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Der Geizige

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Spielzeit 2025/26

DER GEIZIGE

„Was wird Besitz uns nützen, wenn wir nicht mehr in den Jahren sind, ihn zu genießen?“

Cléante in „Der Geizige“

DER GEIZIGE

von Molière

Prosaübersetzung von Simon Werle

Besetzung

Harpagon

Cléante, Sohn von Harpagon

Élise, Tochter von Harpagon

Valére, Verwalter Harpagons

Mariane

La Fléche, Diener von Cléante

Hannes Rittig

Jakob Schleert

Nora Hickler

Franz Warnek

Paula Dieckmann

Jan Bernhardt

Maître Jacques, Koch und Kutscher Harpagons Anjo Czernich

Frosine, Heiratsvermittlerin

Gabriele Völsch

Maître Simon, Makler Anjo Czernich

Anselme

Kommissarin

Inszenierung

Bühne & Kostüme

Musik

Licht

Kampfchoreografie

Dramaturgie

Regieassistenz & Abendspielleitung

Inspizienz

Soufflage

Jan Bernhardt

Gabriele Völsch

Niklas Ritter

Eva Humburg

Andreas Dziuk

Christoph Weber

Jan Bernhardt

Nadja Hess

Georg Meier

Stefano Fossat

Elke Zeh

Premiere in Greifswald: 26. Juni 2026 Klosterruine Eldena

Aufführungsdauer: ca. 2 Stunden, inkl. einer Pause

Aufführungsrechte: Verlag der Autoren, Frankfurt am Main

Wir danken Stefano Fossat für seine choreografische Unterstützung.

Liebe Gäste, wir möchten Sie darauf aufmerksam machen, dass Ton- und/oder Bildaufnahmen unserer Aufführungen aus urheberrechtlichen Gründen untersagt sind. Vielen Dank.

Ausstattungsleiterin Eva Humburg Technischer Direktor Christof Schaaf Bühnentechnische Einrichtung Jens-Uwe Gut Toneinrichtung Nils Bargfleth Leitung Bühnentechnik Robert Nicolaus Leitung Beleuchtung Kirsten Heitmann Leitung Ton Daniel Kelm Leitung Requisite Alexander Baki-Jewitsch Bühne & Werkstätten: Produktionsleiterin Eva Humburg Tischlerei Stefan Schaldach, Bernd Dahlmann, Kristin Loleit Schlosserei Michael Treichel, Ingolf Burmeister Malsaal Anja Miranowitsch, Fernando Casas Garcia, Sven Greiner Dekoration Paul Gebler, Janet Hellmuth Kostümwerkstätten: Gewandmeisterinnen Carola Bartsch, Annegret Päßler Modisterei Elke Kricheldorf Assistenz Finja Stagge, Maisa Franco Maske Tali Rabea Breuer, Jill Dahm, Antje Kwiatkowski, Kateryna Maliarchuk, Bea Ortlieb, Philipp Gielow Ankleiderin Ute Schröder

„Bei ernsten Stücken genügt es, ohne sich im Geringsten zu blamieren, hochbedeutende Dinge gut zu formulieren; für unsereins [die Komödiendichter] reicht das nicht aus. Wir müssen erheitern, und das ist eine vertrackte Sache, Leute von Geschmack zum Lachen zu bringen.“

Molière

MOLIÈRE – EIN VERSCHWENDERISCHES

LEBEN FÜR DAS THEATER

Molière ist einer der bedeutendsten Autoren Frankreichs und einer der großen Komödiendichter der Weltliteratur, der gerade das europäische Theater nachhaltig geprägt hat. Mit scharfem Witz, genauer Beobachtungsgabe und großer Menschenkenntnis deckte er in seinen Stücken die Schwächen seiner Zeitgenossen auf und kritisierte menschliche Laster wie Geiz, Geltungssucht oder Heuchelei. Auch wenn wir heute in einer ganz anderen Zeit leben, sind Molières Komödien seit über 350 Jahren auf den Bühnen der Welt präsent und begeistern noch immer aufgrund ihrer genauen Charakterzeichnungen und ihrer zeitlosen Komik.

