Dieser Nachhaltigkeitsbericht wurde auf konsolidierter Basis und entsprechend dem Umfang der für die Swisspearl Group erstellten Finanzberichterstattung erstellt. Er umfasst unsere globalen Aktivitäten und sowohl vor- als auch nachgelagerte Aspekte unserer Wertschöpfungskette, einschließlich Lieferanten, Produktionsprozesse, Vertrieb, Produktnutzung und Aspekte der End-of-Life-Phase.
Der Konsolidierungszeitraum dieses Berichts erstreckt sich vom 1. Januar 2025 bis zum 31. Dezember 2025.
Die Nachhaltigkeitserklärung in diesem Bericht wurde in Übereinstimmung mit den anwendbaren ESRS Exposure Drafts erstellt. Sie stellt keine vollständige Reaktion auf die geltenden ESRS-Anforderungen dar.
Der Bericht wurde nicht extern geprüft.
Vorwort des CEO
Nachhaltigkeit bleibt ein integraler Bestandteil unserer Geschäftsführung und Entwicklung bei Swisspearl. Seit der Einführung unserer Nachhaltigkeitsstrategie haben wir daran gearbeitet, Nachhaltigkeit tiefer in die tägliche Entscheidungsfindung einzubetten, die Ausführung in unseren Geschäftsprozessen zu stärken und im gesamten Konzern die faktenbasierte Transparenz zu verbessern. Wenn ich auf 2025 zurückblicke, sehe ich stetige Fortschritte in mehreren wichtigen Bereichen. Ich sehe auch sehr deutlich, dass sinnvoller Wandel Zeit und Ausdsauer erfordert.
Geschäftskontext
Im Jahr 2025 war Swisspearl in einem weiterhin anspruchsvollen Umfeld tätig, das von Kostendruck, sich ändernden regulatorischen Erwartungen und anhaltenden Transformationsherausforderungen in der gesamten Wertschöpfungskette des Bauwesens geprägt war. Gleichzeitig machten es Anzeichen einer Stabilisierung in mehreren Märkten möglich, die Planungsbedingungen besser vorherzusehen. In diesem Zusammenhang lag unser Fokus darauf, operativ diszipliniert zu bleiben und gleichzeitig weiterhin dort zu investieren, wo sich Nachhaltigkeit und Geschäftsleistung deutlich gegenseitig verstärken.
Nachhaltigkeitshighlights
Sicherheit bleibt unsere oberste Verantwortung, und wir wissen, dass wir uns in diesem Bereich weiter verbessern müssen. Obwohl wir unsere Sicherheitsmanagementsysteme weiter stärkten und im gesamten Konzern verbesserte Beobachtungs- und Berichterstattungspraktiken einführten, war unsere allgemeine Sicherheitsleistung im Jahr 2025 nicht zufriedenstellend. Wir haben unsere Ambitionen nicht an allen Standorten vollumfänglich erfüllt. Dies verdeutlicht, dass der Aufbau einer starken und konsistenten Sicherheitskultur anhaltende Anstrengungen, kontinuierliches Lernen und ein hohes Maß an lokaler Verantwortung erfordert. Wir verpflichten uns weiterhin, die Leistung in allen unseren Geschäftsbereichen zu verbessern und Verletzungen zu reduzieren.
In den Bereichen Kreislaufwirtschaft und Ressourcennutzung stimmen mich die anhaltenden, spürbaren Fortschritte, die wir 2025 erzielt haben, optimistisch. Weitere Reduzierungen von Deponieabfall und -intensität spiegeln Verbesserungen der Produktionseffizienz und konkrete Schritte wider, die unternommen wurden, um unsere Verbindung zu den Strömen der Kreislaufwirtschaft zu stärken. Seit 2022 konnten wir mehr als 50 % unserer Deponieabfälle reduzieren. Diese Fortschritte sind wichtig – nicht nur, weil sie die Umweltauswirkungen reduzieren, sondern auch, weil sie Kosteneffizienz und betriebliche Resilienz fördern.
Der Klimawandel ist nach wie vor eine strukturelle und langfristige Herausforderung für unsere Branche. Im Jahr 2025 haben wir erneut gesehen, dass der Fortschritt nicht linear ist. Änderungen bei Produktrezepturen, Rohstoffverfügbarkeit und Produktionsprozessen erfordern echte Kompromisse, die sorgfältig überlegt werden müssen, um Produktqualität, Sicherheit und Lieferzuverlässigkeit zu gewährleisten.
Aus meiner Sicht unterstreicht dies die Bedeutung eines fokussierten und widerstandsfähigen Dekarbonisierungspfads, der auf technologischem Fortschritt und Partnerschaften in der gesamten Wertschöpfungskette aufbaut.
Berichterstattung und Governance
2025 markierte einen wichtigen Schritt in der Reifung von Swisspearl in den Bereichen Nachhaltigkeits-Governance und Nachhaltigkeitsbrichterstattung. Im Laufe des Jahres haben wir die internen Berichtsstrukturen gestärkt, unsere doppelte Wesentlichkeitsbewertung überprüft und aktualisiert und ein spezielles Nachhaltigkeitsdatenmanagementsystem implementiert.
Diese Verbesserungen helfen uns, bessere, fundiertere Entscheidungen zu treffen und das Vertrauen in die von uns verwendeten Informationen zu stärken – intern und extern.
Ausblick
Im Jahr 2026 und darüber hinaus werden wir uns weiterhin auf die wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen konzentrieren, die für Swisspearl identifiziert wurden: Gesundheit und Sicherheit unserer Belegschaft, Klimaschutz, Kreislaufwirtschaft und Ressourceneffizienz sowie Wassermanagement. Unser Ziel ist es nicht, neue Versprechen zu machen, sondern konsistente, messbare Fortschritte durch disziplinierte Ausführung, klare Governance und enge Zusammenarbeit mit Beschäftigten, Kunden und Lieferanten zu erzielen.
Ich möchte unseren Beschäftigten und Partnern für ihr Engagement und ihren Einsatz im Jahr 2025 danken. Ihre Kompetenz, ihr Verantwortungsbewusstsein und ihre Bereitschaft, jeden Tag besser zu werden, bleiben das Fundament der nachhaltigen Entwicklung von Swisspearl.
Marco Wenger Konzern-CEO
Juni 2026
Nachhaltigkeitshighlights 2025
Im Jahr 2025 haben wir unsere Pläne zur Erfüllung unserer ESG-Verpflichtungen umgesetzt.
Die Ergebnisse zeigen eine positive Entwicklung in Richtung unserer Ziele.
Reduzierung der Ableitung von gereinigtem Wasser aus der Produktion
Geschlossener
Kreislauf
Recyclingquote von Materialabfällen
Schnelle
Verbesserungen
Deponieabfälle
Praxisbeispiel | Nachhaltigkeit im Fokus
Ein multifunktionaler Messestand und Anknüpfungspunkt für Gespräche
1,1 %
Reduktion 2025 gegenüber 2024
122.212 m3
Reduktion 2025 gegenüber dem Basisjahr 2022
10,1 72 % 24 % weniger als 2024 und 55 % weniger als 2022
„Wir sprechen nicht nur über Nachhaltigkeit. Wir setzen sie konsequent um und erforschen neue Ansätze.“
- Stefan Hürlemann, Messestanddesigner -
Mit seinem neuen Messestand des Zürcher Architekten und Designers Stefan Hürlemann hat Swisspearl eine Ausstellungsumgebung für seine Produkte in Auftrag gegeben, die seine Werte Qualität, Nachhaltigkeit, Innovation, Stil und Kundenbetreuung verkörpert. Diese Entscheidung ist Teil einer größeren Unternehmensinitiative, durch die Swisspearl schrittweise so viele Aktivitäten wie möglich an Nachhaltigkeitsprinzipien ausrichtet.
Der Stand wurde erstmals für die BAU 2025, die Weltleitmesse für Architektur, Materialien, Systeme in München, gebaut. Das modulare Design ermöglicht eine vollständige Demontage und Wiederverwendung und kann für zukünftige Veranstaltungen umgestaltet und skaliert werden. Der Stand mit sichtbarem Gerüst, das an das Centre Pompidou in Paris erinnert, und mit recycelbaren Textiloberflächen ist luftig und gemütlich zugleich. Elemente auf Rollen bieten einfachen Transport und Flexibilität beim Aufbau an unterschiedlichen Orten.
Die dezenten visuellen Elemente stellen die Produkte von Swisspearl in den Mittelpunkt und bieten gleichzeitig einen einladenden Raum für Besprechungen und zum Arbeiten, den sowohl Besucher als auch Beschäftigte attraktiv und komfortabel finden. Entsprechend dem Engagement von Stefan Hürlimann für Umwelt und Effizienz setzt er auf vorhandene Materialien, die wiederverwendet oder recycelt werden können. Sein Messestand für Swisspearl ist innovativ und regt zum Nachdenken an. Er zeigt Nachhaltigkeit als funktionales Ziel und Designprinzip – und dient als Anknüpfungspunkt für Gespräche rund um wiederverwendbares Design.
Hauptsitz in der Schweiz mit Tochtergesellschaften in ganz Europa
Familienunternehmen
Über 125 Jahre Kompetenz und Erfahrung
Über 2.000 Beschäftigte weltweit
Produkte für Fassaden, Dächer, konstruktive Anwendungen, Innenräume, integrierte Solarlösungen und Garten
Globale Zusammenarbeit mit und Unterstützung von Architekten, Ingenieuren, Bauherren, Händlern und Wiederverkäufern
Engagement für langlebige, umweltfreundliche Baumaterialien
Abbildung 1: Swisspearl Hauptsitz, Vertriebsbüros und Produktionsstandorte.
Swisspearl auf einen Blick
Jahrhundertelange Erfahrung als Motor für die Baulösungen von morgen
Swisspearl prägt das Bauwesen seit mehr als einem Jahrhundert. Als einer der führenden Hersteller und Lieferanten von Faserzementprodukten und -lösungen in der Bauindustrie kombinieren wir Handwerkskunst, industrielles Know-how und ein großes Engagement für verantwortungsvolles Handeln bei Herstellung und Bau. Was 1903 mit einer unserer frühesten Produktionsstätten begann, hat sich heute zu einem Konzern mit mehr als 2.000 Beschäftigten entwickelt, die eine gemeinsame Leidenschaft für langlebige und ästhetisch anspruchsvolle Produkte im Sinne eines nachhaltigeren Bauens teilen. Mit Hauptsitz in Niederurnen, in der Schweiz, und unterstützt durch Tochtergesellschaften in ganz Europa, unterstützen wir Kunden, Partner und Lieferanten auf der ganzen Welt, wobei unsere Präsenz auf den westeuropäischen und nordischen Märkten am bedeutendsten ist.
Heute werden Swisspearl-Produkte weltweit eingesetzt, um langlebige Fassaden, Dächer und Wohnräume zu schaffen. Unser Portfolio umfasst Fassadenplatten und Fassadenschindeln für vorgehängte hinterlüftete Fassaden, Dachschiefer und Dachplatten, Bauplatten, Produkte für den Innenausbau, Gartenprodukte, gebäudeintegrierte Photovoltaiklösungen sowie ergänzende Montagesysteme. Diese Produktgruppen sind nicht nur auf Leistung und Ästhetik ausgelegt, sondern unterstützen auch den Übergang zu nachhaltigerem Bauen –durch Langlebigkeit, geringen Wartungsaufwand und verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen.
Wir arbeiten eng mit Architekten, Ingenieuren, Bauunternehmen, Verarbeitern sowie Fachhandels- und Vertriebspartnern zusammen, die sich auf Swisspearl als Anbieter von hochwertigen Materialien und technischem Know-how verlassen. Unsere Lösungen werden in Wohn-, Geschäfts-, öffentlichen und Industriegebäuden eingesetzt und helfen unseren Kunden, die hohen Anforderungen an Energieeffizienz, Langlebigkeit und Gestaltungsfreiheit zu erfüllen. Unser Ziel ist es, in allen Märkten ein vertrauenswürdiger Partner zu sein, der Projekte von frühen Planungsüberlegungen bis hin zur Installation und langfristigen Gebäudeleistung unterstützt.
Nachhaltigkeit ist ein zentraler Bestandteil unserer Geschäftstätigkeit und Innovation. Als Hersteller sind wir uns unserer Verantwortung bewusst, Umweltauswirkungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette reduzieren zu müssen. Unsere Faserzementprodukte sind von Natur aus langlebig und tragen zu einem verlängerten Lebenszyklus von Gebäuden und einem reduzierten Ressourcenverbrauch bei. Wir investieren kontinuierlich in sauberere Produktionstechnologien, zirkuläre Materialströme und energieeffiziente Prozesse, die geschlossene Wassersysteme, reduzierte CO₂-Emissionen aus dem Energieverbrauch und stetig steigende Recyclingquoten zum Ziel haben. Diese Bemühungen unterstützen direkt unser langfristiges Ziel: Weltmarktführer bei hochwertigem Faserzement zu sein und gleichzeitig nachhaltige Baupraktiken voranzutreiben.
Für Kunden, Partner und Beschäftigte gleichermaßen ist Swisspearl mehr als nur ein Materiallieferant. Wir sind eine Gemeinschaft von Menschen, die sich dafür einsetzen, die Art und Weise zu verbessern, wie Gebäude entworfen, gebaut und erlebt werden. Unser Erbe gibt uns Stabilität, unsere Innovation treibt uns voran und unsere Nachhaltigkeitsziele leiten jede Entscheidung, die wir treffen. Gemeinsam mit unseren Partnern auf der ganzen Welt gestalten wir weiterhin Wohnräume, die heute und für kommende Generationen bestehen bleiben.
Swisspearl Hauptsitz
Swisspearl Vertriebsbüros/Präsenz
Swisspearl Produktionsstandorte
Abbildung 2: Swisspearl-Vertrieb in ausgewählten Regionen.
DESIGN
INNENRAUM
GARTEN
FASSADE
BAU
Produkte und Lösungen
Swisspearl-Produkte und -Lösungen basieren auf ästhetischen, langlebigen und kosteneffizienten mineralischen Verbundwerkstoffen, die für den Außen- und Innenbereich entwickelt wurden. Sie bieten während ihres gesamten Lebenszyklus mehrere ökologische, soziale und wirtschaftliche Vorteile.
Swisspearl ist ein führender Hersteller hochwertiger Faserzementprodukte und bietet innovative Lösungen in 6 Hauptbereichen an:
• Fassadenplatten: Langlebige, witterungsbeständige Platten in verschiedenen Farben und Strukturen für kreative und funktionale Gebäudedesigns. Meistens als Teil von leichten, belüfteten Außenwandkonstruktionen.
• Dachlösungen: Faserzementdachprodukte, die ausgezeichneten Schutz bieten und ästhetisch ansprechend sind.
• Bauplatten: Langlebige, witterungsbeständige Platten, die in verschiedenen Leistungsstufen und Optiken erhältlich sind, um Konstruktionen vor Wasser, Wind, Feuchtigkeit und Feuer zu schützen.
• Solarlösungen: Swisspearl verwandelt Dächer und Fassaden in elegante, stromerzeugende Oberflächen mit vollständig integrierten Solarlösungen, die sich nahtlos in jedes architektonische Gebäudekonzept einfügen.
• Innenraumanwendung: Vielseitige Platten für den Innenausbau und die Innenraumgestaltung – ideal auch für stark beanspruchte Bereiche.
• Gartenlösungen: Produkte, die für den Außenbereich entwickelt wurden und Langlebigkeit mit optischer Schönheit kombinieren.
Unsere Produkte sind bekannt für ihre Ästhetik, Langlebigkeit, Kosteneffizienz und die Fähigkeit, sich in ein nachhaltiges Gebäudes einzufügen.
Die Faserzementplatten von Swisspearl sind in verschiedenen Größen, Farben und Strukturen erhältlich und bieten Architekten und Designern vielseitige Optionen für kreative und funktionale Gebäudedesigns.
Unser Engagement für Qualität, Innovation und Nachhaltigkeit hat uns seit Jahrzehnten und Generationen zu einem vertrauenswürdigen Namen in der Bauindustrie gemacht.
Faserzement
Faserzement ist ein äußerst vielseitiges Material, das sich auf vielfältige Weise einsetzen lässt. Unsere Produkte und Lösungen bieten zahlreiche Möglichkeiten für Kreativität, Funktionalität und Leistung, die in Architektur, Design und Bau von Gebäudehüllen und Wohnräumen eingesetzt werden können. Das Herzstück des Erfolgs unserer Produkte begann 1894 in Vöcklabruck, Österreich, wo Ludwig Hatschek Faserzement erfand.
Hohe Festigkeit, Nichtbrennbarkeit und Langzeitleistung Faserzement ist ein attraktiver Werkstoff für nachhaltiges Bauen. Die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten in der Gebäudehülle bieten zahlreiche Vorteile über den gesamten Lebenszyklus hinweg. Unsere Produkte sind für den Einsatz in Leichtbaukonstruktionen konzipiert. Zu den wichtigsten Eigenschaften unserer Lösungen zählen hohe Festigkeit, Nichtbrennbarkeit, Langlebigkeit und gestalterische Vielseitigkeit. Der Wartungsaufwand von Faserzementplatten über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg ist gering und trägt zu niedrigen Lebenszykluskosten bei. Wir engagieren uns dafür, die Recyclingmöglichkeiten von Faserzement am Ende des Produktlebenszyklus kontinuierlich weiterzuentwickeln. Recyclinglösungen für Beton zählen zu den zentralen Schwerpunkten unserer Entwicklungsaktivitäten.
Sicheres, gesundes und inspirierendes Leben Sicherheit ist bei Faserzementprodukten ein wichtiges funktionales Attribut. Die meisten unserer Produkte haben die Brandklasse A1 oder A2 s1-d0, was bedeutet, dass die Produkte selbst bei hohen Temperaturen oder direkter Flamme kein Feuer fangen. Daher verbessert eine Klassifizierung der Klass A zweifellos das Brandverhalten eines Gebäudes und kommt damit den Gebäudenutzern und Eigentümern zugute. Trennwände und Evakuierungstunnel sind hervorragende Beispiele dafür, wo unser Faserzement für die Gebäudenutzer Sicherheit bietet. Darüber hinaus verhindert die Nichtbrennbarkeit unserer Produkte die Ausbreitung von Bränden in Gebäuden, schützt so die Nutzer und begrenzt durch Brände verursachte Schäden.
Die alkalischen Eigenschaften von Faserzement sorgen für eine hohe Widerstandsfähigkeit gegen Pilzbefall. Dadurch wird ein gesundes Raum- und Wohnklima unterstützt und das Risiko gesundheitlicher Beeinträchtigungen reduziert. Auch die Zusammensetzung des Faserzements trägt zu einem gesunden Raumklima bei, da für seine Herstellung vergleichsweise wenige chemische Zusatzstoffe erforderlich sind. Darüber hinaus weisen Faserzementprodukte nur sehr geringe chemische
Emissionen und Geruchsemissionen auf. Diese Eigenschaften sind insbesondere bei Anwendungen im Innenbereich von großer Bedeutung. Alle unsere Produkte für den Innenbereich sind nach M1 klassifiziert. Architektur prägt die Wahrnehmung und das Erleben von Gebäuden – sowohl für ihre Nutzer als auch für Menschen im unmittelbaren Umfeld. Jedes Gebäude trägt zur Gestaltung des Stadtbildes bei und beeinflusst das Wohlbefinden sowie das Gefühl der Zugehörigkeit der Menschen.
Faserzement ist ein vielseitiger, formbarer Werkstoff mit einer großen Auswahl an Farben und Oberflächen. Er eröffnet nahezu unbegrenzte gestalterische Möglichkeiten und schafft Raum für anspruchsvolle Architektur und attraktive Lebensräume. Die hohe Gestaltungsfreiheit macht Faserzement auch für Architekten besonders attraktiv und eröffnet vielfältige Möglichkeiten für individuelle Entwurfskonzepte.
Lösungen für nachhaltigere Gebäude
Die Baubranche steht zunehmend unter Druck, Treibhausgasemissionen, den Ressourcenverbrauch und die Auswirkungen auf Ökosysteme über den gesamten Lebenszyklus von Gebäuden hinweg zu reduzieren. Dabei spielen die Gebäudeplanung, die Materialwahl und die Bauweise eine entscheidende Rolle, da sie maßgeblich die Umweltbilanz eines Gebäudes beeinflussen.
Faserzementprodukte von Swisspearl kommen häufig in Leichtbausystemen für die Gebäudehülle, in Konstruktionsschichten sowie im Innenausbau zum Einsatz. In der Regel werden sie mit Unterkonstruktionen aus Holz, Stahl oder Aluminium sowie mit mineralischen oder biobasierten Dämmstoffen kombiniert. Im Vergleich zum konventionellen Massivbau bieten Leichtbauweisen – abhängig von Gebäudeplanung, Systemaufbau und den zugrunde gelegten Lebenszyklusgrenzen – das Potenzial, den Materialeinsatz sowie die damit verbundenen vorgelagerten Umweltauswirkungen zu reduzieren. Mit Fassaden-, Dach- und Bauplattenlösungen trägt Swisspearl zu diesen Leichtbaukonzepten bei. Sie
schützen Bauwerke vor Feuer, Feuchtigkeit und Witterung und unterstützen so eine lange Nutzungsdauer sowie eine dauerhaft hohe Funktionsfähigkeit. Darüber hinaus ermöglichen vollständig integrierte Solarlösungen, dass Dächer und Fassaden zu energieproduzierenden Elementen werden, was den Übergang zu effizienteren und nachhaltigeren Gebäudehüllen unterstützt.
Über das Ende des Produktlebenszyklus hinaus können Swisspearl-Produkte zirkuläre Bauprinzipien durch eine auf Anpassungsfähigkeit, Sanierung und Rückbau ausgerichtete Planung unterstützen. Faserzementplatten werden häufig in belüfteten Fassadensystemen installiert, die es ermöglichen, Komponenten im Laufe der Zeit ohne größere bauliche Eingriffe zu ersetzen, aufzurüsten oder neu zu konfigurieren. Diese Designflexibilität kann Änderungen in der Gebäudenutzung unterstützen und den Bedarf an vorzeitigem Abriss reduzieren, wodurch die funktionelle Lebensdauer von Gebäuden verlängert und der zusätzliche Materialbedarf begrenzt wird.
Am Ende ihres Lebenszyklus sind Swisspearl-Faserzementprodukte recycelbar. In ganz Europa entstehen öffentliche und private Initiativen zur Entwicklung von Recyclingpfaden, die es ermöglichen, Faserzementabfälle zu Sekundärrohstoffen für die Verwendung in neuen Bauprodukten zu verarbeiten.
Recyclinganlagen sind bereits in ausgewählten Märkten im Einsatz, während weitere Lösungen im industriellen Maßstab entwickelt werden. Handelsübliche Recyclingmöglichkeiten für Faserzement variieren jedoch erheblich zwischen Ländern und Regionen. Dadurch ist Recycling noch nicht marktübergreifend einheitlich zugänglich. Swisspearl ermutigt daher Gebäudeeigentümer und Auftragnehmer, sich mit lokalen Behörden und Abfallentsorgungsanbietern in Verbindung zu setzen, um die am besten geeigneten Wiederverwendungsoder Recyclinglösungen in ihrem spezifischen regulatorischen und infrastrukturellen Kontext zu finden.
Abbildung 3: Kreislauf von Faserzementmaterialien.
