Freitag, 13. Mai 2016 | Nr. 19 | 58. Jahrgang
Die Bank für Unternehmer
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PUBLIKATIONSORGAN DER SCHWEIZERISCHEN VOLKSPARTEI SVP DES KANTONS ZÜRICH
Was die Schweiz und andere Gemeinwesen zusammenhält
Was die Schweiz zusammenhält, ist eine Frage, die seit einiger Zeit verschiedentlich aufgeworfen wird. Sie stellt sich für die Schweiz wie für jedes andere Gemeinwesen. Und sie lässt sich teilweise beantworten: Was Menschen zusammenhält, sind Gemeinsamkeiten der Kultur, Sprache und Weltanschauung. Hinzukommen müssen gemeinsame Interessen. Bruderkriege zwischen Gruppen, die zwar ein gemeinsames Herkommen, aber unterschiedliche Interessen haben, kommen reichlich vor und sind in der Regel unerbittlich. Anschauung dafür bietet gegenwärtig die arabische Welt, und früher bot sie die christliche.
Bei allen klugen Antworten darauf, was die Schweiz zusammenhält, bleibt ihr Wesen, das im Ansatz seit 1291, greifbar seit 1648 und im heutigen Sinne seit 1848 lebt, ein Stück Rätsel und Geheimnis. Für mich ist die Schweiz Sonderfall und Glücksfall zugleich. Sie hätte mehrmals scheitern können und blieb am Leben. Die eidgenössischen Strukturen und Institutionen waren im internationalen Vergleich schwach und sind erst nach dem Zweiten Weltkrieg stärker geworden. Inzwischen sogar allzu stark. Weil Bundesrecht nach Verfassung kantonales Recht bricht, drohen die Kantone zu Verwaltungseinheiten abzusinken – von den Gemeinden nicht zu reden. Die Institution Schweiz wird stärker, drückender und teurer. Das ist der wahre Grund, weshalb die Frage nach dem Zusammenhalt gestellt wird.
Ein Widerspruch liegt darin, dass die Verdichtung der Institutionen oft damit begründet wird, dass man den Zusammenhalt stärken wolle. Das gilt besonders für den Sozialstaat. Und wer würde bestreiten, dass diese Begründung in seinen Anfängen plausibel war? Als die Städte im 19. Jahrhundert vornehmlich zur Heimat des Proletariats geworden waren und dieses Proletariat unter den misslichen Umständen fast oder manchmal tatsächlich zugrunde ging, da mussten sich die politischen Behörden der Arbeiterfrage stellen. Nicht alle taten das rechtzeitig. In Basel zum Beispiel trat das erste Basler Fabrikgesetz, ein Meilenstein für die Schweizerische Sozialgesetzgebung, erst 1869 in Kraft. Es linderte die Härten jenes städtischindustriellen Lebens. Unter dem Druck der Verhältnisse hatten auch konservative und liberale Kreise dazu Hand geboten. Die Fortsetzung der Sozialgesetzgebung trug viel zum Zusammenhalt der Schweiz bei. Sie dauert 150 Jahre später immer noch an, sodass es nicht übertrieben ist, zu behaupten: Wir alle sind mehr oder weniger Sozialdemokraten geworden.
Und trotzdem, oder gerade deswegen, scheint der Zusammenhalt bedroht. Wo die Sozialgesetzgebung noch weiter geht, zum Beispiel beim Nachbarn Frankreich, driftet alles auseinander. Der dort real existierende Sozialismus drückt die Wertschöpfung nieder und verschärft die Verteilkämpfe. In
dieser Lage sollte man sich an eine Gesetzmässigkeit erinnern, die sich in der Geschichte immer wieder beobachten lässt: Die gleichen Faktoren, welche eine Kultur emporgebracht haben, sorgen auch für ihren Niedergang. Sie werden im Laufe der Zeit übertrieben und schlagen ins Gegenteil um. Das gilt auch für den Sozialstaat. Um den Zusammenhalt zu stärken, braucht es nicht noch mehr Regulierung, Umverteilung und Gleichheit, sondern weniger. Nicht noch mehr Institutionen und Kontrolleure, sondern weniger.
Als die christliche Urgemeinde in Jerusalem den Heiligen Geist empfing, war sie keine Institution. Sie war ein loser Haufen von Leuten, die sich wegen ihres Glaubens an Jesus Christus ab und zu zusammenfanden, ihre Gemeinsamkeit pflegten und Gottesdienst feierten. Sie konstituierten sich erst viel später zu dem, was man gemeinhin Kirche nennt. Das Erste und Grundlegende war unsichtbar. Und als dieses Unsichtbare zunehmend von der Institution, das heisst von Autoritäten überlagert und von Machtansprüchen erstickt wurde, da glich die Kirche einer Fasnachtsgesellschaft, die das Evangelium und das Kreuz Christi noch als Requisit vor sich her trug oder hinter sich her zog, aber sich um die Inhalte kaum noch kümmerte. Die Kirche war zur blossen, oft geradezu ausgehöhlten Institution geworden. Dieser Abweg blieb keiner Konfession erspart. Erweckungsbewegungen aller Art erkannten den Missstand und versuchten zu den Wurzeln des Evangeliums zurückzukehren. Das ging durchwegs mit der Rückstufung, manchmal gar Geringschätzung der Institution einher. Als krasses Beispiel seien die Quäker erwähnt: Sie lehnten die englische Staatskirche mitsamt dem Kriegsdienst ab und wurden deswegen verfolgt. Viele wanderten nach Nordamerika aus, wo William Penn 1681 den Staat Pennsylvania gründete, dessen Verfassung auf den Grundsätzen des Quäkertums beruhte: Gleichheit, Gewaltfreiheit, Toleranz. Weil die Stimme Gottes den Menschen unmittelbar leite, so die Quäker, sind theologische Lehrsysteme ebenso überflüssig wie hierarchische Strukturen und kirchliche Ämter. Die Quäker pflegten eine mannigfaltige Sozialarbeit und Friedensdienste und erhielten 1947 den Friedensnobelpreis.
Der Geist weht, wo er will. Man sollte ihm Raum lassen. Die Kirchen haben heute das Glück, dass ihre Strukturen erodieren und Freiräume hinterlassen für den Heiligen Geist. Beim Staat ist es genau umgekehrt: Manches, was sich früher ganz selbstverständlich zwischen Menschen ereignete, ist heute durchreguliert und «professionalisiert». Letzteres bedeutet zumeist, dass Funktionäre mit staatlichen Zertifikaten für ihr Tun und ihre Versäumnisse hohe Gehälter beziehen. Unlängst rief ich in einer vertraulichen Angelegenheit die KESB an. Die Telefonistin, nachdem sie mich einer Art Verhör unterzogen hatte, versprach den Rückruf des zuständigen Sachbearbeiters. Der kam nie. Umgekehrt hat sich ein Beamter bei meiner Frau, die auf privater Basis ein kleines Pensum Stützunterricht erteilt, für einen Kontrollbesuch angemeldet. Zu diesem Zweck schickte er ihr ein Bündel von Papieren und Formularen. Auch im Makrokosmos werden geistige Verbindungen durch Bürokratien zugeschüttet. Ein bestürzendes Fallbeispiel ist die Europäische Union. Sie pappt Dinge zusammen, die nicht zusammenpassen und bricht laufend ihre eigenen Verträge. Sie lockt die Regierungen der Mitgliedsländer fast im Wochentakt an leerlaufende Konferenzen und hält sie davon ab, zu Hause die Pflichten zu erfüllen, die sie ihrem Volk schuldig sind. Mit der Verdichtung der EU Institutionen und mit der Einheitswährung haben die Spannungen in Europa spürbar zugenommen. Den Zusammenhalt in Europa gab es vor der EU. Er wurde und wird durch sie geschwächt, anstatt gestärkt.
Was hält die Schweiz, was hält Menschen, Völker, Kulturen zusammen? Die Institutionen können es nicht sein. Sie sind nie die Grundlagen, sondern stets – sofern minimal dosiert – eine hilfreiche Folge des Zusammenhalts. Geraten sie ausser Kontrolle, verwandeln sie sich in giftige Spaltpilze. Der Heilige Geist, den wir an Pfingsten feiern, möge sich durch alle Hindernisse Bahn brechen und dafür sorgen, dass die vor 25 Jahren beendete Nachkriegszeit nicht in eine Vorkriegszeit umschlägt.
Pfarrer Peter Ruch, Küssnacht am Rigi




