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06_Theaterzeitung_Mär_Apr_2026

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Theaterzeitung

MADAMA BUTTERFLY

Puccinis Meisterwerk erzählt den Clash zweier Kulturen mit packender Musik und großen Emotionen. Cristiana Oliveira verkörpert die Titelrolle der Cio-Cio-San. Ab 28.3. im Großen Haus.

UNSERE KOMMENDEN HIGHLIGHTS: MADAMA BUTTERFLY / DIE GERECHTEN / NEXT LEVEL VOL. 1 & VOL. 2 / SYMPHONIEKONZERTE / JAZZ IM HDM: JAZZ PIANO SOLO I & CUBAN FIRE!

MÄRZ / APRIL 2026

Sonderbeilage der Tiroler Tageszeitung

Vier Fragen an Stefan Späti Co-Direktor Tanz

Wenn man sich euer diesjähriges Tanzprogramm ansieht, dann fällt einem sofort die ungeheure Vielschichtigkeit auf – thematisch wie tänzerisch. Das ist vermutlich kein Zufall. Nein, im Gegenteil. Mein Kollege Marcel und ich legen den Fokus ganz bewusst auf unterschiedliche choreografische Handschriften und Stile. Unser Ensemble soll verschiedene Facetten von sich zeigen und das Publikum immer wieder neu überraschen. Das ist das Schöne am Theater: Es bleibt nie stehen, wir starten jedes Mal bei Null, bewegen uns in wenigen Wochen auf den Höhepunkt – die Premiere – zu und erfinden uns dabei immer wieder neu. Da hat alles Platz: vom Klassiker Schwanensee über das Format für junge Choreograf:innen Next Level Vol. 1 & 2 bis hin zu spartenübergreifenden Produktionen wie der Oper Don Quichotte, bei der das Tanzensemble ebenfalls mitwirken wird.

Ihr wagt euch zudem mit «Schwanensee» an einen echten Ballettklassiker. Wie nähert man sich so einem ikonischen Werk?

Man könnte sich dem Stoff von unzähligen Seiten nähern – Schwanensee wurde oft neu erfunden und in ganz unterschiedlichen Versionen auf die Bühnen dieser Welt gebracht. Wir haben uns jedoch entschieden, nah an der Vorlage zu bleiben und ein Märchen für die ganze Familie zu erzählen. Einige Charaktere und inhaltliche Wendungen haben wir dazu erfunden, um die Geschichte zeitgemäßer zu gestalten und für das Ensemble mehr solistische Einsätze zu schaffen. Aber die Struktur der Erzählung bleibt, wie auch die unglaublich emotionale und mitreißende Musik von Tschaikowski – einige Kürzungen inbegriffen, sonst würde der Abend über drei Stunden dauern.

Mit dem Tanzabend «Next Level» ermuntert ihr euer Ensemble erstmals dazu, sich auch choreografisch zu versuchen. Genauso ist auch dein Direktionskollege Marcel Leemann ins Choreografieren hineingewachsen. Du warst ja ebenfalls Tänzer, für dich war das nie eine Option? Nein, das war es tatsächlich nie. Ich habe in meiner tänzerischen Laufbahn in unzähligen solchen Abenden mitgetanzt. Es war stets abwechslungsreich und bereichernd. Aber ich hatte das nicht in mir – oder sagen wir es so: Es gab in meinem Kopf kein Schrittmaterial, das zwingend den Weg auf die Bühne gesucht hätte. Umso mehr erfüllt mich meine Tätigkeit hier als Dramaturg und Co-Direktor Tanz. Ich bin zusammen mit Marcel verantwortlich für das Programm, verbringe viel Zeit bei den Proben, bringe meine Gedanken und Ideen in die Prozesse ein und bin intensiv in die Entstehung unserer Produktionen involviert, ohne die Tanzschritte dazu gestalten zu müssen.

Tanzt du eigentlich noch – oder ist dieses Kapitel für dich gänzlich abgeschlossen?

Ich liebe es, bei den Proben oder im Zuschauerraum zu sitzen und im Geiste mitzutanzen. Das reicht mir absolut. Die körperlichen Strapazen, die halt auch dazu gehören, habe ich definitiv hinter mir gelassen.

FRAGEN Christine Frei PORTRÄT Bernhard Aichner

6. März 2026

der Tiroler Tageszeitung HERAUSGEBER, MEDIENINHABER UND FÜR DEN INHALT VERANTWORTLICH Tiroler Landestheater & Orchester GmbH Innsbruck, Rennweg 2, 6020 Innsbruck, T +43 512 52074, tiroler@landestheater.at, www.landestheater.at

REDAKTIONSLEITUNG

«Die Revolution, natürlich!»

Die erste Russische Revolution ist 1905 in vollem Gange. Camus schreibt ausgehend von dem realen Attentat auf den Großfürsten Sergej Alexandrowitsch Romanow das Theaterstück Die Gerechten. Ein Schauspiel über den moralischen Preis der Revolution und die Frage, ob Gerechtigkeit durch Gewalt entstehen kann.

TEXT Sonja Honold BILD Leon Arevalo

Abgekapselt von der Gesellschaft schmiedet eine Gruppe von Sozialrevolutionär:innen seit Wochen einen Plan für das Attentat auf den Großfürsten Sergej. Sie besorgen den Zündstoff für die Bombe und spionieren den Weg aus, den der Großfürst nimmt, um zum Theater zu gelangen. Zunächst scheint der Attentäter Iwan Kaljajew noch überzeugt, dass die Gruppe tötet, «um eine Welt zu errichten, in der niemand mehr töten wird! Wir nehmen es auf uns, Verbrecher zu sein, damit es endlich nur noch Unschuldige auf der Erde gibt.» Doch als er sich der Kutsche nähert und zwei Kinder in der Kutsche des Großfürsten sieht, sinkt sein Arm. Er kehrt verzweifelt zur Gruppe zurück, die nun über ihn richten soll. Ein heftiger Streit entbrennt darüber, wer im Namen der Revolu-

«Wir nehmen es auf uns, Verbrecher zu sein, damit es endlich nur noch Unschuldige auf der

Erde gibt.»

