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Van Manen/Kylián/Goecke

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Van Manen / Kylián / Goecke Ballett

Wir danken unseren Hauptpartner:innen:

Öffentliche Hand

Kulturpartnerin

Van Manen/Kylián/Goecke

‹Bella Figura› von Jiří Kylián, ‹The Old Man and Me› von Hans van Manen und ‹Le Spectre de la Rose› von Marco Goecke

Musik von Lukas Foss, Giovanni Battista Pergolesi, Alessandro Marcello, Antonio Vivaldi, Giuseppe Torelli; Igor Strawinsky, W. A. Mozart, J. J. Cale; Carl Maria von Weber

ca. 2 Stunden inklusive zwei Pausen

Schweizer Erstaufführung

Für Hans.

‹Bella Figura›

Uraufführung: 12. Oktober 1995, Nederlands Dans Theater 1, AT&T Danstheater, Den Haag

Musik:

Lukas Foss, V. Lento aus: ‹Salomon Rossi Suite› (1975)

Giovanni Battista Pergolesi, I. ‹Stabat mater dolorosa› aus: ‹Stabat mater› (1736)

Lukas Foss, III. Andante aus: ‹Salomon Rossi Suite› (1975)

Alessandro Marcello, II. Adagio aus: ‹Konzert für Oboe und Streicher d-Moll› (um 1717)

Antonio Vivaldi, II. Andante aus: ‹Konzert für zwei

Mandolinen und Streicher G-Dur RV 532› (um 1740)

Giuseppe Torelli, ‹Concerto grosso g-Moll op. 8 Nr. 6› (um 1709)

Giovanni Battista Pergolesi, XII. ‹Quando corpus morietur› aus: ‹Stabat mater›

Choreographie – Jiří Kylián

Einstudierung – Ken Ossola, Madoka Kariya, Cora Bos-Kroese

Bühne und Lichtkonzept – Jiří Kylián

Kostüme – Joke Visser

Lichtgestaltung – Kees Tjebbes

Licht- und Bühnentechnik (Realisierung) – Eric Blom

Mit: Ana Paula Camargo, Maurus Gauthier, Rosario Guerra, Chisato Ide, Elliana Mannella, Anthony Ramiandrisoa, Lisa Van Cauwenbergh, Giada Zanotti, Nikita Zdravkovic / Eva Blunno, Sandra Bourdais, Ana Paula Camargo, Maurus Gauthier, Mariana Vieira, Floris Puts, Louis Steinmetz, Cheng-An Wu, Giada Zanotti

‹The Old Man and Me›

Uraufführung: 29. Februar 1996, Nederlands Dans Theater 3, AT&T Danstheater, Den Haag

Musik: J. J. Cale – ‹The Old Man and Me›, Igor Strawinsky – ‹Circus Polka für Orchester›, Wolfgang Amadeus Mozart –‹Klavierkonzert Nr. 23 in A-Dur, KV 488: Adagio›

Choreographie – Hans van Manen

Einstudierung – Feline van Dijken

Bühne und Kostüme – Keso Dekker

Lichtdesign – Joop Caboort

Technische Realisierung – Eric Blom

Mit: Lydia Caruso, Rosario Guerra / Giada Zanotti, Filippo Ferrari / Elliana Mannella, Carlos Kerr Jr.

Besetzung

‹Le Spectre de la Rose›

Choreographische Uraufführung: 14. Juli 2009, Les Ballets de Monte Carlo, Terrasses du Casino de Monte-Carlo

Musik: Carl Maria von Weber, ‹Aufforderung zum Tanz, Rondo brillant Des-Dur op. 65, J. 260› (1819), ‹Der Beherrscher der Geister, Overture, op. 27, J. 122› (1811)

Choreographie und Bühne – Marco Goecke

Einstudierung – Giovanni Di Palma

Kostüme – Michaela Springer

Lichtdesign – Udo Haberland

Dramaturgie – Nadja Kadel

Mit: Rosengeist – Louis Steinmetz / Nikita Zdravkovic

Mädchen – Sandra Bourdais / Ana Paula Camargo

Ensemble: Filippo Ferrari, Maurus Gauthier, Rosario Guerra, David Lagerqvist, Jamal Uhlmann Cheng-An Wu / Dayne Florence, Parker Gamble, Carlos Kerr Jr., Floris Puts, Anthony Ramiandrisoa, Louis Steinmetz

