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Kugelberg Nachrichten 2026-01

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KUGELBERG-NACHRICHTEN

Aktuelles

In dieser Ausgabe

Fünf Irrtümer über Straßenkatzen

Jenny und Theo – ein Blick hinter die Kulissen Influencer setzen Tiere aus Verbot von Pelztierfarmen gefordert

INHALT

Dankeschön an Unterstützer

Einladung zur Mitgliederversammlung 2026

Fünf Irrtümer über Straßenkatzen

Tiere im Krieg, was richtige Hilfe bewirkt

Kritische Zeiten – wir brauchen Euch!

Spendenaufruf

Affentötung in Zoos

Jenny und Theo, Vom Gassi-Kind zur Hundepflegerin– ein Blick hinter die Kulissen

Influencer setzen Tiere aus

Tiervorstellungen · Hunde

Tiervorstellungen · Katzen

Tiervorstellungen · Kleintiere

Verbot von Pelztierfarmen gefordert

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EIN HERZLICHES DANKESCHÖN

AN EUCH, UNSERE UNTERSTÜTZERINNEN UND UNTERSTÜTZER

In den aktuellen Zeiten, in denen Unsicherheiten und steigende Preise unseren Alltag prägen, ist der Zusammenhalt wichtiger denn je. Die inflationäre Lage trifft uns alle – Privathaushalte, Unternehmen aber genauso uns als gemeinnützige Organisation.

Umso mehr erfüllt es uns mit großer Dankbarkeit, dass Ihr unserem Tierschutzverein nach wie vor zur Seite steht und uns unterstützt. Ihr helft uns durch Euren persönlichen Einsatz und Eure Spenden, dass wir unsere tägliche Arbeit für unsere Tiere fortführen können. Die Versorgung, die Pflege, die medizinische sowie die alltägliche Betreuung, die Nähe zum Menschen sowie die Suche nach einem liebevollen Zuhause, können wir nur aufrechterhalten, weil wir einen so starken Rückhalt von Euch erleben dürfen.

Und diese Unterstützung ist gerade jetzt nicht selbstverständlich. Wir alle müssen auch privat genauer auf unsere Ausgaben achten. Dass Ihr aber dennoch weiterhin an unsere Tiere denkt und sie unterstützt, wissen wir ganz besonders zu schätzen.

Jede einzelne Spende – ob groß oder klein – ist ein wertvoller Beitrag und ein starkes Zeichen der Solidarität. Sie hilft uns nicht nur finanziell, sondern gibt uns auch die Motivation, unseren Einsatz mit voller Kraft fortzusetzen.

Im Namen aller unserer Schützlinge und des gesamten Teams des Tierschutzverein Ludwigburg e. V. sagen wir daher von Herzen: Danke für Euer Vertrauen und Eure Unterstützung!

EINLADUNG ZUR MITGLIEDERVERSAMMLUNG 2026

Datum: 12.06.2026

Beginn: 19:00 Uhr

Ort: Tierheim Franz von Assisi, Kugelberg 20 71642 Ludwigsburg-Hoheneck

Tagesordnung:

1. Begrüßung durch die Vorsitzende

2. Feststellung der Beschlussfähigkeit

3. Wahl des Versammlungsleiters

4. Bericht des Vorstands

5. Bericht der Schatzmeisterin

6. Bericht der Revisoren

7. Aussprache

8. Entlastung des Vorstands

9. Wahlen

Vorstand: Schatzmeister/in

10. Anträge

11. Sonstiges

Die Versammlung ist nicht-öffentlich. Anträge können schriftlich bei der 1. Vorsitzenden eingereicht werden, adressiert an das Tierheim. Für Anträge gelten die Bestimmungen gemäß §16, Absatz 7 der Satzung.

Anne Liebelt, 1. Vorsitzende

FÜNF IRRTÜMER ÜBER STRASENKATZEN

Millionen Straßenkatzen leben in Deutschland im Verborgenen. Auf sich allein gestellt hungern und frieren sie, sind oft krank und verletzt. Dabei halten sich über das Leben und die Bedürfnisse dieser Tiere zahlreiche Irrtümer, die dazu beitragen, dass ihr großes Leid häufig verkannt und ignoriert wird. Der Deutsche Tierschutzbund macht daher auf die Top 5 der Irrtümer über Straßenkatzen aufmerksam und fordert mehr Bewusstsein und Verantwortung im Umgang mit den Tieren.

„Viele Menschen wissen gar nicht, dass es in Deutschland Straßenkatzen gibt. Viele glauben, Straßenkatzen seien Wildkatzen, bräuchten den Menschen nicht und kämen gut alleine in der Natur zurecht. Diese Annahmen sind falsch und haben schwerwiegende Folgen“, erklärt Dr. Dalia Zohni, Fachreferentin für Heimtiere beim Deutschen Tierschutzbund.

Tatsächlich handelt es sich bei Straßenkatzen um freilebende Hauskatzen, die ursprünglich von nicht kastrierten Katzen aus Privathaushalten abstammen. Fast alle Tiere sind durch Krankheiten, Parasiten, Verletzungen und Hunger geschwächt. Die Chance, dass Straßenkatzen älter als nur wenige Monate werden, ist gering.

Die weit verbreiteten Fehleinschätzungen führen dazu, dass notwendige Maßnahmen wie Kastration, tierärztliche Versorgung und die Betreuung der Tiere nicht ausreichend unterstützt oder umgesetzt werden.

Der Deutsche Tierschutzbund betont, dass nur durch sachkundige Aufklärung und verantwortungsvolle Katzenhaltung, zu der auch die Kastration der eigenen Freigängerkatze zählt, das Leid der Tiere langfristig verringert werden kann.

Bild: Nika Benedictova · Unsplash

Bild: Deniz-Yilmaz · Unsplash

DIE TOP 5 IRRTÜMER ÜBER

STRASENKATZEN

Irrtum 1: „Im Ausland gibt es Straßenkatzen, aber nicht in Deutschland.”

Vor allem in den südlichen Urlaubsländern begegnet man Straßenkatzen in Innenstädten oder Hotelanlagen. Diese Katzen sind meist sehr zutraulich und oft sogar regelrecht anhänglich, da sie an die Präsenz des Menschen gewöhnt sind. Nicht selten werden diese Katzen von Einheimischen und Touristen gefüttert. Diese Katzen sind daher in der Regel von klein auf an die Anwesenheit des Menschen gewöhnt.

Auch in Deutschland leben unzählige Straßenkatzen. Anders als in südlichen Ländern sind die Straßenkatzen hierzulande sehr scheu und suchen keinen direkten Kontakt zum Menschen. Ein Grund dafür ist, dass es hier in den Städten keinen Lebensraum für Straßenkatzen gibt. Zwar gibt es auch bei uns Touristen, doch diese füttern die Tiere nicht. Die Straßenkatzen ziehen sich daher zurück und bleiben scheu, was sie an nachfolgende Generationen weitergeben. Dadurch bleibt das Leid dieser Tiere für viele Menschen unsichtbar.

Auch in Deutschland leben unzählige Straßenkatzen. Anders als in südlichen Ländern sind die Straßenkatzen hierzulande sehr scheu und suchen keinen direkten Kontakt zum Menschen. Ein Grund dafür ist, dass es hier in den Städten keinen Lebensraum für Straßenkatzen gibt. Zwar gibt es auch bei uns Touristen, doch diese füttern die Tiere nicht. Die Straßenkatzen ziehen sich daher zurück und bleiben scheu, was sie an nachfolgende Generationen weitergeben. Dadurch bleibt das Leid dieser Tiere für viele Menschen unsichtbar.

Irrtum 2: „Straßenkatzen können doch im Tierheim untergebracht und vermittelt werden.”

Straßenkatzen einzufangen und zur Weitervermittlung in Tierheime aufzunehmen, ist meist keine Option – vor allem nicht für erwachsene Katzen. Junge Katzen haben nur eine sehr kurze Zeitspanne von einigen Wochen, um sich an den Umgang mit dem Menschen zu gewöhnen. Während der 2. bis 7. Lebenswoche – der sogenannten Prägungsphase – lassen sich Katzen auf ein Zusammenleben mit Menschen ein. In den folgenden Wochen ist eine Gewöhnung an den Menschen auch noch bis zu einem gewissen Grad möglich, aber in vielen Fällen deutlich erschwert.

Hatten Katzen in diesen für ihre Sozialisierung wichtigen ersten Lebenswochen keinen ausreichenden positiven Kontakt zu Menschen, ist es unwahrscheinlich, dass sie in einer häuslichen Gemeinschaft stressfrei leben können. Sie sind scheu, ängstlich, immer auf Fluchtmöglichkeiten bedacht und fühlen sich im Tierheim permanent überfordert. Hinzu kommt, dass es für diese wilden und scheuen Tiere wenig Hoffnung auf eine Vermittlung gibt, da das ängstliche Verhalten kaum reversibel ist. Daher ist es wichtig, dass Straßenkatzen im Zeitfenster der Prägungsphase gefunden werden. Während dieser Zeit können Tierfreunde die Katzen noch an den Kontakt mit den Menschen gewöhnen – nur so haben sie die Chance auf die Vermittlung in ein liebevolles Zuhause.

