
Eidgenössische Politik
Annecy kann überall passieren von Reinhard Wegelin Seite 2
ABSTIMMUNG VOM 18. JUNI 2023
WOCHENZEITUNG FÜR DEN MITTELSTAND
PUBLIKATIONSORGAN DER SCHWEIZERISCHEN VOLKSPARTEI SVP DES KANTONS ZÜRICH
Kanton Zürich
Zürcher Blindflug bei der Energiestrategie 2022 von Ueli Pfister Seite 3
Aktuell
Unschuldsengel
Walter Kielholz von Christoph Blocher Seite 4 –5
Stromfresser-Gesetz braucht jede
NEIN-Stimme aus dem Kanton Zürich
Kommenden Sonntag stimmen wir über drei eidgenössische Vorlagen ab. Nur die OECD -Abstimmung scheint nach unseren Wünschen zu laufen, die beiden anderen Begehren zeigen gemäss Umfrage noch das falsche Resultat.

Plakat gegen das Stromfressergesetz.
Wir stehen vor dem ersten eidgenössischem Abstimmungssonntag in diesem Jahr. Kantonale Vorlagen sind keine auf der Agenda, einige gewichtige Entscheide sind unter anderem in den grossen Zürcher Städten Zürich und Winterthur auf dem Programm. So in der Stadt Zürich über einen Mindestlohn, den die Stadtzürcher SVP neben dem Wohnraumfonds und dem Kredit für die Schulanlage Saatlen bekämpft. In Winterthur kommt es zur mit Spannung erwarteten Stadtratswahl, bei welcher die bisher rotgrün regierte

Marco Calzimiglia
Parteisekretär
SVP Kanton Zürich
Bild: ZVG
Stadt neu mit bürgerlicher Mehrheit geführt werden könnte.
Gemäss Urteil der Medien scheinen die Abstimmungen auf eidgenössischer Ebene bereits entschieden oder kaum noch zu kippen. Doch die Vergangenheit hat gezeigt, dass es auch zu unerwarteten Ergebnissen kommen kann.
Dies wäre insbesondere bei der Abstimmung zum Klima- und Innovations-Gesetz, dem eigentlichen StromfresserGesetz, durchaus möglich. Damit dies eintreffen wird, braucht es jetzt jede NEIN -Stimme, die noch nicht bereits in den Abstimmungsbüros eingegangen ist. Ein kurzer Überblick über die Vorlagen und die aktuellen Tendenzen und Umfragewerte.
Stromfresser-Gesetz
Die neusten Umfragen zeigen leider die falsche Richtung. Konnte der

Stimmenanteil von der ersten zur zweiten Umfrage leicht zulegen und von 38 Prozent auf 43 Prozent gesteigert werden, verharrt dieser nun auf gleichbleibendem Niveau. Damit die Umfrage Lüge gestraft werden kann, braucht es nochmals eine letzte Mobilisierung aller Gegner dieses unsäglichen Gesetzes. Nur mit jeder zusätzlichen NEIN -Stimme ist ein Erfolg zu erreichen.
Die SVP kämpft für unsere Freiheit, unsere Selbstbestimmung und gegen neue und weitere Verbote. Leider hat ein zu grosser Teil der Bevölkerung nicht erkannt, welche schwerwiegenden Konsequenzen uns bei einer Annahme drohen. Vergangenen Winter sind wir glimpflich davongekommen, aber was passiert, wenn der nächste Winter deutlich härter und kälter wird? Und wer kann sich die immer weiter ansteigenden Kosten noch leisten (Lebensmittel, Energie, Krankenkasse)? Wollen wir immer mehr bezahlen: NEIN!
Covid-Gesetz
Es ist leider anzunehmen, dass die Verlängerung des Covid-Gesetzes von der Stimmbevölkerung angenommen wird. Von Umfrage zu Umfrage legen die Befürworter der Vorlage zu. Haben anfangs 52 Prozent mit Ja gestimmt, waren es bei der letzten Umfrage be reits komfortable 62 Prozent. Aber auch
Parlamentsgemeinden Gemeinderat macht blau am Frauenstreiktag von Reto Brüesch Seite 6
Veranstaltungs-Tipp Sessionsapéro mit Barbara Steinemann in Urdorf Seite 8
Volksabstimmung vom 18. Juni 2023
Eidgenössische Vorlagen
1. Bundesbeschluss vom 16. Dezember 2022 über eine besondere Besteuerung grosser Unternehmensgruppen (Umsetzung des OECD/G20-Projekts zur Besteuerung grosser Unternehmensgruppen) JA
2. Bundesgesetz vom 30. September 2022 über die Ziele im Klimaschutz, die Innovation und die Stärkung der Energiesicherheit (KlG) NEIN
3. Änderung vom 16. Dezember 2022 des Bundesgesetzes über die gesetzlichen Grundlagen für Verordnungen des Bundesrates zur Bewältigung der Covid-19-Epidemie (Covid-19-Gesetz)
Vorlagen Stadt Zürich
NEIN
1. Gegenvorschlag zur Volksinitiative «Ein Lohn zum Leben» (Parlamentsreferendum) NEIN
2. Wohnraumfonds, Objektkredit von 100 Millionen Franken und Rahmenkredit von 200 Millionen Franken NEIN
3. Wohnraumfonds, Änderung der Gemeindeordnung NEIN
4. Betriebsbeiträge Pestalozzi-Bibliothek Zürich JA
5. Schulanlage Saatlen, Ausgaben von 231 Millionen Franken NEIN
OECD -Abstimmung
Die Abstimmungsumfragen zeigen ein deutliches Bild, welches auch der Haltung der SVP entspricht. Zwar ist die Tendenz der Zustimmung zu dieser Unternehmenssteuergewinn-Vorlage leicht
in der Schweiz gehalten werden, statt von anderen Staaten vereinnahmt zu werden.
Die SVP wünscht Ihnen einen spannenden Abstimmungssonntag mit dem erhofften NEIN zum Klima- und Covid-



