2. Erfüllung des öffentlich-rechtlichen Kernauftrags
2.1 Radio
Das österreichische Publikum hat drei bundesweite und neun regionale ORF-Radiosender zur Auswahl, die täglich rund um die Uhr Programm anbieten. Darüber hinaus bot der ORF (im Rahmen der Kooperation mit dem Verein AGORA) täglich acht Stunden slowenischsprachiges Programm auf radio AGORA an.
Das gesendete Programm der ORF-Radios kann aus Kapazitätsgründen nicht vollständig EDV-technisch erfasst werden. Da das Radioprogrammschema erfahrungsgemäß über das Jahr hinweg nur geringen Schwankungen unterliegt, wurde – nach gewohntem Muster der Vorjahre – auch 2025 wieder eine „typische“ Woche ausgewählt und der Programmoutput aller ORF-Sender einer detaillierten Inhaltsanalyse unterzogen. Als Musterwoche 2025 wurde die Woche vom 8. bis 14. September bestimmt. Gemäß internationalen Erfahrungen in der Radioforschung kann die Analyse solch einer „typischen Woche“ dazu dienen, eine Orientierung für die Programmstruktur der jeweiligen Sender zu geben. Bis 2017 wurde die Datensammlung von den Sendern selbst (Ö1, Hitradio Ö3, FM4) oder von der ORFMedienforschung (für die ORF-Regionalradios) organisiert und ausgeführt. Seit 2018 werden Analyse und Auswertung von der APA-Comm durchgeführt, wobei das Analyseschema unverändert blieb, d. h. die zur Klassifizierung herangezogenen Hauptkategorien sind über die Jahre konstant.
Die Hauptkategorien zur Klassifizierung des Wortanteils sind:
•Information •Kultur •Religion/Ethik •Wissenschaft/Bildung •Service/Verkehr/Wetter • Sport •Familie/Gesellschaft •Unterhaltung
Die Hauptkategorien zur Klassifizierung des Musikanteils sind:
•Alternative •Ernste Musik •Oldies/Evergreens •Pop •Unterhaltungsmusik/Schlager •Volksmusik/Weltmusik
Der Modus der Herbstwoche wurde aus Gründen der Kontinuität und Vergleichbarkeit beibehalten. In Abhängigkeit von der Nachrichtenlage oder von Schwerpunkten kann es von Jahr zu Jahr immer wieder zu leichten Veränderungen bei der Verteilung der Inhalte auf bestimmte Programmkategorien kommen. Erneut wirken sich internationale Krisen wie der Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine sowie der Nahostkonflikt auf die Nachrichtenberichterstattung aus, darüber hinaus setzt sich die Themenlage aus einer Vielzahl kleiner Schwerpunkte zusammen (z. B. Reformen der Regierung im Gesundheits- und Sozialbereich, erste Berichterstattung zum ESC).
Die ausgewiesenen Wort- und Musikanteile in den Tabellen der folgenden Kapitel beziehen sich auf den Netto-Output und beinhaltenkeine Werbung (kommerzielle undsoziale Werbung; Programmhinweise), Jingles und Signations. Die Nachkommastellen bei den Prozentangaben sind gerundet, Summendifferenzen daher möglich.
2.1.1 Österreich 1
Österreich 1 wurde 2025 durchschnittlich täglich von 754.000 Personen gehört. Bei der Bevölkerung ab zehn Jahren lag die Tagesreichweite damit bei 9,2%, bei Personen ab 35 Jahren bei 11,5%. In der Gesamtbevölkerung erreichte Ö1 einen Marktanteil von 6%, in der Zielgruppe ab 35 Jahren 8%.1
Die österreichische Kulturlandschaft in ihrer Vielfalt, die Republiksjubiläen, die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten, die Chancen und Risiken von Künstlicher Intelligenz waren einige Aspekte von Ö1 im Jahr 2025.
Dem Medium Radio widmete sich Ö1 am „World Radio Day“ (13. Februar) mit einem Ö1-Tag mit der ehemaligen Präsidentin der Salzburger Festspiele Helga Rabl-Stadler und Schauspieler Karl Markovics, die je einen halben Tag live im Studio verbrachten, um „ihr“ Ö1Programm zu hören, mitzugestalten und zu kommentieren. Anlässlich des Internationalen Frauentages (8. März) erstreckte sich das inhaltliche Spektrum im März etwa von einem vierteiligen „Radiokolleg“ zur „Utopie Gleichstellung“ bis zu einem „Diagonal“ über „Die Gläserne Decke“. Im April erkundete Ö1 im Rahmen der „Ö1 Sportwoche“ in mehr als 60 Sendungen Sport abseits von Metern und Sekunden. Im Rahmen der Ö1-Thementage standen am „Ö1 Jazztag“ (30.April) zahlreiche Sendungen im Zeichen des Jazz mit all seinen Facetten, am 22. Mai feierte Ö1 mit dem „Ö1 Space Day“ 50 Jahre europäische Raumfahrt und anlässlich des 100. Geburtstages von Ernst Jandl widmete Ö1 dem österreichischen Schriftsteller und Dichter am 1. August den Thementag „Ö1 jandlt“ mit verschiedenen Sendungen und ganztags ins Programm gestreuten Original-Ton-Juwelen des Avantgardisten. Im Rahmen des ganzjährigen Ö1-Schwerpunktes zum 200. Geburtstag von Johann Strauss Sohn fand im Rahmen von „Johann Strauss 2025 Wien“ in Wien das Ö1 KulturPicknick mit mehreren Live-Sendungen statt, am 25. Oktober der Ö1-Thementag „200 Jahre Johann Strauss“ – u. a. mit der nachmittäglichen Live-Spezialsendung „Strauss 200“ inklusive LiveÜbertragung des „Johann Strauss Geburtstagskonzerts“ aus dem Wiener Musikverein.
Der „Ö1 Festspielsommer“ brachte wieder zahlreiche Übertragungen u. a. von den Salzburger Festspielen, Glatt & Verkehrt oder vom Jazzfestival Saalfelden. Zusätzlich zu den musikalischen Höhepunkten standen ab Juli auch wieder spezielle Sommerserien auf dem Programm von Ö1: So präsentierten in der Reihe „Lieblingsstücke“ Kulturschaffende ihre liebsten Musikstücke – etwa Karl Markovics, Dörte Lyssewski, Gerti Drassl oder André Heller.
1 Datenbasis: Radiotest 2025_4 (GJ 2025), n=24.000, Mo–So, 10+
In der neuen Reihe „Ö1 Kulturtalk“ wurden jeweils sonntags in Gesprächen mit Kulturjournalistinnen und Kulturjournalisten Ausblicke, Kritiken und Reflexionen zum aktuellen Festspielgeschehen geboten. Seit November findet der „Ö1 Kulturtalk“ einmal monatlich live vor Publikum im ORF RadioKulturhaus statt, die Aufzeichnung ist in Ö1 zu hören. Darüber hinaus gab es zwei Schwerpunkte im Sommer: „Österreicherinnen und Österreicher in der Welt“ stellte in zahlreichen Sendungen Menschen vor, die ihren Lebensmittelpunkt in ein anderes Land verlegt haben und im Rahmen des Schwerpunkts „Widerstand“ beschäftigte sich Ö1 in verschiedenen Sendungen mit Facetten widerständigen Handelns.
Im Zentrum kultureller Schwerpunkte standen u. a. Kurt Schwertsik (90. Geburtstag), Antonio Salieri (200. Todestag), Rainer Maria Rilke (150. Geburtstag), Hannah Arendt (50. Todestag) sowie Pierre Boulez, Oscar Peterson und Hildegard Knef jeweils zum 100. Geburtstag. Mit zahlreichen Beiträgen und Sendungen hat sich Ö1 auch an den ORF-weiten Schwerpunkten zu den Themen 80 Jahre Ende Zweiter Weltkrieg und 80 Jahre Zweite Republik oder zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen beteiligt.
Ö1 ist nicht nur Berichterstatter, sondern auch Produzent und Veranstalter und nimmt den Kultur- und Bildungsauftrag über Kompositionsaufträge, Stipendien, Symposien, öffentliche VeranstaltungenimORF RadioKulturhaus und in CD-Produktionen wahr. ImÖ1-Club-Magazin „gehört“ wurden 2025 zahlreiche Kulturveranstaltungen angekündigt. Bei allen programmrelevanten Veranstaltungen ist der Sender präsent, er ist Medien- und Kooperationspartner für mehr als 600 Kulturinstitutionen und Kulturveranstalter in ganz Österreich.
INFORMATION
In den Ö1-News-Formaten stand die Berichterstattung zu Beginn des Jahres im Zeichen der Regierungsbildung in Österreich. Die Parteichefinnen und -chefs sowie die neuen Ministerinnen und Minister waren in Interviews in den Ö1-„Journalen“ sowie im SamstagsInterview-Format „Im Journal zu Gast“ zu hören und zu sehen. Inhaltlich standen die schwierige wirtschaftliche Lage sowie die Budget-Probleme im Mittelpunkt.
International waren nach der Angelobung des neuen US-Präsidenten im Jänner dessen Zollpläne und seine außenpolitische Linie ständige Themen in den Ö1-Nachrichtenformaten. Weltpolitische Fragen wie der Krieg in der Ukraine oder jener im Nahen Osten oder die Bundestagswahl in Deutschland waren wiederholt Themen in „Journal-Panorama – Klartext“Diskussionsrunden.
ORF WISSEN AUF Ö1
Das Ressort „Aktuelle Wissenschaft“ arbeitet seit 2025 trimedial. Über alle Themenfelder hinweg wurden tagesaktuelle Beiträge für TV, Radio und Online umgesetzt und in den Ö1„Journalen“, in „Wissen Aktuell“ und auf science.ORF.at vertieft. Trimediale Projekte wurden umgesetzt – beispielhaft sei hier „Universum History“ zurPhysikpionierin Laura Bassi erwähnt,
des öffentlich-rechtlichen Kernauftrags
das auch im Radio und online Niederschlag gefunden hat, sowie der Abteilungsschwerpunkt zu 130Jahre österreichische Grabungin Ephesos. Ganzjähriges Thema waren die Einschnitte in der Wissenschaft in den USA und ihreAuswirkungen auf Europa und Österreich: Zahlreiche Beiträge haben die Ereignisse in den USA und die Bemühungen hierzulande thematisiert, unter Druck geratenen Forscherinnen und Forscher die Fortführung ihrer Arbeit in Österreich zu ermöglichen. Darüber hinaus haben die Klimaerwärmung und unterschiedliche medizinische Themen – von der sogenannten „Abnehmspritze“ über die ersten Medikamente gegen Alzheimer-Demenz bis hin zu den herbstlichen Viruserkrankungen – die Redaktion beschäftigt. Durchgezogen hat sich2025 inder aktuellenBerichterstattung das Bemühen, dem PublikumService und positive Themen im Sinn einerkonstruktivenBerichterstattungzu bieten – etwa, wenn es um ein gesundes Leben oder Fortschritte in der Forschung geht. Dieses Bemühen wurde 2025 auch auf Social Media erweitert, wo eine Kooperation mit dem sehr erfolgreichen Instagram-Kanal der ZIB das junge Publikum von Wissenschaftsnachrichten deutlich erweitern konnte.
Die Höhepunkte im Ressort „Zeitgeschehen und Geschichte“ waren im Bereich von „Betrifft: Geschichte“ die Erprobung des neuen Formats „Gefragt: Geschichte“ für Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufe II. Ebenso wurden neue WegezumPublikum beim Format „Punkt eins“ erprobt, wo von der Frankfurter Buchmesse live gesendet wurde, ebenso wie von der Buch Wien, was zu einer hohen Interaktion mit dem Publikum vor Ort geführt hat. Die Synergien bei der Zusammenarbeit zwischen einzelnen Redaktionen in gemeinsamen Schwerpunkten zeigte sich beim partizipativen Multimediaprojekt zum 80-jährigen Jubiläum der Gründung der Zweiten Republik: „Gemeinsam erinnern“ startete im März 2025 mit einem „Radiokolleg“ über den Alltag 1945 und einer Telefonaktion. Im April wurde die Oral-HistoryAktion im Rahmen der sechsteiligen „Radiokolleg“-Reihe „Nationbuilding“fortgesetzt. Mehr als 400 Einträge, Ausschnitte aus den Anrufen, aber auch von den Hörerinnen und Hörer selbst hochgeladene Texte, Bilder, Videos und Audios wurden auf der ORF Erinnerungsplattform https://oe1.ORF.at/zweiterepublik veröffentlicht. Ein weiterer Schwerpunkt war die Auseinandersetzung mit der Flüchtlingskrise von 2025 unter dem Titel „Integration oder Illusion?“. In Kooperation mit der TV-Sendung „Stöckl live miteinander reden“ wurde das Thema in der Ö1-Sendung „Moment“ anhand der Erfahrungen eines Flüchtlings aufgearbeitet. Das Ö1-„Radiokolleg“ begleitete im September den Schwerpunkt mit der Serie „Chronologie der Flucht nach Österreich“ und der Frage, wie sich in den letzten zehn Jahren die Gesellschaft, dieMigrationspolitik und damit auch dieWillkommenskulturverändert haben. Für die Ö1-Sommerserie „Es war ein kämpferisches Leben – Frauen gegen den Faschismus“ wurde ein zeithistorischer Schatz geborgen: die Erinnerungen von Frauen, die ihr Leben für die Demokratie riskiert haben. Die von Karin Berger in den 1980er Jahren auf Tonband aufgenommenen Stimmen von Widerstandskämpferinnen, die noch nie zu hören waren, wurden digitalisiert und als 16-teilige Radioserie gesendet. Weitere multimedial bzw. ressortübergreifende Themen waren „Welthandel neu verhandelt“ in Kooperation mit ORFNews und „Land ohne TikTok“ bzw. „Border Business“ in Zusammenarbeit mit ORF Sound.
Das Ressort „Natur und Gesundheit“ richtete in der werktäglichen Fünf-Minuten-Sendung „Vom Leben der Natur“ den Scheinwerfer auf Menschen, die über ihreTätigkeiten aus der Welt der Tiere und Pflanzen mit Verve und Wissen sprechen. Die wöchentliche Ö1Gesundheitssendung „Am Puls“ legte 2025 besonderen Wert auf medizinisches Wissen. Ein weiterer Höhepunkt war die Sendung zur Weltraummedizin anlässlich 50 Jahre Europäische RaumfahrtAgentur am Ö1-„Space Day“ mit Österreichs einzigemAstronauten Franz Viehböck und seinemArzt.
Der 2025 fortgesetzte russische Angriffskrieg in der Ukraine sowie historisch folgenreiche Kriege beschäftigten das Ressort „Wissenschaft und Innovation“. Das Radio-Langformat „Dimensionen“ stellte Fragen wie „Auf welche Weise dokumentieren Tagebücher, die vor 80 Jahren geschrieben wurden, das Kriegsende inÖsterreich?“, „Wie umweltschädlich ist Krieg?“ oder „Welche sozialen Langzeitfolgen hatten die Bauernkriege vor 500 Jahren?“ Einen vertiefenden Blick warf die Redaktion in diesem Jahr auch nach Asien mit drei spannenden Wissenschaftsreportagen aus Taiwan, Südkorea und Japan. 2025 startete der „Open Space“, ein Donnerstagsformat für aktuell programmierte Gespräche und Magazine. Die Sendung „matrix“ behandelte die Chancen und Risiken von KI, die Rolle von Social Media in der Gesellschaft, neue digitale Trends sowie ethische und rechtliche Fragen. Das Angebot der „Science Arena“ ging neben den erfolgreichen Reihen „These trifft auf Erfahrung“ und der „Science Show mit Professor Haidinger“ auf folgende Fragen ein: „Wie vielAktivismus verträgt die Wissenschaft?“ oder „Ist Frieden gleich Frieden?“. Erwähnenswert ist die erstmalige Smart-TV-Produktion einer „Science Arena“-Sendung aus der Türkei anlässlich des 130jährigen Jubiläums der österreichischen archäologischen Grabung in Ephesos.
MUSIK
Die Ö1-Musikabteilung sendete im Rahmen des „Festspielsenders Ö1“ Festivals und Konzertveranstaltungen in ganz Österreich live oder zeitversetzt die wichtigsten Produktionen der Salzburger und Bregenzer Festspiele, aber auch Veranstaltungen der styriarte, der Festivals Allegro Vivo, Grafenegg, Musica Sacra, Schubertiade Schwarzenberg, Glatt & Verkehrt u. v. a. Allein im Rahmen des Festivalsommers wurden mehr als 200 Konzerte in ganz Österreich aufgezeichnet.
Ein besonderer Schwerpunkt war demJahresjubiläum „Johann Strauss 2025 Wien“ gewidmet, im Rahmen dessen acht Produktionen (Konzert und Operette) übertragen wurden, und das mit dem monatlichen Podcast „Strauss aufs Ohr“ begleitet wurde.
Insgesamt entstanden 2025 rund 450 gesendete Ö1-Konzert- und -Musiktheaterproduktionen – beispielsweise im Wiener Konzerthaus, im Wiener Musikverein, im Theater an der Wien, im Jazzclub Porgy & Bess, im Rahmen des Festivals Wien Modern, im Wiener ORF RadioKulturhaus oder in den ORF-Landesstudios.
Erfüllung des öffentlich-rechtlichen Kernauftrags
Einen Beitrag zur Stärkung und Präsenz der österreichischen Live-Musikszene leisteten auch die Sendung „Ö1 Hausmusik“ mit einem wöchentlichen Studioset und die „Ö1 KlassikTreffpunkt“-Sommertournee zu den österreichischen Festivals.
2025 wurden der European Broadcasting Union (EBU) 117 Ö1-Mitschnitte (106 Konzerte, elf Opern) angeboten, die Aufnahmen wurden 913-mal bestellt und bis Jahresende 591-mal von öffentlich-rechtlichen Sendern dieses Netzwerks ausgestrahlt.
Bei der 58. Ausgabe des ORF-Festivals „musikprotokoll im steirischen herbst“ kamen 15 Kompositionen zur Uraufführung, davon fünf Auftragswerke von Ö1, weiters gab es zehn österreichische Erstaufführungen. Die beim „musikprotokoll“ gespielten Werke und Veranstaltungen ergaben 1400 Minuten Ö1-Sendezeit mit zeitgenössischer Musik.
LITERATUR UND HÖRSPIEL
Das „Hörspiel“ „Die Bagage“ von Monika Helfer in der Bearbeitung und Regie von Elisabeth Weilenmann erhielt im Rahmen der „Ö1-Hörspiel-Gala“ im Februar 2025 nicht nur den begehrten Publikumspreis und den Preis für das beste Sounddesign sondern steht auch auf der Shortlist für das „BBC Best European Radio Drama of the Year 2026“.
„Literatur reloaded“ ist eine Ö1-Reihe von Elisabeth Weilenmann, die Klassiker der Weltliteratur neu erzählt.
In der Ö1-„Radiogeschichten“-Reihe „Mein privates Glück“ schilderte der Schriftsteller und Erzähler Michael Köhlmeier die Lebensgeschichte seiner Eltern. Im Juli und August brachten die „Radiogeschichten“ im Rahmen des Ö1-Schwerpunkts „Österreicherinnen und Österreicher in der Welt“ Texte von Auslandsösterreichern wie Robert Seethaler, Ann Cotten oder Leopold Federmair.
Mit 52 Sendungen, davon 22 Neuproduktionen, setzte „Du holde Kunst“ den Schwerpunkt zu fremdsprachiger Dichtung in hochwertiger Übersetzungfort (u. a. William Carlos Williams, Pier Paolo Pasolini, Tomas Tranströmer, Philippe Jaccottet, Louise Labé, Marina Zwetajewa), stellte Lyrik der Moderne bzw. zeitgenössische Lyrik vor und nahm Jubiläen/Gedenktage wahr (u. a. August Wilhelm Schlegel, Rainer Maria Rilke). Die Sendereihe feierte im Oktober ihren 80.Geburtstag.
„Kunst zum Hören“ startete am 17. Jänner in die „Art‘s Birthday“-Feierlichkeiten im ORF RadioKulturhaus mit zahlreichem Publikum, einem Video-Live-Stream sowie on air, im Netzwerk mit der EBU Ars Acustica Gruppe und darüber hinaus. Zudem wurden zahlreiche Neuproduktionen im Bereich der Audio- und Radiokunst für die Reihe „Kunst zum Hören“ produziert.
FEATURE – KABARETT – DIAGONAL
In der Ö1-Reihe „Hörbilder“ startete Mitte März die zweite Staffel der erfolgreichen Serie „Am Wendepunkt“ mit zwei gesellschaftskritischen Folgen zu IS-Kriegern die in Syrien kämpfen und über nach Österreich ausgewanderte Polen in ihrem neuen Leben
Die „Tonspuren“ unternahmen 2025 eine Reise nach Venedig zum 300. Geburtstag des Schriftstellers Giacomo Casanova. Eine spezielle Sendung widmete sich den sogenannten „Tagebuch Slams“ Im Dezember 2025 begaben sich die „Tonspuren“ auf die Spuren von Arthur Conan Doyle in Feldkirch in Vorarlberg.
Der renommierte Radio-Kabarettpreis „Salzburger Stier 2025“ wurde live aus Deutschland am 9.Mai mit dem Eröffnungsabend und am 10. Mai mit der Preisverleihung an Alex Kristan als österreichischer Preisträger 2025 übertragen
„Diagonal“ produzierte zu Jahresbeginn eine dreiteilige Gesprächsreihe mit Rutger Bregman, niederländischer Historiker, Autor und Aktivist, der international erfolgreichen KünstlerinAnne Imhof und Regisseur Ersan Mondtag. Dazu kamen umfassende Sendungen zu Friedensreich Hundertwasser, Gerhard Rühmzum 95. Geburtstag, über den US-Superstar LaurieAnderson, Yoko Ono oder Marina Abramovic. Weiters gab es u. a. Sendungen zu Politik & Kunst in Ungarn, zur Debatte über das Ende des Westens, zum Thema Infrastruktur oder die Stadtporträts Addis Abeba und Montreal.
RELIGION UND ETHIK
In vielen Formaten wurde der Wechsel an der Spitze der römisch-katholischen Kirche thematisiert: Papst Franziskus starb, aus dem US-amerikanischen Kardinal Robert Francis Prevost wurde Leo XIV. und das in einem von der katholischen Kirche ausgerufenen „Heiligen Jahr“. Vor allem die aktuellen Ö1-Sendereihen „Religion aktuell“ und „Im Fokus – Religion und Ethik“ lieferten dazu eine Vielzahl an Berichten undAnalysen, zusätzlich startete in „Im Fokus“ der Podcast „Macht und Herrlichkeit – der Ö1-Popecast“.Abgesehen davonfanden das größte religiöseFest derWelt, dieKumbhMela inIndien, undauch besonders fürÖsterreich relevante Neubesetzungen von kirchlichen Spitzenämtern Niederschlag in der Berichterstattung: Josef Grünwidl wurde als Erzbischof von Wien ernannt und erstmals gibt es mit Cornelia Richter eine evangelische Bischöfin in Österreich. Porträts von beiden waren u. a. in der Sendereihe „Lebenskunst“ zu hören. Die Ö1-Reihe „Memo – Ideen, Mythen, Feste“ setzte die Streifzüge durch diverse christlich-orthodoxe Kirchen und Gemeinden fort und widmete sich dem großen Jubiläum 1700 Jahre Konzil von Nicäa. Der „Zwischenruf“ rückte verstärkt das Thema Einsamkeit und dieWege aus der Einsamkeit in den Mittelpunkt. Die Reihe „Gedanken für den Tag“ widmete sich gleich mehrfach dem Gedenkjahr 2025.
Erfüllung des öffentlich-rechtlichen
Programmstruktur von Österreich 12
Ergebnisse der Inhaltsanalyse für Österreich 1 in der Musterwoche 2025 zwischen 8. bis 14. September:
Wortanteil nach Kategorien
Tabelle 1: Programmstruktur Österreich 1, Wortanteil nach Kategorien
Musikanteil nach Kategorien
2.1.2 Hitradio Ö3
Ö3 war 2025 neuerlich klarer Reichweitensieger am Radiomarkt und erreichte täglich durchschnittlich fast 2,5 Mio. Österreicherinnen und Österreicher ab zehn Jahren bei einem Marktanteil von 27%. In der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen kam Ö3 auf eine Tagesreichweite von 33,0% und einen Marktanteil von 29% 3
Programmoffensive 2025 – neue Sendungen, neue Akzente und viel Dialog
Hitradio Ö3 blickte im Jahr 2025 auf ein dynamisches Programmjahr zurück, das von Innovation, gesellschaftlicher Verantwortung und einer deutlichen Erweiterung zentraler Sendungsformate geprägt war. Der Ö3-Wecker, seit 1968 das bekannteste Morgenformat des Landes, erfand sich im Herbst 2025 neu. Neben Gabi Hiller und Philipp Hansa begleiten nun auch Philipp Bergsmann und Anna Kratki die Österreicherinnen und Österreicher am Morgen.
Die „Ö3-Austria Top 40“ erhielten einen neuen Sendeplatz und sind nun bereits montags ab 22 Uhr zu hören. Zudem startete ein eigener Podcast, der aktuelle Trends und Hintergründe aus der Musikwelt vertieft. Mit dem Ö3-Pop-Magazin am Mittwochabend erhielt Musik und ihre Geschichten mehr Raum, während der neue „Ö3 Mental Health Talk“ jeden Dienstag ab 22 Uhr Expertinnen und Experten zu Wort kommenlässt, die psychische Gesundheit alltagsnah und wissenschaftlich fundiert erklären. Im September gab es ein ausführliches Interview mit Hollywood-Star John Malkovich in „Frühstück bei mir“.
Ein inhaltlicher Schwerpunkt lag auf dem Thema mentale Gesundheit, dem sich Ö3 ab dem 6. Oktober in einer umfassenden Schwerpunktwoche widmete. Der Höhepunkt dieser Woche war das große Mental Health Festival am 9. Oktober in Wien. Auf drei Bühnen gaben unter anderem Valerie Huber, Nico Langmann, Paul Plener, Lukas Klaschinski, Ali Mahlodji und Karin Teigl Einblicke in Themen rund um persönliche Belastbarkeit, psychische Gesundheit am Arbeitsplatz und den bewussten Umgang mit digitalen Herausforderungen.
Von Juni bis September berichtete Ö3 von den großen Festivals in ganz Österreich und sendete livevon Konzerten. Die „Ö3-Konzertreporterin“ war ein wesentliches Tool, um die Ö3Höhepunkte gemeinsam mit der Online-Redaktion digital besser sichtbar und der Marke Ö3 klar zuordenbar zu machen. Das Ziel war, vor allem bei der jungen „Digital First“-Zielgruppe einen stärkeren digitalen Touchpoint mit der Marke Ö3 zu erzielen.
Als einzige 24-Stunden-Radio-Nachrichtenredaktion Österreichs erfüllte die Ö3-Nachrichtenredaktion auch 2025 ihre zentrale Aufgabe, die Bevölkerung rund um die Uhr zu informieren und im Krisenfall zu alarmieren. Bei Notfällen unterbrach Ö3 nicht nur das eigene Programm, sondern bei Bedarf auch das laufende Programm anderer
3 Datenbasis: Radiotest 2025_4 (GJ 2025), n=24.000, Mo–So, 10+
des öffentlich-rechtlichen Kernauftrags
ORF-Radiosender, um wichtige Meldungen – etwa von Landeswarnzentralen – schnell zu verbreiten. Die Redaktion fungierte zudem als Anlaufstelle für Behörden im Katastrophenfall und leitete im Ernstfall die interne Alarmierung weiterer ORF-Redaktionen ein. Inhaltlich prägten 2025 jene Themen die Ö3-Nachrichten, die für die Lebenswelten junger Menschen besonders relevant waren: Teuerung, Wirtschaftslage, Gesundheit, Klima und politische Entwicklungen. Neben alltagsrelevanten „news you can use“ lag der Fokus auf verlässlicher Sofortinformation und aktueller Einordnung internationaler Krisen. BreakingNews wurden von den Hörerinnen und Hörern zunehmend nachgefragt. Sportlich standen einige Großveranstaltungen auf dem Programm: die Alpinen Ski WM 2025 in Saalbach, die Nordische Ski-WM 2025 in Trondheim/Norwegen, die Eishockey-WM in Österreich und die Fußball UEFA Europa und Champions League oder die Formel 1 in Österreich.
Im Jahr 2025 setzte Andi Knoll mit der Aktion „Knoll packt an“ ein weiteres Zeichen für Nähe und Authentizität. Woche für Woche arbeitete er in unterschiedlichen Berufen mit – vom Floristen über den Skilehrer bis zum Postzusteller – und rückte so die Vielfalt und Bedeutung der österreichischenArbeitswelt ins Zentrum. Auch dieSuche nachLehrstellen fürJugendliche mit Behinderung war 2025 ein wichtiges Thema. Ein ganzer Ö3-Sendetag wurde diesem Anliegen gewidmet. Unternehmen konnten Lehrstellen direkt bei Ö3 melden, die anschließend über NEBA und das AMS vermittelt wurden. Ein weiterer Schwerpunkt war das 15-jährige Jubiläum der Team Österreich Tafel, das im Rahmen eines österreichweiten Aktionstags begangen wurde. Ehrenamtliche informierten in mehr als 200 Supermärkten über ihre Arbeit und nahmen gleichzeitig Warenspenden entgegen.
Die Ö3-Jugendstudie, an der rund 28.000 junge Menschen teilnahmen, zeigte erneut, dass die Generation Z ihre Welt zunehmend individuell gestaltet, sich jedoch gleichzeitig oft missverstanden undzuwenig gehört fühlt. ZumzweitenMal warÖ3 mit „Frag das ganze Land“ auf Tour. Im Rahmen der Ö3-Jugendstudie wurde die Aula, der Turnsaal oder der Festsaal von Schulen im ganzen Land zur Pop-Up-Talk-Arena umfunktioniert. Schülerinnen und Schüler im Alter zwischen 16 und 18 Jahren diskutierten die wichtigen Themen unserer Zeit.
Im September wurde der 23. Ö3-Verkehrsaward verliehen, eine traditionsreiche Initiative, die gemeinsam mit dem Innenministerium sowie dem Ministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur außergewöhnliche Heldinnen und Helden der Straße auszeichnete. Mut, Zivilcourage und Lebensrettung standen dabei im Mittelpunkt. Auch im Bereich Podcasts setzte Ö3 neue Rekorde. Der fünfte Ö3-Podcast-Award erzielte rund 60.000 Votings, etwa 1.400 unterschiedliche Podcasts wurden nominiert – neue Höchstwerte. Der Sieg ging an „Das Café am Rande der Freundlichkeit“.
Durch Konzertkooperationen mit österreichischen Musikerinnen und Musikern trug Ö3 zur Stärkung der lokalen Musikkultur bei. Im Jahr 2025 setzte Ö3 mehr als 50 Ö3Konzertkooperationen mit österreichischen Musikerinnen und Musikern um. Neben Besuchen und Interviews im Radiostudio wurden u.a. laufend Studio Sessions bei Ö3 durchgeführt,
Erfüllung des öffentlich-rechtlichen Kernauftrags
Musik aus Österreich wurde dadurch hör-, seh- und erlebbar gemacht. 2025 fanden 15 Studio Sessions mit vielen österreichischen Künstlerinnen und Künstlern statt, wie jene von Edmund, NESS und RIAN oder OSKA.
Die Ö3-Gemeinde – gemeinsam stark „Das verlässlichste Wunder der Welt“ wurde 2025 bereits zum 21. Mal durchgeführt: Die Ö3Wundertüte ist das große Nachhaltigkeitsprojekt der Ö3-Gemeinde mit Sinn und Wirkung auf verschiedenen Ebenen. Privatpersonen, Schulen, Vereine und Firmen im ganzen Land sammelten alte Handys bzw. Smartphones, die in der Ö3-Wundertüte umweltgerecht verwertet und in eine Überbrückungshilfe für Familien in Not in Österreich verwandelt wurden. Durch die Beständigkeit und die erzielte Nachhaltigkeit wurde diese Initiative zu einem weltweiten Best-Practice-Beispiel.
Kurz vor Weihnachten war das Ö3-Weihnachtswunder 2025 wieder am Start, diesmal in Salzburg. Mit dem großen Spendenfest der Ö3-Gemeinde für LICHT INS DUNKEL schuf Ö3 einen Rahmen für all das, was Österreich in dieser Zeit ausmacht.
Das "TeamÖsterreich" alsKooperationvon Rotem Kreuz und HitradioÖ3 hat den Staatspreis für freiwilliges und ehrenamtliches Engagement 2025 in der Kategorie "Katastrophenschutz und Notfallhilfe" gewonnen, insbesondere für den Einsatz beim Hochwasser 2024 und die Lebensretter-App.
Erfüllung des öffentlich-rechtlichen
Programmstruktur von Hitradio Ö34
Ergebnisse der Inhaltsanalyse für Hitradio Ö3 in der Musterwoche 2025 zwischen 8. bis 14. September:
Wortanteil nach Kategorien Kategorie
3: Programmstruktur Hitradio Ö3, Wortanteil nach Kategorien
Musikanteil nach Kategorien
Tabelle
2.1.3 FM4
2025 hörten durchschnittlich täglich 311.000 Österreicher/innen ab zehn Jahren FM4, der Marktanteil lag bei 2%. In der Altersgruppe der 14- bis 49-Jährigen kam der Sender auf eine Tagesreichweite von 5,4% und einen Marktanteil von 3% 5
Programmschwerpunkte und Neuerungen
Um dem Auftrag, junges öffentlich-rechtliches Programmzubieten, optimalzu genügen, setzte radio FM4 im Jahr 2025 auf zwei thematische Schwerpunkte: Die „Screen Time Challenge“ in Kooperation mit der Universität für Weiterbildung Krems und Finanzbildung der Jungen. „Geld verstehen“ wurde als Podcast, Tik Tok Kanal und Radio-Content ausgespielt. Dies auch, da mehr als 80% der Unter-25-Jährigen auf die Frage, welches neue Schulfach sie einführen würden, „Finanzbildung“ nannten.
FM4 setzte gezielt auf inhaltliche Relevanz, kulturelle Haltung und gesellschaftliche Verantwortung – sowohl on air als auch im digitalen Raum und darüber hinaus. Mit Jan Böhmermann, dem in jüngerenZielgruppen derzeit reichweitenstärksten und einflussreichsten deutschen Satiriker, sowie dem vielfach ausgezeichneten Musiker Olli Schulz konnte FM4 zwei der relevantesten Stimmen der deutschsprachigen Pop- und Medienlandschaft für die Kommentierung des Eurovision Song Contest aus Basel gewinnen. Die hochkarätige Besetzung sorgte für außergewöhnliche Aufmerksamkeit, schärfte das inhaltliche Profil des Senders und wirktesich deutlich undmessbar positiv auf die Nutzungsämtlicher Social-MediaAngebote von FM4 aus – insbesondere bei jungen, digital affinen Zielgruppen.
Zusätzlich dazu präsentierte FM4 im Dezember eine neue, aufmerksamkeitsstarke Plakatkampagne, die das zentrale Selbstverständnis des Senders unterstrich: Zuhören – nicht nur dem Radio, sondernvor allem denMenschen. Die Kampagneverstand sich als bewusstes gesellschaftliches Statement und lud dazu ein, Stimmen wahrzunehmen, die oft überhört werden. Gestalterisch orientierte sich das visuelle Konzept an der Ästhetik politischer Protestplakate der 1970er-Jahre und transportierte damit Haltung, Dringlichkeit und kulturelle Verankerung. Die zentralen Botschaften waren ebenso prägnant wie zeitlos – allen voran der Claim „Listen to each Oida!“ –, und bekräftigten die Rolle von FM4 als Stimme und Resonanzraum für junge Perspektiven und kommende Generationen.
FM4 hat sich auch im Jahr 2025 in besonderem Maße für die konsequente Umsetzung des Mission Statements „ORF FÜR ALLE“ eingesetzt. Dies zeigte sich vor allem in der stark international ausgerichteten und weltoffenen Kommunikation in englischer Sprache, mit der FM4 ein vielfältiges, junges und internationales Publikum anspricht und gesellschaftliche Offenheit fördert. Darüber hinaus nimmt FM4 weiterhin einezentrale Rolleals größter medialer Unterstützer der österreichischen Musik- und Veranstaltungsszene ein. Der Sender entdeckt
5 Datenbasis: Radiotest 2025_4 (GJ 2025), n=24.000, Mo–So, 10+
Erfüllung des öffentlich-rechtlichen Kernauftrags
laufend neue heimische Talente, begleitet österreichische Acts nachhaltig in ihrer künstlerischen Entwicklung und bietet ihnen eine wichtige Plattform zur nationalen wie internationalen Sichtbarkeit.
Programmstruktur von FM46
Ergebnisse der Inhaltsanalyse für FM4 in der Musterwoche 2025 zwischen 8. bis 14 September:
Musikanteil nach Kategorien
Tabelle 6: Programmstruktur FM4, Musikanteil nach Kategorien
6 Zur Methode siehe Kapitel 2.1 „Radio“.
Tabelle 5: Programmstruktur FM4, Wortanteil nach Kategorien
2.1.4 ORF-Regionalradios
Die ORF-Regionalradios produzieren ihr Programm überwiegend selbst. Fallweise werden ProgrammewiezumBeispiel GottesdiensteanSonn- und Feiertagenvon einem Landesstudio bzw. derHauptabteilung Religion undEthik produziert undden Regionalradios zur Übernahme zur Verfügung gestellt. Weiters werden auch Nachrichten, Sondergottesdienste (Ostern, Weihnachten) und Frühschoppen sowie Mittagsglocken an Wochen-, Sonn- und Feiertagen angeboten und von interessierten Regionalradios übernommen.
Alle ORF-Regionalradios sind auf den lokalen Bundesländer-Sites der ORF-Landesstudios auch online vertreten. Live verfügbar sind die Sender auch auf der seit 2022 bestehenden Plattform ORF Sound, dort können die Inhalte auch sieben Tage nach Ausstrahlung ondemand abgerufen werden. Weiter stehen auf ORF Sound auch die Podcast-Angebote der ORF-Landestudios gebündelt zu Verfügung. Die Apps der ORF-Regionalradios bieten zusätzlich zur Live- und On-Demand-Funktion die Möglichkeit, Push-Meldungen der neuen Nachrichten zu erhalten.
Seit Jänner 2022 senden alle neun ORF-Regionalradios täglich einen Informationsblock mit „Nachrichten in Einfacher Sprache“ Ziel ist es, Menschen mit Lernbehinderungen oder auch Personen mit geringen Deutschkenntnissen das Wichtigste vom Tag leichter verständlich zugänglich zu machen.
2.1.5 Radio Burgenland
Radio Burgenland war 2025 wieder das stärkste regionale Radioangebot im Bundesland. In der Kernzielgruppe bei Personen ab 35 Jahren erreichte der Sender einen Marktanteil von 28%, die Tagesreichweite lag in dieser Zielgruppe bei 27,6%.7
Programmschwerpunkte und Neuerungen
Die Folgen der Nationalratswahl sowie der Wahlkampf zur Landtagswahl standen im Mittelpunkt der Informationsberichterstattung. Nach der intensiven Live-Berichterstattung am Wahltag Ende Jänner folgten die Regierungsverhandlungen und Auseinandersetzungen zwischenOpposition und Landesregierung. PermanenteThemenwaren dieAuswirkungen der Teuerungen im Lebensmittel- und Energiebereich. Im laufenden Jahr kam es auch zu einem verstärkten Einsatz von Live-Schaltungen und Reportergesprächen in den News-Formaten.
2025 feierte der burgenländische Blasmusikverband sein 60-jähriges Bestehen. Im Landesstudio wurden zahlreiche Musiktitel aufgezeichnet, digitalisiert und jeder Verein wurde in diesem Jahr in der „Radio Burgenland Blasmusikparade“ vorgestellt. Die Aktion „Hits in
7 Datenbasis: Radiotest 2025_4 (GJ 2025), n=24.000, Mo–So, 10+
des öffentlich-rechtlichen
Blech“ und der „Licht ins Dunkel Blasmusik-Adventkalender“ waren weitere Höhepunkte der Verbundenheit mit den regionalen Musikvereinen.
Zu Jahresbeginn wurde mit der Aktion „Mit Radio Burgenland zum Opernball“ ein erfolgreiches Gewinnspiel in Zusammenarbeit mit Christoph Wagner-Trenkwitz mit viel Hörer/innenBeteiligung gestartet.
„Der Radio Burgenland Musikmärz“ untermauert die Förderung österreichischer Musikerinnen und Musiker und wurde weiterentwickelt. Exklusive Wohnzimmerkonzerte für Hörerinnen und Hörer wurden gut angenommen.
Die wöchentliche Kultursendung „Extra“ wurde auch weiterhin als Podcast angeboten, ebenso wie der literarische „Barbara Karlich Buchklub – Stars und ihre Lieblingsseiten“. Die Kulturabteilung hatte 2025 den Schwerpunkt „Kunst und Klima“. Zu den wichtigen Themen Gesundheit, Gesundheitsvorsorge und Psychologie waren zahlreiche Gäste geladen. Weitergeführt wurden die Serien „Radio Burgenland Apotheke“, „Radio Burgenland Sprechstunde“ sowie das Rechtsberatungs-Format „Alles was Recht ist“. Weitere Aktionen waren die „Radio Burgenland Vereinsfestspiele“, „Die große Burgenland Tour“, die „ORF Burgenland Sommerfeste“, der „Heilige Bimbam“ sowie der „Licht ins Dunkel Klangzauber“, „Licht ins Dunkel Wunschpunschhütte“ und „Christbaum unterwegs“.
In der Rubrik „Kirche aktuell“ wird jeden Sonntag in der Morgensendung über relevante regionale Kirchenereignisse berichtet.
Angebot für Volksgruppen8
Das Landesstudio Burgenland als Kompetenzzentrum für die Volksgruppen in Ostösterreich produziert Sendungen in Burgenlandkroatisch, Ungarisch, Tschechisch, Slowakisch und in Burgenland-Romani. 2025 reichte der thematische Bogen von einer Serie über Bildungsangebote in ungarischer Sprache über verschwundene Roma Siedlungen im Burgenland bis hin zur Aufstellung der ersten zweisprachigen Ortstafeln vor 25 Jahren. Einen wichtigen Teil in der Berichterstattung nahmen Porträts von Volksgruppenangehörigen ein. Volksgruppenbezogene Themen wurden immer wieder auch in den deutschsprachigen Sendungen aufgegriffen, wie etwa in Form eines Österreich Bildes über „70 Jahre Staatsvertrag“. Ein weiterer Höhepunkt des Jahres war die Durchführung des Landesfinales des mehrsprachigen ORF Redewettbewerbs „SAG’S MULTI“, bei dem 2025 erfreulicherweise auch die Volksgruppensprachen Burgenlandkroatisch und Ungarisch stark vertreten waren.
8 Ausführliche Informationen über die einzelnen Angebote für Volksgruppen des ORF-Landesstudios Burgenland gibt es in Kapitel 5 „Angebot des ORF für Volksgruppen“.
