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The Gap 218a – Sonderausgabe: Waves Vienna 2026

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Für dich erstellt

Über den Wert von Musikkuration in Zeiten des Algorithmus

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N° 218a — Waves Vienna 2026

SONDERAUSGABE — THE GAP IST KOSTENLOS UND ERSCHEINT ZWEIMONATLICH. VERLAGSPOSTAMT 8000 GRAZ, P.B.B. | MZ 18Z041505 M


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Editorial

0,02 Gramm Kaffeepulver pro Stream

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www.thegap.at www.facebook.com / thegapmagazin @the_gap thegapmag the_gap

Herausgeber Manuel Fronhofer, Sarah Thomas Heher Chefredaktion Bernhard Frena

Alexander Galler

Das Musikbusiness war wohl schon immer ein hartes Pflaster. Vermutlich klagten seinerzeit schon Minnesänger darüber, dass der neue Graf sie nicht mehr buche, dass der Karren zum nächsten Markt immer teurer werde und dass die Mönche einen beim Kopieren der Songtexte ständig übers Ohr hauen würden. Trotzdem scheint gerade der Start für neue Artists so schwer wie selten zuvor. Sicher, Songs veröffentlichen war noch nie so leicht. Drei Klicks und schon können Millionen das neue Meisterwerk bestaunen – zumindest theoretisch. Allerdings heißt das eben noch lange nicht – wie Nico Rottenbücher in seiner Coverstory über Kuration erklärt –, dass irgendjemand die Debütsingle der großartigen neuen Band unter den 100.000 täglichen anderen Uploads entdeckt. Hier hat gerade ein Showcase-Festival wie Waves Vienna die schwere Aufgabe, die Spreu vom Weizen zu trennen – hart formuliert. Nicht qualitativ, aber zumindest hinsichtlich der Frage, ob ernsthaftes Interesse besteht, sich in der Musikwirtschaft zu verkaufbarem Brot verbacken zu lassen. Denn wer sich von seinen Songs mehr als nur einen halben Cappuccino leisten können möchte, muss davor in der Regel einiges an unbezahlter Arbeit hineinstecken. Und das geht eben nicht, wenn der nötige Wille fehlt. Niemand schlägt sich schließlich rein zum Spaß mit Labels, Fördergeber*innen und Bookingagenturen herum. Denn, um mit den eigenen Songs erfolgreich zu sein – beispielsweise im Sync-Bereich –, braucht es Business-Know-how und Networkinggeschick, das stellt auch Ania Gleich in ihrem Artikel zum Thema fest. Für uns am anderen Ende der Musikproduktionspipeline bedeutet das natürlich vor allem, dass wir beim Waves Vienna mehr als nur gute Acts vorgesetzt bekommen. Nämlich eben gerade solche, von denen sich annehmen lässt, dass sie auch zukünftig mit einer größeren Wahrscheinlichkeit als 1 zu 100.000 ihr Publikum finden werden.

Bernhard Frena

Chefredakteur • frena@thegap.at

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Gestaltung Markus Raffetseder Autor*innen dieser Ausgabe Ania Gleich, Simon Graser, Nico Rottenbücher Coverillustration Adobe Stock × Bernhard Frena Lektorat Jana Wachtmann Anzeigenverkauf Herwig Bauer, Manuel Fronhofer (Leitung), Sarah Thomas Heher, Martin Mühl Distribution Stefan Weinöhrl Druck Grafički Zavod Hrvatske d. o. o. Mičevečka ulica 7, 10000 Zagreb, Kroatien Geschäftsführung Sarah Thomas Heher Produktion & Medieninhaberin Comrades GmbH, Hermanngasse 18/3, 1070 Wien Kontakt The Gap c/o Comrades GmbH Hermanngasse 18/3, 1070 Wien office@thegap.at — www.thegap.at Bankverbindung Comrades GmbH, Erste Bank, IBAN: AT39 2011 1841 4485 6600, BIC: GIBAATWWXXX Abonnement 6 Ausgaben; € 19,97 abo.thegap.at Heftpreis € 0,— Erscheinungsweise Sonderausgabe zum Waves Vienna – Music Festival & Conference; Erscheinungsort Wien; Verlagspostamt 8000 Graz Offenlegung gemäß § 25 Mediengesetz www.thegap.at/impressum Diese Sonderausgabe entstand mit finanzieller Unterstützung von Waves Vienna. Die redaktionelle Verantwortung liegt bei The Gap. Aufgrund personeller Überschneidungen und geteilter Organisationsstrukturen besteht außerdem ein Naheverhältnis zwischen The Gap und Waves Vienna. Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Herausgeber*innen wieder. Für den Inhalt von Inseraten haften ausschließlich die Inserierenden. Für unaufgefordert zugesandtes Bildund Textmaterial wird keine Haftung übernommen. Jegliche Reproduktion nur mit schriftlicher Genehmigung der Geschäftsführung. Die Redaktion von The Gap ist dem Ehrenkodex des Österreichischen Presserates verpflichtet.

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AUSGABE JUNI / JULI 2026 — THE GAP IST KOSTENLOS UND ERSCHEINT ZWEIMONATLICH. VERLAGSPOSTAMT 8000 GRAZ, P.B.B. | MZ 18Z041505 M

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Wombat’s sees itself as an integral part of the local art and culture scene – in each city, we are honoured to be both hosts and guests. To emphasise this, we have created a format for both travelling and local artists under the title WomBEATS.

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Persönlicher Glaube, religiöse Institutionen und die LGBTQIA*-Community

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The music scene has found a new shelter and stage.

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Musikkuration zwischen Mensch und Maschine

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Für dich erstellt Musikkuration zwischen Mensch und Maschine

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Adobe Stock × Bernhard Frena, Paul Vincenth Schütz

Kuration als Skill Angesichts dieser tiefgreifenden Veränderung stellt sich die Frage: Wie wichtig ist menschliche Kuration heute noch? Wie wirkt sich der Aufstieg der KI auf Booker*innen, Redakteur*innen und Playlistenersteller*innen aus? Und wie kann eine mögliche Gegenbewegung aussehen? Kuration ist nicht nur die Entscheidung, welche Songs gehört werden, sondern auch ein Skill. Um diesen zu beherrschen, muss man viele, viele Acts anhören,

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Augen wie Ohren offenhalten und manchmal auch etwas über die eigentliche Musik hinausblicken – obwohl diese natürlich weiterhin im Mittelpunkt stehen sollte. Giovanna Fartacek, Co-Festivalleiterin von Waves Vienna, meint dazu: »Für uns als Festival ist es wichtig, eine künstlerische Idee zu entwickeln und diese vermitteln zu können. Oft ist dabei nicht unbedingt interessant, was gerade gefragt ist, sondern wer eine eigene Handschrift hat.« Beim Booking lege sie deshalb besonderen Wert darauf, anhand der Bewerbung für einen Slot ein möglichst umfassendes Bild der Artists zu erhalten: »Wir wollen das Gefühl bekommen, dass die Acts aktiv an ihrer Karriere arbeiten und eine gewisse Dynamik in ihrer Entwicklung spürbar ist.«

— Giovanna Fartacek

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Zu großen Teilen wird die Musik, die wir hören, ohne menschliches Zutun von undurchsichtigen Algorithmen für uns ausgewählt. Doch es formiert sich auch Widerstand gegen diesen Umstand. Wie kann menschliche Kuration im Zeitalter der KI-geleiteten Optimierung funktionieren? ———— Scheinbar alles wird heute durch Algorithmen für jeden Einzelnen von uns personalisiert, auch die Musik. Begibt man sich aktuell auf eine der großen Streamingplattformen, werden dort Playlists für jede Tages- und Nachtzeit, für jede Gelegenheit, jedes Genre angeboten. Früher hörte man lineare Programme im Radio, die von Menschen kuratiert wurden. Oder man kaufte sich einen physischen Tonträger, der von Freund*innen, von Kritiker*innen oder von Musikhändler*innen empfohlen wurde. In all diesen Fällen, wussten wir, woher diese Empfehlung kam, und vielleicht sogar, wieso genau diese Musik so hörenswert sei. Heute ist diese Form der Selektion eher eine Seltenheit geworden. Die Playlisten der Streamingdienste, bei denen viele Menschen ihr musikalisches Grundbedürfnis stillen, werden automatisch auf Basis des Hörverhaltens der Nutzer*innen, generiert. »Streaming erzeugt keinen einheitlichen Geschmack, sondern verändert, wie sich dieser ausdrückt«, erklärt Marc Brooks, Dozent für Musikwissenschaft an der Universität Wien. »Immer mehr Aspekte des Hörverhaltens werden messbar gemacht und fließen in Empfehlungssysteme ein.« Die Algorithmen werten unsere Daten aus und liefern uns quasi nur unser Spiegelbild. So hat man das Gefühl, diese Playlists würden jeweils individuell erstellt, auch wenn sie im Grunde immer nur abwandeln, was Hörer*innen mit ähnlichem Geschmack gerne hören. An die Stelle des einzelnen Menschen tritt ein Mittelwert.

