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TCS Rundschau 04/2021

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Sektion

Thurgau

Rundschau 4|2021

Seite 12

AUFGEPASST! « SCHULBEGINN»

Seite 3

IM GESPRÄCH MIT Gemeindepräsident Bruno Lorenzato Seite 7

125-Jahr-Jubiläum Der TCS feiert Seite 10

SOMMER-AKTIONSTAG «Bliib aktiv» – für die ganze Familie!

Somm erSpezia lausga be mit 8 S eiten mehr I nhalt!


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2 – Editorial

Editorial: Der Schulanfang ist für alle eine Herausforderung Seit vielen Jahren engagiert sich auch die TCS Sektion Thurgau mit den verschiedensten Massnahmen für die Verkehrssicherheit. Wie in den vergangenen Jahren werden zum Schulbeginn vom 16. August nach den Sommerferien erneut zahlreiche Transparente «Schulanfang, Achtung Kinder» durch die verschiedenen Regionalgruppen entlang der Strassen angebracht. Diese sollen alle Verkehrsteilnehmenden darauf aufmerksam machen, dass zum Schulbeginn vermehrt Kinder auf und neben der Strasse anzutreffen sind. Die TCS Sektion Thurgau führt aber auch kantonsweit mehrere weitere Aktionen zum Schulbeginn durch. Längst zur Tradition geworden ist die Abgabe von orangen und gelben Leuchtgürteln für alle Thurgauer Kindergarten- und Unterstufenschüler. Nach einer langen Sommerpause ist der Schultag für viele Mädchen und Buben ein besonderer Tag. Für viele von ihnen ist es der erste Gang zur Schule und damit verbunden auch der erste Schulweg. Dass sie sich unsicher und oftmals unerwartet bewegen, ist nicht neu und aus diesem Grund müssen alle Verkehrsteilnehmer immer und überall mit einem spontanen und überraschenden Handeln der jüngsten Verkehrsteilnehmer rechnen. Deshalb darf man insbesondere während den ersten Schulwochen von

allen motorisierten Verkehrsteilnehmern eine erhöhte Aufmerksamkeit erwarten. Wir müssen uns immer wieder bewusst sein, dass die Kinder ein völlig anderes Verkehrsverhalten haben als wir Erwachsenen. Aufgrund ihrer Körpergrösse und ihres kindlichen Denkens betrachten sie den Verkehr aus einer ganz anderen Perspektive und können weder Distanzen noch Geschwindigkeiten richtig einschätzen. Deshalb sind wir aufgefordert Letztere überall dort anzupassen, wo Kinder auf dem Schulweg unterwegs sind oder in der Nähe von Schulanlagen und von Kindergärten. Wir wünschen allen Schülerinnen und Schülern einen spannenden und erlebnisreichen, aber auch unfallfreien Schulweg, wo immer auch dieser durchführt. Neben allem, was ihr dabei erlebt, gilt es einfach immer sehr gut den Verkehr im Auge zu behalten. Die Kindergarten- und Unterstufenschüler möchte ich daran erinnern, dass sie ihren knalligen gelben oder orangen TCS Leuchtgürtel weder daheim noch an der Garderobe im Schulhaus hängen lassen. Er macht euch als Jüngste gut sichtbar im täglichen Strassenverkehr. Ich wünsche euch allen einen guten Schulbeginn und einen unfallfreien Schulweg und «hebed Sorg».

Werner Lenzin Redaktor TCS Rundschau Thurgau

Titelbild: Kinder sind besonders auf die Rücksichtnahme der anderen Verkehrsteilnehmenden angewiesen. (Bild: Werner Lenzin)

Kontaktstelle Weinfelden Öffnungszeiten Montag - Freitag Donnerstag

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4|2021 Interview – 3

Bruno Lorenzato, Gemeindepräsident von Salenstein, bei seiner Arbeit. (Bild: Werner Lenzin)

«Salenstein ist mehrfach dem ÖV angeschlossen» Die Politische Gemeinde Salenstein umfasst die Ortsteile Salenstein, Fruthwilen und Mannenbach. Auf einer Fläche Fläche von 660 Hektaren leben 1410 Einwohnerinnen und Einwohner. Rund die Hälfte der Gemeindefläche, über 300 Hektaren, wird vom stattlichen Wald eingenommen, der die Gemeinde gegen Süden abschliesst und zu einem ansehnlichen Teil der traditionsreichen Bürgergemeinde gehört. Bruno Lorenzato ist seit 2019 Gemeindepräsident. Wie

beurteilt er die verkehrstechnische Lage des Dorfes? Von Werner Lenzin TCS-Rundschau: Bruno Lorenzato, wie würden Sie einem Fremden die Gemeinde Salenstein vorstellen und schmackhaft machen? Bruno Lorenzato: Salenstein, eine Gemeinde am Untersee mit drei Ortsteilen und dörflichem Charme. Bei uns können

sie den Blick hoch über dem Untersee, über die Grenzen schweifen lassen. Napoleon, der einzige Ehrenbürger Salensteins, hat sich bereits wohl in dieser Gegend gefühlt. Nicht umsonst befinden sich in der Gemeinde fünf Schlösser. Das je nach Witterung, türkisfarbene Wasser des Untersees, lässt ein Flair der Karibik aufkommen. Wer dem nicht glauben schenken will, wird spätestens beim atemraubenden Sonnenuntergang über den Vulkanen des Hegaus zustimmen. Und das alles bei einem sehr attraktivem Steuerfuss.


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4 – Interview

TCS-Rundschau: Wie sieht es aus mit dem öffentlichen Verkehr für die Bewohnerinnen und Bewohner Ihrer Gemeinde? Bruno Lorenzato: Die Gemeinde Salenstein ist mehrfach an den ÖV angeschlossen. Einerseits besteht die Möglichkeit, eine Reise mit der SBB an der Strecke Romanshorn-Schaffhausen zu beginnen und zum Beispiel mit dem Schiff der URh, auf einer der schönsten Stromfahrten Europas an den Ausgangsort zurückzukehren. Ebenfalls hat man die Möglichkeit mit dem Postauto in 20 Minuten von Salenstein nach Weinfelden zu gelangen und dort die Anschlusszüge Richtung Zürich-Bern oder Romanshorn-St.Gallen zu wählen. TCS-Rundschau: Welche Beziehung haben Sie persönlich zum Auto und zum öffentlichen Verkehr? Bruno Lorenzato: Meine Beziehung zum Auto ist doch sehr ausgeprägt. Ich schätze die räumliche sowie zeitliche Flexibilität, die mir das Auto gewährleistet sehr. Da nehme ich schon auch den zum Teil schleichenden Verkehr, der häufig durch «Geniesser» an unserer schönen See-Linie entsteht, in Kauf. Wenn ich jedoch an ein Meeting Richtung Basel, Bern oder Luzern reise, wähle ich je nach Zeitplan auch gerne den ÖV, weil man dem Stau auf der Autobahn ausweichen und etwaige Arbeiten im Zug erledigen kann. TCS-Rundschau: Welche Vorteile bringen für Ihre Region die Realisierung von BTS + OLS? Bruno Lorenzato: Ein grosser Vorteil wäre sicher die Entlastung Kreuzlingen, da die Ausbauvariante 3 der OLS, den Schwer- und Reiseverkehr rascher aus der Stadt führen könnte. Die Ortschaften an der See-Linie sowie jene an der jetzigen Verbindung Kreuzlingen-Amriswil würden massiv entlastet. Bei der BTS sehe ich die grossen Vorteile in den Umfahrungen von Weinfelden und Amriswil, die zum Teil mit Tunnels oder Überdeckungen angedacht sind. Mit der BTS ist eine direkte Entlastung der Anrainergemeinden ab dem Anschluss der A7 bei Märstetten bis nach Arbon zur A1.1 gegeben und eine längst fällige Erschliessung realisiert. TCS-Rundschau: Wie beurteilen Sie die Sicherheit der schwächeren Verkehrsteilnehmer in Ihrer Gemeinde? Was wird dafür getan?

Bruno Lorenzato: Die schwächsten Verkehrsteilnehmer sind unsere Schüler und Kindergärtler. Die grösste Gefahr besteht auf dem Schulweg, die unter anderem durch Eltern verursacht wird, die ihre Kinder zur Schule fahren. Dabei wird den Kindern ein wichtiger Teil in der Entwicklung, den sie auf dem Schulweg erfahren, genommen. Ein weiteres Problem besteht darin, dass in der ganzen Gemeinde von bestehenden vier Fussgängerstreifen, durch das kantonale Tiefbauamt deren zwei entfernt wurden. Die vorhandenen zwei Fussgängerstreifen sind aus unserer Sicht eindeutig zu wenig. Leider wird nur auf Zahlen verwiesen und die Bedürfnisse der Bevölkerung ignoriert. Wir haben auf der Gemeindestrasse einen Fussgänger Längsstreifen installiert. Die Kinder wurden durch die Polizei geschult. Es ist eine Freude, wie vorbildlich diese Einrichtung genutzt wird. Dieser Fussgänger-Längsstreifen wird in der Umsetzung eines Gestaltungplanes durch ein Trottoir ersetzt. Ebenso werden in einigen Quartieren die T30-Zone eingeführt, was sicher zur Beruhigung, aber auch zur Sicherheit beitragen wird. Der Fahrradverkehr erfreut sich eines durchgängigen Radweges von Kreuzlingen Richtung Schaffhausen. TCS-Rundschau: Welche längerfristigen Verkehrs-Projekte gilt es in den kommenden Jahren im Kanton Thurgau zu realisieren? Bruno Lorenzato: Meines Erachtens sind die Projekte BTS und OLS, jene, die nun der Umsetzung zugeführt werden sollten. TCS-Rundschau: Wie beurteilen Sie die heutige und zukünftige Entwicklung des Verkehrs? Bruno Lorenzato: Es ist deutlich erkennbar, dass der Langsamverkehr (LV), gegenüber dem motorisierten Individualverkehr (MIV) stärker zunimmt. Obwohl der MIV der berufstätigen Bevölkerung eher abnimmt, wird dieser durch die steigende Mobilität der älteren Bevölkerung mindestens kompensiert oder zunehmen. Die Leistungsfähigkeit und das Angebot des ÖV wird matchentscheidend für die Entwicklung des MIV sein. Die politischen Anstrengungen, Städte als «grüne Inseln» zu gestalten und den MIV sukzessive daraus zu verbannen, stimmt mich nachdenklich. Vor allem für das ansässige Gewerbe

wird eine radikale Umsetzung Auswirkungen zeigen. TCS-Rundschau: Welche Massnahmen zur Verbesserung der Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer gilt es für Ihre Gemeinde und auf dem gesamten Kantonsgebiet zu realisieren? Bruno Lorenzato: Mit steigendem Verkehrsaufkommen im Güterverkehr, mobilen Individualverkehr wie auch im Langsamverkehr wird ein Miteinander ein schwieriges Unterfangen sein. Daher sehe ich eine klare räumliche Trennung vom LV zum übrigen Verkehrsnetz. Etliche Projekte sind schon umgesetzt oder sind in der Umsetzungsphase. Dieser Prozess wird uns aber weiterbegleiten und ist nicht abschliessend. Auf Gemeindegebiet beschäftigen wir uns mit T30-Zonen in Quartieren und mit Strassenabschnitten, wo es Sinn macht. Einer flächendeckenden T30-Zone kann ich keine Zuwendung schenken. TCS-Rundschau: Welches sind Ihre persönlichen Wünsche und Anliegen mit Blick auf das Verhalten aller am öffentlichen und privaten Verkehr Beteiligten und an den TCS Thurgau? Bruno Lorenzato: Was mir eindeutig fehlt, ist die Rücksichtnahme. Egal, ob es im ÖV der Pöbler ist, der die anderen Fahrgäste belästigt, oder der Raucher, der seine Kippen vom Perron auf die Geleise spickt. Ob es der Autofahrer ist, der mit seinem getunten Boliden lautstark auf sich aufmerksam machen muss. Der Radfahrer, der den Fussgängerstreifen gleich zum Radweg erklärt, oder der Fussgänger, der beim Handystudium die Strasse quert, ohne den Verkehr zu beachten. Es sind die Nutzer von Einrichtungen, die vom Steuerzahler bezahlt wurden und nicht sachgemäss angewandt werden. Rücksichtnahme ist eine Tugend. Vom TCS würde ich mir wünschen, dass man sich auch für die Rechte und Belange des Autofahrers stark machen würde. Ich bin überzeugt, dass diesem Anliegen Rechnung getragen wird. Jedoch habe ich schon manchmal das Gefühl, dass der Autofahrer der Sündenbock ist, sobald er sich ins Auto setzt.


