Freitag, 8. Juli 2016 | Nr. 27 | 58. Jahrgang
Die Bank für Unternehmer
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WOCHENZEITUNG FÜR DEN MITTELSTAND
PUBLIKATIONSORGAN DER SCHWEIZERISCHEN VOLKSPARTEI SVP DES KANTONS ZÜRICH
EIN AUSGEWOGENES PAKET FÜR DEN WERKPLATZ ZÜRICH
Warum die USR III für den Kanton Zürich wichtig ist
Der Kanton Zürich ist ein sehr guter Wirtschaftsstandort. Dabei geht aber oft vergessen, dass wir in diesen Standort immer wieder investieren müssen, wenn er gut bleiben soll – auch steuerlich. Tun wir das nicht, würde das uns allen langfristig schaden. Deshalb ist die Unernehmenssteuerreform III so wichtig.

Ernst Stocker Regierungsrat SVP Finanzdirektor
Der Regierungsrat hat kürzlich dargelegt, wie er die USR III auf kantonaler Ebene vollziehen will: mit sämtlichen Instrumenten, die der Bund den Kantonen zur Verfügung stellt, und mit einer moderaten Gewinnsteuersenkung von 21,1 auf 18,2 Prozent. Der Auslöser für diese Reform ist, dass die Kan
AUS DER SICHT DER GEMEINDEN
tone die international verpönte Spezialbesteuerung von Holding, Domizil und gemischten Gesellschaften abschaffen müssen.
Ein guter Standort ist kein Selbstläufer
Die Strategie des Regierungsrates geht nun den einen zu wenig weit, den anderen scheint sie zu teuer und unnötig.
Begründung: Der Standort Zürich sei derart gut, dass keine Firmen abwandern würden. Dieser letzte Schluss ist aus mehreren Gründen falsch und gefährlich. Zum einen, weil ein guter Standort kein Selbstläufer ist. Wir müs
sen immer wieder in unseren Standort investieren, in die Bildung, den Verkehr usw. Wer sagt, Stadt und Kanton Zürich hätten alle Unternehmen auf sicher, spielt mit dem Feuer: Unsere Nachbarkantone schlafen nicht und haben – dank unseren Stärken – ähnliche Vorteile. So macht es keinen Unterschied, ob man ab Schaffhausen, Zug oder Zürich den Flughafen Kloten für eine Geschäftsreise nutzt. Wichtig ist die Nähe zum Flughafen, und die haben andere auch.
Nun sagen Kritiker, es käme den Kanton und seine Gemeinden günstiger, die betroffenen Gesellschafen einfach zie
Gratwanderung zwischen Ertragssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit
Letzte Woche hat der Regierungsrat des Kantons Zürich die Katze also aus dem Sack gelassen und erläutert, wie die USR III im Kanton Zürich umgesetzt werden soll. Wenig überraschend wird diese kurzfristig zu Ertragseinbussen führen. Deswegen allerdings vorschnell in Gejammer zu verfallen, ist fehl am Platz.
Lange musste man sich gedulden, bis die Finanzdirektion erklärte, wie sie die UST III im Kanton Zürich umsetzen will. Das ist angesichts der komplexen Verhältnisse im Kanton Zürich aber auch nicht weiter erstaunlich. Die Betroffenheit der Gemeinden ist sehr unterschiedlich und der Kanton steht im Wettbewerb mit anderen Kantonen, die schon früh teilweise massive Steuersenkungen beschlossen oder in Aussicht gestellt haben. Die Regierung musste also die Gratwanderung zwischen der Sicherung der Erträge und der Wettbewerbsfähigkeit des Kantons machen. Und das ist eigentlich recht gut gelungen.
Unberechtigte Kritik des GPV Dass der Verband der Gemeindepräsidenten (GPV) den Beschluss der Regierung derart scharf kritisiert hat, ist wohl dem Umstand geschuldet, dass die grossen Städte hier massiv und offenbar erfolgreich Druck gemacht haben. Die Verhandlungsposition der Gemeinden um die Verteilung des Kantonsanteils an den direkten Bundessteuern stärkt dies jedenfalls nicht. Und das der Wirtschaftskanton Zürich handeln musste, bleibt weitgehend unbestritten. Aber alternative Handlungsoptionen werden durch den GPV ebenfalls nicht aufgezeigt – eben gerade deshalb, weil die Betroffenheit in den
Gemeinden derart unterschiedlich ist. Der Bär lässt sich eben doch nicht waschen, ohne dass das Fell nass wird. Erstaunlich ist, dass sich bisher kaum jemand dazu geäussert hat, was gegen den massiven Abfluss von Steuersubstrat aus dem Kanton Zürich durch den NFA getan werden kann und soll. Das sind just jene Mittel, die unsere Nachbarkantone dazu verwenden, die Gewinnsteuersätze für Unternehmen sehr kompetitiv zu senken. Statt sich in innerkantonalen Scharmützeln zu verheddern, sollte die vom Bund – und letztlich von der OECD gestellte und unabwendbare Aufgabe mit ruhiger Hand angegangen und die übergeordnete Ebene dabei nicht aus den Augen verloren werden.
Martin Arnold, Gemeindepräsident Oberrieden, Kantonsrat SVP
hen zu lassen. Das sind zwar nur 3 Prozent aller Zürcher Unternehmen, aber sie liefern doch 11 Prozent der Steuererträge. Zudem gingen etwa 6000 wertvolle Arbeitsplätze verloren – und damit auch Einkommenssteuern. Vor allem müssen wir auch bedenken: Wir sind trotz unseren guten Qualitäten keineswegs der Spitzenreiter: Der Kanton Zürich gehört für Unternehmen heute zu den steuerlich teureren Standorten der Schweiz. Er ist in der Rangliste der Kantone deutlich nach hinten gerutscht –weil andere Kantone in den letzten Jahren aktiver waren.
Das Steuersubstrat sichern
Der Kanton und die Gemeinden können auch nicht davon ausgehen, dass sie jene Steuern auf sicher haben, die sie heute einziehen können. Das haben sie nie. Die Finanzkrise sollte uns deutlich genug gezeigt haben, dass Steuern plötzlich wegbrechen können. Das hängt oft von Ereignissen und Entscheiden in der Weltpolitik ab, die wir nicht beeinflussen können. Eine gute Finanzpolitik kalkuliert Einbussen deshalb ein und muss solche verkraften können.
Darauf muss sich der Kanton einstellen, aber auch die Gemeinden. Denn
wenn eines sehr klar ist bei der USR III dann dies: Die Gewinnsteuern werden landesweit ins Rutschen geraten. Die Waadt hat begonnen – Genf, Schaffhausen, St. Gallen und die Innerschweiz werden folgen. Zürich geht hier einen moderaten Weg, weil unser Standort, wie gesagt, einiges kostet. Aber abseits zu stehen und von allen überholt zu werden, das wäre fatal.
Die USR III wird vorerst zu Einbussen führen – es hat aber auch nie jemand gesagt, sie sei gratis. Niemand kann also überrascht sein. Diese Einbussen dürften sich jedoch im Bereich von Schwankungen bewegen, die ein Haushalt ohne Steuererhöhungen vorübergehend aushalten können muss. Bei Steuersenkungen haben wir zudem immer wieder festgestellt, dass sich anfänglich prognostizierte Einbussen rasch wieder ausgeglichen, zu Mehrerträgen geführt und den Standort Zürich gestärkt haben.
