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Der Zürcher Bote Nr. 10

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Inhaber Stephan Iten

Eidgenössische Politik Richtig angegangen, liegt Wählerpotenzial bei 45 Prozent

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WOCHENZEITUNG FÜR DEN MITTELSTAND

PUBLIKATIONSORGAN DER SCHWEIZERISCHEN VOLKSPARTEI SVP DES KANTONS ZÜRICH

Kanton Zürich Wo bleibt der Impfstoff, Herr Berset?

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RÜCKSCHLÜSSE AUS DEN ABSTIMMUNGSRESULTATEN

Aktuell Neuer Nebelspalter: Interview mit Markus Somm

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Städte Zürich und Winterthur Syrische Flüchtlinge und Auswüchse im Sozialwesen Seite 6

Veranstaltungs-Tipp KommunalWahlen: Startklar?

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Parteiparolen dienen Bevölkerung nurmehr bedingt als Kompass

Insgesamt dürfen wir erfreut sein über die Abstimmungsergebnisse auf nationaler und auf kantonaler Ebene. Doch wie immer gilt es, unsere Lehren zu ziehen und in die nächste Geländekammer zu blicken.

Der vergangene Abstimmungssonntag zeigt deutlich eine Entwicklung, die so schon länger zu beobachten ist, nämlich, dass sich die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger immer weniger auf die Parolen der Parteien verlassen. Nicht nur das JA zum Verhüllungsverbot, sondern auch das deutliche NEIN zur Elektronischen ID oder das knappe

Resultat zum Freihandelsabkommen mit Indonesien belegen dies deutlich. Das kann für die SVP von Vorteil sein, wie auch das gute Resultat für unsere Initiative zur Nationalitätennennung verdeutlicht, aber es ist auch eine Herausforderung. Der letzte Abstimmungssonntag zeigt uns zwei Beispiele, die wir selbst-

Bild: Pixabay

kritisch analysieren, um uns zu verbessern. Erstens zeigt sich, am Beispiel einiger SVP-starker Gemeinden, dass ein Teil unserer Basis nur die Initiative zur Nationalitätennennung angenommen, den Gegenvorschlag jedoch abgelehnt hat. Hier war unsere Kommunikation offensichtlich ungenügend, denn bei Variantenabstimmung mit

Stichfrage schadet es der Initiative nicht, wenn auch der Gegenvorschlag angenommen wird, solange dieser in die gleiche Richtung zielt. Das war hier der Fall. Auf der anderen Seite riskiert man mit diesem Abstimmungsverhal-

«Nur die Mitte stand wirklich hinter der Vorlage.»

ten jedoch, dass am Ende beides abgelehnt worden wäre. Soweit ist es zum Glück nicht gekommen, doch die Analyse zeigt, dass der Gegenvorschlag noch deutlicher angenommen worden wäre.

Die Zürcher Stimmbevölkerung hat der Nationalitätennennung in Polizeimeldungen also wuchtig zugestimmt, das Abstimmungsverhalten verzerrt jedoch das Ergebnis.

Das zweite Beispiel ist die Abstimmung zum Sozialhilfegesetz, das eigentlich von Links bis Rechts hätte abgelehnt werden müssen. Nur die Mitte stand wirklich hinter der Vorlage. Doch auch hier hat sich die Bevölkerung wenig von den Parolen der Parteien beeindrucken lassen, und das nicht ganz überraschend. Es war uns von Anfang an bewusst, dass es ein Unding ist, die SVPBasis davon zu überzeugen, zu einer Abstimmung mit dem Titel «klare rechtliche Grundlagen für Sozialdetektive» NEIN zu sagen.

In keiner der 49 Gemeinden, die das Gemeindereferendum ergriffen haben, wurde das untaugliche Sozialhilfegesetz abgelehnt. Dies zeigt, dass es den Stimmbürgern in erster Linie um ein JA zu Sozialdetektiven ging. Häufig

«Unsere Initiative ist bereit, die bei Verdacht auch unangemeldete Hausbesuche zulässt.»

hörte ich denn auch den Grundsatz «lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach». Ich wage zu behaupten, dass manchen nicht bewusst war, dass das neue Gesetz für viele Gemeinden in der Bekämpfung des Sozialhilfemissbrauchs ein Rückschritt ist. Die SVP bleibt dran, so wurde bereits eine Parlamentarische Initiative eingereicht, die den Einsatz von technischen Hilfsmitteln für Sozialdetektive erlauben will. Sie wird voraussichtlich im Juni in der Kommission beraten. Zudem ist unsere Initiative bereit, die bei Verdacht auch unangemeldete Hausbesuche zulässt und die Kompetenz für Observationen wieder zurück an die Sozialbehörden gibt. Wir werden also sehen, ob das JA am letzten Sonntag wirklich ein NEIN zu wirksamen Mitteln oder einfach nur ein JA zum Einsatz von Sozialdetektiven war. Was die Stimmbürger sagen, gilt, aber in dieser Sache ist das letzte Wort noch nicht gesprochen!

Benjamin Fischer Präsident SVP Kanton Zürich Volketswil

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Neuste Hörgeräte

Freie Bahn für Verwaltungsratsmandate

Petra Gössi ist nicht zu bedauern. Sondern zu beneiden. Hätte ihr der Himmel das gnädige Geschick verwehrt, eine Frau zu sein, wäre es ihr in den vergangenen Jahren und Monaten übel ergangen. Einen Mann an der Spitze der FDP Schweiz hätten Politiker und Journalisten längst in tausend Fetzen in der Luft zerrissen. Doch Petra Gössi war bislang Nutzniesserin der Gnade ihrer weiblichen Geburt. Jetzt zählen die Medien plötzlich die verlorenen freisinnigen Kantons-, National- und Regierungsratsmandate. Auf einmal hat die Schwyzerin etwas mit dem Zickzack-Kurs der FDP in der Klimaund Europapolitik zu tun. Neuster Ausfluss der wackelweichen Pudding-Politik: Petra Gössi und ihre Parteifreunde haben in der Wirtschaftskommission für ein gesetzliches Ende des Beizen-Lockdown am 22. März gestimmt. Doch am Montag vertrat Fraktionschef Beat Walti im Nationalrat das Gegenteil.

Petra Gössi war bei dieser Spitzkehre schon gar nicht dabei. Überhaupt blieb die FDP -Präsidentin in den vieltägigen Sitzungen der Wirtschaftskommission jeweils stumm wie eine Felche im Vierwaldstättersee. In der Woche der Beratung des Covid-Gesetzes weilt sie zu einer Weiterbildung an der Universität St. Gallen (HSG). Wie sie per Twitter mitteilte, werde sie dort einen «Executive MBA» von sechzehn Wochenblöcken absolvieren. Dem «Sonntagsblick» teilte sie mit, ihr sei «Weiterbildung wichtig». Das letzte freisinnige Nachdiplomstudium war jenes von Doris Fiala – und endete im Desaster von Plagiatsnachweisen. Geht es Petra Gössi also um Weiterbildung? Und um welche Weiterbildung? Hierzu gibt die HSG St. Gallen gleich selber Auskunft: «80 Prozent der Top 100 Schweizer Unternehmen haben mindestens einen HSG -Alumni im Verwaltungsrat.» Börsenkotierte Aktiengesellschaften mit mehr als 250 Beschäftigten müssen künftig mindestens 30 Prozent Frauen im Verwaltungsrat ausweisen. Die Nachfrage ist so riesig, dass man che Konzerne selbst eine geschei terte Parteipräsidentin fürstlich bezahlen.

Dicht befrachtetes Programm

Corona-Tests im Bundeshaus. Covid-19-Gesetz. Postulat für die Bekämpfung gegen die US -Blockade von Kuba. Volksinitiative «Ja zum Tier- und Menschenversuchsverbo».

Therese Schläpfer Nationalrätin SVP Hagenbuch

617 Tests wurden in der ersten Woche von Parlaments- und Sicherheitsangestellten, Medienschaffenden und Parlamentarierinnen und Parlamentariern durchgeführt. Einer davon, also 0,162%, war positiv.

Endlosdebatte und freisinnige Wendehälse

Zum Covid-19-Gesetz gingen 54 Minderheits- und 25 Einzelanträge ein. Eine voraussehbare Endlosdebatte ist dann auch eingetreten. Die im Epidemien-Gesetz festgehaltenen Befugnisse des Bundesrates sol-

RESULTATE IN DER RÜCKSCHAU

len einschränkt werden. Er soll nicht mehr länger in einschneidenden Bereichen, wie der Schliessung ganzer Branchen, alleine bestimmen können. Mittlerweile sind die Intensivplätze in den Spitälern praktisch verwaist, jedoch sind die Psychiatrischen Kliniken, vor allem Abteilungen der Kinder und Jugendlichen, vielerorts voll ausgelastet, Kindsmisshandlungen nehmen zu und die Suizid-Rate steigt. Die Zahlen für 2020 werden erst im Jahr 2022 veröffentlicht.

Die Situation muss jetzt neu beurteilt werden. Zu diskutieren gab das Gründungsdatum der Unternehmen, welches als Kriterium für die Unterstützungsberechtigung zählen soll, und der Kulturbereich, wo Freischaffende rückwirkend berücksichtigt werden. Es wurden zusätzliche Gelder für ausgefallene Veranstaltungen, à-fonds-perdu-Beiträge für Sportclubs und Institutionen der

familienergänzenden Kinderbetreuung gesprochen. Die riesigen Beträge, die hier ausgegeben werden müssen, weil die Wirtschaft nicht mehr laufen darf, zeigen uns die Dringlichkeit der Beschaffung von Impfstoffen. Traurig und unverständlich war das Verhalten der FDP Konnte unsere Partei in der Kommissionssitzung bei der Erklärung an den Bundesrat noch auf die Unterstützung der Präsidentin und des Fraktionspräsidenten zählen, sind sie bei der Abstimmung umgekippt oder waren abwesend.

Verwässerung der Neutralität Das Postulat für die aktive Bekämpfung gegen die US -Blockade gegen Kuba wurde mit 98 zu 89 Stimmen angenommen. Somit soll die Schweiz den Druck auf den neuen US -Präsidenten erhöhen und sie übernimmt eine aktive Rolle an der UN -Generalversammlung. Die

Hoch und Tiefs des Abstimmungssonntags

In einem Jahr stehen die Gemeindewahlen an. Die Abstimmungen und Wahlen vom Wochenende gelten als Formtest für kommende Abstimmungen wie das CO 2-Gesetz auf eidgenössischer Ebene, aber auch zum kantonalen Energiegesetz.

Martin Suter Parteisekretär SVP Kanton Zürich Rüti

Treue Wählerschaft und ein hohes Wählerpotenzial lassen hoffen, die Konkurrenz schläft aber nicht! Die Resultate vom Wochenende lassen tief blicken.

