Ausgabe 1 | erscheint vierteljährlich | April 2026
Poste Italiane Spa, Versand im Postabonnement, D.L. 353/2003 (conv. in L. 27.02.2004 Nr. 46) Art. 1, Comma 1, NE Bozen • Sonderheft Nr. 1 zur Nr. 5 „Südtiroler Landwirt“ vom 20.03.2026 • Gebühr bezahlt – Taxe Percue
DAS MAGAZIN DER SÜDTIROLER BAUERNJUGEND
„Wurzeln stärken, Heimat leben “
MITGLIEDERVERSAMMLUNG
56. Mitgliederversammlung am 8. März
Seite 2—3
ERFOLGSGESCHICHTE
Ge(r)meinsam erhalten: Stegmühle St.Pankraz
Seite 4—5
LANDESTRACHTENSCHAU
Am Freitag, 19. Juni, wird in Schloss Prösels die Modenschau veranstaltet
Seite 10—11
„GE®MEINSAM erhalten“
Auch der Wettbewerb „GE®MEINSAM erhalten“ rückte gelebte Verantwortung für Südtirol in den Mittelpunkt.
Grundlage dafür war eine Erbschaft, die seit 2021 Projekte zugunsten von Bergbauern, Brauchtum und deutscher Sprache förderte. Im Rahmen der Mitgliederversammlung wurde das Projekt „Stegmühle in St. Pankraz“ vorgestellt und ausgezeichnet.
Eine Interessentschaft aus sieben Bergbauernhöfen hatte sich zum Ziel gesetzt, die historische Mühle wieder aufzurichten und damit bäuerliches Eigentum, traditionelle Bauernarbeit und kulturelles Wissen zu bewahren.
Auf Seite 4!
56. Mitgliederversammlung
Bei ihrer Mitgliederversammlung am 8. März im Bozner Waltherhaus stellte die Südtiroler Bauernjugend Gemeinschaft, Verantwortung und bäuerliche Zukunft in den Mittelpunkt. Höhepunkte waren Auszeichnungen für engagierte junge Bauernfamilien, Traditionsprojekte und langjährige Funktionäre.
Deutliche Worte dazu fand Landesobmann Raffael Peer. Gleich zu Beginn spannte er den Bogen weit und sagte: „Auf die Frage, wo es am schönsten ist, antworten viele, Drhoam‘!“ Heimat sei für ihn nicht nur ein Ort, sondern auch ein Gefühl, ein Raum der Zugehörigkeit, der Kraft und des Zusammenhalts. Gerade Vereine und Verbände, so Peer, trügen wesentlich dazu bei, Heimat lebendig zu halten. Peer verband diesen Heimatbegriff mit einem klaren politischen und bäuerlichen Anspruch. „Es braucht die Menschen, die den Begriff aktiv lebendig halten“, sagte er und verwies zugleich auf die wachsenden Belastungen für die Landwirtschaft. Komplizierte Regeln, fehlendes Verständnis für die Realität am Hof und fragwürdige politische Entscheidungen würden gerade junge Bäuerinnen und Bauern zunehmend verunsichern. Als Beispiele nannte Peer den Umgang mit dem Großraubwild und
die EU-Renaturierungsverordnung. Diese Entwicklungen ließen viele daran zweifeln, ob es noch Sinn mache, „in diesen Beruf einzusteigen und den elterlichen Hof zu übernehmen“. Verantwortung für die Heimat zu übernehmen, hieß für Peer auch, das Erbe der Eltern und Großeltern weiterzutragen und mit Stolz in die Zukunft zu führen: „Wir müssen unsere Zukunft selbst bestimmen.“
Landesleiterin Viktoria Kössler kam am Ende der Versammlung noch einmal auf das Tagesmotto zurück und zitierte den Südtiroler Autor Joseph Zoderer: „Heimat heißt für viele von uns so etwas wie Nest, also Sicherheit, Ruhe, Gewohnheit und vor allem Vertrautheit. Dem können wir als Südtiroler Bauernjugend, die wir uns ehrenamtlich für das Dorfleben einsetzen sowie Bräuche und Traditionen pflegen, nur beipflichten.“ Die Herausforderung heute sei es, die Begeisterung für die
Landwirtschaft an die junge Generation weiterzugeben. „Wer junge Menschen für die Landwirtschaft motivieren will, der muss ihnen den Raum zur Selbstverwirklichung geben. Daneben brauchen sie aber auch finanzielle Sicherheit und einen möglichst geringen Bürokratieaufwand. So holen wir die Menschen, die zum Studium ins Ausland gehen, wieder an den heimatlichen Hof zurück“, zeigte sich Kössler überzeugt und nannte ein konkretes Beispiel: Wenn der Staat qualifizierte junge Leute mit steuerlichen Begünstigungen wieder zurück ins Land holen will, sei das gut und löblich, man dürfe aber auch nicht jene vergessen, die zu Studienzeiten das Land nie wirklich verlassen haben.
