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AUGENBLICK

Händel, Friedman, Sartre und Camus



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Händel, Friedman, Sartre und Camus



Bayerische Theatertage, Auszeichnungen, Verwandlungen
Alle Termine März bis Mai








März | April | Mai 2026

BRÜSSEL, AMSTERDAM, REGENSBURG
THE
(EEA)
MÖCHTEST DU EIN SPIEL SPIELEN? ALCINA
POET DER TANZSPRACHE DOLLHOUSE (UA)
INVENTUR INVENTUR (UA)
SARTRE UND CAMUS
MODERNER MYTHOS MARY,
ZU GAST
Teresa Reichl, Anja Kampmann, Michel Friedmann und Michel Abdollahi
AUF EINEN ESPRESSO
Berit Nöring
THEATERFREUNDE Unterwegs

Liebe Leser*innen,
was für ein Theater-Frühjahr! Wir sind erfolgreich gestartet: Mit BROADWAY
WORLD GERMANY Awards für das Tanztheater EINE WINTERREISE , die Oper TRISTAN UND ISOLDE und für unsere deutschsprachige Erstaufführung
COME FROM AWAY . Ende Februar konnten wir den OPER! AWARD als Opernhaus des Jahres 2025 entgegennehmen und hatten Stars der internationalen Musiktheater-Szene in unserem Haus zu Gast – Cecilia Bartoli und Jonathan Tetelman, Barrie Kosky und Jürgen Rose, Christof Loy und Miina-Liisa Värelä – um nur einige zu nennen, waren geladen. Der Mitschnitt des Abends ist auf der Website oper-awards. com abrufbar.

Der Mai hält gleich zwei Highlights bereit: Den Festakt für die Erhebung zum Staatstheater und direkt im Anschluss die 40. Bayerischen Theatertage, zum wiederholten Mal in Regensburg. Im Jubiläumsjahr zeigen die BTT erstmals eine spartenübergreifende Leistungsschau der bayerischen Theaterszene. 26 ausgewählte Produktionen und ein inspirierendes Rahmenprogramm sorgen für zwei Wochen voller kultureller Highlights. Der Festakt im Mai ist ein wegweisender Schritt, der uns stolz und froh zugleich macht. Natürlich halten wir außerdem ein abwechslungsreiches Programm in allen Sparten für Sie bereit: von Händel bis Sartre und Camus, von Stephen King bis Philipp Löhle, von Raschke bis Kaydanovskiy. Kommen Sie vorbei, kommen Sie mit uns ins Gespräch und feiern Sie mit uns.
Ihr
SEBASTIAN RITSCHEL
Spielplan
So bunt wie ihr Motto – Vielfalt leben –werden die 40. Bayerischen Theatertage, die vom 8. bis zum 25. Mai in Regensburg stattfinden. Bereits zum fünften Mal ist das Theater Regensburg Gastgeber der Leistungsschau der bayerischen Theaterszene. Vier Monate lang hat sich die fachkundige siebenköpfige Jury landesweit Produktionen angeschaut und sich die Auswahl nicht leicht gemacht. Im Jubiläumsjahr sind nun erstmals alle Sparten beteiligt: Schauspiel, Musiktheater, Junges Theater, Tanz, Performance, Figurentheater, Digitaltheater und zudem ist eine inklusive Produktion in der Auswahl vertreten.
Das Gros der 26 Produktionen, die aus ganz Bayern nach Regensburg reisen, sind Sprechtheaterstücke, vier Produktionen kommen aus dem Bereich Junges Theater, darunter auch eine Tanzperformance. Vier Stücke aus dem Musiktheater werden zu erleben sein; sie kommen aus Wunsiedel, München, Hof und dem Landestheater Niederbayern. Zwei besondere Tanzproduktionen erobern die Regensburger Bühnen. Eine Theater-Text-Performance des Pathos Kollektivs lädt zu völlig neuen Sichtweisen ein und mit WONDERLAND AVE . beteiligt sich das Staatstheater Augsburg mit seiner digitalen Sparte. Das Brachland-Ensemble,
das in Nürnberg starke Wurzeln hat, bringt ein inklusives Stück nach Regensburg. Das Theater Regensburg beteiligt sich mit der Premiere der Oper THE SHINING am 9., der Premiere des Doppelabends der zwei Existenzialisten-Stücke DIE SCHMUTZIGEN HÄNDE und DIE GERECHTEN am 10., Esther Beckers Schauspiel DAS LEBEN IST EIN WUNSCHKONZERT am 11. und dem 7. Philharmonischen Konzert ABSCHIEDE am 18. Mai.
Abgerundet wird dieses Kaleidoskop bayerischen Bühnenschaffens mit vielfältigen Zusatzveranstaltungen, von der Matinee bis zur Party. Im Rahmenprogramm sind die Regensburger Bühnen Turmtheater, Statt-Theater, die Bayerische Akademie für Darstellende Künste, das Impro-Theater Chamäleon sowie die Stadtmaus mit eigenen Programmpunkten dabei. Machen Sie mit, wenn Regensburg im Mai zu einem nachhaltigen und großartigen Theaterfestival wird! Einen Überblick über die vielfältigen Angebote und Ensembles bieten die Website, der Monatsspielplan und ab April das BTT Magazin. Auf Instagram bleiben Sie unter @bayerischetheatertage am Ball. Der Vorverkauf startet am 2. März.
ANDREA HOFFMANN

Jürgen Rose
Das Theater Regensburg konnte am 23. Februar den OPER! AWARD als Opernhaus des Jahres 2025 entgegennehmen. Zuletzt wurden mit diesem besonderen Preis das Brüsseler Opernhaus De Munt / La Monnaie und das Opernhaus Amsterdam ausgezeichnet.
Tatsächlich sind wir unter den bisherigen Preisträgern das proportional kleinste Haus und das erste Mehrspartenhaus. Das macht uns sehr stolz und dankbar!
Eine große Freude war es dann auch, am 23. Februar Gastgeber für die interna-
tionale OPER! AWARDS Verleihung zu sein und die Preisträger*innen aller 19 Kategorien aus aller Welt zu Gast zu haben, von Miina-Liisa Värelä und Jonathan Tetelman bis Barrie Kosky oder Jo Schramm und Cecilia Bartoli.
Für sein Lebenswerk wurde der Ausstatter und Regisseur Jürgen Rose ausgezeichnet, der nicht nur mit über 300 Inszenierungen Sehgewohnheiten und Bühnenerlebnisse geprägt hat, sondern auch als Lehrer an der Stuttgarter Akademie mehr als eine Generation Bühnenbildner*innen und Kostümbildner*innen das Handwerk gelehrt hat.
Der Live-Mitschnitt der Veranstaltung ist auf der Homepage oper-awards.com zu sehen.
ANDREA HOFFMANN

