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B'sundrig Magazin 116

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B’sundrig

GENÜSSE, MENSCHEN, GESCHICHTEN AUS DER REGION

116. Ausgabe

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Bitte hier entlang!

Einfach entspannt genießen: Familiengrillen an der Ach Seite 06

SOMMERFRISCHER LESESPASS

Wenn Sie durch die aktuelle Ausgabe vom „B’sundrig“ blättern, wird Ihnen womöglich auffallen, dass wir unser Magazin in die frische Sommerbrise gehalten haben. Was nicht mehr ganz stimmig war, haben wir von einem lauen Lüftchen wegtragen lassen und so Raum geschaffen für frische Inhalte und ein lockerleichtes Design.

Und so erwarten Sie auf den nächsten Seiten jede Menge Rezepte für das nächste Familiengrillen oder eine gesellige Grillparty, für allerlei Salate oder hausgemachtes Eis. Außerdem haben wir tolle Ausflugsideen ins Grüne und natürlich den einen oder anderen Tipp für Sie, wie Sie den Sommer im Ländle auf vielfältige Weise einfach genießen können. Lehnen Sie sich zurück und lassen Sie sich von der Leichtigkeit der schönsten Monate im Jahr inspirieren.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß und unvergessliche Genussmomente im Ländlesommer!

Ihr Christian Kerber

Christian Kerber Chefredakteur und Fotograf

18

WISSEN, WIE’S SCHMECKT

FLEISCHEXPERT*INNEN BEI SUTTERLÜTY

EINFACH GUT!

FAMILIENGRILLEN AN DER ACH

50 26

GRILLSPASS ALL IN SUTTERLÜTY’S GRILLHOLZPAKETE

KÄSEGENUSS WIE IN ITALIEN BIO-MOZZARELLA

WEIL ES NICHT WURSCHT IST, WO DER SCHÜBLING HERKOMMT 32

TRADITIONSMETZGEREI BROGER

MIT GEWINN SPIEL

MOHRENBRAUEREI „LA TRAVIATA“ 66

NEUES FESTSPIELBIER

JÖ, WIE SCHÖN

B’SUNDRIGE AKTIONEN ZUM VORZUGSPREIS 71

SUTTERLÜTY’S EISGENUSS 74

CREMIGE VERSUCHUNG AUS DEM LÄNDLE

BEERENSTARK

LÄNDLE BEEREN AUS DEM RIED 89

DIY-SOMMER IM LÄNDLE

SO WIRD DIE ARBEIT ZUM VERGNÜGEN

KOLUMNE

DAS LETZTE WORT HAT PETER NATTER

ENTSPANNTES FAMILIENGRILLEN

SO EINFACH. SO GUT!

Was gibt es Schöneres, als an einem sonnigen Sommertag mit der ganzen Familie irgendwo am Wasser zu grillen?

Viel braucht es dafür nicht: ein paar Grillwürstle und Grillfackeln, ein, zwei Salate und Saucen – schwuppdiwupp kann’s auch schon losgehen.

GRILLHOLZ FÜR ALLE

Damit das Grillvergnügen nicht am fehlenden Holz scheitert: einfach beim Einkauf Sutterlüty’s Grillholz mitnehmen. Im Karton mit den praktischen Tragegriffen steckt alles fürs Feuermachen: Brennholz, Anzündholz, Grillanzünder und Zündhölze.

Mehr dazu ab Seite 24

DEFTIGE BRATWURSTSPIESSE

ERGIBT 8 STÜCK

ZUBEREITUNGSZEIT: CA. 25 MIN.

SCHWIERIGKEITSGRAD: • ••

GROSS & KLEIN

Wem Würschtle alleine zu langweilig sind, der sollte es einmal mit diesen deftigen Bratwurstspießen probieren. Zusammen mit Paprika, Zwiebeln und Speck werden aus ohnehin schon köstlichen Rostbratwürstchen im Handumdrehen noch köstlichere Bratwurstspieße.

ZUTATEN

1 grüne Paprika · 3 rote Zwiebeln 16 Nürnberger Rostbratwürstchen

8 Scheiben Frühstücksspeck

1 EL Olivenöl · Salz

ZUBEREITUNG

Paprika putzen, waschen und in Stücke schneiden. Zwiebeln schälen und in Spalten schneiden. Frühstücksspeck quer halbieren. Würstchen mit jeweils 1 Scheibe Speck umwickeln. Würstchen, Paprika und Zwiebeln abwechselnd auf Spieße stecken. Öl mit ¼ Teelöffel Salz würzen. Paprika und Zwiebeln auf den Spießen damit bestreichen. Spieße auf dem heißen Grill von jeder Seite 5–7 Minuten grillen.

PASST PERFEKT ZUM GRILLVERGNÜGEN: OFENFRISCHES JOURGEBÄCK

HERZHAFTE ZWIEBELSAUCE

Wenn Senf zu Grillwürschtle zu langweilig wird, ist diese Zwiebelsauce Harald Leitners Geheimtipp. Herrlich deftig mit süß-saurer Würze gibt sie dem Klassiker vom Grill den genau richtigen Pep. Passt auch super zu Käsekrainern oder zu gegrilltem Schweinefleisch.

FÜR 1 KLEINES GLAS

ZUBEREITUNGSZEIT: CA. 15 MIN. SCHWIERIGKEITSGRAD: • ••

ZUTATEN

1 Zwiebel · Essiggurken gleiche Menge wie Zwiebel Ketchup · Mayonnaise · Senf · Salz · Pfeffer · Currypulver

ZUBEREITUNG

Zwiebel schälen und zusammen mit den Essiggurken kleinschneiden. Ketchup, Mayonnaise und Senf vermischen, danach Zwiebeln und Essiggurken unterheben. Mit Salz, Pfeffer und Currypulver abschmecken.

Da leuchten Kinderaugen mit der Grillglut um die Wette: Die leckeren Fackelspieße aus der Sutterlüty-Feinkosttheke sind fixfertig mariniert und auf praktische, feuerresistente Holzstäbe gewickelt. So können sie am Grillplatz direkt auf den Rost gelegt werden. Mhmmm, yummy!

LECKERE FACKELSPIESSE AUS DER FEINKOST

Für den schnellen Hunger finden sich bei Sutterlüty in der Feinkostbedienung b’sundrig würzige Fackelspieße. In ein paar Minuten fertiggegrillt stillen sie den ersten Hunger.

DIE TOPPEN ALLES: HAUSGEMACHTE BALSAMICO-ZWIEBELN

HIER GEHT’S ZUM REZEPT

RUCK-ZUCK ZACK-ZACK

FÜR 4 PERSONEN

ZUBEREITUNGSZEIT: ZACK-ZACK

SCHWIERIGKEITSGRAD: • ••

Der Alltime-Favourite bei Zeltfesten der letzten vierzig Jahre ist auch beim Grillen mit Freund*innen und Familie immer gern gesehen. Nicht zuletzt, weil dieser ZackZack seinem Namen alle Ehre macht – denn er ist noch schneller gemacht als verputzt!

ZUTATEN

4 Broger Zack-Zack fertig mariniert · 4 Brötle hausgemachte zitronige Balsamico-Zwiebeln hausgemachte fruchtige Currysauce

ZUBEREITUNG

Brötle in zwei Hälften schneiden und einen Esslöffel hausgemachter Currysauce auf beiden Hälften verteilen. Zack-Zack von jeder Seite ca. 1 Minute grillen – je nach Hitze, aber sobald sich das Fleisch vom Grill löst, kann man es wenden. Fleisch auf die untere Brötchenhälfte legen, mit Balsamico-Zwiebeln belegen, Deckel drauf und genießen.

FRUCHTIGE CURRYSAUCE

Diese wunderbar cremig-fruchtige Currysauce schmeckt nach Sommer, Strand und Sonnenschein. Sie ist schnell gemacht und bringt einen Hauch Exotik auf den Grill. Passt perfekt zu Hennele und schmeckt auch supergut zu Schwein & Co.

FÜR 1 KLEINES GLAS

ZUBEREITUNGSZEIT: CA. 15 MIN.

SCHWIERIGKEITSGRAD: • ••

ZUTATEN

20 g Mayonnaise · ½ Becher Sauerrahm · ½ Dose Fruchtcocktail · ¼ Mango klein geschnitten · Currypulver Salz · Honig

ZUBEREITUNG

Mayonnaise und Sauerrahm in einer Schüssel cremig rühren. Den gut abgetropften Fruchtcocktail (ca. 80 g) mit dem Stabmixer pürieren und unterheben – das sorgt für die fruchtige Basis. Dann mit dem Lieblings-Currypulver und etwas Salz abschmecken. Wer es gerne süßer mag, rundet mit Honig ab. Zum Schluss rührt Harry ein paar frische Mangostücke ein – das gibt der Sauce das gewisse Etwas.

KLASSIKER TO GO GRIECHISCHER SALAT

FÜR 4 PERSONEN

ZUBEREITUNGSZEIT: CA. 15 MIN.

SCHWIERIGKEITSGRAD: • ••

Sommer, Sonne … griechischer Salat!

Der frische Allrounder mit knackigen Gurken, saftigen Tomaten und würzigem Hirtenkäse geht im Sommer einfach immer. Er ist schnell gemacht und lässt sich prima vorbereiten und mitnehmen. Sutterlüty’s Apfelessig und Sutterlüty’s Hirtenkäse verleihen dem Klassiker einen b’sundrigen Ländle-Twist.

ZUTATEN

1 Salatgurke · 500 g Tomaten · 1 rote Paprika

1 grüne Paprika · 2 rote Zwiebeln

200 g Sutterlüty’s Hirtenkäse

75 g schwarze Oliven ohne Stein

100 ml Sutterlüty’s Apfelessig oder Zitronensaft

Salz, Pfeffer · 1 TL getrocknete Kräuter z. B.

Oregano, Thymian oder Dill · 6 EL Olivenöl

ZUBEREITUNG

Gurke waschen, putzen, halbieren und in Scheiben schneiden. Tomaten waschen, vierteln und in Scheiben schneiden. Paprikaschoten waschen, vierteln, entkernen und in Streifen schneiden. Zwiebeln schälen und in Streifen schneiden. Hirtenkäse abtropfen und in Würfel schneiden. Oliven abtropfen. Für das Dressing Essig oder Zitronensaft, Salz, Pfeffer und Kräuter verrühren. Olivenöl langsam unterrühren. Gemüse, Hirtenkäsewürfel und Oliven in eine Schüssel geben und mit dem Dressing vermengen. Nach Bedarf nochmals mit Salz und Pfeffer abschmecken.

GESUNDES IM GLAS SCHICHTSALAT

FÜR 1 GROSSES GLAS (CA. 4 PORTIONEN ALS BEILAGE)

ZUBEREITUNGSZEIT: CA. 20 MIN.

SCHWIERIGKEITSGRAD:

WÜRZIGES KNOBLAUCHSAUERRAHMDRESSING

ZUTATEN

1 Dose Kidneybohnen · 1 Dose weiße Bohnen

1 Salatgurke · 1 Pkg. Cocktailtomaten

1 gelbe Paprika · 1 rote Paprika

1 Bund Frühlingszwiebeln

ZUBEREITUNG

Bohnen in ein Sieb geben, abspülen und gut abtropfen lassen. In der Zwischenzeit Tomaten, Paprika und Gurke waschen und in ca. 1 cm große Würfel schneiden. Frühlingszwiebeln waschen und putzen und in Ringe schneiden. Die Bohnen und das Gemüse Schicht für Schicht in ein großes Schraubglas geben oder auf vier kleinere verteilen. Dabei mit den Bohnen beginnen. Die Gläser verschließen und bis zum Grillen kühl lagern (Kühlschrank oder Kühltasche).

DIY-SPEZIALITÄT AUS DER FEINKOST

PLANKENLACHS BBQ-STYLE

Ikarimi-Lachsfilet aus Norwegen in würzigem BBQ-Rub. In der Plankenlachs-Box finden Sie alle Zutaten, um frischen Lachs super saftig und würzig auf dem Grill zuzubereiten –Schritt-für-Schritt-Anleitung inklusive.

DAZU ERDBEERSPARGELSALAT MIT BURRATA

OBSTPLATTE

Bei unserer Grillerei an der Ach dauert es nicht lange, bis die Obstplatte vom Sutterlüty’s Bestellservice kleine und große Fans findet. Frisches Obst passt eben immer – besonders an warmen Sommertagen. Am Abholtag werden Melone, Ananas, Kiwi, Trauben und Beeren frisch vorbereitet und hübsch angerichtet. In der Saison bringen Himbeeren und Heidelbeeren süßen Ländlesommer auf die Platten. So bleibt mehr Zeit fürs Genießen: einfach mindestens zwei Tage vorher bestellen und fertig abholen in den Ländlemärkten Altach, Dornbirn Schwefel, Rankweil Landammanngasse, Rankweil Passage 22

HIER GEHT’S ZUM BESTELLSERVICE

LEARNING BY GRILLING ÜBUNG MACHT EXPERT * INNEN

Fleisch ist ein wertvolles Lebensmittel. Umso wichtiger ist es, dass nicht nur die Qualität stimmt, sondern auch bei der Zubereitung alles klappt. Damit Sutterlüty Kund*innen schon beim Einkauf bestens beraten sind, lernen auch unsere Sutterlüty Fleischexpert*innen von den Besten.

Mit routinierten Handgriffen

schneidet Harald Leitner das gut durchwachsene

Beiried in dicke Scheiben – flankiert von Donjeta und David, die ihm aufmerksam über die Schulter schauen und seinen Ausführungen folgen: „Das darf ruhig ein bisschen eine Fetthaut und eine schöne Marmorierung haben, dann bleibt das Fleisch beim Grillen schön saftig“, erklärt Harald. Der Category Manager für Fleisch, Wurst und Fisch ist gelernter Koch, Fleischsommelier und auch in seiner Freizeit passionierter Griller. Zur Vorbereitung auf die Fleisch-Expert*innen-Prüfung hat er den Nachwuchs-Expert*innen angeboten, das Gelernte bei einer gemeinsamen Grillerei zu üben – „Learning by Grilling“ sozusagen.

