Fakten zur Stahlindustrie in Deutschland 2019
Auf einen Blick
Im Jahr 2018 erzeugten die Stahlunternehmen in Deutschland
42,4 Mio. t Rohstahl.
Damit ist die Branche Spitzenreiter in der EU und steht auf Platz 7 in der Welt. Durch Stahl recycling werden in Deutschland mehr als
20 Mio. t CO2 pro Jahr vermieden.
70 % des Rohstahls (29,7 Mio. t) wurden 2018 über die Hochofen-Konverter-Route erzeugt. 30 % (12,7 Mio. t) über die Elektroofenroute. Mit zusammen über
60 % Anteil
am Stahlbedarf sind die Automobilund Bauindustrie die wichtigsten Abnehmerbranchen der Stahlindustrie.
4 Millionen Menschen
Etwa Die Stahlindustrie deckt
fast die Hälfte ihres gesamten Strombedarfs nachhaltig mit eigenerzeugtem Strom.
80 %
2
der deutschen Stahlexporte gehen in die Europäische Union. Unter den Drittstaaten sind die USA der wichtigste Markt.
arbeiten in Deutschland in stahlintensiven Branchen, rund
84.000 Beschäftigte für die Stahlindustrie direkt.
Die Stahl industrie in Deutschland befördert
30 %
mehr als ihrer Transportmengen per Binnenschiff. Fakten zur Stahlindustrie 2019
Inhalt
Fakten zur Stahlindustrie in Deutschland 2019
4 16 24 30 34 38
Stahl in Deutschland Wirtschaft und Handel Kreislaufwirtschaft Energie und Klima Stahl in Europa und der Welt Wirtschaftsvereinigung Stahl
Fakten zur Stahlindustrie 2019
3
Stahl in Deutschland
Standorte der Stahlerzeugung Rohstahlerzeugung 2018 (Gesamterzeugung Deutschland): 42,4 Mio. t
Hamburg (1) Bremen (2)
Hennigsdorf (7)
Lingen (3)
Eisenhüttenstadt (8)
Peine (5) Georgsmarienhütte (4) Duisburg (9, 10, 11) Witten (12) Siegen (12, 16) Wetzlar (13)
Brandenburg (6) Salzgitter (5) Gröditz (4) Riesa (15) Freital (16) Unterwellenborn (14)
Dillingen (17) Bous (4) Völklingen (18)
Integriertes Hüttenwerk (Hochofen, Stahl- und Walzwerk)
Kehl (19) Herbertshofen (20)
Elektrostahlwerk
Deutschland ist Standort für technologisch führende, hochwettbewerbsfähige Stahlhersteller. (1) ArcelorMittal Hamburg (2) ArcelorMittal Bremen (3) Benteler (4) Georgsmarienhütte (5) Salzgitter (6) Brandenburger Elektrostahlwerk (7) Hennigsdorfer Elektrostahlwerk
4
(8) ArcelorMittal Eisenhüttenstadt (9) thyssenkrupp Steel Europe (10) HKM (11) ArcelorMittal Ruhrort (12) Deutsche Edelstahlwerke (13) Buderus Edelstahl (14) Stahlwerk Thüringen
(15) ESF Elbe-Stahlwerke Feralpi (16) BGH Edelstahl (17) Dillinger Hüttenwerke (18) Saarstahl (19) Badische Stahlwerke (20) Lech-Stahlwerke Quelle: WV Stahl
Fakten zur Stahlindustrie 2019
Stahl in Deutschland
Rohstahlproduktion
Der zunehmende Protektionismus weltweit und die seit Jahren anhaltenden Überkapazitäten in der globalen Stahlindustrie belasten die Branche. Die Rohstahlproduktion ist im Jahr 2018 um 2 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 42,4 Millionen Tonnen gesunken. Auch gegenüber dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre blieb die Erzeugung unterdurchschnittlich.