Irrtum 3: „Straßenkatzen sind Wildkatzen.“

Die Verwechslungsgefahr von Wildkatze und getigerter Straßenkatze ist sehr hoch, weil sie sich äußerlich stark gleichen. Allerdings sind es zwei verschiedene Katzenarten. Im Gegensatz zu Straßenkatzen stammen Wildkatzen nicht von einer domestizierten Katze ab und sind damit nicht auf menschliche Hilfe angewiesen. Straßenkatzen sind normale Hauskatzen und damit hat der Mensch gegenüber diesen Tieren eine Sorgfaltspflicht. Anders als Wildkatzen sind Straßenkatzen nicht für ein Leben in der freien Wildbahn gerüstet.

Bild: Engin Akyurt · Unsplash
Irrtum 4: „Katzen gehören in die Natur und können Mäuse fangen, um zu überleben.“

Viele Katzen lieben es draußen zu sein. Diese Tatsache bedeutet aber nicht, dass Katzen auch längere Zeit allein in der Natur überleben können. Ein Beispiel von Liesegang und Wanner verdeutlicht dies (zitiert nach Iben et al., 2021): Eine Straßenkatze (3,5 kg Körpergewicht) benötigt täglich circa 1250 kJ. Wenn sie sich nur von Mäusen (125 kJ pro Maus) ernährt, müsste sie täglich etwa 10 – 12 Mäuse fangen. Bei einem geringen Beuteangebot beginnt ein Teufelskreis: Katzen finden zu wenig Nahrung, mangelhaft ernährte Katzen erkranken schneller als gut genährte Tiere und damit wird wiederum der Jagderfolg eingeschränkt. Unterernährung ist damit zwangsläufig das Schicksal vieler Straßenkatzen.

Bild: Shoeib Abolhassani · Unsplash
Irrtum 5: „Katzen brauchen den Menschen nicht.“

Die romantische Vorstellung, dass Katzen unbeschwert durch die Natur streifen und den Menschen nicht brauchen, ist ein Trugschluss. Alle Hauskatzen sind domestizierte Tiere, die auf menschliche Hilfe angewiesen sind. Denn bei der Jagd fehlt den Tieren das Geschick ihrer wilden Vorfahren. Sie allein können weder sich noch ihren Nachwuchs dauerhaft ausreichend versorgen. Zu bedenken ist auch, dass es nicht damit getan ist, sie nur zu füttern. Dies kann zwar den Aufbau einer Mensch-Katze-Beziehung fördern, aber es sind doch vor allem das Spiel, die Ansprache und die Streicheleinheiten, die eine Beziehung entstehen lassen und eine bereits vorhandene Verbindung bestärken. Hinzu kommt die tierärztliche Versorgung, die essenziell für ein gesundes Katzenleben ist.

Mehr Infos beim Deutschen Tierschutzbund Für Straßenkatzen in Deutschland ist es schwierig, zu überleben. Der Deutsche Tierschutzbund hat zum Thema Straßenkatzen eine Webseite mit vielen Informationen erstellt. Dort gibt es auch den Katzenschutzreport zum Download: www.jetzt-katzen-helfen.de

Quelle: Deutscher Tierschutzbund

Bild: Adil Zaidi · Unsplash

TIERE IM KRIEG: UNSICHTBARE BETROFFENE, REALE FOLGEN UND WAS HILFE WIRKLICH BEWIRKT

Die Zahl der bewaffneten Konflikte ist in den letzten Jahren auf einem historischen Hoch. Der Uppsala Conflict Data Program verzeichnete für 2024 insgesamt 61 staatlich beteiligte Konflikte, so viele wie in der Datenerhebung seit 1946 nicht mehr. Davon erreichten elf die Schwelle zum „Krieg“ mit mindestens 1.000 kampfbedingten Todesfällen pro Jahr.

Parallel dazu ist erzwungene Vertreibung ein Massenphänomen geworden. Das UNHCR meldete für Ende Juni 2025 weltweit 117,3 Millionen Menschen, die aufgrund von Krieg, Gewalt oder Verfolgung ihre Heimat verlassen mussten. In jeder dieser Fluchtbewegungen sind Tiere mitbetroffen, als Familienmitglieder, als Lebensgrundlage oder als Teil von Ökosystemen. Was die Lage für Tiere zusätzlich verschärft: In vielen Notfall und Krisenkonzepten werden Tiere zwar „mitgedacht“, aber nicht verbindlich eingeplant. Die Folge sind ad hoc Lösungen, die stark vom Engagement Einzelner abhängen. Ein EU-Überblick zur Ukraine-Hilfe beschreibt genau dieses Muster: die Zuständigkeiten sind unklar und uneinheitlich, die Rettungsketten fragmentiert und es muss viel improvisiert werden.

Bild: Glomad Marketing · Unsplash

Haustiere und Tiere geflüchteter Menschen

Für Tierheime sind es oft die Haustiere, die am sichtbarsten werden: Hunde und Katzen, die zurückgelassen werden mussten, die verletzt aufgefunden werden oder die mit ihren Menschen ankommen, oft ohne Transportbox, ohne Papiere, manchmal ohne Impfschutz. In Kriegsgebieten bricht Versorgung schnell weg: Futterlieferungen stocken, Tierarztpraxen schließen, Medikamente fehlen, Pflegestellen werden zu Frontnähe oder Flucht gezwungen. Dass Haustiere in Konflikten regelmäßig „mitgetroffen“ werden, wird auch in der juristischen und humanitären Fachdebatte betont, gerade weil es selten systematische Zahlen gibt.

Bei geflüchteten Menschen ist eine zentrale Realität: Viele fliehen nur, wenn sie ihre Tiere mitnehmen können. Europa hat das in der Ukraine Krise praktisch erlebt und mit Sonderwegen reagiert. Die Europäische Kommission empfahl damals Erleichterungen, damit Menschen mit Hunden, Katzen oder Frettchen nicht an der Grenze scheitern. In Deutschland wurde das aufgegriffen, mit der klaren Erwartung, dass die Tiere nach Einreise gemeldet und seuchenrechtlich abgesichert werden. Damit ist auch die Zuständigkeitsfrage beantwortet, zumindest im Grundsatz: Nach der Ankunft tragen vor allem lokale Veterinärbehörden und Tierärztinnen die seuchenrechtliche „Sortierarbeit“ (Erfassung, Mikrochip, Tollwutimpfung, gegebenenfalls Titerbestimmung und Auflagen wie Heimquarantäne). Tierheime und Tierschutzvereine fangen auf, was dabei praktisch anfällt: Unterbringung, Beratung, Futter, Transport, manchmal auch die Abgabe, wenn Menschen keine Unterkunft finden, die Tiere zulässt.

Wichtig ist die Abgrenzung: Erleichterungen galten und gelten typischerweise für Tiere, die ihre Halter begleiten. Für Streuner, Tiere aus Tierheimen oder organisierte Transporte größerer Gruppen greifen andere Regeln, weil hier das Seuchenrisiko anders bewertet wird.

Nutztiere: Wenn Lebensgrundlagen zerbrechen

Nutztiere geraten in Kriegen oft doppelt unter Druck: Sie sind direkt betroffen durch Gewalt, Plünderung, fehlendes Futter, fehlendes Wasser, zerstörte Ställe und unterbrochene Lieferketten. Gleichzeitig hängen ganze Familien und Regionen wirtschaftlich und ernährungsphysiologisch von ihnen ab. Genau deshalb betonen internationale Leitlinien zur Katastrophenvorsorge im Veterinärbereich, dass Tiergesundheit und tierärztliche öffentliche Gesundheit Bestandteil von Krisenmanagement sein müssen. Wenn Impfprogramme ausfallen, Diagnostik nicht erreichbar ist und Medikamente nicht nachkommen, steigt das Risiko von Krankheitsausbrüchen, die wiederum Märkte blockieren und Not weiter verschärfen. Das ist keine abstrakte Theorie: Die Food and Agriculture Organization der Vereinten Nationen arbeitet mit einem eigenen Notfall-Management- Ansatz, der genau diese Kaskaden beschreiben und verhindern soll. Für Tierheime ist der Bezug nicht immer offensichtlich, aber praktisch relevant: Wo Nutztiere kollabieren, verschärfen sich Hunger, Armut und Flucht, und damit steigen auch die Zahlen an ausgesetzten Haustieren, unversorgten Tierbeständen und Konflikten rund um Tiere.