Treue SVP -Wählerschaft

Das JA zum Gegenvorschlag zur SVPInitiative «Bei Polizeimeldungen sind die Nationalitäten zu nennen» war am Abstimmungssonntag eine klare Sache, 55,21 Prozent haben den Gegenvorschlag angenommen. Etwas genauer betrachtet zeigt sich, dass insbesondere in SVP-Hochburgen wie z.B. in Schleinikon die SVP-Initiative mit 55,63% angenommen und der Gegenvorschlag mit 48,8% abgelehnt wurde. Daraus kann abgeleitet werden, dass insbesondere treue SVP-Wähler der Parteiparole mit 2× JA nicht gefolgt sind und nur ein JA zur SVP-Initiative eingeworfen haben.

Hätte der Kantonsrat keinen Gegenvorschlag erarbeitet, könnten die Abstimmungsresultate dahingehend ge-

JA -Anteil SVP -Initiative Nationalitäten

In SVP -Stammlanden war die Zustimmung zur SVPInitiative gross, insbesondere die Stadt Zürich hat die Vorlage massiv verworfen.

Quelle: Statistisches Amt Kant. ZH

wertet werden, dass die SVP-Initiative mit Bestimmtheit vom Volk angenommen worden wäre. Würde, wäre, könnte spielt aber gar keine Rolle, die SVP

Wahlschlappe für die SVP bei Bezirkswahlen

Die meisten Bezirksämter wurden in stiller Wahl neu besetzt. Hie und da mussten Friedensrichterstellen in Kampfwahlen neu besetzt werden, in einigen Gemeinden ist es zu Ersatzwahlen in Gemeindebehörden gekommen. Die wenigen Wahlen in den Bezirksrat am vergangenen Wochenende müssen der SVP zu denken geben! In den Bezirken Pfäffikon, Hinwil und Affoltern fanden Kampfwahlen in den Bezirksrat statt. Im Bezirk Hinwil hat der bisherige Ersatzbezirksrat der SVP, der für ein Vollamt kandidiert hat, nur 8639 Stimmen geholt

und muss alt Kantonsrätin der BDP, Cornelia Keller, den Vorrang geben. Sie hat auf Anhieb 12 322 Stimmen geholt. Damit verliert die SVP ihren Bezirksratssitz, der ihr seit vielen Jahren zugestanden ist.

Die kleine CVP/BDP stellt den Statthalter und neu eine Bezirksrätin und dominiert den Hinwiler Bezirksrat in ungebührlicher Dominanz.

Noch schlimmer hat der Misserfolg im Bezirk Pfäffikon zugeschlagen, wo der bisherige SVP-Bezirksrat abgewählt wurde.

Auch hier hat eine alt Kantonsrätin, Sabine Sieber von der SP, für ihre Partei ein Mandat gesichert, welches zuvor fest in SVP-Händen lag.

Im Bezirk Affoltern wurde die SVPKandidatin für den Bezirksrat und ein amtierender SVP-Kantonsrat als Ersatzbezirksrat nicht gewählt, das Volk hat FDP- und GLP-Kandidaten den Vorzug gegeben.

Mitgliedschaft der Schweiz bei der UNO verwässert unsere Neutralität. Die Armut von Kuba basiert nicht nur auf den Blockaden der US -Regierung, sondern auch auf der kommunistischen und sozialistischen Regierung. Die Initiative «Ja zum Tier- und Menschenversuchsverbot» wird auch von den Linken und Grünen nicht gutgeheissen. Aber wenn Meret Schneider von den Grünen eine Rückweisung anstrebt, um einen indirekten Gegenvorschlag ausarbeiten zu lassen, läuten die Alarmglocken nicht nur bei unserer Fraktion. Erfreulich, dass im Parlament alles abgelehnt wurde. Nun kommt die eigentliche radikale Initiative zur Abstimmung. Ihre Annahme würde nicht nur die Volkswirtschaft, sondern auch die Volksgesundheit, die Industrie, Hochschulen und die Forschung stark beeinträchtigen; kommt sie doch einem Forschungsverbot gleich. Sie verdient das Label «Vorsicht, gefährdet die Volksgesundheit»!

JA -Anteil Gegenvorschlag des Kantonsrats

In zahlreichen SVP -Hochburgen wurde der Gegenvorschlag des Kantonsrats nur knapp angenommen (Hellgrün), wobei eine Ablehnung nur in ganz wenigen Wahlkreisen (Gelb/Rot) vorliegt. Quelle: Statistisches Amt Kant. ZH

kann mit dem Gegenvorschlag des Kantonsrats gut leben, der 80% des SVPAnliegens erfüllt. Das Kalkül der Jungen Grünen, welche das Referendum

zum Gegenvorschlag ergriffen haben, ist nicht aufgegangen, das Volk will wissen, welcher Nationalität Straftäter angehören.

Drei Wahlschlappen in SVP-Hochburgen ein Jahr vor den Gemeindewahlen müssen den Verantwortlichen zu denken geben – nicht nur den Zuständigen in den beiden betroffenen Bezirken. Dasselbe Trauerspiel könnte sich bei den Kommunalwahlen andernorts wiederholen! Was ist falsch gelaufen, wenn die SVP sicher geglaubte Sitze verliert? Sind wir mit den falschen Kandidaten angetreten? Hat die SVP-Kampagne nicht verfangen? Hätte die SVP besser Frauen als Männer vorgeschlagen?

Zumindest haben die alt Kantonsrätinnen, welche die SVP im Oberland alt aussehen lassen, einen deutlich engagierteren und vor allem einen persönlicheren Wahlkampf geführt als die SVP Es bleibt ein Jahr Zeit bis zu den Kommunalwahlen, um an Kampfgeist zuzulegen.

45% Wählerpotenzial für die SVP im Kanton Zürich 221 845 Zürcherinnen und Zürcher haben der Initiative für ein Verhüllungsverbot zugestimmt. Insgesamt wurde die Vorlage im Kanton Zürich verloren. Insbesondere in den beiden grossen Städten wurde die Vorlage deutlich abgelehnt, obwohl gerade dort ein offensichtliches Problem mit vermummten Chaoten und Hooligans auszumachen ist.

Was bedeutet der JA ­Anteil von 45,21% für das Verhüllungsverbot für die SVP des Kantons Zürich bezüglich kommender Abstimmungen und Wahlen? 45% der Stimmenden stehen bei gesellschaftspolitischen Themen und bei Fragen zur Integration hinter der SVP Diesen hohen Zustimmungswert gilt es zu nutzen und in Proporzerfolg umzumünzen.

AUS DEM KANTONSRAT

Resultate nicht im Sinne der SVP

Diese Woche standen im Rat einmal mehr die Bildungsthemen auf der Traktandenliste. Es wurden einige Postulate abschliessend behandelt.

Die Forderung des Postulats, dass Mitarbeitendengespräche mit Lehrpersonen durch die Schulleitung statt durch die Schulpflege geführt werden, wurde mittlerweile erfüllt. Daher wurde das Postulat durch den Kantonsrat als erledigt abgeschrieben.

Rahmenkredit für das Programm Grundkompetenzen Erwachsener in den Jahren 2021 –2024 Mit diesem Rahmenkredit wird das nationale Weiterbildungsgesetz (WeBiG) kantonal umgesetzt. Der Rahmenkredit ermöglicht erwachsenen Personen, die grosse Defizite in Lesen, Schreiben sowie in Mathematik haben, das Erlangen dieser grundlegenden Kenntnisse. Ca. 15% der Schweizer Bevölkerung ist davon betroffen – man spricht auch von funktionalem Analphabetismus. Die sozialen Folgekosten aufgrund mangelnder Grundkompetenzen werden hier für den Kanton Zürich auf 224 Mio. geschätzt, daher ist die Umsetzung des WEBiG auch in dieser Hinsicht von Wichtigkeit. Die Kosten von 14,8 Mio. werden zwischen Bund und Kanton aufgeteilt. Der Kanton Zürich muss die Hälfte – 7,4 Mio. über 4 Jahre hinweg (1,85 Mio/Jahr) – aufbringen. Der Kantonsrat stimmte einstimmig dem Rahmenkredit zu.

Krankheitsbedingte Absenzen

Lehrpersonen an der Volksschule im Kanton Zürich müssen weiterhin einen Teil der Arbeitszeit nachholen, die sie krankheitsbedingt verpassen. Der Kantonsrat hat ein Postulat von SP, GLP und EVP, mit dem eine Änderung dieser Regelung im Berufsauftrag gefordert wurde, mit 100 zu 71 Stimmen abgelehnt.

Die SVP erachtete das Postulat nicht für ausgereift und daher auch nicht durchführbar, da sich bereits aufgrund der mit der Lehrtätigkeit verbundenen

Pflichten ein Nachholen geradezu aufzwingt.

Änderung KJG

Der Kantonsrat hat erst vor kurzer Zeit das neue Kinder- und Jugendheimgesetz (KJG) erlassen und schon wird eine Motion von FDP und SP mit 90 zu 79 Stimmen an den Regierungsrat überwiesen, mit der verlangt wird, dass der Kanton die administrativen Kosten der Umsetzung des neuen Kinder- und Jugendheimgesetzes alleine trägt. Derzeit müssen die Gemeinden 60 Prozent der Kosten mitfinanzieren, ohne jedoch über die Kosten mitbestimmen zu dürfen.

Sprachförderung an Zürcher

Gymnasien

Der Kantonsrat hat ein Postulat der FDP betreffend Sprachförderung an Zürcher Gymnasien mit 123 zu 45 Stimmen überwiesen. Von der Bildungsdirektion wird ein Bericht über die notwendigen Voraussetzungen verlangt, damit alle Gymnasiastinnen und Gymnasiasten einen Sprachaufenthalt von mindestens 4 Wochen absolvieren können.

Die SVP-Fraktion hat dieses Postulat abgelehnt, da sie einerseits keine neue Staatsaufgabe generieren möchte und andererseits sie der Meinung ist, dass Schülerinnen und Schülern zugemu-

WORTE DES KANTONSRATSPRÄSIDENTEN

Flexibel sein

Eine beliebte und daher relativ intensiv genutzte Vorstoss-Art im Zürcher Kantonsrat ist die Parlamentarische Initiative (PI). Bei diesem Vorstoss können ein oder mehrere Ratsmitglieder eine Änderung oder Ergänzung in einem Gesetz einfordern. Die PI wird mit einem Änderungsantrag und der dazugehörenden Begründung eingereicht. Falls der Vorstoss nach der ersten Diskussion im Rat von mindestens 60 Ratsmitgliedern unterstützt wird, so gilt dieser als vorläufig unterstützt und wird einer Kommission zur weiteren Beratung und Behandlung zugewiesen. Die vorberatende Kommission hört die Initianten an und entscheidet dann, ob die Initiative abgeändert oder im Wortlaut belassen wird. Nach der Behandlung in der Kommission wird dem Kantonsrat ein definitiver Antrag auf Annahme oder Ablehnung der Parlamentarischen Initiative unterbreitet. Je nach dem müssen dann auch noch die Minderheitsanträge behandelt werden. Mit der Diskussion über den Kommissionsantrag im Kantonsrat wird definitiv über die Parlamentarische Initiative entschieden, dieses Mal aber nicht mit einem Quorum von 60 Stimmen, sondern mit einem

Mehrheitsentscheid. Am 1. Mai 2020 trat das revidierte Kantonsratsgesetz mit dem dazugehörenden Kantonsratsreglement in Kraft. Eine der zahlreichen kleinen Änderungen betraf eben die oben beschriebene Parlamentarische Initiative. Früher war es gut möglich, dass von der Einreichung einer PI bis zur Diskussion über die vorläufige Unterstützung 18 Monate verstrichen. Dies dämpfte jeweils die Aussichten auf eine schnelle Behandlung eines aktuellen Themas. Aus diesen Gründen, und um der Vorstoss-Art zusätzliche Attraktivität zu verleihen, schrieb sich der Kantonsrat eine Behandlungsfrist in das Kantonsratsreglement. In Paragraf 63 wird geregelt: Der Kantonsrat stellt innert sechs Monaten fest, ob die Initiative von mindestens 60 Kantonsratsmitgliedern vorläufig unterstützt wird.

