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Olive Press Aleman issue 22

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Immobilie

Künstlerische

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www.theolivepress.es

ANERKENNUNG FÜR GAUDÍ

Seite 11

LIZENZ

Treffen Sie das Designerpaar, die die Häuser von Prominenten umgestalten

Juli 2024

DIE MUSEUMSHÄUSER SPANIENS

GROSSE KÜNSTLER PRIVAT

Siehe Seite 12

Ein Blick in die Wohnstätten der größten spanischen Künstler

KÜNSTLERISCHE LIZENZ

Siehe Seite 14

Wir erkunden die besten Hausmuseen Spaniens

Fußballmannschaft mit Her z

Ein spanischer Fußballverein hat eine ältere Dame gerettet, die nach sechs Jahrzehnten aus ihrem Haus vertrieben werden sollte, um Platz für eine Touristenwohnung zu schaffen. Der Plan, Maria Muñoz aus ihrem Haus in Cádiz(88) von Simon Hunter zu vertreiben, sorgte für Empörung. Der Rentnerin wurde ein konnte. grausames Ultimatum gestellt: Sie könne entweder ausziehen Glücklicherweise kamen ihr die Bürgerplattformen zu oder das Haus für 147.000 Hilfe. Euro Als die Fußballmannschaft kaufen, was sie sich nicht leisten Cádiz CF von ihrer Notlage des er-

Rentnerin, der die Räumung droht, um Platz für Touristenwohnungen zu schaffen, wird von einem lokalen Fußballverein gerettet

Siehe Seite 14

OLIVE PRESS

In den 1990er Jahren wurde

die

nicht tat. Wohnung renoviert, aber sie Daraufhin wurde ein und ihr Mann zahlten weiterhin neuer Verdie sogenannte "renta antigua" trag mit der monatlichen Mie(alte Miete), die einen kleinen te von 97 Euro unterzeichnet. fuhr, sprang sie sofort ein, Doch der Vertrag war Betrag bedeutete, der nicht um Muñoz ihre bisherige an und in den letzten befristet zu helfen. Miete die Inflation angepasst Jahren bevon nur 92 Euro pro Monat wurde. Die Stiftung des Vereins hat gannen die Eigentümer, in Mit dem Tod ihres Mannes im deren Wohnungen in die anImmobilie gekauft und die Rechnung stellen. Jahr 2016 begannen ihre Probdem Haus unbefristeten Mietvertrageinen Seit 1967 lebt die Achtzigjähri- leme. zu verkaufen. geschlossen, damit sie so ab- ge in dieser Wohnung. Sie lebte Rechtlich Mittlerweile werden die lange dort mit ihrem Mann meiswar sie verpflichtet, ten bleiben kann, wie sie möchte. der benachbarten WohnunAntonio und bekam in dieser Wohnung den Vertrag auf ihren Na- gen an Touristen Die Fundacion de Cádiz men umzuschreiben, was vermietet wird ihre drei Kinder. sie Marias Vermieter planten, und in Unkenntnis der Vorschrift ihrer Wohnung dasselbe zu mit tun.

Wir treffen die Innenarchitekten der großen Stars Siehe Seite 12

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HITZEWELLE BRINGT WALDBRÄNDE

Vol. 1 - Ausgabe 22 www.theolivepress.es 26. Juli - 8. August 2024

Wohnungsmarkt immer angespannter Mietwohnungen sind in Málaga-Stadt und der Provinz Málaga nur mehr für wenige erschwinglich

DIE Sommersaison hat diese Woche in Andalusien mit dem Beginn der Hitzewelle mit Waldbränden begonnen. Das spanische Gesundheitsministerium warnt die Einwohner von Sevilla und Córdoba, wo das Thermometer bis zu 44 Grad Celsius erreichen soll, vor einer „ernsten Gefahr für das Leben“. In Ronda und Marbella wurde ein mäßiges Risiko ausgerufen. In dieser Woche sind an der Costa del Sol zwei Waldbrände ausgebrochen. Gestern Nachmittag brach in den Hügeln von Casares ein Feuer aus und mehr als 100 Feuerwehrleute und mindestens elf Flugzeuge waren im Einsatz, um das Inferno über Nacht zu bekämpfen. Dies geschah nur 24 Stunden nach einem ähnlichen Brand in der Gegend von Nagüeles in Marbella, bei dem ebenfalls mehr als 100 Menschen und 14 Flugzeuge im Einsatz waren, um ihn zu löschen. Derzeit besteht in mehr als 90 Prozent von Andalusien eine „ernste Gefahr“ von Waldbränden. Experten warnen die Bewohner, sich besonders wachsam zu verhalten und unter anderem auf Grillpartys und das Wegwerfen von Zigarettenstummeln in bewaldeten Gebieten zu verzichten.