Ein Höhepunkt der Mitgliederversammlung war die Vergabe des mit 11.000 Euro dotierten Raiffeisen-Jungbergbauernpreises. Ausgezeichnet wurde Alexandra Tröger mit ihrer Familie vom Aigenhof am Schlanderser Nördersberg. In der Laudatio wurde die Familie als Vorbild für eine vielseitig geführte Berglandwirtschaft beschrieben. Mit großem Einsatz, generationenübergreifendem Zusammenhalt und viel Herzblut bewirtschafte sie ihren Hof und schaffe damit eine starke Grundlage für die Zukunft.
In den Grußworten nahmen drei Ehrengäste noch zu aktuellen Themen Stellung: EU-Parlamentarier Herbert Dorfmann räumte ein, dass in der EU-Agrarpolitik vieles gut, aber lange nicht alles perfekt laufe: „Es liegt an uns, das zu ändern. Wir brauchen auch weiterhin eine Verlagerung der Gelder von größeren auf kleinere Betriebe und von den Gunstlagen hin zu Gebieten, die schwieriger zu bewirtschaften sind. Auch müsse die Politik sich manchmal zurücknehmen und die Menschen gestalten lassen, statt sie mit immer neuen Regeln einzuschränken.
Landwirtschafts-Landesrat Luis Walcher erklärte, dass die Künstliche Intelligenz zwar manches erleichtern, aber die bäuerliche Arbeit niemals ersetzen könne: „Am Ende werden wir immer noch bäuerliche Familien brauchen, die Landwirtschaft betreiben und damit die Menschen ernähren“, betonte Walcher.
Bauernbund-Landesobmann Daniel Gasser erinnerte schließlich an die finanzielle Unterstützung, die auf den ersten Blick im Landeshaushalt seit Jahren stagniert: „Tatsächlich ist es gerade in den vergangenen zwei Jahren gelungen, neue Gelder freizumachen für die Almwirtschaft und die Waldwirtschaft. „Daneben versuchen wir auch auf Staats- und EU-Ebene immer wieder, neue Fördermöglichkeiten für unsere Landwirtschaft zu finden und nutzbar zu machen.“
Die sechs Goldnadeln gingen an:
13 Jahre war Renè Obexer in der SBJ tätig. Er engagierte sich viele Jahre im Ausschuss der Ortsgruppe Villnöss und war zuletzt acht Jahre im Bezirksausschuss Eisacktal aktiv – als Kassier und Bezirksobmannstellvertreter.
13 Jahre war Florian Spiess in der SBJ tätig. In der Ortsgruppe Sarntal sowie im Bezirk Bozen engagierte er sich als Ortsobmannstellvertreter, Bezirksobmannstellvertreter und mehrere Jahre als Bezirksobmann.