Kaljajew

tion getötet werden darf. Die Gruppe beschließt, die Tat zu verschieben. Beim zweiten Versuch gelingt sie – diesmal ohne Kinder in der Kutsche. Nach seiner Festnahme wird Kaljajews Gefängniszeit zum Albtraum: staatliche Todesurteile, Gewissensprüfung und die Begegnung mit der religiösen Witwe des Großfürsten. Er wird jener «Mensch in der Revolte» sein, nach dem Camus sein nächstes Essay benennt. Darin lässt er verlauten: «Kaljajew zweifelte bis zum Schluss, und dieser Zweifel hinderte ihn nicht zu handeln; darin ist er das reinste Abbild der Revolte.» Kaljajew ist am Ende bereit, für seine Tat mit dem eigenen Leben zu bezahlen. Im Gegensatz zu einigen seiner linken intellektuellen Zeitgenoss:innen ist Camus der Meinung, dass keine Zukunft es wert sei, «dass in der Gegenwart für sie gemordet wird». Ausgehend von den damaligen stalinistischen Schauprozessen in der Sowjetunion verteidigen Größen wie Sartre zur damaligen Zeit das Töten im Namen der Geschichte. Der Streit, der sich darüber – insbesondere anlässlich Camus’ Essay – mit JeanPaul Sartre entzündet, ist legendär: Zwei erwachsene Männer schreiben sich Briefe über 17, gar 22 (Zeitungs-)Seiten, in denen sie sich gegenseitig angreifen. Es ist ein Ringen um die Deutungshoheit über das menschliche Maß in einer gewaltvollen Welt. «Ein verschiedener Schlag Menschen. Der tötet einmal und bezahlt mit seinem Leben. Der andere rechtfertigt Tausende von Verbrechen und nimmt es hin, mit Ehrungen bezahlt zu werden», so Camus. In einem System zu leben, in dem Mächtige ohne Konsequenzen Schaden anrichten, ja Menschen opfern, während zugleich kein friedlicher Weg aus diesem Unrecht zu führen scheint – diese Problematik strahlt bis ins Heute. Auch jenseits des Atlantiks lassen sich erschreckend aktuelle Entsprechungen finden. So ist auch das 2024 verübte Attentat auf Brian Thompson ein erschütterndes Beispiel dafür, wie schnell sich politische Verzweiflung in Gewalt verwandeln kann.

MADAMA BUTTERFLY

Erfundene Ferne, reale Wunden – wie Geschichte in Puccinis Madama Butterfly zu Oper wurde.

Giacomo Puccinis Madama Butterfly ist weit mehr als ein exotisches Liebesdrama: Das tragische Schicksal der Geisha Cio-Cio-San wurzelt in den Machtverschiebungen der Öffnung Japans im 19. Jahrhundert und ist Ausdruck realer geopolitischer und gesellschaftlicher Konflikte zwischen Japan und dem Westen.

Über mehr als zweihundert Jahre erlebt Japan eine kulturelle Hochblüte in weitgehender Abschottung vom Westen. Doch 1853 segelt Commodore Matthew Perry von der US-Marine mit seinen vier «schwarzen Schiffen» – in Japan noch heute Symbol äußerer Bedrohung – und einem Brief von Präsident Fillmore an den Kaiser von Japan in die Bucht von Edo ein. Dieses Ereignis, oft als «Öffnung Japans» bezeichnet, läutete eine neue Ära des Handels und der diplomatischen Beziehungen mit dem Westen ein. Widerwillig stimmen die Japaner, sich der westlichen Militärmacht bewusst, 1854 dem Vertrag von Kanagawa zu. Dieser sieht den Schutz schiffbrüchiger Amerikaner vor und öffnet zwei Häfen für die Versorgung amerikanischer Schiffe. In diesen Vertragshäfen sind «temporäre Ehen» eine traurige Realität. Die tragische Geschichte

der Cio-Cio-San geht auf eine historische Begebenheit aus den frühen 1890er-Jahren in Nagasaki zurück: Im Haus des schottischen Händlers Thomas B. Glover soll eine Geisha mit ihrem unehelichen Sohn gelebt haben, der – nachdem seine Mutter spurlos verschwand – von Glover adoptiert wurde.

MADAMA BUTTERFLY Tragedia giapponese in drei Akten von Giacomo Puccini

Musikalische Leitung Enrico Calesso, Matthew Toogood, Regie Jasmina Hadžiahmetović, Bühne Susanne Gschwender, Kostüme Katia Bottegal, Dramaturgie Diana Merkel, Johanna Wildling Tiroler Symphonieorchester Innsbruck, Chor des Tiroler Landestheaters, Extrachor des Tiroler Landestheaters

PREMIERE 28.3.26 19.00 UHR GROSSES HAUS

MATINEE 15.3.26 11.00 UHR FOYER GROSSES HAUS EINTRITT FREI, ZÄHLKARTEN ERFORDERLICH

Von diesem historischen Fall berichtet dem amerikanischen Schriftsteller John Luther Long seine in Nagasaki lebenden Schwester Sara Jane Correll. Long verarbeitet die Geschichte in einer Novelle, die 1898 im Century Magazine erscheint. Der Theaterautor David Belasco wandelt Longs Novelle schließlich in ein Broadwaystück um – mit einer entscheidenden Änderung: dem tragischen Ausgang der Geschichte. Puccini sieht das Stück 1900 bei einem Gastspiel in London und ist – obwohl er kaum Englisch versteht – tief berührt. Zurück in Italien teilt er dem Verleger Giulio Ricordi sofort seine Absicht mit, eine Oper zu Madame Butterfly zu schreiben, und beginnt sich intensiv mit dem fernöstlichen Ambiente auseinanderzusetzen. Er besorgt sich Bücher über Bräuche und religiöse Zeremonien, beschäftigt sich mit japanischer Architektur und studiert Sammlun-

gen mit japanischer Musik. In der Partitur vereint Puccini eine imaginierte Klangwelt Japans mit Zitaten aus traditioneller japanischer Musik. Er bemüht sich um eine möglichst authentische musikalische Atmosphäre, indem er Melodien aus Publikationen mit Transkriptionen japanischer Lieder studiert und kopiert – so erklingt bei der Hochzeit zwischen Pinkerton und Cio-Cio-San die japanischen Nationalhymne. Zugleich entwirft Puccini ein imaginäres Klangbild Japans – etwa durch pentatonische und Ganztonleitern –, das von westlichen Vorstellungen eines weit gefassten, exotischen Bildes des Ostens geprägt ist. Auf diese Weise wird Madama Butterfly zu einem Werk, das den historischen Konflikt zwischen Ost und West hörbar macht und zugleich kulturelle Neugier, koloniale Machtverhältnisse sowie persönliche Tragödien untrennbar miteinander vereint. Puccinis Musik verleiht diesem Spannungsfeld emotionale Tiefe und verwandelt es in eine zeitlose Tragödie.

