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Jahresbericht 2018_d

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2018


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SPV I Jahresbericht 2018


IMPRESSUM

INHALT

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6 EDITORIAL Christian Betl, Präsident Dr. Thomas Troger, Direktor

Herausgeberin Schweizer Paraplegiker-Vereinigung Kantonsstrasse 40, 6207 Nottwil Telefon 041 939 54 00 E-Mail spv@spv.ch www.spv.ch Koordination, Grafik Andrea Di Bilio-Waldispühl Fotos SPV, Lauri Jaakkola, Markus Binda, Daniel Streit/Swiss Paralympic, Michael Fund/Swiss Paralympic, Adobe Stock, SPS

Bild Titelseite aussen: Zum Reisen gehört die Vorfreude. Die SPV bereitet Reisen in die ganze Welt minuziös vor, damit alles perfekt klappt und Reisende glücklich und mit vielen schönen Erinnerungen zurückkommen.

In dieser Publikation wird zur Ver­ einfachung die männliche Form stellvertretend für die weibliche und männliche Formulierung verwendet.

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VERBAND HIGHLIGHT DES JAHRES In die digitalisierte Welt 7 DIENSTLEISTUNGEN UND PROJEKTE Anlaufstelle mit Herz 8 IN KÜRZE 10 KULTUR UND FREIZEIT HIGHLIGHT DES JAHRES Reiseglück auf hoher See 13 DIENSTLEISTUNGEN UND PROJEKTE In zeitgemässer Frische 14 IN KÜRZE 16 HINDERNISFREIES BAUEN HIGHLIGHT DES JAHRES Vom Rollstuhlfahrer für Rollstuhlfahrer 19 DIENSTLEISTUNGEN UND PROJEKTE Für ein barrierefreies Zuhause 20 IN KÜRZE 22 ROLLSTUHLSPORT HIGHLIGHT DES JAHRES Nationales Leistungszentrum 25 DIENSTLEISTUNGEN UND PROJEKTE Erfolgreich, aber nicht an Paralympics 26 Sport macht Spass und hält gesund 30 IN KÜRZE 32

LEBENSBERATUNG HIGHLIGHT DES JAHRES Sozialberatung stösst an Grenzen 35 DIENSTLEISTUNGEN UND PROJEKTE Grosser Bedarf an Beratungen 36 IN KÜRZE 37 RECHTSBERATUNG HIGHLIGHT DES JAHRES Interdisziplinäre Zusammenarbeit 39 DIENSTLEISTUNGEN UND PROJEKTE Im Streitfall für Sie da 40 IN KÜRZE 41 FINANZEN FINANZIELLE SICHT Veränderungen wirken sich aus   43 Bilanz 44 Betriebsrechnung 45 Geldflussrechnung 46 Rechnung über die Veränderung des Kapitals 47 ORGANE Zentralvorstand 48 Geschäftsleitung 49 Weitere Informationen 50

Die in der Zeitschrift veröffentlichten Beiträge sind urheberrechtlich geschützt. Nachdruck nur mit Genehmigung der Redaktion.

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EDITORIAL

Zeit, «Adieu» zu sagen Ich erinnere mich noch gut an meine erste Ansprache als Präsident der SPV vor rund 400 Personen. Das war im April 2010. Meine Nervosität war gross. Thema meiner Rede war: «Ich baue ein Haus». Für mich gab es damals wie heute viele Parallelen zwischen einem Hausbau und der Führung eines Verbandes.

«Auf festem Untergrund» Es muss beides auf einem soliden Fundament gebaut sein, es braucht tragfähige Mauern und muss gedämmt sein. Auch ein dichtes Dach ist unablässig. Wenn es dann einmal steht, braucht es Unterhaltsarbeiten, und nach einer gewissen Zeit entsteht Erneuerungsbedarf. Ich habe einen gut funktionierenden Verband übernommen. Wie damals sind auch heute die Mitarbeitenden mit viel Freude und Engagement dabei und haben mich stets tatkräftig unterstützt. Die beiden Höhepunkte meiner präsidialen Zeit sind der Gewinn des 1. Platzes beim Swiss Arbeitgeber Award im 2016 und das Erreichen des 5 Sterne EFQM Labels. Für mich ein ganz klares Zeichen dafür, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

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Dass wir dies erreichten, verdanken wir vor allem Thomas Troger, welcher zusammen mit der Geschäftsleitung in den letzten 20 Jahren einen leistungsfähigen Verband mit einem vielfälligen Angebot aufgebaut hat. Ein solides Haus auf festem Untergrund. Wenn ich den Hausvergleich weiterführe, dann ist es jetzt Zeit für einen Wechsel in der Verwaltung. Nicht nur ich übergebe nach fast 16 Jahren im Zentralvorstand das Zepter. Auch das Amt des Direktors sowie einige Positionen der Geschäfts­leitung werden oder sind bereits neu besetzt worden. Das neue Team wird die SPV sicherlich auch künftig weiter voranbringen. Ich danke all jenen, welche mich und die SPV in diesen Jahren unterstützt und getragen haben. Es war eine interessante und eine befriedigende Aufgabe.

Herzlichst

Christian Betl

SPV I Jahresbericht 2018


EDITORIAL

Geschätzte Leserinnen und Leser Nichts ist so stetig wie der Wandel. Das gilt auch für das abgelaufene Geschäftsjahr. Die digitale Transformation stellt steigende Anforderungen an die Interaktion zwischen der SPV und den Ansprechpartnern. Das Tempo dieser Veränderungen wird noch exponentiell zunehmen und damit die Anforderungen an Integration und Vernetzung verschiedener Technologien und Werkzeuge. Das zentrale Digitalisierungsprojekt SPV 2018–2021 wurde aufgegleist und befindet sich jetzt in der Umsetzung.

Im Budget und der Mehrjahresplanung wurde die auf der übergeordneten Strategie der Schweizer Paraplegiker-Stiftung (SPS) basierende SPV-Strategie 2017–2020 konsequent umgesetzt. Ein Ausbau in der Sozial­ beratung ist die Folge. Tiefere Beiträge der SPS im Berichtsjahr konnten dank der umsichtigen Politik der SPV zur Reservenbildung über unsere Fonds aufgefangen werden. Die Strategie der SPS ist in Überarbeitung und wird jene der SPV ab 2020 beeinflussen, ebenso wie der neue BSV-Vertrag.

Auch das Paracontact, der Ferienkatalog und der Jahresbericht haben einen neuen Look erhalten, und die Aktivitäten auf Social Media wurden massiv erweitert. Die SPV will ihr Licht künftig nicht mehr unter den Scheffel stellen, sondern nach aussen zeigen, was wir leisten.

Danken möchte ich für die langjährige ausgezeichnete und erfreuliche Zusammenarbeit meinen Kollegen in der Geschäftsleitung. Ruedi Spitzli hat uns bereits im November 2018 verlassen und Roger Getzmann ist sein Nachfolger. Im 2019 lassen sich Dr. Michael Weissberg, Erwin Zemp und Urs Styger pensionieren. Ihnen wünsche ich alles Beste wie auch dem ganzen SPV-Team. Begrüssen möchte ich gleichzeitig meinen Nachfolger Charly Freitag, der am 1. Mai 2019 die Leitung der SPV übernimmt.

Der Vertrag mit dem Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) wurde um ein Jahr verlängert und es stehen wegweisende Vertragsverhandlungen an, da das BSV die Subventionen aus dem über die letzten Jahre einge­frorenen Topf teilweise umverteilen muss und vermehrt auch Dachorganisationen vor allem für Menschen mit einer psychischen Behinderung berücksichtigen muss. Hier werden über die Jahre entstandene feste Pfründe aufgerissen werden. Das wird spürbar sein. SPV I Jahresbericht 2018

Adieu

Dr. Thomas Troger 5


VERBAND

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SPV I Jahresbericht 2018


VERBAND

HIGHLIGHT DES JAHRES

In die digitalisierte Welt Unter dem Stichwort Digitalisierung sind viele Veränderungen im Gange. Im Bereich der Informationsvermittlung hat sich bei der SPV 2018 einiges getan. von Evelyn Schmid, Leiterin Marketing und Kommunikation

Neue Technologien haben in den letzten Jahren die meisten Lebensbereiche stark verändert, auch die Informationsvermittlung. Die jüngere Generation nutzt bestehende Kommunikationskanäle heute ganz anders. Sie hat von Kindesbeinen an gelernt, dass umfassende Informationen rund um die Uhr vorhanden sind. Diesem Trend kommt die SPV mit neuen Angeboten entgegen. Interaktive Inhalte Zur Vermittlung von aktuellem Wissen setzten wir seit Jahren auf News, Newsletter, webbasierende Applikationen, aber auch auf Printprodukte wie unsere Zeitschrift Paracontact. Auf unseren Webseiten setzen wir vermehrt neue Möglichkeiten ein. So können neu auf einer interaktiven Karte einfach und unkompliziert die Sportangebote der Rollstuhlclubs und der SPV angeschaut und verglichen werden. Selbstverständlich jederzeit, überall und auf jedem Gerät. Und wenn wir schon beim Thema Gerätekompatibilität sind: Im vergangenen Jahr wurde Paramap als Android-Lösung erweitert und alle Webseiten responsiv gestaltet. Social Media 2018 haben wir unsere Aktivitäten im Bereich der sozialen Medien ausgebaut. Im September hat Janine Gassner das Team der Kommunikation verstärkt und mit dem Auf- und Ausbau von Social Media Kanälen begonnen. Dank dem Bachelorstudium Multimedia Production ist sie bestens gerüstet, unsere 350 Events mit kurzen Videobeiträgen, multimedialen Dossiers, Bildern oder Kurztexten zu begleiten. Wir wollen damit neue Zielgruppen erschliessen, die sich auf den bewährten Kanälen nicht mehr oder nicht mehr im gleichen Umfang informieren. Zudem können wir so neue Blickwinkel einnehmen und Anlässe oder Themen anders vermitteln als bisher. Wir pflegen nun je eine Facebookseite für die SPV und Rollstuhlsportevents. 2019 werden die Kanäle Twitter und Instagram ausgebaut.

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Imagevideo Ein Schritt in die ähnliche Richtung ist die Erstellung eines neuen kurzen Imagefilmes. Dieser wird zum Beispiel durch die Lebensberatung bei Spitalbesuchen von Frischverletzten eingesetzt. Damit kommen wir dem Bedürfnis nach mehr bewegten Bildern entgegen. Video unter www.spv.ch/film Crossmediale Zukunft Neues einzuführen bedeutet nicht, Bewährtes abzuschaffen. So wurde im vergangenen Jahr auch das Paracontact inhaltlich und gestalterisch überarbeitet. Es wird künftig crossmedial zusammenwachsen mit Kanälen wie Facebook, Instagram oder Twitter. Geschichten, die in der Zeitschrift erzählt werden, vertiefen oder ergänzen wir z.B. mit einem kurzen Video, weiteren Fotos oder multimedialen Inhalten auf den neuen Kanälen. Digitale Verbandsdienstleistungen Als Herzstück der Digitalisierung ist eine zentrale Datenbank unumgänglich. Hierbei hat die SPV schon früh die Adressdatenbank wie auch die Verwaltung von Eventinformationen, Versänden und die Korrespondenz so verknüpft, dass sie nicht nur für die SPV verwendbar sind, sondern auch zeitsparend bei den Rollstuhlclubs eingesetzt werden können. 2018 wurden die Weichen neu gestellt. Es fand eine übergreifende Analyse der bestehenden Strukturen statt. In den kommenden Jahren werden Weiterentwicklungen vorangetrieben.

Ende Jahr wurde zudem hazu.io eingeführt, um neue Möglichkeiten der externen Kommunikation, der Interaktion mit Kunden oder der Planung sowie Umsetzung von Events zu nutzen. Selbstverständlich werden unsere Technischen Kommissionen, Ressortverantwortlichen in den Rollstuhlclubs oder die OKs unserer 350 Events davon profitieren.

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VERBAND

DIENSTLEISTUNGEN UND PROJEKTE

Anlaufstelle mit Herz Die Mitarbeitenden der Zentralen Dienste (ZD) verstehen sich als Dienstleister für verschiedene Zielgruppen. Sie sind die telefonische Anlaufstelle, geben den Mitgliedern wichtige Auskünfte, bereiten Informationen auf oder unterstützen die Rollstuhlclubs. Von Evelyn Schmid

Jede Anfrage und jeder Auftrag wird mit Professionalität, Freundlichkeit und der nötigen Empathie erledigt, das ist der Anspruch, den die Mitarbeitenden an sich haben. Dies gilt für Flottenrabatte, Euroschlüssel, unsere Webseiten, das Paracontact, Flyer, Medienkontakte oder Adressmutationen. Zudem werden die 27 Rollstuhlclubs so gut wie möglich bei administrativen Aufgaben entlastet.

lernenden Kauffrau ausgeführt, die im ersten beziehungsweise dritten Ausbildungsjahr sind. Im vergangenen Jahr hat Carole Buchmann ihre Ausbildung zur Kauffrau abgeschlossen und konnte in der Abteilung weiterbeschäftigt werden. Die SPV nimmt mit diesen Lehrstellen ihre gesellschaftliche Verantwortung für den Ausbildungsplatz Schweiz wahr.

Wahl neuer Direktor Wir bedauern den Weggang des langjährigen Direktors Thomas Troger. An der ausserordentlichen Delegiertenversammlung vom 22. September 2018 wurde Charly Freitag zum neuen Direktor designiert. Charly Freitag ist Wirtschaftsinformatiker HF und Jurist (Master of Law). Seit 2009 amtet er als Gemeindepräsident von Beromünster, seit 2011 ist er Kantonsrat und seit 2014 Präsident der Justiz- und Sicherheitskommission des Kantons Luzern. Mit der Ernennung von Charly Freitag ist die Delegiertenversammlung der Empfehlung des Zentralvorstandes gefolgt. Die Amtsübergabe findet per 1. Mai 2019 statt.

Die Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) war mit der Erstellung der konsolidierten Leistungsabrechnung für die SPV und für die Clubs mit Unterleistungsverträgen erneut aufwendig und intensiv. Für die Jahre 2020–2023 werden neue Verträge ausgehandelt. Das BSV hat hierfür eine Begleitgruppe eingesetzt und auch Arbeits- und Projektgruppen, bei denen sich die SPV mit der Leiterin Verbandsdienstleistungen und der Leiterin Finanz- und Rechnungswesen aktiv und intensiv engagiert.

Verbandsdienstleistungen

Am 24. Februar 2018 fand ein Präsidententreffen in Nottwil statt, bei dem es um die Revision der Statuten der SPV ging. Zudem laufen bei den Zentralen Diensten ganz generell die Fäden für die Themen Informatik, Personalwesen sowie die Mitglieder- und Adressverwaltung zusammen.

Die 27 Rollstuhlclubs sind das Herzstück der SPV. Die Zusammenarbeit mit den Betroffenen ist äusserst wichtig. Die SPV bietet eine Fülle von Dienstleistungen für jede Altersgruppe und jede Lebenslage. Darunter befinden sich Gratisangebote wie Kurzberatungen, aber auch Vergünstigungen oder der Verkauf von Euroschlüsseln zur Benutzung von öffentlichen Behindertenanlagen. Das Verbandssekretariat koordiniert diese Dienstleistungen. Das Team hat im vergangenen Jahr 55 Flottenrabatte (Vorjahr 49) geprüft und abgewickelt sowie 132 Euroschlüssel (Vorjahr 150) registriert. Diese Arbeit wird zu einem grossen Teil vom lernenden Kaufmann und der 8

Charly Freitag und Christian Betl

Sponsoring Alle langfristigen Partnerschaften konnten um eine weitere Vertragsperiode verlängert werden. Neben der Hauptpartnerschaft im Sinne einer ZusammenarSPV I Jahresbericht 2018


VERBAND

beitsvereinbarung mit der Schweizer ParaplegikerStiftung pflegt die SPV hervorragende Beziehungen mit der Valiant Bank, Suva und Hollister. Ein weiteres Steckenpferd der Vermarktung bleiben die Referenten und die Sensibilisierungskurse. So durften wir vergangenes Jahr über 140 Referate, Führungen und Einführungen in Sensibilisierungen rund um den Rollstuhlsport und das Thema Querschnittlähmung durchführen. Neben zahlreichen Schulen und Berufsbildungsinstitutionen sind die Referenten auch bei Firmenanlässen und Wirtschaftstagungen beliebt.

Marketing und Kommunikation Dieser Fachbereich bietet eine vielfältige Palette an Kommunikationsmassnahmen für unsere Mitglieder, interessierte Kreise und die Öffentlichkeit. Aktuelle Informationen werden auf unseren Webseiten publiziert. In der Zeitschrift Paracontact wird vierteljährlich spannend und informativ über möglichst viele relevante Themen berichtet. Der elektronische News­letter GoAhead informiert monatlich zu Sportthemen. Daneben wird Wert auf eine offene und aktive Öffentlichkeitsarbeit gelegt. Die zahlreichen Marketingmass­nahmen werden, wenn möglich, kostengünstig hausintern produziert. Das Paracontact wurde gesamterneuert und in einer übersichtlichen Form neu gestaltet und kommt frisch und modern daher. Webseiten Die SPV hat mit spv.ch eine allgemeine Webseite und mehrere themenspezifische Webseiten wie rollstuhlsportevents.ch, paramama.ch, nottwil2019.ch und rolliwelt.ch. 2018 zählten wir auf unseren Webseiten insgesamt 124 357 Besucher, im Vorjahr waren es 112 477. Es handelt sich dabei vor allem um «wiederkehrende» Besucher, die aktuelle Informationen auf unseren News lesen. Jeder Bereich hat eine neue Einstiegsseite erhalten, die unsere Besucher schneller zum gesuchten Inhalt führt.

2018 wurden mehrere Webseiten der Technischen Kommissionen (TK) überarbeitet und «responsive» gestaltet. Damit unterstützen wir unsere Freiwilligen und Ehrenamtlichen im Sport bei der Erstellung von sportartenspezifischen Webseiten, die vor allem für Spitzen- und Breitensportler gedacht sind. Medien- und Öffentlichkeitsarbeit Die SPV pflegt einen offenen und ehrlichen Austausch mit Medienschaffenden und stellt eine Fülle an Informationen zur Verfügung. Aktive Medienarbeit wird vor allem zu grossen Sportevents wie dem ParAthletics IPC Grand Prix gemacht. SPV I Jahresbericht 2018

Gegen die SPV Die Medienberichterstattung war meist positiv. Eine Ausnahme stellten die Artikel zur Salärpolitik und den personellen Wechseln innerhalb der SPV dar. Insbesondere eine Tageszeitung äusserte sich einseitig zur Thematik und berief sich vor allem auf Aussagen von Parawatch-Mitgliedern. Dies obwohl gegen deren Exponenten, die Herren Landis und Jakober noch vor der ersten Publikation in einer gerichtlichen Verfügung festgestellt wurde, dass ein grosser Teil der Aussagen ehrverletzenden Charakter aufwies und deshalb deren Verbreitung den beiden Vertretern von Parawatch gerichtlich verboten wurde. Die Beurteilung der ersten Instanz ist vom Luzerner Kantonsgericht bestätigt worden, was Parawatch nicht daran hinderte, wiederholt gegen die richterlichen Anordnungen zu verstossen. Immerhin ist zu vermerken, dass nach Bekanntwerden des zweitinstanzlichen Urteils diese Tageszeitung in ihrem letzten Artikel die Vorwürfe von Parawatch stark relativierte.

