen werden von Agents abgelöst

Ist Ihre Lerntechnologie fit für die Zukunft Ihres Unternehmens?

Strategien der KI-Hersteller: Was sie für KMU bedeuten

Success Story Durchgängige, automatisierte Abläufe dank neuem ERP-System 53

Mit Future Skills die Zukunft sichern Yasmin Abdullahi, Sabrina Schell, Anastasia Sapegina, Jens Dibbern 54

2D-Codes im Handel: Mehr Daten, mehr Transparenz, mehr Zukunft 58

Aiaiai – KI-Hype im Marketing, aber die Basics fehlen Marcel Hüttermann 60

Warum wir China falsch lesen –und warum das gefährlich ist Andy Baldauf 62

TRENDKOMPASS 2026 Business -IT 2026: Zwischen globalen Trends und Schweizer Realität Alain Zanolari 10

Umfrage:

11

Digitalisierungsexperten 12

KMU werden digitaler, mutiger, strategischer – und KI reift Alain Zanolari 17

INTERVIEW

Interview mit Fabian Baumgartner «Je langweiliger ein Use Case, desto grösser der Hebel» Cyrill Schmid 22

4 x 4 Interview

Erfolgsfaktor ERP: Vier Fragen, spannende Antworten Cyrill Schmid 44

Interview mit Karin Jaymes Von Excel zur medtech-konformen

Mehr Transparenz dank 2D-Codes

MARKTÜBERSICHT ERP

Erfolgsfaktor ERP: Plattform, Prozessmotor und strategischer Hebel Cyrill Schmid 24

Spezialisten stellen sich vor 25

KOLUMNE

Ist KI der Anfang vom Ende des ERP (wie wir es kennen)?

Urs Prantl 43

WEBINARE

Ist das wirklich SaaS? Cloud-Modelle im Realitätscheck 65

Geschäftspost neu organisieren –digital, physisch oder kombiniert 65

Webinar-Replay: Wie Schweizer KMU mit KI echte Potenziale entfesseln 65

Weniger Buzzwords, mehr Praxis

Der Begriff «ERP-System» klingt für viele trocken, fast schon langweilig. Lange habe ich mich gefragt: Braucht es wirklich diesen zentralen Hub? Bis ich gesehen habe, was passiert, wenn ein Unternehmen kein funktionierendes ERP hat: Daten in verschiedenen Systemen, die sich gegenseitig widersprechen. Prozesse, die nur dank Improvisation und gutem Willen funktionieren. Und Management-Entscheidungen, die eher auf Bauchgefühl als auf belastbaren Informationen beruhen.

Genau deshalb lohnt sich auch 2026 der Blick auf moderne ERPLösungen. In dieser Ausgabe finden Sie passende Anbieter und praxisnahe Beiträge rund um ERP im KMU. Sie erfahren, wie aktuelle Systeme Abläufe beschleunigen, Mitarbeitende entlasten und mit KI-Unterstützung Ihr Unternehmen fit für die Zukunft machen.

Doch ERP ist nicht das einzige Fokusthema. Der Trendkompass 2026 zeigt deutlich, welche Themen IT-Anbieter, Experten und Schweizer KMU dieses Jahr beschäftigen werden. Und eines wird klar: Die Zeit des Buzzwords ist vorbei – jetzt zählen konkrete Anwendungen.

Wie gewohnt finden Sie zudem zahlreiche weitere Beiträge rund um das digitale Business in Schweizer KMU. Ob UX, 2D-Codes im Handel, China oder der Einsatz von Künstlicher Intelligenz in verschiedenen Bereichen – hier bleiben Sie auf dem Laufenden.

Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen und frisches Know-how.

PARTNER

Social Media 2026: Zwischen KI-Einsatz und echtem Dialog

Gayathri Albert 52

Auf zum Swiss Software Festival 2026! Christoph Hugenschmidt 65

ADVERTORIAL Wie Sage X3 mit Authentic Intelligence konkrete Business Vorteile schafft 16

«Jeden Monat gewinnen wir weitere Mitarbeitende für den Wechsel» 36

Zukunft gestalten: Unternehmens strategie trifft Cloud-Technologie 42

Proffix – ERP ohne Grenzen: Wenn Systeme zusammenarbeiten 48

Alain Zanolari topsoft Fachredaktion redaktion@topsoft.ch

P.S. Merken Sie sich schon mal den 27. August 2026 vor –dann findet das vierte KMU Fachforum statt. Bereits jetzt profitieren Sie von den günstigen Early-Bird-Tickets. Bis dann! www.kmu-fachforum.ch

Gute UX ist weit mehr als nur

Nice-to-have

Haben Sie schon einmal ein Software-Unternehmen getroffen, welches die eigene Software als «kompliziert» oder «umständlich» bezeichnet? Wohl kaum. Wenn KMU neue Software evaluieren, wird die Anforderung «Benutzerfreundlich» immer als «erfüllt» deklariert. Doch wenn das System endlich eingeführt ist, sieht die Realität an den Bildschirmen der Mitarbeitenden oft ganz anders aus. Wie kommt es zu dieser Diskrepanz zwischen Versprechen und Alltag?

Die Wahrnehmungsschere

In den letzten Jahren hat sich zunehmend etabliert, Benutzerfreundlichkeit als eigenständiges Anforderungskriterium in die Liste der notwendigen Funktionen aufzunehmen – oft sogar als Must-have. Trotz aller Transparenz stellt sich die Frage: Warum sollte ein Software-Unternehmen sein Produkt als «nicht benutzerfreundlich» ausweisen?

Klar ist: Jede Software-Firma wird ihr eigenes Produkt als «benutzerfreundlich» einstufen. Insbesondere auch, weil die Antwort matchentscheidend ist, ob das Produkt in der Shortlist landet oder eben nicht. Aus der Perspektive des SoftwareUnternehmens ist das durchaus nachvollziehbar, schliesslich entwickelt die Firma das Produkt und ist entsprechend von deren optimalen Bedienbarkeit überzeugt. Und genau hier öffnet sich die Wahrnehmungsschere.

Betriebsblindheit auf Anbieterseite

Wer sich tagtäglich mit der eigenen Software befasst, verliert unweigerlich die Objektivität. Der Prozess ist schleichend: Unlogische Klickfolgen oder nervige Pop-ups werden von den Usern anfangs noch per Ticket gemeldet, von Anbieterinnen aber oft de-priorisiert und ignoriert. Warum?

Weil das gewünschte Endresultat ja trotzdem irgendwie erreicht wird. So finden sich bald beide Seiten mit dem mühsamen Umstand ab.

Der Weg zum Ziel wird von den SoftwareFirmen vernachlässigt, solange das technische Ergebnis stimmt. Der Hauptgrund dafür ist schlichtweg fehlende Empathie. Software-Anbieterinnen nutzen ihr eigenes Produkt selten im gleichen stressigen Kontext wie ihre Kundschaft. Durch diese über Jahre gewachsene Betriebsblindheit können sie den alltäglichen Schmerz der Anwenderinnen und Anwender kaum mehr nachvollziehen. Die Mehrklicks und unnötigen Mausmeter werden gekonnt ignoriert, oft unter dem fatalen Motto: «Die Bedienung war halt schon immer so!»

Die subtile Unzufriedenheit und ihr Teufelskreis

Die Deadline naht, man steht unter Zeitdruck und will nur noch schnell das PDF der Offerte erzeugen – doch genau jetzt blockieren routinemässige Pop-ups und Warnmeldungen den Prozess. Klar, sie sind schnell weggeklickt. Das gewünschte Resultat wird zwar erreicht, aber der mühsame Weg dorthin baut bei den Mitarbeitenden eine subtile, stetige Unzufriedenheit auf.

Weil Software-Anbieterinnen diesen Schmerz oft nicht erkennen oder falsch priorisieren, schliesst sich hier der Teufelskreis der Wahrnehmungsschere. Die User fühlen sich mit ihren gemeldeten Problemen ignoriert. In dieser festgefahrenen Situation sehen sie meist nur drei Auswege: Sie machen resigniert die sprichwörtliche «Faust im Sack», sie trei -

ben intern aktiv einen Software-Wechsel voran oder, im schlimmsten Fall, sie verlassen aufgrund der täglichen Frustration das Unternehmen.

Excel als grösster Competitor

Als fataler Ausweg etablieren Anwenderinnen oft Parallelprozesse – angetrieben von dem Goodwill, ihrer Arbeit bestmöglich nachzukommen. Hierfür wird sehr oft Excel* beigezogen. Die Gründe sind offensichtlich: Alle kennen es und es lässt fast alles zu. Innerhalb kürzester Zeit wird ein Workaround aus einem blanken xls-File erarbeitet und prozessual im Team etabliert. Die dadurch entstehenden Folgen dieser Schatten-IT sind für jedes Unternehmen schmerzhaft und teuer.

Gute

UX als Trojanisches Pferd der Schatten-IT

Software-Unternehmen wissen, wie mächtig der Lock-in-Effekt ist: Wer seine Daten einmal im System hat, wechselt nicht schnell. Doch davor greift ein anderes Phänomen – gute UX als Trojanisches Pferd, das zum schleichenden Kontrollverlust der eigenen IT führt.

Smarte Anbieterinnen von Nischen- und Insellösungen (z. B. für Taskmanagement oder Zeiterfassung) nutzen eine intuitive Bedienbarkeit gezielt als Türöffner. Für gefrustete Anwenderinnen, die sich über ein klobiges Hauptsystem ärgern, sind diese

simplen Tools ein Geschenk. Die logische Konsequenz: Das Tool wird an der offiziellen IT vorbei in den Alltag geholt und schon steht das «Holzpferd» im Unternehmen. Die User sind endlich effizient, doch unbemerkt entstehen gefährliche Datensilos.

Change-Management: Wo drückt der Schuh wirklich?

Gute UX ist folglich ein strategischer Eckpfeiler. Das «X» steht nicht umsonst für Erfahrung (Experience)! Software-Firmen müssen holistisch überzeugen – vom Vertrieb über das Onboarding bis zum Support.

Für Sie als KMU heisst das: Erstellen Sie nicht nur eine Anforderungsliste, sondern hören Sie intern genau zu, wo der Schuh im Alltag wirklich drückt. Analysieren Sie die bestehenden Prozesse in aller Tiefe, bevor Sie diese hinterfragen und optimieren.

Der PoC als ultimativer UX-Härtetest

Ist letztlich die Entscheidung gefallen, verfallen Sie nicht in blinden Aktionismus. Ein direkter Rollout ist ein Risiko. Starten Sie stattdessen mit einer Proof of Concept Phase (PoC) von drei bis acht Monaten.

Betrachten Sie den PoC nicht nur als technische Prüfung von Features, Prozessen und Schnittstellen. Er ist Ihr wichtigstes Instrument, um die tatsächliche User Expe-

rience im Arbeitsalltag zu testen. Hier zeigt sich ungeschminkt, ob die Mitarbeitenden die Lösung akzeptieren oder ob die versprochene «einfache Bedienung» zum Klick-Marathon verkommt. Ein seriöser PoC ist sicherlich kostenintensiv, bringt jedoch einerseits Feature-Gaps rechtzeitig ans Licht und ist andererseits die halbe Miete für ein erfolgreiches Onboarding.

Zwei Aspekte sind für einen zielführenden PoC essenziell: Definieren Sie erstens die internen Ressourcen, insbesondere die zeitlichen Kapazitäten und Verantwortlichkeiten der beteiligten Mitarbeitenden. Zweitens lohnt es sich, eine vertragliche Ausstiegsklausel mit dem Software-Unternehmen zu definieren, um bei einem negativen PoC-Outcome ein rechtliches Fiasko zu vermeiden.

*Neben Excel rückt seit 2025 auch Vibe-Coding als Konkurrent nach. Wie das die Software-Landschaft verändert, lesen Sie in meinem nächsten Beitrag.

Alle

Enterprise Anwendungen auf einer Plattform

Neu: AI-Integrations-Plattform

Martin Winiker ist Mitgründer und Geschäftsführer der Teamhero Schweiz GmbH www.linkedin.com/in/martinwiniker

Wie KI die Medizin verändert –und warum Technik allein nicht reicht

Künstliche Intelligenz hält Einzug in Diagnostik, Therapie und klinische Abläufe – und verändert damit die Medizin weit über technische Fragen hinaus. Während Algorithmen Muster erkennen, Risiken berechnen und Entscheidungen unterstützen, bleibt die zentrale Herausforderung bestehen: Gesundheit ist mehr als Datenlogik. Zwischen Innovation, Verantwortung und Vertrauen entsteht ein neues Gefüge, das die Medizin der Zukunft prägen wird.

Prof. Dr. Ladan Pooyan-Weihs

Künstliche Intelligenz prägt längst den digitalen Handel, die industrielle Produktion sowie Sicherheits- und Überwachungssysteme – und beginnt nun ebenso grundlegend die Medizin zu verändern. Von der radiologischen Bildanalyse über personalisierte Therapievorschläge bis hin zu KI-gestützten Chatbots für Erstabklärungen entsteht der Eindruck einer bevorstehenden medizinischen Revolution. Doch zwischen technologischem Fortschritt, gesellschaftlicher Erwartung sowie rechtlicher und ethischer Realität liegt ein Spannungsfeld, das oft unterschätzt wird: Gesundheit ist kein rein technisches Problem.

Diese Entwicklung bedeutet deshalb nicht nur eine Anpassung innerhalb des Gesundheitssystems. Sie verändert sowohl die Arbeit von Ärztinnen, Pflegepersonal oder Spitälern, als auch die Rolle der Informatikerinnen und Informatiker, die diese Systeme entwickeln. Software wird im medizinischen Kontext vom Werkzeug zum Mitgestalter von Entscheidungen. Algorithmen strukturieren Wahrnehmung, priorisieren Risiken und beeinflussen, welche Handlungsoptionen überhaupt sichtbar werden.

Gesundheit ist kein rein technisches Problem – und genau darin liegt die eigentliche Herausforderung

Damit verschiebt sich auch Verantwortung. Sie verteilt sich über ein Geflecht aus klinischer Praxis, technologischer Entwicklung und institutioneller Governance. Wer medizinische KI programmiert oder implementiert, gestaltet diagnostische Prozesse indirekt mit. Die zentrale Frage lautet daher nicht mehr, ob KI-Teil der Medizin wird, sondern wie sie eingesetzt wird. Und wer trägt die Verantwortung, wenn datengetriebene Empfehlungen auf individuelle Lebensrealitäten treffen?

Der technologische Blick auf Gesundheit

Technologie denkt in Mustern, Daten und Optimierung. Krankheit erscheint als Abweichung messbarer Parameter, aus denen

Modelle Wahrscheinlichkeiten berechnen. KI kann Tumore früh erkennen, Medikationsrisiken vorhersagen oder klinische Entscheidungen unterstützen – besonders dort, wo Datenkomplexität menschliche Wahrnehmung übersteigt.

Doch medizinische Qualität ist nicht identisch mit statistischer Genauigkeit, denn Gesundheit ist zugleich biologisch, psychologisch und sozial. Patienten sind keine Datensätze, sondern handelnde Subjekte mit Kontext und Unsicherheit. Eine technologisch optimale Empfehlung ist deshalb nicht automatisch eine gute medizinische Entscheidung.

Zwischen Hype und Hoffnung

Der KI-Diskurs bewegt sich zwischen starken Zukunftsbildern: Einer präziseren, personalisierten Medizin und der Einsicht, dass medizinische Entscheidungen mehr sind als berechenbare Muster. KI entfaltet ihren grössten Nutzen daher nicht als Ersatz, sondern als kognitives Werkzeug für die Fachpersonen, vergleichbar mit Mikroskop oder MRI, jedoch mit einem entscheidenden Unterschied: Sie produziert nicht nur Bilder, sondern Empfehlungen. Damit verschiebt sich Verantwortung.

Die neue Dimension der Haftung

Mit KI entstehen geteilte Entscheidungsprozesse. Entwickler, Datenlieferanten, Spitäler und medizinisches Personal werden Teil eines gemeinsamen soziotechnischen Systems. Klassische Haftungsmodelle geraten dadurch unter Druck.

Besonders kritisch ist die Intransparenz moderner Modelle. Viele Systeme sind hochperformant, aber nur begrenzt erklärbar. Entscheidungen stützen sich teilweise auf statistische Korrelationen, deren kausale Grundlage unbekannt bleibt. Verantwortung setzt jedoch Nachvollziehbarkeit voraus. Wenn selbst Fachpersonen Entscheidungswege nicht vollständig erklären können, stösst das Rechtssystem an Grenzen. Regulierung wie der europäische AI-Act reagiert darauf, doch Verantwortung lässt sich nicht automatisieren.

Die zentrale Frage lautet nicht mehr, ob KI-Teil der Medizin wird, sondern wie sie eingesetzt wird –und wer Verantwortung trägt.

Vertrauen als eigentliche Infrastruktur

Technologische Innovation scheitert selten an der Technik, viel häufiger fehlt das Vertrauen. Patientinnen müssen spüren, dass KI ihre Behandlung verbessert, nicht entpersonalisiert. Ärztinnen müssen erleben, dass Systeme ihre Erfahrung nicht ersetzen, sondern erweitern. Institutionen brauchen klare ethische Leitlinien und rechtliche Rahmenbedingungen.

KI erweist sich damit weniger als technische Innovation, sondern als institutionelle Transformation. Ihr Erfolg entscheidet sich nicht im Code, sondern in ihrer Einbettung in professionelle Routinen und Verantwortungsstrukturen. Governance wird damit zur zentralen Voraussetzung.

Das verändert auch die Ausbildung: Neben klinischem Wissen werden Datenkompetenz, algorithmisches Verständnis und ethische Reflexion zu Kernqualifikationen. Entscheidend wird nicht sein, ob Ärztinnen KI nutzen, sondern ob sie deren Möglichkeiten und Grenzen souverän einschätzen können.

Gesundheit neu denken

KI zwingt uns also, Gesundheit neu zu definieren. Wenn Risiken permanent berechnet und Prävention datengetrieben organisiert werden, verschiebt sich Medizin von der Behandlung hin zur kontinuierlichen Risikoüberwachung. Der Patient droht dabei aber vom Zentrum der Versorgung zum Datengenerator zu werden.

Das eröffnet Chancen präventiver Medizin, birgt jedoch auch die Gefahr einer schleichenden Medikalisierung des Alltags. Wenn jede Abweichung messbar wird, wächst der Druck zur Optimierung des eigenen Körpers.

Gesundheit technologisch zu denken, heisst daher nicht, menschliche Medizin zu ersetzen, sondern ihre Grenzen sichtbar zu machen. KI kann Wahrscheinlichkeiten berechnen, aber keine Bedeutung geben. Sie kann Muster erkennen, aber keine Verantwortung empfinden.

Die Medizin der Zukunft wird weder rein menschlich noch rein maschinell sein, sondern hybrid – ein Zusammenspiel aus algorithmischer Präzision und menschlichem Urteil. Fortschritt zeigt sich somit darin, dass Menschen lernen, mit intelligenten Systemen verantwortungsvoll zu handeln und nicht indem sie Maschinen entscheiden lassen.

Entscheidend wird am Ende nicht sein, was KI kann, sondern wofür wir sie einsetzen wollen.

Zwischen Hype, Hoffnung und Haftung liegt damit die zentrale Aufgabe unserer Zeit: Technologie so zu gestalten, dass sie der Gesundheit dient – und nicht umgekehrt. Denn entscheidend wird am Ende nicht sein, was KI kann, sondern wofür wir sie einsetzen wollen.

Ladan Pooyan-Weihs ist Professorin am Departement Informatik der Hochschule Luzern und Leiterin vom CAS Digital Healthcare

End-to-End-Prozesse als Schlüssel zur erfolgreichen ERP-Transformation

Die Einführung oder Modernisierung eines ERP-Systems ist für viele Unternehmen ein essenzieller Schritt in der Digitalisierung. Doch zu oft bleibt das ERP ein reines IT-Projekt: Prozesse werden technisch abgebildet, aber nicht hinterfragt. Medienbrüche, Datensilos und unklare Verantwortlichkeiten bestehen weiter. Wer Digitalisierung wirksam gestalten will, muss ERP als Teil einer Prozessoptimierung verstehen.

Starker Prozess, starkes ERP

Selbst die leistungsfähigste Software entfaltet ihr Potenzial nur, wenn sie in einen optimierten End-to-End-Prozess eingebettet ist – von der ersten Kundeninteraktion bis zur Rechnungsstellung.

Aus der Erfahrung von Mike Gautschi, dem Geschäftsführer der it5solutions GmbH, zeigt sich gerade bei Energieversorgern, Industrieunternehmen und im öffentlichen Sektor: Der grösste Hebel entsteht dort, wo Prozesse über Abteilungsgrenzen hinweg neu gedacht werden. ERP ist dabei nicht das Ziel, sondern Enabler: «ERP-Projekte scheitern selten an der Technologie», so Mike Gautschi, «Sie scheitern an fehlender Klarheit über Prozesse, Rollen und Zielbilder. Wer End-to-End denkt, schafft Transparenz über den gesamten Wertstrom. Erst dann wird das ERP zum echten Hebel für Effizienz und Qualität.»

Vom Funktionsdenken zum Wertstrom

Organisationen sind traditionell funktional aufgebaut. Aus Kundensicht jedoch zählt der durchgängige Prozess – nicht die internen Strukturen.

Typische End-to-End-Prozesse sind:

• Order to Bill beschreibt den vollständigen Geschäftsprozess von der Kundenbestellung bis zur Rechnungsstellung. Meter to Bill beschreibt den Prozess von der Erfassung von Verbrauchsdaten bis zur Rechnungsstellung.

• Purchase to Pay beschreibt den gesamten Beschaffungsprozess von der Bedarfsmeldung bis zur Bezahlung des Lieferanten.

• Hire to Retire beschreibt den gesamten Lebenszyklus eines Mitarbeitenden im Unternehmen – von der Rekrutierung bis zum Austritt.

Diese Prozesse analysieren wir, vereinfachen sie strukturell und unterstützen bei der digitalen Umsetzung. Dabei werden Datenflüsse, Rollen und Systemgrenzen sichtbar gemacht. Erst dann lässt sich definieren, wie ein ERP-System konfiguriert werden muss.

Eine reine Systemeinführung oder Digitalisierung einzelner Schritte reicht nicht aus. Nachhaltige Verbesserungen entstehen nur, wenn Prozesse übergreifend betrachtet und optimiert werden – nicht nur einzelne Arbeitsschritte.

Übergreifend bedeutet in diesem Kontext konkret:

• Ein einheitliches Datenmodell Klare Prozessverantwortung

• Durchgängige Systemunterstützung Transparenz über Kennzahlen entlang des Wertstroms

Stabiler Kern, integrierte Branchenerweiterungen

Ein modernes ERP benötigt einen stabilen Kern, der zentrale Funktionen wie Finanzwesen, Warenwirtschaft oder Auftragsabwicklung standardisiert abbildet. Er reduziert Komplexität, sichert Upgrade-Fähigkeit und schafft ein konsistentes Datenfundament.

Der Kern sollte die Grundlage eines Ökosystems bilden, das durch branchenspezifische Erweiterungen ergänzt wird. Diese müssen systemnahe aufgesetzt werden und das Datenmodell des Kerns nutzen. Der Mehrwert entsteht somit durch nahtlose Integration der Gesamtlösung – nicht durch einzelne Module.

Praxisbeispiel: Order to Bill neu gestaltet

Bei Energieversorgern haben wir die Order-to-Bill-Prozesse analysiert – von der Angebotserstellung bis zum Zahlungseingang. Sämtliche internen und externen Schnittstellen wurden transparent gemacht.

Typische Schwachstellen waren:

• Mehrfacherfassung bzw. mehrfach geführte Stammdaten manuelle Systemübergaben und Medienbrüche zwischen Fachlösungen

• unklare Rollen und Verantwortlichkeiten, besonders in Ausnahmefällen

• lange Durchlaufzeiten und hoher manueller Abstimmungsaufwand

Neben den klassischen Kernprozessen müssen Erweiterungen strukturiert eingebunden werden, ohne parallele Datenhaltung oder manuelle Übergaben.

Durch Prozessharmonisierung, ein klares Rollenmodell und eine integrierte ERP-Abbildung konnten Durchlaufzeiten verkürzt,

Eine moderne ERP-Lösung am Beispiel Haufe X360: Ein robuster Kern lässt sich flexibel mit Modulen ergänzen, um das ERP-System an individuelle Prozesse anzupassen. (Quelle: Haufe X360)

Redundanzen und Fehlerquoten gesenkt und die Transparenz deutlich erhöht werden. Entscheidend war nicht allein die Systemeinführung, sondern das konsequente Hinterfragen des gesamten Wertstroms.

Transformation braucht Einbindung

ERP-Transformationen verändern Arbeitsweisen: Rollen werden klarer, Verantwortlichkeiten verschieben sich und Transparenz nimmt zu. Ohne Einbindung der Fachbereiche entstehen Widerstände. Agilität dient dabei als Framework. «Agilität bedeutet strukturierte Transparenz. Gerade bei CRM- und ERP-Transformationen hilft die iterative Vorgehensweise, Fachbereiche aktiv einzubinden und Verantwortung zu übernehmen. Digitalisierung ist eine gemeinsame Reise.», so Mike Gautschi. Von Beginn der Prozessimplementierung an arbeiten Fachbereiche und IT eng zusammen, priorisieren Anforderungen gemeinsam und überprüfen Zwischenergebnisse iterativ.

«ERP bedeutet, Prozesse konsequent vor Systeme zu stellen, einen stabilen Kern zu nutzen und Branchenerweiterungen nahtlos zu integrieren», so Mike Gautschi, «Ein ERP ist für uns nicht nur Software – es ist der strategische Hebel, der Effizienz steigert, Transparenz schafft und Wertschöpfung über das ganze Unternehmen hinweg ermöglicht. Nur wenn Prozesse, Architektur und Organisation zusammenspielen, entfaltet ein ERP-Tool sein volles Potenzial.»

Ein iteratives Vorgehen, klare Priorisierung und frühe Einbindung der Fachbereiche schaffen Akzeptanz und reduzieren Projektrisiken. Digitalisierung ist kein IT-Projekt, sondern ein organisationsweites Veränderungsprojekt, das End-to-End-Prozesse über Abteilungs- und Unternehmensgrenzen hinweg gestaltet.

Dieser Beitrag wurde ermöglicht durch it5solutions GmbH. Der IT-Dienstleister unterstützt Unternehmen dabei, ihre IT-Infrastruktur sicher und auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten zu gestalten. www.it5solutions.ch

Business - IT 2026: Zwischen globalen Trends und Schweizer Realität

Globale Analysten sehen 2026 als Wendepunkt der digitalen Transformation. KI wird allgegenwärtig, Systeme werden autonomer, Sicherheitsrisiken steigen. Doch wie viel davon kommt in der Schweiz tatsächlich an? Und wo unterscheiden sich internationale Visionen von der Realität in Schweizer Unternehmen?

Globale Trends: KI als Motor einer neuen IT- Ära

Die internationalen Auguren sind sich einig: 2026 wird ein Jahr, in dem sich die IT-Landschaft grundlegend verändert. Gartner spricht von einer «KI-nativen» Zukunft, in der Anwendungen nicht mehr mit, sondern für KI gebaut werden. Dazu gehören:

• Multiagenten-Systeme

• Domänenspezifische Sprachmodelle

• KI-Supercomputing-Plattformen

• Confidential Computing Präventive Cybersicherheit

Der Tenor: Unternehmen müssen sich auf eine Welt einstellen, in der KI nicht mehr ein Werkzeug ist, sondern ein integraler Bestandteil der Wertschöpfung.

Auch Forrester und IDC zeichnen ein ähnliches Bild. Sie betonen vor allem Themen wie Hyperautomation, Plattformstrategien, den Fokus auf Zero-Trust-Security und die Cloud-Modernisierung, aber nennen auch den Fachkräftemangel als strukturelles Risiko.

Kurz gesagt: Die globale IT wird 2026 schneller, autonomer und komplexer.

IDC erwartet, dass sich die weltweiten KI-Ausgaben bis 2028 auf über 600 Milliarden US-Dollar verdoppeln. Für die Schweiz bedeutet das vor allem steigenden Druck, KI-Investitionen strategisch zu planen – allerdings mit deutlich mehr Augenmass als in den globalen Märkten.

Schweizer Experten: Digitalisierung bleibt ein Organisationsprojekt

Während Gartner und Co. die grosse Vision zeichnen, klingt es in der Schweiz deutlich nüchterner. Hiesige Wirtschaftsinformatiker erinnern seit Jahren daran, dass Digitalisierung hierzulande vor allem ein Organisationsprojekt ist. Technologie entfaltet ihren Nutzen nämlich nur, wenn die Prozesse dahinter sauber funktionieren. Auch bleibt Datenqualität wichtiger als eine Vielzahl neuer Tools. Schweizer KMU investieren deshalb dort, wo der Nutzen klar erkennbar ist, und verfolgen auch Cloud-Strategien mit Augenmass. Beim Einsatz von KI zeigt sich ein ähnliches Muster: Sie funktioniert nur dann effizient, wenn die organisatorischen und datenbezogenen Grundlagen stimmen.

Auch Hochschulen wie FHNW und ZHAW bestätigen in ihren Studien: Schweizer Unternehmen digitalisieren pragmatisch, nicht vi-

sionär. Sie setzen auf Stabilität, Sicherheit und Effizienz, nicht auf radikale Transformation.

Die Schweiz 2026: Zwischen Vision und Realität

Die Schweizer Business-IT bewegt sich in einem Spannungsfeld: Globaler Innovationsdruck auf der einen Seite, lokale Stabilitätskultur auf der anderen. Daraus ergeben sich typische Prioritäten:

• Cybersecurity als Thema Nummer eins

• ERP-Modernisierung

• Cloud-Migration mit Fokus auf Datenhoheit

• Automatisierung, besonders in Administration und Produktion

• Fachkräftemangel zwingt zu Outsourcing und Nearshoring

• KI wird vermehrt eingesetzt

Während Gartner bereits von KI-Supercomputing spricht, beschäftigen sich viele Schweizer Unternehmen noch mit so grundlegenden Fragen wie: «Sind unsere Stammdaten sauber genug?» und «Wie integrieren wir KI in bestehende Prozesse?»

Die Schweiz bleibt damit ihrem Ruf treu: Sie ist qualitätsorientiert, aber eher vorsichtig, wenn es um Risiken geht. Und gerade deshalb ist sie wohl auch nachhaltig erfolgreich.

Fazit

2026 wird ein Jahr, in dem sich die Business-IT weiter ausdifferenziert. Globale Trends setzen den Rahmen, Schweizer Experten liefern die Bodenhaftung und die Unternehmen bewegen sich irgendwo dazwischen. KI ist zwar schon da und wird auch noch an Wichtigkeit gewinnen – aber nicht mehr nur als Hype, sondern als echtes Werkzeug, auch für KMU. Nachhaltigen Erfolg haben 2026 jene, die moderne, aber auch passende Technologie mit Organisation, Daten und Prozessen verbinden.

Quelle: www.gartner.de/de/artikel/top-technologietrends-2026

Auf den folgenden Seiten finden Sie die Einschätzungen der IT-Fachleute zum Trendkompass 2026, über die QR-Codes gelangen Sie zu den vollständigen Interviews.

Trendkompass-Umfrage:

Was KMU jetzt wirklich brauchen

Der digitale Wandel bleibt für Schweizer KMU ein Dauerthema. Doch während die Technologie voranschreitet, bleiben die Bedürfnisse der Unternehmen erstaunlich konstant: Weniger Komplexität, mehr Effizienz und Lösungen, die im Alltag sofort funktionieren. Der topsoft Trendkompass 2026 zeigt deutlich, wohin die Reise geht – und welche Erwartungen die KMU an ihre Softwarepartner stellen.

KI und Automatisierung: Die neuen Arbeitstiere

Unsere Umfrage zum Thema «IT-Trends 2026» hat sich an Schweizer KMU gerichtet. Die Auswertung der Resultate zeigt ein klares Bild.

Ganz oben auf der Prioritätenliste stehen zwei Themen: KI-Agenten und Automatisierung im bestehenden ERP. Beide erreichen in der Auswertung Spitzenwerte und zeigen, dass KMU konkrete Entlastung suchen.

• KI-Agenten werden als praktische Helfer gesehen, die Routineaufgaben übernehmen und Prozesse selbstständig anstossen können.

ERP-Automatisierung bleibt ein Dauerbrenner, weil sie an bestehende Abläufe anknüpft und sofort Wirkung zeigt.

Rund die Hälfte der Unternehmen setzt ihre Prioritäten klar auf Technologien, die Zeit sparen und Fehler reduzieren. KI wird dabei als Werkzeug betrachtet, das sofort Nutzen bringen soll.

Sicherheit und Schweizer Datenhaltung: Vertrauen ist Trumpf

Cybersecurity bleibt ein zentrales Thema – und zwar nicht nur als Pflichtübung. Viele KMU betonen, dass sie sich in einer zunehmend vernetzten Welt nur dann wohlfühlen, wenn ihre Daten nachvollziehbar geschützt sind. Besonders gefragt sind:

• Transparente Sicherheitsmechanismen

• Schweizer Cloud-Angebote

• Lösungen, die sensible Daten nicht in Blackbox-Umgebungen verschwinden lassen

Der Wunsch nach digitaler Souveränität ist klar spürbar. Rund ein Drittel der Unternehmen setzt entsprechende Themen weit oben auf die Agenda.

Effizienz bleibt der stärkste Treiber –und zwar mit Abstand

Wenn KMU in neue Technologien investieren, dann aus einem klaren Grund: Effizienzsteigerung.

Sie ist mit deutlichem Abstand der wichtigste Treiber – und das überrascht nicht. In einem Umfeld mit hohen Lohnkosten und knappen Ressourcen zählt jeder gewonnene Arbeitsschritt.

Weitere wichtige Motive der KMU sind Flexibilität und Skalierbarkeit sowie die Cybersecurity.

Bemerkenswert ist, dass einige Unternehmen zusätzlich Datenqualität als eigenen Treiber genannt haben – ein Zeichen dafür, dass KI und Automatisierung nur so gut funktionieren wie die Daten, die man ihnen füttert.

Was KMU von ihren Softwareanbietern erwarten

Die qualitativen Rückmeldungen zeichnen ein sehr klares Bild. KMU wollen Lösungen, die ihnen Arbeit abnehmen – nicht solche, die neue Abhängigkeiten schaffen. Besonders häufig genannt wurden:

1. Transparenz statt Blackbox KMU wünschen sich verständliche Preismodelle, klare Aussagen zu KI-Funktionen und nachvollziehbare Roadmaps. Und viele Unternehmen haben genug von undurchsichtigen Lizenzmodellen oder Funktionen, die zwar versprochen, aber nie geliefert werden.

2. Moderne, offene Systemarchitekturen

Die Zeit der Flickwerk-Updates scheint vorbei. Gefordert werden zum Beispiel robuste Schnittstellen, durchgängige Modernisierung statt kosmetischer Module und Systeme, die sich ohne Spezialwissen integrieren lassen. Gerade kleinere Unternehmen wollen keine IT-Landschaft, die nur mit externer Hilfe stabil bleibt.

3. Mehr Autonomie und Self-Service Ein deutlicher Trend: KMU möchten Software selbst einführen und betreiben können. Das klassische Modell mit beratungsintensiven Implementierungen wird zunehmend hinterfragt. Stattdessen wünschen sich die Unternehmen intuitive Setups, Self-Service-Funktionen sowie klare Anleitungen und Best Practices

Kurz: Software soll sich an den Alltag der KMU anpassen, nicht umgekehrt.

