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Swiss Golf 04-26 DE

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SWISS GOLF

DAS OFFIZIELLE MAGAZIN

Golf für alle

Besuchen Sie eine Golfanlage in der Schweiz und zählen Sie die Golferinnen und Golfer mit einer Beeinträchtigung. Sie werden Mühe haben, auch nur eine Person zu finden. Dabei bringt Golf wie kaum eine andere Sportart beste Voraussetzungen für Inklusion mit: ein Handicap-System für Chancengleichheit und mit Regel 25 einen klaren Rahmen für Menschen mit Beeinträchtigungen.

Dennoch stellen sie unter den rund 100 000 Golfenden in der Schweiz nur einen verschwindend kleinen Anteil dar. Die Hürde ist nicht das Spiel selbst, sondern oft die fehlende Zugänglichkeit und die Annahme, Golf sei nichts für sie.

Jede sechste Person in der Schweiz lebt mit einer Beeinträchtigung. Bewegung in der Natur, soziale Kontakte und die Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft verbessern die Lebensqualität.

Nicht jede Golfanlage wird vollständig barrierefrei sein können. Doch Inklusion bedeutet Fortschritt, nicht Perfektion. Jeder zusätzliche Zugang, jedes angepasste Angebot und jede offene Haltung bringen unseren Sport weiter.

Als National Coach G4D sehe ich täglich, welches Potenzial in der Schweiz vorhanden ist. Mein Ziel ist es, ein konkurrenzfähiges Schweizer G4D-Team aufzubauen, das sich international behaupten kann. Doch Leistung entsteht aus Breite. Je mehr Menschen mit einer Beeinträchtigung den Weg zum Golfsport finden, desto grösser wird unser Talentpool. Mehr Spielerinnen und Spieler bedeuten mehr Wettbewerb, eine höhere Leistungsdichte und langfristig bessere Perspektiven für das Schweizer G4D-Golf.

Der Golfsport hat die Voraussetzungen für Inklusion längst geschaffen. Jetzt liegt es an uns, sie auf unseren Anlagen täglich zu leben. Denn wenn wir mehr Menschen den Zugang zum Golfsport ermöglichen, fördern wir nicht nur Teilhabe, sondern schaffen auch die Grundlage für die nächste Generation erfolgreicher Schweizer G4D-Spielerinnen und -Spieler.

Omar Halldorsson Swiss Golf National Coach G4D

Mit uns gewinnt der Sport.

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06 FACES & FEATURES GOLF AUF HÖCHSTEM NIVEAU IN ZUMIKON

9 FRAGEN, 18 ANTWORTEN – INTERVIEW MIT AXELLE MARTIN UND EUAN ROBERTSON

KLEINERE PROFITURNIERE IN DER SCHWEIZ: IM HINTERGRUND, ABER WERTVOLL

KOLUMNE: MAX SCHLIESING

20 UNDER THE SPOTLIGHT

CADDIES: DIE CHEMIE MUSS STIMMEN

— INTERVIEW MIT CADDIE- LEGENDE BILLY FOSTER

OMEGA EUROPEAN MASTERS 2026

34 INSIDE THE ROPES ERFAHREN SIE MEHR ÜBER DIE GOLFREGELN

40 SWISS GOLF

SWISS GOLF HISTORY – WIE MIGROS DEN GOLFSPORT DEMOKRATISIERTE

Gold-Partner

44 COMMUNITY

100 JAHRE GOLF & COUNTRY CLUB BASEL WELTREKORD IN BASEL

INKLUSION: REPORTAGE BEI DER SCHWEIZER MEISTERSCHAFT FÜR ALLE

64 ESCAPE & DISCOVER VON ENTFELDEN NACH HEIDENTAL: KLEINE REISE, GROSSE ERLEBNISSE

72 GOLFSTYLE

— TEE TIME MIT ANDREA GMÜR GOLFMODE UND STREETWEAR –WER BEEINFLUSST WEN?

81 FACTS & FIGURES

GOLF AUF HÖCHSTEM NIVEAU IN

ZUMIKON

Im Golf & Country Club Zürich trafen sich vom 7. bis 11. Juli 2026 die besten U18-Spielerinnen zur European Girls’ Team Championship. Mit dem Heimteam auf dem sechsten Schlussrang war man sich nach dem Turnier einig, dass sich Spielerinnen und Coaches, Organisation und Infrastruktur auf höchstem Niveau bewegen.

Text: Peter Beeli Fotos: Emanuel Stotzer
Clarissa Rattaggi und die Schweizerinnen absolvierten eine hervorragende Team-EM

TOP- PERFORMANCE UND - OPTIK «Für mich war die European Girls’ Team Championship ein extrem befriedigendes Turnier und eine schöne Erfahrung», blickt Yannick Weber zurück. Die grösste Herausforderung bestand für den Golf Course Manager und seine fünfzehn Greenkeeper in der zur Verfügung stehenden Zeit. Die ersten Arbeiten begannen sechs Wochen vor dem ersten Abschlag, ab dann galt der Fokus ausschliesslich dem Turnier. Das Ziel lautete, den Platz nicht nur in puncto Performance, sondern auch optisch in den optimalen Zustand zu bringen.

Eine riesige Herausforderung war die lange Trockenheit, die es viel anspruchsvoller machte, einen grünen, aber trotzdem harten Platz mit möglichst wenig Schadstellen bereitzustellen. Dabei unterscheidet sich der Platz für die EGTC nicht gross von jenem, den die Clubmitglieder die ganze Saison über vorfinden. Nach Abschluss der Team-Europameisterschaft geniesst Weber den Normalbetrieb. «Ich würde mich aber auch freuen, den Platz für ein Turnier auf höchstem Level wieder auf ein absolutes Topniveau zu bringen», so Weber.

NEHMEN UND GEBEN

73 Personen aus den Reihen des GCCZ trugen während vier Tagen mit ihrer freiwilligen Arbeit zur erfolgreichen Durchführung der EGTC bei. Einer der Volunteers war Michel Rey: Als Starter schickte der mehrfache Club- und Schweizermeister und ehemaliges Mitglied des Schweizer Golf-Nationalteams die U18Spielerinnen auf ihre Runden – dies trotz der hochsommerlichen Hitze in Jackett und Hemd, mit Hut und Krawatte. «Bis auf die Abschläge bekam ich nicht viel mit vom Spiel und von den Spielerinnen», sagt Rey. Aber der erste Schlag genügte dem nach wie vor aktiven Spieler, um sich ein Bild vom hohen spielerischen Niveau der Juniorinnen zu machen.

Neben der Freude über die Entwicklung seines Sports war es für Rey eine Ehre, als Starter zum Erfolg beizutragen. Als Grund für sein Engagement nennt er das Nehmen und Geben: «Der GCCZ gab mir die Möglichkeit, Mitglied zu werden, einige Jahrzehnte zu spielen und zu trainieren sowie nationale und internationale Turniere zu bestreiten. Daher ist es selbstverständlich für mich, meinem GCCZ und Swiss Golf mit Starterdiensten etwas zurückgeben zu wollen.»

SCHADE, IST ES VORBEI

Seit 1936 werden auf der Anlage des Golf & Country Club Zürich internationale Golfturniere ausgetragen.

Über die Austragung solcher Veranstaltungen entscheidet jeweils der Vorstand – stets mit Blick auf die Interessen der Clubmitglieder. Für GCCZ-Präsident Thomas Rieffel war es eine grosse Freude und Ehre, der European Girls’ Team Championship 2026 eine Bühne auf höchstem Niveau bieten zu dürfen. Erfreulich war auch die äusserst positive

Resonanz der Mitglieder. Viele nutzten die Gelegenheit, Europas beste U18-Golferinnen aus nächster Nähe zu erleben und Spitzensport auf der eigenen Anlage mitzuverfolgen. Auf die Frage, weshalb der GCCZ bereit ist, seinen Golfplatz während einer ganzen Woche für ein Turnier wie die EGTC zur Verfügung zu stellen, antwortet Thomas Rieffel: «Einerseits sehen wir es als unsere Verantwortung, dem Golfsport etwas zurückzugeben. Andererseits möchten wir unseren Mitgliedern und Gästen die Möglichkeit bieten, Golf auf höchstem internationalem Niveau zu erleben.» Dieses Ziel wurde erreicht. Was bleibt, ist grosse Dankbarkeit gegenüber allen Volunteers, Mitarbeitenden, Offiziellen, Partnern sowie Helferinnen und Helfern, die mit ihrem ausserordentlichen Engagement die EGTC zu einem unvergesslichen Erfolg gemacht haben.

Der Golfplatz präsentierte sich in einem ausserge
Das Schweizer Team (v.l.n.r., oben dann unten): Azelia Meichtry (National Captain), Clarissa Rattaggi (Losone), Liliya Favre (Migros GolfCard), Nora Angehrn (National Coach), Anahie Lohner-Hutzli (Lausanne), Axelle Martin (Payerne), Kim Lou Joachim (Bossey), Lana Guyot (Migros GolfCard)

BASIS FÜR DIE ZUKUNFT

«Der knapp verlorene Viertelfinal gegen Frankreich zeigt, wie nah wir bereits an der europäischen Spitze sind.»

Auch wenn der Traum von der Medaille vor heimischem Publikum unerfüllt blieb, blickt Nora Angehrn auf eine rundum gelungene TeamEuropameisterschaft zurück. Von der Organisation über den Platz bis hin zum gezeigten Golfspiel stimmt für die National Coach das Gesamtbild. Am Ende belegten die Schweizerinnen den starken sechsten Rang. «Der knapp verlorene Viertelfinal gegen Frankreich zeigt, wie nah wir

bereits an der europäischen Spitze sind», bilanziert Angehrn. Entscheidend sei für sie vor allem, dass alles unternommen wurde, um das bestmögliche Resultat zu erreichen. Dazu gehörten mehrere Proberunden auf dem Meisterschaftsplatz, ein mehrtägiger Teamevent in Tenero sowie gezielte Massnahmen für die körperliche und mentale Erholung. «Die intensive Arbeit hat sich gelohnt, die Spielerinnen bewegten sich in Bezug auf Einstellung, Strate-

gie und Spiel auf höchstem Niveau», sagt Angehrn stolz. Die EGTC 2026 bildet zudem eine wertvolle Grundlage für die Zukunft: Fünf der sechs Spielerinnen sind auch im kommenden Jahr noch in der U18 spielberechtigt. Die Erfahrungen von Zumikon werden das Team weiterbringen. Oder, wie Angehrn es ausdrückt: «We keep on going!»

AMATEURE WURDEN SECHSTE IN ESTLAND

Wie die Girls in Zürich, hat sich auch das Schweizer Männerteam für den Flight A der European Amateur Team Championship qualifiziert. Auf dem Platz des Estonian Golf & Country Club erzielte die von Richard Adby betreute Auswahl – bestehend aus Alexander Brand (Bern), Mischa Candinas (Lägern), Patrick Foley (Lausanne), Tom Mao (Wallenried), Ben Steinmann (Zürich) und Miles Wennestam (Zürich) –das sechstbeste Ergebnis in der Qualifikationsphase im Stroke Play.

Eine Niederlage gegen Frankreich im Viertelfinal der Match-PlayPhase (3,5:1,5) beendete die Medaillenhoffnungen der Schweizer Amateure. Diese reagierten jedoch stark und besiegten die Niederlande (3:2), bevor sie Finnland unterlagen (3,5:1,5). Der sechste Rang in der Gesamtwertung ist dennoch ein hervorragendes Ergebnis.

Die Frauen- (in Irland) und Boys-Teams (in Spanien) mussten sich hingegen mit dem Flight B begnügen. Mit zwei Siegen im Match Play gegen Belgien und die Tschechische Republik belegte das von Jeremy Carlsen gecoachte Team mit Yana Beeli (Sempachersee), Carlotta Locatelli (ASGI), Victoria Levy (Lausanne), Romaine Masserey (Montreux), Séraphine Müller (Bern) und Sarah Uebelhart (Ennetsee) den 13. Platz. Unter der Leitung von Morgan Brossa gewannen Paul Vaglio (Bossey), Euan Robertson (Zürichsee), Tim Eduard Franzl (Davos), Maxim Moreau (Lyon), Niklas Kaufmann (Lägern) und Jonas Müller (Wylihof) ein Match gegen Österreich und schlossen auf dem 15. Rang ab.

Liliya Favre: Hopp Schwiiz!

9 FRAGEN 18 ANTWORTEN

Vom 14. bis 18. Juli fanden im Golfclub Erlen die Schweizer Meisterschaften in den Kategorien U10, U12, U14, U16 und U18 statt. Besonders spannend war der Titelkampf bei den Ältesten: Axelle Martin und Euan Robertson sicherten sich den Sieg erst auf dem letzten Loch. Wie sie den Event erlebt haben und was sie sonst noch bewegt, lesen Sie im Interview.

Interview: Peter Beeli

WER SEID IHR UND WIE WÜRDET IHR EUCH MIT EIN PAAR WORTEN BESCHREIBEN?

Axelle: Ich bin Axelle Martin, werde im August 18 Jahre alt und spiele für den Golf de Payerne. Ich besuche gern auch andere Sportveranstaltungen wie Basketball oder Fussball. Und ich gehe regelmässig mit meinem Hund spazieren. Damit ich mein Golfprogramm so gut wie möglich gestalten kann, absolviere ich eine OnlineSchule mit der Eidgenössischen Maturität als Abschluss.

Euan: Mein Name ist Euan Robertson. Ich wohne in Kilchberg, Zürich, und spiele für den Golfclub Zürichsee. Ich habe soeben die Matura abgeschlos-

sen, spiele gern Tennis, Klavier und Gitarre, habe Eishockey gespielt und bin am liebsten draussen.

WIE SEID IHR ZUM GOLF GEKOMMEN?

Axelle: Meine Eltern begannen Golf zu spielen, als ich sechs Jahre alt war. Zuerst begleitete ich sie nur, irgendwann wollte ich selbst spielen. So nahm alles seinen Anfang – und jetzt folgen sie mir.

Euan: Mein Vater kommt aus Schottland, da gehört es zur Tradition, Golf zu spielen. Den Schläger habe ich mit zwei Jahren zum ersten Mal aufgenommen und seither nicht mehr losgelassen.

WAS GEFÄLLT EUCH AM GOLFSPIEL AM BESTEN?

Axelle: Sicher die Wettkämpfe. Ich spiele gern Turniere und mag es, wenn die Bedingungen hart sind: Regen, Wind und Hitze. Ich trainiere auch gerne, weil ich da kreativ sein und Neues ausprobieren kann.

Euan: Die Emotionen auf der Schlussrunde; dieses Gefühl, zu gewinnen. Mit Niederlagen kann ich ebenfalls gut umgehen, solange ich gut gespielt habe. Schön ist beim Golfen auch, dass es immer etwas zu verbessern gibt.

HABT IHR EINEN GLÜCKSBRINGER ODER EINE

SPEZIELLE ROUTINE?

Axelle: Ich markiere meinen Ball immer mit zwei blauen Punkten beim Logo und einer blauen, durchgezogenen Linie zum Ausrichten – es muss Blau sein. Als Routine vor einer Runde mache ich einen Handshake mit meinem Vater.

Euan: Es sind so viele, ich kann nicht alle aufzählen. Aber es befinden sich immer drei Tees in meiner Hosentasche. Ich muss den Platz respektieren, das heisst, fremde und eigene Divots und Pitchmarks ausbessern – Karma eben. Zu meiner Routine gehört das genau vierzigminütige Warm-up.

DER SCHWIERIGSTE MOMENT AUF DER SCHLUSSRUNDE IN ERLEN?

Axelle: Als wir wegen der Gewitterunterbrüche warten mussten. Vor allem beim zweiten Mal. Da spielte ich gut und wollte in diesem Flow weiterspielen. Nach der Pause musste ich mich wieder aufwärmen.

Euan: Die letzten paar Löcher, wenn du weisst, dass jeder Putt zählt. Das macht nervös, aber ich habe noch nie so gut unter Druck geputtet.

WORAN WERDET IHR EUCH NOCH LANGE ERINNERN?

Axelle: Trotz meiner schlechten dritten Runde gelang es mir auf der Schlussrunde, zurückzukommen. Ich konnte einen Rückstand von fünf Schlägen wettmachen und gewinnen – es ist erst vorbei, wenn es vorbei ist.

Euan: An das letzte Loch. Den zweiten Schlag und den Putt aus rund zehn Fuss Entfernung im strömenden Regen zum Eagle und Sieg werde ich nie vergessen.

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© Daniel Stauffer
Euan Robertson und Axelle Martin

WELCHE GEDANKEN GINGEN EUCH VOR DEM LETZTEN PUTT DURCH DEN KOPF?

Axelle: Ein Teil von mir wollte den ersten Putt einfach sicher spielen: zwei Putts und fertig. Der andere wollte den Ball mit dem ersten Schlag einlochen, schliesslich ging es ums Birdie. Und –4 wäre eine grossartige Runde gewesen.

Euan: Zuerst dachte ich, einfach kein Dreiputt, dann habe ich mir vorgenommen, den ersten Putt zu versenken.

WAS BEDEUTET EUCH DIESER TITEL?

Axelle: Viel. Ich wollte unbedingt gewinnen, weil dies mein letztes Jahr als Juniorin ist.

Euan: Mega viel. Es ist schön zu sehen, dass sich die harte Arbeit gelohnt hat.

WIE LAUTEN EURE ZIELE AUF UND NEBEN DEM GOLFPLATZ?

Axelle: Ich spreche zurzeit mit Colleges in den USA. Ob College oder nicht – mein Ziel ist es, Profi zu werden.

Euan: Das war mein letztes Jahr U18. Nächstes Jahr gehe ich ins Militär. Danach vielleicht an ein College. Auch mein Ziel ist es, Profi zu werden.

