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AZA CH -8600 Dübendorf P. P. / Journal Post CH AG
Freitag, 9. Oktober 2026 | Nr. 41 | 68. Jahrgang
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Kein politischer Islam auf dem Pausenhof von Therese Schläpfer
Der Boden setzt die Grenze von Tobias Weidmann
SVP rettet Dübendorfs beliebtesten Parkplatz von Orlando Wyss
SVP-Politik beschäftigt unsere Jungen von Marc Wachter
Rickli, Stocker und Hübscher in Geroldswil
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DIE EU-KOMMISSION SOLL UNSER NEUER GESETZGEBER WERDEN
Das Kernproblem des Unterwerfungsvertrages: Die dynamische Rechtsübernahme 1999 und 2004 hatte die Schweiz mit der Europäischen Union jeweils ein Vertragspaket abgeschlossen. Diese Bilateralen I und II waren – mit Ausnahme von Schengen/ Dublin – statisch, wie das jeder Vertrag ist: Der Rechtsinhalt ist klar und jede Änderung bedarf der expliziten Zustimmung beider Vertragsparteien.
mit vorab vereinbarten, rechtlich erzwingbaren Ausgleichsmassnahmen sanktioniert wird.» Der Rechtsakt aus Brüssel wird im Gegensatz zu heute direkt und verbindlich anwendbar.
Der Stimmbürger im Würgegriff der EU In der Tat sind bei einer Weigerung der Schweiz, ein neues Gesetz zu übernehmen, «Ausgleichsmassnahmen» vorgesehen. Diese sollen die Vorteile, welche der Schweiz durch die Nichtübernahme einer Regel entstehen würden, ausgleichen. Das sind Sanktionen, um von der Schweiz Wohlverhalten, ja Gehorsam einzufordern. Dazu der Ausserrhoder FDP-Ständerat Andrea Caroni: «Sie können Verträge immer verletzen. Neu ist, dass quasi der Gerichtsmechanismus auch schon definiert ist. Es ändert nichts daran, dass Sie im Grundsatz beschliessen, auch künftige Anpassungen in diesem Bereich zu übernehmen. Und wenn Sie das nicht tun, hat es Konsequenzen, und das hat eine neue Qualität.» Wir sagen ganz klar NEIN zum EU -Unterwerfungsvertrag.
Bild: SVP Kanton Zürich
Der grosse Verlust an eigenem Brüssel will nun keine zweiseitigen Beziehungen mehr. Das Kernstück des Rahmenabkommens, irreführenderweise als «Bilaterale III» bezeichnet, ist die sogenannte «dynamische Rechtsübernahme»: Brüssel beschliesst neues Recht, Bern übernimmt, und das laufend. Das ist die Dynamik. Und dieser Mechanismus ist völlig neu. So wissen wir heute nicht, was morgen unsere Gesetze sein werden. Das ist «der verheerende Konstruktionsfehler in diesem Vertrag», wie der Walliser Mitte-Vertreter Beat Rieder in der ständerätlichen Debatte letzte Woche
treffend ausführte. Keine Firma und kein Bürger würden einen Vertrag eingehen, bei dem eine Seite die Spielregeln einseitig verändern kann. Und ganz sicher würde auch kein Konzern aus dem economiesuisse-Umfeld Verträge mit Kunden und Lieferanten eingehen, wenn diese den Inhalt jederzeit, einseitig und verbindlich abändern dürften.
Die EU -Kommission wird unser zusätzlicher Gesetzgeber In zentralen Bereichen wird Schweizer Recht künftig direkt durch EU-Recht ersetzt, nämlich insbesondere bezüg-
lich Personenfreizügigkeit, Lebensmit- Gestaltungsspielraum telrecht, Strom und Gesundheit. EU - Diese Europäisierung der Gesetze geht Turbos argumentieren an dieser Stelle, zulasten der Mitsprache der Schweizer die Schweiz würde seit 25 Jahren EU- Bürgerinnen und Bürger, denn wir werRecht autonom nachvollziehen. Dazu den bei Abstimmungen nicht mehr nochmals Ständerat Rieder: «Der Unter- gleich frei sein, im Wissen darum, dass schied ist rechtlich erheblich. Autono- Strafen drohen. Dazu Ständerat Rieder: mer Nachvollzug ist im Gegensatz zur «Formell ist eine Weigerung zur Überdynamischen Rechtsübernahme eine nahme zwar möglich, der ausländische einseitige und jederzeit punktuell durch Gesetzgeber hätte aber über die Ausdieses Parlament widerrufbare Entschei- gleichsmassnahmen und Sanktionen didung. Die im vorliegenden Paket vor- rekten Einfluss auf diesen Prozess. Eine gesehene dynamische Rechtsübernah- solche Konstruktion ist weder mit dem me ist demgegenüber eine vertragliche Demokratieprinzip noch mit dem ReVerpflichtung, deren Nichteinhaltung ferendumsrecht vereinbar.»
Werden Entscheide zunehmend in der Zentrale der EU gefällt, würden sich die Bürger von Gemeinde, Kanton und Bund entfremden, weil sie keinerlei Einfluss mehr haben. So schwindet auch die Akzeptanz, neues Recht zu akzeptieren, mit dem man nicht einverstanden ist. Und nochmals der Walliser Mitte-Ständerat Rieder: «Das zentrale Argument gegen diesen Vertrag ist, dass er aufgrund der Konzeption der dynamischen Rechtsübernahme die Souveränität und die föderale, bürgernahe, weltweit einmalige direkte Demokratie unseres Landes mit den Jahren zerstören wird.» Oder wie es der ehemalige SP-Nationalrat Rudolf Strahm ausdrückt: «Das hat tiefgreifende Auswirkungen auf das Referendumsrecht, auf die Formulierung von Volksinitiativen und auf die künftigen Entscheidungskompetenzen des Parlaments.» Warum ist die Schweiz erfolgreicher als andere? Weil wir unsere Regeln selbst bestimmen und so die besseren Rahmenbedingungen setzen können. Der Brüsseler Machtapparat duldet aber keine Wettbewerbsvorteile für die einen, schon gar nicht für die Schweizer: Das ist das Gegenteil unseres bisherigen Wohlstandsrezepts. Der Vertrag umfasst 2228 Seiten und hat Verweise auf rund 20 000 Seiten Regulierung, mit der unser Wohlstand abgewürgt und unsere direkte Demokratie schwer beschädigt wird.
Barbara Steinemann Nationalrätin SVP Watt-Regensdorf
2 EIDGENÖSSISCHE POLITIK
Der Zürcher Bote | Nr. 41 | Freitag, 9. Oktober 2026
KEINE TOLER ANZ DEN INTOLER ANTEN
Christoph Mörgeli
Das Schulareal als Ort der Machtdemonstration Die Kopftuch-Debatte in Zürich veranlasst mich, die Geschichte einer besorgten Grossmutter zu teilen.
Gelogen in Wort und Schrift Peter A. Fischer, «Chefökonom» der «NZZ», schreibt über die Anbindung der Schweiz an die Europäische Union: «Diese Verträge bieten der Schweiz die Möglichkeit, den bilateralen Weg mit der EU weiterzugehen.» In Wahrheit beharren die EU -Verantwortlichen seit Jahren darauf, keine neuen bilateralen Verträge mit der Schweiz mehr abzuschliessen. Stattdessen wollen sie die «institutionellen Fragen» ein für alle Mal klären. Konkret fordert Brüssel die automatische Übernahme von
Therese Schläpfer Nationalrätin SVP Hagenbuch
Im Rahmen der Debatte um das Tragen des Kopftuchs an Schulen erreichte mich eine E-Mail einer besorgten Grossmutter. Sie lobte den Mut und das Vorgehen des Egerkinger Komitees, über die Zeichen des politischen Islams zu debattieren und zu handeln. Was ihrem Enkel kürzlich passiert ist, bestärkt uns darin. Die Geschichte ist ein eindeutiges Zeichen eines Machtanspruchs des politischen Islams.
Unterdrückt im eigenen Land Sie beschreibt mir eine bedeutende Begebenheit in einer 5. Klasse einer Primarschule im Raum Zürich während des diesjährigen Ramadans. Ein paar christliche Buben, darunter ein Gross-
kind von ihr, assen ihren Znüni auf dem Pausenplatz. Eine Gruppe Muslimbuben machte sie an: «Hey, es ist Ramadan, ihr dürft nichts essen!» Sie wehrten sich verbal. Darauf wurden sie an den Rand des Pausenplatzes abgedrängt. Sie erzählten den Vorfall der Lehrerin und die sagte nur: «Ja, dann esst ihr halt im Versteckten.» Das ist Unterdrückung! Der Vater des oben erwähnten Jungen erklärte der Grossmutter dann, dass Lehrerinnen, welche kein Kopftuch tragen, keine andere Option hätten, da sonst die muslimischen Väter zusammen bei der Lehrerin vorstellig geworden wären. Das nachgiebige Verhalten der Lehrerin sendet für die muslimischen Buben mit ihren Vätern eine unmissverständliche Botschaft aus: Sie haben die Konfrontation gewonnen! Für mich ist das ein gezieltes Ausnützen unserer Toleranz – eines unserer westlichen Werte, auf den wir als christliche Gesellschaft stolz sind und den wir hochhalten. Mit unserer Toleranz und
der Religionsfreiheit öffnen wir dem politischen Islam Tür und Tor zur Unterdrückung und Übernahme unserer christlich-abendländischen Kultur. In unserer christlichen Denkweise gehen wir davon aus, dass alle Menschen so lieb und nett sind wie wir selber. Das ist ein grosser Fehler und etwas naiv. Passen wir auf, dass diese Naivität nicht in Dummheit endet. Keine Toleranz den Intoleranten! Wir wollen keine kopftuchtragenden Lehrerinnen. Das ist ein untrügliches Zeichen des politischen Islams und will den Kindern einprägen, dass dies nor-
«Unsere Schulen dürfen religiösem Druck nicht nachgeben!» mal sei. Sie würden sie ja täglich stundenlang vor sich sehen. Ob die jungen Frauen ein Kopftuch aus religiöser Überzeugung tragen oder als offensichtliches Zeichen des Islams, weiss ich nicht.
Die Begebenheiten im Iran zeigen jedoch, dass viele Frauen ihr Kopftuch ablegen möchten. 150 Jahre haben Frauen hier für ihre Emanzipation und Gleichberechtigung gekämpft.