Wildtiere und Ökosysteme: Schutz bricht weg, illegale Aktionen nehmen zu

Bei Wildtieren wirken Kriege oft indirekt, aber langfristig: Schutzgebiete verlieren Personal, Kontrollen fallen aus, Managementsysteme brechen zusammen. Dadurch nehmen Wilderei, illegaler Holzeinschlag und andere Umweltverstöße zu, besonders dort, wo staatliche Strukturen geschwächt sind, und Bewaffnete profitieren. Das wird für Konfliktregionen in Europa und weltweit immer wieder beschrieben, inklusive des Effekts, dass Krieg Umweltfolgen erzeugt, die weit über die Kampfhandlungen hinausreichen.

Zugleich ist Wildtierkriminalität heute vielfach ein Geschäftsfeld organisierter Netzwerke. Der Weltbericht zur Wildtierkriminalität des Büros der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) beschreibt die Rolle organisierter Gruppen entlang der gesamten Handelskette. In instabilen Regionen steigen die Anreize, weil Kontrolle sinkt und Einnahmequellen wegbrechen.

Für den Tierschutz ist das ein schwieriges Feld: Es verbindet Artenschutz, Sicherheitsfragen und oft auch lokale Armut. Gerade deshalb lohnt es sich, im Tierheim Kontext zumindest zu benennen, dass „Tiere im Krieg“ nicht nur Haustiere meint, sondern auch Natur, Lebensräume und langfristige Biodiversität.

Bild: Mariya Kruglova · Unsplash

Risiken für Helferinnen und Helfer vor Ort

Wer Tiere in Konflikten rettet, arbeitet in denselben Gefahrenlagen wie humanitäre Hilfe insgesamt: Beschuss, Minen, Checkpoints, Entführungen, willkürliche Festnahmen, aber auch digitale Risiken wie Überwachung oder die Instrumentalisierung von Hilfe. Dass diese Risiken zunehmen, belegen Sicherheitsdaten deutlich. Die Humanitarian Outcomes dokumentiert über die Aid Worker Security Database für 2024 einen Negativrekord: 383 getötete humanitäre Helferinnen und Helfer, dazu hunderte Schwerverletzte und Entführte. Wer Tiere versorgt, trägt zusätzliche Risiken: Bisse, Verletzungen bei Fang und Transport, Stressreaktionen traumatisierter Tiere sowie Herausforderungen bei der Hygiene in Notunterkünften. Veterinärmedizinische und One Health Leitlinien weisen darauf hin, dass Tiergesundheit und öffentliche Gesundheit in Krisen eng verbunden sind, etwa bei Tollwut oder anderen Zoonosen.

In Deutschland ist die Tollwutlage zwar seit Jahren entspannt, aber Fälle aus dem Tier-Import zeigen, warum Regeln sinnvoll sind. Das Friedrich-Loeffler-Institut berichtet, dass Tollwutfälle in importierten Haustieren in der EU selten sind, aber vor allem mit illegalen Tierbewegungen zusammenhängen. für Europa werden 31 Fälle in illegal transportierten Tieren zwischen 2000 und 2025 genannt.

Bild: Joel Muniz · Unsplash

Hilfe von hier aus: Wirksam, rechtssicher und ohne gut gemeinte Schäden

Aus der Perspektive eines Tierheims ist der Impuls verständlich: „Wir schicken schnell Futter und Medikamente.“ In der Praxis ist genau das der Punkt, an dem gut gemeinte Hilfe kippen kann, wenn sie ungeplant ankommt. Internationale Standards weisen seit Jahren darauf hin, dass unaufgeforderte Sachspenden Logistik blockieren, Entsorgungskosten erzeugen und im schlimmsten Fall die Arbeit vor Ort verlangsamen. Das weltweit größte humanitäre Netzwerk, die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRC), betont das in seinen Regeln zur internationalen Hilfe explizit.

Für Medikamente gilt das noch stärker. Die Weltgesundheitsorganisation, WHO, hat dafür klare Leitlinien, damit Spenden wirklich bedarfsgerecht sind: passende Wirkstoffe, ausreichende Restlaufzeit, rechtliche Zulassung, abgestimmte Mengen. Auch wenn diese Leitlinien auf Humanmedizin zielen, ist das Grundprinzip für Tierarzneimittel dasselbe: Spenden müssen angefragt, geprüft und in eine funktionierende Lieferkette eingebunden sein.

Was nachweislich besser funktioniert, sind folgende vier Ansätze.

Erstens: Zweckgebundene Geldspenden an etablierte Organisationen, die vor Ort einkaufen oder über professionelle Logistik verteilen können. Beispielhaft zeigen Projekte, dass damit Futter, Tierarztbedarf und Betriebskosten für Tierheime kontinuierlich gedeckt werden können.

Zweitens: Sachspenden nur auf konkrete Anforderung bereitstellen, über klar benannte Sammelstellen mit Partnern vor Ort. Organisationen, die solche Ketten aufgebaut haben, nennen typischerweise gezielt Bedarfe wie Transportboxen, Leinen, Decken oder bestimmte Futtersorten.

Drittens: Unterstützung hierzulande für die Tiere geflüchteter Menschen. Wichtig sind Pflegestellen, kurzfristige Unterbringung, Gassigehen, Übersetzung bei Tierarztbesuchen und Spenden an lokale Tierheime, die diese Fälle übernehmen. In Europa wurden dafür auch tierärztliche Hilfsprogramme aufgelegt, die Leistungen wie Impfung, Chip und Dokumentation für Tiere von Flüchtlingen abdecken.

Viertens: politische Forderungen stellen. Dazu zählt, Aufnahmeunterkünfte zu schaffen, die Tiere zulassen, kommunale Zuständigkeiten und langfristige Finanzierung von Krisenvorsorge im Veterinärbereich umzusetzen. Das sind keine „Soft Topics“, sondern bestimmen, ob Tiere im Ernstfall versorgt werden oder verschwinden.

KRITISCHE ZEITEN – WIR

BRAUCHEN EUCH!

Liebe Freundinnen und Freunde des Tierschutzvereins Ludwigsburg e. V., anlehnend an unseren Dank für Eure großartige Unterstützung, möchten wir Euch bitten, uns weiterhin so tatkräftig zur Seite zu stehen. Wir brauchen Euch mehr denn je!

Wir berichteten bereits von den immer voller werdenden Tierhäusern. Wir alle erleben einen dramatischen Anstieg der Kosten. Das Weltgeschehen und die auch damit verbundene inflationäre Entwicklungen stellt uns alle vor große Probleme und Unsicherheiten.

Es wirkt so, als ob sich diese Zeilen in jeder Ausgabe wiederholen und man sollte meinen, dass sich die Situation doch irgendwann auch mal entspannen sollte. Doch alltäglich zeigt uns der Tierheimalltag, dass dem leider nicht so ist. Die Situation bleibt zunehmend angespannt.

Hoher Zulauf an Tieren

Die tagtäglichen Tierabgaben zeigen uns, wie wichtig unsere Arbeit ist. Wir übernehmen schwer verängstigte, traumatisierte, misshandelte Hunde. Wir übernehmen kranke Katzen. Wir übernehmen auf einmal 25 Schildkröten aus einer Sicherstellung. Wir haben – alle Jahre wieder – die regelrechte Igelschwemme zu bewältigen, damit die Igel in Sicherheit und gesund in den Frühling starten können. Unzählige Wildtiere sind bereits jetzt bei Gartenarbeiten verletzt worden – wir versorgen sie und gleichzeitig kümmern wir uns liebevoll um Tiere, die sich nichts sehnlichster wünschen, als ein Zuhause. Tiere, denen ihr Sozialpartner fehlt, die geliebt werden wollen und die sich fast schon selbst im Tierheim aufgegeben haben.

Bild: Christian Dubovan · Unsplash

Kosten für Tierhaltung überfordern Besitzer

Ein Blick in den Tierheimalltag zeigt aber auch, dass viele Tierliebhaber ihre Lieblinge bei uns abgeben müssen, weil sie die Kosten einfach nicht mehr bewältigen können. Ein krankes Tier muss bei uns abgegeben werden, weil sich die Besitzer die Tierarztkosten nicht mehr leisten können. Ein hoch emotionales Szenario, welches wir wirklich niemandem wünschen.

Die Belastung steckt nicht nur bei dem verzweifelten Halter. Insbesondere auch das Tier versteht die Welt nicht mehr - der geliebte Mensch ist weg, der Stress im Alltag und zusätzlich die Behandlung der Erkrankung stehen nun auf der Tagesordnung für das Tier. Wir sind unglaublich dankbar, dass wir so tolle Menschen hinter uns stehen haben, die die Tiere begleiten, ihnen Vertrauen schenken und ihnen, so gut es eben möglich ist, den Tierheimalltag erträglicher machen. Doch, wir müssen auch die Tierarzt- und Verpflegungskosten stemmen. Und das ist uns nur möglich, wenn ihr uns weiterhin euer Vertrauen schenkt und uns auch weiterhin finanziell unterstützt.