Wir alle kennen das Film-Poster von SHINING mit Jack Nicholson. Stanley Kubrick ist brillant, es ist ein großartiger Film – aber er entspricht nicht dem, was Stephen King geschrieben hat. Jack Torrance ist ein verletzlicher Charakter und es geht um eine Familie, die versucht, in einer emotionalen Grenzsituation zusammenzubleiben. „Ich halte Jack Torrance im Grunde für einen anständigen Kerl, der versucht, das Richtige zu tun, der aber mit einem unmöglichen Dilemma konfrontiert ist“, sagt Komponist Paul Moravec. Denn seine Pflicht als Vater ist es, seinen Sohn, den er liebt, zu beschützen, aber eine „höhere Macht“ be-
fiehlt ihm, dieses Kind zu opfern. Stephen King greift also auf eine der ältesten biblischen Geschichten zurück, nämlich die von Abraham und Isaak aus dem ersten Buch Mose, der Genesis. Das ist eine hochdramatische Geschichte von Liebe und Treue und (versuchtem) Kindsmord. Und genau das ist es, was Musik vermittelt: extreme Emotionen und extreme Situationen.
„Ich hätte nicht gewusst, wie man aus dem Kubrick-Film eine Oper machen soll, so brillant er auch ist. Denn man weiß da von Anfang an, dass Jack Torrance verrückt ist“, so Paul Moravec. „Die Handlung dreht sich im Buch und in der Oper um einen im Grunde genommen anständigen, aber sehr gequälten Mann, der völlig verrückt wird und dann (beinahe) zum Mörder. Das ist eine opernhafte Geschichte, und das ist Stephen King! Er ist ein großartiger Geschichtenerzähler.“
RONNY SCHOLZ
THE SHINING (EEA) PREMIERE 9.5.26 | 19.30 Uhr Bismarckplatz
TERMINE & TICKET-INFOS im Kalender ab S. 12 und online

Bühnenbildentwurf von Julia Katharina Berndt
Auf der Suche nach ihrem Geliebten Ruggiero begeben sich Bradamante und ihr Vertrauter Melisso in das Reich von Alcina. Sie geraten dort in eine Welt der enthemmten Gelüste, der permanenten Ekstase und des Rausches. Doch als sie Ruggiero finden, müssen sie erkennen, dass er unter Alcinas Zauberbann die Erinnerung an sein früheres Leben verloren hat. Bradamante und Melisso versuchen, ihn zu wecken und in sein altes Leben zurückzuführen. Es entbrennt ein Kampf zwischen Rausch und Realität, um den Zauber von Alcina zu brechen.
Doch wie macht man weiter nach dem Erwachen? Wie kehrt man zurück
in die Wirklichkeit, wenn man im Spiel alles auf eine Karte gesetzt hat? Was bleibt übrig, wenn der Rausch vorbei ist? Georg Friedrich Händel gibt der auf Ariosts ORLANDO FURIOSO fußenden Oper meisterlichen Klang.
RONNY SCHOLZ
ALCINA
PREMIERE 21.3.26 19.30 Uhr, Bismarckplatz
TERMINE & TICKET-INFOS im Kalender ab S. 12 und online
Im Zentrum der choreografischen Arbeiten von Andrey Kaydanovskiy steht der Mensch mit seinen variierenden Gefühlszuständen. Er entwickelt die Tanzenden zu sensiblen Geschichtenerzähler*innen, die verschiedene Figuren, Charaktere und Emotionen verkörpern. Seine Stücke zeichnen sich durch technische und gestische Präzision aus und thematisieren häufig Identität, Verletzlichkeit und zwischenmenschliche Beziehungen.

Andrey Kaydanovskiy (*1986 in Moskau) ist ein österreichischer Balletttänzer und international gefeierter Choreograf mit russischen Wurzeln. Er erhielt seine Ballettausbildung in Moskau, Stuttgart und Wien und gehörte anschließend dem Ensemble des Balletts der Wiener Staatsoper an. Bereits während seiner Tänzerlaufbahn verlagerte Kaydanovskiy seinen künstlerischen Schwerpunkt auch auf die Choreografie. Seit 2009 schuf er Werke für renommierte Kompanien wie das Bayerische und das Wiener Staatsballett, das Ballett am Rhein, das Bolschoi Ballett sowie das Tschechische Nationalballett. Zu seinen bedeutendsten Arbeiten zählen DER SCHNEESTURM , CECIL HOTEL , LUX UMBRA und zuletzt SHAKESPEARE ’ S DREAM für Tanz Linz. Für die Tanzcompany des Theater Regensburg kreiert er nun DOLLHOUSE (UA) zur Musik von Christof Dienz in der Ausstattung von Karoline Hogl, mit denen er bereits mehrere Tanzstücke inszenierte.
EILA SCHWEDLAND
DOLLHOUSE (UA)
PREMIERE 28.3.26 | 19.30 Uhr Antoniushaus
TERMINE & TICKET-INFOS im Kalender ab S. 12 und online
INVENTUR heißt das Stück, das Dramatiker Philipp Löhle als Auftragswerk für das Theater Regensburg geschrieben hat. Die Uraufführung, bei der er auch selbst Regie führen wird, ist Teil unserer diesjährigen Haidplatz-Serie und sortiert sich als fünfte von sechs Produktionen in die Reihe ein. Dabei erweitert Löhle die Serie klug und humorvoll mit neuen inhaltlichen Querverbindungen und Impulsen. Denn er hat in den Stücken, neben Erinnern und Altern, noch ein weiteres Thema erkannt: „Ich hatte ja den Vorteil, dass ich vor dem Schreiben schon wusste, dass FISCHER FRITZ, TOD EINES HANDLUNGSREISENDEN sowie LUCIDITY Teil der Serie sein werden. Neben den erwähnten Themen ist doch sehr auffällig, wie in allen drei Texten die Arbeit eine sehr große Rolle einnimmt. Ob als polnische Altenpflegerin, als nicht mehr gebrauchter Patriarch oder in der Frage Musik oder Wissenschaft. Auch daran merkt man, wie sich heutige Menschen über Arbeit definieren. Ohne diese sind sie prak-

