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Sanary-sur-Mer, an der französischen Cote d’Azur unweit von Marseille gelegen, war in den 1930er Jahren einige Zeit eine Metropole der deutschsprachigen Exilliteratur. Bekannte, unbekannte und inzwischen vergessene Autor:innen hatten in der kleinen idyllischen Hafenstadt ein Zuhause auf Zeit gefunden, bis auch der Süden Frankreichs Gegnern des Nationalsozialismus keine Sicherheit vor der drohenden Deportation nach Deutschland mehr bot. Die Familie Mann verbrachte einen Sommer in einer Villa auf dem Gipfel des die Stadt überragenden Hügels. Martha und Lion Feuchtwanger wohnten schräg gegenüber. Franz Werfel hatte gemeinsam mit Alma Mahler-Werfel ebenfalls ein Haus bezogen. Die Operetten-Diva Fritzi Massary fand den Weg nach Sanary-surmer wie der als »Rasender Reporter« berühmt gewordene Journalist Egon Erwin Kisch. Man besuchte sich gegenseitig und las sich die hier entstandenen Texte vor und diskutierte sie –mal mehr, mal weniger wohlwollend. Natürlich drehten sich viele Gespräche um die immer brisanter werdende politische
Lage. Im Hotel de la Tour arbeitete Bertolt Brecht gemeinsam mit Margarethe Steffin, die ebenso Co-Autorin wie seine Geliebte war, an der Ausgabe des »Dreigroschenromans«. Wohl deshalb dreht sich noch heute das nostalgische Karussell am Hafen zur Melodie der »Ballade von Mackie Messer«. Wenige Meter weiter finden sich auf einer großen Steintafel die Namen vieler Künstler:innen, die hier als Andersdenkende ein vorübergehendes Asyl vor der Verfolgung durch die Nationalsozialisten gefunden hatten. Ein Parcours von Gedenktafeln lädt zur Wanderung zu den verschiedenen Domizilen, in denen sie lebten, ein.
Klaus Mann bevorzugte ebenfalls wie Brecht das Hotel de la Tour als Unterkunft. Hier, im Zimmer Nummer 16, vollendete er im Mai 1936 seinen Roman »Mephisto«, in dem er die Karriere eines Theaterkünstlers nachzeichnet, der es unter der NSHerrschaft bis an die Spitze des Kulturlebens bringt. In nur fünf Monaten, zwischen der Schweiz, seinem Hauptexilort Amsterdam und Südfrankreich, hatte er das Manuskript verfasst. Da-






bei war er immer der unsicheren Situation des Emigranten ausgesetzt: andauernd mussten Pass, Visa und Arbeitsgenehmigungen beantragt oder erneuert werden. Trotz dieser Umstände war es Klaus Mann gelungen, basierend auf intensiver Recherche und den Informationen noch in Deutschland Lebender wie gerade Ausgereister, eine detaillierte und schillernde Innensicht des Geistes- und Kulturlebens des nationalsozialistischen Deutschlands zu schreiben. Dabei konnten die Leser:innen trotz literarischer Bearbeitung eine ganze Reihe der Agierenden des Romans mit realen Personen in Verbindung bringen. Gerade die Hauptfigur Hendrik Höfgen wies zahlreiche Ähnlichkeiten mit dem Schauspieler und Regisseur Gustaf Gründgens auf. Dass Klaus Mann und Gründgens früher befreundet und Gründgens sogar zeitweise mit Erika Mann verheiratet war, die ebenfalls als ›Barbara‹ im Roman erscheint, ließ den Verdacht einer persönlichen Abrechnung aufkommen. Der Autor musste dem Vorwurf entgegentreten, einen ›Schlüsselroman‹ verfasst zu haben, in dem die Vorbilder der Figuren deutlich zu erkennen sind. Im Falle seiner Schwester Erika beschrieb Klaus Mann sein Manko: »Barbara, sie macht mir am meisten Mühe – weil sie nicht E. werden soll, und doch E. ist.«
»Mephisto« erschien im Amsterdamer Querido-Verlag, einem der wichtigsten Publikationshäuser des deutschen Exils. Nach nationalsozialistischer Herrschaft und Zweitem Weltkrieg geriet der Roman zunächst in Vergessenheit. 1949 beging Klaus Mann, erschöpft von einem ruhelosen Leben, Selbstmord. Währenddessen setzte Gustaf Gründgens in der Bundesrepublik Deutschland seine Karriere als Theaterintendant, Schauspieler und Regisseur fort. 1956 erschien im ostdeutschen AufbauVerlag eine Neuausgabe von »Mephisto« die sechzigtausend Mal verkauft wurde. In Westdeutschland wurde der »Roman einer Karriere« zum Prüfstein des neuen Grundgesetzes, brachte er doch Fragen des Persönlichkeitsrechtes und der künstlerischen Freiheit miteinander in Konflikt.
1963 verstarb Gustaf Gründgens unter uneindeutigen Umständen auf einer Weltreise in Manila. Er erlag einem überdosierten Schlafmittel. Zu seinen Lebzeiten hatte er gegen die Ausgabe von »Mephisto« interveniert, aber keine rechtlichen Schritte eingeleitet. Dazu griff erst sein Adoptivsohn und Erbe Peter Gorski, als die Nymphenburger Verlagshandlung ebenfalls 1963 und unterstützt von Erika Mann, eine Gesamtausgabe der Werke Klaus Manns plante, in der »Mephisto« als zweiter Band erscheinen sollte. Dagegen reichte Gorski 1964 Klage beim Landgericht Hamburg ein. Hier wurde sein Antrag auf Verbot des Romans abgelehnt, dieses Urteil vom Oberlandesgericht 1966 aber revidiert. Beschwerden des Verlags führten bis zum Bundesgerichtshof und zum Bundesverfassungsgericht, dass 1971 das Verbot bestätigte. Dieses Urteil wurde bis heute nicht widerrufen, rein formal ist also Klaus Manns »Mephisto – Der Roman einer Karriere« bis heute in der Bundesrepublik Deutschland verboten. Allerdings waren Ausgaben in den Nachbarländern immer erhältlich und spätestens die Verfilmung von »Mephisto« 1982 sicherte ihm die bis heute andauernde Popularität. Die politischen Zuspitzungen der Gegenwart verliehen dem Thema des Verhältnisses von Einzelnen zur Macht eine neue Aktualität.
Reinar Ortmann
Nach dem Roman von Klaus Mann Bühnenfassung von Ronny Jakubaschk
Premiere: Samstag, 7.3. | 19:30 Uhr | Großes Haus
Regie: Ronny Jakubaschk | Bühne: Marina Stefan | Kostüme: Hanna Peter/Anne Buffetrille | Musik: Jörg Kunze | Dramaturgie: Reinar Ortmann | Mit: Hagen Bähr, Florian Heise, Paulina Hobratschk, Matthias Kleinert, Caroline Nagel, Tobias Schormann, Andreas Spaniol, Darios Vaysi, Franziska Werner
Weitere Vorstellungen: Do 12.3., Sa 14.3., Fr 20.3., So 22.3., Mi 1.4., Fr 17.4.

Kennen Sie den Friedrichstadt-Palast in Berlin? Das große Revuetheater in Berlin-Mitte, nur wenige Schritte vom Berliner Ensemble entfernt, gehört heute zu den meistbesuchten Varieté-Bühnen Europas. Weltberühmt ist es für seine präzise, schillernde Kickline, jene ikonische Reihe synchron tanzender Beine, die das Publikum bis heute in Staunen versetzt. Eingeführt wurde sie 1924 von einem Mann, der das Unterhaltungstheater revolutionieren sollte: Erik Charell.
Und was hat diese Kickline mit dem »Weißen Rössl« zu tun? Mehr, als man vermutet. Denn sowohl das damalige Große Schauspielhaus, aus dem später der Friedrichstadt-Palast hervorging, als auch Charell selbst sind zentral für die Entstehungsgeschichte dieser außergewöhnlichen Revue-Operette. Erik Charell war vieles zugleich: jüdisch, schwul, Tänzer, Visionär. Er lernte bei dem großen Theaterreformer Max Reinhardt und entwickelte früh ein Gespür für die Kraft spektakulärer Bilder. In New York begegnete er der Revue: einer rasanten Mischung aus Tanz, Musik, Show und Witz. Begeistert von Tempo und Glamour dieser Form importierte er das Konzept nach Berlin. 1924 übernahm er die Leitung des Großen Schauspielhauses (dem heutigen Friedrichstadtpalast) und machte es zu einem Tempel der modernen Unterhaltungskunst. Seine »Charell-Revuen« waren grell, ironisch, international. Sie spiegelten das pulsierende Lebensgefühl der Weimarer Republik: urban, freizügig, experimentierfreudig. Unter seiner Regie traten Künstler:innen auf, die später Weltruhm erlangten – etwa Marlene Dietrich oder die Comedian Harmonists. Charell war Entdecker, Impulsgeber und Produzent in einer Person. Er verstand Unterhaltung als Kunstform und als Spiel mit Erwartungen.
Das Berliner Publikum war begeistert und wollte mehr. Aus der reinen Nummernrevue entwickelte sich die Revue-Operette: eine Verbindung aus durchgehender Handlung und schillernder Show. Genau hier setzt die Geschichte von »Im weißen Rössl« an. Grundlage war ein Lustspiel von 1897, das nun von einem kreativen Team in eine moderne Bühnenproduktion verwandelt wurde. Charell selbst arbeitete am Libretto mit, die Liedtexte schrieb Robert Gilbert, die Musik komponierte überwiegend Ralph Benatzky. Die Uraufführung 1930 wurde ein Triumph. Das Publikum sah kein harmloses Alpenidyll, sondern ein schräges, buntes Spektakel. Vor einer stilisierten Bergkulisse begegneten sich Großstadt und Provinz, Berliner Schnauze und österreichische Gemütlichkeit. Josepha Voglhuber, der verliebte Zahlkellner Leopold und eine Schar exzentrischer Gäste bevölkerten eine Bühne voller Ironie, Doppeldeutigkeiten und tänzerischer Verführung. Nationale und regionale Klischees wurden nicht ehrfürchtig bedient, sondern lustvoll überzeichnet. Gerade diese Mischung aus Respektlosigkeit und Charme machte den Reiz des Abends aus. Charell