50
| Mio. t 47,2
45
48,5 45,8
44,5
43,8 44,3
42,7 42,6 42,9 42,7 42,1 43,3 42,4
40 35 32,7
17
18 20
20
16 20
14
13
15 20
20
20
12 20
11 20
10
09
20
20
08 20
07 20
06 20
20
05
30
Quelle: Statistisches Bundesamt, WV Stahl
Fakten zur Stahlindustrie 2019
5
Stahl in Deutschland
Erzeugungsrouten zur Stahlherstellung 2018
In Deutschland werden 42,4 Millionen Tonnen Stahl (2018) nach dem neuesten Stand der Technik für Produktion und Umwelt unter Einhaltung der weltweit strengsten gesetzlichen Vorschriften hergestellt.
Eisenerze Stückerze Kohle
Koks
Schrott
Feinerze Sinter
Koksofengas Pellets Hochofengas Die erzeugten Kuppelgase werden zu 60 % zu Heizzwecken energetisch genutzt und zu 40 % verstromt. Der Strom wird wiederum im Stahlherstellungsprozess eingesetzt.
Konvertergas
Hochofen
Öl, Gas oder Kohle
Heißwind O2 O2
Elektrizität
Roheisen Schrott
Konverter
Anteil: 70 % 29,7 Mio. t
Elektroofen
Rohstahl
Anteil: 30 % 12,7 Mio. t
Stand: 2018 Quelle: WV Stahl
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Fakten zur Stahlindustrie 2019
thyssenkrupp Steel Europe
Stahl in Deutschland
2018 wurden in Deutschland
42,4 Millionen Tonnen Stahl
produziert.
Fakten zur Stahlindustrie 2019
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Stahl in Deutschland
Erzeugung, Beschäftigung und Produktivität
Die Beschäftigtenzahl ist seit 1980 von rund 288.000 auf 84.000 Beschäftigte gesunken. Die Produktivität ist aufgrund moderner Anlagen und der Digitalisierung stetig gestiegen.
Erzeugung
Beschäftigte
Produktivität
in Mio. t/a
in Tsd.
in t Rohstahl/Beschäftigter
-71 %
+239 %
Rohstahl
Walzstahl
+5 % 43,8 43,3 35,8 37,5
516
288
152
84
1980 2017
1980 2017
1980 2017
1980 2017 Quelle: Statistisches Bundesamt, WV Stahl
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Fakten zur Stahlindustrie 2019
worldsteel / Gregor Schläger
Stahl in Deutschland
4 Millionen Menschen
Etwa
arbeiten in Deutschland in stahlintensiven Branchen, rund
84.000 fĂźr die Stahlindustrie direkt. Fakten zur Stahlindustrie 2019
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Stahl in Deutschland
Stahlintensität des Konsums nach Produktgruppen Stahl ist ein unverzichtbarer Bestandteil des alltäglichen Lebens und trägt zu einem nachhaltigen Konsum bei. Der Stahlbedarf des privaten Konsums in Deutschland beträgt rund 180 kg Stahl pro Jahr und Einwohner. Stahl wird nicht nur für stahlintensive Produkte benötigt, sondern für nahezu jedes Gut und jede Dienstleistung.
Andere: 36,0 % Täglicher Bedarf: 7,0 % Haushaltsführung: 13,0 %
Konsumgüter mit Stahlanteil: 64,0 %
Freizeit und Dienstleistungen: 15,2 %
Stahl-Konsum pro Einwohner: Private Haushalte: Öffentlicher Haushalt: (z. B. Bildung, innere Sicherheit und Infrastruktur)
ca. 180 kg/a ca. 60 kg/a
Stahl-Konsum Gesamt:
ca. 240 kg/a Quelle: Fraunhofer IMWS
10
Fakten zur Stahlindustrie 2019
ÂŽistock.com/fotojog
Stahl in Deutschland
Jeder Einwohner in Deutschland benĂśtigt pro Jahr durchschnittlich
180 kg Stahl,
um seinen privaten Konsum zu decken.
kommt noch
Quelle: Fraunhofer IMWS
Fakten zur Stahlindustrie 2019
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Stahl in Deutschland
Umsatz der größten Industriebranchen in Deutschland Auf die größten stahlintensiven Branchen entfallen circa vier Millionen Beschäftigte und damit mehr als zwei Drittel der Industriearbeitsplätze in Deutschland.
| Mrd. Euro stahlintensiv Automobilindustrie
nicht stahlintensiv
425 252
Maschinenbau
Stahlanteil an Vorleistungen
Arbeitsplätze 2017 in Tsd.