11 Jahre war Hannah Aichner in der SBJ tätig. In der Ortsgruppe Pfalzen engagierte sie sich als Ortsleiterin und Stellvertreterin und im Bezirk Pustertal war sie viele Jahre als Bezirksleiterin tätig.
13 Jahre war Thomas Mauroner in der SBJ tätig. Er engagierte sich auf Orts-, Bezirks- und Landesebene und übernahm dabei verschiedene Funktionen – vom Kassier bis hin zum Landesobmannstellvertreter und Mitglied der Landesführung.
16 Jahre lang war Martin Mussner in der SBJ tätig. In der Ortsgruppe Wolkenstein engagierte er sich viele Jahre – unter anderem als Kassier und Ortsobmann – und war auch im Bezirk Eisacktal im Bezirksausschuss aktiv.
13 Jahre war Daniel Sprenger in der SBJ tätig. In der Ortsgruppe Partschins engagierte er sich viele Jahre als Ortsobmann und übernahm auch im Bezirk Meran Verantwortung – zunächst im Ausschuss und anschließend mehrere Jahre als Bezirksobmann.
» Ausgezeichnet wurde Alexandra Tröger mit ihrer Familie
Porträt Stegmühle in St. Pankraz
In diesem Jahr setzen die sieben Bergbauernhöfe, denen die „Stegmühle“ in St. Pankraz gehört, ein starkes Zeichen für den Erhalt bäuerlicher Tradition. Sie haben gemeinsam die historische Mühle wieder instand gesetzt und damit ein wertvolles Kulturgut neu belebt.
Mit großem Engagement und viel Gemeinschaftssinn entsteht ein Ort, der die bäuerliche Arbeit von früher wieder erlebbar macht und besonders jungen Menschen zeigt, woher unser tägliches Brot kommt.
„Von Korn zu Brot, wir machen Tradition wieder erlebbar. “
Mit Herz und Engagement für die Tradition
Bei der Mitgliederversammlung am 8. März wurde das Projekt Stegmühle in St. Pankraz mit dem Preis „GE®MEINSAM erhalten“ der Südtiroler Bauernjugend ausgezeichnet und erhielt somit 10.000 Euro für die Restaurierung.
Die alte Stegmühle in St. Pankraz ist weit mehr als nur ein Gebäude – sie ist ein Stück bäuerlicher Geschichte, das über Generationen hinweg das Leben im Tal mitgeprägt hat. Die Stegmühle ist Teil des historischen Mühlenwegs im Ultental, entlang dessen sich noch heute die Überreste zahlreicher alter Mühlen finden, die einst eine zentrale Rolle für die Versorgung und das gemeinschaftliche Leben im Tal spielten. Noch vor rund 15 Jahren war die Mühle voll funktionsfähig. Hier wurde Korn gemahlen, Brot gebacken und damit ein wichtiger Teil des bäuerlichen Alltags sichtbar gemacht. Für viele Menschen aus der Umgebung ist die Mühle auch heute noch mit persönlichen Erinnerungen verbunden.
Doch wie viele historische Gebäude blieb auch die Stegmühle vom Zahn der Zeit nicht verschont. Die Instandhaltung wurde zunehmend aufwendig und kostspielig, während ein Unwetter schließlich die Wasserzufuhr – ein zentrales Element für den Betrieb der Mühle – vollständig zerstörte. Seitdem steht die Mühle still.
Diese Entwicklung stimmte die 7 Bergbauernhöfe, Obkirch, Bachgütl, Trot, Vettern, Löschen, Mittereben und Untereben, in deren Besitz sich die Mühle befindet, sehr traurig. So haben einige von ihnen es sich zum Ziel gesetzt die Mühle zu restaurieren, nach und nach konnten alle 7 Höfe überzeugt werden und man konnte mit der Arbeit beginnen.
