

MARILYN
Tanzdrama von Adonai Luna
mit Musik von Rachmaninow bis Arnalds
„Hollywood
is a place where they‘ll pay you a thousand dollars for a kiss, but fifty cents for your
soul.“
Marilyn Monroe
„Hollywood ist ein Ort, an dem sie dir tausend Dollar für einen Kuss zahlen, aber fünfzig Cent für deine Seele.“
Liebe Gäste, wir möchten Sie darauf aufmerksam machen, dass Ton- und/oder Bildaufnahmen unserer Aufführungen aus urheberrechtlichen Gründen untersagt sind. Vielen Dank.
MARILYN
Tanzdrama von Adonai Luna
mit Musik von Rachmaninow bis Arnalds
Norma Jeane Mortensen
Elena Alessandrini, Corinne Mulcahy
Marilyn Monroe Corinne Mulcahy, Elena Alessandrini
Gladys Pearl Mortensen (Mutter) Megumi Aoyama
Charles Stanley Gifford (Vater) Ryusei Kitamura
Ida Bolender (Pflegemutter) Juul van Helvoirt
Albert Bolender (Pflegevater) Lucas Praetorius
Grace McKee (Freundin der Mutter) Cristina Dora Serrano Sánchez
John Otis Elmer Monroe (Cousin / Vergewaltiger)
Anderson Lima
Eleanor Goddard (Stiefschwester) Giulia Nardin
Erwin Goddard (Graces Ehemann) Lorenzo Colella
James Dougherty (1. Ehemann)
Mario Salas Maya
David Conover (Fotograf), Regisseur Josh Fagan
Berniece Baker (Halbschwester)
Tom Kelley (Fotograf)
Joe DiMaggio (2. Ehemann)
Juul van Helvoirt
Mario Salas Maya
Anderson Lima
Arthur Miller (3. Ehemann) Lucas Praetorius
Dr. Hyman Engelberg (Arzt)
Mario Salas Maya
Eunice Murray (Krankenschwester) Cristina Dora Serrano Sánchez
Bert Stern (Fotograf) Lorenzo Colella
Pin-up-Girls
Elena Alessandrini, Giulia Nardin, Megumi Aoyama, Juul van Helvoirt, Cristina Dora Serrano Sánchez, Corinne Mulcahy
Jury Lucas Praetorius, Lorenzo Colella, Anderson Lima, Josh Fagan, Mario Salas Maya, Carlos Tostado Serván
Pressefotograf*innen Cristina Dora Serrano Sánchez, Juul van Helvoirt, Megumi Aoyama, Giulia Nardin, Lucas Praetorius, Lorenzo Collela, Ryusei Kitamura, Josh Fagan, Mario Salas Maya, Carlos Tostado Serván
Maskenbildner
Carlos Tostado Serván
Musikerinnen
Patient*innen
Cristina Dora Serrano Sánchez, Giulia Nardin, Lorenzo Collela, Mario Salas Maya
Carlos Tostado Serván, Lorenzo Collela, Josh Fagan, Giulia Nardin, Juul van Helvoirt
Stimme Marilyn Monroe Antje Bornemeier
Choreografie & Inszenierung
Bühne & Kostüme
Licht
Inspizienz
Dramaturgische Mitarbeit
Adonai Luna
Klaus Hellenstein
Thomas Haack
Nadim Hussain
Inga Helena Haack
Premiere in Greifswald am 25.04.2026
Premiere in Stralsund am 08.05.2026
Aufführungsdauer: ca. 2 Stunden; inkl. Pause
Ausstattungsleiterin: Eva Humburg Technischer Direktor: Christof Schaaf Bühnentechnische Einrichtung: Robert Nicolaus, Andreas Flemming Toneinrichtung: Nils Bargfleth, Robert Hoth Leitung Bühnentechnik: Robert Nicolaus, Michael Schmidt Leitung Beleuchtung: Kirsten Heitmann Leitung Ton: Daniel Kelm Leitung Requisite: Alexander Baki-Jewitsch, Christian Porm Bühne & Werkstätten: Produktionsleiterin: Eva Humburg Tischlerei: Stefan Schaldach, Bernd Dahlmann, Kristin Loleit Schlosserei: Michael Treichel, Ingolf Burmeister Malsaal: Anja Miranowitsch, Fernando Casas Garcia, Sven Greiner Dekoration: Paul Gebler, Janet Hellmuth Kostüm & Werkstätten Leitung: Angela Sulek Gewandmeisterinnen: Carola Bartsch, Annegret Päßler Modisterei: Elke Kricheldorf Assistenz: Finja Stagge, Maisa Franco Leitung Ankleiderinnen: Ute Schröder, Petra Hardt Maske: Tali Rabea Breuer, Jill Dahm, Antje Kwiatkowski, Kateryna Maliarchuk, Philipp Gielow, Bea Ortlieb
Wir danken dem Produktionssponsor