Nun bringt diese Behandlungsfrist aber nichts, wenn sie vom Kantonsratspräsidenten nicht eingehalten wird. Zurzeit sind von 27 Parlamentarischen Initiativen deren 12 in argem Verzug, zum Teil um mehr als 4 Monate. Nun gilt es aber für einen Kantonsratspräsidenten auch, zu entscheiden, ob Ratsgeschäfte wie zum Beispiel

tet werden kann, die 13 Wochen Schulferien für private Sprachaufenthalte und Auslanderfahrungen zu nutzen. Dies bedingt jedoch auch, dass die nötigen pekuniären Voraussetzungen vorliegen.

Sprachzertifikate an Zürcher Gymnasien: Der Kantonsrat hat ein Postulat der FDP zu Sprachzertifikaten an Zürcher Gymnasien mit 86 zu 72 Stimmen bei einer Enthaltung überwiesen. Mit dem Postulat wird ein Konzept gefordert, um allen Schülerinnen und Schülern an den Gymnasien den Zugang zu Sprachkursen mit international anerkannten Zertifikaten zu ermöglichen. Die SVP hat auch dieses Postulat abgelehnt.

die Behandlung der COVID -19-Kredite dringlich vorgezogen werden sollen. Und ja, das sollen sie! Und was seit Corona auch noch einen Einfluss hat: 16 dringliche Postulate und 10 dringliche Interpellationen wurden in meiner Amtszeit bisher eingereicht und mussten innerhalb weniger Wochen im Rat beraten oder diskutiert werden. Im Moment bin ich immer noch zuversichtlich, dass ich die Fristen bis zu meiner Amtsübergabe an meinen Nachfolger abarbeiten kann. Ich habe noch 52 Tage Zeit dazu. Und auch in dieser mir verbleibenden Zeit werde ich Prioritäten setzen müssen. Am Montag wären wieder einmal Parlamentarische Initiativen traktandiert. Und zwischendurch werden zwei dringliche Postulate und zwei dringliche Interpellationen behandelt. Wir sind ja flexibel.

KOMMENTAR ZUR RATSSITZUNG

Medienschelte für den Tagesanzeiger

Lorenz Habicher

Kantonsrat SVP Zürich Kreis 9

Gähn … Montagmorgen, lustlos sitzen Sie in einer Sitzung und wundern sich, dass weder der internationale Frauentag noch der vergangene Abstimmungssonntag Emotionen in die laufende Debatte tragen. Haben Sie auch schon solche Situationen erlebt? Keine Blumen für die Frauen, keine Zimt- oder Nussschnecken für die Abstimmungssieger, eine Bildungsdirektorin der Mitte, die doziert, und es scheinbar niemanden interessiert … Politik, die nicht bewegt und sich in unmittelbare Nähe zur Bedeutungslosigkeit begibt! Ist es den Medienschaffenden des Tages-Anzeigers zu verübeln, dass sie sich lieber mit sich selbst und hausinternem Sexismus, Mobbing und weiteren Problemen beschäftigen als dem journalistischen Grundauftrag nachzukommen?

Der Qualitätsjournalismus ist zumindest im Hause Tamedia seit geraumer Zeit irgendwo zwischen Minarett, BLM und generischem Maskulinum verloren gegangen! Nun, geschätzte Damen (die Herren sind mit gemeint), sollte dies nicht

bald ändern, dürften auch die Mediensubventionen und Covid-19-Unterstützungen des Bundes keine Abhilfe mehr leisten, der Tages-Anzeiger ist verloren. Die Fraktionserklärung fast aller im Kantonsrat vertretenen Fraktionen (ohne AL /CVP), eine wahre Medienschelte für den Tages-Anzeiger, brachte zumindest wieder Bewegung und Schwung in die politische Debatte. Auslöser: die unsachliche, parteiische und vorgefasste Tamedia-Berichterstattung zur Medienkonferenz der Aufsichtskommission Bildung und Gesundheit (ABG), zu den Vorkommnissen im Universitätsspital Zürich (USZ). Eine akribische Untersuchung mit 75 Empfehlungen wurde einzig und alleine vom Tagesanzeiger dilettantisch angegriffen! Der Kantonsrat und seine Aufsichtskommissionen müssen sicher selbstkritisch ihre Rolle bei selbstständigen und unselbstständigen Institutionen des Kantons überdenken. Vielleicht müssen Leitungsund Führungsstellen anders besetzt und Gesetze angepasst werden, aber Einsicht ist der erste Schritt zur Besserung. Es bleibt zu hoffen, dass der Wink mit der politischen Keule (Fraktionserklärung) verstanden wurde, bevor noch mehr Köpfe rollen.

Abschliessend: Der Kantonsrat hat an dieser Morgensitzung acht weitere Geschäfte der Bildungsdirektion erledigt.

BENACHTEILIGUNG DES KANTONS ZÜRICH

Herr Berset: Wo bleibt der Impfstoff?

Kürzlich hat die Zürcher Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli an einer Medienkonferenz mit Bundesrat Berset und Regierungspräsidentin Silvia Steiner unmissverständlich darauf hingewiesen, dass im Kanton Zürich die ganze Infrastruktur bereit sei, um die Corona-Impfungen rasch und umfassend voranzutreiben. Aber das nütze wenig, weil der nötige Impfstoff immer noch nicht vorhanden sei.

Der bevölkerungsreichste, junge Kanton Zürich werde bei der Zuteilung benachteiligt. Bundesrat Berset, den sie direkt angesprochen hat, blieb ihr eine Antwort auf diese zentrale Frage schuldig. In den meisten Print- und sozialen Medien und auf fast allen Fernsehkanälen dasselbe Bild.

Statt der entscheidenden Frage: «Warum ist in der Schweiz und vor allem im Kanton Zürich der nötige Impfstoff immer noch nicht vorhanden? Was tut der verantwortliche Gesundheitsminister, um diesen Missstand endlich zu beheben?» werden andere Schauplätze thematisiert: Promis werden als Vorbilder beim Impfen vorgeführt – obwohl der nötige Impfstoff für die breite Bevölkerung gar nicht vorhanden ist. Man redet vom Sinn oder Unsinn von Massentests, von der Impfpflicht für bestimmte Berufe, und man äussert sich zur heiklen Frage, ob es zulässig sei, geimpfte Personen bei Restaurantbesuchen oder beim Reisen zu bevorzugen.

Ablenkung von der Kernfrage Es macht den Anschein, als wolle man von der Kernfrage des fehlenden Impfstoffes ablenken und die Verantwortlichkeiten vertuschen. Gleichzeitig werden ganze Wirtschaftsbereiche, insbesondere die Gastrobetriebe, weiterhin ohne plausible Begründung lahmgelegt und zum Teil in den Ruin getrieben. Diese Betriebe sollen mit Schutzkonzepten möglichst bald wieder öffnen können.Es ist nun höchste Zeit, dass der Gesundheitsminister die Anliegen der Kantone ernst nimmt und –neben den flankierenden Massnahmen und Schutzkonzepten – alles daransetzt, um rasch genügend Impfstoff zu beschaffen. Es ist auch nicht verständlich, warum der Impfstoff von AstraZeneca in der Schweiz nicht geprüft und zugelassen wird.

In einzelnen Kantonen, wie im Kanton Aargau oder Zug, haben bereits junge Personen einen Impftermin; in Zürich warten selbst 70-jährige Personen immer noch auf eine Anmeldemöglichkeit, obwohl die Infrastruktur bereitsteht.

Der Verteilschlüssel resp. die Auslieferung der Dosen für den Kanton Zürich muss angepasst und vorangetrieben werden, damit jeder, der sich impfen lassen will, bald eine Möglichkeit hat. Eine Impfung sollte selbstverständlich immer freiwillig sein.

von Roman Schmid
Die SVP möchte mit der Sprachförderung an Zürcher Gymnasien keine neue Staatsaufgabe schaffen. Bild: Maria Rita Marty
Maria Rita Marty Kantonsrätin SVP Gutenswil
Dr. Nina Fehr Düsel Kantonsrätin SVP Küsnacht

Nun können wir uns dem Links-Bünzli zuwenden

Der Nebelspalter ist eine traditionsreiche Institution der Schweizer Medienlandschaft. Im Gespräch verrät Publizist und Verleger Markus Somm, warum er viel humoristisches Potenzial im linken Politspektrum erkennt. Der Nebi enthält künftig nebst Satire auch einen «seriösen Teil», u.a. um auf die Irrwege des Staates hinzuweisen.

Was war Ihr Hauptmotiv, um sich beim «Nebi» zu engagieren?

Der Nebelspalter ist eine der grossen Marken der Schweizer Mediengeschichte: 1875 gegründet, hat er so gut wie jedes historische Ereignis seither auf seine unverwechselbare Art festgehalten. Er hat kommentiert, er hat gespottet, er hat Mut gemacht. Als Historiker – und das war sicher eine Schwäche, die mich zu diesem Kaufentscheid verleitet hat – kenne ich Dutzende von Karikaturen, die mir unsere Geschichte besser erklärt haben als Hunderte von klugen Texten darüber. Der Nebi war dabei, als der erste August im Jahr 1891 das erste Mal gefeiert wurde, der Nebi war dabei, als der Erste Weltkrieg ausbrach, der Nebi war dabei, als der Generalstreik 1918 das Land erschütterte, der Nebi war dabei, als die Nazis uns bedrohten, und er war dabei, als die 68er in Zürichs Strassen demonstrierten. Eine solche grandiose Marke frisch zu polieren und für die nächsten hundert Jahre zukunftsbereit zu machen, ist eine grosse Herausforderung, aber auch eine Ehre. Eine Herzensangelegenheit. Der Nebelspalter ist Teil der DNA unseres Landes. Es gibt kaum einen anderen Titel, der so schweizerisch wirkt.