tisch nichts. Und die Frage, wie man damit umgehen will, wenn man das herausfindet, die fand ich sehr spannend.“ Auch wenn er die konkrete Idee für INVENTUR erst im Rahmen der Serie entwickelt hat, ist das Thema Arbeit für ihn omnipräsent, „weil man einfach mit allen Menschen immer darüber redet und ich bin immer wieder erstaunt, wie viele Leute von sich behaupten, sie mögen ihre Arbeit nicht und am liebsten hätten sie für immer frei. Bei mir ist es genau umgekehrt: Ich ärgere mich eher über Feiertage und Ferien, weil man dann schon wieder nicht arbeiten kann. Allerdings würde ich meinen Beruf vielleicht auch gar nicht Arbeit nennen, das ist so negativ konnotiert. Und warum ist das so? Ist doch verrückt. Umgekehrt kann kaum jemand mit Freizeit umgehen. Dann machen alle erstmal den Haushalt und danach ist ihnen langweilig.“
Aber worum geht es denn nun eigentlich in INVENTUR ? „Drei Angestellte einer Firma entdecken, dass alle Arbeit nur dazu dient, die Menschen zu beschäftigen, damit sie nicht vor lauter Freizeit auf die Idee kommen, über ihr Leben nachzudenken“, so Löhle über sein neues Stück. Und wie die drei Figuren damit umgehen, erfahren wir ab April im Haidplatz.
MAXI RATZKOWSKI
AUCH IM HAIDPLATZ MARATHON
INVENTUR (UA)
PREMIERE 11.4.26 19.30 Uhr, Haidplatz
TERMINE & TICKET-INFOS im Kalender ab S. 12 und online

Bühnenbildentwurf
Beim Spielzeitmotto EXISTENZEN dürfen sie nicht fehlen: die Existenzialisten. Der Existenzialismus umfasst als eine der einflussreichsten philosophischen Bewegungen des 20. Jahrhunderts viele namhafte Denker*innen. Als gemeinsame Begründer der französischen Strömung gelten Jean-Paul Sartre und Albert Camus. Beide verfassten sowohl literarische als auch philosophische Schriften, setzten sich mit Fragen der gelebten Existenz auseinander. Ihre Wege kreuzten sich im Paris der 1940er Jahre, wo sie eine enge Freundschaft verband, bevor sie sich aufgrund politischer und philosophischer Differenzen überwarfen. Während Sartre als öffentliche Person und politischer Mensch eine solche Anhängerschaft hatte, dass es heißt, die Studierenden hätten seine Beerdigung als „Demonstration gegen Sartres Tod“ bezeichnet, publizierte Camus zahlreiche Schriften, etwa über das Gewis-
sen und die Absurdität des Daseins und erhielt 1957 den Literaturnobelpreis.
In diesem Doppelabend bringen wir zwei bedeutsame Dramen dieser beiden Denker (DIE GERECHTEN von Camus, 1949 und DIE SCHMUTZIGEN HÄNDE von Sartre, 1948) zusammen, um ihre Überzeugungen und Figuren aus heutiger Perspektive noch einmal ins Gespräch kommen zu lassen – im Ringen um Handlungsmacht, Revolution, Freiheit und politische Verantwortung, aber auch im Kreisen um radikale Positionen und Extremismus.
ELENA HÖBARTH
DIE SCHMUTZIGEN HÄNDE / DIE GERECHTEN PREMIERE 10.5.26 | 18 Uhr Antoniushaus
TERMINE & TICKET-INFOS im Kalender ab S. 12 und online
AUF ANDERE
„Das Geheimnis der Erlösung heißt Erinnerung“ ist der jüdische Gelehrte Baal Shem Tov mit seinem zentralen Lehrspruch in der Jerusalemer Gedenkstätte Yad Vashem zitiert. Diese Erinnerung hat viele Facetten und Möglichkeiten. Als Theater erinnern wir an die deutsche Geschichte auf andere Weise als Gedenkstätten oder Kommunen, die das unmittelbar Geschehene am unmittelbaren Ort in den Blick nehmen. Ironisch gebrochen wird das erlebbar in unserer Uraufführung LOB DER GERECHTEN . Erinnerung im Theater ist meist allgemeiner, weniger biografisch, aber doch individuell anschlussfähig. Der

PRINZ VON SCHIRAS oder POLNISCHE HOCHZEIT – lustige Operetten oder doch ein Erinnerungsmal an einen vertriebenen und entrechteten Juden und seine ermordeten Librettisten? Ein Mahnmal, welche Kultur abgeschnitten wird, wenn Rassismus und Ausgrenzung herrschen? WAS DAS NASHORN SAH, ALS ES AUF DIE ANDERE SEITE DES ZAUNS SCHAUTE ist eine grandiose Parabel über kollektives Wegsehen – für Kinder und Erwachsene gleichermaßen. Die Geschichte beruht auf einem historischen Ort: dem Zoo, der sich direkt neben dem Konzentrationslager Buchenwald befand. Aus der Perspektive der Tiere erzählt das Stück behutsam vom Hinsehen, Mitfühlen und Fragenstellen. MANHATTAN PROJECT zeigt vor den Nazis geflüchtete jüdische Wissenschaftler, die auch aus Furcht vor nazideutscher Übermacht eine neue, noch großflächigere Vernichtungswaffe erfinden, aber auch in der Forschung eine innere Heimat im Exil finden.
Auch unsere Diskussionsformate der Reihe ZUKUNFT JETZT! und Gastspiele wie das Literaturkonzert von Roman Knizka & OPUS 45 , das sich konkret auf das Datum der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz bezieht, gehören zu unserer Erinnerungskultur, mit der wir mit dem Publikum in den Austausch gehen. Theater lebt vom Konflikt, vom Aushandeln von Extremen. Vom Dialog – und von Erinnerung und Gedächtnis.
IMMERMIT NACHGESPRÄCH