Neue Rohstoffe
Mülldeponie Faserzementproduktion
Baustelle Gebäudenutzung Renovierung
Abbruch/Materialsammlung
Sonstige Branchen
Sekundärrohstoffe
Industrierecycling
Wiederverwendung
Lösungen für energieeffiziente Gebäude
Gemäß dem Green Deal der Europäischen Union entspricht der überwiegende Teil des europäischen Gebäudebestands nicht den modernen Energieeffizienzstandards. Unsere Produkte kommen in Konstruktionen zum Einsatz, die sich ideal für die energetische Sanierung von Bestandsgebäuden mit unzureichender Dämmung eignen. Der Einbau von Außenfassaden mit Wärmedämmung und Faserzement bietet nicht nur eine robuste Lösung, um die heizungsbedingten Klimaemissionen und Klimakosten zu senken, das angenehme Raumklima und die Schalldämmung zu optimieren, sondern auch um die Ästhetik des Gebäudes zu verbessern.
Swisspearl-Produkte haben eine hohe Witterungsbeständigkeit. Sie werden erfolgreich in einer Vielzahl von Klimazonen installiert, von extrem hohen Temperaturen im Nahen Osten bis hin zu extrem windigen, feuchten und kalten nordischen Küstengebieten. Es ist wichtig, die extremen Temperaturbedingungen in den nördlichsten der nordischen Länder zu beachten, bei denen die Temperaturen sogar unter -40 bis und über +30 °C liegen können, was unsere Faserzementprodukte sehr gut bewältigen.
Kostengünstig, einfach zu installieren, langlebig und wartungsarm Unsere Produkte bieten Gebäudeeigentümern eine wirtschaftliche Lösung und zeichnen sich zugleich durch eine einfache Montage aus. Darüber hinaus unterstützen wir die Verarbeitung mit werkseitigen Schneid- und Bohrleistungen. Dadurch können die Produkte montagefertig entsprechend den Planungsunterlagen geliefert werden, sodass zusätzliche Bearbeitungsschritte auf der Baustelle entfallen. Gerade auf stark ausgelasteten Baustellen bietet diese werkseitige Vorfertigung einen erheblichen Mehrwert. Maßgefertigte Platten reduzieren zudem den Verschnitt auf der Baustelle, da nur die tatsächlich benötigten Mengen geliefert werden. Dies trägt gleichzeitig zur Verringerung der Transportemissionen bei.
Dank ihrer hohen Dauerhaftigkeit – bei fachgerechter Montage und bestimmungsgemäßer Verwendung mit einer erwarteten durchschnittlichen Nutzungsdauer von 50 Jahren – sowie ihres geringen Wartungsaufwands verursachen unsere Produkte im Vergleich zu vielen anderen Materialien niedrige Lebenszykluskosten. Eigenschaften wie eine hohe Witterungs- und Stoßfestigkeit tragen wesentlich zur Langlebigkeit unserer Produkte bei. Gleichzeitig haben wir auch mögliche Instandhaltungsanforderungen während des Gebäudelebenszyklus im Blick und für unser Fassadenportfolio eine Anti-Graffiti-Oberfläche entwickelt. Sie erleichtert die Reinigung der Fassade, falls diese mit Graffiti verunreinigt wird.
Energiepositives Design für die Zukunft
Mit den Solarlösungen von Swisspearl können Architekten und Bauherren Gebäude gestalten, die aktiv zu einer nachhaltigeren Zukunft beitragen. Durch die direkte Integration von Photovoltaiktechnologie in langlebige Fassaden- und Dachmaterialien können Gebäude saubere, erneuerbare Energie erzeugen, ohne Kompromisse bei Ästhetik oder Designfreiheit einzugehen. Diese nahtlose Verschmelzung von Funktion und Form reduziert die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen und unterstützt den globalen Übergang zu grüneren Energiesystemen. Diese Solar-
produkte werden mit dem langjährigen Engagement von Swisspearl für eine verantwortungsvolle, umweltfreundliche Fertigung hergestellt und verlängern den Lebenszyklus von Gebäudehüllen bei gleichzeitiger Senkung der betrieblichen Emissionen. Ihre robuste Faserzementbasis gewährleistet Langlebigkeit, minimalen Wartungsaufwand und reduzierten Ressourcenverbrauch im Laufe der Zeit – Schlüsselfaktoren für nachhaltiges Bauen.
Indem sie energiepositive Gebäude ermöglichen, tragen Solarfassaden und -dächer von Swisspearl dazu bei, das Klima zu schützen, natürliche Ressourcen zu schonen und ganzheitliche, zukunftssichere Designstrategien zu unterstützen. Sie ermöglichen es Bauträgern, Städten und Hausbesitzern, konkrete Schritte auf dem Weg zur CO₂-Neutralität zu unternehmen und den Bau von Gebäuden zu unterstützen, die sowohl die Menschen als auch den Planeten schützen.
Dokumentation für Qualität und Leistung
Die meisten Produkte von Swisspearl erfüllen die Anforderungen nachhaltiger Gebäudezertifizierungssysteme und sind in relevanten Umweltdatenbanken registriert. Faserzementprodukte von Swisspearl leisten einen Beitrag zu den Bewertungskriterien verschiedener Gebäudezertifizierungssysteme wie DGNB, BREEAM, LEED, Nordic Swan Ecolabel und Minergie-ECO. Für eine Vielzahl unserer Produkte stellen wir Umweltproduktdeklarationen (EPDs) bereit – und erweitern dieses Angebot kontinuierlich. Qualität und Beständigkeit unserer Produkte und Dienstleistungen haben für uns einen hohen Stellenwert. Deshalb sind alle unsere Produktionsstandorte nach ISO 9001 zertifiziert.
Um Sicherheits- und Umweltrisiken zu minimieren, arbeiten wir systematisch und mit großer Sorgfalt an einer Vielzahl relevanter Themen in diesen Bereichen. An allen unseren Produktionsstandorten haben wir entsprechende Berichts- und Prozesse zur kontinuierlichen Verbesserung etabliert. Darüber hinaus sind die meisten unserer Werke nach ISO 14001 und ISO 45001 zertifiziert.
Moderne CO₂-neutrale und energieeffiziente Häuser
Stables Yard | Beckenham, Vereinigtes Königreich
Im Stables Yard in London wurde Swisspearl Patina Original NXT in den Farben P 343, P 323, P 333 und P 313 verwendet, um eine authentische, dramatische Fassade für eine preisgekrönte Entwicklung moderner CO₂-neutraler und energieeffizienter Häuser zu schaffen.
Dieses Projekt erhielt nicht nur die Auszeichnung „Best Use Of Fiber Cement Cladding and RCI Project of the Year“ bei den Facade Awards 2023 – es wurde auch vom Architects Journal (AJ) für die renommierte Auszeichnung „Best Housing Project of the Year 2023“ (unter 5 Millionen GBP) nominiert.
Die Swisspearl Patina Original NXT-Fassade patiniert mit der Zeit wunderschön und verleiht der Oberfläche einzigartige und dezente Variationen, sodass diese schönen Häuser in den kommenden Jahren immer besser aussehen werden.
Unser spezialisiertes Fassadenteam arbeitete bei diesem fantastischen Projekt mit Interco Contracts und den preisgekrönten Architekten von Stolon Studio zusammen.
So schaffen wir Mehrwert
Strategie und Geschäftsmodell
Wir sind ein Familienunternehmen und ein Hersteller von Faserzementprodukten für Bau- und Gartenanwendungen mit Hauptsitz in der Schweiz. Am 31. Dezember 2025 beschäftigte Swisspearl 2.070 Vollzeitkräfte.
Wir betreiben acht Produktionsstandorte in sieben Ländern –Österreich, Tschechien, Finnland, Ungarn, Polen, der Schweiz und Slowenien – und fertigen Produkte für Dach, Fassade, Bauanwendungen, Innenausbau und Garten. Ergänzt wird unser Portfolio durch den Vertrieb weiterer Bauprodukte, darunter Photovoltaik- und Befestigungssysteme. Gemeinsam bilden unsere Produktions- und Vertriebsgesellschaften ein leistungsfähiges Netzwerk mit europäischem Schwerpunkt und internationaler Reichweite.
Die Zukunft des Bauens gestalten.
Unsere Vision.
Als innovativer und kreativer Lösungsanbieter in unserer Branche fördern wir Nachhaltigkeit und leisten einen positiven Beitrag für die Generationen von heute und morgen. Unsere Mission.
Wir bieten wirtschaftliche, langlebige und einfach zu montierende Faserzementlösungen für sicheres, gesundes und nachhaltiges Bauen. Unser Portfolio umfasst zudem Solarlösungen für Dach- und Fassadenkonstruktionen. Die Produkte ermöglichen kreative, funktionale und leistungsstarke Lösungen für Architektur und Bauwesen. Durch den engen Austausch mit Kunden, Markt- und Wettbewerbsanalysen, interne Tests sowie die Überführung gewonnener Erkenntnisse in die Produkt-, Service- und Prozessentwicklung verbessern wir unser Angebot kontinuierlich.
• Das Lieferantenmanagement basiert auf Qualität, Nachhaltigkeit, Verfügbarkeit und Kosten.
Wichtige Inputs für Swisspearl
Zement, Füllstoffe, Faserstoff, Farbe, Wasser, Fertigwaren, Erdgas, Strom, Sonstige Energie
Ergebnisse des Verfahrens zur Erfüllung der Sorgfaltspflicht
Portfolioauswirkungen
Förderung von Innovation und Transparenz bei Produkten, um den sich entwickelnden Markt- und regulatorischen Anforderungen gerecht zu werden.
Nachhaltigkeitsrahmenwerk
Nachhaltigkeitsherausforderungen
Klimawandel und Kreislaufwirtschaft
Reduzierung des CO₂-Fußabdrucks und Förderung zirkulärer Lösungen in allen Betriebsabläufen und Lieferketten.
Führende Lösungen schaffen.
Entwicklung und Bereitstellung führender Bauprodukte, Baulösungen und Baudienstleistungen für unsere Kunden dank Exzellenz, Partnerschaft, Skalierbarkeit und einem hoch engagierten internationalen Team.
Betriebsprozesse
Nachgelagert
Vertrieb und Verkauf
Produktion, Lieferkette, Beschaffung und Einkauf
Innovation, Entwicklung und Produktmanagement
Vertrieb, Kundenservice und technischer Service sowie Lager für verschiedene Märkte
Qualität
HR Finanzen
Nachhaltigkeit
• Wir arbeiten unter einer funktionalen Organisationsstruktur.
• Im Herzstück der Aktivitäten von Swisspearl steht die Herstellung von Faserzementprodukten für Gebäudehüllen und die damit verbundene Innovation. Bei unseren Prozesse stehen Sicherheit, Effizienz und Innovation im Mittelpunkt.
• Vertrieb, Kundendienst und technischer Support sind dezentral über unsere 15 Vertriebsniederlassungen verteilt und werden von Lagern für die Märkte mehrerer europäischer Länder unterstützt.
Wichtigste Outputs von Swisspearl
• Unsere Hauptmärkte befinden sich in Europa.
Sicherheit und Engagement
Gewährleistung eines sicheren, inklusiven und engagierten Arbeitsplatzes für alle Beschäftigte.
Baustelle
Transport
Bau
Nachhaltigkeitshebel
Innovative Lösungen für die Nachhaltigkeit von Anwendungen
Integrieren der Nachhaltigkeit in den Produktlebenszyklus Sicherstellen faktenbasierter Transparenz
Klimaschutz
Anschluss an die Kreislaufwirtschaft Exzellenz bei der Ressourceneffizienz
Gewährleistung der Sicherheit und des Wohlbefindens der Beschäftigten
Förderung eines inklusiven, ansprechenden Arbeitsplatzes
Sicherstellen von Compliance und Engagement in der Gemeinschaft
Gebäudenutzungsphase Nutzung und Instandhaltung
End of Life Demontage und Kreislaufwirtschaft
• Wir vertreiben unsere Produkte über ein globales Netzwerk von Vertriebsniederlassungen, Händlern und Partnern. Wir konzentrieren uns auf Produkt- und Serviceeigenschaften, die unsere Rolle als vertrauenswürdige Marke für leistungsstarke Lösungen für Gebäudehüllen stärken.
• Unsere Zusammenarbeit mit Architekten, Bauherren und Auftragnehmern unterstützt die Integration von Swisspearl-Lösungen in vielfältigen Bauprojekten.
Produkte und Lösungen: Dächer, Fassaden, Innenausbau, Unterkonstruktion und Garten
Materialoptimierungen
Installationsanleitungen
Wartungsanleitungen
Rücknahme- und Kreislauflösungen in Entwicklung
Endergebnis für Swisspearl: Nachhaltige Wertschöpfung
Eigene Geschäftstätigkeit
Nachhaltigkeitsansatz
Einführung
Nachhaltigkeit steht im Mittelpunkt der Vision der Swisspearl Group.
Während wir uns mit den negativen Nachhaltigkeitsauswirkungen in der Wertschöpfungskette befassen, werden wir die positiven Eigenschaften und Auswirkungen unserer Produkte und Lösungen weiter stärken und gleichzeitig die globale Marktreichweite verbessern.
Innovation, Forschung und Entwicklung sind grundlegende Elemente unserer Nachhaltigkeitsarbeit. Um unsere Wettbewerbsfähigkeit aufrechtzuerhalten und weiterzuentwickeln, optimieren wir kontinuierlich unsere Abläufe, um Sicherheit, Zuverlässigkeit und Effizienz bei der Bereitstellung unserer Produkte und Dienstleistungen zu gewährleisten.
Um diesen Fortschritt zu unterstützen, arbeiten wir eng mit relevanten Interessenträgern, z. B. mit Branchenführern oder Lieferanten, zusammen.
Das Gesamtergebnis unserer Arbeit ermöglicht es uns, die Emissionen in der Wertschöpfungskette zu reduzieren, die Ressourceneffizienz und Prozesse sowie die Kreislaufwirtschaft der Materialien zu verbessern und weitere Fortschritte bei der globalen Marktreichweite zu erzielen.
Nachhaltigkeitsauswirkungen in der Wertschöpfungskette von Faserzement
Zement ist der wichtigste Rohstoff für die Herstellung von Faserzementprodukten. Die Zementproduktion ist energieintensiv und verursacht rund 7–8 % der weltweiten CO₂-Emissionen. Auch der Abbau und die Verarbeitung von Rohstoffen sowie die Zellstoffproduktion erfordern erhebliche Wassermengen. Bei der Herstellung von Faserzement wird ebenfalls Wasser eingesetzt, das jedoch mehrfach im Produktionsprozess recycelt wird, um die Ressourceneffizienz zu maximieren. Im Hinblick auf Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft bestehen mehrere der eingesetzten Rohstoffe aus Primärrohstoffen und sind nicht erneuerbar. Darüber hinaus sind Faserzementprodukte derzeit noch nicht in großem Umfang in zirkuläre Stoffkreisläufe eingebunden, insbesondere am Ende ihres Produktlebenszyklus. Aus sozialer Sicht stellen Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz aufgrund der vergleichsweise hohen Zahl von Arbeitsunfällen mit Ausfallzeiten die größten Auswirkungen dar.
Gestützt auf unsere Vision und im Sinne einer Erfüllung unserer Mission haben wir unseren Nachhaltigkeitsfokus in zwei Kategorien aufgeteilt: Wesentliche Nachhaltigkeitsthemen und Organisatorische Wegbereiter.
Für beide Kategorien haben wir Nachhaltigkeitserklärungen formuliert. Diese Erklärungen leiten unsere Arbeit in die Zukunft und stellen sicher, dass unsere organisatorischen Fähigkeiten es uns ermöglichen, führende Lösungen zu schaffen.
In diesem Abschnitt des Berichts stellen wir die organisatorischen Wegbereiter vor. Die wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen werden im Detail in der Nachhaltigkeitserklärung erörtert.
Der Fokus der Erklärungen
Die beiden größten Herausforderungen für die Wertschöpfungskette von Faserzementprodukten betreffen die Auswirkungen auf das Portfolio und die damit verbundene Reduzierung der CO₂-Emissionen sowie die Einführung kommerzieller Kreislauflösungen. Um diese beiden Herausforderungen zu meistern, konzentrieren wir uns insbesondere auf Verbesserungen der Produktionseffizienz, Rohstoffe, Prozesstechnologien und erneuerbare Energiesysteme.
Ein nachhaltiger Wandel wird bedeutende Rohstoffrezepturen, Prozess- und Produktneuformulierungen, Forschung und bahnbrechende Innovationen erfordern. Bei der Partnerschaft mit Lieferanten liegt der Fokus auf der Reduzierung der CO₂-Emissionen und der Priorisierung von Kreislauflösungen.
Unsere Aktivitäten im Bereich Arbeitssicherheit umfassen die kontinuierliche Weiterentwicklung bestehender Prozesse und Maßnahmen, Schulungen sowie die Förderung eines sicherheitsbewussten Denkens und Handelns. Darüber hinaus führen wir fortlaufend bewährte Sicherheitsstandards und -maßnahmen ein. Um die Sicherheit von Verarbeitern und allen weiteren Personen zu gewährleisten, die mit unseren Produkten arbeiten, stellen wir umfassende Verarbeitungsanleitungen und Richtlinien zur Verfügung. Die Abbildung auf der folgenden Seite zeigt, wie unsere Geschäftsstrategie mit den wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen und den Inhalten unserer Nachhaltigkeitserklärung verknüpft ist.
Wesentliche Nachhaltigkeitsthemen und organisatorische Wegbereiter
Nachhaltigkeitsaspekte
Klimaschutz
Wesentliche Nachhaltigkeitsthemen
Organisatorische Wegbereiter
Wasser
Zirkularität und Ressourcennutzung
Gesundheit und Sicherheit
Engagement
Gleichberechtigung
Compliance
Freiwilligenarbeit
Governance
Wertebasis von Swisspearl
Klima und Umwelt
Zirkularität Soziale Verantwortung und Engagement
Unsere Nachhaltigkeitserklärungen
Wir streben bis 2040 die CO₂-Neutralität in Scope 1 und 2 an
Wir streben bis 2040 die CO₂-Neutralität in Scope 3 an
Unser Ziel ist es, bis 2030 keine Deponieabfälle mehr aus Fabriken zu erzeugen
Wir streben eine Minimierung des Abwassers aus Fabriken bis 2030 an
Wir werden bis 2030 kein (kommunales) Trinkwasser mehr in Produktionsprozessen verwenden
Wir untersuchen Möglichkeiten, aus Faserzementabfällen und End-of-Life-Produkten einen Mehrwert zu schaffen
Wir gewährleisten die Sicherheit aller Swisspearl-Beschäftigten
Wir haben einen attraktiven Arbeitsplatz
Wir fördern die Gleichberechtigung am Arbeitsplatz und stellen einen fairen Zugang für alle sicher
Wir halten uns an Gesetze, Vorschriften und Richtlinien
Wir leisten ehrenamtliche Arbeit für lokale Gemeinschaften
Wir werden die Werte, Kodizes, Richtlinien und Sicherheitsregeln der Swisspearl Group weiter in die Organisation einbetten
Wir steuern den Klimaschutz durch wissenschaftlich fundierte Ziele
VORANTREIBEN
SEIN ZUSAMMENARBEITEN LÖSUNGEN LIEFERN ÜBERTREFFEN
Organisatorische Wegbereiter
Indem wir Nachhaltigkeit in alle Facetten unserer Organisation integrieren, steigern wir die Effizienz, fördern Innovation und stärken die langfristige Resilienz.
In diesem Kapitel werden die organisatorischen Faktoren beschrieben, die eine effektive Governance, eine betriebliche Integration und die kontinuierliche Verbesserung des Nachhaltigkeitsmanagements bei Swisspearl möglich machen.
Allgemeine Übersicht Ende 2025 beschäftigte Swisspearl 2.070 Vollzeitkräfte. Diese Beschäftigten befinden sich in den 16 europäischen Ländern, in denen wir Rechtsträger haben, siehe Abbildung 4.
Engagement
Für Swisspearl ist es wichtig, dass unsere Beschäftigten und externen Interessenträger Swisspearl als attraktiven Arbeitsplatz sehen. Unser Ziel ist es, eine attraktive Kultur zu schaffen, indem wir mit den Beschäftigten weiter in einen offenen Dialog treten und auf der Grundlage ihres Feedbacks notwendige Verbesserungsmaßnahmen ergreifen.
Gleichberechtigung am Arbeitsplatz
Die Länder, in denen wir Produktionsstandorte haben, haben den größten Anteil an Beschäftigten – mehr als 90 %. Dennoch bilden die kulturellen Ursprünge bei Swisspearl den Querschnitt europäischer Kulturen, siehe Abbildung 4. Darüber hinaus bietet eine ausgewogene Senioritätsverteilung, siehe Abbildung 5, mehrere Vorteile. Erfahrenere Beschäftigte übermitteln ihr Wissen und ihre Erfahrung an jüngere Beschäftigte und fördern so eine Kultur des Lernens und der Weiterentwicklung. Erfahrene
Beschäftigte haben auch einen besseren Einblick in die Unternehmenskultur, die Prozesse und die Kunden, was zur Aufrechterhaltung der Kontinuität beitragen kann. Andererseits bereichern weniger erfahrene Beschäftigte Diskussionen um neue Ideen und frische Sichtweisen, hinterfragen den Status quo und treiben so Innovation voran.
Als Produktionsunternehmen erkennt Swisspearl die Bedeutung von Chancengleichheit und fairer Behandlung für alle Beschäftigten an. Wir erleben, dass Teams mit unterschiedlichsten Perspektiven zu kreativem Denken und ganzheitlichen Lösungen beitragen. Inklusive und respektvolle Arbeitsplätze fördern die Zufriedenheit und Produktivität der Beschäftigten und tragen dazu bei, qualifizierte Talente anzuziehen und zu binden.
Die produzierende Industrie steht jedoch weiterhin vor Herausforderungen bei der Gewinnung von Frauen, wie EIT Manufacturing und Eurostat hervorheben. Die folgende Tabelle stellt die Geschlechterverteilung bei Swisspearl in verschiedenen Beschäftigtengruppen Ende 2025 dar. Die Geschlechterzusammensetzung entspricht der allgemeineren Personalstruktur im Produktionssektor.
Tabelle 1. Geschlechterverteilung von Swisspearl.
Swisspearl erkennt an, dass eine Vertretung auf Führungsund Vorstandsebene relevant ist, um Herausforderungen im Zusammenhang mit der Gewinnung von Frauen für den Produktionssektor anzugehen. Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats spiegelt das Engagement des Unternehmens für Chancengleichheit und nichtdiskriminierende Beschäftigungspraktiken wider und stärkt damit die Attraktivität als Arbeitgeber.
Erwähnenswert ist, dass Swisspearl zwar ein Familienunternehmen ist und nicht den Anforderungen börsennotierter Unternehmen unterliegt, die Zusammensetzung seines Aufsichtsrats sich jedoch an den Zielen der EU-Richtlinie zur ausgewogeneren Vertretung von Frauen und Männern in Leitungsorganen von börsennotierten Unternehmen (Frauen in Aufsichtsräten) orientiert, die für große börsennotierte Unternehmen gelten.
Swisspearl kommuniziert sein Engagement für Chancengleichheit, faire Behandlung und nichtdiskriminierende Beschäftigungspraktiken durch seine Nachhaltigkeitserklärung, seinen Verhaltenskodex und seine Menschenrechtsrichtlinie.
Erfüllung von gesetzlichen Vorschriften Die Einhaltung der geltenden Gesetze und Vorschriften bildet die Grundlage der Nachhaltigkeitsstrategie von Swisspearl. Die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben unterstützt die Kontrolle der Umweltauswirkungen und trägt zum Schutz der Gesundheit und Sicherheit der Beschäftigten sowie der umliegenden Gemeinschaften bei.