Politische Interessenvertretung Eine gute Vernetzung ist für die SPV wichtig. Deshalb ist die Schweizer Paraplegiker-Vereinigung seit vier Jahren Mitglied von Inclusion Handicap und im Vorstand vertreten. Sehr viele Geschäfte werden in Arbeitsgruppen aufbereitet. Diese Arbeiten dienen als Basis für die politischen Arbeiten, bei denen die SPV auch eine aktive Rolle einnimmt. Im 2018 beschäftigten wir uns insbesondere mit der EL-Reform sowie der IV. Natürlich waren auch die Dosto-Züge und die Überwachungs- sowie die Selbstbestimmungsinitiative ein Thema. Unser Aufwand für Inclusion Handicap hat sich in den letzten drei Jahren stark gesteigert.

Angewandter Wissenstransfer Dieser Fachbereich wurde mit der Pensionierung von Hans Georg Koch im September 2018 eingestellt. 2018 wurde intensiv am Buch mit dem Arbeitstitel «Querschnittlähmung verständlich erklärt» gearbeitet. Dieses stellt eine Zusammenarbeit mit der Manfred Sauer Stiftung, Lobbach (D) dar, die den Druck und die Verbreitung des Buches im deutschsprachigen Raum finanziell und organisatorisch unterstützt. Die beiden Studentinnen des Seminars für Gesundheitswissenschaften (Prof. G. Stucki) der Universität Luzern, Sandra Finsterwalder und Giorgia Lüthi, haben ihr Praktikum bei der SPV abgeschlossen. 9


VERBAND

ROLLSTUHLCLUBS

AUFGEFALLEN

Autoaufkleber Über unsere Webseite www.rolliwelt.ch verkaufen wir Aufkleber mit dem dynamischen Rollstuhllogo von Rolland Bregy. Viele Kunden setzen den Aufkleber dazu ein, Aussenstehenden zu signalisieren, dass sie auf den Rollstuhl angewiesen sind. Sie bringen ihn daher oft auf dem Heck ihres Autos oder Fahrzeuges an. Auch Firmen bringen die Aufkleber an ihren Eingangstüren an, um zu signalisieren, dass sie Wert auf Rollstuhlgängigkeit legen. Ein schönes Zeichen. 2018 haben wir 441 Aufkleber verkauft, 2017 waren es 486.

Versände in der Schweiz Der Fachbereich Verbandsdienstleistungen entlastet die Rollstuhlclubs, indem er ihnen die Möglichkeit bietet, Fakturierungen direkt im RIA-Portal (Mitgliederverwaltungssystem) zu integrieren. Das wurde 2018 stark genutzt. So wurden die Kassiers effektiv entlastet. Das RIA-Portal erleichtert den Clubs und uns aber auch die Verwaltung der gemeinsamen Adressdaten. Von guten Daten profitierte insbesondere das Versandwesen. Im Jahr

2018 haben wir 68 Versände an 20 252 Mitglieder erledigt. Im Vorjahr waren es 64 Ver­ sände. Die SPV verfügt über einen einfachen aber zweckmässigen Lettershop, der von den Lernenden betrieben wird. Viele Rollstuhlclubs sparen Kosten und tun etwas für den Umweltschutz, indem sie die Möglichkeit des RIA-Portals nutzen, ihre Informationen selbständig per E-Mail an die Mitglieder zu senden. Aus diesem Grund freuen wir uns, wenn alle Mitglieder uns stets ihre aktuelle E-Mail-Adresse mitteilen.

Versandanzahl nach Sprachregion

Versand nach Medium

Italienische Schweiz 4

Briefversand 26

INTERNET

539 News 2018 wurden auf www.spv.ch viele aktuelle und interessante News publiziert. Sie sind auf der Einstiegsseite gut sichtbar oder können via RSS-Feeds abonniert werden. Für unsere wichtigsten Stakeholder liefern wir die News als wöchentlichen Newsletter. Um das grosse Interesse an Neuigkeiten und Trends zu decken, haben wir dieses Jahr 539 News publiziert.

635 555

623

Französische Schweiz 9

E-Mail 39

Deutschschweiz 14

MEDIEN

Events in Nottwil Aus sportlicher Sicht waren vor allem drei Events wichtig für Medien in der Schweiz. Zu Beginn des Jahres wurden in Südkorea die Paralympischen Winterspiele ausgetragen. Im Frühjahr folgte in Nottwil die EM

im Rollstuhl-Rugby und im Sommer der Par­Athletics World Para Athletics Grand Prix. Die Medien haben sich diesen Grossanlässen angenommen.

539

473 406

Anzahl Artikel pro Event Paralympics Rugby EM ParAthletics 2018

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0 10 20 30 40 50 60

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RUBRIK VERBAND

MEDIEN

433 VERANSTALTUNGEN

Die Gesichter des Sports

Für jeden etwas Es ist der SPV ein grosses Anliegen auf die individuellen Bedürfnisse der Mitglieder einzugehen. Unser Angebot an Veranstaltungen ist dementsprechend gross. Natürlich können wir die jährlich rund 400 Events nicht alle selber organisieren. Wir werden dabei von vielen freiwilligen OKs, TKs, Rollstuhl­­clubs und anderen Veranstaltern unterstützt.

Die Aushängeschilder des Leistungssports haben 2018 viele Erfolge gefeiert, über die in den Medien berichtet wurde. Über Manuela Schär wurde dank ihren Marathonerfolgen viel geschrieben. Aber auch Marcel Hug, der sich sowohl auf der Bahn als auch der Strasse Podestplätze sicherte, war ein

Liebling der Journalisten. Die untenstehende Grafik zeigt aber auch, wie nah Bekanntheit und Vergessen beieinanderliegen. Hat man, wie Tobias Fankhauser, einmal ein schlechtes Jahr, oder finden weniger Wettkämpfe statt, interessieren sich die Medien nicht mehr.

300

250 Marcel Hug

200

Tobias Fankhauser

ESCIF

25 Tage International Bei der Europäischen Para­ plegiker-Vereinigung ESCIF werden Themen aus der Sicht von Betroffenen aufbereitet. Die SPV führt hier weiterhin die Geschäftsstelle und arbeitet aktiv mit. Für all diese Tätigkeiten mit politischem Kontext war Urs Styger, welcher für diese Themen verantwortlich ist, mehr als 25 Tage engagiert. Aktuell sind in der ESCIF 33 nationale Organisationen aus 28 europäischen Ländern vertreten. 2018 fand der Jahreskongress in Prag statt und widmete sich dem Thema Peer Counseling. Ein Thema, das natürlich auch die SPV interessierte. Erwin Zemp hat den Kongress be­­ sucht und konnte wichtige Erkenntnisse aus dem Vergleich mit anderen Organi­ sationen ziehen. 2019 widmet sich der ESCIF Kongress dem Thema Wissenstransfer. Infos im Web www.escif.org SPV I Jahresbericht 2018

Manuela Schär

150

Christoph Kunz

100

50

2016

2017

2018

INNOVATION

534 Ideen 2018 haben die Mitarbeitenden der SPV 534 Verbesserungsvorschläge eingereicht. Damit wird sichergestellt, dass grosse und kleine Ideen diskutiert, evaluiert und zu einem gros­ sen Teil auch umgesetzt werden. Als lernende

Organisation wollen wir uns stets verbessern. Die Vorschläge werden ein Jahr nach der Umsetzung auf Wirksamkeit geprüft. So ist sichergestellt, dass der Lernprozess in Gang bleibt.

800 700

705

662

600

534 560

500 400 2015

2016

2017

2018

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KULTUR UND FREIZEIT

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SPV I Jahresbericht 2018


KULTUR UND FREIZEIT

HIGHLIGHT DES JAHRES

Reiseglück auf hoher See Die erste Kreuzfahrt für Tetraplegiker traf den «Reise-Nerv» der Zeit. Zu Recht kann diese erfolgreiche Reise als Highlight bezeichnet werden. von Antonia Tanner

Seit 1840 gibt es die Reisen auf hoher See. Damals waren die Passagiere noch auf gecharterten Dampfseglern oder ausgemusterten Kriegsschiffen unterwegs. Heute gleiten hochmoderne Giganten übers Meer. Sie bieten Platz und vor allem Entertainment für eine ganze Kleinstadt. Bei dem breit abgestützten Angebot ist für jeden etwas dabei. Eigentlich müssten die Passagiere nicht von Bord. Tun sie es trotzdem, kommen sie in den Genuss, sehenswerte Orte und mehrere Länder in kurzer Zeit zu besuchen. Beliebt und gewünscht Für die steigende Beliebtheit der Kreuzfahrten sprechen auch die Zahlen: 2017 gab es weltweit rund 26 Mio. Buchungen (2016: 24,5 Mio.). Diesem Boom können und wollen sich auch Rollstuhlfahrer nicht entziehen. Immer wieder äusserten sie den Wunsch nach einer Kreuzfahrt.

Nach einer langen «Organisations-Odyssee» erfüllte sich 2018 dieser Wunsch: Das Reisebüro der SPV schrieb seine erste Mittelmeer-Kreuzfahrt für Tetraplegiker aus. Nach kürzester Zeit war diese ausgebucht. Und mehr noch: über 20 Personen liessen sich auf die Warteliste setzten. Darunter viele Paraplegiker, die ebenfalls gerne eine Kreuzfahrt gebucht hätten. Ein Partner der vermittelt Weshalb war die Organisation einer Kreuzfahrt nicht schon früher möglich? Erstaunlicherweise scheiterte es nicht an der Barrierefreiheit der Schiffe: Alle angefragten Kreuzfahrtgesellschaften machten aufgrund der grossen Gruppe von Rollstuhlfahrern einen Rückzieher. Angeblich weil diese bei einer Evakuation ein Sicherheitsrisiko darstellten. Das mussten unsere Reisefachfrauen zwar so hinnehmen, wollten sich aber nicht geschlagen geben.

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Die entscheidende Tür öffnete sich schliesslich durch die Zusammenarbeit mit Zerzuben Touristik AG. Das Walliser Reiseunternehmen organisiert bereits seit Jahren Kreuzfahrten und fungierte als Vermittler zwischen der SPV und der Kreuzfahrtgesellschaft MSC. Die grosse Flexibilität und Kundenorientiertheit von Zerzuben und die Hartnäckigkeit der Reisefachfrauen ermöglichten somit die erste Kreuzfahrt für eine (grössere) Gruppe Rollstuhlfahrer. Drei Kreuzfahrten für 2019 Die erfolgreiche Reise und die lange Warteliste bekräftigte das Reisebüro darin, noch im 2018 Zimmer für drei Kreuzfahrten im 2019 (eine für alle Mitglieder und zwei für Mitglieder mit Tetraplegie) zu reservieren. Wichtig zu erwähnen ist die ausserordentlich kurze Anmeldefrist. Bereits Ende November im Vorjahr verlangt MSC eine definitive Zusage für die Zimmer. Dies weil total «nur» 43 adaptierte Zimmer zur Verfügung stehen und sie nur ungern acht auf einmal vergeben würden. Folglich wurden die Reisen bereits im Spätsommer 2018 ausgeschrieben. Das Interesse war ungebrochen und Anmeldungen trafen umgehend ein. Herausforderung Landausflüge Eine Kreuzfahrt bedeutet aber auch viel Papierkram und ist gerade bei der Organisation der Landausflüge eine grosse Herausforderung. In jeder Stadt muss ein adaptierter Bus gefunden und bestenfalls eine barrierefreie Stadtführung organisiert werden. Es müssen zahlreiche Formulare ausgefüllt und Zulassungen eingeholt werden. Und dies mit akribischer Genauigkeit, ansonsten dürfen beispielsweise die adaptierten Busse den Hafen nicht passieren. Nichtsdestotrotz hält dies unsere Reisefachfrauen nicht davon ab, weitere Kreuzfahrten zu ermöglichen.

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KULTUR UND FREIZEIT

DIENSTLEISTUNGEN UND PROJEKTE

In zeitgemässer Frische «Up to date» ist nicht nur das neue «ParaReisen». Die Abteilung Kultur und Freizeit verbuchte im 2018 eine attraktive Palette an Events, Weiterbildungen, Sensibilisierungskursen, digitalen Dienstleistungen sowie Öffentlichkeitsauftritten. Urs Styger, Bereichsleiter KF (Autorin: Antonia Tanner)

Der Blick zurück auf das Reisejahr 2018 zeigt nicht nur eine erfolgreiche Kreuzfahrt. Die Städtereisen nach Dubai und Valencia sowie die Regionenreise auf Madeira waren ebenfalls ein Renner und sehr schnell ausverkauft. Zudem buchen unsere Kunden nach wie vor gerne den bewährten Klassiker Badeferien Grado und den seit Beginn beliebten «Sommerplausch», die Ferienwoche für junge und junggebliebene Rollstuhlfahrer. Von den elf geplanten Tetraentlastungswochen wurden neun durchgeführt und mit einer durchschnittlichen Zufriedenheit von 92% bewertet. Mangels Teilnehmenden mussten wir leider die Regionenreisen nach Holland und an die Mosel absagen. Auch die sieben durchgeführten Gruppenreisen wurden mit einer hohen durchschnittlichen Zufriedenheit von 88% bewertet. Die Städtereise nach Hamburg sowie die Aktivreise Swiss-Trac nach Oberstdorf konnten nicht durchgeführt werden. Unser Stolz – das «ParaReisen» Nach intensiver Arbeit durften wir unseren Kunden den neuen Ferienkatalog präsentieren – das «ParaReisen». Es zeichnet sich aus durch ein frisches und zeitgemässes Layout, durch kürzere und knackigere Texte sowie grössere Bilder. Diesen Höhepunkt feierten wir im Rahmen des Fototreffs im Hotel Sempachersee. Ein gut besuchter Anlass mit toller Stimmung. Viele der Teilnehmenden stimmten sich vorgängig am spannenden Reise-Vortrag von Andreas Pröve über seine Abenteuer entlang des Mekongs ein. Bilder und Stimmen zum Fototreff und zum Vortrag haben wir in einem kurzen Film auf Facebook festgehalten.

Pünktlich zur Erscheinung des «ParaReisen» wurde gemeinsam mit der ParaHelp AG ein neues Individualreiseangebot im Tessin kreiert. Bei diesem Angebot, welches alleine oder in einer Kleingruppe gebucht 14

werden kann, können unsere Mitglieder mit Tetraplegie in ihren Ferien auf persönliche Betreuung und Pflege zählen. Der kurze Anfahrtsweg, die flexible Terminwahl und der südländische Charme sind weitere Pluspunkte, die für eine Reise ins schöne Tessin sprechen. Sensibilisierung weiterhin gefragt In unseren Sensibilisierungskursen zeigen unsere Referenten Jahr für Jahr einer breiten Öffentlichkeit auf, dass eine Querschnittlähmung, neben vielen Herausforderungen, ebenso viele Möglichkeiten und Chancen mit sich bringt. Ein wichtiges Ziel ist es, den natürlichen Umgang mit und die Empathie für die Betroffenen zu fördern. So nahmen auch 2018 mehr als 1700 Personen an rund 100 Kursen teil. Diese Zahlen sind sehr hoch und haben einen hohen administrativen Aufwand zur Folge. Im Vergleich zu 2017 sind die Zahlen leicht rückläufig (siehe «in Kürze»). Grund dafür ist vermutlich der Artikel über Sensibilisierungskurse, der 2016 im «Paraplegie» erschienen ist und einen grossen Ansturm fürs Folgejahr auslöste.

Ohne das grosse Engagement unserer Referenten, fast ausschliesslich Rollstuhlfahrer, wären diese Kurse nicht möglich. Es braucht aber nicht nur Engagement, sondern auch Stärke und Mut, vor fremde Menschen zu treten und zum Teil sehr persönlich Auskunft über das eigene Schicksal zu geben. Dafür bedanken wir uns herzlich bei allen Referenten. Events und Kurse für jeden Geschmack Für jeden eine Bereicherung – das sind unsere Events und Kurse für Mitglieder. Wie jedes Jahr setzte der Wintertreff in Egerkingen den Startschuss. Dieses Jahr durften sich die Lottobegeisterten über viele Preise freuen. Wer lieber Zeit in der Natur verbringt, konnte sich im August für ein Wochenende auf der Bettmeralp anmelden oder an einer SwissTrac-Tour teilnehSPV I Jahresbericht 2018


KULTUR UND FREIZEIT

men. Für die Sportlichen haben wir einen HandbikeTrail in der Region um Nottwil organisiert und für die kulturell Interessierten gab’s den Jodlergottesdienst, das offene Singen oder die Schreibwerkstatt mit dem Vollblut-Journalisten Peter Ackermann. Weiter haben wir rund 40 Interessierte als Begleitpersonen für Tetraplegiker und als Gruppenleiter für unsere Reisen ausgebildet. Den besinnlichen Abschluss machte der Weihnachtsmarkt, der 2018 im provisorischen Zelt beim SPZ stattfand. Von rund 24 geplanten Kursen und Events wurden 20 durchgeführt. Webdienstleistungen up to date Im Zuge des Projekt «Hotel-Barrierefreiheit Schweiz» (siehe «in Kürze») wurde die Webseite Rollihotel.ch aufgelöst. Über viele Jahre leistete dieses Angebot der SPV vielen Rollstuhlfahrern einen wertvollen Dienst bei der Suche nach barrierefreien Unterkünften in der Schweiz. Die regelmässige Aktualisierung und/oder Überprüfung der über 600 Unterkünfte auf Rollihotel.ch überstieg jedoch von Anfang an finanzielle und zeitliche Ressourcen. Darüber hinaus basierten die Kriterien der «Rollihotels» auf veralteten deutschen Normen.