Erfüllung des öffentlich-rechtlichen Kernauftrags
Off-Air-Aktivitäten / Partnerschaften
Höhepunkte der Off-Air-Aktivitäten des ORF Burgenland war die ORF-BurgenlandPublikumswanderung „Die große Burgenland Tour“, an der insgesamt 5.200 Wanderfans teilnahmen. Im Juni startete mit den „ORF Burgenland Sommerfesten“ eine weitere große Event-Reihe des ORF Burgenland, die bis Ende August von mehr als 10.000 Gästen besucht wurde. Insgesamt erreicht der ORF Burgenland mit diesen beiden großen Veranstaltungen und zahlreichen kleineren Events rund 40.000 persönliche Publikumskontakte jährlich.
2025 startete eine monatliche Konzertreihe in Kooperation mit der Joseph Haydn Privathochschule, in der Studierende im großen Publikumsstudio des ORF Burgenland in unterschiedlichsten Genres ihr Können zeigen.
Der diesjährige "Radio Burgenland Musikmärz" drehte sich um Austropop und Kabarett. Dazu gab es exklusive Wohnzimmerkonzerte im ORF Landesstudio Burgenland, die Radio Burgenland Hörerinnen und Hörer gewinnen konnten. Stargäste waren Viktor Gernot, MarianneMendt, PoxruckerSisters, KatharinaStraßer, Folkshilfeund HarryPrünster, Edmund und Bilgeri. Den Abschluss der Programmaktion bildete das Finale Ende März mit der Verlosung des Hauptpreises
Fortgesetzt wurde dieMüllvermeidungskampagne „Sei keine Dreckschleuder“ als Initiativevon ORF Burgenland und der Landesstraßenverwaltung, in Zusammenarbeit mit der Landesumweltanwaltschaft und dem Burgenländischen Müllverband. Beimdiesjährigen ORFBurgenland-Literaturwettbewerb „Textfunken“ waren Texte zum Thema Klima gesucht. In der Veranstaltungsreihe „Funksalon“ im Landesstudio Mitte Dezember präsentierten die Nominierten ihre Texte vor Publikum und wurden ausgezeichnet.
Programmstruktur von Radio Burgenland9
Ergebnisse der Inhaltsanalyse für Radio Burgenland in der Musterwoche 2025 zwischen 8. bis 14.September:
Wortanteil nach Kategorien
Musikanteil nach Kategorien
2.1.6 Radio Kärnten
Das meistgehörte Radioangebot in Kärnten war 2025 wieder Radio Kärnten mit einer Tagesreichweite im Bundesland von 37,5% bei Personen ab 35 Jahren. Der Marktanteil in dieser Zielgruppe betrug 39% 10
Programmschwerpunkte und Neuerungen
Die Eröffnung der Koralmbahn im Dezember bildete das ganze Jahr über einen Programmschwerpunkt mit zahlreichen Sendungen in Radio und Fernsehen. Die Feiern zur Inbetriebnahme wurden live in Zusammenarbeit mit dem Landesstudio Steiermark in Radio und Fernsehen übertragen.
Mit dem Diskussionsformats „Ein Ort am Wort“ war der ORF Kärnten in zahlreichen Orten des Landes zu Gast, die Sendung wurde im Radio übertragen und auf ORF ON gestreamt. Neu im Programm die Sendung „Funkenspünge“: In Zusammenarbeit mit dem Stadttheater Klagenfurt spricht Nadja Kayali mit zahlreichen Gästen über gesellschaftspolitisch relevante Themen. Bereits zur Tradition geworden ist der Radio Kärnten Chorwettbewerb: Die besten Ensembles des Landes stelltensich einerExpertenjury, die beidenVorentscheidungen wurden live im Radio übertragen, das Finale gab es auch auf ORF ON und ORF 3 zu sehen. Zur Plattform für die Musikschaffenden des Landes wurde die Sendung „Startup“, hier werden einmal im Monat Nachwuchsmusikerinnen und - musiker vorgestellt. In der Rubrik „Wiener Melange“ analysieren aus Kärnten stammende und in Wien tätige Journalistinnen und Journalisten und Politexperten wie Anneliese Rohrer, Christian Nusser oder Christoph Haselmayer jeden Samstag das (bundes-)politische Geschehen. Einmal pro Woche im „Radio Kärnten Freizeichen“ wird mit Hörerinnen und Hörern sowie Expertinnen und Experten über aktuelle Themen diskutiert.
Schwerpunktwochen, bei denen jeweils eine Woche lang das gesamte Primetime-Programm von außen gesendet wurde, gab es zu den Themen Landwirtschaft, Forst- und Holzwirtschaft, Wasserkreislauf sowie zum Wirtschaftsstandort Kärnten. Eigene Radiotage mit LiveSendungen aus dem ganzen Land gab es von allen großen Veranstaltungen im Land, vom „Musi Open Air“ in Bad Kleinkirchheim über die „Starnacht am Wörthersee“ bis hin zu den großen Wiesen- und Jahrmärkten des Landes. Während der Klagenfurter Herbstmesse kam das gesamte Tagesprogramm live aus einem gläsernen Studio am Klagenfurter Messegelände. Das große Präsentationskonzert der Kärntner Musikschulen im Klagenfurter Konzerthaus wurde ebenso live übertragen wie die „Lange Nacht der Chöre“, der vom ORF und den Musikschulen des Landes initiierte Kärntner Harmonikawettbewerb, das Abschiedskonzert des Grenzlandchors Arnoldstein oder der bereits 59. Internationale Chorbewerb in Spittal an der Drau. Die „49. Tage der deutschsprachigen Literatur“ wurden in allen Medien des ORF Kärnten ausführlich wahrgenommen, im Radio gab es tägliche
10 Datenbasis: Radiotest 2025_4 (GJ 2025), n=24.000, Mo–So, 10+
Erfüllung des öffentlich-rechtlichen Kernauftrags
Sondersendungen. Auch Sportfans kamen auf ihre Rechnung: Alle Bundesligaspiele der beiden Fußballclubs Austria Klagenfurt und WAC wurden live übertragen, ebenso alle Spiele der beiden Eishockeyclubs KAC und VSV, und im „Radio Kärnten Sportwinter“ berichtete Radio Kärnten live von allen alpinen und nordischen Weltcup-Entscheidungen mit heimischer Beteiligung.
Angebot für Volksgruppen11
Im Programm von ORF Radio Kärnten werden für Volksgruppen das slowenischsprachige Magazin „Dežela ob Dravi“, das slowenisch-deutschsprachige Magazin „Dobro jutro Koroška – Guten Morgen Kärnten“ sowie die dreisprachige Sendung in Slowenisch, Italienisch und Deutsch „Servus, Srečno, Ciao“ angeboten.
Das Team der slowenischen Redaktion des ORF-Landesstudios Kärnten gestaltet zusätzlich die Sendestrecken von 6.00 bis 10.00, 12.00 bis 13.00 und von 15.00 bis 18.00 Uhr sowie die slowenischsprachigen Nachrichten auf ORF radio AGORA.
Off-Air-Aktivitäten / Partnerschaften
Der Ingeborg-Bachmann-Preis in Klagenfurt gehört zu den öffentlichkeitswirksamsten und meistbesprochenen Kulturereignissen Österreichs. Die Tage der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt am Wörther See werden seit 1977 ohne Unterbrechung durchgeführt. Am 29. Juni 2025 wurde die steirische Schriftstellerin Natascha Gangl zur 49. Ingeborg-BachmannPreisträgerin gekürt. Auf 3sat wurden mehr als 15 Stunden alle Lesungen und Diskussionen sowie die Preisabstimmung live übertragen, dazu der Live-Stream auf der BachmannHomepage und der Live-Radio-Stream im Deutschlandfunk. ORF III sowie die Radioprogramme Ö1, FM4 und Radio Kärnten berichteten umfassend über die Tage der deutschsprachigen Literatur.
11 Ausführliche Informationen über die einzelnen Angebote für Volksgruppen des ORF-Landesstudios Kärnten gibt es in Kapitel 5 „Angebot des ORF für Volksgruppen“.
Erfüllung des öffentlich-rechtlichen Kernauftrags
Programmstruktur von Radio Kärnten12
Ergebnisse der Inhaltsanalyse für Radio Kärnten in der Musterwoche 2025zwischen 8. bis 14. September:
Tabelle 9: Programmstruktur Radio Kärnten, Wortanteil nach Kategorien
Musikanteil nach Kategorien
Wortanteil nach Kategorien Kategorie
Ernste Musik 04:500,1% Oldies/Evergreens 958:0813,2% Pop 3656:3250,5% Alternative 33:030,5%
Unterhaltungsmusik/Schlager 2349:3032,4% Volksmusik/Weltmusik 238:203,3% Musik Gesamt 7240:23100,0%
2.1.7 Radio Niederösterreich
In der Kernzielgruppe Personen ab 35 Jahren erreichte Radio Niederösterreich 2025 einen Marktanteil von 24% und blieb damit weiterhin regionaler Marktführer im Bundesland. Die Tagesreichweite in dieser Altersgruppe lag bei 23,8% 13
Programmschwerpunkte
Am26. Jänner wurdenin 568Gemeinden dieGemeinderäteneu gewählt. Radio NÖ berichtete ab 15 Uhr in einer Sondersendung über die Ausgangslage, die Stimmungslage bei den Wählerinnen und Wählern und mit Reportagen von acht Außenstellen.
Schon vor Start der Semesterferien gab es samstags von 10 bis 15 Uhr live aus fünf SkigebietenTipps für die Freizeitgestaltung beimRadio NÖ-Winterzauber. NicoleSchmidhofer und Thomas Sykora berichteten in „Guten Morgen NÖ“ von 4. bis 16. Februar exklusiv für Radio NÖ von der Ski-WM in Saalbach. Im Mai standen das Ende des Zweiten Weltkriegs und die Gründung der Zweiten Republik vor 80 Jahren mit Programmschwerpunkten in allen Medien im Mittelpunkt.
Von 5. bis 30. Mai wurden bei „Love Is In The Air auf Radio NÖ“ Ehefrau, Freund, Kind, oder Opa mit besonderen Liebeserklärungen und einem Blumenstrauß überrascht.
Bei der ORF-NÖ-Sommertour von 7. Juli bis 15. August standen im Rahmen der jeweils dreistündigen Radio-Live-Sendung aus 30 Gemeinden heuer die Vereine im Mittelpunkt, die sich und ihre Gemeinden vorstellten.
Am 13. und 14. September wurde in allen Medien des ORF NÖ ausführlich über „25 Jahre Wachau-Marathon“ berichtet.
Von 20. bis 25. Oktober besuchte Reporter Fabian Fessler für „Das große NÖ Quiz“ alle Bezirke des Landes und stellte Fragen zur Region.
Bei „9 Plätze – 9 Schätze“ durftesich Niederösterreich mit derMariazellerbahn am 25. Oktober über den ersten Sieg bei der Bundesländershow freuen. Prominente Patin war Miss May. Radio NÖ berichtete vorab in einer Spezialsendung über die Besonderheiten der beliebten Bahnstrecke und ausführlich über das Finale.
Am 27. und 28. Dezember berichtete Radio NÖ live vom Ski-Weltcup am Semmering, der heuer sein 30-Jahr-Jubiläum feierte.
Themen der neuen monatlichen Diskussionssendung „Ein Ort am Wort“ waren u. a. „Handy in der Schule - sinnvoll oder störend“ (20. Februar Höflein), „Gesundheitsreform: Zwischen Sorge
13 Datenbasis: Radiotest 2025_4 (GJ 2025), n=24.000, Mo–So, 10+
Erfüllung des öffentlich-rechtlichen Kernauftrags
und Sicherheit“ (10. April Brunn bei St. Pölten). „Tempo 80 auf der Süd: Schutz oder Schikane?“ (22. Mai Laxenburg), „Umbau im Rettungswesen: Wer kommt im Notfall?“ (25. September Ybbs), „Richtungsstreit in Breitenfurt: Debatte um großes Bauprojekt“ (23. Oktober Breitenfurt) und „Grundwehrdienst: Diskussion um Verlängerung“ (4. Dezember Melk).
In memoriam Waltraut Haas sendete Radio NÖ am 23. April um 20 Uhr eine einstündige Spezialsendung mit Geschichten und Anekdoten. In memoriam Peter Rapp gab es am 25. April einen Programmschwerpunkt mit Erinnerungen an den Musiker, Moderator und seine Zeit im Landesstudio NÖ.
Auch 2025 wurde über den Kultursommer berichtet, etwa über die Open-Air Saison in Grafenegg oder die Produktionen des „Theaterfest NÖ“. Live-Konzerte auf Radio NÖ: Pizzera & Jaus (31. Mai Krems), der Auftritt von Thomas Stipsits mit Seiler und Speer (14. Juni Purkersdorf), „Falco-Coming home to Purkersdorf again“ (30. August Purkersdorf) oder das Konzert „Tonkünstler & Friends“ vom Domplatz in St. Pölten (14. September).
Radio NÖ sendete zehn Klassik-Konzerte, vom Neujahrskonzert des Tonkünstler-Orchesters NÖ (1. Jänner), über das „prima la musica“-Preisträgerkonzert (29. Juni) bis hin zum Benefizkonzert der Musikerinnen und Musiker der „Internationalen Sommerakademie (8. Dezember).
Die 14. „Lange Nacht der Volksmusik“ wurde am 23. Juni live von 20.00 bis 23.00 Uhr aus dem Funkhaus übertragen und auf https://on.ORF.at gestreamt.
Bei „Kultur4Kids“ berichtete Kinder-Reporterin Mathilda über Angebote für junge Besucherinnen und Besucher.
Von 5. bis 8. Dezember wurde vom Grafenegger Advent und den Auftritten von Harald Krassnitzer und Chris Lohner beim „Radio NÖ Advent der Stars“ berichtet. Die Aufzeichnungen waren vor Weihnachten auf Radio NÖ zu hören.
Beim Musikwunschtag von Licht ins Dunkel am 27. November wurden die Radioprofis wieder von zwei Co-Moderatoren mit Behinderung begleitet.
Off-Air-Aktivitäten / Partnerschaften
Auch über Off-Air-Events wie Messen, Bälle und Ausstellungen wurde das Publikum 1015 wieder direkt erreicht, oft mit eigener Radio-NÖ-Bühne oder -Disco, etwa beim Donauinselfest oder der „Starnacht aus der Wachau“
Erfüllung des öffentlich-rechtlichen
Programmstruktur von Radio Niederösterreich
14
Ergebnisse der Inhaltsanalyse für Radio NÖ in der Musterwoche 2025 zwischen 8. bis 14. September:
Wortanteil nach Kategorien
Tabelle 11: Programmstruktur Radio Niederösterreich, Wortanteil nach Kategorien
Musikanteil nach Kategorien
Tabelle 12: Programmstruktur Radio Niederösterreich, Musikanteil nach Kategorien
2.1.8 Radio Oberösterreich
Mit einem Marktanteil von 25% bei Personen ab 35 Jahren war Radio Oberösterreich auch 2025 das stärkste regionale Programm im Bundesland. Bei der Tagesreichweite kam der Sender in dieser Altersgruppe auf 26,4% 15
Programmschwerpunkte und Neuerungen
Beim Spiel „Unterwegs mit Pfiff“ konnten die Radio Oberösterreich Hörerinnen und Hörer zu Beginn des Jahres zwei Wochen lang Klimatickets für Oberösterreich gewinnen. Ein zentrales Thema in den Radio-Nachrichten war Anfang 2025 die Linzer Bürgermeisterwahl
Am Valentinstag hat sich das Team von „Guten Morgen Oberösterreich“ mit Blumensträußen bei Menschen bedankt, die sich durch außergewöhnliches gesellschaftliches Engagement auszeichnen.
Die Sportredaktion von ORF Oberösterreich fasste täglich im WM-Studio die wichtigsten Ereignisse der Ski-WM in Saalbach zusammen und lieferte die aktuellen Ergebnisse.
Unter dem Titel „So lacht, lebt und liebt Oberösterreich“ wurden im Mai täglich die Resultate einer umfangreichen Umfrage präsentiert und diskutiert. Die Ergebnisse boten spannende Einblicke und zeigten eindrucksvoll, wie vielfältig und lebendig Oberösterreich ist. Der Mai war zudem geprägt von der umfassenden Berichterstattung zum Tod des Papstes und zum SongContest-Sieg des österreichischen Kandidaten JJ
Die Diskussionsreihe „Ein Ort am Wort – Red‘ ma drüber“ des ORF-Landesstudios Oberösterreich wurde 2025 fünfmal veranstaltet. In dieser Live-Diskussion aus dem Land wurden Themen aufgegriffen, die viele Menschen in Oberösterreich unmittelbar betreffen –etwa „Die Finanzmisere der Gemeinden“, „Windkraft im Mühlviertel“ oder „Was ist in unseren Schulen los?“. Mit Expertinnen und Experten sowie Publikum wurde vor Ort diskutiert. Die Sendung wurde live in ORF ON gestreamt und am nächsten Tag auf Radio Oberösterreich ausgestrahlt.
Das größte Blasmusikfestival Europas, das „Woodstock der Blasmusik“, das Ende Juni im Innviertel stattfand, war wieder ein Höhepunkt im Radioprogramm mit täglichen „Hoamatsound spezial“-Live-Sendungen von 19.00 bis 23.00 Uhr und vor Ort-Präsenz auf der ORF Radio Oberösterreich-Bühne in Ort im Innkreis.
Ab Beginn der Sommerferien war die „Radio Oberösterreich-Sommertour“ auch 2025 wieder ein Fixpunkt im Radioprogramm. Sechs Wochen lang waren Moderatorinnen und Moderatoren im ganzen Bundesland unterwegs und stelltenMenschen und Geschichten aus Oberösterreich vor.
15 Datenbasis: Radiotest 2025_4 (GJ 2025), n=24.000, Mo–So, 10+
des öffentlich-rechtlichen Kernauftrags
Die „Lange Nacht der Volksmusik“ im Oktober sorgte von 18.00 bis 00.00 Uhr für äußerst positives Hörerfeedback. Der „Radio Oberösterreich-Musikantentag“ im Juni bot jungen Musikgruppen aus Oberösterreich die Gelegenheit, erstmals Bühnenerfahrung zu sammeln Die beiden „Treffpunkt Volksmusik“-Veranstaltungen im Frühling und im Winter waren erneut Pflichttermine für alle Volkskultur-Fans.
Zudem öffnete das Landesstudio wieder mit „Treffpunkt“-Veranstaltungen seine Türen: „Treffpunkt Kabarett“, „Treffpunkt Sport“ und der kulturelle Treffpunkt „Spielraum Kultur“ und „Treffpunkt Kunst“ waren 2025 Fixpunkte für das Publikum in Oberösterreich.
Die „Klangwolke 2025“ setzte im Herbst den kulturellen Schlusspunkt, zu dem Tausende Besucherinnen und Besucher in den Linzer Donaupark strömten.
Im Vorweihnachtsprogramm war der Radio Oberösterreich-Musikwunschtag zugunsten von LICHT INS DUNKEL ein besonderer Höhepunkt. Ein täglicher Fixpunkt im Dezember war der „Radio Oberösterreich-Adventkalender“, bei dem Tag für Tag eine Haustüre irgendwo in Oberösterreich geöffnet und die persönliche Geschichte dahinter erzählt wurde.
Die Aktion „ORF-Friedenslicht aus Bethlehem“ bildete wie das „Radio OberösterreichChristbaumspiel“ den stimmungsvollen Abschluss des Programms.
Off-Air-Aktivitäten
Das größte Blasmusikfestival Europas, das „Woodstock der Blasmusik“, das Ende Juni im Innviertelstattfand, war wieder einHöhepunkt im Radioprogrammmit täglichen „Hoamatsound spezial“-Live-Sendungen von 19.00 bis 23.00 Uhr und vor Ort-Präsenz auf der ORF Radio Oberösterreich-Bühne in Ort im Innkreis. Weiters gab es das „Radio Oberösterreich SommerOpen Air“ in Bad Schallerbach Ende Juli mit Peter Cornelius, und auch der traditionelle Maicocktail im Landesstudio Oberösterreich konnte wieder einen Besucheransturm verzeichnen. Im Herbst motivierten die „Radio Oberösterreich Wanderungen“ an vier Sonntagen Tausende wanderbegeisterte Hörerinnen und Hörer mitzugehen.
Erfüllung des öffentlich-rechtlichen
Programmstruktur von Radio Oberösterreich16
Ergebnisse der Inhaltsanalyse für Radio OÖ in der Musterwoche 2025 zwischen 8. bis 14. September:
Wortanteil nach Kategorien
Tabelle
Musikanteil nach Kategorien
2.1.9 Radio Salzburg
Radio Salzburg erzielte 2025 in der Kernzielgruppe Personen ab 35 Jahren einen Marktanteil von 30% und eine Tagesreichweite von 32,4%. Damit blieb der Sender weiterhin regionaler Marktführer im Bundesland 17
Programmschwerpunkte und Neuerungen
Neben den tagesaktuellen, chronikalen, politischen, kulturellen, sportlichen und gesellschaftlichen Ereignissen produzierte „Radio Salzburg“ auch zahlreiche Sonderflächen.
Eine bedeutende Rolle spielten dabei die wichtigsten Sendeflächen „Guten Morgen Salzburg“ und „Radio Salzburg Mittagszeit“. In der Phone-in-Sendung (Montag bis Freitag) konnten die Hörerinnen und Hörer in intensiven Diskussionen mit Politikerinnen und Politikern sowie Expertinnen undExpertenaktuelleEreignisse besprechen. Immerwieder ergaben sichdaraus Folgethemen für die Nachrichten und Journalsendungen. In den Monaten Juli und August ersetzte die „Radio Salzburg Sommerzeit“ - eine sommerlich-fröhliche Stunde, in der Musik, Spaß und Sommer-Gefühle die Hauptrolle spielen.
Volkskultur gab es auf den Sendeflächen von „Radio Salzburg Cafe“, die „Juke Box“, „Schlagerparade“, „Immer wieder Österreich“ und die „Radio Schätze“ am Feiertag. Dazu gab es einige Schwerpunktsendungen und ausgewiesene Musiksendungen.
Über die Ski-WM in Saalbach-Hinterglemm, das Finale der Vierschanzentournee, die Weltcupveranstaltungen in Flachau mit dem Nachtslalom der Damen und die Snowboardrennen in Gastein berichtete „Radio Salzburg“ live zu Beginn des Jahres.
Anfang Mai startete die „Bezirkstour“, bei der Radio Salzburg über jeweils einen der fünf Salzburger Gaue und dessen Besonderheiten berichtete. Mit den Aktiv- und Schwerpunkttagen sowie in der Sendung „Hier bei der Arbeit“ wurden Schwerpunkte zu den unterschiedlichsten Themen gesetzt, die je nach Maßgabe auch in „Salzburg heute“ und/oder auf https://salzburg.ORF.at oder in den Social Media Kanälen begleitet wurden.
Im Sommer waren die Salzburger Festspiele, die schweren Unwetter, die touristische Entwicklung und die Berichterstattung zuerst über die Tunnelsperre auf der Tauernautobahn A10 und dann über deren Ende sowie die Auswirkungen auf die Bewohnerinnen und Bewohner der Gemeinden und der Betriebe entlang der Autobahn wichtige Themen.
In dem neuen Format „Ein Ort am Wort“ wurden im April in Stuhlfelden zum Thema „Oberpinzgau: Ringen um Hochwasserschutz“ und im November inBischofshofenzumThema „Ortszentren im Wandel - Zwischen Leerstand und Belebung“ die intensiv geführten Publikumsdiskussionen live in „Radio Salzburg“ übertragen.
17 Datenbasis: Radiotest 2025_4 (GJ 2025), n=24.000, Mo–So, 10+
Mit dem „Musikwunschtag“ unterstützte „Radio Salzburg“ erneut die Aktion „LICHT INS DUNKEL“.
Im „Radio Salzburg Cafe“ war wieder eine Reihe prominenter Persönlichkeiten aus Kunst, Kultur, Wirtschaft und Sport zu Gast, im Sommer standen diese vor allem im Zeichen der Salzburger Festspiele. Das Landesstudio Salzburg wickelte auch zu einem Großteil die Festspielproduktionen für Ö1 ab.
Neben den Spielen von Eishockeymeister EC Red Bull Salzburg und Vizefußballmeister FC Red Bull Salzburg wurde in „Radio Salzburg“ über alle relevanten Sportveranstaltungen berichtet.
Off-Air-Aktivitäten / Partnerschaften
Zu den Off-Air-Schwerpunkten zählten die „Siemens Festspielnächte“, die während der Festspielzeit täglich auf dem Kapitelplatz in der Salzburger Altstadt wieder unzählige Besucherinnen und Besucher bewegten
Am 28. Februar waren rund 400 Gäste bei der „Langen Nacht der Volksmusik“ im Landesstudio Salzburg, von der durchgehend live in „Radio Salzburg“ von 18 bis 24 Uhr und live in „Salzburg heute“ berichtet wurde.
Im April fand eine Lesung mit dem Salzburger Autor Karl-Markus Gauß im Publikumsstudio statt. Thematisch zum 80-Jahr-Jubliäum der Zweiten Republik und der Präsentation der Dokumentation passend, wurde dieAusstellung „über-wunden“ mit Photographien von Helena Kalleitner im ORF Landesstudio Salzburg eröffnet.
Die vom ORF Salzburg im Jahr 2022 produzierte kreuz & quer - Dokumentation „Gräfin –Ordensfrau – Befreierin: Das außergewöhnliche Leben der Maria Theresia Ledóchowska“ wurde im Oktober im Österreichischen Kulturforum im Rom anlässlich der Ausstellungseröffnung „Frühe Missionsfotografie in Afrika“, vor Publikum gezeigt.
Programmstruktur von Radio Salzburg18
Ergebnisse der Inhaltsanalyse für Radio Salzburg in der Musterwoche 2025 zwischen 8. bis 14.September:
Wortanteil nach Kategorien
Musikanteil nach Kategorien
Tabelle 15: Programmstruktur Radio Salzburg, Wortanteil nach Kategorien Tabelle
2.1.10 Radio Steiermark
Radio Steiermark lag 2025 wieder an der Spitze aller Radioprogramme im Bundesland: Der Sender blieb in der Kernzielgruppe ab 35 Jahren mit einem Marktanteil von 29% und einer Tagesreichweite von 29,2% in regionaler Führungsposition.19
Programmschwerpunkte und Neuerungen
Radio Steiermark startetemit „Guten Morgen Steiermark“ u. a. mit den Topthemen in den Tag. „Radio Steiermark am Vormittag“ widmete sich besonderen Themenschwerpunkten wie Gesundheit, Karriere, Kochen und Genießen. Aktuelle Themen, interessante Gäste und Gespräche mit dem Publikum gab es in derMittagssendung „Hallo Steiermark“, werktags nach dem einstimmenden Programm „Mittag in der Steiermark“ Der anschließende „Tag in der Steiermark“ brachte u. a. einen Überblick über die wichtigsten Meldungen des Tages sowie ausführliche Sport- und Kulturnews. „Radio Steiermark am Abend“ stand für ein vielfältiges Musikprogramm mit zahlreichen Spezialsendungen, die das kreative Schaffen in der Steiermark abbildeten. Auf denSendeflächen „Radio Steiermark am Wochenende“ und „Radio Steiermark am Sonntag“ gab es u.a. „Wurlitzer“-Sendungen, Kinderreporterinnen undreporter, die Musik-Specials „Forchers Zeitmaschine“ und „Jukebox – die Hits von damals“ sowie „Gedanken zur Zeit“ und „Gesprächsstoff“ als wöchentliche Fixpunkte
Redaktionelle Schwerpunkte waren u. a. der Amoklauf am Grazer BORG Dreierschützengasse und die Gemeinderatswahlen in der Steiermark im März
Im Kulturbereich gab es u. a. in der werktäglichen „Kulturzeit“ ausführliche aktuelle Berichterstattung über die steirische Kunst-, Kultur-, Literatur-, Bühnen- und Musikszene. Weiters gestaltete Radio Steiermark Mitschnitte, Schwerpunkte, Übertragungen, Programmzulieferungen und Live-Sendungen von Konzerten und steirischen Festivals wie Styriarte, Arsonore, Diagonale (insgesamt 12x lokal und 21x national) sowie von Kulturveranstaltungen des Landesstudios wie der „Hör- & Seebühne“ und der 17. „ORF Steiermark Klangwolke“ sowie dem „ORF musikprotokoll“ in Zusammenarbeit mit Ö1.
Sportliche Höhepunkte waren u. a. der Nachtslalom und der Nacht-Riesentorlauf der Herren in Schladming, der Meistertitel und die internationalen Spiele des SK Sturm Graz und die weiteren Bundesliga- und Cup-Auftrittevon GAK und TSV Hartberg. Ein weiterer Schwerpunkt war der Formel-1-Grand-Prix in Spielberg.
„Wurlitzer“, die „Jukebox“, „Forchers Zeitmaschine“ und „Rock und Pop in Weiß-Grün“ sorgte für einen ausgewogenen Mix aus Austropop, internationalen Tophits, Klassikern, Schlagern und Oldies. Umfassend war auch das Angebot an Volkskultur mit Sendungen wie der Volksmusikstunde am Sonntagmorgen, der Musikwunschsendung „Was i gern hör’“, dem
19 Datenbasis: Radiotest 2025_4 (GJ 2025), n=24.000, Mo–So, 10+
des öffentlich-rechtlichen Kernauftrags
Volkskulturmagazin „Unser Steirerland“, „Musikantenstund’“, „Steirisches Sänger- und Musikantentreffen“, „Chorissimo“, „Zauber der Blasmusik“ und „Frühschoppen“.
In den Wintermonaten sendete Radio Steiermark jedes Wochenende mehrstündige „Winterzauber“-Sendungen live aus den steirischen Skigebieten. Im Sommer gab es die mehrwöchige Programminitiative „Heimatsommer“ − mit einer Tour durch die Steiermark inkl. wöchentlichen dreistündigen Live-Radiosendungen aus den Regionen.
Angebot für Volksgruppen20
Das slowenischsprachige Programm „radio AGORA 105,5“ ist auch in der südlichen Steiermark zu empfangen. Die Inhalte entstehen als Programmkooperation in enger Zusammenarbeit von ORF Kärnten, ORF Steiermark und radio AGORA.
Off-Air-Aktivitäten / Partnerschaften
Die vom ORF Steiermark mitinitiierte Umweltaktion „Der große steirische Frühjahrsputz“ gab es in ihrer 17. Auflage mit mehr als 70.000 Mitwirkenden. Tausende Besucherinnen und Besucher folgten auch der Radio-Steiermark-Einladung zum „Gipfeltreffen“ in Ramsau am Dachstein oder zum „Frühschoppen“ im ganzen Land. Darüber hinaus veranstaltete das steirische Landesstudio die Radio-Steiermark-Ostertour, zahlreiche Live-„Wurlitzer“Sendungen in den Regionen sowie die „Hör- und Seebühne“ mit acht Musik- und Literaturabenden am Grazer Funkhausteich. Der ORF Steiermark zeichnete auch für die Fernsehübertragung und Organisation der „Klangwolke“ mit mehr als 20 Veranstaltungspartnern verantwortlich, lud zu vier Ausstellungen in der Funkhausgalerie und war Mitorganisator der „ORF-Langen Nacht der Museen“.
20 Ausführliche Informationen über die einzelnen Angebote für Volksgruppen des ORF-Landesstudios Steiermark gibt es in Kapitel 5 „Angebot des ORF für Volksgruppen“.
Erfüllung des öffentlich-rechtlichen
Programmstruktur von Radio Steiermark21
Ergebnisse der Inhaltsanalyse für Radio Steiermark in der Musterwoche 2025 zwischen 8. bis 14.September:
Tabelle 17: Programmstruktur Radio Steiermark, Wortanteil nach Kategorien
Musikanteil nach Kategorien
Wortanteil nach Kategorien Kategorie
Unterhaltungsmusik/Schlager 2341:1730,1% Volksmusik/Weltmusik 346:334,5% Musik Gesamt 7774:36100,0%
Tabelle
2.1.11 Radio Tirol
In der Kernzielgruppe bei Personen ab 35 Jahren erzielte Radio Tirol 2025 einen Marktanteil von 25%, die Tagesreichweite betrug 27,2% damit war der Sender neuerlich das meistgehörte regionale Radioangebot im Bundesland.22
Programmschwerpunkte und Neuerungen
Mit dem Hobbygrill-Nachmittag vor dem Innsbrucker Einkaufszentrum oder der Haflinger Weltausstellung in Ebbs, mit einem hohen Fokus auf Außensendungen konnte die Präsenz und Außenwirksamkeit in allen Regionen des Landes bis Südtirol weiter ausgebaut werden. Mit Publikumsbindungsaktionen wie dem „Team des Tages“ wurden Hörerinnen und Hörer noch mehr in die Radio-Gemeinschaft integriert. Die neuen Subclaims „Tirol, wo wir zuhause sind“ und „Gemeinsam sind wir Tirol“ unterstreichen für Radio Tirol die Bedeutung von Regionalität und Community im lokalen Radiomarkt.
Die größte Radio-Sommeraktion in Tirol war die „Radio Tirol Sommerfrische“ in allen neun Bezirken, neun Wochen von Montag bis Freitag mit Interviews, Porträts, Ortsmarken und Challenges für das Publikum vor Ort, genauso wie für die Hörerinnen und Hörer, durch die neue Sendezeit von 10.00 bis 14.00 Uhr sogar noch eine Stunde länger.
Regionalität ist auch ein wichtiges Element der Musikgestaltung. Mit Sendungsformaten wie „Tirol am Beat“, der „Radio Tirol Musiktruch’n“ oder „Kraut und Ruabm“ bot Radio Tirol ein breites Angebot an heimischer Musik, auch abseits der klassischen Hörgewohnheiten. Mit der neuen Sonntagabendsendung „Marmor Stein undEvergreens“ erfüllte RadioTiroldenWunsch nach mehr Schlager- und Oldies-Klassikern. Die neue „Radio Tirol Saturday Night” bringt die größten Partyhits der 70er und 80er-Jahre, jeden Samstag von 18.00 – 20.00 Uhr. Diese Sendungen werden auch als Musikstreams auf ORF SOUND angeboten.
Auch bei Wortsendungen gab es einen Relaunch: „Bei die Leut“ begleitet Tirolerinnen und Tiroler bei der Ausübung ihrer Hobbies und Leidenschaften und wird nicht nur als Beitragsformat am Samstagnachmittag, sondern auch als Radiosendung am Sonntagabend ausgestrahlt.
Die Sendung „Stehaufmenschen“ präsentiert Personen, die trotz besonderer Herausforderungen ihr Leben meistern und wird auch als Podcast angeboten.
„Über Gott und die Welt“ bringt am Sonntagabend spirituelle Impulse.
Inhaltliche Schwerpunkte
Für Gesprächsstoff im Land sorgte das Community-Magazin „Tirol am Wort“, das täglich von Montag bis Donnerstag ab 14.00 Uhr mit vertiefenden Hintergrundinformationen zum Thema
22 Datenbasis: Radiotest GJ 2025_4 (GJ 2025), n=24.000, Mo–So, 10+
des Tages mit ausreichend Raum für Diskussion und Interaktion im Radio, aber auch online und auf Social Media.
Das Tiroler Sportjahr 2025 begann traditionell mit dem Bergisel-Springen Anfang Jänner, gefolgt von den Alpinen Ski-Weltcuprennen der Damen in St. Anton. Das Hahnenkammrennen in Kitzbühel, die Weltmeisterschaft im Naturbahnrodeln im Kühtai wie das Nordic Combined Triple in Seefeld waren weitere Wintersporthöhepunkte, dem dann die Sport Austria Finals und der Kletterweltcup in Innsbruck folgten. Im Winter standen der Skiweltcupauftakt in Sölden und die Weltcupslaloms der Damen und Herren in Hochgurgl im Fokus der Sportberichterstattung.
Im Bereich Kultur fanden sich von den „Tiroler Festspielen Erl“ und den „Ambraser Schlosskonzerten“ über die „Innsbrucker Festwochen der Alten Musik“, den „Tiroler Volksschauspielen“ bis zu den „Klangspuren“ die großen, aber auch die kleinen regionalen Kulturevents – von Theater bis Literatur – in der Berichterstattung von Radio Tirol wieder.
Im Jubiläumsjahr des Blasmusikverbandes initiierte der ORF Tirol den „Blasmusikpreis“, der neben den Veranstaltungen in Haiming, Sillian, Absam und St. Johann auch beim Finale in Innsbruck viel Raum in Radio Tirol fand.
Ehrenamtliche Tätigkeiten – auch im Privaten – finden in Radio Tirol unter anderem am „Tag der Herzlichkeiten“ zu Beginn des Herz-Jesu-Wochenendes eine Plattform. „Gemeinsam Gutes tun“ stand am 27. November im Fokus, beim „Musikwunschtag für Licht ins Dunkel“, wo Radio Tirol von 09.00 bis 09.00 Uhr am Folgetag Musikwünsche gegen Spenden für den Soforthilfefonds von LICHT INS DUNKEL erfüllte.
Mit „Verräter“ von Lisa Wentz konnte auch 2025 ein hochrangig besetztes Hörspiel produziert werden, das im ORF Studio 3 aufgezeichnet und in Radio Tirol ausgestrahlt wurde.
Off-Air-Aktivitäten / Partnerschaften
Die seit Jahren erfolgreichen Partnerschaften bei Off-Air-Aktivitäten mit begleitender umfangreicher Berichterstattung umfassen den „ORF Tirol Blasmusikpreis“, das „Flughafenfest“, den „Tag der offenen Tür Südtirol heute“, die „ORF Radio Tirol Musiklounge“ im Rahmen der Innsbrucker Herbstmesse, den Operettensommer Kufstein, die Tiroler Sportlerwahl, die „Radio Tirol Skitage“ mit den VIP des Skisports, die ORF Radio Tirol Sommerfrische, „Radio Tirol unterwegs“ und den „ORF Tirol Christkindlmarkt“ für LICHT INS DUNKEL.
Produktionen bzw. Veranstaltungen im ORF Tirol Studio 3 / Kulturhaus wurden vom Publikum gut angenommen, darunter „Tag der Schätze“, „Musik im Studio“, „Volksmusik im Studio“, Musikantenpodium und „Tirol am Beat“.
Erfüllung des öffentlich-rechtlichen Kernauftrags
Programmstruktur von Radio Tirol23
Ergebnisse der Inhaltsanalyse für Radio Tirol in der Musterwoche 2025 zwischen 8. bis 14. September:
Wortanteil nach Kategorien
Tabelle
19: Programmstruktur Radio Tirol, Wortanteil nach Kategorien
Musikanteil nach Kategorien
Tabelle
2.1.12 Radio Vorarlberg
Regionaler Marktführer im westlichsten Bundesland blieb auch 2025 Radio Vorarlberg: Der Sender erreichte in der Kernzielgruppe beiPersonen ab 35 Jahren einenMarktanteilvon 33%, die Tagesreichweite lag bei 34,1%.24
Programmschwerpunkte und Neuerungen
Im Mai 2025 hat der ORF Vorarlberg sein Podcast-Angebot weiter ausgebaut: In „Schritt für Schritt“ geht es um das Thema psychische Gesundheit.
Anfang Jänner übertrug ORF Radio Vorarlberg zwölf Stunden live aus dem gläsernen Studio anlässlich des Skirennens „Der Weiße Ring“ aus Lech am Arlberg. Zwei Tage Live-Radio wurden jeweils im März vom „Snowboard Cross-Weltcup“ in St. Gallenkirch im Montafon und vom „Hypo-Mehrkampfmeeting“ in Götzis Ende Mai/Anfang Juni geboten. Ebenfalls live aus dem gläsernen Studio kamen die „Eröffnung der Bregenzer Festspiele 2025“, das „Internationale Walsertreffen“ im Juli und erstmals der „Sparkasse 3-Länder-Marathon“ im Oktober. Mittels Online-Voting, durch multimedialeBegleitung auch bei ORF RadioVorarlberg und mit einerJury vonFachleuten, kürte derORFVorarlbergzuJahresbeginn 2025mitseinem Publikum das „Tor des Jahres 2024“ im Fußball.
Anlässlich der „Vorarlberger Gemeindewahlen 2025“ im März gab es vom ORF Vorarlberg in allenfünf Städten(Bludenz, Hohenems, Feldkirch, Bregenz undDornbirn)sowie in dergrößten Marktgemeinde Vorarlbergs (Lustenau) Publikumsdiskussionen mit den Bürgermeisterkandidatinnen und -kandidaten sowie den antretenden Listen. Diese Formate wurden live auf ORF Radio Vorarlberg übertragen. Am Wahltag selbst informierte ORF Radio Vorarlberg in einer siebenstündigen Live-Sondersendung.
Die „Fasnat-Sause für zu Hause“ brachte via Radio eine jeweils sechsstündige AbendFaschingsparty am Rosenmontag und Faschingsdienstag zu allen Feiernden.
Anlässlichdes „Weltfrauentages“ standenbeimORFVorarlberg gleicheineganze Woche lang Geschlechter- und Diversitätsthemen im Mittelpunkt. Höhepunkt war der Live-Podcast „Sunsch no was“ im ORF-Landesfunkhaus Vorarlberg zu den Themen Familie und CareArbeit, New Work und Diversity.
Unter dem bereits traditionellen „KulTour-Kompass“ wurden rund 60 eigene Veranstaltungen und Übertragungen präsentiert. Dazu gehörten u. a. die Reihe „Talente im Funkhaus“, die als Mittagskonzerte durchgeführt wurden, Live-Konzerte von „prima la musica“-Preisträgerinnen und -Preisträgern, die Volksmusikreihe „Musik Lokal“, der „Musikbrunch“, Vorträge der Reihe „Wertvolle Kinder“ sowie Gottesdienst-Übertragungen.
24 Datenbasis: Radiotest GJ 2025_4 (GJ 2025), n=24.000, Mo–So, 10+
des öffentlich-rechtlichen Kernauftrags
In den Sondersendungen „Fußball live“ wurden Heim- und Auswärtsspiele der Vorarlberger Fußballligisten Altach und Austria Lustenau direkt übertragen.
Glückliche Gewinnerinnen und Gewinner brachten die Radio-Major-Promotions „Wer liegt richtig?“, „Haltestelle Dorf Duell – Vorarlberg schafft das“, „Radio Vorarlberg am Valentinstag“, „Die besten Nachbarn 2025“, „We are family – Das Radio Vorarlberg Familienquiz“, „We are family – Ausflugsziele erraten“, „Sonnemonat Mai“, „Alles Liebe zum Muttertag“, „Der Radio Vorarlberg Lieblingshit“, „Papa ist der Beste! Vatertagsaktion“, „Erkenne den Song in der allerersten Sekunde“, „ORF Radio Vorarlberg Schulgeld“, „Stadt – Land – Genuss!“, „Radio Vorarlberg Stromgitarre“, „Schmelz dich glücklich“ und „Merry Wiehnächta – Das ORF Radio Vorarlberg Weihnachtslieder-Raten“.