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Das Projekt ist dabei weit mehr als eine reine Restaurierung. Es geht darum, ein Stück bäuerlicher Identität zu bewahren und für kommende Generationen zugänglich zu machen. Die Stegmühle soll künftig wieder ein Ort sein, an dem gezeigt wird, wie früher gearbeitet wurde – anschaulich, authentisch und greifbar. Besonders für Kinder und Jugendliche bietet sich hier die Möglichkeit, Landwirtschaft aus nächster Nähe zu erleben und zu verstehen, woher unsere Lebensmittel kommen und welche Arbeit dahintersteckt.
Gerade in einer Zeit, in der traditionelle Arbeitsweisen zunehmend in den Hintergrund rücken, ist dieses Projekt von besonderer Bedeutung. Es zeigt eindrucksvoll, wie wichtig es ist, bäuerliches Eigentum zu erhalten und die eigene Geschichte aktiv weiterzutragen.
Mit viel Herzblut, Engagement und einem klaren Blick in die Zukunft entsteht in St. Pankraz ein Ort, der Vergangenheit und Gegenwart miteinander verbindet. Durch die Auszeichnung und das damit verbundene Engagement wurde die Stegmühle nun restauriert, wieder funktionsfähig gemacht und erstrahlt heute in neuem Glanz.
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Das gemalene Korn
Video
27. Landesweinkost
Eigenbauweine im Rampenlicht
Bei der Landesweinkost der Südtiroler Bauernjugend am Donnerstag, 14. Mai im Felsenkeller werden die besten Weine des Landes verkostet und ausgezeichnet. Bereits seit 26 Jahren ist die Landesweinkost der Südtiroler Bauernjugend ein voller Erfolg. Sie soll Geselligkeit und Weiterbildung verbinden. Gleichzeitig ist sie eine Plattform, wo sich Produzenten austauschen und so auch ihr Produkt weiterentwickeln können. Zugelassen sind nur die besten Weine aus den vorhergehenden Verkostungen der Bezirke Eisacktal, Bozen, Unterland, Meran und Vinschgau. Nicht nur die Juroren bewerten die Weine, auch das Publikum kann Geschmacksnuancen, Geruchsintensität und Farbschattierungen bewerten.
Podcast-Folge
Jung und vernetzt: Die neue SBJ-Fachgruppe Obstwirtschaft
Michael Mitterer, Vorsitzender der SBJ-Fachgruppe Obstwirtschaft, war Mitte März beim Podcast „Zualgost“ zu Gast. Er erzählt, wie die neue Fachgruppe entstanden ist, welche Ziele sie verfolgt und warum der Austausch unter jungen Obstbäuerinnen und Obstbauern so wichtig ist. Die Folge findet ihr unter zuaglost.podigee.io und überall, wo es Podcasts gibt.
Tag der Frau
Der neue Steuerleitfaden
Wichtigste Änderungen
• Das frühere IVA-Minori-Heft wird nicht mehr verwendet
• Alle Einnahmen und Ausgaben werden nun über eine Excel-Tabelle erfasst
• Ortsgruppen sind von der elektronischen Fakturierung befreit
• Es werden keine Rechnungen mehr ausgestellt
Alle wichtigen Informationen: www.sbj.it/de/service/steuern
Bei der diesjährigen Mitgliederversammlung am 8. März, dem Internationalen Frauentag, erhielten alle weiblichen Mitglieder eine Rose aus Schokolade, gesponsert von der Firma Loacker.