Das mag eine stolze Geschichte sein, aber warum sollen die Leser, oder besser die Nutzer, sich heute auf so eine alte Marke einlassen?

Ich habe mir das lange überlegt. Wenn ich eine neue digitale News-Plattform lanciere, soll ich eine neue Marke schaffen oder auf einer alten aufbauen? Es spricht für beides vieles und manches dagegen, sodass am Ende mein Instinkt überwog. Der Nebelspalter – und das habe ich jetzt bemerkt, seit unsere Übernahme bekannt geworden ist – hat einen festen Platz im Unterbewusstsein von uns Schweizern. Ohne dass wir lange nachdenken, ist er uns vertraut. Er ist ein Freund, den wir vielleicht lange nicht getroffen haben, aber kaum tritt er zur Türe herein, nehmen wir den Gesprächsfaden dort wieder auf, wo wir ihn liegen gelassen haben. Das bedeutet eine enorme Stärke eines Titels. So gesehen liegt es allein an uns, sollte der neue Nebi nicht reüssieren.

Satire mit politisch rechts orientierter Stossrichtung: Warum ist das in der Schweiz ein Must?

Satire muss gar nichts. Sie muss weder rechts noch links. Aber was stimmt: Satire sollte die Mächtigen aus der Ruhe bringen. Witz, Spott, Humor und Gelächter sind immer subversiv: Sie sind die scheinbar harmlosen Waffen der Schwachen. Satire ist dann gut, wenn sie nach allen Seiten austeilt. Das ist in der DNA des «Nebelspalters» ebenso enthalten.

In den 30er- und 40er-Jahren hat der «Nebelspalter» genauso gegen die Nazis gekämpft wie gegen die Kommunisten. So bleibt man glaubwürdig.

Ausserdem geht Satire durchaus auf die Tätigkeit des Hofnarren zurück, der alles sagen durfte, solange er lustig war. Der Nebelspalter muss lustig sein. Punkt. Ob das einmal die Linke trifft oder die Rechte, darauf kommt es nicht an.

Der deutsche Komiker Dieter Nuhr meinte sinngemäss, Satire müsse zum Nutzen der Schwachen sein bzw. dürfe sich nicht gegen sie richten.

Die (führenden) rechten Kreise in der Schweiz werden indessen (fast) per se als «stark», ja sogar mächtig wahrgenommen. Riskiert ein offensiverer «Nebi» nicht einen Shitstorm nach dem anderen?

Allzu viel redaktionelle Morgengymnastik, wie sie der Nebi 1939 empfahl, wird man von Markus Somm und seinem Team nicht erwarten dürfen. Bild: zVg

Ich halte das für ein Missverständnis. Wer ist heute an der Macht? Die SP oder die Bürgerlichen? Formell sieht es zwar aus, als besässen die Bürgerlichen immer noch die Mehrheit, aber bei näherem Hinsehen erweist sich doch, dass die Bürgerlichen eigentlich nur noch in der privaten Wirtschaft vorherrschen.

Das ist gewiss ein sehr bedeutender Bereich, aber alle anderen Institutionen befinden sich in der Hand der Linken. Das ist für Satiriker keine schlechte Nachricht, im Gegenteil.

Wenn ich an die Linke denke, dann erkenne ich deshalb sehr viel humoristisches Potenzial. Es ist doch lustig, wie jene Leute, die einst als Rebellen angetreten sind, heute im Staat Vorschriften am Laufband produzieren. Wo ist ihr anti-autoritärer Impetus geblieben? Heute wirken sehr viele Linke konformistisch und brav. Das entspringt einer gewissen Logik. Wer heute Karriere machen will, wird mit Vorteil links: An der Uni, in der Verwaltung, in der Diplomatie, im Kulturbetrieb, in der Kirche, in den Medien dominiert die Linke. Hat es früher die Karriere befördert, wenn man in der FDP war, hilft es heute in fast allen Institutionen, wenn man grün oder bei der SP mitmacht oder einfach links tickt. Die Linke ist an der Macht. Also bietet sie sehr viele Angriffsflächen für kritischen oder satiri-

schen Journalismus. Nahm der Nebi früher den Bünzli aufs Korn, können wir uns nun dem Links-Bünzli zuwenden. Leuten, die tun, als wären sie ganz wilde Querdenker, tatsächlich aber angepasste Langweiler sind.

Altgediente Nebelspalter-Leser haben noch Grossmeister wie Horst Haitzinger in Erinnerung. Wie wichtig sind Karikaturen im «New Nebi»? Überaus wichtig. Denn das zeichnet die ganz eigene Sprache des Nebi aus, wo uns niemand etwas vormachen kann. Es ist wie mit einer guten Geschichte: Die Menschen lieben gute, lustige Zeichnungen. Und kaum eine journalistische Form ist wirkungsmächtiger als die Karikatur.

Welche Ideen haben Sie mit Blick auf die Digitalisierung des Nebelspalters? Was sicher die auffälligste Neuerung darstellt: Wir möchten den alten Nebi, wo Satire so gut wie das ganze Heft bestimmte, mit einem «seriösen» Teil ergänzen. Mein Vorbild ist der «Canard enchaîné» aus Frankreich. Wir möchten weiterhin Satire bringen, aber gleichzeitig als eine ganz normale NewsPlattform auftreten. Hier wird nicht gelacht, sondern die Stirn gerunzelt! Nein, im Ernst: Wir bringen Recherchen, Kommentare, Analysen, die in jeder anderen Zeitung stehen könnten, abgesehen davon, dass wir im Gegensatz zum üblichen Mainstream nicht links oder linksextrem positioniert sind, sondern eine dezidiert bürgerliche Haltung vertreten.

Worüber wird der «seriöse» Nebi berichten?

In unserer politischen Berichterstattung legen wir drei Schwerpunkte: Erstens das Verhältnis zu Europa, beispielsweise das Rahmenabkommen, zweitens der Staat und seine Irrwege. Der Staat ist viel zu gross, macht viele Sachen falsch oder erledigt Dinge, die wir Bürger und die Privatwirtschaft selber besser können. Die Corona-Politik bietet leider ein anschauliches Beispiel dafür. Hier gibt es viele Möglichkeiten für kritische Artikel, die bisher kaum irgendwo erschienen sind. Der Staat und seine Irrwege sind sicher das grosse Thema, das wir mit einer liberalen Grundhaltung angehen möchten.

Der Staat muss schrumpfen und billiger werden, es gibt einfach viel zu viele Beamte, die den ganzen Tag regu-

lieren und sich Vorschriften ausdenken, wie sie sich in unser Leben einmischen können. Freiheit war einmal das grösste Anliegen der Journalisten. Das nehmen wir uns wieder zu Herzen. Kurz: Wohin man blickt, sieht man Staatsversagen. Eine Goldgrube für uns Journalisten.

Der dritte grosse Gegenstand ist Energie- und Klimapolitik. Der Klimawandel findet statt und der Mensch hat daran einen Anteil. Das ist ein ernstes Problem, das wir bewältigen müssen. Im Gegensatz zu den Linken möchten wir aber Alternativen anbieten, intelligente Lösungen, die uns nicht in die Steinzeit zurückwerfen, sondern die Moderne retten. Manche Linken, so mein Eindruck, träumen von der kommunistischen Urgesellschaft, wo alle Menschen frierend am kleinen Feuer sassen.

Der neue Nebelspalter wird Mitte März lanciert auf: nebelspalter.ch. Unter dieser Adresse können auch Abonnements gelöst werden. Wer bis zu diesem Zeitpunkt auf dem Laufenden gehalten werden möchte, registriert sich am besten auf: klarsicht.ag.

Markus Somm (55), Historiker und Publizist, arbeitete bei Radio Lora, Tages-Anzeiger und Weltwoche. Von 2010 bis 2018 war er Chefredaktor und Verleger der Basler Zeitung (BaZ). Ausserdem hat er mehrere Bücher veröffentlicht, unter anderem Biografien über Christoph Blocher und Henri Guisan sowie eine Geschichte der Schlacht von Marignano. Vor Kurzem hat er mit der Firma Klarsicht AG die Satirezeitschrift «Nebelspalter» übernommen. Somm ist verheiratet und Vater von fünf Kindern.

EINKAUFEN BEI SVP-MITGLIEDERN

Politische Tätigkeit: Vizepräsident SVP

Männedorf, Gemeinderat Männedorf

Ortspartei: Männedorf

Geboren am: 14. April 1966

Sternzeichen: Widder

Beruf: Turn- und Sportlehrer

Hobby(s): Fitnessturnen im Turnverein

Männedorf, Schneesport, Mountainbiken

Grösse: 176 cm

Augenfarbe: Braun

Lieblingsgetränk: Im Tagesablauf: Kalte Ovi, selbstgemachter Eistee, ein kühles Bier, ein Glas Wein

Lieblingsessen: Fleisch vom Grill; freue mich auf die bevorstehende Saison.

Lieblingslektüre: Andreas Thiel und Tamara Wernli, jede Woche in der Weltwoche

Was niemand von mir weiss: Oder was vielen nicht bewusst ist. Zum Beispiel, dass ich fürs «Gymi» zwei Anläufe brauchte, was ich nie bereut habe. So verbrachte ich meine ganze Schulzeit mit meinen besten Freunden, was bis heute anhält.

Der Frühling steht bevor. Freue mich auf strenge Biketouren. Es muss ja nicht immer der Col d’Anzana sein.

Damit kann man mir eine Freude machen: Einfach schnell mit anpacken.

Mein Wunsch für die Zukunft: Ruhe zu bewahren. Sprich, dass die Gesellschaft nicht bei jeder Veränderung gleich unbedacht oder sogar hysterisch reagiert. Zuerst eine Lagebeurteilung und dann handeln. Aber mit MGV, gesundem Menschenverstand.

Wir leben. Zum Leben gehören schwierige Zeiten. Diese sind vernünftig zu bewältigen, damit wir weiter zusammenkommen, zusammen arbeiten, uns gemeinsam weiterentwickeln, aber auch fröhliche Stunden vereint geniessen können. Eben leben!

TCM An Kang, Praxis für traditionelle chinesische Medizin

Inhaber: Maximilian und Joan Lin Walter Verbindung zur SVP : Maximilian Walter ist Gemeindepräsident in Regensdorf, Präsident der RZU und VRP des GZ Dielsdorf Gründungsjahr: 2015

Anzahl Mitarbeiter: 3

Angebot: Klienten von 1– 99 Jahre aus allen Berufen finden bei uns Hilfe bei Beschwerden wie Schmerzen, Erschöpfung, schlechte Immunabwehr, Kinderlosigkeit und bei vielen anderen Anliegen

Spezialität: Von der Akupunktur über Moxibution, Schröpfen, Massage bis Wärmetherapie und Ernährungsberatung bieten wir alles an. Website: www.ankang.ch

Anschrift: TCM An Kang Althardstr. 70 (direkt beim Bahnhhof)

8105 Regensdorf

Tel.: +41 44 842 15 25

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Zürcher Stadtrat verfolgt illegale Projekte in der Ausländerpolitik

Ginge es nach der Zürcher Stadtregierung, würden alle anwesenden Ausländer – auch solche ohne Ausweispapiere und ohne gültigen Aufenthaltsstatus – per sofort «legalisiert» und willkommen geheissen. Seit Jahren verfolgt der Stadtrat das Projekt einer «City Card»: Ein städtischer Ausländerausweis soll den Aufenthalt der betroffenen Personen legalisieren. Nun spricht der Bundesrat Klartext: Solche Projekte verstossen gegen Bundesrecht. Die Stadtregierung ist darum aufgerufen, das Projekt umgehend einzustellen.