Aus all diesen Gründen ist die USR III eine gute und nötige Investition in den Kanton Zürich und seine Wirtschaft. Wenn wir damit das Steuersubstrat der Unternehmen und Arbeitsplätze sichern können, dann profitieren letztlich alle davon.
Bundesfinanzen – es sieht nicht rosig aus «Es sieht nicht rosig aus. Die Alterung der Bevölkerung führt langfristig zu einer Stagnation und wird damit zum Problem. Erstens führt das zu höheren Kosten in der Altersvorsorge, zweitens zu höheren Kosten bei der Gesundheit und drittens sinken die Steuereinnahmen, weil Pensionierte weniger Einkommen haben und darum tendenziell auch weniger Steuern zahlen. Diese drei Faktoren werden unter anderem die Bundesfinanzen belasten. Die Gefahr ist, dass man in guten Jahren vor sich herschiebt, was unangenehm ist. Jetzt müssen wir die Diskussion anfangen, denn erfahrungsgemäss dauert es fünf bis acht Jahre, bis wir zu handeln beginnen. Der Zeitraum, etwas zu bewirken, wird immer kleiner. Mir fällt auf, dass sich vor allem die Jungen bis jetzt in der Diskussion über die langfristigen Perspektiven zurückgehalten haben. Man muss ihnen bewusst machen, dass sie von den Problemen am meisten betroffen sein werden.»
SVP-Bundesrat Ueli Maurer in einem Interview mit der «Basler Zeitung».
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Christoph Mörgeli

Unser Mann in London
Fürchtet euch nicht. Denn Hoffnung ist nahe. Was andere auf der internationalen Bühne verkacheln, renkt FDP -Nationalrat Hans-Peter Portmann wieder ein. Als die Briten nach der BrexitAbstimmung nicht mehr ein und aus wussten, rief eine «hochrangige Gruppe konservativer Abgeordneter» den hochrangigen Hans-Peter Portmann an. Sie luden ihn in den Westminster Palace nach London. Zu einem «privaten Besuch, wie er unter Aussenpolitikern üblich sei». Sagt Aussenpolitiker Portmann. Aussenpolitiker Portmann liess sich nicht zweimal bitten. Und schon war Aussenpolitiker Portmann «plötzlich mittendrin».
Die FDP schenkt unserem Land jetzt also zum zweiten Mal in der Geschichte einen Schattenaussenminister. Jahrelang versah diese eminente Funktion der Thurgauer Nationalrat Ernst Mühlemann seligen Gedenkens. Jetzt ist es Hans-Peter Portmann, dessen Schatten unsere Aussenpolitik erhellt. In London konferierte er laut Tages-Anzeiger «über Vorzüge und Nachteile des bilateralen Wegs». Auch der Blick wurde von Portmann über das Spitzentreffen vorinformiert: «Ich wurde am Dienstag mit der Bitte kontaktiert, raschmöglichst ins Westminster-Palais für einen weiteren Informationsaustausch zu kommen.» Welch Glück für die Welt, dass Portmann genau in jenem Moment in London weilte, als Boris Johnson seinen Verzicht auf das Amt des Premierministers bekanntgab. Tages-Anzeiger: «Sofort kam Bewegung in die Gruppe, mögliche Kandidatinnen und Kandidaten wurden besprochen, geprüft, für zu leicht oder für genau richtig befunden. Immer dabei: Hans-Peter Portmann.» Für nichts zu leicht befindet sich Nationalrat Hans-Peter Portmann. Er weiss darum, dass «eine Frau die Schwelle zur Downing Street 10 überschreiten» werde. Damit stellte Portmann über Twitter klar, dass er selber kein Interesse am Amt des britischen Premierministers hat. Dafür hat er vor der Rückkehr von seinem privaten Staatsbesuch für die Interessierten ein interessantes «Statement» vorbereitet: Seine britischen Kollegen hätten sich «sehr für den bilateralen Weg interessiert». Gar nicht lustig fand diesen medienwirksamen London-Trip die CVP -Nationalrätin Kathy Riklin. Ausgerechnet die Schattenaussenministerin bei der EU in Brüssel verspottete Portmann als «Schattenaussenminister». Riklin hat Sinn für Ironie. Wenn auch nicht für Selbstironie.
JETZT DIE RICHTIGEN ENTSCHEIDE TREFFEN
Was bedeutet der Brexit für die Schweiz?
Nach dem Votum für Selbstbestimmung der Briten und dem damit verbundenen Austritt aus der Europäischen Union muss sich die Schweiz auf ihre Stärken besinnen. Direkte Demokratie und das Recht, im eigenen Land zu bestimmen, sind die tragenden Säulen unseres Landes. Jetzt gilt es auch in der Schweiz, die richtigen Entscheide zu treffen – ganz speziell in den Bereichen Forschung, Finanzplatz, Exportwirtschaft und Personenfreizügigkeit.

Thomas Matter Nationalrat SVP Meilen
Es war nicht anders zu erwarten: Unsere Journalisten inklusive der Kommentatoren der staatlichen SRG beurteilten den EU Austrittsentscheid der Briten wahlweise als «Schock», als «Abgrund», ja sogar als «Untergang». Dies ist nicht weiter erstaunlich, denn es sind dieselben Medien, die den Schweizerinnen und Schweizern seit 25 Jahren einhämmern, es gebe zur EU Mitgliedschaft oder zumindest zur EUAnbindung keine Alternative. Das EDA wiederum richtete seinerseits eine «Helpline» für in Grossbritannien lebende Schweizer ein –wie wenn sich eine Naturkatastrophe ereignet hätte.
Doch zu den weit realitätsnäheren Indikatoren für die Qualität politischer Entscheide gehören für mich die Reaktionen der Finanzmärkte. Nach dem Schweizer EWRNein vom 6. Dezember 1992 verlor unsere Börse am Folgetag zu Beginn etwas, um noch am Abend des 7. Dezember höher zu schliessen als vor dem Abstimmungswochenende. Ähnliches lässt sich vom Brexit sagen: Die internationalen Finanzmärkte standen nach dem britischen Volksentscheid besser da als davor. Der Dow Jones Index eröffnete eine Woche vor dem BrexitEntscheid bei 17.602,23 und schloss eine Woche danach bei 17.949,37.
Britische und Schweizer Forscher sind Spitze In Tat und Wahrheit ist der Entscheid der Bevölkerung Grossbritanniens eine grosse Chance für die Schweiz. Zuvor hat der Bundesrat bei der Übertragung der bilateralen Verträge auf das EUNeumitglied Kroatien inklusive Personen
freizügigkeit enormen Druck auf das Parlament aufgebaut. Im klaren Wissen, dass das Ja des Souveräns zur SVPMasseneinwanderungsinitiative verbietet, vor deren Umsetzung neue Staatsverträge abzuschliessen, wollte er das Abkommen unter Hinweis auf das gefährdete EUForschungsprogramm «Horizon 2020» dennoch unterzeichnen. Von drei Bundesratsparteien und von den Wirtschaftsverbänden wurde «Horizon 2020» als so überlebenswichtig beurteilt, dass die anderen Verträge des bilateralen Pakets I offenbar geradezu als unbedeutend erschienen. Dabei stellt der Brexit unser Land gerade im Forschungsbereich vor eine völlig neue Situation: Grossbritannien bildet mit seinen EliteInstitutionen den bei Weitem wichtigsten Forschungsplatz Europas. Als Nummer zwei rangiert die Schweiz, wobei die ETH Zürich punkto Forschungsleistung hinter den Universitäten von Oxford und Cambridge sowie dem Imperial College in London an vierter Stelle der europäischen Hochschulen steht. Da wäre es naheliegend, dass die Schweizer Forschungslandschaft zur Erhaltung ihrer exzellenten Qualität den Wissensaustausch vor allem durch einen Verbund mit den vorzüglichen englischen Universitäten statt mit dem EUMittelmass sucht.