Die Südtiroler Bauernjugend spendet für jede überreichte Rose den doppelten Wert an das „Haus der geschützten Wohnungen“. „So möchten wir den Frauen nicht nur eine kleine Freude bereiten, sondern damit auch Gutes tun“, verkündete Landesleiterin Viktoria Kössler und erntete
Ge®meinsam erhalten: Mit Erbschaft Projekte fördern
Die Südtiroler Bauernjugend vergab nun schon zum zweiten mal bei der Mitlgiderversammlung der SBJ den Preis „Ge®Meinsam erhalten“. Dieser unterstützt Projekte und Ideen, die zur Erhaltung der Berglandwirtschaft beitragen und das bäuerliche Leben der Region stärken sollen, indem sie es der Gemeinschaft näherbringen. Alle Landwirte sowie bäuerliche Organisationen, die ein Projekt einreichen möchten, sind herzlich eingeladen. Das Gewinnerprojekt wird mit bis zu 10.000
Euro unterstützt. Ideen können bis zum 16. Juni eingereicht werden. Weitere Informationen und Bewerbungsunterlagen findet ihr unter Ge®Meinsam erhalten (sbj.it).
„Wir sind gespannt auf die vielfältigen ideen und Projekte“
Raffael Peer
Projekte gesucht
Die Südtiroler Bauernjugend betrachtet diese Erbschaft als einmalige Gelegenheit, Projekte/Ideen zu fördern. Es sollen Projekte unterstützt werden, die den Kriterien der Erbschaft entsprechen. Von der Restaurierung historischer Gebäude und landwirtschaftlicher Geräte bis hin zur Förderung traditionellen Handwerks
wie Korbflechten und Zäune bauen ist das Spektrum breit gefächert. Besonderes Augenmerk wird auch auf die Förderung des Verständnisses für die Landwirtschaft in der nicht-bäuerlichen Bevölkerung gelegt. Projekte, bei denen beispielsweise Schulkinder die Herstellung von Lebensmitteln nähergebracht wird oder bei denen Senioren am Bauernhof betreut und gepflegt werden, werden daher besonders begrüßt. Weitere Beispiele zu Projekten oder Ideen und zu den letzten Gewinnern findet ihr auf der Webseite www.sbj.it/germeinsam-erhalten.
Mitmachen ist ganz einfach Die Teilnahme erfolgt über ein Formular auf www.sbj.it. Dieses wird ausgefüllt und per E-Mail an bauernjugend@sbb.it gesendet. Ergänzend können auch Fotos, Videos oder Präsentationen eingereicht werden. Die Auswahl der Projekte erfolgt nach Einsendeschluss durch eine fachkundige Jury aus Experten sowie Vertretern der Landwirtschaft und Gesellschaft. Das Gewinnerprojekt erhält bis zu 10.000 Euro und hat anschließend 1,5 Jahre Zeit, um die Idee umzusetzen. Das umgesetzte Siegerprojekt wird bei der Mitgliederversammlung der Südtiroler Bauernjugend am 5. März 2028 präsentiert und ausgezeichnet. „Diese Erbschaft ist eine einzigartige Gelegenheit, die Zukunft der Landwirtschaft und des Brauchtums in Südtirol aktiv mitzugestalten“, betont Raffael Peer, SBJ-Landesobmann.
Unter dem Motto „Wurzeln stärken, Heimat leben“ versammelte sich am 8. März die Südtiroler Bauernjugend in Bozen zur Mitgliedervollversammlung. Im Mittelpunkt standen die Anliegen junger Bäuerinnen und Bauern, deren Engagement für die Zukunft der Landwirtschaft von großer Bedeutung ist. In den Beiträgen wurde deutlich, wie wichtig gezielte Unterstützung, Perspektiven und Zusammenhalt für die nächste Generation sind. Gleichzeitig rückten Heimatverbundenheit und gelebte Tradition in den Fokus. Sie bilden das Fundament für nachhaltiges Wirtschaften und ein starkes Miteinander im ländlichen Raum.
Magdalena Zemmer Landesleiterin Stv.
» Das Gewinnerprojekt „Stegmühle in St. Pankraz“
» Hier gehts zur Webseite
» Du hast eine Idee, die du umsetzen möchtest? Dann bewirb dich bis zum 16. Juni auf Ge®meinsam erhalten (sbj.it)
Die Landestrachtenschau 2026 in Schloss Prösels
Im Jahr 1979 fand die erste Landestrachtenschau der Südtiroler Bauernjugend im Walterhaus in Bozen statt. Erstmals wurden damals die vielfältigen Trachten unseres Landes in einem gemeinsamen Rahmen präsentiert – ein starkes Zeichen für Identität, Zusammenhalt und gelebte Tradition.