12 %
841
20 %
1046
Elektrotechnik
181
8%
726
Ernährungsgewerbe
180
1%
596
1%
336
Chemische Industrie
147
Bauhauptgewerbe
109
10 %
817
Stahl- & Metallverarbeitung
126
59 %
699
Verarbeitendes Gewerbe (einschl. Bau)
2003
7044
Quelle: RWI, Statistisches Bundesamt, WV Stahl
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Fakten zur Stahlindustrie 2019
Stahl in Deutschland
Umsatzerlöse
Nach der Weltwirtschaftskrise von 2009 sind die Umsätze wieder angestiegen. Das Niveau der Vorkrisenjahre wurde jedoch noch nicht wieder erreicht.
60
| Mrd. € 51,5
50 40
49,7
48,4
46,3
41,7
41,8
40,7
37,2
40,1
42,2 37,8
32,8
30
44,1
35,1
20
18 20
17
16
20
20
15 20
14 20
13
12
20
11
20
20
10 20
09 20
08
07
20
06
20
20
20
05
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Quelle: Statistisches Bundesamt, WV Stahl
Fakten zur Stahlindustrie 2019
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Stahl in Deutschland
Marktversorgung Walzstahl
Die Marktversorgung mit Walzstahlerzeugnissen hat inzwischen fast schon wieder das Niveau der Vorkrisenjahre erreicht.
50
| Mio. t
43,4 43,2 40
41,2
40,3
38,1 38,2
37,2
36,8 30
39,6 39,4 40,4 40,8 39,2
29,0
20
18 20
17 20
16
15
20
20
14 20
13
12
20
20
11 20
10 20
09
08
20
20
07 20
06 20
20
05
10
Quelle: Amtliche AuĂ&#x;enhandelsstatistik
14
Fakten zur Stahlindustrie 2019
Stahl in Deutschland
Anteile am Stahlbedarf
Die wichtigsten Abnehmerbranchen der Stahlindustrie sind die Bauindustrie, die Automobilindustrie und der Maschinenbau.
Automobil: 26 %
Metallwaren: 12 %
Maschinenbau: 11 %
Rohre: 9 % Bau: 35 %
Ăœbrige: 5 % Haushaltswaren: 2 %
Stand: 2017 Quelle: WV Stahl
Fakten zur Stahlindustrie 2019
15
Wirtschaft und Handel
Deutschland: Stahlaußenhandel (Millionen Tonnen Steel Mill Products)* Deutschlands Stahl-Außenhandelssaldo ist nahezu ausgeglichen. In den letzten Jahren sind die Importe aber sichtlich angestiegen.
Saldo 30 25
| Mio. t 27,5 27,3
20
Importe 26,6 24,5
25,0 24,0
Exporte 28,5
27,8
27,3
26,4
-1,2
-1,2
-1,5
2016
2017
2018
25,6
26,0
26,8
25,1
25,5
25,6
-0,5
-0,5
2014
2015
15 10 5 0
0,2
2,1
1,0
-5 2011
2012
2013
* Steel Mill Products (Walzstahl- und Schmiedeerzeugnisse, Rohre, kaltgewalzte Erzeugnisse)
16
Quelle: Amtliche Außenhandelsstatistik, WV Stahl
Fakten zur Stahlindustrie 2019
Wirtschaft und Handel
Stahlexporte* in Länder außerhalb der EU
Stahl aus Deutschland und der EU wird am häufigsten in den nordamerikanischen Freihandelsraum (NAFTA) oder in andere europäische Länder exportiert.