inszenierte das »Rössl« als modernes Gesamtkunstwerk: mit erotischen Tanzensembles, Tempo, Humor und einer Musik, die zwischen Operette, Schlager und Jazz changierte. Das Stück traf den Nerv der Zeit. Und bald wollte die ganze Welt das Rössl sehen. Charell produzierte das Rössl in London, Paris und schließlich in New York. Nach der Broadway-Produktion blieb er in den USA. In Deutschland hatte sich das politische Klima dramatisch verändert, für einen jüdischen und homosexuellen Künstler wurde es lebensgefährlich. Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten verschwand auch das »Weiße Rössl« von deutschen Bühnen. Zu viele Beteiligte waren jüdischer Herkunft, zu frivol erschien das Stück, zu respektlos der Umgang mit Folklore und nationaler Identität. Die subversive Leichtigkeit der Uraufführung passte nicht in das ideologische Weltbild der neuen Machthaber. Nach 1945 kehrte das Werk zurück, allerdings in veränderter Gestalt. In den ausgehenden 1940er- und 50er-Jahren suchte das Publikum nach heiterer Ablenkung. Das »Rössl« wurde romantisiert, musikalisch geglättet und seines bissigen Humors weitgehend beraubt. In diesem Geist entstand auch die populäre Verfilmung mit Peter Alexander, die Generationen prägte und das Bild vom idyllischen Wolfgangsee verfestigte. Erst ab den 1980er-Jahren begannen Musikwissenschaft und Theaterpraxis, sich wieder für die ursprüngliche Fassung von 1930 zu
interessieren. Man rekonstruierte Partituren, sichtete Quellen und entdeckte die ironische, scharfzüngige Qualität des Originals neu. Plötzlich wurde deutlich: »Im weißen Rössl« war nie bloß Heimatoperette, sondern ein funkelndes Produkt der Berliner Moderne.
Die Fassung der »Bar jeder Vernunft«, die in diesem Jahr auch in Oldenburg Premiere feiern wird, knüpft genau an diesen Geist an. Sie sucht nicht die Postkartenidylle, sondern die freche Energie der Uraufführung. Sie zeigt das »Rössl« als Revue, als Spiel mit Stadt- und Landklischees, mit Erotik und Ironie.
Und so schließt sich der Kreis zurück zur Kickline von 1924. Denn was damals im Großen Schauspielhaus begann, das selbstbewusste, schillernde Unterhaltungstheater einer offenen, experimentierfreudigen Gesellschaft, lebt im »Weißen Rössl« weiter. Wer sich also heute das »Weiße Rössl« anschaut, sollte nicht an Jodelromantik denken, sondern an Berlin: an das pulsierende Theaterleben der 1920er-Jahre, an Glanz und Großstadtwitz, an Kickline statt Kuhglocke, an die Berliner Revue und an einen Visionär namens Erik Charell, der am Wolfgangsee nichts Geringeres erfand als ein Stück moderne Unterhaltungsgeschichte. Anna Neudert
Singspiel in drei Akten Fassung »Bar jeder Vernunft« (Frei nach dem Lustspiel von Oskar Blumenthal und Gustav Kadelburg) Buch von Hans Müller und Erik Charell Gesangstexte von Robert Gilbert Musik von Ralph Benatzky Sechs musikalische Einlagen von Robert Gilbert, Bruno Granichstaedten und Robert Stolz
Premiere: Freitag, 20.3.2026 | Großes Haus Einführungssoirée: Montag, 16.3.2026
Musikalische Leitung und Klavier: Paul Plummer / Kei Sugaya | Regie: Guta Rau | Bühne und Kostüme: Olga von Wahl | Licht: Sofie Thyssen | Dramaturgie: Anna Neudert | Mit: Irakli Atanelishvili, Marie Becker, Seumas Begg, Dorothee Bienert, Dieter Goffing, Katie Lipow, Andreas Lütje / Paul Enev, Johannes Leander Maas, Eike Onyambu, Stefan Vitu / Marne Ahrens, Laura Zeiger
Oft nehmen wir die Natur vor allem in ihren Extremen wahr: in Stürmen, die mit Orkanböen Dächer abdecken und Bäume entwurzeln, Starkregenereignissen, die nicht nur Keller volllaufen lassen, sondern zu verheerenden Überschwemmungen und mitreißenden Strömen werden oder Hitzewellen, die auch Nahrungspflanzen verdorren lassen und die Trinkwasserspeicher erschöpfen. Demgegenüber stehen bewusste und wohlige Momente in der Natur, wie der Anblick des Sonnenuntergangs vor der Weite des Horizonts an einem Sommerabend am Meer, ein Spaziergang am munter plätschernden Bach oder eine Radtour an einem angenehm warmen Frühlingstag durch Wiesen und Felder. Meistens sind es Situationen, die wenig mit unserem Alltagsleben zu tun haben, in denen wir uns die Existenz der Natur bewusst machen. Es sei denn, es ist Winter und es schneit. Mit dieser aktuellen Erfahrung lässt es sich vielleicht leichter vorstellen, dass zu Zeiten, als es noch keine Zentralheizungen gab und als im Winter monatelang strenger Frost herrschte, die Sehnsucht nach dem Frühling so groß wurde, dass man annahm, man müsse ein Opfer bringen, damit die Erde wieder grün und fruchtbar werde.
Um die Wettergötter gnädig zu stimmen, wurden schon seit alters her Rituale erdacht und zum Einsatz gebracht. Am bekanntesten ist vielleicht der Regentanz, der in verschiedenen Formen aus vielen Kulturen überliefert ist, vom Alten Ägypten über amerikanische Indigene und afrikanische Ethnien bis hin zu slawischen Ländern. Regentänze waren häufig von Musik begleitete Rundtänze einer Gruppe oder eines weisen Schamanen. Doch auch Opfer von Tieren und sogar Menschen sind beispielsweise aus altnordischen Ritualen aus Skandinavien überliefert. Zur Wintersonnenwende wurde »Midvinterblot« gefeiert. Ein rituelles Fest, bei dem nach drei Jahren der Missernte verschiedene Opfer erbracht wurden: zunächst Ochsen, dann Menschen und schließlich der König. Eine Erinnerung daran ist heute noch zu sehen in einem Wandgemälde Carl Larssons im prächtigen Treppenhaus des Stockholmer Nationalmuseums.
Von der Vision einer großen heidnischen Feier, bei der alte angesehene (weise) Männer im Kreis sitzen und dem Opfertanz eines jungen Mädchens zusehen, berichtete der Komponist Igor Strawinsky, der für die ab 1909 überaus erfolgreichen Ballets Russes bereits

»Petruschka« und »Der Feuervogel« nach russischen Märchen geschrieben hatte. Der Impresario Serge Diaghilew beauftragte Strawinsky mit einer neuen Komposition und er entwarf gemeinsam mit dem Bühnenbildner Nicholas Roerisch die Geschichte eines Frühlingsfests russischer Volksgruppen.
Als Choreograf wurde der Startänzer der Ballets Russes Vaslaw Nijinsky bestellt, der, aus der streng klassischen russischen Ballettschule in St. Petersburg kommend, eine vollkommen neuartige, nie auf der Ballettbühne gesehene Bewegungssprache erfand, mit nach innen gedrehten Knien und Füßen, die auf den Boden stampfen, und immer wieder in die Luft geworfenen Armen.
Die Uraufführung des Stücks »Le Sacre du Printemps – Bilder aus dem heidnischen Russland in zwei Teilen« am 29. Mai 1913 löste ei-

nen der größten Skandale in der Theatergeschichte des 20. Jahrhunderts aus. Wenn man sich in Erinnerung ruft, dass zu dieser Zeit noch keine ständige Musikbeschallung üblich war, ist es leicht vorstellbar. Der Hörfunk steckte noch in den Kinderschuhen und Musik wurde ausschließlich in Live-Konzerten gehört. Die ungewohnten Rhythmen in Strawinskys Sacre-Komposition wurden durch die neuartige Bewegungssprache von Nijinskys Choreografie so visualisiert und verstärkt, dass das Publikum überfordert ausrastete: Die Menschen pfiffen, johlten und schrien und einige schlugen sogar um sich. Der Tumult war so außerordentlich, dass sogar die New York Times in der Woche darauf berichtete, dass der Intendant des Théâtre des Champs-Élysées das Licht während der Vorstellung anschalten musste, um die feindseligen Proteste zu beenden, während der Tanz auf der Bühne dank des stoisch weiter den Takt vorgebenden Dirigenten Pierre Monteux weiterging.
Seitdem war das Stück Inspiration zahlreicher Choreograf:innen, die ihre Version des »Frühlingsopfers« / der »Frühlingsweihe« in unterschiedlichsten Lesarten vorstellten. Antoine Jully erzählt in seiner Interpretation aus dem Jahr 2019, ausgehend von den Rollenfiguren des Originals, eine Geschichte über heutige Themen, die uns ganz akut betreffen, wie den Umgang mit Natur sowie Rivalität und Machtgebaren zwischen Menschen. Er beleuchtet besonders die Rolle des Opfers und erlaubt ihr einen Ausbruch aus der Passivität.
Diesem Schlüsselwerk der musikalischen Moderne wird beim neuen Ballettabend »Blühend« der BallettCompagnie Oldenburg ein klanglich und choreografisch ganz anders gefasstes Ballett vorangestellt. Es beschäftigt sich mit dem Element des Wassers. In »An den Ufern des Sees« setzt Antoine Jully Beobachtungen und Situationen am, im und unter Wasser tänzerisch um. Sei es das Hin- und
Herwiegen von Wasserpflanzen, die schnellen Bewegungen von Wasserläufern oder das Eintauchen von Schwimmenden. Im gefrorenen Zustand lädt das Wasser zum Eistanz ein zu den Klängen des Konzertes für Kontrabass und Orchester des estnischen Komponisten Eduard Tubin, der seine Kindheit am Peipussee, dem fünftgrößten Süßwassersee Europas, verbrachte.
Telse Hahmann
Zwei Choreografien von Antoine Jully
Wiederaufnahme: Freitag, 27.3. | 19:30 Uhr | Großes Haus
AN DEN UFERN DES SEES
Choreografie, Bühne und Kostüme: Antoine Jully | Musik: Eduard Tubin | Licht: Philipp Sonnhoff
LE SACRE DU PRINTEMPS
Choreografie, Bühne und Kostüme: Antoine Jully | Musik: Igor Strawinsky | Licht: Philipp Sonnhoff
Mit: Beñat Arambarri, Jacqueline Back, Davide Cesari, Sungji Cho, Tâmara Dornelas, Martina Di Giulio, Youjung Jung, Fran Kovačić, Yida Mu, Nicol Omezzolli, Diego Urdangarin, Garance Vignes
Die fünfte Uraufführung von Łukasz Ławicki am Oldenburgischen Staatstheater
Er hat es schon wieder getan. Łukasz Ławicki hat einen Text für seine fünfte Uraufführung am Oldenburgischen Staatstheater geschrieben; einen Drahtseilakt zwischen Drama und Satire für einen Spieler, einen Tisch und einen halben Stuhl. So unterschiedlich die vier Stücke des Autors und Regisseurs auch sein mögen, eint doch alle eine Auseinandersetzung mit aktueller (Gesellschafts-)Politik und eine emphatische Auseinandersetzung mit den Individuen; mit all ihrer Ambivalenz, ihren Schwächen, Fehlern ebenso wie ihren Stärken, Emotionen und ihrem Verantwortungsbewusstsein für das Miteinander – im Großen, wie im Kleinen. Ebenfalls eint die Betrachtungen eine intensive Auseinandersetzung mit dem Außen; den Umständen, die auf die Individuen einwirken und so immer wieder an deren Grundfesten rütteln. Inhaltlich knüpft das neueste Werk Ławickis so an »Im Osten was Neues« und »Piratenrepublik« an.
In den Foyers und auf den Bühnen unserer Zeit wird viel über die Spaltung der Gesellschaft debattiert. Doch während viele Diskurse bei den Debatten um große Schlagworte oder historische Parallelitäten stehen bleiben, wählt »Wir gegen uns« einen anderen, weitaus intimeren Weg: Es führt uns nicht auf die Barrikaden, sondern an einen Schreibtisch. In ein Amt und zu einem Mann, der jedem von uns ganz individuell erschreckend bekannt vorkommen dürfte.
Mit »Wir gegen uns« ist ein Monolog entstanden, der dem Schauspieler Gerrit Frers in der Rolle des Herrn K. auf den Leib geschrieben ist. In einer Zeit, in der gesellschaftliche Fronten sich verhärten und bei Debatten, die zunehmend in Gegensätzen geführt werden, richtet dieser Text den Blick dorthin, wo Ausgrenzung und Feindbilder ihren scheinbar sachlichen Anfang nehmen. Mit kafkaesker Genauigkeit und viel Liebe zum Detail wird Herr K. begleitet, wie er sich Sisyphos gleich durch die Widrigkeiten seines Beamtentums kämpft. Dabei sind bessere Arbeitsbedingungen doch alles, was er begehrt. Er, der Eine von Vielen, der Gleiche unter den Gleichen. Der Sachbearbeiter im Amt für Konfliktbewirtschaftung mit der Personal-