»Als Kurator*in geht es nicht nur darum, einen guten Geschmack zu haben, sondern auch darum, verschiedene Erfahrungen zusammenzubringen.«

Kunst und Profit Die Auswahl eines Festivals wie Waves Vienna ist das Resultat der Arbeit der Kurator*innen, die sich an musikalischer Innovation, den Details des Projekts, aber auch an Branchenstrukturen orientieren: »Natürlich hört man ganz viel Musik und recherchiert, um neue Acts zu entdecken, gleichzeitig muss man aber auch mit Labels, Managements, Agenturen, Künstler*innen und anderen Festivals im Austausch sein«, erläutert Fartacek. Kuration müsse dabei oft unabhängig vom persönlichen Geschmack funktionieren: »Mein Kollege Stefan Weinöhrl (mitverantwortlich fürs Booking bei Waves Vienna; Anm.) nutzt etwa sein Know-how als DJ und Musikkenner, um einzuschätzen, wie sich bestimmte Karrieren entwickeln könnten. Es geht also nicht nur um einen guten Geschmack, sondern darum, verschiedene Erfahrungen zusammenzubringen.« Auf diese Weise versucht Waves Vienna, dem Publikum eine breite Auswahl an vielversprechenden Acts zu liefern und gleichzeitig jenen Künstler*innen, die bereit dafür sind, ein Sprungbrett zu bieten. Wo ein Festival wie Waves Vienna noch voll auf händische Auswahl setzen kann, ist eine solche bei Streamingplattformen eher rar. Wenn in der Chefetage angenommen wird, dass ein automatisch arbeitendes Programm effizienter darin sei, Empfehlungen für die Hörer*innen zu generieren, dann scheint dessen Einsatz nur logisch.

Giovanna Fartacek, Waves Vienna

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— Mareile Heineke

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Nicht nur für Streamingplattformen, sondern auch für Radiosender gilt es, konstant am Puls der Zeit zu bleiben. Aber auch Evergreens dürfen im Sendeplan nicht fehlen, die Brüche zwischen Themen und Genres sollten nicht zu extrem sein und zu guter Letzt muss in diesem Mix natürlich das jeweilige Senderkonzept erkennbar bleiben. Angesichts solch komplexer Vorgaben mag es schon mal verlockend sein, mithilfe der KI den scheinbar einfachen Weg zu suchen. Umso schöner, dass gerade in linearen Medien, menschliche Kuration meist noch großgeschrieben wird.

Wer kuratiert? Doch wo sich Industriegiganten wie Spotify ganz der algorithmischen Optimierungsmaxime verschrieben haben, setzt Qobuz bewusst auch auf Ecken und Kanten: »Wir möchten, dass man von Musik auch irritiert wird«, so Heineke. »Man soll aufmerksam werden und sich fragen, was das ist. Es geht darum, aus der Komfortzone rauszugehen, um Neues zu entdecken.« Darin zeigt sich ein grundsätzlich anderes Musikverständnis im Vergleich zu Spotify und Co, eines, das nicht nur auf angepasste Hintergrundbeschallung ausgelegt ist. Qobuz ist mit diesem Konzept seit einigen Jahren am aufsteigenden Ast. Das schlägt sich laut der Regionsverantwortlichen durchaus auch im Hörer*innenverhalten nieder, etwa mit unerwarteten Chartplatzierungen: »Da landen dann teilweise Alben von Artists, die wirklich keine großen Namen sind, bei uns auf Platz eins, nachdem sie zum Beispiel ›Album der Woche‹ waren. Es gibt auch eine Auszeichnung für Debütalben, die damit direkt in unsere Charts kommen.« Qobuz hebt hiermit explizit hörenswerte Kunst hervor, die sonst vielleicht überhaupt nicht wahrgenommen werden würde. So wird die Geschmackspalette erweitert und den Hörer*innen ein Gegenpol zu KI-beeinflussten Charts geboten. Um für diese Empfehlungen im ewigen Sog der Releaseflut die Übersicht zu bewahren, nutzt man bei Qobuz ein großes Netzwerk an Musikkenner*innen, die für verschiedene Sparten Expertise liefern: »Wir haben Genrespezialist*innen aus verschiedenen Altersstufen, natürlich auch länderübergreifend. Unser Headquarter ist in Paris und dadurch sind wir im französischen Bereich am stärksten aufgestellt, aber wir haben zusätzlich in einzelnen Ländern und Regionen noch weitere interne sowie externe Journalist*innen, die dort für uns Trends ausfindig machen.«

Mareile Heineke, Qobuz

Julian Zeh vom deutschen Sender Ego FM beschreibt den Grund dafür so: »Ich habe das Gefühl, dass Musik mehr Momentum generiert, wenn sie von Menschen ausgesucht worden ist. Wenn ein Song nicht von Statistiken und Mathematik, sondern von Personen empfohlen wird, kann eine bestimmte Stimmung besser eingefangen werden.« Auch für die Künstler*innen könne es in gewisser Weise eine Auszeichnung sein, bewusst von den Redakteur*innen entdeckt und hervorgehoben zu werden. Wahrscheinlich hinterlasse das ein anderes Gefühl bei ihnen, so Zeh.

Gatekeeper*innen Radiostationen – aber natürlich auch Fernsehsender wie MTV – waren früher vielfach die Gatekeeper*innen, die entschieden, was gehört werden und was mitunter gar nicht bis zu den Konsument*innen durchdringen konnte. Heute haben wir nahezu unbegrenzten Zugang zu Musik, wir müssen uns deshalb aber auch durch

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»Wir möchten, dass man von Musik auch irritiert wird. Man soll aufmerksam werden und sich fragen, was das ist. Es geht darum, aus der Komfortzone rauszugehen, um Neues zu entdecken.«

Selbst nischigere Unternehmen wie der französische Musikstreamingdienst Qobuz, der ursprünglich vor allem auf die audiophile Ecke spezialisiert war, setzen deshalb zunehmend auf Automatisierung. Mareile Heineke, bei Qobuz für den DACH-Raum zuständig, erklärt das so: »Wir hatten eigentlich immer nur menschliche Kuration und haben erst vor zwei Jahren zusätzlich Algorithmen eingebaut, sodass Nutzer*innen nun die Wahl haben.« Diese würden sich im Algorithmus einfach wohlfühlen, so Heineke. »Man kann morgens Musik anmachen und hört dann den ganzen Tag über, was einem wahrscheinlich gefällt.«

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»Es scheint sich ein hybrider Auswahlprozess in Verbindung mit weitreichender Personalisierung durchzusetzen.«

— Marc Brooks

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Auswahlnahrungskette »Selektion ist unausweichlich. Es stellt sich eher die Frage, wer die Gatekeeper*innen sind, wie transparent und mit welchen Kriterien ausgewählt wird und welche Alternativen für Hörende existieren«, erläutert Musikwissenschaftler Marc Brooks. Deswegen vermutet er, dass Menschen zukünftig höchstwahrscheinlich weiter oben in der Auswahlnahrungskette stehen und einen direkteren Einfluss auf die Personalisierung der Algorithmen haben dürften. Auch bei Waves Vienna macht man sich Gedanken über die eigene Funktion als Gatekeeper*innen. Giovanna Fartacek: »Wir verstehen uns nicht als ›Torwächter*innen‹, die entscheiden, was gut und was schlecht ist. Unser Anspruch ist vielmehr, verschiedene Stimmen ab-