Fazit: 2026 wird das Jahr der pragmatischen Digitalisierung

Der Trendkompass 2026 zeigt klar: KMU wollen keine grossen Versprechen, sondern Lösungen, die funktionieren. Effizienz, Sicherheit und einfache Bedienbarkeit stehen im Zentrum. Anbieter, die moderne Technologien mit nachvollziehbaren Konzepten und konkretem Nutzen verbinden, werden im kommenden Jahr besonders gefragt sein.

Die Botschaft der KMU ist laut dieser Umfrage eindeutig: Weniger Komplexität, mehr Klarheit und Software, die wirklich hilft.

Rudolf Schuler, 2p team GmbH

«KMU fragen nicht mehr ob, sondern wie sie KI nutzen können»

Welche IT-Entwicklungen prägen 2026 den Erfolg von KMU?

Wir fokussieren uns auf echte Cloud-ERP-Lösungen für KMU in der Schweiz – anpassbar an lokale Anforderungen und KI-ready. Haufe X360 verbindet Finanzen, Projekte und Warenwirtschaft in einer Plattform und ermöglicht Partnern, Automatisierung und Digitalisierung einfach umzusetzen.

Welche IT-Themen und Innovationen stehen im Fokus? Wir fokussieren uns auf den Ausbau eines starken Partnernetzwerks für Haufe X360 in der Schweiz. Im Zentrum stehen automatisierte Vertriebsprozesse, KI-gestützte Leadgenerierung und smarte Go-to-Market-Strategien, mit denen Partner KMU schneller digitalisieren und deren Wachstum nachhaltig steigern können.

Welche KI-Fragen bewegen Ihre Kunden im Jahr 2026? KMU fragen nicht mehr ob, sondern wie sie KI nutzen können. Im Fokus stehen praktische Anwendungen – automatisierte Buchungsvorschläge, Forecasts oder Workflow-Optimierungen – sowie Datensicherheit und die Integration in bestehende ERP-Prozesse.

Oliver Schulze, agorum Software GmbH

«Die

Kosten-

und Datenschutzthematik steht meist im Vordergrund»

Welche IT-Entwicklungen prägen 2026 den Erfolg von KMU? KI-gestützte Automatisierung, Cloud-Services, Cybersicherheitslösungen, Kollaborationsplattformen sowie Digitalisierung von Abläufen, Datenanalyse und Echtzeit-Auswertungen prägen 2026 den Erfolg von KMU. Zusätzlich gewinnen Lösungen zur individuellen Prozessgestaltung weiter an Bedeutung.

Welche IT-Themen und Innovationen stehen im Fokus?

Im Fokus stehen die Weiterentwicklung unserer KI-Integration ALBERT | AI im Dokumentenmanagementsystem, die unternehmensweite Vernetzung und Datenintegration mit Nora | 360°, die mobile Version, der Ausbau der Entwicklerplattform und das Thema individuelle Anpassungen sowie die Automatisierung und Optimierung von Geschäftsprozessen.

Welche KI-Fragen bewegen Ihre Kunden im Jahr 2026? Die zentralen Fragen unserer Kunden lauten: «Was kostet es?», «Ist die Lösung DSGVO-konform?» und «Was kann KI konkret für mein Unternehmen leisten?»

Die Kosten- und Datenschutzthematik steht dabei meist im Vordergrund, gefolgt von Fragen zum tatsächlichen Nutzen und zu Anwendungsmöglichkeiten.

«ERP-Systeme sollten sich zu Plattformen entwickeln»

Welche IT-Entwicklungen prägen 2026 den Erfolg von KMU? ERP-Systeme sollten sich zu Plattformen entwickeln, auf denen die Kunden von KMU systemübergreifend zusammenarbeiten können. Die Welt wird immer vernetzter – und auch ERP-Systeme müssen diese Entwicklung aktiv mitgestalten. Zudem wird der Einsatz künstlicher Intelligenz im Jahr 2026 weiter an Bedeutung gewinnen.

Welche IT-Themen und Innovationen stehen im Fokus? Anwenderinnen und Anwender möchten jederzeit und von überall auf die Abacus Software zugreifen. Heute können viele Prozesse in der Abacus Browser Edition gemanagt werden, 2026 kommen weitere dazu. Mit individuellen Portalen möchten wir die verschiedenen Anspruchsgruppen näher zusammenbringen, wie beispielsweise das Treuhandunternehmen mit ihren Kunden. Welche KI-Fragen bewegen Ihre Kunden im Jahr 2026?

KI-Tools sind in der Gesellschaft angekommen. Die Zuverlässigkeit der Ergebnisse ist der Knackpunkt. Abacus entwickelt deshalb mit Artificialy SA eigene KI-Lösungen. Mit DeepAnalyze entstehen individuelle Auswertungen: Die KI generiert den Code, rechnet aber nicht selbst – für präzise Ergebnisse. Finanzdaten wie Bilanz oder Erfolgsrechnung lassen sich per Spracheingabe flexibel analysieren und gestalten

«KI-Erfolg ist eine Frage der richtigen Herangehensweise»

Welche IT-Entwicklungen prägen 2026 den Erfolg von KMU?

An Künstlicher Intelligenz kommt 2026 niemand mehr vorbei. Wettbewerbsdruck und Fachkräftemangel verschärfen sich weiter. Für Unternehmen wird es essenziell, Komplexität zu reduzieren und Produktivität und Effizienz zu erhöhen. Derzeit sehe ich keine andere Technologieinnovation, die für diesen Zweck ein so hohes Potenzial birgt wie KI – wenn man zuvor die richtigen Voraussetzungen schafft.

Welche IT-Themen und Innovationen stehen im Fokus?

Zum einen werden wir unsere technischen Innovationen weiter vorantreiben und auf eine noch umfassendere Unterstützung ganzer Prozessketten durch KI setzen. Auch die weitere Optimierung von Usability ist ein Faktor. Gleichzeitig fokussieren wir uns auf unsere Kunden und ihre KI-Projekte. Gerade in diesen dynamischen Zeiten ist es wichtig, Orientierung und Unterstützung anzubieten.

Welche KI-Fragen bewegen Ihre Kunden im Jahr 2026?

Eine zentrale Frage, die wir immer wieder hören, lautet: «Wie können wir sicher sein, dass sich unsere KI-Investitionen auch wirklich auszahlen?» Diese Bedenken sind nicht unbegründet. KI-Erfolg ist eine Frage der richtigen Herangehensweise. Wer etwa KI-Unterstützung für seine Prozesse sucht, muss der KI zunächst einmal die Prozesse vermitteln. Hier nehmen wir Kunden bei Bedarf gerne an die Hand.

Ralf Bachthaler, Asseco Solutions
Raffaelle Grillo, Abacus Research
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Emanuel Rodriguez, Batix Schweiz AG

«KI soll unterstützen,

nicht ersetzen»

Welche IT-Entwicklungen prägen 2026 den Erfolg von KMU?

Der Erfolg von KMU hängt 2026 unter anderem stark davon ab, wie konsequent sie KI und Automatisierung für alltägliche Prozesse nutzen. Entscheidend ist nicht die Technologie selbst, sondern ihre einfache, sichere und praxisnahe Integration in den Betrieb und deren Anwendung durch die Mitarbeitenden.

Welche IT-Themen und Innovationen stehen im Fokus? Wir fokussieren uns auf die Weiterentwicklung unserer eigenen Standardlösungen und kombinieren Sie dediziert mit Low-Code-Plattformen. Dabei integrieren wir KI sowohl in der Entwicklung als auch in den Lösungen selbst. Damit unterstützen wir KMU, Schulen, Vereine und Verwaltungen bei der effizienten Digitalisierung ihrer Prozesse – immer mit Blick auf Datensicherheit, Benutzerfreundlichkeit und Nachhaltigkeit.

Welche KI-Fragen bewegen Ihre Kunden im Jahr 2026?

Unsere Kunden beschäftigen sich vor allem mit der Frage, wie KI ihre Arbeit verständlich, nachvollziehbar und tatsächlich vereinfacht, ohne Kontrolle und Datenschutz zu gefährden. Es geht um Vertrauen, Transparenz und konkreten Mehrwert und nicht darum, aus Marketinggründen einem Hype zu folgen. KI soll wirklich unterstützen, nicht ersetzen.

Knut Mertens und Simon Lüdi, dynasoft AG

«Daten sollte man mit KI entmystifizieren und für alle nutzbar machen»

Welche IT-Entwicklungen prägen 2026 den Erfolg von KMU? Der Erfolg ist davon abhängig, wie schnell es gelingt, aus vorhandenen Daten die richtigen Schlüsse zu ziehen, um Prozesskosten zu senken und Erträge auszubauen. Dazu wird es mehr denn je notwendig sein, wenn es nicht die eine Datenquelle gibt, heterogene Systemlandschaften miteinander zu verknüpfen. Unterstützung erfahren KMU dabei durch den Einsatz von KI.

Welche IT-Themen und Innovationen stehen im Fokus?

Den Datenschatz der Kunden zu heben, Daten mittels KI zu entmystifizieren und für jedermann nutzbar zu machen. Besonders wichtig sind Ergebnisse, die mittels integriertem Prompting aus Datenanalysen entstehen, Prozesse zugänglich zu machen, um Prozessautomatisierung zu forcieren. Dadurch gelingt es, IT-Entwicklungen positiv zu verstärken.

Welche KI-Fragen bewegen Ihre Kunden im Jahr 2026?

Kunden nutzen KI ohne Projektaufriss. Prompts ermöglichen es, KI-Abfragen direkt auf ERP-Daten anzuwenden, ohne Export oder externe Tools. So lassen sich z. B. Verkaufsentwicklungen, Lagerbestände oder Lieferzeiten analysieren. So können Anwender KI gezielt in Workflows zur automatischen Erstellung von Texten, Angeboten, Prognosen oder Empfehlungen einbinden.

«Nur wer KI praxisnah integriert, nutzt sie wirksam»

Welche IT-Entwicklungen prägen 2026 den Erfolg von KMU? KMU erkennen 2026, dass KI keine Abkürzung zur digitalen Transformation ist. Erfolg entsteht, wenn sie früher ansetzen, Mitarbeitende befähigen und ChatGPT & Co. im Alltag verstehen und begleiten. Nur wer KI praxisnah integriert, statt sie zu delegieren, nutzt sie wirksam.

Welche IT-Themen und Innovationen stehen im Fokus? 2026 steht KI im Zentrum – mit Fokus auf die Integration in bestehende IT-Systeme. Statt separaten Tools braucht es nahtlose Schnittstellen zwischen KI, ERP, CRM und Collaboration-Plattformen. Nur so wird KI vom Experiment zum echten Produktivitätshebel im Alltag von KMU.

Welche KI-Fragen bewegen Ihre Kunden im Jahr 2026? Vier Jahre nach dem KI-Hype fragen sich KMU, warum die versprochene Effizienz nicht eingetreten ist. 2026 dreht sich alles um Integration, Automatisierung und messbare Resultate. Die zentrale Frage lautet: Wie bringt man KI so in den Alltag, dass sie Ziele wirklich unterstützt – statt nur Erwartungen zu wecken?

Chris Beyeler, BEYONDER

«Erfolgreiche KMU kombinieren

Technologie, Kultur und Verantwortung»

Welche IT-Entwicklungen prägen 2026 den Erfolg von KMU?

Fünf IT-Trends prägen 2026 den Erfolg von KMU: KI-Integration in die Wertschöpfung, datenbasierte Führungssysteme, Aufbau von digitalen Ökosystemen und Plattformstrategien, agile Strategie- und Innovationsprozesse statt starrer Jahresplanung und digitale Nachhaltigkeit als Vertrauensund Differenzierungsfaktor. Erfolgreiche KMU kombinieren Technologie, Kultur und Verantwortung strategisch.

Welche IT-Themen und Innovationen stehen im Fokus?

Zunehmend die überlebenswichtige Frage, welche strategischen Auswirkungen alle Formen von KI auf das Business und die Geschäftsmodelle von KMU haben (könnten). Und damit verbunden die «Kunst», der extrem hohen Transformationsgeschwindigkeit mit Hilfe agiler Methoden Herr zu werden.

Welche KI-Fragen bewegen Ihre Kunden im Jahr 2026?

Meine Kunden sind Schweizer IT/Software-KMU. Für sie stehen 2026 zwei zentrale KI-Fragen im Fokus. Erstens - wie können wir KI nutzenstiftend in unsere Lösungen und Produkte einbauen? Und zweitens - welche Folgen hat die KI-Revolution auf unser eigenes Business und unser Geschäftsmodell, Stichwort KI-Agents statt menschliche User?

Urs Prantl, KMU Mentor GmbH
«Der

Wunsch nach Trans-

parenz und Kontrolle über

KI-Ergebnisse ist zentral»

Welche IT-Entwicklungen prägen 2026 den Erfolg von KMU? 2026 profitieren KMU besonders von der Integration von KI in Geschäftsprozesse, der Nutzung cloud-basierter ERP-Systeme und der Automatisierung repetitiver Aufgaben. Entscheidend ist die Fähigkeit, Daten intelligent zu nutzen, um schneller Entscheidungen zu treffen und wettbewerbsfähig zu bleiben.

Welche IT-Themen und Innovationen stehen im Fokus? Im Fokus stehen KI-gestützte Business-Software-Lösungen basierend auf z.B. ERP und CRM, die Prozessautomatisierung und die sichere Cloud-Transformation. Wir begleiten KMU dabei, Innovationen nicht nur technisch umzusetzen, sondern auch strategisch in ihre Geschäftsmodelle zu integrieren – mit messbarem Mehrwert.

Welche KI-Fragen bewegen Ihre Kunden im Jahr 2026? Unsere Kunden fragen: Wie lässt sich KI sinnvoll und sicher in bestehende Prozesse integrieren? Welche konkreten Use Cases bringen echten Nutzen? Und wie bleibt man dabei DSG-konform? Dabei ist der Wunsch nach Transparenz und Kontrolle über die Ergebnisse, die die KI liefert, zentral.

«Der Wunsch nach konkreten Use Cases steht klar im Fokus»

Welche IT-Entwicklungen prägen 2026 den Erfolg von KMU? Immer mehr KI-Funktionen werden in ERP-Systemen integriert und intelligente Automatisierungen durch autonome AI-Agents erleichtern die Arbeit. Auch der Wandel hin zu vernetzten Plattform-Ökosystemen nimmt weiter zu. Auch Nachhaltigkeit wird immer präsenter: Es stärkt die strategische Resilienz von KMUs und sichert die langfristige Zukunftsfähigkeit.

Welche IT-Themen und Innovationen stehen im Fokus? Wir orientieren uns weiterhin am Markt- und Kundenbedarf. KI und Nachhaltigkeit stehen auch bei uns im Fokus. Wir bauen Wissen auf und etablieren konkrete Best Practices mit Mehrwert. Microsoft integriert immer mehr KI-Funktionen in Dynamics 365 Business Central - inkl. autonomen AI-Agents (z.B. Sales-Agent). Diese Innovationen machen wir unseren Kunden zugänglich.

Welche KI-Fragen bewegen Ihre Kunden im Jahr 2026? Wie lässt sich KI sinnvoll im ERP nutzen? Welche Prozesse können durch autonome AI-Agents automatisiert werden? Und wie bleibt man dabei datenschutzkonform? Was muss ein KMU tun, um zukunftsfähig zu bleiben? Der Wunsch nach konkreten Use Cases und spürbaren Mehrwert steht klar im Fokus.

«Entscheidend ist nicht die TechnologieHektik, sondern ihr nachhaltiger Nutzen fürs Geschäftsmodell»

Welche IT-Entwicklungen prägen 2026 den Erfolg von KMU?

Abhängig vom Geschäftsmodell und der Branche wird der Grad der KI-unterstützten Automatisierung den Erfolg beeinflussen. Es gibt aber auch Unternehmen, die ihr Geschäftsmodell überdenken und anpassen müssen. Eine zentrale Rolle spielen hier die grossen Technologie-Anbieter, die mit ihren intelligenten Anwendungen als Plattformanbieter auftreten.

Welche IT-Themen und Innovationen stehen im Fokus?

Features auf unserer Plattform werden die Automatisierung einfacher ermöglichen. Dazu gehört auch die Unterstützung durch KI. Der Fokus liegt dabei vermehrt auf Prozessen über die Unternehmensgrenzen hinweg. Daneben bleiben der sichere, performante Betrieb und bei sich laufend verändernden Rahmenbedingungen ein zentraler Punkt.

Welche KI-Fragen bewegen Ihre Kunden im Jahr 2026?

Nach den ersten Gehversuchen mit KI-Anwendungen aus dem Internet stellen sich bei den Kunden Fragen nach dem effektiven Nutzen und der Sicherheit. Neben den immer besser werdenden Helferchen in den «Office-Anwendungen» beschäftigen sich unsere Kunden damit, wie sie KI in der Unternehmenssoftware zur Effizienzgewinnung und Qualitätssteigerung nutzen können.

«Ziel

ist eine spürbare Entlastung der Mitarbeitenden»

Welche IT-Entwicklungen prägen 2026 den Erfolg von KMU?

In 2026 wird der Erfolg von KMU durch intelligente Automatisierung, datenbasierte Entscheidungen und eine optimierte Workplace Experience geprägt. Wer Mensch, Prozess und Technologie gezielt verbindet, steigert Effizienz, fördert hybride Zusammenarbeit und stärkt die Wettbewerbsfähigkeit. Ergänzend gewinnen Nachhaltigkeit und IT-Sicherheit weiter an Bedeutung.

Welche IT-Themen und Innovationen stehen im Fokus?

Wir fokussieren uns im 2026 auf intelligente Dokumentenprozesse und hybride Arbeitswelten. Unsere aktuellste Innovation, die Ricoh Seamless Digitisation (SD)-Serie kombiniert Multifunktionsdrucker mit modernster Scantechnologie und Intelligent Document Processing (IDP): Dokumente werden automatisch erfasst, klassifiziert und in Workflows integriert – für eine nahtlose, effiziente und sichere Prozessautomatisierung.

Welche KI-Fragen bewegen Ihre Kunden im Jahr 2026?

Im kommenden Jahr stehen für unsere Kunden praxisnahe Fragen im Mittelpunkt: Wie lässt sich KI sinnvoll einsetzen, um Prozesse zu optimieren und Kosten zu senken – ohne Sicherheitsrisiken einzugehen? Besonders gefragt sind Lösungen zur automatisierten Dokumentenverarbeitung und Workflow-Automatisierung. Ziel ist eine spürbare Entlastung der Mitarbeitenden.

Christian Reiter, Opacc Software AG
Carlos Bouzo, redPoint AG
Barbara Fehr, Ricoh Schweiz AG
Stefan Tippelt, KUMAVISION AG

soxes AG

«KI wird als Wundermittel überschätzt und als Werkzeug unterschätzt»
« Starten Sie dort, wo es richtig weh tut!»

Welche IT-Entwicklungen prägen 2026 den Erfolg von KMU?

Welche IT-Trends sind 2025 für KMU entscheidend? Automatisierung, KI-gestützte Prozesse und Cloud-Lösungen: Sie schaffen Effizienz und ermöglichen datenbasierte Entscheidungen. Essenziell sind zudem ESG-konforme IT-Strategien und sichere Lösungen nach DSG-Standards.

Welche Themen beschäftigen Ihr Unternehmen 2025?

Im Jahr 2026 bleibt die durchgängige Prozessdigitalisierung entscheidend. D.h. Medienbrüche vermeiden, Abläufe vernetzen und mit digitalen Zusatzdiensten echten Mehrwert schaffen. Künstliche Intelligenz spielt dabei eine Rolle, wo sie sinnvoll eingesetzt wird. Nämlich dort, wo Unternehmen über die passenden Daten verfügen und dadurch spürbare Effizienz gewinnen.

Wir setzen auf KI-Helfer, die KMU entlasten und smarte Entscheidungen ermöglichen. Mit BPO-Angeboten für Payroll und Finance steigern KMU die Effizienz, während die Lösungen als Cloud-Services verfügbar sind. So schaffen wir mehr Zeit fürs Wesentliche.

Was fragen Ihre Kunden beim Thema KI nach?

Welche IT-Themen und Innovationen stehen im Fokus? Wir wollen 2026 weniger reden und mehr umsetzen. Deshalb investieren wir intern in unsere Entwicklungsplattform, damit wir Projekte stabiler und effizienter umsetzen können. Ausserdem nutzen wir KI dort, wo sie uns und unseren Kunden bei Automatisierung, Code-Qualität und smarten Prozessen unterstützt. So entstehen digitale Services, die echten Nutzen im Tagesgeschäft bringen.

Sie suchen gezielt nach KI-Anwendungen, die den Alltag erleichtern, z. B. durch automatisierte Lohnabrechnungen, Buchhaltungsprozesse oder präzise Datenanalysen. Im Fokus stehen einfache Integration, intuitive Bedienbarkeit und Lösungen, die Effizienzgewinne und Mehrwerte für ihre Geschäftsprozesse bringen.

Welche KI-Fragen bewegen Ihre Kunden im Jahr 2026? Viele KMU fragen sich: Wie kann ich KI konkret einsetzen? Wo entsteht für mich und meine Kunden echter Mehrwert? Habe ich die Daten, um damit zu arbeiten? Wenn nicht, wie baue ich sie auf? Der Hype ist vorbei, jetzt geht es darum, praxisnahe Anwendungen zu schaffen, die Prozesse wirklich verbessern statt nur faszinieren.

« Bei KI ist für Dienstleister ein tiefes Verständnis der Basics entscheidend.»

«Im Fokus stehen Entwicklungen, die den Kunden einen echten Mehrwert bringen»

Welche IT-Trends sind 2025 für KMU entscheidend?

Welche IT-Entwicklungen prägen 2026 den Erfolg von KMU? Auch 2026 stehen aus meiner Sicht die Entwicklungen im Fokus, die den Kunden einen echten Mehrwert bringen. Dabei spielt nach wie vor die Flexibilität und Integrationsfähigkeit eine massgebliche Rolle. APIs stehen hier an vorderster Stelle.

Sie sind im Spannungsfeld zwischen der Notwendigkeit, neue Technologien zu integrieren und den Herausforderungen, welche dies mit sich bringt. Technologien wie KI, Cloud und Workplacelösungen können dabei die Effizienz steigern, Kosten senken und Wettbewerbsvorteile sichern. Wichtig sind dabei auch Securitytools.

Welche IT-Themen und Innovationen stehen im Fokus?

Das Thema Automation und KI steht bei allen im Fokus, auch bei uns. Gerade im Bereich eGov sehen wir jetzt auch eine starke Bewegung, z.B. mit den Neuerungen für ELM 6.0, die Digitalisierung/Automatisierung stärker voranzutreiben.

Welche Themen beschäftigen Ihr Unternehmen 2025? Im Rahmen unserer Researcharbeiten werden wir uns u.a. mit der Digitalisierung sowie den Erfolgsfaktoren für deren Umsetzung beschäftigen. Geplant sind Studienarbeiten zu den Themen Cloud, IoT und dem nächsten Tech Supercycle KI.

Welche KI-Fragen bewegen Ihre Kunden im Jahr 2026?

Was fragen Ihre Kunden beim Thema KI nach?

Welchen Business-Nutzen kann ich mit KI erreichen ist hier sicher die grosse Frage, die sich viele stellen. Wir hören vor allem viel darüber, welche Fortschritte grosse Modelle für generative KI mache. Jetzt geht es darum, wie man KI auch für die Probleme von KMUs einsetzen kann.

Bei neuen Technologien hören wir stets die gleichen Fragen: Wie startet man die Einführung? Wie kann sie monetarisiert werden? Wer sind die richtigen Partner? Gerade beim Thema KI ist für externe Dienstleister ein tiefes Verständnis solcher Basics entscheidend.

« Es lohnt sich, die wertvollen Daten auf einer zentralen Plattform zu speichern. »
«Man sollte sich vor dem Einsatz fragen: Wo schafft KI echten Mehrwert?»

Welche IT-Trends sind 2025 für KMU entscheidend?

KI, Cybersecurity und Automatisierung. KI-gestützte Agentensysteme optimieren und automatisieren Prozesse. Die Automatisierung birgt weiterhin grosses Potenzial – oft unterstützt durch KI. Auch die Cybersecurity bleibt herausfordernd.

Welche IT-Entwicklungen prägen 2026 den Erfolg von KMU? KI wird 2026 den Weg für die Zukunft von KMU ebnen: Sie treibt Automatisierung weiter voran, ermöglicht datengetriebene Entscheidungen und eröffnet neue Geschäftsmodelle. Wer jetzt investiert, sichert sich langfristige Effizienz und Innovationsvorsprung

Welche Themen beschäftigen Ihr Unternehmen 2025?

KI steht im Fokus. Wir erweitern unsere Enterprise Plattform, damit Mitarbeitende und Kunden effizient auf Wissen zugreifen können. Zudem arbeiten wir an agentenbasierter KI zur Prozessautomatisierung. Auch Cybersecurity ist ein grosses Thema.

Was fragen Ihre Kunden beim Thema KI nach?

Welche IT-Themen und Innovationen stehen im Fokus? 2026 investieren wir in Cloud-First, KI-Integration und moderne Technologien, um unseren Kunden schlanke, mobile Lösungen zu bieten. Das Ergebnis: Mehr Effizienz, Flexibilität und die Basis für nachhaltiges Wachstum in einer digitalen Zukunft.

Unsere Kunden suchen KI-Lösungen zur Prozessoptimierung. Dazu zählen Auftrags- und Rechnungseingang, die Bearbeitung von Kundenanfragen, Absatzund Beschaffungsprognosen, Ressourcenplanung, präventive Wartung und Vertriebsunterstützung. Ziel ist mehr Effizienz, Automatisierung und bessere Entscheidungsgrundlagen.

Welche KI-Fragen bewegen Ihre Kunden im Jahr 2026? 2026 sollten sich Kunden VOR dem Einsatz von KI fragen: Wo schafft KI echten Mehrwert? Welche Prozesse lassen sich automatisieren, welche Entscheidungen verbessern? Und wie gelingt die Integration, damit KI nicht nur Trend bleibt, sondern messbare Ergebnisse liefert?

«

Die KI hat die drei übergeordneten Kernaussagen destilliert.

Die Standardisierung von IT-Services wird entscheidend sein

Welche IT-Trends sind 2025 für KMU entscheidend?

«Innovation muss messbaren Nutzen bringen»

Welche IT-Entwicklungen prägen 2026 den Erfolg von KMU?

Die Standardisierung von IT-Services. Zeitraubende Prozesse müssen minimiert, effiziente Lösungen genutzt werden. IT-Teams brauchen mehr Freiraum für strategische Herausforderungen und einschneidende Änderungen in ihrem Feld.

Welche Themen beschäftigen Ihr Unternehmen 2025?

2026 prägen KI- gestützte Automatisierung, datenbasierte Entscheidungen und integrierte Cloud-Plattformen den Erfolg von KMU. Entscheidend ist, Prozesse durchgängig zu digitalisieren und Daten nutzbar zu machen. Wer Mensch, Technologie und Organisation verbindet, steigert Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit.

Welche IT-Themen und Innovationen stehen im Fokus?

Wir entwickeln bewährte Best Practices weiter und unterstützen Unternehmen, ihre IT-Services effizienter zu gestalten. Wir optimieren die Serviceerfahrung für Endnutzer. Ziel: IT-Teams entlasten und ihnen mehr Raum für Wichtigeres geben.

Was fragen Ihre Kunden beim Thema KI nach?

Im Fokus stehen KI- gestützte Business-Software, Prozessautomatisierung, sichere Cloud-Transformation und offene Plattformen. Innovationen müssen nicht nur technisch funktionieren, sondern messbaren Nutzen bringen. Ziel sind Lösungen, die Abläufe vereinfachen, Daten verbinden und KMU spürbar entlasten.

Welche KI-Fragen bewegen Ihre Kunden?

Unsere Kunden fragen, wie KI im Servicealltag eingesetzt werden kann. Relevante Use Cases sind z. B. KI-gestützte Handlungsempfehlungen, die beim Öffnen eines Tickets angezeigt werden. Der IT-Mitarbeiter kann dann diese übernehmen, anpassen oder verwerfen. Das sorgt für eine effiziente Nutzung von KI im IT-Servicemanagement.

KMU fragen 2026 vor allem, wie KI konkret Nutzen schafft:

Welche Prozesse lassen sich automatisieren, welche Entscheidungen verbessern? Wie bleibt man sicher, DSG-konform und behält Kontrolle über Ergebnisse?

Dominik Hagen TOPdesk

Gefragt sind praxisnahe Use Cases, die Mitarbeitende entlasten und echten Mehrwert liefern.

Christian Reiter, Opacc Software AG
Fabiano Montagnin, Topal Solutions
Robert Quotschalla, Step Ahead
Patrick Büchler,

Wie Sage X3 mit Authentic Intelligence konkrete Business Vorteile schafft

Künstliche Intelligenz kann ERP-Systeme leistungsfähiger machen, wenn ihre Empfehlungen nachvollziehbar, relevant und kontrollierbar bleiben. Genau hier setzt Sage mit Authentic Intelligence an: Ein Ansatz, der KI in reale Geschäftsprozesse einbindet. Mit Sage X3 und Sage Copilot erhalten Unternehmen Unterstützung im Tagesgeschäft, ohne Verantwortung und Transparenz aus den Prozessen zu verdrängen

Vom ERP-System zur intelligenten Entscheidungsplattform

ERP Systeme entwickeln sich zunehmend vom Datenspeicher zur aktiven Steuerungsplattform. Mit Composable ERP und Industrie 4.0 wächst auch die Bedeutung von künstlicher Intelligenz. Für viele Unternehmen bleibt dabei jedoch eine zentrale Frage offen: Wie belastbar sind KI gestützte Empfehlungen im operativen Alltag? Gerade im Mittelstand entscheidet nicht allein die technologische Leistungsfähigkeit über den Nutzen, sondern vor allem die Nachvollziehbarkeit. Wenn Ergebnisse nicht fachlich eingeordnet werden können, sinkt die Akzeptanz. Genau an diesem Punkt setzt Sage mit dem Ansatz der Authentic Intelligence an.

Was Authentic Intelligence bei Sage bedeutet

Authentic Intelligence beschreibt bei Sage einen Ansatz, bei dem KI nicht losgelöst vom Geschäft arbeitet, sondern direkt in reale Prozesse eingebunden ist. Im Vordergrund stehen drei Merkmale: Erklärbarkeit, Relevanz und Integration.

Empfehlungen sollen fachlich nachvollziehbar sein und auf konkrete operative Fragestellungen einzahlen, etwa in der Liquiditätssteuerung, in der Lieferkette oder in der Produktionsplanung. Gleichzeitig ist die KI nicht als separates Werkzeug angelegt, sondern in die Business Logik von Sage X3 eingebettet.

Für Unternehmen ist das vor allem deshalb relevant, weil KI damit nicht als abstrakte Technologie erscheint, sondern als konkrete Unterstützung im Tagesgeschäft. Entscheidungen bleiben im fachlichen Kontext verankert und lassen sich auf Basis vorhandener Daten, klarer Regeln und definierter Prozesse besser einordnen. Das schafft eine wichtige Voraussetzung für Akzeptanz in Fachbereichen, die im Alltag auf verlässliche Informationen angewiesen sind.

Sage Copilot im operativen Einsatz

Mit Sage Copilot wird dieser Ansatz im Tagesgeschäft nutzbar. Der Assistent unterstützt Anwender direkt in der Oberfläche von Sage X3 mit kontextbezogenen Hinweisen und Empfehlungen. Das ist besonders dann relevant, wenn Margenrisiken zunehmen, Abweichungen in der Lieferkette auftreten oder Engpässe in der Produktion sichtbar werden.

Zu den typischen Anwendungsfeldern zählen Vertriebsprognosen in Echtzeit, die Priorisierung von Aufgaben im Einkauf anhand von Kennzahlen und Risikoprofilen sowie Hinweise im

Qualitätsmanagement bei Produktionsabweichungen. Grundlage dafür sind validierte Unternehmensdaten, definierte Regeln und eine nachvollziehbare Entscheidungslogik.

Auch im Controlling und in der operativen Planung kann dieser Ansatz Mehrwert schaffen. Wenn Informationen schneller zusammengeführt und Auffälligkeiten früher sichtbar werden, lassen sich Entscheidungen fundierter vorbereiten. Das entlastet Fachbereiche, ohne dass Verantwortung aus den Prozessen verschwindet. Gerade in dynamischen Märkten kann diese Form der Unterstützung dazu beitragen, Reaktionszeiten zu verkürzen und Prioritäten klarer zu setzen.

Vertrauen ist Voraussetzung für den KI Einsatz

Im ERP Umfeld ist Vertrauen keine Zusatzanforderung, sondern Grundbedingung. Unternehmen müssen sicher sein, dass KI gestützte Empfehlungen dokumentiert, prüfbar und kontrollierbar bleiben. Sage X3 unterstützt dies durch rollenbasierte Zugriffsmodelle, nachvollziehbare Prozessschritte und eine Architektur, die Datenschutz und regulatorische Anforderungen berücksichtigt.

Gerade im Hinblick auf interne Kontrollen, externe Prüfungen und neue regulatorische Vorgaben wird diese Transparenz zu einem wichtigen Faktor. Der Mehrwert von KI entsteht nicht allein durch Automatisierung, sondern durch die Verbindung von Effizienz und Verlässlichkeit.

Für viele Unternehmen ist dabei entscheidend, dass sich neue Funktionen schrittweise in bestehende Abläufe integrieren lassen. So kann KI dort eingesetzt werden, wo Datenqualität, Prozessreife und fachlicher Nutzen bereits gegeben sind. Das reduziert Komplexität und schafft Akzeptanz im Unternehmen. Gleichzeitig erleichtert ein schrittweises Vorgehen die Bewertung, in welchen Bereichen sich der Einsatz besonders schnell auszahlt und wo zusätzlicher Anpassungsbedarf besteht.

Elvadata ist Ihr DACH-Partner für Sage X3, digitale Transformation und zukunftsfähige ERP-Lösungen.

elvadata ag | Schützenstrasse 10 | 3052 Zollikofen www.elvadata.ch | info@elvadata.ch | T +41 31 910 37 00

KMU werden digitaler, mutiger, strategischer – und KI reift

Die Gespräche mit führenden IT-Anbietern und Digitalisierungs-Fachleuten zeigen ein klares Bild: Künstliche Intelligenz ist nicht länger ein Experimentierfeld, sondern Teil der operativen Realität.

Doch ihr Erfolg hängt weniger von technologischen Sprüngen ab als von der Fähigkeit der Unternehmen, Prozesse zu strukturieren, Daten nutzbar zu machen und kulturelle Veränderungen zu gestalten.

KI ist Werkzeug, nicht Wundermittel

Alle Befragten IT-Experten betonen: KI entfaltet ihren Nutzen nur dort, wo die Grundlagen stimmen. Saubere Daten, klar definierte Abläufe und eine realistische Zielsetzung sind die unabdingbare Voraussetzung für produktive Anwendungen. KI soll dabei nicht etwa Menschen ersetzen, sondern diese von repetitiven oder zeitaufwendigen Aufgaben entlasten, Entscheidungen verbessern und langweilige Routinearbeiten komplett automatisieren. Der Wunsch nach Transparenz und Kontrolle über die KI-Ergebnisse ist dabei zentral.