Molières Leben war von der Leidenschaft für die Bühne, von künstlerischem Mut und großem Erfolg geprägt. Schon zu Lebzeiten war Molière eine Art Superstar, der viele Freunde und viele Feinde hatte. Unter dem Namen Jean-Baptiste Poquelin wurde er am 15. Januar 1622 in Paris geboren und ab 1644 nutzte er den Künstlernamen Molière. Er entstammte einer wohlhabenden Bürgerfamilie. Gegen den Wunsch seiner Familie verzichtete Molière auf eine bürgerliche Karriere und

gründete im Jahr 1643 die feste Theatergruppe „L’Illustre Théâtre“. Doch bereits nach zwei Jahren ging das Theater bankrott und Molière schloss sich einer Wandertruppe an, mit der er 13 Jahre durch die französischen Provinzen zog und wertvolle Erfahrungen als Schauspieler, Regisseur und Autor sammelte. 1658 kehrte er nach Paris zurück und gewann die Gunst des jungen „Sonnenkönigs“ Ludwig XIV., der ihn förderte und seine Theatergruppe unterstützte. So wurde der Wandertruppe in Paris zunächst im Palais Bourbon, einem Ballsaal im Louvre, und später im Palais Royal (seit 1786 Sitz der berühmten Comédie-française) ein fester Spielort mit bis zu 1.000 Zuschauerplätzen gewährt. Von 1660 bis 1673 spielte hier Molières Schauspieltruppe, die seit 1665 den Namen „Troupe du Roi“ führen durfte. In diesen Jahren verfasste Molière mehr als 30 Stücke – darunter auch „Tartuffe“ und „Der Menschenfeind“. Er führte ein exzessives Leben, denn den Großteil seiner Stücke inszenierte er selbst, war als Direktor an allen Unternehmungen seines Theaters zentral beteiligt und übernahm zudem fast immer auch noch die männliche Hauptrolle.

Molière war zwar kein dezidiert politischer Gesellschaftskritiker, aber ein mutiger Draufgänger, der sich weder von kritischem Gegenwind noch von den Grabenkämpfen neidischer Konkurrenten oder von den konservativen Autoritäten seiner Zeit – allen voran die Kirche – beeindrucken ließ. Vielmehr hielt er in seinen psychologisch tiefgründigen Charakterkomödien den führenden Schichten Frankreichs, also dem Hofadel und dem Großbürgertum, den Spiegel vor, indem er ihre menschlichen Schwächen entlarvte. Seine letzte Komödie war „Der eingebildete Kranke“, in der Molière bereits schwer krank im Februar 1673 noch die Hauptrolle des Hypochonders Argan spielte – bis er in der vierten Vorstellung auf der Bühne zusammenbrach und kurz darauf starb.

„Der Geizige“ (L’ Avare) erlebte seine Uraufführung am 9. September 1688. In einer Zeit als in Frankreich die Praxis des Ämterhandels blühte und sich reiche Bürger darüber in den Adelsstand „einkaufen“ konnten, verstand Molières adliges Publikum diese Komödie als Kritik an der kleinkrämerischen, nach Besitz strebenden Mentalität des Bürgertums

– und als Selbstbestätigung für ihr eigenes lebensfrohes, nicht vom ökonomischen Denken bestimmte Leben (dank einer finanziellen Sicherheit, die eben nur einer Minderheit per Geburt gegeben war…).