Mit dem Abschluss des Projekts wurde Paramap.ch folglich um eine ansehnliche Menge zuverlässiger Daten erweitert. Die Detailinformationen zur Barrierefreiheit in den Hotels sind sehr umfangreich und mit Fotos dokumentiert. Die geprüften Hotels sind zusätzlich auf Swisshoteldirectory.ch abrufbar und werden regelmässig durch hotelleriesuisse auf ihre Aktualität überprüft. Ein grosser Mehrwert für alle, die auf verlässliche Informationen angewiesen sind. Erwähnenswert ist das von Pro Infirmis entwickelte Tool «ZUERST», das eine grundlegende Basis für die Erfassung von Zugänglichkeitsdaten bildet (nicht nur Hotels). 2018 wurde beschlossen, dass alle POIs (Points of Interest), welche die Pro Infirmis bisher erfasst hat, im Folgejahr auf Paramap.ch integriert werden sollen. Die Webseite Paramama.ch wird im Verhältnis zu ihrer kleinen Zielgruppe fleissig besucht. Die Thematik ist auch für Fachpersonen sehr spannend. Die Beiträge über Paramamas auf der Paraplegie Community stossen ebenfalls auf grosses Interesse (siehe «in Kürze»). Ab 2019 werden sowohl Paramama.ch als auch Paramap.ch im Besucherzentrum der SPG präsent sein. Ausstellungen Der Bereich Kultur und Freizeit (KF) hat sich 2018 an mehreren Events/Messen einem breiten Publikum präsentiert. Im Januar waren wir mit einem Stand an einer der grössten Ferienmessen, der «Grenzenlos» in SPV I Jahresbericht 2018

St. Gallen, präsent. Im Rahmen der Sonderschau «Barrierefrei – Ferien und Freizeit ohne Grenzen» zeigten diverse Organisationen aus dem Sozialbereich ihre Angebote und Dienstleistungen. Vertreter des Rollstuhlclubs St. Gallen gaben nicht nur Auskunft über ihren Club, sondern beantworteten auch persönliche Fragen zu ihrer Krankengeschichte und ihrem Leben als Rollstuhlfahrer. Auch die Rollivision in Nottwil stand 2018 wieder an. Für unsere freiwilligen Helfenden organisierten wir einen Dankes-Apéro und im Anschluss daran durften sie das Konzert von Florian Ast geniessen, welches von der Orthotec AG organisiert wurde.

Gut gelaunt vor dem Aletschgletscher

Im Juni feierte die Rottal Auto AG, Ruswil, ihr 100-jähriges Bestehen. Ein wahres Volksfest, an dem die SPV als Kooperations-Partner nicht fehlen durfte. Dank, wem Dank gebührt Unsere Arbeit wird jedes Jahr von vielen Seiten unterstützt. Dafür möchten wir uns an dieser Stelle herzlich bedanken. Mit ihrem selbstlosen Engagement ermöglichen unsere freiwilligen Helfenden, Pflegenden und Gruppenleiter die Durchführung unserer Reisen. Dank gilt ebenso den Fachkräften der ParaHelp AG, welche mit ihrem Knowhow auf unseren Reisen eine wichtige Rolle spielen. Und zu guter Letzt, vielen Dank an die Schweizer Paraplegiker-Stiftung und die Stiftung Denk an mich, welche sich finanziell an unseren Tetraentlastungswochen beteiligen.

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KULTUR UND FREIZEIT

REISEN UND KURSE

Hohe Teilnehmer-Zufriedenheit Um unser Angebot stetig zu verbessern, lassen wir unsere Reisen und Kurse nach Abschluss über einen Fragebogen bewerten. Dieses Instrument erlaubt uns, individuell auf Kritik und Verbesserungsvorschläge zu reagieren. Natürlich nur, wenn die Teilnehmenden ihre Personalien und somit ihr Einverständnis geben, kontaktiert zu werden. In dem Fall können wir die Kunden persönlich auf Dinge ansprechen, die nicht wie erwartet liefen. Immer mit dem Ziel, unsere Reise- und Kursorganisation zu optimieren und die Zufriedenheit zu steigern.

Glücklicherweise war dies 2018 nur selten notwendig. Die durchschnittlichen Bewertungen der Reisen und Sensibilisierungskurse fallen seit Jahren sehr hoch aus. Effektiv lag der Durchschnitt der Bewertungen in den letzten drei Jahren nie unter 90 %. Im Vergleich zum Vorjahr sank 2018 die Zufriedenheit bei den Reiseteilnehmenden um 1,4 % auf 90,3 % und bei den Sensibilisierungskursen ist ein Anstieg von exakt 1 % im Vergleich zu 2017 zu verbuchen. Besten Dank für Ihre Rückmeldungen.

Teilnehmer-Zufriedenheit in % für Sensibilisierungskurse 93,02 %

93,26 %

92,26 %

91,52 %

91,77 %

Teilnehmer-Zufriedenheit in % für Reisen 2016

2017

90,30 % 2018

SPV-BUSSE

Weniger Kilometer Unsere drei rollstuhlgerechten Busse werden in der Deutschschweiz von Eurobus (zwei Busse) und in der Romandie durch Buchard Voyages (ein Bus) betrieben. Die Busse können von Rollstuhlclubs zu vorteilhaften Bedingungen gebucht werden.

Eurobus

Eurobus

Eurobus

16

Im Jahr 2018 wurden mit dem von Buchard Voyages betriebenen Bus 10 000 km weniger zurückgelegt als im Vorjahr. Auch die Busse, welche bei Euro­bus in Betrieb sind, verbuchten 2700 km weniger.

Eurobus

Eurobus

Eurobus

Buchard Voyages

Buchard Voyages

Buchard Voyages

SPV I Jahresbericht 2018


RUBRIK UND FREIZEIT KULTUR

FREIWILLIGE

KURSE UND EVENTS

Selbstlos unterwegs Ihr Einsatz ist freiwillig und unentgeltlich – aber nicht selbstverständlich. Auf unseren Reisen leisten Jahr für Jahr viele Hilfspersonen einen oder gar mehrere Einsätze. Die SPV bereitet die Helfenden auf diese anspruchsvollen Aufgaben vor. Ausser einer Spesenentschädigung erhalten diese keinen Lohn. Hilfe für Gruppenferien

Hilfe für Tetraferien

2 544 Std.

13 616 Std.

2018 leisteten alle unsere Hilfspersonen zusammengerechnet 13 680 Stunden. Im Vorjahr waren es aufgrund der höheren Teilnehmerzahl (2017 hatte wir 30 Teilnehmende mehr) und entsprechend zahlreicheren Einsatztagen rund 2480 Stunden mehr an Freiwilligenarbeit.

11 648 Std. Total 2018 13 680 Std.

0

2000

10000

5000

15000

SENSIBILISIERUNGSKURSE

Weiterhin beliebt Eine Querschnittlähmung bedeutet für Betroffene, neben gravierenden Veränderungen in ihrem bisherigen Leben, auch viele Möglichkeiten und Chancen. Dies zeigen unsere Referenten den Teilnehmenden der Sensibilisierungskurse auf. Ein weiteres Ziel ist, die Hemmschwelle zwischen Fussgängern und Rollstuhlfahrern zu senken. Die Kurse,

vorwiegend für Firmen und für spezifische Berufsgruppen in Ausbildung, erfreuten sich auch 2018 grosser Beliebtheit. Unsere 10 internen und 8 externen Referenten, beinahe ausschliesslich Rollstuhlfahrer, leiteten 102 Kurse, in denen 1765 Personen sensibilisiert wurden.

Anzahl Teilnehmer

Anzahl Kurse 2014

2015

SPV I Jahresbericht 2018

Unseren Mitgliedern bieten wir jedes Jahr eine bunte Mischung an Kursen und Events. Von 14 geplanten Events fanden 13 statt und von 10 geplanten Kursen führten wir 7 durch. Abgesagt wurden neben den beiden Pensionierungskursen in der Deutsch- und Westschweiz auch der Fotokurs sowie der Ultralight-Flug.

ROLLSTUHLVERLEIH

Total 2017 16 160 Std. 2 032 Std.

20 erfolgreiche Anlässe

2016

2017

2018

420

Für Lehrpersonen, die einen ParadidactKurs der SPV absolviert haben, besteht die Möglichkeit, für den Unterricht Rollstühle bei der SPV auszuleihen. Das Hilfsmittel wird auch in anderen speziellen Fällen abgegeben. Dies sind beispielsweise Selbstversuche, welche Lernende oder Studenten für ihre Abschlussarbeiten durchführen. Im 2018 gingen total 31 Anfragen bei uns ein. Die insgesamt 18 Rollstühle wurden 200 mal abgegeben und waren an mehr als 420 Tagen im Einsatz. Die Rollstühle werden regelmässig gewartet und gecheckt.

PARAMAMA

14 640 Klicks Die Beiträge über Paramamas und ihre Geschichten auf der Paraplegie Community verbuchten 2018 eine stolze Zahl an Klicks. Die deutschen Beiträge wurden rund 10 600 mal angeklickt, die französischen 2900 mal und die italienischen Texte rund 1140 mal. Insgesamt ergibt dies 14 640 Aufrufe. Ein beachtlicher Teil der Klicks, vor allem auf die deutschen Texte, können auf deren Streuung durch Facebook zurückgeführt werden. 17


ZENTRUM FÜR HINDERNISFREIES BAUEN

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SPV I Jahresbericht 2018


ZENTRUM FÜR HINDERNISFREIES BAUEN

HIGHLIGHT DES JAHRES

Vom Rollstuhlfahrer für Rollstuhlfahrer Sie sind nicht wegzudenken. Unsere Mitarbeiter im Backoffice. Seit Juni 2018 haben wir mit Micha Waefler erstmals seit Gründung des ZHB einen jungen Rollstuhlfahrer in unserem Team. von Felix Schärer

Die persönliche Beratung ist unsere wichtigste Dienstleistung. Sie beginnt mit dem ersten Kontakt, weshalb die Mitarbeitenden des Backoffice-Team eine wichtige Funktion haben. Sie kümmern sich um alles Administrative, bedienen das Telefon, empfangen Kunden am Schalter oder sorgen sich wie unten beschrieben um speziellen Gäste. Sie halten unsere Infrastruktur auf hohem Niveau und sie unterstützen unsere Architekten bei Zeichnerarbeiten. Kurz gesagt, sie sind unsere guten Geister im Hintergrund. Immer für Sie da Seit September 1996 arbeitet Gabriella Da Dalt im Zentrum für hindernisfreies Bauen (ZHB) in Muhen und kümmert sich um Kunden und um ihre mittlerweile «acht ZHB-Männer» und die Bauzeichnerin im Büro. Gabriella ist nicht wegzudenken und sie gehört zu «ihren» Architekten, ist ihre rechte Hand, ihr Mädchen für alles, oft auch ihre Suchmaschine, wie sie selber sagt.

Seit Juni 2007 zeichnet Anita Wechsler für unsere Architekten und Projektleiter Pläne von hindernisfreien Bauprojekten. Die Naturliebhaberin und passionierte Taucherin kümmert sich neben den intensiven Zeichnerarbeiten auch um eine gute Stimmung im ZHBTeam. Unser Monoskibobfahrer aus Reconvilier BE Er kommt aus dem Berner Jura. Neben seiner Muttersprache Französisch spricht er als «Bilingue» auch hervorragend Deutsch, sogar Schweizerdeutsch. Micha Waefler unterstützt in seinem Teilzeitpensum hauptsächlich unseren Westschweizer Architekten Dominik Widmer beim Zeichnen von Plänen für Bauprojekte in der französischsprachigen Schweiz. Im Winter ist er viel unterwegs als A-Kaderathlet im Swiss Paralympic Ski Team. Er passt wunderbar in unser Team und ist bereits sehr gut integriert. Eine klassische Win-winSituation und für unser Büro ein schönes Highlight für 2018. SPV I Jahresbericht 2018

Neue Referenzliste Bauprojekte ZHB Micha Waefler hat sich als erstes dran gemacht, gut umgesetzte, wichtige Projekte der letzten zehn Jahre aufzuarbeiten und zusammenzufassen. Er hat diese mit den verantwortlichen Architekten in unserer «Referenzliste Bauprojekte ZHB 2007 bis 2017» dokumentiert. Das dient nicht nur internen Zwecken. Zusätzlich können wir damit den potentiellen Bauherren unsere Leistungsangebote besser vermitteln und ihnen bereits umgesetzte Ideen verständlich erklären. Weil unsere Architekten nicht nur reine Bauberater des hindernisfreien Bauens sind, sondern ihren Praxisbezug auch mit dem Planen und Leiten von Um- und Neubauten schaffen, ist diese Projektdokumentation wichtig. Die neue Referenzliste und ausgewählte Bauprojekte werden wir Anfang 2019 auf www.spv.ch aufschalten. Spezielle Gäste im Grossraumbüro Diesen Sommer mussten sich unsere drei guten Geister zusätzlich um ein brütendes Rotschwanzpärchen kümmern. Man erkundigte sich bei der Vogelwarte Sempach, was zu tun sei mit dem Nest mitten im Büro und tat dann – wie geraten – nichts. Das Vogelpärchen brütete drei Mal. Wenn die Jungen jeweils schlüpften, wurde es vorübergehend ziemlich laut. Ansonsten hat man sich gegenseitig nicht gestört. Nachdem sie ausgeflogen waren, haben die kleinen «Haustiere» den Mitarbeitenden fast ein bisschen gefehlt.

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ZENTRUM FÜR HINDERNISFREIES BAUEN

DIENSTLEISTUNGEN UND PROJEKTE

Für ein barrierefreies Zuhause Eingeladen von der Ergotherapie des SPZ Nottwil lernen wir an einem schönen Maitag 2018 den SPZ-Patienten und das umzubauende Objekt kennen. Ende Oktober findet die Bauabnahme statt – dazwischen eine aufwändige Planung, ein Baubewilligungsverfahren und der Komplettumbau einer Wohnung. Felix Schärer, Bereichsleiter ZHB

Der Hauptfokus des Zentrums für hindernisfreies Bauen (ZHB) im Geschäftsjahr 2018 lag auf der Zusammenarbeit mit diversen Rehakliniken, das heisst auf unserem Kerngeschäft der Bauberatung hindernisfrei Bauen für Menschen mit Querschnittlähmung. So wie oben geschrieben läuft es häufig ab. Die intensive Zusammenarbeit mit dem Schweizer Paraplegiker-Zentrum Nottwil (SPZ), der Uniklinik Balgrist, dem REHAB Basel und der SUVA-Klinik Sion hilft den Patienten bei der Heimkehr nach einem Schicksalsschlag. Die Zusammenarbeit mit den Reha­ kliniken läuft bestens, was die Jahresgespräche gezeigt haben. Trotzdem wollen wir uns weiterentwickeln. Wir nutzen deren Feedbacks zur kontinuierlichen Verbesserung unserer Prozesse und Dienstleistungen. Bauberatung In Zusammenarbeit mit dem SPZ Nottwil (Ergotherapie und IT-Abteilung) haben wir 2018 die Digitalisierung der Bauprojekt-Koordination mit den Rehakliniken und unseren externen Bauprojekten erfolgreich vorangetrieben. Neu werden alle Pendenzenlisten der ZHB-Projekte auf SharePoint geführt. Die Koordination mit der Ergotherapie und Sozialberatung SPZ

Team ZHB verbringt zusammen tolle Zeiten 20

wird in Zukunft papierlos ablaufen. Ebenso führen wir die übrigen Projekte (REHAB Basel, Uniklinik BALGRIST, SUVA-Klinik Sion und externe) auf dieser SharePoint Seite. Entsprechende Berechtigungen wurden eingerichtet und auch der Datenschutz ist gewährleistet. Das ZHB hat 2018 bei 313 neuen Bauprojekten Bauberatungsleistungen in der ganzen Schweiz erbracht, also in etwa gleich viele wie im Vorjahr. Mit unserem tollen Team von mittlerweile 10 Mitarbeitenden (810 Stellenprozente) leisten wir jährlich rund 7000 Beratungsstunden. Für das Tessin verfügen wir über eine Zusammenarbeit mit Sergio Stoppani, einem versierten Tessiner Architekten, welcher für uns die Bauberatungen in Zusammenarbeit mit der Lebensberatung der SPV durchführt. In allen anderen Landesteilen sind wir mit unseren eigenen Architekten und Bauberatern tätig. Bauplanung Wegen der grossen Anzahl von Bauprojekten sind wir auf ein gutes Netzwerk von Baufachleuten in den Regionen angewiesen. Allenthalben ist von Digitalisierung die Rede. Wir nutzen diese Entwicklung beim Aufbau des Netzwerkes und führen schon längere Zeit eine Adressdatenbank, die es uns ermöglicht, bei Bedarf auf Firmen in allen Regionen zurückzugreifen. Unsere Architekten planten 2018 nebst den üblichen Wohnungsanpassungen verschiedene grössere Projekte wie Liftanbauten, Hausanbauten oder Umnutzungen für das Wohnen im Alter.

Wir führen sämtliche Planungsleistungen nach der Bauberatung ausschliesslich auf Auftrag unserer Bauherren aus. Einzige Ausnahme sind Projekte, bei denen wir für die Phase der Kostenermittlung eine Vorfinanzierung von Stiftungen erhalten. SPV I Jahresbericht 2018


ZENTRUM FÜR HINDERNISFREIES BAUEN

Baurealisation In der Planungs- und Realisierungsphase werden notwendige Bauprojekte bis zum Austritt der Patienten aus der Rehaklinik umgesetzt, teilweise unter enormem Zeitdruck. Die Zusammenarbeit in diesem Bereich mit Fachpersonen aus Therapie, Sozialberatung, Hilfsmittel­ ­versorgung, Versicherungen, Baubehörden, Baufachleuten und vielen mehr ist sehr vielseitig und erfordert von unseren Architekten funktionales und emotionales Denken.

Wichtig ist dabei immer, die Finanzierung des Gesamtprojektes sicherzustellen. Dazu erhalten unsere Kunden bei Bedarf Unterstützung von den Sozialberatungen der Rehakliniken. Gerade für terminlich enge Projekte helfen immer öfters verschiedene Stiftungen mit Vorfinanzierungen. In einzelnen Fällen wird aber auch auf den Entscheid der IV-Stellen gewartet, bevor ein Umbau umgesetzt wird oder die Kunden finanzieren es selber. Kurzberatungen und Dokumentation Neben der kostenlosen Bauberatung für Menschen mit Behinderungen und ihre Angehörigen haben wir auch täglich Kurzberatungen geführt. Diese Tätigkeit wird durch die umfassenden Internet-Informationen auf der Webseite der SPV unterstützt. Expertisen, Gutachten und Fachberichte Die Schweizer Paraplegiker-Stiftung (SPS) erhält von Direktbetroffenen Gesuche für die Kostenübernahme von baulichen Anpassungen. Unsere Fachstelle hat 2018 insgesamt 29 Beurteilungen und Fachexpertisen für die SPS erstellt, was einer ähnlichen Grössenordnung wie im Vorjahr entspricht. Expertisen und Fachgutachten für Versicherungen wurden 2018 keine durch das ZHB durchgeführt.