AUSBILDUNG BEI FLEISCHPROFI

MARKUS MAIR

Die Ausbildung an sich haben die beiden wie einige weitere Kolleg*innen aus der Sutterlüty Feinkost bei Markus Mair aus Innsbruck besucht. Der Gourmetgriller und gelernte Metzger bietet seit einigen Jahren Ausbildungen rund um die Fleisch- und

Grillexpertise für Sutterlüty Teammitglieder an. „Uns ist wichtig, dass unsere Mitarbeitenden wissen, wovon sie sprechen, wenn sie an der Feinkosttheke jemanden beraten. Darum wollen wir, dass sie von den Besten lernen“, bringt es Harald auf den Punkt. Wer Interesse hat, sich nach der Lehre und den ersten Schritten in der Feinkost in dieser Richtung weiterzubilden, findet bei Sutterlüty in jeder Hinsicht Unterstützung und ein vielfältiges Angebot: Vom AMA-Grilltrainer über die Fleischexpertin bis zum Fleischsommelier oder zur Fleischsommelière ist alles drin.

WISSEN SCHMECKT!

Donjeta und David haben die Chance sehr gerne genutzt, ihre Expertise am Grill zu vertiefen. Mit fachmännischer Unterstützung von Harald bereiten sie verschiedene Fleischgerichte zu, schneiden, würzen und marinieren, frischen ihre Warenkunde auf und üben sich im Umgang mit dem Fleischthermometer. Und weil die beiden mit ihrem Wissen nicht nur hinter der Fleischtheke glänzen wollen, verraten sie gleich hier, was sie alles gelernt haben. Viel Freude und Genuss beim Nachgrillen! „

GRAD RICHTIG

WELCHES FLEISCH BRAUCHT WELCHE GRILLTEMPERATUR?

Die richtige Temperatur ist beim Grillen entscheidend. Wer also Feuer und Flamme fürs Grillen auf Profi-Niveau ist, sollte sich die Anschaffung eines Kernthermometers (aka Fleischthermometer, Grillthermometer) überlegen.

Eine Übersicht, welche Temperatur für welches Fleisch ideal ist, haben unsere Fleischexpert*innen hier für Sie zusammengefasst.

HENNELE & GEFLÜGEL

Die wichtigste Regel bei der Zubereitung von Hühnerfleisch lautet: vor dem Genuss immer ganz durchgaren!

HENNELEBRUST

75 – 80 °C (saftig, aber gar)

GANZES HENNELE / KEULE

80 – 85 °C (am Knochen gemessen)

SCHWEIN

Schweinefleisch ist nichts für Freund*innen von blutigem Grillgut, muss aber auch nicht komplett durchgegart sein.

Schweinefilet (rosa) 60 – 65 °C

Kotelett/Nacken (saftig) 65 – 70 °C

Braten/Schulter (durch) 70 – 75 °C

Pulled Pork (extra zart) 90 °C – 95 °C

RIND

Rindfleisch ist äußerst vielseitig und schmeckt, je nach persönlichen Vorlieben, in jedem Gargrad.

Rare (blutig) 48 – 52 °C

Medium Rare (rosa) 53 – 56 °C

Medium (kernig rosa) 57 – 59 °C

Well Done (durch) 63 – 68 °C

SO MESSEN SIE RICHTIG

1. Mutig mittig: Platzieren Sie das Thermometer immer in der dicksten Stelle des Fleischstücks.

2. Nachziehen lassen: Nehmen Sie das Fleisch 2–3 °C vor Erreichen der Zieltemperatur vom Grill. Während das Fleisch ruht, steigt die Temperatur nochmals leicht an.

3. Nie aus dem Kühlschrank: Nehmen Sie das Grillgut früh genug aus dem Kühlschrank, damit es vor dem Grillen die Außentemperatur annehmen kann. Fleisch, das Umgebungstemperatur hat, gart gleichmäßiger, weil der Temperaturunterschied zum Kern geringer ist. Das Fleisch wird zarter und es ist einfacher, den gewünschten Gargrad zu erreichen.

WENIGER SCHMECKT NACH MEHR

RICHTIG WÜRZEN UND MARINIEREN

Gewürze, Marinaden und Rubs sollen den Eigengeschmack des Fleisches betonen, ohne ihn zu überdecken. Für ein gutes Steak genügen Salz, frisch gemahlener Pfeffer, ein paar Tropfen Olivenöl und ein Spritzer Zitrone. Was es sonst noch über das Würzen zu wissen gibt, erfahren Sie hier.

MARINADE ODER RUB –WAS EIGNET SICH WOFÜR?

MARINADEN …

… sind flüssige Mischungen aus Kräutern, Gewürzen und Öl. Neben der geschmacklichen Komponente sorgen sie dafür, dass das Fleisch schön zart und saftig wird. Marinieren empfiehlt sich vor allem bei großen oder dickeren Fleischstücken. Dazu am besten das Fleisch samt Marinade in einen Gefrierbeutel geben und gut durchziehen lassen. Dabei öfter wenden, damit sich die Marinade gut verteilt und gleichmäßig in das Fleisch einzieht.

RUBS …

… hingegen sind trockene oder feuchte Gewürzmischungen, die ins Fleisch eingerieben werden. Sie bilden eine geschmacksintensive Kruste und eignen sich besonders für die schnelle Zubereitung bei hoher Temperatur, aber auch für Spareribs oder Steaks.

SALZEN & PFEFFERN

Lange hat sich die Meinung gehalten, Fleisch dürfe erst nach dem Grillen gesalzen werden. Doch die Flüssigkeit, die das Salz dem Fleisch entzieht, zieht auch wieder ein und wird durch das Salz im Fleisch gebunden. Dadurch kann das Ergebnis sogar noch saftiger werden, wenn zuerst gesalzen und dann gegrillt wird. Die Pfeffermühle hingegen sollte erst gegen Ende der Garzeit zum Einsatz kommen, da Pfeffer bei großer Hitze schnell bitter wird. „

BURGER MIT AUSGELÖSTER OBERKEULE VOM WÄLDERHENNELE

FÜR 4 PORTIONEN

ZUBEREITUNGSZEIT: CA. 30 MIN.

SCHWIERIGKEITSGRAD: • ••

ZUTATEN

2 Oberkeulen vom Wälderhennele · Hühnergrillgewürz oder Gewürzmischung nach Wahl · hausgemachte Zwiebelsauce (Rezept auf Seite 9) · 4 Semmel

ZUBEREITUNG

Hühnerkeulen mit der Gewürzmischung einreiben und durchziehen lassen, anschließend 30 bis 60 Min. bei indirekter Hitze (65–70 °C) grillen, bis das Fleisch ganz durchgegart ist. Das Fleisch vom Knochen lösen, in Scheiben aufschneiden und kurz rasten lassen. In der Zwischenzeit die Semmelhälften kurz angrillen und die Semmel mit Hennelefleisch, Salat und Zwiebelsauce gefüllt servieren.

WÜRZEN MIT KRÄUTERN

Frische Kräuter sorgen auch am Grill für Abwechslung und eine b’sundrige Aromenvielfalt. Sehr gut eignen sich robuste, mediterrane Sorten wie Rosmarin, Thymian, Salbei und Oregano, die ihre Aromen auch bei starker Hitze behalten. Feine Kräuter wie Petersilie, Basilikum und Minze hingegen sollten frisch und nach dem Grillen verwendet werden. Wer nur getrocknete Kräuter zur Hand hat, sollte sie vorher in Wasser einlegen, denn getrocknete Kräuter verbrennen schnell am Grill.

OREGANO

THYMIAN

Harmoniert sehr gut mit Fleisch mit höherem Fettgehalt. Eignet sich für Marinaden oder kann wie Rosmarin als Grillkraut für die Glut verwendet werden.

SUTTERLÜTY’S KRÄUTERTÖPFLE VOM MAHLERHOF

Für jeden Geschmack ist ein Kraut gewachsen – am Mahlerhof in Höchst, nur 500 Meter vom Bodensee entfernt. Dort gedeihen seit Ende der 1990er-Jahre Gemüse, Salate und die beliebten Sutterlüty’s Kräutertöpfle. Jenny und Dominik Lumaßegger kultivieren mit viel Sorgfalt regionale Kräuterklassiker von Basilikum bis Schnittlauch in bewährter Sutterlüty’s Qualität.

Verleiht Schweinefleisch, Lamm, Rind oder Geflügel eine mediterrane Note, besonders in Kombination mit Knoblauch und Zitrone.

Verfeinert Marinaden oder kann direkt auf dem Grillgut angewendet werden.

ROSMARIN

Verbrennt nicht so leicht und entfaltet beim Grillen sein mediterranes Aroma. Perfekt für Lamm, Rind und Schwein. Tipp: einen Zweig auch auf die Glut legen.

MINZE

Passt hervorragend zu Marinaden für Lamm oder zu orientalischen Beilagen.

SALBEI

BIO-KNOBLAUCH VON KÖLLES MARKET GARDEN, HARD

Am Nordende des Lauteracher Rieds baut Daniel „Kölle“ Köllinger Gemüse, Obst und Kräuter in bester Bio-Qualität an – nach dem Prinzip des Market Gardening. Auf weniger als einem Hektar kultiviert er mit viel Handarbeit und ohne große Maschinen eine erstaunliche Vielfalt. Auch sein Bio-Knoblauch wird sorgfältig von Hand geerntet und luftgetrocknet – und überzeugt mit vollem Geschmack.

KNOBLAUCH

Ein hervorragender Begleiter beim Grillen. Passt zu fast allen gegrillten Fleischsorten, besonders zu kräftigen Varianten wie Rumpsteak, Lammkotelett und Schweinenackensteak. Da Knoblauch leicht verbrennt und bitter wird, erst zum Schluss auf das Fleisch geben!

SUTTERLÜTY’S GRILLHOLZPAKET

G’SCHEITE SCHEITE

Für spontanes Grillen mit der Familie braucht es nicht viel: ein lauschiges Plätzchen, ein paar Würschtle und Brennholz. Wer keine Zeit mit Suchen und Sammeln verplempern will, greift am besten zu Sutterlüty’s Grillholzpaket vom Spaltwerk in Hard. Da ist alles drin, wofür echte Grillfans brennen.

Es ist laut in der großen Halle in der Bahnhofstraße 16a in Hard. So laut, dass Lukas Dörler uns gar nicht bemerkt. Er hievt mit dem Holzladekran am anderen Ende der Halle gerade mehrere Baumstämme auf einmal auf eine riesige, orange-grün lackierte Maschine. Als er uns bemerkt, winkt er und ruft über den Lärm hinweg: „Ihr kommt genau richtig, wir fangen gerade mit dem Spalten an.“ Heute steht im Spaltwerk Sutterlüty’s Grillholz auf dem Produktionsplan – und genau deshalb sind wir hier. Denn dass diese All-in-Pakete b’sundrig praktisch sind, wissen wir. Aber wir wollen auch erfahren, wie sie entstehen –und woher kommt, was drinsteckt.

QUADRATISCH, PRAKTISCH, REGIONAL Inzwischen ist auch Florian, der zweite der Dörler-Brüder, zu uns gestoßen. Wie Lukas arbeitet auch er seit Jahren im Betrieb und

hat vor Kurzem gemeinsam mit seinem Bruder die Geschäftsführung von Papa Herbert übernommen. Er steigt vor uns eine Gittertreppe an der riesigen Maschine hoch und bedeutet uns, ihm zu folgen. „Das ist ein Sägespaltautomat“, erklärt er uns und grinst: „Der heißt so, weil er genau das tut: Er sägt und spaltet.“ Sobald ein Baumstamm in die eingestellte Länge zerschnitten ist, werden die Holzstücke automatisch zu einem Spaltwerkzeug mit karoförmig angeordneten Schnittmessern befördert. Und das ist der Clou, denn dieses Werkzeug sorgt dafür, dass die Scheite rechtwinkelig gespalten werden. „So haben sie einen höheren Brennwert“, sagt Florian und erklärt auch gleich warum: „Quadratische Scheite haben weniger spitze Kanten als dreieckige. Dadurch bieten sie dem Feuer weniger Angriffsfläche und brennen länger. Außerdem lassen sie sich leichter stapeln.“ Ganz schön schlau, oder? „

HOLZ AUS NACHHALTIGER

VORARLBERGER FORSTWIRTSCHAFT

Was hier gerade durch den Sägespaltautomaten läuft, sind Buchen- und Eschenstämme, beides Harthölzer mit demselben Brennwert. Für das dünnere Anzündholz verwenden die Profis Laubhölzer, hauptsächlich Tanne und Fichte. Was hier verarbeitet wird, stammt aus PEFC-zertifizierter, nachhaltiger Vorarlberger Forstwirtschaft. Auch alles andere für Sutterlüty’s Grillholzpakete bezieht das Spaltwerk aus der Nähe: Die „Brandstifter“-Anzünder werden von einem sozialen Unternehmen in Ludesch hergestellt, die Zündhölzer kauft das Spaltwerk in Hard, und die praktische Kartonverpackung mit dem Tragegriff wird im Schwarzwald produziert.

WO MIT HOLZ

GEARBEITET WIRD, DA FALLEN SPÄNE

Während die Maschine unermüdlich Holzstück um Holzstück spaltet, sortiert Florian einzelne Scheite aus, etwa solche, in denen ein harter Ast das saubere Spalten verhindert hat. „Das kommt alles in den Schredder“, sagt er und deutet auf eine weitere Maschine in der Halle. „Der macht Hackschnitzel daraus, und damit heizen wir die Trocknungsanlage.“ Diese Anlage ist unterirdisch mit mehreren Containern hinter der Halle verbunden, in denen das Holz getrocknet wird, jeder mit einem Fassungsvermögen von ca. 35 Schüttraummetern. Je nach Holzart dauert es drei bis sieben Tage, bis so eine Charge trocken ist, dann wird sie verpackt. „

Das Holz für Sutterlüty’s Grillholzpakete stammt ausschließlich aus nachhaltig bewirtschafteten Vorarlberger Wäldern. Im Spaltwerk in Hard werden die ganzen Stämme in quadratische Scheite gespalten. Das erleichtert das Aufschichten und erhöht auch noch den Brennwert.