Fast fünf Jahrzehnte später knüpft die Südtiroler Bauernjugend an diese Erfolgsgeschichte an: Am Freitag, 19. Juni 2026, wird im Schlossgarten von Schloss Prösels die Landestrachtenschau 2026 veranstaltet.
In einer eindrucksvollen Inszenierung wird die Vielfalt der Südtiroler Trachten lebendig erlebbar gemacht. Originale Trachten aus den verschiedenen Bezirken, Dörfern und Talschaften werden präsentiert und in ihrem geschichtlichen und kulturellen Kontext vorgestellt. Dabei wird sichtbar, wie facettenreich und einzigartig die Trachtenlandschaft Südtirols ist.
Ziel der Veranstaltung ist es, die Schönheit und Bedeutung der heimischen Trachten hervorzuheben und insbesondere der jungen Generation näherzubringen. Trachten sind weit mehr als traditionelle Kleidung – sie sind Ausdruck regionaler Identität, gelebter Geschichte und kultureller Verwurzelung. Die Landestrachtenschau zeigt eindrucksvoll, dass diese Tradition auch heute nichts an ihrer Aktualität verloren hat.
Ein besonderes Highlight des Projektes ist zudem die Entstehung einer digitalen Trachtenplattform auf der Webseite der Südtiroler Bauernjugend. Über eine interaktive Südtirolkarte werden künftig die verschiedenen Trachten der einzelnen Orte und Regionen zugänglich gemacht. Damit entsteht eine nachhaltige Sammlung, die Wissen bewahrt, dokumentiert und für kommende Generationen erlebbar macht.
Die Teilnahme an der Veranstaltung erfolgt mit Anmeldung. Weitere Informationen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung sind ab April unter www.sbj.it verfügbar.
Mit der Landestrachtenschau 2026 lädt die Südtiroler Bauernjugend alle Interessierten ein, die kulturelle Vielfalt Südtirols neu zu entdecken und gemeinsam ein Stück lebendiger Tradition zu feiern.
„Die Tracht ist ein Stück gelebte Identität und genau das möchten wir mit der Landestrachtenschau sichtbar machen und weitergeben.“
Viktoria Kössler
Glanzvolle Ballnacht der Südtiroler Bauernjugend
Das Forum in Brixen erstrahlte am Samstag, 24. Jänner im Glanz der Südtiroler Trachten. Zahlreiche Freunde der Landwirtschaft aus ganz Südtirol trafen sich zum Bauernjugendball 2026. Begleitet von mehreren Highlights wurde bis in die frühen Morgenstunden bei ausgelassener Stimmung getanzt, gelacht und gefeiert.
Traditionell zogen fesche Madln und Burschen aus allen Landesteilen in den großen Ballsaal ein und eröffneten in ihren farbenfrohen Trachten den Ball mit dem Auftanz der Südtiroler Bauernjugend. Der Auftanz wurde von der Ziehharmonika begleitet. Danach spielten die Band „Bääm&Brass“ volkstümliche Klänge, wo die Tanzfläche frei für alle Ballgäste wurde und sich viele Tanzpaare bildeten, welche dem Rhythmus
der Musik folgten. Die Mitternachtseinlage der Schuhplattler aus Stilfes-Trens begeisterte das Publikum mit ihrem tollen „Plattler“ und trug weiter zur festlichen Atmosphäre bei. In der Disco brachte DJ Tyrol die Besucher mit seiner musikalischen Auswahl zum Feiern.