DAS LEBEN DER MARILYN MONROES
IM TANZDRAMA
Marilyn Monroe starb am 4. August 1962 im Alter von 36 Jahren in ihrem Haus in Brentwood, Kalifornien, an einer Überdosis Barbiturate – auf dem Höhepunkt ihrer bemerkenswerten Karriere.
Zwischen Leben und Tod liegt oft nur ein winziger Augenblick, in dem das vergangene Leben noch einmal vor Augen tritt: Marilyn Monroe, geboren als Norma Jeane Mortensen am 1. Juni 1926, verbringt nur wenige Wochen mit ihrer Mutter Gladys Pearl Mortensen, bevor sie an die Pflegeeltern Ida und Albert Wayne, ein sehr religiöses Ehepaar, übergeben wird. Anschließend kommt sie in die Obhut von Grace McKee, einer Freundin ihrer Mutter, lebt jedoch tatsächlich bei deren Tante Ana Lower.
In den folgenden Jahren verbringt Norma Jeane Zeit bei der Schwiegermutter ihres Onkels Marion Otis Elmer Monroe, macht traumatische Erfahrungen durch einen Übergriff ihres Cousins und steht schließlich im Alter von 16 Jahren vor der Entscheidung, in ein Waisenhaus zu gehen oder durch eine Heirat ein eigenständiges Leben zu beginnen. Am 19. Juni 1942 heiratet sie den 21-jährigen Jimmy Dougherty.
Die Ehe verläuft zunächst gut, bis Jimmy zur Marine geht. Norma beginnt in einer Metallfabrik zu arbeiten und trifft dort bei einem Fotoshooting auf David Conover, der die ersten Bilder von ihr macht und damit ihren Bekanntheitsgrad steigert. In dieser Zeit lernen sich auch die Halbgeschwister Berniece Baker Miracle und Norma Jeane kennen und entwickeln eine enge Bindung. Gladys Pearl, die für Norma Jeane zwar eine wichtige Bezugsperson ist, aber nur selten präsent war, lebt zu diesem Zeitpunkt bereits in einer Pflegeeinrichtung. Norma Jeane kümmert sich regelmäßig um ihre an Schizophrenie erkrankte Mutter. Durch Grace McKee kommt Norma Jeane erstmals mit dem Showgeschäft in Berührung. Ein weiteres professionelles Fotoshooting bringt ihr zusätzliche Aufmerksamkeit ein. Sie beginnt erfolgreich zu modeln und unterschreibt schließlich einen Vertrag bei der Blue Book Model Agency. Nach der Rückkehr ihres Mannes kommt es 1946 zur Scheidung.
In dieser Zeit verändert sich nicht nur ihr Äußeres: Aus der rothaarigen Norma Jeane wird die blonde Marilyn Monroe. Sie wählt den Nachnamen ihrer Großmutter. Doch nicht nur ihre
weiblichen Vorfahren prägen ihr Leben. Lange Zeit bleibt die Identität ihres Vaters unklar. Marilyn sucht zeitlebens nach einer Vaterfigur und ihren familiären Wurzeln. Während sie bei ihrer Geburt den Nachnamen Mortensen erhält, wird später bekannt, dass ihr Vater Charles Stanley Gifford war, mit dem ihre Mutter eine kurze Affäre hatte.
Um ihre Karriere voranzutreiben, entstehen weitere Porträtaufnahmen. 1953 erscheint eines ihrer Bilder im Playboy. Privat wird Marilyn vom Baseballspieler Joe DiMaggio umworben. Nach einer zweijährigen Kennenlernphase heiraten die beiden im Januar 1954. Gleichzeitig nimmt auch ihre Filmkarriere Fahrt auf. Große Erfolge feiert sie
unter anderem mit „Gentlemen Prefer Blondes“ (1953) und dem darin enthaltenen Song „Diamonds Are a Girl’s Best Friend“.
Während Joe DiMaggios aktive Sportkarriere endet, erlebt Marilyns Karriere einen enormen Aufschwung. Für den Film „The Seven Year Itch“ entsteht ein aufwendiges Fotoshooting, das große mediale Aufmerksamkeit erhält. Marilyn genießt das Rampenlicht und ihre Bekanntheit, doch für Joe wird der öffentliche Druck zu groß. Die ständige Präsenz der Presse führt zu Spannungen, die schließlich in der Scheidung münden.
Marilyn verarbeitet die Trennung nach außen hin gut, bleibt innerlich jedoch