SUTTERLÜTY’S GRILLHOLZ

In Sutterlüty’s Grillholzpaketen steckt alles, was man zum Grillen mit Holz braucht: Brennholz, Anzündholz, Anzünder und Zündhölzer – alles sauber und handlich verpackt im 6,5 kg Karton mit praktischem Tragegriff.

VON HAND UND MIT HIRN

Herbert Dörler, der den Betrieb 2014 gegründet hat, arbeitet nach wie vor jeden Tag mit. Wenn viel zu tun ist, packen zusätzlich bis zu fünf Mitarbeiter mit an. Ihre Hauptaufgabe: das Verpacken. Weil es bisher keine Maschine gibt, die mit der Kartonverpackung zurechtkommt, passiert das in Handarbeit. Zumindest war das bis jetzt so. „Wir haben jetzt selbst eine Maschine gebaut“, sagt Florian. Mehrere Jahre Tüftelei und etliche Fehlschläge hat es den gelernten Maschinenbauer gekostet, doch jetzt gibt es einen Prototypen, der zu 100 Prozent funktioniert. „Damit sind wir zweieinhalbmal so schnell wie bisher“, freut sich Florian. Heute aber steht Herbert noch an der Packstation: 6,5 Kilogramm Brennholz kommen hier zusammen mit ausreichend Anzündholz, dem Anzünder und einer Zündholzschachtel in jeden Karton.

SPALTWERK GMBH FLORIAN DÖRLER UND LUKAS DÖRLER

Bahnhofstraße 16a, 6971 Hard Tel. +43 (0)664 / 402 52 54 info@spaltwerk.at spaltwerk.at

Damit ist alles da, was es für ein g’höriges Grill- oder Lagerfeuer braucht. „Wenn das Holz aufgebraucht ist, kann man den Karton auch noch verbrennen“, sagt Florian. Dann hinterlässt die gemütliche Grillerei auch garantiert nichts außer satten Bäuchen, lustigen Fotos und schönen Erinnerungen. ¿

Florian Dörler, Geschäftsführung Technik und Verwaltung
Lukas Dörler, Geschäftsführung Produktion
Herbert Dörler, Gründer und stolzer Vater

DER PERFEKTE GRILLMOMENT

WIE DIE WURST AUFS FEUER KOMMT

Wenn das Feuer knistert und sich der Duft von Holz und Glut ausbreitet, scheint alles bereit für den perfekten Grillmoment. Doch dafür braucht es mehr als Sonne, ein schönes Plätzchen und gute Gesellschaft …

FRÜHSCHICHT IN BIZAU

Auch bei Broger Bregenzerwälder Fleischwaren bekommt man von dem Duft so früh am Morgen schon Hunger. Während wir noch etwas müde an der Türe stehen, begrüßt uns Betriebsleiter Leonhard Peter bereits bestens gelaunt und führt uns direkt in die Produktion. Gearbeitet wird hier nämlich längst, denn die Schicht beginnt schon um fünf Uhr früh. „Vor einer Stunde haben hier schon alle gefrühstückt“, erklärt er uns. Wobei es „gejausnet“ wohl besser treffen würde, denn in der Kantine wird stets eine Auswahl der eigenen Wurstspezialitäten serviert. Produziert wird nur an vier Tagen: Von Montag bis Donnerstag gibt es jeden Tag Würstel – und daneben alle anderen Fleischspezialitäten von Kochschinken bis Suppeneinlagen. Die Viertagewoche hat gleich mehrere Gründe: Für unterschiedliche Produkte müssen die Maschinen nämlich umgerüstet werden –ein großer Aufwand, der viel Energie, Wasser und Zeit kostet. Es ist also nachhaltiger, länger an einem Produkt zu arbeiten und dafür

einen zusätzlichen freien Tag zu machen. Diese Pause am langen Wochenende schätzt das Team sehr. Apropos Team: Vierundzwanzig Personen arbeiten in der Traditionsmetzgerei, und – das ist Leonhard b’sundrig wichtig – jede und jeder trägt dazu bei, dass bei den Kund*innen die gewohnte Qualität ankommt: „Vom Vorbereiten übers Würzen, Zerkleinern, Abfüllen, Räuchern und Verpacken – jeder Handgriff sitzt.“ Das wollen wir uns natürlich genauer ansehen.

DER RICHTIGE BISS

Am Montag wird der Großteil des Fleisches geliefert und bis zum Ende der Woche verarbeitet. Entscheidend für eine gute Wurst sind vor allem die hochwertigen Fleischsorten –ihr natürlicher Fettanteil beeinflusst später Struktur, Biss und Geschmack. Der präzise Meatmaster hilft beim Abwiegen, damit jede Charge gleich gut gelingt oder, einfacher gesagt, die Wurst immer so schmeckt, wie man sie kennt. „

Im Kutter wird das Fleisch mit Salz und Gewürzen zu feinem Brät verarbeitet. Je nach Rezeptur entstehen dabei ganz unterschiedliche Würste: Während ein Landjäger eher grobkörnig bleibt, braucht der Schübling, der heute produziert wird, besonders feines Brät für seinen typischen Biss. Die Rezepturen sind übrigens alles althergebrachte Originale. Was also vor fünfzig Jahren nach Broger geschmeckt hat, tut das auch heute noch. Deshalb verzichtet der Traditionsbetrieb auch komplett auf künstliche Geschmacksverstärker, Gluten und Laktose.

SCHÖN GEBRÄUNT

Besonders spannend wird es am Wurstfüller: Petra Gmeinder und Miodrag Dabic sind erfahrene Abfüller*innen und bringen das Schüblingbrät geschickt in Naturdärme. Dabei ist Fingerspitzengefühl gefragt, denn der hochwertige Naturdarm reißt bei zu viel Druck leicht.

TRADITIONSMETZGEREI BROGER IN BIZAU

Unterdorf 395 6874 Bizau www.broger.cc

SIE HIER

MEHR INFOS FINDEN

Mit wenigen geübten Handgriffen zieht Zaki

Awil die Würste anschließend auf lange Metallstangen und hängt diese in den Rauchwagen. Hier erklärt uns Leonhard auch, warum die Würste leicht gebogen sind: Die typische Form entsteht durch die natürliche Krümmung des Darms. Ist der Wagen voll, geht es in die Rauchanlage. Zuerst werden die Würste aber noch getrocknet, damit sie den Rauch besser annehmen können. Zum Räuchern wird Buchenholz stark erhitzt, sodass ein feiner Glimmrauch entsteht. Anders als harzige Weichhölzer entwickelt das Hartholz der Buche einen angenehm milden und leicht süßlichen Rauchgeschmack. „Hier bekommt der Schübling schon vor dem Grillen seine Sommerfarbe“, witzelt Leonhard vor der Rauchkammer. „Das macht ihn so unglaublich vielseitig“, fügt er noch hinzu, „denn es

gibt ihn kalt oder warm, als Wurstsalat, in Wurstnudeln, paniert, gebacken oder natürlich direkt vom Grill.“

JETZT WIRD GEGRILLT

Nach dem Räuchern werden die Schüblinge gebrüht, in Paare getrennt, vakuumiert und für den Verkauf vorbereitet. Im Ländlemarkt landen sie schließlich schön verpackt in den Regalen – bereit für den nächsten Grillabend oder eine Wanderpause, zum Beispiel am Rheinholz. Nach Leonhards Empfehlung greifen wir bei der nächsten Tour natürlich sofort zum Schübling. Schön eingeritzt und langsam über dem Feuer gegrillt, bekommt die Wurst eine knusprige Haut, während sie innen wunderbar saftig bleibt. Schon beim ersten Bissen wird uns klar: Der perfekte Grillmoment beginnt schon lange vor dem Grillen – nämlich in der Traditionsmetzgerei Broger in Bizau. ¿

ZWISCHEN WALD UND WASSER AUF ENTDECKUNGSTOUR

AM RHEINSPITZ

Kühle Auen, weite Streuwiesen, die Berge im Rücken, der tiefblaue Bodensee im Blick –diese einfache Runde um den Rheinspitz ist wie gemacht für große und kleine Abenteurer*innen.

MÄRCHENHAFTER

WALD

Mit den Rucksäcken voller Proviant und Grillholz starten wir unseren Ausflug am Parkplatz Rheinholz in Gaißau. Noch ist der Auwald, der dem Bodensee hier vorgelagert ist, taufrisch, und auch an Sommertagen bleibt er herrlich kühl. Es kommt einem fast vor wie im Märchen – hohe Eichen, Ahorne, Pappeln und Föhren säumen den breiten Spazierweg, rundum liegt alles in dichtem Grün. Bei der ersten Abzweigung nach etwa 300 Metern halten wir uns rechts und

passieren die Alpe Rheinholz, die niedrigstgelegene Alpe Österreichs. Es ist eine sogenannte Tieflandalpe: Zwischen Bodenseeluft und weitem Himmel zieht das Vieh hier vor allem im Frühling und Herbst gemächlich über die dahinter liegenden Wiesen – und hält sie ganz nebenbei offen: Denn wo die Tiere weiden, kann sich der Wald das Gebiet nicht zurückerobern. So bleibt die außergewöhnliche Artenvielfalt dieses über Jahrzehnte gewachsenen Biotops erhalten. „

Am Ende des Auwalds geht es durch das hohe Schilf zum See. Während das Lagerfeuer entfacht wird und die ersten Schüblinge über die Glut kommen, breitet sich mit dem Blick auf den See richtige Urlaubsstimmung aus.

Nach dem Schmaus bleibt noch genügend Zeit, um am Ufer zu spielen – oder mit dem Fernglas auf Entdeckungstour zu gehen.

MEHR INFOS ZU DEN GRILLWÜRSTEN VON DER METZGEREI BROGER GIBT ES HIER ODER AB SEITE 32

SCHWÄBISCHES MEER

Über den breiten Weg erreichen wir bald den schmalen Saum von Streuwiesen – dahinter öffnet sich die Weite des Bodensees. Wer dieses Gebiet weiter erkunden möchte, kann hier rechts zum Entenbad abzweigen und gelangt über den Wetterwinkel zurück zum Parkplatz. Dabei ist allerdings wichtig, dass man auf den ausgewiesenen Wegen bleibt –was natürlich für das ganze Naturschutzgebiet Rheinholz gilt. Unser Weg führt weiter Richtung Badestrand, also gegen den Uhrzeigersinn um den Rheinspitz. Der Kiesstrand wirkt fast maritim – karg, windoffen, mit knorrigen Bäumen und struppigen Büschen, so macht der Bodensee seinem Beinamen „Schwäbisches Meer“ alle Ehre. Aus dem Wasser ragen Holzpfähle, dahinter glitzert das weite Wasser. Wie aufgefädelt sitzt da eine Reihe von Kormoranen, die das Gebiet schon längst für sich erobert haben. Bevor der Uferweg wieder landeinwärts führt, liegt hinter einem Zaun der Badestrand des Rheinspitz. Hier ist Grillen erlaubt und es gibt zahlreiche Feuerstellen. Während die Großen Feuer machen, sind die Kleinen schon beschäftigt: Steinmännle bauen, Muscheln sammeln, planschen, baden, verstecken – es gibt viel zu tun. Die Grillerei ist simpel – Schübling, St. Galler und Bratwürste, dazu Wurzelbrot und Rohkost. Wer es bequemer mag, kehrt beim Rheinholzkiosk zu. „

DAS SCHÖNSTE FLECKCHEN IM LÄNDLE …

… ist für Walter Niederer das Rheinholz. Als Geschäftsführer des Naturschutzvereins Rheindelta kennt er das Gebiet schon seit vielen Jahren: „Vor allem im Frühling wird der Auwald vom Bodensee überflutet – genau das macht ihn zu einem besonders artenreichen Lebensraum. Entsprechend interessant ist er für Ornitholog*innen, die hier etwa nach dem scheuen Pirol Ausschau halten und ihn trotz seines leuchtend gelben Gefieders oft nur singen hören. Sind die Wege überflutet, sollten sie gemieden werden; auf dem breiten und gut gewarteten Hauptweg passiert das jedoch selten. Deshalb würde ich bei einer Wanderung diesen Weg wählen; er ist auch für alle leicht zu bewältigen. Übrigens: Das Rheinholz ist nicht nur im Sommer reizvoll, sondern es hat zu jeder Jahreszeit einen ganz eigenen, b’sundrigen Charme.“

ABENTEUER PUR!

Nach einer ausgiebigen Pause machen wir uns wieder auf den Rückweg, für den es unterschiedliche Varianten gibt: Der schnellste Weg ist auch der bequemste; er führt direkt durch den Auwald zurück zum Parkplatz und ist mit Laufrädle, Fahrrad oder Bollerwagen gut machbar. Reizvoller ist der alte Zollweg: ein schmaler Pfad, der sich über Stock und Stein dem alten Rhein entlangzieht. Immer

wieder gibt es kleine Hindernisse zu überwinden, denn das Altholz darf hier liegen bleiben. Laufen, springen, kraxeln – hier können sich Kinder so richtig austoben und dabei den Wald hautnah erleben. Nach rund dreißig Minuten zweigen wir links wieder zum Hauptweg ab und genießen die letzten Meter im kühlen Grün des Auwalds. Was für ein herrlicher Ausflug – wir kommen bestimmt wieder! ¿

WANDERINFOS

GEHZEIT

ca. 1,5–2 Stunden

STRECKE

ca. 5 km

SICHERE PLANUNG

Wie bei jeder Wanderung sind auch im Rheinholz gutes Schuhwerk, Kleidung im Schichtprinzip sowie Sonnenschutz empfehlenswert. Die breiten Hauptwege eignen sich auch für das Fahrrad, schmale Pfade wie der Zollweg sind nur zu Fuß passierbar. Mit Picknickdecke und Proviant lässt sich die Rast im Badebereich entspannt gestalten. Grillholz kann selbst mitgebracht

werden; das Holz vor Ort darf ebenfalls verwendet werden. Der Rheinholzkiosk bietet in den Sommermonaten Würstle, Karree, Käse und Kuchen (Montag Ruhetag).