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4|2021 Wir sprachen mit – 5

Steckbrief zu Ueli Mattenberger Alter 74 Zivilstand verheiratet, drei erwachsene Kinder, sechs Enkel Wohnort Affeltrangen Hobby F amilie, Lesen, Reisen, Musik Aktuelle Lektüre «La Venice» von Lea Singer www.vma.ch

Der Affeltranger Ueli Mattenberger ist seit über 50 Jahren begeistertes Mitglied der TCS Sektion Thurgau. (Bild: Werner Lenzin)

Wir sprachen mit ... … Ueli Mattenberger Seit dem 2. Januar 1971 ist der 74-jährige Ueli Mattenberger aus Affeltrangen, heute selbständiger Produzent für Medien- und Kommunikationsdesign, zufriedenes Mitglied der TCS Sektion Thurgau. Als Reisender in verschiedenen Ländern Europas fühlt er sich auch sicher mit dem ETI Schutzbrief. Von Werner Lenzin Zufrieden lächelnd sitzt er am PC in einem im ehemaligen Kellergeschoss zweckmäs-

sig eingerichteten Büro an der Bucherstrasse 33 in Affeltrangen. Sauber aufgereiht hängen an der Wand die von ihm produzierten Bücher. Auch für die Druckvorbereitung des zwölf Mal jährlich erscheinenden Affeltranger Mitteilungsblattes und von Drucksachen für Geschäfte, Restaurants, Gemeinden und verschiedene Verkaufsorganisationen ist er zuständig. Hier hat er sich sein eigenes Reich aufgebaut und betreibt zusammen mit seinen Sohn Christof das Kleinunternehmen VMA Media AG. Angegliedert sind ein Videostudio, ein Materialraum und ein

Archiv. Welches waren die Gründe, weshalb er sich vor einem halben Jahrhundert entschlossen hatte, der TCS Sektion Thurgau beizutreten? «Als 24-jähriger übernahm ich den Ford Cortina meiner Mutter mit einem Kilometerstand von 50 000 Kilometern und das war für mich auch gleichzeitig der Moment, dem TCS beizutreten», erinnert sich das langjährige Mitglied. Zwei Jahre später übernahm er den Personenwagen seiner Frau Margrit, welchen sie in die Ehe brachte. «Einmal während dieses halben Jahrhunderts ist mein Auto in Bürglen stehen geblieben


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und der aufgebotene Patrouilleur war postwendend zur Stelle», sagt Mattenberger.

tung der Geschichte «seiner» Schule in den Jahren 1859 bis 1994: www.sekundarschule-affeltrangen.ch.

Sekundarlehrer in Affeltrangen Aufgewachsen ist das langjährige Mitglied in Amriswil, zusammen mit zwei Brüdern und als Sohn eines Buchhalters bei der Firma «isa». Die Mutter schaute daheim zum Rechten. Nach bestandener B-Matura an der Kantonsschule Frauenfeld übernahm er an der Primarschule Sommeri eine Stellvertretung. Während dieser Zeit reifte in ihm der Entschluss, anstelle des ursprünglich geplanten GermanistikStudiums, das Sekundarlehramt phil. I an der Universität Zürich zu absolvieren. Zwischen 1970 und 1994 unterrichtete er die sprachlichen Fächer an der Sekundarschule Affeltrangen. «Ich beendete meine Unterrichtstätigkeit damals nicht, weil ich des Unterrichtens müde war, sondern weil ich noch etwas anderes sehen und andere Aspekte des Lebens kennen lernen wollte», erklärt er. Zudem musste er damals miterleben, wie ältere Kollegen Mühe bekundeten und mit Problemen in der Schule kämpften. Er behält seine Zeit als Sekundarlehrer in guter Erinnerung. Seit zwei Jahren arbeitet er an der Aufberei-

Beginn mit analogen Videoproduktionen «Schon damals war ich ein begeisterter Videofilmer und Fotograf und entschloss mich deshalb, dies mit der hundertprozentigen Unterstützung meiner Frau Margrit, mein Hobby zu professionalisieren.» So wurden Imagefilme für Firmen, Museen, Städte wie Frauenfeld und Weinfelden zum ersten Geschäftsfeld des Ehepaares. In den Neunzigerjahren sorgte die Digitalisierung für ein völlig neues Arbeiten. Die Druckvorstufe für die unterschiedlichsten Drucksachen wurde zum zweiten Geschäftsfeld. 2001 trat Sohn Christof in die Firma ein und übernahm in der Folge sukzessive den Video- und Internetbereich. Heute sind die Beiden in diesen drei Bereichen als Agentur für Medien- und Kommunikationsdesign tätig und sie dürfen auch auf die Produktion von verschiedenen Büchern zurückblicken. «Ich schätze das harmonische Verhältnis mit meiner Frau und meinem Sohn und dies ist wohl der Grundstock unserer gut funktionierenden Familien-AG», davon ist Mattenberger überzeugt und blickt zurück: «Der damali-

ge Sprung vor 27 Jahren in ein beruflich selbstverantwortliches Leben war ein Sprung ins zeitweise eisige Wasser, doch erweiterte er meinen Horizont und meine Lebenserfahrung. Er ist froh und dankbar, dass er auch neun Jahre nach seiner Pensionierung noch arbeiten und seine Fähigkeiten im gestalterischen intellektuellen Bereich einbringen darf. Mattenberger schätzt die grosse Selbständigkeit, dies trotz des materiellen Drucks, welcher zweitweise die Freiheit einschränkt. Die Faszination des Layoutens Ueli Mattenberger freut sich mit seinem Sohn zusammen über weitere gemeinsame Projekte, aber auch über seine sechs Enkel, mit denen er zusammen mit seiner Gattin Margrit eine enge Beziehung pflegt. Und was begeistert ihn heute noch an seiner Arbeit am PC? «Das lesefreundliche Gestalten mit Text und Bildern ist für mich die Faszination meiner Arbeit.» Dazu kommt das Aufarbeiten von historischen Bildern die, wie er sagt, durch die richtige digitale Bild-Bearbeitung wieder zu neuem Leben erweckt werden. Und was ihn besonders zufrieden macht: «Nach Abschluss der Arbeit darf ich ein gelungenes Endprodukt in den Händen halten.»

Samstag, 21. August 2021 Mit dem TCS Thurgau zu den Bregenzer Festspielen, zum Spiel auf dem See

RIGOLETTO von Giuseppe Verdi - Busfahrt ab verschiedenen Orten im Thurgau - Nachtessen (4-Gang-Menu) im Gastronomiepark der Festspiele Bregenz - Karten der Kategorie 2 à € 119.– zum Mitglieder-Pauschalpreis von

CHF 190.– die Platzzahl ist beschränkt auf 40 Personen Reservationen ab sofort unter: TCS Sektion Thurgau, Frauenfelderstrasse 6, 8570 Weinfelden T: 071 622 00 12, info@tcs-thurgau.ch

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4|2021 125-Jahr-Jubiläum – 7

Vorführung eines Teils der Patrouillenwagen des TCS 1965.

Im Gespräch mit Marco Vidale, Präsident TCS Sektion Thurgau. (Bilder: TCS/ZVG)

TCS feiert das 125-jährige Bestehen Marco Vidale, du bist seit 15 Jahren Präsident der Sektion Thurgau des TCS. Der TCS Zentralclub feiert dieses Jahr sein 125-jähriges Bestehen. Was bedeutet das für die von dir präsidierte Sektion? Interview: Werner Lenzin Marco Vidale: Es ist zunächst einmal eine grosse Ehre, bei einem so traditions- und erfolgreichen Club mitmachen zu können und auch etwas beitzutragen, dass der Club auch in unserer Sektion Beachtung findet. Zur Hauptsache organisiert der Zentralclub alles, was mit dem 125-JahrJubiläum zusammenhängt. In der Sektion können wir den Zentralclub nach unseren Möglichkeiten unterstützen. Wie alt ist die Sektion Thurgau und wie hängt deren Gründung zusammen mit dem TCS Zentralclub?

Marco Vidale: Unsere Sektion wird in diesem Jahr 94 Jahre alt. Gegründet wurde die Sektion im Jahre 1927 in Kreuzlingen, also 31 Jahre nach der Gründung des TCS Zentralclubs. Der Zentralclub wurde 1896 von Radfahrern in Genf gegründet. Eine Autosektion des TCS entstand 1911 und ab 1914 wurden regionale Sektionen gegründet.

wird. Zudem werden wir uns am TCS-Fest vom 5. September 2021 im Verkehrssicherheitszentrum Thurgau sicher auch das eine oder andere zum Jubiläum einfallen lassen.

Welche Veranstaltungen hat oder hätte die Sektion Thurgau im Zusammenhang mit dem Jubiläum geplant?

Im Rahmen der Teilrevision des Strassenverkehrs- und des Ordnungsbussengesetzes unterstützt der TCS unter anderem die Einführung der Helmtragpflicht für Fahrer langsamer E-Bikes, Elektro-Trottinetts und Segways. Wie denkst du darüber?