weiterhin auf der Suche nach ihrem Vater und wird von zahlreichen Männern umworben. Joe DiMaggio bleibt ihr dennoch zeitlebens emotional verbunden und kümmert sich auch nach ihrem Tod um ihr Andenken.
Über ihre Filmprojekte lernt Marilyn den Autor Arthur Miller kennen. Aus einer zunächst kurzen Affäre entwickelt sich eine ernsthafte Beziehung, und 1956 heiraten die beiden. Die Ehe ist von persönlichen Krisen und Marilyns zunehmendem Medikamentenkonsum geprägt. Während dieser Zeit erleidet sie eine Fehlgeburt. Auch beruflich häufen sich Rückschläge: Sie wirkt zunehmend unkonzentriert, überfordert und ringt mit ihrer eigenen Identität.
All dies führt 1961 zur Scheidung von Arthur Miller, was sich weiter negativ auf ihren Gesundheitszustand aus-
wirkt. Nach einem Klinikaufenthalt und ihrem Auftritt zum Geburtstag von John F. Kennedy absolviert Marilyn ein letztes offizielles Fotoshooting mit Bert Stern. Danach wird es still um die Ikone, die sich zeitlebens weiterentwickeln wollte und unermüdlich nach sich selbst und ihrer wahren Identität suchte.

„Alles
passiert aus einem Grund. Menschen ändern sich, damit du lernst loszulassen. Dinge gehen schief, damit du zu schätzen weißt, wenn es gut läuft. Du glaubst einer Lüge, damit du lernst, nur dir selbst zu vertrauen und manchmal bricht etwas Gutes auseinander, damit etwas Schöneres zusammenkommen kann. Tapfer lieben.“ (Marilyn Monroe)

Ich hatte das Gefühl nicht dazuzugehören, und plötzlich öffnete sich mir alles. Die Welt wurde freundlich. Sie hat sich mir geöffnet, ich fragte was ist passiert?

Ich bezeichne mich nicht als Waise, ich wurde als Waisenkind erzogen, ich kannte es nicht glücklich zu sein, das war nichts, worauf ich zählte.
Als ich ins Waisenhaus kam, weinte ich und schreie „Ich bin kein Waisenkind!“ Bei jeder Frau, die ich sah, rief ich: „Da ist eine Mama“, wenn ich einen Mann sah, sagte ich: „Da ist ein Daddy“.
Ich möchte mein
Bestes geben, solange die Kamera läuft, in dem Moment will ich perfekt sein.
Ich saß in der ersten Reihe am Samstagnachmittag im Kino und dachte: Es muss großartig sein, Schauspielerin zu sein.
Mein Ziel ist es, eine gute Schauspielerin zu sein, eine wahre Schauspielerin, eine Künstlerin mit Integrität.

Ich möchte wunderbar sein, wissen Sie?