Programmliche Aktivitäten / Off-Air-Aktivitäten / Partnerschaften
Mit allen 96 Vorarlberger Gemeinden lud der ORF Vorarlberg zur gemeinsamen Landschaftsreinigung „Saubere Umwelt braucht dich!“ ein, bei der Freiwillige aus dem ganzen Land den achtlos in der Natur liegengelassenen Müll aufsammelten.
„Frag den Kommissar“ hieß im Mai eine Jugenddiskussion von rund 150 Schülerinnen und Schülern aus ganz Vorarlberg mit EU-Kommissar Magnus Brunner im ORF-Landesfunkhaus Vorarlberg. Im Oktober brachte ein „Tag gegen Desinformation“ gemeinsam mit dem Europäischen Parlament die Gefahren von Fake News näher.
Der bedeutende Musikpreis „Sound@V“ des ORF Vorarlberg startete ins sechste Jahr, im Frühjahr gab es insgesamt 48 Anmeldungen aus der Vorarlberger Musik- und Bandszene. Die große Open-Air-Award-Show mit vielen Live-Auftritten, 25.000 Euro Preisgeld und hochkarätiger internationaler Jury – u. a. mit dem fünffachen Amadeus-Award-Gewinner Josh. und Monika Ballwein – wurde im Juli ausgetragen.
Für bessere Sichtbarkeit im Straßenverkehr führte der ORFVorarlberg mit seinen Partnern die Initiative „Sicher unterwegs“ durch. Rechtzeitig zum Schulanfang wurden rund 5.000 Erstklässlerinnen und Erstklässler mit ORF-Sicherheitswesten ausgestattet.
Im Rahmen der vom ORFVorarlberg initiierten „DECUS“-Auszeichnung wurde 26 nominierten Ersthelfenden „Dank für Engagement, Courage und Selbstlosigkeit“ mittels festlicher Gala im ORF-Landesfunkhaus Vorarlberg ausgesprochen.
Der mit insgesamt 15.000 Euro dotierte und vom ORF Vorarlberg mitinitiierte „Kulturpreis Vorarlberg“ wurde an drei junge Preisträgerinnen in der Kategorie Klassischer Gesang vergeben.
Beim traditionellen „Heimatherbst“ kamen alle Freunde der Volksmusik auf ihre Kosten. Der ORF Vorarlberg präsentierte mit ORF Radio Vorarlberg, das Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) mit der SRF Musikwelle und der Bayerische Rundfunk (BR) mit BR Heimat die Sendereihe „Volksmusik im Dreiländereck“.
Erfüllung des öffentlich-rechtlichen Kernauftrags
Das vom ORF Vorarlberg durchgeführte Festival „texte & töne“ für zeitgenössische Musik und moderne Literatur präsentierte sechs Uraufführungen und eine österreichische Erstaufführung, gespielt vom Symphonieorchester Vorarlberg und dem „ensemble plus“.
Zwei Ausgaben des Formates „Ein Ort am Wort“ luden Bürgerinnen und Bürger aus Bregenz (September) und Bludenz (Dezember) zur Diskussion zu lokalpolitischen Themen mit Expertinnen und Experten ein.
Im Rahmen der Reihe „Kunst im Funkhaus“ zeigten drei renommierte Vorarlberger Künstlerinnen und Künstler im ORF-Landesfunkhaus Vorarlberg ihre eigens für den ORF Vorarlberg angefertigten Werke.
Programmstruktur von Radio Vorarlberg25
Ergebnisse der Inhaltsanalyse für Radio Vorarlberg in der Musterwoche 2025 zwischen 8. bis 14.September:
Wortanteil nach Kategorien
Zur Methode siehe Kapitel 2.1 „Radio“.
Tabelle 21: Programmstruktur Radio Vorarlberg, Wortanteil nach Kategorien
Musikanteil nach Kategorien
Kategorie
Ernste Musik
32:47 0,4%
Oldies/Evergreens 1325:26 16,7%
Alternative 46:24 0,6%
Unterhaltungsmusik/Schlager 778:38 9,8%
Volksmusik/Weltmusik 16:06 0,2%
Musik Gesamt
2.1.13 Radio Wien
7927:20100,0%
In der Kernzielgruppe Personen ab 35 Jahren erzielte Radio Wien 2025 einen Marktanteil von 15%, die Tagesreichweite lag bei 15,1% damit konnte der Sender seine regionale Marktführerschaft halten.26
Programmschwerpunkte und Neuerungen
Das neu aufgelegteMusikwunsch-Format „Tanzmusik auf Bestellung“ liefert seit Jahresbeginn 2025 nicht nur jeden Donnerstagabend tanzbegeisterten Hörerinnen und Hörern die passenden Rhythmen, sondern durch Radio Wien Moderator und Tanzprofi Chris Lachmuth, der bei unterschiedlichen Off-Air-Veranstaltungen wie dem Donauinselfest auch den Wettbewerb um „Walzerkönig und Walzerkönigin“ abhielt, auch interessante Einblicke und Informationen über die Welt des Tanzsports. Anfang Dezember feierte außerdem die RadioWien-Tanzveranstaltung „5-Uhr-Tee“, die künftig regelmäßig stattfinden wird, ihre Premiere. Begleitend zu „Dancing Stars“ in ORF stellte Radio Wien im Mai den Ball „Tanzen wie ein Dancing Star“ in den Sophiensälen auf die Beine. In den Wochen davor konnte man die Tanzpaare der Show – also jeweils Profi und Promi – als Studiogäste in der Sendung „Guten Morgen Wien“ besser kennenlernen und schließlich auch am so gut wie ausverkauften Ball persönlich erleben, mit Tanzeinlagen, Workshops und Interviews.
Ein weiteres neues Format im Jahr 2025, die Radio-Wien-Gesundheitsstunde mit Moderator Peter Tichatschek. Einmal pro Monat wird ein bestimmtes Gesundheitsthema – wie z.B. Augen-, Haut- oder Männergesundheit –von einemFacharzt erläutert, der als Studiogast auch für Fragen der Hörerschaft zur Verfügung steht. Weitere Gesundheitsschwerpunkte waren zwei Ausgaben von „Talk im Turm“, einerseits mit Slaven Stekovic zum Thema Fasten, andererseits mit Hadi Saleh zum Thema Langlebigkeit, ein Talk aus dem RadioCafé über Vorsorge und ein Wissenschaftstalk zur Herzgesundheit – allesamt unter der Leitung von
26 Datenbasis: Radiotest GJ 2025_4 (GJ 2025), n=24.000, Mo–So, 10+
Tabelle 22: Programmstruktur Radio Vorarlberg, Musikanteil nach Kategorien
Erfüllung des öffentlich-rechtlichen Kernauftrags
Radio-Wien-Programmchefin Jasmin Dolati. In ihrer wöchentlichen Talksendung begrüßte sie zahlreiche namhafte Gäste aus den verschiedensten Bereichen.
Nach dem Vorbild anderer Bundesländer gab es „Ein Ort am Wort“, multimedial aufbereitet, moderiert von Lukas Lattinger und live auf Radio Wien übertragen u.a. zu den Themen „Radfahren in Wien“, „Wem gehört der Reumannplatz?“, „Sicherheit in Schulen“ und der Problematik der Drogenszene Gumpendorf.
Die Programmgestaltung bildete wieder das Stadtgeschehen durch die Reporterinnen und Reporter Karo Boctor, Doris Bachler und Hadschi Bankhofer über Feste, Ausstellungen, Bautätigkeiten und von Hotspots und Geheimtipps, von sozialen Einrichtungen, Bildungsstätten, Sportvereinen, Freizeitanlagen und Kulturinitiativen ab.
Regelmäßig im Programm gebotene Service-Inhalte reichten von der Ernährungs-Rubrik über die Infos für ArbeitnehmerInnen durch die AK, aktuelle Buchtipps sowie KonsumentenSpartipps bis zu Pflanzentipps. Unter dem Serientitel „Job und Ausbildung“ wurden zahlreiche Berufe mit den wichtigsten Eckpunkten vorgestellt, und in Zusammenarbeit mit dem Fonds Soziales Wien konnten wichtige Informationen über Pflege, Betreuung, Versorgung und vieles mehr vermittelt werden.
Eine Fortsetzung fand die Kultsendung „Der Nachtfalke“ von und mit Hans Krankl.
Einen bereits traditionellen Programmhöhepunkt bildete im Dezember der „FreiwilligenAdventkalender“, in dem Radio-Wien-Redakteur Robert Jahn wieder 24 ehrenamtlich tätige Menschen und die Organisationen, für die sie sich engagieren, porträtiert hat.
Off-Air-Aktivitäten / Partnerschaften
Unter den vielen Veranstaltungen, die mit Beteiligung durch Radio Wien stattfanden, ist das Donauinselfest ebenso hervorzuheben wie das 80er Jahre Festival „Forever Young“ mit Moderator Bernie Weihsinger. Radio Wien war aber auch auf vielen anderen Events in Wien vertreten: beim Bike Festival am Rathausplatz ebenso wie bei den Laufveranstaltungen Vienna City Marathon, Frauenlauf und Vienna Night Run. Auf der Messe „Buch Wien“ gab es einen Live-Talk von Jasmin Dolati mit der Schauspielerin und Autorin Proschat Mahdani. Die Afterwork-Events von Radio Wien mit Publikum im Hotel Intercontinental, im Hotel Hoxton, der Strandbar Herrmann und im „Freiherz“ im Campus Wien erfreuten sich großer Beliebtheit.
Mittels Ticketgewinnspielenlud RadioWienauchwiederzuzahlreichenKonzerten, Führungen und Filmpremieren, von Santana über Lionel Richie bis Rod Stewart, vom Flughafen Wien bis zum Wildnisgebiet Dürrenstein-Lassingtal, von „Bridget Jones – Verrückt nach ihm“ über „Das Kanu des Manitu“, „Mission Impossible – TheFinal Reckoning“ bis „BruceSpringsteen: Deliver Me From Nowhere“. Ein weiterer Höhepunkt stellten die die Radio-Wien-Klubkonzerte dar, in deren Rahmen Viktor Gernot sein letztes Konzert mit den „Best Friends“ zelebrierte und Rainhard Fendrich sein neues Album präsentierte.
Erfüllung des öffentlich-rechtlichen Kernauftrags
Für die ORF-Spendenaktion LICHT INS DUNKEL gab es auch heuer wieder den Musikwunschtag unter dem Motto „Sie spenden, wir spielen“, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Radio Wien engagierten sich beim Punschausschenken auf verschiedenen Weihnachtsmärkten, und auch die Einnahmen von Konzerten des Radio-Wien-Chors flossen in den Spendentopf ein.
Programmstruktur von Radio Wien27
Ergebnisse der Inhaltsanalyse für Radio Wien in der Musterwoche 2025 zwischen 8. bis 14. September:
Tabelle 23: Programmstruktur Radio Wien, Wortanteil nach Kategorien
2.1.14
Radio AGORA
Siehe dazu Kapitel 5 „Angebot des ORF für Volksgruppen“.
2.1.15 Anteile von Information, Kultur, Unterhaltung und Sport am ORF-Radioprogramm gesamt
Die Programmstrukturanalyse Radio erfolgt als Stichproben-Erhebung. Anhand einer ausgewählten „Musterwoche“ wird der Programmoutput der ORF-Radioangebote analysiert.
Seit dem Berichtsjahr 2018 wird die Erhebung von der APA-Comm durchgeführt, das Analyseschema ist dabei über dieJahre gleichgeblieben – der Programmoutput der einzelnen Sender wird getrennt nach dem Wortanteil nach acht und dem Musikanteil nach sechs Hauptkategorien ausgewertet.
Mit 2022 wurde eine zusätzliche Output-Analyse des ORF-Radioangebots zur Dokumentation der Erfüllung des öffentlich-rechtlichen Kernauftrags – aufgrund der Rechtsprechung (vgl. Erkenntnis des Verwaltungsgerichtshofes Ra 2021/03/0068) – eingeführt. Der VwGH bestätigte, dass der ORF (i.S.v. gesamtes Hörfunkprogramm) nach § 4 Abs. 2 ORF-G ein differenziertes Gesamtprogramm von Information, Kultur, Unterhaltung und Sport anzubieten hat und dass zur Bewertung des gesamten Wort- und Musikprogramms die einzelne „Sendung“ als Bezugsgröße heranzuziehen ist. Ergänzend zur Analyse nach Wort- und Musikanteilen erfolgt seit 2022 eine Zuordnung der Programmanteile für die ORFRadioprogramme gesamt (Ö1, Ö3, FM4 und ein Durchschnitt aus allen ORF-Regionalradios) nach den vier Kategorien Information, Unterhaltung, Kultur und Sport. Diese Auswertung wird ebenfalls von der APA-Comm auf Basis derselben Musterwoche, die für die Auswertung der Einzelsender gewählt wird, durchgeführt (8. bis 14. September 2025).
Der größte Programmanteil entfällt 2025 mit 58% auf Unterhaltung, 22% entfallen auf Kultur, 19% auf Information und 0% auf Sport.
Programmanteile ORF-Radio gesamt 2025*
Anteil in Std in%
Information 122:38:12 19% Kultur 143:09:24 22% Unterhaltung 374:12:04 58% Sport 1:42:28 0% Gesamt 641:42:08 100%
* Prozentuierungsbasis = Netto-Sendezeit einer typischen Woche/„Musterwoche“ (exklusive kommerzielle und soziale Werbung, Programmhinweise, Jingles/Signations); durch Rundung auf ganze Zahlen von 100 abweichende Summen möglich
Tabelle 25: ORF-Radio-Programmstruktur 2025
2.2 Fernsehen
Programmschwerpunkte, Initiativen und Themenabende 2025
In bewährter Weise bot der ORF seinem Publikum auch 2025 mit Programmschwerpunkten, Initiativen und Themenabenden die Möglichkeit, sich mit Themen in verschiedenen Sendegefäßen unterschiedlicher Programmfarbe intensiver auseinanderzusetzen – von zeitgeschichtlich und gesellschaftspolitisch relevanten Inhalten bis hin zu den mittlerweile traditionellen
ORF-Initiativen und Schwerpunkten zu Gesundheit und Umwelt. Diese umfassen nicht nur Fernsehen, sondern inkludieren auch die ORF-Radios und die Online-Angebote.
Zeitgeschichteschwerpunkt zum Holocaust-Gedenktag (27. Jänner)
Rund um den Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust waren im alljährlichen ORF-Programmschwerpunkt u. a. die Spielfilme „Schindlers Liste“, „Die Wannseekonferenz“ und „Die Fälscher“ zu sehen, daneben gab es Produktionen in den Sendereihen „kreuz& quer“, „Universum History“, „Menschen & Mächte“ undder sonntäglichen „dok.film“-Leiste. Die TV-Sendungen erreichten in Summe 1,8 Mio. Personen, das ist knapp ein Viertel der gesamten österreichischen TV-Bevölkerung 12+ (weitester Seherkreis: 23%).
Zeitgeschichteschwerpunkt „Novemberpogrome“
Der Novemberpogrome in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 und die Opfer der Verfolgung durch die Nationalsozialisten gedachte der ORF wieder mit einem multimedialen ORF-Programmschwerpunkt an die damaligen Geschehnisse, der allein im Fernsehen insgesamt rund 1,6 Mio. Österreicherinnen und Österreicher bzw. 21% der heimischen TVBevölkerung ab zwölf Jahren (weitester Seherkreis) erreichte.
Zeitgeschichteschwerpunkt „Republiksjubiläen 2025“
Der umfangreiche Zeitgeschichteschwerpunkt, mit dem der ORF der historischen Jubiläen 80 Jahre Ende des Zweiten Weltkriegs, 80 Jahre Zweite Republik und 70 Jahre Staatsvertrag in allen seinen Medien gedachte, erreichte insgesamt 4,2 Mio. Österreicherinnen und Österreicher, das entspricht 56% der heimischen TV-Bevölkerung ab 12 Jahren (weitester Seherkreis). Hoch war dabeiauch das Interesse in der Zielgruppe 12 bis 29Jahre: Mit 387.000 Zuseherinnen und Zusehern (weitester Seherkreis) nutzte knapp ein Viertel (23%) der Österreicherinnen undÖsterreicher unter30 das Zeitgeschichteangebot inORF 2 undORF III. Der Schwerpunkt umfasste 34 Neuproduktionen wie u. a. die von den Landesstudios gestaltete neunteilige ORF-2-Doku-Reihe „Unser Österreich“. Allein diese neun „Unser Österreich“-Dokumentationen aus den ORF-Landesstudios, die gemeinsam mit Geburtstagskindern des Jahres 1945 auf 80 Jahre Lebens- und Republiksgeschichte zurückblickten, sahen insgesamt 1,873 Mio., das entspricht 25% der heimischen TV-
Erfüllung des öffentlich-rechtlichen Kernauftrags
Bevölkerung ab 12 Jahren (weitester Seherkreis). Am 27. April übertrug der ORF den Festakt zur Gründung der Zweiten Republik aus der Wiener Hofburg (59.000 Zuseherinnen und Zuseher, 9% MA). Anlässlich70JahreStaatsvertragübertrug derORF am 15. Mai denFestakt im Parlament (57.000 Zuseherinnen und Zuseher, 13% MA), ergänzt durch eine „ZIB Spezial: 70 Jahre Staatsvertrag“ (238.000 Zuseherinnen und Zuseher, 20% MA). ORF III setzte um 19.45 Uhr mit der Live-Berichterstattung bzw. -Übertragung des Staatsaktes aus dem Schlossgarten des Oberen Belvedere fort.
Programmschwerpunkt zum Weltfrauentag
Wie jedes Jahr berichtete der ORF rund um den Weltfrauentag am 8. März in zahlreichen Dokus, Reportagen, Magazin-Beiträgen sowie Filmproduktionen über beeindruckende weibliche Persönlichkeiten, die in Summe von 2,3 Mio. Personen genutzt wurden (weitester Seherkreis: 30%).
Programmschwerpunkt „Fünf Jahre Corona – Ein Trauma, das bleibt?“
Rund um den Jahrestag des ersten Lockdowns widmete sich die ORF-Flotte ab 15. März in ausgewähltenProgrammen –darunterz. B. eineAusgabevon„Stöckl live: Miteinander reden“, „Das Gespräch: Spalt-Virus – die Lehren aus der Corona-Krise“, der Doku-Film „Stillstand“ und eine Spezialausgabe von „Mayrs Magazin“ – den Auswirkungen der Corona-Pandemie. In Summe waren bei dem Schwerpunkt 2,1 Mio. Österreicherinnen und Österreicher dabei, das entspricht einem weitesten Seherkreis von 28%
Programmschwerpunkt zu „10 Jahre Flüchtlingskrise“ Vor zehnJahrenmachtesicheineMillionMenschen auf den Weg nachEuropa – dem widmete der ORF imSeptember dieDokumentation„10 Jahre Flüchtlingskrise: Die Zerreißprobe“ sowie die Live-Publikumsdiskussion „Stöckl live: Miteinander reden“ zum Thema „Integration oder Illusion?“. Im Vorfeld gab es außerdem „Das Gespräch“ zum Thema „Schaffen wir das?“, einen „Report“ aus Spielfeld sowie die Reportage „Lokalaugenschein Grenze. Der Preis für Sicherheit“ im Rahmen des ORF-Korrespondentenmagazins „WeltWeit“. Insgesamt interessierten sich mehr als 2,1 Mio. Menschen für die Thematik, das entspricht einem weitesten Seherkreis von 28%.
ORF-1-Schwerpunkt „Brennpunkt Schule“ Zu Beginn des Sommersemesters thematisierte ORF 1 das Thema Bildung mit dem Programmschwerpunkt „Brennpunkt Schule“, indem es u. a. um Themen wie Sprachprobleme und Handys an Schulen, Auswirkungen von übermäßigem digitalem Medienkonsum auf die Gesundheit oder um die Frage „Wozu noch Schule?“ ging. Insgesamt erreichte der Schwerpunkt rund1,6 Mio. Menschen (weitester Seherkreis: 21%).
Erfüllung des öffentlich-rechtlichen Kernauftrags
Papst-Begräbnis und Papst-Wahl (26. April / 8. Mai)
Die Übertragung des Papst-Begräbnisses am 26. April verfolgten im Schnitt 526.000 Zuseherinnen und Zuseher bei 56% MA (12+). Die gesamte Berichterstattung zum Ableben des Papstes in ORF 1, ORF 2 und ORF III erreichte von 21. bis 26. April einen weitesten Seherkreis von 3,5 Mio. Zuseherinnen und Zusehern, das entspricht 46% der heimischen TVBevölkerung ab zwölf Jahren. Um exakt 18.11 Uhr ging am 8. Mai auf ORF 2 die „ZIB Spezial: Der neue Papst – Habemus Papam“ auf Sendung. Die Live-Strecke zur Wahl des neuen Papstes dauerte bis zum Ende der „ZIB 2“ um 22.30 Uhr: Insgesamt ließen sich 3,1 Mio. (weitester Seherkreis) den TV-Abend zur Papst-Wahl im ORF nicht entgehen, das sind 41% der heimischenTV-Bevölkerungab 12Jahren. Als um 19.13 Uhrder Name des neuenPontifex verkündet wurde, waren 1,4 Mio. ORF-Zuseherinnen und Zuseher live dabei, im ORFHauptabend waren 619.000 bei 25% MA via ORF 2 mit dabei und sahen u. a. ein Studiogespräch mit Kardinal Christoph Schönborn.
Tag der Inklusion (5. Mai)
Im Zuge eines umfassenden ORF-Schwerpunktes wurde rund um den Europäischen Protesttag zur Gleichstellung der Menschen mit Behinderungen am 5. Mai, auch „Tag der Inklusion“ genannt, auf die Potenziale von Menschen mit Behinderungen in Fernsehen, Radio und online aufmerksam gemacht. Der ORF bot dazu eine Vielzahl von Sendungen, Dokumentationen undBeiträgen, diesichdemThemenkomplex Inklusionverschriebenhaben. Der gesamte Schwerpunkt erreichte insgesamt rund 2,0 Mio. Zuseherinnen und Zuseher, das entspricht 26% der heimischen TV-Bevölkerung ab 12 Jahren (weitester Seherkreis).
Internationaler Tag der Gebärdensprachen (23. September)
Der ORF begleitete den Internationalen Tag der Gebärdensprachen wieder mit einem umfassenden Schwerpunkt in all seinen Medien (Fernsehen, Radio und Online). Dabei spielte das 20-jährigeJubiläum der Anerkennung der Österreichischen Gebärdensprache (ÖGS) eine bedeutende Rolle, thematisiert wurde, wie wichtig Gebärdensprache im Alltag ist und mit welchen Herausforderungen gehörlose Menschen in Österreich noch immer konfrontiert sind. Der Schwerpunkt erreichte insgesamt mehr als 2,5 Mio. Menschen in Österreich, das entspricht einem Drittel der gesamten TV-Bevölkerung 12+ (weitester Seherkreis: 33%).
Internationaler Tag der Menschen mit Behinderungen (3. Dezember)
Der ORF widmete dem Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen einen umfassenden Programmschwerpunkt in all seinen Medien (Fernsehen, Radio und Online). Zahlreiche Sendungen und Beiträge in den ORF-Programmen widmeten sich über eine gesamte Woche dem Thema. Alle Sendungen wurden barrierefrei angeboten – mit Untertiteln, Audiodeskription oder in Österreichischer Gebärdensprache – und waren nach Ausstrahlung der jeweiligen Sendung via ORF ON abrufbar.
Erfüllung des öffentlich-rechtlichen Kernauftrags
Opernball (27. Februar)
Die Eröffnung des Opernballs kamauf über 1,3 Mio. Zuseherinnenund Zuseher, das warmehr als die Hälfte des gesamten TV-Publikums zur Sendezeit (52% MA). Via ORF 2 und 3sat waren beim gesamten Ball-Abend insgesamt 2,7 Mio. dabei. Tags darauf präsentierte die ORF-Gesellschaftsredaktion mit „Alles Opernball“ auf ORF 1 einen Rückblick auf alle Stars, Höhepunkte, Aufreger und Glanzlichter des Ballereignisses (629.000 Zuseherinnen und Zuseher, 23% MA, 24% MA 12–49).
LICHT INS DUNKEL 2025
Der ORF unterstützte auch 2025 die große Spendenaktion LICHT INS DUNKEL zugunsten armutsbetroffener Kinder undMenschenmit Behinderungen, damit sie ein eigenständiges und selbstbestimmtes Leben führen können. Mit den Fernsehsendungen am Heiligen Abend, der „Promi-Millionenshow“, der „Gala für LICHT INS DUNKEL“ und vielen weiteren Angeboten erreichte LICHTINS DUNKEL einen weitestenSeherkreis von rund 3,0 Mio. Österreicherinnen und Österreichern, das sind 39% der gesamten heimischen TV-Bevölkerung. Bei der großen ORF-Spendenaktion kamen über das gesamte Jahr hinweg in Summe über 15,5 Mio. Euro zusammen.
Weitere ORF-Schwerpunkte gab es u. a. zum Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen am 24. November (z. B. mit der „dokFilm“-Premiere „(K)einen Ton sagen“) oder zur ORF-Bewegungsinitiative WIR BEWEGEN ÖSTERREICH am Nationalfeiertag. Im Kapitel Information finden sich außerdem weitere Programmschwerpunkte, etwa zu „Drei Jahre Ukrainekrieg“ oder zur Bundestagswahl Deutschland.
2.2.1 ORF 1 und ORF 2
Das ORF-Fernsehen mit ORF 1 und ORF 2 strahlte im Jahr 2025 netto 17.689 Programmstunden aus. In dieser Programmleistung sind alle in ORF 1 und ORF 2 national und lokal ausgestrahlten Programme enthalten. Nicht eingerechnet sind Sendungen der Bereiche „Werbung“, „Programminformation / Promotion“ bzw. „Moderation / Hinweise / Sonstiges“.
Grundlage für die Auswertungen des Fernsehsendevolumens des jeweiligen Kalenderjahres war bis 2012 eine Gruppierung nach Fernsehsendungskategorien der Arbeitsgemeinschaft TELETEST (AGTT), auf deren Basis eine Auswertung aller Sendungen eines Jahres (Totalerhebung) erfolgte. 2013 beauftragte der ORF die Universität Wien mit einer entsprechenden Zuordnung der Sendungen/Sendungsteile der ORF-TV-Programme insgesamt (damals ORF 1, ORF 2, ORF III Kultur und Information, ORF SPORT +). Diese Vorgangsweise wird seither beibehalten und war damit auch im vorliegenden Berichtsjahr 2025 gültig, in dem die Durchführung der Analyse durch die APA-Comm erfolgte (davor Universität Wien unter der Studienleitung von Dr. Mira Mayrhofer). Das Zuordnungsschema nach sechs Programmfeldern für die Sender ORF 1 und ORF 2 erfolgt seit 2013 auch auf
Erfüllung des öffentlich-rechtlichen Kernauftrags
Basis des von der Universität Wien entwickelten Analyseschemas und wurde 2025 ebenfalls von der APA-Comm umgesetzt. Einzelne Sendungen bestimmter Sendeleisten können – je nach inhaltlichem Schwerpunkt – auch unterschiedlichen Kategorien zugeordnet werden. Die Zuordnung erfolgt unabhängig von der Zugehörigkeit der einzelnen Sendungen bzw. Sendeleisten zu Direktionen bzw. Hauptabteilungen im ORF. Kleinste Analyseeinheit ist eine Sendung bzw. ein Sendungsteil.
Die Programmstruktur des Fernsehangebots im Jahr 2025 in ORF 1 und ORF 2 weist im Vergleich zum Vorjahr wenig Veränderungen auf: Der Bereich Information bleibt bei einem Programmanteil von 27%, Familie bei 5%. Wissenschaft/Bildung/Lebenshilfe steigt leicht auf 9% (2024: 8%), Kultur/Religion auf 7% (2024: 6%). Unterhaltung kommt auf 44% (2024: 45%), Sport auf 8% (2024: 9%).
Die Programmstruktur des ORF-Fernsehens 2024 und 2025
Tabelle 26: Programmstruktur des ORF-Fernsehens (ORF 1 und ORF 2) 2024 und 2025
2.2.1.1 Programmflächen
„DIE.NACHT“
Die Satire-Leiste im Dienstag-Spätabend bietet neben bewährten (Satire-)Formaten auch immer wieder junge unkonventionelle Formate, vornehmlich aus dem Bereich Comedy und Satire, mit Kabarett-Größen und -Newcomerinnen bzw. -Newcomern.
„Willkommen Österreich“ erreichte im Jahresschnitt 2025 345.000 Zuseherinnen und Zuseher bei 18% MA (19% MA 12–49, 20% MA 12–29). Auf besonders hohes Publikumsinteressestieß die Folge am 28. Jänner, bei der Benni undMarlies Raich sowieGregor Seberg zu Gast waren (454.000 Zuseherinnen und Zuseher, 22% MA, 24% 12–49, 36% MA 12–29).
Auf „Willkommen Österreich“ folgten in der Dienstag-Nacht-Leiste im Jänner und Februar die „Pratersterne“ (155.000 Zuseherinnen und Zuseher, 12% MA, 19% MA 12–29), von März bis Mai und nach der Sommerpause ab September die „Science Busters“ (154.000 Zuseherinnen und Zuseher, 13% MA, 18% MA 12–29). Für Unterhaltung sorgten weiters „maschek“ und Wiederholungen der freitäglichen Ausstrahlungen von „Gute Nacht Österreich“. Im Sommer war „DIE.NACHT Sommerfrische“ Bühne für Größen der österreichischen Kabarettszene und spannende Newcomer (u. a. Katharina Straßer, Benedikt Mittmannsgruber, Malarina, Christoph Fritz), weiters stand das neue Format „Pension Schöller“ (128.000 Zuseherinnen und Zuseher, je 7% MA 12+, 12–49 und 12–29), in dem u. a. Andreas Vitásek, Viktor Gernot und Thomas Stipsits zu Gast waren, auf dem Programm.
„Dok 1“
Mit einer wie immer breiten Themenpalette hatten die 20.15-Uhr-Ausgaben von „Dok 1“ im Schnitt 280.000 Zuseherinnen und Zuseher (10% MA, 13% MA 12–49, 14% MA 12–29); die stärksten Ausgaben waren „Marcel“ (511.000 Zuseherinnen und Zuseher, 16% MA, 19% MA 12–49, 25% 12–29), „Ambros“ (411.000 Zuseherinnen und Zuseher, 15% MA, 16% MA 12–49, 21% MA 12–29) und –insbesondere beim jungenPublikum – „Drei Wochen Handy-Entzug – Das Experiment“ (397.000 Zuseherinnen und Zuseher, 15% MA, 21% MA 12–49, 30% MA 12–29).
„Universum History“
Regelmäßig steht „Universum History“ mit seinen regulären Ausgaben (rund 140.000 Zuseherinnen und Zuseher, 10% MA) im Zeichen der ORF-Themenschwerpunkte – u. a. zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust, zu den Republiksjubiläen 2025 oder zum Weltfrauentag. Die meistgesehenen Ausgaben waren „Königin der Lüfte – das tragische Ende der Concorde“ (229.000 Zuseherinnen und Zuseher, 16% MA), „Dianas letzte Nacht“ (213.000 Zuseherinnen und Zuseher, 19% MA) aus der Reihe „Bilder, die Geschichte schrieben“ und „Elvis und Priscilla – das dunkle Geheimnis“ (212.000 Zuseherinnen und Zuseher, 14% MA).
Erfüllung des öffentlich-rechtlichen Kernauftrags
„dokFilm“
Die Dokumentarfilm-Leiste im Sonntag-Spätabend (im Schnitt 109.000 Zuseherinnen und Zuseher, 10% MA) ist immer wieder Bestandteil der Themenschwerpunkte, 2025 z. B. „Ein jüdisches Leben“ zum Holocaust-Gedenktag, „Geheimwaffe Lippenstift“ zum Weltfrauentag oder „(K)einen Ton sagen“ zumInternationalenTag zurBeseitigungvonGewalt gegenFrauen.
Im Sommer zeigte der ORF neue Ausgaben der Reihe „Weites Land“ (Oberösterreich, Salzburg) und setzte mit „Mein Lienz“ die beliebte Regionalporträtreihe fort. Meistgesehene Ausgaben des Jahres waren die Premiere „Weites Land: Salzburg“ (240.000 Zuseherinnen und Zuseher, 16% MA), die Dacapo-Ausgabe „Weites Land: Tirol“ (227.000Zuseherinnen und Zuseher, 13% MA) sowie „Die Märchenwirtin und die Ziegenflüsterin“ (218.000 Zuseherinnen und Zuseher, 15% MA) aus der Reihe „Österreichische Originale“.
2.2.1.2 Information
Unter „Information“ sind Sendungen der Programmfelder „Nachrichten“ (2.424 Stunden) und „Current Affairs / Politik / Magazine / Diskussionen“ (2.397 Stunden) zusammengefasst. 2025 wurden in ORF 1 und ORF 2 in Summe 4.820 Stunden „Information“ ausgestrahlt.
Anfang 2025 war die ORF-Information speziell rund um die diversen Koalitionsverhandlungen bis hin zur Regierungsbildung stark gefordert. Neben der ORF-Wahlberichterstattung (Landtagswahl im Burgenland, Gemeinderats- und Bezirksvertretungswahlen Wien) gab es auch diverse Ereignisse, auf die die ORF-Info umgehend mit Sondersendungen reagierte, etwa mit Spezial-Ausgaben der „ZIB“ zum Attentat in Villach oder zum Amoklauf an einer Schule in Graz. Umfangreich wurde auch zu den Angriffen Israels und der USA auf den Iran berichtet. Programmschwerpunkte gab es u. a. zu drei Jahre Ukraine-Krieg und zur Bundestagswahl in Deutschland, in einem Trump-Schwerpunkt wurden die ersten Wochen nach der Angelobung von Donald Trump beleuchtet.
Koalitionsverhandlungen und Regierungsbildung
Im ersten Quartal 2025 war die ORF-Information stark von den Koalitionsverhandlungen bis hin zur Regierungsbildung geprägt; von all diesen Sendungen war die „Zeit im Bild Spezial“ am 4. Jänner zum Scheitern der Gespräche zwischen ÖVP, SPÖ und den NEOS (1,2 Mio. Zuseherinnen und Zuseher, 46% MA) die meistgesehene.
Mehr als acht Stunden lang berichtete allein ORF 2 am 12. Februar live vom Ende der Koalitionsverhandlungen zwischen FPÖ und ÖVP und der Frage, wie es weitergehen kann –u.a. in Form von „ZIB Spezial“-Ausgaben, einer Sondersendung im Hauptabend und einem „Runden Tisch“. Hohes Publikumsinteresse verzeichneten etwa die vierstündige „ZIB Spezial“ am Nachmittag und im Vorabend (im Schnitt 515.000 Zuseherinnen und Zuseher, 39% MA) und die „Zeit im Bild“ um 19.30 Uhr (1,5Mio. Zuseherinnen und Zuseher, 57% MA). Insgesamt erreichten die Info-Formate im ORF an diesem Tag 3,408 Mio. Zuseherinnen und Zuseher (weitester Seherkreis), das sind 45% der heimischen TV-Bevölkerung ab 12 Jahren.
Erfüllung des öffentlich-rechtlichen Kernauftrags
Zum Antritt der neuen Bundesregierung am 3. März zeigte ORF 2 eine achtstündige LiveStrecke, im Hauptabend „Das Interview“ mit dem neuen Bundeskanzler Christian Stocker, Vizekanzler Andreas Babler und Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (621.000 Zuseherinnen und Zuseher, 20% MA), gefolgt von einem „Report Spezial“ (496.000 Zuseherinnen und Zuseher, 17% MA) und Fritz Dittlbachers Doku „Bilder einer Aufstellung“ (437.000 Zuseherinnen und Zuseher, 21% MA).
Landtagswahl im Burgenland (19. Jänner)
Die Live-Berichterstattung vom Wahlsonntag im Burgenland am 19. Jänner verfolgten ab 15.30 Uhr insgesamt 3,1 Mio. Zuseherinnen und Zuseher (weitester Seherkreis: 41%).
Gemeinderats- und Bezirksvertretungswahlen Wien (27. April)
Großes Publikumsinteresse gab es an der Live-Berichterstattung vom Wahlsonntag in Wien: Insgesamt 2,8 Mio. Zuseherinnen und Zuseher (weitester Seherkreis) waren am 27. April ab 15.30 Uhr bei der insgesamt siebenStundenlangen Live-Strecke im ORF dabei, das sind 37% der heimischen TV-Bevölkerung ab zwölf Jahren; den Topwert erzielte dabei mit 1,1 Mio. Reichweite bei 45% MA die „Zeit im Bild“. Die erste Hochrechnung um 18.45 Uhr in ORF 2 sahen im Schnitt 530.000 Menschen.
Programmschwerpunkt „Bundestagswahl Deutschland“ (23. Februar)
U. a. mit einer neuen Ausgabe „ZIB WISSEN“, „WELTjournal“, einer Live-Elefantenrunde „Die Runde mit Peter Fritz“ und 172 Minuten „ZIB Spezial“ am Wahlsonntag begleitete der ORF allein imTV die Wahl in Deutschland – der weitesteSeherkreis lag bei 3,3 Mio. Personen, d. h. 44% der heimischen Bevölkerung waren zumindest kurz beim Schwerpunkt dabei.
ORF-„Sommergespräche“
ORF-Innenpolitik-Chef Klaus Webhofer führte erstmals durch die legendäre Interview-Reihe. Die „Sommergespräche“ mit denVorsitzenden der imParlament vertretenenFraktionen waren vom 11. August bis zum 8. September 2025 immer montags um 21.00 Uhr in ORF 2 zusehen. Schauplatz war erstmals seit 2022 wieder der ORF-Mediencampus am Küniglberg. Insgesamt erreichten die traditionellen Gesprächsrunden, die einmal mehr die innenpolitische Berichterstattung dominierten, 2,6 Mio. Österreicherinnen und Österreicher (weitester Seherkreis), das entspricht 35% der heimischen TV-Bevölkerung ab 12 Jahren. Durchschnittlich sahen 535.000 Zuseherinnen und Zuseher bei 23% MA die fünf Ausgaben, mit hohem Interesse auch in den jungen Zielgruppen (14% MA 12–49, 18% MA 12–29).
des öffentlich-rechtlichen Kernauftrags
Berichterstattung zum Attentat in Villach (15. Februar)
Umfassend berichtete der ORF rund um den Terroranschlag am 15. Februar 2025 in Villach, das Interesse der Österreicherinnen und Österreicher war groß: 2,2 Mio. bzw. 30% sahen zumindest eine der „Zeit im Bild“ -Spezialsendungen, „Thema“ bzw. den Gedenkmarsch / Trauergottesdienst.
Berichterstattung zum Amoklauf in Graz (10. Juni)
Mit umfangreichenProgrammänderungen reagierte der ORF auf den Amoklauf in einer Grazer
Schule am 10. Juni 2025: ORF 2 berichtete bereits ab dem Vormittag laufend, im Hauptabend informierte eine „Zeit im Bild Spezial“ (663.000 Zuseherinnen und Zuseher, 26% MA). Auch die folgenden Tage waren durch einschlägige Berichterstattung geprägt – in Summe kam der ORF mit allen Sendungen zum Amoklauf bis zum 17. Juni auf einen weitesten Seherkreis von 4,7 Mio. Personen, das entspricht 62% der österreichischen TV-Bevölkerung.
Berichterstattung zu den Angriffen Israels und der USA auf den Iran
Den Konflikt im Nahen Osten coverte der ORF umfassend: Nach dem Großangriff Israels auf iranische Nuklear- und Militäranlagen stand am 13. Juni 2025 im Hauptabend eine „ZIB Spezial“ (419.000 Zuseherinnen und Zuseher, 24% MA) auf dem Programm. Auch nach dem Eingreifen der Vereinigten Staaten von Amerika in den Krieg zwischen Israel und dem Iran am 22. Juni gab es neben verlängerten undzusätzlichen Nachrichten untertags im Hauptund Spätabend durchgängige Sonderberichterstattung mit „ZIB Spezial“ (604.000 Zuseherinnen und Zuseher, 29% MA), „ZIB 2“ (521.000 Zuseherinnen und Zuseher, 27% MA) und „Das Gespräch: Spezial“ (320.000 Zuseherinnen und Zuseher, 20% MA).
Programmschwerpunkt „Drei Jahre Ukraine-Krieg“
Wie in den Jahren davor stand rund um den Jahrestag des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine ein Schwerpunkt auf dem Programm, u. a. mit dem „Benefizkonzert ,United for Ukraine‘ 2025“ auf ORF 1, Magazinen auf ORF 2 sowie Dokus und Talks auf ORF III. In Summe informierten sich damit knapp zwei Mio. Österreicherinnen und Österreicher, das ist mehr als ein Viertel der gesamten TV-Bevölkerung 12+ (weitester Seherkreis: 26%).
Trump/USA-Schwerpunkt (12. bis 13. März)
Schon in den ersten Wochen seiner Amtszeit warf die Politik des US-Präsidenten Donald Trump lange Schatten – dem trug der ORF mit einem Trump/USA-Schwerpunkt Mitte März Rechnung: Die Beiträge zum Trump-Clan, zu „Tradwives“, zur „Flat-Earth“-Theorie, ein „ZIB Magazin Spezial“ zu den Auswirkungen in Österreich und der Spielfilm „Nomadland“ über Menschen in den USA in prekären Verhältnissen erreichten in Summe mehr als1,4 Mio. Zuseherinnen und Zuseher, das entspricht einem weitesten Seherkreis von knapp einem Fünftel (19%) der österreichischen TV-Bevölkerung 12+.
Erfüllung des öffentlich-rechtlichen Kernauftrags
Nachrichten
Programmstrukturell betrachtet lag die Programmleistung „Nachrichten“ 2025 bei 2.424 Stunden, das Volumen der Sondersendungen lag bei 73 Stunden. Mit einem Programmvolumen von 1.089 Stunden nahm „Bundesland heute“ (inkl. Service/Wetter), das außer am 24. Dezember („LICHT INS DUNKEL“) täglich von den Landesstudios ausgestrahlt wird, den größten Anteil an den „Nachrichten“ ein. Die Sendung „Südtirol heute“ des Landesstudios Tirol wurde jeweils von Montag bis Freitag um 18.30 Uhr in Nord-, Ost- und Südtirol ausgestrahlt 28
Produktion Nachrichtensendungen im ORF-Fernsehen 2024 und 2025
Tabelle 27: Produktion Nachrichtensendungen im ORF-Fernsehen (ORF 1 und ORF 2) 2024 und 2025
28 Die Sendung wird in Südtirol noch einmal um 19.30 Uhr wiederholt. Diese Wiederholung wurde in der vorliegenden Berechnung nicht berücksichtigt.
Die ORF-Nachrichtensendungen
Von den in Summe knapp 70 „ZIB Spezial“ -Ausgaben im Jahr 2025 war die „Zeit im Bild Spezial“ am 4. Jänner zum Scheitern der Gespräche zwischen ÖVP, SPÖ und den NEOS die meistgesehene (1,2Mio. Zuseherinnenund Zuseher, 46% MA). WeitereSpezialausgaben gab es etwa zur Papstwahl (1,1 Mio. Reichweite, 55% MA), zur Wahl in Deutschland, zum Amoklauf in Graz oder zur Angelobung von Donald Trump.