SWISS GOLF NATIONAL JUNIOR CHAMPIONSHIPS

Girls U18

1. Axelle Martin (Payerne)

2. Anahie Lohner-Hutzli (Lausanne)

3. Viviane Rebsamen (Unterengstringen)

Girls U16

1. Viviane Rebsamen (Unterengstringen)

2. Kim Lou Joachim (Bossey)

3. Clarissa Rattaggi (Losone)

Girls U14

1. Viviane Rebsamen (Unterengstringen)

2. Zoey Pang (Bossey)

3. Emma Bonvin (Sierre)

Girls U12

1. Eva Rebsamen (Unterengstringen)

2. Riana Kohler (Wylihof)

3. Yuliya Favre (Migros GolfCard)

Girls U10

1. Camille de Riedmatten (Sion)

2. Emelie Schwyn (Oberkirch)

Boys U18

1. Euan Robertson (Zürichsee)

2. Kiril Engeli Poretti (Lugano)

3. Niklas Kaufmann (Lägern)

Boys U16

1. Kiril Engeli Poretti (Lugano)

2. Jayson Piermont (Esery)

3. Luca Zimmermann (Zürichsee)

Boys U14

1. Andersas Kazlauskas (Vuissens)

2. Luan Burkhalter (Bern)

3. Noé Zimmermann (Zürichsee)

Boys U12

1. Kan Notteboom (Zürichsee)

2. William Harran (ASGI)

3. Leon Schneitter (Zürichsee)

Boys U10

1. Blake Widmer (Migros GolfCard)

2. Henry de Blonay (Genève)

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IM HINTERGRUND, ABER WERTVOLL

Die Hormeta Pro Golf Tour Bonmont und die Lavaux Ladies Open (LETAS) stehen zwar nicht im Rampenlicht, sind aber für Swiss Golf von erheblicher Bedeutung.

Text: Jérôme Reynard

Die Hormeta Pro Golf Tour Bonmont fand Ende Juli in Chéserex, oberhalb von Nyon, zum zweiten Mal statt. Ähnlich wie die Lavaux Ladies Open (LETAS, September) erhält auch dieses Turnier der dritten Liga im europäischen Männergolf relativ wenig Aufmerksamkeit. Für Swiss Golf ist die Durchführung dieser beiden Events jedoch von zentraler Bedeutung für die Nachwuchsförderung.

Der Nutzen ist zweifach: Einerseits hat der Verband die Möglichkeit, die besten Amateure oder sogar Juniorinnen und Junioren der Schweiz bei einem Heimspiel aufzustellen, um sie mit dem Golfsport auf professionellem Niveau zu konfrontieren und ihnen einen Eindruck davon zu vermitteln, welcher Weg noch vor ihnen liegt. Andererseits ermöglichen solche Turniere den Zugang zu einem internationalen System des Einladungsaustauschs.

Marc Chatelain erklärt: «Als Gastgeberland eines Turniers der LET Access Series erhalten wir beispielsweise 15 Plätze, die wir während der Saison bei einem beliebigen Turnier im Kalender mit anderen Verbänden tauschen können. Da-

durch ermöglichen wir unter anderem einer unserer besten Amateurinnen, Romaine Masserey, an fast allen Turnieren teilzunehmen, obwohl sie auf dieser Tour keine Startberechtigung besitzt. Romaine hat soeben ihr Studium in den USA abgeschlossen. Sie strebt nun eine Profikarriere an, und wir unterstützen sie dabei», sagt der Head of Performance Sport von Swiss Golf.

VERSCHIEDENE DIMENSIONEN

Ein ähnliches System zum Austausch von Einladungen gibt es auf der HotelPlanner Tour (zweite europäische Ebene). Der Verband profitiert dank der Swiss Challenge in Sempach davon. «In diesem Fall ist die Wirkung noch grösser, da es sich um ein Sprungbrett zur DP World Tour handelt und die Schweiz nur zwei Spieler – Ronan Kleu und Benjamin Rusch – mit vollem Spielrecht auf dieser Tour hat. Dank dem Austausch von Einladungen können wir unsere Profis häufiger einsetzen», so Chatelain weiter.

Die Pro Golf Tour verfügt hingegen nicht über ein solches System. «Aber dank der Präsenz eines Schweizer Turniers im Kalender sind wir Teil eines Netzwerks, in dem sich die Verbände austauschen und manchmal Vereinbarungen bezüglich Wildcards getroffen werden», betont Marc Chatelain.

Letztendlich ist die Schweiz auf allen europäischen Ebenen vertreten, sowohl bei den Frauen (LET, LETAS) als auch bei den Männern (DP World Tour, HotelPlanner Tour, Pro Golf Tour). «Diese Turniere spielen eine wesentliche Rolle in unserem Fördersystem für Spielerinnen und Spieler», fasst der Head of Performance Sport des Verbandes zusammen. «Und in all diesen Fällen gilt es, den Initiatoren sowie ihren Partnern zu danken. Mit der ASGI und Migros GolfCard (Supporting Golf) beteiligen wir uns finanziell, hätten selbst aber nicht die Mittel, ein Turnier unter dem Label LETAS oder Pro Golf Tour zu organisieren.»

Lavaux Ladies Open (LETAS) 16.–18. September, Golf de Lavaux, Eintritt frei

MAX SCHLIESING

«ICH HÄTTE NIE GEDACHT, DASS ICH ALL DAS ERLEBEN WÜRDE »

Der Oberwalliser Max Schliesing entdeckt den Profigolfsport auf der PGA Tour Americas. Er teilt mit uns, was er in Südamerika gelernt und erlebt hat.

Interview: Jérôme Reynard

«Diese Saison lerne ich den Profigolfsport kennen. Es ist eine fantastische Erfahrung und gleichzeitig eine Herausforderung. Der Unterschied zu den Amateuren ist enorm, insbesondere beim Budget sowie bei der Organisation der Reisen und der Unterkünfte.

Dass ich auf der PGA Tour Americas unterwegs bin und den ersten Teil der Saison in Südamerika verbracht habe, macht alles noch spannender. Aus Sicherheitsgründen sollte jedes Risiko vermieden werden. Entsprechend nimmt die ganze Organisation viel Zeit in Anspruch. Gleichzeitig lerne ich enorm viel und knüpfe wertvolle Kontakte. Dieses «Lehr- und Wanderjahr» wird mir in Zukunft sicher zugutekommen.

Während meiner Zeit in Brasilien, Argentinien, Peru, Kolumbien und Mexiko durfte ich unglaublich bereichernde Erfahrungen sammeln. Rio de Janeiro war dabei ein absolutes Highlight: auf dem Golfplatz der Olympischen Spiele 2016, mitten in einer unglaublichen Stadt, die einen schnell vergessen lässt, dass man eigentlich zum Golfspielen dort ist – besonders an der Copacabana.

In Argentinien waren wir im abgelegenen Córdoba stationiert. Deshalb hat mich dieser Teil der Reise weniger beeindruckt. In Kolumbien

Kolumne

habe ich die kulturellen Möglichkeiten an meinen «Off»-Tagen nicht wirklich genutzt. Dafür habe ich Golf auf über 2500 Metern Höhe erlebt.

Dort spielt man ein 650 Meter langes Par 5 wie ein 450-Meter-Loch.

Ich glaube, die schönste Woche war jene in Peru. Womit ich überhaupt nicht gerechnet hatte: Es gab viele Tribünen und eine beeindruckende Zuschauerkulisse, darunter zahlreiche Kinder.

Ausserdem ist Lima eine wunderschöne Stadt und das Essen dort ohne Zweifel das beste, das ich in Südamerika gekostet habe.

Die neuen Erfahrungen beschränken sich allerdings nicht auf die bereisten Länder. So schreiben beispielsweise die Regeln der PGA Tour Americas vor, dass man für die beiden letzten Turnierrunden einen Caddie haben muss. Oft sind das lokale Personen des Clubs, die kein Englisch sprechen. Das ist nicht immer einfach – vor allem dann, wenn der ursprünglich vereinbarte Preis nach Turnierende plötzlich nicht mehr derselbe ist. Mir persönlich ist das zwar nicht passiert, aber ich habe Geschichten von Caddies gehört, die sich weigerten, den Spielern ihre Golfbags zurückzugeben, solange diese nicht einer Lohnerhöhung zustimmten.

Doch letztlich gehört auch das meiner Ansicht nach irgendwie zum Charme dieser Tour. In der zweiten Saisonhälfte sind wir nun in Nordamerika unterwegs, aber schon jetzt kann ich sagen, dass mir diese Südamerika-Erfahrung insgesamt sehr gut gefallen hat. Ich lerne gerne neue Menschen kennen und bin offen für die vielen Kulturen unserer Welt. Allein deshalb freue ich mich schon jetzt darauf, nächstes Jahr dorthin zurückzukehren!»

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DIE CHEMIE MUSS STIMMEN

Je nach Bedürfnis der Spielerinnen und Spieler sind Caddies strategische Berater, Mitdenkende oder mentale Anker. Die Schweizer Spitzengolfer Joel Girrbach und Ronan Kleu erklären, was eine erfolgreiche Spieler-Caddie-Beziehung ausmacht.

Text: Cécile Klotzbach Fotos: Getty Images

Wenn sich die internationalen Stars im September beim prestigeträchtigsten Golfturnier der Schweiz im Golf Club Cranssur-Sierre messen, laufen sie nicht allein über den Platz. Wie auf der DP World Tour vorgeschrieben, werden sie von Caddies begleitet, mit denen nicht selten enge und langfristige Partnerschaften bestehen. Oft – aber nicht immer – sind die Caddies selbst gute Golfer (Golferinnen). Zwingend aber müssen sie vertrauenswürdig sein und ein Gespür für die individuellen Wünsche und Stärken ihrer Spielerinnen oder Spieler haben.

Welche Ansprüche sie an ihre Caddies haben, erklären uns zwei Schweizer Spitzengolfer, die auch in Crans-Montana ins Scheinwerferlicht treten werden: Joel Girrbach, derzeit erfolgreichster Schweizer Golfer, und sein Verfolger in der Swiss PGA Order of Merit, Ronan Kleu.

TAKTISCHE BERATUNG UND BEMESSUNG

Im September 2025 hat Girrbach Caddie Andy fest angestellt. Nachdem dieser ihm im letzten Sommer bei zwei US-Turnieren ausgeholfen hatte, nahm der Siebte des letztjährigen Omega European Masters ihn an die Open de España mit. Ein Volltreffer: «Gleich beim ersten gemeinsamen Turnier in Madrid wurden wir Dritter», sagt der 33-jährige Thurgauer, der sich Ende Jahr als erster Schweizer überhaupt für die Playoffs der DP World Tour qualifizierte.

«Wir wurden Dritter» – die Wortwahl zeugt von grosser Wertschätzung für das Spieler-Caddie-Duo, das auch wirtschaftlich eng verknüpft ist: Der Erfolg des Spielers führt zu höheren Preisgeldern und bestimmt damit das Einkommen des Caddies mit, der neben dem vereinbarten Fixhonorar meist auch leistungsabhängige Prämien erhält. Girrbach hebt dennoch das Menschliche hervor: «Der Caddie ist für mich eine Vertrauensperson. Es ist deshalb sehr wichtig, dass die Chemie zwischen uns stimmt, und nicht jeder Caddie passt zu einem.» Das müsse man erst herausfinden. «Man verbringt letztlich viel Zeit zusammen.»

Joel Girrbach begann im Sommer 2025, mit Andy zusammenzuarbeiten

Und die beginnt nicht erst am Bag. Schon vor einem Turnier legt Girrbach gemeinsam mit seinem Caddie die Taktik fest. Auf der Runde unterstützt er bei der Bemessung von Distanz, Platzbegebenheit und Wind. «Ich nehme die Meinung und die Ratschläge meines Caddies sehr ernst», sagt das derzeitige Schweizer Aushängeschild, hält aber fest: «Schlussendlich liegt die Entscheidung, welchen Schlag ich wie spiele, bei mir.»

GESELLSCHAFT, UM DEN KOPF ZU LÜFTEN

Eigenverantwortung übernimmt auch Ronan Kleu – und zwar vornehmlich. Der in Zumikon aufgewachsene Zürcher mit südafrikanischen Wurzeln spielt auf der HotelPlanner Tour, wo

fixe Caddies – auch aus Kostengründen – nicht Pflicht sind. Dennoch mag es Kleu, mit einem Caddie zu reisen – wobei seine Wahl meistens auf Personen aus dem privaten Kreis fällt. «Ich habe auf und neben dem Golfplatz während eines Turniers gerne Gesellschaft – vor allem, um den Kopf zu lüften», sagt der 26-Jährige. «In technischen Dingen kenne ich mich gut genug aus. Für mich ist es am wichtigsten, zwischen den Schlägen über anderes als Golf zu reden.» Ablenkung vor Fokus und Konzentration? Kleu: «Es ist unmöglich, vier Tage lang über fünfstündige Golfrunden voll konzentriert zu sein. Man muss ein- und ausschalten lernen.»

DIE HISTORISCHE BEDEUTUNG DER CADDIES IN CRANS

Die Golf-Tradition in Crans-Montana reicht ein gutes Jahrhundert zurück. 1924 wurde der 9-Loch-Club Crans-surSierre gegründet, und der Golfsport übte nach und nach einen grossen Einfluss auf die Einheimischen aus – erst recht, als 1939 die Swiss Open erstmals ausgetragen wurde. Bald kamen auch die Schulkinder nicht mehr am Golf vorbei: Nachdem Ende des Zweiten Weltkriegs auf dem Gelände von Xirès ein zweiter 9-Loch-Platz angelegt und 1951 eingeweiht worden war, wurde in Crans auch eine CaddieSchule gegründet.

Hier lernten Buben – Mädchen kamen erst einige Jahre später dazu – nicht nur Lesen, Schreiben und Rechnen, sondern in den Sommerferien auch Golfregeln, korrektes Verhalten und praktische Fähigkeiten wie das Finden verlorener Bälle, den richtigen Umgang mit den Golfschlägern und deren Säuberung. Erklang die Stimme des «Golf-Masters» über Lautsprecher im Klassenzimmer und rief einen Namen zum Einsatz, meldete sich das Kind sofort bei den zugewiesenen Gästen. Ausgestattet mit Benimmregeln, wie stets sauber und höflich zu sein, oder den Worten: «Wenn ein Gast Trinkgeld gibt, bedankt man sich zuerst und zählt das Geld erst danach.»

Viel Ertrag war es wahrlich nicht, den die jungen Caddies für bis zu 15 Kilometer – zu Fuss und Tasche tragend – erhielten: 6 Franken pro Runde, mit Trinkgeld manchmal 10. Für die Familien aus den umliegenden Dörfern war es dennoch oft ein wichtiger Beitrag zum Haushaltsbudget. Zudem ermöglichte die Tätigkeit den Kindern den ersten Kontakt mit Menschen anderer Länder und Kulturen. Sie erlernten Fremdsprachen, begleiteten zuweilen auch Spitzenspielerinnen und -spieler und fanden Zugang zum Golfsport, indem sie – meist heimlich – mit gebrauchten Schlägern von Gästen übten, Bälle zu schlagen.

Viele spätere Golfende aus der Region, auch Geschäftsleitende des Golf Club Crans-sur-Sierre oder Organisatoren des 1983 ins Leben gerufenen European Masters, begannen ihre Karrieren als Caddies. Ihr historischer Stellenwert bleibt für Crans-Montana zweifelsfrei bis heute ausserordentlich gross.

Auf der HotelPlanner Tour spielt Ronan Kleu oft ohne Caddie

«Für mich ist es am wichtigsten, zwischen den Schlägen über anderes als Golf zu reden», sagt Ronan Kleu, der die Begleitung seiner

geniesst

Dennoch gibt er zu, dass es ihm hilft, bestimmte Schläge laut zu besprechen, statt nur im Kopf mit sich selbst. «Meist habe ich schon entschieden, was ich machen werde», sagt er, eine Korrektur sei nur im Falle einer klaren Fehlentscheidung angebracht. «Perfekt, go for it!», wolle er hören, «selbst wenn ich mich um ein paar Meter verrechnet habe.» Sein Motto: «Ein entschlossener schlechter Schlag ist besser als ein unentschlossener guter Schlag.» Ronan Kleu schätzt die Bestätigung. «Caddies, die mich gut kennen, merken, was ich brauche. Sie spüren meine Energie.»

DIE SUCHE NACH DEM «PERFECT MATCH» So beispielsweise Vater Patrick (62) oder Freundin Tira (23). Die beiden sind nicht mehr als Hobbygolfer – Papa Kleu hat Handicap 18, Tira übt fleissig auf der Range und dem Kurzplatz für die Platzreife. «Aber es funktioniert», so Kleu, für den trotz aller hohen Ziele der Spass nicht zu

kurz kommen darf. «Mit ihnen als Caddie erzielte ich meine besten Resultate.» Seine Top-Klassierung, Platz 2 bei der Irish Challenge 2025, schaffte er mit Tira. Mit Patrick unterstrich er beim letzten Omega European Masters den Aufwärtstrend mit Rang 24. «Mit ihm habe ich drei von fünf Mal den Cut geschafft!» Logisch, reist das Vater-Sohn-Gespann erneut an das wichtigste Heimturnier. «Das ist fast schon Tradition.»

Ob sozialer Halt oder fachliche Expertise gewünscht ist: Das «Perfect Match» ist nicht immer leicht zu finden. Je mehr sich Ronan Kleu den Aufstiegsplätzen für die DP World Tour nähert, desto dringlicher wird auch für ihn ein offizieller Caddie. Bereits hat er Testwochen durchgeführt, um einzuschätzen, welche Charaktere zu ihm passen. Er weiss: «Sonst geht man ein Risiko ein.» Denn letztlich sollte die Beziehung auf dem gemeinsamen Bestreben basieren, den nächsten Karriereschritt zu erreichen. Und die Unterstützung des Caddies kann in entscheidenden Momenten den Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg ausmachen.