Negativbeispiele als Warnung Wir wollen uns nicht in die gleiche Richtung wie Deutschland und Österreich (insbesondere Wien) entwickeln. Solches Auftreten dürfen wir uns in unserem christlichen Land nicht gefallen lassen. In Deutschland gibt es genügend Beispiele, wo muslimische Schüler Macht ausüben und andere Kinder unter Druck setzen – im Speziellen die Mädchen, wenn sie sich nicht muslimisch kleiden, aber auch Buben, welche unter Gewaltandrohung gezwungen werden, zum Islam zu konvertieren. Dort, wo in einigen Städten der Muezzin mit Lautsprechern vom Minarett über die Stadt ruft. An dieser Stelle danke ich der Bevölkerung, dass das Minarettverbot angenommen wurde! Der Kampf geht weiter, dazu wünsche ich uns allen viel Kraft, Standhaftigkeit und Weisheit!
künftigem und früherem EU -Recht und die Interpretationsgewalt
GEDANKEN ZUR NEUTR ALITÄT
durch EU -Richter. Die Europäische Union erlaubt der Schweiz keine Rechtsentwicklung zwischen Gleichberechtig-
Misst sich unsere Neutralität an unseren Freunden? Nach der Abstimmung über die Neutralitätsinitiative lohnt es sich, einige grundsätzliche Fragen zu stellen.
ten, s ondern verlangt die Unterordnung. Bereits am 8. Dezember 2008 hielt der EU -Ministerrat bezüglich der Beziehungen zur Schweiz fest, dass die Teilnahme am europäischen Binnenmarkt die einheitliche und gleichzeitige A nwendung und Interpretation der EU -Regeln erfordere. Die EU -Länder sprachen von einem Rahmenabkommen mit der Schweiz, das die «Übernahme des gemeinschaftlichen Besitzstandes bei allen Abkommen sowie einen Mechanismus beinhalten [soll], mit dem die regelmässige Aktualisierung und
Heinrich Vettiger Stadtrat SVP Wetzikon
Der Bundesrat hat nach dem völkerrechtswidrigen russischen Angriff auf die Ukraine die Sanktionen der Europäischen Union übernommen. Er sagt selbst, dass die Übernahme von EU Sanktionen nicht automatisch erfolgt, sondern von Fall zu Fall nach einer Interessenabwägung entschieden wird. Genau hier beginnt die Grundsatzfrage. Nicht nur Russland, sondern auch andere mächtige Staaten haben in den vergangenen Jahrzehnten das Völkerrecht mit Füssen getreten und sind militärisch in andere Länder einmarschiert.
einheitliche Auslegung dieser Abkommen gewährleistet wird». Seit 2008 ist es also der erklärte Wille der Europäischen Union,
«Neutralität ist weit mehr als eine juristische Definition. Sie muss berechenbar sein.»
in den Beziehungen zur Schweiz einen einheitlichen Rechtsraum zu schaffen. Auch die EU -Kommissarin Viviane Reding sprach 2014 Klartext: «Ich bin seit längerem der Meinung, dass der Weg der bilateralen Vereinbarungen ausgedient hat.» Sogar Aussenmi nister Ignazio Cassis räumte ein, dass das Wort «bilateral» in Brüssel unerwünscht sei und nicht gerne gehört werde, «weil es suggeriert, dass die Schweiz einen Sonderstatus hat». Entweder nehmen Peter A. Fischer und die «NZZ» die EU nicht ernst. Oder man will täuschen und nimmt damit die Schweizer Bürger nicht ernst. Das einzig ungewollt Wahrhaftige an Fischers Beitrag ist der Titel: «Das grosse Missverständnis». Der europäische Kleinstaatler Goethe sagte es so: «Habt ihr gelogen in Wort und Schrift / Andern ist es und euch ein Gift.»
Weshalb reagierte die Schweiz darauf nicht mit vergleichbaren Massnahmen? Wenn der Bundesrat unsere Neutralität glaubwürdig vertreten will, muss er
erklären können, nach welchen Kriterien er in solchen Fällen entscheidet und weshalb offenbar nicht immer dieselben Massstäbe gelten.
Gleiche Massstäbe für alle Staaten? Die Gegner der Initiative – einschliesslich des Bundesrates – führten zweifellos einen wesentlich geschickteren Abstimmungskampf. Statt über das institutionelle Wesen der Neutralität zu diskutieren, wurde die Diskussion auf die moralische Ebene verlagert: Wer ist Aggressor, wer Opfer, wer steht auf der guten Seite und wer unterstützt das Böse? Für den einzelnen Bürger ist eine solche moralische Beurteilung selbstverständlich legitim. Er darf Russland als Aggressor bezeichnen und dessen Angriff verurteilen. Aber gelten für einen Staat, der den Anspruch erhebt, neutral zu sein, dieselben Kriterien? Besteht der eigentliche Sinn staatlicher Neutralität nicht gerade darin, unabhängig davon, wer Freund, Partner oder Gegner ist, nach denselben Regeln zu handeln? Neutralität ist weit mehr als eine juristische Definition. Sie muss berechenbar sein. Ihren aussenpolitischen Wert besitzt sie nur so lange, wie sie von den Konfliktparteien auch als solche wahr-
genommen und anerkannt wird. Der Bundesrat mag die Schweiz hundert Mal für neutral erklären – entscheidend ist letztlich nur, ob andere Staaten uns diese Neutralität noch abnehmen.
Die Medien müssen kritisch hinterfragen Auch die Rolle der Medien verdient deshalb eine kritische Betrachtung. Journalisten dürfen selbstverständlich eine eigene Meinung haben. Die Aufgabe der Medien kann aber nicht darin bestehen, im Gleichschritt mit dem Bundesrat zu argumentieren. Ihre Aufgabe als vierte Macht im Staat wäre es vielmehr gewesen, die entscheidenden Fragen kritisch von allen Seiten zu beleuchten: Was bedeutet Neutralität auf staatlicher Ebene? Wo liegen ihre Grenzen? Und welche langfristigen Konsequenzen entstehen für die Schweiz, wenn Konfliktparteien die Schweiz nicht mehr als neutral wahrnehmen?
Offene Fragen Die Neutralitätsinitiative ist mit rund 70 Prozent Nein-Stimmen deutlich gescheitert. Das demokratische Verdikt ist eindeutig und zu respektieren. Damit ist die Diskussion über die künftige Auslegung unserer Neutralität aber keineswegs beendet.
Gerade die Initianten sollten deshalb die weitere Entwicklung aufmerksam verfolgen. Nicht mit dem Ziel, den verlorenen Abstimmungskampf einfach fortzusetzen, sondern um kritisch darauf zu achten, wie der Bundesrat die Neutralität künftig auslegt und welche aussenpolitischen Folgen daraus für unser Land entstehen. Entscheidend muss sein, dass die Neutralität der Schweiz langfristig nützt und nicht durch eine immer weitergehende politische Auslegung ihren eigentlichen Wert verliert. Die entscheidende Frage nach diesem Abstimmungssonntag bleibt deshalb: Misst der Bundesrat unsere Neutralität
«Entscheidend muss sein, dass die Neutralität der Schweiz langfristig nützt.» an allgemein gültigen Grundsätzen – oder daran, wer vermeintlich unsere Freunde und wer unsere Gegner sind? Ich bin überzeugt, dass wir erst in einigen Jahren beurteilen können, was am 27. September 2026 tatsächlich gewonnen wurde. Die Gegner haben die Abstimmung deutlich gewonnen. Ob sie damit auch der schweizerischen Neutralität einen Dienst erwiesen haben – oder ob sie am Ende einen Pyrrhussieg errungen haben –, wird die Zukunft zeigen.
KANTON ZÜRICH 3
Der Zürcher Bote | Nr. 41 | Freitag, 9. Oktober 2026
B E R I C H T AU S D E M K A N T O N S R AT
KO M M E N TA R Z U R K A N T O N S P O L I T I K
Der Boden setzt die Grenze
Prämienverbilligung: Milliardenkosten und ein Zürcher Sonderzüglein
Tobias Weidmann Kantonsrat und Fraktionspräsident SVP Hettlingen
Montag, 5. Oktober, Herbstferien und keine Kantonsratssitzung. Das macht den Weg frei, ein aktuelles Thema aufzugreifen … Was ist immer im Oktober / November aktuell? Die Krankenkassenprämien! Zuerst, weil die Anpassungen / Erhöhungen, durchschnittlich um fünf Prozent für 2027, von Bund und Kanton kommuniziert werden, und danach, wenn die Krankenkassen die neu berechneten Prämien 2027 mitteilen.
Lorenz Habicher Kantonsrat SVP Zürich
Das führt unweigerlich zur Diskussion über die steigende Prämienlast und mögliche Reduktion respektive individuelle Prämienverbilligung (IPV). Hier hat der Regierungsrat mit seiner Medienmitteilung vom 29. September 2026 schon einmal die Richtung vorgegeben. Rund 1,4 Milliarden Franken werden 2027 insgesamt für die Prämienverbilligung bereitgestellt. Davon sind rund 800 Millionen Franken für die IPV vorgesehen. Eine schier unglaubliche Zahl: 1,4 Milliarden! Solche Beträge kennt man nur durch Mega-Projekte oder immer wieder, wenn es um Schweizer Banken geht …
Doppelte Entlastung für die Stadt Zürich? Zudem hat das Stadtzürcher Stimmvolk am 30. November 2025 mit 56,4 Prozent die SP-Volksinitiative «Zur Entlastung der Bevölkerung von steigenden Krankenkassenprämien» angenommen und eine zusätzliche Entlastung beschlossen. Dazu hat der Stadtrat eine IPV-Vorlage mit geschätzten jährlichen Kosten von 20 bis 60 Millionen Franken an den Gemeinderat verabschiedet. Dieses städtische Vorgehen muss von der kantonalen Politik kritisch hinterfragt werden. Prämienverbilligungen sind nach dem Krankenversicherungsgesetz (KVG) Aufgabe des Bundes und der Kantone. Die Stadt Zürich hat für die Behandlung der SP-Volksinitiative ein Gutachten erstellen lassen, welches zum Schluss kommt, dass auch die Gemeinden eine finanzielle Verbilligung leisten können. Die kantonale Politik muss sich aber jetzt fragen, ob eine doppelte Prämienverbilligung für die städti-
sche Bevölkerung angebracht ist oder ob die Prämienregion der Stadt Zürich nun separat angeschaut werden muss. Es ist richtig, dass Menschen in bescheidenen Verhältnissen von der steigenden Prämienlast entlastet werden. Nur ein «Sonderzüglein» der Stadt Zürich, welche eine doppelte Entlastung verspricht, ist abzulehnen. Alle Steuerzahler im Kanton Zürich zahlen in den IPV-Topf ein. Alle Prämienregionen werden aus diesem Topf entlastet und wenn die Stadt Zürich eine zusätzliche Entlastung macht, dann darf diese nicht doppelt ausfallen. Im kantonalen Budget 2027, LG 6700 Krankenkassenprämien, sollten also mindestens 20 Millionen Franken eingespart werden.
Steigende Kosten, weniger Mittel für die IPV Zudem steigen die kantonalen Ausgaben im Jahr 2027 infolge der Prämienübernahme für vorläufig aufgenommene Personen sowie für Personen mit Schutzstatus S weiter an, da der Bund sich mit seinem Entlastungspaket (EP27) schon nach fünf anstelle von sieben Jahren aus der Finanzierung verabschiedet. Diese Mehrbelastung von rund 25 Millionen Franken geht zulasten der verfügbaren Mittel und steht der IPV für Personen in bescheidenen Verhältnissen einfach nicht mehr zur Verfügung. Hinzu kommen 53,5 Millionen Franken für die Prämienübernahme von
vorläufig aufgenommenen Personen. Von der Politik völlig unbeachtet bleibt die Tatsache, dass die Mehrheit dieser Bezüger noch nie ins System respektive in die Krankenkasse einbezahlt hat. Mit der Umsetzung des indirekten Gegenvorschlags zur nationalen «Prämien-Entlastungs-Initiative» und den erforderlichen Anpassungen ab 2028 werden zusätzliche Kosten anfallen. Die aktuellen Entwicklungen in der IPV zeigen, dass dieses System in Zukunft sehr herausfordernd sein wird. Der ursprüngliche Zweck der IPV – die finanzielle Entlastung von Personen in bescheidenen Verhältnissen – wird zunehmend verfehlt. Dass die Stadt Zürich mit ihrer Subvention auch Menschen mit kleinem Portemonnaie, unabhängig davon, ob sie IPV-berechtigt sind oder nicht, bis hin zu mittleren Einkommen entlasten will, zeigt, wie absurd das Vorhaben ist und dass eine mehrfache Entlastung unbedingt vermieden werden muss. Schliesslich müssen der IPV-Topf und die städtischen Krankenkassen-Subventionen durch Steuergelder finanziert werden.
