Skip to main content

Der Botschafter

Page 1

PORTRÄT

EDELGREISSLER-TOUR

PHILOSOPHIE

Die reichste Region der Welt

Verbeugung vor den Damen

EdelgreißlerMomente für alle

BERICHT AUF SEITE 3

ANNO 2000

BERICHT AUF SEITE 2

ALPE ADRIA

BERICHT AUF SEITE 3

OFFIZIELLES ORGAN AUS DEM KÖSTLICHSTEN ECK KÄRNTENS

ALLES KÄSE

BERICHT AUF SEITE 2 4

HERAUSGEGEBEN VON HERWIG ERTL WAHRE WORTE

LEITARTIKEL

DAS ELIXIER AUS NEPTUNS REICH Vorhang auf für die Sardelle und ihre aromatische Essenz! Ein Schauspiel mit viel Geschmack.

Familiensache

Aus einer Hand: Die Zutaten für die legendären Kärntner Nudeln im Gasthaus Grünwald liefert nun Ingeborg Daberers Sohn Valentin, der neue Käsemacher am Bio-Käsehof am Stollwitz. Würziger Bergkäse aus Rohmilch, cremiger „Camemberg“, frische Butter, Milch und Topfen und bald auch Schotten – Stichwort Slow-Food-Erlebnis „Krendeln“. WWW.GRUENWALD.DELLACH.AT/

AUSZEICHNUNG

Staatspreis

Weil Einkaufen alleine nicht reicht: Für seinen durchdachten Umgang mit Natur, Mensch und Produkt hat Herwig Ertl heuer den „Österreichischen Innovation Sonderpreis Tourismus 2024“ für „besondere kulinarische Erlebnisse“ erhalten. Echter Genuss zahlt sich aus.

B

lau ist Trumpf. Blau wie die einst stets blau bemalten Karren der „Accugai“, der Sardellenhändler, blau wie der Himmel über dem Meer, in dem der „pesce azzurro“ gefangen wird. Sardinen, Makrelen, Sardellen – die Arme-Leute-Fische von einst sind zum Superfood von heute geworden. Sterneköche bauen sie immer öfter in ihre Fine-Dining-Menüs ein, Studien schwärmen von Omega-3 und hochwertigem Protein. Es ist vor allem der Geschmack, der den Unterschied macht. Frisch, in erstklassigen Konserven oder als jodige, salzige Essenz des Meeres. Und die hat einen Namen: Colatura di Alici. Die Zutaten: frische, nicht zu fette Sardellen, Meersalz und Wasser. Reifung und ein wenig Druck ergeben tropfenweise flüssigen Geschmack, reich an wertvollen Nährstoffen wie Mineralsalzen, Aminosäuren und Vitamin A. Die bernsteingelb leuchtende Flüs-

FEINSCHMECKER

Tischgesellschaft Hereinspaziert: Abends wird die Küche im daberer. das biohotel zu einer ganz besonderen Slow-FoodBühne der Köstlichkeiten. Und das nicht nur für Hausgäste, sondern gegen Voranmeldung auch für Gourmets von außerhalb. WWW.BIOHOTEL-DABERER.AT

sigkeit wird in kleine Fläschchen gefüllt, und so mancher Feinschmecker reist mit seinem eigenen Flacon, den er hütet wie sein Lieblingsparfum. Und in gewisser Weise ist es das ja auch. Neu ist die Sache jedoch nicht. Im Gegenteil. Als „Garum“ oder „Liquamen“ war die Colatura bereits den alten Römern geläufig, wurde bei Tisch zum Würzen gereicht. Das Maggi der Antike, könnte man sagen. Vielseitig zu verwenden und lange haltbar. Ein paar Tropfen und schon erhielt jede Suppe und Sauce, jeder Eintopf eine kräftige Umami-Note. Und tut das noch heute, bei Pasta, auf Fisch. Hinter Klostermauern überdauerte das Rezept der Sardellenessenz die Zeit. „Wer Koch werden wollte, dem hat der Küchenchef erst einmal gesagt, da, putz Sardellen!" Roberto Santopietro schmunzelt, wenn er daran zurückdenkt: Ende der 1970er ver-

kaufte man die Fische zu umgerechnet 50 Cent pro Kiste von sieben Kilo. Die einst minderwertige Ware zum Schleuderpreis ist jedoch schon längst zur Delikatesse geworden. Während im Keller seines Bruders Carlo wunderbare Weine reifen, stapeln sich im Lager von Roberto und seinem Sohn Giacomo Gläser und Dosen mit feinsten Sardellen. Allein mit den „Alici“ macht ihre Manufaktur „Mongetto“ ein Drittel ihres Umsatzes, nicht zuletzt über den Edelgreißler. Denn mit Sardellen kennen sich die Piemonteser aus. Mit den Salzschmugglern sind die Fische einst von der Küste über die Berge gekommen, erst als Tarnung für das kostbare Salz, dann selbst als Handelsware. „Das Piemont war immer die Autobahn der Sardelle.“ Roberto lacht. Der Meister der Konserve selbst setzt auf Einfachheit. Er isst die Sardelle am liebsten pur, mit

SLOW FOOD

Die Magie des Moments:

Wildshut Bio Perlage

R

Orte des guten Geschmacks - im Lesachtal, Gailtal, Gitschtal, am Nassfeld und am Weissensee