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— Julian Zeh

zubilden und unsere Rolle so zu nützen, dass Künstler*innen miteinander vernetzt werden. Deshalb überlegen wir sehr genau, was wir dem Publikum zeigen möchten.« Insofern steht beim Wiener Showcase-Festival nicht nur die Auswahl hörenswerter Acts im Mittelpunkt, sondern auch eine mittelfristige Perspektive, um diesen Acts die Erschließung eines neuen Publikums und eines größeren Netzwerks in der Musikbranche zu ermöglichen.

kultureller Gemeinschaft geschaffen wurde, gibt es das heute nur mehr in deutlich kleineren Echokammern. Auch Mareile Heineke nimmt ein Schwinden des Gemeinschaftserlebnisses wahr: »Wir können uns nicht mehr über dieselben Sachen austauschen. Der Communitygedanke fällt weg.« Als Hörer*innen akzeptieren wir diese Entwicklung allzu oft unhinterfragt. Das beobachtet auch Marc Brooks: »Durch so eine Vorselektion muss weniger Energie in die eigene Auswahl gesteckt werden.« Das sei aber noch lange kein klares Bekenntnis der Nutzer*innen zu künstlicher Intelligenz, so der Dozent. »Es scheint sich vielmehr ein hybrider Auswahlprozess in Verbindung mit weitreichender Personalisierung durchzusetzen.«

(Nicht) nur KI

Julian Zeh, Ego FM

Ein Grundproblem bleibt allerdings ungelöst: Wer in den letzten Jahren irgendwann ein Gespräch mit Freund*innen über den neuen Lieblingssong führen wollte, den der Anbieter des Vertrauens ständig vorschlägt, wird vielleicht bemerkt haben, dass niemand sonst in der Runde vom fraglichen Titel gehört hat. Unsere ForYou-Pages haben nämlich mit Ausnahme des Layouts oft wenig miteinander zu tun. Die digitale Welt ist hochindividualisiert, egal ob Werbung, Tiktok-Feed oder eben die Musik, die wir hören. Während früher durch gemeinsames Erleben eine Form

Während auf den marktbeherrschenden Streamingplattformen Algorithmen und KI-Auswahl Standard sind, scheint es auch eine Gegenbewegung zu geben: Hörer*innen wie Künstler*innen sehnen sich nach von Menschen ausgewählter Kunst, sie wollen Empfehlungen von Liedern, die jemanden berührt haben, nicht nur von solchen, die gut in ein bestimmtes Hörprofil passen. Radioprogramme, explizit von Menschen erstellte Playlists oder auch Festival-Line-ups sorgen dafür, dass neue Musik nicht im Fleischwolf der Algorithmen verendet. Ähnlich der Theorie, dass ein einmal etabliertes Medium nie wieder völlig verschwindet, scheint auch die menschliche Kuration im Zeitalter der KI nicht gänzlich unterzugehen. Ein Teil der Musikliebhaber*innen sucht gerade jetzt nach handverlesenen Empfehlungen. Und solange es bei Musik um menschliche Emotionen geht, wird diese Nachfrage auch bestehen bleiben. Nico Rottenbücher

Im Rahmen der Waves Vienna Conference findet am 1. Oktober um 13 Uhr in der Albert Hall ein Panel zum Thema »Human Curation in the Age of Algorithms: Why Radio Still Matters« statt.

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einen schier unendlichen Strom kämpfen. Die breite Verfügbarkeit ist also Fluch und Segen zugleich. Statt einer zugänglichen Oberfläche und einem Untergrund zum Durchwühlen, haben wir heute eine Oberfläche, die uns als besonders tiefgründig verkauft wird, und der Untergrund bleibt für die meisten Hörer*innen unerreichbar. Überdies war es noch nie so einfach wie heute, eigene Musik zu veröffentlichen – und gleichzeitig noch nie so schwer. Auf Spotify werden laut einem Bericht des Branchenbeobachters Luminate über 100.000 Tracks pro Tag veröffentlicht. Die Plattform selbst gibt an, mittlerweile über hundert Millionen Tracks im Angebot zu haben. Doch fast neunzig Prozent davon würden im Verlauf eines Jahres nicht einmal tausend Aufrufe erreichen, heißt es seitens Luminate. Algorithmen bieten nur einen trügerischen Weg, um Ordnung in diese unüberschaubare Masse zu bekommen. Wenn sie die Tore zur Musik bewachen, wird es immer schwerer, Einlass zu erhalten, denn Algorithmen sind Gewohnheitstiere. Sie folgen strikt ihren Programmierungen, werden mit etablierten Werten gefüttert und reproduzieren verlässlich die immer gleichen Ergebnisse. Ohne entsprechende Anweisung kann keine KI aus diesen vorgegebenen Mustern ausbrechen. Doch wie genau diese Muster aussehen, wissen höchstens die Plattformen selbst – sowohl für Künstler*innen als auch für Hörer*innen sind die Algorithmen eine Blackbox.

»Wenn ein Song nicht von Statistiken, sondern von Personen empfohlen wird, kann eine bestimmte Stimmung besser eingefangen werden.«

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Fall for Pop der Herbst im Wiener Konzerthaus 07/10/26

Cari Cari 12/10/26

SCHMUSECHOR SOLO

Cari Cari © Andreas Jakwerth

Manu Delago && Max ZT © Simon Reithofer

Schmusechor © Hanna Fasching

SODL © Michelle Rassnitzer

Cat Power © Inez Vinnoodh

Mavi Phoenix © Juanita Sohé Pereira Lillo

19/10/26

Cat Power 23/10/26

Ólafur Arnalds 10/11/26

Manu Delago & Max ZT 18/11/26

SODL live

Mehr Infos unter konzerthaus.at

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Mavi Phoenix

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Ólafur Arnalds © Anna Maggy

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Was macht einen Song syncable? Musik für Filme, Games und Werbung

Die eigene Musik für den Einsatz in diversen Medien zu lizenzieren, kann durchaus lukrativ sein. Aber wie funktioniert der Prozess der Synchronisation in der Praxis und was muss ein Lied mitbringen, um darin zu funktionieren? ———— Wer kennt es nicht? Im herzzerreißendsten Moment eines Films kommt plötzlich dieser eine Song. Entweder kratzt es im Hinterkopf: Moment, den kenne ich doch! Oder man fummelt bereits am Smartphone herum, um den ShazamMoment nicht zu verpassen. Vielleicht ist es aber auch der Soundtrack eines Games, an den man sich nach vielen Jahren besser erinnert als an dessen Spielverlauf. Oder das Lied aus einer Werbung spukt im Kopf herum, das untrennbar mit einer Marke verbunden scheint. All das basiert auf einem Prozess, der im Branchensprech Sync genannt wird, kurz für Synchonisation: die Verbindung von Musik mit einem anderen Medium, klassischerweise mit Bewegtbild. »Sync ist im Prinzip das Verschmelzen von zwei verschiedenen Medien, die dann zu einem neuen Produkt werden«, erklärt Jürgen Distler, Music Supervisor und SyncAgent beim österreichischen Musikverlag Bluejay Publishing. Sync ist mittlerweile für Musiker*innen eine nicht zu unterschätzende Finanzierungsmöglichkeit, laut Branchenverband IFPI mit einem weltweiten Umsatz von

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ziert. Die Grenzen sind hierbei nicht immer so eindeutig, wie diese Unterscheidung zunächst vermuten lässt. Jedenfalls stellt sich eine Frage, die alle drei Bereiche betrifft: Was macht Musik eigentlich »syncable«?