Mehr als die Hälfte des gesamten TV-Publikums zur Sendezeit entschied sich 2025 für die durchgeschaltete „Zeit im Bild um 19.30 Uhr“ (im Schnitt 1,1 Mio. Zuseherinnen und Zuseher, 53% MA), einViertel für die „ZIB 2“ (505.000Zuseherinnen undZuseher, 24% MA) und jeweils rund ein Drittel für die Daytime-Ausgaben der „ZIB“ (9 Uhr: 136.000 Zuseherinnen und Zuseher, 32% MA, 13 Uhr: 225.000 Zuseherinnen und Zuseher, 30% MA; 17 Uhr: 312.000 Zuseherinnen und Zuseher, 30% MA).
Zum 70. Geburtstag der „Zeit im Bild“ gab es am 24. November eine Spezialausgabe am Hauptabend (546.000 Zuseherinnen und Zuseher, 19% MA), zum 50. Geburtstag der „ZIB 2“ am 3. Februar eine „ZIB 2 History“ (486.000 Zuseherinnen und Zuseher, 27% MA).
Die beiden „Aktuell“-Sendungen nach eins (193.000 Zuseherinnen und Zuseher) und kurz nach fünf Uhr (304.000 Zuseherinnen und Zuseher) präsentierten sich mit je 28% MA.
Nachrichten auf ORF 1 sind für Rezeptionsbedürfnisse jungen Publikums optimiert und informieren in rund dreiminütigen Ausgaben des „ZIB Flash“ am Nachmittag, im Vorabend, Hauptabend und Spätabend.
Zu brisanten tagesaktuellen Ereignissen informierte der ORF 2025 zusätzlich mit zwei Ausgaben „Runder Tisch“ zum Ende der Koalitionsverhandlungen (im Schnitt 628.000 Zuseherinnen und Zuseher, 23% MA).
Zwei Ausgaben von „ZIB Wissen“ gab es zum Schwerpunkt 80 Jahre Zweite Republik und zur Wahl in Deutschland (408.000 Zuseherinnen und Zuseher, 15% MA).
Current Affairs / Politik / Magazine / Diskussionen
Seit November 2025 ergänzt am Mittwoch eine „Media“-Ausgabe – neben den „Klima“- und „Kino“-Spezialausgaben am Wochenende – das Portfolio des „ZIB Magazin“ (Gesamtschnitt: 104.000 Zuseherinnen und Zuseher, 5% MA, jeweils 7% MA 12–49 und 12–29). Zusätzlich widmeten sich drei Spezialausgaben im Hauptabend den Themen „Trump und Österreich“, „Der neue Goldrausch“ und „Trump und die Tech-Milliardäre“ (knapp 200.000 Zuseherinnen und Zuseher, 8% MA, jeweils 9% MA 12–49 und 12–29).
Die „Dok 1“ -Produktion „Marcel“ – ein exklusives Gespräch von Lisa Gadenstätter mit Skistar Marcel Hirscher am 12. Februar – war mit durchschnittlich 511.000 Zuseherinnen und Zusehern die meistgesehene Ausgabe seit 2021 und wurde mit 25% MA bei 12–29 auch von
Erfüllung des öffentlich-rechtlichen Kernauftrags
unter 30-Jährigen sehr gut genutzt (Jahresschnitt: 280.000 Zuseherinnen und Zuseher, 10% MA). Beim Publikum besonders beliebt waren auch die Ausgaben „Ambros“ (411.000 Zuseherinnen und Zuseher, 15% MA, 21% MA 12–29) sowie beim jüngeren Publikum insbesondere „Drei Wochen Handy-Entzug – Das Experiment“ (397.000 Zuseherinnen und Zuseher, 15% MA, 21% MA 12–49, 30% MA 12–29).
Nach 2024 wollte der ORFauch 2025wissen, wie es Österreich geht: Als Teil der ORF-DialogOffensive waren alle Menschen inÖsterreich eingeladen, bei der Online-Erhebung „ORF fragt“ mitzumachen und ihre Meinungen zu alltagsrelevanten Themen abzugeben. Die Ergebnisse wurden in einer „ORF 1 Spezial“-Ausgabe präsentiert (197.000 Zuseherinnen und Zuseher, 8% MA).
Das Ende März 2025 gestartete ORF-Format „betrifft: uns – Reportagen ohne Filter“ zeigt die unterschiedlichen Lebensrealitäten von Menschen in einer von Migration geprägten Gesellschaft auf, jeweils am Mittwoch um 22.45 Uhr auf ORF 1 (58.000 Zuseherinnen und Zuseher, 5% MA) und samstags um 13.20 Uhr auf ORF 2 (114.000 Zuseherinnen und Zuseher, 15% MA).
Pro Tag waren in Summe 305.000 Zuseherinnen und Zuseher zumindest kurz bei „Guten Morgen Österreich“ dabei (durchschnittlicher weitester Seherkreis); die durchschnittliche Reichweite über die gesamten drei Sendestunden betrug 89.000 bei 25% MA.
Mit neuem Studio und Verena Hartlieb als neuer Moderatorin startete „Studio 2“ ins Jahr 2025 (263.000 Zuseherinnen und Zuseher, 22% MA).
Im Hauptabend stießen die Magazine „Thema“ (444.000 Zuseherinnen und Zuseher, 17% MA), „Report“ (356.000 Zuseherinnen und Zuseher, 14% MA), „WELTjournal“ (219.000 Zuseherinnen und Zuseher, 15% MA) und „WELTjournal +“ (118.000 Zuseherinnen und Zuseher, 13% MA) auf breites Interesse beim Publikum. Eine der beiden monothematischen „Thema“-Spezialausgaben fragte nach, was aus den Jugendlichen geworden ist, die 2014 beim „Thema“-Experiment „Schule fürs Leben“ mitgemacht hatten, die andere beschäftigte sich mit dem zunehmenden Trend „Sex auf Drogen“. Gut genutzt wurden auch die drei „Report Spezial“-Ausgaben, insbesondere jene zu den Themen „Kickls Auftrag, rot-pinke Schuldzuweisungen und die Burgenland-Wahl“ (518.000 Zuseherinnen und Zuseher, 19% MA).
„Menschen&Mächte“ widmete sich am 24. Juli dem „Großen Weinskandal“ von 1985 mit der Ausgabe „Panscher, Pleiten und Prozesse“ (373.000 Zuseherinnen und Zuseher, 17% MA). Im Rahmen des ORF-Schwerpunkts zu den Jubiläen 2025 der Republik Österreich standen einige „Menschen&Mächte“-Produktionen auf dem Programm.
Inklusive der elf monothematischen Spezialausgaben von „Eco“ (u. a. zu den Themen Trump und globale Auswirkungen, VW-Krise, Seezugänge in Österreich, Grasser-Urteil, Putins Machtapparat) kam das ORF-Wirtschaftsmagazin im Jahr 2025 auf durchschnittlich 330.000
Erfüllung des öffentlich-rechtlichen Kernauftrags
Zuseherinnen und Zuseher und 21% MA. Die „Eco Spezial“-Ausgabe zur Festnahme von René Benko am 23. Jänner 2025 erzielte den bisher höchsten Marktanteil (574.000 Zuseherinnen und Zuseher, 35% MA) seit Sendungsstart im Jahr 2002.
Hochkarätige Gäste wie Schauspieler Philipp Hochmair, Comedian Alex Kristan, SegelOlympiasiegerin Lara Vadlau, Sängerin Astrid Wirtenberger und Intensivmediziner Rudolf Likar bescherten „Stöckl“ am 3. Juli das höchste Publikumsinteresse der vergangenen zwei Jahre (254.000 Zuseherinnen und Zuseher, 20% MA; Jahresschnitt: 174.000 Zuseherinnen und Zuseher, 16% MA). Am 12. Juni gab es eine „Stöckl Spezial“-Ausgabe zum Amoklauf in Graz (326.000 Zuseherinnen und Zuseher, 15% MA). Darüber hinaus widmeten sich zwei Ausgaben von „Stöckl Live – Miteinander reden“ den Themen „5 Jahre Corona“ (416.000 Zuseherinnen und Zuseher, 15% MA) und „Integration oder Illusion?“ (317.000 Zuseherinnen und Zuseher, 13% MA).
Die Dokureihe „Am Schauplatz“ (514.000 Zuseherinnen und Zuseher, 22% MA) ermöglichte wieder Einblicke in andere Lebenswelten und gesellschaftliche Trends und feierte mit einer Jubiläumssendung am 6. März ihr 30-jähriges Bestehen Die meistgesehene Ausgabe des Jahres war „Kampf um Kitzbühel“ am 3. April (651.000 Zuseherinnen und Zuseher, 25% MA). Ebenso erfolgreich beschäftigte sich „Am Schauplatz Gericht“ (551.000 Zuseherinnen und Zuseher, 23% MA) mit Gerichtsprozessen, juristischen Kuriositäten und rechtlichen Grauzonen.
Anlässlich der Regierungsbildung im März 2025 begab sich Peter Resetarits mit einem Team der ORF-TV-Magazine erneut auf Spurensuche nach Stimmungen und Stimmen der Bürgerinnen und Bürger im ganzen Land und stellte die Frage „Was braucht Österreich? Endlich Lösungen!“ (426.000 Zuseherinnen und Zuseher, 15% MA).
Neben der „Pressestunde“ (75.000Zuseherinnen und Zuseher, 9% MA) erweitert dieseit 2024 bestehende Sendung „Die Runde“ (89.000 Zuseherinnen und Zuseher, 8% MA) – im Jahr 2025 mit Armin Wolf und Peter Fritz als Hosts – das Diskussionsangebot am Sonntagvormittag. ImSchnitt 81.000 Zuseherinnen und Zuseherverfolgten jeden Sonntag das ORF-Parlamentsmagazin „Hohes Haus“ (10% MA).
Wie jedes Jahr berichteteder ORFvonden FeierlichkeitenzumNationalfeiertag mit einer LiveÜbertragung („Kranzniederlegung, Angelobung, Sonderministerrat, Leistungsschau des Bundesheeres“: 195.000 Zuseherinnen und Zuseher, 19% MA).
Statt dem nach 35 Jahren Sendungsgeschichte eingestellten „Heimat Fremde Heimat“ bietet seit 2025 das monatliche Magazin „Daheim – Das Volksgruppenmagazin“ Einblicke in das Leben und die Geschichte der Volksgruppen in Österreich und beleuchtet gesellschaftliche Entwicklungen im Minderheitenschutz – jeweils am bisherigen Sonntag-Sendeplatz (62.000 Zuseherinnen und Zuseher, 6% MA) und zusätzlich am Freitagvormittag (34.000 Zuseherinnen und Zuseher, 8% MA).
Erfüllung des öffentlich-rechtlichen Kernauftrags
Seit 12. Jänner 2025 bietet der Sonntagabend Platz für „Das Gespräch“ mit Susanne Schnabl (337.000 Zuseherinnen und Zuseher, 19% MA), 2025 mit einer breiten Themenpalette von „Ist Österreich unregierbar?“ über „Arbeiten bis 67! Tabu oder Muss?“ bis hin zu „Kann man mit Putin Frieden schließen?“.
Mit dem „ZIB Talk“ erweiterte der ORF ab 22. April immer dienstags nach der „ZIB 2“ sein Angebot an politischen Diskussionsformaten. Die Gesprächsrunden beschäftigten sich u. a. mit der Wien-Wahl, dem Handyverbot in Schulen, dem Kurz-Freispruch im FalschaussageProzess, Israels-Vorgehen im Gaza-Krieg, der Teuerung in Österreich oder dem Amoklauf in Graz (200.000 Zuseherinnen und Zuseher, 13% MA).
Zum konstruktiven Streitgespräch versammelten sich auch „3 Am Runden Tisch“ – zur fünfjährigen Jubiläumsausgabe am 21. November diskutierten etwa Christian Kern und Matthias Strolz (Jahresschnitt: 157.000 Zuseherinnen und Zuseher, 9% MA).
Menschen mit konträren Ansichten kamen in der Sendereihe „ansichtssache“ zu Wort (knapp 170.000 Zuseherinnen und Zuseher, 7% MA).
Die drei 2025er-Ausgaben der „ZIB 2 History“ (im Schnitt 303.000 Zuseherinnen und Zuseher, 18% MA) behandelten die Themen „50 Jahre Fristenregelung – Straffreiheit bei Abtreibung", „50 Jahre ZIB 2“ und – ausgestrahlt am Vorabend des Frauentags – „Partnerschaft statt Patriarchat – 50 Jahre Familienrechtsreform“. Die Ausgabe „50 Jahre ZIB 2“ war die meist gesehene „ZIB 2 History“ seit Bestehen der Sendung (486.000 Zuseherinnen und Zuseher, 27% MA, 17% MA 12–49, 20% MA 12–29).
Auch weitere Formate wurden 2025 ins Leben gerufen: „Neuer Job – Neues Leben“ porträtierte in zwei Ausgaben Menschen, die ihr Leben umkrempeln. Am Donnerstag wurde ein weiterer Doku-Tag für noch mehr Bildung im ORF-1-Hauptabend gesetzt – mit dabei ist das Investigativ-Magazin „Akte Betrug“ (202.000 Zuseherinnen und Zuseher, 8% MA) und die Reportagereihe „Brennpunkt Kriminal“, die Einsichten aus dem Innenleben der Orte und Menschen bietet, die in Österreich für Sicherheit und Ordnung sorgen müssen.
Die „Regenbogenparade 2025“ war auf ORF 1 live-zeitversetzt zu sehen. Dazu passend erzählte die ORF-2-Doku „Österreich unter dem Regenbogen“ die queere Geschichte der Zweiten Republik (123.000 Zuseherinnen und Zuseher, 11% MA).
Ungebrochen groß was das Interesse für Johann-Philipp Spiegelfelds Schlossbesuche: Auch die fünfte Staffel „Herrschaftszeiten!“ inklusive der über den Sommer gezeigten Folgen hatte wieder fast eine halbe Million Zuseherinnen und Zuseher pro Folge (454.000 Zuseherinnen und Zuseher, 19% MA).
des öffentlich-rechtlichen
2.2.1.3 Kultur
2025 waren 1.216Sendestundenkulturellen undreligiösenSendungengewidmet (2024: 1.033 Sunden).
Kultur/Religion im ORF-Fernsehen 2024 und 2025
Tabelle 28: Kultur/Religion im ORF-Fernsehen (ORF 1 und ORF 2) 2024 und 2025
Kultur
Über kulturelle Themen wurde 2025 in ORF 1 und ORF 2 993 Stunden berichtet.
Die ORF-Bilder des „Neujahrskonzertes“, diesmal wieder dirigiert von Riccardo Muti, gingen weltweit in mehr als 90 Länder; in Österreich hatte das „Konzert der Konzerte“ im Schnitt 952.000 Zuseherinnen und Zuseher bei 55% MA (Teil 2).
Von allen der Kultur zugehörigen Ausgaben der „dokFilm“-Leiste (im Schnitt 109.000 Zuseherinnen und Zusehern, 10% MA) war eine Ausgabe der Reihe „Österreichs Originale“ die meistgenutzte („Die Märchenwirtin und die Ziegenflüsterin“: 218.000 Zuseherinnen und Zuseher, 15% MA).
Neben den regulären Ausgaben des „kulturMONTAG“ gab es zwei Festspiel-Livesendungen aus Salzburg und Bregenz, Spezialsendungen zur Viennale, zur Kulturhauptstadt 2025 und dem 20-Jahr-Jubiläum der legendären „La Traviata“-Aufführung mit Anna Netrebko und Rolando Villazón, einen Nachruf auf Claus Peymann, ein Porträt von Iris Berben, die Doku „Kunst Krimi Klimt“ sowie – anlässlich der Filmfestspiele Venedig, wo er in zwei Filmen vertreten war – ein Porträt von Al Pacino zum 85. Geburtstag (Gesamtschnitt: 141.000 Zuseherinnen und Zuseher, 11% MA). Die dem Magazin folgende Kulturdokumentation kam kurz vor Mitternacht im Schnitt auf 75.000 Zuseherinnen und Zuseher bei 9% MA.
Die wie immer breite Themenpalette der sonntäglichen „matinee“ (54.000 Zuseherinnen und Zuseher, 8% MA) reichte diesmal von Elfriede Ott bis Claudia Cardinale und von der Wiener Weltausstellung 1873 bis Strawinsky in Hollywood.
Erfüllung des öffentlich-rechtlichen Kernauftrags
Einblicke ins österreichische Filmgeschehen boten das im Auftrag des ORFvon der Akademie des Österreichischen Films produzierte Magazin „Trailer.AT“ (fünf Ausgaben: 73.000 Zuseherinnen undZuseher, 4% MA) und diesonntäglicheSpezialausgabe „ZIB Magazin Kino“ (112.000 Zuseherinnen und Zuseher, 5% MA) jeweils auf ORF 1.
Schwerpunkt 200 Jahre Johann Strauss Sohn
Anlässlichdes 200. Geburtstags vonJohannStrauss Sohn am25. Oktober gestaltete der ORF einen umfangreichen trimedialen Programmschwerpunkt. Das Strauss-Jahr begann am 1. Jänner mit dem live übertragenen „Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker“ in ORF 2, das Strauss-Melodien in die ganze Welt sendete. Auch der vom ORF gestaltete Film zur Konzertpause mit dem Titel „2025 – Eine Strauss-Odyssee“ sowie die ORFNeujahrskonzertballettproduktionwürdigten Lebenund Werk des Walzerkönigs. AmVorabend des Geburtstags gab es mit der Operettenübertragung „Die Fledermaus“ aus dem Musiktheater an der Wien, der neuen Dokumentation „Johann Strauss und die Frauen“ (249.000 Zuseherinnen und Zuseher, 11% MA) sowie der Doku „Wien tanzt – Die Musik der Familie Strauss“ weitere kulturelle Höhepunkte zu sehen.
ORF-Kultursommer
Das traditionelle „Sommernachtskonzert der Wiener Philharmoniker“ (352.000 Zuseherinnen und Zuseher, 20% MA) läutete zusammen mit der „Sommernachtsgala“ aus Grafenegg (216.000 Zuseherinnen und Zuseher, 12% MA) und dem „Wiener Prater-Picknick – ein musikalischer Ferien-Auftakt mit den Wiener Symphonikern“ (246.000 Zuseherinnen und Zuseher, 13% MA) den ORF-Kultursommer 2025 ein; den Abschluss bildete die ORF-IIIÜbertragung des erstmals stattfindenden Opern-Air-Konzerts der Wiener Staatsoper im Wiener Burggarten im September.
Mit rund 500 Stunden Programm machte der ORF auch 2025 Kulturhöhepunkte von Bregenz bis Mörbisch einem breiten Publikum zugänglich. Dabei standen nicht nur Großevents wie die Salzburger Festspiele (u. a. „Giulio Cesare in Egitto“ und „Maria Stuarda“) und die Bregenzer Festspiele (z. B. „Œdipe“) oder Open-Air-Schauplätze wie die Oper im Steinbruch („Der fliegende Holländer“) und die Sommerbühne Baden („Giuditta“) auf dem Programm, der ORF coverte auch die Styriarte, den Carinthischen Sommer, die Tiroler Volksschauspiele u.v.a.m.
Via ORF 1, ORF 2, ORF III und ORF/3sat verfolgten insgesamt 5,2 Mio. Zuseherinnen und Zuseher (weitester Seherkreis) bzw. 68% der heimischen TV-Bevölkerung ab 12 Jahren Hochkultur made in Austria im ORF-Kultursommer.
Als Teil des wieder unterzeichneten Rahmenvertrags mit der Wiener Staatsoper brachte der ORF im Februar „Die Zauberflöte“ aus der Wiener Staatsoper live-zeitversetzt in die heimischen Wohnzimmer (im zweiten Hauptabend: 159.000 Zuseherinnen und Zuseher, 9% MA). Der 70. Jahrestag der Wiedereröffnung der Wiener Staatsoper wurde im November im ORF trimedial gefeiert: im Fernsehen mit der Dokumentation „Wiener Staatsoper – Weltbühne
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für Österreich“, diesichdamit beschäftigte, warumausgerechnet dieStaatsoper für dieBildung der österreichischen Identität – über verschiedene politische Systeme hinweg – so prägend werden konnte (173.000 Zuseherinnen und Zuseher, 13% MA).
Das ORF-Nachwuchsförderformat „Stars & Talente by Leona König“ ging mit neuen Folgen der fünften und sechsten Staffel auf Sendung (200.000 Zuseherinnen und Zuseher, 12% MA).
Das Finale des Klassik-Nachwuchsförderpreises „Goldene Note 2025 by Leona König“ mit den neun Gewinnerinnen und Gewinnern der Audition stand bereits zum neunten Mal als Hauptabendshow auf dem Programm (183.000 Zuseherinnen und Zuseher, 10% MA).
Neben Hochkultur widmete sich die ORF-TV-Kultur auch der (Austro-)Popkultur, z. B. mit dem „Amadeus Austrian Music Award”, der 2025 sein 25-Jahr-Jubiläum feierte (206.000 ZuseherinnenundZuseher, 13% MA). Anlässlichdes 70. Geburtstages vonRainhard Fendrich zeigte der ORF im Februar einen Programmschwerpunkt u. a. mit dem neuen Doku-Porträt „Ich wollte nie einer von denen sein“ (610.000 Zuseherinnen und Zuseher, 23% MA) und einer langen Filmnacht mit diversen seiner Spielfilme; im September stand zu seinem 45-jährigen Bühnenjubiläum auch das Open-Air-Konzert am Wörthersee „Wimpernschlag“ auf dem Programm (406.000 Zuseherinnen und Zuseher, 18% MA).
Sendungen wie „RAPublik Österreich – Hip Hop Stories aus Österreich“, „Herbert Pixner – der Meister der alpinen Weltmusik“ oder „40 Jahre Nockis – Österreichs erfolgreichste Schlagerband“ rundeten das Angebot ab.
Neu im ORF war der „Summer of Music“: Ab 30. Juli standen immer mittwochs Dokumentationen erfolgreicher Persönlichkeiten der internationalenPop- und Rockgeschichte (z. B. Taylor Swift, Harry Styles, Adele, Madonna, Elton John oder Beyoncé) auf dem Hauptabend-Programm; das große Finale bildete am 27. August die vierteilige Dokumentation „40 Jahre Live Aid“, die der ORF selbst synchronisiert und als deutschsprachige TV-Premiere zeigte.
Fixer Bestandteil des ORF-Weihnachtsprogramms war einmal mehr das Konzert „Christmas in Vienna“ aus dem Wiener Konzerthaus (150.000 Zuseherinnen und Zuseher, 10% MA).
Zweimal im Jahr treffen sich einige der Besten der deutschsprachigen Kleinkunstszene zum „Kabarettgipfel“ in der Wiener Stadthalle. Diese Abende (u. a. mit Klaus Eckel, Martina Schwarzmann, Gernot Kulis, Andreas Vitásek, Lydia Prenner-Kasper, Eva Maria Marold, Benedikt Mitmannsgruber) konnte das österreichische Publikum im ORF miterleben (355.000 Zuseherinnen und Zuseher, je 14% MA 12+ und 12–49, 17% MA 12–29).
Zusätzlich waren im ORF zahlreiche Soloprogramme österreichischer Kabarettgrößen zu sehen: Die drei meistgesehenen waren „Klaus Eckel: Wer langsam spricht, dem glaubt man nicht“ (549.000 Zuseherinnen und Zuseher, 21% MA), das Dacapo „Monika Gruber: Zu wahr, um schön zu sein“ (503.000 Zuseherinnen und Zuseher, 18% MA) und „Gery Seidl: Beziehungsweise“ (468.000 Zuseherinnen und Zuseher, 18% MA).
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Rund um seinen 60. Geburtstag Mitte Jänner stand ein „Best of“ und „Spiel, Satz, Sieg“ von Viktor Gernot auf dem Programm (im Schnitt 410.000 Zuseherinnen und Zuseher, 17% MA, 24% MA 12–29), Gernot Kulis feierte im Februar „Best of! 20 Jahre Ö3 Callboy“ (rund eine halbe Mio. Zuseherinnen und Zuseher, 20% MA, 23% MA 12–29). Thomas Stipsits konnte mit seinem Programm „Stinatzer Delikatessen“ (439.000 Zuseherinnen und Zuseher, 18% MA, 30% MA 12–29) und der gut genutzten Doku „Jamas Stipsits“ (403.000 Zuseherinnen und Zuseher, 20% MA), einer persönlichen Reise zu prägenden Orten seines Lebens, beim Publikum punkten.
Gerald Fleischhacker ließ im satirischen Jahresrückblick „Schluss mit lustig“ gemeinsam mit beliebten Stars der Kabarettszene das Jahr Revue passieren (432.000 Zuseherinnen und Zuseher, 18% MA).
Rund um die Verleihung des 15. Österreichischen Filmpreises (Höhepunkte der Gala auf ORF III und in der Sondersendung „Heim-Kino – Neues vom österreichischen Film“), bei der neun ORF-kofinanzierte Kinofilme 17 Auszeichnungen holten, gab es wie immer einen Programmschwerpunkt mit einer Auswahl ORF-kofinanzierter Spielfilme, darunter z. B. die Premieren von „Family Dinner“ (mit Pia Hierzegger) und „Sterne unter der Stadt“ (mit Verena Altenberger).
Nach der Pause im Vorjahr präsentierte sich die „Romy 2025“ in frischem Gewand und an einer neuen Location – die Gala fand nicht mehr in Wien, sondern auf Schloss Kaps in Kitzbühel statt, moderiert von Mirjam Weichselbraun und Hans Sigl (352.000 Zuseherinnen und Zuseher, 18% MA); in acht der neun Kategorien fiel die Wahl des Publikums auf ORFStars bzw. ORF-Produktionen.
Das bewährte Duo Moschen-Horwath führte auch 2025 durch die „Oscar“-Nacht: Die LiveÜbertragung der Gala und die Zusammenfassung im „kulturMONTAG“ am nächsten Tag erreichten in Summe 363.000 Personen (weitester Seherkreis). Im ORF zusehen waren auch die Preisverleihungenvon den Filmfestspielen inVenedig und Cannes sowie von der Berlinale (bis zu 120.000 Zuseherinnen und Zuseher, bis zu 13% MA).
Mit Programmänderungen für Porträts und Nachrufe reagierte der ORF 2025 auf den Tod von Harald Serafin, Otto Schenk, Waltraut Haas und Peter Rapp.
Religion
2025 waren 223 Stunden aus dem Bereich der Religion zu sehen. Den größten Anteil daran hatten die Sendungen „kreuz&quer“ und „Orientierung“.
Das bereits 2023 gestartete Projekt „Was glaubt Österreich?“ ist eine Kooperation der ORFAbteilung für Religion und Ethik mit der Universität Wien. Im Zentrum des multimedialen Projekts steht die Frage, wie sich Glaubens- und Wertvorstellungen der Menschen, die in Österreich leben, angesichts der gesellschaftlicher Herausforderungen verändern. Hierfür
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wurden im Rahmen einer vom Zukunftsfonds der Republik Österreich geförderten, repräsentativen Studie der Universität Wien „Was glaubt Österreich?“ von April bis Mai 2024 insgesamt 2.160 Personen zu individuellen Sinn-, Glaubens- und Religionskonzeptionen befragt. Die Ergebnisse wurden am 6. Jänner 2025 exklusiv auf https://religion.ORF.at. präsentiert, am 7. Jänner widmete sich die Doku „Was glaubt Österreich? Hat Gott ausgedient?“ im ORF-2-Hauptabend (332.000 Zuseherinnen und Zuseher, 12% MA) den Ergebnissen in umfassender Weise.
Anlässlichdes Ablebens vonPapst Franziskus brachte der ORF am 21. Aprileine „kreuz&quer spezial“-Ausgabe „Amen – ein Gespräch mit dem Papst“ (126.000 Zuseherinnen und Zuseher, 19% MA) sowie die „kreuz&quer“-Ausgabe „Im Dienste des Papstes“ (127.000 Zuseherinnen und Zuseher, 16% MA). Am Abend folgte eine „ZIB Spezial: Papst Franziskus ist tot“ (464.000 Zuseherinnen und Zuseher, 16% MA) sowie die Dokumentation „Franziskus – Der Papst vom anderen Ende der Welt“ (347.000 Zuseherinnen und Zuseher, 12% MA).
Zusätzlich zum Programmschwerpunkt zur Wahl des neuen Papstes am 8. Mai standen auch die „ZIB Spezial: Das Konklave“ am 7. Mai ab 16.00 live in ORF 2 sowie „kreuz&quer“ am 6. Mai im Zeichen des Ereignisses. Den gesamten TV-Abendzur Papst-Wahl im ORF ließen sich am 8. Mai insgesamt 3,1 Mio. (weitester Seherkreis) nicht entgehen, das sind 41% der heimischen TV-Bevölkerung ab 12 Jahren.
Am 18. Maizeigte der ORF die „Inauguration Papst Leo XIV.“ inORF 2(156.000 Zuseherinnen und Zuseher, 25% MA).
Von allen „kreuz&quer“-Ausgaben (Jahresschnitt 2025: 104.000 Zuseherinnen und Zuseher, 10% MA) waren die beiden Folgen zum Thema „Die großen Fragen“ („Was ist der Sinn des Lebens?“: 237.000 Zuseherinnen und Zuseher, 16% MA; „Gibt es Gott?“: 219.000 Zuseherinnen und Zuseher, 15% MA) die meistgesehenen, gefolgt von „Das Geheimnis der hundertjährigen Sarden“ (211.000 Zuseherinnen und Zuseher, 13% MA).
Am 28. September war die letzte Ausgabe der seit 56 Jahren bestehenden Sendung „Orientierung“ im ORFzusehen: Zusätzlichzu den regulärenAusgaben(84.000 Zuseherinnen und Zuseher, 9% MA) standen 2025 diverse monothematische Spezialsendungen auf dem Programm, z. B. über Kinderarbeit in Ghana, den Tempelberg in Jerusalem oder zum Gedenken an die Todesmärsche von KZ-Häftlingen von Mauthausen nach Gunskirchen im Rahmen des ORF-Programmschwerpunkts „80 Jahre Zweite Republik“. In der Nachfolge von „Orientierung“ wurde „kreuz&quer“ durch neue Formate ausgeweitet: Seit 5. Oktober werden „kreuz&quer nah dran“ (85.000 Zuseherinnen und Zuseher, 9% MA) und „kreuz&quer Reportage“ (74.000 Zuseherinnen und Zuseher, 9% MA) abwechselnd am bisherigen „Orientierung“-Sendeplatz am Sonntag um 12.30 Uhr auf ORF 2 ausgestrahlt.
Bereits Ende März startete das neue Religionsmagazin „Prisma“, das jeweils samstags um 16.45 Uhr in ORF 2 zu sehen ist und kritisch über aktuelle Geschehnisse aus Religion und
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Ethik an der Schnittstelle zu Politik, Gesellschaft und Wissenschaft informiert (119.000 Zuseherinnen und Zuseher, 13% MA).
Am Sonntag wurden dem Publikum mit der Fernseh-Miniatur „Was ich glaube“ (169.000 Zuseherinnen und Zuseher, 13% MA) wieder neue und tragende Gedanken sowie religiöse und philosophische Ansichten unterschiedlicher Persönlichkeiten mitgegeben.
Einen ähnlichen Ansatz verfolgte auch der „Feierabend“, die feiertägliche Sendereihe zum Wesen des Glaubens, in der 2025 unter anderen Ex-Skispringer Gregor Schlierenzauer, Konzertgeigerin Iris Krall-Radulian oder Schauspieler Johannes Silberschneider zu sehen waren (523.000 Zuseherinnen und Zuseher, 28% MA).
2025 waren der überkonfessionelle Gedenkgottesdienst für dieOpfer des Amoklaufs vonGraz (201.000 Zuseherinnen und Zuseher, 20% MA), der Gottesdienst zur Inauguration von Papst Leo XIV. aus dem Vatikan (182.000 Zuseherinnen und Zuseher, 23% MA) sowie traditionell die „Evangelische Christvesper“ amHeiligenAbend (183.000 Zuseherinnenund Zuseher, 20% MA) und der „Ostersegen urbi et orbi“ (179.000 Zuseherinnen und Zuseher, 28% MA) die meistgesehenen Gottesdienst-Übertragungen des Jahres.
2.2.1.4 Wissenschaft/Bildung/Lebenshilfe
2025 entfielen auf denBereich „Wissenschaft undBildung“ 426 Programmstunden. Im Bereich „Lebenshilfe“ lag das Programmvolumen bei insgesamt 1.086 Programmstunden.
Auch 2025 war das Thema Wissenschaft ein zentraler Bestandteil der ORF-Berichterstattung – nicht nur in themenspezifischen Sendungsgefäßen, sondern auch in regulären Nachrichten wie dem ORF-1-„ZIB Flash“, der „Zeit im Bild“ um 19.30 Uhr oder der „ZIB 2“, die regelmäßig mit Wissenschaftsbeiträgen beliefert wurden.
Immer samstags bot „ZIB Magazin Klima“ im Hauptabendprogramm kompakte Informationen zu Erderwärmung, Klimaschutz und Energiewende, speziellfür ein jüngeres Publikum (89.000 Zuseherinnen und Zuseher, 7% MA 12–49 und 12–29).
Zwei neue Ausgaben von „ZIB WISSEN“ standen im Zeichen der Deutschlandwahl und dem 80-Jahr-Jubiläum der Zweiten Republik (408.000 Zuseherinnen und Zuseher, 15% MA).
Von allen „Universum“-Ausgaben im Jahr 2025 (durchschnittlich 420.000 Zuseherinnen und Zuseher, 16% MA) war die österreichische Neuproduktion „Mythos Großglockner – Im Wandel der Zeit“ (610.000 Zuseherinnen und Zuseher, 23% MA) die nutzungsstärkste. Auf großes Interesse stießen auch „Kroatiens Küste – Endlos und wild“ und – im Vorfeld der alpinen SkiWM 2025 – „Saalbach Hinterglemm – Wo sich Natur und Mensch begegnen“ (jeweils rund 560.000 Zuseherinnen und Zuseher bzw. über ein Fünftel des gesamten TV-Publikums zur Sendezeit).
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Im freitäglichen Korrespondenten-Magazin „WeltWeit“ (256.000 Zuseherinnen und Zuseher, 11% MA) ging es z. B. um „Urlaub 2025. Wie mühsam sind wir Touristen?“, „Natur am Limit“, „Mächtige Männer. Wie gefährlich ist der Trump-Effekt?“ oder dieFrage „Überbevölkerung ade – Werden Kinder Mangelware?“.
Die Auswirkungen von Corona und der Flüchtlingskrise 2015 behandelte „Stöckl live –Miteinander reden“ (367.000 Zuseherinnen und Zuseher, 14% MA) in „Fünf Jahre Corona –ein Trauma, das bleibt?“ und „Integration oder Illusion?“.
An Werktagen um 14 Uhr sahen im Schnitt 134.000 Zuseherinnen und Zuseher (19% MA) „Silvia kocht“; an vier Sonntagen und am Pfingstmontag ging es am späten Nachmittag mit „Silvia entdeckt“ nach Irland, Bratislava, Thailand, ins steirische Thermengebiet und Vulkanland sowie in die Wiener Alpen (212.000 Zuseherinnen und Zuseher, 16% MA).
Jeweils rund ein Fünftel des gesamten TV-Publikums zur Sendezeit folgte Karl Ploberger in die „Natur im Garten“ (262.000 Zuseherinnen und Zuseher, 21% MA) undMaggie Entenfellner „Zurück zur Natur“ (240.000 Zuseherinnen und Zuseher, 19% MA).
Über Gesundheitsthemen informierte sich das österreichische TV-Publikum in „Bewusst gesund“ (247.000 Zuseherinnen und Zuseher, 22% MA), Wissenschaftsthemen behandelte die Sendung „Mayrs Magazin – Wissen für alle“ (309.000 Zuseherinnen und Zuseher, 22% MA), Tipps und Infos für Konsumentinnen und Konsumenten gab es in „konkret“ (344.000 Zuseherinnen und Zuseher, 23% MA) und der „Bürgeranwalt“ (336.000 Zuseherinnen und Zuseher, 26% MA) befasste sich wieder mit Rechtsstreitigkeiten.
Neben der Hauptabend-Reihe „G'sund in Österreich“ (vier Ausgaben: 338.000 Zuseherinnen und Zuseher, 13% MA) präsentierte ORF-Moderatorin und Ärztin Dr. Christine Reiler 2025 auch zwei Ausgaben der Reihe „G´sunder Sommer“ zu den Themen „Die Kraft der Natur“ und „Die Kraft der Bewegung“ (406.000 Zuseherinnen und Zuseher, 19% MA).
Wie jedes Jahr nahm Karl Ploberger das ORF-Publikum mit in „Das Paradies daheim – Die schönsten Gärten Österreichs“ (443.000 Zuseherinnen und Zuseher, 19% MA) und in „Das Paradies in der Ferne“, diesmal „Das blühende Dublin“ und „Die duftenden Gärten an der Cote d'Azur“ (380.000 Zuseherinnen und Zuseher, 16% MA)
Im Jahr 2025 erkundete Hans Knauß „Österreich vom Feinsten“ (507.000 Zuseherinnen und Zuseher, 20% MA), nämlich das „Burgenland – Von Rust und Mörbisch bis Illmitz“, „Osttirol –Entlang der Lienzer Dolomiten“ und „Oberösterreich – Rund um Bad Ischl“
In „Der Sagenjäger – Max Müller auf Spurensuche“ (330.000 Zuseherinnenund Zuseher, 19% MA) begab sich der aus der Serie „Die Rosenheim-Cops“ bekannte Schauspieler auf die Suche nach Sagen und Sagenhaftem, nach Mythen und Fabelwesen.
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Im Rahmen der gemeinsamen Aktion von Bundeskanzleramt, „Kronen Zeitung“ und ORF wurden auch 2025 die „Lebensretter – Österreichs Heldinnen und Helden“ in einer ORF-2Hauptabendgala geehrt (359.000 Zuseherinnen und Zuseher, 15% MA).
2.2.1.5
Sport
Auf den Bereich Sport entfielen 2025 1.447 Stunden in den Programmen ORF 1 und ORF 2, davon 1.155 Stunden Live-Übertragungen diverser Sportveranstaltungen. Die größten Programmanteile im Sport entfielen mit 653 Stunden auf Wintersport-Übertragungen, 155 auf Fußball und 181 Stunden auf Motorsport.
Die Sendungsgruppe „Sportstudio“ (226 Stunden) setzt sich aus Nachrichten, Magazinen und Dokumentationen zum Thema Sport zusammen, dazu gehören die täglichen „Sportnachrichten“ (ORF 2: 831.000 Zuseherinnen und Zuseher, 37% MA) ebenso wie die Sendung „Fußball“ (samstags 92.000 Zuseherinnen und Zuseher, 5% MA, bzw. sonntags 177.000 Zuseherinnen und Zuseher, 8% MA), die am Wochenende ausführliche Rückblicke auf die Bundesligaspiele bietet. „Sport am Sonntag“ (148.000 Zuseherinnen und Zuseher, 8% MA) lieferteaktuelleStorys undLive-Gesprächezuden wichtigstenSportthemender Woche. Durch Live-Sport amSonntagnachmittag oder -abend (Wintersport, Formel 1 etc.)kommt es mitunter zu Verschiebungen dieses Sendeablaufs.
Wochentags im Frühprogramm von ORF 2 lädt „Fit mit den Stars“ (80.000 Zuseherinnen und Zuseher, 20% MA) zur täglichen Bewegungseinheit für alle Altersstufen, Bewegungsmuffel, Einsteigerinnen und Einsteiger oder Fortgeschrittene.
Am 14. Dezember zeigte ORF 1 „Sport am Sonntag für LICHT INS DUNKEL‘“ (bis zu 218.000 Zuseherinnen und Zuseher, 18% MA).
Stark vom Programmumfeld bestimmt sind die Quoten des „Sport-Bild“ (durchschnittlich 62.000 Zuseherinnen und Zuseher, 8% MA, Spitzen von 454.000 Zuseherinnen und Zusehern bzw. 34% MA).
Wintersport
Der alpine Ski-Weltcup 2024/2025 sorgte im ersten Quartal 2025 für Spitzenwerte im ORF: 6,1 Mio. Zuseherinnen und Zuseher waren zumindest kurz bei einem der Skirennen dabei. Das entspricht einem weitesten Seherkreis von 81% der heimischen TV-Bevölkerung ab zwölf Jahren. Großes Publikumsinteresse erreichten dabei einmal mehr die Nacht-Rennen in Schladming. Den Nacht-Riesentorlauf am 28. Jänner sahen im Schnitt 1,304 Mio. Zuseherinnen und Zuseher (43% MA), das Nightrace am 29. Jänner 1,207 Mio. Zuseherinnen und Zuseher (38% MA). Das meistgesehene Rennen der Damen war der Slalom in der Flachau (1,027 Mio. Zuseherinnen und Zuseher, 35% MA).
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Top-Werte erzielten auch die Skispringerinnen und Skispringer: Insgesamt 5,1 Mio. Seherinnen und Seher verfolgten die Bewerbe der Damen und Herren. Das entspricht einem weitesten Seherkreis von 68% der heimischen TV-Bevölkerung ab zwölf Jahren. Die meiste Nutzung verzeichnete am 6. Jänner die Vierschanzentournee mit dem Springen in Bischofshofen (1,499 Mio. Zuseherinnen und Zuseher, 57% MA im zweiten Durchgang), bei den Damen erzielte das Springen in Villach (2. Durchgang) am 6. Jänner die höchste Reichweite (371.000 Zuseherinnen und Zuseher, 26% MA).
Im Biathlon war die Staffel der Herren in Oberhof (439.000 Zuseherinnen und Zuseher; 34% MA) der meistgesehene Bewerb des Jahres.
Die Ski-WMinSaalbach warnicht nur aus sportlicherSicht einvollerErfolg, auch das Interesse an der ORF-Live-Berichterstattung war groß: Insgesamt 4,6 Mio. Zuseherinnen und Zuseher verfolgten die WM vom 4. bis 16. Februar 2025 im ORF, das sind 61% der heimischen TVBevölkerung ab zwölf Jahren. Besonders stark genutzt wurden etwa die Abfahrt der Herren (1,127 Mio. Zuseherinnen und Zuseher, 68% MA) am 9. Februar, der Herren-Slalom (2. Durchgang) am 16. Februar (1,098 Mio. Zuseherinnen und Zuseher, 63% MA) und die Abfahrt der Damen am 8. Februar (1,054 Mio. Zuseherinnen und Zuseher, 74% MA).
Nach der alpinen Ski-WM war auch das Interesse an der Nordischen WM in Trondheim groß: 3,5 Mio. Zuseherinnen und Zuseher waren während der gesamten WM von 26. Februar bis 9. März zumindest einmal kurz dabei, das entspricht einem weitesten Seherkreis von 46% der heimischen TV-Bevölkerung ab 12 Jahren.