Sonntag, 2. Juli 2023, ab 10.00 Uhr Bauernhof Buenstr. 11, Dübendorf Fr. 35.– pro Person
Gastreferent: NR Gregor Rutz
Ständeratskandidat
Anmeldung bis 18. Juni 2023: www.svp-duebendorf.ch/brunch oder veranstaltungen@svp-duebendorf.ch





Heiteres
Personenkarussell
Die Parlamentarische Untersuchungskommission (PUK) zur Übernahme der Credit Suisse durch die UBS ist beschlossene Sache. Doch welche wichtigen Politiker aus welchen wichtigen Gründen sollen in diesem wichtigen Gremium einsitzen? Ganz besonders auf dem federnden Bundesrats-Sprungbrett des PUK-Präsidenten? Und schon wird aus einer ernsten Staatsaffäre ein heiteres Personenkarussell. Denn es gibt Interessenkonflikte ohne Ende. Daniel Fässler (Mitte) kommt nicht infrage, weil er als Anwalt dereinst für die CS gearbeitet hat. Roger Nordmann (SP) würde als Hardcore-Linker die Banken aufsichtsmässig fesseln und knebeln. Ein SVP -Vertreter ist unerwünscht, gilt doch die Untersuchung auch dem früheren Finanzminister Ueli Maurer. Darum sei das Amt auch einem Freisinnigen zu verwehren, denn die PUK nimmt ebenso Karin Keller-Sutter unter die Lupe. Beat Walti ist raus, denn er sitzt mit Rainer E. Gut, Walter Kielholz und Urs Rohner im Rotary Club Zürich 1. Hans-Peter Portmann arbeitet bei der Liechtensteinischen LGT, die Geschäftsbeziehungen zur CS pflegt. Céline Amaudruz wirkt für die UBS und stammt aus der Calvin-Stadt Genf, wo das Bankwesen erfunden wurde. Der dortige Ständerat Carlo Sommaruga scheidet ohnehin aus, denn die Initialen seines Vor- und Nachnamens lauten «CS».
Vergessen wir den umtriebigen
Ständerat Benedikt Würth, denn er ist wie Karin Keller-Sutter ein St. Galler Katholik. Nadja Pieren braucht sich gar nicht zu melden, denn ihr Heimatort ist Adelboden – genau wie beim zu überprüfenden Alt Bundesrat Ueli Maurer. Die Freiburger MitteStänderätin Isabelle Chassot kann noch so behaupten, es brauche jetzt eine Frau im PUK-Präsidium. Dummerweise ist Finanzministerin Keller-Sutter auch eine Frau, was die Freiburgerin automatisch ausschliesst. Unmöglich, dass der Grünliberale Roland Fischer Ueli
Maurer kontrolliert, denn beides sind bekennende Männer. Einen Ausweg bietet einzig eine Abwandlung der berühmten Aussage des scheidenden Magistraten
Maurer: «Es ist egal, wer PUK-Präsident ist, solange es ein ‹Es› ist.»
BERICHT AUS BERN
Dritte Woche der Sommersession 2023
Oje, wiederum gab es einen Frauenstreik. Feministinnen konnte man an deren violetten Kleidern erkennen. Fragen an den Bundesrat werden teils schwammig, teils aufschlussreich beantwortet. Die Armeebotschaft brachte die Einstellung von Linksgrün ans Licht.

Therese Schläpfer Nationalrätin SVP Hagenbuch
Nach dem Ausbruch des Ukrainekrieges standen alle Parteien hinter einer starken Schweizer Verteidigungsarmee. Nun lehnten aber die SP, die Grünen und die GLP das Eintreten auf die Armeebotschaft sowie den Zahlungsrahmen der Armee 2021 – 2024 ab. Der Ausserdienststellung von 25 Leopard-87-Panzern wurde zu unserem Leidwesen zugestimmt. Alle anderen Punkte wurden im Sinne der bürgerlichen Mehrheit angenommen.
Vorläufig Aufgenommene werden eingebürgert
In der ersten und zweiten Woche können jeweils Fragen an den Bundesrat gestellt werden und diese werden in der darauffolgenden Woche beantwortet. Die Antworten sind meisten schwammig bis nichtssagend, die folgende ist erschreckend. Martina Bircher fragte, wie viele Personen in den letzten 20 Jahren vorläufig aufgenommen (Status F Ausländer) wurden? Wie viele davon heute eine Aufenthaltsbewilligung (B), eine Niederlassungsbewilligung (C) haben oder gar eingebürgert wurden? Bei wie vielen wurde die vorläufige Aufnahme entzogen und sie mussten die Schweiz
STROMFRESSER-GESETZ
verlassen? Die Antwort des Bundesrates lautete: Von 2003 bis 2022 wurden rund 100 690 Personen vorläufig aufgenommen. Von diesen Personen haben per Ende Mai 2023 31% eine Aufenthaltsbewilligung (B), 5% eine Niederlassungsbewilligung (C) und 7% wurden eingebürgert. 41% befinden sich noch im Personenbestand des Asylbereichs und 16 % sind nicht mehr in den entsprechenden Register-Beständen von ZEMIS aufgeführt, sodass davon ausgegangen werden kann, dass sie nicht mehr in der Schweiz sind. Bei diesen rund 16 000 Personen wurde in rund 800 Fällen die vorläufige Aufnahme entzogen. Vorläufig aufgenommene Personen sind jene Asylbewerber, welche kein Anrecht auf den Flüchtlingsstatus haben, jedoch nicht in ihr Herkunftsland zurückgeschafft werden können, weil die Herkunftsländer sie nicht zurückhaben wollen oder die Sicherheitslage dies nicht zulässt. Es sind Personen, welche nicht unter die Genfer Flüchtlingskonvention fallen und kein Anrecht auf einen Aufenthalt hier haben. Nun wurden über 7000 von ihnen bereits eingebürgert! Ausser den 800 sind wahrscheinlich die meisten der etwa 80 000 Abgewiesenen auf dem besten Weg zu einem Schweizer Pass. Dass die Medien diese Tatsache verschweigen, ist bedauerlich, aber nicht erstaunlich. Das könnte ja der SVP noch Stimmen bringen und das wollen sie tunlichst vermeiden.
Die Motion der Aussenpolitischen Kommission «Unterstützungsprogramm für die Ukraine: Rechtsgrundlage und fünf Milliarden Franken für humanitäre Hilfe, Schutz der Zivilbevölkerung, Friedensförderung und Wiederaufbau» wurde vom Parlament abgelehnt. Die Linken, Grünen und Grünlinken (GLP) wussten zwar nicht, woher das Geld kommen sollte. Sie stellten in Aussicht, dass das Geld von «ausserordentlichen Einnahmen» kommen könnte. Bei diesem Geschäft wurde davon ausgegangen, dass die Ukraine den Krieg gewinnt. Die Überlegung, dass Russland gewinnen könnte, hat niemand gemacht. Hätte die Schweiz dann die 5 Milliarden an Putin geschickt?
Weitere Ausgaben für die Neue Regionalpolitik (NRP) und die Klimapolitik Bisher konnte der Bund im Rahmen der Neuen Regionalpolitik (NRP) nur zinsgünstige oder zinslose Darlehen für die Finanzierung von Infrastrukturvorhaben gewähren. Im Hinblick auf das nächste NRP-Mehrjahresprogramm (2024 – 2031) sollen neu kleine Infrastrukturvorhaben in beschränktem Ausmass auch mit A-fonds-perdu-Beiträgen unterstützt werden können. Im Rahmen der Pilotmassnahmen in diesem Programm für die Berggebiete wird dieser Ansatz seit 2020 in 16 Kantonen erfolgreich getestet. Mit NRP-Bundesmitteln bis zu maximal 50 000 Franken pro Vorhaben und zusätzlichen kan-
Das Klimareferendum ist nicht lustig
Ein satirischer Rückblick aus dem Jahr 2050 auf die Schweizerische Klimasolidaritätsgenossenschaft (ehemals «Schweizerische Eidgenossenschaft»).