Von Song zu Sync

Jürgen Distler, Sync-Agent

über 640 Millionen US-Dollar. Daher widmet sich beim Festival Waves Vienna heuer auch ein bemerkenswerter Teil des Konferenzprogramms der Frage, wie Musik ihren Weg in Film, Werbung und Games findet. Und dieser Weg kann mitunter sehr unterschiedlich aussehen, denn Sync ist nicht gleich Sync: Beim klassischen SyncLicensing wird bestehende Musik für ein audiovisuelles Projekt lizenziert. Beim Score beziehungsweise Media Composing entsteht sie eigens für diese Verwendung. Production Music wiederum wird ohne konkretes Projekt, aber bereits mit dem Ziel einer späteren Lizenzierung produ-

Jürgen Distlers Antwort darauf fällt denkbar einfach aus: »Alles ist syncable.« Andra Vasile, Sync-Managerin beim rumänischen Label Global Records und Mitgründerin der Konferenz Sync About It, kommt zu einem ähnlichen Schluss: »Zum Glück gibt es heute so viele Produktionen und damit so viele unterschiedliche Kontexte, die Musik brauchen, um eine Botschaft, Emotion oder Stimmung besser auszudrücken, dass im Grunde jedes Genre seinen Platz finden kann.« Entscheidend ist für sie neben der Stärke des Songs in erster Linie auch eine gute Audioqualität. Gleichzeitig helfe es, mutig und nicht zu durchschnittlich oder generisch zu sein sowie etwas Eigenständiges mitzubringen. Was funktioniert, hängt dabei vor allem vom Medium ab. Werbung, so Distler, verlange Musik, die schnell auf den Punkt kommt – etwa mit Hook, Catchiness oder passenden Keywords. Ein Film vertrage auch längere dramaturgische Bögen. Videospiele wiederum benötigen Musik, die auf die Handlungen der Spieler*innen re-

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»Sync ist im Prinzip das Verschmelzen von zwei verschiedenen Medien, die dann zu einem neuen Produkt werden.«

— Jürgen Distler

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agieren kann. Der Komponist und Produzent Stepan Sobanov, der zu rund achtzig Prozent an Videospielmusik arbeitet, erklärt, er verflechte dafür etwa verschiedene musikalische Loops so, dass trotz variabler Abläufe ein zusammenhängendes Stück entsteht. Syncable zu sein, ist also nicht nur eine Frage des Sounds, sondern auch eine Frage dessen, was Musik im jeweiligen Kontext leisten soll. Passende Musik allein garantiert allerdings keine Platzierung in einem Medium. Music Supervisors, Sync-Agenturen, Labels und Verlage vermitteln zwischen Musikschaffenden und potenziellen Auftraggeber*innen. Distler beschreibt sei-

ne Rolle in dieser Konstellation so: »Wenn Musiker*innen es selbst versuchen, haben sie einen Lottoschein. Ich habe zwanzig Lottoscheine.« Mindestens ebenso wichtig wie das richtige Netzwerk sei, dass die Musik schnell und unkompliziert verwendbar ist: »Tag your files«, lautet deshalb Distlers oberstes Gebot. Metadaten sollten nachvollziehbar, Rechteinhaber*innen erreichbar sein.

Bluejay Publishing, Adobe Stock

Geklärte Rechte Andra Vasile betont ebenfalls, dass selbst ein perfekt passender Song ausscheiden könne, wenn Rechte ungeklärt seien oder man zu den Beteiligten keinen Kontakt herstellen könne; bei der heutigen Menge verfügbarer Musik finde sich dann schnell eine Alternative, so die Sync-Managerin. Hinzu komme Zeitdruck: Entscheidungen müssten laut Distler mitunter innerhalb ei-

Gut gemischt ist noch nicht automatisch gut gesynct. Sound, Wirkung und Medium müssen zusammenspielen.

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»Über die fixe Vergütung und mögliche Tantiemen hinaus kann eine Platzierung den Artists erhebliche Aufmerksamkeit bringen.«

— Andra Vasile

nes Tages fallen. Er arbeitet deshalb gerne mit sogenannter pre-cleared music, deren Rechte bereits vorab gesichert sind. Der Aufwand kann sich für Musiker*innen jedenfalls durchaus lohnen. Vasile etwa sieht darin weit mehr als eine zusätzliche Einnahmequelle: »Über die fixe Vergütung und mögliche Tantiemen hinaus kann eine Platzierung den Artists erhebliche Aufmerksamkeit bringen. Sie kann Menschen auf die Streaming- und SocialMedia-Profile führen, sie den restlichen Katalog entdecken lassen und Hörer*innen letztlich sogar zu Ticketkäufer*innen machen.« Auch Jürgen Distler hat etwa bei prominenten Filmplatzierungen beobachtet, dass die Shazam-Zahlen innerhalb weniger Stunden ansteigen können. Planbar sei dieser Erfolg allerdings nicht. »It’s a gamble«, sagt er und rät Artists davon ab, ihre Existenz allein auf Sync aufzubauen.

Erstell mir einen Song Was aber passiert, wenn Verwertbarkeit die Musik von Haus aus formt? Bei vorgefertigter Production Music arbeite Sobanov auf Basis bestimmter Parameter: »Getting straight to the point« sei einer davon. Die Musik sollte die etablierte Energie relativ

Verwertbare Handschrift Manchmal ist die Verwendung in anderen Medien jedoch von vornherein geplant. Komponist Stepan Sobanov weiß, wie Musik unter diesen Umständen entsteht. Sync ist für ihn dabei weniger eine eigene Tätigkeit als eine rechtliche Ebene: »Für mich ist es fast immer eine Auftragskomposition, die unter anderem Sync beinhaltet. Sync ist für mich deswegen hierarchisch immer nachgereiht.« Doch auch bei eigens für Filme oder Games komponierter Musik muss irgendwann deren Nutzung geregelt werden. Seine kompositorische Arbeit versteht Sobanov als Übersetzungsleistung: Im Austausch mit Auftraggeber*innen spiele er manchmal »fast einen Therapeuten« und versuche zu verstehen, welche Botschaft vermittelt oder welches Konzept musikalisch umgesetzt werden soll.

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Stepan Sobanov, Komponist

konstant halten und drastische Wechsel vermeiden. Bei Queens »Bohemian Rhapsody« könne man beispielsweise eine Minute nach vorne springen und in einer völlig anderen musikalischen Welt landen – für Production Music sei das oft wenig hilfreich, so Sobanov. Die Kehrseite die-

ses Zugangs: Manche seiner Kolleg*innen würden mehr als hundert Tracks pro Jahr produzieren, viele nach ähnlichen Mustern. Die Musik sollte jedoch keineswegs »generisch« wirken. »Das gilt aber eigentlich für Musik generell, nicht nur für Sync«, meint Andra Vasile. In Zeiten von generativer KI gewinnt diese Forderung zusätzlich an Brisanz: Sobanov berichtet von Kolleg*innen, deren langjährige Kund*innen sie inzwischen durch Suno, einen KI-Musikgenerator, ersetzt hätten. Er vergleicht die Dynamik mit Image-Prompting, also mit dem Erstellen von Bildern mittels Chat GPT, Midjourney und Co: »Wenn du nicht super spezifisch in deinen Prompts bist, bekommst du immer nur ein Durchschnittsergebnis.« Kostet das Erarbeiten der Prompts wiederum viel Zeit, stelle sich für Sobanov die Frage, warum diese nicht gleich in eine Originalkomposition fließen sollte. Je stärker Musik auf allgemeine Verwertbarkeit zugeschnitten ist, desto eher droht sie austauschbar zu werden. Seine Alternative: zunächst eigenständige Musik schaffen und sie erst danach in ein Format übertragen, das besser syncable ist – analog zu einem überarbeiteten Radio-Edit. Experiment und Verwertbarkeit müssten dann keine Gegensätze sein. Vielleicht liegt darin das Paradoxon des Geschäfts: Sync verlangt Musik, die sich einsetzen lässt, ohne beliebig zu werden. Sobanov: »Meine Theorie ist, dass die Einheitlichkeit irgendwann implodiert und man sich wieder nach Dingen sehnt, die nicht gleich klingen.« Erfolgreich im Sync zu sein, könnte also gerade bedeuten, Musik nicht um jeden Preis »syncable« machen zu wollen. Ania Gleich

Folgende Events der Waves Vienna Conference beschäftigen sich mit dem Thema Sync: »Collecting from Twitch: Music Licensing for Games & Games Media« 1. Oktober, 11:15 Uhr Albert Gallery — »Waves First Impression Sessions: Sync Focus« 1. Oktober, 15 Uhr The Nest — »How Music Becomes Part of the Game World« 2. Oktober, 10:45 Uhr Albert Hall — »Magic on Screen: Music in Film & Television« 2. Oktober, 12 Uhr Albert Hall — »Game On: The Art of Music in Video Games« 2. Oktober, 13:30 Uhr Albert Hall — »Next Gen Sync: How to Enter the World of Music Supervision« 2. Oktober, 14:30 Uhr Albert Gallery.