Marco Vidale: Der Zentralclub hat vieles geplant, auch zusammen mit den Sektionen. Leider sind im Zusammenhang mit der Pandemie bisher keine öffentlichen Veranstaltungen möglich gewesen. Wir hoffen, dass ab Sommer doch noch einiges möglich sein wird. Unter anderem ist geplant, dass im Oktober oder November 2021 eine Kinovorpremiere stattfinden

Marco Vidale: In den letzten Jahren ist die Zahl der E-Bikes stets gestiegen, wie auch bei den Elektro-Trottinetts. Gleichzeitig sind auch die Unfallzahlen vor allem bei den E-Bikes stark gestiegen. Vergleicht man die Zahlen der Schwerverletzten bei den Fahrradfahrenden (934) und der E-Bike-Fahrenden (521) so sind diese Zahlen von 2019 auf 2020 bei den Fahr-


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8 – 125-Jahr-Jubiläum

radfahrenden um 17 Prozent und bei den E-Bike-Fahrenden um 47 Prozent gestiegen. Bei diesen Zahlen ist es mehr als nur angezeigt, dass sich die E-Bike-Fahrenden besser schützen müssen. Das geht leider nur mit einem Obligatorium, weil es sich gezeigt hat, dass eine blosse Empfehlung offenbar nicht viel nützt. Welches ist deine Meinung über die Förderung umweltfreundlicher Technologien für Lastwagen, Nutzfahrzeuge und für Campingcars und ebenso die vorgeschlagenen Anpassungen zum automatisierten Fahren? Marco Vidale: Aus meiner Sicht ist es enorm wichtig umweltfreundliche Technologien nicht nur für Personenwagen, sondern auch für den Schwerverkehr zu fördern. Gerade auch beim Schwerverkehr kann mit umweltfreundlichen Technologien sehr viel für die Umwelt erreicht werden. Einerseits in dem CO2

reduziert werden kann und andererseits verkehren zum Beispiel rein elektrisch betriebene Fahrzeuge (Elektro oder Wasserstoff) wesentlich leiser als Dieselfahrzeuge und verringern dadurch die Lärmemissionen. Ich befürworte, dass es Anpassungen in der Gesetzgebung gibt, welche das automatisierte Fahren berücksichtigt, obwohl ich glaube, dass das automatisierte im Sinne von selbstfahrenden Fahrzeugen noch nicht so schnell kommen wird. Welches sind für dich weitere wichtige Themen und Punkte, die auf den TCS Zentralclub in den kommenden Jahren warten? Marco Vidale: Für den TCS gibt es die vier Grundsätze «Freie Wahl des Verkehrsmittels», «effizienter Mitteleinsatz», «verantwortungsvoller Umgang mit den natürlichen Ressourcen» und «Erhalt einer leistungsfähigen, sicheren und zuverlässigen Verkehrsinfrastruktur». Wichtige Themen werden dementsprechend folgende sein:


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- Die Mobilität auf leistungsfähigen Infrastrukturen muss weiterhin bezahlbar bleiben. Deshalb ist es wichtig, dass die Steuerund Abgabenbelastung mit Augenmass erfolgt und es keine Lenkungsabgaben gibt. Durch die Verlagerung des motorisierten Verkehrs von fossilen Antrieben auf alternative Antriebe muss ein neues Finanzierungssystem entwickelt werden. Ein solches ist mit Mobility Pricing bereits in der Diskussion. - Zur Verbesserung der Luftqualität müssen die Abgasgrenzwerte durch strenge realistische Abgasgrenzwerte, die Förderung erneuerbarer Energien und die ökologische Transformation der Mobilität mit der Förderung alternativer Antriebe vorangetrieben werden. Mit einer nachhaltigen Mobilität können nebst der Verbesserung der Luftqualität auch die Lärmemissionen verringert werden.

- Weiterhin ein wichtiges Thema wird eine sichere Mobilität sein. Durch lebenslanges Lernen, der Erhöhung der Sicherheit der Strasseninfrastruktur sowie der Verkehrsentflechtung auf Hauptstrassen kann dazu beigetragen werden. Deine persönlichen Wünsche für die Sektion Thurgau? Marco Vidale: Für die Sektion Thurgau des TCS wünsche ich mir, dass den Mitgliedern weiterhin in allen Bereichen zur Seite gestanden werden kann, im Sinne von «Der TCS immer an meiner Seite». Sei dies mit direkter Hilfe vor Ort, in verkehrspolitischen Angelegenheiten und auch für die Verkehrssicherheit.


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10 – Aktuell

Seraina Rissi vom Amt für Gesundheit des Kanton Thurgau möchte den Besuchern das Thema Alter mit dem Aktionstag am Sonntag, 25. Juli 2021, näherbringen. (Bild:Werner Lenzin)

«Bliib aktiv» gilt für alle Generationen Auf dem Gelände des Verkehrssicherheitszentrum Thurgau AG (VSZ TG) wird am Sonntag, 25. Juli 2021, der Aktionstag «Bliib aktiv» durchgeführt. Der zwischen 11.00 und 16.00 Uhr stattfindende Anlass ist eine gemeinsame Veranstaltung des Amtes für Gesundheit, Touring Club Sektion Thurgau, Schweizerisches Rotes Kreuz und vielen weiteren Partnern. Der Lead liegt bei Seraina Rissi vom Amt für Gesundheit Thurgau. Von Werner Lenzin Das Programm vom letzten Sonntag im Juli soll die geistigen, körperlichen und

zwischenmenschlichen Aktivitäten fördern. «Der Anlass ist für alle Generationen.», das ist Seraina Rissi, wissenschaftliche Mitarbeiterin für Projektumsetzungen im Bereich Alter, ein grosses Anliegen. Im Angebot des Tagesprogramms sind eine Torwand, Yoga-Übungen, das Kinderrechtemobil, welches Kindern und Eltern ihre Rechte auf spielerische Art näherbringt, aber auch zum Mitdenken, Mitgestalten und Mitspielen einlädt. Beim Absolvieren eines Balance-Parcours bietet sich den Besucherinnen und Besuchern die Möglichkeit, hautnah zu erleben wie fit sie, ihre Kinder oder Enkelkinder sind und wie viel Spass und Freude eine gemeinsame Aktivität bereitet. GERT,

ein Anzug, simuliert die Altersbeschwerden und –veränderungen. So erleben die jüngeren Besucher die Welt aus der Perspektive des Grosi. «Unser Ziel ist eine Durchmischung aller Generationen», sagt Rissi. Ihre Grundphilosophie umfasst das Vermitteln und Anregen von Ideen, die Jung und Alt motivieren aktiv zu bleiben und dabei auf Augenhöhe miteinander umzugehen. Ernährungsberater ist dabei Im Bewusstsein, dass die Ernährung in jedem Alter eine wichtige Rolle spielt, zumal die Gesundheit und das Wohlbefinden stark davon abhängen, was und wie man isst, wird auch Ernährungsberater Benjamin Signer an diesem Sonntag beratend vor Ort


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sein. «Wir freuen uns auf möglichst viele gemeinsame Gespräche an diesem Tag und sind auch offen für Wünsche und Kritik», so Rissi. Das Ganze ist eine Folge von «BiA – Balance im Alltag», eine Inspiration für ein aktives Älterwerden, Gesundheit, Bewegung und Ernährung, ein umfangreiches Projekt, entwickelt unter der verantwortlichen Leitung von Seraina Rissi. Für sie ist es selbstverständlich: Gesundheitsförderliches Verhalten steigert in jeder Lebensphase die Lebensqualität und Selbstbestimmung. Insbesondere bei fortschreitendem Alter wirken sich eine ausgewogene Ernährung, regelmässige Bewegung und soziale Kontakte positiv auf das selbstständige Leben zu Hause aus. Dabei ist das Umfeld,

das zu einem gesundheitsbewussten Verhalten motiviert und inspiriert, von grosser Bedeutung. Ein umfassendes Karteikartenset dient der Ideensammlung und der Informationsvermittlung und kann jederzeit ergänzt werden. Auch dieses ist am besagten Aktionstag verfügbar. «Mit Fokus auf die ältere Bevölkerung agiere ich an der Schnittstelle zwischen Gesundheitsförderung und Grundversorgung. Wir wollen Strukturen ausbauen und aufeinander abstimmen, die fördern, dass «ältere» Menschen sich wohlfühlen und dadurch möglichst lange daheim und selbstbestimmt durchs Leben gehen können», sagt Seraina Rissi. Dies gelingt jedoch nur im Austausch der Generationen. Wir freuen uns, Sie am 25. Juli begrüssen zu dürfen.

Amt für Gesundheit

Bildungsprogramm 2020 Sonntag, 25. Juli 2021, 11 bis 16 Uhr

«Bliib aktiv» – für die ganze Familie! Sommer-Aktionstag auf dem VSZ TG-Gelände

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Mit Unterstützung von

In Kooperation mit

TCS Sektion Thurgau


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12 – Schulbeginn

Kinder sind unberechenbar im Strassenverkehr

Erwachsene und Eltern sind mit ihrem richtigen und vorschriftsgemässen Verhalten gefragt, um Schülerinnen und Schüler im Strassenverkehr zu schützen. (Bilder: Werner Lenzin)

Nach den fünfwöchigen Sommerferien wird auch im Kanton Thurgau am 16. August für Tausende von kleinen und grossen Mädchen und Buben der Schulunterricht wieder beginnen. Ein wichtiges Ereignis für alle Kinder und Eltern, verbunden mit Freude, Angst, aber auch mit einer bestimmten Ungewissheit. Die TCS Sektion Thurgau ist auch dieses Jahr bestrebt, mit ihren verschiedenen Aktionen einen wichtigen Beitrag zu leisten für die Sicherheit der Schüler auf dem Schulweg. Von Werner Lenzin Auch dieses Jahr setzt sich die TCS Sektion Thurgau mit den verschiedensten Aktionen für die Sicherheit der Schüler ein. Wiederum werden zum Schulbeginn nach den Sommerferien durch die verantwortlichen der sieben Regionalgruppen Arbon, Bischofszell, Frauenfeld, Kreuzlingen, Münchwilen, Seerücken/Untersee und Rhein und Weinfelden mehrere Transparente «Schulanfang, Achtung Kinder» entlang der Strassen und an den Ortseingän-

gen angebracht. Diese sollen die Verkehrsteilnehmenden darauf aufmerksam machen, dass zum Schulbeginn vermehrt Kinder auf und neben der Strasse anzutreffen sind. Traditionell leistet die TCS Sektion Thurgau auch dieses Jahr zudem erneut einen weiteren wichtigen Beitrag, werden doch allen Schulen rund 5000 orange und gelbe Bändeln von der Büromaterial-Lehrmittel-Drucksachenzentrale (BLDZ) zugestellt. In Gruppen oft unberechenbar Mit dem Beginn des neuen Schuljahrs sind auf den Thurgauer Strassen wieder bedeutend mehr Kinder unterwegs als zuvor. Insbesondere die Jüngsten von ihnen haben noch wenig Erfahrung hinsichtlich des Verhaltens im Strassenverkehr. Das Zitat von Albert Schweitzer «Mit gutem Beispiel voranzugehen, ist nicht nur der beste Weg, andere zu beeinflussen, es ist der einzige» gilt auch im Strassenverkehr. Erwachsene und Eltern sind hier gefragt mit ihrem richtigen und vorschriftsgemässen Verhalten. Das Verhalten der Jüngsten ist vor allem in der Gruppe oftmals unberechenbar. Laut Bundesamt für Statistik passieren im Schweizer


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Strassenverkehr pro Jahr rund 1‘000 Verkehrsunfälle mit Kindern, 40 Prozent davon auf dem Schulweg. Kiss-and-Ride-Zone Es ist unumstritten, dass der Schulweg für Kinder verschiedene Gefahren birgt. Trotzdem ist er ein wichtiger sozialer Teil für die Jüngsten. Sie sind eigentlich verpönt und trotzdem nehmen sie zu: Elterntaxis, die ihre Kinder mit dem Auto in den Kindergarten oder in die Schule fahren. Dies führt nicht selten zu Staus vor den Schulhäusern und zudem verpassen es die Kinder zu lernen, sich im Verkehr richtig zu verhalten und im täglichen Verkehr auf Autos und Velos zu achten. Diese Situation hat dazu geführt, dass es Gemeinden gibt, die spezielle Parkplätze schaffen, die nicht

unmittelbar vor der Schule sind, man nennt sie Kiss-and-RideZone. Die Idee stammt aus den USA und wurde dort schon 1956 praktiziert. Solche Parkplätze sollen Müttern und Vätern zur Verfügung stehen, welche ihre Kinder aus irgendwelchen Gründen zur Schule fahren müssen. Dadurch gelingt es, gefährliche Verkehrssituationen direkt vor den Schulhäusern zu eliminieren, was zweifellos zu einer Steigerung der Schulwegsicherheit beiträgt. Mit Blick darauf, dass der Schulweg wichtig ist für die Entwicklung der Persönlichkeit von Kindern, ermöglicht diese Massnahme, dass die Eltern zwar ihre Kinder in die Nähe der Schule bringen, die Kinder aber trotzdem eine Möglichkeit haben, einen Schulweg unter ihre Füsse zu nehmen.