ANREISE

In Gaißau bei der Kirche rechts abbiegen und weiter bis zum kostenlosen Parkplatz Rheinspitz fahren. Mit dem Fahrrad kann man die Route auch bis zum Rohrspitz oder weiter bis nach Hard verlängern.

Busverbindungen gibt es von Bregenz (Linie 140) oder von Dornbirn (Linie 160). Ab der Haltestelle Kesslerplatz sind es etwa 2,5 km bis zum Parkplatz Rheinholz.

TAPAS OLÉ BRATPAPRIKA WIE

IN SPANIEN

Pimientos de Padrón … Spanien-Fans läuft bei diesen Worten vermutlich das Wasser im Mund zusammen, denn dort bekommt man die kleinen grünen Bratpaprika in jeder Tapas-Bar. Wer nicht auf den Urlaub warten möchte, findet die knackige Köstlichkeit schon bald auch bei Sutterlüty –erntefrisch aus Polders Garten in Hard.

Im Juni grünt es bereits dicht und üppig im großzügigen Gewächshaus von Polders Garten, aber noch ist Harald Köhlmeier zwischen seinen Paprikapflanzen deutlich auszumachen. Bald jedoch werden sie ihm wieder „über den Kopf wachsen“ –und dann ist es Zeit für die Ernte seiner Pimientos de Padrón, die demnächst wieder in den Ländlemärkten als Sutterlüty’s Bratpaprika erhältlich sein werden.

Seine Pimientos de Padrón zieht Harald Köhlmeier selbst. Erst wenn die Jungpflanzen groß genug sind, setzt er die Bratpaprika in sein Gewächshaus und später weitere ins Freiland. Kurz darauf zeigen sich bereits die ersten Blüten und Fruchtansätze.

EINE IDEE MIT WURZELN IN SPANIEN

Pimientos de Padrón stammen aus Spanien – wie so einiges, das Haralds Lebensweg eine überraschende Wendung gegeben hat. Denn seine ersten Schritte als Bio-Bauer hat der ehemalige Bürgermeister von Hard mit einer anderen Pflanze aus Spanien gemacht: Polders Garten ist vor allem für hochwertige Bio-Aloe-vera bekannt, die einzige übrigens, die im deutschsprachigen Europa angebaut wird. Die Mutterpflanze seiner Ableger hat Harald vor mehr als zwanzig Jahren aus einem Spanienurlaub mitgebracht. Womöglich hat er damals auch das erste Mal in einer Tapasbar Pimientos de Padrón gegessen, so genau weiß er das nicht mehr.

SPEZIELLES, DAS SONST

NIEMAND MACHT

„Ich konzentriere mich auf Spezielles, das sonst niemand macht“, erzählt Harald. „Normale Paprika kriegt man ja überall, aber die hier nicht“, sagt er und reicht uns eine der rund fünf Zentimeter langen Schoten. Pimientos werden grün geerntet, dann haben sie ihren charakteristischen, fruchtigen Geschmack. Lässt man die Früchte reifen, werden sie, wie die meisten Paprikasorten, irgendwann rot und entwickeln eine kräftige Schärfe. „Darum ernten wir nur bis Ende August, Anfang September, dann sind sie noch schön mild.“ Genau richtig also für die Grillsaison, denn gegrillt schmecken sie am besten. „…mit ein bisschen Olivenöl, einer Prise grobem Meersalz oder Fleur de Sel –mehr braucht es nicht“, schwärmt Harald. „

PIMIENTOS DE PADRÓN –BRATPAPRIKA

FÜR 4 PORTIONEN

ZUBEREITUNGSZEIT: CA. 20 MIN. SCHWIERIGKEITSGRAD: • ••

ZUTATEN

500 g Sutterlüty’s Bratpaprika · 4 EL Olivenöl grobes Meersalz oder Fleur de Sel optional etwas Zitronensaft

ZUBEREITUNG

Die Pimientos gründlich mit kaltem Wasser waschen und gut abtrocknen. In einer großen Schüssel Olivenöl und Bratpaprika gut durchmischen und beiseitestellen. Den Grill auf mittlere Hitze vorheizen, die Pimientos zusammen und bei direkter Hitze etwa 5 bis 7 Minuten grillen, bis sie schrumpelig und leicht verkohlt sind. Dabei gelegentlich wenden, damit sie gleichmäßig garen. Anschließend die Pimientos vom Grill nehmen, auf einen großen Teller geben, großzügig mit grobem Meersalz oder Fleur de Sel bestreuen und heiß servieren. Nach Belieben kann noch ein Spritzer Zitronensaft hinzugefügt werden.

GEFÜLLTE BRATPAPRIKA MIT SPECK

FÜR 4 PORTIONEN

ZUBEREITUNGSZEIT: CA. 30 MIN. SCHWIERIGKEITSGRAD: • ••

ZUTATEN

250 g Sutterlüty’s Bratpaprika · 150 g Sutterlüty’s Hirtenkäse · 150 g Speckstreifen · etwas Olivenöl grobes Meersalz

ZUBEREITUNG

Die Bratpaprika gründlich mit kaltem Wasser waschen und gut abtrocknen. Danach längs aufschneiden und von den Kernen befreien. Den Hirtenkäse in Stifte schneiden, ca. in der Größe der Bratpaprika.

Die vorbereiteten Paprika mit dem Käse füllen und anschließend jeweils mit einer Scheibe Speck umwickelt auf den vorgeheizten Grill legen. Bei mittlerer Hitze rundum grillen, bis der Speck knusprig und goldbraun ist. Vor dem Servieren mit etwas grobem Meersalz bestreuen und heiß genießen.

VOM BÜRGERMEISTER ZUM

BIO-GEMÜSEBAUERN

Während Harald sich wieder seinen Paprikastauden zuwendet, kommen wir ein wenig ins Plaudern. Wir fragen, wie es denn dazu gekommen sei, dass ein ehemaliger Bürgermeister auf Bio-Gemüsebau umgesattelt hat. „Das liegt bei uns ein wenig in der Familie“, erzählt Harald. „Mein Urgroßvater Leopold war schon Landwirt.“ Nach dessen Hausnamen „Polder“ ist auch Haralds Betrieb benannt. Als ihm selbst dann nach zehn Jahren im Bürgermeisteramt klar geworden sei, dass dieser Job auf Dauer zu viel von seinem Familienleben abverlangt, habe er sich 2019 entschieden, zurückzutreten. Während der Pandemie habe er auch endlich einmal Zeit gehabt, in sich zu gehen. Ein Gedanke habe ihn damals nicht mehr losgelassen: Ob es nicht möglich wäre, auch in Vorarlberg Aloe vera anzubauen. „Wir haben dann als Familie gemeinsam entschieden, es einfach zu probieren.“

BIO UND IN TOP-QUALITÄT

Naturnaher Anbau, höchste Qualität und ein möglichst geringer ökologischer Fußabdruck sind Harald bei allen seinen Pflanzen wichtig. Deshalb hat er den Betrieb auch bio-zertifizieren lassen. 1,5 Hektar gehören zu Polders Garten, das meiste davon direkt um das Gewächshaus herum. Auch hier draußen wachsen Pimientos und scharfe Chili de Cayenne, die ebenfalls bei Sutterlüty erhältlich sein werden. Die Pflanzen im Freien brauchen allerdings noch ein bisschen, weil sie später ausgepflanzt worden sind. „Über den Winter ist hier Wickroggen gewachsen, das ist ein super Gründünger“, erklärt Harald. Im Gewächshaus selbst ist es schwieriger, die Fruchtfolge einzuhalten, aber auch das bekommt Harald hin. Einfallsreichtum braucht es so oder so, wenn man als kleiner Bio-Gemüsebauer von der Landwirtschaft leben möchte.

POLDERS GARTEN HARALD KÖHLMEIER

Kotterstraße 4, 6971 Hard Tel. +43 (0) 676 / 886 972 33 info@poldersgarten.at www.poldersgarten.at

MEHR INFOS FINDEN SIE HIER

Doch an Ideen mangelt es Harald ganz sicher nicht. „Ich probiere vieles aus, und das meiste ist sehr vielversprechend“, sagt er, und ein Lächeln umspielt seine Mundwinkel. Wer weiß, womöglich wird es auch bei Sutterlüty schon bald wieder Neuigkeiten aus Polders Garten zu entdecken geben –und bis dahin genießen wir einfach die köstlichen Sutterlüty’s Bratpaprika. Olé! ¿

ZARTER GENUSS SAFTIG, MILCHIG, BUTTRIG, WEICH

Der Sutterlüty’s Bio-Mozzarella von den Kißlegg Käsefreunden im Allgäu zeigt, was gute Milch kann. Wir haben den Weg von der Kuh bis zur fertigen Kugel begleitet – und dabei erlebt, wie viel Handwerk und Erfahrung in jedem Schritt steckt.

TAUFRISCHE KRÄUTERWIESEN

Als wir uns an einem Montagmorgen Anfang Mai zur Besichtigung der Milchproduktion für den Sutterlüty’s Bio-Mozzarella auf dem Bauernhof von Josef und Magdalena Geißler in Oberstaufen treffen, liegt noch frischer Tau auf den üppig grünen Wiesen und die 25 Kühe machen die ersten gemächlichen Schritte auf der kühlen Bergweide. Doch unser Besuch bringt Bewegung in die Gruppe: Neugierig stapfen einige der Damen zu unserem Fotografen, eine schleckt ihm sogar keck über die Hand. Doch das Gespräch über die Bioland-Milch, die gute Zusammenarbeit unter den Allgäuer Bergbauern und die hohen Qualitätsansprüche der Kißlegg Käsefreunde scheint sie – im Gegensatz zu uns – wenig zu

beeindrucken, und sie wenden sich wieder ihrer Lieblingsbeschäftigung zu, dem gemütlichen Grasen. Erst als Josef unserem Category Manager für Käse, Obst und Gemüse, Dominik Thaler, den vollautomatischen Melkroboter zeigt, wird ihre Aufmerksamkeit wieder geweckt. „Mit seiner Eutermassage und der feinen Reinigung vor dem Melken ist er bei den Kühen sehr beliebt“, erklärt Josef, „und so können sie auch selbst entscheiden, wann sie gemolken werden wollen.“ Wie zur Demonstration trottet eine Kuh direkt in die Anlage und demonstriert, was das Wunderding alles gleichzeitig kann: massieren, melken, messen – und die Milch schließlich vollkommen hygienisch bis zur Abholung in Tanks lagern. „

FÜR MOZZARELLA MUSS MAN DAS RICHTIGE FEELING HABEN.

REIFUNGSPROZESSE

Für die Milch – und für uns – geht es vom Bauernhof aus zügig weiter zur Mozzarellaproduktion in Kißlegg. Auf dem Firmengelände erwartet uns schon der Großkundenbetreuer Jürgen Gasser, der Dominik von der Idee der Kißlegger Käsefreunde erzählt: Damit die ganze Region von der guten Biomilch aus dem Allgäu profitieren kann, haben sich die Käseproduzenten Christof und Markus Züger 2016 mit erfahrenen Milchtechnologen zu einem Unternehmen zusammengeschlossen und die Mozzarellaproduktion in verschiedenen Bio-Milchqualitäten nach Zaisenhofen geholt. Heuer feiert das Unternehmen sein zehnjähriges Jubiläum und blickt stolz auf eine beeindruckende Entwicklung zurück: Inzwischen verarbeiten siebzig Personen mit drei Azubis im Zweischichtbetreib jährlich rund 33 Millionen Liter Biomilch zu 3.500 Tonnen Speisemozzarella. Die innovativen Käsefreunde haben zahlreiche Auszeichnungen und Zertifikate erreicht, wie beispielsweise DLG-Gold, und entwickeln ihr Sortiment stetig weiter – seit Mai gibt es beispielsweise eine Bio-Burrata. Auch Nachhaltigkeit wird großgeschrieben: Molke kann als Koppelprodukt vollständig weiterverwertet werden, die Produktion ist energieeffizient ausgelegt, und beim geplanten Ausbau des Standorts entstehen neue Photovoltaikanlagen. Doch der ganze Stolz der Käsefreunde sind ihre Mitarbeiter*innen: Milcheinkäufer Christoph Abt zum Beispiel ist nicht nur seit Anbeginn mit dabei, er kennt sich auch im ländlichen Milieu aus, weil er früher selbst auf einem Bauernhof mitgeholfen hat: „Die Bauern merken sofort, wenn sie mit jemandem reden, der sich auf dem Land auskennt.“

Auch die Produktionsleiter Manuel Hiemer und Steffen Kathan haben die Entwicklung des Mozzarellas über viele Jahre begleitet. Sie kümmern sich darum, die verschiedenen Milchsorten in der Produktion zu jonglieren und schnell Lösungen zu finden, wenn es Probleme gibt. Für Manuel ist klar: „Bei Pasta-Filata-Käse wie Mozzarella muss man das richtige Feeling haben.“ Was genau er damit meint, zeigt er uns am liebsten gleich in der Produktion selbst.