Cristina Oltean, Andreas Krupa

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Andra Vasile, Sync-Managerin

Die Herangehensweise aus der Sicht eines Labels beschreibt Andra Vasile ähnlich: Als Sync-Managerin sieht sie sich als Brücke zwischen der Musik und dem, was Music Supervisors, Agenturen, Marken oder Produktionsfirmen suchen. In beiden Fällen geht es also darum, die musikalischen Bedürfnisse eines Projekts zu verstehen. Für Sobanov habe dieser Rahmen zwar Priorität, die eigene Handschrift solle aber erhalten bleiben. Mit Werken zwischen Big Band, Lo-Fi-Hip-Hop, Klaviermusik und klassischem Orchester bezeichnet er sich selbst augenzwinkernd als »genrefluid«, mit dem Anspruch, dass trotz unterschiedlicher Stile eine persönliche Handschrift erkennbar bleibe.

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Cristina Oltean, Andreas Krupa

CNM, YOUR FRENCH MUSIC PARTNER PRESENTS :

FRANCE AT WAVES VIENNA 1-3 OCTOBER 2026

featuring LIVE ACTS AT FESTIVAL :

VERA DAISIES FRI 02.10. | 18:30 - 19:15 | CHELSEA NEELAÏ FRI 02.10. | 19:30 - 20:15 | FANIALIVE CHEST. FRI 02.10. | 19:45 - 20:30 | CHELSEA BLU SAMU FRI 02.10. | 20:00 - 20:45 | LUCIA SAT 03.10. | 16:30 - 17:15 | COCO BLANCHE BIAU

FRI 02.10. | 21:15 - 22:00 | RHIZ CUT FACE FRI 02.10. | 22:15 - 23:00 | KRAMLADEN TIAGO CAETANO SAT 03.10. | 20:45 - 21:30 | FANIALIVE RSVP HERE FOR

FRENCH ARTIST PITCH BREAKFAST by CNM SAT 03.10. | 11:00 - 12:00 SPEISEN OHNE GRENZEN

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CHECK OUT OUR DEDICATED WHAT THE FRANCE PLAYLIST With the support of the French Ministry for Europe and Foreign Affairs

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Erkenne mit uns neue Zusammenhänge in einer komplexen Welt. JETZT AUF Entdeckungsreise gehen

ÄPFEL MIT BIRNEN VERGLEICHEN? UNBEDINGT. The_Gap_218a_Kern_GESAMT_FIN_mf.indd 16

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Kramladen

Rhiz presented by The Gap

Coco

Chelsea

Loop

Lucia

Fanialive

The Loft Main Floor

The Loft Wohnzimmer presented by We Are Busy Bodies

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T I M E TA B L E D O N N E R S TAG , 1 . O K TO B E R 2 0 2 6

Café Carina

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Doors

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Palmanu (AT)

Doors

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Cute Aggression (AT)

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Danny Laj and the Looks (CA)

21:15–22:00

Lammping (CA)

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Hana Fatur (SI)

Pixie McCann (UK)

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19:30–20:15

Aki Traar (AT)

Ethérea (BG)

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20:00–20:45

Salea (EE)

Lucia & The Best Boys (UK)

Luxjury (AT)

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New Gaze (UK)

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Ben Kidson (UK)

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Vic Velvet (AT) Farveblind (DK)

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Andr (TW)

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Schramm (DE)

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Agatha Is Dead! (DE)

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23:15–00:00

Rottweil (AT)

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Chaton Laveur (BE)

23:00 22:30–23:15

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Paenda (AT)

Sierra Delta (HU)

Madhouse Express (CZ)

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Nachtkinder (DE)

Großkind (AT)

Turbo Trans Turisti (RS)

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Faravaz (DE)

Spacestation (IS)

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Eilis Frawley (DE)

Ivery (AT)

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Ellis D (UK)

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Purple (AT)

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M. Rider (HR)

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Ether (HR)

Doors

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When the Robin Sings (ES)

Doors

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Sloe Noon (DE)

19:00 Doors

Doors Doors

20:00 Doors

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Kramladen

Rhiz presented by The Gap

Coco

Chelsea

Loop

Lucia

Fanialive

The Loft Main Floor presented by Barracuda Music

The Loft Wohnzimmer

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Café Carina

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Niura (IT)

Ninon (LU) 20:00–20:45

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Jules War (HU)

Odhran Murphy (IE)

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Alice Faye (UK)

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Flo Naegeli (DE)

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Venus Grrrls (UK)

La Fazani (XK)

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Neelaï (FR)

Violet (DE)

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Blu Samu (BE)

Ava Fina (AT)

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Alycia May (AT)

Sadsvit (UA)

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Chest. (FR)

Atomic Lobster (DE)

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20:00–20:45

Keshia (DE)

Blanche Blau (CH)

Taknado (LV)

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Devon Rexi (NL)

Cut Face (FR)

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Zgarda (UA)

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Charlize (DE)

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The Afterword (UK)

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Tamara Flores (AT)

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Angelic in Jeans (DE)

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World News (UK)

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Englbrt (LU)

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Trustfundbabes (DE)

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Her Picture (UK)

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Tuys (LU)

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Peach Tinted (AT)

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Yaama (DE)

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Vera Daisies (FR)

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Kramladen presented by Slam

Rhiz presented by The Gap

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Café Carina presented by Seayou Records

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Delicate Strangers (AT)

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Stories from the Apple Garden (HU)

Kumbia Queers (AR)

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Felis (AT)

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Josy (DE)

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Gina Été (CH)

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Pig Machine (SE)

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Baby Berserk (NL)

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Schluma (DE)

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Das schottische Prinzip (AT)

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Late Again (US)

Tiago Caetano (FR)

Balkalar (HR)

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Janka (AT)

Viic Woods (SE)

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Zepter (AT)

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Waterbaby (SE)

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Arthur and the Gang (AT)

Kombynat Robotron (DE)

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Neon Lives (HR)

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Morn (UK)

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Lyhre (DE)

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Swim Swim Naked (HU)

Glut (AT)

Beurre (CH)

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Lizki (DE)

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Got’Ya (AT)

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Why Horses? (UK)

Døtre (DK)

Kurpark (AT) 19:00–19:45

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Jeanne D’Arte (AT)

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Café Carina Kramladen Rhiz Coco Chelsea Loop Lucia Fanialive The Loft Albert Hall

Sonstiges T Ticketing @ Café Concerto U U-Bahn-Station

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Grenzen überwinden UK und EU im musikalischen Austausch

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Bis zum tatsächlichen Austritt sind dann aber noch dreieinhalb Jahre vergangen. Heute, weitere sechs Jahre später, lässt sich recht gut resümieren, was passiert, wenn aus einer kurzen, unkomplizierten Anreise zu einem Gig plötzlich eine bürokratische Irrfahrt inklusive finanzieller Zerreißprobe wird. Hannes Heide beschäftigt sich mit den Auswirkungen dieser neuen alten Hürden. Der österreichische EUAbgeordnete sitzt im Ausschuss für Kultur und Bildung des Europäischen Parlaments und kennt den Kulturbetrieb auch abseits politischer Sitzungsräume, vor seiner Zeit in Brüssel war er nämlich unter anderem als Tourmanager von Hubert von Goisern tätig.