nummer 0 1 9 8 8 2 4 A 12 8 8 J sitzt Tag ein, Tag aus an einem viel zu kleinen Schreibtisch. Seine Aufgabe klingt ebenso trocken wie effizient: Er verwaltet Feindschaften, sortiert Menschen in Kategorien und sorgt dafür, dass der gesellschaftliche Hass in geordneten Bahnen verläuft. Güteklassen sind seine Denkeinheiten. Alles sachlich, alles logisch, alles notwendig – wie es das Amt vorgibt und er es aus innerer Überzeugung tut. Herr K. ist ein Handwerker der Ordnung, Agitator von Amts wegen. Er glaubt an das System, an die Akte und vor allem an seinen eigenen Aufstieg. Sein Ziel: die Abteilung für den »großen Hass«. Aber nun reicht es wirklich. Unter den gegebenen Bedingungen kann er nicht arbeiten. Die sind ihm nicht würdig, nicht nach all dem, was er geleistet hat. Deshalb hat er sich entschlossen, in all seiner Demut vor den geliebten und geschätzten Vorsitzenden, vor einer Versammlung aus Fachpersonal aller Couleur einen Vortrag zu halten, um darzulegen, warum sich etwas ändern muss.
So weit, so nachvollziehbar. Doch was als sachlicher Fachvortrag über die Strukturie-
Was kann und darf Dokumentartheater? Darf es unterhalten, mitreißen, berühren? Muss es jeden Schritt belegen, jede Aussage absichern? Wie kann es informieren und zugleich emotional sein? Und wie künstlerisch darf es werden, wenn es von realen Ereignissen erzählt? Das sind zentrale Fragen, sobald es darum geht, eine wahre Geschichte auf die Bühne zu bringen. Und sie werden umso drängender, wenn es die Geschichte eines Menschen ist, der selbst im Raum steht. Mit diesen Fragen haben wir uns in den vergangenen Monaten intensiv beschäftigt. Denn in der Sparte 7 wird die Geschichte einer jungen Oldenburgerin erzählt.
Malak Kadour ist acht Jahre alt, als ihre Familie Syrien verlassen muss. Der Krieg, der begann, als sie vier war, die Bombardierungen und die Repressionen des Assad-Regimes lassen keine Wahl. Es folgt die Flucht über das Mittelmeer und entlang der Balkanroute. Eine Reise voller Angst, Unsicherheit und existenzieller Bedrohung, bei der viele Menschen nicht ankommen, da ihnen das Geld ausgeht, sie krank werden oder sterben. Und zugleich eine Zeit, in der ein Kind kleine und
rung von Konflikten beginnt, wandelt sich vor den Augen des Publikums. Während Herr K. seine Akten öffnet, beginnt die sterile Fassade der Bürokratie zu bröckeln. Aus der nüchternen Analyse wird eine persönliche Beichte, und plötzlich wird spürbar, wie aus dem Wunsch nach Struktur eine gefährliche Ideologie erwächst. Wie Hass entsteht und Herr K. diesem anfängt zu erliegen.
Der Soziologe Wilhelm Heitmeyer beschreibt dieses Phänomen mit dem Begriff der »Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit«. Er forschte dazu, wie Ausgrenzung oft dort beginnt, wo ökonomische Effizienz über menschliche Werte gestellt wird. Diese Effizienz ist die Grundlage des Handelns von Herrn K., doch im Kleinen beginnt die Struktur zu bröckeln, sehen wir, wie bei Herr K. die Emotionen überhandnehmen, wie es menschelt. Wie gut das auch sein mag, wenn es doch eh schon um Hass geht. Der Begriff der »emotionalen Entfremdung« beschreibt wie Menschen, die sich in ihrem Leben unbedeutend oder übergangen fühlen, Halt in der Abwertung anderer suchen.

schöne Momente von Freude findet und sein Lachen und seine Leichtigkeit nicht verliert. Mit 14 beginnt Malak, angestoßen durch eine Schulaufgabe, ihre Erinnerungen aufzuschreiben. Das Schreiben wird zu einer Form der Verarbeitung, zu einem Versuch, sich das Erlebte zurückzuerobern. Aus einer Hausaufgabe entsteht eine Erzählung, aus der Erzählung ein Buch. »Zwischen Hin und Her. Meine Flucht aus Syrien« erscheint 2022 im Global Music Player Verlag in Oldenburg. Im selben Jahr erhält die Autorin eine Sonderauszeichnung beim Niedersächsischen Jugendkulturpreis »Zeit für Ideen« sowie den Integrationspreis der Stadt Oldenburg. Heute ist Malak 18 Jahre alt und Teil der Theaterproduktion, die auf ihrem Buch basiert. Damit verschiebt sich ihre Rolle: Sie erzählt die Geschichte der achtjährigen Malak noch einmal. Gemeinsam mit zwei Schauspielerinnen steht sie auf der Bühne. Sie erinnern sich, sprechen, widersprechen einander, ergänzen sich. So entsteht eine komplexe Perspektive auf die erlebte Zeit. Die unmittelbare Sicht eines Kindes, die Erinnerung einer Vierzehnjährigen, die ihre ersten Jahre in Syrien verbracht hat und der reflektierende Blick der jungen Erwachsenen knapp
Zwischen Komik und Beklemmung
Das klingt zunächst alles nicht nach einem lustigen Abend. Doch »Wir gegen uns« ist kein schwerfälliges Drama. Es ist ein Soloabend, der mit präziser Beobachtungsgabe und einer gehörigen Portion subtilen Humor arbeitet. Die Komik entsteht aus der Absurdität, mit der Gerrit Frers Herr K. versucht, das Unmenschliche zu verwalten. Wie er sich immer wieder selbst verliert, in Rage redet und die Chronologie des Hasses ad absurdum führt. Doch genau in diesem Humor und unserem Lachen liegt die Erkenntnis: Wir begegnen hier nicht einem »Monster« sondern einem Menschen, dessen Sehnsucht nach Sicherheit und Anerkennung ihn in den Abgrund führt. »Wir gegen uns« wird ein Theaterabend, der die Gegenwart nicht einfach erklärt, sondern sie in ihrer ganzen Komplexität und Beunruhigung spürbar macht. Eine Einladung an alle, die hinter die Kulissen der aktuellen Debatten blicken wollen, den Blick nicht nur auf »die Anderen« zu richten, sondern sich selbst zu hinterfragen: Wo ziehe ich Grenzen? Wie schnell werden aus Unsicherheiten feste Überzeugungen? Und welche Rolle spielen wir selbst in einem Gefüge, das aus Ordnung und Ausgrenzung besteht?
Gesine Geppert
Premiere: Samstag, 28. März | 20:00 Uhr | Exhalle
Regie: Łukasz Ławicki
Bühne und Kostüme: Nina Aufderheide
Dramaturgie: Gesine Geppert Dramaturgiehospitanz: Jupiter Dunkelgut
Mit: Gerrit Frers
Weitere Vorstellungen: Do 2.4., Sa 4.4., Di 7.4., Do 9.4.
10 Jahre nach der Flucht. Vergangenheit und Gegenwart stehen nebeneinander. Denn Erinnerungen sind selten eindeutig. Sie sind bruchstückhaft, überlagert, in Bewegung. Die Darstellerinnen tragen dabei die Last der Erinnerung gemeinsam und stützen einander.
Zugleich ist es Malak Kadour wichtig, den Blick auch auf die Perspektive ihrer Eltern zu richten. Auch Malaks Vater dokumentierte seine Erlebnisse schreibend auf Facebook in Form von Gedichten. Was bedeuten Krieg, Tod und Flucht aus der Perspektive eines Kindes? Und was aus der eines Elternteils?
Gerade darin liegt die besondere Kraft dieser Inszenierung. Theater ist ein Ort der Gleichzeitigkeit. Die achtjährige Malak, die das Meer überquert, und die 18-jährige Malak, die davon erzählt, begegnen sich im selben Raum. Es geht darum gemeinsam hinzusehen, Ambivalenzen und Leerstellen auszuhalten, sich zu erinnern und einen empathischen Blick darauf zu werfen, wie ein Kind die Flucht um Leben und Freiheit erlebt.
Annika Müller
BERUFE In jeder Ausgabe der Theaterzeitung stellen wir Ihnen einen Beruf im Theater vor, den Sie vielleicht noch nicht kennen.

Wie heißt du?
Rosa Amanda Hutta
Wie heißt dein Beruf? Tischlerin
Wie würdest du deinen Beruf (umbe)nennen?
Holzflüsterin
Was machst du hauptsächlich?




In der Theatertischlerei fertige ich Kulissen und Bühnenbauten für laufende Produktionen an. Ich arbeite dabei viel mit Holz und Plattenwerkstoffen, setze technische Zeichnungen um und begleite die Bühnenbilder:innen von der Werkstatt bis auf die Bühne.
Woran erkennt man eine:n Tischler:in?
Meistens an der beigen Kleidung und dem Zollstock – außer bei mir, mich gibt's nur in schwarzer Kleidung.
Wo befindet sich »deine Bühne«?


Hauptsächlich in der Werkstatt, im Maschinenraum, gelegentlich auch auf der Bühne, aber rein handwerklich.
Was ist dein Signature Tool / dein Markenzeichen?
Der Zollstock und der Bleistift in der Tasche.
Welche Abteilungen hören regelmäßig von dir?
Wahrscheinlich der Malsaal, da unsere fertig gebauten Kulissen immer in den Malsaal kommen. Aber grundsätzlich auch die Schlosserei, die Plastik und die Dekoration.
Ich habe vor ein paar Tagen eine alte Tocotronic-Platte rausgekramt. Obwohl der Titel »Nach der verlorenen Zeit« betont bildungsbürgerlich von Marcel Proust inspiriert ist, spiegelt sie ziemlich gut die postpubertäre Rotznasenphase des Hamburger Trios wider. Gleich im ersten Song gibt es die Ansage: »Ich muss reden, auch wenn ich schweigen muss!« Und während Dirk von Lowtzow diesen Satz ständig wiederholt, wird mir klar: Genau diese Ambivalenz fühle ich alljährlich am 8. März. Weil es an diesem Tag um Frauenrechte geht, fühle ich mich eigentlich nicht in der Lage, die passenden Worte zu finden. Wie könnte ich? Aber eben weil ich ein Mann bin, habe ich das Gefühl, mich trotzdem äußern zu müssen. Schließlich gehöre ich zu jenen, die einen Frauentag überhaupt erst so dringend nötig machen.
Ich habe mich zuletzt meist an die Philosophie von Tocotronic gehalten und geredet, auch wenn ich schweigen müsste – unter anderem im letzten Jahr an dieser Stelle. Der Tenor war stets: Frauen an die Macht! Das hatte nie etwas mit Trends, Zeitgeist oder billiger Anbiederei zu tun, sondern einzig und allein mit meinen persönlichen Erfahrungen. Ich habe den Austausch mit Frauen schon immer als extrem wertvoll empfunden und es erscheint mir vollkommen absurd, darauf verzichten zu wollen. Männerzirkel? Bro-Kultur? Verstehe ich einfach nicht. Das ist in etwa so, als würde ich in einem Buch nur jede zweite Seite lesen: Es fehlt die Hälfte, um wirklich verstehen zu können. Zudem hatte ich in beruflichen Kontexten oft das Gefühl, dass Frauen sich viel mehr für die Sache selbst interessieren, eine größere Sensibilität für Folge- und Nebenwirkungen sowie andere Meinungen aufbringen und sich weit weniger von egoisti-








Welche Superkraft bräuchte man für deinen Job? Sowas wie Lärmresistenz oder Messen ohne zu messen.
Welcher lustiger/schöne/absurde Moment ist dir in Erinnerung geblieben?



unglaublich nett und haben sich gefreut, dass man fast dachte, man sei in einer Szene aus einem Film gelandet. Ich stand da ein bisschen überwältigt und total happy.
Wie sähe das Theater ohne deinen Job aus?
Die Bühne wäre leer und nackt, nur kahle Böden und nackte Wände.