Ein effektives Compliance-Management trägt dazu bei, rechtliche, finanzielle und Reputationsrisiken zu reduzieren, die sich negativ auf die langfristige Nachhaltigkeitsleistung des Unternehmens auswirken könnten. Die Überwachung und Reaktion auf regulatorische Entwicklungen unterstützt auch einen proaktiven und strukturierten Ansatz im Nachhaltigkeitsmanagement.
Die Werte, der Verhaltenskodex und die internen Richtlinien von Swisspearl dienen als Orientierung, um sicherzustellen, dass Gesetze, Vorschriften und interne Richtlinien konsistent in der gesamten Organisation angewendet werden.
Abbildung 4. Anteil der Beschäftigten in Rechtsträgern.
Abbildung 5:
Freiwilligenarbeit
Swisspearl unterstützt das freiwillige Engagement in lokalen Gemeinschaften, indem es den Beitrag von Zeit, Kompetenzen und Erfahrungen zu Projekten und Aktivitäten fördert, die ökologische und soziale Vorteile generieren.
Die Einbindung der Gemeinschaft wird auf lokaler Ebene organisiert und umgesetzt und spiegelt die lokalen Bedürfnisse, Prioritäten und Erwartungen der Akteure wider.
Freiwilligenaktivitäten können Initiativen im Zusammenhang mit Umweltschutz, Gesundheits- und Sicherheitsbewusstsein oder Wohlbefinden der Gemeinschaft umfassen. Diese
Aktivitäten tragen zu den Nachhaltigkeitszielen von Swisspearl bei, unterstützen gleichzeitig das Engagement der Beschäftigten und stärken die Beziehungen zu lokalen Gemeinschaften.
Governance
Eine effektive Governance unterstützt die finanzielle und operative Stabilität von Swisspearl und bietet einen Rahmen für die Umsetzung langfristiger Initiativen in den Bereichen Umwelt, Gesundheit und Sicherheit sowie Soziales. Die Nachhaltigkeits-Governance von Swisspearl wird im Kapitel Governance und verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln näher erläutert.
Swisspearl konzentriert sich auf die Stärkung eines gemeinsamen und konsistenten Ansatzes für Management, Verhalten und Betrieb im gesamten Konzern. Die Werte, der Verhaltenskodex, die internen Richtlinien und die Sicherheitsregeln des Unternehmens bilden einen zentralen Teil seines Rahmens für Governance und soziale Verantwortung. Swisspearl ist bestrebt, diese Elemente weiter in die Organisation einzubetten.
Klimabezogene Governance ist in diesen Rahmen integriert. In diesem Zusammenhang strebt Swisspearl an, seine Klimaschutzmaßnahmen an anerkannten externen Rahmenbedingungen auszurichten, und bereitet sich darauf vor, sich an der Science Based Targets Initiative (SBTi) zu beteiligen.
Verschmelzen von Tradition und Modernität in Riga
Büro- und Wohngebäude Riga, Lettland
Im Zentrum von Riga, nur einen Kilometer nördlich des Flusses Daugava, hat eine markante Transformation das Verhältnis zwischen Alt und Neu neu definiert. Die Renovierung und Erweiterung eines bestehenden Gebäudes stellte eine einzigartige Herausforderung dar: Die historische Fassade sollte bewahrt und gleichzeitig sollte darüber eine auffallende, moderne Erweiterung gebaut werden. Architekt Andris Vitols ging die Aufgabe an, indem er sorgfältig einen schlank gestalteten oberen Baukörper mit klaren Kontrasten in Material und Design integrierte. Der untere Teil des Gebäudes behält seinen traditionellen Charakter mit dunklen Holzverkleidungen und Fensterdetails, die an die lokale historische Architektur erinnern. Im Gegensatz dazu sind die oberen drei Stockwerke ausgesprochen zeitgemäß und vollständig mit glatten, weißen Faserzementplatten verkleidet. Diese neuen Bauelemente sind im vierten und fünften Stockwerk zurückversetzt, was tiefe Balkone schafft und optisch den Maßstab in Richtung Bruninieku-Straße reduziert.
Kontrast und Kohäsion der Architektur Das Gebäude spielt mit Kontrasten auf mehreren Ebenen: Material und Material, Struktur und Glätte, dunkel und hell. Horizontale Holzplatten auf der ursprünglichen Betonstruktur treffen auf die sauberen, weißen Oberflächen der darüber liegenden Faserzementverkleidung, die in vertikalen und horizontalen Formaten verlegt ist. Die Rückseite des Gebäudes erzählt eine ganz andere Geschichte. Hier erhebt sich die komplette fünfstöckige Struktur als einzelner architektonischer Turm. Dieses Projekt ist ein gutes Beispiel dafür, wie Denkmalpflege und moderne Architektur durch bewusste Kontraste, innovatives Fassadendesign und durchdachte räumliche Übergänge nebeneinander existieren können. Es schafft eine neue architektonische Identität und bleibt gleichzeitig im ursprünglichen urbanen Kontext des Gebäudes verankert.
Beitrag zu den UN-Zielen für nachhaltige Entwicklung
Bei Swisspearl übernehmen wir die damit einhergehende Verantwortung, Teil der globalen Produktionsindustrie zu sein. Die Unterstützung der Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) der Vereinten Nationen ist nicht nur eine Initiative, sondern auch eine Verpflichtung zu ethischen Praktiken, Umweltschutz und sozialer Verantwortung.
Wir sind uns bewusst, dass sich unsere Aktivitäten auf Gemeinschaften, Ökosysteme und zukünftige Generationen auswirken, und wir sind bestrebt, Nachhaltigkeit in allen Aspekten unserer Geschäftstätigkeit zu verankern. Durch die kontinuierliche Bewertung unseres Fußabdrucks, die Verfeinerung unserer Prozesse und die Förderung der Zusammenarbeit wollen wir zu sinnvollen Veränderungen und verantwortungsvollen Geschäftspraktiken beitragen, die von einem langfristigen Engagement für eine nachhaltige Zukunft geleitet werden.
Wir erkennen die Bedeutung und Relevanz aller SDGs bei der Gestaltung einer nachhaltigeren und gerechteren Zukunft an und bieten einen Rahmen für die Bewältigung globaler Herausforderungen über soziale, ökologische und wirtschaftliche Dimensionen hinweg.
Auf der nächsten Seite wird dargestellt, wie Swisspearl zu den SDGs beiträgt. Um sicherzustellen, dass unser Fokus sowohl die Wesentlichkeit als auch die Erwartungen der Interessenträger widerspiegelt, haben wir unsere SDG-Beiträge an den Ergebnissen der doppelten Wesentlichkeitsanalyse (Double Materiality Assessment) ausgerichtet. Dieser Ansatz ermöglicht es uns, uns auf Bereiche zu konzentrieren, in denen wir die größten positiven Auswirkungen erzielen können, während wir gleichzeitig die Rechenschaftspflicht für die für unsere Interessenträger und Geschäftsabläufe relevantesten Bereiche bewahren.
Swisspearl-Fokus UN SDG – Ziel SDG – Zweck SDG – Indikator
Klimaschutz
Swisspearl-Unterstützung
Umgehend Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen ergreifen
13.2.2
Gesamte Treibhausgasemissionen pro Jahr Technologische Verbesserungen der Fabrikprozesse zur Reduzierung der gesamten CO2-Emissionen Innovation, Rohstoff- und Rezepturentwicklung und Zusammenarbeit mit Lieferanten zur Reduzierung der CO2-Emissionen
Wasser
Verfügbarkeit und nachhaltige Bewirtschaftung von Wasser und Sanitärversorgung für alle gewährleisten
Kreislaufwirtschaft und Ressourcennutzung
Nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster sicherstellen
6.3.1
Anteil der sicher behandelten Haushalts- und Industrieabwässer Wirksamkeit von Kontrollen und Verfahren für Abwasserbehandlungsprozesse
6.4.2
Grad an Wasserstress: Süßwasserentnahme im Verhältnis zu den vorhandenen Süßwasserressourcen
Bemühungen und Systeme zur Unterstützung der Verbesserung der Effizienz der Wassernutzung Überwachung und Berichterstattung über hohe Ausgangswerte für den Wasserstress an Fabrikstandorten
12.2.1
Rohstoff-Fußabdruck, Rohstoff-Fußabdruck pro Kopf und Rohstoff-Fußabdruck im Verhältnis zum BIP
Bemühungen und Systeme zur Unterstützung einer effizienten Nutzung der Kreislaufwirtschaft natürlicher Ressourcen
12.4.2 (a)
Aufkommen gefährlicher Abfälle pro Kopf und b) Anteil der gefährlichen Abfälle, der behandelt wird, nach Art der Behandlung
Wirksamkeit des Chemikalien- und Chemikalienabfallmanagements
12.5.1
Nationale Recyclingquote, Tonnen an recyceltem Material Kontinuierliche Abfallreduzierung und Steigerung der Recycling- und Wiederverwendungsquoten
12.6.1
Anzahl der Unternehmen, die Nachhaltigkeitsberichte veröffentlichen
Veröffentlichung des Nachhaltigkeitsberichts
Sicherheit und Gesundheit
Dauerhaftes, inklusives und nachhaltiges Wirtschaftswachstum, produktive Vollbeschäftigung und menschenwürdige Arbeit für alle fördern
8.8.1
Anzahl tödlicher und nicht tödlicher Arbeitsunfälle je 100.000 Erwerbstätige, nach Geschlecht und Migrationsstatus
Die Hauptschwerpunkte von Swisspearl im Zusammenhang mit den Zielen und Zwecken der UN-SDGs.
Bemühungen und Systeme zur Unterstützung der kontinuierlichen Verbesserung der Sicherheit
Nachhaltigkeits-Governance und verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln
Elemente der Nachhaltigkeits-Governance
Zweck der Governance ist es, sicherzustellen, dass Swisspearl transparent und verantwortungsvoll geführt wird, um die Interessen des Unternehmens, der Aktionäre und anderer Interessenträger zu schützen.
Einführung
Die Nachhaltigkeits-Governance von Swisspearl beruht auf der Vision, Mission und Strategie der Gruppe, der Rechenschaftspflicht des Managements, den Vorschriften und Richtlinien, den Unternehmenswerten, dem Nachhaltigkeitsrisikomanagement und der Führungsethik sowie dem Geschäftsverhalten der Beschäftigten. Der Rahmen mit all seinen Elementen unterstützt ethische, verantwortungsvolle und konforme Geschäftspraktiken.
Governance-Einrichtungen
Der Aufsichtsrat fungiert als beaufsichtigendes Genehmigungsorgan, das die von der Konzernleitung (Group Executive Management) vorgeschlagene Vision und Mission sowie die strategischen Pläne und Richtlinien sicherstellt. Der Aufsichtsrat richtet sie an den langfristigen Zielen des Unternehmens, den gesetzlichen Anforderungen und den Erwartungen der Aktionäre aus. Der Aufsichtsrat prüft und genehmigt die strategische Ausrichtung und die wesentlichen Richtlinien, die von der Konzernleitung vorgeschlagen werden.
Sie gewährleisten die Einhaltung der gesetzlichen Anforderungen und überwachen das Risikomanagement und die Ergebnisse der Doppelten Wesentlichkeitsanalyse (DMA), genehmigen die Finanzpläne und stellen die Integrität der finanziellen und nicht finanziellen Berichterstattung sicher.
Der Aufsichtsrat erhält bei Bedarf vom Leiter der Abteilung Group Sustainability regelmäßige Nachhaltigkeitsberichte.
Die Konzernleitung spielt eine zentrale Rolle bei der Gestaltung der Unternehmensvision und deren Umsetzung.
Die Führungskräfte sind für die Festlegung der strategischen Ausrichtung und Richtlinien von Swisspearl verantwortlich. Sie validieren die DMA, die dann vom CEO abgezeichnet wird. Im Hinblick auf die genehmigte strategische Ausrichtung erarbeitet die Konzernleitung umfassende Pläne für das Wachstum und den Erfolg des Unternehmens. Sie überwachen regelmäßig den Fortschritt bei der Erfüllung der Nachhaltigkeitsziele und beteiligen sich an Diskussionen und Workshops zu strategischen und taktischen Nachhaltigkeitsthemen. Sie werden von der Abteilung Group Sustainability unterstützt.
Die Konzernleitung stellt sicher, dass der Betrieb des Unternehmens mit den festgelegten Strategien und Zielen übereinstimmt. Sie überwachen die Leistung der Konzern-Geschäftsleitung (Group Senior Management) und stellen die Ausrichtung an den Unternehmenszielen sicher. Die Konzernleitung arbeitet mit den wichtigsten Interessenträgern zusammen, um die strategische Ausrichtung des Unternehmens zu kommunizieren und Feedback einzuholen.
Die Konzern-Geschäftsleitung, die der Konzernleitung unterstellt ist, ist für die operative Führung der Tochtergesellschaften und der konzernweiten Abteilungen verantwortlich. Sie fungieren als Umsetzungsorgan für die Konzernleitung. Zu ihren Hauptaufgaben gehört die effektive Umsetzung der strategischen Initiativen und Pläne sowie der Konzernrichtlinien in ihren jeweiligen Bereichen. Darüber hinaus überwachen sie den Betrieb und die Effektivität der Tochtergesellschaften und konzernweiten Abteilungen, um sicherzustellen, dass sie mit den Gesamtzielen des Unternehmens übereinstimmen. Darüber hinaus berichten sie regelmäßig über die Leistung und den Fortschritt ihrer Bereiche an die Konzernleitung.
Nachhaltigkeits-Governance
Vision, Mission und Strategie des Konzern Führungsorgane Konzernwerte, Kodizes und Richtlinien Nachhaltigkeitsrisikomanagement Zugang zum Rechtsbehelf
Nachhaltigkeit, nahtlos in das Kerngeschäft integriert
• Nachhaltigkeit, Rechenschaftspflicht und Führungsethik
Die verhaltens- und managementgesteuerten Standards für soziale, ökologische und ethische Haltung
• Doppelte Wesentlichkeitsanalyse, Sorgfaltspflicht im Bereich Nachhaltigkeit Hinweisgeberkanal
Geschäftsverhalten der Beschäftigten
Bei der taktischen Umsetzung von Nachhaltigkeit spielt die Konzern-Geschäftsleitung eine entscheidende Rolle. In Zusammenarbeit mit der Konzern-Nachhaltigkeitsabteilung engagieren sie sich insbesondere in den Bereichen Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie, Verbesserung von Transparenz und Tools, Identifizierung wesentlicher Auswirkungen, Erhebung von Nachhaltigkeitsdaten und Erstellung von Fortschrittsberichten. Die Konzern-Geschäftsleitung gibt auch Feedback und Inputs an die Konzernleitung in den strategischen und operativen Aspekten der Weiterführung des Unternehmens.
Vision, Mission und Strategie des Konzern
Die Vision, Mission und Strategie des Konzerns, einschließlich ihrer nahtlosen Verbindung mit Nachhaltigkeit, werden im Abschnitt „Über Swisspearl“ dieses Berichts erläutert.
Nachhaltigkeitsrisikomanagement
Doppelte Wesentlichkeitsanalyse
• Strukturierter Prozess zur Identifizierung und Bewertung von Nachhaltigkeitsauswirkungen, -risiken und -chancen (Impacts, Risks, Opportunities; IROs) in der gesamten Wertschöpfungskette, wobei sowohl die finanzielle Wesentlichkeit als auch die Wesentlichkeit der Auswirkungen im Einklang mit den ESRS-Anforderungen berücksichtigt werden. Unterstützt die Priorisierung von Nachhaltigkeitsaspekten und dient als Grundlage für strategische Entscheidungen. Sorgfaltspflicht im Bereich Nachhaltigkeit
• Laufender Prozess zur Identifizierung, Vermeidung und Minderung nachteiliger Nachhaltigkeitsauswirkungen in den eigenen Geschäftstätigkeiten und in der Lieferkette. Umfasst Menschenrechts-, Umwelt- und Governance-Überlegungen, die die Einhaltung gesetzlicher Anforderungen und die Ausrichtung an internationalen Standards gewährleisten.
Zusammenhänge der Elemente
Die Sorgfaltspflicht im Bereich Nachhaltigkeit und DMA sind miteinander verbunden. Die DMA basiert auf dem Verfahren zur Erfüllung der Sorgfaltspflicht im Bereich Nachhaltigkeit in Bezug auf die Nachhaltigkeitsrisiken.
Werte, Kodizes und Richtlinien
Unsere Werte in Verbindung mit unserem Verhaltenskodex legen die soziale, ökologische und ethische Haltung fest und etablieren die Swisspearl-Identität. Sie legen die Grundsätze des Geschäftsverhaltens fest und gelten für alle Beschäftigten und Vertreter von Swisspearl.
Unsere Richtlinien enthalten maßgebliche Prinzipien und Verfahren, um Angelegenheiten für Swisspearl als Ganzes oder Teile davon effektiv abzuwickeln. Neben dem Swisspearl Verhaltenskodex umfassen unsere wichtigsten Kodizes und Richtlinien:
• Verhaltenskodex für Lieferanten
• Menschenrechtsrichtlinie
• Erklärung zur modernen Sklaverei im Vereinigten Königreich
• Hinweisgeberrichtlinie
• DSGVO-Richtlinie
Im Jahr 2025 haben wir uns auf die Vorbereitungen für die Cradleto-Cradle-Zertifizierung unserer Faserzement-Wandlösungen konzentriert. Um dies zu unterstützen, haben wir den Verhaltenskodex und die Menschenrechtsrichtlinie überarbeitet.
Darüber hinaus haben wir unsere DSGVO-Richtlinie überarbeitet.
Zugang zum Rechtsbehelf Bei Swisspearl verpflichten wir uns zu hohen ethischen Standards der Unternehmensführung und zur Verantwortung und Integrität bei der Geschäftsführung. Der Geltungsbereich unserer Hinweisgeberrichtlinie ist weiter gefasst als in der EU-Richtlinie zum Schutz von Personen, die Verstöße gegen das Unionsrecht melden, vorgeschrieben. Wir haben unsere Beschäftigten sowie externe Parteien mit einer Arbeitsbeziehung zu Swisspearl einbezogen. Darüber hinaus haben wir auch Rechtsträger mit weniger als 50 Beschäftigten einbezogen und gestatten anonyme Meldungen, es sei denn, nationale Gesetze verhindern dies. Das Hinweisgeber-System und die Hinweisgeberrichtlinie finden Sie auf unseren globalen und lokalen Websites.
Geschäftsverhalten der Beschäftigten Die Nachhaltigkeits-Governance von Swisspearl basiert auf klaren und strukturierten Grundlagen: unserer Vision und Mission, Strategie, Werten, Kodizes und Richtlinien, Managementverantwortung und -ethik, der doppelten Wesentlichkeitsanalyse und Verfahren zur Erfüllung der Sorgfaltspflicht. Allerdings kann auch die stärkste GovernanceStruktur nicht alle Risiken von Fehlverhalten ausschließen. Aus diesem Grund ist das Geschäftsverhalten der Beschäftigten ein kritisches Governance-Element.
Governance ist nicht nur ein Regel- und Kontrollsystem, sondern auch ein Verhaltenssystem. Ethische Performance hängt von den alltäglichen Entscheidungen ab, die Einzelpersonen auf allen Ebenen des Unternehmens treffen. Das Geschäftsverhalten der Beschäftigten verknüpft ihre Vorgehensweisen mit den Governance-Erwartungen. Es erhöht die Verantwortung der Beschäftigten, ethisch zu handeln, unterstützt eine Kultur des offenen Aussprechens von Bedenken und stärkt das gesamte Governance-System, indem es Regeln und Kontrollen mit entsprechenden menschlichen Entscheidungen verknüpft.
Governance und verantwortungsvolles
unternehmerisches Handeln
Der Aufsichtsrat
Aufsichtsratsvorsitzender
Im Aufsichtsrat seit 2018
Weitere Positionen
Paul Schuler
Geboren: 1955
Staatsangehörigkeit: Schweiz
Aufsichtsratmitglied
Im Aufsichtsrat seit 2019
Weitere Positionen
Giulia Alpstaeg
Geboren: 1992
Staatsangehörigkeit: Schweiz
Aufsichtsratmitglied
Im Aufsichtsrat seit 2017
Weitere Positionen
Dr. Maja Baumann
Geboren: 1977
Staatsangehörigkeit: Schweiz
Aufsichtsratmitglied
Im Aufsichtsrat seit 2021
Weitere Positionen
Fabian Huber
Geboren: 1982
Staatsangehörigkeit: Schweiz
Die Konzernleitung
Chief Executive Officer
Marco Wenger
Geboren: 1982
Staatsangehörigkeit: Schweiz
Managing Director Switzerland, Nordics Bei Swisspearl seit 2021
Hans-Jörg Kasper
Geboren: 1970
Staatsangehörigkeit: Österreich
Managing Director Austria, Germany, Northeastern Europe
Global Head of Marketing
Bei Swisspearl seit 1994
Julien Ferrer
Geboren: 1983
Staatsangehörigkeit: Frankreich
Managing Director Western Europe, International
Bei Swisspearl seit 2018
Chief Financial Officer
Bei Swisspearl seit 2022
Aleksander Horvat
Geboren: 1971
Staatsangehörigkeit: Schweiz
Mitglied des Aufsichtsrats, Sika AG
Kompetenzen
Weitreichende Management-, strategische und kaufmännische Erfahrung in der globalen Bauindustrie und im Aufbau eines globalen
Akteurs in dieser Branche als CEO und in anderen Positionen bei der Sika AG.
Ausbildung
MBA, Graduate School of Business Administration
Vorsitzende der Zürcher Ziegeleien AG und Wagner Systems AG
Aufsichtsratsmitglied: Swisspor Holding AG und alle Tochtergesellschaften
Kompetenzen
Strategische Kommunikation und Interessenträgermanagement, Unternehmenskommunikation und Branding, analytisches Denken und Lösungsorientierung, funktionsübergreifende und interkulturelle Zusammenarbeit, digitale Medien- und Contentstrategie
Ausbildung
BSc in Business Communication und studiert derzeit für einen MBA-Abschluss in Business Management
Vorsitzende des Aufsichtsrats der SwissLegal Zurich AG und SwissLegal Schwyz AG
Mitglied des Aufsichtsrats bei Vontobel Holding AG und Bank Vontobel AG
Aufsichtsratvorsitzende bei Advontes AG
Aufsichtsratmitglied bei Vontrust AG
Mitglied des Aufsichtsrats, GRAPHA-Holding AG
Mitglied des Stiftungsrats der Vontobel-Stiftung
Vorsitzende der Zoo-Stiftung Zürich
Kompetenzen Recht und Compliance
Unternehmensrecht, Fusionen und Akquisitionen Nachhaltigkeitsvorschriften Strategieentwicklung
Ausbildung
Dr. iur., Juristin
LL.M. in Gesellschaftsrecht
Fachanwältin SAV, Immobilien- und Baurecht CAS im Bank-, Kapitalmarkt- und Versicherungsrecht
Präsident und CEO Chicago Faucets/Leiter Geberit
Nordamerika
Kompetenzen
Weitreichende Geschäfts- und Finanzführungserfahrung in verschiedenen Managementpositionen bei großen börsennotierten und nicht börsennotierten internationalen Unternehmen, mit umfassenden internationalen Erfahrungen in den Bereichen Finanzen, Buchhaltung, Vertrieb, Lieferkette und Digitalisierung/Software.
Ausbildung
MSc in Rechnungswesen und Finanzen
BSc in General Management
Verantwortungsbereiche
Volle Gewinn- und Verlustverantwortung für die Swisspearl Group, die Märkte nordische Länder, Vereinigtes Könugreich und Irland sowie Schweiz, Nachhaltigkeitsführung
Kompetenzen
Umfassende Erfahrungen in den Bereichen Führung, Betriebswirtschaft und Vertriebsförderung. Starkes Know-how aus dem Einzelhandel. Umfangreiche Kenntnisse in den Bereichen Produktionsmanagement, Kreislaufwirtschaft, Arbeitsund Gesundheitsmanagement, Mitarbeiterbindung und Lieferantenbeziehungsmanagement.