Tierschutz geht nur mit Spenden

Wir bleiben bei unserem Ziel und unserer Mission, mit vollem Herzblut und vollem Engagement für unsere Schützlinge einzustehen, sie zu pflegen, sie auf ein Leben außerhalb des Tierheims vorzubereiten und ihnen ein schönes Zuhause zu suchen.

Eure Hilfe ermöglicht es uns, die nötigen Ressourcen für die Pflege und das Wohlbefinden unserer Tiere bereitzustellen. Gemeinsam können wir dafür sorgen, dass alle Tiere den Schutz sowie die Versorgung, Liebe und Fürsorge erhalten, die sie verdienen und unbedingt brauchen.

Ihr helft uns enorm mit den Spenden, sei es mittels Überweisung auf unser Konto, per PayPal, Erfüllung der Amazon-Wunschliste oder wenn ihr unsere Spendendosen befüllt. Jeder Cent zählt, ist wichtig und wir sind Euch über den Zusammenhalt und die Unterstützung sehr dankbar.

Regelmäßig unterstützen mit Patenschaften

Wir freuen uns auch immer sehr über Patenschaften (Futter- und/oder Tierpatenschaft). Den Betrag, den ihr regelmäßig spenden möchtet und könnt, legt ihr selbst fest (mind. 12 €/Monat). Ihr erhaltet eine sehr schöne Urkunde, die sich auch gerne verschenken lässt.

Wir danken Euch, unserer Gemeinschaft, unseren Freundinnen und Freunden, von ganzem Herzen und bitten Euch im Namen aller unserer Schützlinge, dass wir mit Eurer Hilfe die Herausforderungen meistern können, die vor uns liegen, um die (medizinische) Versorgung und die Zukunft unserer Schützlinge zu sichern.

Jetzt Tierpatenschaft übernehmen.

Einfach aufs Formular klicken und zum Download öffnen.

ARTENSCHUTZORGANISATION

PRO WILDLIFE VERURTEILT AFFENTÖTUNG IN ZOOS

Der Zoo Zürich hat Anfang März 2026 zehn Affen (Dscheladas, auch Blutbrustpaviane genannt) aus angeblichem Platzmangel getötet. Vergleichbares geschah bereits am 29. Juli 2025, als der Tiergarten Nürnberg zwölf gesunde Guinea-Paviane töten ließ. Die Leitung des Nürnberger Zoos versuchte damals, diesen drastischen Schritt mit Platzmangel und angeblichen Artenschutzgründen zu rechtfertigen. „Was wir in Nürnberg erlebt haben, wiederholt sich nun in Zürich“, kritisiert Laura Zodrow von der international tätigen Artenschutzorganisation Pro Wildlife. „Gesunde Tiere müssen sterben, weil Zoos weiter züchten, ohne Konzept, wohin mit den Tieren. Das steht in klarem Widerspruch zum Tierschutz und hat nichts mit Artenschutz zu tun.“

Tiertötung ist kein

Artenschutz

Pro Wildlife hat bereits die Erschießung von gesunden Guinea-Pavianen im Tiergarten Nürnberg scharf kritisiert und gegen die Verantwortlichen Strafanzeige erstattet. Das deutsche Tierschutzgesetz verbietet die Tötung von gesunden Tieren ohne vernünftigen Grund. „Die Parallelen zum Fall Zürich sind offensichtlich: soziale Primaten, überfüllte Anlagen, kein nachhaltiges Zuchtkonzept. Das ist kein Einzelversagen, sondern ein systematisches Problem in der Zoobranche“, erklärt Zodrow. „Das Argument des Artenschutzes ist vorgeschoben. Reservepopulationen machen nur dann Sinn, wenn Wiederauswilderungs-Programme existieren – das ist nicht der Fall. Echter Artenschutz findet vor Ort statt – durch den Schutz von Lebensraum und die Arbeit mit lokalen Gemeinschaften, nicht durch die unkontrollierte Zucht in Zoos”, so Laura Zodrow abschließend.

Bild: Chuttersnap · Unsplash

VOM GASSI-KIND ZUR HUNDEPFLEGERIN

EIN BLICK HINTER DIE KULISSEN –UND DANN KAM THEO

Mit 14 Jahren begann meine Reise im Tierheim – damals war ich nur Gassi-geherin. Tiere waren schon immer meine Motivation, meine Leidenschaft. Was als Hobby begann, entwickelte sich schnell zu viel mehr. 2013 startete ich meine Ausbildung zur Tierpflegerin, 2017 folgte die Festanstellung als Hundepflegerin.

Das Tierheim wurde für mich zu einem echten Anker in meiner Entwicklung. Hier habe ich nicht nur den realistischen Umgang mit dem Beruf gelernt – inklusive Reinigung, Verantwortung und manchmal auch schweren Momenten – sondern auch einen sozialen Safe Place gefunden. Einen Ort, an dem Mensch und Tier gleichermaßen zählen.

Heute wünsche ich mir, dass wieder mehr Nachwuchs die positiven Seiten dieses Berufs erkennt. Tierpflege ist nicht nur Arbeit – es ist Berufung, Herz und manchmal auch Lebensweg.

UND DANN KAM THEO

Das Notfallhandy klingelte. Am anderen Ende meldete sich die Polizei mit der Meldung, dass ein nicht freundlicher, großer Herdenschutzhund, angekettet am Balkon, weg müsse. Er hatte wohl auch schon in seiner Familie gebissen. Nach Rücksprache mit der Tierheimleitung sagten wir die Übernahme von Theo zu. Die Tierrettung betäubte ihn mit einem Blasrohr und brachte ihn zu uns ins Tierheim Ludwigsburg.

Theo hat knapp 60 kg und wiegt somit etwas mehr als ich. Mein erster Gedanke? Wer geht mit dem Hund Gassi? Ich jedenfalls nicht.

Mit auf meinen Hof nehmen? Sollen andere im Tierheimgelände machen. Zusammenleben? Wie kommt man überhaupt auf so eine Idee?

Ein Moment, der, wie so oft im Tierheimalltag, mein aktuelles Leben verändert hat. Es begann in kleinen Schritten – mehrere Phasen, könnte man sagen. Am Anfang war da Unsicherheit. Ich habe mich selbst nicht in dieser Situation gesehen. Doch dann half meine Hündin Mika, die das Eis gebrochen hat. Theo war verliebt. Drei Wochen später: gemeinsames Flitzen auf dem Hof. Irgendwann hatte ich plötzlich das Halsband in der Hand. Dann die Leine. Und dann gingen wir los – fast ein Dreivierteljahr lang mit kleinen, aber stetigen Fortschritten. Theo wurde Teil meines Rudels – und das bedeutete hier: Ponys, Hunde, Katzen… ich und auch meine Mutter. Schritt für Schritt wurde er integriert. Silvester ist immer eine große Herausforderung im Tierheim und somit Theos erster Tag im privaten Bereich bei mir - im Hof unten bei meinen Ponys. Und danach war klar: Es geht nicht mehr ohne ihn.

Man könnte sagen, Theo hat sich einfach eingeschlichen – ins Haus, langsam die Stufen hoch, ins Wohnzimmer und ins Herz.

Aber so einfach es klingt, war es wirklich nicht. Es braucht Geduld, Training, Erfahrung.

Und vor allem das gewisse Etwas: Bindung und Bauchgefühl.

Danke, Jenny, fürs Vorleben genau dieser Haltung.

Theo sucht die Nadel im Heuhaufen, sein Zuhause. Theo braucht Menschen mit viel Verstand und Geduld, da er sicherlich auch Gewalt in seinem Leben erfahren hat und schnell unsicher wird. Trotzdem ist er sehr sicher in seinem Handeln. Wenn er in Rage ist, sollte man nicht versuchen dagegen zu halten, das macht ihn nur noch wütender. Tierarztbesuche sind aktuell nicht möglich, da er bisher nur ganz wenig Menschen an sich ranlässt. Theos Menschen müssen Geduld mitbringen. Es muss viel Zeit für das Kennenlernen eingeplant werden, denn ein Umzug ohne Bindung ist undenkbar.

Bis Theo sein Zuhause gefunden hat, suchen wir noch Paten für Theo, die ihn und seine Entwicklung finanziell unterstützen.

Theo ist ein reinrassiger Ciobanesc Romanesc Bucovina, also ein südosteuropäischer Herdenschutzhund. Der große Rüde wurde im Januar 2024 geboren und bringt inzwischen über 60 kg auf die Waage.