Fußball
Das U17-Team des ÖFB schrieb 2025 als Vizeweltmeister die heimische Fußballgeschichte neu und entsprechend groß war auch das Publikumsinteresse an den Übertragungen: Bis zu 1,248 Mio. Menschen sahen das Finale gegen Portugal am 27. November live in ORF 1 (2. HZ: 1,078 Mio. Zuseherinnen und Zuseher, 50% MA, 65% MA 12–49, 74% MA 12–29). Damit war das U17-WM-Finale das meistgesehene Spiel einer Nachwuchsmannschaft in der ORFHistorie.
Bei der Frauen-Fußball-EURO 2025 in der Schweiz erreichte allein das Finale zwischen England und Spanien im Schnitt 782.000 Zuseherinnen und Zuseher (Elfmeterschießen; 29% MA, 33% MA 12–49, 43% MA 12–29 Jahre); insgesamt ließen sich 3,6 Mio. die EURO mit ihren 31 Live-Spielen im ORF nicht entgehen, das entspricht 48% der heimischen TVBevölkerung (weitester Seherkreis).
Auf dem Weg zur Qualifikation für die FIFA-Weltmeisterschaft 2026 prägten diese Spiele ein sportlich richtungsweisendes Jahr für das österreichische Nationalteam: Deutliche und umkämpfte Siege gegen San Marino (878.000 Zuseherinnen und Zuseher, 37% MA in der zweiten Halbzeit), Rumänien (978.000 Zuseherinnen und Zuseher, 37% MA in der zweiten Halbzeit), Bosnien und Herzegowina (909.000 Zuseherinnen und Zuseher, 43% MA in der
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zweiten Halbzeit) sowie Zypern (825.000 Zuseherinnen und Zuseher, 37% MA in der zweiten Halbzeit) sicherten Österreich das Ticket für die WM in den USA, Kanada und Mexiko. Ergänzt wurde diese Phase durch das Nations-League-Duell gegen Serbien (787.000 Zuseherinnen und Zuseher, 34% MA in der zweiten Halbzeit), das den Anspruch Österreichs auf internationale Wettbewerbsfähigkeit zusätzlich unterstrich.
Den Cup des Österreichischen Fußball-Bundes gewann in der Saison 2024/25 der Wolfsberger AC. Das Finale des ÖFB-Cups der Herren fand zwischen dem Wolfsberger AC und dem TSV Hartberg statt (297.000 Zuseherinnen und Zuseher, 25% MA in der zweiten Halbzeit). Das Spiel zwischen dem LASK und Salzburg (351.000 Zuseherinnen und Zuseher, 12% MA in der Verlängerung) war das meistgenutzte ÖFB-Cupspiel des Jahres.
Auf dem Weg in die Ligaphase der UEFA Conference League musste der SK Rapid Wien mehrere Hürden nehmen: In der zweiten Qualifikationsrunde gelangen zwei Siege gegen FK Dečić Tuzi – zunächst auswärts (167.000 Zuseherinnen und Zuseher, 11% MA in der zweiten Halbzeit), dann daheim (227.000 Zuseherinnen und Zuseher, 11% MA in der zweiten Halbzeit). In der dritten Runde folgte gegen Dundee United ein 2:2 (278.000 Zuseherinnen und Zuseher, 17% MA in der zweiten Halbzeit), ehe sich Rapid auswärts im Elfmeterschießen (266.000 Zuseherinnen und Zuseher, 20% MA in der zweiten Halbzeit der Verlängerung) durchsetzte. In den Play-offs gegen ETO FC fixierte der SK Rapid – nach einer Auswärtsniederlage (235.000 Zuseherinnen und Zuseher, 11% MA in der zweiten Halbzeit) –schließlich mit einem Heimsieg (320.000 Zuseherinnen und Zuseher, 15% MA in der zweiten Halbzeit) den Einzug in die Ligaphase. FK Austria Wien scheiterte in Runde 3 am tschechischen Verein Banik Ostrava (162.000 Zuseherinnen und Zuseher, 9% MA in der zweiten Halbzeit).
Der Wolfsberger AC zog zunächst in der Europa-League-Qualifikation gegen PAOK Saloniki (170.000 Zuseherinnen und Zuseher, 9% MA in der ersten Halbzeit) und nach dem Umstieg ins Conference-League-Play-off gegen Omonia Nikosia (129.000 Zuseherinnen und Zuseher, 11% MA in der ersten Halbzeit) jeweils den Kürzeren.
Das Finale des ÖFB-Cups der Frauen zwischen dem SKN St. Pölten und der Wiener Austria (32.000 Zuseherinnen und Zuseher, 5% MA in der zweiten Halbzeit) war am 24. Mai live in ORF 1 zu sehen.
Formel 1
Insgesamt ließen sich 5,443 Mio. Zuseherinnen und Zuseher (weitester Seherkreis) die ORFÜbertragungen der Formel 1 nicht entgehen, das sind 72 Prozent der heimischen TVBevölkerung ab 12 Jahren: Von den zwölf im ORF übertragenen Formel-1-Rennen im Jahr 2025 (582.000 Zuseherinnen und Zuseher, 41% MA) war der Formel-1-Grand-Prix von Italien das meistgenutzte Rennen (716.000 Zuseherinnen und Zuseher, 46% MA). Die Sendung „Formel 1 Motorhome“ erreichte nach den Live-Rennen (zehn Ausgaben) im Schnitt 228.000 Zuseherinnen und Zuseher (19% MA).
des öffentlich-rechtlichen
Weitere Sport-Höhepunkte
Gut genutzt wurde auch die Leichtathletik-WM in Tokio. Der meist genutzte Bewerb war das Diskuswurf-Finale der Herren (121.000 Zuseherinnen und Zusehern,15% MA), gefolgt vom 100-Meter-Sprint-Semifinale und -Finale der Herren (je 112.000 Zuseherinnen und Zuseher, 11 bzw. 10% MA) sowie dem 100-Meter-Sprint-Finale der Frauen (111.000 Zuseherinnen und Zuseher, 10% MA).
Der Tennis-Höhepunkt des Jahres war das Finale der WTA-250 Jiangxi Open (122.000 Zuseherinnen und Zuseher, 20% MA), in dem sich die erst 17-jährige Lilli Tagger Anna Blinkova geschlagen geben musste.
Die „Sporthilfe-Gala 2025“ (271.000 Zuseherinnen und Zuseher, 11% MA), in der Stephanie Venier und Daniel Tschofenig jeweils zum jeweils ersten Mal zu Österreichs Sportlerin bzw. Sportler des Jahres und dieösterreichischeEishockeynationalmannschaft zur Mannschaft des Jahres gekürt wurden, wurde am 8. Oktober übertragen.
Der Vienna City Marathon (340.000 Zuseherinnen und Zuseher, 38% MA) war einmal mehr der meistgesehene Laufbewerb des Jahres.
2.2.1.6 Unterhaltung
Das Unterhaltungsprogramm des ORF in ORF 1 und ORF 2 umfasste 2025 programmstrukturell betrachtet 7.795 Stunden mit Filmen, Serien, Shows, Talksendungen etc.
Am Montag standen im ORF-1-Hauptabend exklusive Erstausstrahlungen von eigen- und koproduzierten Film- und Serien-Höhepunkte auf dem Programm. Im Bereich Serien waren das die jeweils zweiten Staffeln von „Biester“ (316.000 Zuseherinnen und Zuseher, 11% MA, 16% MA 12–29), „School of Champions“ (362.000 Zuseherinnen und Zuseher, 13% MA, 20% MA 12–29), „Totenfrau“ (540.000 Zuseherinnen und Zuseher, 18% MA gesamt und 12–29) und „Tage, die es nicht gab“ (439.000 Zuseherinnen und Zuseher, 16% MA, 24% MA 12–29), außerdem die zehnteilige, internationale Großproduktion „Hunyadi – Aufstieg zur Macht“ (383.000 Zuseherinnen und Zuseher, 15% MA, 21% MA 12–29) und die sechsteilige ORF/ARD-Eventserie „Hundertdreizehn“ (386.000 Zuseherinnen und Zuseher, 16% MA, 17% MA 12–29). Philipp Hochmair war 2025 nicht nur als „Jedermann“ in Salzburg im Einsatz, sondern auch wieder in der Serie „Blind ermittelt“ im ORF zu sehen. In denzwei neuen Folgen im September ermittelte – neben Philipp Hochmair und Andreas Guenther – erstmals Claudia Kottal als Hauptkommissarin (621.000 Zuseherinnen und Zuseher, 25% MA, 20% MA 12–49, 26% MA 12–29). Weiters zeigte der ORF u. a. den ORF-kofinanzierten Krimi-Komödien-Hit „Pulled Pork“ (605.000 Zuseherinnen und Zuseher, 20% MA, 28% MA 12–49, 30% MA 12–29), in dem das Musiker- und Kabarett-Duo Pizzera & Jaus sein Kino-Debüt gab.
Mit knapp einer Million Zuseherinnen und Zuseher zählte der neue steirische „Landkrimi: Steirerwahn“ (mit Hary Prinz und Anna Unterberger) zu den am besten genutzten im bisherigen „Landkrimi“-Reichweitenranking, vor allem auch beimjüngeren Publikum (34% MA, 26% MA 12–49, 31% MA12–29), dicht gefolgt von Anna Unterbergers Abschiedsfolge „Steirerstich“ (926.000 Zuseherinnen und Zuseher, 32% MA, 26% MA 12–49, 27% MA 12–29), der ebenfalls sehr beliebt beim jüngeren Publikum war. Knapp 900.000 Zuseherinnen und Zuseher sahen auch den neuen Kärntner „Landkrimi: Bis in die Seele ist mir kalt“ mit Pia Hierzegger (32% MA, 26% MA 12–49, 29% MA 12–29). Auf hohes Publikumsinteressestießen ebenfalls Marie Kreutzers zweiter und der insgesamt vierte ORF-„Landkrimi“ aus Niederösterreich mit dem Titel „Acht“ (753.000 Zuseherinnen und Zuseher, 28% MA, 22% MA 12–49, 31% MA 12–29) sowie – neben den neuen Folgen – auch Dacapo-Ausgaben wie etwa „Steirerblut“ (620.000 Zuseherinnen und Zuseher, 25% MA).
Am Nationalfeiertag meldeten sich Alfred Dorfer und Roland Düringer als „Weber & Breitfuß“ mit zwei neuen Specials zurück (375.000 Zuseherinnen und Zuseher, 13% MA, 19% MA 12–29).
Nach seinem großen Erfolg mit „Kopftuchmafia“ konnte Thomas Stipsits mit der ORF/ARTEVerfilmung des zweiten Stinatz-Krimis „Uhudler-Verschwörung“ abermals ein Millionenpublikum ansprechen (1,1 Mio. Zuseherinnen und Zuseher, 40% MA, 35% MA 12–49, 41% MA 12–29). Nach den überwältigenErfolgenimKino undbei der TV-Erstausstrahlung wurde auch das Dacapo der vom ORF im Rahmen des Film/Fernseh-Abkommens kofinanzierten Komödie „Griechenland“ (782.000 Zuseherinnen und Zuseher, 27% MA) sehr gut genutzt.
Die Filmkomödie und Austropop-Hommage „Bis auf Weiteres unsterblich“ (u. a. mit Mara Romei, Katharina Straßer und Marianne Mendt) konnte speziell beim jüngeren Publikum punkten (516.000 Reichweite, 19% MA, 29% MA 12–29).
Die Reihe „ORF-Sommerkino“ präsentierte montags auf ORF 1 u. a. das ORF-kofinanzierte Spielfilmdebüt der Wienerin Franziska Pflaum „Mermaids don’t cry“ (u. a. mit Stefanie Reinsperger), „Sterne unter der Stadt“ (u. a. mit Verena Altenberger) oder Doris Dörries pointierte Gesellschaftskomödie „Freibad“ (u. a. mit Andrea Sawatzki, Maria Happel), die der am meisten genutzte Film (363.000 Zuseherinnen und Zuseher, 17% MA, 18% MA 12–49) der Sommerreihe war.
Zur Weihnachtszeit erzielten die Klassiker „Single Bells“ (570.000 Zuseherinnen und Zuseher, 20% MA, 27% 12–49) und „O Palmenbaum“ (531.000 Zuseherinnen und Zuseher, 20% MA, 27% MA 12–49) wieder hohes Publikumsinteresse, darüber hinaus auch als Premiere die zweite Ausgabe von „Schrille Nacht“ (311.000 Zuseherinnen und Zuseher, 13% MA) und die mit Juergen Maurer, Manuel Rubey und Maria Furtwängler prominent besetzte Weihnachtskomödie „Abenteuer Weihnachten – Familie kann nie groß genug sein“ (280.000 Zuseherinnen und Zuseher, 11% MA).
Erfüllung des öffentlich-rechtlichen Kernauftrags
Meistgesehener Blockbuster des Jahres 2025 war „Plane – Absturz im Dschungel“ (565.000 Zuseherinnen und Zuseher, 19% MA, 31% MA 12–29), ein Actionthriller mit Gerard Butler.
Mit „Das Berggericht“ stand 2025 die Fortsetzung von „Wiener Blut“ aus dem Jahr 2019 auf dem Programm von ORF 2, die sogar noch mehr Publikumszuspruch erreichte als der erste Teil, insbesondere von Jungen (779.000 Zuseherinnen und Zuseher, 27% MA, 26% MA 12–29). Großes Interesse zeigte das österreichische TV-Publikum für den „Mord in Wien: Der letzte Bissen“ unter der Regie von Sabine Derflinger (602.000 Zuseherinnen und Zuseher, 27% MA).
Auch die zweiteilige historische Romanverfilmung „Sturm kommt auf“ mit Josef Hader fand großen Anklang beim Publikum (692.000 Zuseherinnen und Zuseher, 26% MA).
Basierend auf realen Entführungsfällen erzielten der Event-Zweiteiler „Lillys Verschwinden“ auf ORF 2 (im Schnitt 588.000 Zuseherinnen und Zuseher, 26% MA) und „Ohne jede Spur –Der Fall der Nathalie B.“ auf ORF 1 jeweils mehr als eine halbe Mio. Reichweite (510.000 Zuseherinnen und Zuseher, 19% MA).
Ebenfalls auf hohes Publikumsinteresse stießen die Komödien „Ein Ferienhaus auf Teneriffa“ mit Philipp Hochmair (689.000 Zuseherinnen und Zuseher, 25% MA) und „Venus im vierten Haus“ mit Adele Neuhauser (665.000 Zuseherinnen und Zuseher, 24% MA) sowie das ORF/MDR-Drama „Aus dem Leben“ mit Harald Krassnitzer und Ann-Kathrin Kramer (627.000 Zuseherinnen und Zuseher, 22% MA).
Mit erweitertem Ermittler-Team startete höchst erfolgreich Ende September die vierte Staffel von „Soko Linz“ (im Schnitt 595.000 Zuseherinnen und Zuseher, 22% MA), bereits ab Februar war die 19. Staffel „Soko Donau“ zu sehen (im Schnitt 628.000 Zuseherinnen und Zuseher, 22% MA, 18% MA 12–49, 21% MA 12–29).
Die freitägliche ORF-2-Krimileiste um 20.15 Uhr bestückten 2025 „Der Alte“ (518.000 Zuseherinnen und Zuseher, 21% MA), „Die Chefin“ (541.000 Zuseherinnenund Zuseher, 23% MA), „Der Zürich-Krimi“ (516.000 Zuseherinnen und Zuseher, 25% MA) und „Der Staatsanwalt“ (530.000 Zuseherinnen und Zuseher, 19% MA).
Der sonntägliche „Tatort“ war auch 2025 ein Publikumsmagnet (619.000 Zuseherinnen und Zuseher, 23% MA). Den Jahres-Bestwert erzielte die Österreich-Folge „Der Elektriker“ um das Ermittler-Duo Eisner/Fellner (971.000 Zuseherinnen und Zuseher, 34% MA, 21% MA 12–49, 28% MA 12–29), knapp gefolgt von einer weiteren Österreich-Ausgabe „Messer“ (969.000 Zuseherinnen und Zuseher, 34% MA, 22% MA 12–49, 28% MA 12–29) sowie dem Dacapo der Österreich-Folge „Alles was Recht ist“ (848.000 Zuseherinnen und Zuseher, 28% MA).
Auch „Die Rosenheim-Cops“ wurden 2025 gewohnt stark genutzt (674.000 Zuseherinnen und Zuseher, 27% MA).
Erfüllung des öffentlich-rechtlichen Kernauftrags
Mit 32% MA präsentierte sich die Folge „Die Toten von Salzburg: Mord in bester Lage“ (927.000 Zuseherinnen und Zuseher) mit dem besten Marktanteil seit der Auftaktfolge im Jahr 2016. Die „Toten vom Bodensee“ hatten bei „Der Wunschbaum“ im Schnitt 842.000 Zuseherinnen und Zuseher (32% MA). Zwei weitere neue Folgen von „Die Toten vom Bodensee“, „Das Geisterschiff“ (723.000 Zuseherinnen und Zuseher, 25% MA) und „Die Medusa“ (678.000 Zuseherinnen und Zuseher, 24% MA), wurden von etwa je einem Viertel aller Fernseh-Zuseherinnen und -Zuseher zur Sendezeit genutzt.
Der zweite Teil der Krimireihe „Der Geier“ mit Philipp Hochmair in der Hauptrolle begeisterte ein noch größeres Publikum als der erste Teil („Der Geier – Freund oder Feind“: 784.000 Zuseherinnen und Zuseher, 30% MA, 17% MA 12–49, 22% MA 12–29).
In der Miniserie „Himmel, Herrgott, Sakrament“ war Stephan Zinner in der Rolle des Pfarrers zu sehen (Staffel eins der ORF/BR-Serie im Durchschnitt 723.000Zuseherinnen und Zuseher, 33% MA).
In der mittlerweile 18. Staffel erfreute sich der „Bergdoktor“ ungebrochen hoher Beliebtheit (802.000 Zuseherinnen und Zuseher, 27% MA), auch beim jüngeren Publikum (19% MA 12–49, 21% MA 12–29); ebenso „Lena Lorenz“ in der 11. Staffel (643.000 Zuseherinnen und Zuseher, 26% MA). „Das Traumschiff“ (Neujahrs-Ausgabe: 705.000 Zuseherinnen und Zuseher, 24% MA) zählt ebenfalls zu den TV-Dauerbrennern.
Das in Osttirol gedrehte „Bergretter“-Special „Die Zeit, die bleibt“ kam im April 2025 auf im Schnitt 728.000Zuseherinnen und Zuseher und 27% MA, diefünf regulären Folgen vonStaffel 16 ab Ende Mai hatten durchschnittlich rund eine halbe Mio. Zuseherinnen und Zuseher (23% MA). Ab Oktober waren dann sieben neue Folgen der Staffel 17 zu sehen (603.000 Zuseherinnen und Zuseher, 22% MA).
Zur Promi-Riege der 16. „Dancing Stars“-Staffel zählten neben Gewinner Aaron Karl u. a. die Schauspielerin Julia Cencig, TV- und Spitzenkoch Andi Wojta, Ex-Politikerin und Unternehmerin Eva Glawischnig, Geschäftsfrau Simone Lugner, Comedian Dr. Bohl und Influencerin Anna Strigl. Die wieder von Mirjam Weichselbraun und Andi Knoll moderierten Shows (im Schnitt 668.000 Zuseherinnen und Zuseher, 27% MA) stießen auch beim jüngeren Publikum auf großes Interesse (30% MA 12–29).
In der neuen Quizshow „Universum – Die Show“ (440.000 Zuseherinnen und Zuseher, 18% MA) am 27. Dezember in ORF 2 lud Mirjam Weichselbraun zum Quizzen über Themenbereiche aus den „Universum“-Naturfilmen und der „Universum History“-Reihe ein.
Die Familienshow „Klein gegen Groß – Das unglaubliche Duell“ (u. a. mit Tobias Moretti und Anna Veith als Österreich-Promis) erreichte mit fünf Folgen ebenfalls Jung und Alt (443.000 Zuseherinnen und Zuseher, 20% MA, 19% MA 12–49, 23% MA 12–29). Kurz vor dem Jahreswechsel präsentierte Moderator Kai Pflaume eine extralange Jubiläumsausgabe zum zehntenGeburtstag derbeliebten Quiz-Show „Wer weiß dennsowas XXL“, bei der u. a. Tobias
Erfüllung des öffentlich-rechtlichen Kernauftrags
Moretti als Gast dabei war (289.000 Zuseherinnen und Zuseher, 13% MA; alle Ausgaben im Jahresschnitt: 266.000 Zuseherinnen und Zuseher, 12% MA).
Zusätzlich zu den regulären Folgen präsentierte Barbara Schöneberger zum 45. Geburtstag der Samstagabendshow „Verstehen Sie Spaß?“ mit prominentenGästen die bestenFilme und unvergessliche Momente der Show („Verstehen Sie Spaß? – Sommerspezial 2025“: 295.000 Zuseherinnen und Zuseher, 15% MA, 22% MA 12–49).
Nach dem Terroranschlag im Februar 2025 mit einem Todesopfer in Villach wurden alle Veranstaltungen der Faschingsgilde abgesagt; auch die ORF-Aufzeichnung „Villacher Fasching“ fiel aus. Das Faschingsprogramm im ORF beschränkte sich damit auf „Narrisch guat“ (639.000 Zuseherinnen und Zuseher, 25% MA) und das Dacapo von Monika Grubers Soloprogramm „Zu wahr, um schön zu sein“ (503.000 Zuseherinnen und Zuseher, 18% MA), im Juli folgte der Faschingsklassiker „Narrisch guater Sommer“ (374.000 Zuseherinnen und Zuseher, 18% MA).
Mit den beiden Vorabend-Quizsendungen „Smart10: Das Quiz mit den zehn Möglichkeiten“ (89.000 Zuseherinnen und Zuseher, 7% MA) und „Q1 Ein Hinweis ist falsch“ (82.000 Zuseherinnen und Zuseher, 5% MA) stand eigenproduziertes Edutainment am Beginn der Access-Primetime von ORF 1.
Im Freitagabend waren in ORF 1 „Fakt oder Fake“ (255.000 Zuseherinnen und Zuseher, 11% MA, 17% MA 12–29), „Was gibt es Neues?“ (255.000 Zuseherinnen und Zuseher, 16% MA, 21% MA 12–29) und „Gute Nacht Österreich“ (242.000 Zuseherinnen und Zuseher, 20% MA 12+ und 12–29) zu sehen.
Unter dem Motto „United By Music“ fand der Eurovision Song Contest 2025 in der Schweiz statt, Österreich gewann mit JJ und dessen Beitrag „Wasted Love“. Die finale Entscheidung verfolgten um 00.30 Uhr nachts noch 887.000 Zuseherinnen und Zuseher bei 63% MA (62% MA 12–49, 81% MA 12–29), die Performance von JJ sahen rund 1,2 Mio. Zuseherinnen und Zuseher. Nach den beiden gut genutzten Semifinal-Abenden (im Schnitt 413.000 Zuseherinnen und Zuseher, 20% MA, 25% MA 12–49, 34% MA 12–29) waren beim gesamten Finalabend durchschnittlich 928.000 Zuseherinnen und Zuseher bei 46% MA (55% MA 12–49, 70% MA 12–29) mit dabei.
Am Valentinstag startete „Herzblatt Taxi – Liebe zum Mitnehmen“ als Revival der Kult-DatingShow mit einer TV-Auftaktfolge (281.000 Zuseherinnen und Zuseher, 12% MA, 15% MA 12–29) – die weiteren Folgen standen auf ORF ON bzw. ab Ende Juni im linearen Fernsehen zur Verfügung.
Anlässlich des 70. Geburtstags von Herbert Prohaska brachte der ORF ein „Seitenwechsel spezial“ (253.000Zuseherinnen und Zuseher, 13% MA, 23% MA 12–29), das Porträt „Der Ball, ein Leben“ und „Die besten Talks aus ,Willkommen Österreich’“.
Erfüllung des öffentlich-rechtlichen Kernauftrags
„Seitenblicke“ (716.000 Zuseherinnen und Zuseher, 33% MA) auf die heimische Promi-Szene gab es täglich wie gewohnt kurz nach 20 Uhr.
„Barbara Karlich: Talk um 4“ wurde nach 25 Jahren eingestellt. Im November 2025 startete die neue Reihe „Barbara Karlich unterwegs“ (290.000 Zuseherinnen und Zuseher, 18% MA).
Neben den „Millionenshow“-Ausgaben mit regulärer Länge (501.000 Zuseherinnen und Zuseher, 19% MA) zeigte der ORF überlange Sendungen zum 25-Jahr-Sendungsjubiläum sowie Promi-Ausgaben für LICHT INS DUNKEL und die Österreichische Sporthilfe.
Die 29. Staffel von „Liebesg‘schichten und Heiratssachen“ (im Schnitt 842.000 Zuseherinnen und Zuseher, 33% MA) erwies sich einmal mehr als Publikumshit, auch in den jungen Zielgruppen (22% MA 12–49, 23% MA 12–29).
Wie jedes Jahr stellten Silvia Schneider und Armin Assinger in „Ein Sommer in Österreich: Urlaub in Rot-Weiß-Rot“ die schönsten Ferienregionen vor (360.000 Zuseherinnen und Zuseher, 18% MA).
„9 Plätze – 9 Schätze“, die Show zum Nationalfeiertag, wurde auch 2025 wieder stark genutzt (776.000 Zuseherinnen und Zuseher, 34% MA).
Für die österreichischen Schlagerfans zeigte der ORF Florian Silbereisens „Schlagerchampions“ (516.000 Zuseherinnen und Zuseher, 23% MA), „Schlagerspaß mit Andy Borg“ (507.000 Zuseherinnen und Zuseher, 20% MA), das „Schlagerbooom Open Air 2025: Die Berge leuchten“ (509.000 Zuseherinnen und Zuseher, 31% MA), „Schlagerbooom 2025 – Alles funkelt! Alles glitzert!“ (513.000 Zuseherinnen und Zuseher, 25% MA) sowie zum Jahreswechsel die große Eurovisionsshow „Silvester-Schlagerbooom 2026 live – Die Wunderlichtershow!“ (454.000 Zuseherinnen und Zuseher, 26% MA).
Auch bei musikalischen Open-Air-Events wie der „Starnacht am Neusiedler See“ (424.000 Zuseherinnen und Zuseher, 18% MA), der „Starnacht am Wörthersee“ (453.000 Zuseherinnen und Zuseher, 26% MA), der „Starnacht aus der Wachau“ (461.000Zuseherinnen und Zuseher, 23% MA) und den beiden „Wenn die Musi spielt“-Specials im Winter und Sommer (512.000 Zuseherinnen und Zuseher, 24% MA) konnte das österreichische Publikum via ORF 2 von zu Hause aus mit dabei sein.
In Sachen „Promis, Partys, Pistentratsch“ war Melissa Naschenweng in Kitzbühel (647.000 Zuseherinnen und Zuseher, je 22% MA gesamt und 12–49) und – gemeinsam mit Ernst Hausleitner – inSaalbach unterwegs (487.000 Zuseherinnen und Zuseher, je 17% MA gesamt und 12–49).
Die traditionellen ORF-TV-Höhepunkte der (Vor-)Weihnachtszeit reichten von Florian Silbereisens „Adventsfest der 100.000 Lichter“ (482.000Zuseherinnen undZuseher, 24% MA) über „Weihnachten in Österreich“ (562.000 Zuseherinnen und Zuseher, 20% MA), in der Silvia
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Schneider und Armin Assinger Bräuche in allen neun Bundesländern erkunden, bis zu den Sendungen „Zauberhafte Weihnacht im Land der ‚Stillen Nacht‘“ (424.000 Zuseherinnen und Zuseher, 17% MA) und „Weihnachten auf Gut Aiderbichl“ (234.000 Zuseherinnen und Zuseher, 17% MA).
„Mei liabste Weis“ (344.000 Zuseherinnen und Zuseher, 15% MA) stand mit einer Weihnachtsausgabe am HeiligenAbend wieder im Rahmen von LICHT INS DUNKEL auf dem Programm.
2.2.1.1 Kinderprogramm
Auf das Kinderprogramm entfielen 2025 insgesamt 810 Programmstunden (2024: 860 Stunden).
Der ORF sendet in ORF 1 täglich ein Kinderprogramm mit eigenproduzierten Sendungen sowie Animationsserien und Filmen für Kinder von drei bis elf Jahren. Das Angebot bietet ein verlässlich hochwertiges, abwechslungsreiches und auf die Kinder abgestimmtes Programm. Die Inhalte sind verlässlich gewaltfrei; die Sendeflächen werbefrei. Alle Sendungen und die fiktionalen Angebote sind barrierefrei und für Gehörlose untertitelt. Im Zusammenwirken mit ORF KIDS wird die „ZiB Zack mini“ (Montag bis Freitag auf ORF1 und ORF KIDS) zusätzlich in Österreichischer Gebärdensprache angeboten. Das ORF-1-Kinderprogramm vermittelt den jungen Zuseherinnen und Zusehern Wissen und Entdeckergeist in spielerischer und unterhaltender Form. Die Sendungen sollen die Neugierde und das Interesse der Kinder wecken, sie auf breitgefächerte Themen aufmerksam machen und ihr Wissen fördern. Jeden Samstag und Sonntag füllt ein buntes Programm mit interaktiven Rubriken/Elementen den Vormittag. Darüber hinaus konnte und durfte der ORF durch die ORF-G Novelle 2024 sein Angebot für Kinder mit https:/kids.ORF.at wesentlich ausbauen: Mit einem „KIDS-StreamingChannel“ und dem dazugehörigen „VoD“-Angebot stehen dem jungen Publikum und deren Bezugspersonen seit 1. Jänner 2024 Kindersendungen und Serienfür Kinder auch 24/7 online zur Verfügung, mit dabei auch Produktionen aus dem ORF-1-Kinderprogramm. Für die mobile Nutzung ist das Programm zusätzlich über die dazugehörige KIDS-App abrufbar.
Auf ORF 1 erreichte 2025 das ORF-Kinderprogramm in der Frühzone (Montag bis Freitag, 6.00 bis 8.00 Uhr) 8% MA bei Kindern 3–11 Jahre, am Wochenende (Samstag und Sonntag, 6.00 bis 12.00 Uhr) 10% MA.
Auch innerhalb der Zielgruppe selbst ist das ORF Kinderprogramm altersgerecht aufbereitet. Beispielsweise richtet sich die Serie „ABC Bär“ (3.000 Zuseherinnen und Zuseher, 9% MA 311)speziell an Vorschulkinder sowie Schulanfängerinnen und Schulanfänger. In dieser reist ein Bär gemeinsam mit seinen Freundinnen und Freunden auf einem wundersamen Mobil durch die Welt. Mit viel Musik, Spaß und lustigen Liedern werden Freude am Lernen (Buchstaben, Zahlen von 1 bis 10 und erste einfache Wörter in Englisch) und die Prinzipien des Zusammenlebens spielerisch vermittelt.
Erfüllung des öffentlich-rechtlichen Kernauftrags
In der neuen Spieleshow „Die Superklasse“ (3.000 Zuseherinnen und Zuseher, 9% MA 3–11) treten wiederum vierte Volksschulklassen aus allen Bundesländern in spannenden Wettbewerben gegeneinander an. In mehreren Spielrunden werden dabei Geschicklichkeit, Kreativität und Wissen auf die Probe gestellt. Schüler und Schülerinnen feuern dabei mit ihren jeweiligen Lehrerinnen und Lehrern ihre Klassenkameraden im Hintergrund lautstark an. Präsentiert wird die neue Spielshow von Fanny Stapf und Stefan Gruber.
Bei „Hallo, was machst du?“ (2.000ZuseherinnenundZuseher, 7% MA 3–11) testet einejunge Reporterin des ORF-Kinderprogramms Berufe und packt mit an: sei es als Tischlerin, Chemikerin oder Reitlehrerin. Bei Wind und Wetter, früh morgens und am Wochenende und egal, welche Herausforderung: Kinderprogramm-Reporterin Lena Grandl-Großmann findet heraus, was an den Jobs Spaß macht und für welchen sie selbst möglicherweise geeignet ist.
„Schmatzo“ (2.000 Zuseherinnen und Zuseher, 10% MA 3–11), die Kochsendung im ORFKinderprogramm, liefert einfache Rezepte zum Nachkochen sowie interessante Informationen rund um die Themen Kochen, gesunde Ernährung und den bewussten Umgang mit Lebensmitteln. Auch Bastelideen und -anleitungen sind Teil der Sendung.
In der Wissenssendung „Knall genial“ (3.000 Zuseherinnen und Zuseher, 10% MA 3–11) werden Geschichte und geniale Erfindungen lebendig gemacht, Thomas Brezina testet mit einer Gruppe wissbegieriger Kinder sensationelle Tricks und präsentiert verblüffende Phänomene.
„Hack-Check“ (1.000 Zuseherinnen und Zuseher, 6% MA 3–11) stellt mit KIDS-Reporterin Esther Csapo Alltagstipps von Kindern vor und testet die Life Hacks selbst: Wie stellt man ein Waschmittel aus Kastanien her?Wietropft beimEis essendasEis nicht mehr? Überraschende Wendungen nicht ausgeschlossen.
Mit „Hallo OKIDOKI“ (2.000 Zuseherinnen und Zuseher, 10% MA 3–11) ist ein aktuelles Magazin Bestandteil der ORF-Kinderprogramm-Fläche Die Inhalte reichen von aktuellen Tipps (Bücher, Spiele, Veranstaltungen) über Gewinnspiele bis hin zu Beiträgen aus den Bereichen Information, Kultur, Sport, Politik und Soziales.
In der Sendung „Tolle Tiere“ (1.000 Zuseherinnen und Zuseher, 7% MA 3–11) begleitet Kater Kurt, das „Hallo OKIDOKI“-Maskottchen, das jungePublikum auf einespannende Reise durch den Tiergarten Schönbrunn und die faszinierende Welt der Tiere.
In „Das Wunder DU“ (2.000 Zuseherinnen und Zuseher, 11% MA 3–11) begibt sich Ärztin und Moderatorin Christine Reiler mit dem Moderationsduo Melanie Flicker und Christoph Hirschler auf eine Entdeckungsreise des Staunens zum – und sogar in den – menschlichen Körper. Gemeinsam mit einem Kinder-Frage-Schätz- und Rateteam finden sie heraus, zu welchen enormen Leistungen der menschliche Körper fähig ist.
Erfüllung des öffentlich-rechtlichen Kernauftrags
In „Was geht?“ (1.000 Zuseher und Zuseherinnen, 11% MA 3–11) spricht Mentaltrainerin Melanie Österreicher mit Kindern zwischen acht und 13 Jahren über Themen, die diese bewegen – von „Konfliktlösungen in der Freundesgruppe“ über „Nachhaltigkeit“ bis „digitale Medien“.
Mit Hilfe des Kuratoriums für Verkehrssicherheit geben Helmi und Sokrates im Sicherheitsmagazin „Helmi“ (3.000 Zuseherinnen und Zuseher, 9% MA 3–11) Sicherheitstipps in den Bereichen Verkehr, Freizeit, Haushalt und Sport. Nach barrierefreien Folgen für gehörlose und hörbeeinträchtige Kinder seit dem Jahr 2020 folgten nun erstmals Episoden mit Audiodeskription im Zweikanalton für blinde und sehbeeinträchtigte Kinder mit dem Ziel, mehr Selbstständigkeit und Sicherheit für alle Kinder – in jedem Lebensbereich – zu ermöglichen.
„Servus Kasperl“ (2.000 Zuseherinnen und Zuseher, 8% MA 3–11) – die traditionsreiche Kasperl-Sendung ist ein täglicher Fixpunkt sowohl im Kinderprogramm von ORF 1 als auch auf ORF KIDS und ist ein Stück österreichische Kultur (EA war 1957). Sie bietet mit ihren in sich abgeschlossenenGeschichten unbedenklicheUnterhaltungfür dieJüngsten. Kleine, nicht aufdringliche „pädagogische Botschaften“ werden spannend, leicht verständlich und natürlich auch einfach lustig von insgesamt sechs verschiedenen Puppenbühnen vermittelt.
„Tom Turbo“ (4.000 Zuseherinnen und Zuseher, 14% MA 3–11) brachte wieder Detektivabenteuer an Schauplätzen in ganz Österreich zum Mitraten.
Am Sonntag führt das Format „1000 Tricks“ (2.000 Zuseherinnen und Zuseher, 12% MA 3–11) das junge Publikum in die Welt der Zauberei und Magie und lädt zum Nachmachen der Tricks ein.
Die „Rätselburg“ (1.000 Zuseherinnen und Zuseher, 7% MA 3–11) bietet unterhaltsames Rätselraten für Vorschulkinder mit den animierten Figuren Ritter Klapperkopf und Pizza Poltergeist. In „Sing und tanz mit Freddy“ gabes fröhlicheLiederzumMitsingen undMittanzen.
In der Sendung „Die Gartenpiraten“ (3.000 Zuseherinnen und Zuseher, 14% MA 3–11) geben Robert Steiner und seine freche Co-Moderatorin, die sprechende Pflanze „Lila Grasgrün“, informative Einblicke in die Pflanzenwelt – vom Kürbis über Tomaten, von Erdbeeren über Erbsen bis zufleischfressendenPflanzen. Expertinnen undExpertenkommen ebensozu Wort wie junge Gartenpiratinnen und -piraten, die jeweils zum Thema passende Bastelideen vorstellen. Dazu werden viele Pflanzentipps und nicht alltägliches „Piratenwissen“ serviert.
Große Zusammenhänge kindgerecht darstellen – das ist das Ziel der „ZIB Zack Mini“ (Ausgabe um 8:00 Uhr: 1.000 Zuseherinnen und Zuseher, 7% MA 3–11), dem Newsformat für Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren. Von Montag bis Freitag erklärt die Sendung aktuelle Themen verständlich und beleuchtet auch komplexe Hintergründe. Ein fixer Bestandteil sind zudem die Erklärstücke, in denen Fragen beantwortet werden, die Kinder regelmäßig an die Redaktion der „ZIB Zack Mini“ schicken.
2.2.1.2 „Bundesland heute“ und Lokalausstiege der ORF-Landesstudios
2025 entfielen 9% der Programmleistung des ORF-Fernsehens auf lokale Programmausstiege (1.545 Stunden). Die regionale Informationssendung „Bundesland heute“ (mit SüdtirolAusgabe), für die täglich zwischen 19.00 und 19.20 Uhr das Programm von ORF 2 in die Bundesländer auseinandergeschaltet wird, kam auf 1.023 Stunden. Getrennt ausgewiesen wird das „Service Wetter“ im Rahmen von „Bundesland heute“ (147 Stunden). Eine weitere Auseinanderschaltung der Programme erfolgt (werk)täglich am Nachmittag zur Ankündigung der wichtigsten Themen der jeweiligen regionalen „Bundesland heute“-Ausgabe sowie in einigen Bundesländern zur Ausstrahlung der „Kompakt“-Formate.
„Bundesland heute“
Mit den neun regionalen Ausgaben von „Bundesland heute“ präsentiert der ORF Fernsehsendungen, die über jene tagesaktuellen Ereignisse berichten, die sich „vor der Haustüre“ des Publikums ereignen. 2025 erzielte „Bundesland heute“ eine durchschnittliche Reichweite von 991.000 Zuseherinnen und Zusehern mit einem gesamtösterreichischen Marktanteil von 53%.
„Burgenland heute“
Der Marktanteil von „Burgenland heute“ lag 2025 bei 53%
Politik stand insbesondere im ersten Halbjahr im Mittelpunkt der Berichterstattung. Die Nationalratswahl und die damit verbundene Regierungsbildung hatte Auswirkungen auf den Vorwahlkampf im Burgenland, Ende Jänner fand dann die Landtagswahl statt. Im Vorfeld gab es Porträts, Reportagen und Interviews in den ersten Wochen des Jahres, am Wahltag selbst informierte „Burgenland heute“ in einer vierstündigen (großteils national ausgestrahlten) Sondersendung über den Ausgang der Wahl.
Ein weiterer Schwerpunkt der Berichterstattung lag in den Auswirkungen der Teuerung bei Lebensmitteln und Energie. Weiters gab es Berichte von zahlreichen Premieren mit LiveEinstiegen im Kultursommer, sowie Serien und Rubriken wie z.B: die „Rot Goldene Traube“ über ausgezeichnete Weinbautreibende im Burgenland.
„Kärnten heute“
Der Marktanteil von „Kärnten heute“ lag im Jahr 2025 bei 61%.
Ein Schwerpunkt der Berichterstattung war die Eröffnung der Koralmbahn mit allen Vorberichten. Internationale Aufmerksamkeit erregte das Terror-Messerattentat in Villach, worüber aktuell und über die anschließende Trauerarbeit berichtet wurde. Auch der tödliche Schuss in der Türk-Kaserne in Spittal an der Drau war ein prägnantes Thema. Personelle Änderungen waren unter anderem Thema beim Wechsel an der Spitze der Evangelischen Kirche Kärntens, der Übergabe des SPÖ Parteivorsitzes, des Rektorats an der Universität, sowie der Leitung der Staatsanwaltschaft Klagenfurt und des Landesgerichts. Sportlich wurde in „Kärnten heute“ unter anderem über die Erfolge der ÖFB-Fußballer bei der WM mit starker
Erfüllung des öffentlich-rechtlichen Kernauftrags
Kärntner Beteiligung sowie über den Ironman und die erfolgreichen Kärntner Skispringer berichtet. Wie jedes Jahr stand auch heuer der „Ingeborg-Bachmann-Preis“, das „Musi Open Air“ und die „Starnacht am Wörthersee“ imFokus. Sechsmal gab es Zusammenfassungen des Live-Streams von „Ein Ort am Wort“ -Ausgaben in „Kärnten heute“.
„Niederösterreich heute“
Im Jahresschnitt 2025 kam „Niederösterreich heute“ auf 44% Marktanteil.
Am 26. Jänner 2025 wurden in 568 Gemeinden die Gemeinderäte neu gewählt. Im TV startete die erste Sondersendung um 16.30 Uhr auf ORF2-N, sowie um 18 Uhr mit Liveschaltungen zu den Reporterinnen und Reportern an den acht Außenstellen, moderiert von Chefredakteurin Claudia Schubert und Moderator Werner Fetz. Zu Gast war Politologe Peter Filzmaier. Im Jänner und in den Semesterferien gab es bei der Wintertour Freizeittipps aus fünf winterlichen Hotspots.
Das Ende des Zweiten Weltkriegs und die Gründung der Zweiten Republik vor 80 Jahren waren Thema für die Dokureihe "Unser Österreich" mit Zeitzeuginnen und -zeugen. Am 6. Mai gab es dazu die Ausgabe „Weites Land, bewegtes Erbe“, außerdem wurde der Festakt „Erinnern für die Zukunft“ aus dem Festspielhaus in St. Pölten auf ORF 2 N übertragen.
Im Rahmen des Kultursommers ab 7. Juni gab es Premierenberichte vom „Theaterfest NÖ“ mit dem „Theaterfest ForKids“ in einerSendereihe nach „NÖ heute“ Berichtet wurde u.a. über die Sommernachtsgalain Grafenegg, das Domplatz OpenAir der „Tonkünstler & Friends“ oder das FM4 Frequency Festival in St. Pölten.