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2. Prüfen Sie die Kaufinteressenten Es gibt mehrere Möglichkeiten, um die wirklich Interessierten von den Neugierigen zu trennen. Bei Neho setzen wir unter anderem auf virtuelle Besichtigungen, mit denen die Käufer Ihre Immobilie bereits vor dem Besichtigungstermin von zuhause aus ansehen können. Ausserdem prüfen wir die Kaufinteressenten auf ihre Zahlungsfähigkeit. Damit stellen wir sicher, dass nur ernsthafte Interessenten Ihre Immobilie besichtigen.

3. Bereiten Sie die Besichtigungen gut vor Unterschätzen Sie nicht den Aufwand im Zusammenhang mit den Besichtigungsterminen. Zuerst müssen die Termine mit den Käufern koordiniert werden. Bei der Besichtigung gilt es, die Interessenten von den Vorzügen Ihrer Immobilie zu überzeugen und Einwände zu beantworten. Dazu ist einiges an Vorbereitung und strategischem Vorgehen erforderlich. Wenn Sie Neho mit dem Verkauf beauftragen, übernehmen wir für Sie sämtliche Schritte im Zusammenhang mit den Besichtigungen, um den Käufern Ihre Immobilie von ihrer besten Seite zu zeigen.

4. Holen Sie sich Hilfe bei den Preisverhandlungen

Als Immobilienmakler wissen wir, wie man mit den Kaufinteressenten verhandelt, um den besten Preis aus Ihrer Immobilie herauszuholen. Ausserdem führen wir bei ausreichendem Interesse auf Wunsch ein Bie -

terverfahren durch, um den Preis zu maximieren. Gerne unterstützt Neho Sie von der Bewertung bis hin zu den Preisverhandlungen, um den besten Preis für Ihre Immobilie zu erzielen.

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Freundin Tira auf dem Golfplatz
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INTERVIEW MIT CADDIE - LEGENDE BILLY FOSTER

«EIN GUTER CADDIE MUSS MANCHMAL AUCH SCHWEIGEN»

Auf seinem WhatsApp-Profilbild strahlt Billy Foster mit der US-OpenTrophäe im Arm, die er 2022 mit Matt Fitzpatrick gewann. In 44 Jahren begleitete der 60-jährige Caddie aus Yorkshire die besten Golfer der Welt – darunter auch Severiano Ballesteros, Darren Clarke, Sergio García, Lee Westwood bis hin zu einer Woche mit Tiger Woods. «Die zählt doppelt», scherzt Foster.

Interview: Cécile Klotzbach Fotos: Getty Images

«Ein Caddie ist wie der Beifahrer eines Rallye-Piloten.»
Billy Foster

Billy Foster, wann werden Sie das nächste Mal nach Crans-Montana kommen?

Ich hoffe, so bald wie möglich! Ich war bestimmt dreissig Mal dort, und es ist eines meiner absoluten Lieblingsturniere. Auch wegen eines einzigartigen Erlebnisses...

Wir hören es gern...

Es war 1993. Seve Ballesteros lag sechs Schläge hinter Barry Lane zurück. Nach einer Aufholjagd mit fünf Birdies an den Löchern 13 bis 17 fehlte ihm noch ein Birdie am 18. Loch, um gleichzuziehen. Seve verzog seinen Abschlag nach rechts. Der Ball landete direkt hinter der Mauer des Schwimmbads, etwa 130 Meter vom Green entfernt. Ich drängte Seve dazu, ihn seitlich runterzuschlagen und dann aufs Green zu chippen. Doch er blieb stur und meinte, ich sollte ihm vertrauen und ihm das Eisen geben. Ich verzweifelte fast. Dann schlug Seve den Ball tatsächlich über die Wand, durch die Bäume – neben das Green. Und mit einem sagenhaften Chip gelang ihm das nötige Birdie. Leider gelang Barry Lane ein Monsterputt, und Seve wurde knapp Zweiter. Aber sein Schlag war der verrückteste, den ich je in meiner Karriere gesehen habe.

Sie waren an 45 Titeln und 16 Ryder Cups beteiligt. Fühlen Sie sich als Teil dieses Erfolgs? Ich fühle mich als Teil des Teams – der Erfolg gilt den Spielern, denn die führen die Schläge aus und tragen letztlich die Verantwortung. Ein Caddie ist wie der Beifahrer eines Rallye-Piloten: Er liefert Informationen, erklärt seine Sichtweise und sollte dabei überzeugend klingen und gut vorbereitet sein, denn ein Fehler kann den Spieler das Turnier und sehr viel Geld kosten. Nicht selten wird heftig diskutiert – fast wie beim Boxkampf im Ring –, aber am Ende entscheidet immer der Spieler.

Wie wichtig ist dabei die gute Beziehung?

Enorm wichtig. Wir verbringen rund 30 Wochen pro Jahr zusammen, oft 10 Stunden täglich. Deshalb muss man sich wohlfühlen zusammen und einander vertrauen. Man spricht über vieles, nicht nur über Golf. Und manchmal ist es auch das Wichtigste, zu schweigen. Jeder Spieler ist anders. Um zu wissen, was er braucht, muss sich der Caddie schnell einfühlen und anpassen können.

Wie hat sich der Beruf im Laufe der Jahre verändert?

Früher wurden Caddies wie Menschen dritter Klasse behandelt. Wie Landstreicher, die in Zelten, irgendwo im Gebüsch oder in schrecklichen Pensionszimmern schliefen. Man nannte uns auch «Ratten» – nicht besonders nett (lacht). Aber der Zusammenhalt war grossartig. Da wir kein Geld für Flüge hatten, reisten wir oft tagelang im selben Zug zum nächsten Turnier, sangen Lieder, spielten Karten und tranken Bier. Heute ist das anders: Unter den Caddies gibt es immer noch Arbeiter, aber auch gebildete Anwälte, Bankmanager oder ehemalige Profigolfer. Besonders auf der LIV Tour werden wir fast gleich wie die Spieler behandelt. Wir essen mit ihnen, wohnen in Fünfsternehotels, fliegen teilweise sogar im Privatjet mit. Dafür konkurrenziert man sich mehr – die Prämien für die Besten sind teilweise enorm. Caddies der Top-100-Spieler können heute gut vom Verdienst leben.

Warum wurden Sie Caddie – wollten Sie nicht selbst Profi werden?

Doch. Ursprünglich war ich Schreinerlehrling bei meinem Vater, der mich wöchentlich gefühlt dreimal feuerte. Mit Caddying stieg ich in den Golfsport ein, ich wollte reisen und von den besten Spielern lernen. Zehn Jahre wohnte ich noch bei meinen Eltern und hielt mich im Winter mit Jobs auf Baustellen über Wasser. Nach drei Jahren als Caddie für Hugh Baiocchi und fünf Jahren für Gordon Brand Junior nahm ich in meinem Club eine Stelle als Assistant Professional an. Aber vier Wochen vor Beginn fragte mich Ballesteros, ob ich sein Caddie werden wolle. Da war die Ent-

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scheidung klar. Er war mein Jugendidol, und für eine Weltklasse-Karriere wäre ich eh nie gut genug gewesen. Ich arbeitete fünf Jahre für Seve und konnte mir endlich auch ein Haus und ein Auto leisten.

Sie haben auch mal für Tiger Woods gearbeitet... 2005, beim Presidents Cup – das war eine grosse Ehre und ich habe die Zeit sehr genossen! Tiger war tadellos im Umgang mit Menschen, stets äusserst höflich. Wir wurden gute Freunde, sehen uns aber nicht mehr oft. Traurig, was ihm in den letzten Jahren passiert ist. Ohne all seine Verletzungen hätte er statt 15 wohl 25 Major-Turniere gewonnen.

Was war der emotionalste Moment Ihrer Karriere? Ganz klar der Ryder Cup 2006 mit Darren Clarke. Sechs Wochen zuvor war seine Frau an Brustkrebs gestorben, er blieb mit zwei kleinen Söhnen zurück. Trotzdem entschied er sich, in Irland vor heimischem Publikum zu spielen – und gewann jedes Match. Als er am Sonntag den entscheidenden Putt versenkte, fiel er mir vor 10 000 Zuschauern weinend in die Arme. Diesen Moment werde ich nie vergessen.

Und der schlimmste?

(lacht) Der Caddie-Beruf besteht zu 85 Prozent aus Enttäuschungen! Die schmerzhafteste Erfahrung machte ich bei der British Open mit Thomas Bjørn. Vier Löcher vor Schluss führte er mit drei Schlägen. Dann brauchte er an Loch 16 drei Schläge aus einem Bunker – und verlor das Turnier um einen Schlag. Mir bedeutet die

British Open alles. Es war nur schwer zu ertragen, den Claret Jug quasi vor Augen zu haben und im letzten Moment doch noch zu verlieren.

Wie verarbeitet man solche Niederlagen?

Am besten mit Humor. Natürlich habe ich noch lange darüber nachgegrübelt. Aber damals waren wir schon am Folgetag beim nächsten Turnier und sassen mit anderen Spielern in einer Bar.

Ich fragte Bjørn: «Hast du die Startliste für diese Woche gesehen?» Er verneinte. «Du spielst mit Doug Sanders und Jean Van de Velde.» Das sind zwei Spieler, die ebenfalls die British Open durch spektakuläre Fehler verloren hatten. Daraufhin mussten alle lachen – das hilft mehr als alles andere.

Sehen Sie sich auch als eine Art Mentalcoach? Nein, bei mir kommt alles einfach aus dem Herzen. Für mich ist Ehrlichkeit der beste Weg. Ich war nie ein Ja-Sager, hatte nie Angst, meine Meinung zu äussern. Manchmal kostete mich das zwar den Job, aber es ist zugleich auch einer der Gründe, warum ich so lange erfolgreich war.

Wie lange arbeiten Sie noch als Caddie?

Die Uhr tickt. Ich mache den Job zwar immer noch gerne, aber nach unzähligen Kilometern mit einem 25-Kilo-Bag auf dem Rücken spüre ich den Körper. Irgendwann ist Schluss. Vielleicht spiele ich dann ja selbst wieder mehr Golf, denn momentan ist es das Letzte, was ich machen will, wenn ich mal zuhause bin. Zudem macht das eigene Spiel keinen Spass, wenn man täglich die fantastischsten Schläge sieht.

Warum sollte man während eines
Aufenthalts in Crans-Montana auf dem Jack-Nicklaus-Golfplatz spielen?

In Crans-Montana ist Golf ein fester Bestandteil der Landschaft. Hier fügen sich die Fairways ganz natürlich in die Wälder, die Berggipfel und das elegante Ambiente des Ferienorts ein. In nur wenigen Minuten gelangt man vom Golfplatz auf eine sonnige Terrasse, vom Clubhaus zu einem Essen mit herrlichem Alpenpanorama.

Während auf dem legendären Severiano-Ballesteros-Golfplatz jedes Jahr das Omega European Masters ausgetragen wird, bietet der Jack-NicklausParcours eine ganz andere Möglichkeit, diese Golfdestination zu erleben. Und er birgt einen Vorteil, den viele Besucherinnen und Besucher nicht kennen: Selbst während des Turniers kann man dort spielen. Eine einmalige Gelegenheit, eines der grössten Turniere der DP World Tour mitzuerleben und gleichzeitig selber die Fairways von CransMontana zu geniessen.

Ein von Jack Nicklaus entworfener Golfplatz

Als erster von Jack Nicklaus entworfener europäischer Golfplatz begeistert dieser 9-Loch-Parcours, der sich harmonisch in das alpine Gelände einfügt, durch einen abwechslungsreichen Verlauf. Jedes Loch besitzt seinen ganz eigenen Charakter und bietet abwechselnd technische Fairways, strategisch angelegte Greens und beeindruckende Ausblicke auf die Walliser Alpen. Der Platz steht Golfspielenden mit einer Platzberechtigung oder einem Handicap von maximal 54 offen und richtet sich sowohl an erfahrene Golferinnen und Golfer als auch an diejenigen, die den Golfsport in den Bergen in einer aussergewöhnlichen Umgebung entdecken möchten.

Golf als Ausgangspunkt für Ihren Aufenthalt

Der Jack-Nicklaus-Golfplatz überzeugt vor allem durch seine kompakte Spielzeit. In nur rund zwei Stunden geniessen Sie eine vollwertige Golfrunde und haben danach noch genügend Zeit, den Tag in Crans-Montana auszukosten.

Genau darin liegt der Reiz eines Aufenthalts in Crans-Montana: Morgens golfen, dann die Landschaften der Region erkunden und mit den Bergbahnen in die Höhe fahren, auf einer Terrasse zu Mittag essen oder sich einen Wellness-Aufenthalt in einem Spa gönnen. Golf bereichert den Aufenthalt, ist aber nicht das einzige Highlight.

Golf spielen während des Omega European Masters Während des Omega European Masters erhält diese Synergie eine ganz besondere Dimension. Zunächst erleben Besucherinnen und Besucher die Weltelite der DP World Tour auf dem Championship Course Severiano Ballesteros –und wenig später spielen sie selbst auf den Fairways von Jack Nicklaus. Nur wenige Destinationen bieten ein derart umfassendes Erlebnis. Mit Spitzengolf, Natur, Gastronomie und dem besonderen Flair des Ferienorts bietet Crans-Montana ein Erlebnis, das weit über die Golfplätze hinausgeht. Es ist diese Verbindung von Sport und Destination, die Crans-Montana seit Jahrzehnten zu einer der führenden Adressen des alpinen Golfsports macht.

Billy Foster, hier zusammen mit Severiano Ballesteros im Jahr 1994
© Golf Club Crans-sur-Sierre

OMEGA EUROPEAN MASTERS –

ZAHLEN

UND FAKTEN

Die Ausgabe 2026 der einzigen Schweizer Etappe der DP World Tour findet vom 3. bis 6. September im Golf Club Crans-sur-Sierre statt.

Der Südafrikaner Thriston Lawrence kehrt nach Crans-Montana zurück, um im beeindruckenden Alpenpanorama seinen Titel zu verteidigen

DIE SCHWEIZER

Joel Girrbach, seit 2024 Vollzeitmitglied der DP World Tour, ist direkt für das Turnier qualifiziert. Er hofft, an die hervorragende Leistung des Vorjahres (7. Rang im Wallis) anknüpfen zu können und dabei wertvolle Punkte für die Order of Merit zu sammeln. Fridolin Julian Michel, der Amateur vom Golfpark Zürichsee und Mitglied des Nationalteams, hat sich seinerseits dank des Sieges beim Mémorial Olivier Barras qualifiziert. Swiss Golf verfügt zudem über sechs Wildcards. Der Verband dürfte diese an die drei besten Schweizer der HotelPlanner Tour, an den bestplatzierten Schweizer Spieler der Satellite Tours sowie an zwei weitere Amateure vergeben.

DAS TEILNEHMERFELD

Die Teilnahme der beiden letzten Sieger des Omega European Masters, des Südafrikaners Thriston Lawrence und des Engländers Matt Wallace, steht bereits fest. Gleiches gilt für den Dänen Rasmus Højgaard, der das Turnier 2021 im Wallis gewann, sowie für den US-Amerikaner Patrick Reed, der bereits dreimal am Ryder Cup teilgenommen hat. Bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe führten die Organisatoren Gespräche mit einigen weiteren Top-Spielern. Eines ist sicher: Es wird ein spektakuläres Turnier in einer – wie immer –unvergleichlichen Kulisse.

DIE ZAHL: 3 750 000

Das Preisgeld der diesjährigen Ausgabe in Dollar, was einer Steigerung von 500 000 Dollar gegenüber dem Vorjahr entspricht.

DIE ANDERE ZAHL: 324

Die Anzahl der Freiwilligen, die bei der Ausgabe 2025 im Einsatz waren. Ohne ihren wertvollen Beitrag könnte ein solcher Event nicht stattfinden.

BEAT THE PRO

Am Samstagvormittag steht die von Swiss Golf, der ASGI und der Migros GolfCard unter der Schirmherrschaft von Supporting Golf organisierte Beat-the-Pro-Challenge auf dem Programm. An Loch 8 haben die besten Juniors der Order of Merit U16 und U14 von Swiss Golf die Ehre, sich bei einem Nearest-to-the-Pin-Wettbewerb mit den Spielern der DP World Tour zu messen – ein Ereignis, das einmal mehr für Spannung und wunderbare Momente des Austauschs sorgen wird.

SWISS GOLF

Der Verband freut sich, Sie an seinem Stand hinter der Tribüne von Loch 18 gegenüber dem Clubhaus begrüssen zu dürfen. Kommen Sie doch bei uns vorbei und teilen Sie Ihre Eindrücke mit uns. Sie können bei den Aktivitäten am Stand mitmachen und ein Erinnerungsfoto mit nach Hause nehmen.

Weitere Informationen zum Turnier und zum Online-Ticketverkauf finden Sie unter: www.omegaeuropeanmasters.com

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Text: Jérôme Reynard

RICHTIGES GAPPING

Wenn zwei Eisen gleich weit fliegen oder zwischen Wedges grosse Lücken entstehen, fehlt oft ein sauberes Gapping. Gleichmässige Distanzabstände sorgen für klarere Entscheidungen und konstanteres Scoring.

Viele Golfende stellen im Laufe einer Saison fest, dass bestimmte Distanzen Unsicherheit erzeugen. Warum fliegt das 6er-Eisen kaum weiter als das 7er? Und weshalb klafft zwischen dem Pitching Wedge und dem nächsten Wedge eine deutliche Lücke?

Solche Distanzüberlappungen und -lücken sind weit verbreitet – von Single-Handicappern bis zu den Freizeitgolfenden. Mehrere Schläger befinden sich im Bag, ohne dass klar ist, welche Schlagweite sie zuverlässig abdecken. Genau hier setzt korrektes Gapping an.

WAS BEDEUTET GAPPING?

Gapping beschreibt die systematische Abstimmung der Schlagweiten zwischen den einzelnen Schlägern, vor allem bei Eisen und Wedges. Auf der Tour liegen die Abstände meist sehr konstant bei etwa 11 bis 13 Metern.