Bühnenbildzeichnung der Illustratorin Nele Brönner
Es gab ihn tatsächlich: den Zoo direkt neben dem Konzentrationslager Buchenwald, angelegt als Ablenkung für die Familien der SS-Täter und die Bevölkerung Weimars. Im Stück WAS DAS NASHORN SAH, ALS ES AUF DIE ANDERE SEITE DES ZAUNS SCHAUTE greift Jens Raschke diesen historischen Ort auf und stellt eine ebenso einfache wie tiefgreifende Frage: Schaust du weg oder beschließt du, zu handeln? Er ringt dabei der historischen Katastrophe einen Gedankenraum ab und lädt ein, darüber nachzudenken, wie wir handeln können, wenn jenseits des Zauns etwas geschieht, für das uns die Worte fehlen. Oda Zuschneids In-
szenierung arbeitet mit einem besonderen Mittel – den Zeichnungen der vielfach ausgezeichneten Illustratorin und Comiczeichnerin Nele Brönner.
TWYLA ZUSCHNEID
WAS DAS NASHORN SAH, ... PREMIERE 14.3.26 | 15 Uhr Junges Theater
TERMINE & TICKET-INFOS im Kalender ab S. 13 und online
März bis Mai
Tickets im Onlineshop, per Telefon (0941) 507 2424, E-Mail an karten@theaterregensburg.de oder an der Theaterkasse.
Alle Ermäßigungen unter www.theaterregensburg.de.ermaessigungen.
= Premiere | U30 = U30-Vorstellung (10 € für alle unter 30) | = Familienvorstellung (10 € für alle unter 18) |
ZLM = Zum letzten Mal in dieser Spielzeit | = After Show Party | = Autogrammstunde im Anschluss | UA = Uraufführung |
DSE = Deutschsprachige Erstaufführung | EEA = Europäische Erstaufführung
*Kinderbetreuung, Anmeldung: familie@theaterregensburg.de
Politsatire von Selina Fillinger | Bismarckplatz
So 01.03.26 15.00 *Kinderbetreuung
Sa 07.03.26 19.30
Sa 14.03.26 19.30
So 22.03.26 18.00
Mi 25.03.26 19.30
Do 26.03.26 19.30
Fr 17.04.26 19.30
Do 23.04.26 19.30
Fr 22.05.26 19.30
Sa 30.05.26 19.30
FISCHER FRITZ
Modernes Volksstück von Raphaela Bardutzky | Haidplatz
So 01.03.26 18.00
Schauspiel von S B Yishai, H Ibsen, G Steinbuch, I Žic Antoniushaus
Di 03.03.26 19.30
Do 05.03.26 19.30
Fr 06.03.26 19.30
So 08.03.26 18.00
Außer bei Premieren finden bei fast allen Vorstellungen 30 Minuten vor Beginn Einführungen und zu ausgewählten Produktionen Nachgespräche statt. Details im Monatsspielplan und online.
Drama von Arthur Miller | Haidplatz
Di 03.03.26 19.30
Mi 04.03.26 19.30
Di 17.03.26 19.30
Do 19.03.26 19.30
Fr 20.03.26 19.30
Sa 21.03.26 19.30
Di 24.03.26 19.30
Operette von Joseph Beer | Bismarckplatz
Fr 06.03.26 19.30
So 15.03.26 18.00
So 29.03.26 18.00
So 05.04.26 18.00
Mi 08.04.26 19.30
So 12.04.26 15.00 *Kinderbetreuung
Sa 18.04.26 19.30
Sa 25.04.26 19.30
Fr 01.05.26 18.00
Fr 29.05.26 19.30
Schauspiel von Jens Raschke | Junges Theater
Sa 07.03.26 11.00 Öffentliche Probe
Sa 14.03.26 15.00
So 22.03.26 15.00
So 29.03.26 15.00
Partizipative Tanzperformance | Mobil
So 08.03.26
Fr 10.04.26
Mi 06.05.26
Sa 16.05.26
Geschlossene Veranstaltung
Geschlossene Veranstaltung
Geschlossene Veranstaltung
Oper von Giacomo Puccini | Bismarckplatz
So 08.03.26 18.00
Oper von Georg Friedrich Händel | Bismarckplatz
Mo 09.03.26 19.00 Öffentliche Probe
So 15.03.26 11.00 Matinee
Sa 21.03.26 19.30
Di 24.03.26 19.30
Fr 27.03.26 19.30
Do 02.04.26 19.30
Fr 10.04.26 19.30
Fr 24.04.26 19.30
So 03.05.26 15.00
Mi 27.05.26 19.30

Liederabend mit Puppen | Stückentwicklung von Markus Schabbing | Haidplatz
Di 10.03.26 19.30
Fr 13.03.26 19.30
So 15.03.26 18.00
Gesellschaftskomödie von Lutz Hübner und Sarah Nemitz | Antoniushaus
Mi 11.03.26 19.30
Do 12.03.26 19.30
Fr 13.03.26 19.30
MERRILY WE ROLL ALONG (DSE)
Musical von Stephen Sondheim | Bismarckplatz
Fr 13.03.26 19.30
Tanzabend von Andrey Kaydanovskiy | Antoniushaus
Sa 21.03.26 11.00 Öffentliche Probe
So 22.03.26 11.00 Matinee
Sa 28.03.26 19.30
Mi 01.04.26 19.30
Do 02.04.26 19.30
Mo 06.04.26 18.00
Di 14.04.26 19.30
Mi 15.04.26 19.30
Fr 17.04.26 19.30
So 19.04.26 18.00
Di 21.04.26 19.30
So 17.05.26 18.00
Musical von Marc Shaiman | Bismarckplatz
Sa 28.03.26 19.30
Di 31.03.26 19.30
Mo 06.04.26 15.00
So 19.04.26 18.00
So 26.04.26 15.00
Schauspiel von Philipp Löhle | Haidplatz
So 29.03.26 11.00 Matinee
Do 02.04.26 19.00 Öffentliche Probe
Sa 11.04.26 19.30
Di 14.04.26 19.30
Do 16.04.26 19.30
Sa 18.04.26 19.30
So 19.04.26 18.00
Mi 29.04.26 19.30
Do 30.04.26 19.30
Sa 02.05.26 19.30
Di 05.05.26 19.30
Do 07.05.26 19.30
Sa 09.05.26 19.30
Di 12.05.26 19.30
I AM WHAT I AM
Opern-, Operetten- & Musical-Gala | Bismarckplatz
Di 07.04.26 19.30
Schauspiel von Stefano Massini | Antoniushaus
Do 09.04.26 19.30
Fr 10.04.26 19.30
So 12.04.26 18.00
MARY, SHELLEY, FRANKENSTEIN !
Community Theater nach Mary Shelley | Junges Theater
Fr 10.04.26 18.00
Sa 11.04.26 18.00
So 12.04.26 18.00
Tanzabend von Wagner Moreira | Bismarckplatz
Sa 11.04.26 19.30
Sa 02.05.26 19.30

