Fakten zur Stahlindustrie in Deutschland
2014
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Stahlindustrie in Deutschland AuĂ&#x;enhandel Rohstoffe und Energie Logistik und Verkehr Stahlindustrie international Volkswirtschaftliche Bedeutung Herausgeber
Aktualisierte Fassungen ausgewählter Statistiken online unter: www.stahl-online.de/statistiken
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Fakten zur Stahlindustrie 2014
Stahlindustrie in Deutschland
Standorte der Stahlerzeugung
Stand: 2014
Rohstahlerzeugung 2013 in Mio. t Gesamterzeugung Deutschland 2013: 42,6 Mio. t (1) ArcelorMittal Hamburg........... 1,0 (2) ArcelorMittal Bremen............. 3,1 (3) Benteler.................................0,6 (4) Georgsmarienh端tte Holding... 1,2 (5) Salzgitter............................... 5,6 (6) Brandenburger Elektrostahlwerk.................... 1,4 (7) Hennigsdorfer Elektrostahlwerk....................0,8 (8) ArcelorMittal Eisenh端ttenstadt....................2,0 (9) ThyssenKrupp Steel Europe....8,8
(10) HKM....................................... 5,2 (11) ArcelorMittal Ruhrort............. 1,2 (12) Outokumpo Nirosta................0,7 (13) Deutsche Edelstahlwerke.......0,9 (14) Edelstahlwerke Buderus........0,4 (15) Stahlwerk Th端ringen..............0,8 (16) Elbe-Stahlwerke Feralpi.........0,8 (17) BGH Edelstahl........................0,2 (18) Dillinger H端ttenwerke............2,0 (19) Saarstahl............................... 2,5 (20) Badische Stahlwerke.............. 2,3 (21) Lech-Stahlwerke.....................1,1 Quelle: WV Stahl
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Stahlindustrie in Deutschland Deutschland ist Standort für technologisch führende, hochwettbewerbsfähige Stahlhersteller. Stahl wird über zwei Routen erzeugt: die Hochofenroute (zwei Drittel der Rohstahlproduktion) und die Elektroofenroute (ein Drittel).
Die größten Stahlerzeuger in Deutschland* (Anteil an der Gesamterzeugung von 42,6 Mio. t: 97 %)
* nur die Produktion der Unternehmen in Deutschland ** Produktion einschließlich HKM-Anteil
Quelle: WV Stahl
Erzeugungsrouten zur Stahlherstellung Eisenerze Stückerze Feinerze Kohle
Sinter Koks
Pellets
Schrott 14,1 Mio. t
Hochofen Heißwind O2
Öl, Gas oder Kohle O2
DRI* 0,5 Mio. t
Roheisen (26,4 Mio. t) Schrott (5,4 Mio. t)
Konverter Anteil:
68,4 %
Elektroofen 29,2 Mio. t
31,6 %
13,5 Mio. t
Rohstahl * Direktreduziertes Eisen
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Quelle: Stahlinstitut VDEh
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Stahlindustrie in Deutschland Die Stahlindustrie in Deutschland befindet sich in einer schwierigen Lage: Nach der Wirtschaftskrise von 2009 hat die Kapazitätsauslastung wieder deutlich zugenommen, die Umsätze sind jedoch zurückgegangen.
Rohstahlproduktion und Kapazitätsauslastung
Quelle: Statistisches Bundesamt, WV Stahl
Umsatzerlöse
Quelle: Statistisches Bundesamt, WV Stahl
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Stahlindustrie in Deutschland Zwei Drittel der deutschen Stahlproduktion entfallen auf Flacherzeugnisse. Die Arbeitsproduktivit채t hat sich seit 1980 mehr als verdreifacht.
Stahlerzeugung nach Kategorien
Quelle: Statistisches Bundesamt, WV Stahl
Erzeugung, Besch채ftigung und Produktivit채t
Quelle: Statistisches Bundesamt, WV Stahl
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Stahlindustrie in Deutschland Die wichtigsten Abnehmerbranchen sind die Automobilindustrie, gefolgt von der Bauindustrie und dem Maschinenbau. Die Marktversorgung mit Walzstahlerzeugnissen hat sich nach dem Krisenjahr 2009 stabilisiert.