Prozesse als Fundament der digitalen Zukunft

Durchgängige, medienbruchfreie Prozesse bilden die Basis für jede Form von Automatisierung. Viele KMU haben in den letzten Jahren ihre Business-Software modernisiert oder in die Cloud verlagert. Automatisierung ist heute kein Pilotprojekt mehr, sondern ein strategischer Hebel für zahlreiche Bereiche, von der Belegerfassung über die Workflow-Automatisierung bis hin zu KI-gestützten Prognosen.

Cloud - Plattformen und offene Ökosysteme setzen sich durch

Die Zukunft gehört dabei integrierten Plattformen: Cloud-ERP-Systeme, offene APIs und vernetzte Ökosysteme ermöglichen es KMU, Daten zentral zu steuern und Prozesse flexibel zu erweitern. Einheitliche Plattformen schaffen Effizienz, vermindern Fehlerquellen, reduzieren Komplexität und bilden die Grundlage für skalierbare Geschäftsmodelle.

Datenkompetenz wird zum Wettbewerbsvorteil

Daten gelten als Rohstoff der digitalen Transformation und KI ist der Katalysator. Entscheidend ist es, Daten zu verknüpfen, zu analysieren und für alle Mitarbeitenden nutzbar zu machen. KI hilft dabei, Muster sichtbar zu machen, Prognosen zu erstellen und Entscheidungen zu beschleunigen. Unternehmen, die ihre Datenbasis vernachlässigen, verlieren deshalb an Tempo und drohen sogar den Anschluss an die Mitbewerber zu verpassen.

Transformation ist Kulturarbeit

So technologisch die Entwicklungen sind, so deutlich zeigt sich: Digitalisierung ist ein kultureller Wandel, kein reines IT-Projekt. Erfolgreiche KMU investieren damit in digitale Mündigkeit, agile Arbeitsweisen und eine Führung, die Technologie als strategisches Instrument versteht. Mitarbeitende werden aktiv einbezogen, Routinen hinterfragt und neue Rollen geschaffen. Die Zukunft gehört Unternehmen, die Technologie, Kultur und Verantwortung verbinden.

Neben Effizienz und Automatisierung rücken Nachhaltigkeit und IT-Sicherheit stärker in den Fokus. Sie gelten als Resilienzfaktoren und als Grundlage für Vertrauen – intern sowie extern.

KMU handeln pragmatischer und mutiger

Der Hype ist vorbei, die Marketingwolken sind verflogen, die Praxis beginnt. KMU fragen nicht mehr, OB sie KI nutzen sollen, sondern WIE. Sie suchen konkrete Use Cases, messbaren Nutzen und Lösungen, die Mitarbeitende spürbar entlasten. Gleichzeitig wächst der Mut, Prozesse neu zu denken, statt sie digital nachzubauen.

Fazit: 2026 wird das Jahr der strategischen Digitalisierung

Die Schweizer KMU sind laut IT-Experten digitaler, agiler und entschlossener geworden. KI reift und wird erwachsen, Automatisierung wird selbstverständlich, Datenkompetenz geradezu zur Pflicht. Entscheidend bleibt jedoch immer der Mensch: Seine Fähigkeit, Technologie kritisch zu nutzen, kreativ einzusetzen und Verantwortung zu übernehmen bleibt das Zentrum der Digitalisierung.

Wer als Unternehmen Technologie, Kultur und Führung verbindet, schafft eine solide Grundlage für nachhaltiges Wachstum – und für seine erfolgreiche digitale Zukunft.

Von Kunden lernen – wie KMU systematisch zu mehr Innovation kommen

Dieses Thema ist eines der Schwerpunktthemen in dem von uns herausgegebenen

CEX Trendradar 2026. Wir haben dabei festgestellt, dass noch zu wenige Unternehmen systematisch von ihren Kunden lernen. Häufig werden dabei die Kosten überschätzt und der Nutzen unterschätzt. In diesem Artikel zeigen wir pragmatische Schritte auf, um vom Kunden initiierte Innovationen möglich zu machen.

Prof. Dr. Nils Hafner und Harald Henn

Es ist in den letzten Jahren viel über Kundenorientierung, Kundenzentrierung, CRM und CX-Management geschrieben worden. Doch was ist der Kern dieser meist von Beratern getriebenen Überlegungen? Interessant ist es, wie es Unternehmen jeder Grösse gelingt, systematisch von Kunden Feedback zu bekommen, dieses mit vertretbarem Aufwand auswerten zu können und daraus zu lernen, um die eigenen Produkte und Prozesse innovativ zu verbessern.

In einem ersten Schritt ist es dabei wichtig, zu verstehen, wie Kunden-Feedback überhaupt professionell aufgenommen werden sollte. Dabei geht es um kontinuierliche Rückmeldungen von Kunden und die anschliessende Reaktion des Unternehmens auf das Feedback, worauf hoffentlich dann ein weiteres Feedback des Kunden erfolgt. Im Idealfall also Dialog von Feedback, Reaktion, Feedback usw.

Für die Weiterentwicklung der Organisation sind Feedback Loops überlebenswichtig - und das meinen wir im wahrsten Sinne des Wortes. Ohne Rückmeldung der Kunden irren die Unternehmen im Nebel herum. Investitionen in Produkte, in Customer Journeys, in Prozesse oder in die Automatisierung von Dialogen – eigentlich alles sollte sich am Feedback der Kunden orientieren, und dieses sollte systematisch eingeholt und berücksichtigt werden.

Ohne Feedbackschleife – also das Feedback der Unternehmen zurück an den Kunden – empfinden die Kunden beim Abfragen von Kundenzufriedenheit (CSAT) oder beim Ausfüllen von Fragebögen zur Ermittlung der Weiterempfehlungsbereitschaft (NPS - Net Promotor Score) jedoch mangelnde Wertschätzung und sehen diese als lästigen Aufwand. Wozu sollen sie Feedback geben, wenn sie keine Rückmeldung erhalten, was die Unternehmen daraus machen, wie wertvoll die Anregungen waren und vielleicht auch, warum manche Vorschläge nicht umgesetzt werden? Feedback Loops sind fortlaufende Prozesse, die mit genügend «Energie» aus dem Unternehmen versorgt werden müssen, damit sie nicht einschlafen und damit die Erkenntnisse in die Entwicklung neuer Konzepte, die Beseitigung von Fehlern und die Optimierung einfliessen können.

Die Erhebung von strukturiertem Feedback besitzt eine lange Tradition in den meisten Unternehmen. So ermittelten Marktforschungsinstitute oder die Unternehmen selbst in Befragungen die Zufriedenheit der Kunden. Diese wurde häufig anonymisiert und in Form von Durchschnittswerten zur Steuerung genutzt. Nur helfen diese Durchschnittswerte meistens nicht zur Optimierung und zur Gestaltung von Innovationen, weil das

Unternehmen nicht weiss, welcher Kunde was gesagt hat. Und so kann man ihm oder ihr auch keine zielführende Antwort geben. Durchschnittswerte können verglichen werden mit «Fiebermessen» aber nicht mit einer ausführlichen Diagnose und Therapie für die Ursachen des Fiebers. In diesem Umfeld verändert sich jedoch momentan viel.

Veränderungen in der Steuerung von Kundenfeedback

Die grösste Veränderung 2026 ist die Rolle der KI/AI im Feedback-Management. Zum einen ist es in den letzten zwei Jahren möglich geworden, mit Hilfe von günstig verfügbaren AI-Tools unstrukturiertes Feedback, als Freitext, aufgenommene Telefonate oder Google-Rezensionen strukturiert auszuwerten. RealTime Feedback und Micro-Feedback werden so möglich. Micro-Feedback – kleine, kontextuelle Feedback-Abfragen direkt am Touchpoint gewinnen an Boden.

Ein hervorragendes Beispiel dafür ist der deutsche Online-Einzelhändler OTTO.de. OTTO testet neue Funktionen und Sortimenter direkt bei ausgewählten Kunden im Webshop mit kleinen pragmatischen Umfragen. Dazu nutzt das Unternehmen die Software von VERINT. Andere Einzelhändler setzen zunehmend auf Daumen-hoch/runter-Buttons an der Kasse, in Apps und sogar in physischen Geschäften. Diese niedrigschwelligen Feedback-Mechanismen liefern sofortige, handlungsrelevante Insights. Negativ dabei: Das «nach Bewertung betteln»-Problem verschärft sich weiter. Auch die Kopplung von NPS-Scores an variable Vergütungen oder Bonussysteme führt zu einer regelrechten Inflation an Feedback-Anfragen. Umfrage-Müdigkeit bei Kunden wird zu einem massiven Problem. Die Folge: sinkende Response-Raten und eine wachsende Frustration bei Kunden. Um das zu vermeiden, müssen sich Unternehmen immer mehr fragen, wann und wo in der Customer Journey sie die Kundschaft befragen. Es gilt: Weniger ist mehr.

Andererseits verfügen immer mehr Unternehmen über CRMSysteme, in denen sich das Feedback auf Einzelkundenebene abspeichern lassen kann. So kann man auswerten, welcher Kunde was gesagt hat und ihn bei Unzufriedenheit zu einem weiteren Dialog einzuladen, um den Missstand aus der Welt zu schaffen. Während 2024 und 2025 noch von isolierten AI-Tools geprägt waren, in denen diese Mikro-Ebene schon gut automatisiert wurde, sehen wir nun integrierte Plattformen, die den gesamten Feedback-Loop automatisieren. Viele Anbieter haben

ihre Systeme so weiterentwickelt, dass sie nicht nur Feedback sammeln und analysieren, sondern auch automatisch Massnahmen vorschlagen und deren Umsetzung nachverfolgen. So kann man aus allen Informationen auswerten, welches die wichtigsten Verbesserungen für das Unternehmen sind. Hier fliessen also qualitative Daten (was wurde gesagt/gefordert) und quantitative Aspekte (wie häufig wurde das gesagt, was ist am wichtigsten) zusammen. Und das ist der Kern der Idee, wie Unternehmen vom Kunden lernen können. Diese Idee stellt den kulturellen Kern eines kundenorientierten Betriebskonzeptes dar. Innovation sollte immer aus der Perspektive des Kunden erfolgen.

In Praxis wird ein neues Betriebskonzept notwendig

Die Schwierigkeit der Umsetzung liegt jedoch darin, dass Feedback häufig an anderer Stelle ins Unternehmen einfliesst, als wo die Verantwortlichkeit für Verbesserungen liegen. Deswegen ist es wichtig, dass im gesamten Unternehmen über Kundenfeedback gesprochen wird. Oder anders formuliert: Nur weil der Kundenservice durch Kundenfeedback herausfindet, dass ein bestimmtes Produkt ein Qualitätsproblem hat, weiss das noch nicht der zuständige Produktmanager oder die Fertigungsabteilung. Hier gilt es also organisatorisch sicher zu stellen, dass die Information vom Kundenservice zu den Verantwortlichen fliesst. Und diese müssen dann die Verantwortung für die Beseitigung des Mangels übernehmen.

Um das sicherzustellen, benötigen Exzellente Unternehmen Regeln. Wir sprechen also hier von einer Organisations- und Governance Struktur. Diese sollte sich vor allem an der Entwick-

lung der Feedback-Zahlen und KPIs orientieren. Dabei ist einerseits das «Fiebermessen» wichtig, um zu sehen, wie sich unsere Organisation über die Zeit entwickelt. Werden wir – in den Augen der Kundschaft - wirklich besser? Zum zweiten ist es wichtig zu verstehen, wie häufig es gelingt, den Feedback-Loop wirklich zu schliessen. Und zum dritten muss die operative Führung des Unternehmens anhand der Entwicklung der Kennzahlen nachvollziehen können, wie damit wirklich Geld verdient oder die Kosten positiv beeinflusst werden können.

Um dieses Betriebsmodell zum Leben zu erwecken, müssen die Mitarbeitenden in diesem Kontext methodisch unterstützt werden. Und das umfasst eben nicht nur den Technologie-Stack, sondern auch vielfältige Tools, wie das Design Thinking oder die Analyse und das Management der Customer Journeys. Auch hier helfen modernen AI gestützte Tool weiter. Andererseits muss die Organisation auch kulturell unterstützt werden. Hier ist es spannend, Gefässe zu verankern, wie sich Mitarbeitende schnell und gut über den aktuellen Stand des Kundenwissens informieren können. Das ist schlussendlich auch eine Frage der Weiterbildung. Kundenfeedback sollte regelmässig in Teammeetings thematisiert werden und es empfiehlt sich über Austausch-Referate und Firmenbesuche bei Partner-Unternehmen mit «Leuchtturmgeschichten» zu versorgen.

Und was bringt die Zukunft?

Für 2026 und darüber hinaus sehen wir eine Zwei-Klassen-Gesellschaft im Feedback-Management entstehen. Die Gewinner: Unternehmen mit geschlossenen Feedbackschleifen. Eine kleine, aber wachsende Gruppe von Unternehmen hat verstanden, dass Feedback-Management eine End-to-End-Disziplin ist.

Abbildung 1: Der CEX Trendradar 2026 (Quelle: Hafner/Henn (2026)

Abbildung 2: Ein Target Operating Modell für kundengetriebene Innovationen.

(Quelle Hafner/ Henn 2026)

Diese Vorreiter zeichnen sich aus durch automatisierte RoutingSysteme: Feedback wird in Echtzeit an die richtigen Stakeholder weitergeleitet. Viele Software-Anbieter haben ihre Plattformen so erweitert, dass Feedback automatisch Tickets erstellt, Tickets öffnet und verantwortliche Teams benachrichtigt.

AI-gestützte Tools wie der «InsightNarrator» von SANDSIV gehen den nächsten Schritt: Sie analysieren nicht nur Feedback, sondern generieren automatisch konkrete Handlungsempfehlungen im Storytelling-Format, die Führungskräfte direkt verstehen und umsetzen können. Die Verlierer drohen in der selbst geschaffenen Datenflut zu ertrinken. Typische Symptome wie «Analyse-Paralyse» durch zu viele Datenquellen, zu viele Tools und damit zu viele widersprüchliche Auswertungen führen zu Entscheidungslähmung.

Die gute Nachricht: Die Technologie ist endlich auch für KMU da, um den Feedback Loop wirklich zu schliessen. AI-gestützte Plattformen können heute automatisieren, was früher manuelle Mammutaufgaben waren. Die schlechte Nachricht: Technologie allein löst das Problem nicht. Für 2026 erwarten wir, dass die

Kluft zwischen Vorreitern und Nachzüglern noch grösser wird. Unternehmen, die jetzt in End-to-End-Feedback-Management investieren – technologisch UND organisatorisch – werden einen signifikanten Wettbewerbsvorteil haben. Die anderen werden weiterhin im Nebel herumirren, mit immer mehr Daten, aber ohne echte Erkenntnisse.

Den CEX Trendradar 2026 können Sie hier anfordern: www.cex-trendradar.com

Prof. Dr. Nils Hafner ist Professor für Kundenmanagement an der Hochschule Luzern Wirtschaft. Er berät Vorstände und Geschäftsleitungen in ganz Europa. www.nilshafner.ch

Harald Henn ist Geschäftsführer der Marketing Resultant GmbH in Mainz. Er ist Autor mehrerer Bücher und zusammen mit Nils Hafner Autor des CEX Trendradars. www.marketing-resultant.de

ERP und IT-Souveränität:

Wer kontrolliert Ihr digitales Rückgrat?

Was passiert, wenn Ihr ERP-Anbieter morgen entscheidet, eine zentrale Funktion nicht mehr weiterzuentwickeln? Oder wenn regulatorische Anpassungen für Europa auf der globalen Prioritätenliste nach unten rutschen? Viele KMU verlassen sich auf Systeme von globalen Anbietern, über deren Zukunft sie kaum Kontrolle haben – bis es kritisch wird.

Unterschiedliche Gesetze, branchenspezifische Bedürfnisse und lokale Anforderungen: Globale ERP-Anbieter, mit deren Software europäische Unternehmen ihr Geschäft aufbauen, können regionale Anforderungen nicht immer abbilden. Bleiben Anpassungen jedoch aus, kann die Abhängigkeit zum Geschäftsrisiko werden.

Was bedeutet IT- Souveränität?

IT-Souveränität bedeutet, die Kontrolle über Daten und Software zu behalten, statt von fremden Plattformen, proprietären Ökosystemen oder globalen Roadmaps abhängig zu sein.

Alle sprechen über Datenhoheit – aber was ist mit Ihrer Software?

Ein ERP ist das operative Rückgrat eines Unternehmens. Viele tägliche Prozesse hängen davon ab, dass die Software zuverlässig funktioniert und auch in Zukunft sicher und rechtskonform genutzt werden kann. Deshalb ist es entscheidend, wer die Kontrolle über die Entwicklung und Weiterentwicklung der ERP-Lösung und der Business-Logik dahinter innehat.

IT-Souveränität bedeutet daher sowohl Daten-Souveränität als auch Software -Souveränität.

Die wachsende Gefahr digitaler Abhängigkeit

Viele Unternehmen stehen vor denselben Herausforderungen:

• Abhängigkeit von US-Roadmaps: Änderungen erfolgen nach globalen Prioritäten, nicht nach europäischen Anforderungen.

• Unsicherheit bei regulatorischen Anpassungen: Datenschutz, Compliance oder Branchenvorgaben werden nicht umgesetzt.

• Keine Einflussmöglichkeit auf Produktentscheidungen: Feedback aus Europa hat oft wenig Gewicht.

Entscheidend ist, wo entwickelt wird

Ob neue Gesetze, branchenspezifische Prozesse oder regionale Besonderheiten: Wenn die Software im eigenen Marktumfeld entwickelt wird, entsteht eine technologische Basis, die langfristig stabil bleibt – unabhängig von geopolitischen oder globalen wirtschaftlichen Entwicklungen.

In Kürze

• IT-Souveränität bedeutet Kontrolle über Daten, Software und Weiterentwicklung, nicht nur über den Speicherort.

Abhängigkeiten von globalen Roadmaps können zum Geschäftsrisiko werden.

• Europäische ERP-Entwickler wie Step Ahead bieten Nähe, Rechtssicherheit und schnellere Anpassung an lokale Anforderungen.

Step Ahead zeigt, wie IT-Souveränität in der Praxis funktioniert

Der ERP-Hersteller Step Ahead entwickelt seine Software vollständig im DACH-Raum und stellt sicher, dass europäische Vorgaben zuverlässig im System abgebildet werden.

Stabilität, Weiterentwicklung und echte Branchenexpertise

Diese Strategie verfolgt Step Ahead bereits seit über 25 Jahren. So ist eine starke ERP-Lösung für den Mittelstand entstanden – ein stabiles Fundament, das stetig weiterentwickelt wird.

Modernisierungen erfolgen dabei evolutionär: Bestehende Systeme werden Schritt für Schritt in eine moderne, cloudfähige Architektur überführt – ohne disruptive Umstellungen.

Mit passgenauen ERP-Lösungen für KMU ist Step Ahead insbesondere in den Branchen Handel, Service und IT etabliert.

Fazit

IT-Souveränität wird zu einem strategischen Erfolgsfaktor. Lösungen, die lokale Entwicklung, Stabilität und Modernisierung verbinden, schaffen Unabhängigkeit und bilden den zentralen Datenhub eines Unternehmens. Step Ahead zeigt, wie sich dieser Anspruch in der Praxis umsetzen lässt – mit einer europäischen Plattform und einer klaren Weiterentwicklungsstrategie.

Robert Quotschalla ist Head of Sales bei Step Ahead

Dieser Beitrag wurde ermöglicht von Step Ahead. Der Anbieter begleitet mit smarten und innovativen ERP-Lösungen Unternehmen bei der Digitalisierung und Optimierung von Geschäftsprozessen. www.stepahead.ch

«Je langweiliger ein Use Case, desto grösser der Hebel»

Fabian Baumgartner über pragmatische KI im ERP

KI im ERP wird oft als grosse Disruption verkauft. In der Praxis liegt der grösste Hebel jedoch bei den unspektakulären, repetitiven Aufgaben. Fabian Baumgartner, Mitglied der Geschäftsleitung und verantwortlich für den Bereich KI bei dynasoft AG, erklärt, wie KMU pragmatisch starten, worauf sie bei Anbietern achten sollten und weshalb vermeintlich «langweilige» Use Cases die spannendsten sind.

topsoft Fachredaktion: Was ist heute KI im ERP – und was ist Marketing?

Fabian Baumgartner: Die ERP Branche überschätzt die Disruption und unterschätzt die Automation. Viele KI Features, die gerade gebaut werden, lösen Probleme, die gar niemand hat. Der PwC Global CEO Survey 2026 zeigt: 56 % der CEOs sehen bisher weder Mehrumsatz noch tiefere Kosten durch KI. Gartner stellt Anfang 2026 fest, dass über die Hälfte aller GenAI Projekte nach dem Proof of Concept abgebrochen werden.

Es erinnert an die Zeit, als GPS ins Smartphone kam: Die Technologie war da, aber niemand ahnte, dass man damit Taxis bestellen wird. Das sehe ich jede Woche in Kundengesprächen: Die wirklich nützlichen KI Anwendungen sind die unspektakulären. Ein Webshop, der über Nacht in dreissig Sprachen läuft. Artikeltexte, die sich aus vorhandenen Produktdaten selbst schreiben. Belege, die automatisch erkannt und zugeordnet werden.

Wie fängt ein KMU konkret an?

Der Einstieg beginnt nicht mit Technologie, sondern mit einer ehrlichen Bestandesaufnahme: Wo verbringen gute Leute Zeit mit Arbeit, die keinen Wert schafft? Eine Stellenausschreibung ist dafür ein erstaunlich guter Spiegel: Markieren Sie alle Aufgaben, die repetitiv sind, klaren Anleitungen folgen oder reine Fleissarbeit darstellen – das sind Ihre KI Kandidaten.

Dann braucht es einen Quick Win in vier bis acht Wochen. Kein Strategiepapier, sondern ein konkretes Ergebnis, das Skepsis in Neugier verwandelt. Wichtig ist, dass das Thema Chefsache ist. Die besten Ideen kommen zwar von unten, aber ohne klares Commitment von oben versandet jede Initiative.

Worauf sollte man bei der Wahl des Anbieters achten?

Achten Sie darauf, ob ein Anbieter über Ihre Herausforderungen spricht – oder über seine Technologie. Wenn im ersten Gespräch mehr über «Agentic AI» als über Ihren Einkaufsprozess geredet wird, sitzen Sie beim Falschen.

Gartner warnt aktuell vor «Agent Washing»: Produkte werden als KI Agenten umgelabelt, ohne echte neue Fähigkeiten. Von

den tausenden Anbietern, die sich «Agentic AI» auf die Fahne schreiben, sind laut Gartner nur rund 130 echt. McKinsey nennt das Ergebnis treffend «Pilot Purgatory»: Viele Teams bauen Demos, aber nur wenige bringen sie in Prozesse, die dauerhaft Wirkung zeigen.

Im Gespräch sollte der Anbieter klar zeigen, wie er Ihr konkretes Problem löst. Nehmen Sie dazu die Person mit, die später am meisten mit KI arbeiten wird, vielleicht jemanden aus der IT.

Das weitere Vorgehen besteht meines Erachtens nicht aus einem Piloten, in dem man ziellos rumklicken kann. Man soll lieber gemeinsam mit dem Anbieter entscheiden, ob es tatsächlich einen Proof of Concept braucht. Dann sollte man möglichst schnell in eine lange Testphase im finalen System starten und nicht in einer Prototypenhölle stecken bleiben.

Wo sehen Sie bei Schweizer KMU den grössten Hebel?

Die Schweiz liegt beim KI-Return aktuell unter dem globalen Durchschnitt – nur 16 % der Schweizer CEOs sehen Umsatzgewinne durch KI, gegenüber 30 % global. Das heisst nicht, dass KI hier nicht funktioniert. Es heisst, dass die Potenziale noch weitgehend unausgeschöpft sind.

Der grösste Hebel liegt klar bei der Automatisierung – und zwar bei den unspektakulären, repetitiven Aufgaben. Die AXA-Studie zeigt, wo Schweizer KMU KI bereits erfolgreich nutzen: Übersetzung (52 %) und Korrespondenz (47 %). 57 % berichten Effizienzgewinne, bei einer Personalreduktion von gerade einmal 2 %.

Genau dort steckt das Potenzial für den Einsatz von KI: Überall dort, wo Mitarbeitende reine Fleissarbeiten erledigen, die im Prinzip auch eine neu eingestellte Person ohne jede Einarbeitung übernehmen könnte.

Je langweiliger ein Use Case, desto grösser der Hebel. Anspruchsvollere Themen wie Prognosen oder datengetriebene Entscheidungen kommen später – sie brauchen ein sauberes Fundament. Der eigentliche Gewinn für die wertvollen Mitarbeitenden liegt nicht darin, schneller zu arbeiten, sondern an den richtigen, interessanten, wertschöpfenden Dingen zu arbeiten.

Wo stossen klassische ERP Systeme an Grenzen – und wo setzt Ihr ERP tosca mit KI an?

Das grösste Paradox klassischer ERPs: Sie sammeln die wertvollsten Daten eines Unternehmens – und tun dann fast nichts Intelligentes damit. Der Einkäufer hat zum Beispiel alle Lieferantenpreise im ERP-System, vergleicht sie aber in Excel.

Gartner beobachtet einen klaren Trend: KI wird 2026 verstärkt über etablierte Softwareanbieter bezogen – weil Unternehmen KI dort nutzen wollen, wo ihre Daten bereits liegen. Genau hier setzen wir mit tosca an.

Statt monatelang Übersetzungen zu koordinieren, ist ein Webshop mit tosca.translate morgen in über dreissig Sprachen live. Aus dürftigen Einzeilern im Artikelstamm werden mit tosca. prompts vollständige, auffindbare Produktbeschreibungen – generiert aus den Daten, die schon im System liegen. Und eingehende Belege werden automatisch erkannt und dem richtigen Vorgang zugeordnet, statt manuell gesichtet.

Wir stehen am Anfang dieser Reise – die ersten Module laufen produktiv, die Ergebnisse sind vielversprechend. Aber der Ansatz ist klar: KI muss im Geschäftsprozess arbeiten, nicht daneben.

Wohin entwickelt sich das ERP?

In Richtung Assistent statt Datenbank. Nicht als KI Agent für alles – sondern mit spezialisierten Assistenten für Einkauf, Logistik, Webshop. Jeder mit klarem Auftrag. Das ERP der Zukunft arbeitet mit Ihnen, nicht nur für Sie.

Wie stellen Sie sicher, dass KI Prozesse sicher und transparent bleiben?

Entscheidend ist, dass Sie jederzeit nachvollziehen können, welche Daten wohin fliessen – und dass Sie nicht an einen einzigen KI Anbieter gebunden sind. Wir setzen bewusst auf mehrere KI Provider. Wenn morgen ein besseres oder sichereres Modell verfügbar ist, wechseln wir – ohne dass sich für den Kunden etwas ändert. Die ERP Daten bleiben dabei immer beim Kunden.

Laut AXA Studie hat nur ein Drittel der Schweizer KMU klare Regeln, welche Daten Mitarbeitende in KI Tools eingeben dürfen. Wer KI direkt im ERP nutzt statt als externes Tool, hat dieses Problem von Anfang an gelöst. Und genau das ist am Ende die Kernbotschaft: KI ersetzt keine Stellen, sie macht bestehende Stellen wertvoller. Dieser Beitrag wurde ermöglicht durch dynasoft AG mit Hauptsitz in Solothurn, Anbieter des modular aufgebauten ERP-Systems tosca. www.dynasoft.ch

Fabian Baumgartner ist Mitglied der Geschäftsleitung und verantwortlich für den Bereich KI bei dynasoft AG.

Erfolgsfaktor ERP: Plattform, Prozessmotor und strategischer

Hebel

ERP-Systeme stehen vor einem tiefgreifenden Wandel: Weg vom starren Funktionsblock hin zur offenen, intelligenten Plattform. Neue Erwartungen aus dem Business, Cloud- Dynamik und KI verändern die Rolle des ERP grundlegend – und machen Flexibilität zum entscheidenden Hebel.

ERP-Systeme sind seit Jahrzehnten das Rückgrat der Unternehmens-IT. Sie steuern Prozesse, bündeln Daten und sorgen dafür, dass das operative Geschäft funktioniert. Lange Zeit galt dabei vor allem eines: Stabilität vor Innovation. Hauptsache, das System läuft.

Doch dieses Verständnis verändert sich gerade grundlegend.

Die Anforderungen an ERP-Lösungen kommen heute nicht mehr primär aus der IT, sondern direkt aus dem Business. Mitarbeitende erwarten eine Software, die sich so einfach bedienen lässt wie eine App auf dem Smartphone. Intuitiv, mobil und jederzeit verfügbar. Themen wie User Experience, Usability und durchgängige Prozesse sind keine «Nice-to-haves» mehr, sondern zentrale Entscheidungskriterien.

ERP als

vernetzter Datenhub

Gleichzeitig verschiebt sich die Rolle des ERP im Unternehmen. Weg vom isolierten Funktionsmonolithen hin zu einer offenen, vernetzten Plattform. Moderne ERP-Systeme werden zunehmend zum Datenhub, der unterschiedlichste Anwendungen integriert –von CRM über E-Commerce bis hin zu spezialisierten Branchenlösungen. Entscheidend ist nicht mehr, wie viele Funktionen ein System selbst mitbringt, sondern wie gut es sich in eine bestehende Systemlandschaft einfügt.

Ein weiterer Treiber dieser Entwicklung ist die Cloud. Ortsunabhängiges Arbeiten, flexible Skalierung und kontinuierliche Weiterentwicklung sind heute für viele Unternehmen selbstverständlich. Cloud-native ERP-Lösungen tragen diesem Bedürfnis Rechnung und ermöglichen es, schneller auf Veränderungen im Markt zu reagieren.

Und genau hier liegt ein zentraler Punkt: Ein ERP wird oft für zehn Jahre oder länger eingeführt – Geschäftsmodelle verändern sich heute jedoch deutlich schneller. Diese Spannung zwingt Unternehmen dazu, bei der Auswahl stärker auf Flexibilität, Erweiterbarkeit und Integrationsfähigkeit zu achten.

Auf dem Weg zum intelligenten ERP

Auch technologisch steht das ERP an einem Wendepunkt. Künstliche Intelligenz hält zunehmend Einzug, nicht mehr bloss als Buzzword, sondern als konkreter Nutzen im Alltag. Automatisierte Prozesse, intelligente Auswertungen oder dialogbasierte Bedienkonzepte werden die Interaktion mit ERP-Systemen nachhaltig verändern.

Trotz oder gerade wegen dieser Dynamik bleibt eines konstant: Der ERP-Markt ist in Bewegung. Auch 2026 treten neue Anbieter und Lösungen in den Schweizer Markt ein. Oft cloud-native, modular aufgebaut und mit einem klaren Fokus auf spezifische Zielgruppen oder Branchen. Für KMU bedeutet das mehr Auswahl, für etablierte Anbieter, dass Ausruhen trotz Vendor-Lock-in keine gute Strategie ist.

Fazit und Ausblick

Die Entwicklung führt unaufhaltsam zum «Self-Driving ERP». Agentic AI wird Routineaufgaben autonom steuern, während konversationelle Interfaces klassische Eingabemasken verdrängen. Für Schweizer KMU ist der Erhalt der digitalen Souveränität gegenüber globalen Hyperscalern dabei die zentrale Herausforderung.

Wer heute auf offene Architekturen und exzellente Datenqualität setzt, sichert sich die Resilienz für die kommende KI-Ökonomie.

Die Marktübersicht mit Portraits, Interviews und Fachbeiträgen in diesem Magazin vertieft diese Analysen und bietet Ihnen detaillierte Einblicke in die Praxis. Bleiben Sie fokussiert, die Transformation Ihres ERP-Systems zum intelligenten Datenhub hat gerade erst begonnen.

Cyrill Schmid ist Managing Partner bei topsoft und leitet auch das topsoft Consulting Netzwerk. Seit fast 30 Jahren begleitet er Unternehmen bei der Auswahl und Einführung von Business-Software und bringt Klarheit in komplexe IT-Fragen. www.topsoft.ch/consulting

AS infotrack AG

Zentrumsplatz 3

5726 Unterkulm

T +41 62 768 50 60

www.asinfotrack.ch

info@asinfotrack.ch

AS infotrack ist der 360° IT-Partner für KMU.

Als Partner von Infor vertreiben und implementieren wir im Schweizer Markt die innovative ERP-Software Infor LN bzw. die CloudSuite Industrial Enterprise. Infor LN bietet Ihnen das technologische Rückgrat, das Sie zur Modernisierung Ihres Unternehmens benötigen. Steigern Sie die Leistung und Effizienz in Bereichen, die für Ihre Fertigungsorganisation von Bedeutung sind. So verbessern Sie Ihre Kundenbeziehungen, Abläufe und die Lieferkette.

Mit der Technologieplattform Infor OS steht Ihnen zudem eine durchgängige Dokumentenverwaltung (IDM) sowie eine intelligente SchnittstellenPlattform (ION) mit Automatisierungs-, Prognose- und Informationsfunktionen zur Verfügung.

Infor – Designed for Progress.

blue office ag Turbistrasse 10 6280 Hochdorf

T +41 41 911 07 11 www.blue-office.ch info@blue-office.ch

boreas AG

Stockerstrasse 26

8614 Bertschikon

T +41 43 443 12 30 www.boreas.ch uwe.singer@boreas.ch

blue office ® - Gemeinsam Ziele erreichen

Für Ihren geschäftlichen Höhenflug bieten wir Ihnen die nötigen Funktionen. blue office® zählt seit über 25 Jahren zu den meistverkauften Softwareapplikationen für KMU und das nicht ohne Grund. Ob Auftragsbearbeitung, CRM, Projektadministration oder Bestellwesen, wir unterstützen Sie effizient in jedem Bereich Ihrer Arbeit.

Der Einsatz moderner Software-Technologie sowie die konsequent benutzerfreundliche Ausrichtung sind dabei unsere wesentlichen Kriterien. Der modulare Aufbau und die flexible Anpassbarkeit spart Zeit in der Administration und ermöglicht die Einbindung kundenspezifischer Abläufe.

Das macht sich auch im Preis bemerkbar: Denn Sie kaufen nur das, was Sie wirklich brauchen.

blue office® - So individuell wie Sie es benötigen.

Prozessorientiert. Swiss made. In der Schweizer Cloud zuhause.

aplixERP ist die durchgängig prozessorientierte ERP-Komplettlösung der boreas AG für KMU aus Handel und Industrie – mit besonderer Stärke in der Lebensmittelbranche. Einkauf, Verkauf, Produktion, Finanzen, Lohn und Lagerlogistik greifen nahtlos ineinander. Chargen- und Serienrückverfolgung, papierlose Logistik und die Anbindung von eShops schaffen Transparenz und Effizienz entlang der gesamten Wertschöpfung. Als Schweizer Anbieter stehen wir für pragmatische Einführungen, Support auf Augenhöhe und Lösungen, die sich an den Prozessen unserer Kunden orientieren. aplixERP ist intuitiv, flexibel, 100 % releasefähig, Swiss made und in der Schweizer Cloud verfügbar.

casymir schweiz ag

CASYMIR ERP System

Fabrikmattenweg 11 4144 Arlesheim

T +41 61 716 92 22 www.casymir.ch sales@casymir.ch

CASYMIR ist die moderne, umfassende ERP-Gesamtlösung für Fabrikationsbetriebe in Pharma, Lebensmittel, Kosmetik, Kunststoff und Chemie. Die modulare Architektur erlaubt eine präzise Anpassung an individuelle Anforderungen – flexibel konfigurierbar, skalierbar und wirtschaftlich im Betrieb. CASYMIR bildet die gesamte Prozesskette transparent ab, ist durchgängig chargenorientiert und ist GMP-validierbar. Dank permanenter Releasefähigkeit bleibt Ihr System jederzeit aktuell; sämtliche Updates sind im Wartungsvertrag enthalten. Seit über 30 Jahren stehen wir für Konstanz, Loyalität und solide Softwareentwicklung. CASYMIR vereint Effizienz, Sicherheit und Zukunftsfähigkeit – die ideale ERP-Lösung für Unternehmen, die auf Qualität und Zuverlässigkeit setzen.