Schauspiel nach dem Bilderbuch von Oren Lavie Junges Theater
So 19.04.26 15.00
Kammeroper von Laura Kaminsky | Haidplatz
Do 23.04.26 19.30
Sa 25.04.26 19.30
Di 28.04.26 19.30
Di 19.05.26 19.30
Oper von Paul Moravec | Bismarckplatz
Mo 27.04.26 19.00
Öffentliche Probe
So 03.05.26 11.00 Matinee
Sa 09.05.26 19.30
So 31.05.26 18.00
Doppelabend mit Dramen von Jean-Paul Sartre und Albert Camus | Antoniushaus
So 03.05.26 14.00
Matinee
Mo 04.05.26 19.00 Öffentliche Probe
So 10.05.26 18.00
Do 28.05.26 18.30
Fr 29.05.26 18.30
So 31.05.26 18.00
Schauspiel von Esther Becker | Junges Theater
Mo 04.05.26 19.00 Öffentliche Probe
Mo 11.05.26 18.00
Mi 27.05.26 15.00
Do 28.05.26 15.00
So 31.05.26 15.00
Junge Choreograf*innen | Tanzabend | Haidplatz
TELEFON- & MAILSERVICE
Mo–Fr 10–18 Uhr, Sa 10–14 Uhr
Kartentelefon +49 (941) 507 2424
karten@theaterregensburg.de
Abo +49 (941) 507 4422 abo@theaterregensburg.de
ÖFFNUNGSZEITEN
KASSENSCHALTER & ABO-BÜRO
Mo & Di geschlossen
Mi–Fr 10–18 Uhr | Sa 10–14 Uhr
Sa 30.05.26 11.00 Öffentliche Probe
So 31.05.26 11.00 Matinee 12+
ONLINESHOP
Rund um die Uhr tickets.theaterregensburg.de
Tickets 6–60 Euro
Wir laden herzlich zur Präsentation der neuen Spielzeit in den Bismarckplatz ein.
/ Mit Einblicken in die nächste Saison!
/ Karten erhältlich an der Theaterkasse & online
19.30 Uhr 20.3.26 Bismarckplatz
So 01.03.26 19.00 Á LA FRANÇAISE | 4. HAUSKONZERT Foyer Neuhaussaal
So 01.03.26 10.00 RIGO UND ROSA | 3. FAMILIENKONZERT Neuhaussaal
So 01.03.26 11.30 RIGO UND ROSA | 3. FAMILIENKONZERT Neuhaussaal
Mi 04.03.26 21.30 36. BALKONSINGEN Balkon Bismarckplatz Eintritt frei
So 08.03.26 11.00 RIGO UND ROSA | 3. FAMILIENKONZERT Neuhaussaal
So 22.03.26 10.00 FINGERSPITZENGEFÜHL | 3. KRABBELKONZERT Foyer Neuhaussaal
So 22.03.26 11.30 FINGERSPITZENGEFÜHL | 3. KRABBELKONZERT Foyer Neuhaussaal
Do 26.03.26 19.30 DUNKLES LICHT | 5. PHILHARMONISCHES KONZERT Audimax
Mi 01.04.26 21.30 37. BALKONSINGEN Balkon Bismarckplatz Eintritt frei
Sa 04.04.26 15.00 PADDINGTON BÄRS ERSTES KONZERT | 4. FAMILIENKONZERT Neuhaussaal
Do 16.04.26 10.00 IM SPIEGEL | 6. PHILHARMONISCHES KONZERT Neuhaussaal Öffentl. Probe
Do 16.04.26 19.30 IM SPIEGEL | 6. PHILHARMONISCHES KONZERT Neuhaussaal
So 19.04.26 19.00 NEUE CHANSONS | 4. HAUSKONZERT Foyer Neuhaussaal
Mo 20.04.26 19.30 6. PHILHARMONISCHES KONZERT | IM SPIEGEL Neuhaussaal
So 26.04.26 19.00 SOMMERFRISCHE | 5. KAMMERKONZERT Neuhaussaal
Mi 13.05.26 21.30 38. BALKONSINGEN Balkon Bismarckplatz Eintritt frei
Mo 18.05.26 10.00 ABSCHIEDE | 7. PHILHARMONISCHES KONZERT Neuhaussaal Öffentl. Probe
Mo 18.05.26 19.30 ABSCHIEDE | 7. PHILHARMONISCHES KONZERT Neuhaussaal
Do 21.05.26 19.30 ABSCHIEDE | 7. PHILHARMONISCHES KONZERT Neuhaussaal
So 31.05.26 19.00 ROMANZE | 5. HAUSKONZERT Foyer Neuhaussaal
Entdecken Sie die Vielfalt der 40. Bayerischen Theatertage hier in Regensburg! Alle Informationen und Termine finden Sie unter www.bayerische-theatertage.de, im BTT -Monatsspielplan und im BTT -Magazin. Ein besonderes Highlight: Mit dem Festivalpass erhalten Sie 30 % Ermäßigung beim Besuch von mindestens drei Vorstellungen im Festivalzeitraum.
VORVERKAUFSSTART
2. März, 10 Uhr