Im Amateurbereich sieht es häufig anders aus: Zwischen zwei Eisen liegen nur wenige Meter, während im Wedge-Bereich plötzlich grosse Lücken entstehen. Solche Situationen führen zu schwierigen Entscheidungen auf dem Platz, etwa bei Distanzen «zwischen zwei Schlägern».

TYPISCHE URSACHEN

Fertigungstoleranzen: Selbst bei hochwertigen Schlägern können Loft-Abweichungen von bis zu einem Grad auftreten. Das reicht bereits, damit zwei Eisen ähnliche Distanzen produzieren.

Verschleiss: Durch wiederholte Bodeninteraktion verändern sich Loft- und Lie-Winkel im Laufe der Zeit, besonders bei geschmiedeten Köpfen.

Unpassende Wedge-Kombinationen: Wedges werden oft ergänzt, ohne das restliche Set zu berücksichtigen. Ein Pitching Wedge mit 45 Grad Loft und ein 52-Grad-Wedge können einen zu grossen Distanzunterschied erzeugen.

WIE LÄSST SICH DAS EIGENE GAPPING PRÜFEN?

Hilfreiche Werkzeuge sind Launch-Monitore wie TrackMan oder GCQuad, GPS-basierte Apps oder ein strukturierter Test auf der Driving Range. Wichtig ist eine systematische Vorgehensweise: Mehrere Schläge pro Schläger durchführen, klare Ausreisser streichen und aus den verbleibenden Treffern die durchschnittliche CarryDistanz berechnen. Erst diese Übersicht zeigt, ob die Abstände sinnvoll verteilt sind.

HÄUFIGE SCHWACHSTELLEN

Lange Eisen: 4er- und 5er-Eisen fliegen oft ähnlich weit. Ein Hybrid kann hier eine konstantere Alternative sein.

Wedges: Gerade zwischen Pitching Wedge und Sand Wedge entstehen häufig die grössten Distanzprobleme.

LOFT- UND LIE- CHECK

Ein regelmässiger Loft- und Lie-Check gehört zu den einfachsten und wirkungsvollsten Massnahmen. Kleine Anpassungen stellen sicher, dass die geplanten Distanzabstände auch tatsächlich gespielt werden.

FAZIT

Sauberes Gapping ist eine wichtige Grundlage für konstantes Scoring. Wer weiss, welcher Schläger welche Distanz zuverlässig abdeckt, trifft klarere Entscheidungen und spielt präziser ins Green.

Es geht dabei weniger um maximale Länge als um Konstanz – und genau diese kann mehrere Schläge pro Runde sparen.

www.hio-fitting.ch

Text: Peter Irion, Master Fitter bei HIO Fitting Schweiz
@ Dorothée Piroëlle

RICHTIG ZURÜCK INS SPIEL

Zu den am häufigsten angewendeten Verfahrensregeln im Golf gehört die Regel 14 des R&A. Sie beschreibt im Detail, wie ein Ball markiert, aufgenommen und gereinigt, zurückgelegt oder gedroppt werden muss. Die wesentlichen Punkte und was es besonders zu beachten gilt, fasst Wouter Pijl wie folgt zusammen.

«Die Regel 14 schafft die Voraussetzung dafür, dass alle Golfenden unter denselben Voraussetzungen spielen», weiss Wouter Pijl. Der offizielle Schiedsrichter von Swiss Golf weiter: «Wer die Regel kennt, weiss, wie mit einem Ball korrekt zu verfahren ist, falls er aufgenommen wurde –zudem vermeidet er oder sie unnötige Strafschläge.»

Wann der Ball aufgenommen werden darf oder muss, ist ebenfalls geregelt. «Der häufigste Fall ist das Markieren und Reinigen auf dem Green.» Weitere Fälle sind die Identifikation des Balls, die Kontrolle auf Schäden oder die Überprüfung, ob eine Erleichterung wegen ungewöhnlicher Platzverhältnisse, Boden in Ausbesserung, unbeweglicher Hemmnisse oder eines eingebetteten Balls möglich ist.

RICHTIG GEREINIGT

Ob auf dem Green, im Rough oder auf jedem anderen Teil des Platzes: Bevor der Ball aufgenommen wird, muss die Lage markiert werden, sofern der Ball zurückgelegt werden muss. Die Regel 14 definiert auch, was mit dem Ball nach dem Aufnehmen geschehen darf – besonders wichtig ist dabei die Frage der Reinigung. Wouter Pijl dazu: «Ein vom Green aufgenommener Ball darf immer gereinigt werden. Ein an anderer Stelle aufgenommener Ball darf immer gereinigt werden, ausser er wurde aufgenommen, um zu prüfen, ob er eine Kerbe oder einen Sprung hat, um ihn zu identifizieren, weil er

das Spiel beeinträchtigt, oder um zu prüfen, ob eine Erleichterung zulässig ist. In diesen Fällen ist nur die Reinigung zulässig, die für die Identifizierung unbedingt erforderlich ist.»

Das vollständige Säubern, wenn es nicht erlaubt ist, stellt einen Regelverstoss dar und wird mit einem Strafschlag geahndet.

ZURÜCKLEGEN ODER DROPPEN

Wurde der Ball aufgenommen und sind alle offenen Punkte geklärt, stellt sich die Frage, wie er wieder ins Spiel gebracht wird. «Muss die ursprüngliche Lage wiederhergestellt werden, wird der Ball bis auf wenige Spezialfälle an die gleiche Stelle zurückgelegt», weiss Pijl. Normalerweise ist dies der Fall auf dem Green, nach einer Identifikation oder wenn der Ball versehentlich bewegt wurde. Erhält der Ball wie in den Regeln beschrieben eine neue Lage, muss er gedroppt werden. Seit 2019 erfolgt das Droppen aus Kniehöhe. «Dabei muss der Ball im definierten Erleichterungsbereich den Boden berühren und dort zur Ruhe kommen.» Wird der Ball von ausserhalb gespielt, sind laut Regel 14.7 zwei Strafschläge die Folge – wie immer, wenn der Ball irgendwo auf dem Platz von einem falschen Ort gespielt wird.

Feststellung von Schäden 4.2c

Identifizieren des Balls 7.3

Prüfung für Erleichterung 16.4

REGELQUIZ

Testen Sie jetzt Ihr Wissen über Golf und die Golfregeln. Scannen Sie den QR-Code, beantworten Sie die folgende Frage und nehmen Sie an unserer Verlosung teil. Mit etwas Glück gewinnen Sie attraktive Preise von Swiss Golf.

Machen Sie mit bis zum 15. September 2026.

Welche dieser Aussagen zu Regel 14 ist korrekt?

1 Ich kann den Ball irgendwo am Marker platzieren, auf die paar Zentimeter kommt es nicht an.

2 Liegt der Ball nach zwei Mal droppen immer noch nicht im Erleichterungsbereich, muss ich ihn gemäss Regel 14.3c(2) platzieren.

3 Ein aufgenommener Ball darf in jedem Fall vollständig gereinigt werden.

Wouter Pijl, offizieller Schiedsrichter von Swiss Golf
Text: Peter Beeli

PINGS ANHALTENDES ENGAGEMENT FÜR

DEN FRAUENGOLFSPORT

Seit mehr als einem halben Jahrhundert gehört PING zu den einflussreichsten Unterstützern des Frauengolfsports. Während PING weltweit für die Entwicklung einiger der innovativsten Golfschläger bekannt ist, reicht das Vermächtnis des Unternehmens weit über das Schlägerdesign hinaus. Durch nachhaltige Investitionen, visionäre Führung und den unerschütterlichen Glauben an die Gleichberechtigung im Golfsport hat PING eine massgebliche Rolle dabei gespielt, das Frauengolf auf die globale Bühne zu heben. Im Zentrum dieses Engagements steht der Solheim Cup, der längst als das prestigeträchtigste Team-Event im Frauengolf gilt. Nachdem das Unternehmen 1990 eine wesentliche Rolle bei der Gründung des Turniers gespielt hatte, wurde es nach dem PING-Gründer Karsten Solheim und seiner Frau Louise benannt.

Ein Höhepunkt im Golfkalender

Der erste Solheim Cup fand im Lake Nona Golf Club in Florida statt, wo die Vereinigten Staaten den Sieg errangen. Doch zwei Jahre später antwortete Europa mit einem historischen Sieg in Schottland. Diese ersten Begegnungen begründeten eine Rivalität, die sich zu einem der fesselndsten Spektakel im weltweiten Golfsport entwickelt hat.

Heute zieht der Solheim Cup Millionen von Zuschauerinnen und Zuschauern auf der ganzen Welt in seinen Bann. Er ist einer der Höhepunkte im Golfkalender, gefeiert sowohl für die Qualität des Wettbewerbs als auch für die Kameradschaft und Leidenschaft, die beide Teams zeigen.

Das Turnier selbst trägt den Namen der Familie Solheim, eine würdige Anerkennung für die Vision und Grosszügigkeit von Karsten und Louise Solheim. Nur wenige Unternehmen können von sich behaupten, dazu beigetragen zu haben, ein Event zu schaffen, das einen ganzen Sport verändert hat, doch PINGs Einfluss auf den Frauengolfsport ist genau von dieser Bedeutung.

PINGs Engagement beschränkt sich dabei nie nur auf die Rolle als Gründungspartner. Mehr als drei Jahrzehnte nach dem ersten Wettbewerb investiert das Unternehmen weiterhin in das Event und die Athletinnen, die daran teilnehmen. Als offizieller Ausstatter des Team Europe hat PING seine Beziehung weiter gefestigt, indem es hochleistungsfähige Kleidung bereitstellt, die Innovation und Teamidentität widerspiegelt.

PING Junior Solheim Cup

Diese Philosophie erstreckt sich durch den 2002 eingeführten PING Junior Solheim Cup auch auf die nächste Generation. Das Event spiegelt das Format des Hauptwettbewerbs wider und bringt die besten Amateurspielerinnen unter 18 Jahren aus Europa und den Vereinigten Staaten zusammen. Es bietet ihnen wertvolle Erfahrungen im Elite-Teamwettbewerb und dient als Sprungbrett für eine zukünftige Teilnahme am Solheim Cup.

Heute ist der Solheim Cup eine der grössten Erfolgsgeschichten im Frauensport und ein Beweis für die Weitsicht von Karsten und Louise Solheim, deren Glaube an den Frauengolfsport die Landschaft dieses Sports für immer verändert hat.

Solheim Cup 2026 11. –13. September, Bernardus Golf, Niederlande

GRAND GOLF TOUR OF SOUTH AFRICA

«VIELE GÄSTE NENNEN SIE DIE SCHÖNSTE GOLFREISE IHRES LEBENS»

Fünf Fragen an den Gastgeber Maurus Lauber

Wie entstand die GRAND GOLF TOUR OF SOUTH AFRICA?

Nach über 45 Jahren im Tourismus wollte ich eine aussergewöhnliche Golfreise verwirklichen. Mein Traum war es, einen ganzen Zug von Rovos Rail exklusiv zu chartern und Golf, Safari, Luxuszug, Kulinarik und südafrikanische Gastfreundschaft zu einem einzigartigen Erlebnis zu verbinden. Die Begeisterung unserer ersten Gäste war so gross, dass wir diese Reise erneut anbieten.

Warum ist Ihre Reise einzigartig?

Grundlage ist die legendäre African Collage von Rovos Rail. Dieses ohnehin aussergewöhnliche Reiseerlebnis haben wir mit zahlreichen zusätzlichen Leistungen ohne Aufpreis ergänzt – mit Golfhighlights, weiteren Hotelnächten und Inklusivleistungen. So entsteht eine Reise, die weit über das Original hinausgeht.

Für wen ist die Reise gedacht?

Für Menschen, die Golf, Genuss und stilvolles Reisen lieben. Viele reisen als Paar – auch wenn nur eine Person Golf spielt. Unser Motto lautet: «Jeder kann –keiner muss.»

Was bleibt den Gästen besonders in Erinnerung?

Leopard Creek am Krüger-Nationalpark, Golf auf Weltklasseplätzen wie Fancourt, eindrückliche Safaris, Sonnenuntergänge im Aussichtswagen des Rovos Rail und die herzliche Atmosphäre an Bord. Genau diese Vielfalt macht die Reise für viele zur schönsten Golfreise ihres Lebens.

Was ist Ihr persönliches Ziel?

Dass unsere Gäste vom ersten Tag an geniessen können. Meine Frau Michèle und ich begleiten jede Reise persönlich und kümmern uns darum, dass aus zwei Ferienwochen unvergessliche Erinnerungen werden.

Die Reise von Pretoria nach Kapstadt auf einen Blick

14 Tage Golf, Safari und Luxuszug von Rovos Rail

Aufgewertete African Collage mit zahlreichen Mehrleistungen

Leopard Creek, Fancourt und weitere TopGolfplätze

Maximal 66 deutschsprachige Gäste

Abfahrten im November 2027 und Januar 2028

Royal-Kabinen ausgebucht – Deluxe- und Pullman-Kabinen noch verfügbar

www.grandgolftour.ch

Über Maurus Lauber Langjährige Erfahrung im Tourismus, grosse Leidenschaft für den Golfsport und Liebe zum Detail zeichnen Maurus Lauber aus. Nach seiner Pensionierung 2025 gründete er die GRAND GOLF TOUR OF SOUTH AFRICA.

WIE MIGROS DEN GOLFSPORT DEMOKRATISIERTE

Migros GolfCard hat den Golfsport in der Schweiz nachhaltig geprägt. Mehr als ein Viertel aller lizenzierten Spielerinnen und Spieler nutzt sie heute – ein eindrucksvoller Beleg für die erfolgreiche Öffnung und Demokratisierung des Golfsports.

Text: Thérèse Obrecht Hodler und Martin Hodler Fotos: Migros GolfCard

Rückblickend erscheint es beinahe unglaublich, dass ausgerechnet die Migros, eine Genossenschaft im Dienst der breiten Bevölkerung, den Schritt in einen als elitär geltenden Sport wagte. In den 1990er-Jahren war Golf ein Freizeitvergnügen für rund 25 000 Aktive, verteilt auf etwa dreissig Privatclubs. Öffentliche Golfplätze, wie es sie in anderen europäischen Ländern gab, existierten in der Schweiz nicht.

Die treibende Kraft hinter der Öffnung war Eugen Hunziker, Präsident der Generaldirektion des Migros-Genossenschafts-Bunds (MGB) von 1992 bis 1997. Als passionierter Golfer war er überzeugt davon, dass der Golfsport einem breiten Publikum zu fairen finanziellen Bedingungen zugänglich sein sollte. In den 1970er- und 1980erJahren nahm die Begeisterung rasant zu. Die Nachfrage war enorm, das Angebot jedoch ungenügend. Viele Clubs führten Wartelisten, während der Bau neuer Anlagen am Widerstand von Landwirten, Umweltkreisen oder Anwohnern scheiterte.

«Es war ein Hürdenlauf», erinnert sich Eugen Hunziker. Zunächst musste er intern im MGB mit stichfesten Argumenten Zustimmung gewinnen. Anschliessend galt es, Vertreter der Landwirtschaft davon zu überzeugen, dass Golfplätze gegenüber der landwirtschaftlichen Nutzung durchaus Vorteile bieten können. Ein Zufall half: Bei einem Aufenthalt in England traf Hunziker Melchior Ehrler, den Direktor des Bauernverbandes. Er führte ihn auf mehrere Public Courses, auf denen jedermann zu moderaten Konditionen Golf spielen konnte. Ein Erlebnis mit Folgen: Ehrler nahm spontan an der 1992 von der Swiss Golf Foundation organisierten Tagung «Golf & Natur» teil. Er war sich bewusst, dass die Schweiz über mehr landwirtschaftliche Fläche verfügte, als für die Versorgung der Bevölkerung notwendig war – ungenutztes Land konnte also durchaus für Golfplätze umfunktioniert werden. Das Umdenken begann. Dank intensiver Überzeugungsarbeit gelang es schrittweise, ökologische Vorbehalte sowie die Skepsis der Clubs und der ASG gegenüber einer breiten Öffnung des Sports abzubauen.

Die Baustelle von Holzhäusern, die erste Public-GolfAnlage der Schweiz, die 1995 von der Migros eröffnet wurde

HOLZHÄUSERN SETZT NEUE MASSSTÄBE

An der Tagung «Golf & Natur» kündigte Eugen Hunziker an, dass die Migros bereits an mehreren konkreten Golfprojekten arbeite und aktiv nach geeignetem Gelände suche. Fündig wurde man in Holzhäusern bei Rotkreuz. 1994 erfolgte der Spatenstich – nachdem dank der Zusammenarbeit der Migros-Umweltexperten und des WWF Schweiz mehr als 100 Einsprachen ausgeräumt worden waren.

Die Eröffnung des Golfparks Holzhäusern im Jahr 1995 setzte neue Massstäbe. Die Aufnahmegebühr für den gleichzeitig auf derselben Anlage gegründeten Golfclub Ennetsee kostete 5000 Franken, dazu kam ein moderater Jahresbeitrag. Allen Nichtmitgliedern standen der 18-LochChampionship-Course und das grosszügige Gol-

fodrom gegen Bezahlung eines Greenfees zur Verfügung. Damit lancierte die Migros das Prinzip «Open House» und revolutionierte die Schweizer Golfszene. Obwohl die Anlage mit 17 Millionen Franken teurer wurde als geplant, schrieb sie dank des grossen Andrangs schon im ersten Jahr schwarze Zahlen. Das Motto «Golf für alle» wurde Realität.

In traditionellen Clubs herrschte dennoch Skepsis – man befürchtete den Andrang unabhängiger Golfender ohne Manieren. Migros begegnete diesem Vorbehalt mit hohen Ausbildungsstandards und stellte sicher, dass die Platzreife solide Regelkenntnisse und ein einwandfreies Benehmen garantierte.