Grausame Schönheit

DIE GERECHTEN

Schauspiel von Albert Camus

Regie & Video Anne Mulleners, Bühne Vibeke Andersen, Kostüme Chani Lehmann, Musik Lukas Bamesreiter, Dramaturgie Sonja Honold

PREMIERE 14.3.26 19.30 UHR

KAMMERSPIELE

Camus’ Stück fordert uns heraus, genau in dem Spannungsfeld zwischen moralischem Anspruch, politischem Zwang und menschlicher Verantwortung Stellung zu beziehen.

Enrico Calesso Ich fand, das war gerade eine sehr schöne Konzeptionsprobe. Mir gefällt das Regiekonzept sehr, weil Japan und Amerika als kulturelle Gegensätze zwar präsent sind, wir die Geschichte aber nicht geografisch begrenzt, sondern universell erzählen. Und ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit dir. Ich glaube, gerade bei diesem Stück ist eine weibliche Perspektive unglaublich wichtig.

Jasmina Hadžiahmetović Das kann ich nur zurückgeben. Was mich bei diesem Werk stark

THEATERLABOR

Dieser Workshop lädt dazu ein, sich kreativ und spielerisch mit der Musiktheater-Form «Oper» auseinanderzusetzen. Welche Stationen durchläuft der Probenprozess von Madama Butterfly? Wie gelangen wir vom Regiekonzept zur Bühnenproduktion? Wie kann ich mir Rollenarbeit vorstellen? Die Regieassistentin Valerie Kuzinski lässt hinter die Kulissen blicken. Oper zum Anfassen und Reinschlüpfen.

6.6.26 10.00 UHR TREFFPUNKT BÜHNENEINGANG

Regisseurin Jasmina Hadžiahmetović und Dirigent Enrico Calesso zum Probenstart von Madama Butterfly.

beschäftigt, ist, dass ich fast Hemmungen habe, die Themen laut auszusprechen. Es beschämt mich, dass wir als westliche Welt noch immer in Strukturen leben, die auch schon vor über hundert Jahren verhandelt wurden. Die Welt ist zusammengerückt, wir begegnen uns ständig, aber nicht immer auf Augenhöhe.

Enrico Ja, und genau das sieht man bei Pinkerton. Er ist nicht reflektiert genug, um zu erkennen, dass es Menschengruppen gibt, die selbstverständlich durch die Welt gehen und sich nehmen können, was sie wollen. In diesem Stück ist das alles zugespitzt. Es geht um das Leben einer Frau, CioCio-San. Sie geht zugrunde, und am Ende bleibt das Kind.

Jasmina Am Anfang ist es für alle ein Spiel – die Hochzeit, der Vertrag. Aber Cio-Cio-San hat längst andere Erwartungen. Vielleicht bricht sie damit innerlich den Vertrag der Ehe auf Zeit. Vielleicht ist das aber auch ihr einziger Ausweg. Und

genau das macht es so grausam: Als Frau kann sie gesellschaftliche Zwängen nur entkommen, indem sie in einen anderen Käfig geht. Diese Dynamik gibt es bis heute.

Enrico Ja, es ist alles so grausam und so real. Und dann kommt Puccinis Musik dazu. Diese verführerische, manipulative Schönheit, die unter die Haut geht. Man könnte fast daran scheitern. Denn wenn man nur die Schönheit der Musik ausstellt, wird es ober-

flächlich. Puccini nimmt aber jede Figur menschlich ernst, ohne Moral. Das Publikum muss mit Pinkerton mitfühlen, mit Butterfly, sogar mit Kate. So entsteht Verständnis.

Jasmina Ich sage den Sänger:innen immer: Das Publikum versteht vielleicht nicht jedes Wort, aber immer die emotionale Wahrheit. Wenn man sich in einzelne schöne Stellen verliebt, verliert man den Zusammenhang. Ich hoffe, dass ich am Ende der Produk-

«Es geht immer um die emotionale Wahrheit.»

Jasmina Hadžiahmetović Regisseurin

tion mit anderen Erkenntnissen herausgehe, als ich hineingegangen bin. Und dass dieser Effekt auch für das Publikum eintritt, dass es neben großartiger Musik auch eine Überraschung erlebt, etwas, das sie so noch nicht gesehen haben.

Enrico Ich wünsche mir, dass Musik und Geschichte das Publikum unmittelbar erreichen. Es ist ein großartiges Kaleidoskop menschlicher Gefühle, Triebe, Gedanken, Weltanschauungen.

TITELGESCHICHTE
Zwischen Gewissen und Gewalt steht die Gruppe der Revolutionär:innen in «Die Gerechten» (mit Daniela Bjelobradić, Patrick Ljuboja, Tommy Fischnaller-Wachtler, Christoph Kail und Stefan Riedl).
TEXT Johanna Wildling BILD Leon
Regisseurin Jasmina Hadžiahmetović und Dirigent Enrico Calesso
Cristiana Oliveira als Cio-Cio-San

Next Level Vol. 1 & Vol. 2

Next Level Vol. 1 & Vol. 2 sind zwei verschiedene Tanzabende mit je fünf Stücken, die alle von Mitgliedern des Tanzensembles choreografiert werden. Nachfolgend geben sie kurze inhaltliche Einblicke in ihre Kreationen.

TEXT Choreograf:innen

When the Heart Starts to Whisper (Choreografie: Sarah Merler) When the Heart Starts to Whisper ist ein Blick in unser inneres Archiv aus Begegnungen, Erinnerungen und ungesagten Worten. Ein Ausdruck dessen, was wir nicht greifen, aber spüren. Das Stück lädt ein, wahrzunehmen, was wir in uns tragen, ohne es benennen zu müssen –eine Suche nach Bewegung, die entsteht, wenn das Außen verstummt.

Stomach of the Wound (Choreografie: Melissa Totaro) «Tränen heilen nicht, sie verstärken nur den Schmerz. Wie Salz in der Wunde.»

In schweren Zeiten reagiert mein Körper, besonders mein Magen, auf meine Emotionen. Wenn ich für dieses Stück Schritte, Konzepte oder Emotionen mit meinen Tänzer:innen teile, wird mir bewusst, dass Akzeptanz und Heilung die Seele befreien können.

3 Stories

(Choreografie: Yi Yu)

Story 1 – Mutter: «Der Mutter Herz ist immer bei den Kindern.» Doch was, wenn sie zuerst geht? Story 2 – Vater: Keine Umarmungen, keine großen Worte. Die Hände in den Taschen, der Blick auf den Boden gerichtet. Und doch weiß ich: Er liebt mich. Story  3 – Kinder: «Bin ich das perfekte Kind – oder habe ich euch enttäuscht?» What am I doing here?