So 08.03.26 18.00 ZUKUNFT JETZT! MÄNNERSACHE? FRAUENPOWER! Neuhaussaal
Fr 20.03.26 19.30 SPIELPLANPRÄSENTATION 26/27 Bismarckplatz
Fr 27.03.26 18.00 WELTTAG DES THEATERS Bismarkckplatz außen
Sa 25.04.26 14.30 OPEN CLASS Ballettsaal
Do 28.05.26 19.30 ZUKUNFT JETZT! MIT MICHEL FRIEDMAN UND MICHEL ABDOLLAHI Bismarckplatz
Fr 27.02.26 19.00 OLIVER! | CANTEMUS CHOR Antoniushaus
Sa 28.02.26 15.00, 19.00 OLIVER! | CANTEMUS CHOR Antoniushaus
So 01.03.26 16.00 OLIVER! | CANTEMUS CHOR Antoniushaus
Do 09.04.26 19.30 BENEFIZKONZERT DES BUNDESPOLIZEIORCHESTERS MÜNCHEN Bismarckplatz
Fr 17.04.26 19.30 ANJA KAMPMANN LIEST: DIE WUT IST EIN HELLER STERN Neuhaussaal
So 17.05.26 18.00 BENEFIZKONZERT FÜR DIE AKTION UNSER THEATER MIT DEM JUNGEN KAMMERORCHESTER OSTBAYERN Bismarckplatz

Am 8. März feiern wir den internationalen Weltfrauentag mit einem feministischen Panel, mit Regisseurin Elsa van Damke, Bestatterin Magdalena Schwarzwald und Ensemblemitglied Natascha Weigang, moderiert von Kabarettistin Teresa Reichl. Literarisch geht es im April weiter: In Kooperation mit der Universitätsbibliothek Regensburg liest Anja Kampmann, Trägerin des Marie-Luise-Kaschnitz-Preises 2024, am 17. April aus ihrem Roman DIE WUT IST EIN HELLER STERN , für den sie mit dem Hans-FalladaPreis 2026 ausgezeichnet wird.

Musik für einen guten Zweck: Im Mai laden die Theaterfreunde e. V. zum Benefizkonzert für die Aktion „Unser Theater“ mit dem Jungen Kammerorchester Ostbayern und großen Melodien der Strauss-Dynastie.
In der Reihe ZUKUNFT JETZT! freuen wir uns am 28. Mai auf einen spannenden Austausch zwischen dem Publizisten, Philosoph und Jurist Michel Friedman und dem im Iran geborenen und in Deutschland aufgewachsenen Michel Abdollahi, Autor, Journalist und Fernsehmoderator. Michel Fried-

man liest aus seinem Buch MENSCH! und wird in den Gesprächen mit Michel Abdollahi auch die aktuelle Situation im Iran ansprechen. „Mut ist die bewusste Entscheidung, nicht zu schweigen, wenn Hass die Oberhand gewinnt“, umreißt Michel Abdollahi eine tragende Haltung.
TERMINE & TICKET-INFOS im Kalender auf S. 18 und online




5. Philharmonisches Konzert




Ein Konzert, ein*e Dirigent*in, ein*e Solist*in und ein Orchester – das sind für gewöhnlich die Zutaten eines Philharmonischen Konzerts. Nicht so, wenn es heißt „Play and Conduct“. Leiten und gleichzeitig spielen ist ein besonderes Erlebnis, für Musiker*innen und Publikum gleichermaßen. Das können Sie im 5. Philharmonischen Konzert im Audimax mit Ludwig van Beethovens 1. Klavierkonzert live erleben, wenn GMD Stefan Veselka das Podium gleichzeitig als Pianist und Dirigent betritt! Was früher gelebte Praxis war – die Komponist*innen der Wiener Klassik leiteten ihre Konzerte häufig vom Instrument aus – ist heute nur selten zu sehen und hören. Besondere Musikalität, Fingerspitzengefühl und gemeinsames Musizieren sind also gefordert. So führt der musikalische Weg von Beethoven in Gustav Mahlers eindrucksvolle 5. Sinfonie.
IM SPIEGEL
6. Philharmonisches Konzert
16. & 20.4.26 | 19.30 Uhr
Neuhaussaal
ABSCHIEDE
7. Philharmonisches Konzert 18. & 21.5.26 | 19.30 Uhr
Neuhaussaal
TERMINE & TICKET-INFOS im Kalender ab S. 12 und online
Mit IM SPIEGEL ist das 6. Philharmonische Konzert überschrieben und die Spiegelachse für die Kompositionen rund um die musikalische Auseinandersetzung mit PELLÉAS ET MÉLISANDE bildet die französische Komponistin Germaine Tailleferre. Mit dem Kollektiv „Groupe des Six“ mischte sie in den 1920er-Jahren das französische Musikleben auf und zählte zu den Berühmtheiten des Pariser Musiklebens. Von Pablo Picasso erhielt sie den Rat, ständig nach Neuem zu suchen und nicht auf Altbewährtes zu setzen. In einer Zeit, in der es für Frauen nicht selbstverständlich war, Komponistinnen zu sein, ging sie ihren eigenen künstlerischen Weg. Das Neue schimmert auch im Concertino für Harfe und Orchester – wunderbar eingebunden in die Kompositionen von Gabriel Fauré und Claude Debussy.
Nach einer Wiederentdeckung wartet im 7. Philharmonischen Konzert eine Uraufführung: Wolfgang-Andreas Schultz’ SAWITRI UND SATIAWAN . Zu einem Leitfaden seiner Musik ist „das Ineinander der Zeiten“ geworden – ein spannender Pluralismus, bei dem Stile „miteinander“ und nicht „gegeneinander“ gehen. Viele seiner Werke verweisen auf ein spirituell geprägtes Welt- und Menschenbild. Eine Einheit mit Reibungsflächen, die in seiner Musik hörbar werden und die es zu entdecken lohnt. Begleitet wird die Entdeckungsreise von Edward Elgar und Robert Schumann.
MARIE JULIUS