Auch die USA und Japan liegen übrigens qualitativ weit vor den Hochschulen der EU. Davon abgesehen gehen die EU Gelder, die in die Schweiz fliessen, zu einem schönen Teil an ausländische Forscher aus dem EU Raum. Brüssel dürfte sich darum sehr genau überlegen, ob es künftig Schweizer Projekte diskriminieren will.
EU ohne globalen Finanzplatz Mit dem Brexit gehört der Finanzplatz London künftig nicht mehr zur Europäischen Union. Unter den bedeutendsten Finanzplätzen findet sich laut Global Financial Centres Index unter den
DER RAHMENVERTRAG UND DER SCHLEICHENDE EU-BEITRITT
Der Bundesrat, Rudenz und die Lorelei
ersten dreizehn kein einziger der EU London bildet den global wichtigsten Finanzplatz überhaupt. Es folgen New York, Hongkong, Singapur und Tokio. Bereits auf Rang sechs folgt Zürich. Luxemburg steht erst an vierzehnter und Frankfurt sogar erst an achtzehnter Stelle. Angesichts der Tatsache, dass künftig auch Grossbritannien nicht mehr EU Mitglied ist, sollten die Finanzplätze von London einerseits und Zürich/Genf andererseits weit enger zusammenarbeiten. Eine erfolgreiche Finanzmarktstrategie könnte auf den Vorteilen der politischen Stabilität, dem starken Schweizer Franken und dem ausgezeichneten Knowhow aufgebaut werden. Die erfolgreich eingereichte Initiative zum Schutz der finanziellen Privatsphäre erhält eine noch grössere Bedeutung. Die Stempelsteuer auf Wertschriften und die Überregulierungen im Fondgeschäft wären abzuschaffen.
Wachstumsmärkte liegen ausserhalb der EU Interessant sind die Folgen des Brexit auch hinsichtlich der Schweizer Exportindustrie. Im Jahr bevor die als so überlebenswichtig gelobten bilateralen Verträge I in Kraft traten, betrug unser Exportanteil in die EU noch stolze 64 Prozent. Nach dem Brexit liegt der Anteil der EU Exporte noch bei 47 Prozent. Dieser rückläufige prozentuale Anteil belegt, dass die Bedeutung der Bilateralen I massiv überschätzt wird. Der Exportanteil der übrigen Welt hat so deutlich zugenommen, dass eine einseitige Ausrichtung auf die EU wenig Sinn macht. Auch gilt es, zu beachten, dass die Wirtschaft des Vereinigten Königreichs weltweit zu den liberalsten, am wenigsten regulierten gehört. Das dortige Wirtschaftswachstum lag 2015 immerhin bei 2,2 Prozent und die Beschäftigungsquote auf einem historischen Höchststand. Grossbritannien
verfügt über grosse Energieressourcen wie Kohle, Erdgas und Erdöl. Vor allem aber bleibt das Inselreich ähnlich wie die Schweiz mit einem erheblichen Handelsbilanzdefizit ein äusserst wichtiger Partner der EU
Selbstbestimmung stärken –Zuwanderung beschränken
Die Personenfreizügigkeit und die Fremdbestimmung durch bürokratische EURegulierungen überfordert die Briten ebenso wie die Schweizer. Die Briten haben eine lange Tradition der Selbstbestimmung, der Eigenverantwortung und der parlamentarischen Demokratie. Es muss und darf nicht alles staatlich reguliert sein und schon gar nicht durch das demokratisch kaum legitimierte Brüssel. Diese Souveränität mussten sie immer mehr aufgeben Insbesondere gab für den Brexit aber auch die unkontrollierte Zuwanderung den Ausschlag, genau wie bei der hiesigen Masseneinwanderungsinitiative; ja, sie wird zum Prüfstein für das EU Gesamtprojekt. Genauso wenig wie Grossbritannien kann die Schweiz den unkontrollierten Zustrom an Menschen verkraften. Sollte unser Parlament kein Zuwanderungssystem mit Kontingenten und Inländervorrang oder geeignete Massnahmen mit derselben Wirkung beschliessen, muss der Personenfreizügigkeitsvertrag gekündigt werden. Es handelt sich hier um einen einzigen von über 180 bilateralen Verträgen mit der EU. Selbst für den unwahrscheinlichen Fall, dass die EU die sechs übrigen Verträge der Bilateralen I künden würde, hätte das 1973 in Kraft getretene Freizügigkeitsabkommen noch immer Gültigkeit. Vergessen wir nicht, dass die Briten mit ihrem mutigen BrexitEntscheid nun ohne bilaterale Verträge mit der EU und mit keinem einzigen Freihandelsabkommen dastehen. Aber sie haben ihre Freiheit zurückerhalten, die Freiheit der Selbstbestimmung des nationalen Rechts und nationaler Regulierungen. Es gilt, diese in der Schweiz auch wieder zu erlangen, deshalb ist die SelbstbestimmungsInitiative der SVP von so grosser Wichtigkeit.
Brexit hin oder her: Eine Mehrheit des Bundesrates, angeführt von Aussenminister Didier Burkhalter, will in die EU. Nicht direkt und offen, denn das wäre aussichtlos, weil auch nach der neuesten Umfrage der ETH nur noch eine bescheidene Minderheit der Schweizerinnen und Schweizer dieses Ziel mehr oder weniger unterstützt. Man will den Beitritt «schleichend» erreichen über einen sogenannten Rahmenvertrag, der uns institutionell in die EU -Strukturen einbindet.
Was treibt Bundesräte, Politiker, hohe Bundesbeamte, Kulturschaffende und gleichgesinnte Kreise zu dieser Richtung an? Sie bewundern das Grossräumige, sie möchten dabei sein bei supranationalen Gebilden, auf internationalen Konferenzen, wo Taten geschehen, wo «Geschichte geschrieben» wird. Einige lechzen nach hohen Ämtern und allerlei Privilegien. Und vor allem: Sie empfinden die direkte Demokratie, die Volksrechte und die Tatsache, dass das Schweizer Volk in allen wesentlichen Belangen das letzte Wort hat, – und ebenso die schweizerische Neutralität, die sich klug zurückhält, statt überall «dabei zu sein» und Partei zu nehmen, –als mühsam, als hinderlich, als Korsett.