Hans-Peter Amrein, (SVP Küsnacht)


Hans-Peter Amrein, Kantonsrat (SVP Küsnacht)
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Christoph Mörgeli

Wissenschaft à la Aschenputtel
Der Soziologieprofessor Hanspeter Kriesi nennt sich «Parteienforscher». Seine Homepage des Instituts für Politikwissenschaft der Universität Zürich weist seit 2009 keine Veröffentlichung mehr auf. Politische Wissenschaft hat Kriesi zwar nie studiert, er wurde aber via «politische Verhaltensforschung» irgendwie zum gutbezahlten festangestellten Berufspolitologen. Die Leidenschaft des Linken gilt der Rechten. Doch die Rechte ist für ihn nicht einfach rechts – also für möglichst wenig Staat und möglichst viel Eigenverantwortung. Sondern zumindest rechtspopulistisch. Oder rechtsradikal. Oder rechtsextrem.
Hanspeter Kriesi gehörte zu den hartnäckigsten, erfolgreichsten Schnorrern beim Schweizerischen Nationalfonds. Nachdem er die Steuerzahler viele Millionen gekostet hat, bot Kriesi jetzt im TagesAnzeiger das umwerfende Fazit seines politologischen Forscherlebens: «Denken Sie daran, dass es in der Schweiz am extremsten ist. Wir haben eine rechtsradikale Partei, die seit 15 Jahren fast 30 Prozent der Stimmen macht. Und die SVP ist nicht gemässigter als die FPÖ oder der Front National. Das ist genau dasselbe.»
Die Freude der so etikettierten 30 Prozent über Kriesis wissenschaftliche Einsichten dürfte sich in Grenzen halten. Hundertausende von SVP wählenden Wertschöpfern in Gewerbe, Industrie und Dienstleistung müssen zur Kenntnis nehmen: Ein lebenslänglicher Staatsangestellter mit einer Viertelmillion garantiertem Mindesteinkommen bezeichnet ein rundes Drittel seiner Mitbürgerinnen und Mitbürger als «rechtsradikal». Nach Kriesis wissenschaftlichen Erkenntnissen ist das Einstehen für staatliche Eigenständigkeit, Unabhängigkeit, Neutralität, Volksrechte und Marktwirtschaft «rechtsradikal».
Für solch differenzierte Urteile braucht es schon einen politologischen Geistesriesen wie Hanspeter Kriesi. Auch sonst ist sein Weltbild von bestürzenden Simplizität. Die EU («Ich bin ein Proeuropäer») habe einfach ein «zu wenig starkes Zentrum». Sonst wäre alles paletti. Kriesi unterscheidet die Menschheit in zwei Gruppen: die «Kosmopoliten» und die «Rechtspopulisten». Was gleichbedeutend ist mit Einsichtigen und Irrläufern. Ganz gemäss dem linsenzählenden Aschenputtel: «Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen.» Kurz: Kriesi ist kein Wissenschaftler. Sondern ein Märchenonkel.
«Schein-Asylanten gehen nicht heim»
Wenn die SP, ihre Bundesrätin und die Grünen derart vehement für eine Asylgesetzrevision kämpfen, dann geht es dabei wohl kaum um eine Verschärfung, sondern offensichtlich um einen weiteren Ausbau im Asylwesen. Was die FDP und die CVP bei dieser Abstimmung im Lager der Linken zu suchen haben, ist mir nicht klar.

