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Fran Silvestres neuester Entwurf für Sotogrande ist das Werk eines Magiers
Vol. 2 - Ausgabe 36 www.theolivepress.es 28. Februar - 13. März 2025
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SPANIEN PROTESTIERT
DER Zugang zu bezahlbarem Wohnraum ist zu einem der drängendsten sozialen Probleme in Spanien geworden. Am 5. April rufen Mieterverbände und soziale Organisationen zur ersten landesweiten Demonstration auf, um dringend notwendige Lösungen für die wachsende Wohnungskrise zu fordern.
Die Hauptforderungen der Demonstrierenden Die Organisatoren haben eine Reihe von Forderungen aufgestellt, die darauf abzielen, den Wohnungsmarkt zu reformieren und das Wohnen als soziales Grundrecht zu verankern. Zu den wichtigsten Punkten gehören: ● Eine Senkung der Mietpreise um 50 Prozent, um die drastischen Preissteigerungen der letzten Jahre abzufedern.
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Landesweite Demonstrationen am 5. April für bezahlbares Wohnen
PROTESTAKTION: Tausende werden in ganz Spanien auf die Straße gehen
von Elsa Ibanez
● Unbefristete Mietverträge, um mehr Stabilität zu gewährleisten und spekulative Mieterhöhungen zu verhindern. ● Die Rückführung leerstehender, touristischer und kurzfristig vermieteter Wohnungen in den regulären Mietmarkt, um die Wohnraumknappheit zu bekämpfen. ● Ein Verbot spekulativer Immobilienkäufe, sowohl durch große Investmentfonds als auch durch private Großvermieter. ● Der Ausbau des öffentlichen Wohnungsbestands, unter anderem durch die Rückführung von Immobilien, die sich im Besitz von Institutionen wie der SAREB befinden. Diese Maßnahmen sollen dazu beitragen, die steigende Wohnungsnot zu bekämpfen, die viele Familien aus ihren Vierteln verdrängt und insbesondere für junge Menschen den Zugang zu bezahlbarem Wohnraum erschwert.
Die wachsende Krise hat weitreichende Folgen Die Wohnraumkrise in Spanien ist kein neues Phänomen, aber sie hat sich in den letzten Jahren massiv verschärft. In Málaga ist die Nachfrage nach sozialem Wohnraum in nur zwei Jahren um 70,65 Prozent gestiegen, mit aktuell 34.466 registrierten Anträgen. Diese Entwicklung zeigt, wie schwierig es geworden ist, eine bezahlbare Wohnung zu finden, besonders in Großstädten und touristisch geprägten Regionen. Zudem gehört Spanien mittlerweile zu den Ländern Europas, in denen
Haushalte den höchsten Anteil ihres Einkommens für Wohnkosten aufbringen müssen. Die massive Zunahme von Ferienwohnungen und das Fehlen einer effektiven Mietregulierung haben die Preise explodieren lassen. Viele Mieter müssen inzwischen mehr als 50 Prozent ihres Einkommens für die Miete aufwenden.
Torre del Mar: Einheimische werden verdrängt In kleineren Küstenstädten wie Torre del Mar ist die Situation alarmierend. Sara Álvarez, Lehrerin und langjährige Bewohnerin, bringt es auf den Punkt: „Es kann nicht sein, dass ich nicht in meinem eigenen Dorf leben kann. Das ist inakzeptabel. Ich bin Lehrerin, aber es ist mir unmöglich, hier eine Wohnung zu finden. Wenn man durch die Küstendörfer Málagas spaziert, sieht man in vielen Immobilienbüros Schilder mit der Aufschrift: "Keine Langzeitmieten verfügbar". Und wenn man ein Kind hat, wird es
noch schwieriger. Niemand will an Familien mit kleinen Kindern vermieten. Dabei sind es gerade die Familien, die am dringendsten eine bezahlbare Wohnung brauchen. Lösungen? Man muss einfach das Gesetz einhalten, denn die Gesetze gibt es bereits. Die Regierung muss nicht nur Mieter schützen, sondern auch diejenigen, die langfristig vermieten wollen, sich aber nicht trauen, weil sie sich im Falle eines Zahlungsausfalls völlig im Stich gelassen fühlen. Dieses Problem ist viel ernster, als viele denken, und wenn es nicht bald gelöst wird, wird der soziale Unmut Konsequenzen haben.“ Die wachsende Verzweiflung vieler Einheimischer zeigt, dass es längst nicht nur um hohe Mietpreise geht, es geht um das grundlegende Recht, in der eigenen Stadt oder dem eigenen Dorf leben zu können.
Cádiz: Eine Stadt verliert ihre Einwohner Besonders betroffen von der Wohnkrise sind Städte mit hohem
Tourismusaufkommen, darunter auch Cádiz. Marta Pérez vom Colectivo de Cádiz beschreibt die Situation als „völlig unhaltbar“ und warnt vor den sozialen Folgen der zunehmenden Umwandlung von Wohnungen in Ferienunterkünfte. „Das Schlimmste ist, dass unsere älteren Menschen mit völlig fremden Personen zusammenleben müssen. Früher kannten sich die älteren Menschen in einem Wohnblock untereinander. Die Türen standen offen, man unterhielt sich und leistete sich gegenseitig Gesellschaft. Und heute? Jetzt leben sie isoliert und finden oft Urinpfützen und Betrunkene in den Treppenhäusern ihres Gebäudes vor. Das ist nicht normal“, sagt Pérez. Die Proteste am 5. April sind ein klarer Appell an die politischen Entscheidungsträger, das Wohnen nicht länger als Spekulationsobjekt zu betrachten, sondern als Grundbedürfnis der Bevölkerung An diesem Tag werden Tausende in ganz Spanien auf die Straße gehen, um ihrer Forderung nach einer Lösung der Wohnungskrise Nachdruck zu verleihen.