Mein erster Arbeitstag 2023 im Theater war total absurd und schön: Alles war neu, super viele Menschen, und dann standen wir plötzlich auf der Bühne, der Intendant begrüßte uns alle feierlich, und jeder bekam eine Sonnenblume. Alle waren so












Thorsten Lange schreibt für das Onlinemagazin Kulturschnack. Als Gastautor wirft er in der gleichnamigen Kolumne regelmäßig einen Blick auf Ereignisse und Entwicklungen in der Theaterszene.
Warum der Weltfrauentag keine Routine ist
schen Motiven beeinflussen ließen. Das war – und ist – mir ziemlich sympathisch.
Mit Feingefühl und Durchsetzungskraft
Das Theater– und die Kultur im Allgemeinen – scheinen schon viel weiter zu sein als andere Bereiche der Gesellschaft. Es gibt dort viele starke, kluge, selbstbewusste, kreative Frauen – und ich habe nicht das Gefühl, dass sie übersehen oder überhört werden. Im Gegenteil: Sie sind in der Kultur vollkommen unverzichtbar, besetzen Schlüsselrollen, geben häufig sogar den Ton an – wenn auch bei den absoluten Spitzenpositionen durchaus noch Luft nach oben ist. Dass die Theater eine so wichtige gesellschaftliche Funktion haben, die über Unterhaltung weit hinaus geht, dass sie dabei oft genau jene Töne treffen, die uns zum tieferen Nachdenken veranlassen – das haben wir vielfach dem Gespür und Feingefühl, aber auch der Durchsetzungskraft von Frauen zu verdanken. Das heißt nicht, dass die Arbeit von Frauen in der Kultur grundsätzlich besser bewertet würde als jene von Männern. Die einseitige Bevorteilung eines Geschlechtes fühlt sich immer falsch an, egal wer davon profitiert. Aber machen wir uns nichts vor: »Wir Männer« haben uns gegenseitig so lange Posten, Vorteile und Macht zugeschoben und die entsprechenden Strukturen so tief in unsere Systeme eingefräst, dass die Frauen über Jahrhunderte besonders gefördert werden müssten, um das halbwegs auszugleichen. Nicht zuletzt deshalb gibt es den Weltfrauentag, nicht zuletzt deshalb ist seine Existenz allein aber noch lange nicht genug. Wie ich es letztes Jahr schon schrieb: Dem Weltfrauentag folgen jedes Jahr weiterhin 364 Weltmännertage.
Um noch einmal auf den Titel der Tocotronic-Platte – und damit auf Proust – zurückzukommen: Wir haben tatsächlich viel Zeit verloren, was die Gleichberechtigung von allen Geschlechtern angeht. Ob wir uns jetzt schon in der Phase danach befinden, in der wir es alle besser wissen und entsprechend handeln? Ich fürchte nicht. Deshalb ist der Weltfrauentag inzwischen vielleicht ein Ritual, aber längst keine Routine. Die Lust aufs Matriarchat »Ich muss reden, auch wenn ich schweigen muss« – das war damals 1995 Ausdruck einer unbändigen jugendlichen Energie. Die haben viele von uns nie gehabt oder längst verloren. Aber es lohnt sich, in seinem Inneren mal wieder einen Funken zu schlagen, zumindest wenn es um den Weltfrauentag geht. Wir dürfen Fortschritte feiern, aber wir müssen kämpferisch bleiben. Nicht nur, weil ich das Gefühl habe, wir Männer sollten Jahrhunderte der Ungerechtigkeit so weit wie möglich korrigieren. Sondern auch, weil mein Eindruck ist, dass Frauen vieles besser können als wir Männer. Ich weiß, das ist schrecklich vereinfacht und verallgemeinernd. Aber ich hätte einfach Lust, eine Welt zu sehen und zu erleben, die von Frauen aufgebaut und bestimmt wird. Mit Blick auf die Lage der Welt muss man feststellen: Schlechter als »wir Männer« könnten sie es keinesfalls machen. Noch müsste ich für solche Utopien ins Theater gehen und damit leben, eine Fiktion zu sehen. Und wahrscheinlich werde ich es in Realität nicht mehr erleben. Doch ich gebe die Hoffnung nicht auf. Und deshalb muss ich reden, auch wenn ich schweigen muss.

Seit September wurde in den Kinderclubs geprobt und bald geht es endlich auf die Bühne des Spielraums! Was sagen die Spieler:innen der drei Kinderclubs zu ihrem Theaterstück, ihren Rollen und den besten Bühnenmomenten? Außerdem können sich hier alle ein paar Tipps abholen, die nicht wissen, was bei Lampenfieber zu tun ist.
KINDERCLUB
Welche Rolle spielst du in eurem Theaterstück und wie tickst du?
Welche Rolle spielst du in eurem Theaterstück und wie tickst du?
Johann: »Ich bin der Lügenbaron von Münchhausen und ich glaube, ich bin es wirklich!«
Jule B.: »Ich bin ein kleiner Streberbaron von Münchhausen und die anderen lügen.«
Ilja: »Ich bin natürlich der wahre Baron von Münchhausen und was die anderen sagen, stimmt nicht.«
C.: »Ich bin die Baronesse von Münchhausen und ich glaube wirklich, dass die anderen lügen.«
Joshua: »Ich spiele auch den Baron von Münchhausen, wie alle anderen auch, aber ich bin natürlich der echte. Und ich bin etwas besserwisserisch.«
Auf welchen Moment im Stück freust du dich?
Mia: »Ich freue mich darauf, wo ich zwischen den anderen Baronen durchgucke und so meine Sätze sage.«
Rosa: »Auf einer Bühne muss man ja laut sprechen und das finde ich auch zum Schreien mal gut.«
Frieda: »Ich mag es einfach gerne, dass man sozusagen machen kann, was man will.«
Lotta: »Ich find’s auch cool, dass man mal jemand anderes ist, also dass man gar nicht mehr sich selbst spielt, sondern vielleicht auch das, was man mal gerne wäre. Dass man herausfinden kann, wie man was anderes spielen kann.«
Alle: »Atmen.«
Frieda: »Mir hilft es, wenn ich tief durchatme und mir dann sage: ›Ich schaffe das.«
Rosa: »Bei unserem Klassenstück hat die Person, die uns angeleitet hat,gesagt, dass man Beine überkreuzen, Hände überkreuzen und dann hoch machen soll. Und dann Augen zu, dass das so beruhigt, weil man sich dann auf das andere konzentriert. Wir wissen aber nicht, ob es funktioniert.«
Mayla: »Ich spiele Luca und hasse die Kekse von meiner Tante, die schmecken wie zerbröselter Beton.«
Johanna: »Ich spiele auch Luca und meine Mama hat eine richtig schön teure Tasche.«
Lucia: »Ich spiele Luca und liebe es, mich aufs Sofa zu flätzen.«
Tuba: »Ich bin Luca und hab' zwei allerbeste Freund:innen auf der Welt.«

Ava: »Ich spiele Luca und bin die mutigste von allen Lucas.«
Sven: »Ich heiße Marco und Marco liebt es Streiche zu spielen.«
Jorien: »Ich spiele Amanda und alles, was ich anfasse, kringelt sich und fällt zu Boden.«
Hanna: »Ich spiele Herrn Kreck und bin echt genervt von den Nachbarskindern.«
Carlina: »Ich spiele die Mama, und ich vergesse wirklich oft meinen Schal.«
Lara: »Ich bin Giesbert und ich bin total aufgedreht.«
Tilla: »Mein Name ist Chefboss und ich bin sehr korrekt.«
Auf welchen Moment in eurem Theaterstück freust du dich?
Jorien: »Ich freue mich darauf, eine 20.000 Euro teure Tasche in die Luft zu schmeißen.«
Sven: »Ich freue mich, wenn ich schreiend wegrennen darf.«
Johanna: »Ich freue mich auf die Szene mit dem Ballkleid.«
Tuba: »Ich freue mich darauf, das Bild im Wohnzimmer kaputt zu machen.«
Mayla: »Ich freue mich aufs Tanzen und Klingelstreiche machen.«
Lara: »Ich freue mich auf unseren ersten Auftritt.«
Ava: »Ich freue mich, wenn Giesbert und Chefboss an der Tür klingeln.«

Neele: »Wenn wir die Bühne zerstören können. Und dass ich mit vier anderen der erste Baron bin.«
Antonia: »Wenn ich die anderen Barone so ein bisschen ausbilde und rufe »Ein Kreis!«, wenn sie keinen Kreis hinkriegen.«
Nora: »Wo ich immer so ein bisschen benachteiligt tue oder bin.«
Matilda: »Wenn ich sage:»Was? Wie? Jetzt?« und ins Publikum zeige.«
KINDERCLUB
Was gefällt dir daran, auf der Bühne zu stehen und zu spielen?
Magdalena: »Also, dass man auch mal Sachen machen kann, die man normalerweise im Leben nicht tun würde und sich dann so verhalten kann.«
Josephine: »Man kann einfach mal seine eigenen Probleme loswerden und in eine andere Rolle schlüpfen.«

Kian: »Wenn man sich nur auf eine Person konzentriert, die zuschaut, dann weiß man gar nicht mehr, dass da eigentlich noch viel mehr sitzen.«
Mia: »In meiner Grundschule hat meine Theaterlehrerin immer gesagt: Wenn man den Text vergisst oder umändern muss, weil wer anders seinen Text vergessen hat, kann man immer daran denken: Die Zuschauer kennen den Text nicht. Deshalb muss man sich nicht so stressen.«
Josephine: »Meine Hip-Hop Lehrerin hat gesagt, dass wir uns einen Happy Place erstellen sollen, z.B. irgendwie, dass man bei seinen besten Freunden ist oder so und dass man sich vorstellt, dass man dann bei denen ist, um weniger Angst zu haben. Und das klappt eigentlich ganz gut.«
Milo: »Ich gucke einfach immer auf eine Uhr oder so.«
Pia: »Meine Mutter sagt immer, ich soll mich zusammenreißen.«
Lotta: »Ich find’s auch gut, wenn man sich sagt, dass es okay ist, wenn man Fehler macht, weil es ist ja nicht so schlimm und die Zuschauer wissen ja vielleicht auch, dass es gar nicht so leicht ist auf der Bühne zu stehen und die meisten haben es auch vielleicht schonmal erlebt (also Lampenfieber).«
KINDERCLUB – GEBISSEN
Premiere: Sa 14.3., 14:30 Uhr
Weitere Vorstellungen: So 15.3., 16 Uhr
PLATT'N STUDIO 8+LYRUS, LÜGOS, FLUNKENIUS
Premiere: 14.3., 16:30 Uhr
Weitere Vorstellungen: 15.3. , Uhr
KINDERCLUB – ICH SEHE WAS, WAS DU NICHT SIEHST
Premiere: 14.3. 18:30 Uhr
Weitere Vorstellungen: 15.3., 14 Uhr

Do. 5. / 6. / 7.3. | 20:00 Uhr
8.3. | 18:00 Uhr
DER MANN, DER NIEMALS WEINTE

Im Spannungsfeld zwischen clownesker Leichtigkeit und großer Traurigkeit zeichnen wir Pauls Geschichte nach. Zwischen den Kriegen geboren, erlebte er eine angstvolle und traumatische Kindheit und wollte nach dem Krieg nur eines – vergessen. Zeit seines Lebens hat Paul Vorkehrungen getroffen, die traumatischen Ereignisse des Krieges auf ewig zu verdrängen. Das Verdrängen wurde sein ständiger Begleiter, prägte sein Leben und auch das seiner Familie. Aber Verdrängen kostet viel Kraft und die Demenz erlöst ihn nun gewissermaßen. Zu seinem 93. Geburtstag kommen sein Sohn Severin und seine Enkelin Marie zu Besuch und versuchen gemeinsam den Alltag miteinander zu meistern. Dabei entdecken sie sowohl sich selbst als auch die Welt des Anderen neu. Denn durch die Demenz entsteht auch eine Leichtigkeit in Pauls Leben. Aus dem Nichts tauchen Hoffnungen und Träume wieder auf. Auch sein lang gehegter Lebenstraum, einmal zum Kap der guten Hoffnung zu reisen. Aber er wollte ja nie fliegen... Limonadenfabrik
So 1.3. | 12:00 + 15:00 Uhr

Für Kinder ab 6 Jahren
Do 12.3. | 20:00 Uhr + 13.3. | 18:00 Uhr
DIESER TAG EIN LEBEN – EIN ABEND ÜBER ASTRID LINDGREN