Gregor

Mitglied der Staatspolitischen Kommission Zürich

Ausländerrecht ist Bundeskompetenz. Die Bundesverfassung legt in Artikel 121 Absatz 1 BV fest, dass «die Gesetzgebung über die Ein- und Ausreise, den Aufenthalt und die Niederlassung von Ausländerinnen und Ausländern sowie über die Gewährung von Asyl» in der Zuständigkeit des Bundes liegt. Während der Bund die einheitliche Anwendung des Bundesrechts zu gewährleisten hat, sind die Kantone für den Vollzug dieser Bestimmungen zuständig. In Artikel 41 des Ausländer- und Integrationsgesetzes wiederum ist geregelt, unter welchen Voraussetzungen Ausländer einen Ausweis erhalten. Die Detailregelungen wiederum über den Pass und die Identitätskarte, welche als Ausweise anerkannt sind, sind im Ausweisgesetz und der Ausweisverordnung aufgeführt.

Rechtslage ist klar

Die rechtlichen Vorgaben sind klar. Obwohl diese den Kantonen und Gemein-

den keinen Spielraum lassen, hält der rot-grüne Zürcher Stadtrat stur am Projekt einer «City-Card» fest. So soll offensichtlich eine Art Parallelrecht geschaffen und das Unrechtsbewusstsein gegenüber ausländerrechtlichen Delikten geschwächt werden. Die Tragweite solcher Projekte ist nicht zu unterschätzen: In Zürich leben gemäss Schätzungen des Staatssekretariats für Migration gut 10 000, in Genf sogar 13 000 Sans-Papiers.

Stadtrat handelt rechtswidrig Am 24. Februar nahm der Bundesrat zur Frage der «City Card» Stellung (vgl. Interpellation 20.4703, Rutz Gregor, Zürcher «City Card»: Schaffung von Parallelrecht zum Schutz von illegal Anwesenden). Die Landesregierung hält fest: «Die Gemeinden oder die Kantone haben keine Kompetenz, den Aufenthalt von Sans-Papiers nach eigenen Bestimmungen mit einem Ausweis verbindlich zu regeln». Mit dem Konzept einer «City Card» solle, so der Bundesrat, «der Anschein einer rechtskonformen Situation bezüglich der Regelung des Aufenthalts erweckt werden». Damit könnten «die bundesrechtlichen Bestimmungen über die Zulassung und den Aufenthalt wesentlich leichter umgangen werden». Darum seien solche

ENTSCHEIDUNGSTRÄGER: AUSWAHL UND ERFOLG

Ausweise keine Lösung für die Aufenthaltsregelung von Personen, «die sich rechtswidrig in der Schweiz aufhalten», denn der rechtswidrige Aufenthalt sei ein strafbares Vergehen gemäss Art. 115 AIG i.V.m. Art. 10 Abs. 3 StGB

Polizisten würden sich strafbar machen

Dem Zürcher Stadtrat schwebt vor, dass die Zürcher Stadtpolizei die «City Card» auf Stadtgebiet stillschweigend als Ausweis akzeptieren würde. Doch auch damit bewegt sich die Stadtregierung ausserhalb der geltenden Rechtsordnung. Da Polizisten anhand des Vorweisens einer «City Card» weder die Identität noch die Rechtsmässigkeit des Aufenthalts einer Person feststellen könnten, würden sie sich strafbar machen, wenn sie nicht prüfen würden, ob die betreffende Person eine Aufenthaltbewilligung besitzt: Ein Polizist könnte in einem solchen Fall wegen Begünstigung (Art. 305 StGB) sowie Förderung des rechtswidrigen Aufenthalts (Art. 116 AIG) strafrechtlich verfolgt werden. Und nicht nur das: Wie der Bundesrat bestätigt, würde sich auch der Stadtrat selber strafbar machen, denn auch «entsprechende Anweisungen von vorgesetzten Stellen an Polizeibeamte» wären strafrechtlich zu verfolgen.

Führen durch Persönlichkeit statt mit Quoten

Eine erfolgreiche Auswahl an Führungskräften richtet sich nach der individuellen Persönlichkeit – und nicht nach schematischen Vorgaben von Quoten.

Bernhard im Oberdorf

Gemeinderat SVP

Zürich

Es ist für Politologen elementar, dass Kandidaten auf Wahllisten im Idealfall das Elektorat möglichst gut abbilden, das heisst, dass Frauen und Männer zu gleichen Teilen darauf Platz finden und die Jahrgänge gleichmässig verteilt sind; in einem Milizsystem sollten auch die Berufe eine Vielfalt repräsentieren. Die Realität weicht aber von der «reinen Lehre» ab: Auf der bürgerlichen Seite ist es – im Gegensatz zu den Links-

«Verantwortung an der Spitze einer Organisation»

Grünen – oft schwieriger, Frauen zu finden, die sich auf einer Liste engagieren wollen; bei den Berufen fallen viele weg, wenn es die Arbeitgeber nur ungern zulassen, dass ihre Mitarbeiter – vor allem im Kader – im Erfolgsfall für einen Tag politisch absorbiert sind; das schlägt sich oft auch bei den Jahrgängen nieder, wenn jüngere am Anfang einer Laufbahn stehen, in der

sie so gefordert werden, dass sie sich politische Absenzen nur schwer leisten können.

Persönlichkeiten sind einzigartig

Dieses Konfliktfeld relativiert sich, weil Persönlichkeiten einzigartig sind, womit die rein arithmetische Sicht an Bedeutung verliert: Männer können sich wirkungsvoll für die Anliegen von Frauen einsetzen, auch wenn dies links-grüne Ideologinnen bestreiten; da muss man sich fragen, ob es diesen wirklich um die Sache für die Frau geht – oder mehr um die eigene Karriere; auch Frauen können durchaus männliche Eigenschaften verkörpern. Ähnlich verhält es sich mit dem wirklichen Alter, das nicht jenem auf dem Papier entsprechen muss: Hier gibt es Unterschiede, nicht nur medizinisch, sondern auch seelisch. Dabei spielt das mentale Alter («mentage») eine grosse Rolle: Um einen Angelpunkt von fünfzig herum können – in einer Spanne von zwanzig Jahren – in nicht so seltenen Ausnahmen auch Menschen mit dreissig geistig alt und starr, solche mit siebzig aber jugendlich, frisch und flexibel sein.

Aufbruch und Reife der Erfahrung

Natürlich ist die Jugend die Zukunft; und Junge bringen oft neue, kreative Ideen und Ansätze für einen Aufbruch ins Neuland.

Regierungsrat lehnt «City Card» ebenfalls ab Im gleichen Sinne wie der Bundesrat beantwortete der Zürcher Regierungsrat eine Interpellation (KR-Nr. 440/2020, Interpellation von Ulrich Pfister, Benedikt Hoffmann und René Isler): Eine «City Card» könne «kein amtliches Ausweisdokument darstellen bzw. ein solches ersetzen». Der Aktivismus der Stadtzürcher Exekutive ist aber nicht nur rechtswidrig, sondern auch gefährlich. Halten wir uns die Zahlen vor Augen: «In den letzten Jahren reichten monatlich zwischen rund 1000 und 1500 Personen in der Schweiz ein Asylgesuch ein. Bei 70–80% dieser Personen ist die Identität nicht bekannt oder sie kann nicht zweifelsfrei geklärt werden.» Diese Ausführungen entstammen nicht etwa dem SVP-Parteiprogramm, sondern dem Bericht der Staatspolitischen Kommission des Nationalrats vom Oktober 2020 zu meiner Initiative, dass künftig auch die Mobiltelefone der papierlos anreisenden Migranten kontrolliert werden dürfen. Diese Initiative soll im Mai vom Nationalrat verabschiedet werden. Dann kommen wir hoffentlich einen kleinen Schritt weiter in der Migrationspolitik, die immer wieder Bauchweh bereitet.

Viele Identitäten lassen sich wohl zweifelsfrei klären, wenn auch die Mobiltelefone der papierlos anreisenden Migranten kontrolliert werden dürfen.

Ein kluger Aufbruch muss begleitet sein von Erfahrung und Weisheit. Da sind Persönlichkeiten gefragt, die in ihrem Leben einiges Potenzial an Reife erworben haben. Im Glücksfall können solche Vorbilder noch jung sein an Jahren. Es geht auch darum, die «Gipfeleinsamkeit» ertragen zu können: Verantwortung an der Spitze einer Organisation, also eines Staates, eines Unternehmens oder einer Kirche, wahrnehmen zu können, braucht Substanz. Wer schnell dank Techniken der Machtgewinnung und des Integrierens seine Karriere macht, hat ein grosses Potenzial – zum Versagen, wie dies Beispiele belegen.

Dennoch schaffen es immer wieder Versager nach ganz oben; paradoxerweise werden sie oft noch belohnt für den angerichteten Schaden. In der Basler Chemie hat es eine junge Managergeneration fertiggebracht, sich im kurzfristigen Erfolgsdenken von der Impfsparte zu verbschieden. Das rächt sich. Natürlich sind es nicht nur jugendliche Karrieristen, die ins Desaster führen; das könnten auch ältere Figuren sein, wenn sie in ihrer Persönlichkeitsentwicklung in der Pubertät steckengeblieben sind. Die Beispiele sind zahlreich – und prominent in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

Verantwortung statt Fundamentalismus Oft neigen idealisierte Figuren zu radikalen Positionen, wenn sie nur den Fundamentalismus kennen, nicht aber die Verantwortung an den Folgen der gefällten Entscheidungen. Hierzulande zeigen sich solche Phänomene just bei besonders Jungen auf der rot-grünen Seite. So ist es auch nicht verwunderlich, dass bei den Indigenen in Nordamerika dem Rat der Ältesten eine grosse Bedeutung zukam als Korrektiv zu jungen Häuptlingen, deren Griff zum Kriegsbeil allzu leicht erfolgte. Es wäre auch in der Arithmetik ein Glücksfall für Parteien, wenn gerade auch an Jah-

ren ältere Politiker über eine «jugendliche Vitalität» verfügen.

Paradox der Aus-Wahl Im Idealfall würden Persönlichkeiten an die Spitze gewählt, die diese Position gar nicht gesucht und noch weniger, wie in der Realität fast üblich, mit allen Mittel angestrebt hätten: Das wäre die Garantie dafür, sich ohne Bindungen an Lobbys für eine Berufung und Aufgabe einzusetzen und verkrustete Strukturen zu durchbrechen –als Dienst und nicht als ein Spiel der Eitelkeit in der Gesellschaft.

