So siedelte das Kloster im 13. Jh. Familien aus dem Goms im Urserental, im Tavetsch und in Obersaxen an. Kontakte mit Urseren und dem Wallis dauerten an, und so ist anzunehmen, dass immer wieder Walliser nachzogen. In Obersaxen setzte sich allmählich die deutsche Sprache durch. Doch viele Flur- und Ortsnamen blieben bis heute romanisch. Im 13. Jh. geriet Obersaxen unter die Herrschaft der Herren von Rhäzüns, die aus drei Vorschlägen den Ammann einsetzten sowie auch den Pfarrer bestimmten. Obersaxen erhielt die niedere Gerichtsbarkeit und die freie Erbleihe. 1819 (Wiener Kongress), als die Verwaltung beim Kaiserlichen Österreich lag, ging Obersaxen für den zwanzigfachen Zins an den Kt. Graubünden über.
Kontakt Surselva Tourismus AG Info Obersaxen Undertor 1 7134 Obersaxen Tel. 0041 81 933 22 22 obersaxen@surselva.info www.surselva.info
Auf Schritt und Tritt den Atem der Geschichte und der Natur spüren. Auf dem Walserweg können Sie ein Stück Kulturgeschichte erwandern und die Natur hautnah erleben. Über 20 Informationstafeln begleiten Sie auf dem 8 km langen Naturweg von Giraniga hinauf zur Feuerstelle Sassli. Weiter geht’s über die 44.5m lange Hängebrücke über das Schlettertobel. Das Überqueren des Tobels über die Hängebrücke, rund 16 m über dem Bachbett, wird für manchen zu einer kleinen Mutprobe! Nach einem kurzen Aufstieg erwartet Sie das einmalige Durchblickpanorama bei der Feuerstelle Plàmpoort (1676 m ü. M.) unterhalb der Kartitscha. Dieser Aussichtspunkt ermöglicht Ihnen die Bestimmung aller Bergspitzen der gegenüberliegenden Bergketten und bietet ein atemberaubendes Panorama. Die Feuerstelle Plàmpoort, ausgestattet mit Trinkwasser ab dem
• Hunde an der Leine führen und nur im Notfall loslassen
1719 1668
3200
4000
Feuerstelle Plampoort
• Entsorgen Sie den Kot ihres Hundes bei den Robidog-Stellen
Höhe (m)
1468 1368 1268
Hinweise zur Route: Giraniga – Huot – Sassli (Feuerstelle) – Schlettertobel (Hängebrücke) – Plàmpoort (Feuerstelle u. Durchblickpanorama) – Miraniga • Zeitbedarf: ca. 3 Stunden • Länge: 8 km (auf dem Weg befinden sich km-Angaben) • Höhendifferenz: 521 m • max. Höhe: 1715 m ü. M. • mehrheitlich Naturweg • Parkplätze in Giraniga und Miraniga
Rückwegvariante: • Zurück an den Ausgangspunkt über den Puntsteg (zwischen Miraniga und Zarzana) • Hinweg ab Meierhof und Rückweg bis Meierhof (zusätzlich 4.5 km)
Miraniga
1568
• Bushaltestellen in Giraniga und Meierhof
Der Walserweg
• Kälber auf keinen Fall berühren
Hängebrücke Schlettertobel
Bischof Tello schenkte im Testament von 765 n. Chr. seine zum Herrenhof Ilanz gehörende «villa in Supersaxa» (Gutshof über dem Felsen) dem Kloster Disentis. Vermutlich entspricht die «villa» der späteren «curtis Supersaxa», dem heutigen Meierhof, wo Bauern für den Grundherrn arbeiteten. 806 wurde Supersaxa durch einen Entscheid von Kaiser Karl dem Grossen zum Königsgut. Das Reichsguturbar von 831 weist unter den Vasallen-Lehenshöfen für Obersaxen das Benefizium (Kirche) des Arnolfus aus. Dieses verfügte über 10 Mansen, Bauernbetriebe, die weit zerstreut lagen und den Vasall mit Produkten, vor allem Käse, zu beliefern hatten. Die Ottonen Otto I. und II. im 10. Jh. schenkten die Gegend wieder dem Bischof, und später gelangte Obersaxen teilweise ans Kloster Disentis. Die Territorialherren wollten ihre Besitztümer besser nutzen, um sich vermehrte Abgaben zu sichern.
• Halten Sie Distanz zu Rindvieh
Feuerstelle Sassli
Erfahren Sie mehr über die Geschichte der Walser
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Huot
Walserweg
Die ersten menschlichen Spuren in Obersaxen stammen aus der Eisenzeit. Bei der Alp Gren wurden ein Bronzehelm (ca. 300 – 200 v. Chr.) und eine Eisenspeerspitze (200 – 100 v. Chr.) gefunden.
Brunnen und einem WC-Gebäude in Blockbauweise lädt zum Verweilen und Erholen ein. Der Abstieg nach Miraniga wird zu einem Spaziergang mit Aussicht in die verschiedensten Richtungen der Surselva. Einmal mit Blick bis nach Chur und in der anderen Richtung bis nach Disentis sowie auf der gegenüber liegender Talseite auf das schöne Gipfelpanorama. Der Lehrpfad widerspiegelt die unmittelbaren Wechselwirkungen zwischen Mensch, Natur und Landschaft.
Giraniga
Der «Weg» der Walser
0
800
1600
2400
4800
5600
6400
7200 8000 Distanz (m)
Veegàda und Maijasasshitta Auf dem Weg von Tobel nach Zarzana befindet sich ein alter Viehstall und eine Maijasasshitta, welche im ursprünglichen Stil restauriert und erbaut wurden. Im Stall befinden sich alte Geräte aus früheren Zeiten. Die Maijassasshitta ist so ausgebaut und eingerichtet, wie sie die Bauern früher nutzten um im Mai/Juni Käse und Britschi (Butter) herzustellen. Auf Anfrage beim Infobüro Obersaxen Meierhof, bietet der Verein Pro Supersaxa Führungen an, bei der Sie Ihr eigenes Britschi herstellen, die Geschichte der Landwirtschaft von Obersaxen und das Obersaxartitsch kennen lernen.