Schiller ist hochaktuell Burkhalter und Co erinnern mich an Rudenz in Schillers Wilhelm Tell. Rudenz ist darauf versessen, am Glanz des Habsburgischen Hofes teilzuhaben, und er wirft seinem alten Onkel, dem Freiherrn von Attinghausen, an den Kopf: «Habt Ihr nicht höhern Stolz, als hier Landamman oder Bannerherr zu sein und neben diesen Hirten zu regieren? Wie? Ist’s nicht eine rühmlichere Wahl, zu huldigen dem königlichen Herrn, sich an sein glänzend Lager anzuschliessen? (…) Anderswo geschehen Taten, eine Welt des Ruhms bewegt sich glän-
zend jenseits dieser Berge. Mir rosten in der Halle Helm und Schild. (….) Wollen wir allein uns eigensinnig steifen und verstocken, die Länderkette ihm (dem König) zu unterbrechen, die er gewaltig rings um uns gezogen?» Der geniale Friederich Schiller (1759 –1805) hat die menschlichen Stärken und Schwächen zurück und vorausblickend messerscharf erkannt.
Der Bundesrat gehorcht Statt endlich den Volksentscheid gegen die Massenzuwanderung umzusetzen, will die Mehrheit des Bundesrates auf Druck der EU offensichtlich zuerst den erwähnten Rahmenvertrag mit Brüssel vorantreiben. Dieser Rahmenvertrag, als Vorvertrag zwischen Diplomaten bereits ausgehandelt, beinhaltet im Wesentlichen dreierlei: Wir haben alles bisherige und künftige EURecht in den bilateral geregelten Bereichen automatisch zu übernehmen. Zudem muss die Schweiz bei Meinungsverschiedenheiten das Urteil des EUGerichtshofes anerkennen. Und wenn wir dies nicht tun, haben wir Sanktionen, also Strafmassnahmen, in Kauf zu nehmen.
Würde dieser Rahmenvertrag gutgeheissen, über den wir möglicherweise schon im ersten Halbjahr 2017 abzustimmen haben, so wäre (weil dann eben
Brüsseler Recht, also auch die volle Personenfreizügigkeit gelten würde) gleichzeitig die Verfassungsbestimmung gegen die Masseneinwanderung ausser Kraft gesetzt. Oder Brüssel könnte die Umsetzung zumindest diktieren.
Der Text der «Lorelei» ist weltbekannt:
Ich weiss nicht, was soll es bedeuten, dass ich so traurig bin; ein Märchen aus alten Zeiten, das kommt mir nicht aus dem Sinn.
Die Luft ist kühl und es dunkelt, und ruhig fliesst der Rhein; Der Gipfel des Berges funkelt im Abendsonnenschein.
Die schönste Jungfrau sitzet dort oben wunderbar, ihr goldnes Geschmeide blitzet, sie kämmt ihr goldenes Haar. Sie kämmt es mit goldenem Kamme und singt ein Lied dabei; Das hat eine wundersame, gewaltige Melodei.
Den Schiffer im kleinen Schiffe ergreift es mit wildem Weh; Er schaut nicht die Felsenriffe, er schaut nur hinauf in die Höh.
Ich glaube, die Wellen verschlingen am Ende Schiffer und Kahn; und das hat mit ihrem Singen die Lorelei getan.
Täuschungsmanöver Besonders perfid und verwerflich ist dabei, dass der Bundesrat das Schweizer Volk täuschen will: Statt von der automatischen Übernahme von EU Recht spricht man von der «Erneuerung des bilateralen Weges», man macht glauben, der EU Gerichtshof gebe lediglich «Empfehlungen» ab, und die Sanktionen werden als «Ausgleichsmassnahmen» verharmlost. Das üble Täuschungsmanöver erinnert an Heinrich Heines (1797–1856) «Lorelei». Diese «schönste Jungfrau» sass bekanntlich auf einem Felsen hoch über dem Rhein. Gebannt von ihrer Schönheit und dem verführerischen Gesang achteten die Schiffer nicht auf die Felsenriffe und wurden schliesslich von den Wellen verschlungen. Auch wenn die Bundesrätinnen und Bundesräte möglicherweise nicht die gleiche verführerische Kraft und Schönheit wie die Lorelei ausstrahlen und ihr Gesang nicht derart gewaltig tönt, kann es doch zu gegebener Zeit nur eine Antwort geben: Nein zur institutionellen Einbindung, Nein zum Rahmenvertrag, Nein zur «Erneuerung des bilateralen Weges» oder wie das Konstrukt auch immer heissen mag.
Erstabdruck in der Basler Zeitung vom 1. Juli 2016.
Von Fördermodellen, Alt-Kasernen und Objektkrediten
Der Kantonsrat hat einen Tag nach dem Züri-Fäscht Traktanden aus der Baudirektion behandelt. Wichtiges Diskussionen gab es aber vor allem um die von der SP geführte Justizdirektion, die schon wieder von Falscheinschätzungen für einen Hafturlaub sprechen musste.

Margreth Rinderknecht
Kantonsrätin SVP
Wallisellen
Orlando Wyss, Dübendorf, machte klar, dass die SVP die Dringlichkeit unterstütze, das Postulat aber ablehne. «Wir sagen Ja zur Dringlichkeit aus Gründen der Effizienz. Inhaltlich unterstützen wir das Anliegen nicht. Der Kantonsrat bewilligte einen Rahmenkredit für die Energieförderung für die Periode 2014 bis 2017. Mit dem LÜ16 (Leistungsüberprüfung 2016 des Regierungsrates), sollen für das Jahr 2017 die Zusage für Fördergesuche gestoppt werden. Dagegen wehren sich die sogenannten Umweltparteien und machen geltend, dass der Bund ein neues Fördermodell (… und wer bezahlt’s? Die Steuerzahler!) in Kraft setzt und dadurch der Kanton sein Programm entsprechend ändern werde. Doch vorerst müsse der Kanton auf Verlässlichkeit und Kontinuität setzen und dürfe die Beiträge nicht kürzen. Die grosse Mehrheit stimmt für die Dringlichkeit. Die Bürgerlichen wollen in der inhaltlichen Diskussion gegen den Vorstoss votieren, unter anderem mit dem Argument, dass die Fördergelder gar nicht ausgeschöpft werden, das ganze Programm also ausser administrativem Aufwand nicht so viel bringe.
Beata WasserKeller, Otelfingen, wurde mit 144 Stimmen zum Mitglied des Obergerichtes mit einem 100%Pensum gewählt, bisher hatte sie ein Pensum von 50 Prozent.
Gentech-Raps im Auge behalten Roger Liebi äusserte sich als Präsident der WAK zum Postulat betreffend GentechRapsKontrollen entlang von Transitwegen. Der Regierungsrat schreibt in seinem Bericht, dass die Möglichkeit besteht, dass in der Umgebung von grossen Getreidemühlen und bei den Zubringerwegen von Weizen auf Schiene und Strasse GVRaps auftreten kann. Nach wie vor wird ein grosser Teil des Hartweizens aus Nordamerika importiert. Weil sich der Schwarzbesatz, worin sich immer kleine Mengen an Rapssamen finden, nicht mit verhältnismässigen Mitteln verhindern lässt und diese Rapssamen meist gentechnisch verändert sind, bleibt die Wahrscheinlichkeit bestehen, dass gentechnisch veränderte Samen in die Umwelt gelangen. Darum soll auch künftig an neuralgischen Umschlagpunkten die Situation beobachtet werden. Martin Haab (SVP, Mettmenstetten) dankte im Namen der SVP für den ausführlichen und interessanten Bericht. Er wies auf einen weiteren Aspekt des Berichtes hin: «Entlang von Verkehrswegen wird Raps mit dem Herbizid Glyphosat bekämpft, insbesondere auch der häufig nicht bewachsene Schotter der Eisenbahntrassen wird einmal jährlich mit diesem Herbizid behandelt. Im Moment ist das Herbizid Glyphosat in aller Munde. In einer gross angelegten Schmierenkampagne hat Pro Natura die Bauern als die grossen Grundwasser und Gewässerverschmutzer diffamiert. Jedoch ist nach meinen Kenntnissen ein Bahnschotterbett für Pestizide weit besser durchlässig als eine bewachsene Ackerkrume.» Das Postulat wurde abgeschrieben.