Haben Sie Anspruch auf Prämienverbilligung? Finden Sie es heraus:
EU-PAKET
Die Zürcher Gemeindeautonomie ist gefährdet Das EU -Paket bildet eine grosse Gefahr für die Gemeindeautonomie im Kanton Zürich. Leider ist dies bis anhin kaum ein Thema. Wie üblich sind die Krankenkassenprämien auch dieses Jahr wieder gestiegen. Bild: Adobe Stock
Karl Spühler Alt Bundesrichter SVP Winterthur
WORTE DES PR ÄSIDENTEN DER WAHLKOMMISSION
Zürcher SVP überzeugt – vier Referenden in Folge gewonnen! Die Zürcher SVP gewinnt Referendumsabstimmungen vor dem Volk. Diesen Schwung müssen wir in die Wahlen mitnehmen. Im Zürcher Kantonsrat besteht zwischen den Linken und den Bürgerlichen ein Patt. Beide Lager haben aktuell 90 Sitze. Deshalb müssen wir uns auf die Anwesenheit der bürgerlichen Politiker an den Ratssitzungen verlassen können. Schon eine einzige Abwesenheit kann die Steuerzahler teuer zu stehen kommen. Leider gibt es auch Situationen, in denen selbst die vollständige Anwesenheit nicht reicht: nämlich dann, wenn uns Teile der bürgerlichen Partner im Stich lassen. So mussten wir in dieser Legislatur bereits vier Referenden ergreifen. Parteileitung und Fraktion greifen zu diesem Mittel, wenn für den Kanton Zürich besonders viel auf dem Spiel steht. Dabei ging es um «Stipendien für vorläufig Aufgenommene», «Netto-Null bis 2040», die «Individuelle Prämienverbilligung» und zuletzt um das «Lehrpersonalgesetz». Bei allen vier Vorlagen haben die Kampagnen der SVP gegriffen. Wir haben gewonnen und die Bürgerinnen und Bürger des Kantons Zürich davon überzeugt, diese Vorla-
Wir erinnern uns an den Abstimmungskampf zur Nachhaltigkeitsinitiative. Das wichtigste Argument der Gegner lautete: Eine feste Grenze bei 10 Millionen sei zu starr. Die Initiative wurde im Juni abgelehnt, die Platzfrage bleibt. Denn eine Grenze gibt es trotzdem. Setzen wir sie nicht selbst, setzt sie uns der Boden. Eine politische Grenze lässt Spielraum. Eine natürliche Grenze hingegen erreicht man, wenn es keinen Spielraum mehr gibt. Wie nah diese Grenze liegt, zeigt die Antwort des Regierungsrates auf eine Anfrage von EDU- und SVP-Kantonsräten (KR-Nr. 244/2026). 93 Prozent der Zürcher Bauzonen sind überbaut. Auf dem restlichen Bauland finden noch 100 000 Personen Platz. Weitere 200 000 Menschen könnten durch Verdichtung in bestehende Quartiere gepresst werden. Die gesamte Reserve reicht also für rund 300 000 zusätzliche Einwohner. Wofür verbrauchen wir diesen Platz? Seit der vollen Personenfreizügigkeit 2007 waren rechnerisch über 90 Prozent aller neuen Wohnungen im Kanton nötig, nur um die Zuwanderer unterzubringen. Vor 2007 war es rund die Hälfte. In fünf Jahren reicht nicht einmal der gesamte Neubau. Unseren endlichen Boden verbauen wir also fast vollständig für die Zuwanderung. Bis 2055 erwartet der Bund im mittleren Szenario 300 000 zusätzliche Einwohner, also genau so viele, wie Platz haben. Selbst die Stadt Zürich mit der grössten
Reserve kommt damit nicht aus. Für das hohe Szenario reicht der Platz laut Regierung nicht. Schwarzmalerei ist das nicht: Die Zuwanderung hat bisher selbst die höchsten Annahmen des Bundes übertroffen. Im Jahr 2000 rechnete das höchste Szenario für heute mit acht Millionen Einwohnern. Heute sind es über neun Millionen. Wiederholt sich das, ist die Zürcher Reserve um das Jahr 2040 aufgebraucht. Schon die heutige Reserve von 300 000 Plätzen beruht auf massiver Verdichtung. Zwei Drittel davon entstehen nicht auf der grünen Wiese, sondern in unseren Wohnquartieren. Wer mehr Wachstum will, muss noch dichter bauen. Dazu will der Regierungsrat die Gemeinden bei den nächsten Zonenrevisionen auffordern. Gleichzeitig räumt er ein, dass Verdichtung schon heute zunehmend auf Widerstand stösst. Die Bevölkerung spürt, dass jede Aufzonung ein Stück Lebensqualität kostet. Wann ist genug? Die Rezepte der anderen Parteien lösen das Problem nicht. FDP und Mitte setzen auf «bauen, bauen, bauen». Das schafft kurzfristig Wohnungen, bringt uns aber nur schneller an die Grenze. Die Linke setzt auf mehr staatliche Regulierung des Wohnungsmarkts. Das macht den knappen Boden nicht grösser, sondern verteuert ihn für die Allgemeinheit. Die 10-Millionen-Grenze hätte das Wachstum entschleunigt. Sie hätte uns Zeit gegeben, mit Boden, Strassen, Schulen und Spitälern haushälterisch umzugehen. Stattdessen verscherbeln wir unsere Reserven im Eiltempo. Staus, volle Züge und steigende Mieten sind keine Zufälle. Sie sind die Vorboten einer Grenze, die wir nicht mehr selbst bestimmen. Die Obergrenze kommt trotzdem. Nicht an der Urne, sondern auf dem Bauplatz.
gen abzulehnen und damit Schaden durch linke Politik abzuwenden.
Mehr Sitze, weniger Korrekturen Diese Referendumsabstimmungen zeigen: Die Zürcher SVP überzeugt. Dieses Vertrauen müssen wir nun auch in den anstehenden Kantons- und Regierungsratswahlen in Stimmen umsetzen. Je mehr Sitze wir im Kantonsrat gewinnen, desto eher können wir Fehlentwicklungen bereits im Rat stoppen. Was wir heute mit Referenden korrigieren müssen, wollen wir künftig im Kantonsrat verhindern. Deshalb muss die SVP zulegen. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen jeder Bezirk und jeder Kandidat aufzeigen, was die Linken in ihrem Wahlkreis anrichten wollen und welche Folgen dies für die Bevölkerung hätte. Gleichzeitig müssen wir klar sagen, welche Lösungen die SVP für die Probleme vor Ort anbietet. Die Kantonalpartei wird sich parallel zu den Kampagnen der Bezirke den Themen widmen, die den ganzen Kanton und die Schweiz betreffen. Dazu gehören ungenügende Deutschkenntnisse beim Schuleintritt, das Kopftuch in der Schule, die ungesteuerte Zuwanderung und die drohende EU-Unter-
werfung. Gerade Letztere hätte dramatische Auswirkungen auf den Kanton Zürich und die Schweiz. Mit überzeugenden Argumenten und dem grossen Einsatz unserer Kandidaten, Bezirke und Sektionen werden wir die Wahlen gewinnen.
Am 22 . Oktober eröffnen wir den Wahlkampf Marcel Dettling, Natalie Rickli, Martin Hübscher und Domenik Ledergerber werden zu uns sprechen. Musik, Essen und Getränke gehören ebenfalls dazu. Ein Abend, wie wir ihn in unserer SVP lieben: Wir arbeiten hart und vernachlässigen das Gesellige nicht. Alle SVP-Mitglieder und Sympathisanten sind herzlich eingeladen, an diesem Abend mitzufeiern. Melden Sie sich heute noch an – ganz einfach auf der Webseite oder via QR-Code auf Seite 1!
von Patrick Walder
Doch ich rufe Euch zu: Noch ist es Zeit, um Einhalt zu gebieten. Wacht aber schnell auf! Sonst ist es z.B. damit vorbei, dass jede Gemeinde und jede Stadt im Kanton Zürich jeweilen Ende Jahr ihren Steuerfuss demokratisch selbst bestimmen kann. Die Zürcher Kantonsverfassung und das Zürcher Gemeindegesetz gewähren den Gemeinden verhältnismässig grosse Autonomie. Dies ist für die Demokratie von ganz erheblicher Bedeutung, und zwar seit der Kantonsverfassung vom Jahr 1869. Das EU -Paket stellt dies infrage, sodass es auch hier gilt: «Hüte Dich vor Brüssel!»
«EU -Gemeindeautonomie» ist keine echte Autonomie Der EU ist die Gemeindeautonomie, wie sie die Schweiz kennt, fremd. Es wird zwar von «Selbstverwaltungsrecht der Gemeinden» gesprochen. Die EU-Organe haben aber keine Ahnung davon, dass die schweizerische Gemeindeautonomie und vor allem die Gemeindeautonomie des Kantons Zürich etwas ganz Besonderes sind. Den EU-Organen der EU-Ge-
setzgebung und ihren Gerichten sind sowohl der Begriff als auch der Inhalt unserer Gemeindeautonomie unbekannt. Es wird nur von «Selbstverwaltungsrecht» gesprochen. Das ist kein Begriff demokratisch-rechtsstaatlicher Natur. Es ist ein Begriff, in welchem Bürokratie und blosse Verwaltung die Oberhand haben. Die EU-Organe orientieren sich nämlich vor allem an der «Europäischen Charta für kommunale Selbstverwaltung» des Europarates. Schon deren Wortlaut kennt das Wort «Gemeindeautonomie» nicht. Der inhaltliche Tenor ist gänzlich auf Verwaltung und Bürokratie gerichtet. Der ganze Erlass strotzt davon und basiert nicht auf demokratischem Denken, wie es hierzulande Alltag bildet.
Die dynamische Rechtsübernahme lässt grüssen Das künftige EU-Recht wird die erwähnte Charta und deren Denken weiterhin zum Vorbild haben. Es wird über das schweizerische Bundes- und Kantonalrecht auch auf die zürcherische Gemeindeautonomie durchschlagen. Der Bundesrat hat dies weitgehend verkannt. Unsere Gemeinden und vor allem auch der zürcherische Verband der Gemeindepräsidenten sollten erwachen. Die dynamische Rechtsübernahme wird ansonsten unsere direkte zürcherische Demokratie schleichend zerstören.
Die SVP des Kantons Zürich auf Facebook www.facebook.com/svpzuerich
4 AKTUELL
Der Zürcher Bote | Nr. 41 | Freitag, 9. Oktober 2026
ALTR ÄTETREFFEN 2026
LESERBRIEF
Ständerat Jositsch
Eindrücklicher Einblick in das WIN4 Zur traditionellen Zusammenkunft der ehemaligen Mitglieder des Kantonsrates, Regierungsrates, Nationalrates, Ständerates und Bundesrates der Zürcher SVP trafen wir uns dieses Mal im WIN4. Nach einem Begrüssungskaffee mit Gipfeli hiess uns der Verwaltungsratspräsident Peter Uhlmann willkommen. In einem eindrücklichen Film zeigte er auf, was hier in den vergangenen Jahren mit viel privater Initiative und beträchtlichen Investitionen entstanden ist. Anschliessend erhielten wir, aufgeteilt in zwei Gruppen, einen interessanten Einblick in die weitläufige Anlage. Dabei wurde sichtbar, wie im WIN4 vier unterschiedliche Gruppen und Nutzungen unter einem Dach vereint werden. Auf einer Fläche von rund 26 000 Quadratmetern ist ein eigentliches Sport-, Bildungs- und Begegnungszentrum entstanden. Besonders eindrücklich sind die damit verbundenen Zahlen: Über 100 Arbeitsplätze wurden geschaffen und mehr als 500 Schülerinnen und Schüler gehen hier ein und aus.