Should I Stay or Should I Go? Seine Bilanz fällt wenig überraschend aus: »Die Kosten sind exorbitant gestiegen.« Gut, dem ließe sich entgegnen: Wo nicht? Doch Heide meint nicht die übliche Teuerung. »Kabotage, ein Begriff, den man in der Europäischen Union längst schon vergessen geglaubt hat, ist beispielsweise wieder aufgetaucht«, so der Politiker. Das bedeutet, dass ein britischer Lkw nicht mehr einfach

Adobe Stock, Europäische Union

Popkulturell war das Vereinigte Königreich nie besonders gut darin, auf seinen Inseln zu bleiben. Mit dem Brexit bekam dieser kulturelle Bewegungsdrang allerdings einen ordentlichen Dämpfer. Ein Blick auf das diesjährige Waves-Vienna-Gastland, auf alte Grenzen und neue Wege. ———— Von Britpop und Dubstep bis hin zu Heavy Metal und Drum ’n’ Bass – zahlreiche musikalische Strömungen haben ihren Anfang im Vereinigten Königreich genommen. Was davon über den Ärmelkanal geschwappt ist, hat nicht zuletzt auch die europäische Musiklandschaft maßgeblich mitgeprägt. Aber welche Auswirkungen hat es, wenn dieses popkulturelle Schwergewicht nicht mehr am selben Tisch sitzt? In einem vereinten Europa hat man fast schon vergessen können, dass nicht nur Waren, sondern auch Kultur Grenzen passieren muss. Durch den Brexit ist dieser romantische Zustand rasant von einer neuen Realität abgelöst worden. Wobei dieses »rasant« natürlich in staatstragenden Maßstäben zu verstehen ist. Am 23. Juni 2016 haben 51,9 Prozent der britischen Wähler*innen für den Austritt aus der Europäischen Union abgestimmt.

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so wochenlang Equipment von Konzert zu Konzert quer durch Europa kutschieren darf. Bereits nach wenigen Tourstopps muss man mitunter auf den Transport durch ein europäisches Unternehmen umsteigen. Und das im Prinzip nur, weil das Vereinigte Königreich nicht mehr Teil des gemeinsamen EU-Binnenmarkts ist.

Grenzen kosten

»Vor allem Nachwuchskünstler*innen können sich eine Tour unter diesen Umständen einfach nicht mehr leisten.«

— Hannes Heide

chester verbunden wäre. Die ziemlich ernüchternde Summe lautete 30.000 Pfund. Wenn man seinem Publikum also ungern einen Brexit-Aufschlag in den Ticketpreis einrechnen möchte, wird aus einer Chance eher ein Verlustgeschäft.

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Hannes Heide, EU-Abgeordneter

Ewig darüber zu sprechen, welche Steine der Brexit den Kulturschaffenden in den Weg gelegt hat, bringt allerdings auch niemanden zurück auf die Bühnen. Deshalb setzt sich die britische Lobbyistin Gill Morris im Zuge der Kampagne »Carry on Touring« für bessere Tourbedingungen zwischen dem Vereinigten Königreich und der EU ein. Wenn es nach Morris ginge, bräuchte es gar keine große Reform, um Musiker*innen das Leben einfacher zu machen: »Wer keinen EU-Pass besitzt, darf sich innerhalb von 180 Tagen nur neunzig Tage im Schengenraum aufhalten. Das passiert bei Crews schnell einmal. Mit dem sogenannten A1-Zertifikat müssen sie aber ohnehin nachweisen, dass sie dort nur für absehbare Zeit beruflich unterwegs sind. Würde man diesen Beleg für eine Ausnahme von der Neunzig-Tage-Regel nutzen, wäre Artists schon enorm geholfen.« So unrealistisch scheint dieser Vorschlag nicht zu sein. Hannes Heide hat den Eindruck, dass es jedenfalls nicht an Ideen für Lösungsansätze fehlt. Eine weitere wäre, das Vereinigte Königreich wieder stärker in EU-Förderprogramme für den Kultur- und Kreativsektor wie Creative Europe einzubinden. Länder wie Norwegen zeigen, dass man durchaus auch von außerhalb der Union an europäischen Initiativen teilnehmen kann. Einen ersten Schritt in diese Richtung hat das Vereinigte Königreich mit der nächstjährigen Rückkehr zu Erasmus+ immerhin schon getan.

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Was auf den ersten Blick eher nach nerviger, aber machbarer Bürokratie klingt, schlägt sich schnell in tatsächlichen Kosten nieder. Zu Umlademanövern kommen die Zollformalitäten für Equipment und Instrumente, Arbeitsgenehmigungen und Einreisebestimmungen. »Das trifft vor allem Nachwuchskünstler*innen, die sich dadurch eine Tour einfach nicht mehr leisten können«, erläutert Heide. Er spricht dabei bewusst nicht nur von den Newcomer*innen des Inselstaates, denn: »Kultureller Austausch ist keine Einbahnstraße. Sowohl Künstler*innen aus dem UK als auch aus EU-Ländern verlieren hier Möglichkeiten.« Für beide Seiten stellt sich seit dem Brexit schnell die Frage, ob am Ende der Mehrwert einer Tour auf die andere Seite der gemeinsamen Grenze oder die dazugehörige Rechnung höher ausfällt. Bei einem Besuch in Edinburgh sei dem EUAbgeordneten etwa vorgerechnet worden, mit welchen Zusatzkosten ein Auftritt in Schottland für ein österreichisches Or-

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Dass es bei anderen Programmen und neuen Regelungen noch stockt, liegt für den Politiker nicht an einer grundsätzlichen Abneigung. Dort, wo Zuständigkeiten zwischen EU, Mitgliedsstaaten und britischen Behörden aufgeteilt sind und Zoll- sowie Steuerregeln von Land zu Land variieren, fühle sich am Ende einfach niemand so recht verantwortlich. »Es hakt schlichtweg an der Verkomplizierung auf der Beamt*innenebene«, fasst Heide das Problem zusammen.

Türen öffnen Die Musikszene schläft nicht und Newcomer*innen sprießen weiterhin allerorts empor. Also braucht es Wege, kulturellen Austausch auch unter den neuen Voraussetzungen zu ermöglichen. Becci Scotcher verantwortet bei der britischen PRS Foundation Förderprogramme für Musiker*innen, um trotz der widrigen Umstände erste Schritte in internationale Märkte machen zu können. Eines davon ist der International Showcase Fund, der UKActs bei Auftritten außerhalb des Landes finanziell unterstützt. Dass gerade Showcase-Festivals in der Branche eine immer

Zusammen europäisch Nationale Förderprogramme und Initiativen können vereinzelte Reisen ermöglichen und Kosten abfangen. Die Strukturen dahinter können sie allerdings nur bedingt ersetzen. Auch Scotcher spricht sich für die Teilnahme an europäischen Programmen aus – vor allem aufgrund der Netzwerke, die sich dadurch bilden: »Wenn die Artists Kontakte benötigen, um irgendwann einmal Headliner*innen zu werden, brauchen sie auch die Möglichkeit, diese zu knüpfen. Weniger Austausch bedeutet eben nicht nur, weniger Konzerte zu spielen.« Trotz sämtlicher Baustellen, an denen noch gewerkelt werden muss, blickt niemand von unseren Gesprächspartner*innen völlig pessimistisch auf die kommenden Jahre. Beim ersten UK-EU-Gipfel 2025 sind die Probleme rund um den kulturellen Austausch zum gemeinsamen Thema gemacht worden. Seitdem laufen die Ge-

»Es gilt, an der geografischen Verbindung zwischen Europa und dem Vereinigten Königreich festzuhalten.«

— Becci Scotcher

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spräche weiter. Und auch der neue Mann in der Downing Street schadet dem Optimismus nicht. Premierminister Andy Burnham gilt als Unterstützer der britischen Musikund Clubkultur, der nicht erst überzeugt werden muss, dass auch Kultur politisch relevant ist.