Von 7. Juli bis 15. August standen bei der ORF-NÖ-Sommertour an 30 Tagen die Vereine aus 30 Orten im Mittelpunkt, diesich und ihre Gemeinde vorstellten. „Köstlich kulinarisch – der Garten im Sommer“ gab von 18. bis 22. August Tipps, wie die Spätsommerernte als Chutney, Öl oder Sirup für den Winter zubereitet wird.
Bei den politischen Sommergesprächen von 21. August bis 4. September zogen die Parteichefinnen und Parteichefs der im Landtag vertretenen Parteien Bilanz zur Halbzeit der Legislaturperiode.
Zum Auftakt des Marathon-Wochenendes sendete „NÖ heute“ am 12. September direkt vom VIP-Empfang „25 Jahre Wachau-Marathon“ in Krems. ORF 1 zeigte die Doku „25 Jahre Wachau-Marathon – Lauferlebnis im Weltkulturerbe“ aus dem Landesstudio NÖ
Mit ausführlichen Berichten wurde mit der Mariazellerbahn der erste Sieg für Niederösterreich bei „9 Plätze – 9 Schätze“ am 25. Oktober gefeiert.
Rennhöhepunkte und Hintergrundgeschichten gab es am 27. und 28. Dezember vom 30. SkiWeltcup am Semmering.
Erfüllung des öffentlich-rechtlichen Kernauftrags
„Oberösterreich heute“
„Oberösterreich heute“ erreichte 2025 im Schnitt einen Marktanteil von 50%.
Die Sendungen waren geprägt von politischen Ereignissen wie der Bildung einer neuen Bundesregierung, der Linzer Bürgermeisterwahl und der Wahl eines neuen SPÖLandesparteivorsitzenden. Wirtschaftlich dominierten die anhaltende Inflation, hohe Energiekosten sowie die Insolvenzen der Pierer Mobility / KTM und kika / Leiner. Zu diesen Themen fanden regelmäßig Studiogespräche mit Experten von WIFO, AMS, JKU Linz und anderen Institutionen statt. Die Berichterstattung umfasste Live-Übertragungen wichtiger Ereignisse sowie die "ORF Oberösterreich-Sommergespräche" mit Vertretern der Landtagsparteien.
Die Krise im Gesundheitssystem bildete ein weiteres Kernthema mit Berichten zum Personalmangel in der Pflege, unbesetzten Kassenarztstellen und zum Tod einer Patientin in Rohrbach wegen fehlender Operationsmöglichkeit.
In der Chronik prägten Tiergeschichten die Berichterstattung: wachsende Wolfsrudel, Biberschäden und der eingewanderte Elch Emil. Der Windenergie-Ausbau wurde zum politischen Streitthema des Jahres.
Im Kulturbereich setzten sich die Turbulenzen um die Linzer LIVA fort, mit ersten Prozessen und einem neuen Leitungsteam für das Linzer Brucknerhaus. Die Jubiläen "80 Jahre Kriegsende, 70 JahreStaatsvertrag und 30Jahre EU-Beitritt" wurden mit einer Dokumentation und einer Serie in "Oberösterreich heute" gewürdigt. Das Format "Ein Ort am Wort – Red' ma drüber" diskutierte regelmäßig Themen wie leere Gemeindekassen und die Zukunft der Windenergie.
„Salzburg heute“
„Salzburg heute“ erreichte 2025 durchschnittlich 61% Marktanteil.
Das Landesstudio berichtete umfassend über Personalveränderungen wie die Wahl von Karoline Edtstadler zur Landeshauptfrau im Juli, des neuen Soziallandesrats Christian Pewny im Sommer und des Agrarlandesrats Maximilian Aigner im Dezember sowie die Wahl des Salzburger AK Präsidenten Peter Eder Ende November zum alleinigen SPÖ-Parteichef.
Im Spätsommer wurden die „ORF Salzburg Sommergespräche“ mit allen fünf im Salzburger Landtag vertretenen Parteivorsitzenden im Rahmen von „Salzburg heute“ immer freitags ausgestrahlt.
Die Ski-WM 2025inSaalbach-Hinterglemmwar imFebruarSchwerpunkt derBerichterstattung in „Salzburg heute“. Das ORF-Landesstudio Salzburg war mit einem eigenen Studio in Hinterglemm vertreten. Zu Beginn des Jahres wurde ausführlich und auch live über das Finale
Erfüllung des öffentlich-rechtlichen Kernauftrags
der Vierschanzen-Tournee in Bischofshofen und den Ski-Weltcup der Damen in Flachau und in Zauchensee berichtet. Ein weiterer Schwerpunkt im Sport war die Berichterstattung über die Erfolge von Eishockeymeister EC Red Bull Salzburg und die schwierige Saison von Fußballmeister Salzburg.
Wie jedes Jahr berichtete „Salzburg heute“ auch im Sommer 2025 intensiv von den Salzburger Festspielen und produzierte fünf Sendungen des national ausgestrahlten Festspielmagazins „JedermannJedefrau – Das Salzburger Festspielmagazin“.
Unter dem Motto „Reden wir miteinander“ lud Landesdirektorin Waltraud Langer zu vier weiteren „ORF Salzburg Stammtischen“ mit Publikum ein. ORF Salzburg-Chefreporter Karl Kern wurde zum Salzburger „Local Hero“ für „außergewöhnliche journalistische Arbeit in den Bundesländern“ vom Branchenblatt „Journalist:in“ erwählt In der Live-Diskussion „Ein Ort am Wort“ wurde im April mit Publikum in Stuhlfelden zum Thema „Oberpinzgau: Ringen um Hochwasserschutz“ und im November in Bischofshofen zum Thema „Ortszentren im Wandel - Zwischen Leerstand und Belebung“ außerhalb des Landesstudios diskutiert.
„Steiermark heute“
„Steiermark heute“ erreichte 2025 einen durchschnittlichen Marktanteil von 55%.
Zentrale Themen in der Berichterstattung waren der Amoklauf am Grazer BORG Dreierschützengasse, über den von 10. bis 17. Juni sowohl auf Radio Steiermark als auch in „Steiermark heute“ täglich berichtet wurde. Am 23. März waren die Gemeinderatswahlen in der Steiermark ab 14.55 Uhr in einer mehrstündigen Live-Sondersendung Thema. Im August und September standen die „Sommergespräche“ mit den Spitzen der Landtagsparteien auf dem Programm.
Im Sport informierte „Steiermark heute“ in zahlreichen (Live-)Beiträgen über den Nachtslalom und den Nacht-Riesentorlauf der Herren in Schladming. Weiters gab es eine Schwerpunktberichterstattung rund um den Meistertitel und die Champions-League- und Europa-League-Spiele des SK Sturm Graz, die Bundesliga- und Cup-Einsätze vom GAK und dem TSV Hartberg sowie das Formel 1-Rennen in Spielberg.
Die Kulturredaktion informierte über Kulturhöhepunkte wie die Festivals Diagonale, Styriarte, steirischer herbst, Arsonore, La Strada uvm. Darüber hinaus gab es Schwerpunkte u. a. zur „ORF-Langen Nacht der Museen“, zum „ORF musikprotokoll im steirischen herbst“, zur ORFSteiermark-„Hör- & Seebühne“ und zur 18. „ORF Steiermark Klangwolke“.
Der ORF Steiermark setzte auch im Jahr 2025 das Diskussionsformat „Ein Ort am Wort“ fort.
Insgesamt viermal fand die Diskussion mit den Themen: „Die Zukunft des Wintersports“ (Mürzzuschlag, „Wie krank macht der (Autobahn-)Verkehr?“ (Hofstätten an der Raab), „Airpower – Sinn und Unsinn der Flugshow“ (Fohnsdorf) und „Die Koralmbahn – Neustart für eine Region“ (Frauental) statt.
Erfüllung des öffentlich-rechtlichen Kernauftrags
„Tirol heute“
„Tirol heute“ kam 2025 durchschnittlich auf einen Marktanteil von 49%.
Die politischen Sommergespräche erhielten mit der Moderation durch Tirol-heuteModeratorinnen und -Moderatoren sowie erstmals einer repräsentativen Umfrage als inhaltliche Basis ein neues Konzept. Die bewusste Themensetzung in der Urlaubszeit soll fortgeführt werden.
Der Durchstich des BBT-Erkundungsstollens mit Staatsakt am Brenner wurde vom Landesstudio multimedial umfassend begleitet. Ähnliche Großeinsätze gab es u. a. bei den Benko-Prozessen, dem Staatsbesuch Steinmeiers, der Romy-Gala in Kitzbühel, Sport- und Kulturereignissen sowie beim Deponie-Großbrand in Osttirol.
Die Diskussionsreihe „Ein Ort am Wort“ thematisierte u. a. Bäder als Luxus sowie Innsbruck als möglichen ESC-Austragungsort. Weitere Diskussionen mit Schülerinnen und Schülern behandelten KI und Desinformation. Alle Formate wurden multimedial begleitet.
Zum Schwerpunkt 80 Jahre Republik produzierte der ORF Tirol eine Dokumentation und umfangreiche Berichte. Im Herbst erhielt „Tirol heute“ ein neues Sounddesign, ein Workshop widmete sich Constructive Journalism. Die ESC-2026-Entscheidung wurde live aus Innsbruck berichtet
Eine Sommerserie stellte junge Menschen mit ungewöhnlichen Ferialjobs vor. Der Tiroler Kultursommer war breit in TV, Radio und Online vertreten, unter anderem mit den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik, den Tiroler Volksschauspielen, den Erler Passionsspielen und den Klangspuren Schwaz
Der multimediale Jahresrückblick 2025 des Landesstudios stand unter dem Motto „good news“, um dem Trend der News-Vermeidung entgegenzuwirken.
„Südtirol heute“
Das grenzübergreifende Nachrichtenmagazin „Südtirol heute“ läuft Montag bis Freitag um 18.30 Uhr in Tirol und Südtirol auf ORF 2 sowie um 19.30 Uhr in Südtirol auf ORF 1. 2025 erreichte die Sendung in Nord- und Osttirol einen Marktanteil von 18% Neben aktuellen Ereignissenstanden Themen wie Tourismus und Wohnen im Fokus. Reichweite und FollowerZahlen der Social-Media-Kanäle wuchsen deutlich. Zusätzlich entstanden vier Ausgaben von „Südtirol heute Spezial“ für junge Zielgruppen. Die Redaktion in Bozen produzierte zudem mehr als 40 „Bilder aus Südtirol“-Sendungen für 3sat, und die Trentino-Berichterstattung wurde fortgesetzt.
Erfüllung des öffentlich-rechtlichen Kernauftrags
„Vorarlberg heute“
Der Marktanteil von „Vorarlberg heute“ lag 2025 durchschnittlich bei 57%.
Seit September ist „Vorarlberg heute“ auch mit Live-Untertitelung im TV verfügbar. Ende Oktober hat das TV-Magazin zudem ein neues Sound-Design erhalten. Die KurznachrichtenInfosendung „Vorarlberg heute kompakt“ (Montag bis Freitag, 16.57 Uhr in ORF 2 V) war das ganze Jahr 2025 neben Deutsch auch auf Englisch online verfügbar.
ImOktober wurden dreiJournalistinnen und ein Journalist als neue Fernsehgesichter des ORF Vorarlberg vorgestellt: Martina Huber („Vorarlberg heute“), Katharina Batlogg („LICHT INS DUNKEL“), Laura Überbacher und Emanuel Broger („Guten Morgen Österreich“).
„Vorarlberg heute“ beleuchtete ausführlich bereits im Vorfeld und am Wahltag selbst die Vorarlberger Gemeindewahlen 2025 sowie in der Nachbetrachtung die BürgermeisterstichwahlenwenigeTagespäter. EinenSchwerpunkt bildeteder „Eröffnungstag der Bregenzer Festspiele“ (16. Juli) live vom Festspielgelände mit eigener Sondersendung. Sportliche Schwerpunkte waren etwa die Bundesliga-Spiele von Altach und Austria Lustenau, der „Sparkasse 3-Länder-Marathon“ und das „Hypo-Mehrkampfmeeting“ in Götzis.
In der Kultur wurden unter anderem der mit 25.000 Euro dotierte Musikpreis des ORF Vorarlberg „Sound@V“, der „Kulturpreis Vorarlberg“ mit insgesamt 15.000Euro Preisgeld oder die „ORF-Lange Nacht der Museen“ präsentiert. Im Bereich Unterhaltung war ein Höhepunkt in „Vorarlberg heute“ das Vorarlberg-Voting zur ORF-Show „9 Plätze – 9 Schätze“.
Mit dem SWR (Südwestrundfunk) sowie dem SRF (Schweizer Radio und Fernsehen) gab es im Sommer in der Reihe „Bodensee Aktuell 2025“ einen Austausch innerhalb der Redaktionen von TV-Berichten der öffentlich-rechtlichen Sender rund um den Bodensee
„Wien heute“
„Wien heute“ erreichte im Jahr 2025 einen durchschnittlichen Marktanteil von 42%
Im Zentrum der Berichterstattung 2025 standen im ersten Halbjahr die Landtags-, Gemeinderats- und Bezirksvertretungswahlen mit einem umfassenden Programmangebot, von inhaltlichen Sachthemenserien über Bezirksserien aus jenen Bezirken, die als Hochburgen der einzelnen Parteien gelten, bis hin zu ausführlichen Interviews mit den SpitzenkandidatInnen aller im Landtag und Gemeinderat vertretenen Parteien, sowie Wahlkampfberichte über alle Parteien, die zwar nicht im Landtag und Gemeinderat vertreten sind, aber bei der Wahl in allen Wahlkreisen angetreten sind. Zum Abschluss des Intensivwahlkampfs trafen die Spitzenkandidatinnen und -kandidaten in der sogenannten „Elefantenrunde“ live im Wiener Rathaus auch direkt aufeinander. Den Wahlabend selbst begleitete das Landesstudio mit einer mehrstündigen Live.Berichterstattung mit Trendrechnung, Hochrechnungen, Reaktionen und Analysen zum Wahltag. Die auf die Wahl
Erfüllung des öffentlich-rechtlichen Kernauftrags
folgenden Koalitionsgespräche wurden ebenso begleitet, wie die schließlich Anfang Juni erfolgte Regierungsbildung mit Hintergrundgeschichten zu einzelnen Projekten aus dem Regierungsprogramm und dem angespannten Wiener Budget. Die Sparpläne der Wiener Stadtregierung und die zur Budgetkonsolidierung notwendigen Maßnahmen waren auch im zweiten Halbjahr wesentlicher Teil der Berichterstattung in Wien heute.
Im zweiten Quartal startete auch der ORF Wien mit dem Diskussionsformat „Ein Ort am Wort“ mit Themen wie „Kampf ums Pflaster – zwischen Klimaziel und Gegenwind“, „Wem gehört der Reumannplatz“ oder „Drogenszene Gumpendorf: Zwischen Hilfe und Hilflosigkeit“. Die Sendungen waren auch live auf Radio Wien zu hören und auf ORF ON im Stream zu sehen.
Auch 2025 gab es in Wien heute wieder politische Sommergespräche, diesmal unter demTitel „Wien heute Rathausrunde“ nicht nurmit denSpitzen derimWiener Landtagund Gemeinderat vertretenen Parteien, sondern erstmals auch mit allen Mitgliedern der Wiener Stadtregierung. Die Interviews wurden auch online und auf Social Media ausgestrahlt
Der Architektur in Wien war im Sommer in „Wien heute“ eine eigene Serie unter dem Titel „Do schau her!“ gewidmet. Außerdem gab es zahlreiche Beiträge zum 10. Jahrestag der Fluchtbewegung 2015
In einem neuen Podcast zur Klimakrise namens „Stadtwandel“ wurden in sechs Teilen Lösungsansätze und Zukunftsperspektiven für Wien aufgezeigt.
In der Serie „Echt gut“ wurden auch 2025 jeden Samstag Lokale und lokale Produzentinnen und Produzenten vorgestellt, die sich einer nachhaltigen, regionalen Lebensmittelproduktion verschrieben haben. Mit der Rubrik „Echt nah“ suchte die Sendung auch 2025 Orte auf, an denen wir im Alltag immer wieder vorbeikommen, ohne sie bewusst wahrzunehmen.
Weitere Schwerpunkte gab es auch heuer wieder zum Sprachenwettbewerb „SAG’S MULTI“, zum Vienna City Marathon, zum Donauinselfest und zur Vienna Pride.
Weitere lokale Fernsehsendungen der Landesstudios
Am 23. und 24. Dezember stellten im Rahmen von LICHT INS DUNKEL alle Landesstudios in Lokalausstiegen ihre zahlreichen Initiativen und Projekte vor
Am 6. Februar wurde die konstituierende Sitzung des Landtags auf ORF 2 Burgenland übertragen.
Aus dem Landesstudio Niederösterreich gab es 2025 Lokalausstiege zur Gemeinderatswahl am 26. Jänner sowie zur Festveranstaltung anlässlich des Europatages „Erinnern für die Zukunft“ am 8. Mai.
Erfüllung des öffentlich-rechtlichen Kernauftrags
Der ORF Oberösterreich brachte Lokalausstiege zur „Eröffnung Brucknerfest“ (7. September) sowie zum „Jubiläumsjahr 2025 – Festakt 80 70 30“ (2. Oktober).
Das Landesstudio Steiermark produzierte Lokalausstiege zur Gemeinderatswahl (23. März) sowie im Juni zur Gedenkfeier (15. Juni) und zur Gedenksitzung des Landtags (17. Juni) anlässlich des Amoklaufs in Graz.
In regionalen TV-Sondersendungen brachte der ORF Vorarlberg zu den „Vorarlberger Gemeindewahlen 2025“ dieSendungen „Gemeindewahlen 2025 – Vorarlberg hat gewählt (16. März) und „Wahl 25 – die Bürgermeisterstichwahlen in Vorarlberg“ (30. März). Im Sommer präsentierte der ORF Vorarlberg fünf Ausgaben der Reihe „Die ORF Vorarlberg Sommergespräche On Tour“ (25./26./28. August sowie 1./2. September). 2025 wurde eine Stunde mehr Live-Programm für „LICHT INS DUNKEL“ produziert, was in Summe viereinhalb Stunden Live-TV in ORF 2 V bedeutete.
Aus dem Landesstudio Wien gab es anlässlich der Landtags- bzw. Gemeinderats- und Bezirksvertretungswahlen in Wien ein „Wien heute Spezial“ (27. April).
Erfüllung des öffentlich-rechtlichen
Tabelle 29: Lokalausstiege der ORF-Landesstudios
Erfüllung des öffentlich-rechtlichen Kernauftrags
Volksgruppensendungen
Im Burgenland, in Wien, in Kärnten und in der Steiermark kam auch 2025 den Volksgruppensendungen großeBedeutungzu. DieSendungenmit dem größtenStundenanteil waren die wöchentlichen TV-Magazine „Dobar dan Hrvati“ des Landesstudios Burgenland für die burgenlandkroatische Volksgruppe sowie „Dober dan, Koroška“ und „Dober dan, Štajerska“ des Landesstudios Kärnten für die slowenischen Volksgruppen in Kärnten und der Steiermark. Die slowenischen Sendungen werden von der slowenischen Redaktion im Landesstudio Kärnten und einem Mitarbeiter aus dem Landesstudio Steiermark gestaltet. Das Landesstudio Burgenland fungiert nachwievor als Kompetenzzentrum für die Volksgruppen in Ostösterreich. Hier werden nicht nur alle TV-Programme für die Volksgruppen der Kroaten, Ungarn, Roma, Tschechen und Slowaken produziert, sondern auch das österreichweite mehrsprachige Volksgruppenmagazin WIR | ČEŠI, HRVATI, MAGYAROK, ROMA, SLOVÁCI, SLOVENCI. Die Sendungen „Dobar dan Hrvati“, „Adj’ lsten magyarok“, und „Romano Dikipe“ wurden lokal in ORF 2 Burgenland erstausgestrahlt. Die Sendung „Adj’ lsten magyarok“ für die ungarische Volksgruppe wurde zusätzlich auch in ORF 2 Wien gezeigt, dort lief auch die Sendung „České Ozvĕny / Slovenské Ozveny“ für die tschechische und slowakische Volksgruppe. Alle Volksgruppensendungen wurden als Wiederholung auch österreichweit ausgestrahlt. Die mehrsprachige österreichweiteVolksgruppensendung WIR | ČEŠI, HRVATI, MAGYAROK, ROMA, SLOVÁCI, SLOVENCI zeigte jede zweite Woche Einblicke in die Welt der sechs autochthonen Volksgruppen in Österreich.
2.2.1.3 Bundesweit ausgestrahlte ORF-Fernsehprogramme, die individuelle Interessen der Länder berücksichtigen
Die ORF-Landesstudios belieferten 2025 die im nationalen ORF-Programm laufenden Informationssendungen und Nachrichten wie zum Beispiel „Aktuell nach eins“ , „Aktuell nach fünf“ und „Zeit im Bild“ mit Reportagen, Berichten und Live-Elementen aus den Regionen, darüber hinaus aber auch Formate wie „Sommer in Österreich“, „9 Plätze – 9 Schätze“ oder „Heimat großer Töchter und Söhne“
Von den ORF-Landesstudios wieder maßgeblich mitgestaltet wurde auch im Berichtsjahr die Frühsendung „Guten Morgen Österreich“, wöchentlich wird von dort einBlick in eines der neun Bundesländer geworfen.
Des Weiteren produzierten die ORF-Landesstudios auch 2025 wieder viele bekannte und renommierte Sendereihen sowie Einzelsendungen, die im nationalen ORF-Programm ausgestrahlt wurden.
„Österreich-Bild“ (Sonntag, 18.25 Uhr, ORF 2)
Unter dem Titel „Österreich-Bild“ gestalten die neun Landesstudios abwechselnd Dokumentationen, die die schönsten und interessantesten Seiten des Landes vorstellen.
Das Landesstudio Burgenland produzierte ein Porträt über Elfie Semotan „Von Bäumen und Menschen“ (2. März), zwei Feiertags-Österreich- Bilder „30 Jahre Nationalpark Neusiedler See“ (21. April) und „Die kleinste Großstadt der Welt - 100 Jahre Eisenstadt“ (1. Mai). Über die Volksgruppenrechte wurde die Dokumentation „70 Jahre Staatsvertrag - Kampf um die Volksgruppenrechte“ gemeinsam mit dem Landesstudio Kärnten gestaltet (11. Mai), der Welschriesling stand im Mittelpunkt von „Vielfalt im Glas“ (14. September) und anlässlich des 100.Todestages von Wander Bertoni wurde die Doku „Die Poesie der Form - Der Bildhauer Wander Bertoni“ (16. November) produziert. Den „Helfern auf vier Pfoten“ war eine Dokumentation am 14. Dezember gewidmet.
Das Landesstudio Kärnten begleitete in einem Österreich-Bild die Diakonie bei ihrer Arbeit „Ganz nah am Menschen – Die soziale Arbeit der Diakonie“ (12. Jänner) und besuchte „Kärntens Zukunftsschmiede – Verborgene Innovationen aus den Technologieparks“ (23. März). Gemeinsam mit Radfahrern ging es „Mit Zug und Rad durch den Alpen-Adria Raum“ (1. Juni) „Vom Norischen Eisenzur Area Süd“ (3. August)zeigt, wiesichdieRegion voneinem traditionsreichen Industriestandort zu einem modernen Zentrum für Innovation und Technologie gewandelt hat „Pink Lake – Vielfalt am Wörthersee“ (5. Oktober) steht für Akzeptanz in der LGBTIQ-Community. Und das Österreich-Bild am Feiertag machte „Ein Tag mit… - vier Höfe, vier Schicksale, eine Landschaft“ (8. Dezember) eine besondere Reise in die entlegenen Kärntner Bergregionen.
des öffentlich-rechtlichen Kernauftrags
Ausgaben aus Niederösterreich waren „Auftrag Klimaziel – Niederösterreichische Unternehmen auf nachhaltigen Wegen“ (26. Jänner) und „Herrgottszeiten – Johann-Philipps Klosterbesuche“ (30. März), „Niederösterreich erinnert sich – 80 Jahre Zweite Republik“ (15. Juni), „Ein Land als Vermächtnis - die Babenberger und ihr Österreich“ (17. August, WH), „Alt aber gut – Sanieren statt Neubau“ (19. Oktober) und „Ein Herz für Tiere - Tierschutz in NÖ“ (21. Dezember).
Aus dem Landesstudio Oberösterreich kam 2025 für diese Sendereihe „Die Hofübergabe –Alte Äcker, neue Wege“ (26. Februar), „Wanderimker – Den Blüten auf der Spur“ (29. Juni) und „Reges Treiben unter der Erde – Arbeiten in der Tiefe“ (30. November) sowie für „Österreich-Bild am Feiertag“ die Sendungen „Von Stadl-Paura nach Afrika – Wege zu einer gerechten Welt“ (9. Juni) und „Näher mein Gott zu dir – Unterwegs im Zeichen des Erinnerns“ (1. November).
Das Landesstudio Salzburg lieferte für die „Österreich-Bild“-Sendungen die Ausgaben „Schnee auf Knopfdruck – Mehr als nur Unterlage auf der Piste“ (2. Februar), „Die Batterie der Alpen – Das Speicherkraftwerk Limberg III“ (13. April), „Kreativ, modern, mutig –Unternehmerinnen in Salzburg“ (29. Mai, Christi Himmelfahrt), „Ein nationales Monument – 90 Jahre Großglockner Hochalpenstraße“ (13. Juli), „Traditionell Experimentell – Das Jazzfestival Saalfelden“ (27. Juli) und „Neue Wege, alte Kunst – Das Handwerk lebt“ (12. Oktober).
Aus dem Landesstudio Steiermark kamen die „Österreich-Bild“-Ausgabe „Die Bärenschützklamm – Neustart für ein Naturjuwel“ über die Neuerschließung des Naturdenkmals (4. Mai). In der „Österreich-Bild“-Sendung „Wir Kinder – 70 Jahre WIKIKinderbetreuung in der Steiermark“ (6. Juli) wurde anlässlich des 70. Jubiläums des Vereins WIKI die Kinderbetreuung in der Steiermark unter die Lupe genommen. Anlässlich des 40jährigen Jubiläums der Kinderkrebshilfe Steiermark blickte Regisseur Christian Prates in „40 Jahre Kinderkrebshilfe Steiermark – Damit ihr nie alleine seid“ (7. September) auf die Geschichte der Institution zurück. In „Koralmbahn – Nächster Halt: Zukunft“ (9. November) wurde ein ausführlicher Blick auf das Jahrhundertprojekt geworfen. Nach 27 Jahren Bauzeit wurde die Bahnverbindung am 12. Dezember eröffnet.
Den Auftakt im Jahr 2025 machte die Dokumentation „Rebellion und Respekt – Tiroler Straßenkunst“ (9. März), es folgten „Die Zukunft beginnt jetzt – Innsbruck im Zentrum der Quantenforschung“ (18. Mai), „Dagegen! Geschichten des Protests in Tirol“ (20. Juni), „Kaufmann, Kühe und Kultur – Die Tiroler Festspiele in Erl“ (10. August), „Die Kleinen unter den Riesen – Die Tuxer Alpen“ (21. September), „Das Erbe der Jahrhunderte – Tiroler Familienunternehmen im Wandel“ (23. November) und „Hier spielt die Blasmusik – Tirol zwischen Klang & Klischee“ (7. Dezember).
Der ORFVorarlbergzeichnetefürdieAusgaben „Dringend gesucht – wer macht künftig unsere Arbeit?“ (9. Februar), „Ein Dorf rückt zusammen: Leuchtturmprojekt ‚Am Garnmarkt‘ in Götzis“ (6. April), „Im Leben von Hochbegabten – Vorarlbergs gewöhnliche Superhirne“ (22. Juni),
„‚Retten – Schützen – Löschen – Bergen‘ – 150 Jahre Landesfeuerwehrverband Vorarlberg“ (28. September) sowie „Jede Realität beginnt mit einem Traum. 50 Jahre Jazzseminar Dornbirn“ (28. Dezember) verantwortlich. Für „Österreich-Bild am Feiertag“ kamen die Sendungen „Herrschaftliche Ufer: Adel, Macht und Mythen am Bodensee“ (1. Jänner), „Das Märchen der Vorarlberger Auswandererfamilie Drexel“ (6. Jänner), „Stent – Kleiner Eingriff, große Wirkung“ (19. Juni) sowie „Faszination Hubschrauber – Zwischen Himmel und Erde“ (15. August).
Welches Handwerk und welche Philosophie hinter handgemachten Seifen, Parfums und Pflegeproduktensteckt, zeigte „Der Duft von Wien“ (5. Jänner). „Wien am Weg zur Weltklasse – Eine Stadt forscht fürs Leben gern“ (16. März) führte das Publikum in Wiens Labore und Forschungsinstitute im Bereich Biowissenschaften, „Ohrenschmaus – Literatur für alle“ (25. Mai) stellte den außergewöhnlichen Literaturwettbewerb für Menschen mit Lernbehinderung vor. „Sport statt Gewalt – Wie Wiener Vereine Jugendliche vor dem Abgrund retten“ (31. August)stellteVereinevor, dieKindern undJugendlichenMöglichkeitenzeigen, Konflikteohne Gewalt auszutragen. "Wie die Zukunft der Medizin entsteht - Die MedUni Wien baut aus" (2. November) gab Einblick in das riesige Bauprojekt.
„Erlebnis Österreich“ (Sonntag, ca. 16.30 Uhr, Samstag, ca. 16.30 Uhr, ORF 2)
Ebenfalls abwechselnd aus den neun Landesstudios kommt jeden Sonntag sowie alle zwei Wochen am Samstag die Sendung „Erlebnis Österreich“, die Österreich als Heimat und Lebensraum in seiner regionalen Vielfalt vorstellt: Kultur, Geschichte und Tradition, insbesondere regionale und volkskulturelle Entwicklungen, sind die Themen der Sendungen.
Das Landesstudio Burgenland gestaltetefür dieseSendereihe „Unterwegs auf dem BernsteinTrail“ (6. April), das Porträt „Orgeln, Ortsbild, Orchideen. Die vielen Passionen eines Apothekers“ (5. Oktober) und die Dokumentation „Fenster in die Vergangenheit - Archäologie im Burgenland“ (14. Dezember).
Das Landesstudio Kärnten produzierte Dokumentationen über das „Leben im Oberdrautal“ (1. März), „Das Glantal – Juwel zwischen Burgmauern und Weinbergen“ (13. April), „In einer Tonart – MUSIKERfamilien / FAMILIENmusik aus Kärnten“ (29. Juni), „G´sund, und a Flotte drauf“ – 80. Villacher Kirchtag“ (19. Juli), „Das Bleistätter Moor – Vom Moor zum Ackerland zum Moor“ (24. August) und zum Abschluss „70 Jahre Trompetenecho – Kärnten und die Oberkrainermusik“ (9. November)
Die Beiträge aus Niederösterreich waren „Vierkanter im Herzen der Moststraße“ (5. Jänner), „Sagenhaftes Niederösterreich – ein Streifzug“ (12. April) und „Kostbares und Kurioses- eine Reise durch die Welt der Sammler“ (18. Mai), “, „Niederösterreich genießen - der Geschmack der Regionen“ (20. Juli, WH), „Die Freiheit zu gehen - Weitwandern in Niederösterreich“ (2. August, WH) und „Schloss Hof – Prinz Eugen baut seinen Traum“ (21. September) und „Wie Weihnachten schmeckt – süßes Brauchtum in Niederösterreich“ (7. Dezember).
des öffentlich-rechtlichen Kernauftrags
Das Landesstudio Oberösterreich lieferte 2025 die Sendungen „So ein Schmarrn – des Kaisers liebste Speisen“ (26. Jänner), „Über Stock und Stein – Die Wegewarte des Alpenvereins“ (15. März), „Wildnis am Strom – das oberösterreichische Donaubecken“ (30. März), „Gartenparadiese am Inn – Die OÖ Landesgartenschau in Schärding“ (10. Mai), „Heimatforscher – die unterschätzten Historiker“ (25. Mai), „Das Frankenburger Würfelspiel“ (27. Juli), „Zwischen Sensenschmieden und Putenbauern – Leben im OÖ Ennstal“ (16. August), „Alte Liebe rostet nicht – Die wachsende Leidenschaft für Oldtimer“ (28. September), und „Das Steyrtal - Landschaften und Mensch am Fluss“ (21. Dezember) zu
Das Landesstudio Salzburg greift immer wieder regionale Themen auf und strahlte folgende Produktionen aus: „Die rebellische Gräfin – Ein außergewöhnliches Salzburger Frauenleben“ (15. Februar), „Das Unikum vom Wolfgang-see – Die Schafbergbahn“ (1. Mai Staatsfeiertag, Neufassung), und die Neuproduktion „Salzburg, Land der Perchten“ (28. Dezember). Weitere erfolgreicheAusgaben als Wiederholung waren „Der Schatz aus der Tiefe - Heilendes Wasser im Gasteinertal“ (9. März), „Naturjuwel Wallersee – Wo Mensch und Natur sich begegnen“ (11. Mai, WH), „Wo Bio zu Hause ist – Die Heumilchregion im Salzburger Seenland“ (17. August, WH) und „1.100 Jahre Heiliger Wolfgang – Menschen und Legenden am Wolfgangsee“ (30. August, WH) und „So klingt der Himmel – Kirchenmusik im Wandel“ (2. November, WH).
Das Landesstudio Steiermark lieferte u. a. die Folgen „Vom Pölstal in Zirbenland“ (2. Februar), „Das Land in der Stadt: Der Steiermarkfrühling in Wien“ (16. März), „Die Kraft des Wassers –Heilquellen in der Steiermark“ (22. Juni), „Das Raabtal – ein Tal, ein Fluss“ (10. August), „Die Wein-Weltmeister – Von der Steiermark in die weite Welt“ (11. Oktober) und„Auf oststeirischen Erlebnisstraßen“ (23. November).
ORF Tirol zeigte am 12. Jänner „Der Blick der Profis auf Tirol“. Es folgte am 23. März die WH der Dokumentation „Unbekanntes Unterland – Vom Altreier Kaffee zum Kurtascher Plent“, am 1.Juni „Rebellion 1525 bis heute“, am 15. Juni „Queeres Tirol – Wie bunt ist das Heilige Land?“, am 31. August „Sagenhaftes Südtirol – Mystische Berge und Legenden“, sowie am 19.Oktober „Eggers Erbe – Osttirol und die Kunst*.
Der ORF Vorarlberg stellte die Produktionen „Expats – einheimisch werden in Vorarlberg“ (7. Juni) sowie „Wachgeküsst und neubelebt: Das Literaturhaus Vorarlberg – ein Ort reichhaltiger Geschichte(n)“ (27. September) her. Aus dem ORF Vorarlberg zugeliefert wurden „Das Leben – ein Fest. Barockschlösser am Bodensee“ (2. März), „Weltklasse in Götzis – das Leichtathletik-Meeting wird 50“ (4. Mai), „Auf den Hund gekommen – der Vorarlberger zweitliebstes Haustier“ (13. Juli), „Klimawandel in Vorarlberg – Halb so schlimm oder doch gefährlich?“ (7. September), „Landwirtschaft neu gedacht“ (14. September) sowie „Der Zauber der Schubertiade“ (30. November).
„Eine Stadt räumt auf – Wiens Karottenballett“ (16. Februar) aus dem Landesstudio Wien zeigte wie sich die Reinigung der Bundeshauptstadt im Lauf der Geschichte veränderte. „Geschichten am Wasser – 150 Jahre Alte Donau“ (6. Juli) nahm das Publikum mit auf einen
Erfüllung des öffentlich-rechtlichen Kernauftrags
gemütlichen Ausflug über das legendäre Gewässer. Anlässlich des 90. Geburtstags des Wiener Komponisten Kurt Schwertsik wurde das Porträt „Wiener Geschichtn des Kurt Schwertsik“ (3. August) produziert. Zwei Folgen von Erlebnis Österreich widmeten sich künstlerischenThemen: "ImScheinwerferlicht - Die Kunst des Kostüms" (16. November) führte in Theaterwerkstätten, und "Die neue Frau an der Spitze" (6. Dezember) porträtierte die neue Chefin des Wiener Staatsballetts, Primaballerina assoluta Alessandra Ferri.
„Unterwegs in Österreich“ / „Unterwegs beim Nachbarn“ (Samstag, 16.30 Uhr, ORF 2)
Der ORF Kärnten zeigt in seiner Ausgabe „Grenzgeschichte(n) Zwei Städte – eine Kulturhauptstadt“ (13. September), wie Gorizia und Nova Gorica nach einem Blick auf ihre gemeinsame Geschichte an ihrem gemeinsamen Auftritt als Kulturhauptstadt 2025 arbeiten, um einen kulturellen, wirtschaftlichen und touristischen Aufschwung in der Region zu erzielen.
In der Reihe „Unterwegs beim Nachbarn“ zeigte das Landesstudio Niederösterreich “Ein Fluss verbindet- die March zwischen der Slowakei und Niederösterreich“ (8. November).
Eine Produktion dieser Sendereihe kam 2025 aus dem Landesstudio Salzburg: „Im Reich des Watzmann – Winter in Berchtesgaden“ (22. November).
Der ORFSteiermark widmetesichinseinerAusgabevon Unterwegs beim Nachbarn der Reise des Tagliamento vom Mauriapass bis nach Norditalien. „Flussreise an die Adria – Auf den Wellen des Tagliamento“ (24. Mai) zeigte den geheimnisvollen und einzigartigen Fluss in seiner vollen Pracht.
Am 1. Februar wurde die Dokumentation „Film in Tirol – Unterwegs auf Filmsets und Festivals“ ausgestrahlt, es folgte am 5. Juli „Kristallene Zeugen der Eiszeit – Die Seen im Trentino“ und am 20. Dezember wurde die Dokumentation „Craftbeer – der Boom des handgemachten Gestensaft“ wiederholt.
Die Dokumentationen „Hightech-Forschung Bodensee – Bis auf den Grund geheimnisvoll“ (18. Jänner) und „Davos – Vom Tuberkulose-Kurort zur Wissensstadt“ (25. Oktober) steuerte der ORF Vorarlberg bei.
„The Sound of Vienna“ (29. März) zeigte, dass Wien weit mehr ist als Walzerklang und wie gerade Musikerinnen und Musiker mit Migrationsgeschichte die kulturelle Vielfalt Wiens ausmachen. „Jüdisches Wien heute“ (21. Juni) bot Einblicke in die bunte Vielfalt jüdischen Lebens im heutigen Wien.
„Dokumentation am Feiertag“ (Feiertag, ca. 17.35 Uhr, ORF 2)
Die dritte Folge der Salzburger Sendereihe „Im Wandel der Zeit – 3 Familien, 3 Generationen - Saalbach“ (3. Jänner), „Mehr als nur ein Ziel – Pilgern in und durch Salzburg“ (5. März, WH), “Zurück zur Natur“ (26. Juli) und „Der Almkanal – Salzburgs Lebensader“ (26. Juli, WH) wurde
Erfüllung des öffentlich-rechtlichen Kernauftrags
als „Dokumentation am Feiertag“ ausgestrahlt. Zum80-Jahr-Jubiläum derRepublik Österreich produzierte das Landesstudio Salzburg für die Sendereihe „Unser Österreich“ die Dokumentation „Salzburg – Der lange Weg ins bessere Leben“. Anlässlich des 50. Geburtstags und des 20-jährigen Bühnenjubiläums von Herbert Pixner produzierte der ORF Salzburg die Dokumentation „Herbert Pixner – der Meister der alpinen Weltmusik“, die am 11. Oktober ausgestrahlt wurde.
Der ORF Vorarlberg lieferte die Produktionen „Nostalgie am Bodensee: Historische Schiffe und Bahnen im Dreiländereck“ (20. April) sowie „Advent in Vorarlberg“ (8. Dezember).
„Wien tanzt – Die Musik der Familie Strauss“ aus dem Landesstudio Wien eröffnete am 1. Jänner das Strauss-Jahr 2025. „Hachschara – Israels Pioniere aus Österreich“ (8. Juni) stellte noch lebende Zeitzeuginnen und -zeugen vor, die maßgeblich daran beteiligt waren, Israel (wieder) zu besiedeln und den Grundstein für den modernen jüdischen Staat legten.
Sonstige Zulieferungen der Landesstudios an das nationale Programm
Anlässlich der burgenländischen Landtagswahlen 2025 fand am 9. Jänner die national auf ORF 2 ausgestrahlte Diskussion der Spitzenkandidaten statt. Am 19. Jänner wurde die vierstündige Wahlsendung national in ORF 2 ausgestrahlt. Anlässlich des Jubiläums 80 Jahre Republik wurde „Unser Österreich: Burgenland - vom Rand in die Mitte Europas“ (13. Mai) gestaltet und den großen burgenländischenKulturevents war dieProduktion „Geisterschiff und Discofieber - der burgenländische Festivalsommer“ (19. Juni) gewidmet.
Das Landesstudio Kärnten lieferte ein Best-of der Faschingssendung „Mini Lei Lei“ (3. März) mit Nachwuchskünstlerinnen und -künstlern des Villacher Faschings sowie eine Faschingssendung „Narrisch guat“ (1. März). Das „Wenn die Musi spielt Sommer Open Air“Musikspektakel in Bad Kleinkirchheim wurde am 18. Jänner in Zusammenarbeit mit dem ORF Kärnten in ORF 2 ausgestrahlt, ebenso die „Sommer Musi“ am 14. Juni. 3sat sendete in Kooperation mit dem ORF Kärnten die „49. Tage der deutschsprachigen Literatur“ live aus dem ORF-Theater in Klagenfurt (25. bis 29. Juni).
Anlässlich der Eröffnung der Koralmbahn gab es eine nationale TV-Livesendung der beiden Landesstudios Kärnten und Steiermark von 9.30 Uhr bis 13 Uhr. In Doppelmoderation führten Renate Rosbaud und Bernd Radler durch die Sendung. Neben Experten im Studio in Graz gab es auch Schaltungen zu den Festveranstaltungen in die Bahnhöfe von Graz und Klagenfurt, sowie in den fahrenden Premierenzug von Graz nach Klagenfurt. Roter Faden der Sendung war die Geschichte der Koralmbahn von den ersten Plänen bis zum Betriebsstart, Analog dazu gab es ein, von beiden Landesstudios gestaltetes Radio-Liveprogramm von 9 bis 16 Uhr. Auch hier meldeten sich die Moderatoren Siegrid Hroch und Martin Weberhofer aus den Bahnhöfen inklusive Reportagen rund um die neue Bahnstrecke. Von beiden
Erfüllung des öffentlich-rechtlichen Kernauftrags
Landesstudios Kärnten und Steiermark wurde auch die Morgensendung vom Studio in Klagenfurt aus moderiert.
Auch 2025 produzierte der ORF Niederösterreich das 25-minütige TV-Magazin „Land und Leute“ über Landwirtschaft und den ländlichen Raum, das alle zwei Wochen samstags ausgestrahlt wird. Schwerpunkte sind innovative Projekte und die Lebensmittelversorgung als Brücke zum Konsumenten, genau wie das Leben im ländlichen Raum bis hin zu nachhaltigen Themenbereichen wie Klima, Umwelt, Gesundheit und Ernährung, aber auch Traditionen, Handwerk und Naturlandschaft. Weiters kam die Dokumentation „Unser Österreich: NIEDERÖSTERREICH - Weites Land, bewegtes Erbe“ (6. Mai) aus dem Landesstudio.