Ausbildung
EMBA in Business Management
BSc in Bauwesen, Holz und Architektur
Verantwortungsbereiche
Volle Gewinn- und Verlustverantwortung für Österreich, Deutschland und Nordosteuropa, globale Führung und Management im Marketing
Kompetenzen
Tiefgründige Geschäfts- und Führungserfahrung insbesondere in der Gestaltung und Umsetzung von Vertriebs- und Marketingstrategien, dem Aufbau internationaler Marken und der Unternehmensführung.
Ausbildung EMBA in General Management
Verantwortungsbereiche
Volle Gewinn- und Verlustverantwortung für den Vertrieb in Belgien, den Niederlanden, Frankreich und außerhalb Europas
Kompetenzen
Umfassende Erfahrung in den Bereichen Führung und Betriebswirtschaft aus verschiedenen Branchen. Umfassendes Knowhow in den Bereichen Marktsegmentierung, Markteinführungsstrategien und Aufbau von Partnerschaften zur Erreichung von nachhaltiger Marktdurchdringung und Wachstum.
Ausbildung
MBA in Business Management
Verantwortungsbereiche
Globale Führung und Management in Finanzen, Controlling, Rechtsfragen und IKT
Kompetenzen
Vertiefte Erfahrungen in den Bereichen Finanzen, Controlling, Steuern, IKT und Rechtsmanagement einschließlich Fusionen und Akquisitionen. Umfassendes Knowhow in der Führung strategischer Initiativen, Restrukturierung, Integration und Finanzierung von Unternehmensbereichen oder Unternehmenseinheiten. Hochqualifiziert in den Bereichen Führung und Projektmanagement. Umfassendes Wissen zur Verbesserung der finanziellen Leistung, zur Optimierung von Prozessen und zur Förderung einer Kultur der kontinuierlichen Verbesserung.
Ausbildung
MSc in Rechnungswesen und Finanzen
Betriebsökonom FH
Praxisbeispiel | Nachhaltige Energie
Eine kleine Designänderung führt zu großen Einsparungen
Die Konzernleitung
Karl HavemosePoulsen
Geboren: 1962
Staatsangehörigkeit: Dänemark
Global Head of Procurement and SCM Bei Swisspearl seit 2017
Verantwortungsbereiche
Globale Führung und Management in Beschaffung (Direkt, Indirekt und Investitionsaufwand), Lieferkettenmanagement, Vertriebs- und Betriebsplanung, Shared Service Center
Kompetenzen
Umfangreiche internationale Erfahrung in verschiedenen Branchen, einschließlich Fusionen, Akquisitionen und Auflösungen in den Bereichen Pharma, Medizinprodukte, Petrochemie, Biologie und Bauwesen.
Vertieftes Know-how in den Bereichen Lieferketten, Fertigung und HSSEQ-Management.
Ausbildung
BSc in Production Engineering
BSc in Marine Engineering und Graduate Certificate in Business Administration
Global Head of Innovation
Bei Swisspearl seit 2017
Verantwortungsbereiche
Joachim Ebenhoch
Geboren: 1970
Staatsangehörigkeit: Deutschland
Christiane Wäger
Geboren: 1980
Staatsangehörigkeit: Schweiz und Deutschland
Global Head of Human Resources
Bei Swisspearl seit 2020
Verantwortungsbereiche
Globale Führung und Management in Forschung und Entwicklung, Produktmanagement, ProduktCompliance, Produktnachhaltigkeit und Project Management Office Innovation
Kompetenzen
Weitreichende Geschäfts- und Führungserfahrung aus verschiedenen Positionen in der Bauindustrie, was zu einer umfassenden internationalen Erfahrung in den Bereichen Produktmanagement und Forschung und Entwicklung führt. Hohe Qualifikation durch die Arbeit in Industrievertretungen; Mitglied der EFFCM (European Federation of Fibre Cement Manufacturers) und der Swiss Fibre Cement Federation.
Ausbildung
BSc in International Marketing MBA in General Business Management
Globale Führung und Management im Personalbereich
Kompetenzen
Weitreichende Erfahrungen in Personalmanagementpositionen in internationalen Unternehmen der Einzelhandels- und Baubranche sowie in der Managementberatung mit Schwerpunkt auf HR-Strategien, HR-Digitalisierung und Personalentwicklung.
Ausbildung
MSc in Business Economics
Im Werk von Swisspearl in Finnland hat eine einfache, aber hochwirksame Anpassung der Abgasleitungen zu erheblichen Energieeinsparungen und geringeren Kosten geführt.
Im Werk Lohja, 45 km westlich von Helsinki, sind Trocknungslinien Teil der Faserzementplattenproduktion. Sie stellen den korrekten Feuchtegehalt des Produkts am Ende der Produktion sicher. Während des Trocknungsprozesses wird warme Luft im Ofen umgewälzt und dann durch ein Abluftrohr ins Freie abgeführt.
Durch die Neukonstruktion der Rohrleitungen kann die Abluft einer Trocknungslinie nun zur Wiederverwendung bei der Vorwärmung der Verbrennungsluft in beiden Trocknungslinien zurückgeführt werden.
Technischer Leiter Mikko Ylikopsa und sein Team hatten überlegt, die gesamten neuen Ausrüstung zu erneuern, aber mit sorgfältiger Kalkulation und technischem Einfallsreichtum stellten sie fest, dass sie fast dieselben Ergebnisse erzielen konnten, indem sie das bestehende Setup einfach um ein isoliertes Anschlussrohr ergänzten.
Die genaue Menge an Energie, die auf diese Weise eingespart wird, variiert je nach hergestelltem Produkt und den saisonalen Temperaturen, die in Lohja in den Wintermonaten unter -20 Celsius fallen können.
„Das Rohr aus verzinktem Stahl ermöglicht es uns, die Luft für die Verbrennung mit Abfallenergie vorzuwärmen, die die Erdgasheizung ersetzt. Wir hatten eine Einsparung beim Erdgasverbrauch von rund 10 % pro Jahr geschätzt, aber nach einem viermonatigen Test scheint die Einsparung noch höher zu sein.“
– Mikko Ylikopsa, Technischer Leiter im Werk Lohja –
Durch die Wiederverwendung bestehender Anlagen zur Senkung des Nettoenergieverbrauchs hat Lohja eine doppelte Punktzahl in Nachhaltigkeit erzielt.
Governance und verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln
Aspekte der sozialen Verantwortung
Soziale Verantwortung ist ein integraler Bestandteil unseres Governance-Ansatzes und leitet unser Handeln in unserer gesamten internationalen Wertschöpfungskette. Obwohl diese Aspekte in unserer doppelten Wesentlichkeitsanalyse nicht als wesentlich bewertet wurden, bleiben sie für unsere Interessenträger wichtig.
Menschen- und Arbeitsrechte, einschließlich Kinderarbeit Unser Verhaltenskodex und unsere Menschenrechtsrichtlinie regeln unsere Verpflichtungen in Bezug auf Menschen- und Arbeitsrechte. Wir erkennen unsere Verantwortung im Hinblick auf internationale Menschen- und Arbeitsrechte an. Wir sind bestrebt, ein Arbeitsumfeld zu fördern, das von Respekt, Fairness und Gleichheit geprägt und in dem die grundlegenden Arbeitnehmerrechte gewahrt sind. Swisspearl akzeptiert keine Kinder- oder Zwangsarbeit. Darüber hinaus sind wir bestrebt, mit Lieferanten und anderen Geschäftspartnern zusammenzuarbeiten, die unseren Werten und Standards gerecht werden. Um sie weiter zu unterstützen, legt der Swisspearl Verhaltenskodex für Lieferanten die sozialen, ökologischen und ethischen Standards für alle unsere Lieferanten fest. Im Jahr 2025 war Swisspearl an keinem Gerichtsverfahren im Zusammenhang mit Menschenrechtsverletzungen beteiligt und
stand unter keinem Verdacht in diesem Zusammenhang. Somit erlitt Swisspearl auch keine finanziellen Verluste infolge solcher Prozesse.
Mineralien und Metalle aus Konfliktgebieten
Wir importieren keine Mineralien und Metalle aus Konfliktgebieten und verwenden solche auch nicht in Rohstoffen. Darüber hinaus prüfen wir die Lieferkette im Rahmen der Sorgfaltspflicht auf Mineralien und Metalle aus Konfliktgebieten und erfüllen damit die Anforderungen der Schweizer Verordnung über Sorgfaltspflichten und Transparenz bezüglich Mineralien und Metallen aus Konfliktgebieten und Kinderarbeit.
Bestechung und Korruption
Wir sind nicht in Gebieten tätig, in denen ein erhöhtes Risiko für Korruption oder Bestechung besteht. Wir müssen jedoch bei unseren Abläufen und in unseren Beziehungen zu Kunden, Lieferanten und anderen Geschäftspartnern mit Sorgfalt vorgehen, um diese Risiken zu vermeiden.
Unser Verhaltenskodex zeigt eine klare Haltung gegen Bestechung jeglicher Art. Darüber hinaus dient der Swisspearl Verhaltenskodex für Lieferanten als integraler Kodex für die Beziehungen zu Lieferanten und Geschäftspartnern. Darüber hinaus werden alle Beschäftigten ermutigt, die Forderung von Bestechungs- oder Schmiergeldzahlungen unverzüglich zu melden, entweder an ihre Vorgesetzten, direkt an die Rechtsabteilung von Swisspearl oder über unser Hinweisgeber-System.
Preisintegrität und Transparenz
Verhaltenskodex der Swisspearl Group ×
Menschenrechtsrichtlinie der Swisspearl Group × × ×
Verhaltenskodex für Lieferanten der Swisspearl Group × × × ×
Unsere Werte leiten alle unsere Beschäftigten an, jeden mit Integrität zu behandeln. Darüber hinaus zeigt der Swisspearl Verhaltenskodex eine klare Haltung gegen unlauteren Wettbewerb. Von allen Geschäftspartnern von Swisspearl wird erwartet, dass sie die bestehenden Gesetze einhalten, die den Wettbewerb regeln, insbesondere die Kartell- und Wettbewerbsgesetze.
Im Jahr 2025 war Swisspearl an keinem Gerichtsverfahren im Zusammenhang mit wettbewerbswidrigem Verhalten beteiligt, einschließlich, aber nicht beschränkt auf kartellrechtliche, preisfestsetzungsbezogene und wettbewerbseinschränkende Praktiken, und stand unter keinerlei Verdacht in diesem Zusammenhang. Somit erlitt Swisspearl auch keine finanziellen Verluste infolge solcher Prozesse.
Datenethik
Swisspearl verfügt derzeit über keine formelle Richtlinie zur Datenethik.
Die von uns gespeicherten Daten werden ausschließlich für unsere eigenen Geschäftszwecke verwendet, und angesichts unserer relativ kleinen globalen Präsenz und unseres spezialisierten Marktsegments ist der kommerzielle Wert unserer Daten für externe Parteien gering.
Dies reduziert das Risiko externer Versuche, auf unsere Daten zuzugreifen oder sie zu missbrauchen.
Wir verkaufen keine Daten. Wenn gesetzlich, gerichtlich oder behördlich vorgeschrieben, stellen wir die konkret angeforderten Informationen zur Verfügung – im Jahr 2025 gab es jedoch keine solchen Anfragen.
Bei der Verwendung von Daten von Dritten erwarten wir von diesen Parteien, dass sie alle geltenden Gesetze einhalten und ethische Standards bei der Erhebung, Handhabung und Weitergabe von Daten wahren.
Obwohl Swisspearl über keine eigenständige Datenethikrichtlinie verfügt, sind in unserer Richtlinie zum Schutz personenbezogener Daten klare Grundsätze und Verfahren festgelegt, die unser Engagement für Datenethik zeigen. Diese Richtlinie umfasst die rechtmäßige, faire und transparente Datenverarbeitung, Datenminimierung, Sicherheit, Achtung der Rechte des Einzelnen und verantwortungsvollen Datenaustausch – um sicherzustellen, dass ethische Überlegungen in alle unsere Datenpraktiken eingebettet sind.
Ein dynamisches und modernes Stadtwohnhaus
LH Wohngebäude | Varna, Bulgarien
Das LH Wohngebäude wurde ursprünglich 1923 errichtet und hat seitdem einen bemerkenswerten Wandel zu einem dynamischen und modernen Stadtwohnhaus durchlaufen. Die unter der Leitung von STARH durchgeführte Sanierung hat den Geist der ursprünglichen Struktur bewahrt und gleichzeitig nahtlos modernes Design und Funktionalität mit eingebracht. Das ursprünglich zweistöckige Gebäude, das sich in einer prominenten Ecke in der Nähe des Meeresgartens von Varna befindet, ist offiziell nicht als Kulturerbe registriert. Dennoch verliehen ihm der sentimentale Wert für den Eigentümer und die vom renommierten Bildhauer Kiril Shivarov gestaltete reichhaltige Verzierung architektonische und emotionale Bedeutung. Anstatt sich für den Abriss zu entscheiden, entschied sich STARH dafür, das bestehende Gebäude in eine neue fünfstöckige Struktur zu integrieren, wobei seine historische Fassade und sein Charakter erhalten bleiben und gleichzeitig seine Relevanz für die Zukunft verstärkt wird.
Tabelle 2. Die Richtlinien von Swisspearl zu Menschenrechtsthemen.
Allgemeine Angaben
Grundlage der Nachhaltigkeitserklärung
Nachhaltigkeit ist in unserer Vision und Mission verankert. Unsere Nachhaltigkeitsziele leiten unsere Nachhaltigkeitsentscheidungen und -aktivitäten sowohl langfristig als auch im täglichen Betrieb.
Einführung
Zweck des Kapitels Allgemeine Informationen ist es, zu erklären, wie wir die Nachhaltigkeitserklärung erstellt haben. Es folgen Kapitel, in denen die wesentlichen Umwelt-, Sozial- und Governance-Themen detailliert erläutert werden, abgestimmt auf die Ergebnisse der doppelten Wesentlichkeitsanalyse. Abschließend finden Sie eine Zusammenfassung der ESG-Parameter.
In der Nachhaltigkeitserklärung wurden keine Informationen über geistiges Eigentum, Know- how oder Ergebnisse von Innovationen weggelassen, und Swisspearl hat auch keine Informationen über bevorstehende Entwicklungen oder Angelegenheiten im Verhandlungsverlauf von der Offenlegung ausgenommen.
Alle in den themenbezogenen Standards angegebenen wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen wurden einer doppelten Wesentlichkeitsanalyse (DMA) unterzogen.
Eine detaillierte Beschreibung des Umfangs, der Methodik und der Annahmen, die unserem DMA-Prozess zugrunde liegen, finden Sie im Kapitel über die DMA.
Die Nachhaltigkeitserklärung folgt der Kategorisierung von kurz-, mittel- und langfristigen Zeithorizonten gemäß Definition in ESRS1 ED, Abschnitt 6.2; Kurzfristig (innerhalb von 1 Jahr) | Mittelfristig (1–5 Jahre) Langfristig (> 5 Jahre).
Zusätzlich zu den in den ESRS vorgeschriebenen Angaben haben wir Parameter auf der Grundlage des SASB-Standards für Baustoffe aufgenommen. Wir kennzeichnen diese Parameter im Abschnitt ESG-Parameter mit dem entsprechenden Code und erläutern deren Anwendung in den Grundsätzen der ESGRechnungslegung im Anhang dieses Berichts.
Risikomanagement und interne Kontrollen der Nachhaltigkeitsberichterstattung
Unsere Abteilung Group Sustainability ist verantwortlich für die Entwicklung umfassender Konzernberichte zu Nachhaltigkeitsthemen und zu ESG-Parametern. Sie organisieren und leiten wesentliche Aktivitäten, einschließlich der konsolidierten DMA, der Datenerfassung sowie der Validierungs- und Überprüfungsprozesse für die Nachhaltigkeitsberichterstattung. Der Konzernansatz für die Berichterstattung ermöglicht es auch unserer Abteilung Group Sustainability, als Informationszentrum zu fungieren und Unstimmigkeiten oder Fehler in Nachhaltigkeitsdaten zu identifizieren und zu beheben.
Das Nachhaltigkeitsberichterstattungssystem wird zentral von der Abteilung Group Sustainability gesteuert, mit definierten Rollen für die Datenerfassung, -überprüfung und -genehmigung auf Abteilungs- und Konzernebene. Das System bietet einen dokumentierten Prüfpfad, Versionskontrolle und Mechanismen zum Einfrieren von Daten, die die interne Kontrolle über nichtfinanzielle Berichterstattung unterstützen.
Daher unterstützt das neu implementierte System Swisspearl bei der Bewältigung mehrerer Herausforderungen im Zusammenhang mit der Berichterstattung, wie unzureichende Standardisierung und Anweisungen, unvollständige Daten, Fehler bei der manuellen Dateneingabe, fehlende Kontrollverfahren für die Datenqualität und das Einfrieren von Daten sowie kontextbezogene Ungenauigkeiten durch die Verwendung generischer Datenquellen.
Swisspearl arbeitet jedoch kontinuierlich daran, die Herausforderungen und die daraus resultierenden Berichterstattungsfehler zu überwinden und zu reduzieren. Im Jahr 2025 haben wir an Verbesserungen in folgenden Bereichen gearbeitet:
Interne Anweisungen zur Berichterstattung
Anteil der lieferantenspezifischen Emissionen
Datenqualitätskontrolle und Genehmigungsverfahren Datenstrukturen
Vollständige Überprüfung der CO2-Bilanz Auslegung von Vorschriften
In allen aufgeführten Bereichen wurden im Jahr 2025 durch die Implementierung einer spezialisierten Erhebung von Nachhaltigkeitsdaten sowie von Reportingsoftwaretools in Zusammenarbeit mit einem externen Beratungsunternehmen Verbesserungen unternommen. In Zukunft bietet das Tool verbesserte Funktionen für das Nachhaltigkeitsdatenmanagement, die Berichterstattung und das Benchmarking.
Darüber hinaus hat der Leiter unserer Group-SustainabilityAbteilung mindestens alle zwei Wochen Statusmeetings mit dem Konzernleiter von Corporate Development über den Fortschritt der Nachhaltigkeit und deren Berichterstattung. Aus diesen Treffen heraus werden Themen, die als wesentliche Risiken für den Erfolg der Berichterstattung identifiziert wurden, insbesondere in Bezug auf Qualität, Zeitplan und Kosten, an den CEO des Konzerns eskaliert, der den Aufsichtsrat bei Bedarf informiert.
Schließlich haben wir in Bezug auf den jährlichen Nachhaltigkeitsbericht einen mehrstufigen Überprüfungsprozess für unser Management implementiert, um die Kohärenz der berichteten Informationen zu gewährleisten.
Interessenträger-Bewertung
Die Swisspearl Group hat eine Interessenträger-Bewertung durchgeführt, um die Interessen der Interessenträger und ihren Einfluss auf die Strategie und das Geschäftsmodell des Unternehmens systematisch zu bewerten. Bei der Bewertung wurden anhand folgender drei Kriterien die wichtigsten Interessenträger bestimmt:
• ihr hohes Interesse an der Nachhaltigkeitsstrategie der Swisspearl Group,
• ihre Fähigkeit, Geschäftsentscheidungen zu beeinflussen, und
• ihre Motivation, sich durch eine Nachhaltigkeitsberichterstattung zu engagieren.
Darüber hinaus wurden bei jedem Kriterium Umwelt, Soziales und Governance berücksichtigt, um die Bereiche mit Nachhaltigkeitsinteressen der Interessenträger genauer zu beschreiben.
Als Ergebnis der Bewertung wurden folgende wichtige Interessenträger für Swisspearl identifiziert:
• Lieferanten
• Beschäftigte
• Kunden
• Banken
• Aktionäre/Investoren
• Behörden
Die Einbeziehung wichtiger Interessenträger wird im nächsten Kapitel erörtert.
Aktionäre/Investoren
Einbeziehung von Interessenträgern
Wir beziehen unsere Interessenträger mit ein, um ihr Verständnis der Bedürfnisse, Anforderungen und Meinungen zu wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen zu prägen.
Im Einklang mit unserer Mission arbeiten wir eng mit unseren Interessenträgern zusammen, um die Schaffung führender Lösungen zu fördern.
Zweck der Einbeziehung
• Kommunizieren und Abstimmen unseres Ansatzes und unserer Ziele im Bereich Nachhaltigkeit
• Zusammenarbeit, Verbesserung und Innovation
Vorgelagert Lieferanten
• Kommunizieren und Abstimmen unseres Ansatzes und unserer Ziele im Bereich Nachhaltigkeit
• Management von Nachhaltigkeitsmaßnahmen und -projekten
Eigene Geschäftstätigkeit Eigene Belegschaft
Kunden
• Verstehen der Erwartungen
• Kommunizieren unseres Ansatzes und unserer Ziele im Bereich Nachhaltigkeit
• Zusammenarbeit bei Bauprojekten
• Verständnis der ESG-Erwartungen bei der Finanzierung
• Bereitstellung von Nachhaltigkeitsinformationen und -daten
Methoden der Einbeziehung Ergebnisse der Einbeziehung Beteiligte Hauptfunktionen
Dialog und Verträge Verhaltenskodex für Lieferanten
Sorgfaltspflicht
Projekte
Nachhaltigkeitsberichte
Hinweisgeber-System
Verhaltenskodex Meetings
Engagement-Umfragen
Nachhaltigkeitsberichte
Projekte
Hinweisgeber-System
Dialog und Verträge Projekte
Nachhaltigkeitsberichte
Hinweisgeber-System
Dialog und Verträge Antworten auf Datenanfragen
• Management der Lieferantenerwartungen
• Einhaltung unseres Verhaltenskodex
• Risikomanagement
• Erreichung der Nachhaltigkeitsziele
• Beschaffung und Einkauf
• Group Sustainability
• Rechtsabteilung
• Verbesserte Abstimmung und Einbeziehung
• Aktualisierung interner Richtlinien
• Erreichung der Nachhaltigkeitsziele
• Erfüllung der Nachhaltigkeitserwartungen
• Steigerung der Kundenzufriedenheit
• Steigerung der Loyalität und des Marktanteils
• Zugang zu Kapital
• Kosteneinsparungen
• HR
• Alle Funktionen
• Verkauf
• Produkt-Management
• Marketing
• Group Sustainability
• Finanzen
• Rechtsabteilung
Nachgelagert
Banken
• Abstimmung der Interessen im Bereich Nachhaltigkeit
• Sichern der Unterstützung für Nachhaltigkeitsinitiativen
Aktionäre
• Einhaltung gesetzlicher Auflagen
• Einflussnahme auf die Richtlinien und Vorschriften
Nachhaltigkeitsberichte
Hinweisgeber-System
Meetings
• Risikomanagement
• Einhaltung gesetzlicher Auflagen
• Aktionäre auf dem neuesten Stand
• Integration der Erwartungen der Aktionäre in die Strategie
• Zugang zu Kapital
Internet
Meetings
Mitgliedschaft im European Federation of Fibre Cement Manufacturers
• Einhaltung gesetzlicher Auflagen
• Politischer Einfluss
• Risikomanagement
• Group Sustainability
• Aufsichtsrat
• Büro des CEO
• Fertigung
• Produkt-Compliance
• Group Sustainability
Behörden
Grundlage der doppelten Wesentlichkeitsanalyse
Einführung
Im Jahr 2025 überprüfte und aktualisierte die Swisspearl Group ihre doppelte Wesentlichkeitsanalyse (DMA) von 2024, die alle Aktivitäten des Konzerns einschließlich derjenigen der gesamten Wertschöpfungskette abdeckt. Der Prozess wurde von Oktober bis Dezember 2025 von einem externen Berater unterstützt. Nachfolgend ist der gesamte Prozess dargestellt.