BEZIRK PFÄFFIKON

Ausstiegsstrategie aus der Corona-Zeit

Unter diesem Titel fand am vergangenen Mittwoch in der Bikers-Base in Pfäffikon ZH eine hochkarätige Online-Diskussion statt.

Paul von Euw

Präsident SVP Bezirk

Pfäffikon

Bauma

Die Organisatoren Marco Caviezel, Inhaber Bikers-Basel, und Kantonsrat Paul von Euw, organisierten diesen Event mit dem Ziel, ein möglichst breites Publikum mit positiven Nachrichten zum Corona-Ausstieg zu erreichen. Eine interdisziplinäre Zusammensetzung der Podiumsteilnehmer wurde diesem Ziel gerecht.

Beni Fischer, Präsident SVP Kanton Zürich, Tobias Langenegger, SP-Kantonsrat, Josef Widler, CVP-Kantonsrat und Präsident der Zürcher Ärztegesellschaft, und Henrique Schneider, Stv. Direktor Schweizerischer Gewerbeverband, boten eine sachlich sehr gute Diskussion.

Contract Tracing greift zu spät Nach der Einführungsrunde und Fragen zu den persönlichen Befindlichkeiten und Einschränkungen der Teilnehmer wurde intensiv über die Corona-Zeit gesprochen. Sehr pointiert vertrat Beni Fischer die Meinung der SVP die Wirtschaft müsse möglichst rasch

wieder aus dem Shutdown geführt werden. Dies, wenn es nicht anders geht, auch mit Massentests. Diesem Anliegen folgte auch Henrique Schneider, welcher mit klaren Worten die Anliegen der Wirtschaft vertrat und eine rasche Öffnung forderte.

Tobias Langenegger hatte als SP-Vertreter und Präsident der Finanzkommission einen etwas schwierigen Stand mit seinen Ansichten. Nicht zuletzt, als er das Contact-Tracing als eine sehr gute Massnahme deklarierte. Dabei erwiderte Josef Widler ihm mit glasklaren Worten, welche unmissverständlich aufzeigten, dass Contact Tracing ein Instrument ist, welches immer zu spät greift.

Weiter gab Josef Widler einen Einblick in seine ärztliche Erfahrung, wobei es zu bemängeln gibt, dass nur noch über Impfen, Masken und Testen gesprochen wird, die allereinfachste und effektivste Regel, die Einhaltung der Hygienemassnahmen, kaum mehr irgendwo empfohlen und erwähnt werde.

Unter folgendem QR -Code finden Sie die ganze Diskussion.

Bild: Pixabay

Kalifornien lässt grüssen

Die Abstimmungsresultate vom vergangenen Sonntag sehen für die SVP auf den ersten Blick durchaus erfreulich aus: Die Burkainitiative wurde angenommen und auch die Vorlage zur Nennung der Nationalität bei Straftaten wurde vom Volk gutgeheissen. Ein sauberer Doppelsieg in zwei Kernthemen. Eitel Sonnenschein also für die Partei mit dem Sünneli?

Leider Nein, denn bei genauerem Hinschauen erscheinen die Abstimmungsresultate bei Weitem nicht so glanzvoll, wie man meinen könnte. Nirgends kann die SVP auf einen derart grossen Rückhalt in der Bevölkerung zählen, wie bei den Themen Sicherheit und Migration. Und sowohl bei der Burkainitiative als auch bei der Vorlage zur Nationalitätennennung ging es genau um diese beiden Themen. Ein deutlicher Sieg bei beiden Vorlagen war am vergangenen Sonntag also Pflicht. Dennoch gab es nur knappe Mehrheiten, insbesondere beim Verhüllungsverbot reichte es gerade mal für einen Zittersieg: Nur 51,2 Prozent der Bevölkerung sagten JA . Noch vor wenigen Jahren wäre ein solch enges Resultat undenkbar gewesen – so stimmte der Kanton St. Gallen noch 2018 mit über 66% für ein kantonales Burkaverbot. Besonders bedenklich an der Abstimmung vom vergangenen Sonntag ist, dass der traditionell bürgerliche Kanton Zürich das Burkaverbot sogar abgelehnt hat, und zwar mit deutlichen 55%.

Erleben wir gerade die «Kalifornisierung» unseres schönen Kantons?

Kalifornien, der grösste US ­Bundesstaat, war bis in die 90er­Jahre hinein ein republikanischer, also konservativ wählender Staat. Mit zunehmendem Wohlstand, dem immer dominanter werdenden linken Hollywood­Filz und dem Aufkommen des linksliberalen Silicon Valley rutschte der «Golden State» aber immer weiter nach links und ist heute eine uneinnehmbare demokratische Festung. Droht dem Kanton Zürich dasselbe Schicksal? Spülen die massive Zuwanderung und das ungebremste Wachstum der beiden Grossstädte Zürich und Winterthur und deren Agglomerationen vor allem linke Bürger in unseren Kanton? Wird die einstige bürgerliche Mehrheit immer mehr zur Minderheit? Der momentane Trend und die Wahlergebnisse der letzten Jahre scheinen dies zu bestätigen. Doch gemach, die Geschichte ist noch nicht zu Ende erzählt: Seit einigen Jahren hat die Linke mit ihren Umverteilungsfantasien und ihrem Egalitarismus­Wahn den Staat Kalifornien zusehends heruntergewirtschaftet. Die Steuern steigen im Gleichschritt mit der Kriminalitätsrate und der Anzahl der Bettler auf den Strassen der grossen Metropolen. Dies hat zu einer richtiggehenden Fluchtwelle geführt: zu Hunderttausenden verlassen mittelständische Familien den Staat und ziehen in konservativere Gegenden wie Texas oder Arizona. Es ist zu hoffen, dass es bei uns nicht so weit kommen muss und die Zürcher Bevölkerung erwacht, bevor Linke, Grüne und vermeintlich Liberale unseren schönen Kanton vollends ruiniert haben.

Demokratieabbau und Anrichten mit grosser Kelle

Mit einer Fraktionserklärung von SP, Grünen und AL startet die Gemeinderatssitzung. Links-Grün kritisiert in ihrer Erklärung das Demoverbot.

Roger Bartholdi

Gemeinderat SVP

Die grüne Sicherheitsvorsteherin Stadträtin Rykart ergreift das Wort und zeigt Verständnis an der Kritik gegen die Regeln, greift ihren Amtskollegen SP-Regierungsrat Fehr frontal an und sagt: «Man schlägt den Sack und meint den Esel.»

Nach dieser Provokation melden sich drei SVP-Parlamentarier zu Wort. Zuerst der Schreibende (Fraktionsvorsitzender Roger Bartholdi), dann Susanne Brunner und als letzter Votant spricht Samuel Balsiger.

Stadtrat plant Demokratieabbau

Die Gemeindeordnung (GO) ist die städtische Verfassung der Stadt Zürich. Aufgrund der Änderungen des Gemeindegesetzes ist eine Anpassung der GO erforderlich. Der Stadtrat plant offiziell nur eine Nachführung der GO. In Wahrheit  sollen die Stimmberechtigten erst ab einem Betrag von jährlich mehr als

«Mit dieser Vorlage werden die Rechte der Stimmberechtigten massiv reduziert.»

zwei Millionen Franken bei neuen wiederkehrenden Ausgaben entscheiden können. Bisher lag die Schwelle bei einer Million Franken, dies ist eine Verdoppelung des Betrags und ein drasti-

Gemäss Links-Grün liegen Stadtpolizei und Mario Fehr falsch: An der Demo «8 März Unite» wurden weit über 100 Personen verzeigt und weggewiesen.

scher Demokratieabbau. Zusätzlich sollen dem Stadtrat bei den Betreibungsbeamtinnen oder -beamten neu die aufsichtsrechtlichen Befugnisse einer Anstellungsinstanz zukommen und von ihm soll ein Begehren um Neubeurteilung gestellt werden können. Es ist eine paradoxe Situation. Mit dieser Vorlage werden die Rechte der Stimmberechtigten massiv beschnitten und man ermöglicht gleichzeitig eine neue Partizipationsform in Form eines Kindervorstosses. Die SVP sagt dazu NEIN

200 Millionen in 13 Minuten In einem Rahmenkredit sollen 200 Millionen für erneuerbare Energie gesprochen werden. SVP-Gemeinderat Roberto Bertozzi argumentiert als Minder-

heitssprecher gegen diese Vorlage. Die Schweiz und besonders die Stadt Zürich hat bis anhin mit ihrem sicheren, unabhängigen, bezahlbaren und umweltfreundlichen Strommix einen Standortvorteil. Diese gute Ausgangslage gilt es, zu erhalten. Diese Vorlage führt aber zu höheren Kosten, zu einer Erhöhung der Auslandsabhängigkeit und zu einer geringeren Versorgungssicherheit. In Europa sind 4, in Asien gar 20 Kernkraftwerke geplant.  Ein Wintersturm mit Eisregen hat unter anderem die Windräder in Texas (USA) einfrieren lassen. Das Resultat: flächendeckender Stromausfall. Ein weiteres Beispiel: Brasilien deckt fast seinen gesamten Strombedarf mit erneuerbaren Energien, wie Wasserkraft, ab. Riesige Tropenwaldflächen werden abgeholzt und geflutet,

Auswüchse der Winterthurer Sozialpolitik – ein Beispiel

Über eine syrische Flüchtlingsfamilie, wohnhaft in Winterthur, wurden uns bemerkenswerte Vorkommnisse zugetragen. Diese Flüchtlingsfamilie lebt direkt neben dem Kindergarten in Winterthur und befindet sich offenbar noch nicht sehr lange in der Schweiz.

Maria Wegelin

Gemeinderätin SVP Winterthur

Die momentane Wohnung der Familie wurde ihnen aufgrund grösster Lärmbelästigungen durch den Vermieter gekündigt und die Familie hätte deshalb in absehbarer Zeit nach Seuzach umziehen müssen.

Keine 3 ,5 -Zimmer-Wohnung dafür ein ganzes Haus

Die Familie wollte die neue, durch das Amt organisierte Wohnung in Seuzach wohl wegen der etwas weiteren Distanz zum Bus (rund 10 Minuten) und der grösseren Distanz zu Kindergarten und Schule nicht und lehnte diese ab. Im Übrigen bestand die Familie auf einer 4,5-Zimmer-Wohnung und wollte keine 3,5-Zimmer-Wohnung mehr akzeptieren. Aufgrund ihres Widerstandes wird der Familie nun ein ganzes Häuschen in Seuzach zur Verfügung gestellt.

Ferienreisen während Corona

Weiter hat der Knabe der Familie offenbar kurz vor den Weihnachtstagen 2020 unentschuldigt im Kindergarten gefehlt, da die Familie über die Festtage offenbar nach Südfrankreich gereist ist. Die Mutter wurde zwei Tage vor dieser Reise im Kantonsspital operiert und ist dann ebenfalls mitgereist, was möglicherweise zu einer weiteren, dringenden Operation nach der Rückkehr geführt hat.