Die Sirnacher Drittklässler vom Schulhaus Breite berichten über ihren Schulweg:

Ich bin mit dem Velo in vier Minuten in der Schule und unterwegs reden wir miteinander und erzählen Witze. Besonders achte ich auf die Autos und die Zeit.

Unterwegs beobachte ich alles auf der Strasse, auch wenn ich mit Leonor und Sanid unterwegs bin. Belma

Aaron

Meistens bin ich mit meinen Freundinnen auf meinem kurzen Schulweg unterwegs. Wir schwatzen und geben acht, nicht in die Strasse zu treten. Chiara Zu Fuss bin ich in fünf Minuten beim Schulhaus. Wir singen und reden miteinander und ich passe auf den Velofahrer auf. Alex

Mit dem Velo bin ich gut 20 Minuten unterwegs bis zur Schule. Wir Kollegen schwatzen miteinander und passen auf, dass es keinen Unfall gibt. Daniel


Auf meinem siebenminütigen Schulweg, den ich zu Fuss und manchmal mit dem Trotti zurücklege, mache ich mir Gedanken, was wir in der Schule wohl machen werden.

Auf dem Schulweg beobachte ich die Strasse und schaue auf den Weg. Ich bin schwatzend mit meinen Freundinnen in einer Viertelstunde dort.

Hanna

Leonor Ich fahre möglichst schnell mit meinem Velo auf meinem fünfminütigen Schulweg. Ich passe dabei aber trotzdem auf den Verkehr auf.

Mit einer Minute habe ich den kürzesten Schulweg. Ich achte auf die Strasse und mache sonst nichts.

Leonel

Lina S.

Insbesondere achte ich auf die Autos, wenn ich mit meiner Freundin zu Fuss eine Viertelstunde auf dem Schulweg bin. Lina

Meine Wohnung ist einen Kilometer von der Schule entfernt. Wenn ich jeweils mit dem Fahrrad unterwegs bin, achte ich auf die anderen Leute im Verkehr. Gian

Achtung Kinder! - Seien Sie besonders aufmerksam in der unmittelbaren Umgebung von Schulhäusern sowie an Haltestellen von Schulbussen und öffentlichen Verkehrsmitteln. - Reduzieren Sie die Geschwindigkeit, wenn Sie Kinder im Bereich der Strasse sehen, und seien Sie bremsbereit. - Halten Sie vor Fussgängerstreifen immer vollständig an, wenn ein Kind die Fahrbahn überqueren möchte. Kinder lernen in der Verkehrserziehung, den Fussgängerstreifen erst zu überqueren, wenn ein Fahrzeug stillsteht. - Geben Sie keine Handzeichen, denn das Kind könnte sonst losrennen, ohne auf weitere Gefahren zu achten (z. B. Gegenverkehr). - Achten Sie auch auf Rad fahrende Schülerinnen und Schüler. Diese beherrschen ihr Fahrrad oft noch nicht ausreichend. - Halten Sie genügend Abstand zu Rad fahrenden Kindern und rechnen Sie mit falschen Verhaltensweisen. Besondere Rück-

sicht gegenüber Kindern. - Kinder haben ein ausgeprägtes Bewegungsbedürfnis, reagieren spontan und sind unberechenbar. - Kinder sind klein. Sie können z. B. noch nicht über Autos hinwegsehen. Kinder haben ein kleineres Blickfeld als Erwachsene. Sie sehen von der Seite herannahende Fahrzeuge später. - Kinder lassen sich leicht ablenken. - Kinder können sich nicht auf mehrere Sachen gleichzeitig konzentrieren. - Kinder können Geschwindigkeiten und Distanzen schlecht abschätzen und wissen noch nichts von Bremswegen. - Kinder können Geräusche nicht richtig zuordnen. Sie hören zwar gut, merken aber nicht, aus welcher Richtung die Geräusche kommen. - Kinder haben oft Angst vor Fahrzeugen.


Redend bin ich mit meinen Freunden zehn Minuten zu Fuss unterwegs zur Schule. Trotzdem achten wir auf die Autos und die Velos.

Für meinen Fussweg benötige ich zu Fuss 15 Minuten. Bei schlechtem Wetter bringt mich meine Mutter. Respekt habe ich besonders vor den Autos.

Sanid Nisa

Ich mache auf meinem Schulweg, für den ich sechs Minuten mit dem Velo und zehn Minuten zu Fuss benötige, oft dummes Zeug: Schnecken sammeln und freihändig fahren. Rehan

Oftmals mache ich auf meinem vierminütigen Schulweg mit dem Velo zusammen mit meinen Freunden Blödsinn oder wir reden miteinander. Timon

Zur Schule bin ich zehn Minuten unterwegs mit meiner Freundin. Dabei achte ich auf die Autos. Wenn mich meine Mutter mit dem Auto abholt, erzähle ich ihr, was wir in der Schule gemacht haben. Tina

In zwei Minuten bin ich mit dem Trotti in der Schule. Ab und zu laufe ich auch und passe auf, dass ich nicht auf der Strasse bin und auf den Verkehr. Michelle

Kinder auf dem Schulweg - Zu Beginn des Schuljahres ist der Schulweg für viele Kinder neu und deshalb ungewohnt. - Kinder in Gruppen animieren sich gegenseitig zum Spielen und zum Austragen von Mutproben und Machtkämpfen. - Allein auf dem Schulweg neigen Kinder zum Träumen und Überqueren die Fahrbahn oft spontan. - Am Morgen haben Kinder auf dem Weg in die Schule oft noch «Anlaufschwierigkeiten». - Kinder, die einen wartenden Bus erreichen wollen, achten oft nicht auf den Verkehr. Sie haben nur ihr Ziel vor Augen und versuchen es auf dem kürzesten Weg zu erreichen. - Kinder sind oft auch mit Trottinetts unterwegs, die sie noch nicht beherrschen. - Nach Schulschluss ist der Bewegungsdrang der Kinder besonders gross. Kinder sind mit dem Fahrrad auf dem Schulweg.

- Viele Kinder nehmen mit dem Velo zum ersten Mal am Strassenverkehr teil. Rad fahrende Kinder sind unberechenbar. - Nicht alle Kinder können auf dem Fahrrad eine gerade Spur halten. Kinder haben Mühe, die vielen Verkehrsund Verhaltensregeln einzuhalten. - Kinder haben beim Linksabbiegen Mühe, nach hinten zu schauen und ein deutliches Armzeichen zu geben. - Kinder können den Bremsweg von Fahrzeugen schlecht einschätzen. - Kinder kennen die Besonderheiten von Autos, Lastwagen, Bus, Tram usw. und die davon ausgehenden Gefahren noch nicht. - Rad fahrende Kinder haben oft Angst vor grösseren Fahrzeugen und verhalten sich dadurch unsicher.


Auf dem Velo rede oder singe ich auf meinem zehnminütigen Schulweg. Besonders achte ich auf die Strasse und die Fussgänger. Eslem

Mit meinem Freund Alexander rede ich auf meinem viertelstündigen Schulweg, den ich zu Fuss zurücklege. Besonders achte ich auf die Velos.

Meine Eltern bringen mich bei schlechtem Wetter oder wenn ich verletzt bin in die Schule. Zu Fuss brauche ich eine Viertelstunde und auch wenn ich plaudernd mit meiner besten Freundin unterwegs bin, achte ich auf die Strasse. Emma

Alexandre

Eine Minute benötige ich mit dem Fahrrad bis zur Schule. Ich rede und passe auf die Kreuzung auf.

In drei Minuten bin ich zu Fuss in der Schule und passe auf die Strasse auf. Benjamin

Joel

Der Schulweg – Tipps für Eltern - Ermöglichen Sie Ihrem Kind, den Schulweg aktiv zu erleben. Verzichten Sie auf den Transport mit dem Auto! - Begleiten Sie Ihr Kind mehrmals auf dem Weg zur Schule oder zum Schulbus. Wählen Sie nicht den kürzesten, sondern den sichersten Weg. Wenn Sie das Kind abholen, warten Sie direkt beim Ausgang der Schule und nicht auf der gegenüberliegenden Strassenseite. - Achten Sie darauf, dass Ihr Kind vor jedem Betreten der Fahrbahn stehen bleibt. Ihr Kind soll am Fussgängerstreifen warten, bis die Fahrzeuge vollständig stillstehen. - Erklären Sie Ihrem Kind, dass es auch bei Lichtsignalanlagen auf den Verkehr achten muss.

- Schicken Sie Ihr Kind rechtzeitig zur Schule. Hetze und Eile erhöhen das Unfallrisiko. - Lassen Sie Ihr Kind erst dann mit dem Fahrrad zur Schule fahren, wenn Sie sicher sind, dass es im Verkehr zurechtkommt. Üben Sie den Schulweg auch mit dem Fahrrad. Bestehen Sie darauf, dass Ihr Kind den Velohelm trägt, und tragen Sie ihn ebenfalls. (tcs)


TCS Rundschau

4|2021 Schulbeginn – 17

nicht tut. Im Gegenteil, diese Eltern schwächen ihre Kinder. Einerseits bezüglich des Verhaltens im Strassenverkehr, andererseits nehmen diese Eltern den Kindern die Möglichkeit, ein wichtiges Stück Selbständigkeit zu erlangen, was so wichtig ist für die Kinder in diesem Alter. Wie werden die Schulkinder auf das Verhalten auf dem Schulweg vorbereitet?

Im Gespräch mit Schulleiter Urs Rüdisüli aus Sirnach. (Bild: Werner Lenzin)

Die Schulgemeinde Sirnach setzt auf Verkehrssicherheit Urs Rüdisüli leitet seit 15 Jahren die Primarschule Grünau in Sirnach. Im Interview berichtet der Schulleiter darüber, was seine Schule für die Sicherheit der Schulkinder unternimmt und wie sie diese auf den Schulalltag vorbereitet.

verkehr üben können. So lernen sie Verantwortung zu übernehmen, auf die Zeichen zu achten und ihr Verhalten anzupassen.

Von Werner Lenzin

Urs Rüdisüli: Die Politische Gemeinde hat eine Arbeitsgruppe gebildet, die sich der Verbesserung der Schulwege annimmt. In dieser Gruppe sind auch entsprechende Fachleute zu finden. Mit einer umfangreichen Umfrage bei den Schülerinnen und Schülern, wie auch bei den Eltern hat man sämtliche problematischen Situationen erfasst und in einem Katalog festgehalten. Diese wurden beurteilt und priorisiert und jetzt Schritt für Schritt angegangen.