Kasernenareal
Zwei EVP Kantonsräte wollten, dass der Regierungsrat Möglichkeiten prüfe, wie auf dem Kasernenareal nach dem Abbruch des Kasernengebäudes ein grosser Stadtpark realisiert werden könnte. Erich Bollinger (SVP, Rafz), erläuterte die Vorlage als Präsident der KPB. «Ein Abbruch der Militärkaserne steht aus
denkmalpflegerischen Gründen – es ist ein Denkmal von nationaler Bedeutung – nicht zur Diskussion. In den Zeughäusern soll künftig eine Schule für Erwachsenenbildung untergebracht werden. Christian Mettler (SVP, Zürich, vertrat in seinem Votum die Meinung der SVP: «Wir beantragen, das Postulat betreffend Stadtpark auf dem Kasernenareal abzuschreiben. Die Leitidee des Masterplans hat eine Erhaltung des wertvollen städtebaulichen Ensembles als Grundlage. Dem Anliegen des Postulates wird im Rahmen des Masterplanes Rechnung getragen, indem die Kasernenwiese nach Bezug des PJZ vollständig öffentlich zugänglich gemacht und so zu einer städtischen Parkanlage umgestaltet werden kann. Die SVPStadtpartei würde eine Nutzung der Wiese für einen Wohnungsbau, der der Wohnungsnot entgegenwirkt, vorziehen. Sie ist generell gegen die Schaffung neuer Stadtparks!» Regierungsrat Markus Kägi (SVP) ging auf Fragen und Falschaussagen von verschiedenen Ratsmitgliedern ein: «Wir sind auf Kurs! Die Schule für Erwachsenbildung soll in den oberen Geschossen der alten Gebäude untergebracht werden, die Erdgeschosse sollen einer öffentlichen Nutzung offenstehen. Der Chef der Polizei, Herr Thomas Würgler, wird in den alten Gebäuden seine Arbeit machen. Alle, welche mit Untersuchungen zu tun haben, werden ihre Arbeit im neuen PJZ aufnehmen. Das Areal wird heute als Parkplatz für Mitarbeitende der Polizei genutzt, gut 200 Parkplätze sind vor Jahren noch von der damaligen Bauvorsteherin Ursula Koch, SP, bewilligt worden.»
Limmattal – Streichung Gateway
Die KEVU hat an 17 Sitzungen mit den betroffenen Gemeinden und der Regionalplanung die Änderung des Richtplans diskutiert und empfiehlt diese nun einstimmig zur Annahme. Neu soll die bestehende Güterumschlaganlage Dietikon ausgebaut und für den kombinierten Verkehr umgenutzt werden. Die neue Anlage kann auf dem Areal der bestehenden Güterumschlaganlage Dietikon sowie dem Randbereich des Rangierbahnhofs Limmattal realisiert werden. Der Begriff «Gateway» bezog sich auf den Umschlag einer grossen Zahl von Containern im überregionalen Verkehr; diese Funktion wird nun gemäss Ergebnis des Mediationsprozesses vom Grossterminal «Basel Nord» übernommen. Die Vorlage wurde mit 164 JaStimmen genehmigt.
Hochwasserschutz am Aabach in Uster Für den Ausbau des Aabachs im 580 Meter langen Abschnitt ZellwegerWehr bis zur Brücke Weiherallee in der Stadt Uster wird ein Nettokredit von 3,016 Mio. beantragt. Weitere 1,6 Mio. Franken übernimmt der Bund. Tumasch Mischol, Hombrechtikon, erläuterte das Projekt und den Antrag aus der Kevu (Kommission Energie Verkehr und Umwelt): «Der Aabach, der dem Pfäffikersee entspringt und im Greifensee mündet, hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Da er auf seinem kurzen Lauf von knapp 11 Kilometern rund 100 Höhenmeter verliert, wurde er seit dem Mittelalter für gewerbliche und industrielle Zwecke genutzt. Im 19. Jahrhundert entstand in diesem Gebiet das dichteste Textilindustriegebiet der Schweiz. 15 SpinnereiBetriebe an seinem Lauf machten den Aabach zum sogenannten «MillionenBach». Nach dem Niedergang dieses Industriezweigs wurde das Gebiet als wertvolles Wohngebiet neu entdeckt und genutzt. Der projektierte Ausbau des Aabachs im Abschnitt ZellwegerWehr bis zur Brücke Weiherallee in der Stadt Uster ist auch als Folge dieser Entwicklung zu sehen. 80 % des
Kredites betreffen den Hochwasser schutz, 20 Prozent können dem Städ tebau und der ökologischen Aufwer tung zugeschrieben werden. Das Potenzial als Erholungsraum kommt nicht zu kurz, der Uferweg wird verbreitert und das abgeflachte Bachufer wird stellenweise für die Bevölkerung zugänglich gemacht. Allfällige Einsparmöglichkeiten wurden diskutiert und flossen ins Projekt ein.»
Für die Natur und Vogelschützer ist der Verlust einiger grosser, alter Bäume schmerzlich. Weil aber mit der Neugestaltung der Uferhecken einheimische Bäume und Stauden gesetzt werden sollen, ist dieser Schmerz verkraftbar! Die Umweltschützer attestieren dem Projekt viel Positives: Der betonierte, trapezförmige Kanal wird ersetzt durch eine verbreiterte, natürliche Bachsohle mit einem Gefälle von 1%! Das biete Potenzial für die Ansiedlung von Eisvogel und anderem seltenen Getier. Fachleute machen geltend, dass sich Natur und Erholungssuchende halt manchmal in die Quere kommen. Auch RR Kägi hieb in diese Kerbe: «Wenn man Bäume fällt für Hochwasserschutz, regen sich die Naturschützer auf, wenn aber der Biber ebendiesen Baum fällt, rufen alle: Jöhh. Selbstverständlich und mit Freude werde ich den Nistkasten für die Wasseramsel, welchen mir die Vogelschützer überreicht haben, aufhängen!» Mit 166 zu 1 Stimme bei 2 Enthaltungen wurde der Kredit klar genehmigt.