Ausbau im Golfbereich weiter fort

2008: DIE MIGROS GOLFCARD STARTET DURCH Doch wo nur sollten all diese Neueinsteigerinnen und Neueinsteiger spielen? Der Migros-Effekt war so überwältigend, dass selbst mit vier neuen Golfparks in der Deutschschweiz und einem weiteren in der Romandie die Kapazitäten der eigenen Anlagen nicht ausreichten.

Vor diesem Hintergrund entwickelte Migros 2008 mit der Migros GolfCard eine flexible Lizenz, die den Zugang zum Sport weiter öffnete und den Bedürfnissen einer mobilen Gesellschaft entgegenkam, die immer weniger bereit war, sich langfristig und teuer an einen Club zu binden. Die GolfCard wurde zur echten Alternative, doch der Weg war steinig und es brauchte langwierige Verhandlungen bis zur Anerkennung durch die ASG.

Wer heute für 300 Franken eine Migros GolfCard erwirbt – Jugendliche bis 18 Jahre erhalten sie kostenlos –, erhält ein Handicap, das von der GolfCard-Abteilung der Migros Golf AG unter der Leitung von Susanne Marty professionell verwaltet wird. Inhaberinnen und Inhaber können gegen Greenfees auf den meisten Schweizer und internationalen Plätzen spielen, haben Zugang zu umfassenden Kursangeboten und profitieren von Vergünstigungen auf Migros-Anlagen. Hinzu

kommen Golfreisen, das Magazin «Migros GolfPlus» sowie verschiedene Turnierserien. Besonders beliebt ist die Migros GolfCard Trophy, an der jährlich Tausende Golfbegeisterte auf rund dreissig Anlagen in der Schweiz antreten. Dank der Initiative «Golf in Schulen» erhalten Kinder einen kostenlosen Einstieg in den Sport. Mit über 27 000 Mitgliedern ist Migros GolfCard heute die grösste Organisation innerhalb von Swiss Golf. Sie fördert gezielt den Nachwuchs, unterstützt den Spitzensport und ist ein fester Bestandteil der Schweizer Golfwelt –ein Wandel, der vor dreissig Jahren kaum vorstellbar gewesen wäre.

Mit über 27 000 Mitgliedern ist Migros GolfCard heute die grösste Organisation innerhalb von Swiss Golf.

DAS PROJEKT

«SWISS

GOLF HISTORY»

Der Golfsport in der Schweiz wird seit 1891 geprägt von Pionieren und Enthusiasten, Persönlichkeiten und Talenten, die diesen Sport unermüdlich gefördert haben. Damit ihre Geschichten nicht in Vergessenheit geraten, lancierte Swiss Golf 2022 das Projekt «Swiss Golf History». Sämtliche verfügbaren Archive wurden geöffnet, digitalisiert und zugänglich gemacht. Eine Online-Version (www.swissgolfhistory.ch) auf Deutsch und Französisch, die laufend ergänzt wird, bildet die Grundlage für ein Jubiläumsbuch, das 2027 anlässlich des 125-jährigen Bestehens des Verbandes erscheinen wird. Bis dahin werden wir in jeder Ausgabe dieses Magazins einen Auszug veröffentlichen. Sämtliche Personen, die für dieses Projekt relevante Fotos, Dokumente oder Texte besitzen, können Swiss Golf diese weiterhin jederzeit zur Verfügung stellen (info@swissgolf.ch). Wir sind dankbar für alle Informationen.

www.swissgolf-history.ch

2007 setzte Migros mit der Eröffnung des Golfparks Oberkirch ihren

100 JAHRE GOLF & COUNTRY CLUB BASEL

Der 1926 gegründete Golf Club Basel gehört zu den ältesten noch aktiven Schweizer Golfclubs. Sein besonderes Merkmal: die grenzüberschreitende Lage mit gleichzeitig in Basel verwurzelter Identität. Seit einem Jahrhundert trägt der G&CC Basel massgeblich zur Entwicklung des Golfsports im Nordwesten der Schweiz bei. In diesem Jahr feiert er Jubiläum.

Text: Thérèse Obrecht

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts verfügte die Industrie- und Handelsstadt Basel über eine kosmopolitische Bevölkerung, die offen war für Einflüsse aus Grossbritannien, der Wiege des modernen Golfsports. Vor diesem Hintergrund entstand die Idee, einen Golfclub zu gründen.

Geeignete Flächen in der Umgebung von Basel standen jedoch kaum zur Verfügung. Eine Lösung wurde im französischen St. Louis gefunden, nur wenige Kilometer von Basel entfernt. 1926 wurde der Golf Club Basel gegründet und die 9-Loch-Anlage in St. Louis eingeweiht. Dieser grenzüberschreitende Standort – eine Premiere in der Schweiz – prägt bis heute die Identität des Clubs als Schnittstelle zwischen der Schweiz, Frankreich und Deutschland.

ARTHUR W. TINGLEY: EINE SCHLÜSSELFIGUR

Die Entstehung des Clubs ist eng verbunden mit Arthur W. Tingley, einem der britischen Golf Professionals, die den Golfsport auf dem europäischen Kontinent popularisierten. Tingley wirkte beim Platzbau in St. Louis und auch im Clubleben entscheidend mit und blieb dem Basler Club über Jahrzehnte hinweg treu. Mit dem Kriegsbeginn im September 1939 kamen die Aktivitäten vollständig zum Erliegen. Die Familie Tingley bewohnte das kleine Clubhaus in St. Louis und versuchte vergeblich, beim Einmarsch der Deutschen in die Schweiz zu fliehen. Arthur Tingley wurde deswegen sogar für

kurze Zeit inhaftiert. Der Golfplatz wurde mit Gemüse bepflanzt und die Grenze zur Schweiz mit einem hohen Stacheldraht dicht gemacht. 1945, nach der Befreiung des Elsass, machte sich Tingley sofort daran, wenigstens ein paar Löcher in St. Louis spielbar zu machen. Doch die Mittel waren begrenzt und das Clubhaus völlig verlottert. Die Clubmitglieder machten sich bald auf die Suche nach einem neuen Platz – diesmal in der Schweiz.

LÖRZBACHMÜHLE: 1949 – 1967

Der Club wurde fündig bei der Lörzbachmühle in Schönenbuch und startete eine Sammelaktion, um die notwendigen Finanzen für den Bau eines Parcours zu beschaffen. Dank dem Vorschuss eines Gönners wurde im Frühling 1949 eine 9-LochAnlage für die fast 100 Aktivmitglieder eröffnet. 1955 zählte der Club bereits 170 Mitglieder und konnte ein Serie-B-Team an die Interclub-Meisterschaften schicken.

Doch die Infrastruktur blieb spartanisch. Die Garderoben waren prekär und es gab keine Duschen für die Damen. Dazu kamen die Defizite eines 9-Loch-Platzes, insbesondere im Vergleich zu internationalen Standards. Die Clubverantwortlichen kamen schnell zum Schluss, dass es für den Bau einer 18-Loch-Anlage einen neuen Standort brauchte.

Die 9-Loch-Anlage bei der Lörzbachmühle, um 1950 – 1960

DIE GRÜNDUNG DES GOLF & COUNTRY CLUB BASEL

Die Wahl fiel auf ein Areal von 65 Hektar auf dem Geisberg bei Hagenthal-leBas im elsässischen Sundgau. Dem «Konsortium Geisberg» gelang es, die zahlreichen individuellen Landparzellen aufzukaufen, und der renommierte deutsche Golfplatzarchitekt Bernhard von Limburger wurde Anfang der 1960er-Jahre mit dem Bau eines 18-Loch-Platzes beauftragt. 1962 änderte der Club seinen Namen und hiess neu «Golf & Country Club Basel», an Pfingsten 1964 wurde der Parcours für den Spielbetrieb freigegeben. Als Garderobe diente vorerst eine «Remise», und Duschen gab es auch hier nur für die Herren. Aber generell war das Projekt mit Baukosten von 1 430 000 Franken geglückt. Der Platz war wunderschön, hatte aber seine Tücken: Viele Bälle verschwanden im hohen Rough. So wurde noch im gleichen Jahr beschlossen, alle Handicaps heraufzusetzen, um sie den Schwierigkeiten anzupassen. Erst 1968, nach dem Bau eines modernen Clubhauses, wurde die Anlage feierlich eröffnet – Arthur Tingley durfte den ersten offiziellen Drive schlagen.

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Golf & Country Club Basel: Ein wunderschöner, aber anspruchsvoller Platz
Clubhaus in St. Louis Stamm-Anteilschein von 1926
JAHRE ANS
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Heute feiert der Club sein 100-jähriges Bestehen. Die Bemühungen für moderne Standards sind inzwischen anders gelagert. Für die kommenden Jahre sind laut dem heutigen Clubmanager Michael Scherer die nachhaltige Bewirtschaftung der Naturräume, die Artenvielfalt, der Umgang mit Ressourcen und die Pflege des Platzes prioritär. Derzeit werden verschiedene Modernisierungsprojekte geprüft. Dazu gehören unter anderem eine mögliche Erneuerung der Greens, Massnahmen zur Optimierung des Wasserma-

nagements (einschliesslich Fairway-Drainagen) sowie der Bau eines Turf Operations Centers. «Das Jubiläum steht ganz im Zeichen der Mitglieder mit mehreren von ihnen selbst gesponserten Turnieren im Laufe der Saison», erklärt Scherer. Den Höhepunkt bildete ein grosses Jubiläumsfest am 15. August, gefolgt von einem internationalen Pro-Am für die Mitglieder mit 28 Teaching- und Playing-Pros aus dem Inund Ausland.

JUBILÄUM MIT DER SCHWEIZER GOLFFAMILIE GEFEIERT

Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 100-JahreJubiläum durfte der Golf & Country Club Basel am 13. Juni auch den diesjährigen Swiss Golf Members Day ausrichten. Der Anlass bot die ideale Gelegenheit, den runden Geburtstag gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Schweizer Golffamilie zu feiern.

Der Swiss Golf Members Day hat sich in den vergangenen Jahren stetig weiterentwickelt. Reglement, Name und Spielformat wurden mehrfach angepasst. Geblieben sind jedoch die Werte, die diesen Anlass auszeichnen: der freundschaft-

liche Austausch bei Begegnungen, der faire Wettkampf und die entspannte Atmosphäre. Mit über 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmern war das Turnier denn auch nahezu ausgebucht.

Ein besonderer Höhepunkt des Tages war die Preisverteilung. Dabei überreichte Lukas Eisner, Präsident von Swiss Golf, dem Golf & Country Club Basel eine Jubiläumsplakette als Anerkennung für dessen 100-jähriges Bestehen. Die Auszeichnung wird künftig einen Ehrenplatz im Clubhaus erhalten und an dieses bedeutsame Jahr erinnern.

MIGROS GOLF CHALLENGE 2026

Knapp 1100 Teilnehmende genossen am 5. Juli herrliches Golfwetter auf insgesamt neun Golfplätzen in der ganzen Schweiz. Ein grosses Dankeschön gilt den Austragungsorten Golf Gerre Losone, Engadine Golf Zuoz, Golf Club Sion sowie allen sechs Migros Golfparks. Sie alle haben mit viel Engagement und Herzblut zu einem gelungenen Golftag beigetragen.

Auf den Anlagen wurde zwar manchmal auch geflucht, aber noch mehr gelacht, geschwitzt, viel getrunken, super und teilweise weniger super gescored – kurz: Es wurde Golf gelebt. Die Teilnehmenden nutzten das gute Wetter für sportlich ambitionierte Runden, aber auch für gemütliche Flights mit Freunden, Familie und Clubkolleginnen und -kollegen. Auch dieses Jahr gab es wieder coole Startgeschenke, die bei den Teilnehmenden sehr gut ankamen, sowie insgesamt 34 Preise in vier Netto- und einer Brutto-Kategorie, jeweils getrennt für Damen und Herren. Zusätzlich wurden verschiedene Sonderwertungen mit attraktiven Preisen ausgespielt, ausserdem wurde unter allen Teilnehmenden ein Golf-inAustria-Gutschein im Wert von 600 Euro verlost. So hatten nicht nur die Bestplatzierten, sondern alle eine zusätzliche Chance auf einen Gewinn. Als Highlight der Spezialwertung darf das Race to Andalucia natürlich nicht fehlen. Hier gewann der 37. Platz der kumulierten Netto-Rangliste die Teilnahme an der fünftägigen Gruppenreise nach Andalusien.

Für besondere Spannung sorgten einzelne Highlights auf den Plätzen. In Losone gelang auf Loch 4 sogar ein sensationelles Hole-in-one – nur leider nicht auf einem offiziellen Par 3. Für die Nearest-to-the-PinWertung hatte sich das Messen der Distanz zum Loch damit allerdings elegant erübrigt, der Sieger stand auf diesem Loch sofort fest.

Am Ende des Tages waren die allermeisten Teilnehmenden sichtlich zufrieden. Viele liessen die Runde bei einem erfrischenden Getränk und einer leckeren Verpflegung Revue passieren, tauschten Geschichten über verpasste Putts und perfekt getroffene Drives aus und schmiedeten bereits Pläne für die nächste Teilnahme. Es bleibt ein Golftag in Erinnerung, der sportliche Leistung, Fairplay und geselliges Zusammensein ideal miteinander verbunden hat.

Die nächste Austragung findet am 4. Juli 2027 statt.

Der Präsident von Swiss Golf, Lukas Eisner, und der Präsident des Golf & Country Club Basel, Konrad Widmer, posieren mit der Jubiläumsplakette

WELTREKORD IN BASEL

Der Golf & Country Club Basel feiert 2026 – nebst dem hundertjährigen Jubiläum – einen Guinness-Weltrekord: Am 1. Juli übertrafen zwei seiner Mitglieder mit 186 gespielten Löchern in 18 Stunden und 39 Minuten die alte Bestmarke. Auf ihrem Weg sammelten die neuen Rekordhalter Erfahrungen und Spendengeld für Swiss Paralympic.

Text: Peter Beeli Fotos: Emanuel Stotzer

Nachtgolf – dank der Beleuchtung durch Begleiterinnen und Begleiter

ZWEI FREUNDE, VIER FRAGEN

Was hat euch, abgesehen vom Rekord, am meisten gefreut?

Philipp: Dass es mit den Helferinnen und Helfern so gut klappte und dass viele gesagt haben, dass ihnen das Abenteuer Spass gemacht hat.

Habt ihr das Spielen im Dunkeln mit Lichtern vorher geprobt?

Carl: Nein. Wir waren selber erstaunt, wie gut es funktionierte, wie viele Leute mit Lichtern mitliefen und wie gut der Ball im Dunkeln zu sehen war.

Wieso habt ihr den Versuch nicht in Schweden bei Mitternachtssonne auf einem flachen Platz gemacht?

Philipp: Das war für uns nie ein Thema. Uns waren die absolute Vertrautheit mit dem Platz und unsere enge Verbindung zum Club wichtiger.

Was lässt sich zu eurem Engagement zugunsten von Swiss Paralympic sagen?

Carl: Für uns war von Anfang an klar, dass wir den Rekord mit einer Spendenaktion verbinden. Wir haben unser Vorhaben auch deshalb breit kommuniziert, um mehr Spenden zu generieren.

Um Punkt 05.07 Uhr brechen Philipp Altwegg (20) und Carl Rüedin (22) zu ihrem GuinnessWeltrekordversuch auf. Ihr Ziel: In den kommenden genau 24 Stunden über 180 Löcher zu spielen, um die alte Bestmarke zu knacken – das Gesamtscore ist dabei sekundär. Gespielt wird in einem Foursome: Abschlag Altwegg, zweiter Schlag Rüedin, dann abwechslungsweise weiter, bis der Ball im Loch ist. Danach Abschlag Rüedin und so fort. Für eine Runde hat das Duo eineinhalb Stunden eingeplant. Nach rund fünfeinhalb Stunden beträgt der Vorsprung auf die Marschtabelle bereits 14 Löcher – und dies trotz eines gewitterbedingten Unterbruchs.

Die Vorbereitungen auf das Vorhaben begannen schon im November 2025, als Altwegg den Rekord anmeldete. Die offizielle Bewilligung traf acht Wochen später ein. Parallel zum physischen und mentalen Training musste der Club informiert, der Kontakt zu Sponsoren und Swiss Paralympic als Empfänger der Spendengelder gesucht und die Kommunikation inklusive Website auf die Füsse gestellt werden. Das Feedback der Familien und Freunde auf die Ankündigung des Rekordversuchs war durchwegs positiv. Nicht

nur das: Viele Verwandte und Bekannte erklärten sich bereit, das Abenteuer im wahrsten Sinn des Wortes aktiv zu begleiten und es logistisch sowie moralisch zu unterstützen. Guinness stellt hohe Anforderungen, etwa hinsichtlich einer vollständigen, unterbruchfreien Dokumentation mit Video, ausgefüllter Scorekarten und handschriftlichen Protokolls zu Wetterunterbrüchen, Pausen etc.

GOLF, PAUSE, PRÜFUNG, GOLF

Ihre sechste Runde beenden die langjährigen Freunde kurz vor 15.30 Uhr mit einem Schlag unter Par. Die zwei spielen immer besser, meint eine Begleiterin erstaunt. Jetzt, nach zehneinhalb Stunden, sind die Single Handicapper dem Zeitplan voraus und schieben eine halbstündige Pause ein. Zeit für eine Zwischenverpflegung, für eine kurze Dusche für die filmenden Begleiter –und für Rüedin die Gelegenheit, einen Test an der École Hotelière Lausanne via Telefon abzulegen. Auch Altwegg befindet sich mitten in Prüfungen an der Universität St. Gallen – wenn er nicht gerade mit einem Weltrekord-Versuch beschäftigt ist.