AUS MARILYNS FRAGMENTEN
UND NOTIZEN:
27. August 1958
Ich bin rastlos und nervös und zerstreut und kribbelig - eben habe ich fast einen Silberteller geworfen – in eine dunkle Ecke vom Set - aber ich wusste, ich darf nichts von dem rauslassen, was ich wirklich empfinde, das wage ich nicht, weil ich dabei vielleicht nicht haltmachen würde. Kurz zuvor habe ich fast mein ganzes Mittagessen erbrochen. Ich bin müde, ich suche nach einem Schlüssel zu dieser Rolle, ich bin mein Leben lang, seit ich zurückdenken kann, deprimiert – Wie soll ich ein so lebenslustiges hoffnungsvolles junges Mädchen sein – Womit ich arbeite, ist der eine Sonntag, als ich vierzehn war, denn an diesem Tag war ich all das – Warum kann ich das nicht verlässlicher ersetzen, meine Konzentration schwankt meistens – irgendetwas in mir rast in die entgegengesetzte Richtung zu fast allen erinnerten Tagen. Ich muss versuchen, zu arbeiten, an meiner Konzentration arbeiten - vielleicht bei den einfachsten Dingen anfangen.
Auszüge aus Marilyn Monroes schwarzem Notizbuch „Record“ Anfang der 50er Jahre
feel what I feel within myself – that is trying to become aware of it also what I feel in others not being ashamed of my feeling, thoughts – or ideas realize the thing that they are –
fühlen, was ich selbst in mir fühle – das heißt versuchen mir bewusst zu machen auch was ich in anderen spüre mich nicht meiner Gefühle, Gedanken schämen –oder Ideen
Sie als das sehen, was sie sind


Fear of giving me the lines new maybe won‘t be able to learn them maybe l’ll make mistakes people will eitherthink l’m no good or laugh or belittle me orthink I can’t act. Women looked stern and criticalunfriendly and cold in general afraid director won’t think l’m any good. remembering when I couldn’t do a god damn thing. then trying to build myself up with the fact that I have done things right that were even good and have had moments that were excellent but the bad is heavier to carry around and feel have no confidence depressed mad