Haus- & Kammer konzerte










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PLATZ FÜR
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Wenn das Leben ein Wunschkonzert wäre, dann gäbe es jeden Tag Pizza „Vier Jahreszeiten“. Für einen verlorenen Wackelzahn würde man von der Zahnfee ein Haustier geschenkt bekommen. Anstelle von Mathe würde nur noch Sportunterricht stattfinden und die Eltern wären jeden Morgen rechtzeitig wach, um einen zur Schule zu bringen. In der Küche würden sich keine Flaschen stapeln und im Kühlschrank gäbe es genug zu Essen. Wenn das Leben ein Wunschkonzert wäre, würde Annas Wunschzettel vielleicht so aussehen. Die Protagonistin in Esther Beckers 2019 mit dem Berliner Kindertheaterpreis ausgezeichneten Theaterstück DAS LEBEN IST EIN WUNSCHKONZERT wächst in einer Familie mit zwei alkoholkranken Eltern auf. Sie hat gelernt, ihren Alltag allein zu meistern, und das ist alles andere als leicht. Zum Glück ist sie von aufmerksamen Menschen (und Tieren) umgeben: ihrer besten Freundin Hannah, einer Professorin, einem Pizzaboten und einer Schnecke.
HANNAH SPIELVOGEL
DAS LEBEN IST EIN WUNSCHKONZERT
8+
PREMIERE 11.5.26 | 18 Uhr Junges Theater
TERMINE & TICKET-INFOS im Kalender ab S. 12 und online
Der Sommer ist vorbei, bevor er begonnen hat: 1816 verdunkelt die Asche eines Vulkanausbruchs den Himmel und taucht die Welt in ein düsteres Grau. In diesem unwirtlichen Klima zieht sich eine Gruppe junger Leute in ein Haus am See zurück. Bei schummrigem Kerzenlicht diskutieren sie philosophische Fragen über Seele und Materie, sie sprechen über Schlafwandeln und Experimente, in denen unbelebte Stoffe ins Leben (zurück)geholt werden. Schließlich entsteht ein Wettbewerb: Wer erfindet die beste Gespenstergeschichte?
In dieser Mischung aus Langeweile, Neugier und intellektuellem Wagemut nimmt ein moderner Mythos Form an: FRANKENSTEIN . Der Wissenschaftler Victor Frankenstein erschafft Leben. Seine Kreatur, aus Teilen zusammengesetzt und doch fühlend, fordert, was ihr zusteht: Nähe, Anerkennung, Liebe. Aber Victor entzieht sich der Verantwortung und trifft eine folgenschwere Entscheidung.
Gleichzeitig betritt Mary Shelley die literarische Bühne. Mit ihrem ersten Roman erobert sich die junge Frau unwiderruflich einen Raum, der bis dahin für Frauen kaum zugänglich war. FRANKENSTEIN wird Kult, Chiffre, Pop. Ein Text, der bis heute weiterdenkt, was damals verhandelt wurde: Fortschritt und Verantwortung, Schöpfung und Einsamkeit, Menschlichkeit im Schatten der Wissenschaft. In MARY, SHELLEY,

FRANKENSTEIN! nimmt sich die Theater-Community die Entstehungsgeschichte und den Stoff selbst vor. Wir erzählen Gruselgeschichten, berichten von der (Un-) Zähmbarkeit der Natur und untersuchen die Einsamkeit des Außenseiters.
TWYLA ZUSCHNEID
MARY, SHELLEY, FRANKENSTEIN! PREMIERE 10.4.26 | 18 Uhr Junges Theater
TERMINE & TICKET-INFOS im Kalender ab S. 12 und online
BERIT NÖRING
ALS „BERIT, FREMDE FREIREISENDE MA ẞ SCHNEIDERIN“ STELLT SIE SICH VOR UND UNTERSCHREIBT AUCH SO. DER BÜRGERLICHE NACHNAME, NÖRING, BLEIBT WÄHREND DER WANDERSCHAFT AUSSCHLIE ẞ LICH BÜROKRATISCHER NOTWENDIGKEIT VORBEHALTEN. FÜR DREI MONATE HAT DIE WANDERGESELLIN IN UNSERER SCHNEIDEREI GEARBEITET.
HOFFMANN: Wie hat Dein Weg hierher geführt?
NÖRING: Nach dem Abitur in Weimar habe ich eine Ausbildung als Damen-Maßschneiderin gemacht. Während der Corona-Zeit habe ich als Kostüm- und Bühnenbildassistentin gearbeitet und auch ein Sommertheater ausgestattet. Dann habe ich Bundesfreiwilligendienst im Kinder- und Jugendzirkus Tasifan geleistet. Im September 2022 bin ich dann auf die Walz gegangen und europaweit unterwegs.
HOFFMANN: Ist hier deine erste Theaterstation auf Walz?

NÖRING: Nein, ich habe an mehreren Häusern gearbeitet, auch an einem Figurentheater. Schon bevor ich auf Walz gegangen bin, wusste ich, dass ich was in Richtung Theater machen will. Ich habe einfach große Lust, von anderen zu lernen und neue Arbeitsweisen kennenzulernen, das ist für mich sehr wertvoll. Nach drei Monaten muss ich immer weiterziehen.
HOFFMANN: Was magst Du hier besonders?
NÖRING: Mir gefällt, dass die Damen- und Herrenschneiderei so nah beieinander liegen und man so gut im Austausch sein kann. An den Umpa Lumpas für CHARLIE habe ich mit der Kollegin aus der Herrenabteilung gemeinsam gearbeitet.
HOFFMANN: Und wie geht es weiter?
NÖRING: Meine drei Jahre und ein Tag – den Zeitraum der Walz – habe ich ja schon abgeleistet, jetzt lasse ich die Zeit entspannt bis Mai auslaufen. Ich habe mich an der Uni Dresden für den Studiengang Bühnen- und Kostümbild beworben und würde dort gern mein Diplom und zugleich meine Meisterin machen.
Als „Theaterfreunde“ sind wir nicht nur enge und treue Begleiter*innen unseres Theaters, sondern ermöglichen auch Besuche anderer Häuser bequem und anregend in der Gruppe. Fahren Sie mit uns zu gemeinsamen, besonderen Musiktheater-Erlebnissen: Am 5. Juli fahren wir donauabwärts nach Linz, um eine Aufführung der Operette WIENER BLUT von Johann Strauß Sohn im dortigen Landestheater zu besuchen. Ein Kulturprogramm rundet die Fahrt ab, verbunden mit einem Treffen mit den Theaterfreunden Linz. Rückkehr ist am Abend des 6. Juli.
Nähere Informationen und Anmeldung unter info@theaterfreunde-regensburg.de
Kennenlernen können Sie die Theaterfreunde übrigens auch bei den Matineen von ALCINA (15.3., 11 Uhr), THE SHINING (3.5., 11 Uhr) und RIGOLETTO (14.6., 11 Uhr) – jeweils im Neuhaussaal und dem jeweils anschließenden Stammtisch im Kneitinger. Kommen Sie vorbei und sprechen Sie uns an. Wir freuen uns!
Für drei Produktionen wurde das Theater Regensburg in diesem Jahr mit BROADWAY WORLD GERMANY AWARDS ausgezeichnet. Wagner Moreiras Tanzabend EINE WINTERREISE wurde als „Beste Tanztheaterproduktion“ gewählt, unsere Inszenierung von Richard Wagners TRISTAN UND ISOLDE ist als „Beste Operninszenierung“ (Regie Dennis Krauß) ausgezeichnet, der Award für „Best Sound Design for a Musical“ ging an Andreas Kowalewitz (Musikalische Leitung) und unsere deutschsprachige Erstaufführung COME FROM AWAY . Wir freuen uns sehr!