Aus Oberösterreich kamen 2025 die Dokumentation zum Jubiläum der Zweiten Republik „Oberösterreich – geteilt, geeint, gewachsen“ (19. Mai) sowie „9 Plätze, 9 Schätze – So schön ist Österreich“ (9. August), „Urban Pulse – Der Herzschlag einer Stadt“ zur Linzer Klangwolke (8. September) und „Weihnachten mit dem ORF-Friedenslicht“ (23. Dezember).
Das Landesstudio Salzburg produzierte im Februar 2025 die Ski-WM in SaalbachHinterglemm, bei der aus einem eigenen Studio in Hinterglemm täglich von der Ski-WM berichtet wurde. Von Ende Mai bis Ende Juni wurden die vier Folgen „Das KartoffelGeheimnis“, die für den ORF KIDS-Kanal produziert wurden, auf ORF 1 ausgestrahlt. Die von Mai bis September neu für den ORF KIDS-Kanal produzierten zwei Folgen „Die flotte Karotte“ gingen am 4. bzw. 11. Oktober online. Das im Juli 2025 aufgezeichnete Konzert von Herbert Pixner, folkshilfe und Anna Buchegger wurde am 27. September national in ORF 1 ausgestrahlt. Zur Feststpielzeit in Salzburg wurde der „Festakt zur Eröffnung der Salzburger Festspiele“ (26. Juli, ab 10.40 Uhr) auf ORF 2 live übertragen und heuer fünf Ausgaben der Sendung „JedermannJedefrau – das Salzburger Festspielmagazin“ (25. Juli, 1. August, 8. August, 15. August und 22. August) produziert. Im Mai wurde das Konzert „WANDA & Special Guest Christine Stürmer“ als Open Air vom Salzburger Residenzplatz erstmals vom ORF Landesstudio Salzburg live als Stream übertragen und am 10. Mai national auf ORF 1 ausgestrahlt. Die ORF Salzburg-Redakteurin Gabi Kerschbaumer erhielt für ihre Dokumentation „Die Annehmkinder – Die Kinder, die zu viel waren“ den „Fernsehpreis der Erwachsenenbildung 2025“ sowie den „US International Award in Silber 2025“. Ihre neue Produktion „Er war weg und ich war da – Die amerikanischen Besatzungskinder in Salzburg“ wurde im Oktober im Landesstudio einem breiten Publikum vorgestellt und am Nationalfeiertag, 26. Oktober auf ORF 2 national ausgestrahlt. Mitte Dezember fand die Präsentation der Dokumentation „The Sound of Music – Die wahre Geschichte“ im Publikumssaal statt und wurde am 20., 22. und 26. Dezember national ausgestrahlt.
Am Faschingsdienstag zeichnete das ORF-Steiermark-Team für die ORF-2-Live-Übertragung des Faschingsumzugs − „Das Steirerland im Narreng’wand“ (4. März) verantwortlich. Weiters brachte ORF 2 am 23. März von 14.55 bi 16.00 Uhr und von 17.55 bis 18.20 Uhr die Sendung
des öffentlich-rechtlichen Kernauftrags
“Wahl 25 – Gemeinderatswahlen in der Steiermark“. Am Karsamstag (19. April) gab es die Sendung „ÖsterlicheSegensfeier –GemeinsamOsterspeisensegnen“. Darüber hinauszeigte ORF 2 drei neue Folgen von „Österreich vom Feinsten“ im Hauptabend: Hans Knauß ging wieder auf Entdeckungsreisen und erkundete das „Burgenland – Von Rust und Mörbisch bis Illmitz“ (29. Mai), „Osttirol – Entlang der Lienzer Dolomiten“ (22. September) und „Oberösterreich – Rund um Bad Ischl“ (1. November). Auch „Das Narzissenfest 2025 − Die Blumenpracht aus dem Ausseerland“ (9. Juni) war wieder in ORF 2 zu erleben, ebenso „Biedermeierfest von Bad Gleichenberg“ (22. Juni). Im Juni erschütterte ein Amoklauf am Grazer BORG Dreierschützengasse die Steiermark. Der ORF Steiermark produzierte drei ProduktionenzumGedenkenan die Opfer undBetroffenen - „Wir halten zusammen“ (15. Juni), „Gedenksitzung des steirischen Landtags für die Opfer des Amoklaufs“ (17. Juni) und „Interreligiöse Gedenkfeier aus den Grazer Dom“ (17. Juni).
Am 4. Oktober präsentierte Norbert Oberhauser zum sechsten Mal „Aufsteirern − Die Show der Volkskultur“ und damit österreichische und internationale Stars aus der Pop-, Rock- und Schlagerbranche sowie volkskulturelle Gruppen aus der Steiermark. In „Der Südsteirische Winzerzug“ (12. Oktober) lud der ORF Steiermark zu den schönsten Momenten des 57. Weinlesefests in Gamlitz in ORF 2 ein. Weiters kam aus der Steiermark die nationale LiveÜbertragung „Steirischer Harmonikawettbewerb 2025“ (8. November). Das steirische Landesstudio produzierte zudem die Übertragung der 18. „ORF Steiermark Klangwolke“ mit dem Styriarte-Höhepunkt „Gustav Holst, Jessie Montgomery, John Williams: „UNENDLICHE WEITEN““ (ORF III, 11. Juli und 3sat, 27. Juli). Jeweils am 12. Oktober präsentierte der ORF Steiermark auf ORF III das Konzert „Herbert Pixner meets Grazer Philharmoniker“ und „30 Jahre ‚Scurdia – Markus Schirmer & Friends‘“.
Die Wiederaufnahme der Produktion „Der zerbrochene Krug“ bei den Tiroler Volksschauspielen wurde vom ORF Tirol Ende Juli aufgezeichnet und war am 14. September, 22.28 Uhr, in ORF III zu sehen. Eine Aufzeichnung der Passionsspiele Erl wurde vom 29. bis 30. August im dortigen Festspielhaus erstellt. Das genaue Sendedatum in ORF III, rund um Ostern 2026, ist noch in Klärung. „9 Plätze 9 Schätze“ machte heuer eine sommerliche Tour durch dieBundesländer. Am 30. August, wurde die TirolAusgabe „So schön ist Tirol“ um 18.20 Uhr, in ORF 2, ausgestrahlt. Weiters zu erwähnen: Eine bunte Palette von Inhalten und LiveEinstiegen für die turnusmäßigen Tirol-Wochen im Rahmen von „Guten Morgen Österreich“. Am 17. September wurde die zweite Ausgabe von „2 in Tirol – Heimat neu entdecken“ um 20.15 Uhr in ORF 2 ausgestrahlt, wieder moderiert von Victoria Swarovski und Oliver Polzer. Für „9 Plätze 9 Schätze“ begab sich Daniela Schmiderer erneut auf die Vorab-Suche durch Tirol, das Landesstudio lieferte die Beiträge für die Vorauswahl sowie den Finalisten.
Für ORF III entstand „Sound@V – der Musikpreis des ORF Vorarlberg 2025“ (18. Juli). Im Rahmen der „Bregenzer Festspiele“ übertrug der ORF Vorarlberg live die „Eröffnung der Bregenzer Festspiele 2025“ (16. Juli) in ORF 2 und 3sat. Hinter die Kulissen blickte das „Bregenzer Festspielmagazin“ (18. Juli) in ORF 2, die Produktion „Der Freischütz –Festspielfieber am Bodensee“ (12. Juli) wurde ebenfalls in ORF 2 übertragen. Für ORF III
Erfüllung des öffentlich-rechtlichen Kernauftrags
produzierteder ORFVorarlberg dieHausoper „Oedipe“ (10. August). Aus dem ORFVorarlberg kam weiters die vorweihnachtliche Sendung „Advent in Vorarlberg“ für ORF 2 (8. Dezember), 3sat (13. Dezember) und ORF III (20. Dezember). Der ORF Vorarlberg lieferte außerdem die Sonderproduktionen „Höhepunkt eines royalen Lebens – Fürst Hans-Adam II. von und zu Liechtenstein“ (16. Februar), „Unser Österreich - Vorarlberg – ‚Nit lugg lo!‘ – Nicht aufgeben!“ (20. Mai) anlässlich 80 Jahre Zweite Republik sowie „9 Plätze – 9 Schätze: So schön ist Österreich – Vorarlberg“ (12. Juli) zu. An Sondersendungen wurden in ORF III drei nationale Gottesdienste im Fernsehen übertragen: „TV-Gottesdienst aus Götzis“ (15. Juni), „TVGottesdienst aus Bregenz“ (13. Juli) und „TV-Gottesdienst aus Feldkirch“ (15. August). Der ORF Vorarlberg zeigte in ORF SPORT + zwei Live-Fußballspiele (2. Liga) und acht LiveHandballspiele (HLA). Darüber hinaus übertrug der ORF Vorarlberg das „HypoMehrkampfmeeting“ in Götzis (31. Mai und 1. Juni), das „Tischtennis Top-12-Turnier“ in Rankweil (8. Dezember) und den „Fußball-Legendencup“ in Hard (20. Dezember) auf ORF SPORT + live. Auch wurden mehrere ausführliche österreichweite Zusammenfassungen wie „Der Weiße Ring“ in Lech-Zürs am Arlberg (26. Jänner) und vom „Rad Grand Prix Vorarlberg“ (1. Mai) für ORF SPORT +zugeliefert. Anlässlich des 50. Jubiläums des Internationalen HypoMehrkampfmeetings in Götzis produzierte der ORF Vorarlberg für ORF 2 die „Erlebnis Österreich“-Dokumentation „Weltklasse in Götzis – das Leichtathletik-Meeting wird 50“ (4. Mai) und lieferte zudem für ORF 1 die Zusammenfassungen des „Sparkasse-3-Länder-Marathons“ (12. Oktober). Für „Guten Morgen Österreich“ gab es aus dem ORF Vorarlberg von 7. bis 10. Jänner, von 3. bis 7. März, von 14. bis 18. Juli, von 22. bis 26. September sowie von 1. bis 5. Dezember 2025 Zulieferungen ans nationale Programm.
Für die Doku-Reihe „Unser Österreich“ produzierte das Landesstudio Wien die Folge „Wien –Vom Trümmerfeld zur Weltstadt“ (5. Mai), die zum 80 Jahr-Jubiläum der Zweiten Republik ausgestrahlt wurde. Für das Format lieferte das Landesstudio seine Folge „9 Plätze 9 Schätze – So schön ist Wien“ (6. September) ins nationale Programmvon ORF 2, diedie Zuseherinnen und Zuseher auf eineFiakerfahrt zu einigen der bestenPlätze derBundeshauptstadt mitnahm. Im Rahmen der Produktion der Licht ins Dunkel-Sendungen bot das Landesstudio Wien 2025 auch die Möglichkeit eines redaktionellen Praktikums für einen Mitarbeiter der Inklusiven Lehrredaktion des ORF an.
„Mei liabste Weis“ (Samstag, 20.15 Uhr, ORF 2)
Am 5. April wurden die musikalischen Wünsche von Franz Posch und seinen Musikantinnen und Musikanten im Berggasthaus „Grander Schupf“ in St. Johann in Tirol erfüllt, am 10. Mai im Dorfwirt-Schönleitn am Faaker See in Kärnten, und am 11. Oktober kam „Mei liabste Weis“ live aus dem Kulturstadel in Großschönau/Niederösterreich. Die Sendung „Mei liabste Weihnachtsweis“ im Rahmen von LICHT INS DUNKEL brachte am Heiligen Abend, 24. Dezember, um 21.45 Uhr, ORF 2, Besinnlichkeit und weihnachtliche Stimmung aus dem ORF Landesstudio Tirol in die Welt.. Am 26. Dezember, 17:55 Uhr, wurde die neue Sendung „Mei liabste Weis – Auf neue Weis“ ausgestrahlt, moderiert von Diana Foidl und Franz Posch.
2.2.1.4 Programme, die der Förderung der österreichischen Identität sowie der österreichischen künstlerischen und kreativen Produktion dienen
Der ORF ist gemäß § 4 Abs. 1 Z 3 ORF-G zur „Förderung der österreichischen Identität im Blickwinkel der europäischen Geschichte und Integration“ verpflichtet. Weiters ist der ORF gemäß § 4 Abs. 1 Z 6 ORF-G dazu angehalten, die österreichische künstlerische und kreative Produktion angemessen zu berücksichtigen und zu fördern.
Von diesen beiden Zielsetzungen geleitet, widmete der ORF im Jahr 2025 70,4% (2024: 69,5%) seiner Sendezeit Produktionen, die entweder inhaltlich dazu geeignet sind, die österreichische Identität zu fördern, und/oder in Österreich produziert wurden und somit zur Förderung der österreichischen künstlerischen und kreativen Produktion beitragen. In der Primetime (18.00 bis 22.00 Uhr) betrug der Anteil der Sendungen mit Österreichbezug 2025 88,5% der Sendezeit (2024: 87,9%). Werbesendungen und Programm-Trailer wurden nicht mitgezählt und fallen demgemäß nicht in die Berechnungsgrundlage.
Abbildung 1: Österreichbezug 2025
2.2.2 ORF 2 Europe (ORF 2E)
ORF 2Europe (ORF 2E)strahlt das Fernsehprogrammvon ORF 2 zeitgleich, unverändert und unverschlüsselt via Digitalsatellit aus, sofern der ORF die Senderechte besitzt. Eine vollständige Übernahme von ORF 2 ist aus lizenzrechtlichen und finanziellen Gründen nicht immer möglich, weil einzelne Senderechte für eine unverschlüsselte Verbreitung entweder nicht erwerbbar oder zu teuer sind. Statt dieser Sendungen gibt es derzeit Hinweise auf das folgende Programm und Teletextinfos. 2025 konnte wieder der Großteil des Angebots von ORF 2 unverschlüsselt für Europa ausgestrahlt werden. Mit ORF 2E können Urlaubende, Geschäftsreisende undAuslandsösterreicherinnen und -österreicher Aktuelles aus der Heimat erfahren. Zudem stellt ORF 2E eine europaweite repräsentative audiovisuelle Vertretung Österreichs dar – es macht Europa mit österreichischen Themen und der österreichischen Lebensart bekannt und ermöglicht interessierten Europäerinnen und Europäern, das politische, kulturelle und gesellschaftliche Geschehen in Österreich unmittelbar zu erfahren und zu erleben.
ORF 2E strahlt sämtliche Informations- und Serviceformate von ORF 2 aus, u. a. alle „Zeit im Bild“-Ausgaben, das neue Format „ZIB Talk“, „Guten Morgen Österreich“, „Aktuell nach eins“, „Aktuell nach fünf“, „Report“, „DAS GESPRÄCH“ mit Susanne Schnabl“, „Pressestunde“, „kulturMontag“, „kreuz&quer reportagen“, „Menschen & Mächte“, „Eco“ oder „Thema“, „konkret“, „Bewusst gesund“ und „Bürgeranwalt“.
Zusätzlich zu den Qualitätsprogrammen aus den Bereichen Information, Wissenschaft, Religion und Kultur wird über ORF 2E auch österreichische Unterhaltung geboten – sei es mit österreichischen Filmen und Serien oder Unterhaltungssendungen. Ausgestrahlt wird ORF 2E von ca. 6.00 Uhr bis ca. 00.00 Uhr. Das Teletext-Angebot mit den aktuellen Schlagzeilen und Meldungen aus Österreich ist rund um die Uhr, also auch in den programmfreien Nachtstunden, abrufbar.
ORF 2E ist unverschlüsselt über den Digitalsatelliten Astra in Österreich zu empfangen und ist seit mehr als 20 Jahren der lineare Ausstrahlungskanal für die Angebote des ORF mit Österreichischer Gebärdensprache (ÖGS) für gehörlose Zuseherinnen und Zuseher. Das bedeutet, dass Gebärdendolmetscherinnen und -dolmetscher die ganze Sendung live in Gebärdensprache übersetzen. Die Zahl der Sendungen, die auf ORF 2E in ÖGS angeboten werden, steigt vonJahrzuJahr. Details zudenSendungenmit Gebärdensprachesiehe Kapitel „Barrierefreie Angebote im ORF“.
des öffentlich-rechtlichen
2.2.3 ORF III Kultur und Information
ORF III Kultur und Information versteht sich gem. § 4c ORF-G nach Maßgabe der wirtschaftlichenTragbarkeit als Fernseh-Spartenprogrammmit den SchwerpunktenKultur und Information. 2025 warfür ORFIII ein herausforderndes Jahr, das erfolgreichgemeistert wurde.
Hervorzuheben ist die umfassende Live-Nachrichtenstrecke „ORF III AKTUELL“. Darüber hinaus widmeten sich zahlreiche Sondersendungen intensiv dem innenpolitischen Geschehen. Zu den prägenden Informationsschwerpunkten des Programmjahres 2025 zählten zudem die Berichterstattung über die Regierungsbildung zu Jahresbeginn sowie ein thematischer TV-Fokus zum Tod von Papst Franziskus am Ostermontag.
Fortgesetzt wurden imJahr 2025 die wöchentlichen Live-Übertragungenvon katholischen und evangelischen Gottesdiensten unterschiedlicher Kirchengemeinden.
Mit Programmschwerpunkten würdigte ORF III 2025 verstorbene Persönlichkeiten, die das Land prägten, darunter Heinz Nußbaumer, Otto Schenk, Peter Rapp, Waltraut Haas, Claus Peymann sowie Harald Serafin.
Erlebnis Bühne
Zum Jahresauftakt zeigte „Erlebnis Bühne“ das „Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker 2025“ am 1. Jänner im Hauptabend.
Im ersten Quartal präsentierte „Erlebnis Bühne“ herausragende Opern- und Konzertproduktionen, darunter die Mozartwoche mit Rolando Villazón (26. Jänner), das 125Jahr-Jubiläumskonzert der Wiener Symphoniker (9. März) oder das Galakonzert von Andreas Schager (23. März) aus dem Musiktheater Linz.
Im Kultursommer bot ORF III ein vielfältiges Programm aus Klassik, Oper, Musical und OpenAir-Events: Höhepunkte, großteils als Live-Sendungen, waren u. a. das Konzert „Klassikstars am Traunsee 2025“ (6.Juli) mit dem Bruckner-Orchester Linz, die Opernpremiere von Wagners „Der fliegende Holländer - Aus dem Steinbruch St. Margarethen“ (9. Juli), „,Unendliche Weiten‘ - Holst und Williams von der Styriarte 2025“ (11. Juli), „Von den Bregenzer Festspielen: Œdipe“ (10. August), Lehárs Operette „Aus der Sommerarena Baden: Giuditta“ (3. August) sowie „Stars in Gars – Clemens Unterreiner and Friends“ (10. August) mit Größen aus Klassik, Musical und Pop. Weiters auf dem ORF-III-Spielplan: das RSOKonzert „Vom Carinthischen Sommer: West Side Stories“ (24. August), die Salzburger Festspiele mit u. a. „Mozarts c-Moll Messe aus Salzburg“ (17. August) und Henzes „Aus Salzburg: Das Floß der Medusa“ (22. August) sowie als glanzvoller Abschluss das „Wiener Staatsopern-Air“ (7. September), das mit Stars wie Jonas Kaufmann und Elīna Garanča rund 160.000 Zuseherinnen und Zuseher erreichte. Weitere Höhepunktewaren „Kabarett unter Sternen – Die Tafelrunde Open-Air“-Ausgaben aus Melk (7. Juli), Güssing (28. Juli) und
Langenlois (18. August), die Übertragung des Open-Air-Konzerts „Falco – Coming home to Purkersdorf again“ (30. August) u. v. m.
Am 25. Oktober feierte ORF III den 200. Geburtstag von Johann Strauss mit einem ganztägigen Programm. Den Auftakt bildete „Erlebnis Bühne: Wien tanzt – Die Musik der Familie Strauss“, gefolgt von der Operette „Die Fledermaus“ aus der Wiener Staatsoper. Am Vormittag und Nachmittag liefen Filme und Operettenverfilmungen wie „Ewiger Walzer“, „Johann Strauß – Der König ohne Krone“, „Wiener Blut“, „Eine Nacht in Venedig“ und „Die Fledermaus“ mit Peter Alexander, Marianne Koch und Marika Rökk. Im Hauptabend porträtierte „Erlebnis Bühne“ Strauss’ Aufstieg vom Wiener Vorstadtleben zum Weltruhm, ergänzt durch Einschätzungen zeitgenössischer Dirigenten. Danach zeigte ORF III die Neuinszenierung von „Wiener Blut“ aus Linz und den vierteiligen Fernsehfilm „Die StraußDynastie“.
Am 23. November 2025 wurde zum 26. Mal der NESTROY-Theaterpreis verliehen. ORF III übertrug die Gala live-zeitversetzt aus dem Wiener Volkstheater. Den Auftakt bildete der „Red Carpet“. Im Rahmen der Gala wurden 46 Nominierte in 13 Kategorien ausgezeichnet
Zu den musikalischen Höhepunkten des Weihnachts- und Silvesterprogrammes zählten das „Christtagskonzert aus Bad Ischl“ (25. Dezember), das Konzert „Jonas Kaufmann: Mein Weihnachten“ (26. Dezember) sowie die traditionelle, live-zeitversetzte Silvesterübertragung der Operette „Aus der Wiener Staatsoper: Die Fledermaus 2025“ (31. Dezember). Zur besinnlichen Einkehr luden die Übertragungen festlicher Live-Gottesdienste, darunter ein evangelischer Gottesdienst aus Wien-Simmering am Stefanitag (26. Dezember) sowie ein „Katholischer Gottesdienst zum Fest der Heiligen Familie aus Faistenau in Salzburg“ (28. Dezember).
Zeitgeschehen und Zeitgeschichte
„ORF III AKTUELL“ berichtet werktags umfassend in einer mehrstündigen Live-Sendung über das aktuelle Innen- und Außenpolitikgeschehen. Am Vormittag (9.30 bis 13.00 Uhr) sowie in der Abendausgabe „ORF III AKTUELL am Abend“ (19.18 Uhr) ergänzt das Format die Berichterstattung um Analysen, Interviews und Reportagen. Seit Herbst 2020 informiert die Sendung kontinuierlich über nationale und internationale Entwicklungen. Das Format deckt Top-Storys, Interviews, Reportagen, Live-Schaltungen und Pressekonferenzen ab und wirft regelmäßig einen Blick in die Bundesländer.
Die Übertragungen des National- und Bundesrats blieben weiterhin fixerBestandteil des ORFIII-Informationsangebots. Zusätzlich zu den Regelformaten „Politik live“ und „Runde der ChefredakteurInnen“ fanden 2025 bereits zum siebenten Mal die bewährten „Sommer(nach)gespräche“ statt. Lou Lorenz-Dittlbacher analysierte darin gemeinsam mit Expertinnen und Experten sowie Beobachterinnen und Beobachtern die Auftritte der Parteichefinnen und -chefs in den ORF-2-„Sommergesprächen“.
Erfüllung des öffentlich-rechtlichen Kernauftrags
Seit Mitte September ist die ORF-III Diskussionssendung „zur SACHE“ statt freitags am Mittwoch um 22.30 Uhr zu sehen. Einmal pro Monat steht alternierend das bewährte Diskussionsformat „Runde der ChefredakteurInnen“ auf dem Programm.
Im Jahr 2025 knüpfte die Programmschiene „zeit.geschichte“ erneut an historische Schwerpunkte und Jubiläen an und leistete mit ihren Dokumentationen einen bedeutenden Beitrag zur österreichischen Erinnerungskultur.
Am 8. Mai gestaltete ORF III ab 8.35 Uhr einen Schwerpunkt zum Tag der Befreiung. Den Auftakt bildete die Neuproduktion „Projekt Marmor – Das KZ-Außenlager in Peggau“, gefolgt von der Dokumentation „Gegen den Befehl – Zivilcourage am Ende des Zweiten Weltkriegs“ und mehreren Folgenvon Hugo Portischs Historienreihe „Österreich II“. Höhepunkt des Tages war das „Fest der Freude“ am Wiener Heldenplatz mit Festakt und Konzert der Wiener Symphoniker, anschließend zeigte ORF III die Neuproduktion „Österreich 1945 – Zwischen Katastrophe und Neubeginn“.
ORF III präsentierte am 3. September im Rahmen einer Kooperation mit dem „Haus der Geschichte Österreich“ die Neuproduktion „Schicksalstage Österreichs – 2015: Die große Flucht“ und diskutierte die Dokumentation anschließend mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen sowie Expertinnen und Experten. Die „zeit.geschichte“-Produktion berichtete über zentrale Ereignisse der Fluchtbewegung 2015 und feierte ihre TV-Premiere am 6. September.
Am 26. Oktober gab es zum Auftakt die Dokumentation „Der Nationalfeiertag und seine Geschichte“ und einen Live-Gottesdienst aus der Salzburger Kapuzinerkirche.
ORF III widmete sich in einem Programmschwerpunkt rund um die Gedenktage an die Novemberpogrome 1938 der Geschichte und Gegenwart des jüdischen Wiens sowie der Verfolgung und Vertreibung während des Nationalsozialismus. Gezeigt wurden Premieren wie der zweiteilige „Erbe Österreich“-Film „Das jüdische Wien – mit Danielle Spera“ (4. und 11. November), die Museumssendung „Aus dem Rahmen – Das Jüdische Museum Wien“ (4. November) und „Geschichte Heute – Österreichs vertriebene Genies“ (8. November), ergänzt durch Dokumentationen über jüdische Familien, Exil und Kulturverlust. Weitere Beiträge beleuchteten u. a. die Flucht nach China, Exil-Künstler wie Hugo Wiener und Hermann Leopoldi sowie die Vertreibung von Österreichs wissenschaftlicher und kultureller Elite.
Weitere Themenschwerpunkte und Spezialsendungen
2025 präsentierte ORF III zahlreiche weitere Themenschwerpunkte und setzte die Dokureihe „Österreich – Die ganze Geschichte“ fort, die die zentralen Entwicklungen der rot-weiß-roten Historie anschaulich darstellt. Zum Jahreswechsel 2024/2025 startete die zweite Staffel, die sich dem 19. Jahrhundert widmete, und wurdevon27. Dezemberbis 3. Jänner in Doppelfolgen ausgestrahlt. Staffel drei, gesendet im Mai, beschäftigte sich mit den Jahren 1918 bis 1955 und behandelte die Gründung der Ersten Republik, Austrofaschismus, NS-Herrschaft, den ZweitenWeltkrieg, dieBesatzungszeit und denStaatsvertragvon1955. DiefinalevierteStaffel
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(28., 29. und 30. Dezember 2025sowie 3. und 4. Jänner 2026, jeweils in Doppelfolgen) deckte die Jahre 1955 bis 1995 ab, von der Zweiten Republik über das Wirtschaftswunder, gesellschaftliche Reformen und Umweltbewegungen bis hin zum EU-Beitritt Österreichs.
Der ORF III-Programmschwerpunkt zum Hahnenkamm-Rennwochenende 2025 startete am 24.Jänner und bot Filmporträts heimischer Skilegenden.
Am 27. Jänner, dem Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust, gestaltete ORF III einen 13-teiligen Thementag mit u. a. Dokumentationen wie „Vom Überleben in Auschwitz“ und „Auschwitz vor Gericht“.
Im Rahmen des ORF-Schwerpunkts „Ski-WM 2025 in Saalbach“ zeigte ORF III weitere Dokumentationen über Skiikonen sowie in „Erlebnis Bühne“ das Musical „Skiverliebt“ (16. Februar) aus dem Salzburger Landestheater.
Anlässlich des dritten Jahrestags des Ukraine-Kriegs widmete ORF III dem Thema einen umfassenden Programmschwerpunkt, u. a. mit der Reihe „Putins Russland“ (15. Februar). Im Rahmen des „ORF III Themenmontag“ sowie eines „zeit.geschichte“ Abends wurden ebenso Dokumentationen wie etwa „Tatort Ukraine - Frauen im Krieg“ (22. Februar) oder „20 Tage in Mariupol“ (22. Februar) ausgestrahlt.
Als Teil der Berichterstattung zur deutschen Bundestagswahl zeigte der Sender am 20. Februar die TV-Elefantenrunde unter dem Titel „ORF III AKTUELL Spezial: Entscheidung in Deutschland“.
Zum Wiener Opernball gestaltete ORF III ab 11. Februar ein umfangreiches Programmspecial mit Dokumentationen, Operetten, historischen Rückblicken und Themenschwerpunkten. Den Fasching selbst feierte ORF III mit einem kompakten Programmschwerpunkt aus Dokumentationen, Archivmaterial und Kabarettsendungen.
Der Sender begleitete die Fastenzeit 2025 mit Live-Gottesdiensten, beginnend am 5. März mit dem „Evensong zum Aschermittwoch“ in Bischofshofen, gefolgt von Fastensonntagsmessen am 9. und 30. März sowie einem ökumenischen Gottesdienst am 30. März in Oberwart. Ergänzend übertrug ORFIII regelmäßigkatholische und evangelische Gottesdienste, darunter am 18. Februar einen Gedenkgottesdienst nach dem Terroranschlag in Villach.
Anlässlich des Weltfrauentags widmete ORF III am 8. März sein Programm außergewöhnlichen Frauenpersönlichkeiten, mit Porträts, Dokumentationen und Neuproduktionen, etwa über Gerlinde Kaltenbrunner, Louise Piëch, Margarete SchütteLihotzky und Freda Meissner-Blau. Am 9. März setzte der Sender den Schwerpunkt mit einem Porträt überKünstlerinnen derWienerModernefort. Abgerundet wurde dieAktionam13. März mit dem Konzert „Starke Stimmen, starke Frauen“ im Rahmen von „Soundcheck Österreich“.
des öffentlich-rechtlichen Kernauftrags
Der Welt-Down-Syndrom-Tag fand am 21. März in „ORF III AKTUELL“ und „Kultur Heute“ besondere Beachtung.
In der Osterzeit präsentierte ORF III das Schwerpunktprogramm „Ostern für alle“, das von 13. bis 21. April Konsumthemen – etwa „Die Tricks mit Ferrero – Nutella, Yogurette & Co. im Check“ (14. April) – ebenso umfasste wie Kultur- und Geschichtsbeiträge, traditionelle Gottesdienste und klassische Konzerte. Die traditionellen Osterhöhepunkte in ORF III bildeten die Live-Übertragungen der Gottesdienste: der Palmsonntagsgottesdienst aus Hartberg (13. April), die Abendmahlfeier aus der Salzburger Benediktinerabtei Michaelbeuern am Gründonnerstag (17. April), die Karfreitagsliturgie (18. April), die Osternacht aus dem Salzburger DomamKarsamstag(19. April)sowie derevangelischeGottesdienst aus Oberwart am Ostermontag (21. April). Musikalische Höhepunkte waren das Friedenskonzert mit Riccardo Muti aus Aquileia (13. April), das Osterkonzert der Wiener Symphoniker aus Triest (20. April) sowie Formate wie „ZeitenBlicke“ und „Miteinander – Füreinander“, die Gedanken und Rückblicke zu Ostern präsentierten.
Nach dem Todvon Papst Franziskus am 21. April 2025 widmete ORF III einen umfangreichen Programmschwerpunkt seinem Leben, Pontifikat und der anstehenden Papstwahl, darunter Spezialausgaben von „ORF III AKTUELL“, Dokumentationen wie „Mensch Franziskus!“ und Live-Gottesdienste aus dem Stephansdom. Ergänzt wurden die Beiträge durch Diskussionen über die Zukunft der Kirche in „zur SACHE“ und „Warten auf den neuen Papst“ sowie thematische Produktionen zu Vatikan, Diplomatie und historischen Ereignissen, die auch im Rahmen eines „zeit.geschichte“-Schwerpunkts gezeigt wurden.
ORF III begleitete die Wiener Gemeinderats- und Bezirksvertretungswahlen am 27. April 2025 mit dem Schwerpunkt „Wahl 25“ vom 7. bis 11. April, in dem täglich die Spitzenkandidatinnen und -kandidaten der SPÖ, ÖVP, FPÖ, Grünen und NEOS in der Sendung „Wahl 25 –Entscheidung in Wien“ interviewt wurden. Die Parteivorstellungen wurden durch Hintergrundinformationenvon Politikwissenschafter Peter Filzmaier ergänzt und anschließend im ORF-III-Wahlstudio gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus Medien und Politik analysiert.
Anlässlichdes Muttertags am11.MaizeigteORFIII österreichischeSpielfilme rund umFamilie und die Mutterrollen, darunter „Zuckeroma“, „Lieselotte“, „Seine Mutter und ich“, „Muttis Liebling“ sowie den Zweiteiler „Die Mütter-Mafia“ und „Die Mütter-Mafia: Patin“.
Am 15. Juni 2025 berichtete „ORF III AKTUELL Spezial“ über die 250-Jahr-Parade der USArmee in Washington und diskutierte mit Expertinnen und Experten deren historische Bedeutung und politische Symbolik.
Erfüllung des öffentlich-rechtlichen Kernauftrags
ORF III gedachte der Opfer und Angehörigen des Amoklaufs in Graz mit mehreren LiveÜbertragungen: Am 15. Juni wurden ein Gedenkgottesdienst aus der Pfarrkirche St. Vinzenz und die Trauerstunde „Wir halten zusammen“ vom Grazer Hauptplatz ausgestrahlt, am 17 Juni folgten die Gedenksitzung des steirischen Landtags und eine interreligiöse Feier im Grazer Dom.
Vom 20. bis 23. Juni stand das Donauinselfest im Zentrum des ORF-III-Programms, mit livezeitversetzten Auftritten von Künstlerinnen und Künstlern sowie einem Rückblick auf die besten Kabarettmomente nach dem Festival.
ORF III berichtete vom 27. bis 29. Juni live-zeitversetzt über ausgewählte Konzerte des „Woodstock der Blasmusik“ in Ort im Innkreis, Europas größtem Brass-Festival. Ergänzend dazu standen das gemeinsame „Gesamtspiel“, ein Ökumenischer Gottesdienst sowie ein Rückblick auf die Festivalgeschichte mit Sašo Avsenik auf dem Programm.
Der „Day of Rock“, am 15. August, bot einen ganzen Tag mit legendären Rock- und PopKonzerten sowie Dokumentationen.
Am 21. September zeigte ORF III in der Sendung „Österreichischer Musiktheaterpreis 2025“ die Höhepunkte der Preisverleihung im Zelt des Circus-Theater Roncalli amWiener Heumarkt.
Am 23. September widmete sich ORF III anlässlich des Internationalen Tags der Gebärdensprachen in „ORF III AKTUELL“ der Bedeutung der Österreichischen Gebärdensprache und den Herausforderungen gehörloser Menschen. Anschließend zeigte der Sender die Dokumentation „Nicht verstummt – Gehörlose im NS-Regime“, in der betroffene Zeitzeuginnen und Zeitzeugen ihre Erfahrungen während der NS-Zeit in Gebärdensprache schilderten.
Die 25. „Lange Nacht der Museen“ am 4. Oktober 2025 wurde mit einem mehrtägigen redaktionellen Schwerpunkt begleitet.
ORF III beteiligte sich außerdem an den ORF-Programmschwerpunkten zum Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen und zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen am 3. Dezember mit inhaltlichen und barrierefreien Angeboten. In „ORF III AKTUELL“ stand ein ausführliches Interview zum Projekt „Mutmacher“ und zu gelingender Inklusion im Mittelpunkt, ergänzt durch die „Nachrichten in EinfacherSprache“, die das Thema Inklusion im Alltag gemeinsam mit der inklusiven Lehrredaktion aufgriffen.
Jubiläen und Anlässe
Im Jahr 2025 ehrte ORF III zahlreiche prominente Persönlichkeiten anlässlich ihres Geburtstags. So würdigte der Sender am 16. und 18. Jänner Viktor Gernot zum 60er mit Porträts, Konzerten und Höhepunkte aus seinen Shows. Ende Februar bis 2. März standen anlässlich des 70. Geburtstags von Rainhard Fendrich Filme, Konzerte und TV-Hits im
Erfüllung des öffentlich-rechtlichen Kernauftrags
Mittelpunkt. Am23. März ehrteORFIII PeterKraus zum 86. Geburtstagmit demmusikalischen Gesprächsabend „Peter Kraus – Lass den alten Mann nicht rein“. Zum 75. Geburtstag von Reinhold Bilgeri lief am 30. März das Filmdrama „Der Atem des Himmels“. Am 12. Mai startete der Geburtstagsabend „Gery Seidl – Mein Leben, ein Fest!“ zum 50er mit Porträts, TVMomenten und Auftritten des Kabarettisten. Zum 95. Geburtstag von Clint Eastwood (31. Mai) zeigte der Sender am 30. Mai zwei Western-Klassiker mit dem Jubilar. Klaus Eberhartinger wurde anlässlich seines 75. Geburtstags (12. Juni) am 9. Juni mit einem Porträt, Konzertausschnitten und einer Musiknacht geehrt, und zum 60. Geburtstag von Veronica Ferres (13. Juni) lief die Thriller-Trilogie „Die Patin – kein Weg zurück“. Am 28. September feierte ORF III Marianne Mendt zum 80. Geburtstag mit einem TV-Abend. Auf dem Programm standen ihr Konzert „Momendts“ mit Big Band, Rockband und Chor, eine Ausgabe „Aus dem Archiv“ sowie die Sendung „DENK mit KULTUR“. ORF III widmete Heinz Marecek anlässlich seines 80. Geburtstags und seines 60-jährigen Bühnenjubiläums ebenfalls einen mehrteiligen Programmschwerpunkt mit der Neuproduktion „Der Geschichtenerzähler – Heinz Marecek wird 80“ am 12. September. Zum 95. Geburtstag wurde Peter Weck ab 8. August mit einer umfangreichen Auswahl aus u. a. Filmen, Serienfolgen, und weiteren TV-Produktionen geehrt, darunter der Bühnenhit „Sonny Boys“ oder ein Künstlerporträt. Anlässlich des 75. Geburtstags von Iris Berben gestaltete ORF III ab 12. August einen TV-Schwerpunkt u. a. mit einem dreiteiligenSpecialder Krimireihe „Rosa Roth“ mit Berben in derTitelrolle. Zum 50. Geburtstag von Musiker Herbert Pixner zeigte ORF III am 12. Oktober u. a. das Konzert „Herbert Pixner Projekt meets Grazer Philharmoniker“, und anlässlich des 85. Geburtstags von John Lennon widmete sich ORF III mit einem Schwerpunkt am 3. Oktober dem Leben und Werk des „Beatle“.
ORF-III-Regelformate
Vier Programmsäulen bilden das Grundgerüst für das klar gegliederte ORF-IIIProgrammschema, dem jeden Tag ein besonderer Schwerpunkt gewidmet ist:
1.Kultur, Volkskultur, Regionalität, Religion
2.Zeitgeschichte, Zeitgeschehen
3.Information, Stärkung von Demokratie- und EU-Verständnis
4.Bühne für österreichische Kunst- und Kulturschaffende
Mit Mitte September 2025 wurde, vorerst versuchsweise, eine Adaption des ORF-IIISendeschemas durchgeführt. Die ORF-III-Diskussionssendung „zur SACHE“ ist nun statt freitags am Mittwoch (22.30 Uhr) zu sehen, die ORF-III-Wissenschaft ging wiederum vom Mittwochtermin auf den Montag (ca. 22.30 Uhr), wodurch der Freitag Hauptabend nun zur Gänze mit österreichischem Filmschaffen bespielt werden kann. Die Wissenschaftsprogramme performen montags auf hohem Niveau, die ORF-IIIDiskussionssendungen konnten am neuen Mittwoch-Sendeplatz signifikante Zuwächse erzielen, und der Freitag-Hauptabend wird infolge der Adaptionen ebenfalls deutlich positiver vom Publikum angenommen.
Erfüllung des öffentlich-rechtlichen Kernauftrags
Ab Februar 2025 zeigte ORF III das Reportageformat „Bei uns daham“, das in vier Ausgaben österreichische Gemeinden und ihren Zusammenhalt porträtierte. Die Reihe führte nach Bad Kleinkirchheim (21. Februar), ins Passailer Tal (28. Februar), nach Reichenau an der Rax (7. März) und zum Floridsdorfer Schlingermarkt (14. März).
Der „ORF III Themenmontag“ informierte wöchentlich ab 20.15 Uhr umfassend über gesellschaftlich relevante Themen wie Ernährung, Medizin, Mobilität, digitale Welt, Religion, Energie, Umwelt und Finanzen, unter anderem mit neuen Dokumentationen wie „Ballaststoffe – das sollten Sie wissen“ (20. Jänner), „Kostenfalle Handwerk“ (26. Mai) oder „Hinter den Kulissen der Alpengastronomie“ (16. Juni). Auch Themenmontage fanden regelmäßig Eingang in anlassbezogene Sonderprogrammierungen.
Im Spätabend folgten die Formate „treffpunkt medizin“ und „MERYNS sprechzimmer“ bzw. „MERYN am Montag“ mit aktuellen Themen aus Wissenschaft und Gesundheit.
Der „ORF III Kulturdienstag“ widmete sich Kunst und Kultur mit Sendungen wie „erLesen“, „Was schätzen Sie . .?“, „Aus dem Rahmen“ und „Erbe Österreich“.
„Was schätzen Sie ...?“, das Magazin für Sammel-, Kunst- und Trödelfans, begleitete Karl Hohenlohe auf Schatzsuche durch Österreich, während das Museumsformat „Aus dem Rahmen“ monatlich Kunstinstitutionen und Museen vorstellte.
In der Doku-Reihe „Erbe Österreich“ beleuchtete ORF III bedeutende Ereignisse der österreichischen Kulturnation, untersuchte die imperialeVergangenheit des Landes undstellte Persönlichkeiten vor, die den Verlauf der Geschichte bis zumEnde der Monarchie maßgeblich prägten. Zu den Höhepunkten im Jahr 2025 gehörten u. a. „Der Krieger – Johann Hunyadi und die Abwehr der Osmanen“ (22. April), „Wasserwege in Österreich“ (29. April – Traun, 6. Mai –Mur, 13. Mai – Leitha) oder „Wiens verborgene Gärten“ (11. März, 19. März).
In „Heimat Österreich“ präsentierte der Sender neue Eigen-, Auftrags- und Koproduktionen, häufig in Zusammenarbeit mit den ORF-Landesstudios, die beeindruckende Naturlandschaften und regionale Besonderheiten in den Fokus rückten. Anschließend ergänzte „Landleben“ das Programm mit Dokumentationen über regionale Lebensweisen und die Pflege von Traditionen.
Die Reihe „Land der Berge“ stellte auch im Jahr 2025 wieder alpine Landschaften und die Beziehung zwischen Mensch und Berg ins Zentrum.
Die „Donnerstag Nacht“ bot Talk, Kabarett und Kleinkunst, darunter 2025 auch neue Staffeln der ORF-III-Eigenformate „Kabarett im Turm“ und „Die Tafelrunde“.
Am Freitaghauptabend standen zwei Schwerpunkte im Mittelpunkt: das österreichische Filmschaffen und das Sprechtheater, präsentiert im Rahmen der Programmreihe „So ein Theater“. So bot der Abend sowohl cineastische Höhepunkte als auch Bühnenkunst.