Angst vor neuem Rollentext wenn ich ihn mir nun nicht merken kann wenn ich nun Fehler mache man wird mich schlecht finden oder auslachen, verhöhnen, sagen, ich kann nichts. Frauen wirkten streng und kritischunfreundlich und insgesamt kalt Angst, Regisseur wird mich schlecht finden. Erinnert an Zeit, als ich rein gar nichts konnte. dann Versuch, mich aufzubauen, denn ich habe auch manches richtig gemacht und sogar gut und phasenweise hervorragend, aber das Schlechte ist schwerer zu tragen und keine Zuversicht fühlen haben deprimiert wütend
WICHTIGE PERSONEN UM MONROE
Gladys Pearl Mortensen; geb. Monroe (1902 – 1984)
Marilyn Monroes Mutter war dreimal verheiratet. Aus der Ehe mit Jasper Newton Baker brachte Gladys Robert Kermit und Berniece Inez Gladys zur Welt. Es folgte die Ehe mit Martin Edward Mortensen, die 1928 wieder geschieden wurde. In dieser Zeit wurde Norma Jeane (später: Marilyn Monroe) geboren. Angenommen wird aber, dass Gladys drittes Kind aus einer Affäre mit Charles Stanley Gifford entstand. 1934 erlitt Gladys einen Nervenzusammenbruch, ausgelöst durch den Suizid ihres Großvaters und dem Unfalltod ihres Sohnes
Robert Kermit. Im Los Angeles General Hospital diagnostizierte man bei ihr Schizophrenie, sodass sie später in ein Krankenhaus in Norwalk eingewiesen wurde. Zu ihren Töchtern bestand nur wenig Kontakt.
Charles Stanley Gifford (1898 – 1965)
Gladys‘ Vorgesetzter bei den RKO Studios wird als Vater von Norma Jeane Mortensen/Marilyn Monroe angenommen, Charles und Gladys hatten 1925 eine Affäre. Die Vaterschaft wurde durch einen im Jahr 2022 durchgeführten Vergleich zwischen Monroes DNA und der eines Nachfahren von Charles Gifford bestätigt.
Ida & Albert Bolender
Das streng religiöse Ehepaar war für die ersten sieben Jahre Norma Jeanes Pflegeeltern. Zusammen mit dem gleichaltrigen Adoptivsohn Lester wurde sie fromm erzogen und ging regelmäßig in die Kirche. Innerhalb dieser Zeit besuchte Gladys ihre Tochter regelmäßig.
Grace Goddard; geb. McKee (1895 – 1953)
Glady beste Freundin und späterer Vormund von Norma Jeane war verheiratet mit Ervin Goddard, gemeinsam hatten sie eine Tochter: Eleanor Goddard, die man als Norma Jeanes Halbschwester und beste Freundin bezeichnen kann. Über Grace lernte Norma Jeane das Showgeschäft kennen. 1923 arbeitete Grace als Supervisorin (oder, laut einigen Quellen, als Filmbibliothekarin) bei Consolidated Film Industries, als sie Gladys kennenlernte, die dort als Negativschneiderin anfing. Grace galt als ungebunden, fleißig und lebenslustig, ehrgeizig und neugierig. Was immer sie wollte, das bekam sie. Feiern und Alkohol schienen das Wichtigste in ihrem Leben zu sein, Arbeit war für sie nur Mittel zum Zweck. Auch Gladys liebte es zu feiern, und die beiden Frauen gingen oft gemeinsam aus. 1933–34 besuchte Grace häufig
Gladys in ihrem Haus in der Arbol Street, dem einzigen Ort, an dem Norma Jeane, damals sieben Jahre alt, als Kind mit ihrer Mutter gelebt hatte. Graces holte Norma Jeane oft aus dem Waisenhaus, kümmerte sich um ihr Aussehen (z. B. ihre Locken) und bestärkte ihren Wunsch, Filmstar zu werden. Nach einem Streit mit ihrem Ehemann John „Doc“ Goddard gab Grace Norma Jeane zu ihrer Tante Ana Lower, die sich fünf Jahre lang um sie kümmerte. Grace McKee war maßgeblich daran beteiligt, einen ersten Vertrag für Marilyn Monroe mit den FOX Studios zu sichern. 1953 nahm sie sich das Leben, nachdem bei ihr unheilbarer Krebs diagnostiziert worden war. Sie war stark alkoholisiert und hatte eine Überdosis Schlaftabletten eingenommen. Grace McKee gilt oft als eine der wenigen stabilen Bezugspersonen in Marilyn Monroes schwieriger Kindheit, obwohl ihr Einfluss aufgrund der Armut und der häufigen Trennungen der Familie komplex war.
James Dougherty (1921 – 2005)
Als erster Ehemann rettete James Dougherty Norma Jeane vor einem weiteren Aufenthalt im Waisenhaus. Der Kriminalbeamte ging 1944 für die Handelsmarine auf Reisen und wurde im Zweiten Weltkrieg Besatzungsmitglied des B-17-Bombers Liberty Lily. 1946 wurde diese erste Ehe bereits
wieder geschieden. Allerdings verfolgte James die Karriere seiner Exfrau.
David Conover (1919 – 1983)
Der Autor und Dokumentarfotograf (für die Armee) gilt als Entdecker von Marilyn Monroe, als er für das Magazin „Yank“ fotografierte. Während seiner Zeit bei der First Motion Picture Unit der US Army Air Forces war sein Vorgesetzter der spätere US-Präsident Ronald Reagan, der Conover zur Radioplane Munitions Factory entsandt hatte, wo er Monroe, damals noch Norma Jeane entdeckte.
Berniece Baker (1919 – 2014)
Gladys‘ erste Tochter und Norma Jeanes Halbschwester war eine amerikanische Schriftstellerin, bekannt für ihre Memoiren „My Sister Marilyn“ (1994) über Marilyn Monroe. Vom Vater der Mutter entzogen, wuchs sie mit ihrem Bruder, der im Alter von 15 Jahren starb, in Kentucky auf. 1935 begann Berniece die Pineville High School zu besuchen. 1938 heiratete sie Paris Miracle. Ihre Tochter Mona Rae Miracle wurde 1939 geboren. Die Ehe hielt bis zu Paris’ Tod im Oktober 1990. Als Berniece schwanger war, schrieb ihre Mutter Gladys ihr zum ersten Mal von ihrer Halbschwester Norma Jeane Mortensen. Die Halbschwestern trafen sich 1944, als Norma Jeane achtzehn Jahre alt war, nachdem sie