„Der Bauernjugendball war zweifellos ein unvergessliches Erlebnis.“
Raffael Peer
Kulinarische Köstlichkeiten und Weine Die kulinarischen Genüsse spielten ebenfalls eine zentrale Rolle an diesem Abend. Im Hauptsaal wurden die Gäste mit köstlichen und regionalen Gerichten vom Catering „Prost & Mohlzeit“ verwöhnt, während erlesene Weine aus Südtirol die
Gaumen der Feiernden verwöhnten. Die Südtiroler Bauernjugend sorgte für den Service und bot einen Leberkässemmel für den kleinen Hunger zwischendurch an. In der gemütlichen Weinlaube konnten die Gäste zudem eine Vielzahl von Weinen aus verschiedenen Regionen Südtirols genießen und sich in unterhaltsamen Gesprächen vertiefen. „Es war eine Nacht voller Freude und Tradition, die den Teilnehmern noch lange in Erinnerung bleiben wird. Wir freuen uns schon auf den nächsten Ball, und hoffen das wieder viele dabei sein werden“, betont Raffael Peer.
Prominente Ballgäste Unter die Ballgäste mischten sich unter anderem Europaparlamentarier Herbert Dorfmann und Landesrat Luis Walcher, der Landesobmann des Südtiroler Bauernbundes Daniel Gasser und die Landesbäuerin Antonia Egger Mair sowie die
» In ihren farbenfrohen Dirndln kamen viele Besucherinnen zum Bauernjugendball 2026
Wiedergründung der SBJ-Ortsgruppe Barbian
Jugendliche der Gemeinde Barbian wollen sich aktiv für die Dorfgemeinschaft einsetzen und lassen die SBJ-Ortsgruppe Barbian, die stillgelegt war, neu aufleben. Die Gründungsversammlung fand am Freitag, 20. Februar im Vereinshaus in Barbian statt.
Im Rahmen der Versammlung stellte Landesobmann Raffael Peer, den rund 30 Jugendlichen die Südtiroler Bauernjugend vor.
„Bei der sBj sein, heißt gemeinschaft erleben, traditionen pflegen aber auch neues kennenlernen und sich weiterentwickeln“
Raffael Peer
Die neuen Ausschussmitglieder haben schon vor einiger Zeit festgestellt, dass in ihrer Heimatgemeinde eine Bauernjugend Ortsgruppe fehlt, die den Zusammenhalt der Jugendlichen im Dorf verstärkt. Nach der kurzen Einführung wurden dann die Wahlen abgewickelt. Die Bereitschaft sich zu engagieren war groß. In den Ausschuss wurden Anna Klammsteiner, Annalena Kusstatscher, Emelie Kusstatscher, Tanja Gantioler, Stefanie Messner, Samuel Gafriller, Tobias Klammsteiner und Matthias Brunialti gewählt. Das Amt der Ortsleiterin übernimmt Anna Klammsteiner.
Die Gemeindereferentin Doris Faller, die den Bürgermeister vertritt und früher selbst Mitglied bei der Bauernjugend Barbian war, freut es sehr, dass die Ortsgruppe wiederbelebt
» Der neue gewählte Auschuss zusammen mit der Landesführung und dem Bezirk Bozen
wird und somit positiv zum Dorfleben beigetragen wird. Sie wünschte dem Ausschuss alles Gute für die Zukunft und hofft auf eine gute Zusammenarbeit in der Dorfgemeinschaft. Auch die Ortsbäuerin Angelika Lageder Seelaus und der Ortsobmann des Südtiroler Bauernbundes Barbian Helmut Ploner freuen sich über den Zuwachs in der bäuerlichen Familie und wünschen den Jugendlichen alles Gute für die Zukunft. Sie freuen sich auf die Zusammenarbeit und auf gemeinsame Projekte, welche sie schon früher zusammen veranstalteten.