Gill Morris, Lobbyistin

Bis sich zeigt, welche Lösungsvorschläge den Sprung in die Umsetzung schaffen, wird der Austausch eben weiterhin auf persönlicherer Basis in die Hand genommen. Zu Waves Vienna 2026 sind jedenfalls wieder zahlreiche UK-Acts eingeladen und sie werden dort auf andere junge Talente aus ganz Europa treffen. Denn: »Geografisch ist das Vereinigte Königreich weiterhin europäisch«, so Becci Scotcher. »Jetzt gilt es, an dieser Verbindung festzuhalten.« Oder wie es vier Briten mit Topfschnitt schon 1969 gesungen haben: »Come together!« Am besten right now. Simon Graser

Unter dem Titel »UK’s Premier Showcase Hubs« werden im Zuge der Waves Vienna Conference am 2. Oktober um 13:30 Uhr in der Albert Gallery die wichtigsten Plattformen für aufstrebende Acts im Vereinigten Königreich präsentiert. Danach heißt es um 15 Uhr in der Albert Hall beim Panel »Rethink, Rework, Reassemble: The Future of UK-EU Cultural Exchange«, sich über dieses neue Verhältnis auszutauschen. Und im Anschluss, um 16:15 Uhr, kann man dann am selben Ort die UK-Delegates bei einem Get-together treffen.

privat, Jana Jackson

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Becci Scotcher, Fördermanagerin

größere Rolle spielen, habe einen praktischen Grund, erklärt Scotcher: »Innerhalb weniger Tage treffen Artists dort auf Labels, Presse, Booker*innen und internationale Musiker*innen. Es geht dort weniger darum, einen weiteren Auftritt verzeichnen zu können, als darum, einen Plan für die Zukunft zu entwickeln.« Sie betont aber auch, dass Fördergeld zwar Türen öffnen, aber nicht automatisch eine Karriere erkaufen kann: »Das Musikgeschäft basiert stark auf Beziehungen. Es ist wichtig, einander immer wieder zu begegnen.« Neben Showcases können sogenannte Residencys einen Rahmen für Songwriting-Sessions, Meetings oder langfristige Zusammenarbeit schaffen. So verbrachte zum Beispiel Oskar Haag im Rahmen der Waves Vienna UK Residency dieses Frühjahr einen Monat im Vereinigten Königreich.

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Zwölf Musikprojekte im Line-up des Showcase-Festivals stammen dieses Jahr aus dem Vereinigten Königreich. Das allein zeigt schon, wie lebendig und interessant die Musikszene dort ist.

The Afterword

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Wer es zu ihrem Auftritt am Waves Vienna schafft, kann bei The Afterword noch mit gutem Recht behaupten, von Anfang an dabei gewesen zu sein. Erst im April ist die Debütsingle »An Illusion« erschienen. Das Duo aus England schreibt emotionalen Indiepop, der dazu einlädt, in Erinnerungen zu schwelgen. Der Terminkalender ist derzeit gut gefüllt – noch dieses Jahr soll die erste EP, nächstes Jahr bereits ein Album folgen. Freitag, 2. Oktober, 22 Uhr Fanialive

Tim Cavadini, Freddie Willatt, Jean Yuzheng Zhang

Ellis D Für den Briten Ellis D ist die Bühne kein Neuland. Als Drummer bei Bands wie Fat Dog hat er sie bislang nur aus einer anderen Perspektive betrachtet. Solo wirbelt der begnadete Liveperformer jetzt mit exzentrischem Glamrock durch Europa. Die Songs spielen mit Punk, Goth, Gitarrenriffs und allem, was nach vorne geht. Die Musik bleibt allemal im Gedächtnis – nicht zuletzt wegen dieser markanten Stimme. Donnerstag, 1. Oktober, 22 Uhr Café Carina

Simon Graser

privat, Jana Jackson

UK zu Gast bei Waves Vienna 2026

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Alice Faye Wer nicht aufs Erscheinungsjahr der Musik schaut, könnte bei Alice Faye meinen, eine vergessene Sängerin aus den Siebzigern wiederentdeckt zu haben. Die Glasgowerin katapultiert ihre Hörer*innen mit nostalgischem Folkpop und theatral-verspielter Stimme in eine andere Zeit. Klavier und Gitarre runden die warmen Vibes schön ab. Für 2027 hat sie ihr Debütalbum »Vaudevillain« angekündigt. Freitag, 2. Oktober, 21:15 Uhr The Loft Wohnzimmer

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Her Picture Wut kann sowohl laut als auch leise geäußert werden. Das merkt man beim Hineinhören in die Diskografie von Her Picture. In Rocksongs, vor die gleichermaßen das Präfix »Indie« wie »Alternative« passt, verarbeitet die schottische Band weiblichen Zorn sowie generationales Trauma. Im Mittelpunkt steht Sängerin Anny Tahaney, die beim Waves Vienna gleich doppelt zu erleben ist: auf der Bühne sowie als Speakerin bei der Conference. Freitag, 2. Oktober, 21:45 Uhr Café Carina

Ben Kidson

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Die wenigsten Menschen werden ohne bewussten Plan zum Performer. Bei Ben Kidson war es anders. Als Songwriter hat er gemerkt, dass seine Gedanken besser zum Ausdruck kommen, wenn er diese und somit seine Lieder selbst interpretiert. In catchy Popsongs erzählt der Engländer selbstironisch über Dating, Trennungen und Sorgen. Seine Passion scheint er damit gefunden zu haben. Donnerstag, 1. Oktober, 22:15 Uhr The Loft Main Floor

Morn Entgegen dem Beispiel bekannter britischer Bands beweist diese walisische Gruppe, dass man als Familie durchaus gut zusammenarbeiten kann. Morn bestehen aus zwei Geschwisterpaaren, die sich mit ungebremstem Alternative Rock austoben. Ihre Gitarrenriffs laden zum Headbangen ein. Mit der Debütsingle »Modern Man« haben sie angeteasert, in welche musikalische Höhen es in Zukunft noch gehen könnte. Samstag, 3. Oktober, 19:45 Uhr Chelsea

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Simon Graser

Für die Indieband Lucia & The Best Boys ist die schottische Heimat zuletzt auch musikalisch schlagend geworden. Ihr Album »Picking Petals« ist zum Teil in abgelegenen Hütten in den Highlands entstanden. Logisch, dass man dann auch Fiedel, Harfe und Folk in die Musik einfließen hat lassen. Sängerin Lucia Fairfull trägt die Songs mit ihrer vollen Stimme und fühlt sich auf der Bühne sichtlich wohl. Donnerstag, 1. Oktober, 21:15 Uhr Lucia

Marilena Vlachopoulou, Ben Kidson, Izzy Leach, Freya Evans, New Gaze

Lucia & The Best Boys

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New Gaze

Simon Graser

Marilena Vlachopoulou, Ben Kidson, Izzy Leach, Freya Evans, New Gaze

Wie es sich anhört, wenn die Landschaften Englands als musikalische Inspirationsquelle herhalten, lässt sich bei New Gaze herausfinden. Die Londoner Band übersetzt dieselben in angenehmen Folk gepaart mit psychedelischem Indie, über dem stets auch ein Hauch Melancholie schwebt. Ein gewisses Faible für Retrotrends ist dabei kaum zu überhören. Donnerstag, 1. Oktober, 22:30 Uhr The Loft Wohnzimmer

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Pixie McCann Ihren Stil beschreibt Pixie McCann als »weird music for weird girls«. Auf jeden Fall baut sich die Sängerin aus London eine eigene kleine Märchenwelt aus verspieltem Indiepop. So verträumt ihre Stimme klingt, so ehrlich sind ihre Texte – die sie by the way in der heimischen Garage schreibt. Live wird es besonders: Gesang und Instrumente loopt McCann teils direkt auf der Bühne. Donnerstag, 1. Oktober um 21 Uhr The Loft Main Floor

Venus Grrrls

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Die drei R im Namen der Venus Grrrls geben einen ersten Hinweis darauf, wo die Gruppe anknüpfen möchte. Die Band aus Leeds erinnert nämlich nicht nur namentlich an die feministische Punkbewegung Riot Grrrl, die bereits seit den Neunzigern männlich dominierte Strukturen herausfordert. Mit Grunge, Goth und Synthrock verleihen die Musikerinnen diesem Spirit einen neuen, eigenen Anstrich. Freitag, 2. Oktober, 18:30 Uhr The Loft Main Floor

World News Die Indierock-Band World News ist nicht gerade unter Idealbedingungen entstanden. Lockdown, Liebeskummer und ein fensterloses Zimmer in London haben ihre ersten Songs begleitet, in denen musikalisch die Siebziger nachhallen. Mittlerweile gibt es aber Positives zu berichten: Am 15. Oktober erscheint das Debütalbum »In Purgatory«. Bei ihrem Auftritt wird es wohl einen Vorgeschmack darauf geben. Freitag, 2. Oktober, 22:15 Uhr Chelsea

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Simon Graser

Warum eigentlich Pferde? Das haben sich die Jungs von Why Horses? gefragt, als ihnen aufgefallen ist, wie viele ihrer Lieblingsbands das Tier im Namen tragen. Musikalisch hat es die Truppe aus Cardiff gerne unberechenbar: Postpunk trifft auf Artrock, kryptische Texte treffen auf Discorhythmen. Hauptsache es wird nicht fad. Samstag, 3. Oktober, 18:30 Uhr Chelsea

Pixie McCann, Misha Warren, Why Horses?, Otto Mendelsson

Why Horses?