Philipp Altwegg (20, links) und Carl Rüedin (22) haben ihr Ziel erreicht

Obwohl sich die zwei schon länger nicht mehr gesehen haben und es viel zu besprechen gibt, reden Altwegg und Rüedin die meiste Zeit über Golf. Sie pushen sich gegenseitig und werden auch von ihrem Social-Media-Team immer wieder durch neue Inhalte und Kommentare motiviert – einzelne Posts erreichen bis zu 558 000 Views. Gegen Ende, das Ziel immer näher vor Augen, geht es vor allem darum, die körperlichen Schmerzen zu vergessen, sich davon zu überzeugen, dass alles eine mentale Sache ist, und den Moment zu geniessen, wie Rüedin es formuliert. Was ihn an seinem Weltrekord-Partner am meisten beeindruckt, ist dessen Ruhe und dass er den ganzen Tag alles im Griff hat. Umgekehrt bewundert der Jüngere den Sportsgeist des Älteren.

Für die 186 Löcher benötigten Philipp Altwegg und Carl Rüedin genau 837 Schläge.

Die beiden Rekordhalter legten in 18 Stunden und 39 Minuten über 72 Kilometer zu Fuss zurück.

5666,67

Die Höhe der Spenden zugunsten von Swiss Paralympic beträgt 5666,67 Franken.

NACH 181 IST NICHT SCHLUSS

Zu Beginn der zehnten Runde oder – anders ausgedrückt – beim 173. Abschlag senkt sich die Sonne allmählich zum Horizont. Die rund eineinhalb Stunden, die wegen der Gewitterunterbrechungen fehlen, können nicht mehr aufgeholt werden. Die Schritte sind nicht mehr so lang und auch nicht mehr so rund. Hin und wieder mischt sich ein Fehlschlag ins nach wie vor erstklassige Spiel. Dreizehn Löcher vor dem Rekord werden die Lampen an die Begleiterinnen und Begleiter verteilt. Altwegg und Rüedin ändern die Taktik und spielen die Wedges in die beleuchtete Zone in rund 120 Metern Entfernung. Während sich die Spieler zum Ball hinbewegen, rücken die Lichter in den nächsten Zielbereich, danach aufs Green vor. Am 181. Loch fällt um 23.06 Uhr der entscheidende Putt, der alte Rekord ist gebrochen! Um es den anderen Rekordjägern nicht zu leicht zu machen, spielen Altwegg und Rüedin weiter. Nach 186 Löchern ist um 23.46 Uhr, also nach 18 Stunden und 39 Minuten, endgültig Schluss.

Bleibt noch die Frage, wie man auf die verrückte Idee kommt, in 24 Stunden mehr als 180 Golflöcher zu spielen. Für die zwei frischgebackenen Weltrekordhalter bestand die Motivation darin, etwas nicht Alltägliches zu schaffen und aus der Komfortzone auszubrechen. Ihr grosses Ziel erreicht zu haben, erfüllt sie mit Erleichterung, Stolz und der Freude, dass sie so viele Menschen für ihr Vorhaben begeistern konnten. Ihren Entscheid, den Rekord in Angriff zu nehmen, haben sie nicht bereut. Und irgendwann kommt die Zeit, den Erfolg mit Familie und Freunden so richtig zu feiern.

23.46 Uhr: Das Abenteuer ist zu Ende –ein emotionaler Moment

ASGI-VERANSTALTUNGEN –

WEIT MEHR ALS NUR TURNIERE

Seit über 25 Jahren entwickelt die ASGI einen Veranstaltungskalender, der Turniere, Entdeckung, Gastronomie und Geselligkeit miteinander verbindet. Von den Parcours Gourmands bis hin zur Swiss Golf Week sind diese Anlässe zu festen Grössen im Schweizer Golfsport geworden.

Es gibt Golfturniere, bei denen man einfach eine Runde spielt. Und es gibt Veranstaltungen, an die man sich noch lange erinnert. Genau diese Philosophie prägt die ASGI, und sie erklärt, weshalb ihre Events heute weit über den Kreis der eigenen Mitglieder hinaus begeistern.

Wenn Golf und Gastronomie eins werden Die Parcours Gourmands verkörpern diese Philosophie perfekt. Die Idee ist einfach: Die Freude am Golfspiel mit der Welt der Spitzengastronomie in einem aussergewöhnlichen Ambiente zu verbinden. Jede Veranstaltung kombiniert einen renommierten Golfplatz mit einem Spitzenkoch, der seine Gerichte in eigens auf dem Golfplatz eingerichteten Pop-upKüchen zubereitet.

Die enge Zusammenarbeit mit dem Restaurant de l’Hôtel de Ville in Crissier (3 Michelin-Sterne, 19 GaultMillau-Punkte), die seit 2007 besteht, ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür. Mit Philippe Rochat, Benoît

Violier und Franck Giovannini haben dort drei der renommiertesten Schweizer Spitzenköche ihre Handschrift hinterlassen.

Auch wenn die Saison bereits begonnen hat, stehen weitere Parcours Gourmands auf dem Programm:

— Les Bois, 19.–20. August: Jérémy Desbraux

— Crans-sur-Sierre, 26. August: Franck Reynaud

— Blumisberg, 20.–21. September: Les Chefs

In Blumisberg kehrt das erfolgreiche Konzept Les Chefs zurück: Sechs Spitzenköche, sechs kulinarische Welten und sechs Degustationen entlang eines 18-Loch-Platzes. Alle drei Löcher legen die Spielerinnen und Spieler eine Gourmetpause ein und entdecken die Kreationen eines der sechs Köche des Tages.

AGENDA

16. November 2026

Anmeldestart für die Swiss Golf Week 2027 im Tessin

25. Januar 2027

Anmeldestart für sämtliche ASGI-Veranstaltungen 2027

« Natürlich organisieren wir Turniere. Doch vor allem möchten wir Erlebnisse schaffen, die unsere Spielerinnen und Spieler immer wieder erleben möchten . »

Pascal Germanier, General Manager

Eine Woche, die alle begeistert Müsste man nur eine einzige ASGI-Veranstaltung nennen, würden viele Golferinnen und Golfer die Swiss Golf Week wählen. Seit 2002 bringt dieses Wanderturnier jedes Jahr zwischen 440 und 560 Spielerinnen und Spieler auf vier Golfplätzen derselben Region zusammen.

Die Ausgabe 2026 im Wallis bestätigte den Erfolg des Konzepts erneut mit über 540 Teilnehmerinnen und Teilnehmern . Mit Vertretungen aus 60 Golfclubs zählt dieser Anlass nach wie vor zu den verbindendsten Veranstaltungen im Schweizer Golfkalender.

Die Anmeldung für die Swiss Golf Week 2027 startet am 16. November 2026 Austragungsort wird der Kanton Tessin sein (Ascona, Losone, Lugano, Varese).

Turniere für alle Spielenden Neben ihren ikonischen Veranstaltungen bietet die ASGI ein vielseitiges Programm für alle Golferinnen und Golfer – für ambitionierte Wettkampfteilnehmende, Entdecker oder für all jene, die vor allem die Geselligkeit schätzen.

Zum Angebot gehören unter anderem:

— ASGI ProAm Series: 2 Tage, 2 × 18 Löcher, im Team mit einem Pro

— ASGI Classics: 2- oder 3-tägige Turniere auf mehreren Golfplätzen

— ASGI Open: 18-Loch-Einzelturniere für alle Spielstärken

— birdie-open.com by ASGI: 9- oder 18-LochTurniere in der ganzen Schweiz

— Golf & More: 9 oder 18 Löcher, kombiniert mit einer weiteren Leidenschaft

Diese Vielfalt macht die ASGI-Veranstaltungen für die unterschiedlichsten Spielenden attraktiv.

Die Golferinnen und Golfer von morgen fördern Veranstaltungen allein reichen nicht aus, um den Golfsport weiterzuentwickeln. Mit der National Golf School investiert die ASGI deshalb gezielt in den Nachwuchs.

Dank eines schweizweiten Netzwerks von Partnerzentren begleitet die Schule jedes Jahr mehrere Hundert Golferinnen und Golfer mit Schnupperkursen, Workshops und den Einsteigerturnieren «Go to 36»

Das neue Programm Golf@School hat bereits mehr als 3000 Schülerinnen und Schüler im Alter von 7 bis 15 Jahren im Kanton Waadt mit dem Golfsport in Berührung gebracht. Eine Initiative, die dazu beiträgt, Golf einer neuen Generation näherzubringen.

Weitere Informationen: www.asgi.ch

Darrin Vanselow
Noura Gauper

INKLUSION IN AKTION

Swiss Golf fördert mit viel Engagement die Inklusion im Golfsport. Sichtbarstes Zeichen dafür ist die Schweizer Meisterschaft für alle: Die besten Amateurinnen und Amateure sowie die physisch und psychisch Beeinträchtigten kürten ihre Champions – heuer vom 24. bis 26. Juli im Ostschweizerischen Golfclub in Niederbüren.

Text: Peter Brandenegger Fotos: Out Studio

Miro Waldvogel hat seine Runde bereits absolviert, er wartet bei Loch 18 auf Kollegen, die ihre Runde auch bald zu Ende gespielt haben. Er applaudiert bei guten Annäherungsschlägen und erfolgreichen Putts. «Golferisch bin ich nicht zufrieden mit meiner Runde», sagt er, «aber ich habe wieder viel gelernt.»

Miro kann wegen einer Cerebralparese nur einhändig spielen. Dass er und andere trotz Beeinträchtigung an Armen und Beinen die Bälle lang und genau zu spielen vermögen, beeindruckt Passantinnen und Passanten sowie die Mitglieder des Ostschweizerischen Golfclubs in Niederbüren. Sie werden an diesem Finalsonntag Ende Juli Zeuge, mit wie viel Können, Leidenschaft, aber auch Empathie und vor allem Spass die Spieler unterwegs sind.

Miro ist sehr zufrieden, dass er zum Golfsport gefunden hat. Hier fühle er sich weder benachteiligt noch eingeschränkt, «weil ich normale Turniere und Runden mit nicht Beeinträchtigten spielen kann». Diese seien dann oft sehr beeindruckt, erzählen Dominik Bützberger und sein Vater Martin, wie gut Dominik trotz seiner Beeinträchtigung spielt. Sie haben zusammen Golf ausprobiert und dabei festgestellt, dass Dominik trotz seiner Hemiparese mit den Golfschlägern gut zurechtkommt. So gut, dass der Sohn ihn an Weite sogar übertrifft – was den Vater nicht etwa ärgert, sondern stolz macht.

Patrick Rosenast, talentierter Para-Golfer

THE CHAMPIONS

Swiss Golf National Champion Women Anna Olesen (Golf Club de Lausanne)

Swiss Golf National Champion Men Filippo Serra (Golf Club de Genève)

Swiss Golf Open G4D Champion

Benedict Rugumambaju (Golf & Country Club de Maison Blanche)

Special Olympics Foursomes

Carlos Lopez / Nicola Valerio (Golf dei Castelli)

Special Olympics Singles (18 Loch)

Pablo Johnston (Golf Club de Lausanne)

Special Olympics Singles (9 Loch)

Georg Eugster (Ostschweizerischer Golfclub)

«EINE KLEINE FAMILIE »

An der Schweizer Meisterschaft für alle sind Teilnehmer – Frauen waren heuer nicht dabei – mit den unterschiedlichsten Beeinträchtigungen zusammen unterwegs. «Jeder hat seine Schwierigkeiten», sagt der kleinwüchsige Leonardo Dräyer, Teilnehmer in der Kategorie G4D (Golf for Disabled), «aber wir sind eine kleine Familie, alle haben Platz, und wir finden für alle eine Lösung.»

In der Kategorie für Teilnehmer mit psychischen Beeinträchtigungen, die Special Olympics, ist Florian Camartin im Einzel über 18 Loch angetreten. Er ist Autist und braucht Unterstützung, «wenn es bei mir stockt», weil im Flight Unruhe herrscht, weil einer nervös ist oder gar rumflucht. Diese Unterstützung erhält Florian von Eddy Ter Braak. Er hat festgestellt, dass Florian dank der Integration im Buna Vista Golf Sagogn viel Selbstwert und Selbstsicherheit gewonnen hat. «Ich habe mich dank dem Golfsport positiv entwickelt in meinem Leben», pflichtet ihm Florian bei.

Dass ihre Schweizer Meisterschaft zusammen mit den Amateuren durchgeführt wird und sich die Inklusion auf die Fahne geschrieben hat, gefällt vielen im Feld, auch Nils Rüegg und seinen Eltern. Sie harren zusammen mit den meisten Teilnehmenden an der Meisterschaft bis zum Abschluss der Match Plays und der Preisverteilung aus, obwohl es für die Mehrzahl keine Medaille gibt. Diesen Geist des Zusammenhalts und die herzliche Atmosphäre bis zuletzt lobt auch Captain Andreas Breitenmoser vom Ostschweizerischen Golfclub an der Preisverleihung: «Bei vielen Turnieren bleiben nur die Gewinnerinnen und Gewinner bis zum Schluss.»

Nils Rüegg zeigt sein Können beim Putten mit nur einer Hand

Bei den Golferinnen und Golfern von Special Olympics stehen Freude und Gemeinschaft im Mittelpunkt

EIN ZENTRALER WERT DES VERBANDES

Seit 2022 treffen sich die besten Amateure sowie die besten Spielerinnen und Spieler mit körperlicher oder geistiger Beeinträchtigung unseres Landes an der Schweizer Meisterschaft für alle. Das Ende Juli in Niederbüren organisierte Turnier hat die Inklusionsstrategie von Swiss Golf erneut veranschaulicht. Diese hat zum Ziel, den Golfsport für alle zugänglich zu machen, unabhängig von Alter, Geschlecht, Herkunft oder einer Beeinträchtigung. «Und sie macht Inklusion zu einem zentralen Wert des Verbandes», sagt Martin Schönenweid, Leiter Breitensport von Swiss Golf.

Konkret geht es darum, den Zugang zum Golfsport und zu den Golfanlagen für alle Menschen – mit oder ohne Beeinträchtigung – zu fördern, entsprechende Angebote zu entwickeln und mehr Lehrkräfte auszubilden, die in der Lage sind, Lernende mit besonderen Bedürfnissen zu begleiten.

Die Golfclubs und die PGOs spielen dabei eine wesentliche Rolle. Der Verband organisiert zudem regelmässig Workshops und Sensibilisierungsaktionen zum Thema Inklusion an seinen Veranstaltungen und bietet Schulungen für Profis der Swiss PGA sowie für J+S-Leiterinnen und -Leiter an.

Parallel wird der Kalender der regionalen Inklusionsturniere, der in Zusammenarbeit mit PluSport, Special Olympics Switzerland und der Swiss ParaGolf Association entwickelt wurde, kontinuierlich erweitert. Im Spitzensport strebt der Verband die Gründung eines Paragolf-Nationalteams unter der Leitung des neuen National Coach G4D, Omar Halldorsson, an. Das Ziel besteht darin, Golf zu einer Sportart zu machen, in der alle ihren Platz finden – sei es im Breiten- oder im Spitzensport.

ENTWICKLUNGSPOTENZIAL

Die Siegerin des Match Plays bei den Amateurinnen, Anna Olesen, räumt am Ende des Turniers ein, dass es während des Spiels wenig Berührungspunkte mit den Teilnehmern von G4D und Special Olympics gab. Den einen oder anderen Schlag von Beeinträchtigten habe sie aber durchaus wahrgenommen, sagt die Schweizer Meisterin tief beeindruckt: «Ich glaube nicht, dass ich das könnte.»

Auch Schweizer Meister Filippo Serra fände es schön, wenn bei künftigen Schweizer Meisterschaften für alle etwas mehr Zeit für Begegnungen bliebe. Diesen Ball nimmt der Verantwortliche für Inklusion bei Swiss Golf gerne auf: «Wir müssen uns überlegen, ob wir in Zukunft zum Beispiel einen Spaghettiplausch mit allen Beteiligten durchführen», sagt Daniel Schaltegger. Mehr Austausch und gemeinsame Momente könnten der Veranstaltung weiteren Schwung verleihen, das Feld der Teilnehmenden grösser werden lassen und damit auch die Spitze fördern, hofft Turnierleiter Wouter Pijl: «Es wäre wunderbar, wenn sich auch mal Teilnehmende mit Beeinträchtigung für den Start im Feld der besten Amateure qualifizieren könnten.»

Vielleicht schafft das dereinst Benedict Rugumambaju: Der 13-Jährige spielt wegen seiner Beeinträchtigung einhändig und hat die G4D-Kategorie gewonnen, auch wenn er mit seinem zweiten Tag nicht zufrieden war. Seine Mutter Pamela jedoch hat er mit dem Sieg überrascht. Für sie ist primär wichtig, dass es die Meisterschaft in dieser Form und die Golfcommunity für Spielende mit Beeinträchtigung mit ihrem familiären und herzlichen Umgang überhaupt gibt.

WILLKOMMEN IM LALARGUE GOLF RESORT

Das LaLargue Golf Resort im charmanten Dorf Mooslargue im elsässischen Sundgau hat am 21. September 2024 seine Pforten wieder geöffnet. Eingebettet in eine grüne Oase in unmittelbarer Nähe zur Schweizer Grenze, freut sich der Golfclub, wieder Gäste aus der Schweiz und aus Frankreich begrüssen zu dürfen.

Die 1989 von den Architekten Jeremy Pern und Jean Garaïalde entworfenen 18- und 6-Loch-Plätze bieten atemberaubende Ausblicke und Herausforderungen für Golferinnen und Golfer aller Spielstärken. Im Zuge der jüngsten Investitionen wurde das Resort wunderschön aufgewertet und hat sich zu einem einzigartigen Reiseziel entwickelt.

Der 18-Loch-Platz mit einer Länge von 6140 Metern umfasst unter anderem ein 550 Meter langes Par 5 sowie ein 412 Meter langes Par 4. Seine sechs Teiche sowie die fünf Überquerungen des Flüsschens Largue tragen zum unvergleichlichen Charme des Geländes bei. Der Wechsel zwischen offenen und schattigen Abschnitten, verbunden mit positiven und negativen Höhenunterschieden, sorgt für Rhythmus und Dynamik auf diesem herrlichen Parcours.