Aufgrund des immer grösseren Spardrucks der Invalidenversicherung spüren private Hilfsorganisationen vermehrten Druck finanzielle Hilfe zu leisten. Wir erlebten auch 2018 einen Anstieg von negativen Kundenrückmeldungen Direktbetroffener zu einzelnen IV-Stellen, deren Entscheiden, respektive deren Abklärungsstellen. Durch die tendenziell restriktivere Beurteilung für die Kostenübernahme von baulichen Anpassungen wird in der Regel das schwächste Glied unserer Gesellschaft am härtesten getroffen. Wenn es um die Autonomie und die soziale Integration einer Person mit einer Behinderung geht, muss die Situation der Betroffenen ebenso wie die ihres Umfeldes berücksichtigt werden. Darum drängt es sich auf, sich gegenüber den betroffenen Personen auf die Grundlagen einer sozialen und solidarischen Haltung zurückzubesinnen. SPV I Jahresbericht 2018

Bauprojekte auf dem Areal in Nottwil Neben zahlreichen Bauprojekten für Menschen mit Körperbehinderungen dürfen wir auch Projekte für die SPS auf dem Areal in Nottwil planen und realisieren oder beratend mitwirken.

Ein interessantes Bauprojekt erfolgte während der letzten beiden Jahre: die Planung und Projektleitung für die neuen High-Tech-Räumlichkeiten der SIRMED. Das Schweizer Institut für Rettungsmedizin ist eine Tochtergesellschaft der SPS und bildet Rettungssanitäter in der ganzen Schweiz aus. Das qualitativ hochstehende Bildungsangebot richtet sich an professionelles Personal in der Notfall- und Rettungsmedizin, ebenso wie an Erst­helfer. Gebaut wurden neue Schulungs-, Lager- und Büroräumlichkeiten. Die Rückmeldungen anlässlich der Eröffnungsfeier anfangs September 2018 und nach den ersten Betriebswochen in den neuen Räumen sind durchwegs positiv. Bei der Planung einer Rollentrainingshalle in Nottwil für Brei- Bauen auf dem Areal Nottwil ten- und Spitzensportler im Rollstuhl erstellen wir ein Konzept Hindernisfreiheit. Zudem haben wir haben für die Schweizer Paraplegiker-Stiftung im November 2018 den Empfangsbereich im Hauptsitz hindernisfrei umgebaut und ein Liegenschaftsprojekt geplant. Ausblick Im ersten Quartal werden wir unsere Referenzliste mit Bauprojekten aus den Jahren 2007 bis 2017 auf unserer Homepage sowohl in deutscher als auch in französischer Sprache aufschalten. Dies als Ergänzung zur bisherigen Referenzliste.

Das ZHB wird vermutlich in den nächsten Jahren keine BIM-Modelle (Bauwerksdatenmodellierung) für Wohnungsanpassungen planen oder bereits mit Robotern unsere Projekte bauen lassen. Trotzdem gilt es die Digitalisierung, die im Rahmen eines SPV-Projektes bei uns in den nächsten Jahren ansteht, als Chance zu betrachten. Die Trends und Entwicklungen rund um die Digitalisierung im ganzen Lebenszyklus von Immobilien werden wir beachten und für unsere Prozesse und Dienstleistungen einsetzen. Dabei steht die Frage des Nutzens und der Wirtschaftlichkeit immer im Vordergrund.

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ZENTRUM FÜR HINDERNISFREIES BAUEN

BAUBERATUNG

REGIONALE VERTEILUNG

Deutschschweiz an der Spitze

Hindernisfrei Bauen 2018 haben die Mitarbeitenden des ZHB in 24 von 26 Kantonen Bauberatungen durchgeführt sowie im angrenzenden Ausland (30 km ab Grenze) in Deutschland und Lichtenstein. Regional haben wir gegenüber dem Vorjahr in der Westschweiz eine Steigerung von 14 % zu verzeichnen. Die Bauberatung Hindernisfrei Bauen ist das Kerngeschäft vom ZHB Muhen. Sechs bei der SPV fest angestellte und ausgebildete Architekten, ein fest angestellter Baufachmann sowie ein externer Architekt bieten diese Dienstleistung in der ganzen Schweiz vor Ort an. Bei mehr als 50 % aller Bauberatungen werden wir durch die vier auf Paraplegie spezialisierten Schweizer Rehakliniken beigezogen. Die Gesamtzahl Bauberatungen blieb in den letzten vier Jahren konstant hoch, bei etwas über 300 Beratungen

In der Deutschschweiz und speziell in den Kantonen Aargau, Luzern, ­Zürich, den beiden Basler Kantonen und Bern wurden die meisten Bauberatungen geleistet. Im Tessin werden die Bauberatungen durch unseren externen Partner Sergio Stoppani geleistet. Die Westschweiz, Lichtenstein und das angrenzende Ausland – es gilt eine 30 km Regelung – haben wir mit unseren eigenen Bauberatern abgedeckt. Deutschschweiz 239 Westschweiz 64

Tessin 7

Angrenzendes Ausland 5

Herkunft der neuen Bauberatungsprojekte

BAUPLANUNG

16 Baugesuche Wir haben 2018 insgesamt 16 Baugesuche in sieben Kantonen eingereicht. Das ist mit einigem Aufwand verbunden. Eine eingehende Prüfung der auf Basel-Stadt 1

dem betreffenden Grundstück anwendbaren Vorschriften, Reglemente und Zonenpläne ist dabei eine wichtige Vor­ aussetzung.

Aargau 4

Zürich 4

Bern 3

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Suva-Klinik Sion

SPS Nottwil

Balgrist Zürich

SAHB

REHAB Basel

Externe Anfragen

SPZ Nottwil

Freiburg 1

Luzern 2

Wallis 1

SPV I Jahresbericht 2018


RUBRIK FÜR HINDERNISFREIES BAUEN ZENTRUM

BAUREALISATION

NEGATIV AUFGEFALLEN

IV-Entscheide

Planung und Bauleitung Insgesamt wurden 2018 total 136 realisierte Bauprojekte abgeschlossen (Planung und teilweise Bauleitung). Das sind acht Bauprojekte weniger als im Rekordjahr 2017. Planungs- und Bauleitungsaufträge erledigen wir auf Auftragsbasis. Wir danken unseren Bauherren für die zahlreichen Honoraraufträge für grössere und kleinere Bauprojekte, die wir 2018 erledigen durften.

Bei vielen Wohnungs- und Arbeitsplatzanpassungen reichen unsere Kunden ein Finanzierungsgesuch an die für sie zuständige IV-Stelle ein. Seit 2015 führen wir eine Statistik dazu. Dabei werden alle abgeschlossenen Fälle (Bauberatung) analysiert und erfasst. Auffällig ist, dass im Vergleich mit der Auswertung der letzten beiden Jahre 2018 schlechter abschneidet. 2018 lag

bekannte IV- Entscheide in % der eingereichten Gesuche

Gesamtsumme CHF von IV verfügt in % der eingereichten Gesamtsumme

nur für 31,6 % der eingereichten Projekte ein IV-Entscheid vor. Vor einem Jahr lag dieser Wert noch bei 53,8 %. Dies könnte darauf hindeuten, dass bei der IV die Dauer für die Gesuchsprüfung deutlich länger geworden ist. Ebenfalls auffällig ist die prozentuelle Abnahme der verfügten Beiträge seit dem Jahr 2015, was sich übrigens auch in den gesprochenen tatsächlichen ­Franken-Beträgen zeigt.

NACHGEFRAGT

Hohe Kunden­zufriedenheit Jede Bauberatung wird nach ProjektAbschluss mit einer Kundenbefragung abgeschlossen. 2018 hat das ZHB insgesamt 177 Rückantworten erhalten. Dass unsere Mitarbeitenden gute Arbeit leisten, zeigt die hohe Zufriedenheit als Gesamteindruck nach getaner Arbeit. sehr zufrieden 65.7 %

VIEL UNTERWEGS

Geschäftsfahrten

zufrieden 29.5 %

weniger zufrieden 4.1 %

Zur Erklärung der Grafik «IV-Verfügungen»: je früher das Messjahr desto genauer (vollständiger) die Auswertung, da in neueren Jahren noch nicht alle Projekte und IV-Verfügungen erfasst sind (weil noch pendent). Es werden nur bereits abgeschlossene ZHB-Projekte in dieser Statistik erfasst. Das Jahr 2018 ist daher mit Vorsicht zu betrachten, da noch Verfügungen eintreffen werden.

unzufrieden 0.7 %

SPV I Jahresbericht 2018

Unsere Mitarbeiter sind viel unterwegs, da Beratung und Bauen in der Regel am Wohn-/Arbeitsort unserer Kunden passiert. Wir waren 2018 mit eigenen Autos 40 685 km unterwegs plus etwa 70 000 km mit zwei Geschäftsautos.

Unsere Geschäftsautos tragen auch zur Steigerung der Bekanntheit der SPV bei. Sie sind mit schönen Motiven unserer Rollstuhlfahrer oder unserem Logo versehen.

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ROLLSTUHLSPORT SCHWEIZ

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SPV I Jahresbericht 2018


ROLLSTUHLSPORT SCHWEIZ

HIGHLIGHT DES JAHRES

Nationales Leistungszentrum Die weltweite Professionalisierung des Spitzensports fordert neue Entwicklungskonzepte und moderne Strukturen der Athletenbetreuung. Am 1. Januar 2018 startete das «NLR». von Marco Bruni und Roger Getzmann

Die Athletenförderung bedarf einer koordinierten Entwicklung vom Eintritt als Talent bis zur «Mastery». Es braucht ein optimales persönliches Umfeld, optimale Wettkampfbedingungen, Spitzenmedizin, Leistungsanalysen und Leistungsförderung, technischen Support und vieles mehr. Bisher wurde dies entweder durch den Athleten selbst oder seinen persönlichen Trainer gesteuert. Für einige Karrieren hat das durchaus zum Erfolg geführt. Die Mehrheit der Athleten wurde aber wenig individuell und bedarfsgerecht unterstützt. Das komplexe Umfeld sind für eine Einzelperson fachlich sehr herausfordernd. Analyse Rio 2016 und Weltstand Die Sportmedizin Nottwil hat in Zusammenarbeit mit Rollstuhlsport Schweiz (RSS) diese Situation aufgrund der an den Paralympics in Rio 2016 gemachten Erfahrungen analysiert. Für den mittel- und langfristigen Erfolg ist es entscheidend, das Netzwerk zu optimieren. Die Aufgabenbereiche der SPV wurden dazu eng mit der neuen Ausrichtung der Sportmedizin Nottwil verknüpft. Die Idee ist, dass die Sportler nicht mehr nur im Bedarfsfall versuchen die benötigte Unterstützung zu finden, sondern dass das Support Team institutionalisiert ist und der Athlet und seine Trainer direkt darauf zurückgreifen können. Wir nennen den Prozess Athletenentwicklung: Der Athlet wird evaluiert, im Support Team besprochen und ein Entwicklungsplan definiert. Er bekommt sämtliche notwendige Unterstützung im Leistungszentrum. Durch das Zusammenbringen von Experten aus den verschiedensten Bereichen mit den Trainern wird das in der Schweiz vorhandene Know-how verfügbar gemacht. Die Aufgaben für das Nationale Leistungszentrum für Rollstuhlsport (NLR), die Sportakademie und der Nachwuchs wurden bei RSS im Fachbereich «Athletenentwicklung» vereint: So setzen wir die EntwickSPV I Jahresbericht 2018

lungsstrategien von der «Foundation bis zur Mastery» gemäss dem aktuellen Athletenweg FTEM von Swiss Olympic um. Testing Days Anstelle der bisherigen sportärztlichen Untersuchung werden jährlich «Testing Days» durchgeführt. Der Athlet wird in allen Bereichen geprüft und befragt (Regeneration, Sporternährung, Ausdauer, Kraftentwicklung, Sportpsychologie usw.). Weitere nicht vertretene Supportbereiche werden durch Befragungen abgedeckt und entsprechende Experten vermittelt. Danach setzen sich die Experten vom Support Team mit dem Trainer zusammen und beraten die weitere individuelle Entwicklung jedes Sportlers. Der Athlet, sein Wohlbefinden und seine optimale Leistungsentwicklung stehen im Zentrum. Gemeinsam wird die vorgegebene Zielerreichung beobachtet. Strategische Aufgaben Das NLR nimmt analytische Aufgaben in der Spitzensportentwicklung wahr, damit mehr Athleten den Anschluss zur Weltspitze erreichen und sich dort halten. Das bedeutet eine Planung über Jahrzehnte mit Einbezug der medizinischen, wirtschaftlichen und politischen Entwicklung. Der Spitzensport ist ein Aushängeschild der Schweizer Paraplegiker-Gruppe und ein nicht zu unterschätzender Sympathieträger für die Gönnerschaft, weshalb die Schweizer Paraplegiker-Stiftung dies künftig verstärkt für ihre Kommunikation nutzen möchte. Wir sind überzeugt, dass durch den Ausbau des Nationalen Leistungszentrums für Rollstuhlsport in Nottwil die Karrieren unserer Rollstuhlsportler zielgerichteter und professioneller im Olympiazyklus entwickelt werden.

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ROLLSTUHLSPORT SCHWEIZ

DIENSTLEISTUNGEN, LEISTUNGSSPORT

Erfolgreich, aber nicht an Paralympics Gesamthaft haben unsere Sportler drei Bronzemedaillen an Welt- und 24 Medaillen an Europameisterschaften gewonnen, davon 8× Gold, 7× Silber und 9× Bronze. In PyeongChang gab es leider kein Edelmetall. Roger Getzmann, Bereichsleiter RSS (Autor: Andreas Heiniger)

Auch 2018 erlebten unsere Athleten an zahlreichen Wettkämpfen, wie rasch sich der internationale Leistungssport entwickelt. Mit der Unterstützung durch das Nationale Leistungszentrum für Rollstuhlsport tragen wir dieser Entwicklung Rechnung und begleiten die Athleten bestmöglich dabei, ihren Platz an der Spitze zu behaupten oder den Weg dorthin zu finden. Winter-Paralympics Mit drei Skicracks, dem Curling-Team und Thomas Hurni als Teamchef reiste die Schweizer Delegation zum Höhepunkt der Wintersaison nach PyeongChang in Südkorea an die Paralympics. Mit drei Goldemedaillen wurde die Zielsetzung der Delegation erreicht, leider ohne Edelmetall für die sitzenden Athleten. Das Curling-Team verpasste knapp den angestrebten Halbfinalplatz und beendete den Wettkampf schliesslich auf dem guten sechsten Schlussrang. Badminton In Tokio werden 2020 erstmals Wettkämpfe in Badminton ausgetragen. Die Qualifikationskriterien für die Paralympics in Tokyo 2020 laufen primär über die Doppelpaarungen. So stand diese Saison ganz im Bemühen, die ideale Paarung zu finden und langfristig aufzubauen. Karin Suter-Erath und Cynthia Mathez haben ihr gemeinsames Potential an der EM in Rodez (F) unter Beweis gestellt und krönten mit der Goldmedaille ihre Ambitionen auf einen Startplatz in Tokio. Zudem holte sich Karin die Silbermedaille im hartumkämpften Einzel Final. Neben Cynthia Mathez, Christian Hamböck und Luca Olgiati im Einzel, stiess ebenfalls die Mixed-Paarung mit Karin und Luca in den Viertelfinal vor. Sonja Häsler konnte verletzungsbedingt nicht die gewünschte Leistung abrufen. Die Vorfreude auf die nächste Saison ist gross und wird mit der WM im August vor dem Heimpublikum in Basel seinen Höhepunkt finden. 26

Basketball An der Europameisterschaft in Teneriffa 2017 erreichte die Nationalmannschaft den 10. Platz und bestätigte damit den Ligaerhalt in der A-Division. Sie verpasste jedoch die WM-Teilnahme um drei Plätze. Daher hatte die Nationalmannschaft 2018 keinen Titelwettkampf, gewann jedoch Tests gegen Deutschland und Frankreich. Im 2018 wurden mit Mickael Gaillard (Les Aigles de Meyrin) und Nicola Damiano (HS Varese I) zwei neue Nominierungen vorgenommen.

In der Saison 2017/18 hat das Team der «Pilatus Dragons» erneut das Double in die Innerschweiz holen können, dies zum zehnten Mal in Folge. Die «Phoenix» aus Pully stiessen im Cup bis ins Finale vor, welches mit Swiss Basketball organisiert wurde. Die «Aigles de Meyrin» aus Genf hatten eine erfolgreiche Saison, da sie sich für die Finalrunde der EuroLeague 3 in Badajoz (E) qualifizierten und dort den guten 7. Rang erspielten. Die 100 lizenzierten Spieler in der Schweiz haben die Meisterschaft für die Saison 2018/2019 bereits im September begonnen. Das neue Jahr startet mit 12 Spielern im Nationalteam und 6 Nachwuchsathleten. Bob Das Jahr war überschattet vom Entscheid des IPC, wonach Para Bobsleigh nicht bereits im 2022 ins Sportprogramm der paralympischen Spiele aufgenommen wird. Leidtragender dieser Verzögerung ist Christopher Stewart, der seine gesamte sportliche Ausrichtung auf den Anlass in vier Jahren ausgerichtet hat. Er schloss die Saison 2017/18 international auf dem zweiten Gesamtplatz ab. Bogenschiessen Die beiden lizenzierten Bogenschützen Martin Imboden und Pascal Héritier haben sich im vergangenen Jahr stimmige Trainingsbedingungen geschaffen, alSPV I Jahresbericht 2018


ROLLSTUHLSPORT SCHWEIZ

lerdings fehlt ihnen eine natürliche nationale Konkurrenz – auch um weitere wichtige Entwicklungen einzuleiten. Die Europameisterschaft in der bömischen Stadt Pilsen (CZ) beendete Martin Imboden auf dem 17. Platz. Curling Der langjährige Aufbau mit neuer Kaderstruktur, die Professionalisierung der Trainings auf und neben dem Eis, die Verbesserung des Umfeldes und die Ausweitung der Wettkampferfahrungen haben sich ausbezahlt. Das Schweizer Rollstuhl-Curling Nationalteam konnte sich nach der letztmaligen Teilnahme in Vancouver 2010 wieder für die Paralympics qualifizieren. Das ambitionierte Ziel «Halbfinal» konnte mit dem 6. Schlussrang in PyeongChang nicht erreicht werden, das Team darf mit der Rangierung in der ersten Hälfte der Rangliste dennoch zufrieden sein.

Nicolas Hausammann im Ballbesitz

Nach der Analyse der Paralympics erfuhr das Nationalteam verschiedene personelle Änderungen, einerseits durch Rücktritte, andererseits durch strategische Entscheide. So steht diese Saison im Zeichen des Neuaufbaus mit dem Ziel, das neue Team zu formen und den Ligaerhalt an der WM in Stirling (Schottland) zu sichern. Zur Unterstützung des Rollstuhl-Curlings wird neu Roland Basler die Geschicke der TK (Technische Kommission) leiten.