Der Geiz ist in der klassischen Theologie eine der sieben Todsünden und wird den Sünden des Fleisches zugerechnet, weil er sich auf materielle, vergängliche Dinge richtet. Doch auch aus weltlicher Sicht wird der Geiz als ein zeitloses Phänomen überaus negativ bewertet. Der Besitz von Geld bedeutet Macht und Kontrolle über andere. Geld verspricht Unabhängigkeit, Sicherheit und Anerkennung. Doch das Horten von Besitz und die Unfähigkeit zum Teilen wirkt sich zerstörerisch auf alle zwischenmenschlichen Bindungen aus und treibt geizige Menschen zunehmend in die Isolation, in die Einsamkeit. In „Der Geizige“ hat Molière mit seiner Hauptfigur Harpagon ein verblüffend umfassendes Charakterbild entworfen und balanciert zugleich meisterhaft zwischen purer Slapstick-Komödie und tiefer Tragik.

Läuterungsberg, XIV. Gesang

Bis dahin war von Gott ich abgetrennt Und elend, völlig in des Geizes Klauen; Hier werde ich bestraft, wie man erkennt.

Das, was die Habsucht tut, das kannst du schauen An der bekehrten Seelen Pein und Leid; Kennt dieser Fels hier doch kein schlimmeres Grauen!

Wie unser Blick sich hob nicht in der Zeit Zur Höhe, haftend an den Erdendingen, So warf uns in den Staub Gerechtigkeit.

Wie keine Tat uns wollte da gelingen, Da Geiz uns jeden guten Trieb verdeckt, Hält hier Gerechtigkeit uns in den Schlingen.

Dante Alighieri: Die göttliche Komödie

GEIZ UND GROßHERZIGKEIT

Der Geiz ist eine hässliche Sünde. Er macht den Menschen klein und bitter. Geiz entfacht keine Energie, verführt nicht einmal zu bösen Taten. Wie die Trägheit, die Völlerei und Sinneslust hat er seinen Ursprung in moralischer Schwäche. Anders als der Habsüchtige will der Geizige nicht wachsen, will nicht zusammenraffen, was sich auftreiben lässt. Er will nur behalten, was er hat. Nichts will er mehr aus der Hand geben, geschweige denn verschenken. Geiz ist keine Sünde des Handelns, sondern des Unterlassens. Nicht Gier, sondern Verzicht, Verbot, Versagung ist seine Devise. Geiz verschafft keine Befriedigung, sondern lässt die Lebenskräfte verdorren.

Zuerst versündigt sich der Geizige an sich selbst. Er versagt sich den Genuss der Güter und vegetiert unter dem Maß der eigenen Bedürfnisse. Er bewacht seine Schätze, ohne auch nur im Traum an ihren Gebrauch zu denken. Nichts vermag er preiszugeben, weder für andere noch für sich. In jedem Fremden sieht er einen Dieb und in sich selbst einen Schmarotzer. Nicht einmal die unschuldigsten Vergnügungen gönnt er sich, wenn er sie nicht unentgeltlich erhalten kann. Sich selbst ist er nicht einen einzigen Heller wert. So führt er ein armseliges Leben inmitten seiner Glücksgüter. Obwohl

sie ganz in seiner Gewalt sind, vermag er nicht über sie zu verfügen. Der Besitz bestimmt seine ganze Existenz.

Die Knauserei verletzt nicht nur die Pflicht gegenüber sich selbst. Sie vergeht sich auch an anderen. So sehr ist der Geizige in sich befangen, dass ihm jedes Vergnügen am Glück anderer abgeht. Geiz zerfrisst den sozialen Sinn. Er treibt die Menschen in die Einsamkeit. Nichts ist dem Geizhals fremder, als dem anderen etwas abzugeben. Zu Gabe, Geschenk und Großzügigkeit ist er außerstande. Sein Horizont ist eng, sein Herz klein. Nur ein einziger hat darin Platz, nämlich er selbst.