50 junge Menschen auf dem Zürichsee zeigten: Das Interesse an Politik ist da und die Bereitschaft, unsere Zukunft mitzugestalten, ebenso. Am Mittwoch, 30. September 2026, lud die SVP Bezirk Meilen zur jährlichen Schifffahrt ein. Das Organisationskomitee mit Bezirkspräsident und Kantonsratskandidat Marc Wachter sowie Ausschussmitglied Aaron Gafner widmete den Abend ganz der jungen Generation. Bereits am Bürkliplatz herrschte eine fröhliche, erwartungsvolle Stimmung. Kaum waren die rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zwischen 16 und 35 Jahren an Bord, kamen die Gespräche in Fahrt. Diskutiert wurde über das, was uns Junge beschäftigt: das Leben im Bezirk Meilen, politische Entwicklungen und die Zukunft der Schweiz.
Private Initiative mit grosser Wirkung
Beim Apéro vor dem Mittagessen durften wir Kantonsratspräsidentin Romaine Roggenmoser begrüssen, die uns die Grüsse des Kantons überbrachte. Kantonsrat und Fraktionspräsident Tobias Weidmann würdigte die grosse politi-
Andreas Knöpfel, Meilen
Junge Stimmen, frische Ideen und viel Zuversicht
Bemerkenswert ist auch die Vielseitigkeit der Anlage. So können sich selbst kleinere Vereine für einen besonderen Anlass eine Halle mit rund 2000 Sitzplätzen leisten. Gleichzeitig bieten die hervorragenden Trainingsmöglichkeiten beste Voraussetzungen für den Spitzensport und tragen dazu bei, sportliche Erfolge nach Winterthur zu holen. In der AXA ARENA ist unter anderem der Handballclub zu Hause. Auch Spitzenschwinger Samuel «Sämi» Giger nutzt die Trainingsmöglichkeiten im WIN4 und trainiert dort Kraft und Geschwindigkeit.
Politischer Austausch und persönliche Begegnungen
Ferner hat er damit ein klares Zeugnis darüber abgelegt, dass er sich für die Einschränkung unserer föderalistischen Staatskultur mit ihrer Kantonsund Gemeindeautonomie einsetzt, also willens ist, in verfassungswidriger Weise die vertikale Gewaltenteilung ausser Acht zu lassen. Bei den nächsten Ständeratswahlen möge man sich daran erinnern.
SVP BEZIRK MEILEN
Beste Voraussetzungen für den Sport
WIN4 zeigt auf diesen 26 000 Quadratmetern exemplarisch, was private Initiative und Unternehmertum bewirken können. Hier wurde eine bedeutende Infrastruktur geschaffen, ohne dass die Allgemeinheit die Investitionskosten tragen musste. Im Gegenteil: Die öffentliche Hand profitiert zusätzlich von den Baurechtszinsen. Das Projekt zeigt eindrücklich, wie die Privatwirtschaft mit Unternehmergeist, Eigenverantwortung und der Bereitschaft, auch Risiken zu übernehmen, grosse Vorhaben realisieren kann. Und die Entwicklung geht weiter. Beim geplanten neuen Gebäude sind die Aushubarbeiten bereits im Gang. Entstehen soll dort unter anderem ein Hallenbad mit drei voneinander getrennten Becken. Die Eigentümer zeigten sich zuversichtlich, dass auch dieses grosse Projekt wirtschaftlich tragbar realisiert werden kann.
Auch im Kreis der SVP-Wähler gibt es nicht wenige, die Jositsch für wählbar erachten. Im Ständerat hat er in den vergangenen Tagen nun aber den Offenbarungseid abgelegt, dass er das nicht ist. Als EU-Turbo hat er gegen das obligatorische Referendum gestimmt, obwohl der «Stand Zürich» sich in dieser Frage zur Enthaltung entschieden hat. Als Vertreter des Standes Zürich wären Tiana Angelina Moser und Daniel Jositsch im Sinne ihrer Aufgabe verpflichtet gewesen, dem nachzufolgen.
Das Projekt zeigt eindrücklich, wie die Privatwirtschaft mit Unternehmergeist, Eigenverantwortung und der Bereitschaft, auch Risiken zu übernehmen, grosse Vorhaben realisieren kann. Bild: SVP Kanton Zürich
sche Erfahrung, die bei dieser Zusammenkunft ehemaliger Mandatsträger vereint war. Parteipräsident Domenik Ledergerber ging auf die aktuelle politische Situation ein und zeigte auf, wo
«WIN4 zeigt auf, was private Initiative und Unternehmertum bewirken können.» die SVP aus seiner Sicht gefordert ist und welche politischen Ziele sie weiterverfolgen will. Auch die jüngsten Abstimmungserfolge auf eidgenössischer und kantonaler Ebene gaben Anlass zur Freude und zeigten, dass die Positionen der SVP bei verschiedenen Vorlagen eine Mehrheit der Stimmberechtigten fanden. Anschliessend durften die Teilnehmer im eigenen Restaurant im Gebäudepark ein feines und reichhaltiges Mittagessen geniessen. Das ausgezeichnete Menü bot gleichzeitig Gelegenheit, sich
in gemütlichem Rahmen auszutauschen, alte Bekanntschaften zu pflegen und über politische wie auch persönliche Themen zu diskutieren. Bestens organisiert wurde der Anlass von Theres Weber-Gachnang, Ueli Betschart und Felix Hess, die mit viel Engagement für einen reibungslosen Ablauf sorgten. Theres Weber-Gachnang verdankte zudem die einzelnen Referate und überreichte den Referenten jeweils ein kleines Präsent als Zeichen der Wertschätzung. Gegen 15.00 Uhr ging eine interessante und abwechslungsreiche Zusammenkunft zu Ende. In Erinnerung bleiben die eindrücklichen Einblicke in ein aussergewöhnliches privatwirtschaftliches Projekt, interessante politische Informationen und vor allem auch die wertvollen persönlichen Gespräche unter langjährigen Weggefährten.
Mitreden und Verantwortung übernehmen Marc Wachter eröffnete den Abend mit einer klaren Botschaft: Politik betrifft uns täglich. Vom Frühstück bis zum Blick auf die Lohnabrechnung. Deshalb lohnt es sich, mitzureden und Verantwortung zu übernehmen. Er ermutigte die Anwesenden, sich in den Ortssektionen und im Bezirk zu engagieren. Mit dabei waren auch Tumasch Mischol, Domenik Ledergerber, Sibylle Lehner, Raphael Bürgi und Tobias Freitag. Bei einer Bratwurst vom Grill und Wein aus Stäfa bot sich reichlich Gelegenheit,
Fragen zu stellen, Erfahrungen auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen. Anschliessend sprach Domenik Ledergerber über die kommenden politischen Herausforderungen, insbesondere die vorgesehenen Verträge mit der EU. Er erläuterte seine Bedenken und betonte, weshalb es sich aus seiner Sicht lohnt, für die Unabhängigkeit und Selbstbestimmung der Schweiz einzustehen. Für uns Junge geht es dabei um unsere eigene Zukunft und darum, Freiheit und Sicherheit zu bewahren.
Zuversicht für die Zukunft Was von diesem Abend bleibt, sind viele spannende Gespräche, neue Bekanntschaften und neue Mitglieder. Vor allem aber bleibt Zuversicht: Junge Menschen interessieren sich für Politik und wollen etwas bewegen. Nun braucht es eine ältere Generation, die uns fördert und Verantwortung zutraut. Wir Junge müssen diese Chancen nutzen. Wir haben Ideen, Energie und viel Zukunft vor uns. Gemeinsam möchten wir dazu beitragen, dass die Schweiz auch morgen frei, unabhängig, neutral und sicher bleibt. Aaron Gafner, Ausschussmitglied SVP Bezirk Meilen
Paul Mayer, Alt Kantonsrat SVP, Marthalen
MEDIENMIT TEILUNG DER SVP STÄFA Die SVP Bezirk Meilen widmete die Schifffahrt auf dem MS «Etzel» ganz der jungen Generation.
Mitte-Links entgleisen die Finanzen
Bild: zVg
Unterstützen Sie die SVP die SteuDen beleuchtenden Bericht und das Bud- lio einen jährlichen Verlust von über 3,4 Millionen Franken imsenken, Kampf fürUnterstützen Freiheit und Sicherheit Sie die SVP get hält die Gemeinde unter Verschluss, 500 000 Franken, was nach der aktuel- erzahler aber um 4,8 Millionen Franken im Kampf für Freiheit und Sicherheit die Bürgerinnen und Bürger können len Rechtsprechung des Bundesgerichts stärker zur Kasse bitten. Der Gemeinmit einer Spende! sich erst gegen Monatsende richtig in- und kantonalen Verwaltungsgerichts dehaushalt ist in den letzten fünf Jahren Mit grosser Sorge nimmt die SVP Stäfa die MM der Gemeinde zur Kenntnis, mit der sie das beantragte Budget und den Steuerfuss 2027 zuhanden der Gemeindeversammlung vom 30. November 2026 ankündet.
formieren. Was aber schon jetzt auffällt: Für 2026 wurde ein Aufwand von 176 Millionen Franken budgetiert. Kein Wort wird nun in der Finanzvorlage 2027 über die aktuelle Hochrechnung für 2026 verloren. Was hat der Gemeinderat zu verbergen? Auf 2026 hin wurde der Steuerfuss gegen den Widerstand der SVP um fünf Prozentpunkte erhöht. Die SVP verlangte eine rigorose Aufgabenüberprüfung und endlich eine korrekte Bewirtschaftung des Finanzvermögens. Die Gemeinde erwirtschaftet aktuell mit ihrem Immobilienportfo-
gesetzeswidrig ist. Vor einem Jahr versprach der Gemeinderat: «Der Finanzhaushalt der Gemeinde (muss) in den nächsten Jahren sehr sorgfältig bewirtschaftet werden. Eine ständige Aufgabe aller Verantwortlichen wird sein, das jährliche Budget auf weitere, vor allem kurz- und mittelfristige Einsparmöglichkeiten zu untersuchen.» Die vom Gemeinderat eingesetzte Finanzberatungsfirma empfahl fünf Sparmassnahmen sowie Steuer- und Gebührenerhöhungen. Im Budget 2027 will der Gemeinderat nun die Kosten um
mit einer Spende!
von 125 Millionen auf 176 Millionen Franken um rekordverdächtige 41 Prozent gestiegen. Die Gemeinde hat ein Ausgaben-, nicht ein Einnahmenproblem. Der Gemeinderat nimmt seine Verantwortung nicht wahr, wenn er nun pauschal substanzielle Einsparungen mit «spürbarem Leistungsabbau» verknüpft. Die Gemeinde hat in den letzten Jahren über ihre Verhältnisse gelebt und svp.ch/mitmachen/spenden Provisorien errichtet, statt überfällige svp.ch/mitmachen/spenden Investitionen zu tätigen. Die SVP verlangt vom Gemeinderat endlich konkrete substanzielle Sparmassnahmen.