Christian Imark Nationalrat SVP Fehren SO
Am 5. Juni 2016 stimmen wir über die Revision des Asylgesetzes ab. Vordergründig geht es dabei um eine weitgehende Zentralisierung des Asylwesens und um eine vermeintliche Beschleunigung der Asylverfahren. Aber das ist nur vorgeschoben. In Wirklichkeit geht es um einen Ausbau der Willkommenskultur im Asylwesen, um eine massive Attraktivitätssteigerung der Schweiz für unechte Asylbewerber, um die Möglichkeit von Enteignungen und um einen gewaltigen Ausbau der Asylindustrie.
Tausende neuer Jobs für linkstickende Asylindustrielle Es liegt auf der Hand, dass mit den 16 neu geplanten Bundeszentren und den Heerscharen von Gratisanwälten Tausende neuer Jobs für linkstickende Mitbürgerinnen und Mitbürger geschaffen werden. Deshalb geben die Linken alles im Abstimmungskampf. Wer das 47seitige Argumentarium der SVP gegen die Asylgesetzrevision liest, merkt sofort, was hier gespielt wird. Gerade weil die wahren Absichten so offensichtlich sind, liegen die Nerven in diesen Tagen bei der zuständigen Bundesrätin Sommaruga blank. Eine offene Diskussion wird verweigert.
Asylverfahren ist erst mit der Rückführung erledigt, nicht mit dem Entscheid Ihr Staatssekretariat für Migration will künftig 60 Prozent aller Asylgesuche innert weniger Wochen in Bundeszentren erledigen. Auch die SVP ist für schnelle Asylverfahren. Doch was uns
mit der Revision des Asylgesetzes vorgelegt wird, ist Augenwischerei. Was damit erreicht wird, ist im besten Fall ein beschleunigter Asylentscheid. Mit dem Entscheid ist aber noch kein einziger abgelehnter Asylbewerber oder «DublinFall» aus dem Land. Für die SVP ist ein beschleunigtes Verfahren erst dann abgeschlossen, wenn abgelehnte Asylbewerber das Land wieder verlassen haben. Sonst bringt die Beschleunigung rein gar nichts, im Gegenteil, sie ist gar kontraproduktiv.
Vollzug der Asylgesetzgebung jahrelang vernachlässigt Doch genau hier hat die Schweiz immer mehr Probleme. ScheinAsylanten, «DublinFälle» und abgelehnte Gesuchsteller gehen nicht heim, weil das Departement der zuständigen Bundesrätin Sommaruga den Vollzug seit Jahren vernachlässigt und sich nur noch um die Unterbringung von immer mehr neuen Asylanten kümmert. So finden heute etwa kaum mehr Sonderflüge mit Rückführungen in die Heimatländer statt.
Per Ende März 2016 befinden sich bereits 68 238 Menschen im laufenden Asylprozess in der Schweiz. Und es kommen täglich neue dazu. Doch der «Abfluss» ist verstopft. Im letzten Jahr gab es nur 19 150 Abgänge von Asylbewerbern. Wenn der «Abfluss» verstopft ist, darf man den «Zufluss» nicht noch beschleunigen.
Mit der Revision des Asylgesetzes könnten letztlich noch mehr Asylsuchende noch schneller hierbleiben, ungeachtet, ob sie an Leib und Leben bedroht sind oder nicht. Eine Beschleunigung der Verfahren ohne den konsequenten Vollzug mit entsprechenden Rückführungen ist kontraproduktiv, da es die Attraktivität der Schweiz als Zielland für Wirtschaftsmigranten und für Schlepper weiter steigert.
VOLKSABSTIMMUNG VOM 5. JUNI 2016
Endstation Hängematte?
Nicht lavieren, sondern umsetzen
Das Departement von Bundesrätin Sommaruga verspricht dem Volk bei Asylgesetzrevisionen jeweils viel, setzt den Volksentscheid dann aber nicht um. Schon vor drei Jahren hat die AsylMinisterin das Volk mit einer Asylgesetzrevision über den Tisch gezogen. Bei der Volksabstimmung über die dringliche Asylgesetzrevision vom 9. Juni 2013 stimmten 78 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer Ja zu Verschärfungen. Sie sagten damals unter anderem Ja zu Zentren für renitente Asylbewerber.
Renitente Asylbewerber könnten also mit dem heutigen Asylgesetz bereits gesondert untergebracht werden.
Doch die Umsetzung dieses Volksauftrags wurde schlicht verweigert. Es gibt bis heute kein einziges Bundes
zentrum für renitente Asylanten. Vielmehr muss das Volk mit der Asylgesetzrevision aus mir schleierhaften Gründen noch einmal darüber abstimmen.
Aufhören sich im Kreis zu drehen – NEIN stimmen! Anstatt endlich vorwärts zu machen, nehmen die Verantwortlichen die Sicherheit der Bevölkerung zu wenig ernst. Renitente Asylbewerber sind heute nämlich in gewöhnlichen Asylunterkünften einquartiert. Eine Zumutung für Mitbewohner und Anwohner.
Lassen Sie sich dieses Mal nicht über den Tisch ziehen. Die Asylgesetzrevision ist unnötig und kann mit Überzeugung abgelehnt werden. Wir haben ein Asylgesetz. Dieses muss bloss konsequent umgesetzt werden.

Bestand Anzahl Personen im laufenden Asylprozess Ende 2015 Quelle: SEM
2500 Franken für jeden Erwachsenen und 625 Franken für Kinder und Jugendliche. Einfach so. Bedingungslos. Dies verlangt die Volksinitiative «Für ein bedingungsloses Grundeinkommen». Volk und Stände haben es in der Hand, diese utopische Träumerei am 5. Juni 2016 an der Urne zu versenken.