Viele Ideen für die Zukunft
Auf die Ortsgruppe warten bereits die ersten Aufgaben. Bei einer Ideensammlung nannten die Mitglieder Wünsche für Veranstaltungen und Aktionen. Die Ideen reichen von verschiedenen Kursen, Veranstaltungen bis hin zur Organisation gemeinsamer Tätigkeiten wie Mondscheinrodeln oder einem gemeinsamen Törggelen.
» Raffael Peer stellte die Bauernjugend vor
Gekonnt kontern!
Alljährlich trifft sich die Landesleitung der Südtiroler Bauernjugend für zwei Tage zur Klausur – so auch am Wochenende von Samstag, 14. März, bis Sonntag, 15. März, in St. Pankraz im Ultental. Auf verbale Angriffe und Seitenhiebe überzeugend und schlagfertig zu reagieren – das waren die Kernthemen des ersten Tages. Am zweiten Tag wurde an der Umsetzung anstehender Projekte gearbeitet.
Die Fähigkeit, „nie mehr sprachlos“ zu sein, ist eine Kompetenz, die in vielen Lebenssituationen hilfreich sein kann. „Die Mitglieder der Landesleitung stehen immer wieder vor Publikum, müssen spontan Grußworte halten oder Interviews geben“, erklärt Landesleiterin Viktoria Kössler. „Bei der Klausur konnten wir trainieren, wie wir gekonnt und schlagfertig antworten, und wichtige Tricks lernen, die uns diese Aufgaben in Zukunft erleichtern werden.“
„Schlagfertigkeit kann man lernen“
Viktoria Kössler
Nie mehr sprachlos!
„Kennt ihr das, wenn ihr einen Kommentar von der Seite bekommt und euch erst Stunden später einfällt, was ihr darauf hättet antworten können?“ Mit dieser Frage eröffnete Gerald Kern, ein bekannter Rhetoriktrainer aus Oberösterreich, die Klausur. Er erklärte, dass es verschiedene Methoden gibt, um seinem Gegenüber auf Augenhöhe verbal die Stirn zu bieten.
Schlagfertigkeit kann man trainieren
Das Sprichwort „Angriff ist die beste Verteidigung“ hat beim Thema Schlagfertigkeit nichts zu suchen – ein Gegenangriff ist meist nicht zielführend. Muss auf eine Frage eine Erklärung folgen, kann man sich durch sogenannte Brückensätze wie „Deine Aussage überrascht mich“ oder „Das sieht vielleicht auf den ersten Blick so aus“ Zeit verschaffen, um die passende Antwort zu formulieren. Auch mit einer lösungsorientierten Gegenfrage lässt sich geschickt kontern.
Sogenannte „Instant-Sätze“ wie „Da haben wir ja etwas gemeinsam“ oder „Daran wirst du dich gewöhnen müssen“ helfen, auf plumpe Angriffe schnell zu reagieren. Auf manche Aussagen reicht auch ein kur-
» Rhetoriktrainer Gerald Kern aus Oberösterreich gab der Landesleitung viele Tipps und Tricks mit auf den Weg.
zes „Tönchen“ wie „Aha“, „Interessant“ oder „Faszinierend“. In kleinen Gruppen wurde das Gelernte anschließend praktisch trainiert. Bei einer abschließenden Interview-Übung standen vier Funktionäre potenziellen Journalistinnen und Journalisten Rede und Antwort.
Am zweiten Tag wurde das Jahresprogramm ausgearbeitet und weiter präzisiert.
» Am Abend ging es in die Kletterhalle
bei der 56. Mitgliederversammlung der Südtiroler Bauernjugend „Wurzeln stärken, Heimat leben“
Events
14.05.2026
Landesweinkost
Felsenkeller bei der Laimburg
19.06.2026
Landestrachtenschau
12.07.2026
Lintrac Supercup
22.08.2026 oder 23.08.2026
Landesentscheid im Handmähen
23.+24.10.2026
Bauernjugendseminar 09.11.2024
Fachtagung bäuerliche Organisationen
20.-22.11.2026
Landeslehrfahrt
Impressum
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