Urs Rüdisüli, welche Vorkehrungen trifft Ihre Schule mit Blick auf das neue Schuljahr hinsichtlich «Sicherheit auf dem Schulweg?» Urs Rüdisüli: Zuerst sind es die üblichen Massnahmen, die auf allen Stufen zum Zuge kommen. Die Schülerinnen und Schüler werden mit Schultergürteln und Leuchtwesten ausgerüstet. Diese müssen bis zur 2. Klasse obligatorisch getragen werden. Wir informieren vor allem beim Eintritt in den Kindergarten, aber auch beim Eintritt in die 1. Klasse die Eltern umfassend über die Möglichkeiten, den Schulweg mit ihren Kindern zu üben und sie schrittweise an den Verkehr heranzuführen. Dies geschieht an Elterninformationen und Elternabenden. Das Verhalten im Verkehr wird vor allem in den ersten Schulwochen auch im Klassenverband bei Schulhauswechseln geübt. Ziel ist es, dass die Schülerinnen und Schüler diese Wege schon bald alleine bewältigen und ihr Verhalten im Strassen-

Wie sieht es aus mit der Zusammenarbeit mit der Politischen Gemeinde Sirnach?

Sind Elterntaxis auch ein Thema an Ihrer Schule und was unternimmt man dagegen? Urs Rüdisüli: Elterntaxis sind ein Problem. Uns bleibt nichts anderen übrig als über die Gefährlichkeit des dadurch zunehmenden Verkehrs hinzuweisen und die Eltern über die Folgen für die gefahrenen Kinder zu informieren. Aus dem vermeintlichen Schutz dieser Kinder wird sehr schnell eine Gefährdung, weil solche Kinder zu wenig lernen, sich adäquat im Strassenverkehr zu bewegen. Schliesslich geht es darum, die Kinder zu stärken, was man mit Elterntaxis

Urs Rüdisüli: Wir achten darauf, dass die jährlichen Besuche der Verkehrsinstruktoren der Verkehrspolizei Thurgau an unserer Schule vollständig besucht werden. Diese Schulungen werden in den Klassen vor- und nachbereitet. Ausserdem werden die Verhaltensweisen auf sämtlichen Stufen bei vielen sich bietenden Situationen geübt. Die Kindergartenkinder üben auf dem Weg zur Turnhalle, zur Bibliothek, auf dem Weg zum Waldplatz, auf Exkursionen und Schulreisen. Dasselbe gilt für die Schülerinnen und Schüler der Primarschule. Inwiefern werden die Eltern in das Ganze mit einbezogen? Urs Rüdisüli: Wir informieren die Eltern und machen sie auf die Wichtigkeit des richtigen Verhaltens aufmerksam. Der Schulweg ist nach wie vor Sache der Eltern. Das vergisst man gerne. Eine Schule kann die Verantwortung für den Schulweg nicht für jedes einzelne Kind übernehmen. Es liegt, neben den Schulungen im Unterricht, - zu dem die Eltern zumindest im Kindergarten eingeladen werden - massgeblich an den Eltern, wie sich die Schülerinnen und Schüler auf dem Schulweg verhalten. Mit den jüngeren Schülerinnen und Schülern geht es darum, den Schulweg oder Teile davon zu üben und die Kinder in den Strassenverkehr einzuführen. Niemand kann das so gut wie die eigenen Eltern. Ihre besonderen Wünsche und Anliegen an die Adresse aller erwachsenen Verkehrsteilnehmer? Urs Rüdisüli: Ich würde mir wünschen, dass vor allem Autofahrer sich an ihre eigene Kindheit erinnern und ihr Fahrverhalten vor allem in Schulnähe anpassen würden. Jeder Autofahrer ist auch ein Fussgänger und umgekehrt. Zuvorkommendes und höfliches Verhalten würde die eine oder andere Situation schon erheblich entschärfen.


4|2021

TCS Rundschau

18 – Wyfelder Fritig

Das TCS-Gelb belebte den «Wyfelder Fritig»

Der TCS-Stand am «Wyfelder Fritig» bietet Unterhaltung für alle. (Bilder: Werner Lenzin)

Nach einer siebenmonatigen wegen Corona bedingten Pause war dem Wyfelder Fritig vom 4. Mai ein grosser Erfolg beschieden. Zwischen 17.00 Uhr und 21.00 Uhr erfreuten sich viele Besucherinnen und Besucher bei idealen Wetterbedingungen sich wieder einmal mit Freunden und Bekannten zu treffen. Mit dabei vor ihrer Kontaktstelle war einmal mehr auch die TCS Sektion Thurgau.

diesem Abend viel zu sehen und zu bewundern. Vielerorts lockten Speis und Trank und musikalische Unterhaltung. «An diesem Freitag zeigt sich Weinfelden von seiner schönsten Seite. Erleben Sie Unterhaltung, Spass und das Zusammensein. Authentisch, überraschend, lokal und vielseitig, ein vielseitiges Angebot für Klein und Gross – Jung und Alt», hiess es auf der Einladung der Organisatoren.

Anfangs Oktober vergangenen Jahres konnte der inzwischen beliebte und zur Tradition gewordene «Wyfelder Fritig» das letzte Mal durchgeführt werden. Am ersten Freitag konnte es nun nach der wegen Corona bedingten Pause nun wieder losgehen. Im Zentrum der Stadt, in den Gassen und Strassen in der Umgebung des Rathauses und des Marktplatzes gab es an

Musikalische Unterhaltung fand Anklang Auch das Wetter mit angenehmen Temperaturen passte an diesem Abend. Hunderte von gelben TCS-Ballonen schmückten an den Armen von Kindern und an Kinderwagen die Plätze und Strassen. Erneut sorgte «Pesche», der pensionierte Aadorfer Sekundarleher Peter Gall, für eine abwechslungsreiche musika-

lische Unterhaltung. Sein vielseitiges Repertoire und sein begeisternder Gesang vor der Kulisse der Schaufenster der Kontaktstelle der Sektion TCS Thurgau passten wiederum hervorragend zu diesem Anlass. Bleibt zu hoffen, dass der Musiker mit seinem umfassenden Repertoire auch an den kommenden «Wyfelder Fritig» an weiteren lauen Abenden wieder zu hören ist.

«Wyfelder Fritig» Freitag, 3. Juli 2021 Freitag, 4. September 2021 Freitag, 2. Oktober 2021 Freitag, 6. November 2021


TCS Rundschau

4|2021 Wyfelder Fritig – 19

Mit dabei war am Stand der TCS Sektion Thurgau auch Fredi Stulz aus Tägerschen. Er ist schon seit über 50 Jahren begeistertes Mitglied und während Jahrzehnten mit den verschiedensten Autos unterwegs. Als Aussendienstmitarbeiter legte er weit über eine Million Kilometer zurück und war einige Male froh um den Pannendienst. Von diesem profitierte auch sein VW mit über 400 000 Kilometer mit Jahrgang 2004, dessen Motor sich verklemmte und der vom TCS abgeschleppt werden musste. Der Motor wurde ausgewechselt und Stulz freut sich nach wie vor an seinem reparierten VW.

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4|2021

TCS Rundschau

20 – Aktuell

Rotkreuz-Notruf: Sicherheit im Notfall – rund um die Uhr Viele ältere Menschen wünschen sich, möglichst lange im eigenen Zuhause leben zu können. Doch was ist, wenn etwas passiert? Hier hilft der Notruf des Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK) Kanton Thurgau: Per Knopfdruck wird Hilfe angefordert. Um noch besser auf Ihre Bedürfnisse einzugehen, baut das SRK Thurgau sein Angebot mit neuen Alarmierungsvarianten weiter für Sie aus. Nie hätte Manuela Frey* gedacht, dass ihrer Mutter so etwas passieren würde. «Sie ist gesund, unternehmungslustig und kommt gut alleine in ihrem Haus zurecht.» Doch der Anblick, der sich der Tochter vor gut zwei Monaten bot, treibt der zierlichen Frau immer noch die Tränen in die Augen: Wie jeden Mittwochmorgen besucht sie ihre 72-jährige Mutter im Elternhaus zum Teekränzchen, nur ein paar Strassen von ihrem eigenen Zuhause entfernt. Verängstigt und entkräftet Als an einem Mittwoch nach dem Klingeln nichts passiert, denkt sich Manuela Frey zuerst nichts dabei. «Meine Mutter hört seit ein paar Jahren nicht mehr so gut». Also öffnet sie die Haustür mit ihrem Schlüssel. Rasch steigt sie die Treppe hoch und nimmt eine schwache Stimme aus dem Badezimmer wahr. Völlig verängstigt und entkräftet sitzt Johanna Bruderer in der Badewanne. «Ich komme nicht mehr hoch», flüstert sie unter Tränen. Manuela Frey versucht ihrer Mutter aus der Wanne zu helfen, doch alleine schafft sie es nicht. Umgehend kontaktiert sie die Hausärztin, die zum Glück rasch eintrifft. Zusammen können sie der 72-jährigen Seniorin aus der Badewanne helfen. Aber was ist passiert? Johanna Bruderer liess sich am Dienstagabend ein Bad ein, so wie jede Woche «Alles war ganz normal, ich fühlte mich fit und freute mich auf ein entspannendes Bad», erzählt die dreifache Grossmutter und streicht in Gedanken über ihre Notrufuhr am linken Handgelenk. «Doch plötzlich, nach kurzer Zeit in der Wanne, wurde mir schwindlig, kalter Schweiss rann mir über das Gesicht und ich zitterte am ganzen Körper.» Verzweifelt habe sie versucht aufzustehen. Doch wegen des

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Der Rotkreuz-Notruf bietet Sicherheit. (Bild: SRK)

Schwindels schaffte sie es nicht. «Ich habe richtig Angst bekommen.» «Zum Glück ist es meiner Mutter in den Sinn gekommen, das abgekühlte Wasser abzulassen und warmes einzulassen», erinnert sich Manuela Frey. Auch zu Trinken hatte die 72-Jährige stets genug: «Ich sass ja direkt an der Quelle» sagt Johanna Bruderer und lächelt schwach. Sie versuchte immer wieder aufzustehen doch je länger sie es versuchte, desto weniger Kraft hatte sie. «Das waren die längsten Stunden in meinem Leben.» Und die einzige Hoffnung war der Mittwochmorgen mit ihrer Tochter Manuela. «Ich betete, dass Manuela nichts dazwischen kommt.»   Sicherheit rund um die Uhr Da Manuela Frey schon vom SRK-Notruf gehört hat, kontaktierte sie das SRK: Innerhalb weniger Tage konnte der Rotkreuz-Notruf bei Johanna Bruderer installiert werden. Dank dem Notruf fühlt sich die vitale 72-Jährige nun wieder sicher in ihrem Zuhause. Auch die Tochter muss sich keine Sorgen mehr machen, wenn ihre Mutter wieder einmal die Klingel überhört. Der Rotkreuz-Notruf hat für jeden Lebensstil die passende Lösung. Auf Knopfdruck kann in jeder Situation die Notrufzentrale alarmiert werden – rund um die Uhr. * Name der Redaktion bekannt.