Alex Kuprecht Ständerat SVP Pfäffikon SZ
Die Volksinitiative «Für ein bedingungsloses Grundeinkommen» verlangt, dass der Staat allen, ohne irgendwelche Bedingungen, ein monatliches Einkommen zur Verfügung stellt. Es soll ein bescheidenes Leben in Würde sowie die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben weiterhin ermöglichen.
Die Initianten, zu denen auch der ehemalige Staatsdiener in der Bundeskanzlei, Oswald Sigg, gehört, versuchen glaubhaft zu machen, dass die Motivation zu einer Leistung grösser wäre und die Engagements im Gemeinwesen gesteigert werden könnten.
Katastrophale Effekte wären vorprogrammiert
Die Argumente der Initianten bewegen sich im Bereich der Fabelwelt. Zuzustimmen ist ihnen lediglich, dass jeder Mensch in unserem Land im Grundsatz einen Anspruch auf ein menschenwürdiges Leben haben soll. Doch durch wen und wie soll denn dieses Leben in der Hängematte für Jedermann finanziert werden? Leistungen des Staates beruhen immer auf Ein
nahmen, die durch die Menschen erarbeitet werden müssen. Wie soll denn der Betrag von rund 200 Milliarden Franken generiert werden? Die das Leben geniessenden und durch die Hängematte durchblickenden Teilnehmer am Markt der Gelegenheitsjobs mit Sicherheit nicht. Die Umverteilung würde mit Sicherheit eine neue Dimension erreichen.
Angriff auf die Werte der Leistungsbereitschaft und der Eigenverantwortung Das Sozialversicherungssystem in der Schweiz ist umfassend und diejenigen, die aus gesundheitlichen Gründen ihr Erwerbsleben aufgeben müssen, erhalten durch verschiedene Versicherungen die notwendigen Mittel für ein menschenwürdiges Leben. Reichen diese Mittel nicht aus, stehen mit den Ergänzungsleistungen oder Sozialhilfebeiträgen weitere Mittel bei dringendem Bedarf zur Verfügung. Dieses System hat sich in der Vergangenheit bewährt, wenn es auch da und dort missbraucht wurde. Eine Annahme dieser Initiative wäre ein nicht bezahlbarer Paradigmenwechsel mit staatlicher Unterstützung. Arbeiten würde in den Hintergrund gedrängt. Die Selbstverantwortung für sein eigenes Leben weiter verstaatlicht und der herabfallende Geldsegen mit fürsorglichen Streicheleinheiten des
Staates weiter gefördert. Diesem Gruss aus der Hängematte sollten wir klar und deutlich entgegentreten.
Ein NEIN zur utopischen Volksinitiative am 5. Juni 2016 sollte selbstverständlich sein.
SVP-PAROLEN
Volksabstimmung vom 5. Juni 2016
Eidgenössische Vorlagen
1. Volksinitiative «Pro Service public» NEIN
2. Volksinitiative «Für ein bedingungsloses Grundeinkommen» NEIN
3. Volksinitiative «Für eine faire Verkehrsfinanzierung» JA
4. Änderung des Bundesgesetzes über die medizinisch unterstützte Fortpflanzung (Fortpflanzungsmedizingesetz) JA
5. Änderung des Asylgesetzes (AsylG) NEIN
Kantonale Vorlagen
1. Gesetz über die Gerichts und Behördenorganisation im Zivil und Strafprozess (Wählbarkeitsvoraussetzungen für Bezirksrichterinnen und Bezirksrichter) NEIN
AUS DEM KANTONSRAT
Nun weht der Wind wieder von links
Für Theresia Weber ging am letzten Montag ein ereignisreiches und mit Arbeit gefülltes Präsidialjahr zu Ende. In ihrer Abschiedsrede wies die SVP-Politikerin auf verschiedenste Höhepunkte dieses Jahres hin. Nein, sie habe keinen direkten Draht zu den Wettermachern, aber sie habe einfach Glück gehabt.

Margreth Rinderknecht
Kantonsrätin SVP
Wallisellen
Angefangen hatte dies ja schon an der Wahlfeier: die Gäste genossen die PC7Show bei sommerlichen Temperaturen und bei stahlblauem Postkartenhimmel. Genossen habe sie die Besuche der Parlamentarier aus Berlin, der Mongolei und Nidwalden und die gemachten Gegenbesuche. Beeindruckt zeigte sie sich von der Arbeit des Parlamentsdienstes. Die Mitarbeitenden hatten nach den Sommerferien den gesundheitlich bedingten Ausfall ihres Chefs Moritz von Wyss zu verkraften und haben dies vorbildlich erfüllt. Zum Schluss meinte Theresia Weber: «Ich habe mein Präsidialjahr bis zum letzten Tag genossen. Am vergangenen Sonntag besuchte ich – wieder bei strahlendem Wetter – das Kantonale Schwingfest in Watt und am Abend die Verleihung des Prix Walo im Kongresshaus.» Theres Weber dankte ihrer Familie, den Mitgliedern des Parlamentsdienstes, der Fraktion und ihrer Wohngemeinde für die Unterstützung im vergangenen Jahr.
Genosse Rolf Steiner ist Nachfolger Zum Kantonsratspräsidenten 2016/ 2017 wurde mit 152 Stimmen der bisherige Vizepräsident Rolf Steiner (SP) gewählt. Der dipl. Chemiker hat Jahrgang 1952 und ist seit zehn Jahren Mitglied des Kantonsrates. Er ehrte die abtregende Kantonsratspräsidentin mit dem silbernen Löwen des Kantonsrates und meinte charmant: «Du hast Dir das sicher nicht gewünscht ‹Alt›Kantonsratspräsidentin zu sein. Mein Vorschlag: Emeritierte Kantonsratspräsidentin. Du bist der Pflicht entbunden, die Sitzungen zu leiten und die Redezeiten der Ratsmitglieder auszuhalten.»
Anschliessend hatte SVPFraktionschef Jürg Trachsel (svp, Richterswil) das Wort und ehrte die emeritierte Kantonsratspräsidentin mit einer speziellen, mit Humor und Wertschätzung gespickten Fraktionserklärung: «Du hast es gut gemacht, du hast es
«EFFIZIENT UND EFFEKTIV»
sehr gut gemacht!» Zum Schluss meinte er: «Die SVPFraktion ist stolz auf dich und wir heissen dich mit einem Blumenstrauss in den Sitzreihen der SVP wieder willkommen.»
Der neue Kantonsratspräsident Rolf Steiner macht in seiner Antrittsrede klar, wo er steht: «Mir liegt die Arbeit im Rat am Herzen. Allerdings, ich halte nichts von RatsEffizienz – denn ein Parlament ist per se ineffizient.» Er wolle die Ratsmitglieder dazu aufrufen, im Rat zu debattieren, zu reden und munterte auf zur freien Rede. Er habe sich so das eine oder andere vorgenommen, wolle Neues ausprobieren. Er beobachte, dass die Anzahl Anfragen in den letzten Jahren zugenommen habe. «Wir sollten aktiver werden und nicht einfach nur die Verwaltung beschäftigen. Wir sollten das Rathaus verlassen und der Bevölkerung erklären, was wir machen, wie die Demokratie funktioniert.» Er prophezeite, dass die Leistungsüberprüfung nahtlos in die Budgetphase übergehen werde und kritisierte, dass der Steuerfuss vermutlich nicht raufgehen werde, was er sehr bedaure. Im Weiteren äusserte er sein Missfallen, dass Ausländer nicht mitbestimmen könnten und liess auch mit anderen Bemerkungen durchblicken, dass er links politisiert. Die Zeit, während der die Stimmzettel ausgezählt wurden, benutzte der Präsident, um dem neuen Regierungsratspräsidenten, Mario Fehr (SP), zu seinem Präsidialjahr zu gratulieren: somit bricht für den Kanton Zürich nun ein sozialdemokratisch geprägtes