Gemäß den ESRS 1 [Entwurf] erfasste die Überprüfung erhebliche Änderungen und Erkenntnisse der Interessenträger seit 2024, die sich auf die Schlussfolgerungen zur Wesentlichkeit auswirken könnten. Das Kapitel Interessenträger bietet einen Überblick über die Einbeziehung der Interessenträger von Swisspearl.
Die erfassten Änderungen und Erkenntnisse bildeten die Grundlage für eine qualitative Top-down-Überprüfung aller ESRS-Themen. Die identifizierten Auswirkungen, Risiken und Chancen (IROs) wurden zusammen mit dem Ergebnis der DMA-Überprüfung 2024 als Nachhaltigkeitsaspekte klassifiziert, wie in ESRS 1 dargelegt. Die Punktevergabe erfolgte nach derselben Methodik wie bei der DMA-Überprüfung 2024. Das Ergebnis wurde von der Geschäftsleitung überprüft und validiert und vom Aufsichtsrat genehmigt.
Punktevergabe
Es wurde ein zweidimensionales System für die Punktevergabe angewendet:
Wesentlichkeit der Auswirkungen
Die Wesentlichkeit einer tatsächlichen Auswirkung wird durch Multiplikation des Schweregrads der Auswirkung (Ausmaß, Umfang und Unabänderlichkeit) mit der Wahrscheinlichkeit der Auswirkung bestimmt. Bei positiven Auswirkungen wird die „Unabänderlichkeit“ nicht als Faktor betrachtet. Bei menschenrechtsbezogenen Auswirkungen hat der Schweregrad Vorrang gegenüber der Wahrscheinlichkeit.
Finanzielle Wesentlichkeit
Die Wesentlichkeit einer finanziellen Auswirkung wird durch Multiplikation der ungefähren Größe des finanziellen Ausmaßes mit der Wahrscheinlichkeit der finanziellen Auswirkung bestimmt.
Die Methoden der Punktevergabe und Bewertung sind im Anhang dieses Berichts detailliert beschrieben.
Integration von Risikomanagement und Sorgfaltspflicht in die Auswirkungspriorisierung
Der DMA-Prozess integriert das Risikomanagement durch die Bewertung der Wahrscheinlichkeit unter Berücksichtigung bestehender Präventions-, Minderungs- und Abhilfemaßnahmen. Die Bewertungen von Ausmaß und Umfang basieren auf den Erkenntnissen aus Verfahren zur Erfüllung der Sorgfaltspflicht. Bei der Priorisierung von Auswirkungen berücksichtigen wir auch Bereiche mit erhöhtem Risiko, die durch Sorgfaltspflicht identifiziert wurden, einschließlich spezifischer geografischer Gebiete, Geschäftsbeziehungen und Aktivitäten mit erhöhtem Potenzial für negative Auswirkungen. Spezielle Konsultationen mit betroffenen Interessenträgern oder externen Experten speziell zur Bewertung der Auswirkungen wurden im Rahmen der DMA-Überprüfung 2025 nicht durchgeführt.
Interaktion mit Strategie und Geschäftsmodell Im Kapitel Nachhaltigkeitsansatz wird erläutert, wie sich Strategie und Geschäftsmodell auf die identifizierten wesentlichen IROs beziehen.
Doppelte Wesentlichkeitsanalyse
Wesentliche Themen auf ESRS-Ebene
Die Wesentlichkeitsmatrix, siehe Abbildung 6 stellt die Ergebnisse der DMA anhand der ESRSThemen dar. Wesentliche Nachhaltigkeitsaspekte wurden den einschlägigen themenbezogenen
Standards und Angabepflichten zugeordnet und bestimmen, welche Informationen für Swisspearl wesentlich sind und im Bericht aufgenommen werden müssen.
Aufgliederung der wesentlichen Themen in Unter- und Unterunterthemen-Ebenen
Die DMA-Überprüfung 2025 bestätigt den Klimawandel, Kreislaufwirtschaft und Ressourcennutzung, Wasser- und Meeresressourcen sowie die eigene Belegschaft als wesentliche Nachhaltigkeitsthemen von Swisspearl.
Klimaschutz und Ressourcenabflüsse werden als doppelt wesentlich identifiziert, was bedeutet, dass sowohl die Wesentlichkeit der Auswirkungen als die finanzielle Wesentlichkeit signifikant sind. Wasserentnahmen und -abflüsse, Ressourcenzuflüsse und Abfälle bleiben in erster Linie auswirkungsgesteuert, ebenso wie die Gesundheit und Sicherheit unserer Belegschaft.
Wesentlich (Auswirkung)
(E3) Wasser- und Meeresressourcen
(S1) Eigene Belegschaft
Doppelt wesentlich
(E1) Klimaschutz
(E5) Kreislaufwirtschaft und Ressourcennutzung
Erfassung von Geschäftsänderungen und neuen Erkenntnissen
Erfassung relevanter Änderungen, Erkenntnisse und neuer Feststellungen seit der DMA 2024 durch Überprüfung der Dokumentation und Dialog mit internen Fachexperten.
Top-down-DMAÜberprüfung
Die DMAs 2023 und 2024 waren Bottom-up-Überprüfungen von Unter- und Unterunterthemen bis hin zu ESRS-Themen.
Die DMA-Überprüfung 2025 umfasste eine Top-down-Überprüfung zur Minderung des Risikos eines themenbezogenen Übersehens.
Integration der Ergebnisse der Topdown-Überprüfung in frühere Ergebnisse
Daten der Top-downÜberprüfung wurden zusammen mit Daten aus früheren DMAs, einschließlich Risikomanagement, Sorgfaltspflicht und Interessenträger-Inputs, zum DMA-Powerbook hinzugefügt.
Punktevergabe und Abschluss der Ergebnisse der Überprüfung 2025 Überprüfung durch CEO
Um für Einheitlichkeit zu sorgen, die Wesentlichkeit abzuschließen und die DMA-Überprüfung fertigzustellen, wurden im Power Book neben den vorherigen DMA-Ergebnissen wesentliche Themen aus der Überprüfung 2025 bewertet.
Der CEO hat die Bewertung und die Ergebnisse der DMAÜberprüfung 2025 validiert, überprüft und Feedback gegeben.
Überprüfung der Konzernleitung
Genehmigung durch den Aufsichtsrat
Das Management hat die Ergebnisse der DMAÜberprüfung 2025 validiert, überprüft und Feedback gegeben. Anschließend wurde sie endgültig durch den CEO genehmigt.
Die endgültige Aufsicht und Genehmigung der DMAÜberprüfung 2025 erfolgte durch den Aufsichtsrat.
Nicht wesentlich
(E2) Umweltverschmutzung
(E4) Direkte Faktoren für den Biodiversitätsverlust
(S2) Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette
(S3) Betroffene Gemeinschaften
(S4) Verbraucher und Endnutzer
(G1) Governance
Wesentlich (Finanziell)
Im nächsten Kapitel werden die wesentlichen Themen in der Wertschöpfungskette detailliert erläutert. Es wird außerdem ausgeführt, wie die Themen durch den auf der Strategie von Swisspearl beruhenden Nachhaltigkeitsansatz angegangen werden. Weitere Details zur strategischen Absicht finden Sie in den Kapiteln „So schaffen wir Mehrwerte“ und „Nachhaltigkeitsansatz“.
Tabelle 3. Aufschlüsselung der wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen von Swisspearl.
ESRS, Standard und Thema Wesentliches Unterthema Wesentlich (Auswirkung) Wesentlich (Finanziell)
• Klimaschutz
E1 Klimawandel
E3 Wasser- und Meeresressourcen
• Energie
• Wasserentnahme und -ableitung
E5
Kreislaufwirtschaft und Ressourcennutzung
• Ressourcenabflüsse im Zusammenhang mit Produkten und Dienstleistungen
• Ressourcenzuflüsse und Ressourcenabflüsse: Abfall
S1 Eigene Belegschaft
• Gesundheitsschutz und Sicherheit der eigenen Belegschaft
Finanzielle Wesentlichkeit
Abbildung 6: Wesentliche Nachhaltigkeitsthemen von Swisspearl auf Ebene der ESRS-Themen.
Praxisbeispiel | Sozial, ökologisch, originell und verspielt
Ein gemeinschaftlicher Hühnerstall ist ein Vorbild für Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft
Alexander Hagner und Ulrike Schartner gründeten ihr Wiener Architekturbüro gaupenraub+/- und verpflichteten sich zu sozialer Verantwortung, Nachhaltigkeit und kreativ unkonventionellen Baulösungen. Im Laufe der Jahre haben sie mehrere Projekte für die Vinzenzgemeinschaft realisiert. Die Vinzenzgemeinschaft ist der österreichische Zweig der Society of Saint Vincent de Paul – einer internationalen Freiwilligenorganisation, die benachteiligten Mitgliedern der Gesellschaft helfen will.
Für das Projekt VinziRast am Land bestand der Auftrag darin, ein ehemaliges Luxushotel und -restaurant in eine Wohn- und Arbeitsgemeinschaft umzuwandeln, um obdachlose Menschen wieder einzugliedern. Die Liegenschaft liegt in der Nähe des Dorfs Mayerling im Wiener Wald und bietet den Bewohnern auch die Möglichkeit, ihr eigenes Gemüse anzubauen – und Hühner aufzuzüchten.
Die Geschichte des Hühnerstall-Baus ist ein perfektes Beispiel für nachhaltige, kooperative und innovative Architektur. Das Holz wurde aus einer verlassenen Scheune in der Nähe zurückgewonnen. Es wurde von Schülern und Lehrern der örtlichen technischen Hochschule zusammen mit den Bewohnern der VinziRast abgebaut und wieder zusammengebaut. Und Swisspearl spendete sein Sunskin-Montagesystem für die Installation von PhotovoltaikDachmodulen sowie zusätzliches technisches und Montage-Knowhow. Die Entscheidung, dank einer Spende eines lokalen PhotovoltaikUnternehmers auch Solarstrom zu integrieren, inspirierte die Architekten auch zu einem speziellen Dachdesign für die Module.
Die VinziRast am Land wurde mit dem Ammodo Award for Social Architecture 2025 ausgezeichnet. Es ist auch die zweite Zusammenarbeit zwischen gaupenraub+/- und Swisspearl. Das Projekt VinziDorf Wien aus dem Jahr 2019 wurde mit Swisspearl Fassadenplatten gebaut.
„Das Motto der VinziRast am Land lautet: Boden unter den Füßen.“
– Alexander Hagner, Architekt –
Ziel war es, Wohnraum zu schaffen, der den Bewohnern nicht nur hilft, zu überleben, sondern sich auch zu entfalten – und sich wieder mit der Erde zu verbinden. Indem sie Hühner aufzüchten und ihr eigenes Obst und Gemüse anbauen, beteiligen sie sich an einem Erwerbsgartenbau-System, was sie teilweise selbstversorgend macht.
Als Architekten wollen wir kulturellen Wert schaffen, nicht nur funktionale Objekte. Das heißt: Wir wollen nicht nur Solarmodule auf einem Dach installieren, sondern Photovoltaik-Elemente in die Designstruktur integrieren. Ein Hühnerstallprojekt, das Solarenergie nutzt und Dünger für Küchengärten produziert, war eine wunderbare Gelegenheit, zu zeigen, wie Architektur menschliche und tierische
Bedürfnisse miteinander verbinden und sie zum Wohl des Planeten mit natürlicher Energie verbinden kann.
Ein soziales Wohnungsbauprojekt mit kleinem Budget erfordert von uns, strategisch vorzugehen und kreative Lösungen zu entwickeln. Die Entscheidung, Materialien wiederzuverwenden und zu recyceln, ist sowohl wirtschaftlich als auch ökologisch sinnvoll. Der Prozess führte auch zu einigen tollen Kollaborationen, an denen verschiedene Partner beteiligt waren. Schlussendlich können wir alle stolz darauf sein, was wir gemeinsam erreicht haben. Das Know-how und die Materialspenden von Swisspearl stellten einen proaktiven Teil dieses Prozesses dar.
Michael Nagl Österreich
Kurt Kuball Architekturfotografie, Österreich
Auswirkungen, Risiken und strategische Ziele in der Wertschöpfungskette
Überblick über den strategischen Nachhaltigkeitsrahmen von Swisspearl
Der strategische Nachhaltigkeitsrahmen von Swisspearl verknüpft die Auswirkungen und Risiken in unserer gesamten Wertschöpfungskette mit klaren langfristigen Zielen. Unsere letzte doppelte Wesentlichkeitsanalyse ergab als wesentlichste Themen Klimaschutz, Energie, Wasser, Ressourcennutzung und Sicherheit der Belegschaft.
Bei den vorgelagerten Aktivitäten liegt unser Fokus auf der Reduzierung der CO₂-Intensität von Rohstoffen, der Stärkung der Zusammenarbeit mit Lieferanten und der Steigerung der Transparenz. In unserer Geschäftstätigkeit legen wir Wert auf Abfallreduzierung und Wassereffizienz, Integration erneuerbarer Energien und kontinuierliche Verbesserungen der Sicherheit am Arbeitsplatz. Nachgelagert arbeiten wir daran, Kreislaufwirtschaftsströme zu erforschen und zu integrieren und unseren CO₂-Fußabdruck zu reduzieren.
Wesentliche Unterthemen im Bereich der Nachhaltigkeit bei Swisspearl
Ressourcenabflüsse im Zusammenhang mit Produkten und Dienstleistungen
Ressourcenzuflüsse und Ressourcenabflüsse: Abfall Negative Auswirkung
Gesundheitsschutz und Sicherheit der eigenen Belegschaft Negative Auswirkung
Strategische Reaktionen von Swisspearl im Bereich der Nachhaltigkeit ID
Wir streben bis 2040 die CO₂-Neutralität in Scope 1 und 2 an a
Wir streben bis 2040 die CO₂-Neutralität in Scope 3 an b
Unser Ziel ist es, bis 2030 keine Deponieabfälle mehr aus Fabriken zu erzeugen c
Unser Ziel ist es, Abwasser aus Fabriken bis 2030 zu minimieren d
Wir wollen bis 2030 kein (kommunales) Trinkwasser mehr in Produktionsprozessen verwenden e
Wir untersuchen Möglichkeiten, aus Faserzementabfällen und End-of-Life-Produkten einen Mehrwert zu schaffen f
Wir gewährleisten die Sicherheit aller Swisspearl-Beschäftigten g
Vorgelagert
Wesentliche Unterthemen
Strategische Reaktionen: b
Eigene Geschäftstätigkeit
Wesentliche Unterthemen
Strategische Reaktionen: a c d e g
Nachgelagert
Wesentliche Unterthemen
Strategische Reaktionen: b
Angaben zu Umweltaspekten
E1 Klimawandel
Auswirkungen, Risiken und Chancen
Tabelle 4 beschreibt die klimawandelbezogenen wesentlichen Themen für Swisspearl. Klimaschutz und Energie wurden sowohl als negative Auswirkungen als auch finanzielle Risiken identifiziert, wodurch sie doppelt wesentlich sind.
Der Bausektor trägt erheblich zu den globalen Treibhausgasemissionen bei und wirkt sich dadurch negativ auf den Klimawandel aus. Für Swisspearl umfasst dies Emissionen aus der Produktion und der Verwendung von Materialien wie Zement sowie Emissionen aus eigenen Herstellungsprozessen und dem globalen Transport. Die Hauptquelle der CO₂-Emissionen in der Wertschöpfungskette des Sektors ist fossile Energie.
Regierungen setzen strengere Vorschriften um, um Emissionen zu reduzieren und nachhaltige Praktiken zu fördern.
Die steigenden Anforderungen an die Nachhaltigkeit erfordern Anpassungen der Methoden und Materialien in der Baubranche.
Swisspearl ist als Teil der Wertschöpfungskette steigenden regulatorischen, Markterwartungen und Interessenträgererwartungen ausgesetzt, um die Treibhausgasemissionen in seinem Betrieb und seiner Wertschöpfungskette zu senken. Diese Erwartungen stellen zusammen mit den erforderlichen Dekarbonisierungsmaßnahmen die wichtigsten potenziellen zukünftigen, negativen, finanziellen Auswirkungen dar.
Richtlinien
Swisspearl verfügt über einen Verhaltenskodex, um mit seinen wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit Klimaschutz und Energie umzugehen. Der Verhaltenskodex enthält ein eigenes Kapitel für Umwelt und Klima. Er unterstreicht unser Engagement für eine ökologisch nachhaltige Ausübung unserer Geschäftstätigkeit und die Minderung unserer Klimaauswirkungen. Wir arbeiten kontinuierlich daran, die negativen Umwelt- und Klimaauswirkungen in unserer eigenen Geschäftstätigkeit und in der Wertschöpfungskette zu reduzieren und zu verhindern. Darüber hinaus enthält der Verhaltenskodex handlungsorientierte Erwartungen an die Beschäftigten, hohe Standards in Bezug auf die Umwelt- und Unternehmenspolitik einzuhalten, einschließlich:
Minimierung der Umwelt- und Klimaauswirkungen unserer Geschäftstätigkeit, insbesondere durch den Fokus auf die Reduzierung des Verbrauchs natürlicher Ressourcen, einschließlich Wasser, Rohstoffe und fossiler Brennstoffe.
Berücksichtigung von Umwelt- und Klimaaspekten in Beschaffungsprozessen.
Festlegung von KPIs und Zielen, Nachverfolgung der Leistung, Berichterstattung über Ergebnisse und Anwendung der gewonnenen Erkenntnisse, um kontinuierliche Verbesserungen zu ermöglichen.
Darüber hinaus legt unser Verhaltenskodex für Lieferanten Erwartungen an Geschäftspartner fest, alle geltenden Gesetze, Vorschriften, Lizenzen und Genehmigungen einzuhalten. Wir stellen eine Reihe von Leitlinien zur Verfügung, um die negativen Auswirkungen ihrer Produkte oder Dienstleistungen auf die Umwelt, die menschliche Gesundheit und Existenz zu minimieren.
Ziele
Klimaneutralität in Scope 1, 2 und 3 bis 2040.
Maßnahmen
Um die wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit Klimaschutz und Energie anzugehen, haben wir langfristige Klimaziele festgelegt. Wir planen und führen Dekarbonisierungsinitiativen in unserer eigenen Wertschöpfungskette durch. Unsere Produktionsstandorte unterstützen die kontinuierliche Verbesserung der Umweltleistung.
Die meisten unserer Produktionsstandorte arbeiten mit nach ISO 14001 zertifizierten Umweltmanagementsystemen.
Das Erreichen von CO₂-Neutralität erfordert umfangreiche Forschung und Entwicklung sowie eine Zusammenarbeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Swisspearl investiert in die Neuentwicklung von Produktionsprozessen und die Bewertung technologischer Lösungen die das Potenzial haben, die prozessbedingten Treibhausgasemissionen erheblich zu reduzieren.
Die Reduzierung der Scope-3-Emissionen hängt maßgeblich davon ab, dass Lieferanten ihre eigenen Emissionsquellen – insbesondere im Bereich der Rohstoffe und Logistik –wirksam reduzieren. Zement macht mehr als 50 % der Scope-3-Treibhausgasemissionen von Swisspearl aus. Im Jahr 2025 stammten etwas mehr als 80 % der von Swisspearl verbrauchten Zementmengen von Lieferanten, die sich im Rahmen der Science Based Targets Initiative (SBTi) zu wissenschaftlich fundierten Zielen verpflichtet haben.
Scope 1 – Direkte Treibhausgasemissionen und Energieverbrauch
Ein erheblicher Anteil der Scope-1-Treibhausgasemissionen von Swisspearl stammt aus Prozesswärme auf Basis fossiler Brennstoffe. Die Abfallreduzierung in Produktionsprozessen trägt zu einem geringeren Energiebedarf und einer geringeren Emissionsintensität bei. Swisspearl bewertet Produktionsprozessoptimierungen und Technologien zur Reduzierung des Energieverbrauchs und der Emissionen auf Erdgasbasis und stellt gleichzeitig seine Fahrzeugflotte auf Hybrid- und Elektrofahrzeuge um.
Einige Produktionsprozesse erfordern Prozesswärme über 120 °C, für die die direkte Elektrifizierung nach wie vor ineffizient ist und Hochtemperatur-Wärmepumpentechnologien im industriellen Maßstab noch nicht ausreichend ausgereift sind. Daher unterliegt die kurzfristige Dekarbonisierung von erdgasbasierter Prozesswärme derzeit technologischen und wirtschaftlichen Einschränkungen.
Scope 2 – Eingekaufte Energie und grüner Strom
Um energiebedingte Emissionen zu reduzieren, erhöhen wir den Anteil erneuerbarer Energien in unserer Geschäftstätigkeit. 2025 haben wir den Ausbau der Solarenergiekapazität an unserem Schweizer Produktionsstandort abgeschlossen, die Erzeugung von erneuerbarem Strom vor Ort erhöht und die Abhängigkeit vom Netzstrom reduziert. Wir analysieren weitere
Möglichkeiten zur Einführung erneuerbarer Energielösungen, darunter Solaranlagen vor Ort, Strombezugsverträge und die Beschaffung von grünem Strom.
Verbindung von Scope 1 und 2 Im Berichtszeitraum 2022-2025 blieb der Energiemix von Swisspearl relativ stabil, wobei die stationäre Verbrennung (hauptsächlich Erdgas) 51–53 % des gesamten Energieverbrauchs und der Stromverbrauch etwa 39–41 % ausmachte.
Trotzdem trug eingekaufter Strom konsequent zum größten Anteil der Scope 1- und Scope 2-Emissionen bei (54-60 %), was die höhere CO₂-Intensität der Stromnetze in mehreren unserer Betriebsregionen (siehe Abbildung 7) im Vergleich zur direkten Erdgasverbrennung widerspiegelt.
Bemerkenswert ist, dass die Scope-1-Dekarbonisierung mit Scope 2 verknüpft ist. Der Erdgasverbrauch und die damit verbundenen Emissionen können durch die Elektrifizierung teilweise reduziert werden. Dies bedeutet jedoch einen Anstieg des Stromverbrauchs und der damit verbundenen Emissionen und erhöht damit die Priorität der Dekarbonisierung von Strom für Swisspearl.
Scope 3 – Vor- und nachgelagerte Wertschöpfungskette Unsere Maßnahmen zur Reduzierung der Scope-3-Emissionen konzentrieren sich auf die Erforschung und Bewertung CO₂ärmerer Rohstoffe sowie auf die Identifizierung von Möglichkeiten zur Integration in Kreislaufwirtschaftskonzepte. Diese Aktivitäten zielen darauf ab, graue Emissionen zu reduzieren und den Einsatz von Sekundär- und recycelten Materialien zu erhöhen. Die Scope-3-Dekarbonisierung ist eng mit der Einbeziehung von Lieferanten und innovativer Materialien verbunden. In der Logistik ermutigen wir unsere Transportpartner, die CO₂-Berichterstattung zu erweitern, den Anteil von weniger intensiven Verkehrsträgern wie Schienentransport zu erhöhen und weitere Dekarbonisierungsmöglichkeiten zu erforschen.
Der Großteil unserer Scope-3-Emissionen stammt aus Kategorie 1 – Eingekaufte Waren und Dienstleistungen, die 85 % unseres gesamten vor- und nachgelagerten Fußabdrucks ausmachen, siehe Abbildung 8. Rohstoffe machen 85 % dieser Emissionen aus, was die CO₂-Intensität wichtiger Inputs wie Verstärkungsfasern und Zement widerspiegelt. Transport und Vertrieb (Kategorien 4 und 9) machen mit 13 % den zweitgrößten Beitrag aus, was durch die Inbound-Logistik von Rohstoffen und die Outbound-Lieferungen an Kunden verstärkt wird.