Deutschland 2018: 5,8 Mio. t 9% 4% 5%
EU28: 29,0 Mio. t 12 % 6%
33 %
27 %
13 % 20 %
29 %
12 %
30 %
NAFTA
Afrika
Europa ohne EU/GUS
GUS
Asien o. N. und M. Osten
Naher u. Mittlerer Osten
* Exporte von Steel Mill Products (Walzstahl- und Schmiedeerzeugnisse, Rohre, kaltgewalzte Erzeugnisse)
Fakten zur Stahlindustrie 2019
Übrige
Stand: 2018 Quelle: Amtliche Außenhandelsstatistik
17
ÂŽistock.com/AvigatorPhotographer
Wirtschaft und Handel
Deutschland exportiert knapp
35 Millionen Tonnen Walzstahl in Form von stahlhaltigen GĂźtern wie Autos und Maschinen ins Ausland.
18
Fakten zur Stahlindustrie 2019
Wirtschaft und Handel
Deutschland: Indirekter Stahlaußenhandel Handel mit stahlhaltigen Erzeugnissen* Die Stahlindustrie in Deutschland ist auch über ihre Verarbeiter eng in die internationale Arbeitsteilung eingebunden. Deutschland exportiert 35 Millionen Tonnen Walzstahl in Form von stahlhaltigen Gütern wie Autos und Maschinen ins Ausland.
Ausfuhr 35 30
Einfuhr
Saldo
| Mio. t Walzstahl 32,1 31,7
32,9
25 20
21,7
21,4
36,5
35,1
22,9
24,1
25,0
15 10
10,7
10,0
10,0
11,0
11,5
5 0 2014
2015
* die stahlhaltigen Waren (Autos, Maschinen, etc.) sind mit einem Koeffizienten in Stahlgewicht umgerechnet
Fakten zur Stahlindustrie 2019
2016
2017
2018
Quelle: Amtliche Außenhandelsstatistik
19
®istock.com/Illya Vinogradov
Wirtschaft und Handel
Großbritannien, Frankreich und die USA importieren rund
7 Millionen Tonnen Stahl
in Form von stahlhaltigen Gütern aus Deutschland. 20
Fakten zur Stahlindustrie 2019
Wirtschaft und Handel
Deutschland: Indirekte Stahlexporte nach Ländern Die wichtigsten Abnehmerländer der indirekten Stahlexporte Deutschlands sind Großbritannien, Frankreich und die USA.
3,0
| Mio. t Walzstahlgewicht 2,5
2,5
2,4 2,2
2,1
2,0
2,1
2,0 1,8 1,6
1,5
1,5
1,4
1,4
1,0 0,5
Po len Ni ed erl an de Ös ter rei ch Ita lie n Sin ga pu Ts r ch ec h. Re p.
ina Ch
ma
rk
A
UK
US
ne Dä
Fra
nk
rei
ch
0,0
Stand: 2018 Quelle: Amtliche Außenhandelsstatistik
Fakten zur Stahlindustrie 2019
21
Wirtschaft und Handel
Logistik
Die Stahlindustrie setzt seit Jahrzehnten konsequent auf klimafreundliche Verkehrsträger: 80 Prozent der Transportmengen werden auf der Schiene oder auf Binnenwasserstraßen befördert. Aufgrund ihres hohen Verkehrsaufkommens von insgesamt rund 140 Millionen Tonnen sind die Stahl erzeugenden Unternehmen in Deutschland sowohl für den Schienengüterverkehr als auch für die Binnenschifffahrt von großer Bedeutung.
60 50
| in % Bahn 2017: 49,6 %
40 30
Binnenschiff 2017: 31,1 %
20
LKW 2017: 19,3 %
10
20 05 20 06 20 07 20 08 20 09 20 10 20 11 20 12 20 13 20 14 20 15 20 16 20 17
0
Quelle: WV Stahl
22
Fakten zur Stahlindustrie 2019
®istock.com/CreativeNature nl
Wirtschaft und Handel
Die Stahlindustrie in Deutschland befördert
80 Prozent
rund ihrer Transportmengen mit den ökologisch vorteilhaften Verkehrsträgern Bahn und Binnenschiff. Fakten zur Stahlindustrie 2019
23
Kreislaufwirtschaft
Verhältnis von Schrotteinsatz zu Rohstahl Ressourcenschonung durch Schrotteinsatz Stahl ist ein Werkstoff, der verlustfrei immer wieder recycelt werden kann. Allein die Stahlindustrie in Deutschland setzt jährlich mehr als 20 Millionen Tonnen Stahl- und Eisenschrott ein, um daraus neue Produkte herzustellen.