Produkte / Kompetenzen

Infor CloudSuite Industrial Enterprise

Infor LN

Infor OS

Infor IDM

Infor ION

Infor CPQ (Konfigurator)

Factory Track (mobile

Datenerfassung)

Birst BI

Live-Demo vereinbaren über erp-support@asinfotrack.ch

Kontaktperson

Daniel Kleiner

Produkte / Kompetenzen

ERP / CRM

Auftragsbearbeitung

Warenwirtschaft

Lagerverwaltung

Produktionsmanager

Reparaturmanager

Rechnungswesen

E-Shop/Web-Shop

POS Kasse + EFT/POS

Web App Mobile Apps Individualprogrammierungen

Kontaktperson Moritz Neuschütz

Produkte / Kompetenzen

Prozessorientiertes ERP

Chargenrückverfolgung

Qualitätsmanagement

Mobile Lagerlogistik

Produktion & Disposition

Webshop-Integration Prozessautomatisierung

Schweizer Cloud-Hosting Swiss Made Software Flexibel konfigurierbar Schnelle Einführung Beratung & Support

Kontaktperson

Uwe Singer

Produkte / Kompetenzen

Erfahrung ist unsere Kompetenz

• casyPharm

• casyFood

• casyCosmetics

• casyPlast

• casyChem

GMP-validierbare Lösung

Chargenorientierte Produktion

Qualitätssicherung

Produktionsplanung

Kontaktperson

Dave Parry

Comarch AG

Riesstrasse 16

80992 München

T +49 89 143 290 www.comarch.de/erp info@comarch.de

Comarch: Digitalisierungspartner für Produktion und Handel

Die Comarch AG als Hersteller von Comarch ERP Enterprise ist mit rund 250 Mitarbeitern in Deutschland, Österreich und der Schweiz an 8 Standorten vertreten. Die Comarch AG ist Teil der Comarch SA, eines internationalen Anbieters von IT-Lösungen mit insgesamt 5000 Mitarbeitern.

Neben den in Comarch ERP Enterprise enthaltenen Funktionen stehen weitere cloudbasierte Anwendungen zur Verfügung. Das Portfolio umfasst unter anderem Lösungen in den Bereichen BI, BPM und DMS, sowie POS und E-Commerce.

Der KI-Assistent Comarch ChatERP verarbeitet Anfragen in natürlicher Sprache. Anstatt manuell durch Menüs zu navigieren, können Nutzer Informationen direkt abfragen oder Berichte zusammenstellen lassen. Das Model Context Protocol (MCP) ermöglicht künftig die Integration weiterer Services wie etwa KI-Agenten.

dynasoft AG

Niklaus-Konrad-Strasse 16 4500 Solothurn

T +41 32 624 17 77 www.dynasoft.ch info@dynasoft.ch

Mit unserem Web-ERP tosca unterstützen wir Sie bei der Umsetzung ihrer Digitalisierungsstrategie.

Dabei helfen mobile Applikationen in Vertrieb, Lager/Logistik, Service und Produktion, Kundenwünsche bedarfsgerecht in hoher Qualität und Geschwindigkeit zu erfüllen.

Ihren Vertrieb steuern Sie über CRM-Werkzeuge, wie z. B. Kundeninformationssysteme, Kampagnen und Workflows, die Sie selbst definieren – ergänzt durch Funktionen für Opportunity Management und Dashboards. BI-Applikationen unterstützen Sie bei der Erhebung entscheidungsrelevanter Daten, um zielgruppengenaue Kampagnen zu initiieren und so Wachstum zu schaffen.

Mit den integrierten tosca E-Commerce Konzepten (B2B2C) bieten Sie Ihren Kunden massgeschneiderte Angebote in Ihrem digitalen Schaufenster an.

KI-Konzepte für Prozessautomatisierung in den Bereichen Verkauf, Service, Finanzen und Marketing stehen bereits zur Verfügung.

Elvadata AG

Schützenstrasse 10 3052 Zollikofen

T +41 31 910 37 00 www.elvadata.ch mario.albonico@elvadata.ch

Mit fundierter Beratung, technologischem Know-how und einem klaren Fokus auf internationale ERP-Projekte begleitet Elvadata Unternehmen bei der digitalen Transformation entlang ihrer gesamten Wertschöpfungskette. Als global ausgerichteter Partner für Sage X3 verbindet Elvadata lokale Marktkenntnis in Deutschland, Österreich und der Schweiz mit internationaler Umsetzungskompetenz. So entstehen zukunftssichere, skalierbare Lösungen für anspruchsvolle Unternehmen, die Prozesse vereinheitlichen, Transparenz schaffen und nachhaltiges Wachstum ermöglichen. Elvadata steht dabei für Verlässlichkeit, Innovationskraft und partnerschaftliche Zusammenarbeit auf Augenhöhe.

iFAS ERP AG

Gesamtlösung für Industrie und Service

Undermülistrasse 24 8320 Fehraltorf T +41 44 874 85 00 www.ifas.ch info@ifas.ch

Die iFAS ERP AG entstand 1989 als Info Nova AG und betreut als inhabergeführtes, unabhängiges Schweizer Informatik-Unternehmen heute rund 100 Kunden im In- und Ausland. Am Sitz in Fehraltorf sind rund 24 Mitarbeitende und 2 Lernende beschäftigt.

Wir digitalisieren Ihre Unternehmensprozesse und dies mit unserer eigenen, vollintegrierten ERP-Gesamtlösung. Transparenz und die durchgängige Rückverfolgbarkeit vom Wareneingang, über die Produktion, im Vertrieb und bis zur lückenlosen Servicehistorie werden bei Bedarf über Chargen- und Seriennummern sichergestellt.

Auch komplexe Anforderungen können im Standard abgedeckt werden wie bspw. die Fertigung von Varianten & Versionen, Ersatzartikelhandling, Rahmenverträge, Serviceabos, Mandanten mit Intercompany bis zum integrierten Produktkonfigurator. Individuelle Bedürfnisse können über die integr. Editoren angepasst werden – 100 % releasefähig.

Produkte / Kompetenzen

ERP inklusive Financials

Business Process Management

Business Intelligence

Point of Sale-Kassensystem

Comarch Webshop

Comarch POS Backoffice

Comarch Mobile (engomo) etagis APS

Produkte / Kompetenzen tosca.ERP tosca E-Commerce Suite CRM BI Logistik Produktion Service KI

Kontakt Knut Mertens

Produkte / Kompetenzen

Sage X3 Beratung

ERP Implementierung Internationale Rollouts DACH Marktkompetenz Prozessoptimierung Digitale Transformation Business Analyse Projektmanagement Support & Enablement Systemintegration Change Management

Kontaktperson Mario Albonico

Produkte / Kompetenzen iFAS X5: Produktion/Fertigung, Maschinen- & Anlagenbau, Engineering/Service.

Modular: CRM, Produktion/PPS, BDE & PZE, Service bis zu FiBu & Lohn… Tools: Tablets für papierlose Produktion, Handheldscanner, offline App für iOS & Android. Editoren: Reports, Benutzeroberfläche, Workflows, Schnittstellen…

Kontaktperson

Fabian Döbeli

informatics solutions ag Dammweg 4

5503 Schafisheim

+41 62 885 60 30 www.isinf.ch contact@isinf.ch

Als informatics solutions ag realisieren und betreuen wir ERP-Lösungen für fertigende KMU im nationalen und internationalen Umfeld auf Basis Infor CloudSuite Industrial Enterprise. Unsere Kunden vertrauen auf über 20 Jahre Projekterfahrung aus Fertigungs-, Handels,- und Dienstleistungsprojekten. Wir blicken zurück auf über 100 erfolgreiche ERP-Einführungen, Migrationen und grössere Softwareentwicklungsprojekte im ERP Infor LN/CloudSuite Umfeld.

Nachhaltigkeit, Qualität und langjährige Partnerschaften stehen bei uns im Vordergrund. Wir verfügen über ein stabiles und sehr kompetentes Kernteam. Wir sind davon überzeugt, dass nur Systeme mit strategischen Lösungsansätzen und visionären Technologien nachhaltigen Erfolg für Unternehmen garantieren.

Seit 2023 sind wir Teil der AZTEKA Consulting GmbH – unserem über viele Jahre und in vielen Projekten bekannten Kooperationspartner.

It5solutions GmbH Freiburgstrasse 5

2503 Biel/Bienne T +41 32 331 11 31 www.it5solutions.ch info@it5solutions.ch

Die it5solutions GmbH ist ein Schweizer IT-Service- und Dienstleistungsunternehmen mit Sitz in Biel und wurde 2016 gegründet. Wir begleiten Organisationen aus Wirtschaft und öffentlicher Verwaltung bei der Digitalisierung, Weiterentwicklung und dem stabilen Betrieb ihrer IT-Landschaften.

Unsere Mission ist es, Kunden ganzheitlich und langfristig zu unterstützen. Im Zentrum stehen partnerschaftliche Zusammenarbeit, Verlässlichkeit und ein tiefes Verständnis für fachliche und technologische Anforderungen. Unser interdisziplinäres Team vereint Expertise in IT-Architektur, Cloud und Infrastruktur, Security sowie CRM-, ERP- DMS-Lösungen ebenso wie in individueller Softwareentwicklung und Automatisierung.

Durch pragmatische Beratung, saubere Umsetzung und nachhaltigen Betrieb schaffen wir echten Mehrwert und unterstützt Kunden dabei, ihre IT sicher, effizient und zukunftsfähig auszurichten.

Produkte / Kompetenzen

Infor CloudSuite Industrial

Infor LN

Infor OS

Infor IDM

Infor ION

Infor CPQ

Infor CRM

Infor Factory Track

Application Management Service

Value Engineering

Infor ESG-Reporting

Infor Warehouse Mobility

Kontaktperson

Michael Rohn

Produkte / Kompetenzen

End-to-End-Prozessoptimierung

IT Architektur und Design Infrastruktur-Cloud Service

Betrieb & Support IT Systeme CRM,- ERP- und DMS Services Softwareentwicklung

Digitale Transformation IT-Digitalisierung/Automation Projektleitung & Consulting Agiles Coaching & Beratung Programm & Interimsleitung IT Strategie & Beratung

Kontaktperson Mike Gautschi

leanux.ch AG

Brunnenstrasse 1a 8604 Volketswil

T +41 44 947 11 22 www.leanux.ch info@leanux.ch

ERP in der Cloud: SQL-Ledger

ist eine lizenzkostenfreie Open Source Buchhaltungslösung, speziell für KMU. Ein Webbrowser genügt für den Zugriff. Einkauf, Verkauf, Lagerhaltung, Finanzbuchhaltung und Lohnabrechnungen – diese Lösung ist unkompliziert und kostengünstig. Auch Ihre kundenspezifischen Anforderungen können dank Open Source Technologie umgesetzt werden.

Stark im Handel: enventa Trade ERP

enventa Trade ERP ist eine Komplettlösung und eignet sich, um Produktionsprozesse zu kontrollieren und zu verbessern. Von der Warenwirtschaft über Kassenausstattung, Rechnungswesen, CRM und E-Commerce bis zur Optimierung Ihrer Logistik sind Sie mit enventa Trade ERP bestens ausgestattet. Der Hauptfokus liegt dabei auf der effizienten Gestaltung Ihrer Distribution, Organisation und der Steuerung Ihrer Geschäftsprozesse.

MAIT Swiss GmbH

Gaiserwaldstrasse 14

9015 St. Gallen

T +41 71 314 22 33

www.mait.swiss

info@mait.swiss

Ihr Weg zur digitalen Stärke beginnt mit den passenden Lösungen. Schritt für Schritt werden Abläufe vernetzt, Daten transparent und Entscheidungen schneller. Produktion, Entwicklung und Verwaltung arbeiten Hand in Hand, Informationen fliessen nahtlos durch das Unternehmen. Aus Einzelsystemen entsteht ein intelligentes, digitales Netzwerk – der Weg zum Model Based und Data Driven Enterprise. MAIT verbindet Welten.

Die MAIT Swiss GmbH ist die Schweizer Landesgesellschaft der MAIT Gruppe. Die MAIT Gruppe ist Ihr Partner für innovative digitale Lösungen. Die MAITs (eine Wortschöpfung aus «mate», engl. für Partner, «AI» für Künstliche Intelligenz und «IT») schaffen Mehrwerte für Sie, für unsere Kunden. Auf Augenhöhe. Wegweisend. Als Digitalisierungspartner nutzen wir die innovativsten Technologien von marktführenden Anbietern wie PTC, Siemens, Abas, Comarch und HPE. MAIT verbindet Welten.

Produkte / Kompetenzen

ERP-Einführungen enventa Trade ERP

SQL-Ledger IT Infrastruktur Prozessoptimierungen

Kontaktperson

Martin Elmer

Produkte / Kompetenzen Abas ERP

PTC Windchill & ThingWorx

Siemens Digital Industry Software Managed Services

Backup & Recovery

MAIT.Cloud

Kontaktpersonen

Pascal Högger

Hanspeter Pfändler

Philip Schulz

Marcel Heim

Anna Thaler-Bangerter

Opacc Software AG

Opacc – Alle Enterprise Anwendungen auf einer gemeinsamen Plattform. Wahligenpark 1 6023 Rothenburg T +41 41 349 51 00 www.opacc.ch welcome@opacc.ch

PSI AG Schweiz Intelligent Production Säntisstrasse 2 9500 Wil T +41 44 832 57 00 www.psi.de info@psiag.ch

redPoint AG

Chollerstrasse 32

6300 Zug T +41 41 545 60 60 www.redPoint.swiss verkauf@redPoint.swiss

Step Ahead Schweiz AG

Chamerstrasse 18

6300 Zug

T +41 41 618 84 44 www.stepahead.ch info@stepahead.ch

Opacc entwickelt seit 1988 eine eigene Enterprise Software Plattform in der Schweiz.

Das Kernstück der Software Plattform bildet Opacc OXAS, welches sämtliche digitalen Unternehmens-Ressourcen wie Daten, Dokumente, Funktionen, Integrationen, etc., zentral zur Verfügung stellt.

Auf dieser Grundlage stehen homogene, leistungsfähige und standardisierte Anwendungen zur Verfügung: Opacc ERP, Opacc ERP Mobile (Warehouse, Service, Sales, APP), Opacc Enterprise CRM und Opacc Enterprise Shop.

Einführung und Betreuung sämtlicher Anwendungen erfolgt direkt durch Opacc. Die garantierte Update-Fähigkeit zu neuen Versionen wurde von ERP-Anwendern in der Schweiz, Deutschland und Österreich mehrfach bestbewertet. Opacc beschäftigt über 200 Mitarbeitende in Rothenburg/LU und Münchenstein/BL.

Ihr ganzheitlicher ERP- und MES-Anbieter für den Mittelstand

Die PSI AG Schweiz ist die Schweizer Niederlassung der PSI Software SE | Business Unit Discrete Manufacturing (ehemals PSI Automotive & Industry GmbH). Mit PSIpenta ERP- und MES-Software, industriellen Apps und integrierter Künstlicher Intelligenz (KI) optimieren wir die Prozesse unserer Kunden entlang der gesamten Wertschöpfungskette – effizient und zukunftssicher. Der Markenname PSIpenta steht im Mittelstand für durchdachte Lösungen, die so nah an den Anforderungen der Branchen sind, wie keine andere.

Unser Portfolio wird mit integrierten Lösungen für die gesamte Prozesskette ergänzt, von der Logistik über die Fertigung bis hin zum After-Sales-Service. Mit jahrzehntelanger Erfahrung begleiten wir Unternehmen als unabhängiger Impulsgeber auf dem Weg zur smarten Fabrik der Zukunft.

redPoint bietet Ihnen eine flexible, standardisierte und bedienerfreundliche ERP Software zur Digitalisierung Ihres Unternehmens. Die ERP Lösung entspricht den Anforderungen von Schweizer KMU – von der kleinen, jungen Firma welche eine hohe Standardisierung sucht, bis zum grossen KMU, welches unterschiedliche digitale Tools einsetzen will. Unsere Branchenlösung für Handel, Projektgeschäft & Dienstleister, Service & Unterhalt und Produktion & Fertigung bringen unseren Kunden echten Mehrwert.

In unseren erfolgreichen ERP Projekten steckt Erfahrung und Engagement –seit über 30 Jahren.

Wir kombinieren das Beste der weltweit eingesetzten Microsoft Unternehmens-Software Dynamics 365 Business Central (NAV / Navision) mit unserer Best Practice für unsere Kunden. Dank unseren profunden Branchen-Kenntnissen arbeiten Sie mit uns auf Augenhöhe.

redPoint – ERP auf den Punkt gebracht!

Step Ahead treibt die digitale Transformation mittelständischer Unternehmen mit ERP-Lösungen «Made in Germany» voran. Das ERP-System STEPS vereint alle zentralen Geschäftsprozesse – von Einkauf und Vertrieb über Service bis hin zu Finanzen – in einer Softwarelösung.

Insellösungen, doppelte Datenhaltung und Medienbrüche gehören damit der Vergangenheit an. Eine zentrale Datenbasis sorgt für 360°-Transparenz und ermöglicht fundierte Entscheidungen auf einer Plattform.

STEPS bietet passgenaue ERP Lösungen für die Branchen Handel, Service und IT und berücksichtigt deren spezifische Anforderungen. Mit über 25 Jahren Erfahrung betreut Step Ahead mehr als 800 Kunden und 35’000 Anwender aus dem Mittelstand in Deutschland, Österreich und der Schweiz und unterstützt sie dabei, Prozesse zu digitalisieren, Ressourcen effizient zu nutzen und nachhaltig zu wachsen.

Produkte / Kompetenzen

Opacc Enterprise CRM

Opacc Enterprise Shop

Opacc ERP

Opacc OXAS

Opacc OXAS DMAS

Opacc ERP Mobile Service / Sales / APP

Opacc ERP Warehhouse / Mobile Warehouse

Kontakt

Urs P. Amrein

Produkte / Kompetenzen

ERP MES

Mobile Lösungen (lndustr. App) Advanced Planning & Scheduling Smart Planning & Analytics Supply Chain Management (SCM) Just-in-Time/Sequence (JIT) Electronic Data lnterchange Enterprise Application Integration (EAI) Warehouse Management System (WMS)

Kontaktperson Mathias Zimmermann

Produkte / Kompetenzen redPoint Branchenlösung für den Handel redPoint Branchenlösung für Produktion & Fertigung redPoint Branchenlösung für Projektgeschäft & Dienstleister redPoint Branchenlösung für Service & Unterhalt Microsoft Dynamics 365 Business Central Microsoft Dynamics NAV

Kontaktperson

Michael Bechen

Produkte / Kompetenzen

STEPS – Die passgenaue

ERP-Lösung für den Service

STEPS – Die passgenaue

ERP-Lösung für den Handel

STEPS – Die passgenaue

ERP-Lösung für die IT-Branche

Kontaktperson

Bastian Fritschi

Swiss21.org AG

Heiligkreuzstrasse 5

9008 St. Gallen www.swiss21.org

Watosoft AG Bielstrasse 30 2543 Lengnau BE T +41 32 654 64 64 www.watosoft.ch info@watosoft.ch

xalution GmbH

Im Alexander 4 8500 Frauenfeld

T +41 43 508 20 24 www.xalution.com info@xalution.com

Zenplify AG

Chemin de Mornex 3

1003 Lausanne

T +41 41 500 78 05

www.zen-erp.ch

info@zen-erp.ch

Swiss21 ist ein Schweizer IT-Unternehmen mit Sitz in St. Gallen und spezialisiert auf die Digitalisierung von KMU, Start-ups, Freelancer und Vereinen in der Schweiz. Die cloudbasierte Business Software vereint Finanzen, Lohnbuchhaltung, CRM und E-Commerce in einem zentralen System. Bereits über 80›000 Unternehmen vertrauen auf Swiss21. Seit der Gründung stehen mit Abacus, SmartWe und Glarotech starke, beständige Softwarepartner im Hintergrund. Die modulare Cloud Software ist speziell auf Schweizer Anforderungen ausgerichtet, benutzerfreundlich aufgebaut und lässt sich einfach bedienen. Dank der skalierbaren Struktur wächst sie flexibel mit Ihrem Unternehmen mit.

Produkte / Kompetenzen

Rechnungsprogramm

Buchhaltung

Lohnbuchhaltung

Lagerverwaltung

Web-Shop

POS-Kasse

CRM

Spesenerfassung

Zeiterfassung

Automatischer Bankenabgleich

Digitale Signaturen

Digitale Lohnabrechnungen

Kontaktperson

Fabian Schläpfer

Mit über 220 Jahren gebündeltem ERP-Know-how und rund 20 engagierten Mitarbeitenden ist Watosoft der führende Proffix-Partner in der Schweiz.

Wir verstehen KMU, weil wir selbst eines sind – und dies seit fast 40 Jahren. Unsere Expert:innen begleiten Unternehmen praxisnah bei allen ERP-Themen – von Lohn und Finanzbuchhaltung über Betriebswirtschaft bis hin zu Logistik. Unsere eigens entwickelten Proffix-Addons erweitern das ERP gezielt für den Arbeitsalltag. Dazu gehören der watoConnect – unsere All-in-One-Lösung für Datenaustausch und Workflows – sowie mehrere Webapps. So bringen wir Effizienz, Transparenz und Digitalisierung direkt in Ihre täglichen Prozesse.

Viele Anbieter liefern ein ERP – wir denken Prozesse weiter, um Ihre Mitarbeitenden zu entlasten und Ihr Unternehmen zukunftssicher machen. Watosoft ist Ihr langfristiger, strategischer Partner für digitale Prozesse.

Die xalution group begleitet Unternehmen u.a. aus den Branchen Sport & Fashion, Medical & Health Care, Food & Fresh Produce, Industry & Utilities und Media mit branchenspezifischen ERP- und Business-Software-Lösungen. Als internationaler, zertifizierter Microsoft Partner mit Fokus auf Dynamics 365 und der Power Platform realisiert die Gruppe komplexe multi-nationale Projekte mit hohen Anforderungen an Waren- und Wertefluss, Intercompany-Prozesse und globale Roll-outs – in mehr als 10 Sprachen.

Rund 140 Mitarbeitende an Standorten in der Schweiz, Deutschland, Tschechien, Polen und der Slowakei unterstützen Sie mit langjähriger Erfahrung bei der Optimierung von Geschäftsprozessen, der Einführung moderner Business-Software, der digitalen Transformation und dem Betrieb eingeführter Lösungen. So begleiten wir Sie sicher durch komplexe organisatorische und digitale Herausforderungen.

ZEN ERP – Die Schweizer SaaS-Lösung für anspruchsvolle KMU

ZEN ERP ist seit 2016 eine eigenständige Schweizer SaaS-Lösung, die alle wichtigen operativen Abläufe für KMU klar strukturiert und in einem einzigen System nahtlos vernetzt.

Bewährt in der Medizintechnik, ermöglicht ZEN ERP Unternehmen in anspruchsvollen Branchen, schnell und ohne Anfangsinvestitionen eine moderne, flexibel anpassbare ERP-Lösung einzuführen. Mit ZEN ERP reduzieren Sie Schnittstellen und Komplexität, schaffen Transparenz und behalten die Kontrolle über Ihre Daten und Prozesse – so einfach wie möglich, so vollständig wie nötig.

- Konsequent als SaaS-ERP entwickelt – ohne Altlasten

- Chargengeführt und validierbar nach ISO 9001 / 13485

- Unabhängiger Schweizer Hersteller

- Datenhaltung ausschliesslich in der Schweiz

- Kostenloser Testzugang

Produkte / Kompetenzen

ERP-Software Proffix Px5

Eigene Proffix-Addons: – watoPxApp – watoLogistic – watoPackapp – watoConnect (All-in-OneLösung für Datenaustausch und Workflows) – watoKasse für Detailhandel Dokumenten-Management (Kendox) Reports/Datenanalyse mit PowerBI

Kontaktperson

Thomas Wagner

Produkte / Kompetenzen

Microsoft Dynamics 365 ERP

Microsoft Dynamics 365 CRM

Microsoft Power Platform

x4fashion suite

x4finance suite

D365 Solution Assessment AX Migration Assessment

Prozessberatung & -optimierung

Software-Implementierung

Kontaktperson

Christian Calabrò

Produkte / Kompetenzen

Module: CRM, PMO, SCM, QMS, HRM, F&A

SenpAiTM (LLM-Agent)

REST API

Audit Trail

Mehrere Filialen, Sprachen und Währungen

Mehrstufige Stücklisten

Lagerverwaltung und Rückverfolgbarkeit

Zeiterfassung

Benutzerdefinierbare Felder

Kontaktperson

Daniel Bär

Marktübersicht ERP

Produkt

Abacus ERP Abacus Research AG

Abas ERP MAIT Swiss GmbH

Actricity ERP Actricity AG

ams.erp ams.erp Solution AG

aplix ERP boreas AG

apmsystem2 apm consulting (schweiz) ag

APplus Asseco Solutions

avista ERP Xippo GmbH

axelor ERP Xippo GmbH

blue office® blue office ag

BMD Business Software BMD Systemhaus (Schweiz) AG

bossERP bossinfo.ch AG

Capelo ERP SYZ AG Informatik AG

CASYMIR ERP System casymir schweiz ag

Cloud ERP SAP all4cloud Schweiz AG

Comarch ERP Enterprise Comarch Swiss AG

Comarch ERP Enterprise Polynorm Software AG

Comatic Business Software Comatic AG

CSB-System CSB-System AG

enventa ERP leanux.ch AG

enventa ERP Lobos Informatik AG

europa3000™ europa3000 AG

Exxas Cloud Exxas AG

GUS-OS Suite GUS Schweiz AG

Haufe X360 it5solutions GmbH

iFAS X5 iFAS ERP AG

IFS Cloud Arcwide Switzerland AG

IFS Cloud FLEXiCODE Schweiz AG

IN:ERP anica AG

Infoniqa ONE 200 Heyde (Schweiz) AG

Infoniqa ONE 200 Infoniqa Schweiz AG

Infoniqa ONE 200 Simtech Informatik AG

Infor CloudSuite AS infotrack AG

Infor CloudSuite Silicium Consulting GmbH

Infor CloudSuite AS infotrack AG

Infor CloudSuite informatics solutions ag

Informaticon BSW A3 Informaticon AG

JTL-Wawi (ERP) wawi GmbH

Klara Business Software KLARA Business AG

m2 solution m2 software GmbH

MagoCloud ERP Zucchetti Switzerland S.A.

Majesty ERP majesty GmbH

Marktübersicht ERP

Produkt

Anbieter

makaris swissbrain ag

Mentor Q unisoft consulting gmbh

Microsoft Dynamics

365 BC Ambit Schweiz AG

Microsoft Dynamics

365 BC xalution GmbH

Microsoft Dynamics

365 BC bossinfo.ch AG

Microsoft Dynamics

365 BC KUMAVISION AG (Schweiz)

Microsoft Dynamics

365 BC COSMO CONSULT

Microsoft Dynamics

365 BC redPoint AG

Microsoft Dynamics

365 BC BE-terna

Myfactory Forterro Schweiz AG

Odoo braintec

Odoo Camptocamp SA

Odoo ERP SnapERP AG

Opacc ERP Opacc Software AG

Oracle JD Edwards E1 bossinfo.ch AG

Oracle NetSuite bossinfo.ch AG

Proffix Px5 Watosoft AG

PSIpenta PSI AG Schweiz

qLine Business Software Simtech Informatik AG

reybex Cloud native ERP onboos gmbh

Sage b7 Sage bäurer GmbH

Sage Wincarat Sage bäurer GmbH

Sage X3 elvadata ag

SAP Business One ANG Schweiz AG

SAP Business One DATA UNIT AG

SAP Business One VIS Consulting AG

SAP Cloud ERP AGILITA AG

SAP Cloud ERP DATA UNIT AG

SAP S/4HANA Cloud All for One Switzerland AG

SelectLine ERP SelectLine Software AG

SIVAS.ERP schrempp edv GmbH

SQL-Ledger leanux.ch AG

STEPS anica AG

STEPS Step Ahead Schweiz AG

Swiss21 Swiss21

tosca ERP dynasoft AG

Uniconta UPS Consulting

VlexPlus 6.3 VLEXbusiness AG

weclapp Cloud ERP weclapp GmbH

Winoffice PRIME ERP Winoffice AG

Xentral ERP onboos gmbh

XfleX XfleX Software AG

ZEN ERP Zenplify AG

Zoho one Batix Schweiz AG

Wie Schweizer KMU von integrierter Intelligenz profitieren

Ein Praxisansatz von Opacc für sichere KI

Der rasante Fortschritt im Bereich der Künstlichen Intelligenz stellt Schweizer KMU vor neue Herausforderungen. Während der Markt von Angeboten und Versprechen überflutet wird, bleibt unklar, welche Technologien im Alltag tatsächlich Mehrwert schaffen. Orientierung bietet ein Ansatz, der auf einem stabilen digitalen Fundament und einer klaren Integrationsstrategie basiert.

Die Realität vieler KMU: gewachsene Systeme, steigende Anforderungen

Gerade in der Schweiz sind IT-Landschaften häufig historisch gewachsen. Unterschiedliche Systeme, manuelle Prozesse und Insellösungen erschweren es, neue Technologien einzuführen oder Daten konsistent zu nutzen. Gleichzeitig steigen die Erwartungen: Kunden wollen schneller bedient werden, Lieferketten müssen flexibler reagieren, und Entscheidungen sollen zunehmend datenbasiert erfolgen. KI kann hier einen wichtigen Beitrag leisten – vorausgesetzt, sie wird nicht als isoliertes Werkzeug, sondern als Teil einer integrierten Gesamtarchitektur verstanden.

Datenqualität als strategische Voraussetzung

KI-gestützte Prozesse funktionieren nur so gut wie die Daten, auf denen sie basieren. Für KMU bedeutet dies, dass eine zentrale, konsistente Datenbasis zur Grundvoraussetzung wird. Plattformen, die Informationen aus ERP, CRM oder E-Commerce-Systemen zusammenführen, schaffen eine «Single Source of Truth», die für Prognosen, Mustererkennung oder Automatisierungen unverzichtbar ist.

Ein Beispiel für eine solche Architektur ist die OXAS-Plattform von Opacc. Sie fungiert als zentrales Nervensystem, das Daten und Prozesse aus allen integrierten Anwendungen bündelt. Ergänzend ermöglichen die Cloud Integration Services (CIS) der Opacc Smart Cloud den kontrollierten Zugriff auf externe Dienste – ein wichtiger Faktor, um spezialisierte KI-Modelle sicher einzubinden.

Eine pragmatische KI - Strategie für den Alltag

Damit KI nicht zum Selbstzweck wird, braucht es eine klare strategische Ausrichtung. Opacc verfolgt dabei einen pragmatischen Ansatz, der auf zwei Grundprinzipien beruht und speziell auf die Bedürfnisse von KMU zugeschnitten ist.

End-to-End-Integration: KI dort, wo sie gebraucht wird KI-Funktionen entfalten ihren Nutzen erst dann, wenn sie direkt in den gewohnten Arbeitsabläufen verfügbar sind. Der neu ent-

wickelte AI-Hub von Opacc setzt genau hier an: Er dient als zentrale, anwenderfreundliche Schnittstelle, über die alle KI-Funktionen zugänglich sind – ohne Medienbrüche, ohne zusätzliche Tools. Mitarbeitende können damit KI-gestützte Analysen, Textgenerierung oder Automatisierungen nutzen, ohne ihre Arbeitsumgebung verlassen zu müssen.

CTO Christian Reiter beschreibt diesen Ansatz so: «KI muss dort wirken, wo die Daten sind – und nicht in isolierten Insellösungen.»

Freedom of Choice: Technologische Unabhängigkeit als Prinzip

Ein weiterer zentraler Baustein ist die technologische Offenheit. Statt sich auf einen einzelnen grossen Anbieter festzulegen, verfolgt Opacc das Prinzip «Freedom of Choice». Dieses Modell erlaubt es, neue oder bessere KI-Dienste flexibel einzubinden, ohne die Gesamtarchitektur zu verändern. Für KMU bedeutet dies: keine Abhängigkeit, keine Sackgassen, keine langfristigen Lock-in-Risiken.

Reiter bringt es prägnant auf den Punkt: «Gibt es etwas Neues, integrieren wir es. Gibt es etwas Besseres, wechseln wir es aus.»

Konkrete Anwendungsfälle: Wo KI im KMU-Alltag wirkt

In der Praxis zeigt sich, dass KMU besonders von KI-Funktionen profitieren, die repetitive Aufgaben automatisieren oder Entscheidungsprozesse unterstützen. Dazu gehören etwa:

• Intelligente Textvorschläge im Kundendienst

• Automatisierte Dokumentenanalysen

Prognosen für Lagerbestände

• Priorisierung von Verkaufschancen

• Unterstützung bei Offerten oder Bestellungen

Solche Funktionen entfalten ihren Nutzen vor allem dann, wenn sie direkt in den bestehenden Arbeitsabläufen verfügbar sind. Der AI-Hub von Opacc stellt genau diese Werkzeuge bereit und bindet sie nahtlos in die vorhandenen Datenmodelle ein.

Datensouveränität und Sicherheit als Grundpfeiler

Ein zentraler Punkt betrifft die Frage, wie KI-Modelle mit sensiblen Unternehmensdaten umgehen. Viele KMU sind zu Recht zurückhaltend, wenn externe Dienste unkontrollierten Zugriff auf interne Systeme erhalten. Moderne Sicherheitsarchitekturen setzen daher auf klar definierte Integrationspunkte, rollenbasierte Zugriffsmodelle und die konsequente Trennung zwischen operativen Daten und KI-Verarbeitungsprozessen.

Opacc verfolgt diesen Ansatz mit einer eigenen KI-Integrationsplattform, die sicherstellt, dass externe Modelle nur auf anonymisierte und gezielt bereitgestellte Daten zugreifen können. Damit behalten Unternehmen jederzeit die Kontrolle über ihre Informationen – ein entscheidender Faktor für die Akzeptanz von KI im Schweizer Markt.

Investitionsschutz durch kontinuierliche Aktualität

Viele Unternehmen kennen die Herausforderungen grosser ERP-Updates: Hohe Kosten, lange Projektphasen und erhebliche Risiken. Opacc begegnet diesem Problem mit einer Update-Garantie, die sicherstellt, dass Kunden stets auf der aktuellen Version arbeiten – ohne aufwendige Migrationsprojekte.

Diese kontinuierliche Aktualität ist nicht nur ein Komfortmerkmal, sondern ein strategischer Vorteil: Neue Funktionen, darunter auch KI-Integrationen, stehen sofort zur Verfügung.

Roland Kunz, CEO der kiener + wittlin ag, fasst seine Erfahrung so zusammen: «2004 mit Version 6 gestartet – heute auf Version 24. Statt Probleme gab es stets neue Chancen und Handlungsfelder.»