Abwiegelnder Stadtrat

Wir wollten von Stadtrat Nicolas Galladé (SP) in der Folge wissen, ob sich dieser Sachverhalt so zugetragen hat und wieso diese Familie in der aktuellen Lage nach Südfrankreich reisen konnte. Oder wusste die Stadt gar von dieser Reise und hat sie geduldet. Weiter wollten wir wissen, ob der Stadt bekannt war, dass sich die Mutter wegen der Reise einer weiteren Operation unterziehen musste. In welcher Höhe sind daraus Kosten für die Allgemeinheit entstanden?

Die Antworten von Stadtrat Galladé waren wie sehr oft ausweichend und ernüchternd und blieben in weiten Teilen vage. Der Sachverhalt entspräche nicht ganz der Wahrheit und auf weitere Ausführungen verzichtete er unter Hinweis auf den Persönlichkeitsund Datenschutz. Somit bleibt vieles an dieser Geschichte weiter in den langen Fluren der Winterthurer Verwaltung versteckt. Stadtrat Galladé liess hingegen verlauten, dass nach seinen internen Abklärungen die Sozialberatung der Stadt Winterthur rechtmässig, adäquat und im Rahmen des Sozialhilfegesetzes gehandelt habe.

Ausreden aus der Stadtverwaltung Das Sozialamt sei nicht zuständig für die Überprüfung der Massnahmen im Rahmen der Pandemiebekämpfung, die Kontrolle von Ein- und Ausreisen aus der Schweiz oder die Kontrolle von Quarantänemassnahmen. Weiter gäbe es laut den Ausführungen des SP-Stadtrates in der Sozialhilfe immer wieder komplexe Situationen, in denen die sprachliche, soziale und berufliche Integration länger dauern kann oder an-

gigantische Mengen Treibhausgase werden produziert, Tausende Menschen müssen umsiedeln und seltene Tiere verlieren ihren Lebensraum. Eine der Ursachen dafür ist die Abholzung für den Bau von über 100 Wasserkraftwerken mitten im Amazonasbecken. Aus diesen Gründen lehnt die SVP diese Weisung ab und wird auch zukünftig Weisungen ablehnen, die Atomstrom aus dem Strommix ausschliessen und nur erneuerbare Energien fördern möchten. Die Debatte für die 200 Millionen dauerte lediglich 13 Minuten.

«Gegen die Stimmen der SVP: 200 Millionen sollen für erneuerbare Energie gesprochen werden.»

310 Minuten ohne Pause

Die insgesamt über fünf Stunden dauernde Sitzung bot viele Highlights; so die Dada-Debatte zum Cabaret Voltaire mit einem dadaistischen Beitrag von SVP-Gemeinderat Hannes Widmer. SVPGemeinderat Stefan Urech erläuterte, wie wichtig die Beiträge an die Stiftung Greater Zurich Area (Standortmarketing) und an die Quartiervereine sind. Der SVP-Fraktionsvorsitzende Roger Bartholdi argumentierte für die Einschränkung der Öffnungszeiten der Zürcher Ausnüchterungs- und Betreuungsstelle (ZAB oder ehemals Hotel «Suff»).

Als «krönender Abschluss» verlangte ein letzter Vorstoss vor Sitzungsende, dass neue Strassen und Plätze in der Stadt Zürich nach Frauen benannt werden. Der Vorstoss ist diskriminierend, dennoch wurde er grossmehrheit-

spruchsvoll zu erreichen sei. In solchen Fällen sind nicht nur die entsprechenden Sozialhilfebeziehenden und die Sozialarbeitenden gefordert, sondern auch das gesamte Umfeld (Schule, Vermieter, Integrationsförderung, Arbeitsintegration, Nachbarn, freiwillig Helfende). Ziel der Sozialarbeit ist stets, die Integration mit passenden Massnahmen zu fördern und die Mitwirkung der Betreffenden einzufordern.

Bezahlen und Wegschauen Bemerkenswert scheint mir, dass unter Integration und Einforderung der Mitwirkung der zu Integrierenden offenbar auch Ferienreisen nach Südfrankreich gehören, während Herr und Frau Schweizer bundesrätlich verordnet Weihnachten zu Hause zu fünft feiern. Eine schlicht absurde Argumentation!

Interessant ist auch, dass das Sozialamt nicht über Reisetätigkeiten von Flüchtlingsfamilien Bescheid wissen muss oder will und sich auch nicht für unentschuldigte Absenzen im Kindergarten zuständig fühlt. Auch diese Zuständigkeit wurde vom Sozialvorsteher nonchalant an andere Amtsstellen abgeschoben.

Man muss sich nicht wundern, dass die Sozialhilfekosten in einer exorbitanten Art und Weise explodieren, wenn offenbar jegliche Kontrolle fehlt, die Verantwortlichen aktiv wegschauen und die Verantwortung an andere delegieren.

Hier wird ja nur mit Volksvermögen agiert, das man nicht selber verdient hat. Spannend, dass die Partei des betreffenden Politikers für einen Vorstoss ist, welcher will, dass in Winterthur inskünftig private Spenden (also selbst verdientes Geld) an Parteien für deren Wahlkampf deklariert werden müssen.

Dörfs es bizzli me si? Aufgrund ihres Widerstandes wird der Familie nun ein ganzes Häuschen in Seuzach zur Verfügung gestellt. Bild: Pixabay
Bild: Roger Bartholdi

Allerlei

Mit zu hohen Sackgebühren den Bürger betrogen

Die Stadt Zürich war schon immer ein heisser Boden für Skandale im Abfall und Entsorgungsbereich. Man erinnere sich nur an die Klärschlammaffäre, die dem freisinnigen Stadtrat Hans Wehrli später das Amt kostete. Entsorgung ist nach wie vor ein gutes, ja ein sehr gutes Geschäft.

Der Bereich Abfall von Entsorgung und Recycling der Stadt Zürich (ERZ) häufte bis Ende 2020 sage und schreibe 255 Millionen Franken an. Bereits 2017 wollte der Stadtrat diese dem Bürger gestohlene Summe «abbauen». Das gelang nicht. Es wurden weitere 30 Millionen Franken angehäuft.

Offenbar ist dies selbst dem Stadtrat langsam peinlich. Jetzt will er einen Teil dieses weggenommenen Geldes dem Bürger durch Gebührensenkungen wieder zurückgeben. Er beantragt dem Gemeinderat, die Abfallverordnung entsprechend anzupassen. Auf Anfang 2023 (!) soll die Gebühr pro Abfallsack (35 Liter) nur noch 1.27 statt wie heute 1.7 Franken kosten. Der informierte Bürger reibt sich die Augen. Der Stadtrat tut nämlich so, als ob Bürgerinnen und Bürger profitieren würden, dass ihnen in den vergangenen Jahren zu viel Geld aus der Tasche gezogen wurde.

Bei solchen Überschüssen hätte man vom Stadtrat eine massiv schnellere Gangart erwarten können. Erst 2023 sollen die jetzt überteuerten Säcke billiger werden. Auch hätte man in diesem zweifelhaften Entsorgungsregime die Grundgebühr von 80 Franken pro Wohnung diskutieren müssen. Im Zeitalter der Sackgebühr machen solche Grundgebühren über die Steuern eigentlich keinen Sinn mehr. Der Bürger wird einfach zweifach zur Kasse gebeten.

Und noch etwas: Mit den überteuerten Sackgebühren dürften viele Zürcher Gemeinden auch Zweifel kommen. Schliesslich haben sie ihre Gebühren vielfach auf die Stadtzürcher Ansätze abgestellt. Es gilt auch hier, wachsam zu sein.

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Immer wenn der Bundesrat – unter dem dirigistischen Pandemiediktat von SP-Bundesrat Berset – Lockdowns verfügt, sehen die sieben «Weisen» mit solchen Beschlüssen bloss das Unheil, das sie vermeiden, aber nicht jenes viel grössere Unheil, das sie anrichten. Dann frage ich mich, ob die fünf bürgerlichen Bundesräte in solchen Momenten ihre Eigenverantwortung quasi selbst aufgeben? Als ich kürzlich den Entwurf zum Bundesgesetz über die gesetzlichen Grundlagen für Verordnungen des Bundesrates zur Bewältigung der Covid19-Epidemie las, wurde mir zudem bewusst, welche Machtfülle an den Bundesrat übergeht.

Da springt einem die bundesrätliche Alleinherrschaft über unser Land förmlich in die Augen. Mit diesem Gesetz werden doch permanent offene und verdeckte Verstaatlichungsschübe möglich. Ob dieses «mehr Staat» später je

ganz rückgängig gemacht werden kann, ist zu bezweifeln. In diesem Sinne ist die Forderung aus dem bürgerlichen Lager, «das Parlament soll im Zusammenhang mit der Pandemie-Bekämpfung mehr Macht erhalten» dringend zu unterstützen (im Rahmen der geplanten Revision des Covid-19-Gesetzes). Auch die Corona-Kommunikation aus dem Bundeshaus befriedigt nicht. Tatsächlich verwickeln sich die TaskforceWissenschaftler immer wieder in extreme Widersprüche. Schwierig wird es für die interessierte Bevölkerung dann, wenn die Wissenschaftler Massnahmen äussern und anschliessend der Bundesrat ebenfalls, die aber anders herüberkommen.

Die mediale Dissonanz schafft Unsicherheit. Der Vorschlag der nationalrätlichen Wirtschaftskommission, dass inskünftig lediglich der Bundesrat oder das Parlament Corona-Massnah-

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4 ½ Zi. Terrassenwohnung

8103 Unterengstringen, L. Garcia Navarro Tel. 044 316 13 42

Preis CHF 1‘859‘000.-, Bezug ab Frühling 2021 www.sparrenberg.ch

4 ½ Zi. Eigentumswohnungen

8493 Saland, Rolf Flacher Tel. 052 338 07 09

Preis ab CHF 673‘400.-, Bezug nach Vereinbarung www.ammuelibach.ch

2 ½ - 4 ½ Zi. Eigentumswohnungen

8615 Wermatswil, Aline Zorrilla Tel. 044 316 13 21

Preis auf Anfrage, Bezug auf Anfrage www.solevista.ch

Haben Sie ein Grundstück auf dem Immobilienträume verwirklicht werden können?

Melden Sie sich bei unserem Chef ulrich.koller@lerchpartner.ch oder per Telefon 052 235 80 00. Wir nehmen an den folgenden Immobilienmessen teil: Eigenheimmesse Schweiz in Zürich 9. - 12. Sept. 2021, Messe Zürich, Halle 5

SVIT Immobilien-Messe in Zürich

1. - 3. Oktober 2021, Lake Side Zürich

Corona-Verstaatlichungsschübe – Wissenschaft oder Selbstverwirklichung?

men bekannt geben dürfen, ist zu begrüssen.