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TURNING WAVES INTO VINYL

Simon Graser

Pixie McCann, Misha Warren, Why Horses?, Otto Mendelsson

WE PRESS YOUR MUSIC. austrovinyl.at

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studio lwz & die entgegengesetzte richtung

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XA – Music Export Award 2026 Nominiert sind … Der XA geht in die nächste Runde. Seit 2017 wird der Award im Rahmen des Festivals Waves Vienna verliehen – und zwar in Kooperation mit Mica – Music Austria, Austrian Music Export, Austro Mechana / SKE Fonds sowie Radio FM4. Folgende sechs Artists sind heuer nominiert.

Ava Fina

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Weltschmerz, schwierige Lebensabschnitte und die Frage danach, was für ein Mensch man eigentlich sein möchte – diese zentralen Fragen beschäftigen auch Ava Fina. Die Sängerin verarbeitet all das in Form leichtfüßiger Popmusik, die oft unbeschwerter klingt als die tiefgründigen Themen, die sie besingt. So vermutet man hinter dem Song »Onions« nicht sofort eine Kritik an rücksichtslosen Menschen, »who make people cry like onions do«. Ava Fina mischt dabei englische mit spanischen Lyrics und paart das Ganze mit souligem Indie. Auf der EP »Simultaneously Stimulating« bündelt sie Musik über Erfahrungen, die eine*n umhauen, aber an denen man gleichzeitig wachsen kann. Freitag, 2. Oktober, 20:45 Uhr Loop

Als süßeste Versuchung, seit es in Wien Hyperpop gibt, sprengt dieses Duo jegliche Erwartung, wie Musik zu klingen hat. Aaron Abebe kennt die Bühne bereits von Bandprojekten wie Aux Portes und Breitband, Erika Schweighofer hat als Produzentin schon für Buntspecht und Verifiziert gearbeitet. Im Mai haben sie mit ihrem Debütalbum »Make Us Crash« bewiesen, dass die nostalgischen Gameboy-Sounds der Neunziger wieder dem Zeitgeist entsprechen. Mit ordentlich viel Synth, Bass und Ironie schallert dir die Musik von Cute Aggression regelrecht um die Ohren. »Das mag man. Oder halt nicht«, so die beiden. Wohl das kontrollierteste Chaos der Wiener Musikszene. Donnerstag, 1. Oktober, 18:45 Uhr Lucia

Simon Graser

Elisabeth Anna, Luca Celine, Gilbert Nguyen

Cute Aggression

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Tamara Flores Wie sich tanzbarer Latin Pop, der liebliche Klang einer Querflöte und tiefgründige Texte vereinen lassen, zeigt Tamara Flores. Auf harte Reggaeton-Beats kann da schon mal ein opernhafter Klassikpart folgen – und anschließend Rap mit jeder Menge Attitude. Auch zwischen Spanisch und Deutsch entscheidet sich die mexikanisch-österreichische Sängerin bewusst nicht. Obwohl es erst eine Handvoll Songs von ihr zu hören gibt, war das letzte Jahr wild: Support-Slot bei Álvaro Soler, Nominierung für den FM4-Amadeus sowie zahlreiche Liveauftritte. Während sich ihre Lieder musikalisch stark unterscheiden, zieht sich textlich ein Thema durch: weibliche Selbstermächtigung. Freitag, 2. Oktober, 22:30 Uhr Lucia

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Ivery Dass Ivery früh musikalisch geprägt wurde, hört man rasch. Sie begann schon als Kind zu singen, studierte später Gesang und ist heute als Gesangslehrerin tätig – es war also nur eine Frage der Zeit, bis ihr erstes Album kommen würde. »Crack of Light« ist im Mai erschienen und klingt wie ein Liebesbrief an die Musik selbst. Von Alternative Pop über Rock und rohen Soul bis hin zu roboterhaften Vocodereffekten reicht die Bandbreite. Inhaltlich beschäftigt sich Ivery mit dem Druck der ständigen Selbstoptimierung, mit den Unsicherheiten unserer Zeit und damit, dass uns allen ein wenig Entschleunigung guttun würde. Donnerstag, 1. Oktober, 21:30 Uhr Kramladen

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Aki Traar Alle, die es in den letzten Jahren ins Volkstheater, ins Burgtheater oder zu den Salzburger Festspielen verschlagen hat, haben Aki Traars Kompositionen wohl bereits als musikalische Untermalung gehört. Neben Sounds für die österreichische Theater- und Filmlandschaft, produziert er aber auch Tracks für sein Soloprojekt. Dabei zählt für ihn vor allem eines: Musik muss ein Feeling vermitteln und darf ruhig ungewöhnlich klingen. Erwarte das Unerwartbare, quasi. Aki Traar pendelt dabei zwischen intimem Indiesound und verzerrtem Gitarrenrock. Mit »Haha« aus dem Album »Hound« ist ihm zuletzt der Sprung in die FM4-Charts gelungen. Neue Musik entsteht gerade. Donnerstag, 1. Oktober, 19:45 Uhr The Loft Main Floor

Verleihung

Samstag, 3. Oktober, 19 Uhr Albert Hall

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Simon Graser

Wie durch eine rosarote – okay, eher pfirsichfarbene – Brille blicken Emil Paiker und Louis Springer auf die Welt. Themen wie die Angst, etwas verpasst zu haben, oder der Wunsch, die Gegebenheiten durch die Augen eines anderen Menschen zu sehen, werden in verträumten Indiepop verpackt. Dabei bewegt sich ihre Musik stets zwischen melancholischer Retrospektive und euphorischem Blick in die Zukunft. Gründe, sich zu freuen, gibt es auf jeden Fall: Ihr Song »The Unknown« hat sich international verselbstständigt – durch Tiktok fand er ein Publikum weit über Österreich hinaus. Seine letzte Tour hat das Duo nicht nur quer durch Europa geführt, sondern bis nach Mexiko. Freitag, 2. Oktober, 19:45 Uhr Kramladen

Maximilian Salzer, Ronja Elina Kappl, Candela Guindo

Peach Tinted

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Maximilian Salzer, Ronja Elina Kappl, Candela Guindo

Simon Graser

AB 8.10. IM KINO

EIN FILM VON MARCO NGUYEN UND NICOLAS ATHANÉ

The Gap Popquiz @ Waves Vienna Ihr wisst über die ganz großen Pop-Phänomene ebenso Bescheid wie über musikalische Nischen? Über damals ebenso wie über heute? Dann seid ihr beim The Gap Popquiz genau richtig. Üblicherweise findet es jeden ersten Mittwoch im Monat ab 19 Uhr im Café Wirr / Club Dual statt. Anlässlich von Waves Vienna laden wir euch aber zu einer Sonderausgabe im Rahmen des Festivals ein. Wann? Sa., 3. Oktober, 16 Uhr Wo? Tagada Club, Brunnengasse 76, 1160 Wien Die Teilnahme ist in Teams von bis zu fünf Personen möglich. Anmeldung unter office@thegap.at empfohlen.

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