HEILIGE HALLEN

Bevor wir aber die heiligen Produktionshallen betreten dürfen, ist ein Hygienecheck angesagt. „Neben dem Wissen über das Handwerk ist ein ausgeprägtes Hygienebewusstsein das Um und Auf“, erklärt uns Manuel, während wir in den vorgeschriebenen Overall, die Überschuhe und das Haarnetz schlüpfen. Auch die Milch durchläuft bei der Anlieferung eine Qualitätskontrolle; erst wenn hier alles stimmt, wird sie für die Weiterverarbeitung pasteurisiert. Dann geht alles recht schnell: Die Milch wird in großen Behältern mit Milchsäurekulturen und Lab vermengt, sodass sie eindickt. Die Gallerte, so nennt der Experte die eingedickte Milch, wird dann geschnitten, und für die weitere Verarbeitung werden Käse und Molke voneinander getrennt. Natürlich überwacht ein Milchtechnologe den Prozess genau, denn auch heute noch ist trotz aller Automatisierung Fingerspitzengefühl gefragt. „Milch ist lebendig – welche Kräuter auf der Wiese gerade wachsen, also welches Futter die Kuh frisst, verändert die Zusammensetzung der Milch“, verrät uns Manuel. Deshalb ist den Käsefreunden die Milchqualität auch so b’sundrig wichtig. „

KISSLEGG KÄSEFREUNDE GMBH

Wangener Str. 42 88353 Kißlegg

Deutschland

Tel. +49 (0)7563 / 913 600 www.kaesefreunde.eu

Für unseren Bio-Mozzarella verwenden sie beispielsweise nur Bioland-Milch, deren Qualitätskriterien über den EU-Richtlinien liegen. Ist der Käsebruch von der Molke getrennt, folgt der entscheidende Schritt der Mozzarella-Herstellung: In der PastaFilata-Maschine wird die Masse mit heißem Wasser, Sahne und Salz bei über 60 °C aufgebrüht und geknetet – so entstehen die typische faserige Struktur und die charakteristische Elastizität. Der Produktionsmitarbeiter Avdi Kastrati zeigt uns, wie sich die Käsemasse nun wie Brotteig ziehen lässt. Er prüft die Struktur genau, bevor die Masse in der Formtrommel zu den typischen Mozzarellakugeln ausgeformt wird. Dann laufen die Kugeln über Förderbänder durch mehrere Kühlbäder und werden schließlich mit Salzlake in Beutelchen abgepackt. „

Vor dem Tank erklärt Manuel, wie aus Milch mit Milchsäurekulturen und Lab die Grundlage für Mozzarella entsteht. Ob die Masse die richtige Konsistenz hat, zeigt später die Ziehprobe – erst dann werden die Mozzarellakugeln geformt.

FEINSINNIGE VORKOSTER

Hübsch verpackt lagern die Käsle nun in der großen Kühlanlage und warten auf die baldige Lieferung in den Ländlemarkt. Doch damit ist der Produktionsprozess noch nicht ganz abgeschlossen, denn jeden Morgen pünktlich um acht wird der Mozzarella der letzten Schicht bei einer Qualitätskontrolle verkostet. Obwohl diese Schicht noch nicht zu Ende ist, dürfen wir den Sutterlüty’s Bio-Mozzarella schon vorab verkosten. Produktionsleiter Steffen packt ihn aus und legt ihn auf einen Teller: „Ein bisschen ist es wie mit gutem Wein, man muss ihn liegen lassen, damit er atmen kann. Erst wenn der Mozzarella Tränen bekommt, ist der Genuss perfekt.“ Beim Schneiden fällt uns gleich die feste Struktur auf, die den Käse ideal für die Küche macht. Und der Geschmack? Saftig, milchig, buttrig, weich – einfach perfekt! Deshalb leuchten unsere Augen, als Jürgen uns zum Mitnehmen ein ganzes Kühltäschchen vollpackt. Das einzige Problem: So gut, wie der Mozzarella schmeckt, werden wir bald Nachschub brauchen. Zum Glück gibt’s den Sutterlüty’s Bio-Mozzarella ab sofort in jedem Ländlemarkt! ¿

Während Manuel und Jürgen fachsimpeln, präsentiert Dominik stolz den frisch produzierten Sutterlüty’s Bio-Mozzarella.

MOZZARELLA NEU INTERPRETIERT

LUST AUF SOMMER

Der Sutterlüty’s Bio-Mozzarella von den Kißlegg Käsefreunden kann weit mehr als nur Caprese. Mit süßer Melone, warmen Kichererbsen oder fruchtigen Birnen zeigen diese drei Rezepte, wie spannend Mozzarella auch abseits des Klassikers schmecken kann.

MELONEN-MOZZARELLA-SALAT

FÜR 2 PERSONEN

ZUBEREITUNGSZEIT: CA. 30 MIN.

SCHWIERIGKEITSGRAD:

ZUTATEN

½ Cantaloupe-Melone · 2 Sutterlüty’s BioMozzarella · 4 Scheiben Prosciutto etwas frisches Basilikum · etwas Vinaigrette

ZUBEREITUNG

Die Melone schälen und entkernen, dann mit einem Gemüsehobel oder scharfen Messer in dünne Scheiben schneiden. Diese auf zwei flachen Tellern auslegen und mit etwas Vinaigrette beträufeln. Den halbierten und in Scheiben geschnittenen Mozzarella zwischen den Melonenscheiben anrichten und darüber den in Stücke gezupften Prosciutto verteilen. Mit der Vinaigrette abrunden und mit frischen Basilikumblättern dekorieren.

SCHNELLE VINAIGRETTE

Wenige Zutaten, viel Geschmack: Für die Vinaigrette 4 EL Olivenöl, 1 EL Zitronensaft, 1 TL Honig, Salz und Pfeffer in ein Schraubglas geben und kräftig schütteln. Die Vinaigrette passt perfekt zu Sommersalaten.

BIRNEN-MOZZARELLA-SALAT

FÜR 2 PERSONEN

ZUBEREITUNGSZEIT: CA. 30 MIN.

SCHWIERIGKEITSGRAD: • ••

ZUTATEN

2 Birnen · 2 Sutterlüty’s Bio-Mozzarella

1 Handvoll Rucola · 1 Handvoll Walnüsse grob gehackt · etwas frischer Thymian etwas Vinaigrette

ZUBEREITUNG

Die Birnen waschen und mit einem Gemüsehobel oder scharfen Messer in dünne Scheiben schneiden, auf flachen Tellern auslegen und mit etwas Vinaigrette (siehe Seite 59) beträufeln. Eine Handvoll Rucola über den Birnenscheiben verteilen. Darauf folgen der gewürfelte Mozzarella und die Walnüsse. Mit etwas Vinaigrette und frischem Thymian servieren.

TOMATEN-MOZZARELLA-SALAT MIT GERÖSTETEN KICHERERBSEN

FÜR 2 PERSONEN

ZUBEREITUNGSZEIT: CA. 30 MIN.

SCHWIERIGKEITSGRAD: • ••

ZUTATEN

1 kleine Dose Kichererbsen · 2 Sutterlüty’s BioMozzarella · 200 g bunte Kirschtomaten

1 Handvoll Rucola · Salz, Pfeffer, Olivenöl etwas Vinaigrette

ZUBEREITUNG

Backrohr auf 210 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Kichererbsen abgießen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben. Dort mit etwas Salz, Pfeffer und Olivenöl marinieren und für etwa 30 Minuten backen. In der Zwischenzeit die bunten Kirschtomaten vierteln und in einer Schüssel mit etwas Olivenöl, Salz und Pfeffer marinieren. Den Mozzarella in dünne Scheiben schneiden, auf zwei flache Teller verteilen und mit etwas Vinaigrette (siehe Seite 59) beträufeln. Nun die marinierten Tomaten darauf geben, mit etwas Rucola garnieren und die gerösteten, warmen Kichererbsen darüber verteilen. Mit etwas Vinaigrette abrunden und mit frischem, knusprigem Baguette genießen.

B’SUNDRIG GUT UNSERE LIEBLINGE

Bei Sutterlüty gibt es immer wieder allerhand Neues und b’sundrig Gutes zu entdecken. Unsere aktuellen

Lieblinge stellen wir Ihnen gleich hier vor.

NEU AUS DEM LÄNDLE

SCOBYDOO, UND WAS TRINKST DU? JA!NATÜRLICH BIO-KOMBUCHA

Die österreichische Variante des ostasiatischen Kult-Getränks aus heimischem Bio-Brennnesseltee. Natürlich fermentiert mit wertvollen „Scoby“-Bakterienund Hefekulturen. Spritzig, erfrischend und alkoholfrei.

MANN, DAS PFLEGT! METZLER-MOLKE-MÄNNERPFLEGE

Speziell auf die Anforderungen von Männerhaut abgestimmte Pflege mit natürlichen Inhaltsstoffe aus Ziegenmolke, Kiefernharz, Mariendistel und Spitzwegerich. Feuchtigkeitsspendend und belebend.

BROTGENUSS IM KLEINFORMAT MINI-WURZELBROTE VON DER ALOIS HAMMERL LANDBÄCKEREI

Mit knuspriger Kruste und lockerer Krume stehen diese Kleinen ihren großen Vorbildern in nichts nach. Ihre mediterrane oder orientalische Note allerdings bringt großartige Abwechslung in die Sommerküche. Perfekt für Sandwiches, zum Grillen oder zum Salat.

MEHR INFOS ZUR ALOIS HAMMERL LANDBÄCKEREI

DA GEHT WAS WEITER

ESN-PROTEINSHAKES & -PROTEINKAFFEE

ESN steht für „Elite Sports Nutrition“. Alle Produkte werden gemeinsam mit Athlet*innen, Ernährungswissenschaftler*innen und Produktexpert*innen entwickelt und nach höchsten Qualitätsstandards geprüft.

HOLY MOLY! HOLY-ENERGYDRINKS

Zuckerfreie Energydrinks, die hervorragend schmecken? Gibt’s bei Holy. Jetzt probieren. Super Geschmack mit natürlichen Aromen und ohne Zucker.

„LA TRAVIATA“ DER SOMMER HAT PREMIERE

Sommerliche Leichtigkeit trifft auf italienische Bitterorange: Das Mohrenbräu Festspielbier 2026 bringt den Geist von „La traviata“ ins Glas und die Genussmomente nach Hause.

Serviertipp: Eiswürfel. Orangenscheibe. Rosmarinzweig.

EIN FESTSPIELBIER MIT ITALIENISCHER SEELE

Mit dem diesjährigen Festspielbier schlägt die Mohrenbrauerei ein neues Kapitel auf. Ein fein abgestimmtes Weizenbier trifft auf die elegante Bitterkeit von Bitterorangen und vereint damit zwei Geschmackswelten, die überraschend harmonisch zusammenspielen. Das Ergebnis ist ein Kreativbier, das Leichtigkeit, Frische und Charakter in sich vereint, inspiriert vom italienischen Geist der Oper „La traviata“.

SOMMERLICHE AROMEN IM RAMPENLICHT

Bereits die warme orangefarbene Optik macht neugierig. In der Nase entfalten sich fruchtige Noten von Bitterorange und Banane, während am Gaumen eine angenehme Bittere auf feine Süße trifft. Der spritzige Ausklang sorgt für ein erfrischendes Geschmackserlebnis und macht das Festspielbier mit seinen 5 % Vol. zum idealen Begleiter für sonnige Tage und herrlich laue Sommernächte am See oder im eigenen Garten. „

CHARCUTERIE-CHIPS MOHRENBRÄUFESTSPIEL-STYLE

FÜR 4 PERSONEN

ZUBEREITUNGSZEIT: CA. 10 MIN.

SCHWIERIGKEITSGRAD: • ••

ZUTATEN

1 Packung Dietrich Riebel-Chips salzig · 1 Packung

Prosciutto Crudo Rosa del Angelo · 1 Packung

Saltufo Trüffelsalami · Balsamico-Creme · Handvoll Parmesanspäne · eine Packung Aromatica

Artischockenherzen · Handvoll grüne Oliven geschnitten

ZUBEREITUNG

Die Dietrich Riebel-Chips auf einer großen Servierplatte oder einem Holzbrett verteilen. Die vorgeschnittene Tartufo Trüffelsalami sowie den Prosciutto locker darauf anrichten. Die Artischockenherzen zusammen mit den geschnittenen grünen Oliven zwischen den Chips verteilen. Anschließend die Parmesanspäne darüberstreuen und alles mit etwas Balsamico-Creme verfeinern. Sofort servieren und als knusprigen Aperitif oder als besondere Vorspeise genießen. Dazu passt hervorragend das Mohrenbräu Festspielbier „La traviata“.

DER PERFEKTE BEGLEITER FÜR DEN SOMMER

Ob als Aperitif vor dem Festspielbesuch oder als unkomplizierter Sundowner mit Freund*innen am See, „La traviata“ passt hervorragend zu mediterranen Köstlichkeiten.

Wie zum Beispiel zu Charcuterie-Chips mit feinstem Prosciutto, salzigen Oliven, süßlicher BalsamicoCreme und einem Hauch Trüffel. Die fruchtig-bittere Aromatik macht das Zusammensein zu einem kleinen Kurzurlaub im Süden.

VORHANG AUF FÜR BESONDERE MOMENTE

Ein Drink für alle, die den Sommer b’sundrig genießen möchten, exklusiv im Sutterlüty Ländlemarkt erhältlich. ¿

AMAMI, ALFREDO! FOLGEN UND GEWINNEN

Sutterlüty verlost 2 x 2 Festspielkarten für die Generalprobe am 21. Juli. Einfach dem Sutterlüty Ländlemarkt und der Mohrenbrauerei auf Instagram folgen, den gemeinsamen Post kommentieren und verraten, wer dich auf die Festspiele begleiten soll.

HIER GEHT’S ZU UNSERER INSTAGRAM SEITE

MEHR ERLEBEN JÖ, DA SCHAU HER!

Ob digital bezahlen, Vorteile sammeln oder vergünstigt Abenteuer erleben –mit jö und Sutterlüty lassen sich Alltag und Freizeit jetzt noch smarter genießen.