Golf Die junge Sportart leidet noch an Kinderkrankheiten. Die Struktur des internationalen Verbands ist nicht erkennbar und die Integration in den validen Verband wird nur halbherzig gelebt. Die WM auf Mallorca kann als erstes zaghaftes Zeichen gewertet werden, diese fehlende Entwicklung zu initiieren. Urs Bucher belegte an diesem Anlass Platz 21, Pierre Massard Platz 41.

Fechten Neben Fred de Oliveira (Future Rolli), der an zwei World Cup-Turnieren in Italien und Ungarn teilnahm, trat in diesem Jahr auch der 42-jährige Patrick Hofer zum Rollstuhl-Fechten (Basic Rolli) an und nahm bereits an seinem ersten World Cup-Wettbewerb in Pisa teil.

Handbike Im Hochsommer erreichte uns die erfreuliche Nachricht des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC), dass das Zeitfahren der Männer Kategorie H1 neu ins Programm der Paralympics Tokyo 2020 aufgenommen wird. Damit fördert das IPC Athleten mit grösseren körperlichen Einschränkungen. Für die Schweiz erhöhen sich die Medaillenchancen, gehört doch mit Benjamin Früh der Weltmeister 2017 im Zeitfahren in dieser Kategorie zum Schweizer Nationalkader.

An der WM in Maniago (I) holte sich Sandra Graf (WH4) im Zeitfahren gleich zu Beginn der Wettkämpfe gegen die starke Konkurrenz verdient die Bronzemedaille. Zwei Tage später bestätigte sie ihren Erfolg auch im Strassenrennen. Benjamin Früh (MH1) wusste im Zeitfahren ebenfalls mit dem dritten Rang zu überzeugen. Neben den bewährten WM-Teilnehmern haben sich weitere Athleten für die WM qualifiziert und konnten am Titelwettkampf wertvolle Erfahrungen sammeln.

Para-cycling WM in Maniago (I) SPV I Jahresbericht 2018

Leichtathletik Nebst den sechs Wettkampftagen an den ParAthletics in Nottwil gehört sicherlich die EM in Berlin zu den Höhepunkten des Jahres. In Deutschland konnte sich das Schweizer Team über 23 Medaillen freuen und be27


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EM Berlin Schweizer Athleten konnten sich über 23 Medaillen freuen

stätigt damit, dass es zur europäischen Spitze gehört. Die Resultate sind aber mit Vorsicht zu geniessen, da die Weltelite in einzelnen Kategorien vor allem in Übersee und Asien zu Hause ist. An diesem Standard müssen wir uns weiterhin orientieren, um mit der Professionalisierung Schritt halten zu können. Neben den Erfolgen auf der Bahn dürfen wir stolz sein auf die herausragenden Leistungen von Manuela Schär und Marcel Hug, welche beide die Abbott World Marathon Majors für sich entscheiden konnten. Zudem pulverisierte Manuela Schär sowohl den Weltrekord über 5000 m (Bahn) in Arbon, als auch denjenigen über die Marathondistanz (Strasse) in Berlin. Powerchair Hockey Trotz des verfehlten Ziels an der WM mindestens den vierten Platz zu erreichen, hat das Powerchair Hockey-Team eine erfreuliche Entwicklung hinter sich: Das fünftplatzierte Team an der WM konnte eine moderne Spielweise erarbeiten, welche mittel- und langfristig realistischerweise Hoffnung auf einen Platz auf dem Podest bedeuten macht.

welches aus vielen «Tiefpünktlern» zusammengesetzt ist, eine moderne und effiziente Spielweise. Für den internationalen Verbleib auf diesem Niveau müssen zusätzliche physisch dominante Spieler rekrutiert werden. Sportschiessen Die Verpflichtung von Walter Berger als Nationaltrainer nach dem bedauerlichen Hinschied von Claudia Marti hat viel neuen, positiven Wind in die Szene gebracht. An der WM in Südkorea übertraf Nicole Häusler, die einzige Schweizer Teilnehmerin, die Erwartungen mit dem neunten Platz und sicherte sich für die Schweiz bereits zum jetzigen Zeitpunkt einen Quotenplatz für Tokyo 2020. Die Teilnahme an der EM verlief für die Schützin eher enttäuschend. Positiv zu werten ist die erstmalige Zusammenarbeit mit dem Schweizer Schiesssport Verband (SSV) im Bereich der Nachwuchseinschätzungen.

Rudern Die Kaderrichtlinien für die Wettkampfordnung sind definiert. Auf nationaler Ebene beteiligten sich die zwei Ruderer Franco Belletti und Tobias Höller am FISA Trainingslager in Garivate. Beide ruderten anschliessend an der Internationalen Para-Rowingregatta mit. Rugby Mit einem überblickbaren Kader erreichte die Nationalmannschaft an der B-EM im finnischen Pajulahti den lang ersehnten Aufstieg in die europäische Topebene. Head Coach Adrian Moser erarbeitete mit dem Team, 28

Rugby Nationalmannschaft steigt auf SPV I Jahresbericht 2018


ROLLSTUHLSPORT SCHWEIZ

Ski Alpin Die Skisaison 2017/18 stand ganz im Zeichen der Paralympics in PyeongChang (ROK). Mit Christoph Kunz stellte die Schweiz einen Kandidaten für die Medaillen in vier der fünf Disziplinen. Die minutiöse Vorbereitung liess einiges erwarten. Nach dem Ausfall in der Abfahrt und dem schweren Sturz im Super-G musste Christoph seine Ambitionen auf Edelmetall leider früh begraben. Da tröstete auch nicht der 6. Rang im Riesenslalom und somit ein Diplom über die Enttäuschung hinweg. Die Selektion von Murat Pelit für die Winterspiele war sicher als schöner Erfolg zu werten. Stephani Victor verpasste mit dem 4. Rang im Riesenslalom die Medaillenränge nur knapp. Neben den Paralympics lassen die Entwicklungen im Nachwuchs Gutes für die Zukunft erhoffen. Mit Pascal Christen, Stephan Gmür, Wayra Huber und Micha Wäfler stehen vier verheissungsvolle Athleten in den Startlöchern.

Jahren. René Bolliger, der bereits im Rollstuhl-Tennis bekannt ist, wird diese Funktion übernehmen. Er ist seit mehr als 20 Jahren im Rollstuhl-Tennis tätig. Zum ersten Mal seit Ende des Jahres haben wir mit Job Brenlla in der Schweiz einen Athleten, der in der Kategorie Quad lizenziert ist. Tischtennis Im vergangenen Jahr wurden 15 Tischtenniskurse (10 Kader- und 5 Sportkurse) organisiert, wovon acht im SPZ Nottwil und fünf im Rossfeld in Bern durchgeführt wurden.

Hier sei noch angefügt, dass Obersaxen die Durchführung der WM 2019 aufgrund verschiedener organisatorischer Probleme an den internationalen Verband zurückgeben musste. Tennis Im Jahr 2018 haben in der Schweiz fünf internationale Turniere, die Schweizer Interclub Meisterschaft, die SM und das Masters stattgefunden. Letzteres fand zum ersten Mal im Tessin statt, was es ermöglichte, diesen Sport auch in der italienisch sprechenden Region zu fördern.

Die internationalen Resultate bei den Herren entsprechen wieder den Erwartungen. Das Schweizer Männerteam hat am europäischen Qualifikationsturnier in Vilamoura (P) teilgenommen und sich für die Viertelfinals qualifiziert. Zum ersten Mal sind die Frauen mit einem 4er-Team zum WTC Final gereist. Dies ermöglichte es der Nachwuchs Spielerin Angela Grosswiler in Apeldoorn (NL) wichtige internationale Erfahrungen zu sammeln. Mit dem erfolgreichen 6. Rang erreichte das Damen-Team erneut die direkte Qualifikation für den WTC 2019. Die Topspielerin Nalani Buob konzentriert sich seit dem abgeschlossen Sport-KV ganz auf das Rollstuhl-Tennis mit dem Ziel einer Qualifikation für die Paralympics in Tokyo 2020. Zu Beginn des Jahres erreichte Nalani den dritten Rang am Junior Masters in Tarbes (F). Oliver Wagner hat nach mehreren Jahren sein Amt als Nationaltrainer abgegeben. Wir danken ihm herzlich für sein grosses Engagement in den letzten zehn SPV I Jahresbericht 2018

Christoph Kunz in Südkorea

Die Teilnehmerzahlen schwankten jeweils zwischen einem bis sieben Athleten für die Kaderkurse bzw. acht bis dreizehn für Sportkurse. Auf internationalem Parkett vertrat im ablaufenden Jahr unser Team die Schweizer Farben an sechs Welt­ ranglistenturnieren sowie an den Weltmeisterschaften. Mit insgesamt sieben Podestplätzen (1× Silber, 6× Bronze) in Einzel- und Teamwettbewerben konnten wiederum positive Akzente gesetzt werden. An der Para-Tischtennis Weltmeisterschaft im slowenischen Celje-Lasko hat Silvio Keller trotz seines guten Spiels sein Ziel, ins Viertelfinal einzuziehen, nicht erreicht. Wasserski Seit vielen Jahren erzielt Christophe Fasel konstante Leistungen auf hohem Niveau und mischt nach wie vor an der Weltspitze mit. In der aktuellen Saison bestätigte er seine ausgezeichnete Form mit dem Gewinn der Silbermedaille im Slalom.

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ROLLSTUHLSPORT SCHWEIZ

DIENSTLEISTUNGEN, BREITENSPORT UND SPORTENT WICKLUNG

Sport macht Spass und hält gesund Mit den Angeboten im Breitensport lebt Rollstuhlsport Schweiz diesem Motto nach und hat auch 2018 wieder viele Rollstuhlfahrer in Kursen zu Sport und Bewegung motiviert. Roger Getzmann, Bereichsleiter RSS (Autoren: Martina Meyer und Thomas Hurni)

Sportangebote müssen der Zielgruppe angepasst vermittelt werden. Verschiedene Ausbildungsmodule haben im vergangenen Jahr wieder vielen Trainerinnen und Trainern zu neuen Erkenntnissen oder zu einer Vertiefung des vorhanden Knowhows verholfen. Dies zum Wohl der Rollstuhlsportler in den Rollstuhlclubs und in den Technischen Kommissionen. Neben der Ausbildung hat die Abteilung Sportentwicklung die Aufgabe, potentielle Leistungssportler zu finden, zu begleiten und zu fördern.

Breitensport Fantastischer Schnee und tolle Gäste Dies ist das Fazit unserer Wintersaison 2017/2018. Mit 48 Unterrichtstagen und 240 Teilnehmenden ist Sörenberg nach wie vor das Mekka für unsere Mono- und Dualskibobkurse. Aber auch im Tessin, in der Ost- und Westschweiz durften wir die Fortschritte und Erfolge unserer Skifahrer, Langlaufschlittenfahrer und Bobpiloten miterleben. Die Skifahrer hatten die Möglichkeit, dank der neuen Destinationen Airolo und St. Moritz zwei weitere Skigebiete kennenzulernen. Auf dem Schnee haben wir insgesamt 87 Kurstage mit 303 Teilnehmenden durchgeführt. Nebst den Kursen organisierten wir 31 Tage Privatunterricht für Ski Alpin. Für die total 334 Teilnehmenden verbuchten wir 349 Leitertage; inkl. dem Personal von Rollstuhlsport Schweiz. Active Motion Days Da unser Sommerprogramm nicht mehr ausschliesslich während der Sommermonate stattfindet, heisst es neu Active Motion Days. Neben traditionellen Kursen wie Wasserskifahren oder Kajaken gab es 2018 einige Neuheiten im Angebot. Wir bieten zudem Kurse für Menschen mit einer höheren körperlichen Beeinträchtigung an. Boccia, Fahren mit Pferd und Wagen aber auch Kyusho (Kampfkunst) eignen sich beispielsweise besonders gut. Zudem war uns wichtig, sämtliche Sprachregionen abzudecken und in der ganzen Schweiz 30

Kurse durchzuführen. Gestartet haben wir in der Zentral­schweiz, genauer gesagt in Alpnach, mit einem Kitekurs an Land, welcher zur Vorbereitung fürs Kiten auf dem Wasser dient. Weiter ging es im Tessin mit einem Segelkurs in Lugano. Vier junge Tessiner sammelten ihre ersten Erfahrungen mit einer Jolle. In Gland führten wir erstmals einen Kurs für das Fahren mit Pferd und Wagen durch. Den Segelkurs in Prangins am Genfersee mussten wir mangels Anmeldungen leider absagen. Actionreich wurde es in Conthey beim Mountainbiken. Auf 2000 Meter Höhe starteten die Adrenalinjunkies in unterschiedlichen Bikes zur rasanten Abfahrt – je einmal am Morgen und nach der Mittagspause. Das Wochenende am Walensee durfte auch dieses Jahr nicht fehlen. An zwei Tagen besuchten die Wassersportler den Wasserskikurs in Mols. Gleich zwei Kajakkurse haben wir dieses Jahr durchgeführt. Der eine in Buochs am Vierwaldstättersee und der andere für Fortgeschrittene, welche auf der Aare von Büren nach Solothurn paddelten. Zum Abschluss organisierten wir in der SUVA Klinik Sion einen Bocciaund Kyusho-Schnuppertag. Während fürs Boccia vor allem Taktik gefragt war, forderte die Kampf­sportart Kyusho Ausdauer und Konzentration. Unsere Camps: gesellig und sportlich Beginnen wir bei den Kleinsten: Gemeinsam mit ihren Eltern und Geschwister konnten unsere Jüngsten (6–12 Jahre) ein abwechslungsreiches Programm erleben. In Bulle und Tenero für einen Tag am Kids Day oder dann für ein ganzes Wochenende in Nottwil am Kids Camp. Ob beim Reiten, Kajaken, Blasrohrschiessen, Quadriway fahren, Ikkaido oder auch beim Bestreiten einer Rollolympiade – sowohl Kids als auch Eltern hatten viel Spass. Die Teilnehmerzahl am fun for wheelies (13–20 Jahre) ist in den letzten Jahren leider gesunken. Aufgrund vieler kurzfristigen Absagen reisten wir dieses Jahr mit nur drei Teilnehmenden ins Wallis. Nichts desto trotz war es ein geniales Wochen­ ende. Fürs 2019 werden wir das Programm neu aufSPV I Jahresbericht 2018


ROLLSTUHLSPORT SCHWEIZ

gleisen und erhoffen uns wieder mehr Teilnehmende. Aus 14 verschiedenen Sportarten auswählen konnten die 31 Sportler, welche das Sportcamp «move on» entweder an drei oder an sechs Tagen besuchten. Das beliebte Camp fand diesen Oktober bei herrlichem Herbst­ ­wetter und mit neuem Teilnehmerrekord statt.

Sportentwicklung Wo Trainer ausgebildet werden Die Verbandsausbildung von Rollstuhlsport Schweiz soll Trainern das Rüstzeug bieten, um qualitativ hochstehende und zielgruppengerechte Trainings in den Rollstuhlclubs und den verschiedenen Rollstuhlsportarten durchführen zu können. Die Stufe 1-Ausbildungsmodule (Basis- und Praxismodul) fanden je an einem Wochenende im Frühling und Spätherbst statt. Die esaanerkannte Kernausbildung der Stufe 2 wurde in Zusammenarbeit mit Pro Senectute durchgeführt, da eine solche Ausbildung mangels Teilnehmenden aus den eigenen Reihen nicht hätte angeboten werden können. Die ergänzende Fachausbildung mit dem integrierten Einführungskurs für bereits Ausgebildete hatte ebenfalls herausragende Bewertungen. Regelmässig können auch Stufe 3-Ausbildungskurse durchgeführt werden. Die beiden 2018 geplanten Kurse «Psyche» und «Methodik-Didaktik» wurden aus terminlichen Gründen auf den Januar 2019 verschoben. In Zusammenarbeit mit J+S und anderen Behindertensportverbänden wurden 2018 sechs Interdisziplinäre Module für J+S-Leitende angeboten, damit diese Kinder und Jugendliche mit einer Behinderung beim Sport in einer Trainingsgruppe effizient und effektiv unterstützen können. Die Module waren fast immer ausgebucht und erhielten sehr positive Feedbacks.

Aufgrund der Module standen die Ausbildungsverantwortlichen von RSS in regelmässigem Austausch mit dem Bundesamt für Sport und sie arbeiteten intensiv in den Arbeitsgruppen J+S Sport und Handicap sowie in der esa-Beratungsgruppe mit. In der Sportart Ski Alpin wurden wie jedes Jahr in Sörenberg zwei Fortbildungskurse «Disabled Sports» und zwei Technikmodule «sitting alpine autonomous» (SAA) und «sitting alpine guided» (SAG) durchgeführt. Diese Kurse werden auch von J+S und Swiss Snowsports anerkannt. Wo Talente gefördert werden Nach der Überarbeitung der PISTE (Prognostische, integrative, systematische Trainereinschätzung) durch Rollstuhlsport Schweiz war es 2018 nun an den Technischen Kommissionen (TK), die PISTE sportartspezifisch anzupassen. So konnten im Frühling die WinSPV I Jahresbericht 2018

tersportler und im Herbst die Sommersport-Athleten von den persönlichen Trainern mit der adaptierten PISTE eingeschätzt werden. Auch der Anhang der Richtlinien Nachwuchsförderung wurde angepasst, sodass die nötigen Grundlagen nun bereitstehen. Durch die intensive Auseinandersetzung mit dem Einschätzungstool haben die TKs zusätzliche Anpassungen bei den Punkten der Indikatoren vorgeschlagen, die von den Sportartenmanagern gutgeheissen wurden. So können die Verantwortlichen bei den Sportarten laufend ihre PISTE-Tools anpassen und ihre Erfahrungen einbringen. RSS fördert potentielle Nachwuchsathleten in den Gefässen Basic Rolli, Future Rolli und Para Talent. 2018 wurden 22 Talente aus dem Sommersport und 23 aus dem Wintersport in das Nachwuchskader selektioniert. Die TKs bieten für ihre Talente Nachwuchstrainingslager an, für die sie ein entsprechendes Budget von RSS zur Verfügung haben. Jährlich treffen sich die Nachwuchsathleten zum Austausch und zur Informationsvermittlung. Dies geschieht anlässlich des RSS Talent

Kajak im Camp «move on» – vieles ist möglich

Treff im November. Die Athleten der Nachwuchsförderung bekommen je nach Förderstufe eine Swiss Olympic Talent Card, die an verschiedene Dienstleistungen gekoppelt ist (teilweise inklusive Zugang zu Sportschulen). An der RSS-Nachwuchskonferenz vom 16. September 2018 trafen sich zudem alle Nachwuchsverantwortlichen der Sportarten zum gemeinsamen Austausch.