Briefe und Fotos ausgetauscht hatten. „My Sister Marilyn: A Memoir of Marilyn Monroe“ erschien am 1. Juni 1994 (an Monroes Geburtstag und 50 Jahre nach dem ersten Treffen der Halbschwestern). Das Buch thematisiert auch die psychischen Probleme ihrer Mutter Gladys. Die Schwestern hatten eine schwierige Kindheit. Aufgrund der Probleme ihrer Mutter vermissten beide eine fürsorgliche Mutterfigur: „Wir haben dieselbe Mutter, bei der früh in unserem Leben eine psychische Erkrankung diagnostiziert wurde. Wir wuchsen mit dem Gefühl auf, verlassen worden zu sein, und obwohl uns beiden gesagt wurde, wir seien hübsch und talentiert, brauchten wir dennoch Mut und Stärke. Die fanden wir gegenseitig.“ Es ist die einzige autorisierte Biografie von Monroes Familie.
Tom Kelley Sr. (1914 – 1984)
Er war ein amerikanischer Fotograf, der in den 1940er- und 1950er-Jahren Hollywood-Stars fotografierte. Bekanntlich wurde er vor allem durch seine ikonischen Aktfotografien von Marilyn Monroe aus dem Jahr 1949, die als Kalenderbilder weit verbreitet wurden. Für das Shooting zahlte er Marilyn Monroe lediglich 50 Dollar. Kelley machte die „Red Velvet“-Bilder sowie 1953 die Aufnahmen für den „Playboy“.
Joe DiMaggio (1914 – 1999)
DiMaggio war ein US-amerikanischer Baseballprofi, der als Centerfielder seine gesamte 13-jährige Karriere in der Major League Baseball (MLB) für die New York Yankees verbrachte. Geboren als Sohn italienischer Einwanderer in Kalifornien, gilt er als einer der größten Baseballspieler aller Zeiten und stellte den Rekord für die längste Schlagserie auf. Er lernte Norma Jeane 1952 kennen. Nach zwei Jahren heirateten beide heimlich im Rathaus von San Francisco. Obwohl Monroe an Endometriose litt, äußerten beide gegenüber Reportern ihren Wunsch, eine Familie zu gründen. Die Beziehung war von Anfang an durch DiMaggios Eifersucht, sein kontrollierendes Verhalten und seine körperliche Misshandlung Monroes sowie durch ihren stressigen Alltag als Schauspielerin belastet. Im Oktober 1954 reichte Monroe nach nur neun Monaten Ehe die Scheidung ein.
Arthur Miller (1915 – 2005)
Monroes dritter Ehemann war ein US-amerikanischer Schauspieler und Dramatiker des 20. Jahrhunderts. Er schrieb mehrere Drehbücher, darunter „Misfits – Nicht gesellschaftsfähig“ (1961). Sein Drama „Tod eines Handlungsreisenden“ gilt als eines der bedeutendsten amerikanischen Theaterstücke des 20. Jahrhunderts. Miller stand häufig im Rampenlicht, insbesondere in den späten 1940er, 1950er und frühen 1960er Jahren. In dieser Zeit erhielt er den Pulitzer-Preis für Theater, sagte vor dem Komitee für unamerikanische Umtriebe aus und heiratete Marilyn Monroe. 1980 erhielt er den St. Louis Literary Award der Saint Louis University Library Associates. Miller und Monroe hatten sich 1951 kennengelernt, eine kurze Affäre gehabt und waren in Kontakt geblieben. Monroe war gerade 30 Jahre alt geworden, als sie heirateten. Sie hatte nie eine eigene Familie und freute sich, in die Familie ihres neuen Ehemannes aufgenommen zu werden. Sie waren fünf Jahre verheiratet, in denen das tragische Sexsymbol mit persönlichen Problemen und Drogenabhängigkeit zu kämpfen hatte. Miller schrieb während ihrer Ehe kaum, außer dem Drehbuch zu „Misfits“, welches er Monroe schenkte. In dem 1961 von John Huston inszenierten Film spielten Monroe, Clark Gable und Montgomery Clift die Haupt-
rollen. Ungefähr zur selben Zeit wie die Veröffentlichung von „Misfits“ ließen sich Monroe und Miller scheiden. Monroe starb im darauffolgenden Jahr, und Millers kontroverses Drama „After the Fall“ von 1964 soll teilweise von ihrer Beziehung inspiriert worden sein.
Dr. Hyman Engelberg (1913 – 2005), war Marilyn Monroes Leibarzt, der ihr Schlaftabletten verschrieb und ihren Tod durch eine Überdosis als Selbstmord einstufte, er wurde 92 Jahre alt. Engelberg erwarb seinen Bachelor- und seinen Doktortitel an der Cornell University und wurde bereits mit 22 Jahren als Arzt zugelassen. Während des Zweiten Weltkriegs diente Engelberg als Arzt im Rang eines Leutnants bei den US-Luftstreitkräften. Dr. Engelberg erlangte landesweite Bekanntheit als Marilyn Monroes Leibarzt. Am 5. August 1962 stellte er Monroes Tod in ihrem Haus in Brentwood fest, nachdem er von ihrer Haushälterin und ihrem Psychiater gerufen worden war. Er berichtete von einem wahrscheinlichen Selbstmord und gab an, ihr kurz zuvor Nembutal, ein Beruhigungsmittel, verschrieben zu haben. Monroes Tod ist weiterhin Gegenstand von Spekulationen und Verschwörungstheorien, obwohl mehrere offizielle Untersuchungen zu dem Schluss kamen, dass es keine Hinweise auf ein
Fremdverschulden gab. Dr. Engelberg war verheiratet und hatte drei Söhne, die alle ebenfalls Ärzte wurden.
Eunice Murray (Blackmer) (1902 – 1994)
Eunice Murray war eine amerikanische Haushälterin, Krankenschwester und Schriftstellerin, die vor allem als Haushälterin von Marilyn Monroe zum Zeitpunkt von Monroes Tod im August 1962. Sie gilt als Hauptzeugin in den Ereignissen um Monroes Tod. Ihre widersprüchlichen Aussagen zur Todesnacht haben zu den anhaltenden Spekulationen und Verschwörungstheorien um den Fall beigetragen, der offiziell als wahrscheinlicher Selbstmord eingestuft wurde. Sie hatte drei Töchter aus ihrer Ehe mit John Murray.
Bert Stern (1929 – 2013)
Als Sohn jüdischer Einwanderer wuchs er in Brooklyn auf. Sein Vater arbeitete als Kinderfotograf. Nach dem Schulabschluss mit 16 Jahren begann er in der Poststelle des Magazins „Look“ zu arbeiten. 1951 wurde Stern zur US-Armee eingezogen, nach Japan geschickt und der Fotoabteilung zugeteilt. In den 1960er-Jahren führte sein starker Amphetaminkonsum zur Scheidung von der Ballerina Allegra Kent. Stern war einer der letzten Fotografen, die Marilyn Monroe im Juni und Juli 1962 für die Vogue
fotografierten. Diese Fotoshootings gingen als „The Last Sitting“ in die Geschichte ein; die 2571 Aufnahmen wurden nach ihrem Tod 1992 in „The Complete Last Sitting“ veröffentlicht.
In den 1970er-Jahren zog Stern nach Spanien, um seine Drogensucht zu überwinden. Ende der 1970er-Jahre kehrte Stern in die USA zurück, um Porträts und Mode zu fotografieren.