Kugelberg-Nachrichten

THEO IM PORTRAIT

Theo ist kein Hund für nebenbei. Herdenschutzhunde wurden über viele Generationen dafür gezüchtet, selbstständig zu entscheiden, ihr Revier zu bewachen und ihre Bezugspersonen sowie vorhandene Tiere zu schützen. Fremden begegnen sie in der Regel nicht offen oder unbefangen, sondern oft mit deutlichem Misstrauen. Auch Theo trägt diese Veranlagung in sich.

Zu seiner Rasse kamen bei ihm leider sehr schlechte Startbedingungen. Theo wurde als winziger Welpe illegal nach Deutschland gebracht. Gehalten wurde er angekettet in einem Garten, ohne ausreichende Sozialkontakte, ohne sinnvolle Aufgabe und ohne Beschäftigung. Ein junger Herdenschutzhund, der so aufwächst, kann sich kaum gesund entwickeln. Theo geriet immer mehr in Verzweiflung, biss schließlich seinen Halter, bedrohte Passanten und ließ sich nicht mehr händeln. Daraufhin wurden Polizei und Tierrettung Unterland eingeschaltet. Da sich kein Verein in der Lage sah, den inzwischen großen, unsicheren und gefährlich gemachten Hund aufzunehmen, wurde Theo nach längeren Gesprächen mit Polizei und Ordnungsamt per Blasrohr sediert, gesichert und zu uns gebracht. Aktuell bleibt Theo im Besitz des Ordnungsamts Öhringen, das auch seine Unterbringung finanziert, bis ein wirklich passendes Zuhause für ihn gefunden ist.

Im Tierheim zeigte sich Theo anfangs als völlig verunsicherter Hund. Er lag knurrend in einer Ecke seines Zwingers und brauchte lange, bis er Nähe überhaupt aushalten konnte. Inzwischen hat sich durch die geduldige Arbeit von Jenny viel verändert. Sie hat ihm Schritt für Schritt vermittelt, dass nicht jeder Mensch eine Bedrohung ist. Heute lebt Theo bei ihr im Tierheim gemeinsam mit ihren Tieren und macht dort wichtige Erfahrungen im Alltag.

Für Theo suchen wir sehr erfahrene Menschen mit fundiertem Hundeverstand, idealerweise mit Kenntnissen im Umgang mit Herdenschutzhunden oder vergleichbaren, eigenständig arbeitenden Rassen. Gesucht wird kein klassisches Familienzuhause und auch kein Platz in dichter Wohnlage. Theo braucht viel Raum, eine klare und verlässliche Führung, Geduld, Ruhe und ein Umfeld, in dem man seine Veranlagung ernst nimmt. Menschen, die einen großen Wach- und Schutzhund romantisieren oder unterschätzen, kommen für ihn nicht infrage.

Theo ist kein Hund, der sich schnell jedem anschließt. Er wird sich vermutlich an wenige vertraute Menschen binden und braucht Zeit, um Beziehungen aufzubauen. Fremde, Besuch, Reize von außen und neue Situationen müssen sehr umsichtig und verantwortungsvoll gemanagt werden. Seine Geschichte hat Spuren hinterlassen, und auch wenn er Fortschritte macht, bringt er ein ernstes Päckchen mit.

Theo sucht deshalb einen Platz bei Menschen, die ihn lesen können, seine Grenzen respektieren und bereit sind, sich dieses Vertrauen ehrlich zu erarbeiten. Wer ihm gerecht wird, bekommt keinen unkomplizierten Hund, aber einen, der das Potenzial hat, sich eng an seine Bezugspersonen zu binden und in einem passenden Rahmen zur Ruhe zu kommen.

Wer Theo ein geeignetes Zuhause bieten kann und weiß, welche Verantwortung ein solcher Hund mit sich bringt, darf sich gerne bei uns melden.

Kugelberg-Nachrichten

Ich bin: Max Schäferhund, Rüde, kastriert, geb. 04/2021

IRAN-KRIEG:

INFLUENCER:INNEN

SETZEN TIERE IN DUBAI AUS

Laut verschiedenen Medienberichten stehen Tierheime und Tierschutzorganisationen in Dubai sowie in den übrigen Vereinigten Arabischen Emiraten derzeit vor einer Welle ausgesetzter Tiere und erreichen ihre Kapazitätsgrenzen. Vor allem Influencer:innen und Ausgewanderte sollen ihre Hunde, Katzen, Kaninchen und andere tierische Mitbewohner einfach auf die Straße gesetzt haben, während Sie schnell das Land verlassen, um dem Iran-Krieg zu entkommen. Einige sollen Tiere sogar in der Wüste zurückgelassen haben oder bei Tierärzt:innen, um die Einschläferungen gesunder Tiere gebeten haben.

Bild: Anton Atanasov · Unsplash

HUNGER, DURST UND IM SCHLIMMSTEN FALL DER TOD

Bild: Gema Saputera · Unsplash

Wer ein Tier aussetzt, bringt es in akute Lebensgefahr. Auf sich allein gestellt und ohne Nahrung, Wasser und Schutz sind sogenannte Haustiere den hohen Temperaturen, dem Straßenverkehr und auch anderen Tieren schutzlos ausgeliefert. Da die Tiere auf den Menschen angewiesen sind, ist ein Überleben ohne menschliche Hilfe kaum möglich. Es handelt sich somit um einen Wettlauf gegen die Zeit. Ein Tier auszusetzen, bedeutet für das Tier Leid, massiven Stress, Angst und im schlimmsten Fall auch den Tod.

Tiere bedeuten Verantwortung

So helfen Sie ausgesetzten Tieren

Wer ein Tier adoptiert, übernimmt Verantwortung für ein fühlendes Lebewesen – diese Verantwortung muss immer ernst genommen werden. „Die Aufnahme eines tierischen Familienmitglieds ist immer eine Entscheidung mit großer Verantwortung. Gerade in Krisensituationen sind Tiere vollständig auf unsere Hilfe angewiesen. Kaninchen, Hunde oder Katzen nun einfach rücksichtslos zurückzulassen, ist nicht nur strafbar, sondern zutiefst herzlos. Das Ergebnis sind Lebewesen, die in Angst und Panik geraten, in der Sonne verdursten oder schwere psychische Traumata erleiden, die sie ein Leben lang begleiten können. Besonders Influencer:innen tragen eine enorme Vorbildfunktion – wer Reichweite hat, prägt Verhalten. Wer ein Tier zurücklässt, sendet das fatale Signal, dass Leben austauschbar ist. Und das ist niemals entschuldbar,“ sagt Jana Hoger, Tierpsychologin und Fachreferentin bei PETA Deutschland. Hierzulande ist das Aussetzen von Tieren ist laut § 3 Tierschutzgesetz verboten und kann den Straftatbestand der Tierquälerei nach § 17 Tierschutzgesetz erfüllen. Wer Tiere aussetzt, kann mit einer Geld- oder Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren bestraft werden. Dieselben Gesetze greifen bei der nicht artgerechten Unterbringung und Versorgung von Tieren oder wenn Hilfeleistung im Notfall bewusst unterlassen wird. Tierheime und Tierschutzinitiativen helfen im Notfall weiter Doch auch ohne das Wissen um die juristische Einordnung sollte jeder Tierhalter so viel Verantwortungsbewusstsein mitbringen, sein Tier niemals auszusetzen. Sollte die Haltung, aus welchen Gründen auch immer, nicht mehr möglich sein, dann sind Tierheime und die vielen Tierschutzinitiativen im Land die richtigen Ansprechpartner.

Quelle: PETA e. V.

TIERVORSTELLUNGEN · HUNDE

Sie interessieren sich für ein Tierheimtier?

Bitte informieren Sie sich auf unserer Webseite, wie wir den Vermittlungsprozess gestaltet haben. Dort haben wir wichtige Infos über Terminvereinbarung, Vorgespräch, Vorüberlegungen und Vertrag zusammengestellt. Viele weitere Hunde finden Sie in der Rubrik Hundevermittlung.

Tommi kam als Pflegehund ins Tierheim. Sein bisheriges Frauchen musste aufgrund einer schweren Erkrankung ins Krankenhaus – niemand ahnte damals, dass dies der Abschied für immer sein würde. Vier Wochen nach Tommis Aufnahme verstarb seine Besitzerin. Für den sensiblen Hund begann eine schwierige Zeit voller Trauer und Verunsicherung. Seitdem leidet Tommi sehr unter seiner Situation im Tierheim. Viele Tage verweigerte er das Fressen und gab ständig winselnde Lautäußerungen von sich, die seine tiefe seelische Belastung zeigen. Tommi ist ein ausgesprochen anhänglicher, freundlicher und feinfühliger Hund, der menschliche Nähe und Geborgenheit dringend braucht. Leider hat Tommi eine Behinderung an beiden Hinterbeinen, die seine Bewegungsfähigkeit einschränkt. Große Spaziergänge sind daher nicht möglich.