(Choreografie: Eskil Dorrepaal) Mein Stück ist eine Verbindung aus Tanz und Schauspiel mit Texten von Julia Costa. Humorvoll erzählt das Stück vom Angestellten Cosmas und seinem zwischen Absurdität und Monotonie schwankenden Büroalltag.

SCHWANENSEE

Unser Tanzensemble und das Tiroler Symphonieorchester Innsbruck lassen das Märchen vom Kampf der Liebe gegen dunkle Mächte mit Tschaikowskis zauberhafter Musik zu einem packenden Erlebnis für die ganze Familie werden.

Bardo 49

(Choreografie: Mingfu Guo)

Wir sind nur Gäste auf dieser Welt. Im Vajrayana-Buddhismus beschreibt das Konzept der Bardos Übergangszustände zwischen Geburt, Tod und Wiedergeburt. Die Phase zwischen Tod und Wiedergeburt dauert 49 Tage und umfasst drei Stadien.

Secret Garden

(Choreografie: Olivia Swintek)

Secret Garden legt den Fokus auf unsere innere und äußere Welt sowie den Raum dazwischen. Ich glaube, dass alle Lebewesen einen Ort in ihrem Inneren haben, der von der Welt unberührt ist. In meinem Stück erforsche ich, wie wir diese verborgene Kraft trotz äußerer Herausforderungen erkennen und würdigen können.

Waldeinsamkeit

(Choreografie: MingXuan-Vincent Gao)

Am Anfang meines Stücks steht eine Begegnung, die der Körper vor dem Verstand erkennt. Aus Instinkt entsteht Bewegung. Von Isolation entwickeln sich die Tänzer:innen hin zu Wiedererwachen und gemeinsamer Befreiung – zu Rhythmus, Atem und präsenter Freude.

I Can’t Stand to See You Cry

(Choreografie: Fanklin Jones da Silva Santos)

Ein Zittern in der Luft. Dein Schweigen berührt meine Haut, bevor deine Tränen den Boden berühren. Ich rege mich, ohne mich zu bewegen. Deine Verletzung wird zu einem Puls in mir. Nicht meiner. Nicht deiner. Im Raum zwischen uns lauscht etwas, übersetzt, verrät. Und plötzlich gibt es keine Grenze mehr, nur noch einen Körper, der in einem anderen widerhallt.

Fight Dog

(Choreografie: Elizabeth Shupe)

Seine Qual machte ihn zum Kampfhund. Vorsicht, Junge ... Beißt er die Hand, die ihn füttert? Schließlich ist er ein Kampfhund – gezüchtet, mit geschärften Krallen und abgeschnittenen Ohren. Komm näher, wenn du dich traust ... Beißt er auch dann, wenn du es erwartest? Und beißt er nicht, wenn er Schläge erwartet? Und so wirst du gebissen werden, und er wird geschlagen werden, und alles wird bleiben, wie es immer war.

Drink me I’m bleeding

(Choreografie: Giorgos Mitas)

Dies ist keine Geschichte, sondern eine Erinnerung, die zurückkehren will. / Trink mich. Ich blute. / Die Angst bewegt sich hier leise, fast elegant – es könnte wie ein Tanz aussehen.

NEXT LEVEL VOL. 1 & VOL. 2 Choreografien von Mitgliedern des Tanzensembles

Bühne & Kostüme Monika Lechner, Tanzensemble des Tiroler Landestheaters, Dramaturgie Stefan Späti

PREMIERE VOL. 1 18.4.26 19.30 UHR

PREMIERE VOL. 2 22.4.26 20.00 UHR  KAMMERSPIELE

MATINEE 12.4.26 11.00 UHR  KAMMERSPIELE EINTRITT FREI, ZÄHLKARTEN ERFORDERLICH

SCHWANENSEE

Tanzstück mit Musik von Pjotr I. Tschaikowski Musikalische Leitung Gerrit Prießnitz, Choreografie Marcel Leemann, Tanzensemble des Tiroler Landestheaters, Bühne & Video Ayşe Gülsüm Özel, Kostüme Catherine Voeffray, Dramaturgie Stefan Späti Tiroler Symphonieorchester Innsbruck

PREMIERE 7.3.26 19.00 UHR GROSSES HAUS

STÜCKENTWICKLUNG

CHICO, CHICA, CHICK?

Auch nach Ostern dreht sich im [K2] alles um Hühner, Hähne und natürlich auch Eier! Keine Sorge, es sind keine philosophischen oder evolutionsbiologischen Diskurse oder Debatten geplant! Ob das Huhn oder das Ei zuerst war, soll hier niemanden plagen. Hühner bzw. Hähne schlüpfen aktuell aus Eiern – diese Tatsache ist als weitgehend gesichert anzusehen; und nach ein paar Wochen erkennt auch das ungeschulte Auge, ob es sich bei so einem Küken um einen Hahn oder eine Henne handelt. Aber spielt das denn überhaupt eine Rolle? Nehmen wir mal an, ein Küken bricht durch die Schale: voller Tatendrang, mutig, wissbegierig, abenteuerlustig! Klar, ein Hahn. Ein kleiner Hahn, der sich bald durchsetzen, bald seinen Platz beweisen wird. Sowas fängt ja schon früh an, meist in der Familie. Dieser kleine Hahn, mit Namen Chick (noch!, denn wenn Chick mal groß ist, also ein prächtiger, stolzer Hahn sein wird, soll man ihn «Bosshahn» nennen), Chick also muss sich erst mal unter seinen Geschwistern behaupten! Ein Küken schlüpft eben selten allein … Bevor es nun daran geht, sich an die Spitze der Hackordnung zu katapultieren und die schreckhaften Hennen vor Gefahren wie dem Fuchs zu bewahren, muss Chick sich gegen seine beiden Schwestern durchsetzen! Das Los eines Sandwich-Kükens scheint dem

Ausgehend vom Bilderbuch CHICK von Sebastian Meschenmoser entwickelt Laura Nöbauer gemeinsam mit ihrem Team ein performatives Stück, das klassische Rollen in (nicht nur) tierischen Familien humorvoll hinterfragt.

TEXT Uschi Oberleiter

MALEN NACH ZAHLEN

Küken, Hahn oder Henne? Wer versteckt sich hier? Male die Elemente entsprechend der Zahlen an.

Wie funktioniert’s?

Sie schicken uns ein Mail mit Ihrer Wunschvorstellung und wir organisieren eine Freikarte und theaterbegeisterte Begleitung. Diana und Daniel haben sich bei ihrem Blind Date vor Kurzem Heldenplatz angeschaut. Hier also ein Rückblick.