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ROLLSTUHLSPORT SCHWEIZ

PATRONATE

BREITENSPORT

Veranstaltungen

21 572 Tage Spass

8

6

6

6

6

4

4 3

Unihockey

Tischtennis

Sportschiessen

1

SPEZIELLE FÖRDERUNG

TRAINER

Nachwuchsathleten

101 mal ausgebildet In gesamthaft 9 Ausbildungskursen hat das RSS-Team kompetente Trainer/-innen (total 101) ausgebildet. Die Kursrückmeldungen waren mit einer Bewertung von durchschnittlich 5,7 (bei einer Skala von 1–6) herausragend gut.

Aus 12 Sportarten sind 51 Nachwuchsathleten in unseren Fördergefässen. Sie sind unsere Zukunft und wir freuen uns, wenn viele dereinst den Weg in unsere Elitekader oder sogar an die Weltspitze schaffen. Nachwuchs-Athleten pro Sportart und Fördergefäss

Ausgebildete Trainer/-innen

Badminton

esa-Ausbildung 35

Basketball

Basismodul 37

2 4

1

3

1

Bogenschiessen Curling

1

Fechten

1

Basic Rolli Future Rolli 1

Para Talent

2

Handbike

3

3

3

Leichtathletik

4

1

6

Rugby 3

Ski Alpin

32

Segeln

Powerchair Hockey

Leichtathletik

Basketball

Wintersport 19 968

1 Ski Alpin

1

1

0

Tennis

3

Handbike

2

weitere 29

10

8

Curling

Wassersport 360

8

Bogenschiessen

Spielsportarten 522

10

Bob

Ausdauersport 20

SPV Patronate für Sportanlässe mit Rollstuhlsportlern 10

Anzahl Teilnehmer-Kurstage sportartübergreifend 702

Nicht weniger als 68 Events mit Beteiligung von Rollstuhlsportlern erhielten 2018 finanzielle Unterstützung, sowie Beratung. Hinzu kommt die Kostenbeteiligung an den Schiedsrichtern, namentlich der Basketball-Meisterschaft. Das ist eine wichtige Förderung von attraktiven Events für Rollstuhlsportler!

Rugby

Rollstuhlsport Schweiz bietet ein breites Spektrum an Breitensportkursen, bei denen neben dem Sport auch der Spassfaktor im Zentrum steht. 2018 waren die Kurse gut besucht: Deutlich am beliebtesten war erneut der Wintersport (vor allem Ski Alpin). Aber auch in vielen anderen Sportarten haben wir Rollstuhlfahrer bewegt.

Sportschiessen

1

1

Tennis

1

1

Tischtennis

1 0

4

1

1

1

2

4

6

8

10

12

SPV I Jahresbericht 2018


RUBRIK ROLLSTUHLSPORT SCHWEIZ

UNSERE ELITE

CLUBBESUCHE

26

Kadermitglieder

Die Beratung und Betreuung der Trainer in den Rollstuhlclubs ist uns sehr wichtig. 2018 haben unsere Experten nicht weniger als 26 Besuche in den Trainings der Rollstuhlclubs gemacht. Mit diesen Besuchen möchten wir die Trainer unterstützen und motivieren, aber auch die Qualität der Trainingsangebote sichern. Anzahl Clubbesuche

In 15 Sportarten gab es 2018 total 79 Kadermitglieder, verteilt auf 56 Nationalkader und 23 A-Kader. 15 Athleten waren zusätzlich im Elite-Fördergefäss Para Top Athlete. Die Teamsportarten verfügen jeweils nur über die Kaderstufe Nationalkader. Elite-Athleten pro Sportart und Kaderstufe Badminton

9 1

Bob

26

Nationalkader 5

Curling 1

Golf

23

A-Kader 2

Bogenschiessen

30

2

3

Basketball

1

20

10

10

Powerchair Hockey

10 9

Rugby 9

3

Ski Alpin

1

Tischtennis 2015

2016

2017

2018

1

Wasserski 0

TITTELWETTKÄMPFE

Viele unserer Sportler waren im 2018 sehr erfolgreich unterwegs. 14 Athleten durften für ihre Topleistungen insgesamt 27 Medaillen entgegennehmen. Leider konnten wir nur in den vier Sportarten Badminton, Handbike, Leichtathletik und Wasserski Medaillengewinner feiern.

Gold 8

SPV I Jahresbericht 2018

2

4

6

8

10

12

INTERAKTIVE KARTE

27 Medaillen

Silber 7

2

4

Tennis 2014

1 3

1

Sportschiessen

5

0 2013

8

3

Leichtathletik

16

4

5

Handbike

Bronze 12

Auf einen Blick Ich will Curling spielen und im Sommer Handbiken. Doch wo kann ich dies tun? Wann sind die Trainings? Dies sind wohl die wichtigsten Fragen, mit denen sich Rollstuhlfahrer auf Clubsuche konfrontiert sehen. Der neue Clubfinder auf spv.ch erleichtert die Suche in über 120 Sportkursen und führt in drei Klicks zum passenden Angebot.

Map mit den genauen Standorten unserer 27 Rollstuhlclubs. Rollstuhlfahrer können sich dort, abhängig von ihrer Mobilität und ihren sportlichen Bedürfnissen, auf die Suche nach einem optimalen Angebot machen. Diese Suche muss heute vor allem schnell, übersichtlich und grafisch ansprechend aufbereitet sein. Die Karte soll unsere Mitglieder im Rollstuhl zur sinnvollen Dieses Tool ist die konsequente Weiter­ Freizeitgestaltung und zu ausreichenführung des Faltflyers von Rollstuhl- der Bewegung anregen. sport Schweiz mit der Übersicht über das Sportangebot der Rollstuhlclubs im Netz. Ab sofort findet sich unter Weitere Infos www.spv.ch/karte spv.ch/karte eine interaktive Google 33


LEBENSBERATUNG

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SPV I Jahresbericht 2018


LEBENSBERATUNG

HIGHLIGHT DES JAHRES

Sozialberatung stösst an Grenzen Die Mitarbeitenden der Lebensberatung und ihr Wissen sind gefragt. Auf das wachsende Bedürfnis nach Erstberatung muss das Team reagieren und genügend Ressourcen schaffen. von Erwin Zemp

Während wir mit dem Aussendienst bei der Akquirierung von Neumitgliedern jedes Jahr ungefähr die gleiche Anzahl Beratungen machen, haben wir im Bereich Sozialarbeit Jahr für Jahr mehr Anfragen. Im 2018 waren wir mit einer besonders starken Zunahme konfrontiert. Es ist schön, dass unsere Mitglieder uns damit das Vertrauen beweisen, stellt uns aber auch vor Herausforderungen.

dann für Beratungen beigezogen. Diese Tatsache zeigt, Beratungen vor Ort sind sehr wichtig und beliebt. Diesen Mehraufwand an Beratungstätigkeit können wir mit den bestehenden Ressourcen nicht genügend abdecken. Gerade deshalb sind wir darauf angewiesen, dass wir in den verschiedenen Regionen über gute Partnerschaften verfügen und eine Zusammenarbeit wie zum Beispiel mit der Pro Infirmis brauchen.

2009 wurde mit der Schaffung des Bereichs Lebensberatung auch die Dienstleistung Sozialberatung neu aufgebaut. Im vergangenen Jahr erfolgte mit dem Ausbau verschiedener Dienstleistungen innerhalb der Schweizer Paraplegiker-Gruppe für uns eine grosse Zunahme von Anfragen und Aufträgen.

Lebenslange Begleitung Zu bedenken gilt, dass Personen, die bei uns eine Beratung in Anspruch nehmen, immer wieder die Lebensberatung als erste Anlaufstelle nutzen. Menschen, die über Jahre isoliert leben und eventuell nicht mehr in den Arbeitsprozess integriert sind, fehlt oft ein Umfeld, an das sie sich wenden können. So wird die Lebensberatung Ansprechpartner für jedes Problem in ihrem Alltag.

Was sind die Gründe? In der Romandie wurde aufgrund der grossen Nachfrage ParaHelp ausgebaut. Weiter erhalten wir massiv mehr Aufträge durch das dezentrale Ambulatorium in Lausanne und von ParaWork des SPZ Nottwil. Sind Betroffene bei ParaHelp angegliedert, erhalten sie dort Unterstützung im Bereich Pflege und Wohnen. Bei ParaWork bekommen sie Begleitung in beruflichen Belangen und bei der Koordinationsstelle Ageing Hilfe beim Thema Alter und Wohnen. Von all diesen Stellen werden die Betroffenen jedoch zu uns geschickt, wenn es um soziale Fragen geht wie Finanzen, Sozialversicherungen, Unterstützung für das Stellen von Gesuchen, Anfragen für Assistenzbeiträge und weiteres mehr. Neuere Projekte wie Ageing, die Sport Akademie oder der Ausbau der Zusammenarbeit mit der Suvaklinik Sion ergaben für uns eine stetige Zunahme von Beratungsaufträgen.

Die Bedürfnisse werden zudem immer komplexer und wir müssen oft erfahren, dass selbst Fach- und Sozialversicherungsstellen die rechtliche Situation sehr unterschiedlich auslegen. Der zunehmende Druck im Sozialbereich ist vermehrt spürbar und bringt Betroffene an ihre Grenzen. Sie erkundigen sich bei uns über ihr Recht auf Leistungen. Um Mitglieder weiterhin mit einer guten Qualität zu beraten und sie mit dem nötigen Fachwissen und entsprechenden Kompetenzen begleiten zu können, sind wir dringend auf mehr finanzielle, zeitliche und personelle Ressourcen angewiesen.

Beratung vor Ort sehr beliebt Es ist feststellbar, dass mit den neuen Dienstleistungsangeboten vor Ort ein grosses Bedürfnis der Betroffenen abgedeckt wird. Das jeweilige Personal stellt oft Missstände und Überforderung fest und wir werden SPV I Jahresbericht 2018

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LEBENSBERATUNG

DIENSTLEISTUNGEN UND PROJEKTE

Grosser Bedarf an Beratungen Das Bedürfnis und die Nachfrage für unser Dienstleistungsangebot im Gebiet Aussendienst sowie Beratung im sozialen und beruflichen Bereich steigt jährlich. Erwin Zemp, Bereichsleiter LB

Das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) unterscheidet zwei Arten von Beratungen. Beratungen unter einer Stunde werden als Kurzberatungen erfasst. Als Langberatung gilt jeder Beratungsaufwand von mindestens einer Stunde oder mehr. Hier muss gemäss Vorgaben des BSV ein Dossier erstellt werden, in welchem die erbrachten Leistungen dokumentiert sind. Die Lebensberatung hat 2018 insgesamt 5500 Beratungsstunden erbracht. Die Kernaufgabe des Aussendienstes ist die Beratung von Betroffenen für Betroffene. In der jeweiligen Muttersprache werden die Klienten betreut und erhalten Informationen zu diversen Dienstleistungen der SPV. Mit Besuchen unserer Mitarbeitenden in den verschieden Paraplegikerzentren wie auch zu Hause sind sie jeweils die erste Anlaufstelle für unsere Neumitglieder. Die Sozialberatung war 2018 sehr gefragt. Sie leistete Unterstützung bei Finanzfragen, Schuldensanierungen, Ergänzungsleistungen, Leistungsstopp der Krankenkassen, Errichtung von Beistandschaften, Beantragen von Assistenzentschädigungen, Fragen rund um die Hilflosenentschädigung und vielem mehr. Merkbar nehmen Vereinsamung und Verwahrlosung zu. Mit den Paraplegikerzentren SPZ Nottwil, REHAB Basel, Uniklinik Balgrist Zürich und SUVA Rehaklinik Sion pflegten wir wie bisher eine gute und partnerschaftliche Zusammenarbeit. Dank regelmässigem Austausch konnten wir die gegenseitigen Bedürfnisse überprüfen und bei Bedarf entsprechend anpassen. Beruf und Leben Rund 60 Personen hat die Lebensberatung 2018 im beruflichen Bereich begleitet. Knapp 20 Personen in der West- und über 40 Personen in der Deutschschweiz. Dies betraf Mitglieder, die noch keine Ausbildung oder Umschulung abgeschlossen haben, die in einer Ausbil36

dung sind oder nach einer Ausbildung eine Stelle suchen. Auch Personen, welche sich beruflich verändern wollten oder aus gesundheitlichen Gründen ihr Arbeitspensum reduzieren mussten, wandten sich an uns. Stets ging es einerseits um sozialversicherungsrechtliche Aspekte, andererseits um die Eliminierung von störenden Kontextfaktoren. Dadurch erhielten die Betroffenen eine Grundsicherheit, konnten sich gesundheitlich wie auch ausbildungsmässig fit für den Arbeitsmarkt machen. Wir sind keine Berufsberater oder Stellenvermittler. Unsere Aufgabe ist es, die Klienten in den entsprechenden Prozessen zu begleiten und zusammen mit ihnen eine gute Ausgangsbasis zu schaffen, damit eine berufliche Integration erfolgreich und nachhaltig gelingt. Für Abklärungen, berufliche Massnahmen oder Integrationsbemühungen arbeiten wir eng mit Fachstellen wie beispielsweise ParaWork (im SPZ Nottwil) oder in der Westschweiz mit der Stiftung Esperanza bezüglich finanzieller Unsterstützung zusammen. Gut etabliert Wir begleiten immer mehr Personen. Dies auch durch zunehmende ambulante Massnahmen der IV, welche oft bei ParaWork im SPZ durchge- Sehr beliebt ist die persönliche Beratung führt werden. Die Lebensberatung begleitet die Betroffenen bezüglich sozialen Fragestellungen und Kontextfaktoren. Die Arbeit der Lebensberatung hat sich etabliert. Von verschiedenen Institutionen werden uns neue Kunden gemeldet oder Betroffene wenden sich direkt an uns. SPV I Jahresbericht 2018


RUBRIK LEBENSBERATUNG

ERFOLG

REFERENTEN

183 Neuaufnahmen

Anlässe Die SPV bietet Firmen, Schulen, und interessierten Gruppen Sensibilisierungskurse an. Ziel ist, Personen jeder Altersgruppe, Berufs­ gattung usw. für die Bedürfnisse von Menschen mit einer Querschnittlähmung und deren Problematik zu sensibilisieren. Wichtig ist, dass bei diesen Kursen jeweils eine Person im Rollstuhl mit dabei ist und die Sichtweise eines Betroffenen vermitteln kann. Aus den erwähnten Gründen haben Mitarbeitende der Lebensberatung im 2018 bei über 50 Halbtageskursen mitgeholfen oder sie selber durchgeführt. Infos im Web spv.ch unter Kultur und Freizeit

Die Anzahl der Neuaufnahmen blieb die letzten zwei Jahre etwa gleich. Personen die durch ein Ereignis eine Querschnittlähmung erleiden, werden von Mitarbeitenden des Aussendienstes besucht, als Neumitglied aufgenommen und einem Rollstuhlclub zugewiesen.

überflutet. Deshalb meldet sich der Aussendienst zu einem späteren Zeitpunkt, zirka sechs Monate nach Spitalaustritt, nochmals bei den Betroffenen. In Form einer Nachbetreuung wird die vorhandene Situation besprochen oder es werden allfällige Fragen geklärt. Die Ursache für den Eintritt einer Behinderung verschiebt sich merkbar von Die Besuche erfolgten entweder in einem der einem Unfallereignis zu einer krankheitsvier Rehazentren oder bei den Betroffenen bedingter Querschnittlähmung. Auch das zu Hause. Für die Mitarbeitenden im Aussen- Lebensalter bei Eintritt einer Querschnittdienst ist es ein wichtiger Aspekt, die Mitglie- lähmung erhöhte sich die letzten Jahre konder einmal persönlich zu treffen. Im direkten tinuierlich. Gemäss den Resultaten aus der Gespräch werden sie über den Anspruch SwiSCI-Studie hat sich das durchschnittliche der verschiedenen Leistungen informiert. Alter, bei dem eine Person eine QuerschnittWährend der Erstrehabilitation werden die lähmung erleidet, in den letzten 20 Jahren um Betroffenen mit vielen neuen Informationen 10 Jahre erhöht. Neuaufnahmen 200 180 175 150

BEGLEITUNG

1300 Bei der SPV und der Lebensberatung gilt der Grundsatz, wir bieten für unsere Mitglieder eine lebenslange Begleitung. Wir knüpfen die ersten Kontakte am Spitalbett und sind Anlaufstelle bis zur letzten Lebensphase. Es fällt auf, dass Personen, die einmal von uns beraten wurden, sich bei weiteren Fragen und Problemen wieder an uns wenden. Zur Zeit haben wir rund 1300 Dossiers. Das bedeutet, mit 1300 Personen standen wir die letzten 5 Jahre immer wieder in Kontakt und hatten mit ihnen Langberatungen. SPV I Jahresbericht 2018

183

153

145

144

125 100

127

2013 2014 2015 2016 2017 2018

AUSSCHÜSSE

Einsitznahmen Die Mitarbeitenden der Lebensberatung arbeiten in diversen Gremien und Arbeitsgruppen mit und waren natürlich an entsprechenden Sitzungen vertreten. Dort bringen sie die Interessen der Querschnittgelähmten und Rollstuhlfahrer ein.

mals pro Jahr werden Themen wie Rollmaterialbeschaffung oder Verbesserungen für barrierefreien Zugang der SBB diskutiert. Vertreten waren wir auch beim Kongress der Europäischen Paraplegiker-Vereinigung (ESCIF).

So geht es zum Beispiel beim RöV (Rollstuhlfahrer und öffentlicher Verkehr) darum, die Zusammenarbeit zwischen Behindertenorganisationen und SBB zu verbessern. Mehr-

Auch in der Projektgruppe Ageing (Alter und Wohnen) der Schweizer ParaplegikerGruppe sowie beim Aufbau des Pilotversuchs «Guided Care» arbeiteten wir aktiv mit. 37


INSTITUT FÜR RECHTSBERATUNG

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SPV I Jahresbericht 2018


INSTITUT FÜR RECHTSBERATUNG

HIGHLIGHT DES JAHRES

Interdisziplinäre Zusammenarbeit Es ist keine leichte Aufgabe ein «Highlight des Jahres» zu beschreiben. 2018 war für das IRB in vielerlei Hinsicht intensiv gewesen und es hat zahlreiche Highlights geboten. von Michael Bütikofer, Rechtsanwalt und Notar

Sich einzuschränken ist bekanntlich schwieriger, als aus dem Vollen zu schöpfen. Daher fällt es mir umso schwieriger, mich auf ein Thema zu beschränken. Retrospektiv betrachtet können wir vom Institut für Rechtsberatung (IRB) jedoch sagen, dass uns die im 2018 erlebte interdisziplinäre Zusammenarbeit grosse Freude bereitet hat. Unter interdisziplinärer Zusammenarbeit verstehen wir den Austausch mit Dritten im Rahmen unserer juristischen Tätigkeit. Und genau diesen braucht es, um die Interessen der SPV-Mitglieder erfolgreich vertreten zu können. Von der dabei entstehenden Verflechtung des IRB handelt dieser Artikel. Die Medizin Unsere Mitglieder haben mindestens einen gemeinsamen Nenner: sie alle stehen und/oder standen infolge ihrer Behinderung in ärztlicher Behandlung. Sei dies im Rahmen einer Erstrehabilitation in einer dafür spezialisierten Klinik, sei dies im Rahmen von ambulanten Kontrollen oder auch nur im Rahmen regelmässiger Hausarztbesuche.