KI wird zum selbstverständlichen Bestandteil der Unternehmenssoftware

In den kommenden Jahren wird KI zunehmend zu einem festen Bestandteil betrieblicher Anwendungen werden. Entscheidend wird sein, wie gut Unternehmen ihre Datenbasis pflegen, wie flexibel ihre Systeme auf neue Technologien reagieren können und wie sicher die Integrationsprozesse gestaltet sind. Anbieter, die auf offene Architekturen, klare Sicherheitsprinzipien und kontinuierliche Aktualität setzen, schaffen damit die Grundlage für nachhaltige Innovation.

Christian Reiter, CTO Opacc: «KI muss dort wirken, wo die Daten sind – und nicht in isolierten Insellösungen.»

Fazit

Für Schweizer KMU ist KI dann wertvoll, wenn sie auf einer konsistenten Datenbasis aufsetzt, sicher betrieben wird und nahtlos in bestehende Prozesse integriert ist. Anbieter wie Opacc zeigen, wie sich diese Anforderungen in einer Plattformstrategie umsetzen lassen, die sowohl technologische Offenheit als auch Investitionsschutz bietet. Damit verschiebt sich die Frage für KMU: Nicht mehr ob KI eingesetzt wird, sondern wie sie sinnvoll, sicher und nachhaltig integriert werden kann.

Dieser Beitrag wurde ermöglicht durch Opacc Software AG. Als Enterprise Software Entwicklerin vereint Opacc alle Kompetenzen vom Softwareengineering bis hin zur Kundenbetreuung.

www.opacc.ch

Arbeitswelt 2030:

Wer KI einsetzt, ohne

zu fragen wozu, digitalisiert die Vergangenheit

Zwei Drittel der Schweizer Unternehmen haben keine Strategie für die Arbeitswelt von morgen. Nicht, weil ihnen die Zeit fehlt, sondern weil sie die falsche Frage stellen. Während die Technologie mit Lichtgeschwindigkeit voranschreitet, droht der Mensch durch Überforderung auf der Strecke zu bleiben. Neue Tools mit alter Führungskultur: Das ist kein New Work, das ist Digitalisierung mit neuem Label. Dieser Unterschied wird 2030 entscheidend sein.

«New Work ist weder Prozess noch Methode. Es ist eine Haltung.»

Frithjof Bergmann hat New Work nicht gedacht, um Büros umzubauen oder Home-Office-Policies einzuführen. Er stellte eine radikalere Frage: Was, wenn Arbeit der Ort wäre, an dem Menschen das tun, was ihnen wirklich wichtig ist? Diese Frage ist 2026 drängender denn je.

Was die Zahlen wirklich sagen: Effizienz vs. Erschöpfung

Die AXA-Arbeitsmarktstudie 2025 sowie Folgestudien zur Arbeitswelt 4.0 zeigen ein paradoxes Bild für die Schweiz:

• Technologie-Schub: Der Anteil der KMU, die KI aktiv einsetzen, stieg innerhalb eines Jahres von 22 auf 34 %. 57 % berichten von konkreten Zeitgewinnen.

Stabiler Arbeitsmarkt: Während globale Tech-Giganten zehntausende Stellen abbauen, bleibt die Lage in Schweizer KMU stabil. KI wird hier primär genutzt, um die Last des Fachkräftemangels zu bewältigen.

• Die Kehrseite: Viele nutzen KI derzeit nur, um noch mehr Output in noch kürzerer Zeit zu generieren. Das Ergebnis ist kein echter Zeitgewinn, sondern chronische kognitive Überlastung und digitaler Stress.

Collaboration & Coworking: Das Gegenmittel zum Silo-Denken

Ein entscheidender Punkt ist in der Schweizer Arbeitswelt noch nicht ausreichend angekommen: Echte Kollaboration. Hybrides Arbeiten ist zwar zur Norm geworden, doch viele Unternehmen haben ihre Büros umgebaut, ohne zu fragen, wozu sie eigentlich da sind. Eine «fancy» Einrichtung gepaart mit altem Kontrollzwang ist kein Kulturwandel, sondern reine Innenarchitektur.

Echte Zusammenarbeit und Coworking-Konzepte könnten heute zwei Hauptprobleme lösen:

1. Digitale Ermüdung: Der Austausch in physischen, kollaborativen Räumen durchbricht die Isolation des Home-Office und die «Zoom-Fatigue».

2. Silo-Denken: Wenn Abteilungen nur noch digital über Aufgabenlisten kommunizieren, stirbt die Innovation. Coworking – ob intern oder extern – fördert das zufällige Zusammentreffen unterschiedlicher Disziplinen.

Ein Modell für die Praxis (Empfehlung)

Um die Theorie der neuen Arbeitswelt greifbar zu machen, empfehle ich Schweizer KMU ein Modell, das die Vorteile von Coworking und KI-Effizienz vereint:

Das fiktive Szenario: Ein traditionelles Fertigungsunternehmen im Mittelland erkennt, dass die tägliche Pendelei und das starre Abteilungsdenken die Kreativität bremsen.

• Die Lösung: Statt Millionen in einen Glaspalast am Hauptsitz zu investieren, mietet das Unternehmen Kontingente in regionalen Coworking-Spaces an den Wohnorten der Mitarbeitenden.

• Der Effekt: Mitarbeitende treffen dort auf Fachfremde (z. B. Designer oder IT-Freelancer). Dieser «Cross-Industry-Austausch» bringt frische Impulse zurück ins Werk.

• Die KI-Rolle: KI übernimmt die Koordination der dezentralen Teams und fasst Ergebnisse zusammen, sodass der Informationsfluss trotz räumlicher Freiheit gewahrt bleibt.

Was KI wirklich verändert und was überrascht

Es sind nicht mehr nur einfache Texte. KI bewirtschaftet heute Lagerbestände autonom unter Einbezug von Wetterdaten und Lieferanten-Historien. Doch während Routineprozesse bis zu

91 % Zeit einsparen können, bricht der Stellenmarkt für kaufmännische Fachkräfte aktuell um 20 % ein. Es trifft die gut ausgebildete Mittelschicht. Die Frage ist also nicht mehr, ob Freiräume entstehen, sondern was wir Menschen mit dieser gewonnenen Zeit tun, ohne im Hamsterrad der «Hyper-Produktivität» auszubrennen.

Vier Schritte für Schweizer KMU 2030

• Strategie zuerst, Software danach: Definieren Sie, wie Ihre Arbeitswelt in drei Jahren aussehen soll. Erst dann wählen Sie die Technologie.

Kollaboration als Struktur: Schaffen Sie Räume für echtes Lernen und Austausch. Coworking-Modelle sind keine Hipster-Spielerei, sondern soziale Resilienz.

• Mitarbeitende einbeziehen: KI-Kompetenz braucht psychologische Sicherheit, keine Angst. Lassen Sie Ihr Team die neue Welt mitgestalten.

• Führungskultur als Fundament: Kein Tool kompensiert Misstrauen. Führung 2030 bedeutet, Räume für menschliches Potenzial und mentale Regeneration zu schützen.

Fazit 2030

Digitalisierung ist Pflicht, Menschlichkeit die Kür. Wer KI nur als Sparmassnahme oder Beschleuniger begreift, digitalisiert den Stillstand und riskiert die Gesundheit seiner Belegschaft. Wer sie als Hebel für menschliche Begegnung und echte Zusammenarbeit nutzt, schreibt die Regeln seiner Branche neu.

Die entscheidende Frage für 2030 lautet nicht: «Was kann die Technik?», sondern: «Wer wollen wir sein, wenn die Technik uns alles andere abnimmt?». Die Antwort darauf ist Ihre eigentliche Strategie.

Heike Bauer hilft Organisation bei den ersten Schritten in eine neue, digitale Arbeitswelt, mit den Instrumenten eines zeitgemässen New-Work-Ansatzes. Sie identifiziert die Stolpersteine im Unternehmen, die den Weg für einen kulturellen Wandel in die neue Arbeitswelt versperren und unterstützt mit einem kompetenten Partner-Netzwerk. www.heikebauer.com

«Jeden Monat gewinnen wir weitere Mitarbeitende für den Wechsel»

Wie die Stiftung Lebensart mit ePost SecureSend den Lohnversand für 660 Mitarbeitende digitalisiert –freiwillig, sicher und ohne Systemwechsel.

Wohnen, Arbeiten und Betreuung –mit 660 Mitarbeitenden

Die Stiftung Lebensart in Bärau BE bietet Menschen mit Beeinträchtigungen Arbeitsplätze, Wohnraum und Betreuungsangebote. Das Unternehmen wächst – und damit auch die Komplexität der Personaladministration. Variable Pensen, Stundenlohnabrechnungen und unbezahlte Ferien machen die Lohnbuchhaltung aufwendig. Der monatliche Versand der Lohnausweise war lange ein rein manueller Prozess: Drucken, kuvertieren, frankieren, versenden.

Philipp Scherer, Leiter HR-Services und HR-Projekte, hat den Wechsel zur digitalen Zustellung initiiert und begleitet. Seine Bilanz ist eindeutig.

«Bei der Stiftung Lebensart versenden wir unsere Lohnabrechnungen mittels ePost. Das erspart uns jeden Monat viel manuelle Arbeit – das Drucken, das Kuvertieren und der physische Versand durch uns entfallen. Die Anwendung ist einfach in der Handhabung und passt hervorragend zu unseren Abläufen.»

Philipp Scherer, Leiter HR-Services / HR-Projekte, Stiftung Lebensart

Schritt für Schritt – ohne Zwang

Die Stiftung Lebensart hat den digitalen Lohnversand nicht von heute auf morgen eingeführt. Der Wechsel ist freiwillig: Mitarbeitende, die ihre Abrechnung weiterhin physisch erhalten möchten, können das. Wer den digitalen Empfang bevorzugt, aktiviert ihn selbst – per ePost-Konto oder direkt auf dem Smartphone.

Das Ergebnis: Monat für Monat entscheiden sich mehr Mitarbeitende für die digitale Zustellung. Die Akzeptanz wächst organisch – ohne Druck, ohne Kommunikationskampagne. Die HR-Abteilung gewinnt Aufwand zurück, den sie für persönliche Beratung und strategische Aufgaben nutzen kann.

Was ePost SecureSend für HR-Teams leistet

Hinter dem einfachen Nutzungserlebnis steckt eine ausgereifte Lösung. Lohndokumente werden verschlüsselt übermittelt und landen im digitalen Briefkasten der Mitarbeitenden. Das Briefgeheimnis gilt auch digital – weder Dritte noch ePost

haben Zugriff auf die Inhalte. Für jede Zustellung existiert ein revisionssicherer Zeitstempel: Zugestellt wann, abgerufen wann. Das schafft Rechtssicherheit – auch bei Lohnpfändungen oder Behördenanfragen.

Die Integration in bestehende HR-Systeme funktioniert über standardisierte Schnittstellen – kompatibel mit SAP, Abacus, Sage und weiteren gängigen Lohnbuchhaltungslösungen. Kein Systemwechsel, kein aufwendiges IT-Projekt.

Sicherer als E-Mail: Verschlüsselte Zustellung, verifizierte Absender und Empfängerinnen – DSG-konform.

Zustellnachweis inklusive: Revisionssichere Zeitstempel für jede Sendung.

Freiwilligkeit für Mitarbeitende: Digital oder physisch –jede Person entscheidet selbst.

· Einfache Integration: Anbindung an alle gängigen HR-Systeme, ohne grossen Aufwand.

Klare Kosten: CHF 0.40 pro Dokument – keine Fix- oder Zusatzkosten.

Von der Lohnabrechnung zum digitalen HR-Prozess

SecureSend ist der einfachste Einstieg – aber nicht die einzige Lösung. ePost bietet HR-Abteilungen ein modulares Ökosystem: Arbeitsverträge und Zwischenzeugnisse lassen sich mit SecureMail rechtssicher übermitteln. Personaldossiers werden digital und revisionssicher archiviert. Eingehende HR-Post –Arztzeugnisse, Bewerbungen, Mitteilungen – digitalisiert Input Management automatisch und leitet sie in die passenden Workflows weiter. Alle Lösungen lassen sich schrittweise einführen, ohne bestehende Systeme zu ersetzen.

SecureSend in Ihre HR-Software einbinden ePost SecureSend wird via API direkt aus Ihrer HR-Software angebunden – kompatibel mit SAP, Abacus, Sage und weiteren gängigen Lohnbuchhaltungslösungen. Für Unternehmen, die alle Versandkanäle über eine einzige Schnittstelle steuern möchten, steht zusätzlich ePost oneAPI zur Verfügung.

SecureSend: www.epost.ch/de-ch/geschaeftskunden/securesend

Webinar

Geschäftspost neu organisieren – digital, physisch oder kombiniert

Dienstag, 16. Juni 2026 | 11.00–12.00 Uhr | Online

Posteingang, Versand und Archivierung müssen heute zusammenspielen. Erfahren Sie an diesem topsoft Webinar in Zusammenarbeit mit ePost, wie Sie Ihre Kommunikation effizient organisieren, Dokumente sicher zustellen und für jede Situation den passenden Versandweg wählen.

tinyurl.com/tsm-26-1-ePost

Schweizer ERP-Kompetenz als

Vorteil für den Mittelstand

Der Schweizer ERP-Markt verändert sich rasant: Lokale Anbieter werden seltener, globale Konzerne dominieren. Für KMU stellt sich damit die Frage, wem sie ihre Kernprozesse anvertrauen.

Entscheidend werden Nähe, echte Prozessorientierung und eine Schweizer Cloud, die Sicherheit und Flexibilität garantiert.

Der Schweizer ERP-Markt befindet sich in einer Phase der Konsolidierung. Immer mehr Anbieter werden von internationalen Konzernen übernommen. Für viele Unternehmen stellt sich deshalb die Frage: Was geht verloren, wenn aus einem nahbaren Schweizer Partner ein global gesteuerter Anbieter wird? Gerade für KMU ist die Antwort klar: Sie brauchen keine standardisierte Lösung von der Stange, sondern ein ERP, das ihre Realität versteht – fachlich, kulturell und unternehmerisch.

Nähe statt Konzernlogik

Lokale ERP-Anbieter bieten genau diese Nähe. Sie sprechen dieselbe Sprache wie ihre Kunden – nicht nur wörtlich, sondern auch im Verständnis für Markt, Mentalität und Entscheidungswege. Einführung und Support erfolgen auf Augenhöhe. Anliegen werden nicht über internationale Eskalationsstufen geschleust, sondern direkt aufgenommen, verstanden und umgesetzt. «KMU für KMU» ist kein Marketingversprechen, sondern gelebter Alltag: Wer die Anforderungen kleiner und mittlerer Unternehmen aus eigener Erfahrung kennt, gestaltet Systeme praxisnaher und entwickelt sie gezielter weiter.

Hinzu kommt der Wert von «swiss made», denn in einem ERP steckt mehr als Software. Es geht um Vertrauen, Verlässlichkeit und Investitionssicherheit. Ein Schweizer Anbieter steht für Qualitätsbewusstsein, Kontinuität und ein tiefes Verständnis lokaler Anforderungen – von regulatorischen Rahmenbedingungen bis zu branchenspezifischen Erwartungen. In Zeiten wachsender Unsicherheit wird dieses Versprechen zum Wettbewerbsvorteil.

Prozesse im Zentrum

Ebenso entscheidend ist eine konsequente Prozessorientierung. Ja, ein modernes ERP soll bestehende Abläufe digital abbilden, aber Unternehmen eben auch dabei unterstützen, ihre Prozesse weiterzuentwickeln. Wer Prozesse sauber definiert und durchgängig im System führt, schafft Transparenz, reduziert Reibungsverluste und erhöht die Bearbeitungsqualität. Vom ersten Kundenkontakt über Angebot, Auftrag, Beschaffung und Leistungserfassung bis zur Fakturierung und Auswertung entsteht ein durchgängiger Informationsfluss: Nachvollziehbar, effizient und belastbar.

Prozessorientierung endet nicht bei Vertrieb, Einkauf oder Finanzen. Auch interne Abläufe profitieren: Qualitätsmanage-

ment, HRM, Freigaben, Dokumentation oder interne Services lassen sich strukturiert, transparent und medienbruchfrei abwickeln. Das ERP wird zur zentralen Plattform, die Daten verwaltet, die Zusammenarbeit verbessert und Verantwortung klar zuordnet. Besonders wertvoll ist die Möglichkeit, Prozesse an die eigenen Stärken anzupassen, statt sich einer globalen Softwarelogik zu unterordnen.

Schweizer Cloud als stabile Grundlage

Ein weiterer Erfolgsfaktor ist der Betrieb in einer Schweizer Cloud im SaaS-Modell. Unternehmen profitieren von professionellem Hosting, hoher Verfügbarkeit und einem Sicherheitsniveau, das intern oft nur mit grossem Aufwand erreichbar wäre. Der Schutz vor Cyberangriffen, der Umgang mit Updates und Patches sowie Sicherungs- und Wiederherstellungskonzepte schaffen Vertrauen und entlasten die interne IT. Gleichzeitig ermöglicht der SaaS-Ansatz schnelleres Onboarding und kürzere Einführungszeiten. Neue Benutzer, Standorte oder Funktionen lassen sich flexibel integrieren, ohne komplexe Infrastrukturprojekte auszulösen.

Dazu kommt ein Vorteil, der zum Arbeitsalltag gehört: Ortsunabhängiges Arbeiten. Ob Homeoffice, Aussendienst oder mehrere Standorte – der sichere Zugriff auf aktuelle Daten und Prozesse ist heute unverzichtbar. Eine Schweizer Cloud schafft dafür die Basis, ohne Kompromisse bei Datenschutz und Datensicherheit.

In einem Markt, in dem Grössenvorteile oft über Kundennähe gestellt werden, gewinnen lokale ERP-Anbieter wieder an Profil. Sie verbinden persönliche Zusammenarbeit, Prozessorientierung und Schweizer Cloud-Kompetenz zu einem Gesamtpaket, das für KMU relevant ist. Denn am Ende zählt nicht die Grösse des Konzerns, sondern der konkrete Nutzen für das Unternehmen. Uwe Singer ist CEO der boreas ag

Dieser Beitrag wurde ermöglicht durch den Schweizer IT-Anbieter boreas AG. Zusammen mit Partnern kann boreas Sie in allen Bereichen unterstützen, ganz nach dem Motto: «Geht nicht – gibt es nicht». www.boreas.ch

Worauf es bei der Wahl eines ERP-Systems wirklich ankommt

Ein Leitfaden für eine fundierte ERP-Auswahl

Wir wissen es eigentlich alle und zahlreiche Studien zeigen es immer wieder: Zu viele ERP-Projekte scheitern oder werden als nicht erfolgreich beurteilt. Meist liegt es nicht an der Software, sondern an vermeidbaren Fehlern in der Auswahlphase. Doch wie stellen Sie sicher, dass Ihr Projekt zu den erfolgreichen gehört?

Die Auswahl eines ERP-Systems ist eine der wichtigsten Infrastrukturentscheidungen eines Unternehmens. Sie stellt die Weichen für die nächsten 8 bis 15 Jahre und beeinflusst Agilität, Wettbewerbsfähigkeit und zukünftige Entwicklung massgeblich.

Umso alarmierender ist, dass ERP-Projekte sehr selten an technischen Mängeln scheitern. Die Ursachen liegen meist in unklaren Zielen, mangelnder Unterstützung durch das Management, unterschätztem zeitlichen und finanziellen Aufwand und sehr oft auch an einem unzureichenden Change-Management.

Denn gerade der menschliche Faktor wird oft unterschätzt: Veränderungen erzeugen Unsicherheit und ohne klare Kommunikation, Schulung und Begleitung entstehen Widerstände, die selbst die beste Software ausbremsen.

Mehr als nur Software: Eine strategische Weichenstellung

Die Auswahl eines ERP-Systems ist immer auch eine strategische Entscheidung. Das System greift nämlich tief in die Organisation ein und beeinflusst zentrale Grössen wie Lieferfähigkeit, Liquidität, Durchlaufzeiten, Lagerbestände oder Compliance. Ein Umstieg auf ein ERP-System oder ein Wechsel der Lösung ist teuer und komplex – entsprechend langfristig sollte die Entscheidung deshalb ausgerichtet sein.

Daraus ergeben sich zwei zentrale Konsequenzen:

Fit vor Feature

IT-Anbieter präsentieren gerne neue Funktionen, oft garniert mit Buzzwords wie KI. Beeindruckende Demos können jedoch leicht von den tatsächlichen Anforderungen ablenken. Wichtig ist ein System, das die Kernprozesse der Organisation im Standard sauber abbildet, und kein teures Funktionspaket, das kaum genutzt wird, aber die Komplexität unnötig erhöht. Ein klarer Fokus auf Prozessabdeckung schützt deshalb vor «Consumer Confusion» und verhindert, dass man sich von Showeffekten blenden lässt.

Zukunftssicherheit

Ein ERP muss mit dem Unternehmen wachsen. Neue Geschäftsmodelle, steigende Datenmengen, Filialen oder gar Internationalisierung müssen abbildbar sein. Moderne Architekturen, regelmässige Releases, Cloud-Strategien, Sicherheitskonzepte und offene Schnittstellen sind zentrale Indikatoren dafür, ob ein System langfristig tragfähig bleibt. Auch regulatorische Anforde-

rungen – etwa im Finanz- oder Steuerbereich – müssen flexibel abbildbar sein.

Der Ausgangspunkt jeder Evaluation ist deshalb eine gründliche Analyse der Prozesse im Unternehmen.

Der häufigste Fehler: Die Software vor dem Prozess zu wählen

Viele starten direkt mit der Softwaresuche, ohne ihre Anforderungen zu kennen. Der erste Schritt muss jedoch die Aufnahme der Ist- und Soll-Prozesse sein. Das zentrale Werkzeug dafür ist ein systemneutrales Pflichtenheft, das Anforderungen beschreibt und priorisiert:

• Muss: Zwingend erforderlich

Soll: Wichtig und idealerweise im Standard

• Kann: Nice-to-have

Ein häufiger Stolperstein sind dabei übermässige Individualanpassungen. Sie erhöhen nicht nur die Kosten, sondern erschweren Updates, schaffen Abhängigkeiten zu bestimmten IT-Anbietern und bauen technische Schulden auf, die sich später in Form von zusätzlichem Wartungsaufwand, Integrationsproblemen oder fehlenden Sicherheitsupdates rächen.

Als Grundsatz gilt: Standard, wo möglich – Anpassung nur, wo tatsächlich geschäftskritisch. Eine ERP-Einführung ist die Chance, Prozesse zu optimieren, statt alte Muster zu zementieren.

Das Pflichtenheft ist zudem auch kein Wunschzettel, sondern ein objektiver Massstab für die Anbieterbewertung.

Die entscheidenden Prüfsteine

Fachliche Passung

Deckt die Software die Kernprozesse ab? Eine hohe Standardabdeckung reduziert Risiken und natürlich auch die Kosten.

Wirtschaftlichkeit (TCO)

Entscheidend sind die Gesamtkosten über 5 bis 10 Jahre: Lizenzen, Implementierung, Anpassungen, Schnittstellen, Betrieb, Wartung und interner Aufwand. Auch Schulungen, Prozessanpassungen und Folgekosten bei Release-Wechseln gehören dazu.

Benutzerfreundlichkeit

Akzeptanz entsteht durch intuitive Bedienung und frühe Einbindung der Key User. Gute Usability sorgt für bessere Akzeptanz bei den Mitarbeitenden, reduziert den Schulungsaufwand und die Fehlerquoten.

Anbieter- und Partnerqualität

Achten Sie beim zukünftigen IT-Partner auf dessen strategische Ausrichtung, seine Weiterentwicklung und die technologische Roadmap. Denn ein stagnierender Anbieter wird schnell zum Bremsklotz. Auch Referenzen aus vergleichbaren Unternehmen sind wertvoll, wenn diese bereit sind, offen über das System und die Zusammenarbeit mit dem IT-Anbieter zu sprechen

Technische Architektur

Moderne APIs, klare Integrationskonzepte und eine robuste Datenbasis sind unerlässlich. Ein ERP ist selten eine Insellösung – es muss E-Commerce, DMS, BI oder Branchenlösungen nahtlos anbinden können. Die Bewertung der Möglichkeiten erfordert methodisches Wissen und einen neutralen Blick.

Der Wert des neutralen Blicks

Der Markt ist komplex – allein in der Schweiz gibt es über 900 IT-Anbieter. Viele präsentieren sich in perfekt inszenierten Demos, die jedoch wenig über die Alltagstauglichkeit der Lösung aussagen.

Eine unabhängige Beratung – wie sie etwa das topsoft Consulting Netzwerk bietet – schafft Mehrwert durch:

Methodik: Strukturiertes Vorgehen, klare Bewertungskriterien. Entscheidungen werden so nicht aus dem Bauch heraus oder aufgrund von Showeffekten getroffen werden.

• Marktüberblick: Schnelle Longlist, realistische Shortlist. Die Erfahrung zeigt, dass viele Anbieter auf den ersten Blick passend wirken, aber erst im Detail ihre Grenzen offenbaren.

• Neutralität: Schutz vor Marketingversprechen. Ein externer Partner bewertet nüchtern und faktenbasiert, ohne Bindung an bestimmte Hersteller oder Implementierungspartner.

Risikominimierung: Erfahrung aus vielen Projekten, Unterstützung in Verhandlungen. Typische Stolpersteine werden früh erkannt, und Vertragsdetails lassen sich deutlich sicherer beurteilen.

Entlastung: Interne Teams können sich auf ihre Kernaufgaben konzentrieren. Der Berater übernimmt die Moderation, Strukturierung und Dokumentation des Auswahlprozesses.

Die Erfahrung zeigt: Externe Expertise erhöht die Erfolgsaussichten erheblich.

Fazit: Passung und Prozess sind entscheidend

Es geht nicht um die «beste» Software, sondern um die Lösung, die am besten zu Ihrem Unternehmen und Ihren Zukunftsplänen passt. Der Erfolg hängt von einem strukturierten Vorgehen, klaren Prioritäten und dem Fokus auf den strategischen Fit ab.

Ebenso wichtig ist jedoch auch ein konsequentes Change-Management, das die Mitarbeitenden mitnimmt und die Akzeptanz sichert. Die ERP-Auswahl ist nämlich keine mühsame Pflichtübung, sondern die erste Stufe zur Sicherung Ihrer zukünftigen Wettbewerbsfähigkeit.

Die acht wichtigsten Punkte für Ihre ERP-Wahl

• Strategie zuerst: Die ERP-Einführung ist eine langfristige Unternehmensentscheidung, keine IT-Beschaffung.

• Eigene Prozesse kennen: Ein systemneutrales Pflichtenheft schafft Klarheit über heutige und zukünftige Anforderungen.

Passung vor Funktion: Kernprozesse im Standard sind wichtiger als selten genutzte Spezialfeatures.

• Gesamtkosten im Blick: TCO über mindestens fünf Jahre betrachten, nicht nur Lizenzpreise.

• Anwender einbinden: Benutzerfreundlichkeit und frühe Tests erhöhen die Akzeptanz.

• Management-Unterstützung sichern: Führungskräfte setzen Prioritäten, schaffen Ressourcen und geben Orientierung.

• Partner auf Augenhöhe: Branchenkenntnis, Stabilität und Weiterentwicklung sind entscheidend.

Strukturiert vorgehen: Ein methodischer Auswahlprozess reduziert Risiken – bei Bedarf mit externer Unterstützung.

Roger Busch ist Senior Consultant im topsoft Consulting Netzwerk. Gemeinsam mit fünf weiteren Spezialisten aus unterschiedlichen Disziplinen begleitet er KMU neutral und anbieterunabhängig bei der Auswahl und Einführung von Business Software. www.topsoft.ch/consulting

Wie KI-Agenten die User Experience von ERP-Systemen verändern

Während die funktionale Tiefe von ERP-Systemen wächst, stösst die klassische Bedienung an Grenzen. Der nächste Sprung in der User Experience (UX) entsteht durch die Verbindung bewährter Web-Standards mit Künstlicher Intelligenz. Was mit Assistenten auf Basis von Large Language Models (LLMs) begann, führt nun zur Entwicklung echter KI-Agenten. So wandelt sich das ERP vom passiven Werkzeug zum proaktiven System mit dialogfähigen «KI-Kollegen».

ERP-Bedienung auf den Kopf gestellt

In der heutigen IT-Landschaft bilden ERP-Systeme hochkomplexe Unternehmensstrukturen ab. Sie vereinen Kernprozesse aus Beschaffung, Vertrieb, Produktion und Logistik in einer zentralen Instanz. Diese Komplexität war lange Zeit ein zweischneidiges Schwert: Einerseits ermöglicht sie maximale Kontrolle über alle Geschäftsbereiche, andererseits erfordert die konventionelle Nutzung oft eine zeitintensive Einarbeitung und Expertenwissen.

Wir stehen heute jedoch an einem Wendepunkt. Der Einzug dialogfähiger KI auf Basis grosser Sprachmodelle revolutioniert die User Experience grundlegend. ERP-Systeme transformieren sich durch intelligente Chatbots und KI-Agenten, weg von starren Eingabemasken hin zu Assistenten-gestützten Systemen, die den Anwender aktiv bei seinen Aufgaben begleiten.

Die Basis klassischer UX und ihre Grenzen

Um die Basis von moderner User Experience zu verstehen, lohnt sich ein Blick auf das technologische Fundament. Eine moderne UX beginnt heute bei der Flexibilität der Oberfläche. Zeitgemässe ERP-Lösungen setzen auf webbasierte Schnittstellen, die über den Browser zugänglich sind und sich ohne Programmieraufwand an die spezifischen Bedürfnisse eines Unternehmens anpassen lassen. Ein wesentlicher Aspekt ist dabei das Empowerment durch Self-Service-Funktionen. Anwender können heute per Drag & Drop eigene Dashboards für Business Intelligence erstellen oder mittels Design-Assistenten und Responsive Webdesign eigene Webshops gestalten, ohne die ITAbteilung einbeziehen zu müssen.

Hinzu kommt die Relevanz der Geräteunabhängigkeit. In einer mobilen Arbeitswelt ist die nahtlose Darstellung auf PC, Tablet und Smartphone sowie die Unterstützung zahlreicher Sprachen für internationale Teams eine Grundvoraussetzung. Trotz dieser Fortschritte bleibt ein Wermutstropfen: Aufgrund der immensen Funktionsvielfalt kann selbst das beste Interface-Design nicht verhindern, dass spezialisierte Funktionen in tiefen Menüstrukturen verborgen bleiben. Hier stösst das klassische User Interface (UI) an seine Grenzen, da die manuelle Navigation ab einer gewissen Komplexität zwangsläufig aufwendig bleibt.

Conversational UX als neue Interaktionsweise

Hier setzt die KI an und schlägt die Brücke zwischen funktionaler Komplexität und intuitiver Bedienung. Die Interaktion in natürlicher Sprache dient als Schlüssel: Anstatt sich durch Menüpfade zu klicken, interagieren Nutzer im Dialog mit dem System – schriftlich oder per Spracheingabe. Moderne KI-Assistenten verstehen dabei nicht nur isolierte Befehle, sondern erfassen den Kontext und berücksichtigen den bisherigen Gesprächsverlauf.

Idealerweise nutzen die Anwender in Zukunft situativ die jeweils beste Methode: Komplexe Datenpflege erfolgt weiterhin per Maus und Tastatur, während schnelle Abfragen oder Navigationsbefehle per Sprache oder Text getätigt werden. Ein Befehl wie «Öffne Artikel 10010» führt ohne Umwege ans Ziel und umgeht langwierige Klickstrecken. Sogar das Anlegen von Aufträgen kann direkt über den Chat erfolgen, was typische manuelle Fehlerquellen wie Zahlendreher minimiert. Zudem fungiert der KI-Assistent als persönlicher Coach, der die Softwarelogik im Detail kennt und bei Fragen schrittweise Anleitungen liefert. Dies verkürzt die Lernkurve beim Onboarding und entlastet den internen IT-Support.

Die Transformation der gesamten SoftwareUmgebung

Die neue Bedienung erstreckt sich über das ERP hinaus auf das gesamte Software-Ökosystem. Im Bereich Business Intelligence etwa wandelt sich die Datenauswertung radikal. Anstatt Dashboards manuell zu konfigurieren, fragen Nutzer Geschäftsdaten – wie etwa die umsatzstärksten Artikel aus dem letzten Geschäftsjahr – ab, woraufhin die KI das Ergebnis als Diagramm im Chat-Fenster visualisiert.

Ähnliche Effekte zeigen sich im Prozessmanagement und der Dokumentenverwaltung. Hier automatisieren KI-gestützte Erkennungsverfahren die Datenerfassung von Belegen im Hintergrund, sodass sich die manuelle Interaktion für den Nutzer auf ein Minimum reduziert. Beispielsweise im Retail-Sektor verlagert sich die UX auf mobile Endgeräte, was Inventuren direkt auf der Verkaufsfläche ermöglicht. Gleichzeitig erlauben intelligente Web-Kassensysteme intuitive Self-Service-Modi für Kunden. Im

Schon heute hilft KI spürbar bei der täglichen Arbeit. Bald wird sie die User Experience von ERP-Systemen tiefgreifend verändern. (Bild Comarch AG)

E-Commerce schliesslich sorgt die KI für personalisierte Kaufempfehlungen, während Händler durch zentrale Administrations-Tools eine vereinfachte Oberfläche zur Steuerung diverser Marktplätze erhalten.

KI-Agenten als nächste Evolutionsstufe

Die Entwicklung bleibt jedoch nicht beim assistierenden Chatbot stehen. Der nächste grosse Meilenstein ist der Übergang zu eigenständig agierenden KI-Agenten. Während heutige Systeme primär navigieren und Fragen beantworten, erlauben neue Frameworks wie das Model Context Protocol (MCP) die Entwicklung von Agenten, die als virtuelle Mitarbeiter agieren. Diese können auf Systemwerkzeuge zugreifen, um spezifische Aktionen im ERP-System autonom auszuführen.

Die UX der Zukunft endet zudem nicht an Systemgrenzen. Durch die Integration in verbreitete Büroanwendungen und Ökosysteme wie Microsoft 365 wird eine nahtlose Kommunikation zwischen ERP und Desktop-Applikationen sichergestellt. Intelligente Agenten koordinieren dabei den Informationsfluss über verschiedene Plattformen hinweg, was einen fliessenden Übergang zwischen verschiedenen Arbeitsschritten ermöglicht. Dieser Ansatz lässt sich auch nutzen, um ganze ERP-Systeme miteinander zu vernetzen.

Fazit und strategische Empfehlungen

Die Unternehmen benötigen keine Glaskugel, um drei wesentliche Entwicklungen vorauszusehen. Erstens: ERP-Systeme bleiben als Single-Point-of-Truth. Zweitens: Die Verschmelzung von flexiblen Oberflächen mit KI-Assistenten und -Agenten wird die Bedienung der Systeme vollständig und nachhaltig verändern. Drittens: Die Mitarbeitenden gewinnen durch die resultierende Automatisierung von Routineaufgaben wertvolle Zeit für wertschöpfende Kernaufgaben.

IT-Entscheider müssen dafür heute die Weichen stellen. Grundvoraussetzung ist der Einsatz von ERP-Systemen mit «KI-Readiness», die offen für neue Protokolle und Technologien sind. Ebenso kritisch ist die Sicherstellung einer hohen Datenqualität, da die Leistungsfähigkeit jeder KI unmittelbar von ihrer Datengrundlage abhängt.