Dank des Fraktionspräsidenten
Jahr an. Zur neuen 1. Vizepräsidentin wurde mit sehr guten 156 Stimmen Karin Egli-Zimmermann (svp, Elgg) gewählt, 2. Vizepräsidentin wurde mit 113 Stimmen Yvonne Bürgi, CVP, Rüti.
Bei der FIFA Geld holen? Um bei der FIFA mehr Geld holen zu können, wollen die Linken und die EVP das Steuergesetz ändern. Neu soll es dort heissen: «Vereine mit einer Bilanzsumme von mehr als einer Milliarde Franken werden wie Kapitalgesellschaften besteuert.» Hans Heinrich Raths (svp, Pfäffikon) vertrat die Meinung der SVP: «Im Kanton Zürich beträgt die Staatssteuer für Vereine 4 Prozent auf Gewinn und 0,75 Promille auf Kapital, dazu kommt die Bundessteuer von 4,25 Prozent auf dem Gewinn. 2014 waren das immerhin insgesamt 36,2 Mio. im vergangenen Jahr dann leider nur noch ein Zehntel davon. Die FIFA beschäftigt rund 500 Mitarbeitende, welche hier ihre Steuern zahlen, auch die Hotellerie profitiert von dieser grossen Organisation.» Einige Parlamentarier fragten sich, ob die vorgeschlagene Änderung wirklich zielführend sei – andere meinten, es sei systemfremd, wenn man nun die Bilanzsumme für die Steuern heranziehe, und wieder andere fanden, man müsse das liberal formulierte Vereinsrecht präzisieren: Vereine widmen sich gemäss unserer Rechtsordnung einer politischen, religiösen, wissenschaftlichen, künstlerischen, wohltätigen, geselligen oder andern nicht wirtschaftlichen Aufgabe (Art. 60 Abs. 1 ZGB). Das Vereinsrecht trägt der Vielfalt und der grossen Bedeutung des schweizerischen Vereinswesens Rechnung, indem es bewusst wenig gesetzliche Vorgaben macht. Die steuerliche Privilegierung der Vereine in § 76 StG (Gewinnsteuer von 4 Prozent des Reingewinns gegenüber 8 Prozent Gewinnsteuer bei Kapitalgesellschaften und Genossenschaften) hat ihren Grund in dieser Konzeption des Vereins als Zusammenschluss zu einem nicht wirtschaftlichen Zweck.» Mit 70 Stimmen wurde die PI überwiesen und wird nun in der entsprechenden Kommission diskutiert. Danach braucht die Vorlage 90 Stimmen für die definitive Inkraftsetzung.
Der Tradition folgend – und die SVP ist ja bekanntlich eine sehr traditionsbewusste Partei – darf ich heute als Fraktionspräsident der scheidenden Ratspräsidentin Theresia Weber im Namen der SVP, aber sicher auch in Ihrer aller Namen ein ganz herzliches Dankeschön aussprechen.
Liebe Theresia, ich kann es vorweg nehmen, Du hast es gut gemacht im vergangenen Amtsjahr, sehr gut sogar. Du hast den Rat hier in Zürich entschieden geführt und das alte politische Bonmot Lügen gestraft, wonach «politische Mühlen langsam mahlten». Da waren wir doch exakt vor einem Jahr zu Gast bei Dir in Uetikon am See in den Gemäuern bzw. Zelten der ehemaligen «Chemischen». Ein wunderbarer Anlass, und beinahe bei jeder Tischrede kam der Wunsch nach einer Mittelschule auf. «Es wäre doch schön, wenn»; «könnt Ihr in Zürich nicht schauen, dass» usw. und so fort. Bedürfnis, Erfolgsaussichten und v.a. Altlasten hin oder her, an jenem Abend war der Regierungsrat in corpore da, Charme und Hartnäckigkeit waren angesagt. Was bei vielen unter uns nach der wunderbaren Präsidentinnenfeier wieder in Vergessenheit geraten war, meldete sich im März 2016 eindrücklich zurück: Vorlage 5261, Antrag des Regierungsrates vom 16. März 2016, Dis
positiv Römisch I.: «In Uetikon am See wird eine Kantonsschule errichtet.» Da kann ich nur sagen: Chapeau, das war effizient und effektiv!
Sechs neue Gesetze Du warst aber nicht nur in Uetikon am See effektiv und effizient, Du hast auch hier im Rat ein gerüttelt Mass an Arbeit hinter Dich gebracht. So wurden unter Deiner Leitung hier in diesem Ratssaal 6 neue Gesetze verabschiedet; vom Statistikgesetz über das MERG das Publikationsgesetz, das Krebsregistergesetz über das Gesetz über den Beitritt des Kantons Zürich zu einer interkantonalen Vereinbarung bis schliesslich zum Gesetz über den Lehrmittelverlag. Zugegeben, nicht alles Gesetze von bahnbrechender Bedeutung, aber eben, es gibt wieder sechs Gesetze mehr. Weiter haben wir im vergangenen Jahr 19 Gesetze geändert und leider kein einziges Gesetz abgeschafft. 15 neue Ratsmitglieder durftest Du begrüssen und schliesslich, der Höhepunkt eines jeden Präsidentinnenlebens, immerhin
Abschied vom Bock des Kantonsrats
50 Kantonsrats- und 47 GL-Sitzungen, ein Stichentscheid und verschiedene Sitzungen mit ZKB , Finma, Ausschüssen und Kommissionen. Dies ist die Bilanz meiner «Arbeit» als Kantonsratspräsidentin im ersten Amtsjahr der neuen Legislatur.