TEXT Johanna Wildling BILD privat

Diana, 29, Lehrerin, trifft Daniel, 28, Business Developer

hast du dir von dem Abend erwartet?

Ich hatte keine großen Erwartungen

CHICK

Ab 4 Jahren

Regie & Stückentwicklung Laura Nöbauer, Text Uschi Oberleiter, Bühne & Kostüme Eleni Palles, Choreografie Stefanie Sommer, Musik Melanie Künz, Dramaturgische Begleitung Sonja Honold, Künstlerische Begleitung & Clown Mentoring Verena Simeoni, Stückentwicklung & Spiel Max Gnant, Charlie Rackwitz, Nora Winkler

PREMIERE 11.4.26 10.30 UHR [K2]

RUHE, BITTE!

der menschlichen Pendants durchaus sehr ähnlich zu sein! Immer kommt Chick ein kleines bisschen zu kurz – doch als Hahn wird sich das Schicksal zum Besseren wenden, da wird er alle Aufmerksamkeit bekommen. Na, wenn das mal nicht schief geht! Als Inspiration für diese performative Stückentwicklung diente das gleichnamige Bilderbuch von Sebastian Meschenmoser. Gemeinsam mit seiner Frau zog der Autor und Illustrator sechs kleine Küken in den eigenen vier Wänden auf und war derart hingerissen von den bauschigen Geschöpfen, dass er sie stundenlang beobachtete und zeichnete. Wie schon bei Rotz und Wasser und Geh weg, Herr Berg wird auch Chick mit vielen charmanten Songs mit Ohrwurmcharakter (Komposition: Melanie Künz) für die Bühne übertragen.

Ab 27.4.26 startet die diesjährige mobile Produktion des Jungen Theaters ihre Tournee: Mit dem Klassenzimmerstück Ruhe, bitte! (ab 10 Jahren) bringt das TLT Theater in die Schulen – von Reutte bis nach Osttirol!

Terminbuchung: mobilestheater@landestheater.at Regie & Stückentwicklung Simon Windisch, Ausstattung Josef Grill Junior, Dramaturgie Johanna Wildling, Mit Mareike Kremsner

waren deine ersten Eindrücke? Angenehm entspannt. Es war sofort klar, dass der Abend nicht peinlich wird – eher spannend.

Worüber habt ihr in der Pause oder nachher gesprochen?

Über das Stück natürlich, aber auch darüber, wie seltsam und schön so ein Blind Date im Theater ist.

Was war der seltsamste Moment? Zu merken, dass man jemanden kaum kennt, aber trotzdem die gleichen Eindrücke von denselben Szenen hat.

Zappelphilipp oder Quasseltante?

Eine gute Mischung – aufmerksam, aber nicht langweilig.

Würdest du wieder mit Daniel ins Theater gehen?

Ja, definitiv. Theater macht zu zweit einfach mehr Spaß.

Was war die gefühlte Zeit und was die wirkliche Zeit des Abends? Gefühlt viel zu kurz – tatsächlich genau richtig.

Was ist bei dir hängengeblieben?

Die Atmosphäre – und das Gefühl, dass ein Abend auch ohne große Erwartungen besonders sein kann.

Daniel

Was hast du dir von dem Abend erwartet?

Eine gute Mischung aus Neugier und kulturellem Tiefgang.

Wie waren deine ersten Eindrücke? Diana war mir sofort sympathisch, was die erste Nervosität schnell gelöst hat.

Worüber habt ihr in der Pause oder nachher gesprochen?

Über die Wucht der Sprache und wie zeitlos die politische Kritik des Theaterstücks eigentlich ist.

Was war der seltsamste Moment?

Ein gemeinsames Foto zu machen, noch bevor man sich richtig kannte.

Zappelphilipp oder Quasseltante?

Zuerst Zappelphilipp, danach beim Glas Wein definitiv Quasseltante.

Würdest du wieder mit Diana ins Theater gehen?

Auf jeden Fall, die Gesprächsbasis hat einfach gestimmt.

Was war die gefühlte Zeit und was die wirkliche Zeit des Abends?

Gefühlt nur eine Stunde, tatsächlich drei.

Was ist bei dir hängengeblieben?

Die intensive Atmosphäre zum Schluss, und dass ein Blind Date der perfekte Eisbrecher ist.

Anmeldungen für unser Blind Date bitte an j.wildling@landestheater.at

MOBILES THEATER
Olivia Swintek (Prinzessin Nord), Iliano Tomasetto (Prinz Siegfried), Antonietta Bajraktari (Odile)
Catarina Abreu (Odette)
Spyros Zikos & Antonio Tafuni (Doppelter Rotbart), Iliano Tomasetto (Prinz Siegfried)

KLASSISCH UND EXOTISCH

Im

und

Der Schweizer Dirigent Mario Venzago stürzt sich zu Beginn des 5. Symphoniekonzerts in die Wogen von Felix Mendelssohn Bartholdys Meeresstille und glückliche Fahrt. Von Goethes gleichnamigem Gedichtpaar angeregt, hatte Mendelssohn Bartholdy das Meer kurz zuvor mit eigenen Augen gesehen: 1829 unternahm er eine Reise durch

Schottland und Wales, wo ihm auch erste Ideen zur Reformationssinfonie einfielen. Die Sinfonie zur Feier der Kirchenrevolution greift im Finale den Luther-Choral «Ein feste Burg» auf und wurde zu einer Art musikalischem Glaubensbekenntnis. In die festlichen Trompetenklänge zum Schluss der Ouvertüre und im Finale der Sinfonie reiht sich Joseph Haydns Trompetenkonzert in EsDur ein. Eigens für die einst neuartige Erfindung der Klappentrompete geschrieben, entwickelte sich das Werk zu einem der wichtigsten Standardwerke seiner Gattung. Für sein Album Standards mit Trompetenkonzerten von Haydn und anderen wurde der ehemalige ECHO Rising Star und Solist Simon Höfele mit dem OPUS KLASSIK ausgezeichnet.

«Prächtige orientalisch angehauchte Melodien und mitreißende Rhythmen.»

Der Franzose Adrien Perruchon ist bereits zum zweiten Mal beim TSOI zu Gast und begibt sich im 6. Symphoniekonzert gemeinsam mit den Musiker:innen in die schillernde Welt von Nikolai Rimski-Korsakows Scheherazade. Mit einer enorm farbenreichen Orchestrierung, prächtigen orientalisch angehauchten Melodien und mitreißenden Rhythmen schuf der Komponist ein faszinierendes und fantasievolles Orchesterwerk.