York-Peter Meyer Finanzexperte SVP Küsnacht
2050 : In der Zukunft angekommen Stellen Sie sich vor, wir befinden uns im Jahr 2050. Es herrscht Freude in der Schweiz. Das am 18. Juni 2023 angenommene Klimagesetz konnte fristgerecht umgesetzt werden, wie uns direkt aus einem Flugzeug des Klimadepartements mitgeteilt wurde. Endlich hat die Schweiz einen CO2Ausstoss von netto null, womit der globale Ausstoss seit 2023 um beachtliche 0,1% gesenkt wurde. Auch verglichen mit den aktuellen globalen Emissionen sind es noch 0,04%, worauf die Schweiz natürlich sehr stolz ist.
Alle Probleme waren nicht vorhersehbar Der Weg zu netto null war nicht ganz einfach. Das Klimagesetz von 2023 sah nämlich vor, öffentliche Gelder, die es nicht gab, zu verwenden, um Wärmepumpen, die es nicht gab, von Handwerkern, die es nicht gab, in wärmegedämmte Häuser, die es nicht gab, ein-
zubauen. Sie werden seitdem mit Strom, den es nicht gibt, betrieben. Doch der Stromgeneral (dieses Amt wurde in weiser Voraussicht bereits 2043 eingeführt) wird bald einen Plan ausarbeiten, um das Problem des Strommangels endlich zur allgemeinen Zufriedenheit zu lösen, sofern die Sonne bei ausreichend Wind scheint.
Wieder wird eine Grossbank gerettet
Im Vorjahr konnte das Kollegium der Bundesrat*ätin (früher sexistisch «der Bundesrat» genannt) erfreulicherweise die letzte Schweizer Bank retten. Die RUNK (Raiffeisen UBS National- und Kantonalbank) wurde trotz grosser Verluste aus Klimahypotheken nach China verkauft. Diese Verluste ergaben sich aus dem Artikel 9 zur klimaverträglichen Ausrichtung der Finanzmittelflüsse des Klimagesetzes von 2023. Schuld war jedoch die Bonuskultur. Es überraschte natürlich sehr, dass die RUNK trotz ihres ausgezeichneten Nachhaltigkeitsberichts und ihrer Inklusivität in eine finanzielle Schieflage geraten konnte. Die Aufregung legte sich jedoch, als Bundesrätin Dach-Mutter eine Rettung ohne zusätzliche Kosten für den Bundeshaushalt gelang. Das war möglich, weil mit dieser chine-
DAS SCHRECKLICHE VERBRECHEN IN ANNECY
tonalen Beiträgen mobilisiert die neue Massnahme auch neue Akteure, die ihre wirtschaftlich relevanten Ideen mangels Startunterstützung bisher nicht realisieren konnten. Es wird mit einem Volumen von 1,5 Millionen Franken Bundesausgaben gerechnet. In Anbetracht der letzte Woche diskutierten Milliardenausgaben schien wohl der Mehrheit die Ausgaben im Millionenbereich zu klein, um abgelehnt zu werden. Nur einzelne ausgabenbewusste Parlamentarier stimmten mit unserer Fraktion für eine Ablehnung.
Beim Nachtrag für den Voranschlag 2023 ging es um die Betriebsausgaben der Bundesasylzentren – genauer gesagt um die Hälfte des ursprünglich vorgesehenen Betrages von 65 Millionen für die Containerdörfer für Asylbewerber. Mit zwei Stimmen gewannen die Befürworter. Nach der Einigungskonferenz beider Räte geht nun das Geschäft nochmals in den Ständerat. Postulate rufen meistens nach Studien oder Berichten. Eines davon fordert einen Ergänzungsbericht zur aussenwirtschaftlichen Strategie, welcher die wirtschaftspolitischen Auswirkungen des US -Inflation Reduction Acts und des europäischen Industrieplans für den grünen Deal analysiert. Der Bericht soll zudem die positiven und negativen Auswirkungen aufzeigen und strategische Antworten zur Schweizer Klimapolitik liefern. Das Postulat, welches ganz bestimmt hohe Kosten, aber zweifelhafte Auswirkungen nach sich ziehen wird, wurde nur von uns abgelehnt. Die anderen bürgerlichen Parteien erhoffen sich mit einer Zustimmung wohl Stimmen im Wahlkampf.
sischen Transaktion die Schweizer Klima-Aufsichtsbehörde für die Finanzbranche FINMA überflüssig wurde. Ihre Abschaffung führte zu Ersparnissen in Höhe von fast 4% des Bruttoinlandprodukts, die nun jährlich dem Käufer namens Hunter Xi überwiesen werden. In ihrem Abschiedskommuniqué betonte die FINMA ihre Effizienz, war sie doch kaum grösser als der von ihr beaufsichtigte Finanzsektor.
Sogar der Tourismus überlebt Schön, dass nach wie vor ausgewählte Schweizer mit aus Nahrungsmitteln gewonnenem Biotreibstoff nach Übersee fliegen dürfen. Nur auf Stehplätzen, aber dafür fast jedes Jahr; das besagt der Branchenfahrplan für die Luftfahrt. Gemäss Artikel 5 des Klimagesetzes von 2023 hatten die Schweizer Branchen-
verbände solche Fahrpläne mit «Beratung» des Bundes bis 2029 ausgearbeitet. Zum sorgenfreien Urlaub werden die Hotels rund um die Uhr bewacht. So sind die Gäste vor hungernden Demonstranten, die unbelehrbar auf den Verzehr der als Biotreibstoff verbrannten Nahrungsmittel angewiesen zu sein glauben, gut geschützt.
Alle sind zufrieden. Wirklich alle? Nur die unabhängige Forschungsstelle des Klimadepartements (früher «Eidgenössische Technische Hochschule») ist mit den Anstrengungen zum Klimaschutz noch nicht zufrieden. Diese unabhängige Institution forderte erneut Geld für ihr dringend benötigtes siebenundzwanzigstes Klimaforschungszentrum. Man solle endlich der Wissenschaft vertrauen, verlangte der Ehrenvorsitzende Professor Knutti unter Applaus aller Teilnehmer der Klimakonferenz in Neuseeland.