Anteile am Stahlbedarf
Quelle: WV Stahl
Marktversorgung Walzstahl
Quelle: WV Stahl
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Außenhandel Deutschlands Außenhandelssaldo ist bei Walzstahl nahezu ausgeglichen. Der Handel mit stahlhaltigen Erzeugnissen weist einen deutlichen Überschuss auf.
Walzstahlaußenhandel Deutschland
Quelle: Amtliche Außenhandelsstatistik, WV Stahl
Indirekter Stahlaußenhandel Deutschland Handel mit stahlhaltigen Erzeugnissen*
* die stahlhaltigen Waren (Autos, Maschinen, etc.) sind mit einem Koeffizienten in Stahlgewicht umgerechnet
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Quelle: Amtliche Außenhandelsstatistik, WV Stahl
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Rohstoffe und Energie Für die Produktion einer Tonne Stahl werden ca. zwei Tonnen Rohstoffe benötigt. Während bei nahezu allen Rohstoffen eine vollständige Importabhängigkeit besteht, ist Deutschland bei Stahlschrott Netto-Exporteur.
Rohstoffeinsatz 2013 Rohstoffeinsatz: 88,4 Mio. t
Stahlerzeugnisse: 40,6 Mio. t
Eisenerz: 40,1 Mio. t Kokskohle: 10,2 Mio. t Petrolkoks: 1,1 Mio. t Einblaskohle: 4,6 Mio. t Fremdkoks: 2,0 Mio. t Stahlschrott: 19,1 Mio. t Zuschlagstoffe: 8,3 Mio. t Legierungsmittel: 2,3 Mio. t Öl: 0,2 Mio. t Feuerfest: 0,5 Mio. t
• Halbzeug • Quartoblech • Warmband • Kaltband • Oberflächenveredeltes Band • Rohre • Profil- und Stabstahl • Walzdraht • Schmiedestücke
Rot: Reduktionsmittel-/ Energieeinsatz
Hochofen/Stahlwerksschlacke: 13,1 Mio. t Quelle: Stahlinstitut VDEh
Importabhängigkeit bei Massenrohstoffen Bedarf und Außenhandelssaldo der wichtigsten Rohstoffe für die Stahlerzeugung 2013
* ohne Eigenentfall Importanteil am Bedarf in Klammern
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Quelle: Außenhandelsstatistik, WV Stahl
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Rohstoffe und Energie Fast die Hälfte des in Deutschland erzeugten Rohstahls wird aus Stahlschrott erschmolzen. Der Energieverbrauch zur Herstellung einer Tonne Stahl konnte seit 1990 deutlich gesenkt werden.
Verhältnis von Schrotteinsatz zu Rohstahl Ressourcenschonung durch Schrotteinsatz
Quelle: WV Stahl
Spezifischer Primärenergieverbrauch 30
25
| Gigajoule/Tonne
24,38 bezogen auf Stahlfertigerzeugnisse*
20
ΔPEV** spez. = -5,15 GJ/t FSt (-21,1 %)
20,56
19,23 17,42
bezogen auf Rohstahlerzeugung
15
ΔPEV** spez. = -3,14 GJ/t RSt (-15,2 %)
10 1990
1995
2000
2005
* Stahlfertigerzeugnisse = warmgewalzte Lang-, Flacherzeugnisse, nahtlose Stahlrohre und Schmiedefertigerzeugnisse ** PEV = Primärenergieverbrauch
10
2010
2015
Quelle: Stahlinstitut VDEh
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Rohstoffe und Energie Pro Tonne Rohstahl wird heute knapp ein Viertel weniger CO2 ausgestoßen als vor zwei Dekaden. Die Stahlindustrie deckt die Hälfte ihres gesamten Stromverbrauchs nachhaltig mit selbst erzeugtem Strom aus der Verbundwirtschaft.