Für Tommi suchen wir dringend ein dauerhaftes und liebevolles Zuhause bei erfahrenen Freunden von Herdenschutzhunden, die seine besonderen Bedürfnisse verstehen und ihm gerecht werden können. Gerne dürfen seine zukünftigen Menschen bereits etwas älter sein und über ausreichend freie Zeit verfügen, um Tommi viel Zuwendung zu schenken. Ein eingezäunter Garten oder Hof ist Voraussetzung, ebenso sollte die Wohnung ebenerdig gelegen sein, um Tommi den Alltag so angenehm wie möglich zu gestalten.

Ein Leben im Tierheim ist für Tommi keine Option. Er ist ein Familienhund, der intensive Betreuung und ein ruhiges Umfeld benötigt, um Vertrauen fassen und Freude am Leben finden zu können. Wenn Sie Tommi ein Zuhause bieten können, in dem er Liebe und Sicherheit erfährt, freuen wir uns sehr über Ihre Kontaktaufnahme. Helfen Sie diesem besonderen Hund, endlich anzukommen und glücklich zu sein.

TIERVORSTELLUNGEN · HUNDE

Ich bin: Daisy

Schäferhündin, geboren Anfang 2025

Daisy ist eine junge, weiße Schäferhündin, gerade einmal 18 Monate alt. In dieser kurzen Zeit hat sie mehr erlebt, als ein Hund je erleben sollte. Vernachlässigung, Misshandlung, Strom- und Stachelhalsband haben Spuren hinterlassen. Als sie zu uns kam, war sie voller Angst, misstrauisch, bereit, sich mit Bellen und Drohschnappen zu schützen. Kein böser Wille – nur ein Hund, der gelernt hat zu überleben.

Der Weg zu ihr war leise, geduldig, respektvoll. Schritt für Schritt zeigte sich, was wirklich in Daisy steckt: eine kluge, sensible Hündin, die sich an ruhige, verlässliche Menschen bindet. Dort, wo sie Sicherheit spürt, wird sie weich, aufmerksam, lernbereit. Dann blitzt die Hündin auf, die sie eigentlich sein sollte.

Daisy holt nach, was ihr lange verwehrt blieb. In stabiler Umgebung arbeitet sie mit, entwickelt sich, nimmt freundlich gemeinte Hundekontakte an. Jede gute Erfahrung stärkt ihr Vertrauen.

Jeder ruhige Tag hilft ihr, die Vergangenheit ein Stück weiter hinter sich zu lassen.

Für Daisy suchen wir erfahrene Menschen mit klarem, freundlichem Umgang. Menschen, die Struktur geben, ohne Druck. Die verstehen, dass Vertrauen Zeit braucht. Ein sicher eingezäunter Garten wäre ideal. Noch wichtiger ist Geduld – die Bereitschaft, sie wirklich kennenzulernen.

Daisy braucht Bewegung, Beschäftigung, kurze Trainingseinheiten mit klaren Regeln. Sie braucht Menschen, die bleiben, wenn es schwierig wird. Der Weg mit ihr wird nicht immer leicht sein.

Aber wer ihn geht, wird erleben, wie aus Angst langsam Vertrauen wächst. Und wie aus einem verletzten Hund eine treue Begleiterin werden kann.

Kugelberg-Nachrichten

Ich bin: Liz

Zentralasiatischer Owtscharka, Hündin, kastriert, geboren 13.08.2020

Liz ist eine wachsame Beschützerin und sucht ein passendes Zuhause bei erfahrenen Hundefreunden. Liz zeigt sich ihren Bezugspersonen gegenüber sehr anhänglich und verschmust. Im Tierheim begegnet sie auch fremden Menschen freundlich, aber es ist wichtig zu wissen, dass sie rassetypisch sehr wachsam ist und dieses Verhalten in einem eigenen Zuhause stärker ausgeprägt sein könnte.

Die imposante Hündin hat früher mit Hunden in einer Gruppe zusammengelebt. Hundebegegnungen an der Leine sind für Liz noch ein Lernfeld. Wenn sie sich provoziert fühlt, gibt sie durchaus Kontra. Der neue Halter muss also standhaft genug sein, sie souverän bei Begegnungen zuführen. Daher suchen wir Menschen, die bereit sind, mit ihr geduldig und konsequent zu üben. Vermutlich hat sie in ihrer Vergangenheit einfach nicht viel kennen gelernt. Hier zeigt sich wieder, dass auch Herdenschutzhunde wie Liz keine billigen Alarmanlagen sind, sondern Anschluss an ihre Menschen, Erziehung und Alltagssituationen brauchen, um glücklich zu sein. Über Liz‘ Vergangenheit wissen wir leider nicht viel, außer dass sie in einem sehr schlechten Zustand zu uns kam. Sie war abgemagert und vernachlässigt. Inzwischen hat sie sich gut erholt und zeigt ihren starken Charakter.

Wir suchen für Liz erfahrene, konsequente Hundehalter, idealerweise mit Herdenschutzhund-Erfahrung, die ihr ein sicheres, liebevolles Zuhause bieten können. Ein eingezäunter Garten/Grundstück, wo sie sich aufhalten und das sie bewachen darf, wäre super. Aber es muss genügend Kontakt mit ihren Menschen möglich sein. Für die Stadt ist Liz nicht geeignet, sie sucht ein Heim außerhalb.

TIERVORSTELLUNGEN · HUNDE

Ich bin: Wendy

Pyrenäen-SH-Mix, Hündin, kastriert, geboren 05.05.2022, Gewicht 16,5 kg

Wendy ist eine freundliche Hündin, die sich anfangs noch etwas schüchtern zeigt. Bei fremden Menschen braucht Wendy meist einen Moment, um sich zu orientieren. Wenn sie jemanden kennt, taut sie aber schnell auf und zeigt sich freundlich und zugänglich. Mit anderen Hunden ist sie verträglich, was für sie im neuen Zuhause sicher eine schöne Unterstützung sein kann.

Die mittelgroße Hündin muss noch vieles lernen. Deshalb suchen wir für sie Menschen, die Geduld, Ruhe und Freude daran mitbringen, ihr die Abläufe des Alltags Schritt für Schritt zu zeigen. Sie braucht ein Zuhause, in dem man Verständnis dafür hat, dass nicht alles von Anfang an selbstverständlich für sie ist.

Ein freundliches, verlässliches Umfeld würde Wendy helfen, weiter Sicherheit zu gewinnen und sich gut zu entwickeln. Ein souveräner Ersthund könnte je nach Situation gut passen, ist aber keine Voraussetzung.

Wer einer jungen, netten Hündin Zeit zum Ankommen geben möchte und Freude daran hat, sie auf ihrem weiteren Weg zu begleiten, sollte Wendy unbedingt kennenlernen.

Ich bin: Hero von Ascanius

Deutscher Schäferhund, Rüde, geboren am 22.10.2024, Gewicht 37 kg

Der junge Rüde Hero hat in seinem bisherigen Leben leider schon Erfahrungen gemacht, die ihn geprägt haben. Er lebte in einem Umfeld, das für ihn mit viel Stress, Überforderung und Angst verbunden war. Dabei hat Hero sich schützend vor seine Bezugsperson gestellt. Als er zu uns kam, zeigte er sich deshalb sehr verunsichert und war schnell bereit, sich selbst und seine Menschen zu schützen.

Trotz allem bindet sich Hero eng an seine Bezugspersonen und zeigt deutlich, dass er arbeiten und lernen möchte. Er ist gelehrig, aufmerksam und kennt bereits alle Grundsignale. Gleichzeitig merkt man ihm an, dass ihn manche Situationen noch schnell frustrieren können. Er braucht deshalb Menschen, die ihn ruhig, klar und konsequent führen und Freude daran haben, weiter mit ihm zu arbeiten.

Hero ist ein großer, kräftiger Rüde mit etwa 37 kg. Entsprechend suchen wir für ihn ein Zuhause bei erfahrenen Hundehaltern, idealerweise mit guter Kenntnis der Rasse oder ähnlicher Gebrauchshunde. Ein eher ruhiges Zuhause am Ortsrand oder in ländlicher Lage wäre für ihn passend. Ein sicher eingezäunter Garten oder Hof wäre schön, damit er sich auch draußen entspannt bewegen kann. Das Leben im Haus kennt Hero bereits, und auch im Auto mitfahren meistert er problemlos.

Mit anderen Hunden ist Hero bei uns verträglich. Er kommt sowohl mit kleinen als auch mit großen Hunden zurecht, unabhängig davon, ob Rüde oder Hündin. Hero spielt gerne mit Bällen und Spielzeug. Dieses Interesse lässt sich gut einsetzen, um mit ihm zu arbeiten und weiter Vertrauen aufzubauen. Auf seine Menschen und sein Zuhause wird er vermutlich gut aufpassen. Er braucht Halter, die seine Schutzbereitschaft verantwortungsvoll lenken können.