Die Mietpreise in Málaga-Stadt und in den wichtigsten Orten der Provinz steigen weiter. Nach den neuesten Daten von Fotocasa kosten 85 von 100 Wohnungen in der Hauptstadt der Provinz mindestens 1.000 Euro und der Durchschnittspreis für eine Wohnung von 80 Quadratmetern beträgt 1.195 Euro pro Monat. Das ist der sechsthöchste Wert in Spanien und wird nur von Barcelona, Madrid, San Sebastián, Palma de Mallorca und Bilbao übertroffen. Das Wohnungsproblem in Málaga hat eine noch nie dagewesene Dimension angenommen. Allein die Tatsache, dass vor etwas mehr als einer Woche Tausende von Menschen auf die Straße gegangen sind, zeigt die enormen Schwierigkeiten beim Zugang zum Wohnungsmarkt, sei es im Bereich Eigentum oder Miete und die daraus resultierende Verzweiflung der Wohnungssuchenden. Das Phänomen lässt sich zwar auch auf viele andere spanische Hauptstädte übertragen, doch scheinen die Auswirkungen auf die Hauptstadt der Costa del Sol größer zu sein, da sie erfolgreich neue Einwohner und Arbeitnehmer mit hoher Kaufkraft anzieht. In Málaga-Stadt hat sich das Tempo im laufenden Jahr verdoppelt. So stiegen die Mieten im ersten Quar-

von Anna Krüger

tal 2024 um 2,4 Prozent auf einen Durchschnittspreis von 14,41 Euro pro Quadratmeter im Monat. Im zweiten Quartal dieses Jahres betrug der Anstieg 5,2 Prozent, was zu einem Preis von 15,16 Euro pro Quadratmeter im Monat geführt hat. Der immer schwieriger werdende Zugang zu Wohnraum in ganz Spanien und insbesondere in der Provinz Málaga gibt zunehmend Anlass zur Sorge. Málaga ist die spanische Provinz, in der Anteil des Einkommens, der für die Miete aufgewendet werden muss, am höchsten ist. Nach den von Idealista veröffentlichten Zahlen müssen für die Miete einer typischen Zweizimmerwohnung 54 Prozent des Familiennettoeinkommens aufgewendet werden, d. h. mehr als die Hälfte des verfügbaren Haushaltseinkommens. Der Aufwand für die Miete in der Provinz Málaga übersteigt, wenn auch geringfügig, den der Balearen (53 Prozent des Einkommens), sowie den von Barcelona (43 Prozent) und Valencia (40 Prozent). In Santa Cruz auf Teneriffa, Alicante, Las Palmas, Madrid und Guipúzcoa hingegen übersteigen die Mietzahlungen nicht die 30-Prozent-Marke des Einkommens.

Experten und internationale Organisationen empfehlen, dass die Ausgaben für Wohnraum nicht mehr als 30 Prozent des Familieneinkommens ausmachen sollten. Aber auch die Durchschnittsgrenze für ganz Spanien liegt darüber und beträgt 36 Prozent. Allerdings immer noch um 18 Punkte unter dem Wert für Málaga. Aber auch in den wichtigsten Gemeinden der Provinz, die mehr als 50.000 Einwohner haben, gibt es ebenfalls sehr hohe Zuwachsraten bei den Mietpreisen im laufenden Jahr. In Estepona stiegen die Mieten im ersten Halbjahr 2024 um 16 Prozent auf 15,85 Euro pro Quadratmeter und auch in Torremolinos beträgt der Preis 15,87

Euro pro Quadratmeter, mit einem Anstieg um zwölf Prozent. In Marbella sind die Mieten im laufenden Jahr um acht Prozent gestiegen und erreichen fast 20 Euro pro Quadratmeter. Aber auch beim Kauf einer Wohnung sieht es nicht viel besser aus, denn der Kaufaufwand liegt in der Provinz Málaga bei etwa 40 Prozent des Haushaltseinkommens. Málaga steht mit 42 Prozent des Haushaltseinkommens an zweiter Stelle der Liste der spanischen Provinzen mit der größten Anstrengung für die Zahlung einer durchschnittlichen Hypothek (vor einem Jahr waren es 40 Prozent). Diese Zahl wird nur noch von den Balearen (44 Prozent) übertroffen.


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