ALLES EASY MIT JÖ&GO!

Ein Scan genügt: Mit den neuen Funktionen der jö äpp lassen sich beim Einkauf jetzt gleichzeitig Ös sammeln und Rechnungen direkt bezahlen. Möglich macht das jö&GO!, denn damit wird die App mit der Bezahlfunktion von Bluecode verbunden. Wer die Funktion in der App aktiviert, kann damit Ös sammeln und gleichzeitig bezahlen – Bargeld oder Bankomatkarte bleiben in der Tasche. Die Einrichtung funktioniert unkompliziert direkt in der jö äpp und mit allen österreichischen Bankkonten.

ÜBERBLICK GARANTIERT

Praktisch ist auch der digitale Einkaufsüberblick: Rechnungen werden bei jö automatisch in der App gespeichert – inklusive Artikelliste, Gesamtsumme, gesammelter Ös und aller Ersparnisse. So hat man die Ausgaben immer bequem im Blick und wichtige Belege können nicht verloren gehen. Wer möchte, kann die Funktion selbstverständlich jederzeit wieder deaktivieren. Auch Rabattgutscheine sind ab sofort neben dem digitalen Flugblatt in der jö äpp zu finden, damit sind alle Aktionen gebündelt und beim Einkauf sofort griffbereit. „Die neuen Funktionen in der jö äpp machen den Einkauf bei Sutterlüty jetzt noch einfacher und komfortabler. Unsere Kund*innen profitieren von der Übersichtlichkeit, den praktischen Vorteilen und einem digitalen Einkaufserlebnis, das perfekt in den Alltag passt“, sagt Michèle Garre, Leitung Marketing & PR bei Sutterlüty. „

KLETTERN, FLIEGEN, SAUSEN

Gutschein für ein Erlebnisticket abholen!

für 50 Ös -25 %

Zwischen Baumwipfeln balancieren, mit dem Flying Fox über den Wald gleiten und danach rasant mit dem Alpine-Coaster ins Tal sausen: Am Golm gibt’s viele Abenteuer zu entdecken. Mit jö und Sutterlüty bekommt man das Erlebnisticket jetzt zum Vorteilspreis –inklusive Eintritt in den Waldseilpark, einer Fahrt mit dem Flying Fox und einer mit dem Alpine-Coaster. Die Berg- und Talfahrt mit der Golmerbahn sowie der Zugang zum Waldrutschenpark gehören natürlich auch dazu. Für nur 50 Ös erhalten vier Familienmitglieder oder Freund*innen 25 Prozent Ermäßigung – für Erwachsene sind es also statt € 62,– nur € 46,50 und für Kinder statt € 41,80 nur € 31,40.

Gutschein für 50 Ös bis 18.10.2026 in allen Sutterlüty Märkten erhältlich. Ein Gutschein berechtigt max. vier Personen zum ermäßigten Eintritt. Gutschein ist ausschließlich vor Ort an der Golm-Kassa (Vandans/Latschau) bis 18.10.2026 einlösbar.

Gutschein an der Ländlemarkt Kassa abholen!

für 50 Ös -25 %

AB INS SPIELELAND

Ob Achterbahn, Spielewelt oder Mitmach-Spaß – im Ravensburger Spieleland am Bodensee wartet ein Familienausflug voller Abenteuer. Über siebzig Attraktionen in acht Themenwelten sorgen für einen Tag vollgepackt mit Action und Freude. Neu mit dabei: Scotland Yard, wo große und kleine Detektiv*innen gemeinsam auf die Jagd nach Mister X gehen. Mit jö und Sutterlüty gibt’s die Flexi-Tageskarte jetzt vergünstigt um nur € 38,25 statt € 51,– pro Person. Für nur 50 Ös erhalten bis zu fünf Familienmitglieder oder Freund*innen den Gutschein direkt an der Sutterlüty Kassa. Besonders praktisch: Die Flexi-Tageskarte kann an jedem beliebigen Öffnungstag der Saison 2026 eingelöst werden – selbst dann, wenn reguläre Tagestickets bereits ausverkauft sind.

Gutschein für 50 Ös bis 31.10.2026 in allen Sutterlüty Märkten abholen. Ein Gutschein berechtigt Familien oder Freund*innen mit bis zu fünf Personen zum ermäßigten Eintritt von 38,25 Euro pro Person. Gutschein im Onlineshop gültig bis 01.11.2026. Die Flexi-Tageskarten sind an einem beliebigen Tag in der Saison 2026 gültig. Informationen zu Öffnungszeiten, Ruhetagen, Events und mehr unter +49 (0)7542 / 4000 oder auf www.spieleland.de.

SUTTERLÜTY’S EISGENUSS ECHT CREMIG

Seit einem Jahr riecht es am Kohlerhof in Au nicht mehr nur nach Käse, Joghurt oder Topfen. Alle paar Tage zieht auch süßer Zuckerstubenduft durchs Sennhaus – dann entsteht hier der feine Sutterlüty’s Eisgenuss.

DAS ISCH EATS!

Eis zu machen, stand bei Verena Kohler schon länger auf der Liste der Dinge, die sie ausprobieren wollte. Immerhin gibt es am Kohlerhof die wichtigste Zutat dafür in bester Qualität: frische Milch von den eigenen Kühen. Also überzeugte sie Martin Kohler vergangenen Sommer, dem Projekt eine Chance zu geben. Danach ging alles überraschend schnell. Eine gebrauchte Eismaschine wurde organisiert, erste Rezepte ausprobiert, und schon nach den ersten Versuchen war für Verena klar: „Das isch eats.“ Damit nicht nur sie selbst begeistert war, wurden Familie und Freund*innen kurzerhand zur Genussjury erklärt. Die Rückmeldungen waren eindeutig – und so entstand wenig später der Sutterlüty’s Eisgenuss vom Kohlerhof. Für uns hat sich Verena sogar ein eigenes Rezept einfallen lassen. „

SCHON NACH DEN ERSTEN VERSUCHEN WAR KLAR: „DAS ISCH EATS.“

RICHTIG GUTES EIS

Zuerst wurde die Produktion mit einer besseren Maschine und einem Schockfroster aufgepeppt. Der bildet nämlich sehr schnell einen gefrorenen Mantel um die Eismasse.

„So kann das Eis im Kern wunderbar binden.“

Je besser sich die Moleküle im Eis nämlich verbinden, desto cremiger und feiner zergeht das Eis danach auf der Zunge. Für Verena ist genau das das wichtigste Qualitätsmerkmal.

Bei manchen Industrieherstellern kommt die Cremigkeit dagegen eher von der Luft, die in das Eis hineingeschlagen wird. Luft will man am Kohlerhof aber nicht verkaufen. „

Lugen 83 6883 Au, Bregenzerwald Tel. +43 (0)664 / 4837 900 info@kohler-au.at www.kohler-au.at

DER GESCHMACK ZÄHLT

Dafür liefert die eigene Milch die beste Grundlage. Frisch gemolken wird sie pasteurisiert und anschließend in einer großen Wanne mit Zucker sowie etwas Guarkernund Johannisbrotkernmehl zur Eisbasis verarbeitet. Dabei ist Verena wichtig, dass das Eis nicht einfach nur süß schmeckt. Statt klassischem Industriezucker verwendet sie eine Mischung aus Dextrose und Glukose. Das sorgt für eine angenehm zurückhaltende Süße und eine geschmeidige Masse. Nach dem Schockfrosten kommt die Basismasse für zwölf Stunden in den Kühlraum, wo sie ihre besonders cremige Konsistenz entwickelt.

GESCHMACKSSACHE

Im letzten Schritt bekommt die Grundmasse ihren Geschmack. Dabei kommt beim Sutterlüty’s Eisgenuss neben der Milch noch ein weiterer Ländleheld ins Spiel: Erdbeeren vom Winderhof. Seit Mai gibt es die frisch aus dem Hohenemser Ried. Nach dem Waschen und Putzen wandern die ganzen Beerle direkt in die Eismaschine, wo sie mit der Basismasse vermengt werden. Das macht das Erdbeereis nicht nur b’sundrig fruchtig, sondern sorgt auch für die perfekte Konsistenz – ein wichtiger Unterschied zu vielen Industrieherstellern, die häufig mit zugekauftem Erdbeerpüree arbeiten. Dieses hat deutlich weniger Geschmack als frische, ganze Erdbeeren. „

Für das Eis: Sonnengereifte Erdbeeren vom Hohenemser Ried treffen auf cremigen Ländle EisGenuss aus dem Bregenzerwald – das sorgt für fruchtige Erfrischung an heißen Tagen.

Wenn sich im Sutterlüty’s Eisgenuss also kleine Erdbeerstückle finden, ist das kein Zufall, sondern ein echtes Qualitätsmerkmal. Natürlich wachsen die Erdbeeren auf dem Winderhof nicht das ganze Jahr über. Deshalb wird schon im Sommer ein Vorrat für die Eisproduktion angelegt. Aber auch Vanille und Schokolade haben es in sich: Für das Vanilleeis verwendet Verena echte Vanille samt Samen, während für die Schokoladesorte geschmolzene Schokolade mit Kakaopulver vermengt wird. Wir dürfen von den drei Sorten eine Geschmacksprobe nehmen – und staunen schon beim ersten Löffel, wie lecker handgemachtes Eis aus frischer Milch schmeckt. Für Verena bleibt die Sache trotzdem klar: „Erdbeere ist einfach unschlagbar.“ ¿

EISIDEEN FÜR HEISSE TAGE

NICE, NICE, BABY!

Cremig, fruchtig und eiskalt: Diese sommerlichen Rezepte verwandeln Bananen, Beeren und Co. ohne Aufwand in erfrischende Lieblingssorten. Das Beste daran? Die hausgemachten Varianten kommen ganz ohne Industriezucker aus.

KALTES ÄFFCHEN

FÜR 4 HUNGRIGE ÄFFCHEN

ZUBEREITUNGSZEIT: CA. 10 MIN.

SCHWIERIGKEITSGRAD: • ••

Nicecream verwendet gefrorene Bananen als Basis und wird dadurch b’sundrig cremig. Das Beste ist, dass dieses Eis keine zusätzliche Gefrierzeit braucht, sondern direkt nach der Zubereitung aufgelöffelt werden darf.

ZUTATEN

2 gefrorene Bananen in Scheiben nach Belieben andere gefrorene Früchte oder Gewürze wie Zimt, Kakao oder Tonkabohne · 2 EL griechisches Joghurt vegane Alternative: 4 EL pflanzliche Milch · zum Garnieren Smarties, Schokosauce, Kokosraspel, Nussmus

ZUBEREITUNG

Im Hochleistungsmixer werden die gefrorenen Bananenscheiben mit Joghurt oder pflanzlicher Milch zerkleinert, bis eine cremige Masse entsteht. Wenn der Mixer Schwierigkeiten hat, hilft etwas mehr Milch –allerdings wird die Nicecream dadurch schnell zu flüssig und sollte dann nochmals für etwa 30 Minuten in den Tiefkühler. Nach Belieben können auch anderes gefrorenes Obst oder Gewürze mitgemixt werden. Kakao sorgt für eine schokoladige Variante, Zitronenzeste oder Minze bringen zusätzliche Frische. Anschließend die Nicecream in Schälchen anrichten, garnieren und sofort servieren. An die Löffel, fertig, los!

B’SUNDRIG GUAT MIT BEEREN US’M LÄNDLE

BEERENSTARK!

FÜR 6 BEERIGE SCHLECKERMÄULCHEN

ZUBEREITUNGSZEIT: CA. 10 MIN. + 6 STD. GEFRIERZEIT

SCHWIERIGKEITSGRAD: • ••

Beim Beereneis sorgt griechisches Joghurt für die feine Cremigkeit und verbindet sich mit den frischen Beeren zu einer sommerlichen Schleckerei.

ZUTATEN

300 g frische Beeren z. B. Himbeeren, Erdbeeren 250 g griechisches Joghurt · 2 EL Honig oder anderes Süßungsmittel, z. B. Dattelsirup, Agavendicksaft, Ahornsirup · etwas Zitronenabrieb · 6 Formen für Eis am Stiel

ZUBEREITUNG

Zuerst die Himbeeren mit einer Gabel leicht zerdrücken und die Erdbeeren in kleine Würfel schneiden. Anschließend die Beeren mit dem Joghurt verrühren und mit Honig sowie Zitronenabrieb abschmecken. Die Förmchen füllen, die Stiele hineinstecken und das Eis mindestens sechs Stunden einfrieren. Danach nur noch aus der Form lösen und den Beerensommer wegschlecken.

COOLER SCHIEBER

FÜR 5 SCHIEBEEIS-FORMEN

ZUBEREITUNGSZEIT: CA. 10 MIN. + 6 STD. GEFRIERZEIT

SCHWIERIGKEITSGRAD: • ••

Einfaches Wassereis aus der typischen Calippo-Form weckt auch bei Erwachsenen heißgeliebte Kindheitserinnerungen. Ob Beeren, Mango, Nektarinen, Pfirsiche, Kirschen, Marillen oder Zwetschgen –erlaubt ist, was schmeckt.

ZUTATEN

300 g Obst · 150 ml Wasser · etwas Honig oder Ahornsirup · 5 Schiebeeis-Formen

ZUBEREITUNG

Zuerst das Obst waschen und gegebenenfalls schälen. Kirschen, Marillen, Zwetschgen, Äpfel oder Birnen sollten mit dem Wasser kurz aufgekocht werden. Anschließend das Obst mitsamt dem Wasser pürieren und nach Belieben süßen. Für eine besonders feine Konsistenz die Masse zusätzlich durch ein Sieb streichen. Danach in die Formen füllen und das Eis mindestens sechs Stunden im Tiefkühler gefrieren lassen. Wer es gern einfacher hat, verwendet Quetschies, Smoothies oder Fruchtsäfte als Basis.