Im Proshop findet man eine grosse Auswahl an Bekleidung, Schuhen, Bällen und Accessoires.

Golf für alle

Der Club organisiert zudem Sommerkurse für Jugendliche und empfängt Schweizer und französische Schulen sowie weitere Einrichtungen zu Schnupperkursen und Einführungen in den Golfsport.

Um neue Golferinnen und Golfer bei ihren Fortschritten zu unterstützen, finden zudem spezielle Kurse zur Vorbereitung auf die Platzreife statt. Parallel dazu bietet unser Teaching Pro, ein ehemaliger Tourspieler, Privatstunden für alle an, die ihre Technik perfektionieren möchten.

Um das sportliche Angebot zu erweitern, ist der Golfclub kürzlich den französischen und schweizerischen FootgolfVereinen beigetreten und organisiert nun auch Schnupperund Einführungskurse auf dem 6-Loch-Platz.

Ein idealer Ort für Ihre Events

Das Resort stellt wunderschöne Festsäle für Hochzeiten, Geburtstage und andere private Anlässe zur Verfügung. Auch Unternehmen finden hier perfekt ausgestattete Räume für Seminare, Tagungen und sonstige Teambuilding-Events. Die Restaurants «Le 19ème» im Herzen des Golfclubs und «Au Vieux Chalet» am Eingang des Resorts stehen unter der Leitung von David Baruthio, Maître Cuisinier de France. Golferinnen und Golfer ebenso wie Gäste ohne Golferfahrung werden in herzlicher und gemütlicher Atmosphäre mit einer saisonalen Küche verwöhnt.

LaLargue Golf Resort 25, Rue du Golf 68580 Mooslargue +33 3 89 70 86 23 www.golflalargue.com

Die Schweizer Meisterschaft für alle 2026 fand auf dem Platz des Ostschweizerischen Golfclubs in Niederbüren statt

KLEINE REISE, GROSSE ERLEBNISSE

Nur rund 20 Minuten Autofahrzeit trennen den Golfclub Entfelden vom Golfclub Heidental. Dank des kurzen Weges kommen Golferinnen und Golfer einerseits rasch in den Genuss von zwei unterschiedlichen Spielerlebnissen. Auf der anderen Seite bleibt mehr Zeit für touristische, kulturelle und kulinarische Entdeckungen abseits der Plätze.

Der Golfclub Entfelden ist der einzige 18-LochGolfplatz im Kanton Aargau und dank seiner zentralen Lage sehr gut durch den privaten und den öffentlichen Verkehr erschlossen. Gemäss Andrea Eichenberger verfügt der Platz über zwei Gesichter: «Die ersten neun Spielbahnen liegen im offenen Gelände und wurden im Jahr 2004 eröffnet. Die Backnine mit kurzen, engen Fairways befinden sich auf der ursprünglichen Anlage mit einem wunderschönen Baumbestand.» Diese Kombination verlangt eine taktische Herangehensweise sowie ein cleveres Course Management und ist deshalb eine Herausforderung für jedes Spielniveau, weiss die Geschäftsführerin.

EIN RUNDUM POSITIVES ERLEBNIS

«Im Golfclub Entfelden wird das gesamte Jahr auf Sommergreens gespielt, deshalb übt unsere Anlage auf unsere Mitglieder und Gäste zu jeder Jahreszeit einen eigenen Reiz aus», resümiert Eichenberger. Die Driving Range ist mit TopTracern ausgerüstet, im Juli 2026 wurde das neue Chipping und Putting Green eingeweiht. Zudem

«Unser Ziel ist es, dass jeder Besuch bei uns ein rundum positives Erlebnis darstellt.»
Andrea Eichenberger, Geschäftsführerin des Golfclubs Entfelden

bietet die Golf Academy Unterricht in verschiedenen Formen für Gäste und Mitglieder. Das im 2025 eröffnete Clubhaus verbindet Nachhaltigkeit mit Eleganz und Stil. Es beheimatet neben dem Restaurant moderne Räume für Seminare und Geschäftsanlässe, für Feiern und Feste. «Unser Ziel ist es», so die Geschäftsführerin, «dass jeder Besuch bei uns nicht nur aus einer schönen Golfrunde besteht, sondern ein rundum positives Erlebnis darstellt.»

Regelmässige Gäste profitieren auf dem Aargauer 18-Loch-Platz von einem vorteilhaften Abonnement; der Club bietet eine Probemitgliedschaft und attraktive Konditionen für Jungmitglieder und Juniors. Die Geschäftsführerin weiter: «Für die Mitglieder halten wir einen abwechslungsreichen Saisonkalender mit spannenden Turnierformen bereit, zudem pflegt unser Club sehr vielfältige gesellschaftliche Anlässe.» Auf die Frage, was die Region kulturell auszeichnet, nennt Eichenberger das nahe Aarau mit der historischen, pulsierenden Altstadt und dem Kunstmuseum, «und Autoliebhabern ist das Classic Center Schweiz in Safenwil einen Abstecher wert.» Nicht zu vergessen, dass der Aargau viele Schlösser und Burgen sowie zahlreiche Thermal- und Wellnessbäder beheimatet.

Die Frontnine des Golfclubs Entfelden liegen im offenen Gelände

INNOVATIV

Die 18-Loch-Anlage des Golfclub Heidental ist harmonisch in die hügelige Landschaft am Jurasüdfuss eingebettet. «Während die ersten neun, coupierten Löcher technisches Spiel verlangen, ist für die flachen Backnine Präzision gefragt», skizziert Victor Honauer den Platz. Der Clubmanager weiter: «Mit den Trainingsanlagen und der Golf Academy im Heidental sowie der Driving Range und dem Kurzplatz in Trimbach stehen den Mitgliedern und Gästen zudem vielseitige Trainingsmöglichkeiten zur Verfügung.» Auf und neben dem Platz wird laufend in Verbesserungen investiert, um Spielkomfort und Platzqualität zu verbessern.

Als erster Club der Schweiz kennzeichnet der Golfclub Heidental seit 2018 die Abschläge nicht mehr mit Farben, sondern mit Nummern. Diese orientieren sich an der Gesamtlänge des Platzes: Tee 58 entspricht beispielsweise 5800 Metern. «So können die Golfenden ihre Abschläge nach Länge und Spielniveau wählen», erklärt der Manager das System. Innovativ war der Golfclub Heidental auch als Gründungsmitglied des Private Partner Golf. Dank des PPG-Verbunds profitieren die Mitglieder vom freien Spielrecht auf elf weiteren Schweizer Plätzen. Das Clubleben in Heidental bezeichnet Honauer als familiär und unkompliziert: «Bei uns treffen verschiedene

Der Golfplatz Heidental ist harmonisch in die hügelige Landschaft am Jurasüdfuss eingebettet

Generationen, Golfende unterschiedlicher Spielstärke, Mitglieder und Gäste aufeinander. Die Kombination aus landschaftlicher Schönheit, gepflegter Anlage und familiärer Atmosphäre macht unseren Club so besonders.»

VÖLLIG UNTERSCHIEDLICHE PLÄTZE

Abseits des Golfplatzes gibt es zwischen Aarau und Olten zahlreiche Ausflugsmöglichkeiten. «Besonders empfehlenswert ist der Bally Park mit dem Museum in Schönenwerd», sagt Honauer. Als Geheimtipp erwähnt er das Schloss Wartenfels oberhalb von Lostorf. Wer die Natur geniessen will, findet Wanderrouten entlang der Aare oder auf den Jurahöhen – die Region bietet Natur-, Kultur- und Genussliebhabern viele attraktive Möglichkeiten. Den Reiz eines Ausflugs zu den beiden Plätze sieht Honauer in der Verschiedenartigkeit der Anlagen. «Entfelden ist ein Parklandplatz, Heidental ein eher hügeliger, offener Platz inmitten der Natur.» Genau diese Kombination macht den Reiz eines Besuchs beider Plätze aus.

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«Die Kombination aus landschaftlicher Schönheit, gepflegter Anlage und familiärer Atmosphäre macht unseren Club so besonders.»
Victor Honauer, Manager des Golfclubs Heidental

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@ FotoAtelier Verónica Mayer
Neu: Drehbares

GOLFCLUB ENTFELDEN

SIGNATURE HOLE

Loch Nummer: 15

Längen: 90 m (gelb), 90 m (rot)

Par: 3

HCP: 17

Kurz, aber oho!

Abschlag beim alten Spycher, dem Clubhaus in den Anfangszeiten des Golfclubs. Direkt über den Teich in seiner spektakulären, immer wieder faszinierenden Umgebung. Den Bunker vorne ignorieren, der das leicht abfallende, aus drei Ebenen bestehende Green schützt. Das Loch ist kurz, aber oho! Und darum führen nur wenig Risiko und viel Präzision zum Erfolg.

GOLFCLUB ENTFELDEN

SIGNATURE

DISH

Muhener Zander mit Walliser Aprikose, Eierschwämmli und Safranvelouté

Zutaten

Chutney: 100 g getrocknete Aprikosen. 20 g rote Zwiebel. 60 ml Verjus/Weissweinessig. Gehackter Thymian.

Garnitur: 4 bis 5 Aprikosen, frische Eierschwämmli nach Belieben.

Zander: Pro Person zwei fangfrische Zanderfilets.

Safranvelouté: 50 g Zwiebel. 0,5 g Safran. 1 dl Weisswein/ Noilly Prat. 100 g Butter. 1 dl Fischfond. 100 g Vollrahm.

Zubereitung

Chutney: Getrocknete Aprikosen würfeln. Zwiebel anschwitzen. Thymian zugeben. Langsam einkochen, bis gewünschte Konsistenz erreicht ist.

Garnitur: Frische Aprikosen ausstechen oder zurechtschneiden. Mit Puderzucker und Salz würzen. In Olivenöl karamellisieren.

Eierschwämmli putzen, abtupfen. In heissem Öl sautieren.

Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Zander: Filets zuschneiden. Mit Salz, Pfeffer, Zitronensaft würzen.

Auf Hautseite knusprig braten.

Safranvelouté: Zwiebel glasig anschwitzen. Safran zugeben. Mit Wein ablöschen. Fischfond und Rahm zugeben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Vor dem Servieren mit kalter Butter montieren.

GOLFCLUB HEIDENTAL

SIGNATURE HOLE

Loch Nummer: 8

Längen: 142 m (Abschlag 58), 129 m (Abschlag 49)

Par: 3

HCP: 11

Die Qual der Wahl

Höhenunterschied von rund 20 Metern. Je nach Wind spielt sich das Loch anders. Mal reicht ein Wedge, mal braucht es ein langes Eisen. Mit Wasser links und dem Bunker rechts ist das Green hervorragend verteidigt. Die grösste Herausforderung liegt in der richtigen Schlägerwahl.

GOLFCLUB HEIDENTAL

SIGNATURE DISH

Sesam-Thunfisch auf asiatischen Glasnudeln

Zutaten

Fisch: 600 g frisches Thunfischfilet (Sushiqualität). 2 EL Sesamöl. 80 g weisse und schwarze Sesamsamen. Fleur de Sel. Nudeln: 200 g Glasnudeln. Asiatische Marinade nach Wahl (z.B. Sojasauce, Sesamöl, Limettensaft etc.).

Gemüse: 1 rote Peperoni. 1 gelbe Peperoni. 1 Karotte. 1 kleine Zucchini. 1 Handvoll Zuckerschoten. 1 EL Sesamöl. 2 EL Sojasauce.

Zubereitung

Fisch: Aus Sicherheitsgründen mindestens 24 Stunden bei −20 °C einfrieren. Danach im Kühlschrank vollständig auftauen. Rundum mit Sesamöl bestreichen, gleichmässig im Sesam wenden. Eine Pfanne stark erhitzen und den Thunfisch von allen Seiten kurz anbraten, Sesam leicht geröstet, Fisch innen roh.

Den Fisch in dünne Scheiben schneiden.

Nudeln: Nach Packungsanleitung garen, abgiessen und mit der asiatischen Marinade vermengen.

Gemüse: In feine Streifen schneiden. Im Sesamöl 2 bis 3 Minuten knackig anbraten. Mit Sojasauce abschmecken. Die marinierten Glasnudeln auf Tellern anrichten. Gemüse verteilen. Thunfischscheiben darauflegen. Mit Fleur de Sel verfeinern. Sofort servieren.

@ FotoAtelier Verónica Mayer

Die Weltelite zu Gast in Irland

Spieler von der Grünen Insel prägen den Ryder Cup seit Jahrzehnten. Passend: Für das 100-Jahr-Jubiläum des interkontinentalen Wettkampfs im Herbst 2027 wurde das Adare Manor in der Nähe von Limerick ausgewählt.

Eigentlich schien alles klar beim Ryder Cup Ende September 2025. Die Europäer hatten an den ersten beiden Turniertagen auf dem New Yorker Bethpage Black Course gross aufgespielt und sich einen schier uneinholbaren Vorsprung erarbeitet. Allerdings lieferten die US-Amerikaner nach einem schwachen Start ein beeindruckendes Comeback – durften die Einheimischen doch noch hoffen? Dann aber griff der Ire Shane Lowry im viertletzten Einzel zum Putter und sicherte mit dem 14:11 endgültig die Titelverteidigung der Gäste. «Das waren die härtesten Stunden meines Lebens. Ich kann es nicht glauben», staunte Lowry im Siegerinterview. Der Coup dürfte ihn umso mehr freuen, als das bedeutendste Golfteams-Turnier der Welt nun in seine Heimat zurückkehrt.

Ausgewogener als früher Der Drive der Iren ist indes kein neues Phänomen. Ab der ersten Austragung des Ryder Cups 1927 hatten die US-Golfer das Turnier nämlich derart stark dominiert, dass ab 1973 zur Verstärkung auch Teilnehmer von der Grünen Insel zugelassen wurden. Heute können sich Spieler aus ganz Europa mit den Amerikanern messen, womit sich das Turnier als Kontinentalvergleich zwischen Alter und Neuer Welt etabliert hat. Und die Öffnung hat sich für Erstere ausgezahlt.

Zwar haben die US-Teams von insgesamt 44 Austragungen bisher 27 gewonnen, doch in den letzten zehn Turnieren konnten die Europäer sieben Siege verbuchen. Das sind gute Vorzeichen für die nächste Austragung vom 17. bis 19. September 2027, wenn der im Zwei-Jahres-Rhythmus stattfindende Wettbewerb in die irische Grafschaft Limerick kommt.

Neu gestalteter Parkland-Kurs

Auch dies dürfte ein stimmiges Omen sein: In seiner hundertjährigen Geschichte fand der Ryder Cup erst einmal in Irland statt, und zwar 2006 im K Club im County Kildare. Auf den Parkland-Golfplätzen siegte die Europa-Auswahl damals deutlich gegen die besten Spieler aus den Vereinigten Staaten. Für das Jubiläum des Turniers wurde nun ein nicht weniger prestigeträchtiger und historischer Ort ausgewählt: das Adare Manor. Der von Tom Fazio neu gestaltete Parkland-Kurs beim Luxusresort gilt zwar als einer der modernsten in Europa. Das beweisen umfangreiche unterirdische Installationen für Be- und Entwässerung sowie ein Kapillarbeton-Drainagesystem für die Bunker. Der alte Baumbestand auf dem 840 Hektar grossen Gelände und das Herrenhaus mit seiner gotischen Pracht lassen aber keinen Zweifel an der langen Geschichte des Areals aufkommen.

Tor zum «Wild Atlantic Way»

Auch für das unvermeidliche «19. Loch» sollte man sich rund um das Resort viel Zeit nehmen. Denn nicht nur das Spektakel des Ryder Cups 2027 ist einen Ausflug zum Golfplatz wert, sondern auch das zugehörige Adare Village. Im bildschönen irischen Dorf schlendern Gäste an reetgedeckten Cottages und bunten Blumengärten vorbei zu Pubs an der historischen Dorfstrasse. Hier können Golfende sowie Zuschauerinnen und Zuschauer mit einem Pint auf die sportlichen Höchstleistungen anstossen und dabei bereits die nächsten Reisepläne schmieden. Golfen lässt sich hier schliesslich bestens mit kürzeren und weiteren Ausflügen in der Region kombinieren: Natur- und Kulturfreunde besuchen beispielsweise den ebenso nahen wie idyllischen Lough Gur mit seinen prähistorischen Stätten am Seeufer. In Limerick thront zudem King John’s Castle – die mächtige Normannenburg direkt am Fluss Shannon verfügt über eine 800-jährige Geschichte. Adare ist weiter auch ein perfekter Ausgangspunkt für Erkundungstouren auf dem 2500 Kilometer langen «Wild Atlantic Way». Unterwegs darf es dann wieder in den Fingern kribbeln: Auf der legendären Strecke treffen Reisende nicht nur auf Klippen und Fischerdörfer, sondern auch auf 40 Golfplätze.

www.adaremanor.com

www.ireland.com

Weitere Turnier-Tipps:

— KPMG Women’s Irish Open: 27.– 30. August im K Club, County Kildare

— Walker Cup: 5.– 6. September im Lahinch Golf Club, County Clare

— DP World Tour, Amgen Irish Open: 10.–13. September im Trump International Golf Links & Hotel, County Clare

Prächtige Kulisse: Adare Manor
Gepflegt: Parkland-Golfplätze des K Club

TEE TIME MIT . . .

So manche politische Entscheidung ist schon auf dem Golfplatz getroffen worden. Für die Luzerner Ständerätin Andrea GmürSchönenberger ist das Green jedoch weniger ein Ort des diplomatischen Networkings als einer der Erholung und sportlichen Herausforderung.

Text: Esther Hürlimann

«Golf ist eine ideale Möglichkeit, Gelassenheit zu üben und die Frustrationstoleranz zu erhöhen.»
Andrea Gmür

WIE ALLES BEGANN

Andrea Gmür macht kein Geheimnis daraus, dass sie ohne ihren Mann nicht Golf spielen würde.

