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Theaterzeitung April 2025/26

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THEATER APRIL 2026

ZEITUNG

FÜR OLDENBURG UND UMZU IN ZUSAMMENARBEIT MIT DER NWZ

DES OLDENBURGISCHEN STAATSTHEATERS

ZWISCHEN HIN UND HER

Sparte 7 → S. 2

IL BARBIERE DI SIVIGLIA

Musiktheater → S. 3

/H^M•P^LS/ + IN ZWISCHEN

Theatervermittlung → S. 4

SHOCKHEADED PETER

Schauspiel → S. 5

ICH REMINISZIERE AUCH NACHTS

Sparte 7 → S. 12

Foto: Stephan Walzl

IN DIESER AUSGABE: 5 PREMIEREN

IL BARBIERE DI SIVIGLIA

Komische Oper von Gioachino Rossini

PREMIERE: 18.4. Bei den Proben zu »Il Barbiere di Siviglia«

TANZ MIT AUSDRUCK UND INHALT n Wien hat er zwar der späteren französischen Königin Marie-Antoinette ihre tänzerische Grund-

ausbildung erteilt, der französische Tänzer und Choreograf Jean-Georges Noverre, eigentlich kämpfte er aber – ganz im Sinne der Aufklärung – gegen die überbordende Prachtentfaltung, gegen Perücken und Reifröcke beim höfischen Ballett. Noverre setzte sich ein für Natürlichkeit und Humanismus im Tanz. Er wehrte sich gegen das Abstempeln des Balletts als bloße ästhetische Zerstreuung und war ein Verfechter des »Ballet d’action«, dem Vorläufer des Handlungsballetts. Im Jahr 1760 erschien gleichzeitig in Lyon und Stuttgart die Erstausgabe seiner »Lettres sur la Danse et sur les Ballets« (Briefe über die Tanzkunst). Darin befasste er sich mit vielen Facetten des Balletts und es gelang ihm, den Tanz als eigenständige Kunstform – unabhängig von Oper und Theater – zu etablieren. So ist es nicht verwunderlich, dass der Tanzrat des Internationalen Theaterinstituts bei der UNESCO Noverres Geburtstag, den 29. April (1727), als Datum für den Welttanztag auswählte. Seit 1982 wird jährlich eine herausragende Persönlichkeit aus der Welt des Tanzes bestimmt, um eine Botschaft zum Internationalen Tag des Tanzes zu verfassen. Es geht darum, »den Tanz in seiner Universalität zu feiern. Tanz kann politische, kulturelle und ethnische Barrieren überwinden und Menschen mit einer gemeinsamen Sprache – dem

Tanz – zusammenbringen«, so der Internationale Tanzrat der UNSESCO in Paris. In Deutschland kam der Name Noverre spätestens seit den späten 1950er Jahren wieder ins Bewusstsein Tanzinteressierter, als Fritz Höver in Stuttgart 1958 die Noverre-Gesellschaft, die »Freunde des Balletts«, gründete, um das bis dahin eher stiefschwesterlich neben der Oper existierende Ballett dem Publikum näherzubringen. Als 1961 John Cranko Ballettdirektor in Stuttgart wurde, etablierte er mit Hövers Hilfe Matineen aus vier Uraufführungen von Mitgliedern der Compagnie. Diese wurden zum Sprungbrett für zahlreiche prägende Choreografen des 20. und 21. Jahrhunderts: John Neumeier, Jiří Kylián, William Forsythe, Uwe Scholz – und auch für aktuelle Choreograf:innen und Ballettdirektor:innen wie Christian Spuck, Marco Goecke, Bridget Breiner und Eric Gauthier. Zwei Mitglieder der Eric Gauthier Juniors werden am Oldenburgischen Staatstheater an zwei Abenden im Juni in unserer Tanzgala auftreten und ein Pas de deux von Ohad Naharin zeigen. Insgesamt haben wir sechs Gastcompagnien eingeladen, die einen Einblick in die gegenwärtige Tanzkunst mit vielfältigen Stücken aktueller internationaler Choreograf:innen im Großen Haus geben werden: Denn Ballett und Tanz ist immer eine Feier wert. Telse Hahmann

Gauthier Dance JUNIORS in »B/olero«

TANZGALA

Internationale Gäste und BallettCompagnie Oldenburg 26. und 27. Juni 2026 | 19:30 Uhr | Großes Haus

Zwei, die es so nur bei evers gibt. Alexanderstraße 53 26121 Oldenburg Telefon: 0441 / 8 72 51 Mo.-Fr.: 08:00 - 18:00 Uhr Parkplätze im Hof! www.gesunde-schuhe.org

Foto: ©Jeanette Bak

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Am 29. April wird der Welttag des Tanzes gefeiert


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