Biotreibstoff verbrannt? Bild: Wikipedia
schlimm
Im französischen Annecy sticht ein syrischer Asylbewerber auf mehrere Menschen ein. Darunter vor allem Kleinkinder. Die Tat – welche inzwischen in ganz Europa passieren kann – wird von vielen politisch Verantwortlichen heruntergespielt mit der Begründung, der Täter sei nicht zurechnungsfähig gewesen.
rw. Ein Video, das sich in den sozialen Medien verbreitet, dokumentiert die abscheuliche Tat, zeigt unmittelbar, wie der Täter ohne jede Hemmung auf
ein Kind in einem Kinderwagen einsticht. Mit einem Messer verletzte er sechs Menschen schwer, darunter vier Kinder. Ein junger katholischer Ruck-
sack-Pilger stellte sich dem Messerangreifer von Annecy in den Weg und verhinderte so weitere Opfer. Er wird in Frankreich als Held gefeiert.
Das Video wurde in den sozialen Medien immer wieder verboten. Warum? Der Bürger soll die Auswirkungen von Politikversagen nicht sehen und dumm bleiben.
Fortsetzung auf Seite 3
Fortsetzung von Seite 2
Die Wahrheit wird nicht gerne gehört
Der Aargauer Nationalrat twitterte im Zusammenhang mit dem Verbrechen: «Fachkraft im Einsatz: Messerattacke in Annecy». Und bekam wüste Kommentare. Man hat bisweilen den Eindruck, der in diesem Zusammenhang genannte Begriff «Fachkraft» sei schlimmer als das Verbrechen.
Eine «sinnlose» Tat?
Europäisches Migrations-Chaos
KOMMENTAR ZUR RATSSITZUNG
Und die Behörden suchen, wie überall in Europa, wenn so etwas Schreckliches passiert, nach dem Motiv. Und es heisst dann politisch korrekt: Eine «sinnlose» Tat sei nicht auszuschliessen. Und dann? Ändert sich etwas an diesem Verbrechen? Kaum. Ausser dass man dann einfacher sagen kann: Der Täter sei nicht zurechnungsfähig. Das ist ja strafmildernd. Die Polizei stoppte den Täter und nahm ihn fest. Der 31-jährige Mann hat zuvor zehn Jahre in Schweden gelebt, zuletzt als dort anerkannter Asylbewerber. In Frankreich stellte er im November ebenfalls einen Asylantrag, der vor einigen Tagen abgelehnt wurde, weil er diesen Status schon in einem anderen EU-Mitgliedstaat hat.
Einen Zustrom von Menschen kann niemand mehr beherrschen. Wäre der Täter von Annecy frühzeitig abgeschoben worden, hätte die schreckliche Tat in Frankreich verhindert werden können. Laut französischen Medienberichten hatte Hanoun in Schweden Sozialleistungen im Wert von 4 000 Euro erschlichen. Er gab sich unter dem Namen Abdalmasih Hanoun gar als Christ aus. Dies dementierten die Behörden später. Rechtsbrecher werden belohnt, als ob sie als Schutzsuchende «Flüchtlinge» wären.
Energiedebatte im Kantonsrat – Blindflug in der Energieversorgung

Ueli Pfister Kantonsrat SVP Esslingen
Die unkontrollierte Massenzuwanderung ist schuld an solchen Vorfällen.
Auch die Schweiz sollte jetzt endlich syrische Asylbewerber in ihre Heimat zurückschicken und Rechtsbrecher sowieso konsequent abschieben.
AUS DEM KANTONSRAT
Genehmigung der Energiestrategie 2022
In der Kommission für Energie, Verkehr und Umwelt (KEVU) haben die bürgerlichen Kantonsräte mit einem Minderheitsantrag erreicht, dass die Energiestrategie 2022 an den Regierungsrat zurückgewiesen werden soll. Gefordert wurde unter anderem, dass klar zwischen Zielen, Strategien und konkreten Massnahmen zu unterscheiden sein muss. Im Kantonsrat scheiterte der Rückweisungsantrag knapp mit einer Stimme.