Aus AALI VOM KANALI , dem Theaterstück für alle ab 6 Jahren, das im April 2025 bei uns im Jungen Theater Uraufführung hatte, ist nur das wunderschön bebilderte Kinderbuch AALI MUSS LOS geworden. Das Autor*innen-Duo Dita Zipfel und Finn-Ole Heinrich haben gemeinsam mit der mehrfach ausgezeichneten Illustratorin Nele Brönner aus dem Theaterstück ein ebenso anschauliches wie humorvolle Buch über den Mythos Aal und das besondere Leben von Aali dem Aal gemacht. Erschienen ist es im Berliner Mairisch-Verlag und kostet 20 Euro.
ANDREA HOFFMANN
Die 22. INTERNATIONALE AIDSTANZGA -
LA, die Ende November 2025 im Theater am Bismarckplatz stattfand, hat die stolze Spendensumme von 29.000,00 Euro erbracht! Die Gelder gehen aufgeteilt an das afrikanische Kinderheim Elonwabeni und für die Hilfe hier vor Ort an die Psychosoziale Aids-Beratungsstelle der Oberpfalz. „Die Spendensumme liegt in diesem Jahr ganze 3.500 Euro über der letztjährigen Rekordsumme von 25.500 Euro“, freut sich Lea Aulinger vom Jazzclub Regensburg, der gemeinsam mit der Psychosozialen Aids-Beratungsstelle
Oberpfalz und dem Theater Regensburg seit über zwei Jahrzehnten die AIDSTANZGA -
LA organisiert. Die Scheckübergabe fand im Beisein der Schirmherr*innen Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer und Dr. Franz Audebert in den Geschäftsräumen des Hauptsponsors Svenscar statt.
ANDREA HOFFMANN

An dieser Stelle halten wir Sie wie gewohnt auf dem Laufenden, wie es derzeit mit der Sanierung des Velodroms vorangeht. Im Juni des letzten Jahres hatte bekanntlich der Kultur- und Planungsausschuss und kurz darauf auch der Stadtrat mit überwältigender Mehrheit den nächsten Schritten für die Sanierung zugestimmt, nun werden die Planungen immer weiter konkretisiert.
Zwischenzeitlich hatte der Zeitplan für die nächsten Schritte ein wenig gewackelt, da es bei der Stadt Regensburg für das laufende Kalenderjahr zunächst keine Aussicht auf einen Investitions-Haushalt gab. Ohne die Freigabe von Planungsmitteln hätte sich das Projekt verzögert. Doch inzwischen sieht es sehr danach aus, dass die Planungen ohne größere Verzögerungen weitergehen können. Parallel werden Förderanträge vorbereitet, damit die Hauptlast der Sanierungskosten nicht von der Stadt Regensburg, sondern vom Freistaat Bayern getragen werden kann. Mit dem Baubeginn rechnen wir aktuell in 2027 – Sie drücken uns ja weiterhin die Daumen?
Fragen zum Velo senden Sie an vorstand@theaterregensburg.de
MATTHIAS
SCHLODERER

IMPRESSUM
HERAUSGEBER Theater Regensburg, Anstalt des öffentlichen Rechts, Bismarckplatz 7, 93047 Regensburg | Intendant Sebastian Ritschel, Kaufmännischer Direktor Dr. Matthias Schloderer | CORPORATE DESIGN klein,laut | GRAFISCHE GESTALTUNG Nina Reiß | CHEFREDAKTION Andrea Hoffmann | REDAKTION Dramaturgie, KBB, Marketing, Vorstand | FOTOS Max Baier & Arian Henning (S. 19), Florian Barth (S. 9), Lukas Beck (S. 7), Julia Katharina Berndt (S. 6), Andrea Hoffmann (s. 24), Collagen: Foto Tom Neumeier Leather, Bearbeitung Nina Reiß (S. 5, 23), Maximilian Gödecke (S. 19), Sylvain Guillot (Titel, S. 13, 15, 17), Marie Liebig (S. 11), Tom Neumeier Leather (S. 1, 18, 26, 28), Lolografie (S. 19), Fernando Perez Re (S. 8), Jürgen Rose (S. 4) Gerhardt W. H. Schmidt (S. 27) | STAND 9.2.2026 | DRUCK Schmidl Druck + Medien GmbH, Regensburg | Das Theater Regensburg wird durch die Stadt Regensburg und den Freistaat Bayern gefördert | Spielzeit 25.26



Schauspiel von Stefano Massini




noch bis zum 12.4.26
Antoniushaus



Lucidity
Kammeroper von Laura Kaminsky

noch bis zum 28.6.26
Haidplatz
Schauspiel nach dem Bilderbuch von Oren Lavie

noch bis zum 5.6.26

Junges Theater





Tanzabend von Wagner Moreira


noch bis zum 2.7.26
Bismarckplatz