Angaben zu Umweltaspekten
Rohstoffe (85 %)
Transport (100 %)
Brennstoffgewinnung (100 %)
Abfall (100 %)
Kategorie 1 Eingekaufte
Waren und Dienstleistungen (85 %)
Kategorie 4 und 9. Transport und Vertrieb (13 %)
Kategorie 3: Brennstoffbezogene Tätigkeiten (3 %)
Kategorie 5. Im Betrieb erzeugter Abfall (0,1 %)
Abbildung 8. Übersicht der Scope-3-Emissionen.
Brennstoffbezogene Tätigkeiten (Kategorie 3) machen 3 % aus und stellen die vorgelagerten Auswirkungen dar, die mit der Produktion und Bereitstellung von vor Ort verwendeten Energiequellen verbunden sind. In der Geschäftstätigkeit anfallender Abfall (Kategorie 5) hat einen vergleichsweise geringen Anteil von 0,1 %. Diese Verteilung zeigt, dass unser Scope-3-Fußabdruck hauptsächlich durch Rohstoffbeschaffung und Logistikaktivitäten beeinflusst wird.
Ergebnisse
Scope 1 Trotz einer Steigerung des Produktionsvolumens um 3,8 % sanken die absoluten Scope-1-Emissionen um 1,1 % auf 17.647 Tonnen. Dieses Ergebnis spiegelt die kontinuierlichen Optimierungsbemühungen in allen Geschäftstätigkeiten wider, einschließlich verbesserter Maßnahmen zur Abfalleffizienz und Prozessanpassungen, die dazu beitragen, die direkten Emissionen zu begrenzen, was zu einer Reduzierung der stationären Verbrennungsintensität um 3,5 % geführt hat.
Abbildung 9. Scope-1-CO₂-Emissionen und Erdgas-Energieverbrauch. Abbildung 10. Scope-1-Emissionen und Energieverbrauch von Firmenfahrzeugen.
Die fahrzeugbezogenen Treibhausgasemissionen werden auf Grundlage der gefahrenen Kilometer und der lieferantenspezifischen CO₂-Emissionsfaktoren gemäß
NEFZ bzw. WLTP ermittelt. Parallel dazu wird der mit der Fahrzeugnutzung verbundene Energieverbrauch durch die Umrechnung der gefahrenen Kilometer in den Energiebedarf anhand von Annahmen über den durchschnittlichen Kraftstoffverbrauch und den Kraftstoffenergiegehalt geschätzt. Dieser duale Ansatz ermöglicht es Swisspearl, die Entwicklung seiner Fahrzeugflotte in zwei Dimensionen zu überwachen –Emissionen und Energie – und dabei zwischen CO₂Intensitätseffekten, Lieferantenverbesserungen und zugrunde liegenden effizienz- oder tätigkeitsbezogenen Änderungen zu unterscheiden.
Eine deutliche Verbesserung wurde bei den Emissionen von Firmenfahrzeugen erzielt, mit einem Rückgang im Vergleich zu 2024 um 25 %, was die positive Auswirkung gezielter Optimierungsinitiativen weiter belegt. Zwischen 2022 und 2025 sank der Energieverbrauch von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor um fast 40 %, was auf eine geringere Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen und eine höhere Flotteneffizienz zurückzuführen ist. Im gleichen Zeitraum hat sich der Energieverbrauch von Elektrofahrzeugen mehr als verdreifacht, was die beschleunigte Elektrifizierung der Flotte widerspiegelt. Trotz des steigenden Anteils der Elektromobilität sank der Gesamtbedarf an Verkehrsenergie, was einen erfolgreichen und kontinuierlichen Übergang zu weniger CO₂-intensiven Transportlösungen zeigt.
marktbasiert Eingekaufte Stromenergie
standortbasiert Eingekaufte Wärmeenergie
Abbildung 11. Scope-2-CO2-Emissionen und Verbrauch von eingekauftem Strom und Wärmeenergie.
Scope 2
Eingekaufter Strom macht insgesamt 87 % des Energieverbrauchs und 94 % der Emissionen der marktbasierten Scope-2-Emissionen aus. Die Reduzierung der standortbezogenen Scope-2-Emissionen um 15 % ab 2024 ist das Ergebnis von Änderungen der Emissionsfaktoren von Netzstrom- und Fernwärmeaktivitäten. Der Rückgang der marktbasierten Scope-2-Emissionen um 7 % ist vor allem auf den geringeren Emissionsfaktor des Fernwärmelieferanten sowie den Einsatz von mittels Herkunftsnachweisen zertifiziertem Grünstrom in einem unserer Werke zurückzuführen. Darüber hinaus wurden die steigenden Emissionsauswirkungen des höheren Produktionsvolumens durch eine Senkung der Stromverbrauchsintensität um 2 % konterkariert.
Kategorie 5: Im Betrieb erzeugter Abfall
Category 3: Fuel and energy related activities, outside of scope 1 &
Kategorie 3: Brennstoff- und energiebezogene Tätigkeiten außerhalb von Scope 1 und 2
Category and 9: Transportation
Kategorie 4 und 9: Transport
Category 1: Purchased goods and services
Kategorie 1: Eingekaufte Waren und Dienstleistungen
Abbildung 12. Scope-3-CO -Emissionen.
Scope 3
Im Jahr 2025 stiegen die Scope-3-Treibhausgasemissionen auf rund 309.000 t CO₂e gegenüber 276.000 t CO₂e im Jahr 2024, was einem Anstieg von rund 12 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Anstieg war vor allem auf höhere Einkäufe von CO₂-intensiven Rohstoffen zurückzuführen.
Globale Liefer- und Verfügbarkeitsengpässe für diese Rohstoffe führten zu erhöhten Lagerbeständen, um die Produktionskontinuität zu gewährleisten und die Kundennachfrage zu erfüllen.
Angesichts der hohen vorgelagerten Emissionsintensität dieser Materialien hatte der daraus resultierende Anstieg der eingekauften Mengen unverhältnismäßige Auswirkungen auf die gesamten Scope-3-Emissionen.
Die an den Produktionsstandorten von Swisspearl umgesetzten Effizienzverbesserungen trugen zu geringeren Emissionsintensitäten bei. Dies reichte jedoch nicht aus, um die Auswirkungen erhöhter vorgelagerter Volumen auf die gesamten Scope-3-Emissionen auszugleichen.
Angaben zu Umweltaspekten
E3 Wasser
Auswirkungen, Risiken und Chancen
In Tabelle 5 sind die wasserbezogenen wesentlichen Themen für Swisspearl aufgeführt. Sowohl Wasserentnahmen als auch die Ableitung von Wasser werden als negative Auswirkungen identifiziert.
Sicheres Trinkwasser bleibt für Milliarden Menschen außer Reichweite: 2022 hatten noch rund 2,2 Milliarden Menschen keinen Zugang zu sicher bewirtschaftetem Trinkwasser, was zeigt, wie groß die zunehmenden globalen Herausforderungen in Bezug auf Wasserknappheit und -qualität sind. Gleichzeitig ist die Industrie für etwa 20 % der weltweiten Süßwasserentnahme verantwortlich, was auf die große Verantwortung der Herstellungsbranchen für eine effiziente Wassernutzung und den Schutz der lokalen Wasserressourcen hinweist.
Im Baustoffsektor, zu dem auch Swisspearl gehört, ergibt sich der Wasserfußabdruck sowohl aus dem direkten Anlagenbetrieb – wie der Zement- und Klinkerproduktion, der Transportbetonherstellung, dem Waschen von Zuschlagstoffen, der Staubunterdrückung und der Plattenherstellung – als auch aus dem indirekten Wasserverbrauch im Zusammenhang mit Strom und fossilen Brennstoffen, die ihren eigenen vorgelagerten Wasserbedarf haben.
Richtlinien
Wie in E1 Klimawandel dargelegt, sind in unserem Verhaltenskodex Erwartungen festgelegt, mit denen die Umwelt- und Klimaauswirkungen unserer Geschäftstätigkeit minimiert werden sollen, und im Verhaltenskodex für Lieferanten sind die Erwartungen für unsere Wertschöpfungskette beschrieben. Die Richtlinien von Swisspearl behandeln das Wassermanagement nicht im Detail, da es auf regulatorischen Anforderungen und Compliance basiert, die in den Bedingungen der Umweltgenehmigungen für unsere Werke beschrieben sind.
Ziele
Abwasser aus Fabriken bis 2030 minimieren Bis 2030 kein (kommunales) Trinkwasser mehr in Produktionsprozessen verwenden
Maßnahmen
Keiner unserer Produktionsstandorte befindet sich gemäß anerkannten externen Wasserstressklassifizierungen in einer Region mit hohem oder extrem hohem Basis-Wasserstress. Dennoch haben wir uns mittelfristige Ziele zur Reduzierung von Wasserableitung und zur Verringerung der Verwendung von Trinkwasser in Produktionsprozessen gesetzt, um die wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit Wasser zu bewältigen. Unsere Produktionsstandorte unterstützen ein systematisches und konformes Wassermanagement. Die meisten unserer Produktionsstandorte arbeiten mit nach ISO 14001 zertifizierten Umweltmanagementsystemen.
Operativ konzentrieren wir uns auf ein effektives und verantwortungsvolles Wassermanagement. Das in der Faserzementproduktion verwendete Wasser wird mehrmals umgewälzt, bevor es in Abwasserbehandlungsanlagen gereinigt und zurück in die Umwelt geleitet wird. Die Wasserentnahmen und Wasserableitungsmengen werden kontinuierlich überwacht. Darüber hinaus wird die Qualität der Wasserableitung durch Labortests bewertet, um die Einhaltung gesetzlicher Grenzwerte sicherzustellen und negative Umweltauswirkungen zu vermeiden. Diese Verfahren unterstützen die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und eine verantwortungsvolle Wasserwirtschaft an unseren Standorten.
Swisspearl hat das Ziel, die Wasserableitung aus Produktionsprozessen zu reduzieren und so zu einer geringeren Gesamtwasserentnahme und zum Schutz von Gewässern beizutragen. Gleichzeitig stammt ein Anteil der Scope-1Emissionen von Swisspearl aus Prozesswärme auf Basis fossiler Brennstoffe. Im Rahmen seiner Klimaschutzmaßnahmen hat Swisspearl Wärmepumpentechnologien implementiert, um die fossile Wärmeerzeugung zu ersetzen. Der Betrieb von Wärmepumpen hat an bestimmten Standorten zu erhöhten Wasserentnahmen geführt, was zu einer beobachteten Wechselwirkung zwischen Klimaschutz und Wasserverbrauch führte. Ähnliche Wechselwirkungen sind zu erwarten, wenn weitere Scope-1-Dekarbonisierungsmaßnahmen mithilfe von Wärmepumpentechnologien umgesetzt werden.
Derzeit konzentrieren wir uns auf die Abfallreduzierung in der Produktion. Sie verbessert die Effizienz der Wassernutzung, indem sie die Bruttoproduktionsverluste und damit den Wasserbedarf bei der Materialverarbeitung reduziert. Darüber hinaus untersuchen wir mit Hilfe technologischer Lösungen Möglichkeiten, interne Wasserkreisläufe weiter zu schließen und die Wassermengen, die gereinigt und abgeleitet werden müssen, zu minimieren. Zwei unserer Werke betreiben bereits einen vollständig geschlossenen Wasserkreislauf ohne Emissionen aus Produktionsprozessen, was eine Grundlage für weitere Verbesserungen darstellt.
Bestimmte Produktionsprozesse erfordern sehr sauberes Wasser. Durch Prozess-Neuentwicklung und technologische Fortschritte streben wir an, die Verwendung von Trinkwasser in der Produktion zu eliminieren. Im Jahr 2025 führten wir eine detaillierte Dokumentierung des Trinkwasserverbrauchs über alle Produktionsprozesse hinweg durch. Auf der Grundlage dieser Erkenntnisse haben wir ein Investitionsprojekt zur Beseitigung des einzigen größten Trinkwasserverbrauchspunkts in der Produktion vorbereitet, dessen Umsetzung für 2026 geplant ist.
Im Vergleich zum Ausgangswert 2022 war die Wasserentnahme im Jahr 2025 um 20 % geringer, was einer Reduzierung von 285.000 m³ entspricht. Die Wasseremissionen aus dem Produktionsprozess sind im gleichen Zeitraum um 30 % gesunken, was einer Reduzierung von 122.000 m³ entspricht. Die Reduzierung der Wasserableitungsintensität betrug im gleichen Zeitraum 15 %.
Ergebnisse
Im Jahr 2025 sank die Wasserentnahme um 15 % auf 1.120.382 m³, während die Wasserableitung aus Produktionsprozessen um 6,5 % auf 279.000 m³ reduziert wurde.
Die Wasserableitungsintensität aus dem Produktionsprozess ist seit 2024 um 10 % gesunken. Diese Reduzierungen waren hauptsächlich auf die Implementierung von Maßnahmen zur Wasserumwälzung, die verstärkte Wiederverwendung von Prozesswasser, die verbesserte Produktionseffizienz und die kontinuierliche Überwachung und Optimierung des Wasserverbrauchs im gesamten Betrieb zurückzuführen.
Etwa 85 % des entnommenen Wassers werden der Quelle zurückgeführt. Im Jahr 2025 entfielen 71 % dieses Rücklaufwassers auf isolierte Wasserkreisläufe für Wärmepumpen und Kühlgeräte. Der Rest war gereinigtes Wasser aus den Produktionsprozessen. Das Wasser, das nicht der Quelle zurückgeführt wurde, verdampfte entweder in Produktionsprozessen oder blieb als Feuchtegehalt im Endprodukt.
Abbildung 13. Wasserentnahme und -ableitung.
Angaben zu Umweltaspekten
E5 Kreislaufwirtschaft und Ressourcennutzung
Auswirkungen, Risiken und Chancen
In Tabelle 6 sind die kreislaufwirtschaft- und ressourcennutzungsbezogenen wesentlichen Themen für Swisspearl aufgeführt. Ressourcenzuflüsse, -abflüsse und -abfälle werden als negative Auswirkungen identifiziert, während Ressourcenabflüsse auch als finanzielles Risiko identifiziert werden, wodurch sie doppelt wesentlich sind.
Der Baustoffsektor ist nach wie vor stark von neuen, nicht erneuerbaren Rohstoffen abhängig, zu einer Zeit, in der die globale Ressourcengewinnung Rekordwerte erreicht hat.
Bau- und Abbruchabfälle machen mehr als ein Drittel aller in der EU anfallenden Abfälle aus und gehören weltweit zu den größten Abfallströmen. Recycling- und Materialrückgewinnungsquoten variieren europaweit stark – von unter 10 % bis über 90 % –, aber ein Großteil davon besteht aus Verfüllungen von geringem Wert und nicht aus recyceltem hochwertigen Material.
Bereits heute lassen sich Faserzementelemente demontieren und einer kreislauforientierten Wiederverwendung oder Verwertung zuführen. Die Einführung modularer, demontierbarer Fassadensysteme wird dieses Zirkularitätspotenzial künftig zusätzlich stärken.
Im Kontext von Swisspearl steigt die Kundennachfrage nach abfallarmen, recycelbaren und zirkulären Produkten weiter. Darüber hinaus erhöhen die Gemeinden in Europa die Deponiekosten, während die Abfallvorschriften verschärft werden. Diese Faktoren stellen die wichtigsten potenziellen zukünftigen, negativen, finanziellen Auswirkungen der Produkte von Swisspearl dar.
Bei Faserzement steht die Kreislaufwirtschaft noch in einem ziemlich frühen Stadium. Während erneuerbare Zellulose bis zu 6 % der Materialrezeptur ausmacht, setzt der Großteil auf abgebaute Mineralien. Die Möglichkeiten der Rückgewinnung und des Recyclings von Faserzementprodukten am Ende ihrer Lebensdauer entwickeln sich weiter, bleiben aber aufgrund technischer und marktbedingter Hindernisse begrenzt.
Tabelle 6. Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit der Kreislaufwirtschaft und der Ressourcennutzung.
Richtlinien
Unser Verhaltenskodex vertritt eine klare Haltung in Bezug auf die Umwelt- und Klimapolitik. Im Zusammenhang mit der Kreislaufwirtschaft und Ressourcennutzung stellt der Verhaltenskodex die folgenden Erwartungen an unsere Beschäftigten:
Sicherstellen, dass Abfälle verantwortungsvoll behandelt werden, und Anstrengungen unternehmen, um die Zirkularität der Abfälle zu erhöhen; Danach streben, Lösungen für die Lebenszykluseffizienz und die Kreislaufwirtschaft für unser Produktangebot zu entwickeln.
KPIs und Ziele festlegen, die Leistung verfolgen, über die Ergebnisse berichten und die gewonnenen Erkenntnisse anwenden, um kontinuierliche Verbesserungen zu ermöglichen
Ziele
Scope-3-CO₂-Neutralität bis 2040
Bis 2030 keine Deponieabfälle mehr aus Fabriken Aus Faserzementabfällen und End-of-Life-Produkten einen Mehrwert schaffen
Maßnahmen
Für Swisspearl ist der Klimaschutz, insbesondere die Reduzierung der grauen CO₂-Emissionen in unseren Produkten, ein wichtiger Faktor für die Kreislaufwirtschaftsstrategie und die Integration der Grundsätze der Kreislaufwirtschaft in unsere Geschäftstätigkeit. Die Reduzierung der grauen CO₂Emissionen in unseren Produkten erfordert eine kontinuierliche Forschung und Prüfung alternativer Rohstoffe, einschließlich Sekundärmaterialien aus Kreisläufen. Indem wir den Anteil an Sekundärmaterialien erhöhen, reduzieren wir unsere Abhängigkeit von neuen und nicht erneuerbaren Ressourcen und tragen auch dazu bei, negative Auswirkungen auf das Wasser entlang unserer Wertschöpfungskette zu mindern. Im Rahmen unseres Richtlinienrahmens haben wir 2025 das Cradle-toCradle-Zertifizierungsverfahren gestartet.
Während des gesamten Lebenszyklus von Faserzementprodukten entstehen Abfälle in vorgelagerten Prozessen, in der eigenen Geschäftstätigkeit sowie in der Bau- und der End-of-Life-Phase. Unsere Kreislaufwirtschaftsmaßnahmen konzentrieren sich auf die Steigerung der Rezirkulation von Faserzementabfällen und die Identifizierung von Möglichkeiten, Materialkreisläufe zu schließen. Wir bewerten Abfallströme, arbeiten mit Partnern in unserer Wertschöpfungskette zusammen und erforschen Technologien, um Abfälle zu Sekundärrohstoffen oder alternativen Produkten zu verarbeiten.
Schon heute wird ein erheblicher Anteil der Abfälle aus der Faserzementproduktion an Zementwerke geliefert, wo sie als Sekundärrohstoff verwendet werden, was zu einer weniger CO₂-intensiven Zementproduktion beiträgt. Darüber hinaus wird Schneidstaub aus unserer eigenen Geschäftstätigkeit als Ersatz für Füllstoffe in der Herstellung von Faserzementplatten verwendet, was die interne Materialzirkularität unterstützt. Insgesamt beliefen sich die recycelten Faserzementmengen im Jahr 2025 auf fast 12.000 Tonnen.
Trotz Fortschritten wird ein Teil unserer Betriebsabfälle immer noch auf Deponien entsorgt. Wir setzen daher weiterhin Maßnahmen zur Verbesserung der Prozesseffizienz und zur Erweiterung der Recycling- und Verwertungsmöglichkeiten um, um unsere Abhängigkeit von der Entsorgung auf Deponien zu reduzieren. Diese Bemühungen sind Teil unseres umfassenderen Plans für den Übergang zur Kreislaufwirtschaft.
Ergebnisse Im Jahr 2025 haben wir eine Reduzierung der Deponieabfälle um 24 % und eine Reduzierung der Deponieabfallintensität um 27 % im Vergleich zu 2024 erreicht. Der Anteil der von der Entsorgung umgeleiteten Abfälle blieb ungefähr auf dem Niveau von 2024.
Seit 2022 ist unser Gesamtabfall um 29 % und Abfall auf Deponien um 55 % gesunken. Im gleichen Zeitraum ist die Deponieintensität um 45 % zurückgegangen. Diese Verbesserung wird durch zwei Schlüsselinitiativen vorangetrieben: die Reduzierung von Produktionsabfällen an der Quelle und die Identifizierung alternativer Verwertungs- und Nutzungsoptionen, die Abfälle von der Deponie wegleiten.
und Ressourcennutzung
Ressourcenabflüsse im Zusammenhang mit Produktion und Dienstleistungen Negativ Risiko
Ressourcenzuflüsse inkl.
Ressourcennutzung Negativ Nein
■ Wir untersuchen Möglichkeiten, aus Faserzementabfällen und End-of-Life-Produkten einen Mehrwert zu schaffen.
■ Wir streben bis 2040 die CO₂-Neutralität in Scope 3 an.
Abfall ■ Unser Ziel ist es, bis 2030 keine Deponieabfälle mehr aus Fabriken zu erzeugen.
% der von der Entsorgung abgeleiteten Abfälle
Abbildung 14. Entsorgte und von
Entsorgung
Angaben zu sozialen Aspekten
S1 Eigene Belegschaft
Auswirkungen, Risiken und Chancen
In Tabelle 7 sind die eigenen belegschaftsbezogenen wesentlichen Themen für Swisspearl aufgeführt. Gesundheit und Sicherheit der eigenen Belegschaft werden als negative Auswirkungen identifiziert.
Im Jahr 2023 war der Bausektor mit einem Anteil von 24,0 % für die höchste Rate tödlicher Arbeitsunfälle aller Sektoren in der EU verantwortlich. Der Fertigungssektor wies nach dem Transport- und Lagersektor mit 13,4 % die dritthöchste Anzahl an tödlichen Unfällen auf. In Bezug auf die nicht tödlichen Arbeitsunfälle in der EU im Jahr 2023 war der Anteil in der Fertigung am höchsten (18,5 %), gefolgt von der Baubranche (12,9 %).
Wir liefern Produkte an den Bausektor. Um zur Sicherheit der nachgelagerten Prozesse beizutragen, verwenden wir REACHkonforme Rohstoffe, verfügen über Sicherheitsdatenblätter für unsere Produkte und fügen in unseren Installationshandbüchern ein Kapitel über Gesundheitsschutz und Sicherheit hinzu.
Industrielle Produktionsumgebungen sind von Natur aus mit Gesundheits- und Sicherheitsrisiken verbunden. Unsere Geschäftstätigkeit umfasst schwere und sich schnell bewegende Maschinen, hohe Geräuschpegel, Wärmeeinwirkung und Substanzen wie Staub. Solche Arbeitsumgebungen können zu Verletzungen und anderen gesundheitlichen Auswirkungen führen, die sich sowohl auf die physische Sicherheit als auch auf das allgemeine Wohlbefinden der Beschäftigten auswirken. Die Art unserer Fertigungsprozesse bedeutet, dass Gesundheits- und Sicherheitsrisiken für unsere Belegschaft nach wie vor wesentliche negative Auswirkungen haben.