Für Hero wünschen wir uns Menschen, die viel Zeit für ihn haben, ihm Sicherheit geben und ihn fair und verlässlich führen. Dann bringt er beste Voraussetzungen mit, sich zu einem treuen und angenehmen Begleiter zu entwickeln. Wer Hero kennenlernen möchte und sich bewusst ist, was ein junger, kräftiger Schäferhund mit Vorgeschichte braucht, darf sich gerne bei uns melden.

TIERVORSTELLUNGEN · HUNDE

Ich bin: Fina

American Staffordshire-Mix, Hündin, geboren 07.07.2025, Gewicht 27 kg

Die Hündin Fina hat in ihrem jungen Leben bereits Schweres erlebt. Als Welpe wurde sie illegal aus Rumänien nach Deutschland gebracht und wuchs in einem dunklen, dreckigen Schuppen auf. Dort waren die Bedingungen katastrophal: verschimmeltes Futter, ein verdreckter Wassernapf und keine liebevolle Zuwendung prägten ihre ersten Lebensmonate. Im Alter von sieben Monaten wurde Fina schließlich dank des beherzten Eingreifens von Tierschützern und Veterinäramt befreit. Zu diesem Zeitpunkt war sie ängstlich und mager, doch trotz ihrer traumatischen Vergangenheit zeigte sie vom ersten Moment an ihre freundliche und lebensfrohe Natur.

Fina freut sich über jede Art von Aufmerksamkeit, liebt gutes Futter, ausgedehnte Spaziergänge und den Kontakt zu verspielten Artgenossen – wenngleich diese auch standhaft sein müssen, um mit ihrem Temperament zurechtzukommen. Schon bald stellte sich heraus, dass Fina eine sehr gelehrige Schülerin ist. Sie bestand problemlos den Wesenstest, der ihren Charakter und ihre Sozialverträglichkeit bewertet hat. Kugelberg-Nachrichten

Doch die Geschichte von Fina ist noch nicht zu Ende geschrieben. Nun steht die Suche nach den passenden Menschen an, die ihr gerecht werden können. Fina ist äußerst sportlich und bewegungsfreudig – sie benötigt eine konsequente, faire Ausbildung, um ihren zweiten Wesenstest mit 18 Monaten erfolgreich zu meistern. Ihre zukünftigen Halter sollten aktiv sein, viel Zeit investieren können und bereit sein, eine klare Führungspersönlichkeit zu sein. Fina befindet sich derzeit in der Pubertät und testet ihre Bezugspersonen auf Führungsqualität. Sie ist verspielt, manchmal frech, aber immer freundlich und gut gelaunt.

Diese junge Hündin sprüht vor Energie und braucht eine gute Auslastung sowohl körperlich als auch geistig. Gleichzeitig benötigt sie auch Ruhephasen, um sich entfalten und entspannen zu können. Wer Fina ein Zuhause gibt, bekommt eine treue, lebensfrohe Begleiterin, die trotz aller Widrigkeiten nie verloren hat, was Hunde so besonders macht – ihren unermüdlichen Willen zu leben und zu lieben. Es ist Zeit, dass Fina endlich Menschen findet, die ihr ein sicheres, liebevolles Umfeld bieten und sie auf ihrem Weg begleiten.

Mehrere Monate musste Fina in diesem Schuppen leben. Dann wurde sie von Tierschützern und Veterinäramt befreit.

TIERVORSTELLUNGEN · KATZEN

Sie interessieren sich für ein Tierheimtier?

Bitte informieren Sie sich auf unserer Webseite wie wir den Vermittlungsprozess gestaltet haben. Dort haben wir wichtige Infos über Terminvereinbarung, Vorgespräch, Vorüberlegungen und Vertrag zusammengestellt. Viele weitere Katzen finden Sie in der Rubrik Katzenvermittlung.

Big Mac

Ich bin: Nicki

Kätzin, geboren 2015

Nicki musste ins Tierheim, weil ihre Besitzerin ins Pflegeheim umgezogen ist und sich niemand bereiterklärt hatte, die Katze zu übernehmen.

Nicki war anfangs extrem abweisend und hat jeden Annäherungsversuch unsererseits abgeblockt. Inzwischen ist sie ein wenig entspannter und macht langsam Fortschritte. Der Umzug ins Tierheim war für die sensible Kätzin sicher ein traumatisches Erlebnis und bis sie wieder vollends jemandem ihr Vertrauen schenken kann, wird es sicher noch viel Liebe und Geduld brauchen.

Wir suchen für Nicki ein ruhiges Zuhause, ohne Kleinkinder. Sie fühlt sich als Einzelkatze wohl, koexistiert aber auch mit ihren Artgenossen friedlich, sofern sie ihr gegenüber nicht aufdringlich sind.

Ich bin: Rose

Kätzin, schwarz-weiß, kastriert, geboren Ende 2023

Die zurückhaltende Katzendame Rose lebte vermutlich immer draußen und kennt das Leben in einem Haushalt eher nicht. Sie wurde hochträchtig eingefangen und hat nur wenige Tage später fünf Kinder auf die Welt gebracht. Diese und zwei Adoptivkinder hat die liebe Mama vorbildlich umsorgt. Ihre Kinder sind mittlerweile selbstständig und haben alle ein Zuhause gefunden.

Nun sucht auch Rose noch ihr passendes Plätzchen. Sie ist Fremden gegenüber zunächst sehr skeptisch und es bedarf viel Geduld bis sie richtig Vertrauen fasst. Ihre Bezugspersonen dürfen sie aber bereits ein wenig streicheln und besonders mit Leckerlies lässt sich die verfressene Rose aus der Reserve locken. Mit Artgenossen versteht sie sich gut und hätte sicher nichts gegen einen souveränen und sozialisierten Freund oder eine Freundin.

Wir sind: Hudson und Orinoco

Hudson, Devon-Rex-Mix, Kater, kastriert, geboren ca. Anfang 2024

Orinoco, Kater, kastriert, geboren ca. 2022

Die beiden Kater Hudson und Orinoco stammen aus demselben Wildbestand und sind bei uns mittlerweile unzertrennlich, weshalb wir ein gemeinsames neues Zuhause für die zwei Kater suchen. Während Orinoco noch alles aus sicherer Entfernung beobachtet und sich höchstens mit Leckerlies ein wenig bestechen lässt, kann man Hudson schon ein wenig streicheln. Wir sind zuversichtlich, dass beide weiterhin Fortschritte machen und irgendwann richtig Vertrauen fassen können.

Im Gegensatz zu allen anderen Katzen aus der Gruppe hat Hudson Rex-typisch gelocktes, seidiges Fell, das sich zwar super weich anfühlt, aufgrund der fehlenden Deckhaare aber nicht wirklich gut gegen Kälte schützt. Das ist sicher auch der Grund, weshalb Hudson bei seiner Ankunft Schnupfen hatte. Auch sonst war der hübsche Kater in keinem guten Zustand. Er hatte etliche Schrammen und Bissverletzungen, noch dazu ist von seinem Schwanz nur ein kleiner Stummel übrig. Optimal wäre für ihn und Orinoco ein Zuhause mit viel Platz und gesichertem Auslauf z.B. mit Gartengehege.

Mein Name ist: Gary Rot-Tiger, Kater, kastriert, geboren 2023

Gary kam als Fundkatze zu uns. Er hatte draußen Schneckenkorn gefressen und musste mit schweren Vergiftungserscheinungen in die Tierklinik. Zum Glück hat der kleine Kämpfer es geschafft und darf nun auf ein liebevolles Zuhause hoffen.

Gary ist Menschen gegenüber noch sehr misstrauisch und zeigt durch Fauchen deutlich, dass er in Ruhe gelassen möchte. Er braucht Menschen, die bereit sind, viel Zeit und Geduld zu investieren, um sein Vertrauen zu gewinnen. Dann wird er bestimmt bald merken, dass Menschen gar nicht so schlimm sind. Der beste Weg, um sich zu einem ganz tollen Stubentiger zu entwickeln.

Gary wird als Wohnungskatze vermittelt. Sollte er nach ausreichender Eingewöhnung den Wunsch nach Freigang zeigen, darf er diesen in ruhiger und sicherer Umgebung gerne bekommen.

Wir sind: Maestro und Fila

Maestro, Kater kastriert, geboren ca. 2017, auch Troll genannt

Fila, Kätzin kastriert, geboren ca. Mitte 2023

Die beiden Samtpfoten haben sich im Tierheim kennen und lieben gelernt. Sie wurden jeweils draußen eingefangen und sind, wie die meisten verwilderten Hauskatzen, Menschen gegenüber noch recht schüchtern.

