FREITAG, 18. OKTOBER 2013 NR. 42 55. JAHRGANG
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WOCHENZEITUNG FÜR DEN MITTELSTAND PUBLIKATIONSORGAN DER SCHWEIZERISCHEN VOLKSPARTEI SVP DES KANTONS ZÜRICH
JA ZUM FAMILIENARTIKEL
Familienpolitik: Ehrlichkeit und Fairness Mit der Familieninitiative – über die das Schweizer Volk am 24. November abstimmen kann – wird Eltern, die ihre Kinder selber betreuen, für die Kinderbetreuung mindestens ein gleich hoher Steuerabzug gewährt werden wie Eltern, die ihre Kinder fremd betreuen lassen. Es darf nicht sein, dass Eltern vom Umstand, dass sie ihre Kinder fremd betreuen lassen, steuerlich profitieren können, während Eltern, welche sich der Aufgabe der Kinderbetreuung selber stellen, von diesem Steuervorteil ausgeschlossen bleiben. THERES WEBER-GACHNANG KANTONSRÄTIN SVP UETIKON AM SEE
tung von Familien und Mittelstand Prioritäten bei den Finanzen Mit der Familieninitiative würden die stehen oft sogar die Linken ein, aber Kantone zu viel Steuereinnahmen ver- hier geht es um die Kinderbetreuung lieren, ist eine weitere Behauptung durch den Staat, und die soll bevorder Gegner. Sieht man die Zahlen et- zugt und gefördert werden. Da ist die Am 24. November was genauer an, erkennt man rasch: SP wenigstens ehrlich. Genau diese stimmen wir über die Hier wird grosszügig mit den Maxi- Ehrlichkeit wäre auch von den andern Familieninitiative der SVP ab. Auch malansätzen gerechnet, obwohl diese Parteien gefragt. die EVP und die EDU unterstützen nur in einem Drittel aller Kantone gelSteuergelder werden in grossem unser Anliegen: Für alle Kinder sollen ten. Umfang investiert, um Krippenplätze gleiche Steuerabzüge gelten – ob sie Dabei wird ebenso grosszügig zu realisieren und zu betreiben. nun in Kindertagesstätten oder zu übersehen, dass wir für die Fremdbe- Deutschland kann es nicht mehr beHause betreut werden. So einfach das treuung, ohne mit der zahlen und belohnt Anliegen ist, so schwierig scheinen Wimper zu zucken, nun alle, die auf einen die andern Parteien dessen Ablehnung auf die gleichen Steusolchen Platz verzichDie Politik begründen zu können. ten und ihre Kinder zu ereinnahmen verzichsollte den Mut Hause betreuen. In der ten. Vielleicht müsste für Prioritäten Respekt gegenüber Familien Schweiz haben wir es die Politik den Mut hafür die Familie haben. Die Gegner behaupten, die Initianten ben, hier einmal die noch nicht gemerkt, wollten die Frauen zurück an den Prioritäten etwas anaber es könnte auch Herd schicken. Wenn man keine ders soweit kommen. zu setzen. Sachargumente hat, greift man in die Schweizer Familien vor AuslandhilTrickkiste und versucht es mit Emo- fe? Gewerbe und KMU entlasten statt Viele Gründe für tionen und Verunglimpfungen. Doch Euro-Rettungsschirme finanzieren? ein überzeugtes «Ja» mit solchen Schlagworten lenken die Eigenverantwortung vor Staatshilfe? Auch bei genauem Studium aller UnInitiativgegner vom Problem ab: Oder sollen diejenigen, welche sich terlagen finde ich als Geschäftsfrau, Während die Kosten für die Fremdbe- selber helfen möchten, immer im als Mutter und als Steuerzahlerin keitreuung von Kindern vom steuerbaren Nachteil sein gegenüber denjenigen, nen einzigen Grund, diese Initiative Einkommen abgezogen werden dür- welchen der Staat unter die Arme grei- abzulehnen. Sie kostet uns nichts, sie fen, gibt es für die Betreuung zu Hau- fen muss? bringt aber etwas weniger Geld in die se nichts, da diese nach Auffassung grossen Töpfe der öffentlichen Hand. der Gegnerschaft auch «nichts kos- Ehrliche Sachpolitik Sie schadet niemandem, sie nützt hintet». gegen vielen Familien, Gewerbetreivor Parteipolitik Alle, die ihre Kinder zu Hause be- Die Rechnung scheint einfach: Weil benden und Kleinunternehmern. Sie treut haben und dies heute noch tun, die Initiative von der SVP kommt, nimmt niemandem etwas weg, aber wissen es besser: Eikann man sie nicht un- sie führt zu gleichen Rechten für die genverantwortung, Verterstützen. Die FDP gleichen Aufgaben. Betreuung von zicht auf ein zusätzliverliert sich in juristi- Kindern ist wichtig und die WertFür alle Kinder ches Einkommen und schen Fragen und schätzung dafür kann nicht hoch gesollen gleiche berufliche Karriere, nug sein. Fairness heisst das Gebot Steuerberechnungen, Steuerabzüge gelten. Verzicht auf ein zweites die SP und linke Frau- der Stunde, und hier haben wir die Auto oder auf Ferien – en in Betreuungsfra- Möglichkeit dazu. für die Kinder und für gen. die Zukunft. All diesen Familien Dass zumindest die bürgerlichen Das Wort zum Sonntag schulden wir grossen Respekt. Statt- Parteien für Steuererleichterungen Dieser Tage können wir in vielen Medessen werden sie verunglimpft. sein müssten, ist klar. Für die Entlas- dien lesen, warum es diese Initiative
nicht brauche und was alles viel bes- hängig vom Parteibuch beurteilen, ob ser wäre. Je nach Färbung des Medi- eine Vorlage überzeugt. Die Fördeums oder je nach Journalist kommt ei- rung der Familie – unabhängig von ne andere Idee, warum genau diese bestimmten Lebensmodellen – verInitiative nicht möglich dient über alle Parteioder nötig sei. Zum grenzen hinweg UnterGlück sind Herbstferistützung, weil sie allen Die Initiative soll en, und nicht alle lesen zugutekommt.» man ohne Scheuklappen diese Artikel. Umso erDanke herzlich für beurteilen. freulicher war die Ihre Sachlichkeit, Ihre Sonntagszeitung vom Fairness und Ihre Un13. Oktober 2013. terstützung. Martin Spieler, Chefredaktor der Sonntagszeitung, führte aus, warum Die Autorin ist zweite Vizepräsidentin die Familieninitiative zu unterstützen des Zürcher Kantonsrats und Präsisei: dentin des überparteilichen kantona«Wir sollten keine politischen len Komitees für die FamilieninitiaScheuklappen tragen, sondern unab- tive.
Parolen zur Volksabstimmung vom 24. November 2013 der SVP des Kantons Zürich Eidgenössische Vorlagen 1. Volksinitiative «1:12 – für gerechte Löhne»
NEIN
2. Volksinitiative «Familieninitiative: Steuerabzüge auch für Eltern, die ihre Kinder selber betreuen»
JA
3. Änderung vom 22. März 2013 des Bundesgesetzes über die Abgabe für die Benützung von Nationalstrassen (Erhöhung Autobahnvignette auf 100 Fr.)
NEIN
S 22.–24. November 2013, Messe Luzern
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www.suissetier.ch
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