RUNDE SACHE BEERENSOMMER IM RIED

BLAUE IDYLLE

Zwischen Heidelbeersträuchern und der stillen Weite des Lauteracher Rieds beginnt die Beerensaison für Dietmar Sohm Mitte April, also lange bevor der Sommer ins Ländle einzieht. Schon seit vier Generationen bewirtschaftet seine Familie das 1,8 Hektar große Feld im Rheintal. Der nährstoffreiche, saure Boden im Ried bietet ideale Bedingungen, deshalb kann Dietmar sehr naturnah arbeiten: „Wir spritzen nicht und arbeiten zu hundert Prozent gentechnikfrei“, sagt er nicht ohne Stolz. Zu Recht, denn zusätzlich zu Anbau und Ernte kümmert sich der Landwirt im Nebenerwerb auch um Verpackung und Vertrieb.

Saure Böden sind die wichtigste Voraussetzung für Heidelbeeren – im Lauteracher Ried finden sie ideale Bedingungen. Mitten im Feld steht auch Dietmars ältester Strauch, der inzwischen fast schon ein kleiner Baum ist.

GUT VERWURZELT

Bei aller Familientradition hat sich auf dem Feld der Sohms viel geändert. In der Vergangenheit hatte Dietmar immer wieder mit Staunässe zu kämpfen, die den Flachwurzeln der Heidelbeeren ziemlich zusetzt. Inzwischen verhindern Erddämme übermäßige Feuchtigkeit. Außerdem versprechen die neuen Pflanzen „Blue Ribbon“ b’sundrig große Früchte und vor allem eine frühe Ernte. So sind bis Mitte August meist alle Beeren gebrockt – noch bevor die Kirschessigfliege zum Problem wird. Heuer verspricht das Wetter übrigens eine gute Saison, und so werden im Sommer zwei bis vier Tonnen Heidelbeeren von Hand gepflückt und verpackt. „

Jedes Schälchen wird von Hand gefüllt – denn Himbeeren sind empfindlich und brauchen b’sundrig viel Sorgfalt. Umso wichtiger sind geübte Hände und viel Geduld, damit die feinen Früchte unversehrt bleiben.

VOM FELD INS SCHÄLCHEN

Am Winderhof beginnt die Himbeerernte lange vor der Sommerhitze. Ab Ende Juni zieht das Ernteteam alle paar Tage mit dem ersten Licht auf das Feld in der Nähe vom Messegelände, wo die langen Reihen der Himbeersträucher bereits voller leuchtend roter Früchte hängen. Am besten lassen sich Himbeeren nämlich in der kühlen Morgenluft brocken. Im Vergleich zu Erdbeeren, für die man auf Knien von Pflanze zu Pflanze rutschen muss, eine beinahe komfortable Arbeit – doch auch hier wird jedes Beerle einzeln direkt ins Schälchen gebrockt. Wenn die Hitze des Tages einsetzt, ist die Ernte bereits abgeschlossen. Den zarten Früchten bekommen die warmen Temperaturen nämlich nicht – deshalb liegen die Himbeeren meist schon vor halb elf im Ländlemarkt.

OHNE HELFER *INNEN … … keine Beeren. Deshalb ist es den Winderbrüdern Martin und Peter wichtig, dass die Erntehelfer*innen gerne bei ihnen arbeiten. Viele gehören schon lange zum eingeschworenen Team. Özlem zum Beispiel kam mit 18 Jahren aus der Türkei nach Vorarlberg und begann zwei Jahre später am Winderhof. Heute ist sie Martins rechte Hand auf dem Feld – und leitet sogar ihr eigenes Projekt: Auf stolzen vierzig Ar baut sie Gemüse wie Tomaten, Paprika oder Auberginen an und nutzt die Infrastruktur des Winderhofs, um ihre Produkte zu vermarkten. Richard Dietrich von Dietrich Vorarlberger Kostbarkeiten kauft regelmäßig bei ihr ein: Für seine b’sundrige Tomaten-Salsa bestellt er in der Erntezeit jede Woche 200 Kilo Tomaten. „Eine richtige Powerfrau! Sie schafft den Laden auch alleine, wenn Peter oder ich mal nicht da sind“, meint Martin voller Respekt. „

SOMMERSALAT MIT BEEREN UND MOZZARELLA

FÜR 2 PERSONEN

ZUBEREITUNGSZEIT: CA. 30 MIN.

SCHWIERIGKEITSGRAD: • ••

ZUTATEN

2 Sutterlüty’s Bio-Mozzarella · Handvoll Rucola

Handvoll gemischte Beeren z. B. Himbeeren, Erdbeeren, Brombeeren, Heidelbeeren · Handvoll bunte Cocktailtomaten Handvoll Pinienkerne · etwas frische Minze etwas Vinaigrette Rezept auf Seite 59

ZUBEREITUNG

Zuerst Rucola waschen und trockenschleudern. Beeren waschen und abtropfen lassen, Tomaten halbieren. Die Minze in feine Streifen schneiden.

Den Rucola mit der Hälfte der Vinaigrette vermengen und auf Tellern oder in einer Schüssel anrichten. Beeren und Tomaten darauf verteilen, den Mozzarella in die Mitte setzen und mit Minze bestreuen. Anschließend die restliche Vinaigrette darübergeben. Nach Belieben mit gerösteten Erdnüssen, geräucherten Mandeln oder Honig-Erdnüssen garnieren, um dem Salat zusätzlichen Crunch zu verleihen.

MIT HERZ UND HÄNDEN

Auch Dietmar Sohm stemmt die Erntetage nur gemeinsam mit seinen Helferinnen: „Die Arbeit ist hart – da würden viele gleich wieder aussteigen“, erklärt er uns. „Aber auf diese Frauen ist einfach Verlass.“ Und wenn die Arbeit geschafft ist, sitzen sie oft noch bei Tee und Kuchen zusammen und genießen das Ried genauso wie Dietmar. So viel Lob lässt erahnen, wie viel Arbeit und Herzblut in den blauen und roten Beeren aus dem Rheintal steckt. Und vielleicht schmecken sie daheim gerade deshalb nicht nur nach Frühsommer, sondern auch nach echter Wertschätzung – für die Natur, das Ländle und die Menschen. ¿

SPRITZIG & FRISCH BITTERSWEET SYMPHONY

Diese drei Sommer-Drinks beweisen, dass Spaß im Glas auch ganz ohne Promille funktioniert. Mit regionalen Sirupen und feinen Bitternoten sorgen sie für spritzigen Genuss an heißen Tagen.

Schon optisch haben diese Mocktails mehr Bar- als Limocharakter. Kräuter, Salz und saure Komponenten sorgen für überraschend viel Tiefe – und machen Lust darauf, selbst mit Tonic, Kräutern und Sirupen zu experimentieren. Das bringt komplexen Geschmack bei kinderleichter Zubereitung.

ALSO: EISWÜRFEL BEREITSTELLEN UND LOSMIXEN!

LÄNDLE COOLER

Hier trifft süße Limonenmelisse auf erfrischende Gurke. Dazu bringen Mediterranean Tonic Water und eine kleine Prise Salz die nötige Spannung. Im Tumblerglas wirkt der Ländle Cooler b’sundrig lässig.

ZUTATEN FÜR 1 GLAS

1,5 cl Sutterlüty’s Limonenmelissesirup

2 cl frisch gepresster Zitronensaft

4 cl Gurkenwasser (s. Rezept) · 1 kleine Prise

Salz · 8–10 cl Mediterranean Tonic Water

ZUBEREITUNG

Für das Gurkenwasser eine halbe Gurke mit Schale pürieren und durch ein feines Sieb passieren – das Wasser reicht für 4–5 Drinks. Anschließend den Tumbler vollständig mit Eiswürfeln füllen. Sirup, Zitronensaft und Gurkenwasser über das Eis gießen. Eine Prise Salz unterstreicht die frischen Kräuter- und Zitrusnoten. Mit sehr kaltem Mediterranean Tonic Water aufgießen und vorsichtig umrühren. Garniert wird mit einem Gurkenband oder einer Zitronenzeste.

VARIATIONEN

Für Kinder bietet sich eine mildere Variante an: ohne Salz und mit weniger Zitrone, dafür mit mehr Sirup und Soda statt Tonic. Der Schuss der Wahl ist natürlich Gin – zur Grundmischung etwa 3 cl hinzufügen und dann mit Tonic aufgießen.

RHEINTAL ROUGE

Der kleine Spritzer Birnenessig bringt einen überraschenden Twist in die fruchtige Kombination aus Johannisbeere und Basilikum. Im Highball-Glas kommt der tiefrote Drink richtig zur Geltung.

ZUTATEN FÜR 1 GLAS

3–4 Basilikumblätter · 2 cl Sutterlüty’s Johannisbeersirup · 2 cl frisch gepresster Limettensaft · ein Spritzer Dietrich Birnenbalsam · 8–10 cl Indian Tonic

ZUBEREITUNG

Damit sie ihr volles Aroma entfalten, die Basilikumblätter leicht andrücken. Anschließend gemeinsam mit Johannisbeersirup, Limettensaft und Birnenessig ins Glas geben und kurz ziehen lassen. Dann das Glas vollständig mit Eis füllen und mit sehr kaltem Tonic Water vorsichtig aufgießen – so entsteht der typische Farbverlauf. Wer möchte, garniert mit Basilikum oder dunklen Beeren wie Johannisbeere, Cranberry oder Heidelbeere.

VARIATIONEN

Milder wird der Drink mit weniger Limette, weniger Basilikum, mehr Sirup und Soda. Rauschig wird’s hingegen mit Rosé Prosecco statt Tonic.

HOFGARTEN SPRITZ

Holderblüte, Apfel und frische Minze machen diesen spritzigen Drink im Weinglas zum idealen Begleiter für warme Sommerabende. Wer es gern etwas herber hat, experimentiert zusätzlich mit einem Schuss Verjus.

ZUTATEN FÜR 1 GLAS

2 cl Sutterlüty’s Holderblütensirup

2 cl naturtrüber Apfelsaft · 2 cl frisch gepresster Zitronensaft · 8 cl Soda

2–3 frische Minzblätter · 1 Schnitz von einem rotbackigen Apfel · optional: Verjus

ZUBEREITUNG

Für das volle Aroma die Minzblätter zwischen den Händen leicht andrücken. Zusammen mit Holderblütensirup, Apfelsaft und Zitronensaft in das mit Eis gefüllte Glas geben. Mit Soda aufgießen und einmal sanft umrühren. Ein kleiner Hingucker ist die Apfelfächer-Garnitur: Dafür aus einem Apfelschnitz einen kleineren Schnitz auslösen. Zweimal wiederholen, die Teile leicht versetzt anordnen und mit einem Zahnstocher fixieren.

VARIATIONEN

Wer es gern noch weicher hätte, nimmt weniger Zitrone und mehr Apfelsaft. Mostig-herb wird’s, wenn statt Soda trockener Cider ins Glas kommt.

HÖCHSTGENUSS

KEINE KOMPROMISSE

machen Harald Schobel und Martin Winder, wenn es um ihre Sirupe geht: Statt künstlicher Zusätze setzen sie auf wenige Zutaten in bester Qualität: Die aromatischen Bio-Kräuter wachsen bei Sonja Schwarzhans in Hittisau und werden bei Schobel Höchstgenuss erntefrisch kleingeschnitten, im Kaltansatz extrahiert, mit Zucker versetzt und anschließend in Flaschen pasteurisiert.

Auch auf dem Winderhof kommen ausschließlich purer Johannisbeersaft und Zucker in den Sirup; nur der Holderblütensirup braucht zusätzlich etwas Zitronensäure, damit der Geschmack zur vollen Geltung kommt. Das Ergebnis: klare, intensive Aromen von Lavendel und Limonenmelisse über Basilikum, Apfel- und Pfefferminze bis hin zu Johannisbeere und Holunderblüten.

MEHR INFOS
ZU SCHOBEL

DIY-SOMMERPARADIES SO WIRD DIE ARBEIT ZUM VERGNÜGEN

Im Sommer wird wieder in ganz Vorarlberg rund ums Haus gewerkelt und gestaltet. Was erstmal nach schweißtreibender Arbeit klingt, kann man sich auch ganz einfach machen: Gemeinsam mit Freund*innen und Familie macht die Arbeit viel mehr Spaß, und bei Sutterlüty findet man so einiges, was die Arbeit im eigenen kleinen Sommerparadies noch vergnüglicher macht.

Bei Katharina Rehms Zuhause im schönen Schetteregg haben Sonne, Wind und Wetter den Holzdielen auf der Terrasse in den letzten Jahren ganz schön zugesetzt. Höchste Zeit, sie zu ersetzen. Außerdem wollen die Hochbeete neu bepflanzt werden, und ein paar frische Kräuter müssen her. Die Sutterlüty Projektmanagerin für Nachhaltigkeit hat nicht nur einen grünen Daumen, sondern ist auch handwerklich durchaus begabt. Doch den Terrassenboden alleine verlegen? Das ist sogar ihr zu ambitioniert. Und überhaupt: Zusammen macht die Arbeit ohnehin viel mehr Spaß! Deshalb trommelt sie kurzerhand die Familie und ein paar gute Freunde zusammen.

WENN DIE ARBEIT ZUM VERGNÜGEN WIRD

Katharina wird auch selbst mit anpacken. Deshalb hat sie vorgesorgt und schon vor zwei Tagen beim Sutterlüty Bestellservice eine Leberkäse-Jause für alle vorbestellt. Als am vereinbarten Samstagvormittag alle da sind, wird mit vereinten Kräften zuerst der alte Bodenbelag abgetragen, bevor die neuen Bretter verlegt werden können. Es wird fleißig gearbeitet, der Schmäh rennt und die Zeit vergeht wie im Flug. Während die einen noch sägen, hämmern und bohren, nimmt sich Kathi, wie Freund*innen und Familie sie nennen, schon einmal die Hochbeete am Rand der Terrasse vor. Hier soll in diesem Jahr nicht nur ein grüner Blickfang, sondern auch ein kleiner Genussgarten entstehen. Auch dafür hat Kathi gleich bei Sutterlüty vorgesorgt. „

Sutterlüty’s Kräutertöpfle lassen sich problemlos im Hochbeet auspflanzen. Hier werden sie zum Teil deutlich größer.