Kuba, Kuba, Kuba!

In zwei außergewöhnlichen Konzerten präsentiert das Haus der Musik Innsbruck ein lebendiges Bild kubanischer Musikkultur: persönlich, virtuos und kraftvoll. Der Weltstar Gonzalo Rubalcaba ist erstmals zu Gast in Innsbruck!

TEXT Wolfgang Laubichler

Mit Gonzalo Rubalcaba und Stan Kentons legendärem Cuban Fire! widmet sich das Haus der Musik Innsbruck zwei sehr unterschiedlichen, doch eng miteinander verbundenen Ausdrucksformen afro -kubanischer Musik. Der vielfach Grammy-prämierte Pianist Gonzalo Rubalcaba, von Sir Simon Rattle als «der begabteste Pianist des Planeten» bezeichnet, verkörpert jene Verbindung aus technischer Brillanz,

6. SYMPHONIEKONZERT

Tausendundeine Nacht

Mélanie Bonis

Ophélie & Salomé aus Trois Femmes de légende Pablo de Sarasate Carmen-Fantasie op. 25 & Zigeunerweisen op. 20 Nikolai Rimski-Korsakow Scheherazade Sinfonische Suite nach Tausendundeine Nacht op. 35 Violine Guido Sant̓Anna Dirigent Adrien Perruchon

9. & 10.4.26 20.00 UHR CONGRESS INNSBRUCK, SAAL TIROL

KONZERTEINFÜHRUNG JEWEILS UM 19.15 UHR IM KRISTALL FOYER

Daran knüpfen Mélanie Bonis̓ impressionistische, von Orientalismen geprägte Stücke an, die sie legendären Frauen wie Salome und Ophelia widmete. Die Schülerin des berühmten französischen Komponisten César Franck studierte zusammen mit Claude Debussy am Pariser Konservatorium und zählte in der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg zu den angesehensten Komponistinnen Frankreichs. Zu einer weiteren berühmten Frauenfigur der Opernliteratur führt Pablo de Sarasates feurig-virtuose Carmen-Fantasie für Solovioline und Orchester. Als Solist ist der junge Brasilianer Guido Sant’Anna zu erleben, der mit seinem reifen Spiel und Charisma die Konzertwelt begeistert.

rhythmischer Tiefe und poetischer Freiheit, die den modernen kubanischen Jazz prägt. Sein Solo-Abend verspricht intime Virtuosität: Ein Klangkosmos, in dem Rubalcaba nahtlos zwischen klassischer Disziplin, improvisatorischem Wagemut und der reichen musikalischen Tradition seiner Heimat wechselt.

Eine Woche später steht Kubas orchestrale Energie im Mittelpunkt: Das HDM Contemporary Jazz Orchestra widmet sich Stan Kentons monumentalem Album Cuban Fire! (1956), einer der bedeutendsten Big-Band-Produktionen mit afro-kubanischem Fundament. Die wuchtigen Arrangements, die präzise verzahnte Rhythmik und die orchestrale Fülle stellen höchste Anforderungen und eröffnen zugleich ein musikalisches Panorama voller Dynamik, Farbe und Kontraste. Ergänzt wird der Abend durch ein tanzbares, lebensfrohes Set mit der kubanischen Sängerin Milagros Piñera, das den Abend von der orchestralen Opulenz hin zu unmittelbarer Körperlichkeit führt.

BRECHEN WIR AUS!

Die musikalisch-szenische Lesung über die unglaubliche Überlebensgeschichte der polnischen Jüdin Leokadia Justman feierte am 19.2. ihre eindrückliche Premiere. Ihr Text ist das erste literarische Zeugnis einer Holocaust-Überlebenden in Innsbruck.

TEXT Elisabeth Schack BILD Victor Klein

BRECHEN WIR AUS! Das Justman-Projekt

Konzeption Hannah Crepaz, Elisabeth Schack, Dramaturgie & Textfassung Elisabeth Schack, Musik, Komposition & Musikalische Leitung Timna Brauer, Mit Kristoffer Nowak, Marion Reiser, Musiker:innen Christina Basili, Timna Brauer, Jasmin Meiri-Brauer, Jannis Raptis

Kooperation Universität Innsbruck und musik+

22.3.26 19.30 UHR KAMMERSPIELE

kraftvoll und gleichzeitig feinfühlig begleiten

Jannis Raptis das Geschehen.

Charismatisch und bewegend bringt Timna Brauer Leokadias Geschichte auf die Bühne. Besonders unter die Haut gehen ihre Interpretationen von «Hava nagila, Hevenu shalom» oder «Mir leben eijbig».

Von Timna Brauers Liedern musikalisch bewegt und ergriffen von den unglaublichen Texten Leokadias, entsteht eine dichte Atmosphäre, die das Publikum 90 Minuten den Atem anhalten

lässt. Dem Warschauer Ghetto entflohen, gelangte Leokadia undercover nach Innsbruck, wurde verraten und entkam bei einem spektakulären Ausbruch aus dem Innsbrucker Polizeigefängnis

– mit Helfer:innen vor Ort, die ihr Leben aufs Spiel setzten. Eine ungemein wichtige feministische Stimme jener Zeit, die erst jetzt endlich einer breiteren Öffentlichkeit bekannt wird!

FRAGEN AN ...

TIMNA BRAUER

Timna Brauer und ihre Musiker:innen widmen sich in der szenisch-musikalischen Lesung Brechen wir aus! Das Justman-Projekt am 22.3. der unglaublichen Überlebensgeschichte der polnischen Jüdin Leokadia Justman. In Kooperation mit der Universität Innsbruck und musik+ verantwortet Timna Brauer das musikalische Konzept und die Komposition.

Wen möchtest du einmal bei dir zum Essen einladen?

Jesus Christus, weil er mein Verwandter ist und eine ganz besondere Persönlichkeit.

Hast du ein geheimes Talent? Habe ich nicht, denn ich habe das Glück, dass ich meine Talente ausleben kann.

Welcher Song ist der Soundtrack deines Lebens?

Ein hebräisches Wiegenlied, das ich von meiner Mutter gehört habe. Das prägt fürs Leben.

Wie erklärst du einem Außerirdischen deine Arbeit am Theater / im Orchester?

Es gibt Dinge im Leben, die man machen muss und Dinge im Leben, die Freude machen. Das, was ich auf der Bühne mache, ist das, was ich will und was mir wirklich Freude macht.

Wie kann man dich beeindrucken? Wenn Herz und Hirn zusammenwirken.

