Die älteste Zeit Die früheren Spuren menschlicher das eins im Gailtale fanden sich in einer Felseninschrift auf den Würmlacher Wiesen. Ein deutscher Gelehrter (Mommsen) entdeckte sie und entzifferte 1857 die Steinritter als Venetische Schriftzeichen. Die Veneter, ein Zweig der Illyrer, deren Kultur im Süden bis zum Mittelländischen Meere, im Westen bis zum Lech, im Norden zur Weichsel und im Osten bis zum Kaspischen Meer reichte, waren nachweisbar die frühesten Bewohner des Gailtales . Ihre Zeit fällt in das 1. Jahrtausend v.Chr. . Im Obergailtal gründeten sie die Siedlung Gurina. Am Jauken schürften sie nach Erzen. P. Max Schlechter, der 1865-70 Pfarrprovisor in Würmlach war, fand 1866 auf Gurina Bronzeblättchen mit Venetischen Schriftzeichen, 1868 grub er dort mehrere Bronzestatuetten bis zu 8 Pfund schwer, aus. Die Felsinschrift auf den Würmlacher Wiesen wurde 1884 herausgenommen und ins Landesmuseum nach Klagenfurt gebracht. Es soll ins Lateinische übersetze, eine Grabschrift für eine verstorbene Frau namens „Bila Attagena“ sein. Daneben fanden sich andere Namen, vielleicht von vorbeiziehenden Wanderern. Ca. 500-400 v.Chr. kam von Nordwesten ein neues Volk, die Kelten, in die Alpen auch ins Gailtal. Sie unterwerfen sich die frühere Bevölkerung, gründeten das keltische Königreich Norikum. In den letzten Jahrzehnten v.Chr. stiegen die Römer über die Alpenpässe in das Tal und Land, drangen bis an die Donau vor und unterjochten die ansässigen Bewohner. Im Jahre 15 v. Chr. war die Besetzung der Alpen durch die Legionäre des röm. Kaisers Augustus vollendet. Das keltische Norikum mit dem Gailtal wurde römische Provinz. Die Römer beherrschten und benützten die bisherigen Ansiedlungen, bauten sie aus, legten den Weg über den Kreutzberg (Plöckenpass) und Gailberg neu an. Venetische, keltische und römische Grabungsfunde auf der Gurina und an verschiedenen Orten des Tales bezeugen das das ein und die Kultur dieser antiken Völker. Ob damals das Gebiet der heutigen Gemeinde Würmlach schon besiedelt war, ist vielleicht anzunehmen, jedoch nicht nachgewiesen. Spuren von römischen Wehranlagen (Kastelle) fanden sich beim Maria-Schneekirchtag in Mauthen (Spähbühel) und am Pittersberger Schlosskegel. Die Römerstrasse von Aquileja über den Kreuzberg nach „Loncium“ (Mauthen) und den Gailberg nach „Aguntum“ (Lienz Boden) und weiter durchs Pustertal nennt schon ein römisches Straßenbuch aus dem 2. Jahrh. n.Chr. . Mit römischen Soldaten, Beamten und Kaufleute kam römische Kulturen, Wirtschaft und das Christentum ins Gailtal. Die Völkerwanderung, eine Bewegung germanischer Stämme, die vom Norden und Osten kam und nach Westen und Süden verliefen, streifte auch das Gailtal. Sie zertrümmerte das Römerreich, erreichte im 5. Jahrh. ihren Höhepunkt und fand im 6. Jahrh. mit der Begründung neuer Staaten auf dem Boden des römischen Imperiums ihr Ende. Im Zuge der Völkerwanderung drangen im 6. Jahrh. die Longobarden ins Gailtal, zogen in der Folgezeit über die Karnischen Pässe in die Po-Ebene, wo sie einen Staat gründeten. Der Longobardische Geschichtsschreiber Paulus Diakonus nennt um diese Zeit die „regio Cellia“ (Name für Gailtal). Den Longobarden folgten aus dem Osten gegen Ende des 6. Jahrh. die Slawen ins Gailtal, ins Drautal bis ans Toblacher-Feld. Von Westen drangen die Bajuwaren (Baiern) entgegen. Dabei kam es, wie Paulus Diakonus berichtet, zu erbitterten Kämpfen zwischen beiden Völkerschaften um die Wende des 6. und 7. Jahrh. in unseren Gegenden. Um 600 herum dürften die römischen Ansiedlungen Aguntum im Lienzer Boden, Tiburnia am Lurnfeld, Gurina und Loncium im Gailtale zerstört worden sein. Das Christentum und die Wirtschaftskultur der Römerzeit ging zugrunde. Keltische und römische Volksteile büssten ihr sprachliches Wesen ein, sie gingen, insoweit sie nicht in die hintersten Täler flüchteten oder ausgerottet wurden, unter Slawen und Germanen auf. Die Völkerwanderungszeit ist die