und repräsentierte den
Ob die Gremien kleiner oder grösser sind, spielt dabei keine Rolle. Die Vorbereitung muss sauber und sachlich korrekt sein, was mir nicht schwerfiel, ausser bei der Finma. Aber ich habe es geschafft und gemerkt, dass auch dort nur mit Wasser gekocht wird. Die Aufmerksamkeit bei den Sitzungen, das stellte ich rasch fest, war und ist bei allen anderen Gremien grösser, als dies hier im Kantonsrat der Fall ist. Zehn Fraktionen sind viel und die Glocke vor mir half mir oft, etwas mehr Ruhe in den Saal zu bringen. Manchmal musste ich aber auch einfach die Reihenfolge der Rednerinnen und Redner ändern, um die Aufmerksamkeit wieder zu erhöhen
Das Mikrofon stellte ich nur bei Zeitüberschreitungen oder für eine Ermahnung ab, wenn die Unruhe für die Sprechenden zu gross wurde. Zum Glück ist es hier noch nie vorgekommen, dass sich Regierungsräte mit ganzen Fraktionen während der Debatten auf die Toilette verabschiedeten. Das zeugt doch von gegenseitigem Respekt
Der Diskussionston hier im Kantonsrat ist nicht immer ganz freundlich, aber meist fair und von allen Sei
ten etwa gleich angriffig. Das erlebt man auch als Präsidentin, wohl unabhängig von der Parteizugehörigkeit. Vor einem Jahr habe ich Ihnen an dieser Stelle gesagt, ich sei nicht fehlerfrei. Mit etwas Humor oder dem Eingeständnis eines solchen Fehlers konnte ich jedoch grösseren Schaden abwenden. So wurden alle geplanten Vorlagen und auch die Steuerfussdebatte, das Budget und die Kulturlandinitiative zu Ende beraten.
Die Hilfe meiner Vizepräsidenten möchte ich an dieser Stelle sehr herzlich verdanken!
Geschätzt wird, wenn jemand auf sein Votum verzichtet, weil alles schon gesagt wurde, wobei das erste (Votum verzichten) deutlich seltener der Fall ist als das zweite (alles noch einmal sagen)
Dass in meinem Amtsjahr der Regierungspräsident auch am Zürichsee wohnt, ebenfalls aus der Landwirtschaft kommt und erst noch der gleichen Partei angehört, war für uns beide sicher ein schöner Zufall. Ich glaube sagen zu dürfen, dass der aktuelle Regierungsrat ein gutes Team bildet, seine Aufgaben ernst nimmt und gemeinsam mit uns nach vernünftigen Lösungen sucht. Den Weibeldiensten möchte ich ebenfalls danken. Sie helfen in jeder Situation und unterstützen, wo sie können. Jedes Jahr neue Vorgesetzte zu haben, ist nicht ganz einfach.
Die Parlaments und die Weibeldienste meistern dies aber mit Bravour. – Dafür verdienen sie ein grosses Lob! Es war ein intensives Jahr, das gebe ich gerne zu. Es war aber auch ein wunderschönes und sehr interessantes Jahr und ich war immer motiviert. Mir schien es auf den Leib geschrieben – sozusagen mein Traumjob! All die Persönlichkeiten, die ich kennenlernen durfte, die Institutionen, die ich besucht habe, und die Anlässe, die stattgefunden haben – sie machen das Salz in der Suppe oder eben das unschätzbar Wertvolle an diesem Präsidialamt.
Theresia Weber, Kantonsrätin, Uetikon am See
VORSTELLUNG DES SPEZIALGESETZES
Rosengartentram und Rosengartentunnel – Zweifel sind angebracht
einen Stichentscheid fällen… selbstverständlich richtig. Alles in allem hast Du den Rat und die Geschäftsleitung des Kantonsrats (GL) sehr weise und umsichtig geführt und auch Deine Apéros haben nach einem kleinen Ausrutscher zu Beginn Deines Amtsjahres sehr erfreuliche Dimensionen angenommen.
Nun besteht ja das Amt des Ratspräsidenten nicht ausschliesslich aus der politischen Rats bzw. GL Führung; es gibt auch eine gesellschaftliche Seite. Und in diesem Bereich hast Du ja wohl alle Vor und allenfalls auch Nachgänger in den Schatten gestellt. An weit über 300 Anlässen bist zu zugegen gewesen und hast dem Kanton Zürich ein Gesicht gegeben, ein charmantes oberdrauf.
Liebe Theresia: Die SVPKantonsratsfraktion ist stolz auf das, was Du geleistet hast und sagt Dir ganz herzlich: Danke.
Jürg Trachsel, Kantonsrat Fraktionspräsident SVP, Richterswil

Christian Lucek Kantonsrat SVP Dänikon
Die SVP des Kantons Zürich hat vom Spezialgesetz für das Rosengartentram und den Rosengartentunnel, welches am Dienstag gemeinsam vom Regierungsrat und Stadtrat präsentiert wurde, Kenntnis genommen.
Das kantonale Gesetz bildet die Grundlage für die Umsetzung des Grossprojektes, welches rund eine Milliarde Franken kosten soll und nach heutiger Planung frühestens 2032 eröffnet werden kann. Ein Vorhaben dieser Grössenordnung bedarf der seriösen Prüfung, die SVP wird sich im Rahmen der Vernehmlassung und des politischen Prozesses auf allen Ebenen einbringen. Dabei werden auch kritische Stimmen aus den betroffenen Quartieren zu berücksichtigen sein.
Positiv beurteilt die SVP aus heutiger Sicht, dass das Vorhaben die Kapazitäten des motorisierten Individual
verkehrs im heutigen Rahmen zulässt und den Verkehrsfluss verbessern soll. Dem gegenüber stehen enorm hohe Realisierungskosten. Eine derartige Investition sollte auch den künftigen Bedürfnissen genügen und entsprechendes Erweiterungspotenzial aufweisen. Auch dürfen durch den hohen Finanzbedarf nicht andere, ebenfalls wichtige Vorhaben, konkurrenziert werden. Im Weiteren stellen sich grundsätzliche Fragen zur Finanzierung, welche sich aus der gesetzlichen Grundlage des Strassenfonds ergeben.
Auch fällt die im Verhältnis geringe Kostenbeteiligung der Stadt Zürich von rund 40 Millionen Franken auf. Die Kosten der Tramverbindung werden auf rund 170 Mio. Franken geschätzt. Die Tangentiallinien sind reine innerstädtische Verbindungen, weshalb sich eine entsprechende Beteiligung der Stadt aufdrängt.
Der Bedarfsnachweis für diese zwei neuen Tramlinien muss zudem glaubwürdig dargelegt werden. Die SVP wird sich im Detail mit dem Projekt auseinandersetzen und sich im Sinne einer sinnvollen und langfristigen Verkehrspolitik einbringen.
Milchkuh-Initiative und Asylgesetz im Zentrum
Die beiden SVP-Nationalräte Natalie Rickli und Gregor Rutz haben im Rahmen einer Feierabend-Bier-Veranstaltung in Marthalen die Gründe dargelegt, warum man der Milchkuh-Initiative zustimmen und das Asylgesetz ablehnen muss. RoMü. Eng gedrängt sitzen und stehen die vielen Besucher der FeierabendBierVeranstaltung im Pub in Marthalen. Mitten drin die beiden Nationalräte Natalie Rickli und Gregor Rutz, welche so direkt auf Tuchfühlung mit dem Volk sind. «Täglich sind 12 meine 35 Mitarbeiter irgendwo auf der Strasse unterwegs. Sie stehen dabei 10 bis 15 Minuten im Stau, was jährlich 1440 unbezahlte Staustunden gibt», hielt einleitend SVPSektions und Bezirkspräsident Paul Mayer fest. «Die letzte Sondersession hat gezeigt, dass die bürgerliche Zusammenarbeit in vielen Bereichen gut funktioniert. Einzig bei der Ausländer und Verkehrspolitik können wir uns nicht auf einen Schulterschluss verlassen», hielt rückblickend Rickli fest. Doch kam sie bezüglich der MilchkuhInitiative rasch zur Sache. «Für uns ist auch der ÖV wichtig. Man darf aber nicht vergessen, dass jedes SBB Ticket zu 50 Prozent mit Staatsgeldern subventioniert ist», so Rickli. Sie sieht die Problematik darin, dass man den öffentlichen Verkehr mit beachtlichen Mitteln gefördert und zugleich den Strassenausbau vernachlässigt hat. Dies, obwohl für die Strasse mit der Vignette, Mineralölsteuer, LSVA, MwSt und Importsteuer rund 9 Milliarden Franken eingenommen werden, aber davon eigentlich nur deren 4,5 Milliarden in die Strasse fliessen. «Die Hälfte der Mineralölsteuer und die LSVA fliessen in die allgemeine Bundeskasse», so Rickli. Entsprechend wird mit dem Argument gegen die Initiative gekämpft, dass man dem Bund Geld für andere Aufgaben entzieht. «Ich stelle immer wieder fest, dass beim Bund niemand sparen will. Deshalb müssen wir ernsthaft überprüfen, welches die eigentlichen Aufgaben des Bundes sind», rief die Nationalrätin in Erinnerung. Sie präsidiert aktuell die Verkehrskommission, wo der neue Nationalstrassen und Agglomerationsverkehrsfonds (NAF) ein zentrales Thema ist. «Ich stelle aber fest, dass diese Vorlage nicht zu Ende gedacht ist. Dies mit Blick auf eine Anhebung der Mineralölsteuer», so Rickli. Mit der Vorlage will Bundesrätin Doris Leuthard auch die Mitbestimmung bezüglich Anhebung der Mineralölsteuer aushebeln. Sie spricht sich für eine Anhebung um 12 bis 15, der Ständerat um 4 und die SVP ganz gegen eine Anhebung aus. «Dies sind Gründe, warum der Initiative zugestimmt werden muss», so Rickli. Etwas pikant ist auch die Tatsache, dass auch die bei