Für den langjährigen CEO der Helvetia Versicherungen, Philipp Gmür, war es schon länger ein Wunsch gewesen, mit seiner Frau zu golfen. So machte das beruflich stark eingespannte Power Couple, das vier erwachsene Kinder hat, vor etwa neun Jahren im Tessin die Platzreife und trat dann zwei Jahre später in seiner Heimatstadt Luzern in den dort ansässigen Lucerne Golf Club ein.

«Ein gar nicht so einfacher Weg», bilanziert Andrea Gmür rückblickend. Die sportliche MittePolitikerin, die schon mehrfach parlamentarische Skirennen gewonnen hat, vor dem Golfspiel Tennis spielte und regelmässig joggt, stellte sich den Golfschwung definitiv einfacher vor. «Die grosse Herausforderung beim Golfspiel liegt darin, dass du eigentlich nie genau weisst, was du falsch machst, wenn es nicht läuft.»

Auch sei sie anfänglich überrascht gewesen, wie anstrengend und intensiv der Sport ist. «Als ich das erste Mal bei Bruthitze im Tessin 18 Loch Golf spielte, war ich danach so erschöpft, dass ich eine Pause brauchte. Die fünfstündige Wanderung in eine SAC-Hütte am darauffolgenden Tag kam mir viel weniger anstrengend vor als die vier Stunden auf dem Golfplatz.»

GOLFEN ALS AUSZEIT

Trotzdem geniesst die Luzerner Vollblutpolitikerin, die ursprünglich aus dem Toggenburg stammt, die regelmässigen Flights mit ihrem Mann auf dem Dietschiberg in Luzern. «Golfen ist für mich vor allem eine Begegnung mit der Natur. Unser Platz ist mit seiner aussergewöhnlichen Aussicht in die Berge, auf den See und die Stadt einer der schönsten im Land. Hier zu spielen, ist für mich Erholung pur.»

Gerne würde Andrea Gmür noch mehr solcher Momente in ihren Alltag einbauen, doch findet die vielseitig tätige Politikerin, die anspruchsvolle Mandate innehat – wie etwa als Mitglied der Sicherheitspolitischen Kommission, als Delegationspräsidentin der Parlamentarischen Versammlung der NATO sowie als Mitglied der Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur (WBK) und der Kommission für Kommunikation, Verkehr und Fernmeldewesen (KVF) –, nur selten einen Slot dazu. «Meine Aufgaben sind oft schlecht planbar, und da Golf sehr zeitintensiv ist, kommt es etwas zu kurz.»

Eingeplant sind hingegen einmal im Jahr Golfferien mit befreundeten Ehepaaren an einem schönen Ort irgendwo im Ausland. Im Frühling ging es in die Südtürkei, was sehr schön gewesen sei – auch wenn ihr Spiel sie nicht zufriedengestellt habe. «Manchmal war ich nahe dran, den Golfschläger ins Gebüsch zu werfen. Doch nach einem Tag Auszeit lief es mir wieder halbwegs passabel und ich versöhnte mich mit dem Spiel.» Golf sei halt auch eine Möglichkeit, Gelassenheit zu üben. Eine Eigenschaft, die ihr als Politikerin entgegenkommt, lautet ihr Fazit.

Gmür ist

GOLF LIEGT IM TREND

«Sport geniesst im Parlament einen grossen Rückhalt aus allen Fraktionen, denn er ist wichtig für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft und die positive Ausstrahlung der Schweiz weltweit», sagt Gmür. Nicht zu unterschätzen sei auch der wirtschaftliche Faktor. Im Zusammenhang mit der Standortförderung und dem Tourismus spielt insbesondere auch Golf eine bedeutende Rolle.

«Golf liegt definitiv im Trend. In den letzten Jahrzehnten hat es sich von einer elitären Freizeitbeschäftigung immer mehr zu einem Breitensport entwickelt. Dass sich die Möglichkeiten, Golf zu spielen, in den letzten Jahren enorm verbessert haben, finde ich toll.»

KEINE DIPLOMATIE AUF DEM GOLFPLATZ

Schweizer Politikerinnen oder Politiker, die auf dem Golfplatz diplomatische Beziehungen pflegen, passen zwar nicht in das gängige Bild unserer Parlamentarier. Und doch spielen Golf und der Sport generell eine wichtige Rolle unter der Bundeshauskuppel – und mittendrin Andrea Gmür als Präsidentin der Parlamentarischen Gruppe Sport (PGS) als wichtige überparteiliche Schnittstelle zwischen Bundespolitik und Schweizer Sport.

«Wir schauen, welche sportpolitischen Traktanden anstehen und wo wir politisch Einfluss nehmen können, und treiben auch gemeinsam Sport», fasst sie die Aufgabe zusammen. Aktuell steht eine Kandidatur der Schweiz für die Olympischen Winterspiele 2038 an, worüber im Herbst der Nationalrat entscheidet und im Frühling der Ständerat. Auch der Parlamotion, der frühmorgendliche Parlamentarierlauf rund ums Bundeshaus, hat in der Sommersession wieder stattgefunden.

Auch im Parlament sitzen einige Golferinnen und Golfer. Nebst Tennis und Fussball gibt es im Bundeshaus auch eine parlamentarische Gruppe Golfsport, die regelmässig Turniere organisiert. «Diese parteiübergreifenden Aktivitäten sind wichtig, weil das die verschiedenen Fraktionen, die sich manchmal im Parlament hart miteinander auseinandersetzen, verbindet.»

Doch hat Andrea Gmür noch nie selber an einem parlamentarischen Golfturnier teilgenommen. Golf spielt sie nach wie vor mit ihrem Mann und ein paar Freunden.

DER SCHWEIZER ONLINESHOP MIT FAIREN PREISEN

Wer auf der Suche nach Premium-Golfbällen und hochwertigem Zubehör zu fairen Preisen ist, findet mit Cubik Golf eine spannende Alternative zu den bekannten Marktführern.

Im Schweizer Onlineshop www.cubikgolf.com stehen Qualität, Performance und ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis im Mittelpunkt. Gegründet wurde der Shop vor vier Jahren in Solothurn, um unnötige Preisaufschläge im Golfsport zu umgehen und für mehr Preis-Fairness zu sorgen. Darum werden nur Marken angeboten, welche dieses Ziel ebenfalls verfolgen. Ansonsten gilt die Devise: Direkt mit den Manufakturen selber entwickeln!

Mit den Marken Sugar Golf und der Eigenmarke «Cubik» werden unterschiedliche Premium-Golfbälle mit einer hochwertigen 3-Schicht-Konstruktion und einer Urethan-Schale angeboten, die ein weiches Spielgefühl, hohe Ballgeschwindigkeiten und exzellente Kontrolle rund ums Grün vereinen. Die Bälle richten sich an Golferinnen und Golfer, die keine Kompromisse bei der Performance eingehen möchten, jedoch nicht bereit sind, dafür Höchstpreise zu bezahlen.

Neben Golfbällen umfasst das Sortiment sorgfältig entwickeltes Golfzubehör, das sich durch seine Qualität und ein überzeugendes Preis-Leistungs-Verhältnis auszeichnet. Ob Cabretta-Lederhandschuhe für den perfekten Grip, Mikrofasertücher mit Karabiner und Magnetbefestigung oder coole Tees – im Shop findet man diverses Equipment. Bei Cubik Golf setzt man bewusst auf Produkte, die in der Praxis überzeugen und deutlich günstiger sind als vergleichbare Angebote etablierter Marken.

Der Schweizer Anbieter legt zudem ein besonderes Augenmerk auf die Individualität. Bereits ab kleinen Stückzahlen können Golfbälle mit Firmenlogos oder individuellen Motiven personalisiert werden. Damit eignet sich das Angebot sowohl für Unternehmen, Golfclubs und Turnierveranstalter als auch für private Anlässe.

Mit dem Gutscheincode FAIR-GOLF erhalten Sie 20 Prozent Rabatt auf den gesamten Warenkorb im Onlineshop von www.cubikgolf.com, um sich selbst zu überzeugen. Er ist gültig bis Ende September und die ideale Gelegenheit, Premium-Golfbälle und hochwertiges Zubehör zu attraktiven Konditionen kennenzulernen.

Andrea
auf den Greens des Dietschiberg in Luzern anzutreffen

GOLFMODE UND STREETWEAR –WER BEEINFLUSST WEN?

Wer hätte gedacht, dass sich die Golfmode im Laufe der Jahrzehnte über die Grenzen des traditionellen Sports hinaus entwickeln und den heutigen Lifestyle prägen würde? Gleichzeitig finden Elemente der Streetwear ihren Weg auf das Fairway und verleihen der klassischen Golfbekleidung einen frischen, zeitgemässen Look.

Text:

Wohin man auch blickt – der Einfluss der Golfmode ist längst im Alltag angekommen. Besonders eindrücklich zeigt sich dies am Poloshirt: Ursprünglich für sportliche Aktivitäten im Freien gedacht, hat es sich im Laufe der Zeit zur stilvollen Alternative zum klassischen Hemd entwickelt. Heute zählt das Poloshirt zu den zeitlosen Klassikern der Garderobe und ist sowohl in der Freizeit als auch im Berufsalltag kaum mehr wegzudenken.

Darüber hinaus war die Golfmode eine Vorreiterin bei der Entwicklung funktionaler Bekleidung. Atmungsaktive Stoffe, elastische Materialien, Feuchtigkeitsmanagement und UVSchutz gehörten schon früh zur Standardausstattung auf dem Golfplatz. Diese Eigenschaften sind heute aus der sogenannten «Athleisure»Mode nicht mehr wegzudenken. Sportlich inspirierte Kleidungsstücke werden längst nicht mehr nur beim Sport getragen, sondern haben ihren festen Platz im Alltag gefunden. Ein Beispiel hierfür ist das Cap. Einst erfunden als funktionale Kopfbedeckung, ist es heute ein unverzichtbares Modeaccessoire.

«Einst erfunden als funktionale Kopfbedeckung, ist das Cap heute ein unverzichtbares Modeaccessoire.»

DER COUNTRY- CLUB - LOOK ALS STILVORBILD

Auch stilistisch hat die Golfmode deutliche Spuren hinterlassen. Der klassische Country-ClubLook mit Poloshirt, Chinohose, Strickpullover und hochwertigen Lederschuhen bildet die Grundlage des sogenannten «Preppy»-Stils. Dieser steht für einen gepflegten, zurückhaltenden und zugleich hochwertigen Auftritt. In den vergangenen Jahren haben Trends wie «Quiet Luxury» und die «Old Money»-Ästhetik diesem Stil zu neuer Aktualität verholfen. Charakteristisch hierfür sind dezente Farben, hochwertige Materialien und klassische Schnitte.

GANT Polokleider

Damen-Chinohose Slim Fit (links) und LES DEUX

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DER HANDEL BESTÄTIGT DEN TREND

Wir haben bei Manor nachgefragt, ob sich die erwähnten Tendenzen bemerkbar gemacht haben. Die Modeexpertinnen und -experten des Unternehmens beantworteten unsere Fragen wie folgt.

In welchen Bereichen beziehungsweise in welchem Sortiment macht sich der Einfluss der Golfmode bemerkbar, und seit wann?

Der «Golfcore»-Trend ist seit etwa 2023 erkennbar und hat sich 2025/2026 zu einem breiten LifestyleTrend entwickelt. Bei Manor zeigt sich dieser Einfluss besonders bei Poloshirts, Polokleidern, Chinos, leichten Strickwaren, Faltenröcken, Sneakern und Caps. Es geht weniger um klassische Golfbekleidung als vielmehr um einen gepflegten, sportlich-eleganten Look, der sowohl auf dem Golfplatz als auch im Alltag funktioniert.

Welche Kundschaft und welche Altersgruppe möchte Mode, die dem Golf-Outfit ähnelt?

Der Trend spricht sowohl jüngere, modebewusste Kunden an, die Stile wie «Golfcore» oder «Quiet Luxury» mögen, als auch eine erwachsene Kundschaft, die zeitlose, vielseitige Freizeitkleidung sucht.

Beeinflusst die heutige Mode auch die Golfmode? Wenn ja, inwiefern?

Die moderne Golfmode wird mittlerweile stark von allgemeinen Modetrends beeinflusst. Lockere Passformen, hochwertige Materialien und alltagstaugliche Designs sorgen dafür, dass viele Kleidungsstücke sowohl auf dem Golfplatz als auch abseits davon getragen werden können.

Welches sind die Auswirkungen auf den Einkauf und die Zukunftsgestaltung?

Für Manor bestätigt dieser Trend die Nachfrage nach vielseitigen Produkten, die Sport- und Alltagskleidung verbinden.

«Trotz der Einflüsse aus dem Alltag hat die Golfmode wesentlich zur Entstehung des Smart-CasualStils beigetragen.»

Umgekehrt setzen sich auf den Golfplätzen Elemente aus der Modewelt der Jugend durch. Auf Golfanlagen in den USA und Japan begegnet man vermehrt neuen Marken wie Malbon Golf, G/FORE oder Eastside Golf. Diese verbinden Einflüsse aus Streetwear und Popkultur mit klassischen Golfelementen. Auf diesem Weg wird Golfmode zunehmend auch für jüngere Zielgruppen attraktiv.

SNEAKER EROBERN DAS FAIRWAY

Auch im Bereich der Schuhmode trifft man auf Facetten der Streetwear. Moderne Golfschuhe orientieren sich optisch immer stärker an Sneakern, während auf der anderen Seite viele Alltagsschuhe Impulse aus dem Golf- und Outdoorbereich übernehmen. Dadurch verschwimmen die Grenzen zwischen Sport- und Freizeitbekleidung zunehmend.

Trotz der zuletzt genannten Einflüsse aus dem Alltag hat die Golfmode wesentlich zur Entstehung des heute weit verbreiteten Smart-Casual-Stils beigetragen. Sie schuf eine Verbindung zwischen formeller Kleidung und funktionaler Sportbekleidung und etablierte damit eine Garderobe, die sowohl gepflegt als auch komfortabel ist. Gerade in einer Zeit, in der flexible Dresscodes an Bedeutung gewinnen, entspricht dieser Ansatz dem Wunsch vieler Menschen nach einem ausgewogenen Verhältnis von Stil und Bequemlichkeit.

Alle gezeigten Produkte sind bei Manor erhältlich.

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EIN GROSSES DANKE AN

UNSERE PARTNER

für die wertvolle Unterstützung — gemeinsam fördern wir den Golfsport in der Schweiz.

ZAHLEN & FAKTEN

2Swiss Golf Generation Championship

Die Swiss Golf Generation Championship in Saint Apollinaire zeigte einmal mehr, wie Golf Menschen verschiedener Generationen zusammenbringt und unvergessliche gemeinsame Momente schafft. Bei diesem traditionellen Turnier des Swiss-Golf-Kalenders, das im GreensomeStableford-Format ausgetragen wird, bestehen die Teams aus zwei Mitgliedern derselben Familie, die unterschiedlichen Generationen angehören.

So viele Schweizer Siege wurden bis zum Redaktionsschluss dieser Ausgabe im Jahr 2026 auf der Pro Golf Tour gefeiert. Loïc Naas holte beim VcG Köln Open seinen ersten Titel, während Fiorino Clerici beim Gradi Polish Open by Emeralld seinen zweiten Sieg auf der Pro Golf Tour errang. Der bestplatzierte Schweizer in der Order of Merit war jedoch weiterhin Mauro Gilardi, der dank seiner hervorragenden Konstanz im Rennen um den Aufstieg auf die HotelPlanner Tour ideal positioniert war.

Swiss Golf Interclub Champions 50+

Wie bereits 2025 gewann der Golf & Country Club Zürich die Swiss Golf Interclub Championship 50+ in der Königsklasse der Frauen. Auf dem Platz des Golfclubs Breitenloo machten die Titelverteidigerinnen im Strokeplay den Unterschied. Stefanie Bucher, Jackie DangelOrley, Christina Dolder-Widmer, Eva Dyckerhoff, Alix Raynar und Bettina Schaller Bossert lagen nach den Foursomes noch einen Schlag hinter Maison Blanche zurück. Ihnen gelang jedoch die Wende und sie setzten sich am Ende mit zwei Schlägen Vorsprung vor Genève und Maison Blanche durch. Bei den Männern wurde die 1. Serie (Esery) aufgrund der extremen Temperaturen abgesagt. Insgesamt nahmen

140 Teams in zehn Serien an der Swiss Golf Interclub Championship 50+ teil.

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SWISS GOLF –das offizielle Magazin www.swissgolf.ch

Offizielles Organ von Swiss Golf 6 Ausgaben pro Jahr

Herausgeberin Swiss Golf Thunstrasse 110, 3006 Bern media@swissgolf.ch

Verantwortlich für diese Ausgabe

Marcel Brönnimann Leiter Marketing marcel.broennimann@swissgolf.ch

Jérôme Reynard Chefredaktor jerome.reynard@swissgolf.ch

Redaktion/Lektorat/Übersetzung

Jérôme Reynard, Cécile Klotzbach, Peter Beeli, Thérèse Obrecht Hodler, Nicole Bosson, Syntax Übersetzungen AG, Zürich

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Erscheinungstermin Ausgabe 05 | 26: 12. Oktober 2026

Anzeigenschluss Ausgabe 05 | 26: 18. September 2026

Adressänderungen

Adressänderungen und weitere Mutationen können Sie auf www.swissgolf.ch unter «MySwissGolf» selber bearbeiten – oder wenden Sie sich an Ihren Clubmanager oder an die Geschäftsstelle der ASGI oder an Migros GolfCard

Mitgliedschaftspresse

Adressiert per Post und zugestellt an alle Mitglieder der Swiss Golf Clubs, ASGI und Migros GolfCard

Druckauflage

Gesamt 61 653 Exemplare

Deutsch 49 999 Exemplare Französisch 11 654 Exemplare

Titelbild

Joel Girrbach @ Getty Images

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