Kathis Tipp: Immer darauf achten, dass Beetnachbarn sich auch gut vertragen.

DA WÄCHST DIE

VORFREUDE AUF DEN SOMMER

Salat und Gemüse aus dem eigenen Garten – das ist für viele ein ganz b’sundriger Genuss. Wer gerne gärtnert, findet bei Sutterlüty deshalb eine große Auswahl an Kräutertöpfle sowie Salat- und Gemüsesetzlingen vom Mahlerhof, Bio-Saatgut von Ja!Natürlich und Gemüseerde. Und wer lieber gleich genießt statt lange gießt, kann sich direkt in der Obst- und Gemüseabteilung an allem bedienen, was die Saison gerade erntefrisch zu bieten hat.

ES GRÜNT IN ALLEN FARBEN

Das Sortiment an Kräutern im Topf, Salatund Gemüsesetzlingen sowie Saatgut in den Ländlemärkten ist groß. Kathi hat sich für eine kunterbunte Mischung entschieden: In ein Beet pflanzt sie Klassiker wie Schnittlauch, Basilikum und Oregano, daneben haben noch Salat- und Kohlrabisetzlinge Platz. Im zweiten Beet finden die restlichen Setzlinge und ein paar Radieschensamen guten Grund, Wurzeln zu schlagen. Für die Schoko- und die Ananasminze und auch die Zitronenmelisse hat die Hobbygärtnerin separate Töpfe vorgesehen. „Die wachsen sonst wie Unkraut“, sagt Kathi. Auch Rosmarin und Thymian pflanzt sie jeweils in ein eigenes Gefäß, weil diese Kräuter ganz unterschiedliche Bedürfnisse haben. Zum Schluss gießt sie alles ordentlich an, und dann ist es auch schon Zeit, den bestellten Leberkäse abzuholen.

HERZHAFTE JAUSEN-PAUSE

Wo bis vor Kurzem noch Bohrer und Säge die Geräuschkulisse bestimmt haben, wird inzwischen aufgeräumt und der Besen geschwungen. Auch die ersten Mägen hört man jetzt knurren. Wenig später kommt Kathi auch schon mit dem großen Papiersack um die Ecke, aus dem es verlockend nach heißem Leberkäse duftet, und prompt scharen sich alle um den Tisch. Das wunderbare Krachen der reschen Semmelkruste beim Aufschneiden lässt Bernhard erwartungsvoll zur Senftube greifen. Als Kathi gerade beginnt, den noch immer dampfend heißen LeberkäseLaib aufzuschneiden, kann es auch Papa Luis kaum erwarten und stibitzt den Anschnitt.

„Hey“, ruft Kathi lachend, „pass auf deine Finger auf, die brauchen wir noch!“ „

Kurz darauf sind alle helfenden Hände mit Leberkässemmeln und einem kühlen Bier versorgt. Jetzt ist es Zeit, die getane Arbeit zu genießen und den Nachmittag gemütlich zusammen ausklingen zu lassen – oder?

„Schade, dass wir schon fertig sind“, sagt Luis zwischen zwei beherzten Bissen. „Wenn es jedes Mal so eine Jause gibt, bin ich morgen sofort wieder parat.“ Alle lachen – und es wird sicher nicht das letzte Mal heute sein. ¿

HEISSHUNGER AUF HERZHAFTES?

An der heißen Theke bei Sutterlüty gibt es köstlichen Leberkäse und würzigen Kümmelbraten von der Traditionsmetzgerei Broger in Bizau nicht nur auf die Hand, sondern auf Vorbestellung auch für größere Runden zum Mitnehmen: als praktisches Leberkäse- und Kümmelbraten-Set – ofenwarm, servierfertig und perfekt für jede Gelegenheit, die Heißhunger auf Herzhaftes macht. Frisch im Ofen gebacken und wärmeisolierend verpackt, inklusive knuspriger Semmeln von der Alois Hammerl Landbäckerei und je einer Tube scharfem und mildem Lustenauer Senf.

inkl. 16 Kaisersemmeln und je 1 Tube Lustenauer Senf scharf und mild (je 100 g)

JETZT GLEICH BESTELLEN
heißer Broger-Leberkäse am Stück für 8–12 Personen (ca. 2,1 kg) in den Sorten Klassik, Pfefferoni- oder Käsleberkäse

KLEINE WEGE GROSSE ENTDECKUNGEN

Zwischen Gsohlbach und Schwefelberg verstecken sich Schleichwege, brüchige Felsen und überraschend viele Plätze zum Spielen. Ob die Runde wirklich hält, was sie verspricht, wollen Michi und Bettina mit ihren Jungs herausfinden.

AUF TREPPLEIN HINAUF

Die Runde beginnt auf dem breiten Forstweg beim Parkplatz Ledi in Hohenems. Anfangs begegnen der Familie noch viele Biker*innen, die hier schnell Richtung Gsohl abziehen. Doch schon nach der ersten Haarnadelkurve biegt die Route links ab. Neben dem Gsohlbach führen abenteuerliche Holztreppen und versteckte Pfade durch den Wald hinauf zum Kleeplätzle. Nach viel Regen ist das Gebiet matschig – doch heute merkt man davon nichts. Feucht wird es erst ein wenig später: Bei der Gsohlbachquerung werfen die Jungs Steine ins Wasser und schauen, bei wem’s am meisten platscht. Bevor Schuhe und Hosen nass werden, geht es über den schmalen Steig – mal wurzelig, mal moosigweich – bis zum Kleeplätzle, wo natürlich erst einmal gerastet werden muss. „

WIE EINE LASAGNE …

… besteht der brüchige Stein am Wegesrand aus vielen dünnen Lagen. Das ist Tonmergel, ein sogenanntes Sediment- oder Ablagerungsgestein. Es entstand über Millionen von Jahren, als die ganze Region noch von einem Meer bedeckt war. Auf diesen Meeresboden sanken sogenannte Sedimente, also Schlamm, feiner Sand und Kalkreste von toten Tieren. Jedes Jahr kam eine neue Schicht dazu, sodass sich ganz langsam viele Lagen stapelten – eben wie bei einer Lasagne. Mit der Zeit wurden die unteren Lagen durch das Gewicht der darüberliegenden Schichten immer stärker zusammengedrückt und verfestigt; Fachleute nennen diesen Vorgang Zementation. Weil das Gestein später nicht tief in der Erde stark erhitzt und zusammengepresst wurde, blieben die feinen Schichten bis heute erhalten. Deshalb lässt sich Tonmergel relativ leicht auseinanderbrechen.

SPIELE UND STEINE

Lange bleibt die Familie aber nicht sitzen. In Windeseile improvisiert Michi hier ein Geschicklichkeitsspiel: Mit einem Stock zeichnet er Kreise, Dreiecke und Quadrate in den Kiesboden – und schon wird gehüpft, balanciert und rückwärts gesprungen. Direkt gegenüber vom Kleeplätzle taucht der nächste Pfad unscheinbar im Wald ab. Er führt sanft bergab und wird kurz vor der Siedlung am Schütz zur Forststraße. Bei einer feuchten Felswand bleibt Bettina stehen: „Schaut mal, wie leicht sich der Stein lösen lässt.“ Das lassen sich die Jungs nicht zweimal sagen und machen sich ans Werk. Die herausgebrochenen Platten zerfallen in ihren Händen Schicht für Schicht – fast wie eine steinerne Lasagne. Spätestens jetzt ist Jause wieder ein Thema. Also weiter: vorbei an den Hirschen im zerzausten Sommerfell und den Holztreppen am Bodner bis zum Schwefelberg. „

WANDERINFOS

GEHZEIT

ca. 1,5–2 Stunden

STRECKE

ca. 4,5 km, ohne Bus ca. 6,5 km

HÖHENMETER

ca. 350 hm

SICHERE PLANUNG

Neben der Jause gehören Sonnenschutz und ausreichend Getränke in den Rucksack. Der Bach und der Wasserspielplatz laden zum Spielen ein – für Kinder empfiehlt sich deshalb Wechselkleidung. Mit festem Schuhwerk sind alle Wege gut machbar. Wer die Tour am Ende abkürzen möchte, kann die Linien 170, 180 und 185 nutzen. Das Gasthaus Schwefelberg hat im Sommer von Mittwoch bis Freitag (14–22 Uhr) geöffnet.

ANREISE

Über die Rheintalautobahn nach Hohenems, bei der Bahnhofstraße geradeaus weiter in die Hochquellenstraße fahren und dieser bis zum (kostenpflichtigen) Parkplatz Ledi folgen.

Hohenems ist öffentlich sehr gut angebunden: mit dem Zug aus beiden Richtungen, mit dem Bus von Dornbirn oder Götzis (Linien 180, 185).

RAST AM WEIHER

Während Michi die Jause auspackt, sind die Jungs längst unterwegs Richtung MiniaturMühlrad. Wasser, Wiese, Hochstand – der Schwefelberg liefert genug Gründe, die Pause auszudehnen. Wer lieber einkehrt, kann im Gasthaus Schwefelberg bei einer Brettljause den Blick übers Rheintal genießen. Am Ende des oberen Weihers führt der Abstieg rechts hinunter zur Schwefelquelle. Diesem schwefelhaltigen Wasser werden seit Jahrhunderten wohltuende Kräfte nachgesagt – trotzdem ist den Jungs der Apfelsaft lieber. Von der Schwefelquelle aus lässt sich die Strecke mit dem Bus bis zum Schlossplatz unkompliziert abkürzen. Vom Schlossplatz bis zum Parkplatz Ledi sind es 1,2 Kilometer, doch noch ein Stück, wo ein erfrischender Abschluss wartet: Während die Jungs johlend durch die Wassertrete stapfen, lehnen sich Michi und Bettina zufrieden zurück. Genau so fühlt sich eine gelungene Familienrunde an: ein bisschen wild, ein bisschen nass und garantiert nicht langweilig. ¿

KOLUMNE GRILLEN IST MEHR ALS ESSEN

Es ist für viele das ultimative Sommererlebnis: Mit der Familie zum Grillen an die Ach. Familie? Grillen? Ach? Ist das nicht ein bisschen viel auf einmal und dann vielleicht nur noch: Ach! Aber nein! Es ist dreifach gut: Grillen: Was sonst?! Natürlich nehmen wir nicht nur Fleisch und Würste, sondern auch frisches Obst und knackiges Gemüse mit, Brot und ein Kuchen gehören ebenfalls dazu. Familie: Wer sonst?! Und wenn sie da und dort ein bisschen schwierig sein sollte, sind dazu noch vier, fünf beste Freunde und Freundinnen dabei. Schließlich, an der Ach: Wo sonst?! Man darf es nur nicht zu eng sehen. Es kann auch am See sein, oder im Wald, aber Vorsicht mit dem Feuer.

Das Grillen in der freien Natur hat für mich einerseits etwas Pfadfinderhaft-Romantisch-Halbwildes und andererseits etwas

IMPRESSUM

Medieninhaber, Herausgeber, Konzeption, Redaktionsadresse Sutterlüty Handels GmbH, Mühle 534, 6863 Egg, Tel. +43 (0)5512 / 2266-0, magazin@sutterluety.at, www.sutterluety.at, www.instagram.com/sutterluety, www.facebook.com/bsundrig, www.tiktok.com/@sutterluety

Redaktion: MMag. Lisa Christensen, Carmen Jurkovic-Burtscher | Grafik: Sarah Höfler

Mitwirkende dieser Ausgabe: Nicole Dorner, Peter Natter | Korrektur: Mag. Merle Rüdisser Bildbearbeitung: www.profiler.cc | Druck: Walstead Leykam Druck GmbH & Co KG Projekt- & Anzeigenleitung: Mag. (FH) Christian Kerber, christian.kerber@sutterluety.at Fotografie: Mag. (FH) Christian Kerber, Darko Todorovic Stockbilder: shutterstock, Adobe Stock | Auflage: 150.000 Stück

Adressen und Öffnungszeiten unserer Ländlemärkte, über 600 Rezepte und Informationen zu unseren b’sundrigen Produkten finden Sie auf www.sutterluety.at.

In der Regel finden Sie die Zutaten, die in den Rezepten in diesem Magazin verwendet werden, in jedem größeren Sutterlüty Ländlemarkt. Sollte im Ausnahmefall eine spezielle Zutat nicht erhältlich sein, wenden Sie sich bitte an ein gut sortiertes Spezialitäten-Geschäft oder den Bioladen Ihres Vertrauens.

Buchautor und Kolumnist

Dr. Peter Natter liest gerne –und schreibt noch lieber –über Gott, die Welt und das Ländle.

Kulinarisch-Feinschmeckerisch-Genießerisches. Beides ist da, das Letztere überwiegt zwar mehr und mehr, aber insgeheim ist es das Kind im Mann, der Abenteurer, der Freigeist gar, der zum Zug kommt. Das tut gut. Es befreit von allzu steifen, gekünstelten Manieren und Vorgaben.

Plötzlich geht es dann nicht mehr nur ums Essen, nicht einmal ums Trinken. Tatsächlich rücken die Natur und die Menschen um mich herum in den Vordergrund. Da ist sie wieder, die fast schon vergessene Erfahrung, eins zu sein mit allen und allem rundum –und mit mir selbst. Dann noch ein paar Kartoffeln in die Glut, und schön langsam wird es Abend und Zeit, aufzuräumen und zusammenzupacken. Was bleibt, ist das Gefühl einer Freiheit, für die im Alltag Platz zu schaffen ist. ¿

produziert gemäß Richtlinie Uz24 des Österreichischen Umweltzeichens, Let’s Print Holding AG, UW-Nr. 808

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