Im Notfall nichts dem Zufall überlassen Dank verschiedenen Alarmierungsarten können Sie entscheiden, ob zuerst die persönlichen Kontakte verständigt werden, oder ob direkt die RotkreuzNotrufzentrale alarmiert werden soll: Basic: alarmiert private Kontakte Mit dem Basic Angebot werden ausschliesslich die Kontaktpersonen alarmiert. Relax: Das Notrufgerät wählt nacheinander die Nummern der persönlichen Kontakte. Nimmt niemand ab, wird die Rotkreuz-Notrufzentrale alarmiert. Premium: Mit dem Premium-Abo wird direkt die Rotkreuz-Notrufzentrale alarmiert. Geschulte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter organisieren umgehend die notwendige Hilfe. In einem persönlichen Gespräch mit qualifizierten Fachpersonen erfahren Sie, welche Lösung am sinnvollsten ist. Rufen Sie uns an. Das SRK Thurgau berät Sie gerne und findet gemeinsam mit Ihnen das sinnvollste Angebot für Sie – rufen Sie am besten gleich an: SRK Thurgau, Rotkreuz-Notruf, Esther Jenni, 071 626 50 84 (94) Weitere Informationen online unter srk-thurgau.ch/notruf


TCS Rundschau TCS-Regionalgruppen

enp p u r lg a n o i ie Reg Wir stellen d d -präsidenten vor! un Präsidentin

4|2021 Aktuell – 21

Wo bestehen Probleme und Unsicherheiten innerhalb der Regionalgruppe? Franz Grosser: Probleme sehe ich, wenn wir neue Vorstandsmitglieder oder Delegierte suchen. Die einzige Möglichkeit, Mitglieder zu werben für Vorstandsarbeit oder als Delegierte zu werben sind die Anlässe. Jetzt, da wir coronabedingt keine Anlässe durchführen können, ist die Chance gleich Null, neue Vorstandsmitglieder und Delegierte zu finden. Was für Ideen hast du, um neue Mitglieder zu werben?

Franz Grosser ist seit 2000 Präsident der RG Münchwilen. (Bild: Werner Lenzin)

Franz Grosser: RG Münchwilen Franz Grosser, seit wann bist du Präsident der RG Münchwilen und welche Erfahrungen hast du bisher während deiner Präsidialzeit gemacht? Franz Grosser: Am 18.02.2000 habe ich das Präsidium von Kurt Thalmann übernommen. Vorher war ich drei Jahre im Vorstand als Beisitzer. Kurt Thalmann war vor mir 50 Jahre Präsident der Regionalgruppe und hat mir einen gut funktionierenden Vorstand übergeben. Da ich 1995 von Winterthur nach Wängi gezogen bin, war die Vorstandsarbeit ideal um die Gegebenheiten und Leute im Hinterthurgau kennen zu lernen. Als Präsident habe ich auch die Möglichkeit an Anlässen in der Region teilzunehmen. Über den Hinterthurgau hinaus habe ich auch sehr guten Kontakt mit den anderen Regionalgruppen-Präsidenten und den Mitgliedern der Sektion Thurgau, was ebenfalls eine Bereicherung ist. Ich kann nur sagen, als Präsident einer Regionalgruppe sieht man über den Tellerrand hinaus. Welches sind deine Visionen, Pläne und Ziele für die von dir präsidierte Regionalgruppe? Franz Grosser: Meine Visionen sind: Anlässe durchzuführen, an denen sich Alt und Jung austauschen können und auch

junge Leute für den TCS zu begeistern. Meine Pläne sind, mit dem Vorstand Anlässe zu organisieren, um die Visionen umzusetzen. Z.B. haben wir den Grillhöck, der jeweils an einem Freitagabend stattfand und den vor wiegend ältere Leute besuchten, auf einen Sonntagsbrunch verlegt. Jetzt nehmen auch junge Familien mit Grosseltern teil. Das Ziel ist es, die ältere Generation nicht zu vernachlässigen aber auch junge Mitglieder zum Mitmachen motivieren. Denkst du an Verbesserungsvorschläge und zukünftige Änderungen innerhalb der Regionalgruppe? Franz Grosser: Da die TCS Mitglieder wegen Dienstleistungen (Pannenhilfe, ETI-Schutzbrief, etc) zum TCS kommen, interessieren sich die TCS Mitglieder nicht für regionale TCS Angebote. Wenn wir es nicht schaffen, die Kehrtwende zu vollbringen, befürchte ich, dass das jetzige Modell mit den Regionalgruppen und Regionalgruppen-Anlässen ein Auslaufmodell ist. Die Regionalgruppen würden aufgelöst und es bestünde nur noch eine Sektion mit Regionalvertretern. Eine Hotline für Verkehrssicherheitsanliegen in der Kontaktstelle einrichten. Kantonale Anliegen erledigt die Sektion und auf Gemeindeebene ist die Regionalgruppe zuständig.

Franz Grosser: Ein wichtiges Hilfsmittel ist die Mitgliederliste. Dazu kommen die Werbung in der Rundschau und ein Dankeschön-Geschenk für die Mitgliederwerbung. Gibt es im Gebiet deiner Regionalgruppe Verkehrssituationen, die verbessert werden müssten? Franz Grosser: Thurgau-Süd ist sehr stark an die A1 angebunden. Wir haben viele Pendler in Richtung Zürich und St. Gallen. In den Stosszeiten am Morgen und am Abend sind die Autobahnzubringer in Matzingen und Münchwilen sehr gut ausgelastet. Bei Matzingen läuft der Verkehr zügig voran. In Münchwilen staut es bis zur Autobahn zurück, wenn die Barriere der FWB geschlossen ist. Im Rahmen der Standortentwicklung WILWEST wird ein neuer Autobahnanschluss Wil West vorgesehen, welcher eine Verkehrsentlastung geben wird. In den letzten Jahren wurde viel gemacht für die Verkehrssicherheit. Sicher gibt es immer wieder Situationen, die verbessert werden können. Da kann man sich auch bei den Gemeinden oder beim Kanton einbringen. Der Langsamverkehr (Fussgänger, E-Bikes) wird immer mehr und aggressiver. Es braucht vom TCS mehr Aufklärungsarbeit was erlaubt ist und was nicht. Was für Themen bearbeitet ihr in der Regionalgruppe sonst noch? Franz Grosser: Wir sehen uns auch ein bisschen als soziale Institution. Die Anlässe geben den TCS-Mitgliedern, die alleinstehend sind, die Möglichkeit, sich mit anderen Personen auszutauschen und den Kontakt zu pflegen. Interview: Werner Lenzin


TCS Rundschau

4|2021 22 – Kurse

Autofahren heute bringt ein Plus an Sicherheit für langjährige Autofahrer Programm

Theorie: Auffrischung der wichtigsten und neusten Verkehrsregeln im Theorielokal. Praxis: Befahren einer Teststrecke in Begleitung eines Fahrlehrers. Schlussbesprechung /Auswertung im individuellen Gespräch. Die Ergebnisse sind absolut vertraulich.

Kurstag/-zeit

- Dienstag, 29. Juni 2021

«vom erh hrssic e k r e V at heitsr n» hle empfo

- Mittwoch, 18. August 2021 Kurszeit: jeweils von 09.00 bis 11.30 Uhr. Der Termin für die Fahrt wird in der Theorie festgelegt. Kursleitung

Yvonne und Jürg Gasser, dipl. VSR-Instruktoren

Kursort

Verkehrssicherheitszentrum Thurgau, Dufourstrasse 76, 8570 Weinfelden

Kurskosten

CHF 70.– für TCS-Mitglieder /CHF 90.– für Nichtmitglieder; Die Rückvergütung vom Fond für Verkehrssicherheit (CHF 50.–) ist bereits im Kurspreis berücksichtigt.

Anmeldung

Telefonisch oder via E-Mail an die unten stehende Adresse.

TCS Sektion Thurgau | Frauenfelderstrasse 6 | 8570 Weinfelden | T: 071 622 00 12 | F: 071 622 00 18 | www.tcs-thurgau.ch | info@tcs-thurgau.ch

Nothelfer-Kurse Für Fahrschüler von Auto und Motorrad Frauenfeld sli Fa

Kurszeiten

Die genauen Kurszeiten sind auf unserer Homepage ersichtlich

Kurskosten

TCS-Mitglieder CHF 120.–

n

Weinfelden VSZ TG Dufourstrasse 76

Nichtmitglieder CHF 140.– Anmeldung

Online über unsere Homepage oder untenstehende Adresse

Kursleitung

LIFE-saver Instruktoren

Steckborn Fahrschule Gasser Mühlhofweg 12

Nothelferkurs

TCS Sektion Thurgau | Frauenfelderstrasse 6 | 8570 Weinfelden | T: 071 622 00 12 | F: 071 622 00 18 | www.tcs-thurgau.ch | info@tcs-thurgau.ch

Nothelfer-Refresher-Kurs Nothilfe: Sind Sie bereit? Programm

Auffrischung der wichtigsten Regeln zur Nothilfe, Handeln nach ACBD, Bewusstlosenlage, Herzmassage, Beatmung, Defibrillation

Kurstag/-zeit

Mittwoch, 30. Juni 2021, 18.30–21.30 Uhr

Kursleitung

Robert Visch, LIFE-saver-Instruktor

Kursort

Verkehrssicherheitszentrum Thurgau, Dufourstrasse 76, 8570 Weinfelden

Kurskosten

TCS-Mitglieder CHF 50.–/Nichtmitglieder CHF 60.–

Anmeldung

Telefonisch oder via E-Mail an die unten stehende Adresse.

TCS Sektion Thurgau | Frauenfelderstrasse 6 | 8570 Weinfelden | T: 071 622 00 12 | F: 071 622 00 18 | www.tcs-thurgau.ch | info@tcs-thurgau.ch


Kursleiterin und Fahrlehrerin Yvonne Gasser zusammen mit Peter Rottmeier zu Beginn des Kurstages vor dem Verkehrssicherheitszentrum Thurgau in Weinfelden. (Bild: Werner Lenzin)

Begeistert vom Kurs «Autofahren heute plus» Der pensionierte 79-jährige Lehrer und Schulleiter Peter Rottmeier von Balterswil ist seit über 50 Jahren aus Überzeugung Mitglied bei der TCS Sektion Thurgau. Im April absolvierte er den Kurs «Autofahren heute plus» bei Yvonne und Jürg Gasser und berichtete im Nachhinein der Rundschau mit Begeisterung von seinen gemachten Erfahrungen. Von Werner Lenzin «Ich bin aus Überzeugung seit über 50 Jahren Mitglied bei der TCS Sektion Thurgau, denn das gibt mir Sicherheit», sagt der 79-jährige Hinterthurgauer Peter Rottmeier bei der Begrüssung vor dem Verkehrssicherheitszentrum Thurgau. Er bezeichnet den Club als gute Einrichtung und erinnert sich: «Ich durfte auch schon dreimal die Dienste des Patrouilleurs beanspruchen». Und weshalb hat er sich für den Kurs «Autofahren heute plus» angemeldet? Er war schon vor acht Jahren an einem solchen Kurs dabei und wollte nun wieder wissen, ob er noch alles richtig macht. Wichtig ist für ihn zu erfahren, was sich während dieser Zeit im Strassenverkehr geändert hat und welche Regeln neu sind.