Dieser Beitrag wurde ermöglicht von Comarch AG – Hersteller des ERP-Systems des Jahres 2025 in der Kategorie Cross-Industry. Zielgruppe sind mittelständische Unternehmen in Fertigung und Handel. www.comarch.de/erp

Zukunft gestalten: Unternehmensstrategie trifft Cloud-Technologie

Unternehmen bewegen sich heute in einem dynamischen Umfeld: Märkte verändern sich, Rahmenbedingungen wandeln sich und technologische Entwicklungen setzen neue Massstäbe. Strategien müssen regelmässig angepasst, Geschäftsmodelle weiterentwickelt und Prozesse neu ausgerichtet werden. Unternehmenssoftware spielt dabei eine Schlüsselrolle, da sie Strategien in funktionierende Abläufe im Tagesgeschäft übersetzt.

Mehr als nur Software

Damit Unternehmenssoftware dauerhaft Mehrwert schafft, braucht es einen Partner, der nicht nur die technische Implementierung begleitet, sondern sicherstellt, dass sich die Lösung im Einklang mit der Unternehmensstrategie weiterentwickelt. Genau hier setzt die informatics solutions ag mit ihrem SaaS-Konzept an.

Technologisches Fundament für Innovation, Wachstum und Resilienz

Als technologisches Fundament nutzt informatics solutions die Infor CloudSuite Industrial Enterprise – eine Branchenlösung, die speziell auf die Anforderungen der fertigenden Industrie zugeschnitten ist. Sie verbindet die Vorteile moderner Cloud-Architektur mit umfangreichen branchenspezifischen Funktionen. Unternehmen erhalten damit eine Plattform, die Flexibilität, Resilienz und Zukunftsfähigkeit unterstützt.

Sie ermöglicht es, neue Geschäftsmodelle schneller umzusetzen, Innovationen wie Künstliche Intelligenz oder IoT in bestehende Prozesse zu integrieren, hohe Sicherheitsstandards einzuhalten und auf Basis transparenter Informationen schnell auf Marktveränderungen zu reagieren. Die Infor CloudSuite Industrial Enterprise wird damit zu weit mehr als einer Software – sie bildet ein stabiles Fundament für nachhaltiges Wachstum in einem dynamischen Marktumfeld.

Webinar 11. Juni 2026 10 – 11 Uhr

Kontinuierlicher Mehrwert durch Application Management Services

Doch Software allein reicht nicht aus. Entscheidend ist, wie sie im laufenden Betrieb betreut, optimiert und an neue Anforderungen angepasst wird. Mit den Application Management Services (AMS) bietet informatics solutions ag ein Konzept, das Unternehmen über den gesamten Nutzungszyklus hinweg begleitet.

Durch proaktive Systemüberwachung, schnelle Unterstützung im Störungsfall und die kontinuierliche Integration von Verbesserungen bleibt die Lösung technisch aktuell und strategisch relevant. Gleichzeitig werden interne Ressourcen entlastet: Unternehmen können sich

Ist das wirklich SaaS? Cloud-Modelle im Realitätscheck

Am 11. Juni 2026 erfahren Sie im kostenlosen Webinar von topsoft und informatic solutions, wie sich Hosting und moderne SaaS-Modelle unterscheiden – praxisnah erklärt anhand von Infor CloudSuite Industrial Enterprise mit Updates, intuitivem UI und integriertem DMS.

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stärker auf ihr Kerngeschäft konzentrieren, während ihre Software zuverlässig weiterentwickelt wird.

Dabei behält informatics solutions stets im Blick, was ein Unternehmen besonders macht – und unterstützt gezielt dabei, diese Stärken weiter auszubauen.

Fazit

Mit der Kombination aus Infor CloudSuite Industrial Enterprise und begleitenden Services bietet informatics solutions ag eine zukunftsorientierte Digitalisierungsstrategie. Sie schafft kontinuierlichen Mehrwert, fördert Innovationen und stärkt langfristig die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen.

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Ist KI der Anfang vom Ende des ERP (wie

wir es kennen)?

Für Business Software-Hersteller gehen zurzeit zwei veritable, KI-getriebene Schreckgespenster umher: Die Zerstörung des herrschenden Geschäftsmodells des «Per User-Pricing» oder – noch viel schlimmer – gleich die komplette Abschaffung des ERP, so wie wir es heute kennen. Investoren von SAP, Salesforce und Konsorten scheinen das eine oder andere zu befürchten, was anfangs Jahr zu einer Börsenwertvernichtung von fast einer Milliarde Dollar im Segment «Software & Services» geführt hat. Was steckt dahinter?

Schreckgespenst Nummer 1, die (mögliche) Erosion des «Per User-Pricing»: Softwarehersteller verkaufen und lizenzieren ihre Software seit jeher an einzelne Benutzer. Entweder «named» (eins-zu-eins personenbezogen) oder «concurrent» (maximale Anzahl gleichzeitiger User). Mit dem Resultat, dass die Softwareeinnahmen mit der Anzahl der Benutzer der Software stetig steigen. Was weiter zur Folge hat, dass sich Softwareverkäufer primär auf Kunden mit grossen Userzahlen stürzen und weniger auf Kunden, die effizienzgesteuert mit möglichst wenig Mitarbeitenden maximale Renditen erwirtschaften wollen. KI könnte diesen nun einen Strich durch die Rechnung machen, indem die Business Software künftig immer weniger von Menschen und dafür vielmehr von KI-Agenten benutzt wird. Damit sinken die Userzahlen (drastisch), die Softwarekunden werden aber nicht weniger profitabel – idealerweise wirtschaftlich sogar noch viel erfolgreicher, und die Softwarehersteller schauen mit ihrem Preismodell in die Röhre. Höchste Zeit also, das Geschäftsmodell von «Geld für Nutzung» auf «Geld für Ergebnis» – neudeutsch «Value based Pricing» umzustellen?

Aller Ungemach zum Trotz, irrt auch noch Schreckgespenst Nummer 2 durch die Gänge: Kunden «bauen» sich ihre Business Software künftig mit Hilfe von KI gleich selbst: Wenn sogar Microsoft verlauten lässt, dass bereits ein Drittel des Produktcodes mit Hilfe von KI «programmiert» wird, dann scheint etwas Grosses im Busch zu sein. Extrapoliert man Microsofts Aussage bei gleichzeitiger Extrem-Geschwindigkeit der KI-Entwicklung in die kurz- und mittelfristige Zukunft, dann verstehe ich Investoren und Softwarehersteller, die im Minimum Sorgenfalten, wenn nicht sogar kalte Füsse bekommen.

Was bedeutet das alles für die Hersteller von Business Software? Technologischen Wandel in der noch jungen Softwareentwicklung gab es von Beginn weg. «Wer nicht mit der Zeit geht, der geht mit der Zeit» – galt immer schon. Mit dem grossen Unterschied: Der KI-getriebene Wandel läuft erkennbar um Faktoren schneller ab als jede andere Tech-Transformation davor. Warten, bis Kunden unverkennbar ihr Verhalten ändern und entweder ihre Userzahlen in der Software drastisch reduzieren und/oder (Teile ihrer) Software gleich selbst bauen, könnte sich fatal auswirken. Auch wenn zweifelsohne vieles, was unter KI «verkauft» wird, sich als Hype ohne nachhaltige Wirkung entpuppen könnte. Die Frage ist bloss, was davon ist heisse Luft und was wird die Welt verändern? Ich weiss es auch nicht. Umso mehr empfehle ich allen Softwareherstellern dringendst, eng am Thema «Software mit KI» dranzubleiben und die rasante Entwicklung mitzudenken, zu experimentieren und jederzeit dazu bereit zu sein, entweder nach links, nach rechts oder weiterhin geradeaus zu gehen. Die Weggabelung, die über Untergang oder KI-gestützten Supererfolg entscheidet, könnte deutlich rascher kommen, als wir denken.

Urs Prantl kreiert mit seinem Beratungsunternehmen KMU Mentor zukunftssichere und gesund wachsende IT-Unternehmen und begleitet ihre Unternehmerinnen und Unternehmer bei der Unternehmensnachfolge und beim Firmenverkauf. Gleichzeitig ist er Host des Podcasts Prantls 5A (kmu-mentor.ch/podcast), in welchem er die Einzigartigkeit erfolgreicher ITUnternehmen direkt mit ihren Inhaberinnen und Inhabern diskutiert.

Kolumne von Urs Prantl

Erfolgsfaktor ERP: Vier Fragen, spannende

Antworten

Lange wirkten ERP-Systeme wie unbewegliche Schwergewichte der IT. Doch dieser Eindruck täuscht: Technologien, Marktstrukturen und Erwartungen verändern sich rasant. Vier Experten erklären, wo der Wandel besonders spürbar ist – und was das für Schweizer KMU bedeutet.

Der Schweizer ERP-Markt ist stark in Bewegung.

Von der Ablösung starrer Systeme hin zu flexiblen Cloud-Lösungen und modularen Architekturen: KMU stehen vor grossen technologischen Weichenstellungen, die weit über reine Softwarefragen hinausgehen. Prozesse, Geschäftsmodelle und Rollen verändern sich – und mit ihnen die Erwartungen an moderne ERP-Systeme.

Ein zentraler Treiber dieser Transformation ist die Künstliche Intelligenz, die zunehmend als digitaler Assistent agiert, Daten verknüpft und Abläufe automatisiert. Gleichzeitig wächst angesichts internationaler Konkurrenz das Bedürfnis nach digitaler Souveränität, Datensicherheit und lokalem Branchen-Knowhow – Faktoren, die für Schweizer Unternehmen immer wichtiger werden.

Doch wo bietet KI im ERP-Umfeld heute schon echten Mehrwert, und was bleibt vorerst Theorie? Wie behaupten sich lokale Anbieter im globalen Markt? Und welche Entwicklungen prägen die Systeme bis ins Jahr 2031?

Um das herauszufinden, haben wir führende Experten der Schweizer ERP-Branche exakt dieselben vier Fragen gestellt.

Lesen Sie hier ihre persönlichen Einschätzungen und Prognosen.

Die Fragen stellte: Cyrill Schmid Uwe Singer CEO boreas AG

Was verändert sich im ERP-Markt in der Schweiz gerade am stärksten – und was bedeutet das konkret für KMU?

KI im ERP: Wo sehen Sie heute echten Mehrwert – und wo bleibt es vorerst Theorie?

Am stärksten verändern derzeit Konsolidierung und Cloud-Verlagerung den Schweizer ERP-Markt: Lokale Anbieter werden übernommen, zugleich wächst der Druck in Richtung SaaS- und CloudModelle. Topsoft sprach 2025 von einer Marktkonzentration, bei der kleinere Anbieter «geschluckt» werden; parallel gewinnen lokal gehostete Private Clouds und Hyperscaler an Bedeutung. Für KMU heisst das: Die Wahl des Partners wird strategischer – Nähe, Mitgestaltung, Datensouveränität und Einführungskompetenz werden wichtiger als reine Konzernstärke

Echten Mehrwert sehen wir heute weniger im laufenden ERP-Betrieb als in der Entwicklung und im Customizing. KI beschleunigt die Umsetzung von Anpassungen, unterstützt bei Tests, Dokumentation und Codequalität und verkürzt damit Projektlaufzeiten deutlich. Für KMU bedeutet das: raschere Einführungen, geringere Kosten und schnellere Resultate. Vieles, was im operativen ERP mit KI versprochen wird, ist dagegen noch Zukunftsmusik oder nur in klar abgegrenzten Fällen wirklich praxistauglich.

Wie können sich kleinere, cloudbasierte ERP-Anbieter in einem zunehmend internationalen Markt glaubwürdig differenzieren?

Blick nach vorn: Welche Entwicklungen werden ERP-Lösungen bis 2031 prägen –und worauf sollten Unternehmen sich schon heute einstellen?

Durch Nähe, Spezialisierung und Verlässlichkeit. Kleinere cloudbasierte ERP-Anbieter können sich glaubwürdig differenzieren, wenn sie Schweizer KMU wirklich verstehen: mit Support auf Augenhöhe, kurzen Wegen, branchennaher Beratung und Lösungen, die sich an den eigenen Prozessen und Stärken der Kunden orientieren. Dazu kommen Swiss Made, Schweizer Hosting, hohe Datensicherheit und raschere, praxisnahe Einführungen

Bis 2031 werden sich drei Trends klar verstärken: Mehr Marktkonzentration, Cloud/SaaS als Standard und KI als integrierte Assistenz- und Automatisierungsschicht. Gartner erwartet stark steigende Investitionen in KI-fähige Cloud-ERP-Lösungen; zugleich läuft im Schweizer Markt bereits eine Konsolidierung. Für Unternehmen heisst das: Prozesse klären, Datenqualität erhöhen und die Partnerwahl strategisch absichern – sonst wächst die Abhängigkeit vom Anbieter.

Philipp

Der Schweizer ERP-Markt verlagert sich derzeit von monolithischen Legacy-Systemen hin zu modularen, flexiblen Composable ERP-Architekturen. Solche agilen Business Softwares wie Odoo integrieren Unternehmensbereiche wie Sales, Buchhaltung, Produktion, HR oder Marketing nativ in einer Plattform. KMU reduzieren so Integrationskosten und Schnittstellen. Sie profitieren von mehr Skalierbarkeit, Automatisierung und schnellerer Prozessdigitalisierung. Dazu kommt Hyper-Lokalisierung – die Abbildung von Schweizer Standards und regulatorischen Themen im ERP-System.

Mehrwert sehen wir dort, wo KI operative und komplexe Prozesse automatisiert. Der Fokus liegt auf Zeitersparnis bei repetitiven Aufgaben. Wir empfehlen, Künstliche Intelligenz als Co-Pilot einzusetzen, etwa für Rechnungsprüfungen, Echtzeitprognosen, Lageroptimierungen, Lead-Scoring oder für die Dokumentenverarbeitung. Moderne ERP-Stacks wie Odoo integrieren KI direkt im Workflow, statt als isoliertes Tool. Theorie bleibt vorerst die vollautonome Unternehmenssteuerung ohne menschliche Validierung. Hier scheitert KI oft an mangelnder Datenqualität.

Glaubwürdigkeit und Differenzierung entstehen durch Digitale Souveränität. Viele Schweizer Firmen lösen sich von proprietären Plattformen globaler US-Anbieter. Sie wollen ihre Daten schützen, Kontrolle zurückgewinnen und ihre unternehmerische Resilienz sichern. Dafür setzen sie auf eine verlässliche Datenhaltung und ITArchitektur sowie offene Ökosysteme. braintec bietet die Basis mit einer hochsicheren Private-Cloud-Infrastruktur und lokaler Expertise für höchste Compliance. Dabei garantiert Odoo Business Software als europäische Open-Source-Plattform Datensouveränität nach EU-Standards.

ERP-Software entwickelt sich vom klassischen Datensystem zum operativen SelfDriving-ERP mit autonomen Prozessen und Echtzeit-Datenmodellen. Konversationelle Interfaces ersetzen Dashboards, Prozesse werden per Sprache oder natürlichem Text gesteuert und KI-Agenten übernehmen Routineaufgaben. Darum sollten Unternehmen ihre Daten professionalisieren und vereinheitlichen. Um die Wettbewerbsfähigkeit in der künftigen KI-Ökonomie sicherzustellen, setzen wir auf eine skalierbare Private-Cloud-Infrastruktur und die Low-Code-Fähigkeiten von Odoo, um Agilität und Datensouveränität zu vereinen.

Der ERP-Markt in der Schweiz bewegt sich weg von On-Premises hin zu CloudLösungen. Gleichzeitig beobachten wir einen starken Trend zu modularen ERPArchitekturen, bei denen Unternehmen gezielt einzelne Cloud-Komponenten ergänzen. Unsere Kunden setzen sich im Zuge der Digitalisierung zudem intensiver mit Medienbrüchen in ihren Prozessen auseinander. Für KMU bedeutet das: Neue Kompetenzen aufbauen, Mitarbeitende schulen und die Datenhaltung bewusster gestalten. Trotz stabiler Marktstruktur sehen wir Verschiebungen bei Anbietern im Markt – und natürlich spielt KI eine zunehmend wichtige Rolle.

Echten Mehrwert sehen wir heute vor allem bei Automatisierung, Anomalie- und Fehlererkennung sowie bei der Analyse komplexer Datenmengen. KI kann Anwendern helfen, die steigende Komplexität in ERP-Systemen zu reduzieren und Prozesse effizienter zu gestalten. Wichtig ist jedoch, Ergebnisse weiterhin kritisch zu prüfen– ohne diese Sensibilisierung kann KI auch kontraproduktiv wirken. Ein vollständig autonomes ERP-System bleibt vorerst Zukunftsmusik: KI arbeitet heute stark statistisch und hat bei völlig neuen Situationen noch klare Grenzen.

Kleinere cloudbasierte ERP-Anbieter können sich vor allem durch Spezialisierung und Nähe zum Kunden differenzieren. Statt ein generisches System für alle zu bauen, sollten sie branchenspezifische Lösungen, lokale regulatorische Anforderungen und praxisnahe Prozesse abdecken. Glaubwürdigkeit entsteht zudem durch hohe Implementierungsqualität, flexible Anpassbarkeit, transparente Partnerschaften und schnellen Support. So bieten sie mehr Nutzen als grosse, oft weniger flexible Standardlösungen.

Bis 2031 werden vor allem KI-gestützte Automatisierung, modulare Cloud-Plattformen und stärker vernetzte Datenökosysteme ERP-Lösungen prägen. Gleichzeitig wird sich zeigen, dass nicht alle Organisationen vollständig in die Cloud gehen können - etwa aus regulatorischen, sicherheitsrelevanten oder politischen Gründen. Dadurch gewinnen Hybrid- und On-Prem-Modelle wieder an Bedeutung. Unternehmen sollten deshalb heute auf offene, flexible Architekturen setzen, die sowohl Cloud- als auch lokale Betriebsmodelle unterstützen.

Fabian

Im Schweizer ERP-Markt sehen wir aktuell drei Entwicklungen. Erstens treten durch tiefere Eintrittshürden vermehrt neue Cloud-Anbieter auf. Zweitens hält KI zunehmend Einzug in ERP-Lösungen, wobei sich nicht alle Anbieter die dafür nötige, sehr kostenintensive Forschung leisten können. Drittens sehen wir eine Konsolidierung durch Übernahmen, bei der auch ausländische Investoren immer stärker mitmischen. Für KMU bedeutet das mehr Innovation, aber auch die Frage nach langfristig stabilen Partnern.

Der grösste Mehrwert liegt aktuell bei der Informationssuche oder Aufbereitung, etwa in Supportportalen. Zudem verändert KI die Interaktion mit ERP-Systemen: Mit agentenbasierten Ansätzen sagen wir dem System direkt, was wir erledigen wollen, statt uns durch Masken zu klicken. Das populäre Thema der KI-Belegerkennung ist bereits seit Längerem ausgereift und fester Bestandteil der Prozesse. Gleichzeitig entwickeln sich die Technologien extrem schnell – weshalb Prognosen auf einer Zeitachse derzeit nur schwer möglich sind.

Der Schweizer Markt ist klein, aber komplex – etwa durch Regulierung, Mehrsprachigkeit und spezifische Geschäftsprozesse. Für kleinere, cloudbasierte ERP-Anbieter ist das eine attraktive Nische, in der sie sich mit lokalem Know-how und Nähe zu den KMU differenzieren können. Gleichzeitig ist die Schweiz ein starker Innovationsstandort, der neue Technologien früh aufnimmt. Wer lokale Anforderungen versteht und Innovationen schnell integriert, kann sich auch gegenüber grossen internationalen Anbietern erfolgreich positionieren.

Bis 2031 wird Künstliche Intelligenz der wichtigste Treiber für ERP-Innovationen sein. Systeme unterstützen Prozesse stärker, machen Vorschläge und übernehmen teilweise Aufgaben. Gleichzeitig arbeitet in den meisten Unternehmen weiterhin ein Mensch mit dem System. Der technologische Fortschritt ist schnell, Organisationen verändern sich langsamer. Entscheidend ist daher, Mitarbeitende früh mitzunehmen. Wir verstehen KI als Ergänzung menschlicher Fähigkeiten: Erfahrung und Kreativität werden durch Rechenleistung erweitert.

Von UI und CX zum reinen Outcome:

Schöne Oberflächen werden von Agents abgelöst

Wir optimieren seit Jahren Screens, Formulare und Journeys. Immer stärker erwarten Anwenderinnen und Anwender, dass Benutzeroberflächen reibungslos funktionieren: Anlegen, abfüllen, finalisieren.

Agents drehen den Spiess um: Nicht der Mensch bedient das System, sondern das System orchestriert den Ablauf und fragt nur noch bei Ausnahmen nach: Agents lösen die Oberfläche ab. Im ERP-System ist das nicht nur ein Hype, sondern bereits Realität.

Der Sales Order Agent (Verkaufsauftragsagent) in Dynamics 365 Business Central arbeitet mit wie ein Mitarbeiter des Verkaufsinnendiensts: Er überwacht die gemeinsame Mailbox für den Bestelleingang. Bestellungen mit Positionen und Mengen erkennt er aus dem E-Mail-Text oder den Attachements automatisch und erstellt das Angebot mit den Artikelzeilen im ERP-System. Bevor er die Antwort mit dem Angebot im Anhang verschickt, legt er die Arbeit zur Kontrolle und Freigabe vor.

Der Kunde antwortet im gleichen E-MailThread mit «ja, bitte liefern» oder «Mengen ändern». Der Agent antwortet darauf («multi-turn-conversation»), setzt die Anweisungen um und macht aus der Bestellung einen Verkaufsauftrag.

Ich habe den Agenten schon mehrfach getestet: Es ist wirklich eindrücklich, wie gut er funktioniert. Er läutet einen Paradigmenwechsel ein:

Von Screens zu Entscheidungen

Klassische UX optimiert die Interaktion: Wo klicke ich, welches Feld ist Pflicht, wie komme ich ohne Umwege zum Beleg. Agents optimieren dagegen das Ergebnis: Routine, Klickerei sowie manuelle Arbeit verschwinden und Anwenderinnen und Anwender steigen erst bei Kontrolle und Freigabe ein:

• Von manuellem Anstossen → Ereignisse und Kontext lösen automatisch aus

• Vom Ausfüllen von Formularen → Datensätze entstehen aus Text und Belegen

Vom Abklicken einzelner Schritte → Der Agent fragt nur bei Ausnahmen nach, die Nutzenden prüfen und bewilligen

Das User Interface wird zur Kontrollstation und ist nicht länger die Werkbank.

Oberflächen, die NostalgieGefühle erwecken

In die Werkbank wurde in den vergangenen Jahren viel investiert: Moderne CloudApplikationen müssen heute reibungsarme Oberflächen bieten. Die Gesellschaft ist sich die User Experience von SmartphoneApps gewohnt, da bleibt nicht viel Verständnis für komplizierte Benutzerführung.

In der Business-Software-Landschaft gibt es trotzdem noch die andere Seite: Anwendungen, deren Benutzeroberflächen sofort Nostalgie-Gefühle einer längst vergangenen On-Prem-Ära auslösen.

1. Nahtlose Integration: Der SalesOrder-Agent ist direkt dort eingebettet, wo die Arbeit stattfindet. Er wird automatisch aktiv – ohne zusätzlichen Klick.

2. Nachvollziehbarkeit: Der Agent protokolliert jeden Schritt. An kritischen Punkten, etwa vor dem Versand einer Offerte, übergibt er zur Freigabe und hält den Menschen im Human-in-the-Loop-Prinzip eingebunden.

3. Produktiver Output: Der Sales Order Agent führt Arbeitsschritte tatsächlich aus, statt nur Vorschläge zu machen. Und er tut das erstaunlich zuverlässig.

Agents müssen drei Kriterien zwingend erfüllen:

Agents funktionieren nur, wenn drei Voraussetzungen erfüllt sind:

M365 - Copilot als Beispiel für die drei Kriterien

Diese drei Voraussetzungen zeigen sich beim M365-Copilot sehr deutlich. Und er zeigt auch, wo die Grenzen heute noch liegen: Häufig liefert die KI eine Anleitung, wie eine Aufgabe erledigt werden kann, statt sie tatsächlich auszuführen. Der echte Mehrwert – produktive Automatisierung statt erklärender Texte – ist noch nicht durchgängig erreicht.

Aktuell nutzen nur rund 3,3 % der weltweit etwa 450 Millionen M365-Abonnentinnen und -Abonnenten Copilot kostenpflichtig. Das zeigt, wie viel Potenzial noch ungenutzt ist.

Beispiel Google Shopping

Google Shopping ist ein weiteres gutes Beispiel: Google zieht strukturierte Produktinformationen direkt aus den Shops in die Suchresultate. Nutzerinnen und Nutzer vergleichen bereits auf der Resultateseite und gelangen mit einem einzigen Klick zum Produkt. Die Customer Journey wird dadurch nicht nur verkürzt, sondern auch verlagert – weg von der aufwendig gestalteten Shop-Website hin zu Google als erstem und entscheidendem Touchpoint.

Beispiel Browser-Agents

Browser-Agents könnten das noch verschärfen: Man tippt nur «Produkt X, Schwarz, Lieferung bis Freitag, max. 180 Franken». Der Agent besucht mehrere Shops, vergleicht Preis, Verfügbarkeit, Lieferung und Retouren, macht zwei bis drei Vorschläge und legt den optimalen Warenkorb bereit. Der Mensch sieht nur noch die Zusammenfassung und klickt «freigeben» – die eigentliche Shop-UI tritt in den Hintergrund.

Fazit: Outcome ist die neue Oberfläche

Menschen wollen Resultate, also Outcome, nicht Prozessarbeit. Das bedeutet nicht, dass UI und UX an Bedeutung verlieren –aber ihre Rolle verändert sich. Statt jeden einzelnen Schritt bedienbar zu machen, müssen sie künftig vor allem Transparenz, Kontrolle, Freigabe und den Umgang mit Ausnahmefällen elegant unterstützen. Die Oberfläche wird zur Kontrollinstanz, nicht mehr zur Werkbank.

Carlos Bouzo ist Experte für KI-gestützte ERP-Lösungen mit Microsoft Dynamics 365 BC bei redPoint.

Dieser Beitrag wurde ermöglicht von redPoint AG. Der IT-Anbieter ist spezialisiert auf die Einführung und den Betrieb der Cloud ERP Lösung Microsoft Dynamics 365 Business Central. www.redpoint.swiss

Aktuell gibt es noch keine belastbaren Daten dazu, welchen Effekt die LLM-Chats auf das Online-Shopping haben. Wie KI in KMU heute schon konkret hilft

KI kann für KMU echte Entlastung bringen – wenn man weiss, wo man ansetzt. Unser vertiefender Artikel zeigt, welche Anwendungen heute schon funktionieren, welche Risiken man kennen muss und wie ein sinnvoller Start aussieht. Das WebinarReplay ergänzt den Überblick mit konkreten Use Cases und Experteneinschätzungen.

tinyurl.com/tsm-26-1-KI-im-ERP

DER SVC PODCAST –JEDEN MONAT MIT INSPIRIERENDEN PERSÖNLICHKEITEN.

URS LEHMANN

In der aktuellen Folge ist Unternehmer Urs Lehmann (CEO internationaler Ski- und Snowboard-Verband FIS / Verwaltungsratspräsident Similasan AG) zu Gast.

Jetzt reinhören!

Proffix – ERP ohne Grenzen:

Wenn Systeme zusammenarbeiten

Das ERP-System Proffix bildet in vielen Schweizer KMU das digitale Rückgrat der Geschäftsprozesse.

Dank offener Schnittstellen (REST-API), Integrationsmöglichkeiten und ergänzender Weblösungen lässt sich Proffix nahtlos in moderne Systemlandschaften einbinden – vom Webshop über Dokumentenmanagement bis hin zu mobilen Anwendungen. Mit watoConnect als Integrationsplattform und Webapps wie watoPxApp oder watoLogistic wird das ERP zum Herzstück vernetzter Prozesse.

ERP als «Single Source of Truth»

Moderne ERP-Systeme übernehmen eine zentrale Rolle in der IT-Landschaft eines Unternehmens. Statt isoliert zu arbeiten, verbinden sie Anwendungen und ermöglichen die systemübergreifende Nutzung von Daten und Prozessen. Proffix bildet dabei die Datenbasis: Unternehmensinformationen werden zentral gespeichert und stehen allen angeschlossenen Systemen zur Verfügung. So entsteht eine verlässliche «Single Source of Truth» für Entscheidungen und operative Abläufe.

Wenn Systeme miteinander kommunizieren

Digitale Prozesse entstehen selten in einem einzigen System. Webshops, Dokumentenmanagement oder branchenspezifische Anwendungen müssen miteinander kommunizieren. Hier kommt watoConnect ins Spiel: Die Datendrehscheibe verbindet Proffix flexibel mit Umsystemen, automatisiert den Datenaustausch und kann Workflows systemübergreifend anstossen. So entstehen durchgängige Prozesse – vom ersten Kundenkontakt über Auftrag und Leistungserfassung bis zur Fakturierung.

ERP dort, wo gearbeitet wird

«Dank der Einführung von watoConnect in Kombination mit Proffix sparen wir pro Quartal mehrere Wochen Aufwand bei der Erstellung der Vertragsrechnungen.»

Kevin Baumann

Inhaber Hilfsmittel-Markt GmbH, Niederbipp

Auch die Arbeitsweise vieler Unternehmen verändert sich. Mitarbeitende greifen heute nicht mehr nur im Büro auf ERP-Daten zu. Informationen müssen dort verfügbar sein, wo gearbeitet wird – im Serviceeinsatz, im Aussendienst oder direkt auf der Baustelle. Mit mobilen Anwendungen lassen sich ERP-Daten aus Proffix auch unterwegs nutzen. Mit der watoPxApp erfassen Mitarbeitende Leistungen, Arbeitszeiten, Aufträge oder Spesen direkt vor Ort – die Daten stehen sofort im ERP bereit und können im Backoffice weiterverarbeitet werden. So entsteht eine vernetzte, effiziente Systemlandschaft mit Proffix als zentraler Datenbasis.

watoConnect – Beispiele aus der Praxis

CRM-Aktivitäten automatisch nach Microsoft Outlook übertragen, Erinnerungen einrichten (z. B. Geburtstage)

· Massenrechnungen erstellen /automatisch versenden

· Verschiedene Systeme miteinander verbinden

Schnittstellen überwachen und bei Bedarf Alarm auslösen – und vieles mehr.

Potenzial voll ausschöpfen – mit erfahrenen Partnern

Proffix entfaltet sein Potenzial besonders im Zusammenspiel mit Add-ons von Watosoft und ihren Partnern (die mitunter selber auch Proffix-Partner sind), die Unternehmen bei Einführung, Integration und Weiterentwicklung begleiten. Gemeinsam bilden sie ein starkes Netzwerk, das Schweizer KMU in der digitalen Transformation unterstützt.

Ist Ihre Lerntechnologie fit für die Zukunft Ihres Unternehmens?

Weiterbildung entscheidet zunehmend über Wettbewerbsfähigkeit, Innovationskraft und die Fähigkeit, Wandel zu bewältigen. Gleichzeitig stossen viele Unternehmen mit fragmentierten Systemen, manuellen Prozessen und fehlender Transparenz an ihre Grenzen. Wer die Digitalisierung von Lernen jetzt nicht strategisch vorantreibt, riskiert Qualifikationslücken, Effizienzverluste und nachhaltige Nachteile im Markt

Die fünf Digitalisierungsfaktoren für zukunftssichere Weiterbildung

Digitale Lerntechnologie wird zur zentralen Infrastruktur moderner Qualifizierungsstrategien. Zukunftssichere Organisationen setzen dabei nicht auf Einzellösungen, sondern auf fünf ineinandergreifende Aspekte, die Wirkung, Skalierbarkeit und Steuerbarkeit ermöglichen.

Von Trainingsinseln zur integrierten Lernplattform Isolierte Einzellösungen werden zunehmend durch integrierte Lernplattformen ersetzt. Diese verbinden Kursmanagement, Workflows, Reporting und Compliance direkt mit HR- und Unternehmenssystemen. Lernen wird so strategisch steuerbar und organisatorisch verankert.

Automatisierung steigert Effizienz und Umsetzungsgeschwindigkeit

Automatisierte Anmeldeprozesse, Genehmigungen, Zertifikatsverwaltung und Audit-Trails reduzieren den administrativen Aufwand erheblich. Trainingsprogramme lassen sich schneller ausrollen und Compliance wird zuverlässig abgebildet.

Digitale Weiterbildung im Fokus:

LEARNTEC 2026

5. bis 7. Mai 2026

Die LEARNTEC in Karlsruhe gilt als führende Fachmesse für Lerntechnologie und digitale Weiterbildung. Vom 5. bis 7. Mai 2026 zeigen Anbieter und Experten die neuesten Plattformen, KI-Anwendungen und Best Practices für zukunftssichere Qualifizierungsstrategien.

Die Spezialisten von SoftDeCC präsentieren am Stand H1 | E52 konkrete Lösungen für automatisierte Lernplattformen, KI-gestützte Skill-Strategien und sichere Lerninfrastruktur.

LEARNTEC-Tickets sind direkt über SoftDeCC erhältlich. www.softdecc.com

KI-gestützte Entwicklung wird datengetrieben und zielgenau

KI ermöglicht personalisierte Lernpfade, transparente Skill-Profile und kontinuierliche Kompetenzanalysen. Qualifizierungsbedarfe werden sichtbar und steuerbar, Entwicklungsmassnahmen lassen sich gezielt planen und bewerten.

Hybrides Lernen erhöht Reichweite und Nachhaltigkeit

Digitale Lernformate, virtuelle Klassenräume und zentrale Content-Plattformen ermöglichen zeit- und ortsunabhängiges Lernen. Wissen wird schneller geteilt, grössere Zielgruppen werden effizient erreicht und Lernprozesse langfristig verankert.

Sicherheit, Governance und regulatorische Konformität als Fundament

DSGVO-konforme Datenarchitekturen, EU-AI-Act-taugliche KIFunktionen sowie Cybersecurity gewinnen zentrale Bedeutung. On-Premises-Lösungen oder sicheres EU-Hosting sichern Datensouveränität, Verfügbarkeit und Unabhängigkeit.

Ausführliche Einblicke zu allen fünf Trends und deren praktischer Umsetzung finden Interessierte unter: www.softdecc.com/referenzen/bibliothek/edtech-trends-2026

Dieser Beitrag wurde ermöglicht von der SoftDeCC Software GmbH, die innovative Lerntechnologie entwickelt: LMS, Seminar- & Qualifikationsmanagement für Corporate Training & professionelle Akademien. www.softdecc.com

Strategie-Impuls an der Learntec

Composable Learning Ecosystem – die Zukunft der flexiblen Lernarchitektur

7. Mai 2026, 13:30 – 13:50 Uhr

Erfahren Sie, wie modulare Lernarchitekturen LMS, LXP & Co. zu einem skalierbaren, auditsicheren Ecosystem verbinden – automatisiert, transparent und zukunftsfähig.

Strategien der KI-Hersteller: Was

sie für KMU bedeuten

Künstliche Intelligenz ist kein isoliertes IT-Thema mehr. Für viele Unternehmen entwickelt sie sich zum geschäftskritischen Betriebs- und Automatisierungsfaktor. Für KMU stellt sich dabei nicht nur die Frage nach der besten Technologie, sondern nach wirtschaftlichem Nutzen, Abhängigkeiten und Zukunftssicherheit. IT-Systemintegratoren, Reseller und Softwarehäuser nehmen dabei eine Schlüsselrolle ein: Sie übersetzen Anbieterstrategien in tragfähige Lösungen für ihre Kunden.