Das Gegenteil des Geizes ist die seltene Tugend der Großherzigkeit. Sie ist keinesfalls mit der lauthals propagierten Solidarität eigennütziger Interessenten zu verwechseln. Freigebig sein bedeutet, frei von sich selbst zu sein, frei von seinen kleinen Feigheiten, frei von seinen Eifersüchteleien, frei auch von dem Drang, alles sogleich gegenzurechnen. Der Großherzige schielt nicht nach Erwiderung oder gerechter Vergeltung seiner Gaben. Anstatt zu fordern, zu nehmen und weiter zu klagen, erfreut er sich an der Geste des Schenkens. Der Geizhals dagegen wittert nur die Verpflichtung und ver-

weigert die Gabe, weil er sofort die Kosten der Gegengabe überschlägt. Er gönnt sich nicht einmal das Geschenk, das ihn zu nichts verpflichtet. Schon für die Geste des Dankes ist er zu geizig.

Mit dem Verschwender teilt der Geizhals die Verachtung der Güter. Was der eine sofort vergeudet, ist für den anderen alles gleich wert, wenn es nur in seinem Besitz ist. Im vierten Kreis

der Hölle sind sie alle versammelt, diejenigen, die schlecht sparten, und jene, die schlecht gaben. Enorme Felsblöcke rollen sie gegeneinander, bis in alle Ewigkeit. Unscheinbar sind diese Gestalten, sie tragen keine Namen und finden keine Beachtung. Wie sie als Lebende keinen Unterschied zwischen den Gütern kannten, so sind sie selbst im Tod nicht mehr zu erkennen.

GEIZIGE GEIZHÄLSE

Zwar lebte Daniel Dancer bereits vor mehr als 300 Jahren, aber sein Geiz stellt den vieler Superreicher in den Schatten. Daniel Dancer wurde 1716 in eine wohlhabende englische Bauernfamilie geboren und kümmerte sich nach dem Tod seines Vaters 1735 um dessen 32 Hektar Land. Zu dem Zeitpunkt verfügte Dancer über 10.000 Pfund, was einem heutigen Gegenwert von umgerechnet 1,54 Milliarden Euro entspricht. Dennoch war er so sparsam, dass er sich von gekochten alten Knochen und harten Knödeln ernährte. Er wusch sich selten und benutzte nie Seife. Doch sein Reichtum machte Dancer paranoid und er begann, Geld in seinem Haus zu verstecken, seine Schlafzimmertür abzuschließen und durchs Fenster zu steigen. Angeblich basiert die Figur Ebenezer Scrooge aus Charles Dickens Erzählung „A Christmas Carol“ auf dem geizigen Milliardär.

Der US-Unternehmer John Paul Getty übernahm 1930 die Leitung des Ölgeschäfts seines Vaters und verwandelte es in ein Milliardenunternehmen. Als 1973 sein Enkel in Rom entführt und ein Lösegeld in Höhe von 17 Millionen US-Dollar gefordert wurde – das entspricht einem heutigen Gegenwert von 91 Mio. Euro –, wäre diese Summe für Getty eigent-

lich ein Klacks gewesen. Aber der Superreiche lehnte ab und sagte: „Ich habe 14 Enkelkinder und wenn ich nur einen Cent Lösegeld bezahle, habe ich bald 14 entführte Enkel.“

Der 16-jährige John Paul III. wurde drei Monate lang als Geisel gehalten. Als die Entführer sein Ohr abschnitten, bezahlte Getty schließlich 3 Millionen US-Dollar – heutiger Wert 15,8 Mio. Euro –, da dies der höchste steuerlich absetzbare Betrag war. Den Rest lieh er seinem Enkel, der das Geld nach seiner Freilassung plus vier Prozent Zinsen zurückzahlen musste.

Die Geschäftsfrau Hetty Green verfügte zu Lebzeiten über ein geschätztes Vermögen von 100 bis 200 Millionen US-Dollar, doch ihr Geiz machte sie berüchtigt. Besorgt darüber, dass ihr jemand ihr Geld wegnehmen könnte, band sie die Schlüssel zu ihrem Bankschließfach vor dem Schlafengehen stets um ihre Taille und eine Pistole an ihre Hand. Angeblich versuchte sie sogar, einen Leistenbruch selbst zu behandeln, indem sie sich einen Stock in den Bauch rammte, nur um die Kosten für das Krankenhaus zu sparen.