Nutzung des Untergrundes Der Rat beauftragte den Regierungsrat vor vier Jahren mit einem Konzept aufzuzeigen, wie er den Raum in der dritten Dimension sichern wolle. Dabei sollen auch die wichtigsten Infrastrukturen erfasst werden. Christian Lucek (SVP, Dänikon) ging nicht auf die verschiedenen bereits geäusserten Argumente ein. «Die SVP stimmt der Abschreibung zu. Die übergeordneten Fragen werden mit dem in der Vernehmlassung stehenden Gesetz für die
FRAKTIONSERKLÄRUNG DER SVP
KOMMENTAR ZUR RATSSITZUNG
Limmattal: Gateway ist vom Tisch

Christian Lucek Kantonsrat SVP Dänikon
Kaum eine Region im Kanton Zürich wird derart vielfältig genutzt wie das Limmattal. Es bildet eine wichtige Verkehrslebensader mit nationalen Bahnstrecken, der Autobahn und Kantonsstrassen, welche für den ganzen Lebens und Wirtschaftsraum Zürich von grosser Bedeutung ist. Es ist aber auch eine immer attraktivere, stadtnahe Wohnregion mit einem bedeutenden Arbeitsplatzangebot und vielfältigen Einkaufsmöglichkeiten. Es erstaunt daher nicht, dass das Limmattal ein Dauerthema bei raumplanerischen und verkehrspolitischen Debatten ist, gilt es doch als Herausforderung, die vielseitigen Funktionen und Bedürfnisse aufeinander abzustimmen. Auf grossen Widerstand stiessen in der Region die Pläne der SBB den bereits riesigen Rangierbahnhof um den sogenannten Gateway zu erweitern, in welchem Frachtcontainer für einen grossen Teil der Schweiz umgeschlagen werden sollten. Seit 2007 geistert dieses Schreckgespenst der Limmattaler im Richtplan herum. Wie bei allen Infrastrukturen, die eine blühende Volkswirtschaft zwar benötigt, aber keiner vor der eigenen Haustüre haben will, hat das Limmattal mit Bangen und Ablehnung auf die damaligen Pläne von SBB Cargo und deren Auswirkungen auf die Region reagiert. Allerdings braucht der Wirtschaftsraum Zürich den Güterumschlag, ist es
Nutzung des Untergrundes aufgenommen.» Der Rat schrieb den Bericht ab.
Abschaffung der Bewilligungspflicht für Kleinstbauten Kleinstbauten, welche ohne Bewilligung erstellt werden können, dürfen «grösser» werden: 2,5 m Höhe und 6 m2 Grundfläche statt wie bisher 1,5 m und 2 m2 Grenzabstände und Baubestimmungen müssen natürlich weiterhin eingehalten werden. Betroffen davon sind Veloständer, Spielhäuser oder Geräteschöpfe.
Baustelle Justizdirektion
doch nicht zuletzt ein Bestreben der Politik, die Güter auf die Bahn zu bringen, dazu braucht es auch entsprechende Anlagen. In der Tat macht es aber wenig Sinn, dass Güter von den Rheinhäfen in Basel nach Zürich gefahren werden, um dann umgeladen und zu einem grossen Teil wieder durch die halbe Schweiz verteilt werden. Mit den neuen Güterverteilkonzepten der Bahn, den tatsächlichen Bedürfnisse der Spediteure und nicht zuletzt dem Druck der betroffenen Gemeinden hat nun sich nun diese Erkenntnis durchgesetzt, der Gateway ist vom Tisch. Die Richtplanvorlage, über welche der Kantonsrat am Montag zu befinden hatte, umfasst nunmehr eine deutliche reduzierte regionale Güterumschlaganlage innerhalb der bereits bestehenden Areale. Mit dieser Begrenzung der Anlage und der Verkehrsführung des damit verbundenen Schwerverkehrs auf der Strasse unter Berücksichtigung der Erschliessung des geplanten Zentrumsgebiets Niderfeld wurden zentrale Anliegen der Region aufgenommen. Schliesslich lässt die Beschränkung des Versorgungsradius auf 40 Strassenkilometer, die Funktion als regionale Güterumschlaganlage im Grossraum Zürich zu, verhindert jedoch übermässigen LastwagenMehrverkehr auf längeren Strecken durchs Limmattal und auf den ohnehin schon stark belasteten Verkehrsachsen. Der nun vorliegende RichtplanEintrag wird dem volkswirtschaftlichen Bedarf gerecht und berücksichtigt dabei weitgehend die Forderungen der Region. der Kantonsrat stimmte denn auch dem Antrag der Regierung und der zuständigen Kommission für Energie, Verkehr und Umwelt (KEVU ) deutlich mit 164 Stimmen zu.
Der Vorstoss geht auf eine Behördeninitiative der Stadt Winterthur zurück, welche die Bewilligungspflicht für Kleinstbauten abschaffen wollte, wobei sie bei den Ausmassen weniger weit gegangen wäre. Der Regierungsrat, unter Federführung von Baudirektor Markus Kägi, hat, auch um unnötige Bürokratie abzubauen, das PBG und das Baubewilligungsverfahren geändert. Die oben erwähnten Masse sind bereits seit 1. Juli in Kraft. Somit konnte die Behördeninitiative abgelehnt werden.
In einer Fraktionserklärung hat SVP-Fraktionspräsident Jürg Trachsel an der heutigen Kantonsratssitzung
Justizdirektorin Jacqueline Fehr kritisiert und ein konsequentes Handeln im Amt für Justizvollzug gefordert. Es geht nicht an, dass Schwerkriminelle ausbrechen bzw. von unbegleiteten Hafturlauben nicht mehr zurückkehren und die Bevölkerung über eine Woche nicht informiert wird. Es geht nicht an, dass Schwerkriminelle unbegleiteten Hafturlaub kriegen.
Justizdirektorin Jacqueline Fehr setzt sich medienwirksam für die Jungen und gegen die Alten ein und propagiert ein Stimmrecht light für Senioren. Abgesehen davon, dass solche demokratiefeindlichen Absichten lediglich die fehrsche «Helikopterpolitik» bestätigen –schnell viel Staub aufwirbeln, keine praktische Wirkung – werden die wahren Probleme in der Justizdirektion schlicht vertuscht.
Vertuschungspolitik
Das wahre Problem in der Justizdirektion heisst Amt für Justizvollzug, administrativ Thomas Manhart und politisch Jacqueline Fehr. Erst vor ein paar Monaten spazierte ein Häftling so mir nichts dir nichts mit seiner geliebten Wärterin aus dem Gefängnis in Dietikon und jetzt kehren sogar extreme Gewalttäter nicht mehr aus dem unbegleiteten Hafturlaub zurück, ohne dass die zuständige Justizdirektion informiert. Es scheint offensichtlich, dass man etwas zu vertuschen versucht hat. Dumm nur, dass der geflüchtete, schwerkriminelle Straftäter Tobias Kuster nun verdächtigt wird, letzte Woche einen Mann auf offener Strasse im Zürcher Seefeld niedergestochen zu haben.
Wir fragen uns, Frau Fehr, nein, wir fragen uns nicht mal mehr, sondern stellen die Behauptung in den Raum, dass im Amt für Justizvollzug und somit in Ihrer Direktion mehr oder weniger alles drunter und drüber läuft. Es geht nicht an, dass Schwerkriminelle ausbrechen bzw. von unbegleiteten Hafturlauben nicht mehr zurückkehren und die Bevölkerung über eine Woche nicht informiert wird. Der Tote im Seefeld ist die Quittung für die schon xfach gerügte linke Verhätschelungspolitik in Ihrem Amt. Wenn angesichts einer solchen Tragik der Chef des Amtes für Justizvollzug in der Sonntagspresse mit der Aussage zitiert wird, «das heisst aber nicht automatisch, dass der Prozess falsch abgelaufen ist», ist das den Hinterbliebenen des Niedergestochenen und der gesamten Bevölkerung gegenüber nicht nur sarkastisch, sondern geradezu degoutant.