Dieser Tag ein Leben! Für Astrid Lindgren war dies ein zentraler Satz. Es ist das natürliche Auf und Ab, das das Leben so einzigartig macht. Auch das Leben von Astrid Lindgren war durch viel Auf und Ab geprägt. Die glücklichen Jahre ihrer Kindheit auf Näs gaben Astrid Lindgren die Worte und die Geschichten, die sie später zur erfolgreichsten Kinderbuchautorin der Welt machen sollten. Für Jugendliche und Erwachsene
So 15.3. | 19:00 Uhr WORTSPIEL

Wortspiel ist ein interdisziplinäres Showkonzept. Impro trifft Poetry, Impro trifft Songwriting Es beginnt nie mit einem Plan. Es beginnt mit einem Impuls. Ein Blick. Ein Klang. Ein Gedanke, der im Raum hängen bleibt wie ein nicht gesprochener Vers. Dort, in dieser schwebenden Sekunde zwischen Frage und Antwort, wohnt Wortspiel. Sie sind keine Band, kein Ensemble, kein Theater. Sie sind ein Zustand. Eine Bewegung. Eine Einladung zur Gegenwart. Denn wenn Worte tanzen, wenn Klänge träumen, wenn Improvisation zur Sprache wird – dann entsteht etwas, das man nicht lernen kann, aber fühlen.
| 20:00 Uhr

stadt Stavanger zur »Künstlerin des Jahres« gekürt und mit jedem neuen Projekt werden die Kritiken enthusiastischer und überschlagen sich förmlich vor Begeisterung. Ihre Musik wirkt zerbrechlich und zurückgenommen und dennoch kraftvoll und mit ganz viel Emotionen. Mit ihrer einzigartigen Stimme hat sie die Herzen der Norweger bereits im Sturm erobert.
Do 19.3. + 20.3. | 20:00 Uhr VON ZEIT ZU ZEIT

Es ist 2025. Irene Weber packt für eine große Reise. Morgen wollte sie Lüneburg verlassen und ins ewige Eis aufbrechen. Eine Expedition, auf die sie sich jahrelang vorbereitet hat. Doch jetzt bringt sie es nicht übers Herz. Es ist 1925. Die Physikerin Auguste Preiß packt für eine große Reise. Morgen will sie Lüneburg verlassen und in die USA auswandern. Nichts hält sie zurück. Denkt sie. Irene und Auguste begegnen sich. Zwei Frauen. Zwei Jahrhunderte. Eine Familiengeschichte über vier Generationen. Alles was war, wirkt in dem was ist. Die Summe der Energie im Universum ist konstant und Vergangenheit und Gegenwart sind eins. Was bringen wir mit? Was wird uns aufgezwungen? Was gilt es anzuschauen? Und was können wir auflösen?«
Forum IGS Flötenteich
So 22.3. | 15:15 Uhr MAKING OF

Der Weg ist das Ziel. Ob Improneuling oder Profi, alle zeigen, woran sie während des Festivals gearbeitet haben. Fern von Perfektionsdruck steht Spielfreude im Zentrum.
Limonadenfabrik
Sa 7.3. | 15:00 Uhr + So 8.3. | 12:00 / 15:00 Uhr HASE UND IGEL

Für Kinder ab 5 Jahren
Limonadenfabrik
Sa 14.3. + So 15.3. | 15:00 Uhr NETT!

Für Kinder ab 6 Jahren
Limonadenfabrik
Sa 21.3. | 20:00Uhr E&B HAIRCUT

Do 5.3. | 20:00 Uhr
WALTER SITTLER, EVA SPAGNA & TRIO MACCHIATO: ITALIA – CARA MIA

Tauchen wir ein in ein Süditalien voller Widersprüche und Gegensätze, voller Schönheit, Magie und einer Atmosphäre der allgegenwärtigen Bedrohung. Diese Reise wird mit Liedern, Geschichten, Erzählungen und Beschreibungen aus den Federn von sowohl einheimischen Autoren als auch faszinierten Italien-Reisenden begleitet.
Theater k
Fr 13.3. + Sa 14.3. | 19:00 Uhr
So 15.3. | 15:00 Uhr
1X HIMMEL UND ZURÜCK – EIN HIMMLISCHER MONOLOG FÜR 12 PERSONEN VON UND MIT MARKUS WEISS

Was kommt nach dem Erdenleben? Eine Frage, die manche mit »Der Himmel« beantworten. Aber wie ist es dort? Der Kabarettist Hanns D. Hüsch stattet in seinem Buch »Wir sehen uns wieder« auf Einladung Gottes dem Himmel einen Besuch ab, als Gegenleistung liest er ihm vor. Weiß übernimmt in der Inszenierung das gesamte Bühnenpersonal, bringt sein Publikum zum launigen Schmunzeln, zum tiefgründigeren Nachdenken und lässt mit Sicherheit auch die ein oder andere Träne rollen …
Sa 14.3. | 20:00 Uhr CAVEWOMAN

Praktische Tipps zur Haltung und Pflege eines beziehungstauglichen Partners! Sex, Lügen & Lippenstifte!
In dieser fulminanten Solo-Show rechnet CAVEWOMAN Heike mit den selbsternannten »Herren der Schöpfung« ab. Mal mit der groben Steinzeitkeule, mal mit den spitzen, perfekt gepflegten Nägeln einer modernen Höhlenfrau, aber immer treffend und zum Brüllen komisch!
Di 17.3. | 20:00 Uhr
Bahnhofstraße 11 26122 Oldenburg www.kulturetage.de
MARLO GROSSHARDT – ICH WÜNSCHE MIR EINE TOUR 2026

Marlo Grosshardt singt schön provokant über die Welt, die ihn umgibt. Der 23-jährige Hamburger packt seine kritischen Texte in ein raues Pop-Gewand. Seine kraftvolle Stimme trägt uns durch nostalgische Melodien und mitreißende Rhythmen. Sein Debütalbum »Ein letztes Liebeslied” ist ein dystopischer Ausblick, dramatisch inszeniert und doch wunderschön.
Do 26.3. | 20:00 Uhr HEINZ STRUNK - KEIN GELD KEIN GLÜCK KEIN SPRIT

Der Schriftsteller (»Fleisch ist mein Gemüse«), Musiker und Schauspieler Heinz Strunk lädt uns wieder ein in eine Welt, in der es viel zu staunen und zu lachen gibtobwohl sie im Großen und Ganzen voller Schmerz und Schauer ist ...
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Black Sea Dahus Musik – oft als Indie-Folk, Chamber Pop und Art Rock beschrieben – zu hören, ist wie barfuß in einem Gewitter zu stehen. Angeführt von Janine Cathrein, Songwriterin und Lead, erschaff t die Band eine eigene Welt, bekannt für ihre Lieder, die gleichzeitig zerbrechlich und kraftvoll sind. Was die Band jedes Mal auf die Bühne bringt, ist eine Verbindung und Präsenz, die man nicht vergisst. Eine Ausstrahlung, die ihnen ein treues Publikum verschaff t hat – Musik, die sich nicht versteckt und Worte findet für das, was oft sprachlos bleibt.

Fr 13.3. | 20:00 Uhr WILD CARD

Noch ist ein Platz in der Oldenburger Impromeisterschaft unbesetzt, und bei der Wild Card-Show wird entschieden, wer ihn ergattert. Improvisateur:innen aus Oldenburg und Umzu zeigen ihr Können in spontanem Schauspiel, Gesang, Tanz und Reimen – und du wählst mit, wer die Wild Card bekommt und eine Woche später gegen die besten Impro-Künstler:innen Deutschlands antritt. Deine Entscheidung kann Leben verändern!
Oldenburgisches Staatstheater
Sa 14.3. | 20:00 Uhr
IMPROKONZERT

Eine Tradition auf dem Festival geht in die nächste Runde. Die 8-köpfige Improband zaubert live spontane Songs, die ins Ohr und in die Beine gehen! Ganz nach deinen Wünschen wird es laut, leise, rockig, poppig oder jazzig – keine Stilrichtung ist tabu. Ob zum Tanzen, Lachen oder Mitsingen, du bestimmst den Takt! Erlebe ein einzigartiges Konzert voller Energie und Überraschungen. Der Rhythmus bist du.
Mi 18.3. | 20:00 Uhr
FALSCH ABER SPONTAN!
IMPROVISIERT. SINNLOS. GROSSARTIG. Was passiert, wenn alles falsch läuft – aber es trotzdem unfassbar lustig ist? Genau: Improvisationstheater, wie du es noch nie erlebt hast! Inspiriert vom YouTube-Hit »Falsch aber lustig« stürzen sich unsere Spieler:innen kopfüber in ein
Feuerwerk absurder Szenen, spontaner Spiele und herrlich sinnfreier Pointen. Regeln? Fehlanzeige. Vorbereitung? Kaum. Gute Laune? Garantiert! Ob verdrehte Quizfragen, spontane Lieder über Dinge, die niemand braucht, schräge Ideen oder herrlich absurden Momente. Spontan, albern, ehrlich und manchmal vielleicht auch ein bisschen politisch unkorrekt. Aber immer mit einem Augenzwinkern und ohne böse Absicht – hier ist nichts geplant, aber alles erlaubt. Du willst eine Show, in der nichts vorhersehbar ist, nicht mal der Anstand? Dann bist du hier goldrichtig.
Oldenburger Computer Museum
Do 19.3. | 19:30 Uhr
WTF – DIE IMPROVISIERTE SHOW MIT KÜNSTLICHER INTELLIGENZ

Zuerst war der Aufschrei groß, als wir bemerkten, was KI so alles kann – wenige Monate später ist es schon fest in unseren Alltag integriert. Jetzt übernimmt sie auch das Improvisationstheater? Wir gehen der Frage nach, was der Mensch im Theater noch zu suchen hat im Zeitalter von Chat GPT, DALL-E usw. Wir lassen unsere Füße baumeln in der digitalen Welt und finden die lustigen, beängstigenden und bittersüßen Momente, die sie bietet. Und das alles komplett improvisiert.

So 1.3. | 16:00 Uhr
DIE FIEDELGRILLE UND DER MAULWURFODER ICH HÖRE WAS, WAS DU NICHT SIEHST

»Eine Inszenierung des theater hof/19 nach einem Original von Janosch. Mit Eleonora Fabrizi und Christian Klein, Regie/Dramaturgie: Frauke Allwardt, Musik: Christian Klein, Choreografie: Eleonora Fabrizi, Assistenz: Tanja Pahl, Technische Umsetzung: Henrik Rehn, Kostüme: Rita Buschermöhle, Maske: Hanna Fendesack. Diese Geschichte handelt von einer kleinen Fiedelgrille, die den ganzen Sommer lang die Tiere im Wald mit Ihrer Musik erfreut hat. Aber dann kommt der Herbst und dann der Winter und die kleine Grille hat kein Haus gebaut und keine Vorräte angelegt. Nun ist sie frierend auf der Suche nach einem Winterquartier und klopft an die Türen der Waldbewohner, mit denen sie vor gar nicht langer Zeit fröhliche Feste gefeiert hat und für die sie unermüdlich die schönste Geigenmusik spielte. Der Hirschkäfer, die Maus und auch der Fuchs setzten sie wieder vor die Tür und so muss sie wieder hinaus in die Kälte des Winters. Schließlich kommt sie zum blinden Maufwurf, der sie mit Freuden aufnimmt, »denn wer nicht gut sieht, der hört um so lieber mit den Ohren Musik«. Diese Geschichte über Empathie, das Teilen, Verantwortung und die Frage nach dem Stellenwert von Kunst in unsere Gesellschaft, ist mit Schauspiel, Tanz, Live-Musik, viel Witz und Situationskomik, Überraschungen und Tiefgang für Kinder ab 6 Jahre und Erwachsene inszeniert. Darüberhinaus geht es auch darum, wie man aus einer Geschichte ein Theaterstück machen kann...
Fr 6.3. + Sa 7.3. | 20:00 Uhr
BONOBO MOUSSAKA - ODER CURVY
BARBIES SIND AUCH KEINE LÖSUNG