AKTUELL 5
Der Zürcher Bote | Nr. 41 | Freitag, 9. Oktober 2026
VERTR AGSPAKET MIT DER EU BLOCHERS KL ARTEX T
«Alternativlos» ist kein Argument Die Spitzen von FDP und Mitte tun sich schwer, überzeugend für das EU -Vertragspaket zu werben. Besonders aufschlussreich ist der Auftritt von Mitte-Präsident Philipp Matthias Bregy gegenüber SRF: «Das Paket ist höchstens akzeptabel, aber am Schluss alternativlos.» Wer so für einen Vertrag wirbt, liefert gleich selbst den Grund, ihn besonders kritisch zu prüfen. Die Schweiz soll sich langfristig binden, obwohl selbst der Partei präsident wenig Begeisterung erkennen lässt.
Sean Burgess Kommunikation & Redaktor Der Zürcher Bote SVP Kanton Zürich
Der Ständerat hat dem Paket in der Herbstsession zugestimmt. Doch auch Vertreter von FDP und Mitte lehnten die Verträge ab. Bregy bezeichnet die heftige Kritik aus seiner Fraktion als «parlamentarische Rhetorik». Damit macht er es sich zu einfach. Staatspolitische Einwände verschwinden nicht, indem die Parteispitze sie zur blossen Wortmeldung erklärt. Wer Bedenken äussert, verdient eine Antwort in der Sache. Bei der FDP steht die endgültige Parole noch aus. Co-Präsident Benjamin Mühlemann erwartet allerdings eher, dass die Partei beim bisherigen Ja bleibt.
Gleichzeitig spricht er von wirtschaftlichen Vorteilen und staatspolitischen Nachteilen. Diese Gegenüberstellung trifft den Kern: Wie schwer wiegen wirtschaftliche Vorteile, wenn dafür der politische Handlungsspielraum enger wird? Eine Partei, die sich der Freiheit verpflichtet, muss diese Frage beantworten, bevor sie ihre Zustimmung erteilt.
Demokratie braucht Entscheidungsfreiheit Die dynamische Rechtsübernahme sieht vor, dass die Schweiz relevantes neues EU -Recht in den betroffenen Abkommensbereichen übernimmt. Die Schweizer Genehmigungsverfahren und ein allfälliges Referendum bleiben erhalten. Eine Ablehnung ist möglich, kann aber verhältnismässige Ausgleichsmassnahmen der EU nach sich ziehen. Genau darin liegt das politische Problem: Ein Nein bleibt rechtlich möglich, hat jedoch einen zusätzlichen Preis.
Auch bei Streitigkeiten spielt der Europäische Gerichtshof eine Rolle. Hält das Schiedsgericht eine Auslegung von EU -Recht für seine Entscheidung für notwendig und relevant, muss es den EuGH beiziehen. Den Streit entscheidet zwar das Schiedsgericht. Die Auslegung des EU-Rechts liegt jedoch beim Gericht der EU. Diese institutionelle Bindung verdient eine offene politische Debatte. Gute Beziehungen zu unseren Nachbarn sind wichtig. Daraus folgt aber kein Freipass für jede institutionelle Bindung. Bürgerliche Politik müsste wirtschaftliche Zusammenarbeit und demokratische Selbstbestimmung gemeinsam verteidigen. «Alternativlos» ersetzt keine Begründung. FDP und Mitte müssen erklären, weshalb die Schweiz diese Bindungen eingehen soll. Die Freiheit unseres Landes verdient mehr als ein resigniertes Ja.
Im Andenken an Hans Egloff (1959 –2026)
gagierte er sich von 2011 bis 2019 im Nationalrat, wo er als Mitglied der Kommission für Rechtsfragen sowie der Kommission für Wirtschaft und Abgaben etliche wichtige Geschäfte mitprägte. Hans Egloff war ein ruhiger Politiker mit grossem Sachverstand. Er verstand es, Allianzen zu schmieden und Kompromisse zu erarbeiten, ohne dabei seine klare Haltung zu verlieren. Namentlich für den Hauseigentümerverband war Hans Egloff eine prägende Persönlichkeit – sowohl auf kan-
tonaler wie auch auf nationaler Ebene. Bereits nach seiner Wahl in den Zürcher Kantonsrat im Frühjahr 1995 wurde er Vorstandsmitglied der Parlamentariergruppe «Wohn- und Grundeigentum». 1996 übernahm er das Präsidium der HEV-Sektion Birmensdorf-Uitikon-Aesch und wurde auch Vorstandsmitglied des HEV-Regionalverbands Limmattal. Seit 1997 war Hans Egloff Vorstandsmitglied des HEV Kanton Zürich und seit 1999 dessen Präsident. 2004 wurde er zudem in den Vorstand des HEV Schweiz gewählt, den er von 2012 bis 2024 präsidierte. Während mehr als dreier Jahrzehnte stellte er sein Wissen und seine Überzeugung in den Dienst des Privateigentums. Mit Hans Egloff verlieren wir einen geschätzten Kollegen, verlässlichen Weggefährten und engagierten Menschen. Seiner Gattin, seiner Familie und allen, die ihm nahestanden, sprechen wir unser herzliches Beileid aus. Gregor Rutz, Nationalrat SVP
SVP-Jassturnier Schieber-Jass uneufe, obeabe, ohne Wiis mit zugelosten Partnern Einsatz Fr. 25.00
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Auch Nichtmitglieder sind herzlich willkommen.
Aus dem nebligen Dunkel bricht ganz leise der Tag an. In den tiefen Wäldern und breiten Tälern habe ich diese Herbststunden in aller Frühe besonders gern. Wenn die Dunkelheit weicht und der Wald erwacht, liegt eine unendli che Stille über der Natur. Eine Stille, die man in unserer lauten Welt kaum mehr findet. Kein Laut der Zivilisation, keine Menschenstimme, kein Verkehr macht irgendein Geräusch.
Christoph Blocher Alt Bundesrat SVP Herrliberg
«Im Wald und auf der Heide, da such’ ich meine Freude, ich bin ein Jägersmann!», so haben wir Kinder früher gesungen. Ich liege auf der Pirsch und die Kälte kriecht langsam unter die Jacke. Doch das spürt man kaum. Man lauscht. Man beobachtet. Jedes Knacken eines Zweiges, jeder Ruf eines Vogels wird wichtig. Das ist für mich die reinste Form der Meditation. Der Kopf wird frei, die Gedanken ordnen sich ganz von selbst. Man schaut nicht auf die Uhr. Man ist einfach da. Viele glauben ja, bei der Jagd gehe es nur ums Erlegen. Was für ein Irrtum!
Das Naturerlebnis steht über allem. Das Beobachten, wie das Wild vorsichtig aus dem Dickicht tritt, das Zusammenspiel von Licht und Schatten im morgendlichen Wald – das ist das eigentliche Geschenk. Ob am Ende ein Schuss fällt oder nicht, ob Beute gemacht wird: Es ist ganz gleich. Ein erfolgreicher Jagdtag bemisst sich nicht in Trophäen, sondern in der inneren Ruhe, die man mit nach Hause nimmt. Man spürt das Leben wieder in seiner ganzen Ursprünglichkeit. Wenn ich dann nach Stunden im Wald den Rückweg antrete, bin ich dankbar. Dankbar für diese Natur, für diese Stille und für das Privileg, ein Teil davon zu sein. Es ist diese Kraft aus der Natur, die uns Menschen erdet und zeigt, worauf es im Leben wirklich ankommt.
SVP RUSSIKON
Die Nachricht, dass Hans Egloff am Montagmorgen, 5. Oktober, unerwartet in seinem 67. Altersjahr verstorben ist, erschütterte uns alle. Viel zu früh hat er uns verlassen – ein engagierter Mitkämpfer, ruhig und sachlich, aber stets mit klarem Ziel vor Augen. Die SVP des Kantons Zürich verliert mit Hans Egloff eine profilierte, unabhängige Stimme. Der erfahrene Politiker, Rechtsanwalt und Vorkämpfer für die Anliegen der Wohn- und Grundeigentümer engagierte sich weit über 30 Jahre für die Anliegen unserer Partei. Zunächst Primarlehrer, studierte Hans Egloff an der Universität Zürich Rechtswissenschaften und war daraufhin viele Jahre als Rechtsanwalt tätig. Er war ein ruhiger, aber sehr geselliger Mensch und genoss die Momente mit Kollegen bei einem Glas Wein und einer Zigarre – sei es im Kreise seiner Parlamentskollegen, des Hauseigentümerverbands oder der Zunft Riesbach, der er angehörte. Bereits in jungen Jahren engagierte er sich politisch – geprägt von seinem Vater Kurt Egloff (1932–2019), der als letzter SVP-Vertreter im Zürcher Stadtrat Einsitz hatte. So war Hans Egloff Gründungsmitglied der Jungen SVP und amtete von 1992 bis 1998 als Sektionspräsident der SVP Aesch. 1995 wurde er im Alter von 35 Jahren in den Zürcher Kantonsrat gewählt, dem er bis 2011 angehörte. Daraufhin en-
Im Wald und auf der Heide
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Politik, Geselligkeit und reger Austausch an der Herbstparty Die traditionelle Herbstparty der SVP Russikon lockte 47 Gäste ins Schützen haus Russikon. Neben einem feinen Nachtessen, angeregten Gesprächen und dem traditionellen Lottomatch standen die Neutralität der Schweiz und das Verhältnis zur Europäischen Union im politischen Mittelpunkt. Als Ehrengast referierte Nationalrätin Barbara Steinemann zum neuen EU-Vertragspaket. Nach dem Apéro begrüsste Stefan Fehr, Präsident der SVP-Sektion Russikon, die Gäste; besonders willkommen hiess er Nationalrätin Barbara Steinemann. Unter den Anwesenden befanden sich zudem Alt Nationalratspräsident Max Binder, die Urner Landrätin Claudia Brunner, Alt Kantonsrat Hans-Peter Amrein, Alt Gemeindepräsident Hans Aeschlimann, die Kantonsratskandidaten Marco Müller und Fredi Nessensohn sowie Behördenmitglieder aus der Region. In seiner Begrüssung ging Fehr auf die zahlreichen Konflikte in der Welt ein und forderte eine Rückkehr der Schweiz zu einer strikten Neutralität. Die Schweiz müsse wieder berechenbarer werden, Gesprächskanäle zu allen Seiten offenhalten und ihre traditionellen guten Dienste verstärkt anbieten. Auch das neue, über 2200 Seiten umfassende Vertragspaket mit der Europäischen Union sprach Fehr an. Der von der SVP als «EU-Unterwerfungsvertrag» bezeichnete Vertrag werfe grundlegende Fragen zur Souveränität und Selbstbestimmung der Schweiz auf. Nach dem Nachtessen mit heissem Beinschinken, Kartoffelsalat und grünem Salat nahm Barbara Steinemann das EU-Vertragspaket genauer unter die Lupe. Sie erläuterte die Kritik der SVP insbesondere an der dynamischen Übernahme von EU-Recht, den institutionellen Mechanismen zur Streitbeilegung sowie den möglichen Auswirkungen auf die direkte Demokratie. Für die SVP gehe es letztlich um die Frage, wie eigenständig die Schweiz künftig ihre
Gesetze und ihre Politik bestimmen könne. Neben der Politik kam die Geselligkeit nicht zu kurz. An den Tischen wurde diskutiert, erzählt und gelacht – keineswegs nur über Politik, sondern auch über das Dorfleben, Persönliches und Ereignisse aus der Region. Zum Dessert wurden die traditionell von Alt Kantonsrat Hans-Peter Amrein gestifteten Crèmeschnitten serviert. Den Abschluss bildeten drei Durchgänge des beliebten Lottomatches mit zahlreichen attraktiven Preisen. Dank dem grossen Einsatz des Helferteams, den zahlreichen Gästen und den grosszügigen Unterstützern wurde die Herbstparty der SVP Russikon auch in diesem Jahr zu einem gelungenen Anlass, bei dem Politik, Geselligkeit und das persönliche Miteinander gleichermassen ihren Platz hatten.