50
| in %
40 30 20 10
19 87 19 89 19 91 19 93 19 95 19 97 19 99 20 01 20 03 20 05 20 07 20 09 20 11 20 13 20 15 20 17
0
Quelle: WV Stahl
24
Fakten zur Stahlindustrie 2019
ÂŽistock.com/kokouu
Kreislaufwirtschaft
Fast die
Hälfte
des in Deutschland erzeugten Rohstahls wird aus Stahlschrott erschmolzen. Durch den
Einsatz von Stahlschrott
werden Ressourcen geschont. Fakten zur Stahlindustrie 2019
25
Kreislaufwirtschaft
Multi-Recycling-Ansatz in der Stahlindustrie
Stahlschrott wird flächendeckend fast vollständig erfasst und anschließend komplett dem Recycling zugeführt. Weil dabei keine Qualitätsverluste auftreten, lassen sich auch diese Produkte wieder recyceln – eine unendliche Geschichte. Aus einer Tonne Stahl entstehen so zum Beispiel nach sechsmaligem Recycling in der Summe vier Tonnen neue Stahlprodukte.
2000 | kg CO2-Äqv. Selbst bei konservativer Rechnung mit nur 6 Lebenszyklen
1500
Reales Treibhausgaspotential: <1 t CO2-Äq. / t Stahl
1000
500
0 1
2
3
4
5
6
7
8
9
10 11
12 13 14 15 16 17
Das Treibhausgaspotential der Stahlerzeugung sinkt mit jedem Lebenszyklus (LZ). Quelle: Prof. Finkbeiner TU Berlin
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Fakten zur Stahlindustrie 2019
Kreislaufwirtschaft
Durch das
StahlÂrecycling in Deutschland werden mehr als 20 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr vermieden. Das ist so viel, wie Berlin in einem Jahr freisetzt.
Quelle: WV Stahl
Fakten zur Stahlindustrie 2019
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Kreislaufwirtschaft
Eigenstromerzeugung Anteil von Eigenstromerzeugung und Fremdstrombezug am Gesamtstromverbrauch In der Energie- und Stoffwirtschaft integrierter Hüttenwerke spielen die sogenannten Kuppelgase (Koksofen-, Hochofen- und Konvertergas) eine herausragende Rolle. Werden sie in Gaskraftwerken verstromt, verringert der selbstproduzierte Strom den Bedarf an Fremdstrom. Die Stromerzeugung aus Kuppelgasen stellt praktisch eine CO2- neutrale Form der Stromerzeugung dar. Die energetische Nutzung dieser Gase spart den Einsatz von Primärbrennstoffen ein und leistet somit einen erheblichen Beitrag zum Klimaschutz.
Eigenstrom Kuppelenergieverstromung in Verbundkraftwerken, HochofengasEntspannungsturbinen, Abhitzedampfnutzung von Kühlsystemen zur Stromerzeugung 11,832 TWh 47,4 %
Fremdstrom
Bezüge aus dem öffentlichen Netz einschließlich Bezüge von externen Industrie-Verbundkraftwerken
13,107 TWh 52,6 %
Stand: 2018 Quelle: WV Stahl
28
Fakten zur Stahlindustrie 2019
Kreislaufwirtschaft
Schlackennutzung – Erzeugung und Verwendung der Schlacke Ressourceneffizienz ist ein Kernanliegen der Stahlwerke. Nebenprodukte, wie Schlacke, ersetzen Primärrohstoffe und sparen somit Ressourcen ein.