Auf der nassen Piste «Die Fahrübungen auf dem Testgelände des VSZ Thurgau, auf trockenem und nassem Belag, machten mir Eindruck und ich habe gelernt und gespürt, wie mein Auto reagiert», sagt das langjährige Mitglied. Als grosse Hilfe bezeichnet er auch die Erklärungen des Instruktors darüber, wie das heutige Auto ausgerüstet ist. Überrascht haben ihn auch die Abstandsregeln im Allgemeinen und speziell auf der Autobahn. Zu denken gab ihm die Tatsache, dass auf dem Theorie-Fragebogen lediglich drei Viertel richtig waren. Insbesondere die Gleichstellung von «Stopp- und Kein Vortritt» waren für den Balterswiler neu. Unterwegs im Frauenfelder Alltagsverkehr Nach der theoretischen Auffrischung der Regeltheorie und dem praktischen Teil auf der Anlage des Verkehrssicherheitszentrum Thurgau AG durch die beiden TCS-Instruktoren startete Rottmeier acht Tage später in Pfyn mit der Begleitung von Fahrlehrer Jürg Gasser zur praktischen Fahranalyse. Er führte den Kurseilnehmer in der Stadt Frauenfeld an Orte hin, die für ihn eine echte Herausforderung darstellten, vor Si-

tuationen, die ihm bisher völlig unbekannt waren. So musste er beispielsweise nach rechts abbiegen, dabei das Signal «Hindernis links umfahren» und die Bushaltestelle beachten. Gleichzeitig galt es die Ampel auf der Gegenseite im Auge zu behalten, falls der vortrtittsberechtigte Bus aus der Einbahnstrasse aufkreuzt, und dies alles noch beim Abbiegen über ein Trottoir. Eine Situation, die der Kursteilnehmer bisher noch nie gesehen hatte. Angewandt hat er auch die Vorschrift, dass Stopp und kein Vortritt gleichwertig sind. Überhaupt konnten viele Neuerungen aus der Theorie praktisch umgesetzt und geübt werden. Gesamthaft habe der begleitende Fahrlehrer eine gute Atmosphäre geschaffen und gewisse Ängste des Kursteilnehmers aus dem Weg geräumt. Gut im Verkehr unterwegs Ein Fazit aus dem Kurs zeigt, dass der 79-Jährige eigentlich das meiste richtig gemacht hat. «Besonders auf den Schulterblick werde ich beim Abbiegen und im Kreisel wieder vermehrt achten», lautet seine Bilanz. «Ich bin begeistert vom unglaublichen und grossen Engagement des Ehepaars Yvonne und Jürg Gasser», lobt Peter Rottmeier zum Abschluss.


4|2021

TCS Rundschau

24 – Aktuell

G O LD O N I V O N C A R LO IA N R E X E R R E G IE : FL O R

Exklusiv für TCS-Mitglieder

CHF 45.– maximal 2 Karten pro Mitglied/Haushalt Die Plätze sind beschränkt!

TCS-Apéro Ab 19.30 h findet beim Schloss Hagenwil ein Apéro für die TCS-Mitglieder statt.

23. AUGUS T 2021

Gespielt wird bei jeder Witterung. Die Zuschauertribüne ist gedeckt.

COVID-Massnahmen Aufgrund der aktuellen Situation kann es kurzfristig zu organisatorischen Anpassungen gemäss der dann geltenden Auflagen des BAG kommen.

Reservationen ab Freitag, 25. Juni 2021: TCS Sektion Thurgau Frauenfelderstrasse 6 8570 Weinfelden T: 071 622 00 12 info@tcs-thurgau.ch

WWW.SCHLOSSFESTSPIELE-HAGENWIL.CH


TCS Rundschau

4|2021 Rechtsecke – 25

TCS Sektion Thurgau § Rechtsecke Aufmerksamkeit im Strassenverkehr Ein Fahrzeugführer macht sich strafbar, wenn er die Verkehrsregeln des SVG oder der Vollziehungsvorschriften des Bundesrates verletzt (Art. 90 Abs. 1 SVG). Nach Art. 31 Abs. 1 SVG muss der Führer das Fahrzeug ständig so beherrschen, dass er seinen Vorsichtspflichten nachkommen kann. Er hat seine Aufmerksamkeit der Strasse und dem Verkehr zuzuwenden, hat ferner dafür zu sorgen, dass diese Aufmerksamkeit insbesondere durch Tonwiedergabegeräte sowie Kommunikations- und Informationssysteme nicht beeinträchtigt wird. Von Ruedi Garbauer Aufmerksamkeit am Steuer ist das A und O im Strassenverkehr. (Bild: TCS)

Was heisst das nun? Das Mass der Aufmerksamkeit, die der Lenker der Strasse und dem Verkehr zuzuwenden hat, richtet sich nach den gesamten konkreten Umständen, namentlich der Verkehrsdichte, den örtlichen Verhältnissen, der Zeit, der Sicht und den voraussehbaren Gefahrenquellen. So darf ein Fahrer beispielsweise, wenn es die Verkehrssituation erlaubt, zum Ablesen der Geschwindigkeit oder der Treibstoffreserve kurz auf das Armaturenbrett blicken, ohne dass ihm eine ungenügende Aufmerksamkeit zur Last gelegt werden könnte. Gleiches gilt auch bei einem kurzen Blick auf die Uhr oder ein im Fahrzeug eingebautes Navigationssystem, bei dem die Führung des Lenkers auch durch Sprachausgabe erfolgt. Dagegen widmet ein Fahrer dem Verkehr nicht die erforderliche Aufmerksamkeit, wenn er während der Fahrt seinen Blick zum Schreiben einer Nachricht (SMS) länger auf sein Mobiltelefon richtet. Mass der Aufmerksamkeit Das höchste schweizerische Gericht, das Bundesgericht geht

davon aus, dass der Automobilist seine Aufmerksamkeit in erster Linie auf die zu erwartenden Gefahren zu richten hat und höchstens sekundär auf ungewöhnliche und abwegige Verhaltensweisen anderer Teilnehmer. «Aufmerksamkeit» und «mangelnde Aufmerksamkeit» sind sogenannt unbestimmte Rechtsbegriffe, sie bedürfen der Interpretation in jedem einzelnen Fall. Das birgt bei vielen Verfahren ein oft nur schwer abschätzbares Risiko. Der Richter hat in jedem Fall die konkrete Situation zu würdigen. Beispielsweise muss der Führer eines Sattelschleppers, der aus einem Stoppsack heraus eine Strasse geradeaus überqueren will, seine Aufmerksamkeit in erster Linie dem vortrittsberechtigten Querverkehr zuwenden. Er ist nicht verpflichtet, danach Ausschau zu halten, ob sich allenfalls andere Verkehrsteilnehmer, zum Beispiel Motorradfahrer in (mehr oder weniger) krasser Verletzung der Verkehrsregeln in den Verkehr einfügen. Grundsätzlich beinhaltet die Pflicht des Fahrzeuglenkers, seine ganze Aufmerksamkeit der Strasse und dem Verkehr zu widmen, dass er

halt eben die ganze Strasse überblickt und nicht sein Blickfeld nach vorne auf einen Ausschnitt in der Breite seines Fahrzeuges einengt. Klar ist einfach, mit aussergewöhnlichen, unvorhersehbaren Verhaltensweisen anderer Verkehrsteilnehmer muss ein Fahrzeuglenker nicht rechnen. Grundregel Die Grundregel für das Verhalten im Strassenverkehr ist in Art. 26 SVG festgehalten. Jedermann muss sich im Verkehr so verhalten, dass er andere in der ordnungsgemässen Benützung der Strasse weder behindert noch gefährdet. Diese Grundregel hat neben den besonderen Verkehrsregeln dann aber nur subsidiäre Bedeutung. Sie bringt jedoch nichts Anderes zum Ausdruck, als das bei gewissen Verkehrssituationen defensives Fahren angebracht ist, Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer, gleich ob motorisiert oder nicht. Lieber einmal mehr die Bremse betätigen als anderen Leid zuzufügen. Die rechtliche Aufarbeitung eines Verkehrsunfalles ist eine andere als die persönliche!


4|2021

TCS Rundschau

26 – Regionalgruppen

RG Seerücken, Untersee und Rhein

Gelungener Muttertagsbrunch trotz Corona

Trotz Corona konnte die Regionalgruppe Seerücken, Untersee und Rhein ihren Muttertagsbrunch durchführen. (Bilder: ZVG)

Auch dieses Jahr hat die TCS Regionalgruppe Seerücken, Untersee und Rhein wiederum zum Brunch am Muttertag eingeladen. Trotz der unsicheren Situation wegen Corona, hatten sich einige Mitglieder zu diesem traditionellen Regionalgruppen-Anlass angemeldet.

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Da allerdings keine wesentlichen Lockerungen seitens der Behörden erfolgten, konnte der Anlass nur draussen stattfinden. Dies hat dann dazu geführt, dass wir noch Absagen entgegennehmen mussten. So trafen sich schliesslich knapp 20 Erwachsene und Kinder nach einem kurzen Spaziergang bei angenehmem Wetter in der Gelegenheitswirtschaft der Familie Lambert im schönen Jochental. Tolle Aussicht Zuerst wurde von diesem äusserst schönen Fleckchen in Steckborn, oberhalb des Untersees gelegen, die tolle Aussicht von Stein am Rhein bis zur Insel Reichenau bewundert. Danach widmete man sich dem überaus reichhaltigen Frühstücksbuffet. Bei Kaffee und Tee genoss man frischen Zopf mit Butter und Konfitüre, dazu feinen Käse und vieles mehr. Etwas knusprige Rösti mit Spiegelei passte auch dazu und zum Abschluss probierte man noch vom selbstgemachten Birchermüesli. Köstlicher Brunch Rundum wurde uns wiederum ein köstlicher Brunch geboten und alle liessen es sich richtig schmecken. Trotz widriger Umstände ging ein sehr gelungener Anlass zu Ende. Die Teilnehmer verabschiedeten sich und nutzten das schöne Wetter für einen weiteren Spaziergang in der Umgebung des Weissen Felsens. Den Gastgeberinnen Daniela und Carmen und ihrem Team danken wir auch dieses Mal für die äusserst gastfreundliche Aufnahme und das reichliche und feine Zmorge. (ZVG)

Der Rotkreuz-Notruf bringt Sicherheit. Ein Knopfdruck – und der Notruf kommt an!

Sicherheit rund um die Uhr: Jetzt informieren: 071 626 50 84 srk-thurgau.ch/notruf


TCS Rundschau

4|2021 Regionalgruppen – 27

RG Weinfelden

TCS E-Bike Ausflug am Pfingstsonntag

Ausgedehnte E-Bike Tour durch den Thurgau. (Bilder: ZVG)

Für Pfingstsonntag plante der Vorstand der Regionalgruppe Weinfelden den schon zur Tradition gewordenen jährlichen Gruppen-E-Bike Ausflug. Pascal Schwarz (Velo Schwarz, Weinfelden) hatte dieses Mal eine neue Route über den Seerücken nach Steckborn ausgearbeitet. 14 Teilnehmer versammelten sich um 9.30 Uhr im Verkehrssicherheitszentrum Thurgau und wurden von Präsidentin Karin Bischof herzlich begrüsst. Bei Kaffee und Gipfeli konnten sich die Teilnehmer untereinander kennenlernen. Karin Bischof erklärte die Route und gab sonst noch so einige Tipps zur Wegstrecke und Verhalten. Fahrt zum Napoleonturm Die erste Etappe führte nach Märstetten und weiter auf schönen Wegen durch idyllische Dörfer, blühende Wiesen und Wälder nach Wäldi zum Napoleonturm. Wer Lust hatte, konnte diesen besteigen

und die wunderbare Aussicht nach Süden in die Schweizer Alpen, nach Osten nach Vorarlberg und ins Allgäu, nach Norden über den Bodensee und Seerücken geniessen. Auch für alle andern war die Sicht auf den Bodensee und die Alpen offen. Das Wetter war ideal für einen Veloausflug, bewölkt mit zwischendurch warmen Sonnenstrahlen und nur mässigem Wind. Zwischenstopp im Jochental Die zweite Etappe führte durch typische Thurgauer Landschaft über den Seerücken zum Restaurant Jochental, dem Paradies am Untersee. Die atemberaubende Aussicht über den Bodensee (Gaienhofen) und das emsige Treiben von Schiffen und Surfern bot beste Unterhaltung über die Mittagszeit. Die Teilnehmer stärkten sich mit Fischknusperli, Pommes und feinen Salaten oder einem grossen Steak. Zum Dessert gab es hausgemachte Streuselkuchen oder Quarktorte. Der Kaffee wurde

von der TCS-Regionalgruppe offeriert. Gestärkt ging es in sausender Fahrt hinunter nach Steckborn ans Bodenseeufer und dem Seeradweg entlang bis Gottlieben. Hier herrschte reger Verkehr von vielen Pfingstausflüglern zu Fuss und mit dem Fahrrad. Auf dieser eigentlich flachen und geraden Strecke verletzte sich eine Teilnehmerin bei einem Bremsmanöver. Sie wurde sofort ärztlich abgeklärt und hatte sich zum Glück nur eine Schramme und Prellungen zugezogen. Zurück in Weinfelden Die letzte Etappe verlangte nochmals etwas ab an Kondition, ging es doch wieder hinauf auf die Anhöhe zum Schloss Castell, durch das Kemmental nach Hugelshofen und zurück zum Ausgangspunkt Weinfelden. Präsidentin Karin Bischof verabschiedete alle Begleiter und verdankt die gut ausgewählte Route und vorbildliche Organisation der Regionalgruppe Weinfelden. (ZVG)