Gailtaler Alpen

Drautal

Drautal

Techendorf

WEISSENSEE

Liesing

➵ Osttirol

L E S A

C H T A

St. Daniel

Weißbriach

L

Obergail

Dellach

KötschachMauthen

G A I

L T A

Kirchbach

L

Würmlacher Felder

Hermagor

PRESSEGGER SEE

G A I

L

Villach

Würmlach

Karnische

Alpen

Karnische Alpen

Nassfeld

I

Brotbacken bei Bauern und Bäckern

Kochen mit Slow FoodKöchen & Köchinnen

T

A

L

I

E

N

Der gute Geschmack von Bergbauernmilch

Gesundes aus Wäldern, Wiesen, Gärten, Äckern

G

eht’s Euch auch so? Viel zu oft frage ich mich: Kann ich das? Darf, soll ich das? Und – oft ironisch: Wie machen die das? Dieses brutale Vergleichen. Man will sein, was andere schon sind, besitzen, was andere haben, will anders aussehen. Zählt das noch zu „ein Vorbild haben“, oder ist das schon zu viel? Bei all dem Vergleichen kann man sich schon mal verlieren. Zu Beginn meines Startups hieß es, ich könne eine Community nicht vor den Umsatz stellen, „Emotionen schaffen“ sei kein Verkaufsargument, um erfolgreich zu sein, müsse ich mehr so sein wie die anderen Gründer. Und so habe ich versucht, jemand zu sein, der ich nicht bin. Jetzt war ich drei Wochen zu Hause in der Edelgreißlerei, da, wo alles angefangen hat. Um herausfinden, was ich sein will. Spannend: Es war nicht das „Was“, sondern das „Wie“, das ich entdeckt habe. CRAZY SEIN, im Regen mit meinen Brüdern Fußball spielen; GEMEINSAM SEIN, mit den Menschen, die wirklich wichtig sind, mich nicht ablenken; ECHT SEIN, mich nicht verstellen, weil andere es wollen; FREI SEIN und Dinge für mich machen. Ein wenig „Edelgreißler sein“, auf meine eigene Art. Mensch sein, crazy, gemeinsam, echt, frei. Nichts und niemand kann mir das jemals wegnehmen. Und wenn ich das teilen und anderen das gleiche Gefühl geben kann, dann habe ich gewonnen. Dann gewinnen wir alle. Es ist verdammt schön. Probiert es aus! Alles Liebe, Lukas

BIERKULTUR

Slowfood Travel Tipps Maria Luggau

FORTSETZUNG AUF SEITE 3

Edelgreißler sein, Mensch sein, frei sein

Genuss für alle Sinne

Slow Food-Genuss in Hotels, Gasthöfen und auf Bauernhöfen

Mühlenverein Maria Luggau

Guggenbergerhof

Gasthof Bärenwirt

Bio-Bergbauernhof Ederhias

Lesachtaler Kräuterhäusl

Lesachtaler Fleisch

Almwellness-Resort Tuffbad

Gasthof Bärenwirt

Almwellnessresort Tuffbad

Peintnerhof

Karnische Gebirgsaronia

Edelgreisslerei Ertl

Alpenhotel „Wanderniki“

Hotel Schloss Lerchenhof

Gasthof Grünwald

Genießerhotel „Die Forelle“

Hepilodge

Alpenhotel Wanderniki

Jörgishof

Biobauernhof Brandstätter

Bio-Bergbauernhof Ederhias

Familienhotel „Kreuzwirt“

Bäckerei Stiefelbäck

der daberer. das biohotel

Hotel Arlbergerhof Vital

Biokäsehof Zankl

Baumschule Fruchttrieb

Biermanufaktur Loncium

Peintnerhof

Genießerhotel „Die Forelle“

Alpenhotel Plattner

Hotel „Zum Weissensee“

Lissi‘s Bauerneis

Zerza-Bauer

Hotel Schloss Lerchenhof

Gasthof Grünwald

Hotel Arlberger Hof Vital

eine Sinnesfreude: Ein seidig goldenes Kleid mit weißer Schaumspitze fängt den Blick, das fruchtwürzige Rieslingbukett schmeichelt der Nase, die feinperlige Umarmung von zarter Süße und charmanter Säure überrascht die Zunge. Weder Bier noch Schaumwein, ist die „Wildshut Bio Perlage“ vielmehr eine raffinierte Komposition und Hommage an das französisch-belgische Bière Brut. Lebensfreude pur, eingefangen in einem Glas voll prickelnder Eleganz. Die Ingredienzien: handverlesene Bio-Zutaten vom Stiegl-Gut Wildshut, selektierte Hefe aus der Champagne, 1

Zeit und behutsame Flaschen-Edelvergärung. Das Ergebnis: fruchtige Riesling-Anklänge und hopfige Noten – eine außergewöhnlich feine Aromatik. Genießen lässt sich die „Wildshut Bio Perlage“ als prickelnder Aperitif, zu festlichen Anlässen oder wann immer man die Magie des Moments (aus)kosten möchte. Jetzt in der edlen Geschenkverpackung (mit oder ohne Gläser) zu haben.

WEDER BIER,

NOCH SCHAUMWEIN.

EINFACH PERLAGE!


Turn static files into dynamic content formats.

Create a flipbook