SP -Verhätschelungspolitik Es geht nicht an, Frau Justizdirektorin, dass Schwerkriminelle unbegleitet Urlaub erhalten. Und es geht schon gar nicht an, dass die Öffentlichkeit über eine Woche nicht darüber informiert wird, dass ein Schwerkrimineller aus

eben diesem Urlaub nicht zurückkehrt und sich mitten unter uns befindet. Hier ist nicht nur vieles falsch gelaufen, Frau Justizdirektorin, hier ist alles falsch gelaufen. Handeln Sie endlich und setzen Sie dieser katastrophalen Verhätschelungspolitik ein Ende. Jetzt ist definitiv nicht die Zeit für Diskussion über Stimmrecht light für Senioren und Ihr Demokratieverständnis, jetzt ist Zeit für konsequentes Handeln im Amt für Justizvollzug. SPaRR Leuenberger hat nicht gehandelt (Zollikerberg), SPRR Notter hat nicht gehandelt (Wetzikon), SPRR Fehr muss nun handeln! Jürg Trachsel, Fraktionspräsident SVP
Nach dem Hochwasser die Steckmückenplage
In Ellikon am Rhein häufen sich jetzt nach dem Hochwasser bereits wiederum die Klagen über eine starke Population an Steckmücken. Diese Plage ist auch als Folge der Thurauen zu einem grossen und für die Anwohner vor allem sehr lästigen Problem geworden.
RoMü. Wer jetzt mit dem Hochwasser führenden Fluss ein Bild von Ellikon am Rhein machen kann, der glaubt, in einer Idylle zu leben. Fast lautlos fliessen am kleinen Ort am Rhein und oberhalb der Thurmündung über 800 m3 Wasser pro Sekunde vorbei. Doch hinter dieser beschaulichen Ruhe, welche einem aus der Fernsicht auf dem Rhein gar den Glauben gibt, dass Ellikon an einem See liegt, steckt auch viel Unheil. Nebst Thur, welche gleichzeitig mehrmals Hochwasser führte, und Rhein sind als Folge des Hochwassers insbesondere entlang der Thur viele Nebenläufe ganz nach dem Willen der Thurauenmacher mit Wasser vollgelaufen, welche nun als Stillgewässer zu eigentlichen Brutstätten für Steckmücken werden. «Wir haben im Vorfeld immer wieder von dieser Problematik gewarnt, wurden aber von den zahlreichen Fachleuten nur belächelt», meinte kürzlich eine alteingesessene Ellikerin. Denn Hochwasser und Stechmückenplage stehen seit Jahrzehnten im engen Zusammenhang. Die alten Flussläufe und niedrigen Gebiete, welche nun wieder vermehrt überflutet werden, sind die Brutstätten für die kleinen Plaggeister. Dafür braucht es somit keine wissenschaftlichen Abklärungen, denn das Grundproblem ist bekannt. Denn bereits vor der Thurkorrektion zwischen 1855 –1861 kannte man diese Plage, welche zu Sumpffieber und gar Malaria führte, mit den gravierenden Folgen für die Bevölkerung. Grundsätzlich kann eine chemische Bekämpfung dieser Schädlinge vorgenommen werden. Am deutschen Oberrhein ist die Bevölkerung schön länger diesem Phänomen ausgesetzt. Hier kommen gar
SVP BEZIRK MEILEN
Hubschrauber zum Einsatz, um dieser Plage Herr zu werden. «Seit dem 20. April sind wir Nonstop im Einsatz. Eine Hochwasserspitze jagt die andere. Seit Mitte Mai führt der Oberrhein Hochwasser. Das erschwert die Bekämpfung am Boden, weshalb auch Hubschrauber eingesetzt werden», schreibt die kommunale Arbeitsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (KABS) in einem Medienbulletin.
«Im Rahmen des Thurauenprojektes hat der Kanton Zürich der Bevölkerung zugesichert, dass ein infolge des Thurauenprojekts beziehungsweise des darin integrierten Dammverzichts eintretendes höheres Stechmückenvorkommen bekämpft werde», heisst es in der Verfügung vom 16. April 2013 des Amt für Landschaft und Natur (ALN). Diese wurde aufgrund eines 34 seitigen Grundlagenberichts erlassen und zählt selber 5 Seiten. Doch an der Thur und dem Rhein bei Ellikon scheinen die Ämter bis anhin noch keinen Handlungsbedarf festzustellen, obwohl die direkt betroffene Bevölkerung bereits seit Längerem einmal mehr davor gewarnt wird. Denn bis der Einsatz eines speziellen biologischen «Bacillus thuringiensis var. Isralensis» (BTI) bei Ellikon zugelassen wird, müssen zuerst für eine Bekämpfung im Bereich des Altarms zahlreiche Bedingungen und Schwellenwerte erfüllt sein, damit der Einsatz möglich wird.
Erlebnis bieten, um Problem aufzuzeigen «Eigentlich sollte man einmal alle Verantwortlichen aus den verschiedenen Ämtern zu einem tollen und für alle obligatorischen Sommerabendfest nach
Mit Natalie Rickli auf dem Zürichsee

Ellikon einladen, wobei der Einsatz jeglicher Sprays zur Abwehr von Steckmücken und anderer Plagegeister grundsätzlich verboten ist. Vielleicht merken sie dann, wie man unter dieser Plage leidet», meint eine Frau, welche am Abend infolge der lästigen Stechmücken bereits vom Sitzplatz in die verschlossene Stube verbannt worden ist. Ihr und vielen anderen Ellikern geht es ähnlich und sie fühlen sich in den Zürcher Amtsstellen nicht ernst oder gar wahrgenommen. Da mag auch die Aussage im Grundlagenbericht: «Neben den baulichen Massnahmen kann auch die Information und Sensibilisierung der Bevölkerung eine wichtige Funktion übernehmen.
Vergangenen Dienstagabend fanden sich auf Einladung der SVP des Bezirks Meilen zahlreiche Gäste zur traditionellen Zürichsee-Schifffahrt beim Schiffsteg Uetikon am See ein. Der Kapitän des ehemaligen Brauerei Schiff «WADIN» hatte schon angelegt, er und seine Crew waren zur Abfahrt bereit. Doch wie alle Jahre kamen die Gäste vor dem Einsteigen noch in den Genuss eines Willkommens-Apéros am Hafen.
Ehrengast war dieses Jahr Nationalrätin Natalie Rickli, die kurzfristig, und trotz Fernsehtermin für den erkrankten Nationalrat Bruno Walliser einsprang. Nachdem die ganze Gesellschaft eingestiegen war, legte die «WADIN» mit Kurs Richtung Zürich ab. Vor dem Servieren des Nachtessen begrüsste SVPBezirkspräsident Christian Hurter (Kantonsrat, Uetikon am See) die vielen Gäste. Ganz speziell erwähnte er neben Natalie Rickli auch Kantonsrat Tumasch Mischol (Hombrechtikon), Dorothe Scherrer (Oberrichterin Feldmeilen) sowie einen NatalieRickliFanclub aus Bern. Leider musste Hurter mit Jakob Grimm (Oetwil am See) den Schiffsponsor entschuldigen, dieser musste aus gesundheitlichen Gründen passen. Ebenfalls kurzfristig absagen, musste Kantonsrat HansPeter Amrein, dafür waren auf seine Einladung hin sechs Mitglieder der Jungen SVP Zürichsee mit an Bord.