Maestro hat in seinem bisherigen Leben sicherlich nicht nur viele Kinder gezeugt, sondern auch ordentlich sein Revier verteidigt, wovon die Narben in seinem Gesicht erzählen. Mit seinen Mitbewohnern zeigt er sich aber sehr sozial, wobei besonders Fila sehr von ihm angetan ist und fast den ganzen Tag mit ihm kuschelt.

Während sich Maestro schon streicheln lässt, ist Fila noch etwas vorsichtig. Allerdings hat auch sie schon gelernt, dass Menschen zumindest gute Leckerlie-Spender sind. Das Paar ist nun auf der Suche nach einem neuen Zuhause bei geduldigen Menschen, die ihnen die nötige Zeit geben, bis sie sich eingelebt und Vertrauen gefasst haben.

Mein Name ist: Alfonso Kater kastriert, geboren ca. 2021

Der langjährige Freigänger Alfonso war anfangs sehr abweisend und wird auch bei Fremden erstmal eine ganze Weile brauchen, bis er jemandem sein Vertrauen schenkt. Der Kater hat vermutlich den Großteil seines Lebens draußen ohne viel Kontakt zu Menschen verbracht.

Unsere ehrenamtlichen Katzenstreichler locken ihn teils schon aus seiner Reserve und mit etwas Geduld und der richtigen Bestechung macht er mit der Zeit sicher auch weitere Fortschritte. Mit seinen vierbeinigen Mitbewohnern zeigt sich Alfonso sehr sozial und hätte sicher nichts dagegen, sich seinen zukünftigen Wirkungskreis mit einem Freund oder einer Freundin zu teilen. Wenn er sich erstmal richtig daheim fühlt, wünscht er sich sicher auch wieder Freigang in verkehrsberuhigtem Gebiet.

TIERVORSTELLUNGEN · KLEINTIERE

Sie interessieren sich für ein Tierheimtier?

Bitte informieren Sie sich auf unserer Webseite, wie wir den Vermittlungsprozess gestaltet haben. Dort haben wir wichtige Infos über Terminvereinbarung, Vorgespräch, Vorüberlegungen und Vertrag zusammengestellt.

Kanarienvögel

Zurzeit sind mehrere Kanarienvögel unterschiedlichen Alters und Geschlechts bei uns. Die große Gruppe sucht ein neues Zuhause, entweder einzeln zu bereits vorhandenen Vögeln oder als kleine bis größere Gemeinschaft.

Für das Wohlbefinden und die artgerechte Haltung der Kanarienvögel ist ein eigenes Vogelzimmer oder eine vergleichbare Räumlichkeit mit Freiflugmöglichkeiten Voraussetzung für eine Abgabe. Alternativ bietet sich auch eine geräumige Außenvoliere an, in der die Vögel ausreichend Flugfreiheit und Bewegung genießen können.

Interessenten sollten beachten, dass Kanarienvögel gesellige Tiere sind, die täglich Aufmerksamkeit und Pflege benötigen. Wir freuen uns, wenn engagierte Vogelhalter diesen wunderbaren Tieren ein liebevolles und artgerechtes Zuhause schenken möchten. Für weitere Fragen und Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Wir sind: Liese und Lotte

Königspython, geboren 2017

Unsere beiden Königspython-Damen Liese und Lotte suchen ein neues, verantwortungsbewusstes Zuhause. Die Schlangen kamen als Abgabetiere zu uns und benötigen nun eine Haltung, die ihren spezifischen Bedürfnissen gerecht wird.

Wichtig für die beiden ist ein möglichst großzügiges Terrarium, das reichlich Klettermöglichkeiten bietet, um den natürlichen Bewegungsdrang der Tiere zu fördern. Zudem sollte eine flache Wasserschale vorhanden sein, die zur optimalen Hydration beiträgt und den Tieren ermöglicht, sich bei Bedarf zu baden.

Interessenten sollten Erfahrung in der Haltung von Königspythons mitbringen und bereit sein, den individuellen Anforderungen der Reptilien gerecht zu werden.

Für weitere Informationen und eine Besichtigung stehen wir gerne zur Verfügung.

TIERVORSTELLUNGEN · KLEINTIERE

Wir sind: Captain und und Bandit

Captain, Widder, männlich, kastriert und Bandit, Zwergkaninchen, weiblich, kastriert Kugelberg-Nachrichten

Captain, ein kastrierter Widderkaninchenbock und kam als Fundtier ins Tierheim. Bandit, ein ebenfalls kastrierter Zwergkaninchenbock, wurde abgegeben. Beide Tiere sind auf das Virus (EC) positiv getestet und weisen einen entsprechenden Antikörpertiter auf. Dies bedeutet, dass sie mit dem Virus in Kontakt gekommen sind. Bandit ist bei uns symptomfrei, Captain hat eine leichte Kopfschräghaltung.

Wir suchen ein gemeinsames, liebevolles Zuhause für Captain und Bandit, in dem sowohl ihre speziellen gesundheitlichen Bedürfnisse berücksichtigt werden als auch ihre tiergerechte Haltung gewährleistet ist. Beide Kaninchen sind aneinander gewöhnt und bilden ein harmonisches Duo.

Interessenten sollten über Erfahrung in der Kaninchenhaltung verfügen oder bereit sein sich ausführlich zu informieren, den besonderen Anforderungen dieser beiden Schützlinge gerecht zu werden. Bei Fragen können Sie sich jederzeit an uns wenden.

EU-BÜRGER VERLANGEN PELZFARMUND PELZHANDELSVERBOT

Mit 1,5 Millionen Unterschriften haben EU-Bürger ein Verbot der Pelztierzucht und des Pelzhandels in der EU gefordert. Die Europäische Kommission ignoriert jedoch weiterhin die klare Mehrheit der EU-Bürgerinnen und Bürger.

Tierschutzorganisationen aus ganz Europa, darunter der Deutsche Tierschutzbund, fordern die Kommission auf, endlich zu handeln. Dies machten im Februar 2026 bei einer Protestaktion des internationalen Bündnisses “Fur Free Alliance in Brüssel deutlich. Die Europäische Bürgerinitiative „Fur Free Europe“ hatte 2023 eine Rekordzahl an Unterschriften für ein Ende der Pelzindustrie gesammelt. Eine finale Antwort der Kommission steht bisher aus, wird nun aber für März erwartet.

Pelztierzucht ist Tierquälerei

„Die Europäische Kommission kann die Stimmen von Millionen Europäerinnen und Europäern und wissenschaftlich belegte Fakten nicht länger ignorieren”, erklärt Henriette Mackensen, Fachreferentin für Pelz beim Deutschen Tierschutzbund. „Pelztierzucht ist Tierquälerei und birgt zudem immense Risiken für die öffentliche Gesundheit und unsere Umwelt. Die Kommission muss endlich entschlossen handeln.“

Bild: Marjan Blan · Unsplash

Neue Umfrage bestätigt: EU-Bürger wünschen

sich Ende der Pelztierzucht

Eine kürzlich vom Marktforschungsunternehmen Savanta veröffentlichte Umfrage unter 18.000 EU-Bürgerinnen und Bürgern bestätigt den Rückhalt für die Europäische Bürgerinitiative „Fur Free Europe“ innerhalb der Bevölkerung. Die Ergebnisse zeigen, dass sich unter den befragten Deutschen eine klare Mehrheit für ein EU-weites Verbot der Pelztierzucht ausspricht (78%). Ähnlich viele Menschen wünschen sich, dass der Handel mit Fellen aus Pelzfarmen bekämpft wird. 80 Prozent sprechen sich für ein Einfuhrverbot von Pelzen aus Zuchtbetrieben außerhalb der EU aus. Nur etwa 8 Prozent der Befragten lehnten ein Verbot ab.

Protestaktion in Brüssel unterstützt Bürgerinitiative

„Der Druck wächst”, macht auch Jürgen Plinz, Präsidiumsmitglied beim Deutschen Tierschutzbund und Mitglied des Boards des Tierschutz-Dachverbands Eurogroup for Animals, deutlich. “Hinter geschlossenen Türen wurden offenbar bereits Standards mit der Pelzindustrie verhandelt. Gesprächsangebote von Tierschutzorganisationen wurden hingegen ignoriert. Wenn die Kommission weiterhin so den Willen der Bürgerinnen und Bürger mit Füßen tritt und an der grauenvollen Pelztierhaltung festhält, wird dies das Vertrauen in die Politik weiter beschädigen.“ Die Antwort der EU-Kommission auf die Europäische Bürgerinitiative wird Ende März erwartet.

Quelle: Deutscher Tierschutzbund

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Redaktion: U. Gericke, Ch. Bächtle, C. Bader Für Layout, Gestaltung und Realisierung sagen wir herzlichen Dank an das Team von marcagrafica.com.

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Kugelberg Nachrichten 2026-01 by Tierschutzverein Ludwigsburg e.V. - Issuu