den Parteipräsidenten Petra Gössi (FDP) und Gerhard Pfister (CVP) im Initiativkomitee sitzen.
Umstrittenes Asylgesetz
«Wir haben während der Beratung des neuen revidierten Asylgesetzes 80 Anträge gestellt, welche alle abgelehnt worden sind. Wir lösen das Problem nicht mit dem neuen Gesetz», hielt Nationalrat Gregor Rutz fest. Konkret bemängelte er, dass bereits bestehende Gesetzesgrundlagen nicht vollzogen werden und somit falsche Signale ausstrahlen. Ablehnungen und Rückschaffungen gehen zu langsam. «So können viele auch ohne eigentliche Asylgründe zuerst provisorisch, dann vorläufig und schlussendlich für immer bleiben», so das Fazit von Rutz. Er selber stellte den Antrag, dass Asylbewerber, welche in ihrem Flucht und Heimatland Ferien machen, ihren Flüchtlingsstatuts verlieren sollten, welcher ebenfalls abgeschmettert wurde. Das grosse Übel in der neuen revidierten Vorlage sieht Rutz in den geplanten Schnellverfahren für die Errichtung von Bundeszentren, wo das Mitspracherecht von Kanton, Gemeinden, Anwohnern und auch Eigentümern ausgeschaltet wird. Für Rutz warnt deshalb der Hauseigentümerverband zurecht gar davor, dass die im Gesetz enthaltene mögliche Enteignung sehr ernst zu nehmen ist. Ob zudem Gratisanwälte die Verfahren wirklich beschleunigen werden, verneinte er. «Es wird kaum vorkommen, dass es einem Anwalt gelingt, einem Flüchtling dessen Asylantrag auszureden. Es wären die ersten
Verfahren, welche mit Beizug von Juristen schneller gehen», so das Fazit von Rutz. Im neuen Gesetz sieht er vielmehr neue Anreize für Flüchtlinge und Schlepper. «Gesamthaft darf auch der Sicherheitsaspekt nicht ausser Betracht gelassen werden. Paris und Brüssel haben gezeigt, dass sich gefährliche autonome Parallelgesellschaften bilden. Dieser Entwicklung ist ein Riegel zu schieben. Deshalb muss auch aus dieser Sichtweise am 5. Juni nein gestimmt werden», so Rutz. Er zeigte sich überzeugt, dass auch die Verfahren mit Einbezug von Gratisanwälten nicht schneller gehen und dies zu mehr Rückschaffungen führen wird. Bezüglich der weiteren Vorlage zum Service Public mahnte Natalie Rickli dazu, diese trotz Vorbehalten abzulehnen. Sie sieht auch hier Handlungsbedarf, um die Dienstleistungen exakt zu überprüfen. Gerade bezüglich der SRG sieht sie durchaus Handlungsbedarf.
Danach kam das Publikum zum Wort. «Habe ich als Nachbar noch Mitspracherecht, wenn eine Liegenschaft oder ein Areal für die Realisierung eines Bundeszentrums enteignet wird», wollte ein Besucher wissen. Hier verwies Rutz auf die Gesetzesrevision, welche eine solche nicht zulässt. Auch die Kosten für die Gratisanwälte waren ein Thema. Diese sollen mit Pauschalansätzen aus der Bundeskasse vergütet werden. «Unsere Arbeit in Bern nützt nichts, wenn die Bürger an der Basis nicht mitmachen. Deshalb ist es wichtig, dass auch diese aktiv mitwirken», hielt Rickli fest.
Verena Helbling (1939 –2016)
Am 3. Mai 2016 ist Verena Helbling in ihrem 77. Lebensjahr friedlich eingeschlafen. Ihr Tod kam für alle sehr überraschend. Sie war eine äusserst aktive Person, die sich auch in ihrem Ruhestand in verschiedenen Funktionen für das Gemeinwohl engagierte.
Verena Helbling ist am 3. Juli 1939 in der Sommerau in Hombrechtikon zur Welt gekommen. Nach einigen Jahren in anderen Seegemeinden zog sie mit ihren beiden Söhnen wieder in ihre Heimatgemeinde, wo sie mehr als 30 Jahre bis zu ihrem Tod wieder in der Sommerau wohnhaft war. Zeitlebens verschrieb sie sich dem Engagement für die Allgemeinheit. Von 1982 bis 1998 war sie Mitglied des Hombrechtiker Gemeinderats. Während vier Amtsdauern war sie für die Sicherheitsbelange wie Zivilschutz, Feuerwehr und Polizei zuständig. Zu dieser Zeit war sie noch Mitglied des Landesrings der Unabhängigen und trat nach ihrer Exekutivtätigkeit der SVP bei.