Mio. t in 2008
Mio. t in 2017
Mio. t in 2018
14,22
13,14
13,18
Hüttensand für Zement
6,43
7,89
7,71
Baustoffe
5,85
3,77
3,87
Düngemittel
0,51
0,40
0,37
Interner Kreislauf
0,69
0,73
0,71
Deponie
0,70
0,88
0,74
Schlackenerzeugung*
* Differenz Schlackenerzeugung zu Schlackenverwendung = Lagerbewegung
Fakten zur Stahlindustrie 2019
Quelle: FEhS
29
Energie und Klima
Spezifischer Primärenergieverbrauch
Der Energieverbrauch zur Herstellung einer Tonne Stahl konnte seit 1990 deutlich gesenkt werden. Erfolge wurden nicht nur auf der integrierten Route, sondern auch auf der Elektrostahlroute erzielt. Ein Beispiel für Weiterentwicklung ist die Einführung des Pfannenofens, durch den der Lichtbogenofen die installierte Leistung voll für das Schrotteinschmelzen nutzen kann und von metallurgischen Aufgaben entlastet wird. Die technischen Änderungen führten in den letzten 40 Jahren zur Senkung des Energieverbrauchs um 45 Prozent. Stahlfertigerzeugnisse* 30 | Gigajoule/Tonne
25
Spezifischer Primärenergieverbrauch je Tonne Stahl im Durchschnitt der gesamten Stahlproduktion unter Aggregation der Elektrostahl- und Hochofen-Konverter-Route. Ohne Kokereien.
24,38 -21,3 %
20
Rohstahl
20,56
19,20 -14,5 % 17,59
15
10 1990 2017 * warmgewalzte Lang-, Flacherzeugnisse, nahtlose Stahlrohre und Schmiedefertigerzeugnisse
30
1990 2017 Quelle: WV Stahl
Fakten zur Stahlindustrie 2019
Energie und Klima
Entwicklung der spezifischen primärenergiebedingten CO2-Emissionen Pro Tonne Stahl wird heute rund ein Fünftel weniger CO2 ausgestoßen als noch vor 20 Jahren. Damit sind in den etablierten Produktionsverfahren allerdings die Grenzen erreicht. Um die CO2-Emissionen der Primärstahlherstellung weiter zu senken, forschen und arbeiten die Unternehmen in Deutschland daher intensiv an der Einführung alternativer CO2-armer Verfahren. Ein solcher Umbruch in der Produktionsweise der Primärstahlerzeugung stellt die Stahlindustrie allerdings vor erhebliche wirtschaftliche Herausforderungen und ist daher an grundlegende Veränderungen in den politischen Rahmenbedingungen gebunden.** Stahlfertigerzeugnisse* 2,0 | in t CO2 /t Produkt
Spezifische primärenergiebedingte CO2-Emissionen je Tonne Stahl im Durchschnitt der gesamten Stahlproduktion unter Aggregation der Elektrostahl- und Hochofen-Konverter-Route. Ohne Kokereien. Indirekte CO2-Emissionen aus dem Fremdstrombezug sind einbezogen.
1,89 1,8 -22,8 %
1,6
Rohstahl
1,59
1,46
1,4
-15,7 % 1,34
1,2 1,0 1990 2017 ** Ausführliche Informationen zum Beitrag der Stahlindustrie zu einer klimaneutralen Wirtschaft lesen Sie hier: https://bit.ly/2Z1iL8W
Fakten zur Stahlindustrie 2019
1990 2017 Quelle: WV Stahl
31
Energie und Klima
Einsparungen von CO2-Emissionen dank innovativer Stähle Im Durchschnitt spart der innovative Stahleinsatz sechsmal so viel CO2 ein, wie bei der dafür erforderlichen Stahlproduktion verursacht wird. Insgesamt wird die bei der gesamten Stahlerzeugung in Deutschland jährlich emittierte Menge von CO2 allein durch die anhand der in der Grafik aufgeführten Beispiele ermittelten CO2-Einsparung von 74 Millionen Tonnen mehr als kompensiert.