„Ein erpresserischer, blutsaugerischer, schäbiger Filz, ein raffgierig zupackender alter Sünder war er! Hart und scharf wie ein Kiesel, aus dem der Stahl nie einen edlen Funken geschlagen hat, versteckt, verschlossen und einsam wie eine Auster. Seine innere Kälte ließ seine alten Gesichtszüge einfrieren, seine spitze Nase absterben, machte seine Wangen runzelig, seinen Gang steif, seine Augen rot und seine dünnen Lippen blau, ja sie brach hämisch in seiner schnarrenden Stimme durch. Raureif lag auf seinem Haupt, seinen Augenbrauen und seinem Stoppelkinn.“

IM GELD BADEN

„Geld ist was zu Schönes! Es ist mir ein Hochgenuss, wie ein Seehund hineinzuspringen und wie ein Maulwurf darin herumzuwühlen und es in die Luft zu schmeißen, dass es mir auf die Glatze prasselt.“

Dagobert Duck

Wir können uns vielleicht einen liebenswürdigen Neidhammel denken, aber keinen liebenswürdigen Geizkragen. Neid blickt auf die anderen, der Geiz nur auf sich selbst. Und doch begegnet uns in der Literatur eine Figur, die wir ins Herz schließen, die doch der Inbegriff, die Personifikation des Geizes ist: Dagobert Duck. Die Geschichten um Donald, Daisy, Gustav Gans

und eben Dagobert kennen nur ein Thema: Geld. Alle wollen nur eines –Geld. Dagobert ist der Erfolgreichste. Er wird beneidet, aber niemand wirft ihm seinen Geiz vor, und wenn, dann schwindelt derjenige, und es kommt raus. In der Gesellschaft der Geizigen ist der Geizigste der Beliebteste. Fast so beliebt wie der Erfolgloseste unter den Geizigen, nämlich Donald.

In einer Welt, die als einzigen Wert nur das Geld kennt, ist der Geiz das beste Programm.

Besonders liebenswürdig wird Dagobert, wenn sein Geiz so groß ist, dass er sich selbst im Weg steht. Er möchte ein vor langer Zeit gesunkenes Schiff heben, in dem ein riesengroßer Goldschatz versteckt liegt. Er stellt eine sündteure Expedition zusammen, findet aber den Ort nicht, weil er sich eine veraltete Karte besorgt hat. Eine aktuelle hätte fünfzig Kreuzer mehr gekostet. „Hast du eine Ahnung, wie viel Geld das ist!“, schreit er Donald an.

Wo Geld das Ein und Alles ist, Alpha und Omega, dort gibt es nur eine schlechte Eigenschaft: die Bescheidenheit. Der Reiche darf cholerisch sein, mitleidlos, verrückt, grausam, er darf andere demütigen, verspotten, er darf primitiv sein, ungebildet, ohne Manieren – alles wird ihm vergeben, nur eines nicht: Er darf seinen Reichtum nicht verlieren. Es kommt nicht darauf an, wer der Schönste im ganzen Land ist oder der Klügste, sondern wer der Reichste. Donald kann nicht mithalten, und dennoch lieben wir ihn am meisten. Das ist aber kein Trost, nach dem Motto: Man kann auch ohne Geld ein guter Mensch sein. Schon, aber nur, wenn man den reichsten Mann der Welt zum Erbonkel hat.

BIN ICH SPARSAM ODER SCHON GEIZIG?

Wer immer wieder geradezu zwanghaft spart und Probleme damit hat, sich selbst oder anderen etwas zu gönnen, kann an seinem geizigen Verhalten arbeiten.