Später präsidierte sie unter anderem eine lokale Baugenossenschaft, organisierte für den gemeinnützigen Frauenverein beliebte Jassnachmittage und leistete Freiwilligenarbeit in einem Altersheim. Auch ihrem Beruf als Dentalassistentin blieb sie noch viele Jahre nach ihrer Pensionierung
SVP BEZIRK DIETIKON
Markus Binder neuer Bezirkspräsident
Anlässlich ihrer Delegiertenversammlung hat die SVP Bezirk Dietikon ihre Parteileitung neu gewählt und weiter verjüngt.
SVP Bezirk Dietikon. Einstimmig zum neuen Präsidenten wurde Markus Binder (1962) gewählt. Sein Urdorfer Sektionspräsidium durfte er bereits im Februar an Jürg Bosch übergeben. Der vierfache Familienvater, Generalstabsoffizier und Jurist auf dem zweiten Bildungsweg zeichnet zudem für das Präsidium der Arbeitsgruppe Altersvorsorge der SVP ZH und das OK der Albisgüetli Tagung verantwortlich.
Neu in die Bezirksparteileitung wurden – Rochus Burtscher (1963) und als Vizepräsident Moritz Berlinger (1983) gewählt. Rochus Burtscher (Sektionspräsident Dietikon) ist seit 2011 Kantonsrat und Mitglied der Kommission für Bildung und Kultur (KBIK). Beruflich leitet er als Mitglied der Geschäftsleitung der EnergieAgentur für die Wirtschaft den Bereich Administration und Finanzen. Vizepräsident Moritz Berlinger (Schlieren) hat an der Universität St. Gallen Masterstudien in den Bereichen Rechnungswesen und Finanzen sowie International Management abgeschlossen und bei verschiedenen Konzernen im Bereich Mergers & Acquisitions gearbeitet.
Im Amt bestätigt wurden zudem die bisherigen Andreas Leupi (Oberengstringen), Kassier Daniel Gardavsky (Weiningen), sowie Kurt Flückiger (Geroldswil). Somit sind die Gemeinden sowohl rechts als auch links der Limmat, Stadt und Land, Alt und Jung op

timal in der Parteileitung vertreten. Nach rund 12 Jahren im Amt hat sich KR Pierre Dalcher entschieden, als Präsident zurückzutreten. Er wird der Partei auch nach wie vor in zahlreichen Ämtern erhalten bleiben, so unter anderem als Schlieremer Stadtrat, wo er dem Ressort Sicherheit und Gesundheit vorsteht, oder als Zürcher Kantonsrat, in welchen er 2015 gewählt wurde. Mit herzlichem Applaus und einem Gemüsekorb wurde Astrid Dätwyler (Dietikon) verabschiedet, die sich vermehrt ihrem Amt als Schulpflegerin widmen wird. Die neue Parteileitung hat die Arbeit bereits aufgenommen und wird sich – unter anderem – mit der langfristigen Personalplanung im Hinblick auf die Gemeindewahlen 2018, der Stärkung in den Parlamentsgemeinden Schlieren und Dietikon und der Medienarbeit befassen.
als versierte Fachlehrerin und Prüfungsexpertin treu.
Auf politischer Ebene war sie bis zuletzt über viele Jahre geschätztes Mitglied im Vorstand der SVP Hombrechtikon. Sie führte die Kasse und organisierte zahlreiche Anlässe. Legendär bleibt der von ihr organisierte traditionelle SVPChlausJass.
Zudem stand Verena Helbling in der vierten Amtsdauer als Mitglied des Hombrechtiker Wahlbüros, präsidierte aktuell die Bezirksfrauengruppe der SVP, war Mitglied des Vorstandsausschusses der Bezirkspartei und eidgenössische Delegierte.
Verena Helbling stand trotz ihres Alters mitten im Leben. Wir sind ihr dankbar für ihren unermüdlichen und uneigennützigen Einsatz für die Partei wie auch für das Gemeinwohl. Wir halten Verena Helbling als interessierte, charmante und humorvolle Kollegin in bester Erinnerung.
Tumasch Mischol, Kantonsrat Präsident a.i. SVP Hombrechtikon

SVP DIETIKON
1.-Mai-Feier trotzte den garstigen Bedingungen
Trotz wechselhaftem und kühlem Wetter wurde der 1.-Mai-Grillplausch der SVP Dietikon auf dem Bauern Hof «Basi» sehr gut besucht. SVP Dietikon. Wir durften nebst Parteimitgliedern, Sympathisanten auch SVPInteressierte und viele Junge begrüssen. Bis in die späten Abendstunden wurden interessante Gespräche geführt und ab und zu sogar noch politisiert. Ein herzliches Dankeschön geht an die Familie Bräm, die wie jedes Jahr ihre Räumlichkeiten uns für diesen schönen Anlass zur Verfügung stellte. Dieses Jahr konnten wir unsere Veranstaltung sogar in der neu errichteten Scheune durchführen – indirekt war dies schon die 1. Einweihung. Den jungen Helferinnen und Helfern gilt ein besonderer Dank. Sie haben geschaut, dass alle zu ihrer besten Zufriedenheit verpflegt worden sind. Die Grillmeister Koni Lips und Alfons Florian grillierten die hofeigenen Würste. Wir freuen uns

Gut besucht, trotz kaltem und nassem Wetter.
heute schon auf den 1. Mai 2017 und hoffen, dass alle den Termin dieses traditionellen Anlasses in ihren Agenden eingetragen haben.
Für den Vorstand SVP













