Erfüllung des öffentlich-rechtlichen Kernauftrags
„Unser Österreich“ präsentierte imSamstagvorabendSendungen imZeichen vonRegionalität, Brauchtum, Kultur, Volksmusik, Land und Leute, während die „zeit.geschichte“-Leiste am Abend historische Jubiläen, Jahrestage und historische Ereignisse beleuchtete.
In den werktäglichen Sendungen von „Kultur Heute“ sind regelmäßig prominente Gäste aus Kunst und Kultur zu sehen. 2025 begleitete ORF III zudem die wichtigsten kulturellen Ereignisse des Landes, darunter den Österreichischen Filmpreis, das Donauinselfest, die Lange Nacht der Museen und den Österreichischen Musiktheaterpreis. In der neuen Staffel der „ORF III Künstlergespräche“ standen in rund 20-minütigen Interviews die Lebenswege der Künstlerinnen und Künstler im Mittelpunkt.
Die Informationssendungen „ORF III AKTUELL“ am Vormittag, Nachmittag und Abend sowie die „Nachrichten in Einfacher Sprache“ bringen die wichtigsten News des Tages sowie die spannendsten Geschichten aus den Bundesländern.
Die werktägliche Vorabendleiste „Expeditionen“ informiert über faszinierende Fakten und unglaubliche Geschichten aus Natur und Wissenschaft.
Im September 2022 startete das multilinguale TV-Magazin „WIR | Češi, Hrvati, Magyarok, Roma, Slováci, Slovenci“. Die Sendung mit Beiträgen in den Sprachen der österreichischen Volksgruppen war jeden zweiten Sonntag um 9.00 Uhr zu sehen.
Das Kunstförderprogramm „Pixel, Bytes & Film –Artist in Residence“zeigte2025 Arbeitenvon Künstlern wie Felix Lenz, Malgorzata Gozdzik, Eliana Otta sowie Marvin Kanas und bot damit Einblicke in aktuelle kreative Entwicklungen.
Ergänzend kehrte „Werner Grubers Experimentalküche“ mit einer monatlichen Sendung zurück.
2.2.4 ORF SPORT +
Der ORF hat gem. § 4b ORF-G nach Maßgabe der wirtschaftlichen Tragbarkeit ein FernsehSpartenprogramm mit insbesondere aktueller Berichterstattung über Sportarten und Sportbewerbe, denen üblicherweise in der österreichischen Medienberichterstattung kein breiter Raum zukommt, zu veranstalten. Schwerpunkte sollen Sportarten und -bewerbe sein, die in Österreich ausgeübt oder veranstaltet werden oder an denen österreichische Sportler/innen oder Teams teilnehmen.
Der Marktanteil von ORF SPORT + lag 2025 konstant bei 0,4%, die durchschnittliche Tagesreichweite bei 214.000 Zuseherinnen und Zusehern.
Der 24-Stunden-Sportkanal ORF SPORT +, seit 2011 eine zentrale mediale Plattform für den österreichischen Sport, berichtet innerhalb eines Jahres über rund 80 verschiedene Sportarten. Zusätzlich zum bereits bestehenden Sportangebot des ORF stehen in ORF SPORT + fast 9.000 weitere Stunden Sport auf dem Programm – davon ist rund ein Fünftel live zu sehen.
Mit der Berichterstattung über Sportarten, die in der Regel weniger im medialen Rampenlicht stehen, will ORFSPORT+ einen wichtigen Beitrag leisten, um die Vielfalt der österreichischen Sportlandschaft zusichern und auszubauen. Der Österreichbezugspielt beiORF SPORT+ die wesentliche Rolle. In das Programm aufgenommen werden regionale und nationale Veranstaltungen österreichischer Sportverbände sowie internationale Sportbewerbe, bei denen österreichische Teams oder Sportlerinnen und Sportler antreten.
Die Live-Berichterstattung ist mit rund 1.850 Stunden pro Jahr das Herzstück von ORF SPORT+. Ein Fixpunkt ist die Sportnachrichten-Sendung „SPORT 20“ um 20:00 Uhr – täglich live mit dem aktuellen Sportgeschehen. Die Sendung wird von der jeweiligen „Sport Aktuell“Präsentatorin bzw. dem -Präsentator moderiert.
Die Programminhalte informieren auch umfassend über sportliche Fragen und fördern das Interesse der Bevölkerung an aktiver sportlicher Betätigung. Auch weniger bekannte Sportarten und ihre Ausübungsregeln werden transportiert. Dem Breitensport und dem Sport von Menschen mit besonderen Bedürfnissen - wie zum Beispiel den Paralympics oder den Special Olympics - wird ebenfalls viel Platz eingeräumt. Ebenso berichtet wird über gesundheitsbezogeneAspekte des Sports.
Pressekonferenzen mit hohem Informationswert nimmt ORF SPORT+ kurzfristig in das Programm auf, um den Zuseherinnen und Zusehern wichtige Sport-News sowie Entwicklungen im Sport und in der Sportpolitik aktuell und live präsentieren zu können.
Live-Übertragungen von ORF SPORT+ sind sowohl als Live-Stream als auch als Video-onDemand auf der Videoplattform ORF ON zu sehen, sofern die entsprechenden Rechte vorhanden sind.
des öffentlich-rechtlichen Kernauftrags
2025 lieferte der Spartenkanal ORF SPORT + 8.747 Stunden Sportprogramm (ohne Trailer, Werbung, Moderation u. Ä.). Die Sportarten mit dem größten Sendevolumen waren Fußball (1.325 Stunden), Volleyball inkl. Beachvolleyball (548 Stunden), Yoga (465 Stunden), Eishockey (437 Stunden), Handball (434Stunden), Motorsport (421Stunden), Basketball (356 Stunden) und Ski alpin (318 Stunden).
Dahinter folgen Tischtennis (263 Stunden), Leichtathletik (259 Stunden), Tennis (254 Stunden), Skispringen (197 Stunden), Reiten (196), Snowboard (193 Stunden), Kampfsportarten (192 Stunden), Ausdauer und Extremsportarten (171 Stunden), Behindertensport (139 Stunden) und Radsport (131 Stunden).
Insgesamt gab es Sendungen zu mehr als 80 verschiedenen Sportarten bis hin zu Skicross, Faustball, Flagfootball, Skeleton, Turnen, Trampolin und Eiskunstlauf. Auf das Magazin „Fit aktiv“ entfielen 90 Stunden.
Inhaltliche Höhepunkte aus österreichischer Sicht waren zu Jahresbeginn 2025 die LiveÜbertragungen der Handball WM der Männer aus Kroatien (14. Jänner bis 2. Februar), des Bob-und Skeleton Weltcups aus Innsbruck sowie der Rodel WM aus Kanada(6. bis 8.Februar) mit fünf österreichischen WM-Medaillen. Die Live-Übertragungen der Hallenhockey WM der Damen und Herren aus Kroatien (3. bis 9. Februar) mit dem Vizeweltmeistertitel bei den Damen und Herren sowie die Live-Flächen des Tennis WTA 500 Turniers aus Linz (26. Jänner bis 2. Februar) fanden ebenfalls großenAnklang.
Die in Österreich stattfindenden ÖSV-Bewerbe (z.B. Ski-Klassiker in Kitzbühel und Schladming) sowie die österreichischen Stationen der Vierschanzentournee mit einem fulminanten Dreifach-Sieg aus rot-weiß-roter Sicht wurden ebenfalls (nach Ablauf der Premiumeigenschaft) gezeigt.
Im März sorgten die Live-Flächen der Leichtathletik Hallen EM aus Apeldoorn (6. bis 9. März), die Snowboard-und Freestyle WM Engadin mit vier Medaillen sowie die Eiskunstlauf WM aus Boston (26. bis 30. März) für spannende Fernsehmomente.
Der Monat April war von Live-Übertragungen der heimischen Ligen mit Fußball 2. Liga und FußballFrauen-Bundesliga, Volleyball, Handball, Basketball undTischtennis geprägt. Der Linz Donau-Marathon wurde ebenfalls live übertragen. Die Spiele der Eishockey WM der Frauen Division 1A aus China (13. bis 19.April) brachte Platz 1 für das österreichische Team und den Aufstieg in die Top Division. Die Judo EM aus Podgorica (23. bis 27. April) war ebenfalls ein fixer Bestandteil im Programm.
Im Mai bildeten die Live-Übertragungen der Spiele des Österreichischen Nationalteams bei der Eishockey-WM aus Schweden/Dänemark (9. bis 25. Mai) mit dem Einzug in das Viertelfinale und dem größten Erfolg seit 31 Jahren einen absoluten Höhepunkt in der Berichterstattung. Das traditionelle Mehrkampfmeeting aus Götzis wurde wie in den letzten Jahren wieder live gezeigt.
Erfüllung des öffentlich-rechtlichen Kernauftrags
Die Judo WM aus Budapest, das 3x3 World Tour Masters aus Wien sowie die Basketball 3x3 Weltmeisterschaft mit den österreichischen Damen und Herren sorgten für ein spannendes und abwechslungsreiches Live-Programm. Die Sport Austria Finals und der traditionelle Kletter-Weltcup aus Innsbruck komplettierten das Programm im Juni.
Der Sommermonat Juli war geprägt von Live-Übertragungen der Österreichischen Tennismeisterschaften aus Oberpullendorf (3. bis 6. Juli), der Golf World Tour aus München (3. bis 6. Juli), der Tour of Austria (9. bis 13. Juli) und der Orientierungslauf WM aus Finnland.
Die Fußball EM der Frauen aus der Schweiz (2. bis 27. Juli) sorgte trotz Fehlens des österreichischen Frauenteams ebenso wie die Synchronschwimm WM aus Singapur mit der Goldmedaille derAlexandri Schwestern für hohe Einschaltquoten.
Im August folgte mit dem WTA Ladies Tennis Turnier aus Amstetten und einem rein österreichischen Finale zwischen Lilly Tagger und Sinja Kraus ein Ausrufezeichen für den österreichischen Tennis-Sport. Die großflächigen Live-Übertragungen der Paracycling Rad WM aus Belgien (28. bis 31. August) lieferten mit acht Medaillen in nur vier Tagen ein historisches Ergebnis aus rot-weiß-roter Sicht.
Im Herbst kamen die Tennisfans mit Live-Flächen des Tennis ATP 100 Challenger aus Tulln, der Tennis Davis Cup Begegnung gegen Ungarn aus Debrecen sowie desATP 100 Challenger aus Bad Waltersdorf auf ihre Kosten. Ein weiterer Höhepunkt war die mit 10 österreichischen AthletInnen bestückte Leichtathletik WM aus Tokio (13. bis 21. September), die vom heimischen Publikum gut angenommen wurde. Aufgrund der Erfolge der paralympischen SportlerInnen wurde die Para Schwimm WM aus Singapur ebenfalls im Live-Programm inkludiert. Ende September sorgte die Live-Übertragung der Pferdesport Global Championstour vor der traumhaften Kulisse des Schloss Schönbrunn für einen weiteren Höhepunkt.
Der Oktober war geprägt von Live-Übertragungen der Eishockey Champions League von Salzburg und dem KAC sowie Spielen der heimischen ICE-Hockey League. Das tägliche Hauptabend-Livespiel von internationalen Tennis-Assen wie Jannick Sinner war definitiv ein Höhepunkt bei den Erste Bank Open (20. bis 26.Oktober) aus der Wiener Stadthalle.
Zu Jahresende war neben etlichem Live-Programm - angefangen von heimischen Ligen von Handball bis Basketball und neben Bob- und Skeleton-Flächen - die Handball Weltmeisterschaft der Frauen (30.November bis 14. Dezember) aus Rotterdam mit dem Einzug der österreichischen Frauen in die Hauptrunde abschließender Höhepunkt eines intensiven Sportjahres.
Vertragliche Bestandteile des Programms von ORF SPORT + waren 2025 die Live-Spiele der Fußball-2.-Liga mit der Konferenz im Vorabend und dem Top-Spiel im Hauptabend, die Fußball-U21-Länderspiele, UNIQA-ÖFB-Cup-Live-Spiele sowie die Nachverwertung der Fußball-Bundesliga, der ÖFB-Länderspiele und alle Wiederholungen der Formel-1-Rennen
Erfüllung des öffentlich-rechtlichen Kernauftrags
und die ausführliche Berichterstattung des Formel-1-Grand-Prix von Österreich. Der Schwerpunkt Frauenfußball wurde mit zusätzlichen Live-Übertragungen von ausgewählten Spielen der Frauen-Bundesliga, des ÖFB-Ladies-Cup sowie EM-Qualifikationsspielen und Champions-League-Übertragungen ausgebaut. Ein eigenes Frauenfußball-Magazin wurde fortgeführt.
Projekte im Bereich des Behindertensports mit Live-Übertragungen der Para Cycling WM aus Belgien sowie der Para Schwimm-WM aus Singapur wurden fortgesetzt und ausgebaut. Neben der Fortführung der Formel 1Academy wurden alle Formel 2 und Formel 3 Rennen live übertragen.
Über das ganze Jahr wurden Live-Übertragungen der Pressekonferenzen von heimischen Topsportlerinnen und Topsportlern (z.B. Peter Stöger als neuer Rapid Trainer) sowie von nationalen Verbänden und Sport-Organisationen gezeigt. Pressegespräche bzw. Diskussionen zur Geschlechtergerechtigkeit im Sport, Auswirkungen des Sparpakets für den Sport, „Wir bewegen Österreich“-Schulfolgen sowie der Sportgipfel mit diversen Wirtschaftspartnern wurden ebenfalls live gezeigt. Das Projekt „Sportstammtisch“ aus dem RadioKulturhaus mit Gesprächsrunden über die vielen Aspekte abseits des Sports (z.B. Glaube undAberglaube im Sport) wurde fortgesetzt und vom Publikum goutiert.
Gut angenommen vom Publikum wurden weiterhin die eigenproduzierten Magazine „Ohne Grenzen“ - das Behindertensportmagazin, sowie „Das Yoga-Magazin“ das ebenfalls einen Bewegungsschwerpunkt für alle Menschen bieten soll und die Bevölkerung zum Mitmachen im Sinne der Gesundheitsvorsorge anregt.
2.2.5 ORF KIDS
Mit 1. Jänner.2024 hat der Gesetzgeber zum bislang im ORF-Gesetz definierten Versorgungsauftrag zusätzlich zu den bereits bestehenden linearen TV-Programmen ein neues ausschließlich online verbreitetes, auf die Zielgruppe der unmündigen Minderjährigen gerichtetes Fernsehprogramm beauftragt, dessen Inhalte auch zu einem Abruf-Angebot aggregiert werden können.
Seither hat der ORF sein Programm für Kinder und Jugendliche wesentlich ausgebaut und in den digitalen Raum erweitert. Ziel der Novellierung des ORF-G war, das veränderte Nutzungsverhalten zu adressieren.
Das neue ORF-Kinderangebot ORF KIDS besteht aus einem „Streaming-Channel“ sowie dem zeitunabhängigen „VoD-Abruf“ von im Stream ausgestrahlten Sendungen. ORF KIDS ist über https://kids.ORF.at, ORF ON sowie über die neue „Streaming-App“ ORF KIDS erreichbar. Das Programm bietet ein verlässlich gewaltfreies, altersgerechtes, werbefreies und ständig verfügbares Programmumfeld, dem Kinder, Eltern und andere Bezugspersonen gleichermaßen vertrauen können.
Erfüllung des öffentlich-rechtlichen Kernauftrags
ORF KIDS wurde mit seinem „Streaming-Channel“ und „Plattformangebot“ innerhalb von nur sechs Monaten – von der Beschlussfassung des ORF-G im Juli 2023 bis zum Inkrafttreten am 1. Jänner 2024 – konzipiert und umgesetzt. Die kurze Vorbereitungszeit bedingte für das ORF KIDS Projekt von Beginn an einen iterativen Stufenprozess, dessen geplantes Ende im Angebotskonzept an die Behörde bis spätestens Ende 2026 festgeschrieben ist.
Programmprofil
ORFKIDS bringt Information, Wissen, Service, Orientierung und Unterhaltung - in einem 50:50 Mix zwischen Eigenproduktionen und den beliebten Serien und Filmen für die junge Zielgruppe.
ORF KIDS wird ausschließlich online verbreitet und ist als multimediales Angebot konzipiert. Schwerpunkt von ORF KIDS sind Programme für die Drei- bis Elfjährigen. Dabei kommen Produktionen aus dem aktuellen ORF-1-Kinderprogramm, ausgewählten Archivproduktionen sowie Neuproduktionen von ORF KIDS zum Einsatz.
Im Zusammenspiel mit dem ORF1-Kinderprogramm deckt ORF KIDS in Umfang und Verfügbarkeit Inhalte und Programme für die Zielgruppe ab, die ORF1 als Vollprogramm allein nicht leisten kann.
Neue Sendungen – Vielfalt und breiter Mix
Auch 2025 gab es eine Vielzahl an neuen ORF KIDS Sendungen. Kriterien für die Gestaltung aller Programme sind das spielerische Erkunden von Bildungsinhalten sowie Freude an Wissen, Beratung, Orientierung und Unterhaltung zu vermitteln.
Im Herbst 2025startete auf ORFKIDS erstmals eine neue großeShowreihemit dem Titel „DIE SUPERKLASSE“, wo vierte Volksschulklassen aus allen neun Bundesländern Österreichs wöchentlich ihr Wissen, ihre Kreativität und ihre Geschicklichkeit testen. Ob Quizfragen, Logikrätsel, Hindernisparcours, Bauaufgaben, Zielwerfen – die Spiele, die es zu meistern gilt, sind vielfältig. Die Klassenkameradinnen und -kameraden feuern gemeinsam mit den Lehrerinnen und Lehrern im Hintergrund ihre Mitschüler/innen lautstark an. Am Ende treten die Sieger der Bundesländer gegeneinander an und spielen um den Titel „Die Superklasse“.
In „HALLO, WAS MACHST DU?“ taucht eine KIDS-Reporterin in Wunschberufe von Kindern ein und packt mit an, sei es als Pilot/in, Bäuer/in oder Lehrer/in. ORF KIDS findet bei Wind und Wetter, früh morgens und am Wochenende heraus, was an denJobs Spaßmacht und für wen sie geeignet sind.
„CYBERKIDS“ wirft einen Blick hinter die Kulissen des Web und wie man dortigen Gefahren entgeht. Was steckt hinter Deepfakes? Wie schützen wir uns vor Computerviren? Wie
Erfüllung des öffentlich-rechtlichen Kernauftrags
funktioniert eigentlich Coding? Wie groß ist unser digitaler Fußabdruck? Roboter Nano hat fast immer eine Antwort parat, und wenn nicht, helfen Expertinnen und Experten weiter.
Ebenfalls im KIDS-Programm sind Gesundheits- und Bewegungsformate wie „YOGA KIDS“ oder das „SPORT ABC“. Im „SPORT ABC“ widmet sich jede der 26 Folgeneinem Buchstaben des Alphabets und stellt dazu drei spannende Sportarten vor. Mit dabei: zwei sportbegeisterte Kids, die im Studio gemeinsam rätseln, staunen und mitfiebern – aber nicht nur Köpfchen, sondern auch Körpereinsatz ist gefragt.
Wie stellt man ein Waschmittel aus Kastanien her? Wie tropft das Eis nicht mehr beim Eis essen?In der Reihe „HACK CHECK“ stellt ORFKIDS Alltagstipps von Kindern vor - und testet die Life-Hacks selbst. Überraschende Wendungen nicht ausgeschlossen.
„DIE GARTENPIRATEN“ von Robert Steiner geben informative Einblicke in die Pflanzenwelt – vom Kürbis über Tomaten, von Erdbeeren über Erbsen. Experteninnen und Experten kommen ebenso zu Wort wie „Die Gartenpiraten", also jede Menge interessierter Kids. Dazu viele Pflanzentipps, Bastelideen und nicht alltägliches Wissen. An Steiners Seite als freche Ko-Moderatorin die sprechende Pflanze „Lila Grasgrün“.
In „DEMOKRATINO“ wird Kindern und Jugendlichen unter der Leitung von Thomas Brezina auf unterhaltsame Weise Politikwissen nähergebracht. In „Demokratino“ – einem Land, das Leopold, Doro und Niko im Geografie-Unterricht niemals begegnet ist – stehen die drei vor einer großen Herausforderung: Bösewicht Diktatos bedroht die Freiheit des Landes und will alle Gesetze allein bestimmen. Die einzige Hoffnung für „Demokratino“ liegt in den Händen der Drei, die ihr Wissen über Demokratie – gesammelt im Parlament – einsetzen müssen, um das Land zu retten. Dieses Wissens-Format lässt Kindern politisches Verhalten erfahren und spielt im österreichischen Parlament.
Täglicher Fixpunkt im Programm und im Abruf sind auf ORF KIDS die Kindernachrichten: Die fünfminütige „ZiB ZACK MINI“ kann bereits am Vorabend der ORF1-Ausstrahlung am OnlineKinderkanal ORF KIDS mehrmals und danach zeitunabhängig auf ORF ON gesehen werden. Seit drei Jahren vermittelt das Newsformat auf ORF1 aktuelle Hintergründe für Sechs- bis Zehnjährige.
Jeden Samstag, Sonntag und an Feiertagen wird am Sendeplatz der „ZiB ZACK MINI“ ein weiteres Fünf-Minuten-Format ausgestrahlt: Die „MINI SPEZIAL“-Ausgaben bringen Bewegungstipps, Buchempfehlungen, Anregungen zu lustigen Faschingskostümen und vieles mehr.
Erfüllung des öffentlich-rechtlichen Kernauftrags
KIDS Bühne
Musik und Kultur werden auf ORF KIDS in verschiedensten Einzelsendungen wie auch in der etablierten Programmleiste „KIDS BÜHNE“ vermittelt: Einmal im Monat werden am Sonntag integrale Theater-, Opern- oder Musicalproduktionen aus ganz Österreich gezeigt – im Programmjahr 2025 unter anderemAufführungen aus der Neuen Staatsoper NEST („Sagt der Walfisch zum Thunfisch“), dem RadioKulturhaus mit dem ORF RadioSymphonie Orchester Wien („Familienkonzerte“), aus Villach („MINI LEI LEI“), Graz (SWABIDU-PUPPENTHEATER) oder Aufführungen vom „MÄRCHENSOMMER
POYSBRUNN“.
Serien und Filme für alle Altersgruppen der Kinder
Die Animationsserien und Filme für Kinder liegen bei der Zielgruppe der unmündigen Minderjährigen, vor allem bei den Drei- bis Elfjährigen, unangefochten an der Spitze ihrer beliebtesten Sendungsformate und Programme.
Film- und Serienhöhepunkte auf ORF KIDS waren 2025 u. a. die „Neue Geschichten vom Pumuckl“, der Familienfilm „Die Häschenschule – Der große Eierklau“ oder „Der Räuber Hotzenplotz“ .
Die Serien-Slots auf ORF KIDS sind altersgerecht ausgewählt: Mit einer „VORSCHULSERIE“ (z. B. Coco, der neugierige Affe), einer so genannten „LERNSERIE“ (z. B. Dora, Barbapapa und Familie), Serien für Kinder ab der „VOLKSSCHULE“ (z. B. Garfield, Hexe Lilli), einer „JUGENDSERIE“ (z. B. Theodosia) sowie mit einem wöchentlichen FAMILIENFILM (u.a. Fünf Freunde, Pets) kommt ORF KIDS auch im Serienangebot der Intention des Gesetzgebers nach, mit seinem Programm dem jeweiligen Entwicklungsstand seines jungen Publikums zu entsprechen.
Barrierefreiheit
Die speziellen BedürfnissevonMenschenmit Beeinträchtigungwerden bei der Gestaltungdes Programms in mehrfacher Weise berücksichtigt: Zum einen werden Sendungen des OnlineProgramms barrierefrei zugänglich gemacht, zum anderen sollen die Betroffenen selbst und ihre Lebenswelt im Programm repräsentiert werden.
In der Porträt-Reihe „Erklär mir, wie Du lebst“ gewähren Kinder mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen Einblick in ihren Lebensalltag. Dabei begleiten Gleichaltrige sie durch ihren schulischen und privaten Alltag.
In der „ZiB Zack mini“-Sendung vom 23. September wurde aus Anlass des Internationalen Tags der Gebärdensprache erklärt, wie Gebärdensprache funktioniert und ein Porträt über einen Gehörlosen-Dolmetscher gebracht. Bereits seit Start von ORF KIDS wird die von
Erfüllung des öffentlich-rechtlichen Kernauftrags
Montag bis Freitag tägliche „ZiB Zack mini“ sowohl im linearen Onlineangebot (mehrmals) als auch im Abruf auf der ORF-Videoplattform ORF ON mit Gebärdensprache ausgestrahlt.
Neu mit Oktober 2025 ist die Audiodeskription für blinde und sehbeeinträchtigte Kinder von „Helmi“-Folgen. Dabei setzen sich der ORF und das KFV - Kuratorium für Verkehrssicherheit gemeinsam dafür ein, dass so viele Kinder wie möglich sicher und selbstständig aufwachsen können. Nach barrierefreien Helmi-TV-Folgen für gehörlose und hörbeeinträchtige Kinder gibt es nun also auch Episoden mit Audiodeskription im Zweikanalton.
Weiters sind in der Regel alle Programme von ORF KIDS mit Untertitel ausgestattet, darunter sämtliche Eigenproduktionen wie „Kasperl“, „Schmatzo“, „Das Wunder Du“, „AbenteuerChecker“, „Hallo, was machst Du?“, „Ganz Ohr“ oder „mini spezial“. Ebenfalls untertitelt sind auf ORF KIDS alle Serien und der Familienfilm am Sonntag.
ORF KIDS trägt mit seinem gegenständlichen Programm auch dazu bei, in den kommenden Jahren nach wirtschaftlicher Möglichkeit den Gesamtanteil an barrierefrei zugänglichen ORFInhalten auszubauen (§ 5 Abs. 2 ORF-G).
2.2.6 Anteile von Information, Kultur, Unterhaltung und Sport am ORF-TVProgramm gesamt
Im öffentlich-rechtlichen Kernauftrag nach § 4 Abs. 2 ORF-G heißt es: „In Erfüllung seines Auftrages hat der Österreichische Rundfunk ein differenziertes Gesamtprogramm von Information, Kultur, Unterhaltung und Sport für alle anzubieten. Das Angebot hat sich an der Vielfalt der Interessen aller Hörer und Seher zu orientieren und sie ausgewogen zu berücksichtigen. Die Anteile am Gesamtprogramm haben in einem angemessenen Verhältnis zueinander zu stehen.“ Der ORF beauftragte 2013 Prof. Dr. Hannes Haas, Universität Wien, mit einer entsprechenden Zuordnung der Sendungen zu einem Analyseschema. Analog der Verfahrensweise des 2014 verstorbenen Prof. Dr. Haas wurde in den Folgejahren die Analyse zunächst von Dr. Cornelia Brantner und Prof. Dr. Jürgen Pfeffer vom Institut für Wissenskommunikation und angewandte Forschung (IWAF) durchgeführt, 2023 und 2024 dann von der Universität Wien unter der Studienleitung von Dr. Mira Mayrhofer. Die Analyse für das aktuelle Berichtsjahr erfolgte bei APA-Comm durch Dr. Mira Mayrhofer und Mag. Friederike Kopf.
Als Basis für die Auswertung nach den vier Kategorien Information, Unterhaltung, Kultur und Sport wurden alle Sendungen/Sendungsteile des gesamten ORF-TV-Programms exkl. Werbung, Programmtrailer/Promotion, Moderation/Hinweisen u. ä. herangezogen.
Das Ergebnis zeigt für 2025 die Anteile am TV-Gesamtprogramm von ORF1, ORF 2, ORF III, ORF SPORT + und – dem neu hinzugekommenen – ORF KIDS in einem angemessenen Verhältnis zueinander: 20% Information, 38% Unterhaltung, 16% Kultur und 26% Sport.
ORF-TV-Programmstruktur 2025 gemäß § 4 Abs. 2 ORF-G
Tabelle 30: ORF-TV-Programmstruktur 2025 gemäß § 4 Abs. 2 ORF-G
des öffentlich-rechtlichen
2.2.7 Angebot anspruchsvoller Sendungen in den Hauptabendprogrammen des
ORF-Fernsehens
Der ORF ist gemäß § 4 Abs. 3 ORF-G verpflichtet, „jedenfalls in den Hauptabendprogrammen (20.00 bis 22.00 Uhr) in der Regel anspruchsvolle Sendungen zur Wahl“ zu stellen. Dieser besondere Auftrag für den Hauptabend wird im Gesetz nicht näher erläutert und in der Öffentlichkeit uneinheitlichinterpretiert. Für die Programmplanungmuss er jedoch operationell werden, erfordert also die Darlegung folgender Prinzipien, die bei der Umsetzung dieses Gesetzesauftrags beachtet werden sollen:
1. Das Gesetz spricht eindeutig von „Sendungen“. Damit ist klar, dass „anspruchsvoll“ keine eigene Programmkategorie ist, sondern dass grundsätzlich Sendungen aus allen Genres anspruchsvoll sein können.
2. Der ORF soll im Hauptabend zumindest eine „anspruchsvolle“ Sendung anbieten; eine durchgehende Kontrastprogrammierung ist gesetzlich nicht geboten.
3. Die Regelung des Angebots „anspruchsvollerSendungen“ steht unter derEinschränkung, dass diese „in der Regel“ anzubieten sind.
4. Der Begriffsinhalt des Anspruchsvollen ist auf der Grundlage gesetzlicher Wertungen sowie des 2003/2004 erfolgten Diskussionsprozesses mit dem ORF-Stiftungsrat und dem ORF-Publikumsrat wie folgt definiert:
➢ Anspruchsvolle Programme sollen über die Wahrung programmlicher Grundstandards hinaus besonderen gestalterischen und inhaltlichen Anforderungen entsprechen und beim Publikum Reflexionen anregen. Das Prädikat „anspruchsvoll“ bezieht sich also nicht nur auf die jeweils behandelten Themen und Stoffe, sondern auch auf deren Umsetzung. Erst die journalistische, formale und künstlerische Qualität von Fernsehsendungen und die damit dem Publikum gebotene Möglichkeit zur kritischen Auseinandersetzung qualifizieren diese Programme als anspruchsvoll.
➢ Der ORF stellt insbesondere an alle seine Informations-, Kultur-, Wissenschafts-, Wirtschafts-, Religions- und Bildungsangebote hohe qualitative Anforderungen. Die Berichterstattung über kulturelle, künstlerische und wissenschaftliche Ereignisse, Entwicklungen und Leistungen ist untrennbar mit dem Bildungsauftrag des ORF verbunden. Eine umfassende, den unterschiedlichsten gesellschaftlichen Erwartungen und Ansprüchen gerecht werdende Auseinandersetzung mit Themen der Kultur, Kunst und Wissenschaft zählt zu den wichtigsten Grundelementen der Programmarbeit des ORF.
Der ORF bietet Sendungen, die demöffentlich-rechtlichenKernauftrag des § 4 Abs. 1 ORF-G dienen. Mit der Vorgabe derartiger Programmziele hat der Gesetzgeber Wertentscheidungen getroffen, deren Beachtung dem Kriterium des Anspruchs genügen kann. Derartige Programmziele sind etwa die Förderung des Verständnisses für alleFragen des demokratischenZusammenlebens, dieFörderung der österreichischen Identität, die Förderung der österreichischen künstlerischen und
Erfüllung des öffentlich-rechtlichen Kernauftrags
kreativen Produktion etc. Anspruchsvolle Sendungen verwirklichen möglichst viele und unterschiedliche dieser Ziele innerhalb einer Sendung.
➢ ORF-Sportübertragungen bedürfen einer entsprechenden Kommentierung. Durch reichhaltige undsorgfältig recherchierte HintergrundinformationenzumSportereignis, zu den teilnehmenden Sportlerinnen und Sportlern und den behandelten Sportarten, mit Analysen und Interviews wird die gesellschaftliche Relevanz des sportlichen Ereignisses vermittelt, ein tieferes Verständnis der Aktivitäten ermöglicht und das Interessedes Publikums anaktiversportlicherBetätigunggefördert. Daraus leitet sich ein Anspruch an das Publikum ab, weil über die in Bild und Ton hochwertige Berichterstattung und Analyse sportlicher Ereignisse und Themen hinaus gesellschaftliches Diskurspotenzial geschaffen wird.
➢ Im Bereich der Unterhaltung sind anspruchsvolle Fernsehsendungen im ORFProgramm regelmäßig vertreten. Bildung, soziale Kompetenz und kontroverse Themen können auf unterhaltende Art und Weise vermittelt werden. Solche Programme erfüllen nicht nur die Erwartung des Publikums, unterhalten zu werden, sondern bieten zudem einen Mehrwert, der das Publikum anregt und auffordert, sich mit den angesprochenen Themen auseinanderzusetzen.
➢ Bei fiktionalen Programmen bietet der ORF neben guter Massenunterhaltung anspruchsvolle Filme und Serien an. Hier leitet sich Anspruch nicht nur von den jeweils behandelten Themen ab, sondern von der Art und Weise, in der diese umgesetzt und kommuniziert werden.
➢ Als Kriterium für ein anspruchsvolles Programm werden seitens des ORF externe Auszeichnungen und Preise sowie Bewertungen durch Expertenkommissionen anerkannt. Darüber hinaus kann auf Maßstäbe zurückgegriffen werden, die über Jahrzehnte in Kooperation mit anderen öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten erarbeitet, weiterentwickelt und den Anforderungen der Zeit angepasst wurden. Dazu zählen unter anderen die Zusammenarbeit mit europäischen Filmförderungsinstitutionen –hier insbesondere mit der österreichischen Filmförderung –, die Beteiligung an 3sat sowie die Kooperation mit dem deutsch-französischen Kultursender ARTE.
Der ORF hat im Jahr 2025 seinen Auftrag gemäß § 4 Abs. 3 ORF-G erfüllt und in den Hauptabendprogrammen des ORF-Fernsehens (20.00 bis 22.00 Uhr) in der Regel anspruchsvolle Sendungen zur Wahl gestellt.
Exemplarisch für die Zuordnung sind im Folgenden einige anspruchsvolle Sendungen im Hauptabendprogrammvonzwei ORF-Programmwochen des Jahres 2025 im Detail angeführt. Es wurden jeweils eine Woche im Frühjahr (24. bis 30. März) und eine im Herbst (22. bis 28. September) ausgewählt-Frühling und Herbst gelten als repräsentativ für das Jahresprogramm.
Erfüllung des öffentlich-rechtlichen Kernauftrags
Die im ORF-Hauptabend regelmäßig gesendeten und im Hinblick auf Gestaltung und Inhalt als anspruchsvoll einzustufenden tagesaktuellen ORF-Nachrichtensendungen aus den Bereichen Information, Sport undKultur − z. B. „Sport 20“ (ORF SPORT +, MO-SO, 20.00 Uhr) oder „Kultur Heute“ (ORF III, MO-FR, 19.45 Uhr) − sind auch Bestandteil der beiden angeführten Musterwochen, werden aber aufgrund der relativen Kürze (unter 30 Minuten) bzw. (werk-) täglichen Ausstrahlung nicht extra angeführt.
In ORF III wurden in den Musterwochen im Hauptabend eine Vielzahl an als anspruchsvoll einzustufenden Sendungen gezeigt, die in der Folge aber nicht im Einzelnen aufgelistet sind. Die Bandbreite reicht von Dokumentationen im Rahmen des ORF-III-Themenmontags „Die Protein-Lüge“ (22. September) oder „Erlebnis Österreich: Habsburg und die Alpen“ (25. März), „Heimat Österreich: In den Radstädter Tauern“ (26. März), „Land der Berge: Sommerreise durchs Alpbachtal“ (25. September) über Zeitgeschichtliches wie „Franco – der spanische Diktator“ (27. September) und Diskussionssendungen wie die „Runde der Chefredakteurinnen und Chefredakteure“ (28. März) bis zu Kulturformaten wie „Erlebnis Bühne: Juan Diego Flórez lädt ein“ (30. März) oder „Galakonzert der Wiener Philharmoniker in Paris“ (28. September).
Ebensonicht gesondert erwähnt sindinORFSPORT +ausgestrahlteSportübertragungen und -berichte, darunter beispielsweise „Reiten Global Champions Tour Wien“ (26./27./28. September), „Eishockey ICE Herren Südtirol“ (25. März), „Volleyball Damen WVL GrazInnsbruck“ (26. März), „Fußball 2. Liga Admira – St. Pölten“ (28. März), „Baseball Herren Wr. Neustadt (25. September), „Dolomitenmann 2025 Lienz“ (24. September) und „Boxen Bounce Fight Night 2025“ (29. März), oder Formate wie das Behindertensport-Magazin „Ohne Grenzen“ (25. September). Diese sind jedenfalls ebenfalls als anspruchsvoll einzustufen, da es um ORF-Sport-Live-Eigenproduktionen geht, die journalistisch und technisch hochwertige Berichterstattung und Analysen bieten und dazu beitragen, den österreichischen Sport in seiner Vielfalt abzubilden, insbesondere in Sportarten, die sonst keine breite Öffentlichkeit finden würden.
Musterwoche 1 (24. bis 30. März 2025)
24.3. ORF 1 20:15 43 BIESTER
24.3. ORF 2 21:10 42 THEMA
25.3. ORF 1 20:15 42 SOKO DONAU
25.3. ORF 1 21:03 42 SOKO KITZBÜHEL
25.3. ORF 2 20:16 44 UNIVERSUM: GROSSSTADTGEFLATTER
25.3. ORF 2 21:05 47 REPORT
26.3. ORF 1 20:15 44 DOK 1: ZEITUMSTELLUNG
26.3. ORF 1 21:04 51 CHRONOBIOLOGIE – WIE TICKT DER MENSCH?
27.3. ORF 1 21:16 46 AKTE BETRUG
27.3. ORF 2 21:04 52 AM SCHAUPLATZ
Kommentar
prominent besetzte österreichische Fernsehserie; Förderung der österr. Identität und österreichischen künstlerischen und kreativen Produktion
Informationssendung zu aktuellen, gesellschaftspolitischen und sozialen Themen in Österreich
Krimiserie mit starkem Österreichbezug; Förderung der österreichischen Identität und der österreichischen künstlerischen und kreativen Produktion; Koproduktion mit ZDF
Krimiserie mit starkem Österreichbezug; Förderung der österreichischen Identität und der österreichischen künstlerischen und kreativen Produktion; Koproduktion mit ZDF
vielfach ausgezeichnete Dokumentationsreihe; trägt zur Förderung der Volks- und Jugendbildung bei; regt das Publikum zur Auseinandersetzung mit Themen der Wissenschaft an
Informationssendung zum aktuellen politischen Geschehen in Österreich und der EU
Doku-Reportageformat; trägt zur Auseinandersetzung mit gesellschaftlich relevanten Themen bei, fördert die Volks- und Jugendbildung
Dokumentation zu gesellschaftlich relevantem Thema, Förderung der Volks- und Jugendbildung
Investigativ-Magazin zu neuen und bekannten Betrugsformen, sensibilisiert für aktuell relevantes Thema, Förderung der Volksbildung
mehrfach auszeichnete Sozialreportage (Concordia-Preis, Fernsehpreis der österr. Volksbildung, Claus-Gatterer-Preis, Romy)
28.3. ORF 1 20:15 129 DANCING STARS aufwendig gestaltete Tanzshow mit österreichischen Stars; fördert das Interesse des Publikums an Tanz und Bewegung
28.3. ORF 2 21:19 32 WELTWEIT
29.3. ORF 1 20:15 88 DER WEISSE KOBOLD
30.3. ORF 2 20:14 88 TATORT
Tabelle 31: Anspruch / Musterwoche 1
Informationsmagazin der ORF-Korrespondentinnen/-Korrespondenten zu internationalen Entwicklungen aus verschiedenen Regionen der Welt, trägt zur Auseinandersetzung mit gesellschaftlich relevanten Themen bei
österreichischer Fernsehfilm der Reihe „Stadtkomödie“, Förderung der österr. Identität, österr. künstlerischen und kreativen Produktion, Kooperation mit dem BR
öffentlich-rechtlicher Krimi-Serien-Klassiker; Koproduktion mit der ARD; aufwendig gestaltet
Musterwoche 2 (22. bis 28. September 2025)
Datum Kanal Beginn Min. Sendungstitel Kommentar
22.9. ORF 1 20:15 88 BLIND ERMITTELT
22.9. ORF 2 21:12 40 THEMA
23.9. ORF 1 20:16 89 LANDKRIMI: ACHT
Krimireihe mit starkem Österreichbezug und einem blinden Sonderermittler als Hauptfigur, Förderung der österreichischen Identität und österreichischen künstlerischen und kreativen Produktion, Koproduktion mit der ARD
Informationssendung zu aktuellen, gesellschaftspolitischen und sozialen Themen in Österreich
österreichischer Fernsehkrimi; Förderung der österreichischen Identität und österreichischen künstlerischen und kreativen Produktion
23.9. ORF 2 20:16 44
UNIVERSUM: MAGISCHES FRANKREICH
23.9. ORF 2 21:09 45 REPORT
24.9. ORF 1 20:15 45 DOK 1: MYTHOS UNGESUND
24.9. ORF 2 20:16 63
ÖSTERREICH VOM FEINSTEN
24.9. ORF 2 21:24 29 ORTE DER KINDHEIT: MARIANNE MENDT
25.9. ORF 2 21:05 49 AM SCHAUPLATZ
26.9. ORF 1 20:16 59 KABARETTGIPFEL
vielfach ausgezeichnete Dokumentationsreihe; trägt zur Förderung der Volks- und Jugendbildung bei; regt das Publikum zur Auseinandersetzung mit Themen der Wissenschaft an
Informationssendung zum aktuellen politischen Geschehen in Österreich und der EU
Doku-Reportageformat; trägt zur Auseinandersetzung mit gesellschaftlich relevanten Themen bei, fördert die Volks- und Jugendbildung
Brauchtums- und Volksmusiksendung; fördert die österreichische Identität; trägt zur Förderung österreichischer Künstlerinnen und Künstler bei
österreichische Doku-Reihe zu Kindheit und Herkunft von Künstlerinnen und Künstlern, Förderung der österreichischen Identität
mehrfach auszeichnete Sozialreportage (Concordia-Preis, Fernsehpreis der österr. Volksbildung, Claus-Gatterer-Preis, Romy)
österreichisches Kabarett, Förderung von Kunst und Kultur
26.9. ORF 2 21:21 31 WELTWEIT
Informationsmagazin der ORF-Korrespondentinnen und -Korrespondenten zu internationalen Entwicklungen aus verschiedenen Regionen der Welt, trägt zur Auseinandersetzung mit gesellschaftlich relevanten Themen bei
28.9. ORF 1 20:15 167 OPPENHEIMER vielfach preisgekrönter biografischer Historienfilm, trägt zur Volksbildung bei
28.9. ORF 2 20:16 88 TATORT
Tabelle 32: Anspruch / Musterwoche 2
öffentlich-rechtlicher Krimi-Serien-Klassiker; Koproduktion mit der ARD; aufwendig gestaltet