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Medienmitteilung vom 01. Juli 2026
Via Glion wächst weiter: Auch die siebte Etappe erzählt ihre Geschichten Ilanz, 01. Juli 2026 Die Via Glion erhält ein weiteres Kapitel: Nachdem im vergangenen Jahr die erste Etappe zwischen Ilanz, Ruschein, Ladir und Siat mit Informationstafeln ausgestattet wurde, ist nun auch die siebte Etappe von Riein über Sevgein und Castrisch nach Ilanz mit spannenden Geschichten und Hintergrundinformationen ergänzt worden. Damit sind bereits zwei der insgesamt sieben Etappen der Via Glion als kulturelle Erlebniswege erlebbar. Die weiteren Etappen folgen in den kommenden Jahren. Dreizehn Stationen voller Geschichte und Geschichten Die neue Etappe führt vom Dorfkern von Riein hinunter nach Sevgein und Castrisch bis nach Ilanz. An insgesamt dreizehn Stationen erfahren Wandernde Wissenswertes über historische Ereignisse, Persönlichkeiten und regionale Eigenheiten. Die Geschichten zeigen eindrücklich, wie vielfältig die Vergangenheit der Dörfer ist und wie eng sie mit der Entwicklung der gesamten Region verbunden sind. So erlebte Riein im 19. Jahrhundert innerhalb von nur drei Monaten gleich zwei Dorfbrände. Unterhalb des Dorfes fanden in den 1960er-Jahren sogar Schwingfeste statt. In Sevgein erinnert die Kapelle S. Fossa an eine Zeit, als bis zu 5'000 Pilgerinnen und Pilger den Ort besuchten. Gemeinsam mit Laax bildete Sevgein zudem einst eine der 48 Gerichtsgemeinden des Freistaats der Drei Bünde. Auch Castrisch überrascht mit besonderen Geschichten: Das kommunale Stimm- und Wahlrecht für Frauen wurde erst 1983 eingeführt. Und obwohl das Automobilverbot im Kanton Graubünden bereits 1925 aufgehoben worden war, mussten Fahrzeuge durch Castrisch noch bis in die 1930er-Jahre von Pferden oder Ochsen gezogen werden, weil das kommunale Fahrverbot bestehen blieb. Anna Catrina begleitet die Wandernden Wie bereits auf der ersten Etappe erzählt Anna Catrina, die fiktive Tochter von Ilanz, ihre Geschichten auf Deutsch und Romanisch, jeweils mit unterschiedlichen Inhalten. Über QR-Codes können Audiobeiträge abgespielt werden, die historische Ereignisse, Persönlichkeiten und Besonderheiten entlang des Weges lebendig werden lassen. Zusätzlich vermittelt jedes Dorf einen kleinen Romanisch-Crashkurs und lädt dazu ein, Sprache und Kultur der Surselva spielerisch kennenzulernen. Den stimmungsvollen Abschluss der Wanderung bilden Alexi und Marcus mit dem Lied «Al Rein», das den Weg musikalisch ausklingen lässt. Ein Projekt entwickelt sich Schritt für Schritt Die Via Glion verbindet auf sieben Etappen sämtliche 13 Fraktionen der Gemeinde Ilanz/Glion und führt teilweise auch über Wege der Nachbargemeinden Brigels und Lumnezia. Ziel des Projekts ist es, jede Etappe nach und nach mit Informationstafeln auszustatten und so die Geschichte, Kultur und Identität der Dörfer erlebbar zu machen. «Mit jeder neuen Etappe wächst die Via Glion weiter. Die Wandernden entdecken nicht nur eindrückliche Landschaften, sondern lernen auch die Menschen, Geschichten und Besonderheiten unserer Dörfer kennen. So entsteht Schritt für Schritt ein kulturelles Erlebnis, das die Vielfalt unserer Gemeinde sichtbar macht», sagt Alice Bertogg, Produktmanagerin Kultur der Surselva Tourismus AG und Verantwortliche für die Umsetzung des Projekts. Ein kulturelles Erlebnis mit Zukunft Mit der ersten und der siebten Etappe sind nun zwei Abschnitte der Via Glion mit Informationstafeln ausgestattet. In den kommenden Jahren werden auch die Etappen zwei bis sechs umgesetzt. So wächst die Via Glion kontinuierlich zu einem einzigartigen Themenweg heran, der Einheimische, Zweitheimische und Gäste dazu einlädt, die Gemeinde Ilanz/Glion Schritt für Schritt neu zu entdecken und ihre kulturelle Vielfalt zu erleben.