Mit: Maike Jebens (Schauspiel) und Eleonora Fabrizi (Tanz), Regie: Frauke Allwardt, Marie-Luise Gunst Theaterstück nach dem Bestseller von Adeline Dieudonné. Familienfeste... Wer kennt sie nicht. Egal, ob Silberhochzeit, Geburtstage oder Weihnachten. Es sind Zusammenkünfte, die man im Kreise seiner Liebsten feiert. Auch die junge alleinerziehende Mutter fährt mit ihren beiden Kindern zu ihrem Cousin Martin und seiner Musterfamilie, um zu feiern. Mit am üppig gedeckten Tisch sitzt auch die Familie von Phillip, seines Zeichens Banker und bester Freund von Martin. Schnell zeigt sich, dass das Festessen nicht in friedlicher Eintracht abläuft, denn statt trauter Familienseligkeit entwickelt sich ein Kräftemessen der Lebensmodelle. Die Protagonistin sieht diesem Gefecht am Designer-Tisch fassungslos zu und fragt sich: »Warum habe ich diese Einladung bloß angenommen?«. Höchst unterhaltsam wird die Innenperspektive einer modernen Frau erzählt, die mit bissigem Humor nicht nur das heile Familienbild seziert, sondern auch die Ungerechtigkeiten und Absurditäten unserer heutigen Gesellschaft schonungslos auf den Tisch legt. Ihr Gedankenstrom führt uns auch in die Vergangenheit, etwa zu ihrer Schulzeit oder ihren pubertären Sehnsüchten. Doch bei aller, fast erdrückender Analyse des Seins, wird sie sich nicht unterkriegen lassen. Schließlich hat sie zwei Kinder in diese Welt gesetzt und wird alles dafür tun, dass sie eine Zukunft haben. Unter der Regie von Frauke Allwardt und Marie-Luise Gunst ist diese Theaterfassung des Bestseller-Romans mit Maike Jebens und Eleonora Fabrizi im Spannungsfeld zwischen Schauspiel und Tanz genreübergreifend inszeniert. »Hervorragende Einheit von Tanz und Schauspiel. Maike Jebens und Eleonora Fabrizi haben dieses Konzept mit ihrer Darstellung so gelungen veredelt, dass der donnernde Applaus am Ende der Aufführung mehr als verdient war. Aus Sicht der Zuschauer kann es nur eine logische Forderung geben: Bitte mehr davon.« (NWZ 28.11.´23) / »Belgiens Literatur-Superstar Adeline Diedonné sorgt abwechselnd für kalte Schauer - und Lachanfälle.« (Stern) / »Adeline Dieudonné spießt Weihnachten mit der literarischen Nadelauf.« (NDR Kultur) / »Der Text ist ein Strom von Gedanken, von Assoziationen, Erinnerungen und Momentaufnahmen, er ist wie ein Song - voller Wucht und Liebe… (Kölner Stadt-Anzeiger) / »Bonobo Moussaka« ist eine perfekte, witzige Bestandsaufnahme der Gegenwart, vorgetragen im Fast-Foward-Modus. Ein Buch, dazu geschaffen, es in einem Atemzug zu ververschlingen.« (Leselust)
Bahnhofstraße 19 | 26122 Oldenburg 0441-9555601 | theater@hof-19.de www.theaterhof19.de
Mi 4.3. | 19:00 Uhr BROT & LOSE KUNST

»Kultur zum Abendbrot - serviert als Lesung
Idee: Marie-Luise Gunst, Leitung: Maike Jebens und Marie-Luise Gunst Kunst ist mehr als nur Unterhaltung. Kunst ist Nahrung.
Mit diesem Gedanken starten wir ein neues Format. In »Brot & lose Kunst« geht es um zeitlose und aktuelle Themen, die auf den kreativen Abendbrottisch des Theaters kommen: Lieder, gelesene Texte oder kleine Performances widmen sich den Fragen unserer Zeit. An diesem Abend werden nicht nur anregende Inhalte zum jeweiligen Thema »aufgetischt«, wir wollen auch mit dem Publikum in den Austausch gehen, gemeinsam die Musik und Worte nachklingen lassen und ins Gespräch kommen. Denn in Zeiten von Filterblasen und personalisierten Algorithmen ist es wichtiger denn je, auch im »echten« Leben miteinander zu reden. Kunst und Kultur öffnen uns die Tür dafür. Damit das gelingt, landet nicht nur fein abgeschmeckte Musik und Literatur auf den Theater-Tellern, sondern auch frisches, regionales Brot von der wunderbaren Orto Bäckerei, das mit Öl von der Oldenburger Ölmanufaktur Oleo und Salz serviert wird. Guten Appetit! Thema im März:»Frau«
Fr 20.3. + Sa 21.3. + Fr 27.3.
CYCLE & RECYCLE – WANN, WENN NICHT JETZT
Eine kreative Annäherung an ein komplexes Thema

Schauspiel Eleonora Fabrizi, Marie-Luise Gunst, Christian Klein, René Schack, Maike Jebens l Musik: Christian Klein l Regie: Marc Becker l Dramaturgie: Frauke Allwardt und Ensemble. Das Klima wird im Theater zum performativen Gegenstand. In einer genreübergreifenden, rasanten Inszenierung aus Schauspiel, Performance, Tanz und Live-Musik entsteht eine lustvolle Auseinandersetzung mit dem komplexen Thema Nachhaltigkeit und mit dem liebsten Gefährt der Oldenburger: dem Fahrrad. Angesichts scheinbar unlösbarer Probleme - gerade in Klimafragen – werden die Menschen oft lethargisch. Was soll das schon bringen, wenn ich das Auto stehenlasse und in die Pedalen trete, während alle anderen ins Flugzeug steigen? Warum soll ich auf Fleisch verzichten, wenn alle andere Schnitzel bestellen. Und überhaupt: Die da oben machen doch eh was sie wollen… Aber, wäre es nicht schön, so zu leben, dass man zumindest von sich selbst nicht enttäuscht ist. Mutig sein. Sich verantwortlich fühlen für die Dinge, die man unmittelbar beeinflussen kann und das Leben gemeinsam leichter nehmen. Auch Humor kann helfen, denn mit ihm sind wir in der Lage, zu Problemen auf Distanz zu gehen oder »verhärtete Fronten« aufzuweichen und mit anderen in konstruktive Gespräche zu kommen. Dadurch können sich vielleicht sogar neue Lösungsmöglichkeiten, neue Blickwinkel eröffnen. Denn intelligenter Humor und Hoffnung sind etwas zutiefst Politisches und vielleicht sogar die radikalsten Formen des Widerstands. Und Nachhaltigkeitsbemühungen können bei aller Ernsthaftigkeit auch Spaß machen und ein neues Miteinander fördern. Dabei geht es nicht darum, Realitäten zu leugnen, sondern die eigene Haltung zu überprüfen und bestenfalls in ein lösungsorientiertes Handeln zu kommen. »Die Hoffnung liegt in uns, denjenigen, die weitermachen.« (Luisa Neubauer) Gefördert von der Kulturstiftung des Bundes/Fonds ZERO
Unsere Welt ist voller Gegensätze: Manches liegt und anderes fliegt. So wie schwere Steine und leichte Luftballons. Während du das Eine unten finden kannst, verschwindet das Andere nach oben. Aber wohin fliegen unsere Luftballons eigentlich, wenn wir sie loslassen? Sind sie es leid, ständig angebunden zu sein? Haben sie vielleicht Heimweh nach der großen weiten Welt? Wer könnte all diese Fragen besser beantworten als jemand, der die Luftballons verkauft und uns in all ihre Geheimnisse einweihen kann? Eine poetisch sinnliche Geschichte, voller kleiner und großer Wahrheiten. Entstanden aus der Lust zu fragen und auf magische Antworten zu stoßen. Es geht um Steine und um Luftballons, um schwer sein und leicht sein. Vielleicht öffnet »verschwunden & gefunden« aber auch den Blick für eine ganz neue Welt, die im Vertrauten immer schon verborgen liegt
So 22.3. | 14:00 / 15:45 Uhr Sa 16.5. | 10:30 Uhr GEH TANZEN, BABY Für Babys und Kinder von 1 bis 5 Jahren und Erwachsene

Baby-Beats, Glitzerlichter, wummernder Bass – und mitten im Rhythmus: du und dein Kind. Wir öffnen den Club für die Allerkleinsten, bei uns zieht das grassierende Nachtleben mitten am Tag ein, aber sanft und kindgerecht. Unter der Anleitung von Ylva Jangsell entdecken Groß und Klein ihre ersten gemeinsamen Dancemoves, bevor die Tanzfläche freigegeben wird und die Beats des DJ-Sets die Stimmung zum Kochen bringen. Eine Einladung an alle, die spüren wollen, dass Tanzen Verbindungen schaff t und alle, die finden: Es ist nie zu früh für die erste Party. Zieh die Glitzerstrampler an – und geh tanzen, Baby! Zum Kick-off des neuen unseres Clubs für die Allerkleinsten laden wir euch mit Sonderpreis auf die Tanzfläche ein!
Sa 21.3. | 17:00 + 20:00 Uhr ECHOES


Das theater wrede+ und Bewegt bewegen e.V. laden am 21.03.2026 im Rahmen der Woche gegen Rassismus und Diskriminierung zum Tanz- und Performanceabend »ECHOES« ein. Künstler:innen aus ganz Deutschland behandeln in choreografischen Arbeiten gesellschaftliche Realität und persönliche Geschichte. Zwischen Verletzlichkeit und Widerstand, Ambivalenz und Selbstermächtigung entstehen abstrakte, kraftvolle Tanzstücke, die sich eindeutigen Zuschreibungen entziehen. Im Mittelpunkt stehen Perspektiven, die im kulturellen Diskurs häufig marginalisiert werden. »ECHOES« öffnet einen Raum für Komplexität, innere Widersprüche und neue Blickwinkel. Ergänzt wird der Abend durch den autobiografischen Dokumentar-Kurzfilm »Sankofa« von Kwamé Osei und MilesVincent Kleveman.
So 29.3. + So 12.4. | 16:00 Uhr Mo 13.4. | 9:30 Uhr
ROSA WOLKE Für Kinder ab 2 bis 6 Jahren und Erwachsene

Klävemannstraße 16 | 26122 Oldenburg 0441-9572022 | info@theaterwrede.de www.theaterwrede.de
VERSCHWUNDEN UND GEFUNDEN ODER: DIE
GEHEIMNISSE DER LUFTBALLONS Für Kinder ab 3 bis 7 Jahren und Erwachsene

Unsere Welt ist voller Farben. Zum Glück, denn sie machen unser Leben bunter. Aber Farben können noch viel mehr: Gefühle in uns hervorrufen. In »Rosa Wolke« begeben wir uns auf eine farbenfrohe Reise der Gefühle. Von dem süßen rosa Märchenwunderland geht es in das wärmende Gelb und von dort in das beruhigende Blau bis hin zum leidenschaftlichen Rot der Liebe. Aber huch: Rot steht auch für Wut und Grün ist nicht immer nur ruhig und manchmal ist Blau auch traurig statt entspannt. Gemeinsam mit zwei Performerinnen entdecken wir die Vielfalt der Emotionen, die wir mit Farben assoziieren und die sie in uns hervorrufen können. »Rosa Wolke« bringt uns auf farbenfrohe Art bei, dass Gefühle vielschichtig und ganz individuell sind. »Nach »Regen riechen« jetzt ein luftig leicht schwebendes Stück, dem man die sicher körperlich-kreative Kraft, die es braucht, gar nicht anmerkt, sich aber auch als Erwachsener von dem mit Kulisse, Klängen und Körpersprache gemalten Bild mitgetragen fühlt