Wenn es darum geht, die Ansprüche unserer Mitglieder gegenüber den Versicherungen wirkungsvoll einzufordern oder – was nicht selten der Fall ist – zu verteidigen, dann sind wir vom IRB auf eine Zusammenarbeit mit den behandelnden Ärzten angewiesen. Dabei dürfen wir mit Freude feststellen, dass der Austausch mit der Medizin jeweils sehr gut funktioniert. Im Speziellen erwähnt sei dies bezüglich der Ärzteschaft des SPZ. Wie bereits in den Vorjahren der Fall, pflegten wir auch im 2018 einen konstruktiven und zielführenden Austausch. Die Zusammenarbeit war beidseits geprägt vom Anspruch, sich im Rahmen des Möglichen für die Interessen der SPV-Mitglieder stark zu machen. Rückblickend dürfen wir sagen, dass uns dies gelungen ist.

SPV I Jahresbericht 2018

Die Gutachter Die Arbeit beim IRB ist oft papierlastig. Regelmässig müssen Kranken- oder Versicherungsakten durchforstet werden, um nachvollziehen zu können, welcher Sachverhalt sich im Einzelfall zugetragen hat. Nicht selten geht es dabei um die Analyse von medizinischen Eingriffen und Abläufen. Um mit den Versicherungen auf Augenhöhe oder darüber hinaus verhandeln zu können, sind wir vom IRB auf eine enge Zusammenarbeit mit Vertrauensärzten angewiesen. Umso mehr schätzen wir es, dass uns genau dieser Support zuteil kommt und wir uns auf die Einschätzungen von erfahrenen und unabhängigen Medizinern verlassen können. Die Lebensberatung der SPV und die Sozialberatung des SPZ Kaum jemand kennt die Bedürfnisse unserer Klienten besser als die beiden Teams der Lebensberatung der SPV und der Sozialberatung des SPZ. Für uns sind diese beiden Teams daher wichtige Bindeglieder. Durch ihre Nähe zu den Klienten und dem guten Draht zum IRB ist es den beiden Teams möglich, im Bedarfsfall sofort die richtigen Weichen zu stellen. Jedenfalls erleben wir es oft, dass dringende Fälle mit akutem Handlungsbedarf über die Kanäle dieser beiden Beratungsdienste zu uns gelangen. Dass dies den Interessen unserer Mitglieder dient, liegt auf der Hand.

Wir vom IRB sind uns bewusst, dass noch viele andere Anlaufstellen es verdient hätten, in diesem Artikel namentlich erwähnt zu werden. Ihnen gebührt daher ebenso unser Dankeschön für die gute Zusammenarbeit im 2018 wie den hiervor erwähnten Partnern. In diesem Sinne freuen wir uns auch im 2019 auf gutes Teamwork im Interesse der SPV-Mitglieder.

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INSTITUT FÜR RECHTSBERATUNG

DIENSTLEISTUNGEN UND PROJEKTE

Im Streitfall für Sie da Die Aufgaben, welche sich unserem Rechtsdienst stellen, sind quantitativ und qualitativ herausfordernd, zumal sich diese nicht nur auf Rechtsberatungen beschränken, sondern auch Referententätigkeiten und Publikationen umfassen. Michael Weissberg, Bereichsleiter IRB

Nachfolgend soll der Umfang unserer Dienstleistungen im Bereich der Rechtsberatung anhand eines konkreten Beispiels aus dem Jahr 2018 aufgezeigt werden. Hannah Jost hat im Januar 2018 einen Verkehrsunfall erlitten. Sie wurde beim Joggen auf der Strasse von einem Lastwagen, welcher sie übersah, erfasst und weggeschleudert. Der Lastwagenfahrer beging Führerflucht, konnte aber später ermittelt werden. Frau Jost blieb schwer verletzt liegen, bis ein Fussgänger sie entdeckte und die Ambulanz alarmierte. Sie wurde ins Kantonsspital Luzern gebracht, in welchem eine Querschnittlähmung diagnostiziert wurde, was eine Verlegung ins Schweizer Paraplegiker-Zentrum Nottwil (SPZ) zur Folge hatte. Als die Polizei mit dem SPZ Kontakt aufnahm, um Frau Jost zum Unfallhergang zu befragen, wurde unsere Abteilung eingeschaltet. Wir besprachen die Situation mit Frau Jost und ihrem Partner, welche rechtlich unerfahren waren und deshalb anwaltliche Unterstützung benötigten. Wir klärten sie über ihre Rechte auf und empfahlen Frau Jost unter anderem, sich im Strafverfahren, welches gegen den Lastwagenfahrer eröffnet wurde, zur Wahrung ihrer Interessen als Privatklägerin zu beteiligen. In ihrem Auftrag nahmen wir Einsicht in die Strafakten und kontaktierten die Haftpflichtversicherung, bei welcher der Lastwagen des Unfallverursachers versichert war. Wir verlangten von der Haftpflichtversicherung eine Anerkennung der Haftpflicht Frau Jost gegenüber. Bei Frau Jost und ihrem Partner treten als Folge des Unfalles bald finanzielle Probleme auf. Ihr Kind musste aufgrund des Unfalls der Mutter fremdbetreut werden, auch die Anstellung einer Haushalthilfe erwies sich als unabdingbar. Diese Aufwendungen, welche weder von der Invalidenversicherung noch von der Unfallversicherung übernommen wurden, machten wir bei der Haftplichtversicherung, welche ihre Haftung anerkannt 40

hatte, geltend, und ersuchten diese um die Überweisung einer Akontoleistung von CHF 20 000.– für die Familie Jost. Dieser Betrag half, die ersten finanziellen Engpässe zu überwinden. Zugleich übernahmen wir die Vertretung von Hannah Jost gegenüber der IV und der Unfallversicherung. Wir überprüften die ersten Entscheidungen dieser Versicherungen in Bezug auf ihre Rechtmässigkeit und überzeugten die Unfallversicherung, Frau Jost im Hinblick auf ihre Rückkehr nach Hause eine Kostengutsprache für Massage und Ostheopathiebehandlungen zu gewähren. Gegen den fehlbaren Lastwagenchauffeur erging ein Strafbefehl. Obwohl Frau Jost darüber empört war, dass die Strafe, welche er erhielt, im Verhältnis zum von ihm verursachten Schaden gering ist, mussten wir ihr empfehlen, den Strafbefehl zu akzeptieren, da die Sanktion in Anwendung der bundesgerichtlichen Rechtsprechung festgelegt wurde. Nachdem Frau Jost auch nach ihrem Austritt aus dem SPZ im November 2018 als neues Mitglied der SPV weiterhin Anspruch auf unsere Dienstleistungen hat, begleiten wir sie rechtlich, bis die IV und die Unfallversicherung ihre Leistungen definitiv festlegen. Wir werden uns für eine korrekte Rentenfestsetzung einsetzen und dafür sorgen, dass sie aufgrund ihrer Einschränkungen eine Hilflosenentschädigung mittleren Grades und nicht die sogenannte einfache Hilflosenentschädigung erhält. Anschliessend werden unsere Dienstleistungen für Frau Jost, welche für die Unterstützung sehr dankbar ist, vorläufig abgeschlossen sein. Sie kann aber im Falle von rechtlichen Problemen, soweit sie auf die Querschnittlähmung zurückzuführen sind, auf unsere Dienstleistungen zurückgreifen. Die Zahl der Rechtsfälle, welche wir jährlich behandeln, belegt, dass unsere Dienstleistungen notwendig sind und durch unsere Mitglieder geschätzt werden. SPV I Jahresbericht 2018


INSTITUT FÜR RECHTSBERATUNG

WEITERBILDUNG

MITARBEITENDE

48

Engagiertes Team Die fünf Mitarbeitenden des IRB wiesen im 2018 zusammen 48 Dienstjahre aus, wobei 32 davon auf den Bereichsleiter, Dr. Michael Weissberg, entfielen. Auf die anderen vier Mitarbeitenden entfielen somit durchschnittlich vier Dienstjahre. Die Mitarbeitenden des IRB waren im 2018 durchschnittlich 39,2 Jahre alt.

Neues Wissen Die Mitarbeitenden des IRB nahmen 2018 – Perte d’une chance, Datenschutz im Ausan zehn Weiterbildungen teil, u.a. zu den tausch von Patientendaten zwischen Sozi­­Themen: al­versicherern & Haftpflichtversicherung – Verfahrensrechtliche Aspekte bei – Arzthaftpflicht Begutachtungen im Bundessozial­ – Klippen, Strömungen und Strudel im versicherungsrecht Verfahrensrecht der Sozialversicherung – Invalidität von Selbständigerwerbenden – Auswirkungen der neuen Schmerzrecht- – Haftpflichtprozess sprechung – Verjährung

DOSSIERS

90 Fälle pro Mitarbeiter

RECHTSBERATUNGEN

Monatlich in Nottwil Abgesehen von Rechtsberatungsterminen am Sitz des IRB selbst, das heisst in Biel, bieten die Mitarbeitenden des IRB mindestens einmal pro Monat in Nottwil im SPZ Rechtsberatungen für Querschnittgelähmte an. Im Jahr 2018 hat das IRB im SPZ an 12 Terminen 86 Patienten beraten. Aus diesen 86 Beratungen resultierten schlussendlich 64 längerfristige Aufträge, folglich wurden 64 neue Dossiers eröffnet beziehungsweise in rund 80 % der Fälle war eine länger­ fristige rechtliche Begleitung der Querschnittgelähmten angezeigt. SPV I Jahresbericht 2018

Ende 2018 waren beim IRB 464 Fälle bzw. Dossiers offen, wovon im Verlauf des Jahres rund ein Viertel neu hinzugekommen waren. Etwa gleich viele Dossiers konnten im gleichen Zeitraum abge­schlossen werden. Knapp 350 SPV-Mitglieder werden somit schon seit mehr als einem Jahr (oder bereits wesentlich 2016

297 Dossiers

2017

463 Dossiers

2018

464 Dossiers

länger) vom IRB begleitet. Die jährlich zu bearbeitenden 450 – 500 Dossiers werden von den aktuell fünf Mitarbeitenden des IRB betreut. Diese teilen sich knapp 300 Stellenprozente bei der SPV. Somit führt jede/r der IRBMitarbeitenden – mit durchschnittlich 60 Stellenprozent – rund 90 Dossiers.

0 100 200 300 400 500

ÖFFENTLICHKEITSARBEIT

Vorträge und Publikationen Im Jahr 2018 haben die Mitarbeitenden des IRB 16 Vorträge gehalten, unter anderem zu den Themen: Sozialversicherungsproblemstellungen bei Paraplegie, Recht(-e) des Patienten, Aktuelles aus dem Hilfsmittelrecht, Besteuerung und Sozialversicherungsrecht im Leistungssport, Vorsorgeauftrag und Pati-

entenverfügung, Arztberichte im versicherungsrechtlichen Kontext. Darüber hinaus verfasste das IRB Publikationen zu den Themen der Vorleistungen der Sozialversicherungen, höheren Renten für Teilzeitangestellte, dem neuen Rollstuhltarifvertrag sowie aktuellen Rechtsentwicklungen. 41


FINANZEN

42

SPV I Jahresbericht 2018


FINANZEN

FINANZIELLE SICHT

Veränderungen wirken sich aus Die Schweizer Paraplegiker-Vereinigung hat unter Berücksichtigung der Plafonierung des Betriebsbeitrags der Schweizer Paraplegiker-Stiftung im Budget 2018 ein Aufwandüberschuss von CHF 2,27 Mio. eingeplant. von Natalie Nyffeler

Im Jahresabschluss 2018 weist die SPV jedoch aufgrund des Projektstarts zur Digitalisierung sowie nicht eingeplanter vorzeitigen Pensionierungen von Geschäftsleitungsmitgliedern einen Aufwandüberschuss von CHF 2,73 Mio. aus. Ohne die erwähnten Sachverhalte würde die SPV hingegen ein deutlich geringeres Defizit als budgetiert ausweisen (etwa CHF 1 Mio.), was auf ein eigentlich sehr gutes Geschäftsjahr zurückschliessen lässt. Der gegenüber dem Budget deutlich tiefer ausgefallene Betriebsaufwand ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass das Budget der SPV für die Schaffung von Transparenz jeweils auf einer Bruttobudgetierung beruht. Mit anderen Worten: Es werden alle geplanten Dienstleistungen im Budget berücksichtigt mit dem Effekt, dass sich Absagen von defizitären Ferienreisen oder nicht kostendeckenden Sport- und Kulturanlässen (aufgrund mangelnder Teilnehmerzahlen oder anderweitigen Gründen) finanziell positiv auf die Jahresrechnung auswirken. In der Jahresrechnung 2018 sind Kosten in der Höhe von CHF 0,50 Mio. enthalten, welche das im 2018 gestartete Projekt Digitalisierung betreffen. Die gesamtgesellschaftlich laufende digitale Transformation führt bereits heute zu steigenden Anforderungen in der Interaktion zwischen der SPV und Zielpersonen, der Abbildung und Unterstützung neuer Zahlungsverfahren, der Präsenz auf sozialen Medien, der Einführung von automatisierten Marketing-Prozessen, der Automatisation von Prozessen allgemein, der erweiterten Analyse von Kundendaten sowie der gleichzeitigen Sicherstellung neuer Datenschutz-Verordnungen. Kernthemen des Projekts sind die Klärung der konkreten Auswirkungen der laufenden digitalen Transformation auf die SPV im Allgemeinen und die Datenverwaltung auf der Software-Lösung «OM» im Besonderen sowie die Ableitung von Konzepten und Aufgaben. Die Kosten dieses Projekts werden in Betriebs- und Projektkosten unterteilt. Die jährlichen Betriebskosten entsprechen in etwa den bisherigen SPV I Jahresbericht 2018

jährlich anfallenden Kosten. Die zusätzlichen Projektkosten belaufen sich auf gesamthaft etwa CHF 2 Mio., verteilt auf die vier Jahre 2018 bis 2021. In der Geschäftsleitung der SPV findet innerhalb einer relativ kurzen Zeitspanne eine beinahe vollständige Erneuerung statt. Die Wechsel in der Geschäftsleitung waren ausser der Nachfolge im Institut für Rechtsberatung ursprünglich nicht in diesem Tempo vorgesehen und hätten über einige Jahre bis 2023 verteilt geordnet erfolgen sollen. Die Rücktritte führten und führen nun zu reglementskonformen vorzeitigen Pensionierungen von Geschäftsleitungsmitgliedern. Die Kostenfolgen aus diesen vorzeitigen Pensionierungen gehen zulasten des Arbeitgebers und belaufen sich für die SPV auf gesamthaft CHF 1,31 Mio., wobei darin sowohl die bereits eingetretenen wie auch die geplanten vorzeitigen Pensionierungen berücksichtigt sind. Durch die Bildung von Rückstellungen für die angekündigten, aber noch nicht eingetretenen vorzeitigen Pensionierungen sind die Gesamtkosten der Rücktritte in der Jahresrechnung 2018 enthalten und werden die Betriebsrechnung künftig nicht mehr belasten. Das Defizit von CHF 2,73 Mio. wird über Entnahmen aus dem Fonds «Leistungsnetz SPV» gedeckt. Zudem wird der Finanzerfolg bei den zweckgebundenen Fonds aufgrund der Zweckbindung in der Fondsrechnung passiviert. Das Anlagejahr 2018 war geprägt durch negative Renditen bei den meisten Anlagekategorien, insbesondere im letzten Quartal des Jahres. Die stichtagsbezogene Bewertung der Anlagen per 31. Dezember 2018 führt zu einem zusätzlichen Rückgang beim Fondskapital. Die Kurserholung zum Jahresbeginn bis Mitte Februar 2019 konnte aber bereits wieder einen stattlichen Anteil der nicht realisierten stichtagsbezogenen Verluste wettmachen.

43


FINANZEN

Bilanz

in CHF

Aktiven

Flüssige Mittel Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Übrige kurzfristige Forderungen Aktive Rechnungsabgrenzungen Umlaufvermögen

31.12.2018 31.12.2017 4 075 374 3 047 948 81 640 103 887 9 494 16 723 279 373 188 303 4 445 880 3 356 861

Sachanlagen Immaterielle Anlagen Weinberg «La Martignière» Zweckgebundene Anlagen Anlagevermögen

403 877 0 1 760 19 228 256 19 633 892

517 663 0 1 760 22 814 088 23 333 511

Aktiven

24 079 772

26 690 372

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten Kurzfristige Rückstellungen Passive Rechnungsabgrenzungen Kurzfristiges Fremdkapital

219 468 1 005 847 223 805 666 317 2 115 437

277 754 714 584 204 619 712 408 1 909 365

Langfristige Rückstellungen Langfristiges Fremdkapital

1 040 587 1 040 587

271 425 271 425

Total Fremdkapital

3 156 023

2 180 791

19 228 256 19 228 256

22 814 088 22 814 088

1 695 493 1 695 493

1 695 493 1 695 493

24 079 772

26 690 372

Passiven

Fondskapital Zweckgebundenes Fondskapital Vereinskapital Vereinskapital Passiven

Risikobeurteilung und Internes Kontrollsystem Bei der Schweizer Paraplegiker-Vereinigung wird eine jährliche Risikobeurteilung durchgeführt und mit einem internen Kontrollsystem (IKS) für die finanzielle Berichterstattung gearbeitet. Der Zentralvorstand hat an seiner Herbst-Sitzung den IKS-Bericht 2018 und den Bericht zur Risikobeurteilung 2018 zur Kenntnis genommen und die vorgeschlagenen Massnahmen genehmigt.