Richtlinien
Die Menschenrechtsrichtlinie von Swisspearl besagt: „Bei Swisspearl wissen wir, dass die Gesundheit, Sicherheit und das Wohlbefinden unserer Beschäftigten grundlegende Menschenrechte sind, die für unseren Erfolg unerlässlich sind. Wir verpflichten uns, sichere, gesunde und angemessene Arbeitsbedingungen für alle Beschäftigten und Geschäftspartner zu schaffen und kontinuierlich zu verbessern. Benannte Beschäftigte sind für das tägliche Management, die Überwachung und die Berichterstattung über die Leistung im Bereich Gesundheitsschutz und Sicherheit verantwortlich.“
Ziele
Sicherheit aller Beschäftigten von Swisspearl
Maßnahmen
Unser Ansatz für Gesundheit und Sicherheit bei der Arbeit deckt alle Beschäftigten ab, die in Produktionsstätten, Vertriebsorganisationen und Unternehmensbüros an unseren Standorten arbeiten. Um die mit unserem eigenen Betrieb verbundenen wesentlichen Risiken zu mindern, verfolgen wir einen systematischen und umfassenden Sicherheitsmanagementansatz, der durch zentral koordinierte und lokal eingebettete Sicherheitsfunktionen unterstützt wird. Unsere Produktionsstandorte wenden formelle Risikobewertungen, Vorfalluntersuchungen, Sicherheitsberichte und Verfahren zur kontinuierlichen Verbesserung an. Die meisten unserer Standorte sind nach ISO 45001 zertifiziert. Die meisten unserer Produktionsstandorte arbeiten mit nach ISO 45001 zertifizierten Gesundheits- und Sicherheitsmanagementsystemen.
Wir arbeiten daran, bestehende Sicherheitsverfahren und -praktiken zu verbessern und neue auf der Grundlage von betrieblichen Erkenntnissen und von Feedback unserer Beschäftigten zu entwickeln. Schulungen, Kompetenzentwicklung und der Aufbau einer proaktiven Sicherheitsmentalität und eines proaktiven Sicherheitsverhaltens sind wichtige Schwerpunktbereiche. Unsere Sicherheitsteams arbeiten auch daran, an allen Standorten Best Practices zu identifizieren und zu kommunizieren, um die Konsistenz und Leistung im Bereich Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz zu stärken.
Im Jahr 2025 haben wir die Implementierung eines Sicherheitsbeobachtungssystems in allen unseren Werken fortgesetzt. Zweck des Systems ist es, uns bei der kontinuierlichen Verbesserung von Gesundheitsschutz und Sicherheit zu unterstützen, indem wir Risikobewertungen, Beobachtungen, positives Feedback, Untersuchungen von Vorfällen und Korrekturmaßnahmen auf derselben Plattform konsolidieren. Die meisten Werke der Swisspearl Group haben auch eine Sicherheitswoche durchgeführt, um alle Beschäftigten in den Bereichen Sicherheit, Erste Hilfe und Brandschutz zu schulen.
Ergebnisse
Um einen umfassenden Überblick über die Arbeitssicherheitsleistung zu erhalten, verfolgen wir nicht nur die Lost-Time Injury Frequency Rate (LTIFR), sondern auch die All Injury Frequency Rate (AIFR) und die Lost Time Injury Severity Rate (LTISR). Die Begründung unseres Ansatzes ist, dass die AIFR ein umfassenderes Bild der Gesamtsicherheit am Arbeitsplatz bietet, indem sie medizinische Unfälle einschließt, die eine ärztliche Behandlung erfordern. Die LTIFR hilft bei der Bewertung der Häufigkeit von Vorfällen, die dazu führen, dass Beschäftigte ausfallen, während die LTISR Einblicke in den Schweregrad von Verletzungen und ihre Auswirkungen auf die Produktivität der Belegschaft bietet.
Im Jahr 2025 beobachteten wir einen Rückgang der Sicherheitsleistung in mehreren Werken, was den positiven Trend zwischen 2022 und 2024 unterbricht. Die Swisspearl Group verzeichnete eine LTIFR von 10,1, eine LTISR von 221 und eine AIFR von 16,6. Obwohl diese Entwicklung nicht unseren Erwartungen entspricht, bleibt das langfristige LTIFR-Ziel bei 3.
Auf Werksebene konnten in Bereichen, in denen vorausschauende Beobachtungssysteme und regelmäßige Sicherheitsschulungen konsequent umgesetzt wurden, stärkere Leistungen erzielt werden. Als Reaktion auf die schwächere Leistung in einigen Werken werden gezielte Verbesserungsmaßnahmen ergriffen, um die Sicherheitspraktiken zu stärken und die Übereinstimmung mit den Konzernstandards sicherzustellen.
Abbildung 15. Sicherheitsleistung.
Tabelle 7. Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit der eigenen Belegschaft.
ESG-Parameter
Grundlagen und Methodik
Zweck und Umfang der ESG-Parameter
Der Abschnitt ESG-Parameter liefert quantitative Informationen über die Leistung von Swisspearl im Bereich Umwelt, Soziales und Governance und fördert so Transparenz, Vergleichbarkeit und fundierte Entscheidungen der Interessenträger.
Die Parameter spiegeln die Ergebnisse der doppelten Wesentlichkeitsanalyse wider und konzentrieren sich auf die wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen gemäß den ESRS sowie auf geschäfts- und branchenrelevante Parameter.
Übergang zu einem neuen Nachhaltigkeitsberichtssystem
Im Jahr 2025 stellte Swisspearl sein Nachhaltigkeitsdatenmanagement und seine KPI-Berechnungsprozesse von einer manuellen Eingabe in Excel-Tabellen auf ein Online-Nachhaltigkeitsberichtssystem um. Diese Entwicklung stellt einen wichtigen Meilenstein bei der Verbesserung der Nachhaltigkeits-Governance, der Datenqualität und der an den ESRS ausgerichteten
Berichterstattungsmöglichkeiten von Swisspearl dar. Der Umsetzungsprozess lief von Januar 2025 bis Februar 2026 und umfasste den gesamten Konzern einschließlich aller operativen Einheiten und relevanten Aktivitäten in der Wertschöpfungskette.
Die Umstellung wurde von einem externen Nachhaltigkeitsberater unterstützt und intern von einem Nachhaltigkeitsteam koordiniert. Das neue System ermöglicht strukturierte Datenworkflows, integrierte Berechnungslogik, automatische Konsolidierung, vollständige Rückverfolgbarkeit und verbesserte Kontrollmechanismen.
Verbesserte Datenerfassungs- und Validierungsprozesse
Mit der Einführung der neuen Nachhaltigkeitsberichtsplattform im Jahr 2025 hat Swisspearl die Erhebung und Validierung von Energieverbrauchs- und Umweltdaten erheblich verbessert. Obwohl bereits Rechnungsdaten verwendet wurden, wurden sie nur vierteljährlich abgerufen und manuell zwischen den Abteilungen übertragen. Das neue System ermöglicht die
direkte monatliche Eingabe von Rechnungsdaten in die Plattform sowie das Anhängen begleitender Unterlagen – wie Rechnungen – direkt in der Berichterstattungsschnittstelle. Diese Verbesserungen optimieren Datengenauigkeit, Transparenz und Rückverfolgbarkeit. Infolgedessen wurden ausgewählte historische Datensätze überarbeitet und an die aktualisierte Methodik angepasst, um Konsistenz und Vergleichbarkeit über die Berichtsjahre hinweg zu gewährleisten.
Berichtsstandards und -rahmen
Die im Bericht enthaltenen Parameter richten sich in erster Linie nach dem Entwurf der Europäischen Standards für die Nachhaltigkeitsberichterstattung (European Sustainability Reporting Standards, ESRS). Soweit von Belang gibt Swisspearl auch ausgewählte Indikatoren auf der Grundlage des SASB-Standards für Baustoffe an, um die Kontinuität mit früheren Berichtszyklen und die Vergleichbarkeit für Kapitalmarktakteure zu gewährleisten.
Wir geben unsere Umwelt-, Sozial- und Governance-Parameter für die Jahre 2022-2025 an. Der Abschnitt ESG-Parameter verweist auf die entsprechenden ESRS- und SASB-Codes für jeden Indikator. Weitere Informationen zur Anwendung dieser Parameter finden Sie im Abschnitt Grundsätze der Rechnungslegung. Darüber hinaus werden in den Angaben Verbindungen zu den relevanten UNZielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) hervorgehoben. Diese erscheinen auf der rechten Seite jeder Angabe mit der jeweiligen SDG-Nummer. Weitere Informationen zum Risikomanagement und zu internen Kontrollprozessen im Zusammenhang mit der Nachhaltigkeitsberichterstattung – einschließlich ESG-Parametern – finden Sie in der Grundlage der Nachhaltigkeitserklärung.
Treibhausgasberichterstattung
Swisspearl befolgt den GHG Protocol Corporate Accounting and Reporting Standard zur Quantifizierung und Berichterstattung von Treibhausgasemissionen. Wir geben einen Überblick
Abbildung 16: Übersicht der gemeldeten THG-Emissionen.
über die wichtigsten Emissionskategorien für unseren Werksbetrieb in Scope 1, Scope 2 und Scope 3, siehe Abbildung 16.
Das Emissionsprofil verdeutlicht, dass die Klimaauswirkungen des Unternehmens zum großen Teil durch vorgelagerte Wertschöpfungskettenemissionen, insbesondere weil Zement ein CO₂-intensiver Rohstoff ist, getrieben werden. Während die operative Dekarbonisierung von Scope 1 und 2 weiterhin eine wichtige Priorität ist, hängt die Erreichung der langfristigen Klimaziele in erster Linie von Scope-3Reduktionen ab. Daher sind die Einbeziehung von Lieferanten, Materialinnovation und strategische Zusammenarbeit in der gesamten Wertschöpfungskette, zusammen mit kontinuierlichen Verbesserungen der Datentransparenz und der Beschaffungspraktiken, wesentliche Elemente unseres Wegs zur Dekarbonisierung.
Basierend auf den im Jahr 2025 durchgeführten Arbeiten geht Swisspearl davon aus, dass die aktuelle THG-Berichterstattung den Großteil der Emissionen in der Wertschöpfungskette abdeckt, für welche zuverlässige und entscheidungsrelevante Daten verfügbar sind. Die Abdeckung und Genauigkeit werden sich durch eine intensivere Einbeziehung von Lieferanten und durch Systementwicklung weiter verbessern.
Verbesserungen und Änderungen
Datenverbesserungen ggü. Vorjahr
Im Jahr 2025 haben wir die Qualität unserer Umwelt-, Sozialund Governance-Daten (ESG) weiter verbessert. Im Laufe des Jahres 2025 hat Swisspearl eine Nachhaltigkeitsberichterstattungsplattform aufgebaut und validiert. Der Prozess beinhaltete folgende Verbesserungen:
a. Datenerfassung und -validierung
Plattformtests
Monatliches Berichterstattung
Validierungsprüfungen
b. Methodische Verfeinerungen
Definition des Begriffs „erneuerbare Energien“ Fernwärmemethodik
Berechnungslogik zur Abfallbehandlung
Darüber hinaus haben wir auch kleinere Aktualisierungen des Handbuchs für die interne Datenberichterstattung eingeführt, einschließlich klarerer Definitionen und verbesserter Berichterstattungsrichtlinien.
Der Berichtszyklus 2026 wird der erste Zyklus sein, in dem alle Konzerngesellschaften Nachhaltigkeitsparameter gemäß standardisierten monatlichen und jährlichen Zeitplänen direkt in die Online-Plattform eingeben. Diese Verbesserung reduziert die manuelle Datenübertragung, erhöht die Transparenz und verbessert die allgemeine Datengenauigkeit. Der neue Prozess beinhaltet Folgendes:
Vordefinierte Dateneingabevorlagen innerhalb des Systems
Integrierte Validierungsprüfungen, Schwellenwerte und Fehlerwarnungen
Dokumentationsfelder für Datenannahmen und Methodenauswahl
Automatische Konsolidierung auf Konzernebene Interne Prüfschritte und Genehmigungsworkflows
Diese Verbesserungen reduzieren das Risiko manueller Fehler erheblich und verbessern die Rückverfolgbarkeit und Auditbereitschaft.
Korrekturen und Neudarstellungen
Im Rahmen der Datenverbesserungen 2025 wurden historische Inkonsistenzen identifiziert und korrigiert. Soweit nötig wurden die Scope-1, -2- und -3-Emissionen für 2022-2024 neu berechnet, um aktualisierte Methoden und korrigierte Dateneingaben zu berücksichtigen. Bisher veröffentlichte Nachhaltigkeitsberichte wurden nicht neu erstellt, jedoch basieren alle in diesem Bericht dargestellten Trendanalysen auf den korrigierten Zahlen.
Die Auswirkungen von Korrekturen der Methodik für erneuerbare Energien und der Umstellung auf lieferantenspezifische Emissionsfaktoren für Fernwärme führten zu einer Änderung der gesamten CO₂-Emissionen um etwa 1 %.
Korrekturen in der Abfallmethodik und den Daten ermöglichen detailliertere, rückverfolgbarere und konsistentere Daten im gesamten Konzern einerseits und in den einzelnen Geschäftseinheiten andererseits. Historische Abfalldaten wurden aufgrund unzureichender Details seitens der Abfallbehandlungsunternehmen in früheren Jahren nicht angepasst.
Für CO₂-Emissionen im Zusammenhang mit Abfällen wendet Swisspearl DEFRA-Emissionsfaktoren und Leitlinien in Übereinstimmung mit den GHG Protocol-Regeln an. In früheren Berichtsjahren, in denen nur Behandlungsmethodenvolumen verfügbar waren, berechnete Swisspearl zunächst den Abfallanteil pro Behandlungsmethode und wendete dann die einschlägigen DEFRA-Emissionsfaktoren auf die aggregierten Volumen an. Mit der Einführung detaillierterer Daten über Abfallcodes wenden wir nun die relevanten Emissionsfaktoren
direkt auf die unter jedem spezifischen Abfallcode gemeldeten Mengen an. Während die zugrunde liegenden DEFRA-Faktoren unverändert bleiben, hat die verbesserte Granularität zu Unterschieden bei den insgesamt gemeldeten CO₂-Emissionen im Vergleich zu früheren Berichtszyklen geführt.
Pläne für Datenverbesserungen
Die für 2026 geplanten Verbesserungen konzentrieren sich auf die weitere Steigerung der Datenzuverlässigkeit, die Reduzierung der Schätzungsunsicherheiten und die Stärkung der Entscheidungsfähigkeit für das Management und für externe Interessenträger. Dazu gehören eine verbesserte lieferantenspezifische Emissionsfaktorintegration, erweiterte Echtzeit-Leistungsdashboards und die Einbettung von Swisspearl-spezifischen Berichterstattungsrichtlinien direkt in die Berichtsplattform. Wichtigste Auswirkungen für Nutzer von ESG-Parametern
• Die in diesem Bericht dargestellten historischen Zahlen spiegeln aktualisierte Methoden und Korrekturen wider, die im Jahr 2025 angewendet wurden. Die Trendanalyse sollte sich daher auf die hier dargestellten Daten stützen.
• Datengenauigkeit und Rückverfolgbarkeit haben sich seit 2025 durch die Implementierung eines neuen Nachhaltigkeitsberichtssystems verbessert.
• Weitere Verbesserungen der Datenzuverlässigkeit und Verringerungen der Schätzungsunsicherheit werden in zukünftigen Berichtsperioden erwartet.
Kategorie | Thema Indikator Einheit
Allgemein
Soziale Merkmale
Gesamtanzahl der Beschäftigten Anzahl der Beschäftigten
% der Beschäftigten in europäischen Unternehmen
Gesamtanzahl der Beschäftigten Vollzeitbeschäftigte
Die Rate der freiwilligen Fluktuation % 6,0
Geografische Präsenz der eigenen Geschäftstätigkeit
% der Produktionsstandorte in Europa
Klimawandel 2
Treibhausgasemissionen
Scope 2 – Standortbezogene(r) Strom + Wärme und Dampf
Scope 2 – Marktbasierte(r) Strom + Wärme und Dampf
Kategorie 1. Eingekaufte Waren und Dienstleistungen
Kategorie 3: Brennstoffbezogene Tätigkeiten
Kategorie 4 und 9. Transport und Vertrieb
Kategorie 5. Im Betrieb erzeugter Abfall
Energie-Management 3
Leistungsaufnahme
Gesamtenergieverbrauch im Zusammenhang mit der eigenen Geschäftstätigkeit
Netzstrom, Fernwärme
Erdgas
Andere fossile Quellen (CNG, LPG, Heizöl, Diesel und Benzin)
Erneuerbare Energie
Wasserwirtschaft 4
Entnommenes Frischwasser
Insgesamt entnommenes Frischwasser
Prozentsatz des entnommenen Wassers, das wieder zur Quelle recycelt wurde
84 83 84 84 Unternehmensspezifisch
Prozentsatz des in Regionen mit hohem oder extrem hohem Basis-Wasserstress entnommenen Wassers % 0 0 0 0 Unternehmensspezifisch
Ableitung des Wassers Gesamtwasserableitung
Ableitung von Wasser aus dem Prozess
Ableitung von Wasser aus isolierten Wärmepumpen- und Kühlkreisläufen
71 76 73 66 Unternehmensspezifisch
Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft
Anteil der von der Entsorgung umgeleiteten Materialabfälle % 72 72 63
Anteil der zur Entsorgung geleiteten Materialabfälle %
Sicherheit und Gesundheitsschutz der Belegschaft 6 Verletzungen
Anzahl aller arbeitsbedingten Verletzungen der eigenen Belegschaft
Lost time injury frequency rate (LTIFR) Verletzungen mit Ausfallzeit/Million Arbeitsstunden
Anzahl aller arbeitsbedingten Verletzungen mit Ausfallzeit der eigenen Belegschaft Menge
Lost time injury severity rate (LTISR) Ausfalltage/Million Arbeitsstunden
Anzahl der Ausfalltage der eigenen Belegschaft aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen sowie der Todesfälle der eigenen Belegschaft durch arbeitsbedingte Unfälle, der arbeitsbedingten Erkrankungen und der Todesfälle durch arbeitsbedingte Erkrankungen
Sicherheitsschulung
Sicherheitsschulungstunden pro eigenem Vollzeitbeschäftigten Schulungsstunden/Beschäftigten
Governance 7
Aufsichtsrat und sonstige Geschäftsleitung
Verhältnis der Geschlechtervielfalt im Aufsichtsrat
Frauenanteil in Führungspositionen
Preisintegrität und Transparenz
Summe der monetären Verluste infolge von Gerichtsverfahren im Zusammenhang mit Kartell-, Preisfestsetzungs- und wettbewerbseinschränkenden Praktiken
Unternehmensspezifisch
Öffentliche Kunst – gemeinsam geschaffen
Sirkkala Schule Turku, Finnland
Inhalt des Anhangs
Die Sirkkala Schule, die im historischen Ostteil von Turku und im finnischen Nationalstadtpark liegt, ist ein großartiges Beispiel dafür, wie Alt und Neu auf sinnvolle Weise zusammenkommen können. Das Projekt umfasste die vollständige Sanierung von drei Schulgebäuden aus Holz aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert, die Modernisierung eines Schulgebäudes aus den frühen 2000er-Jahren und die Errichtung eines brandneuen Anbaus, um den gesamten Campus miteinander zu verbinden. Das neue Backsteingebäude wurde sorgfältig an die Größe und das Ambiente der Nachbarschaft angepasst. Es verbindet die alten Holzkonstruktionen mit moderner Architektur und schafft eine ausgewogene, respektvolle Ergänzung der historischen Umgebung. Eines der herausragendsten Merkmale des Projekts ist die öffentliche Kunst, die gemeinsam mit den Schülern entworfen wurde und in alle Phasen des Gestaltungsprozesses eingebunden waren.
Unter der Leitung der bildenden Künstlerin Maikki Rantala nahmen die Kinder an Workshops teil, in denen sie sich mit der lokalen Geschichte und den verschiedenen Street-Art-Techniken auseinandersetzten. Ihre Skizzen und Figuren wurden später zu großflächigen Fassadenelementen: CNC-gravierte Muster auf Faserzementplatten, ein Betonrelief und Fenstergrafiken. Diese verspielten Details sind Ausdruck der Kreativität der Schüler und hinterlassen einen bleibenden Eindruck von der Architektur und Identität der Schule. Die Sirkkala-Schule wurde mit dem Publikumspreis 2023 für gute Baupraxis in Turku ausgezeichnet. Gewürdigt wurden die gelungene Verbindung von historischer und moderner Architektur sowie die Schaffung einer einladenden und inspirierenden Lernumgebung, die Tradition und Zukunft miteinander verbindet.
ESRS DR Content Index
Grundsätze der ESG-Rechnungslegung
Dieser Bericht stellt keine vollständig an den ESRS ausgerichtete Nachhaltigkeitserklärung dar. Dennoch bietet der Index der ESRS-Angabepflichten (Disclosure Requirements, DR) einen Überblick über den Umfang der Abdeckung und die jeweiligen Orte der in diesem Bericht angegebenen Informationen. Als Grundlage für die Tabelle wurden ESRS Exposure Drafts vom November 2025 herangezogen.
ESRS DR Angabepflicht Zu finden im Bericht, S. Hinweise
ESRS 2 BP-1 Grundlagen für die Erstellung der Nachhaltigkeitserklärung 2; 32
Konsolidierte Grundlagen, Abdeckung der Wertschöpfungskette, Berichtszeitraum; ESRS ED-Anpassung und nicht geprüfte Erklärung; im Grundlagen-Abschnitt werden Vorbereitung und Zeithorizonte erläutert.
ESRS 2 BP-2 Optionen für schrittweise Einführung –Dieser Bericht ist keine vollständige Reaktion auf die ESRS; es werden keine expliziten Optionen für die schrittweise Einführung/Abhilfen aufgeführt.
ESRS 2 GOV-1 Rolle der Verwaltungs-, Leitungs- oder Aufsichtsorgane 24–28 Governance-Elemente und Profile des Aufsichtsrats und der Konzernleitung.
ESRS 2 GOV-2 Anreizsysteme im Zusammenhang mit Nachhaltigkeit – Keine Angabe zu Anreizsystemen in diesem Bericht.
ESRS 2 GOV-3 Erklärung zur Sorgfaltspflicht 24–25; 30; 34-35; 42–51 Elemente der Sorgfaltspflicht werden narrativ über Governance-, DMA- und themenbezogene Abschnitte hinweg behandelt; es wird keine eigenständige GOV-3-Querverweistabelle dargestellt.
ESRS 2 SBM-1 Strategie, Geschäftsmodell und Wertschöpfungskette 7–12; 14-17
Swisspearl auf einen Blick, Produkte und Lösungen, Geschäftsmodell und Wertschöpfungskette, Nachhaltigkeitsansatz.
ESRS 2 SBM-2 Interessen und Standpunkte der Interessenträger 34–35 Bewertung und Einbeziehung von Interessenträgern.
ESRS 2 SBM-3 Zusammenspiel der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen mit Strategie und Geschäftsmodell; finanzielle Auswirkungen 40–51
Strategische Rahmenverknüpfungen bereitgestellt, keine quantifizierten aktuellen/erwarteten finanziellen Auswirkungen.
ESRS 2 IRO-1 Verfahren zur Ermittlung und Bewertung der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen 36 DMA-Prozess, Logik der Punktevergabe, Governance.
ESRS 2 IRO-2 Ergebnisse der Wesentlichkeitsanalyse und Liste der Angabepflichten 37; 40-41 Matrix wesentlicher Themen und Aufteilung in Unterthemen, einschließlich einer strategisch verbundenen Übersicht vor themenbezogenen Angaben.
ESRS 2 IRO-2 (AR 30) ESRS Angabepflichten-Index/Angabepflichten-Liste 58-59 Tabelle in der Anlage enthalten
ESRS E1 E1-1 Übergangsplan zum Klimaschutz 42–45
Das Thema Klima umfasst Ziele und Maßnahmen, ist aber nicht als formeller Übergangsplan strukturiert.