Dr. Jürgen Müller

Vielen Zwei Anbieterstrategien – mit unterschiedlichen Konsequenzen

Der Markt lässt sich entlang des Kontrollgrades über Modelle, Daten und Inferenzpfade (der Weg einer Anfrage durch das neuronale Netz) und damit dem Abhängigkeitsgrad von den Anbietern strukturieren. In der Praxis existieren hybride Mischformen, dennoch lassen sich zwei vorherrschende strategische Ansätze erkennen. Für KMU sind diese Unterschiede besonders relevant, da Fehlentscheidungen schnell zu Kostenfallen und einem Vendor Lock-in führen können.

1. Proprietäre Plattformen: Schneller produktiv, langfristig gebunden

Anbieter wie Microsoft (Copilot), Google (Gemini), OpenAI (ChatGPT) und Anthropic (Claude) integrieren KI tief in bestehende Standardsoftware. Dem kommerziellen Modell liegen Pay-per-Seat und API-Nutzung zugrunde.

Was das für KMU bedeutet

• Geringere Implementierungshürden und weniger Anfangsinvestitionen

• KI-Funktionen direkt in bekannten Werkzeugen, wie Office, E-Mail, ERP oder CRM

• Klare, planbare Abonnementkosten

Die Kehrseite

• Wachsende Abhängigkeit vom Anbieter und dessen Preismodell

• Begrenzter Einfluss auf Datenverarbeitung und Modellverhalten

Steigende Kosten bei zunehmender Nutzung

Rolle der IT-Dienstleister: Unterstützung bei Einführung, Schulung und Prozessanpassung – weniger bei technologischer Differenzierung.

2. Open Weight und Open Source Modelle: Mehr Kontrolle, mehr Verantwortung Neben proprietären Plattformen gewinnen Open-Weight-Modelle und teilweise auch klassische Open-Source-Ansätze an Bedeutung. Open Weight bedeutet, dass die Modellgewichte (= die eigentliche Intelligenz) verfügbar sind und Unternehmen die Modelle selbst betreiben, anpassen und bis zu einem gewissen Grade kontrollieren können. Open Source geht darüber hinaus und umfasst zusätzlich offen zugänglichen Code, häufig unter Lizenzen wie Apache 2.0 oder MIT.

Für KMU ist diese Unterscheidung relevant: Während Open Source maximale Transparenz und Anpassbarkeit bietet, stehen bei Open-Weight meist praktische Souveränität und wirtschaftliche Kontrolle im Vordergrund – ohne den Anspruch vollständiger Offenlegung aller Trainingsdetails.

Open-Weight-Modelle wie Gemma, Llama oder Mistral sowie «Effizienzmodelle» wie DeepSeek ermöglichen den Betrieb auf eigener Infrastruktur oder in einer Private Clouds.

Was das für KMU bedeutet

• Höherer initialer Aufwand, aber bessere Kostenkontrolle über die Zeit

• Klare Datenhoheit, insbesondere für sensible Informationen

• Möglichkeit, KI gezielt auf eigene Prozesse zuzuschneiden

Warum DeepSeek viel Aufmerksamkeit erhält

Das chinesische DeepSeek hat im letzten Jahr viel Aufmerksamkeit erzeugt. Es steht exemplarisch für einen Effizienztrend: Viele alltägliche Unternehmensaufgaben lassen sich damit deutlich günstiger erledigen als mit denen der «TechGiganten».

Rolle der IT-Dienstleister: Architektur, Betrieb, Sicherheit und laufende Optimierung – ein klassisches Beratungs- und Servicegeschäft.

Vergleich der strategischen Ansätze

Merkmale Proprietäre KI «Offene» Ansätze

Kostenstruktur Abo / API basierte Kosten Infrastruktur und Betrieb

Anpassbarkeit

Begrenztes Fine Tuning Modell und Datenkontrolle

Datenschutz Vertraglich geregelt Technisch erzwingbar

Implementierung

Channel Rolle

Schneller, standardisiert Höherer Integrationsaufwand

Vertrieb und Adaption Architektur und Betrieb

Inferenz-Inversion: Warum Nutzungskosten entscheidend werden

Ein oft unterschätzter Punkt ist die sogenannte Inversion der Inferenz (engl.: Inference). Vereinfacht ausgedrückt bezeichnet der Begriff die Nutzung (= Denken) der KI, im Unterschied zum Training, bei dem sie lernt. Wenn die laufenden Kosten für das «Denken» jene für die Entwicklung oder die Einführung übersteigen, spricht man von Inferenz-Inversion.

Für KMU bedeutet das konkret: Nicht das leistungsfähigste Modell ist automatisch das wirtschaftlichste, sondern jenes, das über Jahre hinweg stabile und kalkulierbare Kostenprojektionen erlaubt.

Rolle der IT-Dienstleister: Hier entstehen neue Entscheidungsfelder, bei denen IT-Dienstleister als wirtschaftliche Sparringspartner gefragt sind.

Agentische KI: Effizienzgewinn mit neuen

Risiken

Der nächste, entscheidende Entwicklungsschritt ist agentische KI. Solche Systeme beantworten nicht nur Fragen, sondern führen Aufgaben selbständig aus – etwa im Support, in der Angebotserstellung oder in der Softwareentwicklung.

Chancen für KMU

• Deutliche Produktivitätsgewinne Entlastung knapper Fachkräfte

• Schnellere Durchlaufzeiten in Kernprozessen

Neue Anforderungen

• Klare Kontroll- und Freigabemechanismen

• Transparenz bei Entscheidungen automatisierter Systeme

• Klärung von Haftungs- und Verantwortungsfragen

Rolle der IT-Dienstleister: Orchestrierung der Agenten, Kontroll- und Freigabemechanismen, sichere Kommunikation, Auditierbarkeit (Agentic Governance).

Der Schweizer Kontext: Vertrauen als Wettbewerbsfaktor

Für Schweizer KMU spielen Datenschutz, Verlässlichkeit und regulatorische Sicherheit eine zentrale Rolle. Initiativen wie das Schweizer LLM-Projekt Apertus (oder etwa das deutsche «Teuken») sind dabei weniger als Allzwecklösung zu verstehen, sondern als Baustein für besonders sensible Anwendungsfälle.

Gleichzeitig wirken europäische Regelwerke wie der EU AI Act faktisch auch auf Schweizer Unternehmen. Wer heute KI einführt, muss diese Anforderungen mitdenken – unabhängig von der Unternehmensgrösse.

Fazit: KI-Strategie ist Geschäftsstrategie

Für KMU ist KI keine reine IT-Entscheidung mehr, sondern eine strategische Weichenstellung. Proprietäre Plattformen bieten schnellen Nutzen und einfache Skalierung. Offene und effiziente Modelle schaffen langfristige Kontrolle und Differenzierung.

Die erfolgreichsten Unternehmen werden jene sein, die beides kombinieren – und dabei auf IT-Partner setzen, die nicht nur Technologie liefern, sondern auch wirtschaftliche Orientierung bieten.

Dr. Jürgen Müller ist Partner bei Go Europe Consulting und hat mehr als 35 Jahre in verantwortungsvollen Positionen in der IT in Europa und den USA gearbeitet. www.linkedin.com/in/mueller-juergen

Open

Source

≠ Open Weight ≠ «kostenlos»

Open Source Quellcode offen einsehbar

• Maximale Transparenz und Anpassbarkeit Hoher Eigenaufwand für Betrieb, Sicherheit und Wartung

Open Weight

• Modellgewichte verfügbar, Code nicht vollständig offen

• Eigener Betrieb und Anpassung möglich

• Fokus auf Souveränität und Kostenkontrolle, nicht auf Ideologie

Proprietäre Modelle

• Keine Einsicht in Code oder Gewichte

• Schneller Einsatz, geringer Initialaufwand

• Abhängigkeit von Anbieter, Preisen und Roadmap

Wichtig für KMU «Offen» bedeutet nicht automatisch günstiger oder einfacher.

Wirtschaftlichkeit, Datenschutz und langfristige Abhängigkeiten sind entscheidender als der Lizenztyp.

Social Media 2026: Zwischen KI-Einsatz und echtem Dialog

Social Media ist heute ein strategischer Bestandteil der Unternehmenskommunikation. Gleichzeitig verändert sich die Nutzung: KI unterstützt zunehmend bei der Content-Erstellung, während echte Interaktion auf Plattformen sinkt. Der Social Media Gipfel zeigt, wie wichtig der persönliche Austausch für Kommunikationsfachleute ist.

Soziale Medien sind in der Unternehmenskommunikation längst zu einem strategischen Bestandteil geworden. Dies bestätigen die neusten Ergebnisse der Social Media Studie 2026, die Bernet Relations und die ZHAW Anfang des Jahres veröffentlicht haben.

Ein Rückblick zeigt, wie vor 13 Jahren (Studie 2013) lediglich ein knappes Drittel der Organisationen Budgets für Social Media einplante. Heute ist das Bewusstsein für den Ressourceneinsatz für Social-Media-Aktivitäten sehr hoch. Über 80 % der rund 100 befragten Organisationen haben ein eigenes Budget dafür eingeplant. Zudem wird neu KI bei der Content-Erstellung und Planung breit eingesetzt: Ein Drittel nutzt KI bereits gezielt für die Bildgenerierung oder Themenfindung.

Gleichzeitig legen die Studienergebnisse eine paradoxe Entwicklung offen: Die aktive Dialog- und Kontaktpflege hat an Bedeutung verloren, obwohl dies einer der wichtigsten Aspekte sozialer Medien ist. Während die Interaktion auf den Plattformen tendenziell sinkt, wächst der Bedarf an echtem, nahbarem Austausch spürbar.

Vernetzung von Fachleuten:

Der Social Media Gipfel

Die stets ausgebuchten Events des Social Media Gipfels sind der beste Beweis für diesen Trend. Fünf Mal im Jahr findet der

Anlass abwechselnd in Zürich und Bern statt. Frühmorgens treffen sich über hundert Fachpersonen aus der Kommunikationsbranche zum Austausch. Die Referierenden gewähren dabei exklusive Einblicke hinter die Kulissen und teilen offen und manchmal ungeschönt ihre Erfahrungen.

Das grosse Interesse an diesem Format unterstreicht, wie wertvoll der persönliche Kontakt ist – als Ergänzung zu den digitalen Möglichkeiten.

Der nächste Social Media Gipfel findet am 3. Jun 2026 im tibits Bistro, Zürich statt. Wer den Newsletter abonniert hat, wird pünktlich zum Buchungsstart über alle Details informiert.

Gayathri Albert ist Junior Consultant bei Bernet Relations und hat Kommunikationswissenschaft an der Universität Zürich studiert. Neben ihrer Tätigkeit in der Kommunikation ist sie künstlerisch aktiv.

Weiterführende Infos:

Studie & Social Media Gipfel

Die neue Bernet-ZHAW-Studie «Social Media Schweiz 2026» zeigt, wie sich Nutzung, Budgets und KI‑Einsatz in der Schweizer Kommunikationslandschaft verändern. Der vollständige Bericht steht kostenlos zum Download bereit: www.bernet.ch/studie

Am 3. Juni 2026 findet zudem der nächste Social Media Gipfel im tibits Bistro Zürich statt. Das beliebte Morgenformat bringt Kommunikations fachleute zusammen, bietet Einblicke aus der Praxis und fördert den persönlichen Austausch –gerade in Zeiten sinkender Online‑Interaktion. Die Anmeldung ist kostenlos, die Plätze sind limitiert. www.socialmediagipfel.ch

Auch der 81. Social Media Gipfel im tibits Bistro in Zürich war ausgebucht (Bild Samuel Letsch)

Success Story

Durchgängige, automatisierte Abläufe dank neuem ERP-System

Der Zerspanungswerkzeug-Hersteller UTILIS hat mit iFAS X5 eine ERP- Lösung eingeführt, die den Spagat zwischen Fertigung, Handel und internationaler Zusammenarbeit meistert. Das System automatisiert zentrale Abläufe, schafft Transparenz und unterstützt das Wachstum des 111-jährigen Unternehmens.

Die UTILIS AG aus Müllheim gehört zu den traditionsreichsten Herstellern von Präzisionswerkzeugen für die Zerspanungsindustrie in der Schweiz. Neben der eigenen Fertigung vertreibt das Unternehmen ein umfangreiches Handelssortiment mit rund 120’000 Artikeln und wickelt wöchentlich etwa 700 Verkaufsbelege ab. Mit drei Standorten – darunter einer Niederlassung in Frankreich und einer Tochtergesellschaft in den USA –sowie einer Produktion im Ein-Schicht-Betrieb plus zwei mannlose Schichten ist UTILIS ein Paradebeispiel für einen hochkomplexen, aber effizient organisierten Industriebetrieb.

In diesem Umfeld muss ein ERP nicht nur Prozesse abbilden, sondern aktiv Komplexität reduzieren. CFO Marco Boss bringt es auf den Punkt: «Wir wollten eine Lösung, die unsere Strukturen nicht verkompliziert, sondern stabilisiert und skalierbar macht.»

Ein ERP, das Komplexität beherrscht

UTILIS arbeitet seit vielen Jahren mit iFAS und hat früh auf die neue Generation gesetzt. Heute nutzt UTILIS praktisch alle Logistikmodule von iFAS X5, ergänzt durch FiBu, Lohn, Kostenrechnung und zahlreiche Integrationen.

65 Concurrent User arbeiten standortübergreifend im System und die Anforderungen sind hoch: Intercompany-Prozesse zwischen Schweiz und Frankreich, Handel mit Bonus- und Kickback-Modellen, Fertigung inklusive integrierter Produktionsplanung mit automatisch ermittelten Lieferterminen uvm.

Marco Boss erinnert sich an die Entscheidungsphase: «Wir standen vor der Frage, wie wir unsere Prozesse für die nächsten Jahre ausrichten wollen. iFAS X5 hat uns überzeugt, weil es modern, flexibel und gleichzeitig nah an unseren Bedürfnissen ist.» Auch die Swissness spielte eine Rolle: «Als international tätiges Schweizer KMU setzen wir bewusst auf einen Partner aus der Schweiz.»

Automatisierung, die im Alltag spürbar ist Stammdaten und Preislisten werden automatisiert gepflegt und der Rechnungsversand läuft im Hintergrund per Mail, EDI oder Papier. Besonders wertvoll ist für UTILIS auch die flexible

Anbindung von Drittsystemen sowie individuelle Workflows, die Prozesse beschleunigen und Fehler reduzieren. «Viele Abläufe sind heute automatisiert – das entlastet unsere Teams spürbar und erhöht die Prozesssicherheit», sagt Marco Boss.

Auch der Updateprozess hat sich deutlich verbessert. «Updates sind heute viel effizienter und mit weniger Aufwand verbunden als früher. Wir profitieren laufend von Weiterentwicklungen, ohne dass der Betrieb belastet wird.»

Die enge Zusammenarbeit mit iFAS ist für UTILIS ein zentraler Erfolgsfaktor. Seit der Migration arbeitet das Unternehmen mit denselben Beratern zusammen – ein Vorteil, der Kontinuität und tiefes Prozessverständnis schafft. «Unsere Ansprechpartner kennen unsere Abläufe im Detail. Das macht Weiterentwicklungen schneller und zielgerichteter.»

Ein digitales Rückgrat für die nächsten Jahrzehnte

Mit iFAS X5 hat UTILIS stabile, durchgängige Prozesse geschaffen, die manuelle Pflege drastisch reduziert und die Transparenz in der gesamten Wertschöpfungskette erhöht. Power BI liefert Managementinformationen in Echtzeit und eine konsistente Datenbasis ermöglichen klare Entscheidungen – sowohl operativ als auch strategisch.

Für Marco Boss ist klar: «iFAS X5 verbindet unsere zentralen Unternehmensbereiche und unterstützt uns zuverlässig bei der effizienten Steuerung unserer operativen Abläufe.» Für ein 111-jähriges Unternehmen, das täglich zwischen Tradition und Skalierung navigiert, ist iFAS X5 somit das optimale digitale Rückgrat für die Zukunft.

Dieser Beitrag wurde ermöglicht durch iFAS ERP AG. Als inhabergeführtes, unabhängiges Schweizer Informatik-Unternehmen betreut iFAS heute rund 100 namhafte Kunden im In- und Ausland. www.ifas.ch

Mit Future Skills die Zukunft sichern

Wie befähigende Strukturen die Entwicklung fördern

Die Zeiten sind ungewiss. Rasante technologische Entwicklungen erhöhen den Druck auf Unternehmen und verändern die Arbeitswelt, die Kompetenzanforderungen und die Personalpolitik. Der Swiss Software Industry Survey (SSIS) 2025 zeigt, wie sich die Schweizer Softwarebranche in diesem Umfeld entwickelt und wie Unternehmen die Transformation der Arbeitswelt gestalten.

Yasmin Abdullahi, Prof. Dr. Sabrina Schell, Prof. Dr. Anastasia Sapegina und Prof. Dr. Jens Dibbern

Unsicherheit und Branchenentwicklung

Die Schweizer Softwarebranche muss seit Jahren mit Fachkräftemangel umgehen und zugleich mit dem schnellen technologischen Wandel Schritt halten, aktuell verstärkt durch KI. Diskussionen über die Rolle von Juniors sowie über künftig benötigte Kompetenzprofile nehmen zu. Während einige Unternehmen vorsichtiger einstellen, berichten andere weiterhin von Fachkräftemangel.

Ein Blick auf aktuelle Branchendaten bietet Orientierung. Der SSIS untersucht zentrale Kennzahlen zur Entwicklung der Branche, insbesondere Wachstum und Profitabilität. Im Jahr 2025 widmete sich die Studie zudem dem Spezialthema, wie Schweizer Softwarefirmen die Transformation der Arbeitswelt gestalten.

Die Ergebnisse zur allgemeinen Entwicklung zeigen weiterhin positive Wachstumserwartungen: Für das Jahr 2026 rechnet die Branche mit einem Wachstum von rund 9 %. Gleichzeitig ist die Fluktuationsrate (Abbildung 1), ähnlich wie in anderen Branchen, deutlich gestiegen: In der Schweizer Softwarebranche stieg sie im Jahr 2024 von 8,6 % auf 15,1 %.

Fluktuation und der Blick auf Kompetenzen

Gerade für KMU stellt eine hohe Fluktuation eine Herausforderung dar. Mit dem Weggang von Mitarbeitenden geht Wissen verloren, während Rekrutierung, Auswahl und Einarbeitung Zeit und Ressourcen binden. Gleichzeitig bietet Fluktuation die Chance, vorhandene Kompetenzen zu prüfen und künftigen Skill-Bedarf zu erkennen.

Forschung zeigt, dass ein «skills matching»- Konzept für Talent Management sowohl für den externen als auch internen Arbeitsmarkt eine wichtige Rolle spielen kann. Unternehmen, die als «great place to grow and develop» wahrgenommen werden,

profitieren langfristig von höherem Wohlbefinden der Mitarbeitenden, besserer Talentplatzierung und potenziell geringerer Fluktuation.

Future Skills rücken dabei zunehmend in den Fokus: Diese erlernbaren, transdisziplinären Kompetenzen aus Wissen, Fähigkeiten und Haltungen wie digitale Kompetenzen oder Selbstführung, befähigen Mitarbeitende, in einer von Unsicherheit, gesellschaftlichem und technologischem Wandel geprägten Zukunft handlungsfähig zu bleiben. Breitere Kompetenzen führen dabei zu besseren Beschäftigungschancen, höherem Einkommen und grösserer Arbeitszufriedenheit.

New Work Massnahmen in der Softwarebranche Personalentwicklung wird wichtiger, stellt kleinere Organisationen mit begrenzten Ressourcen jedoch vor Herausforderungen. Für Unternehmen, insbesondere für KMU, bedeutet dies, dass sie sich nicht mehr ausschliesslich auf Bildungsabschlüsse oder Zertifikate verlassen können. Learning on the Job wird daher immer wichtiger. Forschung zeigt, dass Führungsverhalten wie Coaching und Empowerment Lernprozesse von Individuen und Teams unterstützt. Beim sogenannten Empowering Leadership teilen Führungskräfte bewusst Informationen und Entscheidungsspielräume mit Mitarbeitenden, beziehen sie in Entscheidungen ein und stärken so Motivation, Zusammenarbeit, Innovationsfähigkeit und die Bindung an das Unternehmen.

Die SSIS-Daten zeigen: Schweizer Softwarefirmen zählen zu den Vorreitern, Empowering Leadership wird aktiv gelebt (Abbildung 2): Rund 92 % der befragten Unternehmen ermutigen ihre Mitarbeitenden, selbständig zu handeln. Zudem werden Mitarbeitende mit Verantwortung betraut, aktiv in Entscheidungen einbezogen, durch Führungsfeedback in ihrer Problemlösungskompetenz gestärkt, erhalten Entscheidungsbefugnisse um eigenverantwortlich Probleme zu lösen.

Abbildung 1: Mitarbeitendenfluktuation, Quelle: SSIS 2025

Abbildung 2: Empowering Leadership, Quelle: SSIS 2025

Abbildung 3: Auswirkungen von New Work Massnahmen, Quelle: SSIS 2025

Softwarefirmen arbeiten stark in Teamstrukturen. Dabei erhalten Teams viel Verantwortung und werden zu eigenverantwortlichem Handeln ermutigt, agieren jedoch innerhalb klar definierter Ziele und Qualitätsstandards – also viel Freiheit in klarem Rahmen. Die Selbstbestimmung ist grundsätzlich hoch, variiert jedoch je nach Prozess und Aufgabenbereich. Mitarbeitende können überwiegend ihre Arbeitsstunden und Aufgaben selbst einteilen, mit leichten Unterschieden zwischen kundennahen und nicht kundennahen Funktionen. Anpassungsfähigkeit, die Verfolgung einer klaren Mission und das Mitarbeitenden-Engagement sind zentral. Die Unternehmenskultur betont Clan-Prinzipien: Ein unterstützendes, familiäres Umfeld, geringe Hierarchie, dezentrale Organisation und viel Autonomie für Business Units und Mitarbeitende.

Der SSIS 2025 zeigt zudem, dass Unternehmen, die gezielt neue Arbeitsformen umsetzen, eine höhere wahrgenommene Leistungssteigerung berichten. Besonders wirksam sind Massnahmen zur Förderung der Mitarbeitendenentwicklung, Empowerment sowie Initiativen zur Sinnstiftung.

Ausblick

Die Schweizer Softwarebranche setzt zunehmend auf Führung und Kultur als strategische Hebel, um Kompetenzen zu entwickeln und Mitarbeitende zu binden. Erfolg von Personalentwicklung hängt weniger von formalen Qualifikationen ab, sondern stark davon, wie Mitarbeitende Verantwortung übernehmen,

lernen und sich einbringen. Empowering Leadership und eine mitarbeitendenorientierte Kultur könnten KMU dabei unterstützen, trotz begrenzter Ressourcen flexibler auf Skill-Bedarfe und Fluktuation zu reagieren.

Gleichzeitig bleibt die Herausforderung hoher Fluktuation bestehen. Future Skills werden damit zur zentralen Führungsaufgabe: Wer Mitarbeitende hält, sichert Wissen. Unternehmen, die Verantwortung, Lernen und Mitgestaltung fördern, können vorhandene Kompetenzen besser nutzen und langfristig ihre Wettbewerbsfähigkeit sichern.

Den vollständigen SSIS Bericht finden Sie unter tinyurl.com/tsm-26-1-SSIS.

Yasmin Abdullahi ist Doktorandin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Wirtschaftsinformatik der Universität Bern.

Prof. Dr. Sabrina Schell ist Professorin an der Berner Fachhochschule und leitet das Institut für New Work.

Prof. Dr. Anastasia Sapegina ist Professorin an der Berner Fachhochschule.

Prof. Dr. Jens Dibbern ist Professor am Institut für Wirtschaftsinformatik und Direktor der Abteilung Information Engineering.

Von Excel zur medtech-konformen SaaS-ERP-Lösung

Ein Bericht aus dem Medtech - Startup Xsensio

Aus einer anfänglichen Excel-basierten Arbeitsweise heraus hat Xsensio konsequent den nächsten Schritt gemacht. Mit ZEN ERP – einer innovativen Schweizer ERP- Lösung – hat das Medtech- Startup nun eine skalierbare Basis für Produktion, Qualität und Wachstum geschaffen.

Darüber haben wir mit Karin Jaymes, Mitgründerin von Xsensio, gesprochen.

Das Schweizer Medtech-Unternehmen Xsensio steht für Innovation im Bereich tragbarer Biosensoren. Das in Lausanne ansässige Startup wurde vom Time Magazine zur World’s Top HealthTech Company 2025 ernannt und sorgte kürzlich mit der Ankündigung einer strategischen Partnerschaft mit Texas Instruments, einem weltweit führenden Halbleiterunternehmen, für Aufsehen.

Mit dem Wachstum des Unternehmens benötigten jedoch die internen Abläufe, die anfangs durch eine Kombination aus Excel-Tabellen unterstützt wurden, eine robustere und integrierte Backoffice-Infrastruktur.

Mit der Einführung von ZEN ERP hat sich das grundlegend geändert. Wir haben uns mit Karin Jaymes, Projektleiterin der ERPInitiative, über Herausforderungen, Implementierung und messbare Ergebnisse unterhalten.

Karin Jaymes, können Sie uns Xsensio kurz vorstellen?

Xsensio ist ein innovationsgetriebenes Schweizer Startup. Wir sind im EPFL Innovation Park in Lausanne ansässig und beschäftigen derzeit 11 Mitarbeitende.

Die Vision des Unternehmens ist es, weltweit führend im Bereich tragbarer Biosensoren zu werden und Milliarden von Menschen dabei zu helfen, im Laufe des Tages bessere Entscheidungen zu treffen – dank Daten, die auf einfache und minimalinvasive Weise erhoben werden.

Unsere patentierte Lab-on-Skin©-Technologie ermöglicht die Messung verschiedenster Biomarker direkt auf der Haut mittels eines tragbaren Sensors – gleichzeitig, in Echtzeit und kontinuierlich. Wir bewegen uns in einem hochdynamischen Umfeld, das stark von Forschung und internationaler Zusammenarbeit geprägt ist.

Wie sah Ihre Systemlandschaft vor der Einführung von ZEN ERP aus?

Vor der Einführung von ZEN ERP haben wir hauptsächlich mit Excel-Tabellen gearbeitet. Das betraf nahezu alle Bereiche – von der Finanzplanung über das Projektcontrolling bis hin zur administrativen Verwaltung.

Das mag in einem Unternehmen in der Frühphase funktionieren, wird jedoch schnell zur Einschränkung, sobald mehrere Projekte parallel laufen und die Anzahl an Mitarbeitenden, Lieferanten, Kunden und Partnern steigt.

Wo lagen die grössten Herausforderungen vor der Einführung von ZEN ERP?

Informationen wurden über mehrere Dateien und Systeme hinweg verwaltet, was die operative Komplexität erhöhte. Das Reporting wurde zeitaufwändiger.

Wann haben Sie erkannt, dass ein ERP-System notwendig ist?

Das war eigentlich schon länger klar. Insbesondere benötigten wir dringend eine Lösung, um unsere Produktion und unser Lager zu verwalten und die vollständige Rückverfolgbarkeit aller Komponenten sicherzustellen. Für Medtech-Unternehmen gelten hier strenge Anforderungen, die nachweisbar erfüllt werden müssen.

In unserem kleinen Team verfügen wir zwar über hervorragend ausgebildete Ingenieure und Wissenschaftler, aber niemand hatte praktische Erfahrung in der Auswahl und Implementierung eines ERP-Systems – und für externe Berater fehlte uns das Budget. Gleichzeitig gab es zahlreiche andere Prioritäten, und niemand hatte die Zeit oder Energie, ein solches Projekt voranzutreiben.

Wir brauchten nicht nur eine Softwarelösung, sondern auch jemanden, der uns zeigt, wie man diese in einem MedtechUnternehmen implementiert – idealerweise mehr oder weniger kostenlos (lacht).

Warum fiel die Wahl auf ZEN ERP?

Für uns war klar, dass wir als Medtech-Unternehmen eine Lösung benötigen, die validierbar und auditierbar ist. Allein diese Anforderung schränkt die Auswahl bereits erheblich ein. Zudem benötigten wir eine Lösung, die mit minimalen Anfangskosten und ohne technisches Vorwissen implementiert werden kann – also eine SaaS-Lösung (Software as a Service).

Ein weiterer Faktor war, dass ZEN ERP eine native Schweizer SaaS-Lösung ist und unsere Daten ausschliesslich in einem ethischen Rechenzentrum in der Schweiz gehostet werden.

Entscheidend war jedoch auch die Entstehungsgeschichte von ZEN ERP. Die Entwickler haben vor über 20 Jahren selbst ein Medtech-Unternehmen an der EPFL gegründet und standen damals vor ähnlichen Herausforderungen wie wir heute. Aus dieser Situation heraus haben sie ZEN ERP entwickelt.

Inzwischen haben sie ihr Unternehmen an einen global tätigen, börsennotierten Medtech-Konzern verkauft (der ZEN ERP weiterhin nutzt) und bauen nun ein neues Unternehmen rund um ZEN ERP auf. Für uns war sofort klar, dass dies die richtigen Partner sind.

Wie verlief die Implementierung des ERP-Systems?

Die Implementierung erfolgte iterativ gemeinsam mit den Entwicklern von ZEN ERP. Wir erhielten einen Zugang und eine kurze Einführung und konnten dann direkt starten. Zunächst begannen wir mit der Zeiterfassung, danach legten wir schrittweise unsere Artikel an und begannen, Einkauf und Produktion über ZEN ERP zu steuern.

Seit Januar führen wir auch unsere gesamte Buchhaltung in ZEN ERP, und mittlerweile verwalten wir auch unsere Entwicklungsprojekte über das System.

In gewisser Weise ist die Implementierung noch nicht abgeschlossen. Wir entdecken laufend neue Funktionen, die uns helfen, uns besser zu organisieren und noch effizienter zu arbeiten.

Wie haben die Mitarbeitenden auf das neue System reagiert?

Die Einführung verlief schnell und reibungslos – deutlich schneller als erwartet.

Das System ist sehr einfach zu bedienen, und selbst komplexere Funktionen, wie das Erstellen von Stücklisten, lassen sich in wenigen Minuten erklären.

Welche Prozesse wurden am stärksten verbessert?

Die Verbesserungen betreffen nahezu alle Bereiche:

Finanzmanagement

• Supply Chain Management

Projektmanagement

• CRM

Qualitätsmanagement

Alle Mitarbeitenden haben nun transparenten, standortunabhängigen und Echtzeit-Zugriff auf alle relevanten Unternehmensdaten.

«Ein ERP-System ist kein ‘Nice-to-have’, sondern das Rückgrat und das Gedächtnis eines Unternehmens.»

Wir erfassen deutlich mehr Daten in kürzerer Zeit, in höherer Qualität und in einer strukturierten Form. Das reduziert den administrativen Aufwand erheblich und ermöglicht es uns, unsere Zeit und Energie stärker auf die Produktentwicklung zu konzentrieren.

Zudem haben wir festgestellt, dass ZEN ERP uns dabei hilft, stärker in Prozessen zu denken. ZEN ERP gibt uns eine Struktur, die uns hilft, Prozesse zu standardisieren, zu dokumentieren und gezielt zu verbessern, ohne uns einzuschränken.

Welche Lessons Learned würden Sie anderen Unternehmen mitgeben?

Wir hätten viel Zeit und Energie sparen können, wenn wir ZEN ERP früher eingeführt hätten.

Ein ERP-System ist kein «Nice-to-have», sondern das Rückgrat und das Gedächtnis eines Unternehmens. Es spart Zeit und Kosten und organisiert grosse Teile des Unternehmens quasi automatisch.

Ihr Fazit in einem

Satz?

Die Einführung von ZEN ERP bei Xsensio zeigt eindrücklich, wie entscheidend ein modernes ERP-System als Grundlage für Innovation und Wachstum ist.

Karin Jaymes ist Mitgründerin von Xsensio und verantwortet dort das Finanz- und Rechnungswesen. Sie ist zudem Managerin am EPFL Nanolab, wo sie die finanzielle und administrative Leitung internationaler Forschungsprojekte übernimmt, darunter das europäische FET-Flagship-Pilotprojekt Guardian Angels.

Dieser Beitrag wurde ermöglicht von Zenplify AG, dem Schweizer Entwickler von ZEN ERP. www.zen-erp.ch

2D-Codes im Handel: Mehr Daten, mehr

Transparenz, mehr Zukunft

Der klassische Barcode hat den Handel revolutioniert. Seit über fünfzig Jahren sorgt er für effiziente Prozesse an der Kasse und in der Logistik. Sein charakteristisches «Beep» steht sinnbildlich für Standardisierung und Geschwindigkeit. Doch die Anforderungen an Produkte und Lieferketten haben sich verändert. Transparenz, Rückverfolgbarkeit und regulatorische Vorgaben verlangen nach mehr Daten direkt am Produkt.

Genau hier setzen die moderneren und smarteren 2D-Codes an. Mit der globalen Transformation treiben Standardisierungsorganisationen wie GS1 die Einführung von 2D-Codes voran. Ab 2028 sollen die 2D-Codes genauso wie der klassische Barcode an Kassen lesbar sein. Unternehmen, die frühzeitig auf 2DCodes setzen, können ihre Prozesse modernisieren, Mehrwerte in der Logistik erschliessen und gleichzeitig Kundinnen und Kunden zusätzliche digitale Informationen bieten.

Damit beginnt kein radikaler Bruch, sondern eine konsequente Weiterentwicklung des bewährten Systems.

Vom Strichcode zum digitalen Zugangspunkt

Der klassische Strichcode speichert im Kern eine Produktidentifikationsnummer, auch bekannt als GTIN (Global Trade Identification Number). 2D-Codes erweitern dieses Prinzip. Sie können neben der GTIN zusätzliche Daten wie Chargennummern, Seriennummern oder Mindesthaltbarkeitsdaten enthalten.

Technologische Grundlage dafür ist unter anderem der GS1 Digital Link. Er ermöglicht es, Produkte eindeutig zu identifizieren und gleichzeitig mit digitalen Inhalten im Web zu verknüpfen. So wird aus einem reinen Identifikator ein intelligenter Zugangspunkt zu strukturierten Informationen.

«Mit 2D-Codes erweitern wir den Barcode nicht einfach. Wir schaffen eine Brücke zwischen physischer und digitaler Welt. Unternehmen erhalten mehr Prozesstransparenz, Konsumentinnen und Konsumenten mehr verlässliche Informationen direkt am Produkt», sagt Michel Ottiker, Standards-Experte bei GS1 Switzerland.

Der entscheidende Vorteil liegt in der durchgängigen Vernetzung. Derselbe Code funktioniert systemübergreifend und verbindet Kasse, Warenwirtschaft, Logistik und digitale Kundenschnittstellen auf Basis einheitlicher Standards. So entsteht ein konsistenter Datenfluss vom Hersteller über den Handel bis zu den Konsumentinnen und Konsumenten. Klassische QR-Codes, die beispielsweise auf die Produktseite führen, können künftig in den Smartcode integriert werden, sodass ein einzelner Code gleichzeitig für Logistik, Kasse und digitale Kundeninformationen genutzt werden kann.

Was sind 2D-Codes?