Dein Job als Filmtitel? Musique mon amour

Die Probe ist aus und du …?

Ich gehe in die Sonne, weil es hier in Tirol viel mehr Licht gibt als im nebligen Grau von Wien.

KRISTOFFER NOWAK

TLT-Ensemblemitglied Kristoffer Nowak rezitiert in der szenisch-musikalischen Lesung Brechen wir aus! Das JustmanProjekt am 22.3. gemeinsam mit Marion Reiser die literarischen Texte von Leokadia Justman. Bereits 1945 in Innsbruck schrieb Leokadia ihre Erinnerungen auf Polnisch nieder, erst im Jänner 2025 erschien «Brechen wir aus!» auf Deutsch.

Wen

Hast

Das

Welcher Song ist der Soundtrack deines Lebens?

«Anyone With a Heart» von Iiro Rantala.

Wie erklärst du einem Außerirdischen deine Arbeit am Theater?

Wir, die Spieler:innen, und die Menschen im Publikum schenken uns gegenseitig unsere Zeit, um miteinander darüber nachzudenken, was uns als Menschen ausmacht.

Wie kann man dich beeindrucken?

Mit Kreativität. Sowohl im Erschaffen von etwas als auch im Lösen von Problemen.

Dein Job als Filmtitel?

«Everything Everywhere All at Once»

Die Probe ist aus und du …?

Ich packe mir ein gutes Jazz-Album auf meine Kopfhörer und genieße die Abendluft.

Guido Sant̓Anna © Clara Evens
Simon Höfele © Marco Borggreve
Musikalisch
Jasmin Meiri-Brauer (re.), Cristina Basili und
Die beiden Ensemblemitglieder Marion Reiser und Kristoffer Nowak leihen nicht nur Leokadia Justman, ihren Eltern und ihrer Freundin Marysia, sondern auch den mutigen Helfer:innen, die bei Yad Vashem in Israel als Gerechte unter den Völkern anerkannt wurden, eindrucksvoll ihre Stimmen.

PROGRAMM

MÄRZ

Fr 6. HELDENPLATZ

SCHAUSPIEL / Schauspiel von Thomas Bernhard

19.30 – 22.10 Uhr / Großes Haus /  Preis ab € 19

Sa 7. BLIND DATE 2

KONZERT & ZUGABE / Das Überraschungskonzert für Neugierige

16.30 Uhr / HDM Innsbruck, Kleiner Saal  / Eintritt frei**

SCHWANENSEE PREMIERE

TANZ / Tanzstück mit Musik von Pjotr I. Tschaikowski

19.00 Uhr / Großes Haus / Abo P & Pplus / Preis ab € 22

SEIN ODER NICHTSEIN*

SCHAUSPIEL / Komödie von Nick Whitby nach dem Film von Ernst Lubitsch Drehbuch Edwin Justus Mayer und Melchior Lengyel

19.30 – 21.20 Uhr / Kammerspiele / Abo FAM3 / Preis € 30 So 8. DIE FLEDERMAUS

MUSIKTHEATER / Operette von Johann Strauss, Libretto von Richard Genée mit einem Frosch-Monolog von Xaver Schumacher

19.00 – 22.10 Uhr / Großes Haus /  Preis ab € 21 Mi 11. CONTAKT – ALTE MUSIK IM GESPRÄCH

19.00 – 21.00 Uhr / HDM Innsbruck, Kleiner Saal  / Preis € 8

IDOMENEO

MUSIKTHEATER / Dramma per musica in drei Akten von Wolfgang Amadeus Mozart

19.30 – 22.20 Uhr / Großes Haus / Abo C / Preis ab € 20

Do 12. SCHWANENSEE

19.30 Uhr / Großes Haus / Abo D / Preis ab € 21 KLAVIER & CO: BACHS TASTENUNIVERSUM KONZERT / Das Gesamtwerk für Lautenclavier 19.30 Uhr / HDM Innsbruck, Großer Saal/ Preis ab € 20

Fr 13. SCHWANENSEE

19.30 Uhr / Großes Haus / Abo M / Preis ab € 21

Sa 14. DIE GERECHTEN PREMIERE SCHAUSPIEL/ Schauspiel von Albert Camus

19.30 Uhr / Kammerspiele / Abo PK / Preis € 30 mit öffentlicher Premierenfeier

So 15. MATINEE

Einführung zu Madama Butterfly

11.00 Uhr / Pausenfoyer Großes Haus / Eintritt frei** 3. SONNTAGSMATINEE

11.00 – 12.15 Uhr / HDM Innsbruck, Großer Saal / Preis € 8 IDOMENEO

19.00 – 21.50 Uhr / Großes Haus / Abo LA3 / Preis ab € 20

Mi 18. JAZZ IM HDM: JAZZ PIANO SOLO I KONZERT / Gonzalo Rubalcaba, Klavier 19.30 Uhr / HDM Innsbruck, Großer Saal/  Abo HDMJ / Preis ab € 20

DIE GERECHTEN

20.00 Uhr / Kammerspiele / Abo C2 / Preis € 30

Do 19. HELDENPLATZ

19.30 – 22.10 Uhr / Großes Haus / Abo FAM  / Preis ab € 19

5. SYMPHONIEKONZERT – EIN FESTE BURG KONZERT / Werke von F. M. Bartholdy & J. Haydn 20.00 Uhr / Congress Innsbruck, Saal Tirol /  Abo SKD / Preis ab € 30

Fr 20. 5. SYMPHONIEKONZERT – EIN FESTE BURG

20.00 Uhr / Congress Innsbruck, Saal Tirol /  Abo SKD / Preis ab € 30 SING, SING, SING KONZERT /Ein Kinder- und Jugendchorkonzert zwischen Innsbruck und Basel

19.00 Uhr / HDM Innsbruck, Großer Saal / Preis ab € 5 DIE GERECHTEN

20.00 Uhr / Kammerspiele / Abo E1 / Preis € 30 Sa 21. THEATERLABOR EXTRA/ Workshops zu den Schwerpunkten Tanz, Schauspiel, Musiktheater, Improtheater, Poetry Slam 10.00 – 18.00 Uhr / Treffpunkt: Bühneneingang  / Preis € 50

HELDENPLATZ

19.00 – 21.40 Uhr / Großes Haus / Abo SAA/ Preis ab € 19

SEIN ODER NICHTSEIN

19.30 – 21.20 Uhr / Kammerspiele / Preis € 30

So 22. SCHWANENSEE

19.00 Uhr / Großes Haus / Abo UL / Preis ab € 21

BRECHEN WIR AUS! DAS JUSTMAN-PROJEKT* MUSIKTHEATER / Das Justman-Projekt

19.30 – 21.00 Uhr / Kammerspiele /  Preis € 22

Mi 25. JAZZ IM HDM: CUBAN FIRE!