Ballett Basel

Probenleitung – Ralitza Malehounova, Takako Nishi, Ludovico Pace

Bühnenbildassistenz – Coentin Müller

Kostümassistenz – Yannick Gasser

Licht – Christian Foskett, Patrick Gysin

Ton – Cornelius Bohn

Inspizienz – Thomas Kolbe

Technische Produktionsleitung – Gregor Janson

Bühnenmeister – Yaak Bockentien

Beleuchtungsmeister – Christian Foskett, Patrick Gysin

Ton – Cornelius Bohn

Möbel – Brandon Blattner, Daniel Wirz, Florian Stohler, Nico Beusch

Requisite – Nora Beyl, Tim Fiedler, Frederike Malke-Recinos, Corinne Meyer, Flynn Meyer, Florence Schlumberger, Matthias Wäckerlin

Maske – Gabriele Martin, Susi Tenner

Kostümassistenz – Yannick Gasser

Ankleidedienst – Linda Preisig, Minou Mafalda Taghavi, Martin Müller, Gilles-Anthony Treskatsch

Technischer Direktor – Peter Krottenthaler

Leitung Bühnentechnik – Dominik Schluep

Leitung Beleuchtung – Cornelius Hunziker

Leitung Ton / Video – Robert Hermann

Leitung Möbel – Marc Schmitt

Leitung Requisite – Mirjam Scheerer

Leitung Betriebstechnik – Stefan Möller

Leitung Bühnenbildatelier – Marion Andrea Menziger

Werkstätten- / Produktionsleitung – René Matern

Leitung Schreinerei – Markus Jeger

Leitung Schlosserei – Joel Schwob

Leitung Malsaal – Oliver Gugger

Leitung Kostümabteilung – Karin Schmitz

Produktionsleiter – Kostüm / Stv.Leitung Florentino Mori

Gewandmeister Damen – Mirjam von Plehwe, Stv. Gundula

Hartwig, Antje Reichert

Gewandmeister Herren – Eva-Maria Akeret, Stv. Karen Feelizitas Petermann, Ralph Kudler

Kostümbearbeitung / Hüte – Gerlinde Baravalle, Liliana Ercolani

Kostümfundus – Laura Felix-Fatima Marty, Olivia Lopez Diaz-Stöcklin

Leitung Ankleidedienst – Mario Reichlin, Stv. Gioia Schreiber

Leitung Maske – Gabriele Martin

Dramaturgie Ballett – Lucie Machan

Produktionsleitung Ballett – Carla Wieden Dobón

Pysiotheraphie Ballett – Tommaso Pennacchio

Ballettrepetition (Training) – Tiffany Butt

Die Ausstattung wurde in den hauseigenen Werkstätten hergestellt.

Ton- und Videoaufnahmen sind nicht gestattet.

Liebes Publikum

Ein Abend wie dieser ist mehr als eine Abfolge von Choreographien – er ist ein Dialog über Generationen hinweg, eine Verneigung vor künstlerischen Signaturen. Die drei europäischen Choreographen des Abends haben das zeitgenössische Ballett international wesentlich geprägt und weiterentwickelt. Ausgehend von einer starken klassischen Technik haben sie dem Tanz jeweils eine unverwechselbare, neue Handschrift verliehen.

Mit ‹Bella Figura› von Jiří Kylián eröffnet sich ein Raum sinnlicher Körperlichkeit und fliessender Musikalität –von grosser Schönheit und poetischer Kraft. In ‹The Old Man and Me› von Hans van Manen steht dagegen die Klarheit im Mittelpunkt: präzise Linien, ein feines Timing im Zusammenspiel des Paares und die subtile, oft humorvolle Spannung in den Beziehungen – reduziert und zugleich von intensiver Ausdruckskraft. ‹Le Spectre de la Rose› von Marco Goecke nimmt wiederum die berühmte Vorlage von Mikhail Fokine auf und führt sie weiter: Im Zentrum stehen eine eigenständige, hochdifferenzierte Körpersprache, die extreme Beweglichkeit von Armen und Händen sowie eine dichte, spannungsgeladene Atmosphäre, die die poetische Idee in eine zeitgenössische Form überführt.