Als einfacher Bürger frage ich mich an dieser Stelle oft, was die zahlreichen Virologen und Epidemiologen –mit oft sehr unterschiedlichen RisikoEinschätzungen – tun, wenn keine Epidemie oder Pandemie herrscht. Dass unser Land eine Basis an Forschung und Lehre auf diesem Gebiet braucht, leuchtet ein. Aber da ist wohl eine Hundertschaft von diesen Akademikern auf der Lohnliste unserer Hochschulen, deren Lehrtätigkeit und Lehrinhalt meilenweit voneinander abweichen. «Selbstverwirklichung anstelle von möglichst gezielter, innovativer Lehre zur Bekämpfung von auftretenden Viren», fährt einem durch den Kopf.

Karl Meier-Zoller Effretikon

Bild: Pixabay

SVP DIGITAL

Teleblocher

Folge 705: Skiterrassen, Ueli Maurer und Diktaturen

Alt Bundesrat Christoph Blocher im wöchentlichen Gespräch mit Matthias Ackeret.

Schweizerzeit

Die Stimme der Stadtpolizei Zürich: Marco Cortesi interviewt von Kantonsrat Valentin Landmann.

Uf dä Punkt

Die

Stadt Zürich / Kreis 6

Jeden ersten Montag im Monat, 19 00 Uhr, Restaurant Neubühl, Winterthurerstrasse 175, Zürich.

Stadt Zürich / Kreis 12

Jeden ersten Dienstag im Monat, ab 19 30 Uhr, Restaurant «Schwamedinge», Schwamendingerplatz 2, Zürich.

SVP-VERANSTALTUNGEN

Bezirk Dielsdorf / Niederglatt

SVP-STAMM

Bezirk Bülach / Embrach

Jeweils am letzten Sonntag im Monat, ab 10 30 bis 12 00 Uhr, Restaurant Rose, Oberembrach.

Bezirk Dielsdorf / Dielsdorf

Jeden ersten Dienstag im Monat, ab 19 00 Uhr, Restaurant «La Torre», Dielsdorf.

Bezirk Dietikon / Birmensdorf und Urdorf

Jeden ersten Samstag im Monat, ab 10 00 Uhr, im Bistro Alterszentrum am Bach, Birmensdorf.

Bezirk Horgen / Thalwil

Jeden ersten Montag im Monat (ohne Januar und April), ab 19 00 Uhr, Restaurant Höfli, Farbsteig 17, Thalwil.

Bezirk Pfäffikon / Pfäffikon

Jeden ersten Samstag im Monat, von 11 bis 12 Uhr, Restaurant Hecht, Usterstrasse 8, Pfäffikon.

Bezirk Uster / Uster

Jeden letzten Donnerstag im Monat, ab 17 30 Uhr, Bar Enoteca, Tannenzaunstrasse 23, Uster.

Junge SVP Kanton Zürich

Alle Events der Jungen SVP Kanton Zürich findest du auf unseren Social Media Channels oder auf unserer Website www.jsvpzh.ch.

Stadt Winterthur / Oberwinterthur

Jeden ersten Donnerstag im Monat, 18 30 Uhr, Restaurant Stadtrain, Römerstrasse 71, Winterthur.

Stadt Winterthur / Wülflingen

Jeden Samstag, 11 00 bis 12 30 Uhr, Taverne zum Hirschen, Lindenplatz 2, Winterthur.

Stadt Zürich / Kreis 4 und 5

Jeden ersten Donnerstag im Monat, ab 18 30 Uhr, Restaurant Kornhaus, Langstrasse 243 (Limmatplatz), Zürich.

Freitag, 26 März 2021 19 30 Uhr, Generalversammlung, Lokalität noch offen, Niederglatt.

Bezirk Meilen / Zollikon

Montag, 17 Mai 2021 18 00 Uhr, Generalversammlung und Höck, Lokalität noch offen, Zollikon, mit Nationalrat Gregor Rutz.

Montag, 12 Juli 2021, 19 00 Uhr, Höck, Lokalität noch offen, Zollikon, mit Nationalrat Gregor Rutz.

Stadt Winterthur

Mittwoch, 19 Mai 2021, 19 00 Uhr, Generalversammlung, Restaurant Hirschen, Lindenplatz 2, Winterthur.

Sonntag, 6 Juni 2021, 09 30 Uhr, Grillplausch, mit exklusiver Besichtigung der Kehrichtverwertungsanlage Winterthur. Informationen/Anmeldung: Markus Reinhard, 079 675 19 76 , markus.reinhard@svp-win terthur.ch.

Samstag, 10 Juli 2021, 17 00 Uhr, Jubiläumsfest 100 Jahre SVP Winterthur & Wahlkampfauftakt, Frohsinnareal beim Beck Lyner, Winterthur-Wülflingen.

Mittwoch, 1 September 2021, 20 00 Uhr, Parteiversammlung, Lokalität noch offen, Winterthur.

ISSN 1660-6701 ISSN 2296-3480

Offizielles Organ des Zürcher Bauernverbandes.

Abonnementspreis: Für die Schweiz jährlich Fr. 73.– + 2,5 % MwSt. Redaktion: ZBV, Lagerstrasse 14, 8600 Dübendorf, bauernverband@ zbv.ch, Ferdi Hodel ( FH ), Telefon 044 217 77 33, Fax 044 217 77 32. Insertionspreise: www.zbv.ch/ Zürcherbauer / inserate.aspx. Abonne mentsdienst: Zürcher Bauernverband, Lagerstrasse 14, 8600 Dübendorf, Telefon 044 217 77 33, Fax 044 217 77 32, bauernverband@zbv.ch.

Offizielles Organ der Schweizerischen Volkspartei des Kantons Zürich.

Abonnementspreis: Für die Schweiz jährlich für Parteimitglieder Fr. 55.–, für Nichtmitglieder Fr. 75.–. Redaktion: SVP, Lagerstrasse 14, 8600 Dübendorf, zb@svp-zuerich.ch, Martin Suter, Telefon 044 217 77 66. Insertionspreise: www.svp-zuerich.ch/zurcher-bote. Abonnementsdienst: SVP des Kantons Zürich, Lagerstrasse 14, 8600 Dübendorf, Telefon 044 217 77 66, sekretariat@svp-zuerich.ch.

Erscheint jeden Freitag. Inseratenannahme: SVP des Kantons Zürich, Robin Ingold, Lagerstrasse 14, 8600 Dübendorf, Telefon 044 217 77 66, inserate@svp-zuerich.ch. Inseratenschluss: Mittwoch, 12.00 Uhr. Layout: cube media AG , Binzstrasse 9, 8045 Zürich. Druck: Mittelland Zeitungsdruck AG (AZ Print), Neumattstrasse 1, CH -5001 Aarau.

Mittwoch, 3 November 2021, 20 00 Uhr, Parteiversammlung, Lokalität noch offen, Winterthur.

Sonntag, 7 November 2021, 10 00 Uhr, Spaghetti-Plausch, Lokalität noch offen, Winterthur.

Stadt Winterthur / Wülflingen

Freitag, 10 Dezember 2021, Chlausabend, Lokalität noch offen, Winterthur-Wülflingen.

Stadt Zürich / Kreis 11

Freitag, 30 April 2021 18 00 Uhr, SVP-Polit-Apéro mit Nationalrätin Therese Schläpfer, Hotel/Restaurant Landhus, Katzenbachstrasse 10, Zürich. Thema: Kosten und Integration der Flüchtlinge.

Samstag, 15 Mai 2021 09 00 Uhr, Standaktion, Marktplatz, Zürich-Oerlikon.

Samstag, 22 Mai 2021, 09 00 Uhr, Standaktion, Zehntenhausplatz, Zürich-Affoltern.

Regeln Sie Ihren Nachlass rechtzeitig:

Bleiben Sie in guter Erinnerung!

Die SVP des Kantons Zürich setzt sich für Freiheit, Demokratie und die Unabhängig-keit unserer Schweiz ein. Damit wir dies auch in Zukunft bei Wahlen, Abstimmungen oder mit anderen politischen Aktivitäten machen können, sind wir auf finanzielle Unterstützung angewiesen.

Helfen Sie uns dabei. Berücksichtigen Sie uns in Ihrem Nachlass, damit unser Land und Ihre Nachfahren auch in Zukunft in Freiheit und Unabhängigkeit leben können. Wirken Sie so über Ihr Leben hinaus.

Wir beraten Sie gerne bei der Planung eines Engagements für die SVP und danken Ihnen für Ihre Unterstützung.

Samstag, 29 Mai 2021, 09 00 Uhr, Standaktion, Marktplatz, Zürich-Oerlikon.

Samstag, 5 Juni 2021, 09 00 Uhr, Standaktion, bei der Kirche Maria Lourdes, ZürichSeebach.

Freitag, 25 Juni 2021 18 00 Uhr, SVP-PolitApéro mit Nationalrat Andreas Glarner, Hotel/Restaurant Landhus, Katzenbachstrasse 10, Zürich. Thema: Migrationspolitik zwischen Gutmenschen und Hardlinern.

Freitag, 26 November 2021 18 00 Uhr, SVPPolit-Apéro mit Kantonsrat und Fraktionspräsident Martin Hübscher, Hotel/Restaurant Landhus, Katzenbachstrasse 10, Zürich. Thema: Die Auswirkungen im Kanton Zürich, wenn Rot-Grün dominiert.

WEITERE VERANSTALTUNGEN

Freitag, 3 September 2021, bis Sonntag, 5 September 2021, SVP-Schiessen 2021, Weiningen (Vorschiessen am Freitag, 27 August 2021). Weitere Informationen folgen.

TO-DO-LISTE

SVP in Aktion …

Plakate entfernen

Nach dem Abstimmungssonntag müssen schnellstmöglich alle Plakate entfernt werden.

Die Plakatverantwortlichen sind gebeten, die Plakatständer an den öffentlichen Plakatstellen wieder einzusammeln. Danke für Ihre Unterstützung!

Abstimmungen vom 13. Juni 2021

Nach den Abstimmungen ist vor den Abstimmungen. Planen Sie bereits heute Standaktionen und Podien für die Abstimmungen vom 13. Juni 2021

Es bleiben gerade mal 13 Wochen bis zum nächsten Abstimmungssonntag. Bereiten Sie sich vor!

Kommunalwahlen –jetzt vorbereiten Bald stehen wieder Kommunalwahlen an. Die Vorbereitung ist die halbe Miete!

Attraktive Kandidatinnen und Kandidaten gehören auf jede Liste!

Mitgliederwerbung

Derzeit verzeichnen sämtliche Regionen einen deutlichen Mitgliederzuwachs. Die klare Haltung der SVP für Freiheit und Sicherheit hilft dabei.

Nutzen Sie die guten Voraussetzungen und gehen Sie Sympathisanten gezielt an, werben Sie Mitglieder.

drei grössten Fails des BAG – mit Camille Lothe.

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