Die Februar-Ausgabe von Theater der Zeit rückt das Theater in der Ukraine ins Zentrum – als Kunstform im Ausnahmezustand, die zugleich Verteidigung, Selbstbehauptung und Zukunftsentwurf einer von Krieg belagerten Gesellschaft ist. Das kulturelle Leben ist, eines der perversen Kriegsziele Russlands, nicht zum Erliegen gekommen, während der Krieg – zumindest seit der Totalinvasion – diesen Februar ins fünfte Jahr geht. Der Schwerpunkt des Heftes fragt, welche Rolle internationale Kooperation wirklich spielt – und wo sie bislang ausbleibt. Reportage, Essay und Gespräch zeichnen eine Landschaft, in der Luftalarm, Drohnen und Frontberichte den Alltag markieren, während Projekte wie das Ukrainomania-Vorhaben des Wiener Volkstheaters und des Nationaltheaters Maria Zankovetska in Lviv exemplarisch zeigen, wie gemeinsame künstlerische Arbeit neue Räume für Erinnerung und Solidarität eröffnet.
Flankiert wird der Schwerpunkt von Beiträgen, die andere Bruchstellen der Gegenwart vermessen: ein Bericht über die „Rasenmäh