Mehr Freiheit
Nach der Begrüssung wurden die Gäste von der Crew mit feinem Wein und Essen verwöhnt. Danach kündigte
Christian Hurter Nationalrätin Natalie Rickli an, die ein Referat zum Thema «Wir brauchen mehr Freiheit und weniger Staat» vorbereitet hatte. Aus aktuellem Anlass kam sie jedoch zuerst auf den neusten Fall eines geflüchteten Straftäters im unbegleiteten Hafturlaub zu sprechen. Dieser wird dringend verdächtigt, ein Tötungsdelikt getätigt zu haben. Warum wurde die Bevölkerung erste eine Woche später informiert? In solchen Fällen, gerade bei Wiederholungstätern, sagte Rickli,

Ein Höhepunkt im Parteijahr, die Schifffahrt der Bezirkspartei:
Domenik Ledergerber (Herrliberg), Peter Frey (Stäfa), Nationalrätin Natalie Rickli (Winterthur), Kezirkspräsident und Kantonsrat Christian Hurter (Uetikon am See), Kantonsrat Tumasch Mischol (Hombrechtikon) und Benno Müller (Zumikon).
brauche es mehr Staat, denn die Bevölkerung muss sich auf die Vollzugsbehörden verlassen können. Wie Justizdirektorin Jacqueline Fehr danach vor den Medien argumentiert habe, könne sie absolut nicht nachvollziehen. Wo es aber weniger Staat und Vorschriften bräuchte, sei in vielen anderen Bereichen. Als Beispiel nanntet sie Fall aus ihrer Heimatstadt Winterthur. Dort wurde es den Gaststätten aus unerfindlichen Gründen verboten, in ihren Gartenwirtschaften Stühle aus Plastik oder Sonnenschirme mit einer Werbung darauf aufzustellen.
weniger Staat Natalie Rickli brachte noch ganz viele Beispiele. Sie kam aber auch auf das
leidige Thema BILAG und zum enttäuschenden «Service Public»Bericht des Bundesrats zu sprechen. Die sympathische und volksnahe Nationalrätin hoffte aber abschliessend, dass in Bern bei den kommenden Sessionen die bisher schon verbesserte Zusammenarbeit mit der FDP in vielen Bereichen noch verstärkt werden könne. Bevor das Schiff wieder in Uetikon am See anlegte, bedankte sich Christian Hurter bei der Referentin, bei der Service Crew, dem Kapitän und dem Organisator Domenik Ledergerber (Herrliberg) und verabschiedete die zufriedenen Gäste.
Peter Frey, Stäfa
Das Aufklären über die Entwicklung und Lebensweise der Mückenarten sowie über die Möglichkeiten, Grenzen und Gefahren (Nebenwirkungen) eines BTIEinsatz soll als wichtiger Bestandteil in die Kommunikation einfliessen», kaum zur Beruhigung beitragen. Dies im Wissen, dass im Gebiet des KABS bereits seit April bekämpft wird und 2007 beachtliche 260 000 kg Bekämpfungsmittel eingesetzt worden sind. Am 29. April dieses Jahres bereits 950 ha mit dem Hubschrauber aus der Luft behandelt worden sind.
Lebenszyklus der Stechmücken Alle Steckmückenarten entwickeln sich über ein Ei, vier Larvenstadien und ein Puppenstation zum Vollinsekt. Dabei ist festzuhalten, dass nur das Weibchen Blut saugt. Für ihre Entwicklung benötigen alle Arten stehendes Wasser, da die Larven stets im Wasser leben.
Dafür können sie wenige Hundert Meter bis über mehrere Kilometer weit fliegen. In diesem Stadium treten sie nun als Plage in Erscheinung. Nach der Blutaufnahme suchen sie sich an der Wasseroberfläche oder in wieder abgetrockneten Feuchtgebieten ihre Brutstätten. Im letzteren Fall können dann die Eier über lange Zeit der Trockenheit widerstehen, bis eine Überflutung ein Schlüpfen möglich macht. Wie die Geschichte beispielsweise in der Linthebene oder auch in alten Aufzeichnungen in Flaach zeigt, können Stechmücken malariaähnlichen Krankheiten übertragen. Die im Speichel der Plagegeister enthaltenen Krankheitserreger werden beim Einstich übertragen. Entsprechend haben sie zu grossem Elend und Not geführt, was schlussendlich zur grossen Linth, aber auch Thurkorrektion geführt hat. Damit konnten die Sümpfe respektive Flutungsgebiete trockengelegt und somit die Brutstätten ausgemerzt werden.
Die im Wasser geschlüpften Larven nutzen das Wasser zur Nahrungsaufnahme. Abhängig von der Wassertemperatur verläuft die Entwicklung vom Ei zum geflügelten Insekt unterschiedlich schnell, wobei diese von wenigen Tagen bis zu mehrere Wochen dauern kann. Die Männchen bilden die typischen Tanzschwärme und locken damit die Weibchen an, welche sich in diesen Schwärmen begatten lassen. Nachdem dies erfolgt ist, macht sich das Weibchen auf die Suche nach einem Blutwirt, denn ihre Eier können sich erst nach einer Blutmahlzeit entwickeln.
DER AKTUELLE VORSTOSS
Herausforderungen von Sonderschulheimen
Aufgrund der gesellschaftliche Entwicklungen sowie der Migration steht die Volksschule im Bereich der sonderschulischen Massnahmen vor enormen Herausforderungen. Die SVPKantonsräte Stefan Schmid (Niederglatt), Antita Borer (Uster) und Benjamin Fischer (Volketswil) haben dazu die folgende Anfrage eingereicht: Es kann allgemein festgestellt werden, dass die finanziellen Aufwände für Gemeinden und Kanton stark steigen. Die Vielfalt an sozialen, psychischen oder kognitiven Defiziten scheint sich ebenfalls zu verändern. So listet beispielsweise die Heilpädagogische Schule Elgg eine Vielzahl von Störungen und Defiziten auf, welche eine Zuweisung ins Heim begründen können. Im Sinne einer thematischen Auslegeordnung bitten wir daher um Beantwortung der folgenden Fragen am Beispiel des Schulheimes Elgg. 1. Listen Sie bitte tabellarisch die Anzahl Schülerinnen und Schüler, getrennt nach Geschlecht und Nationalität, auf, welche jeweils in den Schuljahren 06/07, 09/10, 12/13 und 15/16 das Schulheim Elgg besucht haben oder besuchen.
2. Listen Sie bitte die Stellenprozente des ganzen Schulheimes Elgg für die Jahre 06/07, 09/10, 12/13 und 15/16 auf.
3. Bitte machen Sie tabellarisch konkrete Angaben zu den Veränderungen der Fallzahlen innerhalb des Schulhauses Elgg über den unter Punkt 1 und 2 angefragten Berichtszeitraum zu den vom Schulheim aufgelisteten Störungen und Defiziten
– stark belastete familiäre Biografien
– stark belastete Lernbiografien
– komplexe Lernstörungen
– Entwicklungsbeeinträchtigungen wie ADHS /ADS
– Bindungsstörungen
– Angststörungen
– Essstörungen
– depressive Episoden
– Asperger Syndrom
– Beziehungs und Kontaktstörungen
– Reifestörungen
– deliquentes Verhalten
– selbst und fremdschädigendes Verhalten
– Rückzug/Isolation/Resignation