Für uns stellt dieser Abend einen Höhepunkt unserer ersten Spielzeit am Theater Basel dar. Die Auswahl der Stücke folgt dabei nicht allein einem künstlerischen Anspruch, sondern ist auch persönlich tief geprägt.

Marco Goecke absolvierte seine Tanzausbildung am Königlichen Konservatorium in Den Haag – in einer Zeit, in der die Arbeiten von Jiří Kylián und Hans van Manen das künstlerische Umfeld entscheidend prägten. Ihre Werke haben ihn

früh begleitet. Später kam es zu persönlichen Begegnungen, aus denen gegenseitige Wertschätzung und Freundschaft entstanden – Verbindungen, die bis heute fortwirken.

Auch Nadja Kadel verbindet eine persönliche Geschichte mit diesen Werken: Während ihrer Studienzeit in den Niederlanden erlebte sie zahlreiche Choreographien von Jiří Kylián und Hans van Manen auf der Bühne. ‹The Old Man and Me› sah sie in der Originalbesetzung mit Sabine Kupferberg und Gérard Lemaître – eine Sternstunde des Tanzes. Dass Sabine Kupferberg zugleich die Ehefrau von Jiří Kylián ist, verleiht diesem Erlebnis eine zusätzliche, fast poetische Verbindungslinie innerhalb dieses Abends.

Ludovico Pace wiederum hat als Tänzer des Stuttgarter Balletts Werke aller drei Choreographen selbst interpretiert.

In seiner späteren Tätigkeit als Ballettmeister für Marco Goecke begegnete er den Arbeiten Kyliáns und van Manens erneut – und immer wieder einem aussergewöhnlich hohen künstlerischen Niveau, getragen von der Weitergabe jener Werke durch Ballettmeister:innen und ehemalige Tänzer:innen dieser beiden grossen Künstler.

Besonders bewegend ist für uns, dass Hans van Manen, der vor wenigen Monaten verstorben ist, im vergangenen Jahr noch den Wunsch geäussert hatte, dieser Premiere persönlich beizuwohnen. Dieser Abend ist ihm daher in besonderer Weise gewidmet.

So vereint dieses Programm nicht nur drei bedeutende choreographische Stimmen, sondern erzählt zugleich von künstlerischen Linien, Begegnungen und Freundschaften –und davon, wie sich Tanzgeschichte fortschreibt: von Generation zu Generation, von Körper zu Körper, von Bühne zu Bühne.

Erwähnt seien an dieser Stelle auch die Ballettmeister:innen, selbst etablierte Künstler:innen, die die drei Werke in wochenlanger intensiver Arbeit mit dem Ensemble einstudiert haben: Ken Ossola, der 1995 die Uraufführung von ‹Bella

Figura› tanzte, Feline van Dijken, die mit den Werken Hans van Manens von Kindesbeinen an vertraut ist, und Giovanni Di Palma, seit Jahren ein international gefragter Goecke-Spezialist.

Als Abschlusspremiere der ersten Spielzeit der neuen Leitung des Ballett Basel bündelt dieser Abend noch einmal, wofür wir stehen: die Verbindung von Tradition und Gegenwart, von Weitergabe und Erneuerung – mit einem klaren Blick in die Zukunft.

Wir freuen uns sehr, diesen besonderen Abend auf der Grossen Bühne in Basel präsentieren zu dürfen.

Goecke, Nadja Kadel und Ludovico Pace

Marco

«Der Raum zwischen sogenannter Kunst und Künstlichkeit, zwischen unserem realen Lebensraum und der Welt der Fantasie – diese schattige Zone erzeugt eine Spannung, die mich fasziniert.»

Jiří Kylián

Das längst zum Weltrepertoire gehörende Werk ‹Bella Figura› (1995) von Jiří Kylián bewegt sich zwischen Traum und Wirklichkeit, zwischen Schein und Sein. Zu Musik von Barock bis Moderne entstehen eindringliche Bilder von Sinnlichkeit, Nähe und Verlust. Rote Röcke, fliessende Körper und das Spiel mit Verhüllen und Enthüllen lassen die Grenzen von Geschlecht und Identität verschwimmen. Dabei stellt dieses ikonische Stück auch die Frage, wo eine Aufführung beginnt –und ob sie überhaupt endet. Ein poetisches, kraftvolles Werk über die Zerbrechlichkeit und Schönheit menschlicher Existenz.

‹Bella Figura› von Jiří Kylián
Elliana Mannella

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