Wir danken FilmVision Marten Kählert für die Unterstützung bei der Umsetzung des Imagefilms für die Stadtwerke Greifswald.

Impressum
Herausgeber: Theater Vorpommern GmbH
Stralsund – Greifswald – Putbus Spielzeit 2025/26
Geschäftsführung: André Kretzschmar
Künstlerische Leitung: Rolf C. Hemke
Textnachweise:
Redaktion: Inga Helena Haack
Layout & Grafik: Wenzel Pawlitzky
1. Auflage: 500 Druck: Flyeralarm
www.theater-vorpommern.de
Bei den Texten S.6-8 sowie S.16-21 handelt es sich um Originalbeiträge für dieses Heft von Inga Helena Haack unter Einbeziehung der bekannten biografischen Daten sowie https://themarilynmonroecollection.com/marilyn-monroe-biography/; https://www.marilynmonroe.de/; https://en.wikipedia.org/wiki/James_Dougherty_(police_officer); https://abcbookworld.com/writer/conover-david/. Die Zitate und Übersetzung von Marilyn Monroe: Marilyn Monroe. Tapfer lieben. Ihre persönlichen Aufzeichnungen, Gedichte und Briefe, Fischer, 2010.
Bildnachweise:
Bei den Bildern handelt es sich um Originalaufnahmen von Peter van Heesen. Die Inszenierungsfotos stammen aus der Hauptprobe am 22.04.2026.
Das Theater Vorpommern wird getragen durch die Hansestadt Stralsund, die Universitäts- und Hansestadt Greifswald und den Landkreis Vorpommern-Rügen
Es wird gefördert durch das Ministerium für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und EU-Angelegenheiten des Landes Mecklenburg-Vorpommern.
Marilyn Monroe