TCS Rundschau

4|2021 – 28

Aktuell

TCS-Fest 2021 Sonntag, 5. September 2021 11.00–16.00 Uhr VSZ TG, Weinfelden Das Fest für Freunde, Familien und Interessierte. Erleben Sie spannende Angebote und sprechen Sie mit Expertinnen und Experten vor Ort, testen Sie Fahrzeuge, nehmen Sie Platz in einem Simulator und geniessen Sie den Tag in unserer Festwirtschaft. Natürlich gratis Eintritt. Natürlich familienfreundliche Verpflegungskosten. TCS, natürlich.

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TCS Rundschau

4|2021 Agenda – 29

TCS Sektion Thurgau Regionalgruppen TG7

TG5

TG4

TG1

TG8 TG6

TG2

TG1 Regionalgruppe Arbon TG2 Regionalgruppe Bischofszell TG4 Regionalgruppe Frauenfeld TG5 Regionalgruppe Kreuzlingen TG6 Regionalgruppe Münchwilen TG7 Regionalgruppe Seerücken / Untersee und Rhein TG8 Regionalgruppe Weinfelden Campinggruppe

Camping

Frauenfeld

Schweizer Camping-Treffen

Besichtigung Kloster Fischingen

Der TCS Camping Club Schweiz führt erstmals ein nationales Campingtreffen für TCS Campingclubs durch. Dies auf dem TCS Campingplatz in Sempach.

Die TCS Regionalgruppe Frauenfeld besucht am Freitag, 20. August 2021, das Kloster Fischingen.

Die Teilnehmer erwartet ein abwechslungsreiches Wochenende bei Spiel, Plausch und Unterhaltung. Natürlich kommt auch der Genuss nicht zu kurz. Teilnahmekosten pro Einheit: CHF 125.– (2 Personen und Kinder) Mitglieder Camping Club Thurgau: CHF 100.– Programm: Freitag, 10. September 2021 Anreise, Begrüssungsapéro, Unterhaltung im Festzelt Samstag, 11. September 2021 Camping Olympiade (organisiert durch den CCA), Abendessen, Unterhaltung Sonntag, 12. September 2012 Brunch, Spiele im Freien, Verabschiedung Anmeldeschluss ist der 28. Juni 2021. Anmeldungen bitte an: Gerda Brönimann Langenhartstrasse 27A 8555 Müllheim

TG4

Freitag, 20. August 2021, 16.45 Uhr Treffpunkt vor dem Hauptportal. Im Hinterthurgau liegt das wunderbar renovierte Kloster Fischingen. Wir erhalten die Möglichkeit dies mit einem Führer zu besichtigen. In Kleingruppen gehen wir auf den Rundgang. Wir können Ihnen versichern; eine begleitete Entdeckungsreise durch das Kloster Fischingen ist ein bereicherndes und eindrückliches Erlebnis. Wir dürfen die Klosteranlage, die Kirche, die Kapellen und den oberen Chor mit der Orgel besichtigen. Auch dabei ist eine kurze Orgeldemonstration Die Kosten für die Führung übernimmt der TCS. Sie dürfen sehr gerne beim Austritt aus dem Kloster einen Beitrag nach Gutdünken in den Opferstock legen. Anschliessend fahren wir nach Dussnang zum Nachtessen. Freiwillig und auf eigene Kosten, bitte bei der Anmeldung angeben. Anmeldungen bis am 10. August 2021 an den Präsidenten per Mail: werstucki@bluewin.ch Es gilt generelle Maskenpflicht. Kurzfristige Absage wegen Corona Massnahmen vorbehalten!

gerda8555@bluewin.ch

Kontakt: Michael Schmid, Hauptstrasse 46a, 8546 Islikon Tel. 079 287 01 86, michael.r.schmid@tcs-cctg.ch

Kontakt: Werner Stucki, Eggetsbühlerstrasse 21, 9545 Wängi Tel. 079 216 67 72, werstucki@bluewin.ch


4|2021

TCS Rundschau

30 – Agenda

Frauenfeld

TG4

Jubiläumsschifffahrt Die TCS Regionalgruppe Frauenfeld lädt am Sonntag, 4. Juli 2021, zur Jubiläumsschifffahrt in Steckborn ein.

Münchwilen

TG6

Neue Daten für die restlichen Anlässe 2021 Da der Bundesrat infolge der rückläufigen Corona-Ansteckungen weitere Öffnungsschritte bekannt gab und solche in Aussicht stellte, haben wir uns vom Vorstand der Regionalgruppe Münchwilen entschlossen, die Anlässe für die 2. Hälfte 2021 anzupassen: 02.09.2021 – Delegiertentreff 05.09.2021 – Kantonaler Familientag, Weinfelden 10.09.2021 – Kantonale Delegiertenversammlung 26.09.2021 – Brunch 19.10.2021 – Jassen Wegen der unsicheren Lage im Herbst haben wir den Herbstausflug auf 2022 verschoben.

Abfahrt der Schiff MS Seestern um 10.25 Uhr in Steckborn Rückkehr der Schiff MS Seestern um 14.30 Uhr in Steckborn Wir starten mit einem Begrüssungsdrink und ab 11.15 Uhr steht der Brunch bereit. Die Kosten für das Schiff übernimmt die TCS Kasse. Kosten TCS Mitglieder: CHF 35.– (pro Person und eine Begleitperson) Nichtmitglieder: CHF 45.– (pro Person) Kinder bis 10 Jahre: CHF 25.– Begrüssungsdrink, Schifffahrt, Brunch.

Am Familientag nehmen wir mit der Aktion «Totwinkel bei Velofahrer» teil. Bitte reserviert dieses Datum und besucht uns in Weinfelden am 5. September 2021. Anmeldungen für den Brunch und das Jassen nimmt der Vorstand gerne entgegen. Es würde uns freuen, diese beide Anlässe mit vielen bekannten und neuen Gesichtern durchführen zu können. Für den Vorstand Franz Grosser, Präsident

Kontakt: Franz Grosser, Michelsbühlstr. 13, 9545 Wängi, Tel. 052 378 15 10, franz.grosser@leunet.ch

Anmeldungen möglich ab Samstag, 26. Juni 2021, nur per Email an Werner Stucki: werstucki@bluewin.ch CARROSSERIE

Teilnehmerzahl beschränkt. Kurzfristige Absage wegen Corona Massnahmen vorbehalten. Es gelten die aktuellen Corona Vorschriften von Deutschland und der Schweiz. Es gilt zurzeit die Regel 3G: Geimpft, genesen oder getestet.

Kontakt: Werner Stucki, Eggetsbühlerstrasse 21, 9545 Wängi Tel. 079 216 67 72, werstucki@bluewin.ch

seit 1948

Sonntag, 4. Juli 2021, Treffpunkt 10.00 Uhr Parkplatz bei der Schifflände in Steckborn.

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TCS Rundschau

4|2021 Wettbewerb – 31

2 REKA-Checks im Wert von je Fr. 100.– zu gewinnen!

Beantworten Sie die Frage und schon kann Ihnen mit ein wenig Glück ein REKA-Check im Wert von Fr. 100.gehören. Teilnahmeberechtigt ist jedermann. Es erfolgt keine Korrespondenz. Die Gewinner(innen) werden unter den richtigen Lösungen ausgelost. Einsendeschluss: 15.7.2021

Verkehrswettbewerb 4/2021 Ihre Antwort: Vorname, Name: Strasse: PLZ, Ort: Ausgefüllten Talon ausschneiden und einsenden an: TCS Sektion Thurgau, Wettbewerb, Frauenfelderstrasse 6, 8570 Weinfelden

Machen Sie via Email mit wettbewerb@tcs-thurgau.ch Gewinner Verkehrswettbewerb 3/2021: Ines Gärni, Egnach Rosina Käser, Sulgen Auflösung des Wettbewerbs

a) Bei diesem Signal darf mit einem Fahrrad oder E-Bike weitergefahren werden.

3/2021: Antwort B b) Dieses Signal gilt für Fussgänger, fahrzeugähnliche Geräte (fäG) und Fahrräder inkl. E-Bikes.

Die Missachtung der Pflicht, eine Rettungsgasse zu bilden, wird mit einer Ordnungsbusse in der Höhe von CHF 100.– gebüsst.

Geschäftsleitung TCS Thurgau

Marco Vidale Präsident

Andrej Rudolf Jakovac Vizepräsident, Marketing

Ruedi Garbauer Verkehrskommission

Yves Osterwalder Veranstaltungen

Marion Wiesmann Finanzen

Werner Lenzin Redaktor Rundschau

Kontaktstelle . Frauenfelderstrasse 6 . 8570 Weinfelden . Tel.: 071 622 00 12 . Fax: 071 622 00 18 . info@tcs-thurgau.ch . www.tcs-thurgau.ch

Impressum – Herausgeber: Die TCS Rundschau ist die Zeitschrift der TCS-Sektion Thurgau. Erscheinungsweise: 6 Mal pro Jahr. Auflage: 28'000 Exemplare. Redaktion: Werner Lenzin, Höhenweg 18, Postfach 142, 8560 Märstetten, Tel. 071 657 16 05, Email: wlenzin@bluewin.ch. Design, Layout: richtblick AG, St. Gallerstrasse 4, 8500 Frauenfeld,

Drucksache

Tel. 052 730 07 27, Email: info@richtblick.ch. Druck, Vertrieb: Thurgauer Tagblatt AG, Druck und Digitale Medien,

myclimate.org/01-21-725465

Schützenstrasse 15, 8570 Weinfelden, Tel. 071 626 58 58, druck@ttw-ag.ch, www.ttw-ag.ch. Inserate: richtblick AG, St. Gallerstrasse 4, 8500 Frauenfeld, Tel. 052 730 07 27, Email: info@richtblick.ch. Adressänderungen: TCS-Sektion Thurgau, Sekretariat, Frauenfelderstrasse 6, 8570 Weinfelden, Tel. 071 622 00 12, Email: info@tcs-thurgau.ch


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Verkehrssicherheitszentrum Thurgau AG | Dufourstrasse 76 | 8570 Weinfelden


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