Zugunsten einer überregionalen Konzert-Kooperation öffnet sich das Staatstheater für 150 AmateurMusiker:innen gemischten Alters: die Globioso Cinema Singers e.V. – der Filmmusikchor aus Oldenburg – und das Sinfonische Blasorchester Wehdel präsentieren große Werke sinfonischer Filmmusik. Die Zuhörer:innen werden nicht nur in ferne Galaxien und gedanklich mittels Kopfkino in beeindruckende Welten und Szenarien entführt. Erlebbar werden zudem aufwühlende oder berührende cineastische Momente.
Unter der Devise: Musik verbindet und stiftet Freude – entstand die Kooperation mit dem im Jahre 2022 gegründeten Chor aufgrund der Initiative des Orchesters. Filmmusik sollte über den instrumental-sinfonischen Part hinaus präsentiert werden. Über die Stadtgrenze von Oldenburg hinweg wurde der Orchestervorstand auf den »jungen Chor« aufmerksam, der genreübergreifende Filmmusik mit Begeisterung, Lernwillen und Zielstrebigkeit bis zum Jahre 2025 bereits bei drei abendfüllenden Show-Konzerten zur Aufführung brachte.
Dank des Angebotes zur Zusammenarbeit durch das etablierte und preisgekrönte Orchester, erschloss sich der Chor neue Klangwelten, in Verbindung mit ersten Konzertauftritten außerhalb von Oldenburg: im Stadttheater Bremerhaven und in der Halle der Bremer Philharmoniker in Bremen.
Die erst im März 2025 begonnenen Proben ließen Orchester und Chor musikalisch und menschlich zusammenwachsen. Mit wechselseitigem Respekt für die zu erbringenden musikalischen Parts und Leistungen, stellten sie
sich den damit verbundenen Herausforderungen. Mit mehr oder weniger realistischen Bezügen in den für das Konzert zugrunde liegenden Filmen, bietet das Programm einige Highlights: Eigens für dieses Konzert wurden die berühmten Filmmusiken aus »Avatar« und »Der Herr der Ringe« von Walter Ratzek, ehemals Präsident der Deutschen Sektion der World Association for Symphonic Bands and Ensembles, arrangiert. Über die Musik, den klanglich-gesanglichen Eindrücken zum vorgenannten Fantasy-Genre hinweg, tauchen die Zuschauer:innen in weitere Filmmusiken ein: Ennio Morricones Komposition rückt die Gier in der Welt des Italo-Westerns »Zwei glorreiche Halunken« im Song »The Ecstasy of Gold« in den Vordergrund. Hingegen schmelzen Publikumsherzen, wenn ein Lied den Wendepunkt im Leben einer schwedischen Film-Choristin markiert, die ihr Leben selbstbestimmt gestalten will, mit dem Wunsch, »Wie im Himmel« zu leben.
Enorme Klangfülle erwartet die Zuhörenden: Thomas Ratzek (Orchester) und Karola Schmelz-Höpfner (Chor) vereinen im Konzert leidenschaftliche Amateurmusiker:innen.
Angereichert wird diese besondere KlangAtmosphäre des Abends zudem mittels vom Orchester entworfenem Lichtkonzept und darüber hinaus durch die eigens von Georgios Kolios, Bühnenbildner des Staatstheaters, geschaffenen Impressionen: per Projektion zu »Herr der Ringe – die Gefährten«.
Weitere Informationen: sinfonisches-blasorchester-wehdel.de// www.globioso.de


Schaurigschöne Geschichten brauchen ein Kostümbild mit Gänsehaut-Flair. Das heißt aber nicht, dass der Herstellungsprozess auch gruselig sein muss. Janin Lang (Kostümbildnerin) und Isabel Weiss (Nachhaltigkeitsbeauftragte für Kostüm am Oldenburgischen Staatstheater) erzählen aus der Kostümherstellung und der Zusammenarbeit bei »Frankenstein«.
Janin, du hast die Kostüme entworfen und die Idee dahinter entwickelt. Was war denn die Kernidee bei »Frankenstein«?
Janin: Wir haben nur zwei Rollen, die durchgehend auf der Bühne sind, alle anderen Ensemble-Mitglieder springen durch mehrere Rollen. Wir brauchten ein Grundkostüm, das sowohl als Figur mit Text funktioniert, als auch bei Umbauten mithelfen kann. Da haben wir erstmal pragmatischer gedacht. Dann war die Frage, wie schaffen wir eine zeitliche Einordnung. Das haben wir über Silhouetten und ein Farbschema versucht.
Wenn du eine Idee entwickelt hast, wie geht es weiter, damit ein Kostüm entstehen kann?
Janin: In der Vorbesprechung mit der Werkstatt oder mit der Kostümdirektion, mit den Assistenzen und den Gewandmeister:innen wird vorgeplant: Welche Kapazitäten gibt es überhaupt in den Werkstätten? Ich gehe außerdem gerne in den Fundus und schaue: Was entspricht der Idee, die wir haben? Was darf man zerschneiden? Was kann man bestellen? Existieren Stoffreste? Dann brauchen wir eine technische Zeichnung. Und das baut sich nach und nach weiter zusammen.
Welche Herausforderungen gibt es bei der Umsetzung von einer Idee, einer Zeichnung, hin zum fertigen Kostüm?
Janin: Herausfordernd wird es ab den Proben. Da wird geschaut, ob die Silhouetten und Umzüge funktionieren. Wir im Regie-Team entwickeln das Konzept, aber bei den Proben kommen auch das Ensemble und die Dramaturgie dazu, die nochmal eigene Ideen entwickeln. Wenn wir uns überlegt haben, dass eine Figur eine sehr zugeknöpfte Person ist und auf einmal entwickelt sich ein Freigeist daraus, passt das Kostüm vielleicht nicht mehr.
Mit Isabel haben wir eine Kollegin am Haus, die das Augenmerk auf Nachhaltigkeit im Kostümbild lenkt. War das für dich auch schon im Entwurf der Kostüme relevant?
Janin: Am Theater erzählen wir Geschichten. Und ich finde es schön, wenn alles schon »gelebt« hat und in den Kostümen eine Geschichte mit drinsteckt. Da ist es eine schöne Möglichkeit, Kostüme aus dem Fundus umzuarbeiten. Man findet immer wieder schöne Schätze.
Isabel, wie unterstützt du Kostümbildner:innen wie Janin in ihrer Arbeit?
Isabel: Ich kümmere mich um Bestellungen, die über die Anfertigung hinausgehen und ach-
te dabei auf Herkunft und Herstellung. Heather Rampone-Guldner ist unsere Kostümassistentin für die Produktion »Frankenstein« und für alle organisatorischen Tätigkeiten zuständig sowie unsere Expertin für Färbearbeiten.
Janin: Heather hat uns für »Frankenstein« Lederjacken angemalt, weil die Farbe nicht gepasst hat. Außerdem hat sie Daunenmäntel zerschlissen und auf alt »runtergerockt«, mit der Ansage: »Soll aussehen wie jemand, der drei Wochen durchgehend nur in einer Höhle gewohnt hat«. (beide lachen)
Bei »Frankenstein« wird also viel genutzt, was schon mal im Einsatz gewesen ist. Wird auch Neues genäht?
Isabel: Es gibt am Anfang einer Produktion eine Kostümabgabe, in der besprochen wird, welche Kostümteile angefertigt werden, welche aus dem Fundus kommen und welche wir dazukaufen müssen. Für die Auswahl der Stoffe nutzen wir unser Stofflager sowie unsere Restekammer. Falls wir da nicht fündig werden, bestellen wir bei unseren Stofflieferanten. Bei »Frankenstein« sind einige Kostümteile aus Stoffresten drapiert und zusammengesetzt worden. Das nimmt viel Zeit in Anspruch. Janin: Das ist ein Studium, das ist ein Handwerk. Das sind ausgebildete Menschen mit Expertenwissen.
Kommen viele Kostümteile aus dem Fundus zum Einsatz?
Isabel: Bei »Frankenstein« auf jeden Fall. Viel wird upgecycelt. Auch Stoffreste kommen zum Einsatz. Manchmal ist es großartig, wenn Kostümbildner:innen ins Stofflager gehen, einen Stoff sehen, sich verlieben und das Kostüm daraus schneidern lassen möchten. Da fängt der kreative Prozess an. Wir kaufen auch Kostümteile und legen Wert darauf, dass sie Secondhand oder bei nachhaltigen Lieferanten eingekauft werden. Natürlich geht das nicht immer, weil manchmal alle Kostüme gleich sein sollen.
Abschließende Worte:
Isabel: Ich habe auch Damenschneiderin gelernt und weiß, wie viel Zeit die Herstellung in Anspruch nimmt. Gerade wenn man eine große Besetzung hat …
Janin: Theater geht nicht ohne Handwerk. Seien es Tischler:innen, Schreiner:innen oder Maler:innen. Man kann nicht immer alles einkaufen, dann hat es nicht diesen Charme oder diese Geschichte.
Isabel: Alles, was man einkauft, zum Beispiel Fast Fashion, wurde auch mal von Schneider:innen irgendwo auf der Welt angefertigt. Man sollte nicht nur der Kleidung, den Kostümen, mehr Wertschätzung entgegenbringen, sondern auch dem Handwerk und den Menschen. Die Fragen stellte Ramona Itzeck »Frankenstein« nach dem Roman von Mary Shelley läuft seit dem 28. Februar im Kleinen Haus.

01 So 15:00 | Großes Haus
LADY MACBETH VON MZENSK Oper von Dmitri Schostakowitsch 14:30 Einführung
11:15 | Kleines Haus
GROSSE PIANISTEN IM KLEINEN HAUS
Seung-Jin Cho
→ zum letzten Mal!
18:30 | Kleines Haus
DER STURM
Von William Shakespeare
18:00 Einführung
16:00 | Exhalle OK, RISIKO
Schule.Spiel.Theater
02 Mo 10:30 | Exhalle WOLF 11+
Von Saša Stanišić
Unterwegs!
11:00 | RITTER ODILO UND DER STRENGE HERR WINTER 5+
Ritter-Oper von Mareike Zimmermann nach »King Arthur« von Henry Purcell
03 Di 10:00 & 12:00 | Exhalle OK, RISIKO
Schule.Spiel.Theater → mit Publikumsgespräch nach beiden Vorstellungen
18:00 | Hauptfoyer
EINFÜHRUNGSSOIRÉE & PROBENBESUCH: MEPHISTO Eintritt frei!
04 Mi 20:00 | Kleines Haus
DEMO-MODE
Drei choreografische Uraufführungen von Guillaume Hulot, Nicol Omezzolli und Alice Topp 19:30 Einführung
10:30 | Exhalle WOLF 11+
05 Do 10:30 | Exhalle WOLF 11+
18:30 | Probenzentrum OPEN CLASS Mehr Bewegung! Anmeldung & Information: telse.hahmann@staatstheater.de
19:30 | Hauptfoyer
THEATERBEGEGNUNG: ACHTSAM MOORDEN
06 Fr 20:00 | Kleines Haus FRANKENSTEIN Nach dem Roman von Mary Shelley 19:30 Einführung
10:30 | Exhalle WOLF 11+
20:00 | Exhalle
DISKURSGEWITTER Cultural Equality – Oder: Warum braucht es neue Formen der feministischen Sichtbarkeit?
07 Sa → Premiere 19:30 | Großes Haus
MEPHISTO Nach dem Roman von Klaus Mann 19:00 Einführung → Im Anschluss öffentliche Premierenfeier
20:00 | Kleines Haus
DEMO-MODE 19:30 Einführung
20:00 | Exhalle
ELEKTRO KOLLEKTIV – KLANG IN BEWEGUNG NOIeS! – Klangpol-Konzertreihe
10:00-16:00 Uhr | Core
MUT-MUSKEL-TRAINING
Von und mit Radikale Töchter
08 So → Gastspiel
19:30 | Großes Haus
GLOBIOSO CINEMA SINGERS
Von Mittelerde über Pandora bis zu den Sternen – eine Filmmusikreise
15:30 | Kleines Haus
ACHTSAM MOORDEN / ACHTSAM MORDEN Kriminalkomödie nach dem Roman von Karsten Dusse
10:00 | Kirche zu Ohmstede (Butjadinger Str. 59)
AUF EIN WORT – THEATER UND RELIGION Im Dialog zu: Next to Normal (fast normal) Eintritt frei!
09 Mo 15:00-19:00 | Hauptfoyer
BLUTSPENDE IM STAATSTHEATER