Nationalrätin Barbara Steinemann mit Sektionspräsident Stefan Fehr. Bild: zVg
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Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.
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6 PARLAMENTSGEMEINDEN Fadegrad
von Anita Borer
Schreib, wenn du daheim bist
Der Zürcher Bote | Nr. 41 | Freitag, 9. Oktober 2026
G E M E I N SA M E M E D I E N M I T T E I L U N G D E R S V P, F D P U N D M I T T E
Rosengartenstrasse: Regierungsrat lehnt Tempo 30 und gefährliche Fussgängerquerungen klar ab SVP, FDP und Die Mitte nehmen mit Genugtuung zur Kenntnis, dass der Gesamtregierungsrat die Einführung von Tempo 30 sowie die Anordnung von zwei oberirdischen Fussgängerquerungen mit Lichtsignalanlage auf der Rosengartenachse weiterhin klar ablehnt. Er setzt damit ein wichtiges Zeichen für Verkehrsfluss und Sicherheit und sagt Nein zu gefährlichen und schädlichen Verkehrsexperimenten zulasten der ganzen Region. Bei der Rosen gartenstrasse handelt es sich um eine strategisch zentrale, kantonale Hauptverkehrsstrasse und um einen Teil des Durchgangsstrassennetzes des Bundes. Die Bevölkerung hat in den letzten Jahren mehrfach klargemacht, welche Erwartungen sie an solche Hauptschlagadern hat.
einer derart wichtigen Achse ist schlicht nicht sachgerecht. Und ebenerdige Fussgängerübergänge auf einer steilen Strasse mit 55 000 Fahrzeugen pro Tag gefährden Menschenleben. Die Bevölkerung hat klar Ja zum Anti-Stau-Artikel und zur Mobilitätsinitiative gesagt. Überdies gilt das Strassengesetz. Wenn der Zürcher Stadtrat nicht bereit ist, Verfassung und Gesetze zu respektieren, dann muss dies der Regierungsrat übernehmen.» «Nach Annahme der Mobilitätsinitiative ist der Auftrag der Stimmbevölkerung glasklar», betont Marzena Kopp,
«Schreib, wenn du daheim bist.» Eigentlich ist die Sache recht einfach: Tempo 30 auf solchen Achsen die abso- gericht bestätigt – nach einer IntervenDer Kanton legt das Kantonsstrassen- lute Ausnahme sein soll auf kurzen tion des ebenfalls betroffenen ASTRA. Diesen Satz kennen viele Eltern, Partner und Freunde. Er klingt für- netz fest und finanziert und unterhält Strecken. Ferner hält die kantonale Am Rosengarten ist es nicht anders. All diese demokratischen Entscheide dieses mit kantonalem Geld. Mit der Strassengesetzgebung fest, dass Gemeinsorglich und sagt doch viel über Anti-Stau-Initiative hat die Bevölkerung den nicht eigenmächtig Massnahmen gelten auch für die Stadt Zürich. Der unser Sicherheitsgefühl aus. Immer zudem klar festgehalten, dass die Leis- auf Hauptachsen treffen können, wel- jüngste regierungsrätliche Entscheid zu mehr Menschen – vor allem Frautungsfähigkeit dieser Achsen erhalten che Auswirkungen über die Gemein- dieser Verkehrsachse mit mindestens werden soll. Mit der Mobilitätsinitiative degrenze haben können. Das hat im Fall überregionaler Bedeutung ist damit en – überlegen sich abends, welhat sie jüngst weiter entschieden, dass Neumühlequai auch das Verwaltungs- nicht nur verfassungs- und gesetzeschen Weg sie nehmen, wo sie einkonform, sondern alternativlos und de«Der Entscheid ist ein Sieg steigen und welche Orte sie meimokratisch. Die drei Parteien rufen den der verkehrspolitischen den. Zürcher Stadtrat auf, dieses Verdikt zu Vernunft.» Auch mir geht es oft so. Ich halte akzeptieren und nicht weiter Steuergelder mit aussichtslosen Gerichtsvermein Handy bereit, wähle den fahren zu verschleudern und so Verzö- Kantonsrätin Die Mitte. «Sachfremde Heimweg bewusst und fahre spätVerkehrsbremsen haben auf unseren gerungstaktik zu betreiben. abends lieber mit dem Taxi oder Hauptverkehrsachsen nichts verloren. Uber nach Hause als mit dem ÖV. Geltendes Recht muss vollzogen werden. Verkehrsfluss und Unterführungen und dunkle StrasWir erwarten, dass dieser Entscheid nun Verkehrssicherheit erhalten sen meide ich, wenn möglich. Ich «Wir sind dankbar, dass der Gesamtre- endlich für die nötige Rechtssicherheit gierungsrat Rückgrat beweist und an an der Rosengartenstrasse sorgt. Der schreibe, wenn ich losfahre – und der Ablehnung von Tempo 30 und ge- Regierungsrat hat in diesem Verfahren bitte meine Kollegin: «Schreib, fährlichen Fussgängerübergängen an schlicht und ergreifend geltendes Recht wenn du daheim bist.» der Rosengartenstrasse festhält», erklärt umgesetzt.» Solche Szenen zeigen, wie unser Für SVP, FDP und Die Mitte ist klar: Ulrich Pfister, Kantonsrat SVP. «Diese Sicherheitsgefühl schwindet. Massnahmen hätten den Verkehrsfluss Die Rosengartenstrasse muss als leismassiv beeinträchtigt und weiträumi- tungsfähige Achse erhalten bleiben Sicherheit heisst, ohne mulmiges gen Umwegverkehr verursacht. Der Ent- ohne künstliche Barrieren und TemBauchgefühl unterwegs zu sein. scheid ist ein Sieg der verkehrspoliti- poreduktionen, welche den UmwegverSie entscheidet, ob junge Frauschen Vernunft.» kehr in die Quartiere drängen würden. en alleine heimgehen. Ob ältere Auch Marc Bourgeois, Kantonsrat FDP, Dieser Auftrag ist mehrfach demokraDie Rosengartenstrasse muss als leistungsfähige Achse erhalten bleiben. Menschen abends noch aus dem Bild: Roland zh / Wikimedia Commons findet deutliche Worte: «Tempo 30 auf tisch untermauert. Haus gehen. Ob Eltern ihre Jugendlichen beruhigt ziehen lassen. AU S D E M D Ü B E N D O R F E R G E M E I N D E R AT Die Zahlen zeigen: Diese Sorge ist nicht aus der Luft gegriffen. Im Kanton Zürich wurden 2025 122 519 Straftaten registGegenvorschlag des Stadtrats klar verIm Zentrum von Dübendorf befindet sich der beliebteste Parkplatz der Stadt. Wichtig für den Einkauf der Bevölkerung, riert. Bei klassischen Straftaten senkt. Damit haben die motorisierten aber auch sehr wichtig für das Gewerbe. Seit einigen Jahren versuchten unser Stadtrat und die linken Parteien, aus wie Gewalt, Diebstahl oder DroBewohner unserer Stadt weiterhin die diesem Parkplatz einen Park zu machen. hung gab es 18 950 BeschuldigMöglichkeit, mit dem Auto im Zentrum te. 10 964 davon gehören zur einkaufen zu gehen, und müssen nicht Sitzung kündigte die SVP die Lancie- Erfolgreicher Abstimmungs ausländischen Bevölkerung oder auf das von den Grünen postulierte Lasrung einer Volksinitiative an, sollte das sonntag Verschwinden der Parkplätze beschlos- Dann kam der Abstimmungssonntag tenfahrrad ausweichen. Der Adlerplatz zum Asylbereich – rund 58 Prozent. Ende September 2026. Wieder einmal wird nun in den kommunalen Richtsen werden. Gleichzeitig nahm die schwere Orlando Wyss bestätigte sich, dass die SVP Dübendorf plan als Parkplatz eingetragen, sodass Gewalt um acht Prozent zu. HäusGemeinderat SVP bei Verkehrsfragen den Puls der Bevöl- wir lange Zeit von weiteren DiskussioVolksinitiative wird in Rekordzeit Dübendorf liche Gewalt stieg um fünf Prokerung am besten spürt. Die Volksini- nen um dieses Thema verschont bleieingereicht zent auf 3487 Straftaten. Schwere Mit Komiteemitgliedern aus fünf Par- tiative wurde angenommen und der ben werden. Vor zehn Jahren erfolgte der erste An- teien des Gemeinderats und dem damaSexualdelikte nahmen um 41 Progriff mit einem Budgetposten an der ligen Präsidenten des Gewerbevereins zent zu. Budgetsitzung des Gemeinderats. In GHI Dübendorf reichte die SVP DübenUnsere Polizei leistet viel, kann einem Antrag des Stadtrats war ein Kre- dorf die Volksinitiative «Parkplätze auf aber nicht überall gleichzeitig dit für eine Studie eingebaut, diesen dem Adlerplatz müssen erhalten bleisein. Sie darf nicht allein gelassen Parkplatz in einen Park umzubauen ben» ein. Unter der Führung der SVP werden mit Problemen, die poliund die Parkplätze aufzuheben. Doch wurde die Unterschriftensammlung bedie bürgerlichen Mitglieder des Gemein- gonnen. Innerhalb einer Woche hatten tisch entstehen oder kleingeredet derates konnten dieses Vorhaben ver- wir fast die doppelte Anzahl Unterwerden. Wer Sicherheit will, muss hindern. Der Kredit wurde abgelehnt. schriften gesammelt, die notwendig hinschauen: bei Jugendgewalt, Fünf Jahre später gab es einen weite- waren, sodass diese Volksinitiative in Messerangriffen, Kriminaltourisren Versuch der GLP mittels eines Pos- Rekordzeit eingereicht werden konnte. mus, Asyl- und Zuwanderungsfratulats, diesen Platz in einen Park um- Da dem Stadtrat bewusst war, dass die zuwandeln. Sie wollten die grüne Welle SVP jede Verkehrsvorlage in diesem gen und bei einer Justiz, die zu in der Politik ausnützen, um ihr Ziel Jahrtausend bei Volksabstimmungen oft zu langsam, zu milde oder zu zu erreichen. Sie scheuten das Mittel gewonnen hat, schwenkte er um und kompliziert agiert. einer Volksinitiative, weil sie meinten, bastelte einen Gegenvorschlag, in dem Sicherheit ist Fürsorge gegenüber mit der Form eines Postulats im Ge- nur sieben Parkplätze abgebaut worden Anständigen: jenen, die arbei- meinderat leichter zum Ziel zu gelan- den wären, aber mit Millionenkosten gen. Auch dieser Angriff wurde abge- der ganze Platz umgebaut werden ten, Steuern zahlen, ihre K inder sollte. Doch die SVP war überzeugt, erziehen oder einfach in Ruhe und wehrt. dass die Dübendorfer Bevölkerung Frieden leben wollen. Fatale Budgetsitzung 2023 keine Umgestaltung des Adlerplatzes Darum braucht es eine Politik, Doch dann an der Budgetsitzung vom will. Der Platz ist genügend mit Bäudie wieder klar sagt: Wer G ewalt Dezember 2023 wurde dem Antrag des men und Sträuchern begrünt und es ausübt, muss Konsequenzen Stadtrats zur Aufhebung des Parkplat- hat sogar Sitzbänke zum Verweilen. tragen. Wer kein Aufenthaltsrecht zes und zur Umgestaltung zu einem Darum war für die Dübendorfer SVP Park mit 20:19 Stimmen zugestimmt. klar, mit welcher Parole wir in den Abhat, muss gehen. Wer unsere Was war geschehen? Der Präsident der stimmungskampf ziehen würden. Mit Regeln missachtet, darf nicht auf Dübendorfer FDP hatte das grüne Män- den Slogans «Kein Parkplatzabbau» und Nachsicht hoffen. telchen seiner früheren Schweizer Par- «Keine Steuergeldverschleuderung» beDenn Freiheit beginnt nicht in teichefin Petra Gössi anbehalten und warben wir die Ja-Parole zur Volksinitiadieses Ansinnen unterstützt. Durch die tive. Wichtig war noch der Hinweis Sonntagsreden. Freiheit beginnt vorgängigen Kommissionssitzungen, an zur Stichfrage, damit, sollten beide auf dem Heimweg. Ich will eine denen das Budget beraten wurde, war Vorlagen angenommen werden, die Schweiz, in der der Satz «Schreib, die SVP vorgewarnt und hatte im Vor- Volksinitiative obsiegt. Auf den Gewenn du daheim bist» wieder feld dieser Budgetsitzung eine Volksin- genvorschlag gingen wir in unserer mehr Fürsorge bedeutet – und itiative vorbereitet. Bei der Beratung Abstimmungswerbung gar nicht erst Wieder einmal bestätigte sich, dass die SVP Dübendorf bei Verkehrsfragen dieses Geschäfts an dieser Dezember- ein. den Puls der Bevölkerung am besten spürt. Bild: zVg weniger Sorge.