Rotgrüne Träume ohne Hand und Fuss
Die Energiestrategie 2022 des Regierungsrats ist ein reines Schönwetterprogramm. Im Votum des grünen Regierungsrats Neukomm war denn auch nur vom Ausbau der Photovoltaik mit der Möglichkeit, Windräder dazu zubauen, die Rede. Damit solle künftig die Versorgungssicherheit auch im Winter sichergestellt werden. Man muss kein Genie sein, um ausrechnen zu können, dass es damit unmöglich sein wird, eine moderne Dienstleistungs- und Industriegesellschaft mit elektrischer Energie in bezahlbarem und vor allem in ausreichendem Umfang zu versorgen. Natürlich wird es auch massiv teurer werden. Dazu werden wir unsere Umwelt mit ineffizienten Windrädern und Solarpanels verschandeln. Und die Versorgungssicherheit wird den Bach runtergehen, da wir stärker von Importen abhängig sein werden als je zuvor. Wird für die, die genug Geld haben, kein Problem sein, von der unnützen Verschandelung unserer schönen Landschaften mal abgesehen. Für die anderen viel Glück und viel Freude, wenn sie arbeiten gehen müssen, damit sie ihre exorbitanten Energierechnungen zahlen können.
Die Haltung der SVP
In der Debatte wies Ulrich Pfister darauf hin, dass zur Erreichung der Transformation hin zu «erneuerbaren» Energiequellen nur der massive Ausbau des Solarstroms aufgeführt wird. Weitere mögliche Energiequellen werden als vernachlässigbar aufgeführt. Die SVP erachtet eine vertiefte Auseinandersetzung mit weiteren Energiequellen aber weiterhin als unabdingbar. Potenziale weiterer Energieträger werden zwar in Prozenten aufgeführt, mit welchen Massnahmen diese Ziele allenfalls erreicht werden können, bleibt aber offen. Solarstrom dominiert. Dennoch wird klar ausgewiesen, dass wir im Winter eine Stromlücke haben werden. Wie diese Stromlücke geschlossen werden könnte, ist nicht ersichtlich. Dass unsere Stromproduktion über das Jahr in etwa ausreicht und dass wir den Überschuss vom Sommer nicht in den Winter werden retten können, ist allgemein anerkannt. Trotzdem wird der Solarstrom als das alleinige Heilmittel angepriesen. Es wird wohl aufgeführt, dass dies eine Herausforderung sei. Von Auswegen, wie der mit dem heutigen Stand der Technik aber unüberwindbare Widerspruch aufgelöst werden kann, kann der «Strategie» aber nichts entnommen werden. Die Energiestrategie 2050 und die dem Kantonsrat vorgelegte Energiestrategie des Kantons zeigen klar auf, dass wir uns auf sehr schwierige Zeiten zubewegen. Trotzdem wird alles unternommen, um alles zu elektrifizieren, im Wissen, dass uns in naher Zukunft die Grundleistungen der AKW fehlen werden. Die ganze Energiedebatte baut auf das Prin-
WORTE DES FRAKTIONSPRÄSIDENTEN
Damit Traditionen erhalten bleiben
In den Sommermonaten finden landauf, landab zahlreiche Volksfeste statt. Regionale, kantonale oder gar nationale Feste werden in den verschiedensten Sparten wie Gesangs-, Musik-, Sport- oder Schiessvereinen organisiert. Auch andere Organisationen wie die Freunde alter Maschinen organisieren Treffen und Ausstellungen. Dieses Jahr ist das eidgenössische Jodlerfest in Zug an der Reihe. Im Kanton Zürich steht das alle sechs Jahre stattfindende Kantonalturnfest (KTF) vor der Eröffnung. Grosses entsteht auf Initiative durch engagierte und aktive OKMitglieder, die bereit sind, mehr zu leisten und sich freiwillig für etwas «Gutes» einsetzen. Gerade das Beispiel KTF zeigt exemplarisch, dass fast Unglaubliches möglich ist. In einer Gemeinde mit 1000 Einwohnern findet ohne fixe Infrastruktur auf grüner Wiese ein Turnfest mit 14 000 Turnerinnen und Turnern statt. Nur dank unzähligen freiwilligen Helfern kön-
nen solche Feste organisiert und die damit verbundenen Traditionen gewahrt bleiben. Ihnen allen gebührt unser Dank und unser Respekt. Ohne sie würde ein Stück Schweiz verloren gehen. Denn Traditionen sind ein wichtiger Bestandteil unserer Gesellschaft. Sie geben uns Sinn für Zusammengehörigkeit und Stabilität. Traditionen können Feste, Bräuche und Rituale sein, die oft auf historischen Ereignissen oder kulturellen Werten beruhen. Traditionen helfen uns auch, unsere Vergangenheit und unsere Herkunft zu verstehen. Mit der Pflege der Traditionen stärken wir unsere Identität als Gemeinschaft. Die SVP setzt sich für den Erhalt von unseren Traditionen ein. Dazu braucht es aktive Bürgerinnen und Bürger, die bereit sind, Eigeninitiative und Eigenverantwortung zu übernehmen. Das fängt in der Erziehung an und kann mit der Schul- und Berufsbildung gefördert werden. Nicht för-
zip Hoffnung. Wir wissen nicht wie, aber es kommt sicher gut. Wir schaffen das. In der SVP herrscht die Einsicht vor, dass Hoffnung keine Strategie ist. Darum verlangte die Fraktion eine saubere Ausarbeitung der Energiestrategie, die klar aufzeigen wird, mit welchen konkreten Massnahmen die illusorischen Ziele erreicht werden sollen. Leider scheiterte der Rückweisungsantrag mit einer Stimme Unterschied äusserst knapp.
Jede Stimme zählt am nächsten Wochenende!
Am Sonntag, dem 18. Juni, soll der nächste Nagel in den Sarg unserer ehemals umweltfreundlichen, sicheren und preisgünstigen Versorgung mit elektrischer Energie eingeschlagen werden. Falls Sie noch nicht abgestimmt haben, legen Sie darum beim sogenannten «Klimaschutzgesetz» ein entschlossenes NEIN zu dieser Energiekolchose, zu Strommangellagen, zur Landschaftsverschandelung und zu Preisexplosionen ein. Ihre Stimme ist wichtig!