2D-Codes wie der QR-Code mit GS1 Digital Link erweitern die klassische GS1-Artikelnummer (GTIN) um zusätzliche Informationen wie Mindesthaltbarkeitsdatum, Chargen- oder Seriennummern. Im Unterschied zu gewöhnlichen QR-Codes ermöglichen sie so einen flexiblen und systemübergreifenden Einsatz in Handel, Logistik und Produktion. Beim Scan wird der Code kontextabhängig gelesen: Kassensysteme und Logistikscanner nutzen die enthaltenen Identifikationsdaten für Prozesse, während Konsumentinnen und Konsumenten über die Handykamera direkt auf digitale Produktund Marketinginformationen zugreifen können.

Mehr Informationen:

Mehr Transparenz am Regal

Konsumentinnen und Konsumenten möchten heute wissen, woher ein Produkt stammt, unter welchen Bedingungen es hergestellt wurde und welche Inhaltsstoffe enthalten sind. Informationen, die bisher nur über die Verpackung kommuniziert werden konnten, lassen sich nun digital ergänzen, vertiefen und bei Bedarf laufend aktualisieren.

Ein Scan mit der Smartphone-Kamera genügt, um auf hinterlegte Inhalte zuzugreifen. Unternehmen können Nährwertangaben, Herkunftsnachweise, Nachhaltigkeitsinformationen oder Serviceangebote zentral verwalten und bei Bedarf anpassen. Saisonale Kampagnen oder regulatorische Änderungen lassen sich umsetzen, ohne Verpackungen neu drucken zu müssen.

Diese Dynamik schafft nicht nur Effizienz, sondern stärkt auch das Vertrauen in Marken. Transparenz wird vom Zusatznutzen zum Wettbewerbsvorteil.

Effizienz entlang der gesamten Supply Chain Besonders deutlich zeigt sich der Mehrwert in der Logistik. Wenn variable Daten direkt im Code enthalten sind, werden Warenflüsse genauer steuerbar. Chargen lassen sich eindeutig identifizieren, Rückrufaktionen gezielt durchführen und Haltbarkeitsdaten automatisiert erfassen.

GS1 Excellence Day 2026

Der GS1 Excellence Day von GS1 Switzerland bringt Fach- und Führungskräfte aus Handel, Industrie und Logistik zusammen. Auf dem Programm stehen Keynotes, Fachsessions und Austausch zu aktuellen Themen rund um Daten, KI, Nachfrage und Supply Chains.

Auch die Weiterentwicklung der Produktkennzeichnung im Retail wird thematisiert: In der Breakout-Session «2D in Retail: QR-Codes mit GS1 Digital Link für Produkte erstellen» wird gezeigt, wie 2D-Codes und QR-Codes mit GS1 Digital Link im Handel eingesetzt werden können. Am Abend werden zudem der Swiss Logistics Award und die Lean & Green Awards verliehen.

Mehr Informationen:

Ein Scan mit dem Smartphone genügt: 2D-Codes wie QR-Codes mit GS1 Digital Link verbinden physische Produkte direkt mit digitalen Informationen.

Das reduziert Fehleranfälligkeit und erhöht die Prozesssicherheit. Gleichzeitig wird die Datenbasis verbessert, auf der Unternehmen ihre Bestände planen und regulatorische Anforderungen erfüllen.

«Für Retailer und Markenhersteller sind 2D-Codes ein strategischer Hebel. Sie verbinden physische Produkte mit digitalen Informationen und schaffen die Grundlage für kommende Entwicklungen wie den digitalen Produktpass», sagt Jonas Batt, Head of Industry Engagement Retail/Consumer Goods bei GS1 Switzerland.

Infrastruktur als Erfolgsfaktor

Die Einführung von 2D-Codes ist kein isoliertes Verpackungsprojekt. Kassensysteme, Scanner, ERP- und Lagerverwaltungssysteme müssen die neuen Codes lesen und verarbeiten können. Entscheidend ist dabei die Einhaltung globaler Standards. Nur wenn alle Systeme dieselbe Sprache sprechen, entsteht durchgängige Interoperabilität.

Hier liegt die zentrale Rolle von GS1. Als Standardisierungsorganisation stellt sie sicher, dass Produkte und Daten entlang der gesamten Wertschöpfungskette eindeutig identifizierbar und mit beteiligten Partnern auszutauschen sind.

Unternehmen, die frühzeitig evaluieren und Pilotprojekte umsetzen, verschaffen sich einen Vorsprung. Sie können ihre Systemlandschaften testen, Datenqualität verbessern und Partner entlang der Supply Chain einbinden.

Die Zukunft der Produktkennzeichnung ist nicht eindimensional. Sie ist vernetzt, standardisiert und bereit für die nächste Generation des Handels.

Aiaiai – KI-Hype im Marketing, aber die Basics fehlen

Was KMU jetzt tun müssen, um AI-ready zu werden

Generative KI und Agentic Marketing dominieren seit ChatGPT viele Diskussionen. Studien zeigen jedoch: Branding, Vertrauen und digitale Grundlagen bleiben wichtiger als neue Tools. Dieser Beitrag ordnet den KI-Hype ein und zeigt praxisnah, welche Schritte KMU, Marketing- und IT-Verantwortliche zuerst erledigen sollten, bevor Bots und Agents echten Mehrwert bringen.

Aiaiai – alle reden über Innovation, kaum jemand macht Hausaufgaben

Seit ChatGPT Ende 2022 veröffentlicht wurde, hat sich die Diskussion im Marketing spürbar verschoben. Plötzlich scheint sich alles um Generative AI, Agentic Marketing und neue Bots zu drehen. Wer heute durch LinkedIn scrollt oder eine AI-Konferenz besucht, könnte meinen, Marketing bestehe nur noch aus Agents, Prompting und «10X Automation». Digitale Reife wirkt manchmal wie ein Produkt, das man im Ticketshop bestellen kann – inklusive Buzzwords, aber ohne Fundament. Viele Unternehmen – gerade auch KMU – fragen sich: Müssen wir jetzt sofort aufspringen, um nicht den Anschluss zu verlieren?

Die kurze Antwort lautet: Ja, KI wird wichtig. Die längere Antwort: KI ist kein Startpunkt, sondern ein Verstärker.

Und genau hier liegt das Problem: Hype im Kopf, Basics auf Pause. Denn wer heute über Agents spricht, sollte zuerst sicherstellen, dass Marke, Daten und Prozesse überhaupt tragfähig sind.

Branding bleibt wichtiger als KI

Eine aktuelle Studie von McKinsey (State of Marketing Europe 2026) zeigt eine Prioritätensetzung, die viele überrascht: Branding steht auf Platz 1 der wichtigsten Marketingthemen. GenAI und Agents liegen dagegen erst auf Platz 17 von 20. McKinsey betont dabei ausdrücklich: Marke ist kein Relikt, sondern das Fundament für Resilienz und langfristiges Wachstum. Gerade in Zeiten von Digitalisierung und KI gewinnen Vertrauen und emotionale Bindung an Bedeutung.

Für Entscheiderinnen und Entscheider in KMU bedeutet das: KI kann Inhalte skalieren, aber sie kann nicht ersetzen, wofür ein Unternehmen steht.

KI ist ein Werkzeug – kein Ersatz für Klarheit

Viele KMU nutzen KI heute bereits pragmatisch: für Social-Media-Posts, Newsletter-Entwürfe oder erste Chatbot-Anwendungen im Kundenservice. Das spart Zeit und kann helfen, Ressourcen effizienter einzusetzen.

Doch wenn die Markenbotschaft unklar ist, produziert KI vor allem eines: Mehr generischen Content.

McKinsey weist darauf hin, dass kreative Teams nicht ersetzbar sind, wenn es um wirklich differenzierende Ideen geht.

Ein einfaches Praxisbeispiel: Ein Unternehmen kann in Minuten zehn Varianten eines Werbetextes generieren. Aber wenn nicht klar ist, welche Zielgruppe angesprochen werden soll oder wofür die Marke steht, bleiben alle Varianten austauschbar.

Wer drei Tage Prompt Engineering lernt, ohne seine Kundensegmente zu kennen, wird danach vor allem eines können: schneller am Problem vorbeischreiben.

Agentic Marketing: Autopilot ohne Flugplan?

Der nächste grosse Trend heisst «Agentic AI». Gemeint sind Systeme, die nicht nur Texte schreiben, sondern Aufgaben selbstständig übernehmen: Kampagnen optimieren, Customer Journeys steuern oder Entscheidungen vorbereiten. Das klingt nach digitaler Zukunft – und ist besonders für IT- und Marketingverantwortliche spannend. Doch auch hier gilt: Ohne Grundlagen funktioniert es nicht.

Der Report Martech for 2026 hält fest, dass Agentic AI saubere Daten, integrierte Systeme, Governance und organisationales Vertrauen braucht.

Agentic Marketing ohne Fundament ist wie ein Autopilot ohne Navigation. Oder anders gesagt: viel Automation-Rhetorik, aber wenig belastbare Umsetzung.

Die Realität: Viele Unternehmen sind noch in der Experimentierphase

Der öffentliche Diskurs wirkt oft, als wären alle bereits weit fortgeschritten. Studien zeigen jedoch ein anderes Bild. McKinsey

berichtet, dass nur sechs Prozent der europäischen Marketingverantwortlichen ihre GenAI-Reife als hoch einschätzen. Auch Brinker und Riemersma zeigen: Rund 72 Prozent befinden sich noch in Pilot- oder Experimentierphasen. Das bedeutet:

Viele sprechen über Agents, aber nur wenige nutzen sie bereits strategisch und skalierbar.

KI scheitert selten an Technologie, sondern an fehlender Reife

Ein verbreitetes Missverständnis ist, dass KI-Projekte vor allem eine Tool-Frage seien. In der Praxis scheitern sie meist an fehlenden Grundlagen: Datenqualität, Prozesse, Skills und strategische Klarheit. Brinker bringt es auf den Punkt: AI ist Commodity – Kontext ist Differenzierung.

Genau hier setzt auch die wissenschaftliche Forschung an: MarTech-Reife besteht nicht nur aus Technologie, sondern aus fünf Dimensionen – Technologie & Daten, Strategie, Organisation, People/Skills und Kunden-Fokus. Besonders relevant für KMU: Reife bedeutet nicht möglichst viele Tools, sondern die richtige Auswahl und Integration.

Der Weg für KMU: 5 Sofortmassnahmen bis zur AI-Readiness und wie man über Pilotprojekt hinauskommt

Was sollten KMU also konkret tun?

1. Markenfundament klären Wofür stehen wir? Welche Botschaft ist konsistent? Branding ist der Anker für Vertrauen.

2. Datenqualität sicherstellen CRM, Kundensegmente, Datenschutz und Datenpflege sind Pflichtprogramm – nicht Kür.

3. Prozesse dokumentieren KI kann nur automatisieren, was verstanden ist: Lead-Prozess, Touchpoints, Verantwortlichkeiten.

4. MarTech sinnvoll integrieren Nicht Tool-Masse, sondern ein funktionierender Kern. McKinsey nennt MarTech explizit als Enabler.

5. Kompetenzen im Team aufbauen People und Skills sind eine eigene Reife-Dimension.

Abbildung: 5 Massnahmen bis zur AI-Readiness

Fazit: Erst laufen, dann fliegen

Generative KI wird Marketing verändern. Agentic Marketing wird kommen. Doch gerade für KMU gilt: Bevor wir fliegen, sollten wir erst laufen lernen. Nicht jede AI-Konferenz bringt Fortschritt.

Manchmal wäre ein Nachmittag Datenbereinigung und Markenarbeit der grössere Innovationssprung.

Die Unternehmen, die Marke, Daten und Prozesse im Griff haben, werden KI als echten Wettbewerbsvorteil nutzen. Alle anderen riskieren, nur dem nächsten Hype hinterherzulaufen.

Marcel Hüttermann ist Head des MarTech Lab an der ZHAW School of Management and Law. Das Lab forscht zu MarketingTechnology, digitale Kundeninteraktion sowie den strategischen Einsatz von Daten, Automatisierung und KI im Marketing. Ein Schwerpunkt liegt auf praxisnahen Lösungen und Orientierungshilfen für KMU. Zudem richtet das Lab jährlich den MarTech Summit aus, der bewusst auf Substanz statt Buzzword-Bingo setzt und es bietet den CAS Marketing Technology an. www.linkedin.com/in/marcel-huettermann Swiss MarTech Summit 2026 – 28. Mai 2026, ZHAW Winterthur

Der Summit verbindet Forschung und Praxis rund um KI, Daten und Automatisierung im Marketing. Ideal für alle, die MarTech strategisch einsetzen wollen.

tinyurl.com/tsm-26-1-MarTech

Warum wir China falsch lesen –und warum das gefährlich ist

Wir unterschätzen China, weil wir es durch die falsche Linse betrachten. Nicht Hierarchie treibt das Land, sondern Marktgeschwindigkeit, Systemlogik und eine kompromisslose Umsetzungskultur. Wer das übersieht, versteht weder die Dynamik noch die strategische Kraft dahinter.

Wer in Europa auf China blickt, sieht zuerst Hierarchie, Kontrolle, Top-down. Das passt ins vertraute Raster – zentral gesteuert, politisch dominiert, vermeintlich schwerfällig. Doch genau hier liegt der Denkfehler. In der operativen Realität chinesischer Unternehmen entscheidet nicht das Organigramm, sondern der Markt. Projekte überleben nicht, weil ein Gremium zustimmt, sondern weil Kunden in Echtzeit reagieren. Feedback ist unmittelbar, Iteration schnell, Selektion kompromisslos. Was nicht trägt, verschwindet. Realität schlägt Struktur.

Wer China verstehen will, muss Hierarchie vom Handeln trennen. Die politische Ordnung erklärt nicht die wirtschaftliche Geschwindigkeit. Tempo entsteht dort, wo Daten schneller wirken als Debatten und Umsetzung höher gewichtet wird als Absicherung. Nicht Macht erzeugt Dynamik, sondern Marktintensität. Genau das unterschätzen wir – und verkennen damit die eigentliche Stärke.

Damit wird China zum Leadership-Thema. In einem Umfeld, in dem der Markt schneller entscheidet als jede Sitzung, wird Führung zum Stresstest. Autonomie zulassen und dennoch Richtung geben. Geschwindigkeit entsteht nicht durch Konsens, sondern durch Klarheit. Verantwortung wandert an die Front. Daten schlagen Ego. Umsetzen schlägt Erklären. Wer Momentum verliert, verliert mehr als Zeit – er verliert Markt.

Die strategische Logik dahinter folgt einer klaren Evolutionslinie: lernen, skalieren, dominieren. Optionen sichern, Timing nutzen, Kräfte bündeln. Plattformen werden nicht als Projekte gedacht, sondern als Systeme – erst Reichweite, dann Integration, später Monetarisierung.

Die unbequeme Kernthese lautet daher: China ist kein Technologiephänomen. Es ist ein System- und Leadership-Phänomen. Während wir Projekte diskutieren, werden dort Entscheidungsarchitekturen gebaut. Zukunft entsteht nicht durch Einzelinitiativen, sondern durch Systementscheidungen. Wer China weiterhin falsch liest, unterschätzt nicht nur einen Wettbewerber – sondern die Geschwindigkeit, mit der Märkte neu geordnet werden.

Wie China skaliert – die Evolutionslogik von Kopie zu Dominanz

China skaliert nicht durch Zufall, nicht durch das eine Genie, nicht durch eine historische Laune. Der Aufstieg folgt einer klaren Evolutionslogik in drei Phasen: Lernen, Skalieren, Dominie-

ren. Wer diese Mechanik versteht, erkennt, dass die vielzitierte «Kopie» nie Endpunkt war, sondern strategischer Ausgangspunkt. Über Jahre floss westliches Wissen nach China – Technologien, Geschäftsmodelle, Managementlogiken. China hörte zu, adaptierte – und skaliert heute mit einer Konsequenz, die ganze Branchen disruptiert.

Phase I – Lernen: Kopie als Beschleuniger Was im Westen als Imitation belächelt wurde, war ein strukturiertes Lernprogramm unter Wettbewerbsdruck. Unternehmen wie Alibaba oder Tencent analysierten Plattformmodelle nicht, um sie zu replizieren, sondern um sie zu optimieren und in einen anderen Markt zu übersetzen. Risiken wurden reduziert, Entwicklungszeiten verkürzt, Marktfeedback schneller integriert. Zuerst Reichweite, dann Monetarisierung. Zuerst Nutzerbasis, dann Margen. Lernen hiess: Netzwerkeffekte sichern, Daten generieren, Geduld bewahren. Timing war wichtiger als Perfektion.

Phase II – Skalieren: Vom Unternehmen zum Ökosystem Aus Firmen wurden Plattformen, aus Plattformen Ökosysteme. Wertschöpfung wird nicht linear gedacht, sondern vernetzt: Payment, Commerce, Logistik, Daten und Content greifen ineinander. Unternehmen wie Huawei oder BYD agieren als Knotenpunkte industrieller Cluster. Parallel dazu sichert der Staat strukturell ab, was privat entsteht. Industriepolitik wird operativ: Infrastruktur, Kapital, Schlüsseltechnologien. Während westliche Märkte im Takt von Quartalszahlen denken, plant China in Jahrzehnten. Lieferketten werden kontrolliert, nicht nur optimiert. Geschwindigkeit entsteht aus Struktur.

Phase III – Dominieren: Standards setzen

Der Wendepunkt liegt im Anspruch, nicht mehr aufzuholen, sondern zu definieren. Eigene Chips, eigene KI-Modelle, eigene Batterietechnologien – Infrastruktur wird zur Machtbasis. Unternehmen wie SMIC oder CATL stehen exemplarisch dafür. Produkte gehen früh in den Markt, Feedback wird sofort integriert, Iterationen folgen in kurzen Zyklen. Wer schneller lernt, setzt Standards – und kontrolliert Schnittstellen, Margen, Abhängigkeiten.

So wurde aus der Kopie eine Systemmacht. Nicht durch einen grossen Sprung, sondern durch eine durchgängige Logik: adaptieren, integrieren, orchestrieren.

Was das für uns bedeutet – Leadership im Realitätscheck

Die eigentliche Verschiebung beginnt nicht in Peking, sondern in unseren Teppichetagen. Nicht mit der Frage, was China tut –sondern mit der unbequemen Gegenfrage, was das über unsere

eigene Führungslogik aussagt. Wer China bewertet, bleibt Beobachter. Wer es analysiert, erkennt darin einen Realitätscheck für Leadership im 21. Jahrhundert – gespeist aus einem strategischen Denken, das über Jahrtausende geschärft wurde.

China ist kein blosses Technologiephänomen. Es ist ein Systemund Leadership-Phänomen. In einem Umfeld, in dem Marktfeedback schneller wirkt als jede Strategie-Roadmap, wird Führung zum permanenten Stresstest. Nicht Hierarchie erzeugt Geschwindigkeit, sondern Entscheidungsarchitektur. Nicht Zustimmung sichert Erfolg, sondern Traktion. Projekte überleben nicht, weil sie politisch konsensfähig sind, sondern weil sie sich in ein grösseres Ganzes einfügen.

Das erste Learning ist unbequem: Vision vor Aktionismus. China wirkt schnell, mitunter kompromisslos. Doch hinter dem Tempo steht meist eine langfristige Ambition. Schlüsseltechnologien, Plattformarchitekturen, industrielle Souveränität – die Richtung ist definiert, bevor beschleunigt wird. Tempo entsteht aus Klarheit. Europa hingegen verliert sich oft in Programmen, Förderlogiken und Abstimmungsschleifen. Wir diskutieren Projekte. China entscheidet Systeme.

Zweitens: System vor Einzelmassnahme. In China entstehen Ökosysteme statt isolierter Leuchttürme – sichtbar etwa an Superapps wie Alipay und WeChat, in denen Payment, Kommunikation, Services und Daten nahtlos ineinandergreifen. Wer nur an einer Stellschraube dreht, optimiert Symptome. Wer das System gestaltet, verändert Dynamik. Unser blinder Fleck liegt hier: Innovation wird als Pilot geführt, nicht als Strukturumbau. Wir feiern Prototypen, während andere Architekturen bauen.

Drittens: Skalierungskompetenz statt Pilotitis. Ein Pilot ist kein Erfolg. Erst die Vervielfältigung beweist Relevanz. In China folgen Ressourcen der Traktion – dort, wo Marktresonanz messbar wird. In Europa folgen sie oft Hierarchie, Budgetzyklen und politischer Balance. Der Unterschied liegt weniger im Talent als im Mut zur Ausbreitung.

Die Automobilindustrie zeigt diese Verschiebung exemplarisch. Tesla wurde zum Trigger der Elektromobilität – nicht allein wegen Technologie, sondern wegen vertikaler Integration, Software-Denken und Plattformlogik. Chinesische Hersteller wie BYD kombinierten Batterietechnologie, Produktion und staatliche Förderung zu einem geschlossenen System. Modellzyklen verkürzten sich, Wertschöpfung verlagerte sich. Was einst als europäische Kernkompetenz galt, wird neu verteilt – nicht durch Zufall, sondern durch Systemdesign.

Die Kernfrage lautet daher nicht, ob wir kopieren wollen, sondern ob wir selbst eine tragfähige Entscheidungsarchitektur besitzen. Bündeln wir Ressourcen hinter klaren Prioritäten – oder verteilen wir Verantwortung so breit, dass am Ende niemand wirklich entscheidet? Der strategische Weckruf ist eindeutig: Zukunft ist keine Initiative. Sie ist eine Systementscheidung.

China wurde nicht über Nacht stark. Es hörte zu, lernte, skalierte und synchronisierte – von Kopie zu Disruption. Entscheidend ist nicht, das Modell zu kopieren, sondern die Logik zu verstehen: Klare Entscheidungsarchitektur, Skalierungskompetenz, Kapitalgeduld und konsequentes Systemdenken. Die Frage lautet nicht, ob wir wie China werden wollen. Sondern ob wir selbst eine tragfähige Vision mit echter Umsetzungsarchitektur besitzen. Zukunft ist kein Projekt. Sie ist eine Systementscheidung.

Andy Baldauf ist Zukunftsagent und Wirkungsarchitekt. Er unterstützt Führungsteams dabei, Klarheit zu gewinnen, Entscheidungen zu treffen und Zukunft in Wirkung zu übersetzen – an der Schnittstelle von Mensch, System und Technologie. Als Co-Founder der SWISS.CHINA.TOUR baut er die Innovationsbrücke zwischen Europa und China. www.linkedin.com/in/andybaldauf

topsoft Webinare im Juni – kompakt und praxisnah

Im Juni bietet topsoft zwei Webinare zu aktuellen Digitalisierungsthemen. Ideal für alle, die ihre Prozesse modernisieren und fundierte Einblicke aus erster Hand erhalten möchten.

Ist das wirklich SaaS?

11. Juni 2026 10 – 11 Uhr Online

Welche Cloud-Option passt zu Ihrem Unternehmen? In unserem Webinar lernen Sie von Fachleuten der Informatics Solutions die Unterschiede zwischen Hosting und den verschiedenen SaaS Modellen kennen – kompakt und praxisnah.

Am Beispiel von Infor CloudSuite Industrial Enterprise erfahren Sie, wie moderne Cloud-Modelle mit regelmässigen Updates funktionieren und welche Vorteile sich daraus ergeben. Zudem erhalten Sie Einblicke in das intuitive Look & Feel sowie das integrierte Dokumentenmanagement mit direktem Zugriff auf interne und externe Inhalte – genau dort, wo sie gebraucht werden.

Jetzt kostenlos anmelden: tinyurl.com/ tsm-26-1-SaaS

Geschäftspost neu organisieren – digital, physisch oder kombiniert

16. Juni 2026 11 – 12 Uhr Online

Posteingang, Versand und Archivierung müssen heute nahtlos zusammenspielen. Seit dem 1. April 2026 gehört die digitale Briefzustellung offiziell zum Grundangebot der Schweizerischen Post – ein wichtiger Schritt für moderne Geschäftskommunikation.

Im kostenlosen topsoft Webinar in Zusammenarbeit mit ePost erfahren Sie, wie Sie Ihre Postprozesse effizient strukturieren, Dokumente sicher zustellen und für jede Situation den passenden Versandweg wählen. Ob digital, physisch oder kombiniert: Sie erhalten konkrete Einblicke, wie sich hybride Postlösungen sinnvoll in den Arbeitsalltag integrieren lassen.

Zur Anmeldung: tinyurl.com/ tsm-26-1-ePost

Webinar Replay Wie Schweizer KMU mit KI echte Potenziale entfesseln

KI ist überall – aber was bringt sie Schweizer KMU wirklich? Im Replay des Digital-Events von topsoft und redPoint erfahren Sie, wie Sie den Hype hinter sich lassen und Künstliche Intelligenz dort einsetzen, wo sie tatsächlich Wirkung zeigt: im Alltag, in Prozessen und in strategischen Entscheidungen.

Die digitale Transformation mit KI macht keine Pause. Gleichzeitig stehen viele Unternehmen vor denselben Fragen:

Welche Chancen bietet KI konkret? Wo lauern Risiken? Und wie gelingt der Einstieg, ohne sich in Buzzwords zu verlieren?

Im Digital-Event von topsoft und redPoint AG geben führende Expertinnen und Experten praxisnahe Antworten. In kurzen Impulsvorträgen und einer lebendigen Podiumsdiskussion unter der Leitung von Michi Bechen erhalten Sie Orientierung, Inspiration und konkrete Ideen für Ihr Unternehmen.

Das erwartet Sie im Replay

KI-Strategie für KMU: Raphael Zeder (HSLU) zeigt, wie Sie von der Vision zu echten Anwendungen kommen.

• Verantwortungsvolle KI:

Stephanie Gygax (AlgorithmWatch Schweiz) erklärt, worauf es bei Ethik und Regulierung ankommt.

• KI-Agenten & Automatisierung: Chris Beyeler (BEYONDER AG) präsentiert Quick Wins, die sofort Effizienz schaffen.

• KI im ERP: Carlos Bouzo (redPoint AG) gibt Einblicke, wie KI ERP-Systeme transformiert und neue Potenziale freilegt.

Für wen ist das Replay?

Für alle, die in Schweizer KMU Verantwortung tragen – von IT über Fachbereiche bis zur Geschäftsleitung. Wenn Sie wissen wollen, wie KI Ihr Business wirklich voranbringt, sollten Sie reinschauen.

Neugierig geworden?

Das komplette kostenlose Replay finden Sie über den Shortlink oder per Scan des QR-Codes. tinyurl.com/tsm-26-1-Replay

Auf zum Swiss Software Festival 2026!

Das erste Swiss Software Festival im Juni 2025 hat selbst die notorisch optimistischen Veranstalter von swiss made software positiv überrascht. Die Veranstaltung war bis zum letzten Klappsitz ausverkauft, die Tracks überbucht und die Stimmung ausgezeichnet. Es hat sich gezeigt, dass die Schweizer Software-Industrie einen Tag für den Austausch auf technischer wirtschaftlicher, aber auch politischer, wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Ebene braucht. Am 24. Juni 2026 geht wiederum bei Uptown Basel das zweite Swiss Software Festival über die Bühne.

Fokus 2026: KI und digitale Souveränität

Die beiden zentralen Themen des Festivals werden aktuell in der Software-Branche heiss diskutiert: Wie stellen wir heute und in Zukunft Software her? Oder anders gefragt: Was bedeutet der Siegeszug der Künstlichen Intelligenz für die Schweizer Software-Industrie? Auch das zweite Thema ist ebenso hochbrisant wie relevant. Kann (oder muss?) die Schweiz digital sou-

verän sein? Was bedeutet «digitale Souveränität» konkret für die verschiedenen Player aus Wirtschaft, Behörden, Wissenschaft und Gesellschaft?

Neben diesen zwei Themen, die wir in den Plenen mit hochkarätigen Referaten auf die Tagesordnung bringen, werden sich die Macherinnen der Software-Industrie in total acht thematischen Tracks en détail austauschen.

Auf dem Programm stehen

• Cybersecurity

• Platform Engineering & Software Architecture

• Artificial Intelligence

• Digital Experience

• Digital Sovereignty

Vertiefung, Austausch und Praxis

Die Besuchenden des Festivals dürfen sich zu dem auf die Tracks von Women in Tech Switzerland (Future of Work) und Swico

(Value Chain / Regulation) freuen. In den beiden Special Tracks gibt es einen Live Podcast sowie einen Workshop zum Thema «Data Fairness»

Das Swiss Software Festival wird von Swiss Made Software veranstaltet. sowie von Women in Tech Switzerland, von der Swiss Data Insights Association, dem Branchenverband Swico und BaselTech als Partner mitgetragen.

Weitere Informationen zum Programm sowie Tickets gibt es auf der Webseite des Festivals: www.swiss-software-festival.ch

Christoph Hugenschmidt ist Mitorganisator des Swiss Software Festivals.

Dieser Beitrag erscheint im Rahmen der Medienpartnerschaft zwischen topsoft und dem Swiss Software Festival.

Das Swiss Software Festival bietet auch 2026 eine Bühne für aktuelle Trends rund um KI und Software-Innovation. (Bild Swiss Software Festival)

Eine Plattform für ERP, Webshop und Kasse

Viele KMU arbeiten heute mit getrennten Lösungen für Buchhaltung, Auftragsverwaltung, Webshop und Kasse – mit entsprechendem Schnittstellenaufwand. Die neue Plattform Makaris von swissbrain setzt stattdessen auf eine gemeinsame Datenbasis und kombiniert ERP- , E- Commerce - , Webshop - und POS -Funktionen in einer integrierten Architektur. Die Lösung richtet sich an Dienstleister, Handwerksbetriebe und Händler ohne Produktionsplanung. Wachsenden Teams kommt das Lizenzmodell entgegen, das ohne Benutzerkosten auskommt.

Makaris wird vollständig in der Schweiz entwickelt und gehostet, gängige Zahlungssysteme wie TWINT, Apple Pay oder Kreditkarten sind angebunden. Für Treuhänder steht ein rollenbasierter Buchhaltungszugang bereit, der Debitoren und MWST automatisch verbucht. Mit dem Fokus auf Einfachheit und klaren Datenstrukturen positioniert sich Makaris als Alternative zu komplexen Systemlandschaften – besonders für KMU, die eine durchgängige, schlanke Lösung suchen.

QR-Code scannen und mehr erfahren

Industrielle KI für smartere Logistik

IFS erweitert seine Cloud-Plattform um IFS.ai Logistics, eine KI- gestützte Lösung für Unternehmen mit komplexen Transportnetzwerken. Diese verbindet Transportplanung, automatisierte Ausführung, Frachtaudit und Netzwerkoptimierung in einem geschlossenen Kreislauf. Ziel ist es, Logistikkosten transparenter zu machen und operative Entscheidungen direkt mit ihren finanziellen Auswirkungen zu verknüpfen. Die Lösung basiert auf der Technologie des übernommenen Unternehmens 7bridges und läuft nativ in IFS Cloud, ist aber auch mit Drittplattformen kompatibel.

Weiterlesen via QR-Code

Sichere

Kommunikation dank Secure - by- Design

Das Cybersecurity-Unternehmen BREVIT schützt Schweizer KMU vor Cyberangriffen und setzt dabei auf die Kommunikationsplattform Wildix. Ausschlaggebend war der Secure - by-Design-Ansatz: Wildix bietet eine einheitliche, browserbasierte Lösung für Telefonie, Chat und Kollaboration, reduziert lokale Angriffsflächen und integriert sich nahtlos in Microsoft 365. Für BREVIT zählt vor allem die Kombination aus Sicherheit, Stabilität und einfacher Nutzung. Die Plattform bewährt sich als Kommunikationslösung, die moderne Zusammenarbeit mit hohen Sicherheitsstandards verbindet.

Success Story lesen via QR-Code

Events

8. Mai 2026

SWONET Business & Network Day 2026 Campussaal Kultur + Kongresse, Windisch SWONET | www.businessandnetworkday.ch

20. Mai 2026

SCORE! & Digital Commerce Award 2026 StageOne, Zürich-Oerlikon Carpathia AG | www.score.swiss & www.digital-commerce-award.ch

28. Mai 2026

Swiss MarTech Summit 2026

ZHAW Campus, Winterthur ZHAW School of Management and Law | www.zhaw.ch

18. Juni 2026

GS1 Excellence Day 2026S StageOne, Zürich-Oerlikon GS1 Switzerland | exd.gs1.ch

24. Juni 2026

Swiss Software Festival 2026 uptownBasel, Arlesheim Swiss Made Software | www.swissmadesoftware.org

7. Juli 2026

Zürcher KMU Innovationstag 2026 Toni Campus ZHdK, Zürich Standortförderung Zürich | www.ahead-zh.ch

27. August 2026

KMU Fachforum 2026

Heuboden, Holzhäusern/Rotkreuz ZG topsoft & Digitalrat | www.kmu-fachforum.ch

Änderungen bleiben vorbehalten

Details und weitere Veranstaltungen: www.topsoft.ch/events

Redaktionsprogramm 2026

topsoft Fachmagazin 26-2 | 30. Juni 2026

Digital Briefing 2026

Themen-Cluster: Gesamtschau

Marktübersichten: Diverse Business Software für KMU

topsoft Fachmagazin 26-3 | 6. Oktober 2026

Systeme für E-Commerce & Digital Marketing

Themen-Cluster: Marketing, Verkauf & Service, Digital Commerce, PIM Marktübersichten: E-Commerce & PIM, Digital Marketing, CRM

topsoft Fachmagazin 26-4 | 2. Dezember 2026

Business Automation: IT-Lösungen für Prozesse & Finanzen

Themen-Cluster: Operations, Finanzen, Infrastruktur & Security

Marktübersichten: BPM, Workflow, Low Code, Buchhaltungssoftware

Leserservice

topsoft Fachmagazin abonnieren: www.topsoft.ch/abo | T + 41 41 467 34 20

topsoft aktuell-Newsletter abonnieren: www.topsoft.ch

Marktübersicht Business IT: www.topsoft.ch/search

Herausgeber

schmid + siegenthaler consulting gmbh

Willistattstrasse 23

6206 Neuenkirch www.topsoft.ch

T +41 41 467 34 20

Redaktion

Alain Zanolari redaktion@topsoft.ch

Cyrill Schmid c.schmid@topsoft.ch

Layout und Gestaltung

Konzeption: Andrea Krauer

Umsetzung: Brunner Medien

Anzeigenmarketing

Cyrill Schmid c.schmid@topsoft.ch

Bilder und Fotos

Titelbild topsoft/Firefly

Seite 9 Haufe X360

Seiten 19/20 Hafner/Henn

Seite 23 dynasoft AG

Seite 33 Opacc Software AG

Seite 35 Heike Bauer

Seite 41 Comarch AG

Seite 43 Urs Prantl

Seite 52 Samuel Letsch

Seiten 54/55 SSIS 2025

Seite 57 Karin Jaymes

Seiten 58/59 GS1 Switzerland

Seite 61 MarTech Lab

Seite 63 Andy Baldauf

Seite 65 Swiss Software Festival

Druck

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Arsenalstrasse 24

6010 Kriens

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Der Nachdruck von Artikeln ist nur mit ausdrücklicher Zustimmung der Redaktion und unter genauer Quellenangabe gestattet. Alle Beiträge – ob namentlich gekennzeichnet oder redaktionell verfasst – geben die Auffassung der jeweiligen Autorenschaft wieder und entsprechen nicht zwingend der Meinung der Redaktion.

Alle Urheberrechte an den in Fallstudien, Success Storys, Paid Contents und Advertorials beschriebenen Lösungen liegen beim jeweiligen Lösungsanbieter. Die Verantwortung für den Schutz allfälliger Urheberrechte Dritter liegt ebenfalls bei den Lösungsanbietern.

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