Entwicklung der spezifischen primärenergiebedingten CO2-Emissionen 2,2
| in t CO2 /t Produkt
2,0 1,891 1,8 bezogen auf Stahlfertigerzeugnisse
∆CO2 spez. = -0,425 t CO2/t FSt (-22,4%)
1,6 1,594
1,466
1,4
1,328
bezogen auf Rohstahlerzeugung
1,2
∆CO2 spez. = -0,266 t CO2/t RSt (-16,7%)
1,0 1995
1990
2010
2005
2000
2015
Quelle: Stahlinstitut VDEh
Anteil von Eigenstromerzeugung und Fremdstrombezug am Gesamtstromverbrauch 100 | in % 13,568 TWh
10,924 TWh
80 Fremdstrom: Bezüge aus dem öffentlichen Netz
60 40
49,5 % 32,7 %
20
6,596 TWh
10,690 TWh
Eigenstrom: Kuppelenergieverstromung in Verbundkraftwerken, Hochofengas-
1 20 13
20 1
20 09
05
20 07
03
20
20
20 01
97
99 19
91
95
19
19
19
19
93
Entspannungsturbinen, Abhitzedampfnutzung von Kühlsystemen zur Stromerzeugung
0
Quelle: Stahlinstitut VDEh
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Logistik und Verkehr Die Stahlunternehmen haben durch Steigerung der Effizienz ihren Transportbedarf pro Tonne Rohstahl deutlich gesenkt. Zudem setzen sie auf ökologisch vorteilhafte Verkehrsträger wie Bahn und Binnenschiff.
Entwicklung der Transportintensität Transportvolumen (in t) pro Tonne erzeugtem Rohstahl, nach Verkehrsträgeranteilen, indiziert 1991 = 1
Quelle: WV Stahl
Anteile der Verkehrsträger am Transportvolumen
Quelle: WV Stahl
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Stahlindustrie international Deutschland ist der siebtgrĂśĂ&#x;te Stahlerzeuger der Welt. In der EU28 nimmt Deutschland vor Italien und Frankreich den Spitzenplatz ein.
Top Ten Rohstahlproduzenten (Welt) Weltrohstahlproduktion (2013): 1607 Mio. t Anteil Deutschland: 2,7 %
Quelle: worldsteel
Top Ten Rohstahlproduzenten (EU) EU Rohstahlproduktion (2013): 166 Mio. t Anteil Deutschland: 26 %
Quelle: worldsteel
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Volkswirtschaftliche Bedeutung Rund 4 Millionen Arbeitsplätze in der deutschen Industrie sind stahlintensiv. Ein Großteil des deutschen Exportüberschusses bei Industrieerzeugnissen entfällt auf stahlintensive Güter.
Umsatz der größten Industriebranchen
Quelle: RWI, Statistisches Bundesamt, WV Stahl
Exportüberschuss durch stahlintensive Güter Stahlintensive Güter: Kraftwagen, Kraftwagenteile, Maschinen, Elektrotechnische Erzeugnisse, Metallwaren
Quelle: Statistisches Bundesamt, WV Stahl
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Herausgeber Die Wirtschaftsvereinigung Stahl ist der wirtschaftspolitische Verband der Stahlindustrie in Deutschland mit Sitz in Düsseldorf. Sie vertritt seit 1874 die branchenpolitischen Interessen von 71 in Deutschland ansässigen Stahlunternehmen und neun assoziierten ausländischen Mitgliedswerken gegenüber Politik, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Zur Verfolgung der Entwicklungen auf den verschiedenen politischen Ebenen unterhält die Wirtschaftsvereinigung Stahl eigene Verbindungsbüros in Berlin und Brüssel. Durch die Mitgliedschaften im europäischen Stahlverbund EUROFER und dem Welt-Stahlverband worldsteel werden die Interessen der Mitgliedsunternehmen auch international wahrgenommen. Darüber hinaus ist die Wirtschaftsvereinigung Stahl Mitglied im Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI). Das Stahlinstitut VDEh setzt sich seit 1860 erfolgreich für die Weiterentwicklung der Stahltechnologie und des Werkstoffs ein. Basis der Tätigkeit ist der Erfahrungsaustausch in technisch-wissenschaftlichen Ausschüssen zwischen Experten, der den Unternehmen neueste technologische Erkenntnisse vorstellt und ihrer Wettbewerbsfähigkeit dient. Der VDEh verfügt über ein enges Netzwerk aus nationalen sowie internationalen Institutionen. Neben Stahlerzeugern sind sowohl Anlagenhersteller als auch weitere Zulieferer der Stahlindustrie beteiligt. Heute gehören dem Stahlinstitut VDEh rund 6.400 Personen im In- und Ausland sowie 160 fördernde und kooperative Mitgliedsunternehmen aus der Stahl- und der Zuliefererindustrie in Deutschland und Europa an.
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Wirtschaftsvereinigung Stahl Stahlinstitut VDEh Sohnstrasse 65 40237 D端sseldorf Telefon: 0211 6707-0 Fax: 0211 6707-676 www.stahl-online.de