Eine «Energiestrategie» auf dem Prinzip Hoffnung kann nicht funktionieren. Bild: Bing AI
Eine Woche vor der Abstimmung zum Stromfressergesetz gingen in der Beratung zur Genehmigung der Energiestrategie und der Kenntnisnahme der Energieplanung 2022 des Kantons Zürich im Kantonsrat die Wogen hoch. Die Energiestrategie des Kantons Zürich kann durch den Rat nur genehmigt oder zurückgewiesen werden. Aus diesem Grund stellten die SVP, FDP und Die Mitte unter der Federführung der FDP einen Rückweisungsantrag, dass die ganze Strategie durch den Regierungsrat geschärft werden sollte. In meinem Votum wies ich darauf hin, dass die SVP nicht grundsätzlich gegen die Dekarbonisierung und auch nicht gegen Netto-Null sei. Wir sind uns – im Gegensatz zur Ratslinken – aber einig, dass das eingeschlagene Ziel bis 2050 nicht erreicht werden kann, ohne dass es für die Bevölkerung massive Einschränkungen, Verbote und teure Energie – sofern überhaupt noch vorhanden – bedeutet. So steht in der Energiestrategie, Zitat: «Möglichkeiten des Kantons zur Erhöhung der Versorgungssicherheit und der Steigerung der Produktion von Strom aus erneuerbaren Energien prüfen, mit dem Schwerpunkt auf Photovoltaik und Win-
terstrom und unter Berücksichtigung der Förderung des Bundes» Wir brauchen keine Erhöhung der Versorgungssicherheit, wir brauchen eine absolute Versorgungssicherheit wie heute von 99,998%! Als Motor der Schweizer Wirtschaft können wir es uns nicht leisten, in Bezug auf die Energieversorgung Experimente zu machen. Es geht nicht, wie in den Medien eine Aussage eines jungen Grünen auf einem Podium zitiert wurde: «Wir können ja arbeiten gehen, wenn wir Strom haben.» Auf unsere Forderung, dass sich der Kanton Zürich auch beim Bund für eine sichere Stromversorgung einsetzen müsse, antwortete der Baudirektor Martin Neukom (Grüne), dass er da ja bei unserem Bundesrat vorstellig werden müsste. «Bundesrat Rösti macht durchaus einen anständigen Job», meinte er. Es wurde nicht negiert, dass die Winterstromlücke unser grosses Problem ist. Diese Lücke müsse mit dem Ausbau der Wasserkraft, wobei hier nicht mehr viel Potenzial vorhanden sei, und mit alpinen Solaranlagen geschlossen werden. Dass weitere Möglichkeiten der Speicherung von überschüssigem Sommerstrom für die Winterlücke nur im Ansatz vorhanden sind, ist allen bekannt, wird aber rigoros ausgeblendet.
Gutgelaunt sitzen wir im Energiewendezug und fahren mit diesem mit Vollgas in die Wand der Strommangellage. Leider wurde unser Minderheitsantrag mit 87:86 Stimmen abgelehnt. Es zeigt sich, dass es in der neuen Legislatur auf unserer Seite keine Vakanzen geben darf.
MEDIENMITTEILUNG DER SVP KANTON ZÜRICH
SVP Kanton Zürich gratuliert
Thomas Matter und Alfred Heer zur Nomination in die CS -PUK
Die SVP Kanton Zürich freut sich über die Nomination der Zürcher SVP-Nationalräte Thomas Matter und Alfred Heer in die Credit-Suisse-PUK und gratuliert ihnen herzlich. Die SVP Kanton Zürich setzt sich für die lückenlose Aufklärung des Untergangs der Credit Suisse ein. Insbesondere muss die Rolle der FINMA aufgearbeitet werden. Alfred Heer und Thomas Matter sind die richtigen Personen dafür.
derlich ist es, wenn der Staat alles übernehmen und bestimmen will. Eine wichtige Tradition ist in der Schweiz auch die direkte Demokratie. Durch unsere Stimme haben wir die Möglichkeit, unsere Meinung zu äussern und somit aktiv an Entscheidungen teilzunehmen, die unsere Zukunft und die Gesellschaft betreffen. Deshalb – falls Sie noch nicht abgestimmt haben – überlassen Sie Ihre Stimme nicht den anderen. Füllen Sie die Abstimmungsunterlagen aus und bringen Sie diese auf die Gemeinde oder in die Wahlurne. Denn nur wer stimmt, bestimmt!

von Martin Hübscher
Der Unternehmer Alfred Heer (geb. 1961) setzt sich seit vielen Jahren gegen Korruption und Steuerverschwendung ein und präsidiert den Bund für Steuerzahler. Als langjähriger Präsident der Geschäftsprüfungsdelegation ist Nationalrat Alfred Heer zudem hervorragend vorbereitet auf die Durchleuchtung der ehemaligen Credit Suisse. Alfred Heer stellt klar: «Unser Wirtschaftskanton ist auf einen starken Finanzplatz angewiesen. Ich werde alles daransetzen, dass die Schweizer Bevölkerung erfährt, warum es zum CS -Debakel gekommen ist.»
Der Bankunternehmer Thomas Matter (geb. 1966) ist Mitglied der Parteileitung der SVP Schweiz und Zürich
und verantwortlich für die Finanzen. Als Inhaber der Matter Group sowie Mitgründer und Verwaltungsratspräsident der Helvetischen Bank ist ihm die Stärkung der Schweizer Wirtschaft und besonders des KMU -Sektors ein übergeordnetes Anliegen. Im Parlament hat er sich wiederholt für die Reform des Schweizer Finanzsektors eingesetzt. Für Thomas Matter ist die Aufarbeitung des CS -Debakels ein wichtiger Schritt, um mit einem unsäglichen Kapitel der Schweizer Wirtschaftsgeschichte abzuschliessen: «Die Schweizer Banken und die Gesamtwirtschaft müssen wieder zu Schweizer Tugenden zurückfinden, statt jede Mode aus dem Ausland –überrissene Bonis Diversity und ESG –nachzuäffen. Einen zweiten Fall CS müssen wir unbedingt verhindern.» Auch dem dritten SVP-Vertreter in der PUK, Ständerat Werner Salzmann, gratulieren wir herzlich zur Nomination.
Die SVP Kanton Zürich hat volles Vertrauen in die drei SVP-Vertreter, dass sie die Versäumnisse lückenlos und ohne Schonung von Partikularinteressen aufklären werden.