SVP rettet Dübendorfs beliebtesten Parkplatz
Volksinitiative Parkplätze auf dem Adlerplatz müssen erhalten bleiben
Ja
Kein Parkplatzabbau Keine Steuergeldverschleuderung
Stichfrage: A
AKTUELL 7
Der Zürcher Bote | Nr. 41 | Freitag, 9. Oktober 2026
DIE JUGEND VON HEUTE IST DIE ZUKUNFT VON MORGEN
SVP-WET TBEWERB
«Uf die Junge lose!»
Preisübergabe mit Kantonsrat Karl Heinz Meyer
Jüngst lud die SVP Bezirk Meilen rund 50 Jungmitglieder und Sympathisanten zur Schifffahrt. Neben dem gemütlichen Beisammensein ging es aber hauptsächlich um die Frage: Was beschäftigt unsere Jugend und was kann die SVP dazu beitragen?
Marc Wachter Präsident SVP Bezirk Meilen Zumikon
Nach einer kurzen Ansprache verteilte ich jedem Teilnehmer einen Zettel mit der Bitte, politische Forderungen, Gedanken oder ganz einfach Wünsche zu formulieren. Ich versprach den Teilnehmern, die Inhalte zu lesen, in die Partei zu tragen und auf Wunsch persönlich zu antworten. Was ich nach drei Stunden Schifffahrt zurückerhielt, übertraf sämtliche Erwartungen. Die Zettel waren randvoll mit Gedanken und Ideen. Was beschäftigt die Jungen heute?
Asyl und Zuwanderung Viele Jugendliche schrieben, dass ihnen das Asylwesen und die unregulierte Zuwanderung zu schaffen machen. Man fühle sich teilweise fremd im eigenen Land. In der Schule oder im Ausgang sei man als Schweizer an manchen Orten in der Minderheit und würde sein eigenes Land kaum mehr erkennen. Die daraus resultierende Forderung war entsprechend klar: Zuwanderung stärker begrenzen und Asyl einschränken. Bei der Asylthematik erhielt ich zwei spannende Verbesserungsvorschläge: Ein junger Mann forderte eine Arbeitspflicht für Asylbewerber (beispielsweise im öffentlichen Dienst) und ein anderer meinte, man würde die Asylmilliarden besser für Hilfe vor Ort investieren.
Ausländerkriminalität und Islamisierung Auch bei diesen beiden Themen waren die Aussagen sehr deutlich. Die Forde-
rung nach strengeren Strafen für kriDie Geschichte eines jungen Manminelle Ausländer, inkl. einer konse- nes stimmte mich nachdenklich. Ein quenten Ausschaffung, fand sich auf Schweizer HSG -Student hatte sein Studieinigen der eingereichten Zettel. Dies um mit Top-Noten abgeschlossen. Sein ist bemerkenswert, waren doch die meis- Problem: «Ich fand in der Wirtschaftsten «Schifffahrer» bei der Abstimmung beratung kaum eine Praktikumsstelle, über die Ausschaffungsinitiative 2010 weil bereits alle Stellen von Deutschen noch im Kindergartenalter. Die Islami- besetzt waren.» Deutsche Manager sierung bereite auch Sorgen, weshalb holen deutsche Mitarbeiter – und ecodie Forderung nach einem Kopftuch- nomiesuisse sage dem Fachkräftemanverbot grosse Zustimmung fand. Auch gel. hier formulierten zwei Teilnehmer eine spannende Forderung: Kriminellen oder Was noch? Leuten, welche sich aus religiösen Grün- «Keine EU-Anbindung» oder «Nein zum den nicht in unser Wertesystem integ- Unterwerfungsvertrag» konnte man auf rieren wollen, sollte das passive und ak- diversen Zetteln feststellen. Aber auch tive Wahlrecht entzogen werden. Aussagen zur Wirtschaft, zum Parkplatzabbau, zu 30er-Zonen oder zu den überteuerten Spritpreisen. Die Vielfalt Familienpolitik und Bildung Bei diesen beiden Themen überrasch- der Gedanken war schlicht beeindruten mich die jungen Teilnehmer am ckend. Besonders imponierend fand ich stärksten. Obwohl es sich hier nicht folgende zwei Aussagen zur direkten um klassische SVP-Themen handelt, Demokratie: «Wir sollten miteinander kamen diverse Anliegen. Das traditio- reden und keine Brandmauern nach nelle Familienmodell werde im Namen deutschem Vorbild aufbauen» und «Der der «sogenannten» Gleichstellung ent- Föderalismus und die Eigenständigkeit wertet. Fremdbetreuung der Kinder und der Kantone sollen gestärkt werden.» Karriereeltern seien das Mass aller Dinge. Zudem sei die Geburtenrate (!) zu nied- Fazit rig. Vorschlag aus der Feder zweier Der Abend auf dem Schiff führt mir 22-Jähriger: Steuersenkung pro Kind. vor allem eines vor Augen: Die Politik Viele Teilnehmerinnen und Teilneh- der SVP ist bei jungen Menschen gemer haben ihre Ausbildung kürzlich fragt wie lange nicht mehr. Wir stehen abgeschlossen oder stecken noch mit- für Werte und Überzeugungen, an weltendrin. Die Leistungen eines Absolven- chen sich junge Leute orientieren könten einer Berufslehre oder einer höhe- nen. Wichtig ist, dass wir auf die Junren Fachschule sollten mehr Anerken- gen hören und ihre Anliegen, Bedennung finden. Die Ausbildungen, egal ken und Sorgen in die Politik hineinob Studium oder Berufsbildung, wer- tragen. Sollten Sie, geschätzter Leser, den immer weniger wert, weil der Bil- nicht mehr im jugendlichen Alter sein, dungsstandard sinkt. Eine junge Frau diskutieren Sie bei nächster Gelegenbringt es auf den Punkt: Unser Niveau heit mal mit Ihren Kindern oder Enkelsinkt, damit sämtliche Minderheiten in kindern. Vielleicht gewinnen Sie neue unser Bildungssystem inkludiert wer- Erkenntnisse oder ein neues Parteimitden können. glied. Oder beides.
LESERBRIEF
Neutralitätsinitiative Die Tatsache, dass 70 Prozent der Stimmenden die Neutralitätsinitiative abgelehnt haben, ist ein harter Schlag, nicht nur für unsere Partei, sondern vor allem für die Schweiz. Nachdem ich lange in Genf gelebt und dort studiert habe, erinnere ich mich, dass es kein Zufall ist, dass die Schweiz die Wiege des Roten Kreuzes ist und viele internationale Organisationen dort ihren Hauptsitz haben. «les bons offices», auf die die Schweiz da-
mals so stolz war, und die Schweiz als Ort des Dialogs und Verhandelns zwischen Kriegsparteien – alles ist ohne Neutralität nicht vorstellbar. Und man ist neutral oder nicht, wie man schwanger ist oder nicht. Halbherzige Massnahmen im Stil des aktuellen Bundesrates sind nicht möglich. Es ist auch unvereinbar, Europa in seinem Wahnsinn der Sanktionen zu folgen oder nicht alle Parteien zu einem Konflikt während einer Friedensverhand-
lung einzuladen, wie es unsere Regierung beim Bürgenstock-Treffen getan hat. Dass das Schweizer Volk das nicht verstanden hat, ist bedauerlich, und es ist noch bedauerlicher, lautere Stimmen zu hören, die bereits nach dieser Abstimmung für den Beitritt der Schweiz zur NATO oder die Ratifizierung bilateraler Abkommen plädieren! Daniel Gallandat, Vorstandsmitglied SVP Dürnten
r e d ! t t f z n t u e j k u h Z ic s t Die e d i e h c s t n e z i e w h c S
Am 29. September 2026 wurden in Dällikon die Preise vom SVP-Wettbewerb, welcher an der Gewerbeschau Dielsdorf durchgeführt wurde, verteilt. Die glücklichen Gewinner: Nadine Gwerder mit Tochter erhielt 1000 Franken in bar. Urban Rosenberg gewann den dritten Preis: ein Gutschein im Wert von 100 Franken vom Restaurant Höfli in Otelfingen. Die Preise wurden von Kantonsrat Karl Heinz Meyer aus Nee-
rach überreicht. Vreni Surber, die den zweiten Preis – einen Gutschein im Wert von 300 Franken vom Schlafcenter Züriunterland in Schöfflisdorf – gewann, konnte den Gutschein nicht persönlich entgegennehmen. Herzliche Gratulation und viel Spass!
KR Karl Heinz Meyer überreichte die Preise.
Bild: zVg
SVP BEZIRK HINWIL
SVP-Kantonsratskandidierende servieren am Buurenzmorgen Knapp 100 Gäste genossen am vergangenen Sonntag den Buuren zmorgen der SVP Bezirk Hinwil auf dem Hof der Familie Korrodi in Bubikon. Die Kantonsratskandidierenden übernahmen den Service, während Alt Bundesrat Ueli Maurer mit einem eindrücklichen Referat politische Akzente setzte. Wer gewählt wird, soll die Anliegen der Bevölkerung vertreten und sich für sie einsetzen. Dass ihnen dieser Auftrag bewusst ist, zeigten die Kantonsratskandidatinnen und -kandidaten beim Buurenzmorgen ganz praktisch: Sie bedienten die Gäste und nutzten die Gelegenheit für persönliche Begegnungen und angeregte Gespräche. Nach der Begrüssung durch Bezirkspräsident und Kantonsrat René Schweizer stellten sich zunächst fünf Kandidierende vor. Zwischen dem gemütlichen Frühstück und zahlreichen Gesprächen präsentierten sich später auch die weiteren sechs Kandidierenden. Anschliessend erwartete die Gäste ein Dessert in zwei Teilen. Den politischen Auftakt machte Alt Bundesrat Ueli Maurer mit einem eindrücklichen Referat. Mit viel Herzblut sprach er über die Herausforderungen für die Schweiz. Er kritisierte, dass Andersdenkenden mit verschiedenen Mitteln Gehör und Einfluss erschwert würden – auch Geld spiele dabei eine Rolle. Ebenso warnte
er vor einer zunehmenden Überregulierung der Wirtschaft und einer stärkeren Anbindung an die Europäische Union. Aus seiner Sicht gilt es, sich an
«Andersdenkenden werden vermehrt Gehör und Einfluss erschwert.» mehreren Fronten für die Eigenständigkeit und Freiheit der Schweiz einzusetzen. Danach folgte das süsse Dessert, das den gelungenen Anlass an diesem sonnigen Sonntag abrundete. Ein herzliches Dankeschön gilt der Familie Korrodi für ihre Gastfreundschaft, allen Helferinnen und Helfern für ihren Einsatz sowie den Gästen für ihr Interesse und die guten Gespräche. René Schweizer, Kantonsrat und Präsident SVP Bezirk Hinwil
Was die EU-Rahmenverträge wirklich wollen und warum die Kompassinitiative wichtig ist.