• Hinterfragen Sie zunächst ehrlich, ob Sie übertrieben sparsam sind und entlarven Sie geiziges Verhalten. Fragen Sie sich zum Beispiel: Ist mein sparsames Verhalten langfristig gut für mich und andere?

• Wenn Sie sich bereits dabei ertappen, geizig zu sein: Woran erinnert Sie dieses Verhalten? An wen denken Sie dabei, vielleicht an jemanden aus Ihrer Familie? Lohnt es sich wirklich, jetzt zu verzichten?

• Geiz ist im Grunde die Abwesenheit von Großzügigkeit. Fragen Sie sich: Was hält Sie davon ab, großzügig zu sein? Wovor haben oder hatten Sie Angst? Welche Ängste hatten vielleicht Ihre Familienmitglieder, Ihre Vorfahren?

• Denken Sie darüber nach, welche Nachteile und welches Leid Sie mit dem geizigen Verhalten bereits verursacht haben. Wie hat sich Ihr Geiz bereits auf Sie selbst, auf Ihre Partnerschaft, Ihre Familie, Ihre Freundschaften, Ihren Beruf ausgewirkt? Wie viel

leichter und positiver wäre Ihr Leben wohl, wenn Sie nicht mehr geizig wären?

• Kennen Sie jemanden, der nicht geizig ist und gesund lebt? Suchen Sie sich ein solches Vorbild und beobachten Sie, mit welchen Verhaltensweisen oder mit welcher Lebenseinstellung dieser Mensch durch den Tag geht.

AOK Gesundheitsmagazin

DAS LETZTE HEMD HAT KEINE TASCHEN.

Impressum

Herausgeber: Theater Vorpommern GmbH

Stralsund – Greifswald – Putbus

Spielzeit 2025/26

Geschäftsführung: André Kretzschmar

Künstlerischer Leiter: Rolf C. Hemke

Redaktion: Nadja Hess / Schauspieldramaturgie

Gestaltung: Marie-Louise Bartels / Öffentlichkeitsarbeit 1. Auflage: 250

Druck: Flyeralarm www.theater-vorpommern.de

Textnachweise: Der Text auf den Seiten 6 und 7 ist ein Originalbeitrag für dieses Heft von Nadja Hess. AOK Gesundheitsmagazin: Wie krankhaftes Sparen Mensch und Umwelt schaden kann vom 5.03.2021, unter: www. aok.de; Carruthers, Frances: Geizige Superreiche: 9 der knauserigsten Milliardäre der Geschichte, unter: de.finance. yahoo.com vom 29.04.2026; Dante Alighieri: Die göttliche Komödie. Aus dem Italienischen übertragen von Wilhelm G. Herz. München 1978.; Dickens, Charles: Ein Weihnachtslied in Prosa. Düsseldorf/Zürich 1957.; Gide, André - Zitat unter www.goodreads.com; Köhlmeier, Michael: Wo Geiz geil ist, unter: www.derpragmaticus.com vom 28.06.2025; Sofsky, Wolfgang: Der Geiz, unter: www.deutschlandfunkkultur.de vom 5.11.2006; Molière: Der Geizige. Prosaübersetzung von Simon Werle. Frankfurt am Main 1993; Molière: Die Kritik der „Schule der Frauen“, zit. nach Solloch, Alexander: Molière, unter: www.ndr.de

Bildnachweise: Die Fotos sind auf der ersten Hauptprobe am 17.06.2026 entstanden und stammen von Peter van Heesen.

Das Theater Vorpommern wird getragen durch die Hansestadt Stralsund, die Universitäts- und Hansestadt Greifswald und den Landkreis Vorpommern-Rügen

Es wird gefördert durch das Ministerium für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und EU-Angelegenheiten des Landes Mecklenburg-Vorpommern.

„Das

Geheimnis des Glücks liegt nicht im Besitz, sondern im Geben. Wer andere glücklich macht, wird glücklich.“

André Gide

Theater Vorpommern

Stralsund – Greifswald – Putbus www.theater-vorpommern.de

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