Effizienz foss. Kraftwerke
| Mio. t CO2 / Jahr 0,1
Windkraftwerke Gewichtsreduktion PKW Kraft-WärmeKopplung
0,4
14,2
8,4
11,2 1,0
9,2
Weitere regen. Energien
0,03
Effizientere Trafos
0,1
Effiziente E-Motoren Gewichtsreduktion LKW
29,5
0,7 0,9
Emissionen ∑ ~ 12 Mio. t
5,0 2,1 1,9 1,0
Faktor 6
Einsparpotenzial ∑ ~ 74 Mio. t Quelle: BCG
32
Fakten zur Stahlindustrie 2019
Energie und Klima
Innovative Stähle
sparen in der WertschĂśpfungskette 6 Mal so viel CO2 ein, wie ihre Produktion verursacht.
Quelle: WV Stahl
Fakten zur Stahlindustrie 2019
33
Stahl in Europa und der Welt
Top 10 Rohstahlproduzenten (EU) EU Rohstahlproduktion (2018): 167,7 Mio. t Anteil Deutschland: 25,3 % In der EU28 nimmt Deutschland vor Italien und Frankreich den Spitzenplatz ein.
50
| Mio. t 42,4
40 30
24,5
%
Anteil an der Produktion
20 15,4
14,3
4,3 %
4,1 %
4,1 %
2,9 %
ke wa Slo
erl an
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ter
4,9
i
6,8
de
6,9
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7,3
UK
lgi
en
4,8 %
Be
len
6,1 %
Po
an
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8,5 %
Sp
nk
rei ch
9,2 %
Fra
Ita
d lan ch uts De
14,6 %
lie n
25,3 %
0
8,0
Ă–s
10,2
10
Stand: 2018 Quelle: EUROFER
34
Fakten zur Stahlindustrie 2019
worldsteel/Gregor Schläger
Stahl in Europa und der Welt
Deutschland ist der größte Stahlerzeuger in der
EU.
Weltweit
nimmt
China die Spitzenposition
ein. Im Jahr 2018 produzierten die Stahlunternehmen in der Volksrepublik
928,3 Millionen Tonnen Rohstahl.
Fakten zur Stahlindustrie 2019
35
Stahl in Europa und der Welt
Top 10 Rohstahlproduzenten (Welt) Weltrohstahlproduktion (2018): 1.808,4 Mio. t Deutschland ist der siebtgrößte Stahlerzeuger der Welt.
928,3 | Mio. t
200
106,5 104,3
100
86,6
72,5
71,5 42,4
37,3
34,9
24,5
lie n Ita
ilie n as
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De
Tü
d
d lan ss
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ko
A
Sü d
US
n pa Ja
ien Ind
Ch
ina
0
Stand: 2018 Quelle: worldsteel
36
Fakten zur Stahlindustrie 2019
Raum fĂźr Stahlnotizen
Fakten zur Stahlindustrie 2019
37
© iStock.com/Nikada
Herausgeber
Die Wirtschaftsvereinigung Stahl (WV Stahl) vertritt die politischen Interessen der stahlproduzierenden Unternehmen in Deutschland mit ihren rund 84.000 Mitarbeitenden gegenüber Politik, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Zentrales Anliegen der Organisation ist es, die politischen Rahmenbedingungen für die Zukunft so mitzugestalten, dass am Standort Deutschland Stahl nachhaltig und wettbewerbsfähig produziert werden kann. Für eine zielgerichtete Interessenvertretung ist der Verband mit Büros in Berlin, Brüssel und Düsseldorf vertreten.
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Fakten zur Stahlindustrie 2019
Herausgeber
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Wirtschaftsvereinigung Stahl Sohnstraße 65 40237 Düsseldorf Telefon: +49 211 6707-0 info@wvstahl.de Büro Berlin Wirtschaftsvereinigung Stahl Französische Straße 8 10117 Berlin
Hans Jürgen Kerkhoff Präsident Dr. Martin Theuringer Geschäftsführer
Roderik Hömann Leiter Büro Berlin
Telefon: +49 30 232 5546-10 roderik.hoemann@wvstahl.de Büro Brüssel Wirtschaftsvereinigung Stahl Avenue des Arts 56 1000 Brüssel Telefon: +32 2-8011387
Fakten zur Stahlindustrie 2019
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Stand: August 2019 | Titelfoto: ®istock.com/selensergen