Blut spenden steht dir! Und viel wichtiger: Ohne dich geht›s nicht, denn Blut lässt sich nicht künstlich herstellen. Durch dein Engagement kann schwerkranken Mitmenschen geholfen werden und daher möchten wir deinen Einsatz belohnen: Reserviere noch heute einen Termin und komme in die Good Karma Crew. Anmeldung & Informationen: blutspende-leben.de
10:30 | Exhalle WOLF 11+
10 Di 10:30 | Exhalle WOLF 11+
20:00 | Hauptfoyer 3. LIEDERABEND
11 Mi 20:00 | Kleines Haus FRANKENSTEIN 19:30 Einführung
10:30 & 20:00 | Exhalle WOLF 11+
12 Do 19:30 | Großes Haus
MEPHISTO 19:00 Einführung
10:15 | Unterwegs!
RITTER ODILO UND DER STRENGE HERR WINTER 5+
13 Fr 19:30 | Großes Haus
NEXT TO NORMAL (FAST NORMAL)
Musical von Tom Kitt und Brian Yorkey
20:00 | Kleines Haus
FRANKENSTEIN 19:30 Einführung
10:30 | Exhalle WOLF 11+
20:00 | Große EWE Arena CLASSIC MEETS POP »The Golden Show« Karten über: classicmeetspop.de
14 Sa 19:30 | Großes Haus
MEPHISTO 19:00 Einführung
→ Gastspiel
20:00 | Kleines Haus
SPONTANOL –DAS IMPROKONZERT
→ Premiere 14:30 | Spielraum | Kinderclub GEBISSEN
→ Premiere 16:30 | Spielraum | Kinderclub LYRUS, LÜGOS, FLUNKENIUS –UN ANNER LÖGEN
→ Premiere 18:30 | Spielraum | Kinderclub ICH SEHE WAS, WAS DU NICHT SIEHST –DAS EINZIG WAHRE
20:00 | Große EWE Arena CLASSIC MEETS POP
15 So 18:00 | Großes Haus
LADY MACBETH VON MZENSK 17:30 Einführung
18:30 | Kleines Haus FRANKENSTEIN 18:00 Einführung
11:00 | Kreuzkirche (Eichenstrasse 15) AUF EIN WORT –THEATER UND RELIGION
Im Dialog zu: Ein Volksfeind | Eintritt frei!
12:00 | Spielraum | Kinderclub LYRUS, LÜGOS, FLUNKENIUS –UN ANNER LÖGEN
14:00 | Spielraum | Kinderclub ICH SEHE WAS, WAS DU NICHT SIEHST –DAS EINZIG WAHRE
16:00 | Spielraum | Kinderclub GEBISSEN
→ zum letzten Mal in dieser Spielzeit! 16:00 | Exhalle WOLF 11+
17 Di
10:40 | Unterwegs! RITTER ODILO UND DER STRENGE HERR WINTER 5+
11:00 | Unterwegs!
O*MOBIL Von Flöte, Oboe, Klarinette, Fagott bis zum Horn – Die Orchesterakademie zu Gast in der Schule | Anfragen: musikvermittlung@staatstheater.de
19:30 | Hauptfoyer THEATERTALK Mitarbeitende erzählen von der Arbeit hinter den Kulissen
18 Mi 10:10 | Unterwegs! O*MOBIL
19 Do 20:00 | Kleines Haus EIN VOLKSFEIND Von Henrik Ibsen 19:30 Einführung → Mit anschließendem Publikumsgespräch im Hauptfoyer 16:00 | Unterwegs!
LIEDER VON FRÜHER – ERZÄHLKONZERT FÜR SENIORENHEIME
Anmeldung & Information: guelay.polat@staatstheater.de
20 Fr 19:30 | Großes Haus
MEPHISTO 19:00 Einführung
→ Premiere
20:00 | Kleines Haus IM WEISSEN RÖSSL Singspiel von Robert Gilbert und Ralph Benatzky → Im Anschluss öffentliche Premierenfeier
10:15| Unterwegs! O*MOBIL
19:00 | Core PRIME TIME BINGO Euer Glück in unseren Händen
21 Sa 19:30 | Großes Haus LADY MACBETH VON MZENSK 19:00 Einführung
20:00 | Kleines Haus FRANKENSTEIN 19:30 Einführung
13:30 | Treffpunkt: Theatercafé ÖFFENTLICHE FÜHRUNG Karten für 5 € erhältlich an der Theaterkasse und online. Gruppenführungen bitte anfragen unter: dramaturgie@staatstheater.de
20:00 | Exhalle BICYCLE CONCERTO NOIeS! – Klangpol-Konzertreihe
22 So 18:00 | Großes Haus MEPHISTO 17:30 Einführung
18:30 | Kleines Haus IM WEISSEN RÖSSL
23 Mo 18:00 | Hauptfoyer EINFÜHRUNGSSOIRÉE & PROBENBESUCH: BLÜHEND | Eintritt frei!
24 Di 19:30 | Großes Haus NEXT TO NORMAL (FAST NORMAL)
25 Mi 20:00 | Kleines Haus BONDI BEACH Komödie von Rebekka Kricheldorf
27 Fr → Wiederaufnahme 19:30 | Großes Haus BLÜHEND An den Ufern des Sees / Le Sacre du Printemps Zwei Choreografien von Antoine Jully
20:00 | Kleines Haus IM WEISSEN RÖSSL 16:00 | Trefffpunkt: Theatercafé ÖFFENTLICHE FÜHRUNG
28 Sa 19:30 | Großes Haus | → zum letzten Mal! HOFFMANNS ERZÄHLUNGEN Oper von Jacques Offenbach 19:00 Einführung
20:00 | Kleines Haus
ACHTSAM MOORDEN / ACHTSAM MORDEN → Premiere 20:00 | Exhalle WIR GEGEN UNS Von Łukasz Ławicki → mit anschließender Premierenfeier
29 So 15:00 | Großes Haus NEXT TO NORMAL (FAST NORMAL)
18:30 | Kleines Haus
ACHTSAM MOORDEN / ACHTSAM MORDEN
10:00 | St.-Johannes-Kirche (Pasteurstraße 1) AUF EIN WORT –THEATER UND RELIGION Im Dialog zu: Mephisto | Eintritt frei!
31 Di 21:00 | Hauptfoyer DAS WOHLTEMPERIERTE KLAVIER
Der 8. März ist Weltfrauentag –manche sprechen sogar vom »feministischen Kampftag«. Warum Kampf? Weil Frauenrechte erkämpft wurden und auch heute patriarchale Strukturen noch tief in unsere Gesellschaft und Denkmuster verwoben sind. Und so kämpfen auf aller Welt Menschen nach wie vor für die Gleichberechtigung von Frauen und queeren Menschen.
Denn Arbeiten wie Wäsche waschen, Geburtstage planen, Kinder ins Bett bringen oder Eltern zu Arztterminen fahren, werden tagtäglich verrichtet – oft unentlohnt von Frauen. Auch wenn manche Care-Arbeit (Fürsorgearbeit) als Beruf ausgeführt und finanziell entlohnt wird (etwa als Kranken- oder Altenpfleger:in, Erzieher:in oder Sozialarbeiter:in), so werden diese Arbeiten vielfach von Frauen übernommen und bleiben unterbezahlt. Um
NOIeS!
auf diese Missstände aufmerksam zu machen, rufen zahlreiche Organisationen zum Generalstreik am Montag, den 9. März auf. Gründe zu streiken gibt es vielfältige, auch in Deutschland: Der Paragraph 218, ein Gesetz aus der Kaiserzeit, regelt den Schwangerschaftsabbruch noch immer im Strafgesetzbuch; durchschnittlich erfährt etwa alle drei Minuten eine Frau häusliche Gewalt und jeden dritten Tag geschieht ein Femizid, wird also eine Frau aufgrund ihres Geschlechts getötet - häufig von ihrem Partner oder Ex-Partner. Aber auch »nur« für finanzielle Gleichbehandlung lohnt es sich zu streiken, denn Frauen bekommen nach wie vor durchschnittlich 16% weniger Lohn für die gleiche Arbeitszeit wie Männer. In den Darstellenden Künsten ist die Situation noch gravierender: Hier beträgt die Einkommenslücke des ge-


schätzten Jahreseinkommens durch künstlerische Tätigkeit sogar 33%. Nach einer jüngsten Auswertung von ver.di.
Zwar gibt es keine klassische Gewerkschaft der unbezahlten Fürsorgearbeitenden, die einen Streik für ihre nächste Tarifrunde nutzen kann – dennoch zeigt die Geschichte, dass Frauenstreiks durchaus Wirkung zeigten. Den wohl berühmtesten Streik vollbrachten 1975 die Isländerinnen, als fast 90% der Frauen ihre Arbeit niederlegten und damit das ganze Land lahmlegten. Ein Jahr später wurde ein Gleichstellungsgesetz verabschiedet.
Mit der Konzertreihe NOIeS! in der Exhalle gibt das Oldenburgische Staatstheater seit 2014 auch der Neuen Musik in Oldenburg ein Podium. Als Partner von »klangpol«, einem Netzwerk von insgesamt 20 Vereinen, Ensembles, Gruppen, Institutionen, Kultur-, Bildungs- und Forschungseinrichtungen aus den beiden Bundesländern Niedersachsen und Bremen, präsentiert diese Reihe eine spannende Vielfalt zeitgenössischer Musik und lässt dabei jegliches Schubladendenken hinter sich: Ensemblemusik steht neben Medienkunst, Improvisation neben elektronischer Musik.
Das Konzert am 21. März ist einem eher ungewöhnlichen Musikinstrument gewidmet, wohlbekannt, den meisten jedoch eher in einem ganz anderen Zusammenhang: dem Fahrrad.
Beim WFB Kurzfilmpreis 2024 erhielt das Musikvideo BOSSA VELO von Alexander Derben den zweiten Platz, was ihn dazu brachte, sich eingehender mit dem Fahrrad als Musikinstrument zu beschäftigen. Vor allem aus Stahl gefertigte Räder zeigen sich als vielseitige Klangkörper, deren Mechanik darüber hinaus interessante Spieltechniken ermöglicht. Dem Kurzfilmpreis folgten Einladungen und erfolgreiche Konzertauftritte in Hamburg und Bremen, was dazu motivierte, gemeinsam mit dem Arbeitskreis Bremer Komponisten und Komponistinnen (abk e.V.), selbst ein großes Fahrrad-Konzert zu konzipieren. Als Special Gast ist Jana de Troyer mit dabei, die Fahrradmusik-Spezialistin und Komponistin aus Hamburg.
Samstag, 21.3.2026 | 20:00 | Exhalle
Mit: Alexander Derben (abk), Reinhart Hammerschmidt (MIB), Jana de Troyer (Gast HH), Ezzat Nashasbi (abk), Marc Pira (abk), Johannes Schäfer (abk)
Die Streikbeteiligung am Montag, den 9. März kann zahlreiche Formen annehmen: Sei es durch eine verlängerte Mittagspause, die Verweigerung aller häuslichen Tätigkeiten oder kollektive Arbeitsniederlegung. Insbesondere Frauen, Lesben, Inter-, Trans- und Agender-Personen (kurz: FLINTA*) sind hierzu eingeladen, aber auch Männer können Solidarität zeigen – etwa indem sie sich für die politischen Belange ihrer Mütter, Partnerinnen, Töchter und Kolleginnen einsetzen. Pau Hoff
BÜHNE FREI FÜR DEIN FSJ!
Du liebst Theater, Kreativität und Teamarbeit? Du möchtest hinter die Kulissen schauen und ein Jahr lang erleben, wie aus Ideen lebendige Inszenierungen werden?
Bei uns kannst du dein Freiwilliges Soziales Jahr im Theater machen – ob in der Öffentlichkeitsarbeit, in der Theatervermittlung oder in der Bühnen- und Kostümbildnerei. Dich erwarten spannende Einblicke, kreative Aufgaben und ein engagiertes Team.
Wir vergeben drei FSJ-Stellen –bewirb dich jetzt und werde Teil unserer Theaterwelt!
Die Bewerbungen erfolgen über das LKJ Niedersachsen noch bis zum 15.3. lkjnds.de/freiwilligendienste