KONZERT / Das HDM Contemporary Jazz Orchestra spielt Stan Kenton 19.30 Uhr / HDM Innsbruck, Großer Saal/  Abo HDMJ / Preis ab € 15 DIE GERECHTEN

20.00 Uhr / Kammerspiele / Abo C1 / Preis € 30

Do 26. DIE GERECHTEN

11.00 Uhr / Kammerspiele / Schulvorstellung

IDOMENEO

19.30 – 22.20 Uhr / Großes Haus / Abo L & SP / Preis ab € 20

Fr 27. HELDENPLATZ

19.30 – 22.10 Uhr / Großes Haus / Abo E  / Prei ab € 19

SEIN ODER NICHTSEIN*

20.00 – 21.50 Uhr / Kammerspiele / Abo M2  / Preis € 30

Sa 28. MADAMA BUTTERFLY PREMIERE

MUSIKTHEATER / Tragedia giapponese in drei Akten von Giacomo Puccini

19.00 Uhr /  Großes Haus / Abo P & Pplus / Preis ab € 22 DIE GERECHTEN

19.30 Uhr / Kammerspiele/ SA2 / Preis € 30 im Anschluss: Publikumsgespräch im Foyer

So 29. SCHWANENSEE

19.00 Uhr / Großes Haus /  Preis ab € 21

APRIL

Mi 8. JAZZ & APÉRO*

KONZERT / After Work Concert der Jazzabteilung

18.30 – 19.30 Uhr / HDM Innsbruck, Kleiner Saal/ Preis € 22 HELDENPLATZ

19.30 – 22.10 Uhr / Großes Haus / Abo C & HAM/ Preis ab € 19

PREISKATEGORIEN FÜR DIE JEWEILIGE VERANSTALTUNG FINDEN SIE AUF UNSERER WEBSITE UNTER WWW.LANDESTHEATER.AT

Do 9. 6. SYMPHONIEKONZERT – TAUSENDUNDEINE NACHT KONZERT / Werke von Mélanie Bonis, Pablo de Sarasate & Nikolai Rimski-Korsakow

20.00 Uhr / Congress Innsbruck, Saal Tirol /  Abo SKD / Preis ab € 30

Fr 10. 6. SYMPHONIEKONZERT – TAUSENDUNDEINE NACHT

20.00 Uhr / Congress Innsbruck, Saal Tirol /  Abo SKF / Preis ab € 30

DIE GERECHTEN

20.00 Uhr / Kammerspiele / Abo E2 / Preis € 30

Sa 11. CHICK PREMIERE

JUNGES THEATER / Stückentwicklung frei nach dem Bilderbuch von Sebastian Meschenmoser 10.30 & 14.30 Uhr / [K2] / Preis € 8

HELDENPLATZ

19.00 – 21.40 Uhr / Großes Haus / Abo SAB/ Preis ab € 19 WORT & MUSIK: FANIS. EIN LIVE-HÖRSPIEL KONZERT / Ein Ursprungsmythos aus Ladinien nach Anita Pichler

19.30 Uhr / HDM Innsbruck, Großer Saal / Preis ab € 15

So 12. CHICK* 10.30 & 14.30 Uhr / [K2] / Preis € 8

MATINEE Einführung zu Next Level Vol. 1 & Vol. 2 11.00 Uhr / Kammerspiele / Eintritt frei**

MADAMA BUTTERFLY 19.00 Uhr /  Großes Haus / Abo UL / Preis ab € 20

DIE GERECHTEN 19.30 Uhr / Kammerspiele / Preis € 30 Mi 15. CHICK 10.00 Uhr / [K2] / Preis € 8

CONTAKT – ALTE MUSIK IM GESPRÄCH 19.00 – 21.00 Uhr / HDM Innsbruck, Kleiner Saal  / Preis € 8 Do 16. CHICK 10.00 Uhr / [K2] / Preis € 8

MADAMA BUTTERFLY 19.30 Uhr /  Großes Haus / Abo D / Preis ab € 20

DIE GERECHTEN 20.00 Uhr / Kammerspiele / Abo SP /  Preis € 30

Fr 17. CHICK 10.00 Uhr / [K2] / Preis € 8

IDOMENEO 19.30 – 22.20 Uhr / Großes Haus / Abo E / Preis ab € 20 DIE GERECHTEN 20.00 Uhr / Kammerspiele / Abo M1 /  Preis € 30

Sa 18. CHICK*

10.30 & 14.30 Uhr / [K2] / Preis € 8

MADAMA BUTTERFLY

19.00 Uhr /  Großes Haus / Abo SAA / Preis ab € 20 NEXT LEVEL VOL. 1 PREMIERE TANZ / Choreografien von Mitgliedern des Tanzensembles 19.30 Uhr /  Kammerspiele / Preis € 30

*Ausverkauft; evtl. Restkarten an der Abendkassa! **Zählkarten erforderlich UA Uraufführung ÖEA Österreichische Erstaufführung WA Wiederaufnahme GAST Gastspiel ZLM Zum letzten Mal Hunger auf Kunst & Kultur: «Kulturpass»-Veranstaltungen Einführung / Foyer Großes Haus: 20 Min vor Vorstellungsbeginn, Foyer Kammerspiele: 20 Min vor Vorstellungsbeginn, Kristallfoyer Congress Innsbruck: 45 Min vor Konzertbeginn

KASSA & ABOSERVICE

Haus der Musik Innsbruck, Universitätsstraße 1 (Haupteingang Rennweg), 6020 Innsbruck

T +43 512 52074-4 F +43 512 52074-338 E kassa@landestheater.at

Mo, Di & Sa 10.00 – 14.00 Uhr  Mi, Do & Fr 10.00 – 18.30 Uhr

Sonn- und feiertags geschlossen (Abweichende Öffnungszeiten möglich)

JAZZ PIANO SOLO I

MI 18.3.26 / 19.30 UHR

Klavier Gonzalo Rubalcaba

CUBAN FIRE!

MI 25.3.26 / 19.30 UHR

Das HDM Contemporary Jazz Orchestra spielt Stan Kenton

JAZZ PIANO DUO

DO 30.4.26 / 19.30 UHR

Klavier Elias Stemeseder und Georg Vogel

JAZZ PIANO SOLO II

DO 21.5.26 / 19.30 UHR

Klavier John di Martino

im Großen Saal

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