Erfahrungsaustausch im Dienst der Bevölkerung
Am 7. Behördentreffen der SVP Bezirk Bülach gab der Ombudsmann Einblick in seine Fälle, und Erfahrungen wurden ausgetauscht. Wer Parteimitglied ist, profitiert vom Netzwerk.

In rund 800 Fällen pro Jahr vermittelt die Ombudsstelle zwischen Einwohnern und der Verwaltung von Kanton und Gemeinden. Jürg Trachsel, SVP, leitet sie. Er hat Erfahrungen, welche Behörde helfen kann, das Amt im Dienst der Bevölkerung auszuüben. Die SVP Bezirk Bülach begrüsste Trachsel am diesjährige Behördentreffen, am Samstagmorgen, 3. Juni, in Winkel. Im zweiten Teil des Morgens pflegten die Behördenmitglieder den Austausch zu ihren aktuellen Problemstellungen.
Verbotene Terrainveränderungen und Schwarzfahren: Vermitteln für 40 Rappen pro Einwohner Briefe aus Textbausteinen, die niemand versteht, eine grössere Gemeinde, welche Terrainveränderungen von mehr
als zehn Zentimetern verbietet, da eine neue Bauordnung im Köcher ist: Dies sind Beispiele von Verwaltungshandlungen, gegen die sich Betroffene kaum wehren können, bis die Ombudsstelle vermittelt. Selbst wenn eine Sache den Rechtsweg nehmen könnte, wie bei Bauentscheiden: Man soll Einsprache oder Rekurs anmelden, kann aber gleichzeitig ein Sistierungsgesuch für die Fristen zugunsten eines Ombudsverfahrens stellen. Trachsel: «Ich kenne kein Gericht, das eine Vermittlung nicht zulässt, bevor es selbst arbeitet.»
Der Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) kommuniziert: Man steigt nur mit einem gültigen Ticket ein. Die öffentliche Hand ist offenbar nicht widerspruchsfrei, denn manchmal muss man Mehrfahrtenkarten im Bus abstempeln, man hat so beim Einsteigen kein gültiges Ticket. «Schwarzfahren schützt die Ombudsstelle nicht, wenn man erwischt wird, muss die Gebühr bezahlt werden», sagt Jürg Trachsel. Doch er ist mit dem ZVV immer wieder im Gespräch. «Es soll nach dem Einsteigen die Chance zum Abstempeln gewährt werden.»

SVP BONSTETTEN
Spannendes Podiumsgespräch zu den eidgenössischen Abstimmungen
40 Rappen pro Einwohner kostet die Ombudsfunktion die Gemeinden, welche sich anschliessen wollen. «Wenn es keine Fälle gibt, halbieren sich die Kosten.» Damit die Ombudsstelle glaubwürdig ist, ist sie der Legislative, also dem Kantonsrat, unterstellt und nicht Teil der Verwaltung. Und sie hat umfassendes Recht auf Akteneinsicht zu ihren Fällen. «Das ist ein Beitrag für das Vertrauen in die Behörden.»
Personalpool, Jugendarbeit, Lohnentwicklung
Für eineinhalb Stunden diskutierten die Behördenmitglieder in Gruppen nach Ressorts verschiedene aktuelle Themen aus ihrem Alltag und wie Probleme in anderen Gemeinden gelöst werden. Vieles wurde angeschnitten: Jugendarbeit als Mittel gegen Vandalismus, Kindergartenkinder, die kein Deutsch verstehen, ein Personalpool zwischen Gemeinden, der Springerkosten reduziert, Fachkräftemangel, die Rolle von Kanton und Gemeinden für die Lohnentwicklung, Nachwuchsförderung, die hängigen Revisionen der Bau- und Zonenordnungen. Wissen, was in anderen Gemeinden funktioniert hat oder nicht, Ideen und der Kontakt zu Parteimitgliedern, auch Kantons- und Bezirksräten, welche dieselben Fragen bearbeiten und die man jederzeit kontaktieren kann: Das ist Mehrwert, den die SVP bietet. Zum nächsten Behördenmeeting wurde der Apéro am Herbstfest der SVP Bezirk Bülach vom 3. November festgelegt, und der nächste Erfahrungsaustausch findet in einem Jahr statt, voraussichtlich am 1. Juni.
SVP ERLENBACH
Stimmfreigabe
zur Einzelinitiative
«Aufhebung öffentlicher Gestaltungsplan Bahnhofstrasse»
Am 8. Juni 2023 fand die Generalversammlung der SVP Erlenbach im Restaurant Rössli statt, erstmals unter Leitung der im Herbst 2022 neu gewählten Parteipräsidentin Jessica Herrmann. Zügig führte sie die Parteimitglieder und Gäste durch die üblichen Traktanden und leitete anschliessend die intensiv geführte Diskussion zu den Themen der bevorstehenden Gemeindeversammlung vom 19. Juni 2023. Im Zentrum stand die Einzelinitiative «Aufhebung öffentlicher Gestaltungsplan Bahnhofstrasse», welche die Gemüter in Erlenbach erhitzt, auch bei den Mitgliedern der SVP Erlenbach. Mit guten Argumenten wurde sowohl für eine Gutheissung wie für eine Ablehnung der Initiative votiert, sodass die Versammlung – entgegen ihrer Gewohnheit, klar Stellung
zu beziehen – sich auf Stimmfreigabe verständigte. Im Anschluss an die Generalversammlung berichtete Nationalrat Alfred Heer vor zahlreich erschienenem Publikum über die Geschäfte der laufenden Session in Bundesbern und Nationalrat Thomas Matter befasste sich mit der anstehenden Abstimmung vom 18. Juni 2023 über das «Klimaschutzgesetz». Überzeugend legte er dar, dass dieses Gesetz weder den Klimaschutz zu fördern vermag noch zu umfassenden Innovationen anregt und schon gar nicht die Energiesicherheit stärkt, wie es der irreführende Titel des Gesetzes weismachen will, und diese Gesetzesvorlage deshalb abzulehnen ist.
SVP Erlenbach, Vorstand