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Mit Marcel Erni, Martin Hübscher und Daniel Jositsch SVP Hombrechtikon / SVP Stäfa / SVP Oetwil am See
Das Motto unserer Kantonsratskandidaten: Wer gewählt wird, soll die Anliegen der Bevölkerung vertreten und sich für sie einsetzen. Bild: zVg
8 VERANSTALTUNGEN
Der Zürcher Bote | Nr. 41 | Freitag, 9. Oktober 2026
S V P D I G I TA L Teleblocher Dr. Christoph Blocher im wöchentlichen Gespräch mit Dr. Matthias Ackeret.
In den Sümpfen von Bern Wöchentlicher Videobeitrag von NR Thomas Matter zu den Machenschaften in Bern.
Weltwoche daily Täglicher News-Flash am Morgen von Alt NR Roger Köppel.
SVP des Kantons Zürich Instagram-Seite der SVP des Kantons Zürich. Wir freuen uns über jeden neuen Follower, jeden Like und jeden neuen Kommentar!
Wortwächsel Der Podcast für Meinungsmacher von NR Benjamin Fischer.
Jobs Möglichkeiten, für die SVP zu arbeiten.
SVP STAMM
SVP-VER ANSTALTUNGEN
Bezirk Bülach / Bachenbülach Bezirk Affoltern / Bonstetten Jeden zweiten Mittwoch im Monat, ab Dienstag, 3. November 2026, 19.30 Uhr, Ab19.00 Uhr, Lokalität gemäss www.svp-ba- stimmungspodium, Gemeindesaal, Am Rainli 4, Bonstetten, mit Nationalrat Mauro Tuena chenbuelach.ch. und Nationalrätin Nina Fehr Düsel. Bezirk Bülach / Embrach Jeden letzten Sonntag im Monat, ab 10.30 Uhr, Bezirk Affoltern / Rifferswil Wöschhüsli, Oberdorfstrasse 15, Embrach. Donnerstag, 15. Oktober 2026, 19.30 Uhr, Info-Anlass zum EU -Rahmenabkommen, Bezirk Dietikon / Birmensdorf Restaurant Löwen in Hausen am Albis, Alund Urdorf bisstrasse 2, Hausen am Albis, mit NR BarJeden ersten Samstag im Monat, ab 10.00 Uhr, bara Steinemann und NR Thomas Aeschi. Alterszentrum am Bach, Bistro, Bachstrasse 1, Bezirk Bülach / Embrach Birmensdorf. Mittwoch, 25. November 2026, 19.30 Uhr, Bezirk Horgen / Adliswil Veranstaltung gegen den EU -UnterwerJeden letzten Donnerstag im Monat, ab fungsvertrag, Gemeindehaussaal, Dorf19.30 Uhr, Restaurant Pot Belly’s, Soodring 21, strasse 9, Embrach, mit den Nationalräten Adliswil. Gregor Rutz, Benjamin Giezendanner und Franz Grüter. Bezirk Horgen / Thalwil Jeden ersten Montag im Monat, ab 19.00 Uhr, Bezirk Bülach / Wil Restaurant Höfli, Farbsteig 17, Thalwil. Sonntag, 25. Oktober 2026, 10.00 Uhr, Frühschoppen, Weingut, Sonnenberg 1, Wil. Bezirk Meilen / Stäfa Jeden zweiten Dienstag im Monat, 19.00 – 22.00 Uhr, mit Nachtessen, Lokalität gemäss www.svp-staefa.ch. Bezirk Pfäffikon / Pfäffikon Jeden ersten Samstag im Monat, 11.00 – 12.00 Uhr, Restaurant Hecht, Usterstrasse 8, Pfäffikon. Bezirk Uster / Uster Jeden zweiten Dienstag im Monat, 14.30 – 17.00 Uhr, Restaurant Stella del Centro, Uschter 77, Zürichstrasse 1, Uster. Jeden letzten Donnerstag im Monat, ab 18.30 Uhr, Lokalität gemäss https://event. evagic.com/svp-uster. Stadt Winterthur Jeden ersten Donnerstag im Monat, 18.30 Uhr, Restaurant Rössli, Rössligasse 7, Winterthur. Stadt Winterthur / Wülflingen Jeden Samstag, 11.00 – 12.30 Uhr, Taverne zum Hirschen, Lindenplatz 2, Winterthur. Stadt Zürich / Kreis 6 Jeden ersten Dienstag im Monat, 19.00 Uhr, Wild West Steakhouse Texas, Winterthurerstrasse 175, Zürich. Stadt Zürich / Kreis 12 Jeden ersten Dienstag im Monat, ab 19.00 Uhr, Schwamedingerhuus, Schwamendingerplatz 2, Zürich. Junge SVP Kanton Zürich Alle Events der Jungen SVP Kanton Zürich findest du auf unseren Social Media Channels oder auf unserer Website www.jsvp-zh.ch.
Bezirk Dielsdorf / Wehntal Freitag, 6. November 2026, 19.30 Uhr, Veranstaltung gegen den EU-Unterwerfungsvertrag, Gemeindesaal, Chlupfwiesstrasse 1A, Oberweningen, mit den Nationalräten Barbara Steinemann und Benjamin Fischer sowie Regierungsratskandidat Martin Hübscher. Anschliessend Apéro. Bezirk Dietikon / Geroldswil Dienstag, 3. November 2026, 19.00 Uhr, Wahlanlass, Hosti-Saal, Huebwiesenstrasse 36, Geroldswil, mit den Regierungsräten Natalie Rickli und Ernst Stocker sowie Regierungsratskandidat Martin Hübscher. Weitere Informationen und Anmeldung unter www.svp-oetwil-geroldswil.ch. Bezirk Meilen / Hombrechtikon Montag, 26. Oktober 2026, 18.00 Uhr, Anlass gegen den EU-Vertrag, Gemeindesaal Blatten, Bahnweg 6, Hombrechtikon, mit Regierungsratskandidat Martin Hübscher. Eintritt frei. Bezirk Pfäffikon / Bauma Donnerstag, 19. November 2026, 19.00 Uhr, SVP bi de Lüüt, Gasthaus Löwen, Blitterswilerstrasse 1, Saland, mit Nationalrätin Therese Schläpfer, Regierungsratskandidat Martin Hübscher und Kantonsrat Paul von Euw. Bezirk Pfäffikon / Pfäffikon Dienstag, 27. Oktober 2026, 17.30 Uhr, Jassturnier, Dänus Lounge, Seestrasse 27, Pfäffikon, mit Alt Bundesrat Ueli Maurer. Kosten: 25 Franken. Anmeldung bis 18. Oktober 2026 unter www.svp-pfaeffikon.ch. Bezirk Uster / Mönchaltorf Freitag, 23. Oktober 2026, 18.30 Uhr, Grillabend, Rotblattstübli, Rotblatt 8, Esslingen. Kosten: 36 Franken. Weitere Informationen und Anmeldung unter www.svpmoenchaltorf.ch. Bezirk Winterthur / Dinhard Freitag, 6. November 2026, 19.00 Uhr, Pizza essen und Parolenfassung, Restaurant Bahnhof Fratelli, Seuzacherstrasse 108, Dinhard, mit Regierungsrätin Natalie Rickli und Alt Nationalratspräsident Jürg Stahl.
IMPRESSUM ISSN 1660-6701 ISSN 2296-3480 Offizielles Organ des Zürcher Bauernverbandes.
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SVP USTER K C Ö H S G A T T I M NACH Politik bei Kaffee und Gespräch - direkt, ehrlich, bürgernah.
13 10
Dienstag, 13. Oktober 2026 SVP für eusi Lüüt! Im Mittelpunkt stehen die vier eidgenössischen Abstimmungsvorlagen vom November. Besonders diskutieren wir über die Erhöhung der Mehrwertsteuer zur Finanzierung der 13. AHV-Rente und über das Feuerwerksverbot. Als Hundehalterin seit über 50 Jahren kennt Heidi Hunziker die Angst vieler Hunde vor der Knallerei – und sagt trotzdem Nein zum Verbot. Rede und Gegenrede sind herzlich willkommen. Dienstag, 10. November 2026 SVP für eusi Lüüt! Am 29. November 2026 stimmen wir über vier eidgenössische Vorlagen ab. Im Zentrum unseres Nachmittagshöcks steht die Änderung des Kriegsmaterialgesetzes. Was wird konkret geändert? Welche Argumente sprechen dafür und dagegen – und was bedeutet die Vorlage für die Schweiz? Wir diskutieren offen, beantworten Fragen und helfen, sich eine eigene Meinung zu bilden. Ort: Restaurant Stella del Centro (in Uschter 77) in Uster Zeit: Treffpunkt jeweils von 14.30 bis 17.00 Uhr Warum: Weil uns Ihre Meinung interessiert Eingeladen sind alle – ob spontan Interessierte, Sympathisanten oder langjährige SVP-Mitglieder.
Stadt Zürich / Kreis 11 Samstag, 24. Oktober 2026, 09.00 Uhr, Standaktion, Marktplatz, Zürich Oerlikon. Freitag, 30. Oktober 2026, 18.00 Uhr, SVPPolit-Apéro, Restaurant Bürgli, Seebacherstrasse 65, Zürich, mit Nationalrat Mauro Tuena.
Raclette-Abend am Samstag, 17. Oktober 2026
Schweiz stärken. SVP-Mitglied werden!
Termine SVP Uster
Mis Dorf und mis Dihei!
Oetwil an der Limmat - Geroldswil
Öffentlicher Anlass
Alle Jahre findet unser traditioneller Raclette-Abend statt. Kommen Sie vorbei und geniessen Sie in gemütlicher Atmosphäre ein feines Raclette. Sie sind herzlich willkommen! Wann: Ab 18.00 Uhr Wo: Mehrzweckraum Wohnen im Alter Alte Buchserstrasse 14, Boppelsen Wir freuen uns auf Ihren Besuch SVP Ortssektion Boppelsen
Ernst Stocker Regierungsrat
Natalie Rickli Martin Hübscher Regierungsrätin
Nationalrat und Regierungsratskandidat 2027
Treffen Sie auch unsere SVP-Kantonsratskandidaten aus dem Bezirk Dietikon persönlich vor Ort!
Dienstag, 3. November 2026
Hosti-Saal Geroldswil Huebwiesenstrasse 36 8954 Geroldswil
18:30 Uhr - Eintreffen 19:00 Uhr - Start Teil 1 19:45 Uhr - Abendessen (fakultativ) 20:30 Uhr - Teil 2 21:30 Uhr - Kaffee, Dessert und Ausklang 23:59 Uhr - Ende der Veranstaltung
Sitzplatzgarantie und Abendessen nur auf Voranmeldung:
Älpler Macaronen: CHF 20.00 / Portion
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Oder per E-Mail an info@svp-oetwil-geroldswil.ch