ESRS E1 E1-2 Klimabezogene Risiken und Szenarioanalyse 42–45 Risiken besprochen, keine explizite Szenarioanalyse dargestellt.
ESRS E1 E1-3 Resilienz gegenüber Klimawandel – Kein expliziter Abschnitt zur Resilienzbewertung.
ESRS E1 E1-4 Strategien im Zusammenhang mit Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel 42 Verweis auf Verhaltenskodex und Verhaltenskodex für Lieferanten.
ESRS E1 E1-5 Maßnahmen und Ressourcen 42–45 Maßnahmen zur Dekarbonisierung über alle Scopes hinweg.
ESRS E1 E1-6 Ziele im Zusammenhang mit dem Klimawandel 17; 42 Scope 1–3 CO₂-Neutralität bis 2040.
ESRS DR Angabepflicht Zu finden im Bericht, S. Hinweise
ESRS E1 E1-7 Energieverbrauch und -mix 43; 54; 62 Parameter und Rechnungslegungsgrundsätze im Bereich Energie.
ESRS E1 E1-8 THG-Bruttoemissionen Scope 1, 2 und 3 43-46; 52; 54; 60-61 Parameter und Rechnungslegungsgrundsätze im Bereich Treibhausgasemissionen.
ESRS E1 E1-9 Abbau von Treibhausgasen und CO₂-Gutschriften – Keine Angaben zu Abbau/Gutschriften.
ESRS E1 E1-10 Interne CO₂-Bepreisung – Keine Angaben zum internen CO₂-Preis.
ESRS E1 E1-11 Erwartete finanzielle Auswirkungen aus Risiken/Chancen im Bereich Klima – Keine quantitativen finanziellen Auswirkungen.
ESRS E3 E3-1 Strategien im Zusammenhang mit Wasser 46 Laut Angabe erfolgt das Wassermanagement hauptsächlich über Genehmigungen/ Compliance, keine spezifische Wassermanagementstrategie.
ESRS E3 E3-2 Maßnahmen und Ressourcen im Zusammenhang mit Wasser 46–47 Operative Wassermanagementmaßnahmen und Investitionspläne.
ESRS E3 E3-3 Ziele im Zusammenhang mit Wasser 17; 46 Abwasser- und Trinkwasserziele bis 2030.
ESRS E3 E3-4 Parameter im Bereich Wasser 47; 54; 62 Parameter und Rechnungslegungsgrundsätze im Bereich Entnahmen/Ableitungen.
ESRS E5 E5-1 Strategien im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft 48 Erwartungen des Verhaltenskodex in Bezug auf Abfall und Kreislaufwirtschaft.
ESRS E5 E5-2 Maßnahmen und Ressourcen im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft 49 Maßnahmen im Zusammenhang mit Recycling und Wiederverwertung werden beschrieben, wobei implizit auf betriebliche Prozesse und Wertschöpfungskettenstrukturen verwiesen wird.
ESRS E5 E5-3 Ziele im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft 17; 48 Null Deponien bis 2030 und Wert aus Faserzementabfällen.
ESRS E5 E5-4 Ressourcenzufluss 15; 48 Wichtige Inputs, einschließlich der aufgeführten Hauptrohstoffe, Beschreibung erwähnt alternative/sekundäre Materialien, keine Angaben zu quantifizierten wichtigen Materialzuflüssen.
ESRS E5 E5-5 Ressourcenabflüsse (Produkte) und Abfall 9; 15; 48; 55; 63 Auflistung der wichtigsten Ergebnisse, Beschreibung der Kreislaufwirtschaft von Produkten, Parameter und Rechnungslegungsgrundsätze im Bereich Abfall.
ESRS S1 ausgewählt Eigene Belegschaft (Strategien, Einbeziehung und Eigenschaften) 17-20; 24-25; 30; 34-35; 54 Beschreibung zu sozialen Faktoren, sozialer Verantwortung und der Eigenschaften der eigenen Belegschaft, Strategien, Parameter sowie zur Einbeziehung der eigenen Belegschaft
ESRS S1 S1-13 Eigene Belegschaft – Gesundheitsschutz und Sicherheit 50-51; 55; 63 Beschreibung der Strategien/Ziele/Maßnahmen, Parameter und Rechnungslegungsgrundsätze im Bereich Verletzungen.
Beschreibung der Unternehmenspolitik, Zugang zu Rechtsbehelfen, Parameter zu gerichtlichen Niederlagen in Kartellrechtsverfahren; keine vollständige G1-Struktur in diesem Bericht.
Hinweis Kategorie Thema und Kommentar
1 Allgemein
2 Klimawandel
Soziale Merkmale
1. Die Gesamtzahl der Beschäftigten (Headcount) bezieht sich auf die Anzahl der im Unternehmen zum 31. Dezember 2025 beschäftigten Personen, wobei jede/r Beschäftigte unabhängig vom Vollzeit- oder Teilzeitstatus als eine beschäftigte Person gezählt wird.
2. % der Beschäftigten in europäischen Unternehmen stellt den Anteil der Gesamtbelegschaft eines Unternehmens dar, der von juristischen Personen mit Sitz in Europa beschäftigt wird, ausgedrückt als Prozentsatz der Gesamtbelegschaft.
3. Die Gesamtzahl der Beschäftigten (Vollzeitbeschäftigtenäquivalent) ist ein standardisiertes Maß für die Arbeitsbelastung, das die Gesamtarbeitsstunden der Beschäftigten in die Anzahl der Vollzeitbeschäftigten umrechnet, für die diese Stunden stehen: VZÄ = Gesamtarbeitsstunden/Standardvollzeitstunden
4. Die freiwillige Fluktuationsrate ist der Anteil der Beschäftigten, die das Unternehmen freiwillig verlassen haben, im Verhältnis zur durchschnittlichen Anzahl der Beschäftigten im gleichen Zeitraum. Freiwillige Fluktuationsrate (%) = (Anzahl der freiwilligen Austritte im Zeitraum/Durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten im Zeitraum) × 100
Geografische Präsenz der eigenen Geschäftstätigkeit
Der Prozentsatz der Produktionsstandorte in Europa stellt den Anteil der Produktionsstandorte des Unternehmens dar, die sich zum 31. Dezember 2025 geografisch in Europa befinden.
Treibhausgasemissionen
Allgemein
1. Referenz SASB EM-CM-110a.1; Anteil, der unter Emissionsbegrenzungsvorschriften gedeckt ist, nicht in der Berichterstattung enthalten.
2. Basisjahr ist 2022 gemäß GHG Protocol mit Abweichungen.
3. Aktivitätsdaten werden in erster Linie aus Einkaufsrechnungen bezogen. Wenn Rechnungen nicht verfügbar sind, verwendet Swisspearl interne Betriebsaufzeichnungen oder Daten, die aus Zähl- und Messsystemen vor Ort gewonnen werden.
4. Swisspearl berichtet über Scope 1- und Scope 2-Treibhausgasemissionen für alle Geschäftseinheiten, die in seinem Besitz oder unter seiner operativen Kontrolle stehen, in Übereinstimmung mit dem GHG Protocol Corporate Standard.
5. Bei allen Scope 1- und Scope 3-Berechnungen wurde der biogene Anteil relevanter Energiequellen außerhalb der Scopes gemäß den Anforderungen des GHG Protocol berücksichtigt. Diese biogenen Emissionen wurden jedoch noch nicht öffentlich bekanntgegeben, da der Validierungsprozess noch nicht abgeschlossen ist.
Scope 1
6. Scope 1 umfasst alle relevanten operativen Einheiten von Swisspearl und deren Emissionen aus dem Energieverbrauch, einschließlich der mobilen Verbrennung. In der Berichterstattung zu Energieemissionen ist der Energieverbrauch lieferantenspezifisch, basierend auf Rechnungen und DEFRA-Emissionsfaktoren. Bei Dienstwagen sind die meisten Emissionsfaktoren lieferantenspezifisch, der Rest von DEFRA 2025 und jährlichen Kilometern entweder tatsächlich oder auf Basis von Kilometern im Leasingvertrag.
Hinweis Kategorie Thema und Kommentar
Scope 2
7. Scope 2 umfasst alle relevanten operativen Einheiten von Swisspearl sowohl bei standort- als auch bei marktbasierten Emissionen unter Verwendung der Produktions- und RestmixEmissionsfaktoren der Association of Issuing Bodies (AIB). 2025 wurde auf Basis von AIB 2024-Emissionsfaktoren berechnet, da die Faktoren 2025 zum Bilanzierungszeitpunkt noch nicht freigegeben sind.
Für Österreich und die Schweiz, wo der gesamte Netzstrom mit Herkunftsnachweisen versehen ist, wurden marktbasierte Emissionen unter Verwendung der Emissionsfaktoren für den Produktionsmix berechnet, wenn Swisspearl keine Herkunftsnachweise erworben hat.
Lieferantenspezifische Emissionsfaktoren von Fernwärmeanbietern werden verwendet, sofern sie verfügbar sind und den Qualitätskriterien des GHG Protocol für marktbasierte Berechnungen entsprechen. Diese methodische Verbesserung führte dazu, dass ein Standort für Fernwärme null Emissionen ausweist, während für einen anderen Standort die lieferantenspezifischen Faktoren zu höheren historischen und aktuellen ausgewiesenen Emissionen führten. Für standortsbezogene Fernwärmeberechnungen werden die DEFRA-Emissionsfaktoren angewendet. Diese methodischen Anpassungen beeinflussten die Vergleichbarkeit historischer Zahlen, weshalb dieser Bericht neu berechnete historische Zahlen für Fernwärme enthält.
Im Jahr 2025 haben wir auf ein neues Online-ESG-Berichterstattungssystem umgestellt, das die Etablierung eines harmonisierten und robusteren Berichterstattungsrahmens über alle Standorte hinweg erfordert. Im Rahmen dieses Übergangs haben wir unsere Methodik für die Berichterstattung über Scope-2-Emissionen neu bewertet und aktualisiert. Nach dem überarbeiteten Ansatz wird erneuerbarer Strom nur berücksichtigt, wenn er durch geprüfte Unterlagen belegt wird, unabhängig davon, ob er aus unseren eigenen erneuerbaren Energieanlagen oder von externen Lieferanten stammt. Energiequellen, die bisher als erneuerbar eingestuft wurden, aber nicht ausreichend nachgewiesen wurden, werden nicht mehr in den Anteil der erneuerbaren Energien einbezogen.
Scope 3
8. Für Rohstoffe hat Swisspearl lieferantenspezifische Cradle-to-Gate-Emissionsfaktoren priorisiert. Einige Rohstofflieferanten sind jedoch nicht in der Lage, diese offenzulegen, da sie die erforderliche Lebenszyklusanalyse nicht durchgeführt haben. In solchen Fällen hat sich Swisspearl auf die Hauptrohstoffe konzentriert und Schätzungen für diese auf der Grundlage anderer Lieferanten derselben Rohstoffe oder Informationen aus vertrauenswürdigen Quellen verwendet.
Swisspearl hat Rohstoff- und Verpackungseinkaufsdaten aus dem an die ERP-Systeme angeschlossenen Datenlager verwendet und schätzt, dass 99 % der Materialtonnage in die Scope-3-Emissionsberechnung einbezogen werden. Für Paletten wurden lieferantenspezifische Emissionsfaktoren verwendet. Hinsichtlich der übrigen Emissionsfaktoren von Verpackungsmaterialien siehe Punkt 11. Für den Wiederverkauf gekaufte Produkte bestehen aus Bauprodukten und Zubehör aus verschiedenen Materialien. Insgesamt hat Swisspearl 88 % der Emissionen im Jahr 2022, 77 % im Jahr 2023, 77 % im Jahr 2024 und 85 % im Jahr 2025 erfasst. Von diesen Mengen werden bei 43 % lieferantenspezifische Emissionsfaktoren, bei 1,3 % DEFRA-Emissionsfaktoren für Materialien und bei dem Rest etwa 56 % Lieferantenemissionsfaktoren für ähnliche Produkte angewendet.
9. Für vorgelagerte Transporte hat Swisspearl Rohstoffe einbezogen und DEFRA 2025-Emissionsfaktoren für jede Transportart und Well-to-Tank-Emissionsfaktoren für die jeweilige Brennstoffgewinnung verwendet. Swisspearl schätzt, dass die vorgelagerten Transporte 100 % des Materialvolumens im Datenlager umfassen.
10. Für den nachgelagerten Transport verwendet Swisspearl je nach Datenverfügbarkeit unterschiedliche Berechnungsansätze. Soweit verfügbar, werden die Transportemissionen anhand transportunternehmensspezifischer Emissionsdaten in Kombination mit den Transportausgaben berechnet. Für die übrigen Transporte werden die Emissionen durch die Kombination von Absatzmengen bzw. Transportaufwendungen auf Länderebene mit transportunternehmensspezifischen Emissionsdaten bzw. DEFRA-Emissionsfaktoren geschätzt. Swisspearl schätzt, dass transportunternehmensspezifische Emissionsdaten etwa 78 % der gesamten Transportausgaben abdecken. Die Emissionen für den verbleibenden Anteil werden anhand von vom Lieferanten gemeldeten Emissionsfaktoren geschätzt, die aus verfügbaren Lieferantenberichten abgeleitet werden. In diesen Fällen wird davon ausgegangen, dass die Transporttätigkeiten im Straßengüterverkehr durchgeführt werden und den durchschnittlichen Fahrzeugmix der berichtenden Verkehrsunternehmen widerspiegeln. Alle Transportemissionen basieren auf Well-to-Wheel-Emissionen (WTW), die entweder direkt von den Lieferanten berichtet oder aus den vom Lieferanten bereitgestellten Daten geschätzt werden.
11. Die übrigen Kategorien, die in Swisspearl Scope 3 enthalten sind, basieren auf DEFRA 2025-Emissionsfaktoren. Zu den einbezogenen Tätigkeiten gehören Verpackungen auf Kunststofffolie und Verpackungen auf Papierbasis, Wasser aus dem öffentlichen Versorgungsnetz, über die Kanalisation abgeleitetes Abwasser. End-of-Life-Behandlung von zementbasierten Materialien, modelliert unter Anwendung der DEFRA 2025-Emissionsfaktoren, die den zementbasierten Materialien am nächsten kommen, für das Recycling von Beton zurück zu Beton (geschlossener Kreislauf) und die Entsorgung von Beton auf Deponien.
12. Die folgenden Kategorien von Swisspearl wurden nicht in Scope 3 aufgenommen: Geschäftsreisen, Pendeln von Beschäftigten sowie verkaufte Mengen End-of-Life-Emissionen. Swisspearl schätzt diese Emissionen jedoch auf weniger als 3 % aus Scope 3.
Kommentar
3 Energie-Management
Leistungsaufnahme
1. Für den Berichtszeitraum 2025 hat Swisspearl die Berichtseinheit für den Gesamtenergieverbrauch von Gigajoule (GJ) auf Megawattstunden (MWh) geändert und die Berichtskategorien von % auf absolute MWh geändert. Diese Änderung wurde umgesetzt, um die Kohärenz mit den Anforderungen des Entwurfs der Europäischen Standards für Nachhaltigkeitsberichterstattung (ESRS) zu verbessern, die Ausrichtung an den Praktiken des Energiemanagements und der Rechnungslegungsverfahren zu Treibhausgasen zu stärken und die Vergleichbarkeit und Lesbarkeit der berichteten Informationen für die Benutzer des Nachhaltigkeitsberichts zu erhöhen. Vergleichszahlen früherer Berichtszeiträume wurden in MWh umgerechnet, um Konsistenz und Vergleichbarkeit im Zeitverlauf zu gewährleisten. Die Anpassung stellt nur eine Änderung der Darstellung dar und betrifft nicht:
• Gesamtenergieverbrauch in absoluten Zahlen,
• gemeldete Energietrends,
• Energieintensitätsparameter,
• Berechnungen der Treibhausgasemissionen.
2. Referenz SASB EM-CM-130a.1 mit Kategorien in MWh statt %.
3. Beinhaltet den Energieverbrauch in allen relevanten operativen Einheiten von Swisspearl. 4. Volumen nach Einkaufsrechnungen basierend auf lieferantenspezifischen Energieinhalten und Stromerzeugung vor Ort und extern durch Wasser- und Solarkraft.
5. Swisspearl wendet bei der Klassifizierung des Verbrauchs erneuerbarer Energien einen marktbasierten Ansatz an, Ref. ESRS ED 1 E1-7 AR 18 für Abs. 25 Energieverbrauch und -mix, (i).
Hinweis Kategorie Thema und Kommentar
5 Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft
Materialverschwendung
1. Referenz SASB EM-CM-150a.1 und ESRS E5 E5-5 §16(b) mit Abweichungen: Die Abfalldaten umfassen sowohl ungefährliche als auch gefährliche Abfälle; gefährliche Abfälle werden jedoch aufgrund laufender interner Validierungsprozesse nicht separat aufgeschlüsselt. Zur Entsorgung umgeleitete Abfälle umfassen Recycling- und Verwertungsaktivitäten und stellen daher keine eigenständige Recyclingquote dar. Wiederverwendungs- und Entsorgungsmethoden werden aufgrund der aktuellen Einschränkungen bei der Datenverfolgung nicht weiter aufgeschlüsselt. Die berichteten Zahlen beziehen sich auf Produktionsstandorte unter operativer Kontrolle und schließen kleinere Standorte mit unvollständigen Abfalldaten aus.
2. Die erzeugte Materialabfallmenge entspricht dem Abfall für die Abfallbehandlung durch Dritte. Die Zahlen basieren auf der Abrechnung von Werksstandorten. Die interne Berichterstattung über Abfälle erfolgt monatlich.
3. Anteil der von der Entsorgung umgeleiteten Materialabfälle = [(berichtete externe Rückführung und Verwertung)/insgesamt erzeugte Abfälle)]×100
4. Anteil der zur Entsorgung geleiteten Materialabfälle = [(gemeldete externe Deponie und Verbrennung)/insgesamt erzeugte Abfälle)]×100
6 Sicherheit und Gesundheitsschutz der Belegschaft
Verletzungen
4 Wasserwirtschaft
Entnommenes Frischwasser
1. Referenz SASB EM-CM-140a.1 mit Abweichungen. Der Gesamtwasserverbrauch wird nicht angegeben, da er in der doppelten Wesentlichkeitsanalyse (DMA) nicht als wesentlich identifiziert wurde. Bei der Berechnung des Prozentsatzes des in Regionen mit hohem oder extrem hohem Basis-Wasserstress entnommenen Wassers werden nur Fabrikstandorte berücksichtigt; Bürostandorte sind ausgeschlossen.
2. Gesamte entnommene Süßwassermenge aus der internen Betriebsberichterstattung und basierend auf Süßwasserentnahmemessgeräten an den Werksstandorten. Zu Wasser gehört Wasser, das in Produktionsprozessen, Wärmepumpen und Wärmetauschern sowie für sanitäre Zwecke verwendet wird.
3. Prozentsatz des entnommenen Wassers, das wieder zur Quelle recycelt wurde = [(gereinigtes Wasser aus der eigenen Reinigung zurück zur Quelle + Abwasser zur externen Reinigung + entnommenes Wasser, das durch isolierte Kreisläufe zurück zur Quelle geleitet wird)/Gesamtes entnommenes Süßwasser] × 100
4. Der Prozentsatz des in Regionen mit hohem oder extrem hohem Basis-Wasserstress entnommenen Wassers basiert auf Daten von Swisspearl-Fabrikstandorten im Water Risk Atlas des World Resources Institute, Aqueduct.
Ableitung des Wassers
5. Die Gesamtableitung von Wasser umfasst gereinigtes Wasser aus der Abwasserreinigung in der Fabrik, Abwasser zur externen Reinigung und Wasser, das entnommen und über isolierte Kreisläufe zurück zur Quelle geleitet wird.
6. Wasserableitung aus Prozessen = [(gereinigtes Wasser aus eigener Reinigung zurück zur Quelle + Abwasser zur externen Reinigung)/insgesamt erzeugtes Abwasser)]×100
7. Wasserableitung aus isolierten Wärmepumpen- und Kühlkreisläufen = [entnommenes und durch isolierte Kreisläufe zurückgeführtes Wasser/insgesamt erzeugtes Abwasser]×100
7 Governance
1. Referenz SASB EM-CM-320a.1 mit Abweichungen; Swisspearl verwendet 1.000.000 Arbeitsstunden anstelle von 200.000 Arbeitsstunden, Near Miss Frequency Rate (NMFR) für (a) direkte Beschäftigte und (b) Vertragsbeschäftigte und die Anzahl der gemeldeten Fälle von Silikose sind nicht in der Berichterstattung enthalten. Allerdings ist die All Injury Frequency Rate (Häufigkeitsrate aller Verletzungen) gemäß Occupational Safety and Health Administration (OSHA) definiert und entspricht dem Standard, der die Total Recordable Incident Rate (TRIR) (Gesamrate der meldepflichtigen Vorfälle) ersetzt.
2. Die All Injury Frequency Rate (AIFR) (Häufigkeitsrate aller Verletzungen) umfasst Medical Treatment Injuries (MTI) (Verletzungen, die eine ärztliche Behandlung erfordern) und Lost-Time Injuries (LTI) (Verletzungen mit Ausfallzeit) für alle Swisspearl-Beschäftigten, auf gleitender 12-Monats-Basis.
3. Die Lost-Time Injury Frequency Rate (LTIFR) (Häufigkeitsrate der Verletzungen mit Ausfallzeit) und Lost-Time Injury Severity Rate (LTISR) (Schweregradrate der Verletzungen mit Ausfallzeit) gelten für alle Swisspearl-Beschäftigten, auf gleitender 12-Monats-Basis. Die Tage werden ab dem ersten vollen Abwesenheitstag bis zum letzten vollen Abwesenheitstag gezählt.
Sicherheitsschulung
4. Die Stunden für Sicherheitsschulungen basieren auf allen Swisspearl-Beschäftigten, werden als Vollzeitbeschäftigte berechnet und als Gesamtzahl für 2025 ausgewiesen.
Aufsichtsrat und sonstige Geschäftsleitung
1. Das Geschlechterverhältnis im Aufsichtsrat gibt den Anteil der weiblichen Aufsichtsratsmitglieder an.
2. Die anderen Führungsebenen umfassen Mitglieder unserer Konzernleitung, der Konzern-Geschäftsleitung und andere Mitglieder des Anreizsystems für die Konzernleitung.
Preisintegrität und Transparenz
3. Summe der monetären Verluste infolge von Gerichtsverfahren im Zusammenhang mit Kartell-, Preisfestsetzungs- und wettbewerbseinschränkenden Praktiken.
Nachhaltig vom Abbruch bis zum Betrieb
Mühle Grüsch | Herisau, Schweiz
Das Werk Grüsch setzt vom Abbruch bis zum Betrieb konsequent auf Nachhaltigkeit. In Grüsch, einem Dorf im unteren Prättigautal, wurde eine alte Mühle von Ritter Schumacher Architects in ein modernes Wohngebäude umgebaut. Das Hauptgebäude wurde erhalten, während der Siloturm abgerissen und durch einen neuen Wohnturm ersetzt und vollständig mit Photovoltaikmodulen verkleidet wurde.
Die Besonderheit dieses Projekts: Der alte Turm wurde nicht einfach abgerissen, sondern der aus dem Abriss gewonnene Beton wurde vollständig recycelt. Rund 60 Prozent des im neuen Turmgebäude verwendeten Betons stammen aus diesem Recyclingmaterial. So erhielt das Werk Grüsch von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) das erste Abbruchzertifikat der Schweiz. Die Mühle in Grüsch zeigt, wie zirkulärer Bau konsequent umgesetzt werden kann.