44

SPV I Jahresbericht 2018


FINANZEN

Betriebsrechnung

in CHF

Betriebsertrag

2018 2017 Mitgliederbeiträge, Spenden, Erbschaften und Legate 71 894 70 603 davon zweckgebunden 12 850 17 065 davon frei 59 044 53 538 Beiträge der öffentlichen Hand 2 488 307 2 490 980 Betriebsbeitrag der Schweizer Paraplegiker-Stiftung 6 451 000 6 451 000 Ertrag aus Dienstleistungen und Handel 1 305 118 1 511 327 Sonstiger Ertrag 792 104 671 791 Anderer betrieblicher Ertrag 0 391 934 Erlösminderungen –9 021 –16 956 Total Nettobetriebsertrag 11 099 402 11 570 679

Betriebsaufwand

Direkthilfe –2 675 851 –2 774 843 Material- und Dienstleistungsaufwand –305 934 –298 856 Total Material- und Dienstleistungsaufwand –2 981 786 –3 073 698 Personalaufwand –7 182 905 –6 851 728 Total Personalaufwand –7 182 905 –6 851 728 Betriebs- und Unterhaltsaufwand –79 675 –94 261 Raumaufwand –362 376 –366 471 Verwaltungs- und IT-Aufwand –1 752 367 –1 251 880 Öffentlichkeitsarbeit und Marketing –42 615 –79 167 Anderer betrieblicher Aufwand 0 –434 065 Total Übriger betrieblicher Aufwand –2 237 033 –2 225 844 Abschreibungen (und Wertberichtigungen) des Anlagevermögens –113 787 –134 661 Total Abschreibungen (und Wertberichtigungen) auf Positionen des Anlagevermögens –113 787 –134 661 Total Betriebsaufwand –12 515 509 –12 285 932 Betriebsergebnis vor Finanzergebnis –1 416 107 –715 253 Finanzaufwand –2 087 –1 594 Finanzertrag 103 2 168 Total Finanzergebnis –1 984 574

Ordentliches Ergebnis –1 418 091 –714 679 Ausserordentlicher oder periodenfremder Aufwand –1 308 463 –1 855 261 Ausserordentlicher oder periodenfremder Ertrag 1 460 376 600 Total Ausserordentliches oder periodenfremdes Ergebnis –1 307 003 –1 478 660

Jahresergebnis vor Veränderung des Fondskapitals –2 725 094 –2 193 339 Veränderung des Fondskapitals 2 725 094 2 193 339 Jahresergebnis (vor Zuweisung/Entnahme an/von Vereinskapital) 0 0 Zuweisung an Vereinskapital 0 0 Jahresergebnis nach Zuweisung an Vereinskapital 0 0

SPV I Jahresbericht 2018

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FINANZEN

Geldflussrechnung

in CHF

(Indirekte Methode mit Fonds flüssige Mittel)

Geldfluss aus Betriebstätigkeit

2018 2017 Jahresergebnis –2 725 094 –2 193 339 Veränderung des Fondskapitals 2 725 094 2 193 339 Gewinn aus Verkauf Sachanlagen 0 –15 596 Abschreibungen auf Sachanlagen 113 787 134 661 (Abnahme)/Zunahme der Rückstellungen 788 347 289 439 Abnahme/(Zunahme) der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 22 247 –7 054 Abnahme/(Zunahme) der übrigen kurzfristigen Forderungen 7 229 6 292 Abnahme/(Zunahme) der aktiven Rechnungsabgrenzungen –91 069 19 301 (Abnahme)/Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (ohne Kontokorrent SPS) –58 286 68 360 (Abnahme)/Zunahme der übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten 291 263 –6 921 (Abnahme)/Zunahme der passiven Rechnungsabgrenzungen –46 091 96 508 Geldfluss aus Betriebstätigkeit (Operativer Cashflow) 1 027 426 584 989

Geldfluss aus Investitionstätigkeit

Investitionen in Sachanlagen und Immaterielle Anlagen 0 –112 764 Desinvestitionen von Sachanlagen und Immaterielle Anlagen 0 28 559 Geldfluss aus Investitionstätigkeit 0 –84 205 Free Cashflow 1 027 426 500 784

Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit

(Abnahme)/Zunahme gruppeninterne Finanzierung 0 –400 000 Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit 0 –400 000 Veränderung der Flüssigen Mittel 1 027 426 100 784

Bestand flüssige Mittel am 01.01. 3 047 948 2 947 164 Bestand flüssige Mittel am 31.12. 4 075 374 3 047 948 Nachweis Veränderung der Flüssigen Mittel 1 027 426 100 784

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SPV I Jahresbericht 2018


FINANZEN

Rechnung über die Veränderung des Kapitals

in CHF

Fondskapital

Berichtsjahr Anfangsbestand Passivierter Verwendung Zuweisung Reklassifi- Endbestand 01.01.2018 Erfolg kation 31.12.2018 Fonds «Paraplegiker» 13 040 648 –424 646 0 0 0 12 616 002 Fonds «Härtefälle» 271 388 –8 838 0 0 0 262 550 Fonds «Sport» 97 983 –4 560 0 0 0 93 423 Fonds «zweckgebundene Spenden» 16 088 –666 –12 927 12 850 0 15 346 Fonds «Leistungsnetz SPV» 7 422 411 –422 029 –2 725 017 0 1 822 752 6 098 117 «Schwankungsfonds Art. 74 IVG» 1 965 570 0 0 0 –1 822 752 142 818 Total 22 814 088 –860 738 –2 737 944 12 850 0 19 228 256 Vorjahr Anfangsbestand Passivierter Verwendung Zuweisung Reklassifi- Endbestand 01.01.2017 Erfolg kation 31.12.2017 Fonds «Paraplegiker» 12 069 507 914 518 0 56 622 0 13 040 648 Fonds «Härtefälle» 251 177 19 032 0 1 178 0 271 388 Fonds «Sport» 93 073 4 910 0 0 0 97 983 Fonds «zweckgebundene Spenden» 13 571 716 –15 264 17 065 0 16 088 Fonds «Leistungsnetz SPV» 11 130 707 510 216 –2 261 533 8 591 –1 965 570 7 422 411 «Schwankungsfonds Art. 74 IVG» 0 0 0 0 1 965 570 1 965 570 Total 23 558 035 1 449 392 –2 276 796 83 457 0 22 814 088

Vereinskapital

Berichtsjahr Anfangsbestand Verwendung Zuweisung Endbestand 01.01.2018 31.12.2018 Vereinskapital 1 695 493 0 0 1 695 493 Total 1 695 493 0 0 1 695 493 Vorjahr Anfangsbestand Verwendung Zuweisung Endbestand 01.01.2017 31.12.2017 Vereinskapital 1 695 493 0 0 1 695 493 Total 1 695 493 0 0 1 695 493

SPV I Jahresbericht 2018

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ORGANE

STRATEGISCHE FÜHRUNG

Zentralvorstand Präsident (seit 2010)

Beisitzerin (seit 1999)

Beisitzer (seit 2010)

Betl Christian, 1971 in Steinach (SG)

Rickenbach Monika, 1960 in Steckborn (TG)

Cotting Martin, 1970 in Giffers (FR)

Kaufm. Angestellter, Weiterbildung zum Treuhänder mit eidg. Fachausweis. Seit 1991 für die Firma KPMG AG tätig und Mitinhaber der BTL GmbH. Mitglied Stiftungsrat SPS (seit 2010), Mitglied Verwaltungsrat SPF (seit 2010). Mitglied des Stiftungsrates Swiss Paralympic, Ittigen/Bern (seit 2010). Bereits seit 2003 Mitglied Zentral­ vorstand SPV.

Gelernte Keramikmalerin. Bis 1988 in verschiedenen Unternehmen tätig. Seither Hausfrau und Mutter. Präsidentin des Rollstuhlclubs Thurgau seit der Gründung 1998 bis 2014 (Gründungsmitglied), Vizepräsidentin der Kantonalkommission Pro Infirmis Thurgau/Schaffhausen (von 2000 bis 2009). Seit September 2010 bei der Primarschulgemeinde Steckborn (Kinder Zentrum Steckborn) im Aufgabenbereich Kinderbetreuung, Aufgabenhilfe, Mittagstisch.

Gymnasiallehrer, lic. phil. II (Universität Fribourg). Seit 2001 Geschichts- und Französisch-Lehrer am Gymnasium Sainte-Croix Fribourg. Mitglied und Präsident des Lehrervorstandes (2004–2008). Seit 2008 Präsident des Rollstuhlclubs Fribourg. Zwischen 1996 und 2006 im Gemeinderat Senèdes.

Vizepräsident SPV (seit 2001) Schneider Thomas, 1963 in Unterlunkhofen (AG)

Lehre als Mechaniker, später Betriebswirtschaftsstudium HF. Tätigkeit im Stahl-, Metall- und Anlagenbau. Inhaber eines Montageunternehmens. Von 1995 bis 2017 bei der H. Wetter AG als Montageleiter und ab 2010 Leiter der Sparte Metallbau. Ab 2018 Projektleiter und Mitglied der Geschäftsleitung der Klausner Wetter Metallbau AG. Präsident des Rollstuhlclubs Bern seit 1999, Mitglied in Bildungskommissionen von Verbänden der Metallbranche. Mitglied Zentralvorstand SPV seit 1999.

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Beisitzerin (seit 2001) Fischer-Bise Marie-Thérèse, 1957 in Le Crêt-près-Semsales (FR)

Krankenschwester mit Spezialisierung in Intensivpflege, Komplementär­ medizin, Pädagogik und Spitalhygiene. Später Studium der Betriebswirtschaft HF. Tätigkeit als Berufsschullehrerin, als stv. Pflegedienstleiterin und Ausbildungsverantwortliche im Kantonsspital Fribourg sowie Praktikumsverant­ wortliche an der Hochschule für Gesundheit Fribourg. Verwaltungs­­rätin ParaHelp AG.

Beisitzer (seit 2013) Bachmann Stephan, 1967 in Basel/Luzern

Dipl. Betriebsökonom FH/Executive MBA. Seit 2011 Direktor REHAB Basel, Klinik für Neurorehabilitation und Paraplegiologie. Werdegang: Personalleiter SPZ Nottwil, Direktor Stiftung für Schwerbehinderte Luzern, Direktor Spital Affoltern. Nebenämter: Präsident Vereinigung Paraplegikerzentren CH, Vorstands­ mitglied Schweizerische Vereinigung der Spitaldirektor/-innen, Mitglied Stiftungsrat/-Ausschuss SPO Patientenschutz, Mitglied Stiftungsrat/-Ausschuss Kinderheim Hubelmatt (Luzern).

SPV I Jahresbericht 2018


RUBRIK ORGANE

OPERATIVE FÜHRUNG

Geschäftsleitung Direktor (seit 1997) Troger Thomas, Dr. iur., 1961 in Ardon (VS)

Rechtsstudium (Universität Fribourg) mit Promotion, Nachdiplomstudium zum International Executive MBA (Zürich/Boston). Leitende Funktionen in der Verwaltung des Kantons Wallis, Leiter Rechtsdienst der EnergieHoldinggesellschaft FMV SA, Inhaber eines Rechtsbüros. Gutachter, neben­ amtlicher Richter und Mitglied von kantonalen und eidgenössischen Expertengremien, Buchautor, Mitglied der Direktorenkonferenz Schweizer. Paraplegiker-Gruppe Mitgliedschaften und Netzwerke: – Vizepräsident Swiss Paralympic, Ittigen/Bern (2018) – Verwaltungsrat Alterszentrum Kehl, Baden – Verwaltungsrat Hotel Sempachersee, Nottwil Bereichsleiter Rollstuhlsport Schweiz (seit 2003 bis Juli 2018) Spitzli Ruedi, 1958 in Dättwil (AG)

Ursprünglich Primarlehrer (Kanton Solothurn). Danach Zusatzausbildung zum eidg. Turn- und Sportlehrer II und Organisator mit eidg. Fachausweis. Tätigkeiten als Berufsschul- und Turnlehrer (Schulleiter) bei der VEBO Eingliederungswerkstätte für Behinderte Oensingen, Gruppen- und Projektleiter der Abteilung Informatik Entwicklung (Vizedirektor) Bank Vontobel Zürich.

SPV I Jahresbericht 2018

Bereichsleiter Rollstuhlsport Schweiz (seit August 2018)

Bereichsleiter Zentrum für hindernisfreies Bauen (seit 2005)

Roger Getzmann, 1973 in Sursee (LU)

Schärer Felix, 1968 in Suhr (AG)

Ursprünglich ausgebildeter Sportlehrer (Master in Sport und Bewegungswissenschaften, ETH Zürich) und Berufstrainer Leistungssport BTA (Eidg. Hochschule für Sport Magglingen). Danach Nach­ diplomstudium Betriebswirtschaft (CAS General Management). Seit 2006 bei der SPV. Während 10 Jahren Leiter Leistungssport bei RSS. Mitgliedschaften und Netzwerke: – IPC Athletics STC Head of Competition – Delegationsleiter Paralympics, Europa- und Weltmeisterschaften

Architekturstudium (Fachhochschule Aargau). Projektleiterfunktion bei Naef Partner AG in Zürich. Seit 1999 bei der SPV. Mitgliedschaften und Netzwerke: – Erweitertes Netzwerk behinderten­ gerechtes Bauen, Schweiz – Vorstandsmitglied SAHB

Bereichsleiter Kultur und Freizeit (seit 2003) Styger Urs, 1958 in Ebikon (LU)

Kaufmännische Grundausbildung, Weiterbildung zum eidg. dipl. Ver­ sicherungsfachmann, Nachdiplom­ studium im Sozialversicherungsmana­ gement an der HSW Luzern. Seit 1997 bei der Schweizer Paraplegiker-Gruppe und seit 2003 bei der SPV. Mitgliedschaften und Netzwerke: – Präsident Pensionskasse SPG seit 2010 – Arbeitgeber-Vertreter und Mitglied Anlageausschuss der Pensionskasse SPG seit 2001 – Sekretär bei der European Spinal Cord Injury Federation (ESCIF) – Präsident des Wohlfahrtsfond der Schweizer Paraplegiker-Gruppe – Vorstandsmitglied der Inclusion Handicap – Vorstandsmitglied der Schweizer­ischen Arbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (SAR)

Bereichsleiter Institut für Rechtsberatung (seit 2000) Weissberg Michael, Dr. iur., 1954 in Biel (BE)

Rechtsstudium an der Universität Bern mit Promotion. Anwalt und Notar, Fachanwalt SAV Haftpflicht- und Versicherungsrecht, Inhaber einer Anwalts- und Notariatspraxis und seit 1986 als Fürsprecher bei der SPV. Bereichsleiter Lebensberatung (seit 2009) Zemp Erwin, 1955 in Nottwil (LU)

Gelernter Elektromonteur. Umschulung auf Radio- und TV-Techniker und Handelsschulabschluss BSV. Ausbildung zum Sozialarbeiter HFS. Danach Tätigkeit bei Pro Infirmis Luzern und der Amtsvormundschaft Kriens. Seit 1999 bei der SPV als Aussendienstmitarbeiter. Seit 2009 Aufbau des neuen Bereiches Lebensberatung. Mitgliedschaften und Netzwerke: – Stiftungsrat Schweizer ParaplegikerStiftung (bis September 2018) – Stiftungsrat Daniela Jutzeler Stiftung

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WEITERE INFORMATIONEN

UNSERE MITARBEITENDEN

MITARBEITENDE IM STUNDENLOHN

173

Für unsere Sportveranstaltungen, Ausbildungskurse, Freizeitangebote benötigen wir für ein paar Stunden, ein paar Tage oder auch mal eine Woche lang Mitarbeitende, die wir dazu im Stundenlohn anstellen. Das sind beispielsweise Skilehrer, Kurs- oder Reiseleiter. Unser breites Angebot wäre ohne diese Personen nicht professionell umsetzbar. 2018 haben uns 173 Personen auf diese Weise unterstützt. Das sind ähnlich viele wie in den Vorjahren.

Mit Herzblut dabei Die Zahl der Mitarbeitenden stieg auch 2018 leicht an. Ende Jahr waren 66 Personen bei der SPV angestellt. 45 Angestellte arbeiteten Teilzeit, also beinahe 70 %. Das hängt einerseits damit zusammen, dass sehr viele Rollstuhlfahrer (12) hier arbeiten, die häufig keine Vollzeitstelle bewältigen können. Anderseits beschäftigt die SPV viele Mütter und Väter, die ein Teilzeit-Modell wählen, um Familie und Beruf vereinen zu können. Dass die fortschrittlichen Arbeitsbedingungen geschätzt werden, zeigen die guten Resultate der Mitarbeiterumfrage. Die Mitarbeiterzufriedenheit lag bei 88 Prozent. Voll- und Teilzeit-Angestellte Frauen

Männer

UNSERE DIGITALEN KANÄLE

Gut informiert! Wir informieren zielgruppengerecht, rasch und möglichst umfassend. Dazu setzen wir verschiedene Kanäle ein und arbeiten auch crossmedial. Besuchen Sie uns auf: spv.ch, rollstuhlsportevents.ch, paramap, rolliwelt.ch, paramama, Instagramm, Twitter, Facebook SPV, Facebook Rollstuhlsportevents, RSS Feeds

REDESIGN

Printmedien Seit 15 Jahren hat sich unsere Zeit­­schrift Paracontact kaum verändert, der Medienkonsum unserer Leser aber schon. Gefragt sind schöne Bilder, kürzere Texte und eine verständliche sowie unterhaltsame Sprache. Dies alles haben wir im Redesign des Paracontacts, des ParaReisen und des Jahresberichtes berücksichtigt, die modern und leserfreundlich daherkommen, neue Inhalte haben und einen grossen Mehrwert bieten. 50

Vollzeit: 8 Mitarbeiterinnen Teilzeit: 28 Mitarbeiterinnen

Vollzeit: 13 Mitarbeiter Teilzeit: 17 Mitarbeiter

Total: 21 Total: 45

MITGLIEDER

Aus der ganzen Schweiz Ende 2018 zählte die SPV genau 11 044 Aktiv-, Passiv-, Firmen- und Freimitglieder. Diese sind über alle Kantone und über alle Sprachregionen verteilt. Von unseren teils kostenlosen, teils vergünstigten Leistungen profitieren Aktivmitglieder mit einer Querschnittlähmung oder einer vergleichbaren Behinderung. In den letzten Jahren sind die Zahlen unserer wichtigsten Gruppe – der Aktivmitglieder – leicht gestiegen. Unsere Aussendienstmitarbeitenden besuchen Frischverletzte in allen Kliniken und zeigen die Vorteile einer Mitgliedschaft auf und helfen, einen passenden Club zu finden. 5014

4910

4432

4525

5000 4000

4589 Aktivmitglieder Passivmitglieder Freimitglieder = (Spitäler, Heime, Arztpraxen, Sponsoren, Partner usw.)

3000 2000

4742

1508

1627

1713

1000 2016 2017 2018

SPV I Jahresbericht 2018


Ohne Swisslos würde der Schweiz etwas fehlen.

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SPV I Jahresbericht 2018

Unsere Lotterie

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WIR BEWEGEN. BEWEGEN SIE MIT UNS.

Schweizer Paraplegiker-Vereinigung Kantonsstrasse 40 CH-6207 Nottwil Telefon 041 939 54 00 Fax 041 939 54 09 spv@spv.ch Eine Partnerorganisation der Schweizer Paraplegiker-Stiftung


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