SVP STADT ZÜRICH 6
Für die SVP stoppen sogar die Autos
Die SVP Kreis 6 hat am 3. Juni an der Haltestelle Rigiblick sehr erfolgreich Flyer gegen das «Stromfresser-Gesetz» verteilt. Nicht nur die Passanten konn-
ten mit Flyer versorgt werden. Selbst eine Autofahrerin stoppte kurz ihren Wagen und bat aus dem Auto heraus freundlich um mehrere Flyer.

Eine Woche vor dem Anlass musste Nationalrat Balthasar Glättli den Termin leider absagen. Er sorgte aber selbst für Ersatz und delegierte Kantonsrätin und Grüne-Vize-Präsidentin im Kanton Zürich Selma L’Orange Seigo nach Bonstetten. Der Schlagabtausch beim Klima und Innovationsgesetz kam sofort in Gang. Was sind Fake News, wollte der Moderator wissen? Wie zu erwarten war, stellten beide Kontrahenten die wichtigsten Argumente aus ihrer Sicht dar. Die grosse Frage des Abends blieb aber unbeantwortet: Mauro Tuena von der SVP ist sehr skeptisch, ob die Forschung uns bis 2050 ein «fossilfreies Leben» garantieren kann. Frau L’Orange Seigo hingegen ist sehr optimistisch, dass es gelingt, Lösungen zu finden. Ein Votant sagte zum Schluss: «Es gibt nur eine Erde, tragen wir Sorge dazu. Wir haben schon viel Zeit verloren.» Die SVP Schweiz hat an der Delegiertenversammlung die NEIN-Parole beschlossen. Zur OECD -Mindeststeuer waren sich die Nationalräte Fabian Molina (SP) und Thomas Matter (SVP) grundsätzlich einig. Es braucht diese Steuer, damit das Geld in der Schweiz bleibt. Auf die Frage, warum er immer noch unzufrieden seien, obwohl jetzt die Grosskonzerne endlich zur Kasse gebeten werden, sagte Fabian Molina: «Es ist eine Schlaumeierei, wie das Geld verteilt wird.» Die 75 % für die Kantone und 25 % für den Bund, sei ein No-Go, das Geld komme somit wieder zu den Grossfirmen in den ohnehin finanzstarken Kantonen. Thomas Matter konterte, dass alle Kantone dank dem Finanzausgleich profitieren werden. Die SVP Schweiz hat an der Delegiertenversammlung die JA-Parole beschlossen. Als Dank für ihr Erscheinen durften alle vier Referenten die Bühne als Werbung für ihre Nationalratskandidatur im Herbst nutzen. Einige der über 40 Personen nutzten die Gelegenheit, sich nach dem Anlass mit den Politikern in gemütlicher Runde etwas auszutauschen zu können.
SVP Bonstetten
So stimmen Sie richtig für eine sichere und bezahlbare Stromversorgung:




21. Juni 2023, 19.00 Uhr Gemeindesaal, Gemeindeplatz 1, 8355 Aadorf


«GREENWASHING»
Details zum Stromfresser-Gesetz

Viele lassen sich bei Abstimmungen durch die Kampagnen der einzelnen
Lager leiten, aber werden die Gesetze, über die wir abstimmen, denn auch von A–Z durchgelesen?
So findet sich im ersten Artikel bereits das Hauptziel, nämlich die «Verminderung von Treibhausgasemissionen und Anwendung von Negativemissionstechnologien». Was die «Verminderung» betrifft, werden wir in Art. 4 rasch fündig. Da steht nämlich, dass im Sektor Gebäude und Verkehr die Treibhausgasemissionen jeweils um 100 Prozent zu reduzieren sind. Aber was sind nun diese «Negativemissionstechnologien»?
Art. 2 des Gesetzes erläutert die Begriffe und beschreibt beispielsweise, dass

geplanten Windrad-Fundamente im Kanton Zürich werden etwa 1500 Tonnen wiegen. Bild: Wikipedia
CO2 mittels dieser Technologien aus der Atmosphäre entfernt und dauerhaft in Wäldern, Böden etc. gebunden wird. Wie sollen wir das denn bitte schaffen, wenn wir die Böden noch mehr verbauen und Wälder roden, um Hunderte Windräder und deren Zugangsstrassen zu errichten? Allein das Fundament und die dazugehörige Kranstellfläche für jedes einzelne Windrad versiegeln Naturböden dauerhaft im Umfang von mindestens 2000 Quadrat-
metern, was der Wasserfläche von 1,6 Schwimmbecken (50x25m) entspricht. Somit müssen wir unter anderem mittels «Kohlenstoffspeicher im Ausland» (Art. 3, Abs. 5) die Rechnung ausgleichen und das ist einfach nur die nächste Form von «Greenwashing». Besser wäre es für diese Rechenspiele, bei der Ursache von Energieverbrauch und versiegelten Böden anzusetzen, nämlich bei der bald 10-Millionen-Schweiz.




















































