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Bobby Jones Lifestylemagazin 2021

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IMMER IM BILD

KUNSTVOLLER GENUSS TRIFFT KUNSTGENUSS Masters Konzept lehnt sich an den Bauhaus-Stil an.

GOLFEN MIT ANNA AMALIA

Der neue Kurzplatz im Resort entsteht.

Bobby Jones Lifestylemagazin Nr. 1 | 2021 EUR 9,80

Der renommierte Fotograf Stefan von Stengel im Porträt.


Es ist „aufgeteet“. Für den perfekten Abschlag auf Asphalt. Erleben Sie die Porsche Modell Range – geschaffen für großen Sport abseits des Greens. Entdecken Sie jetzt Ihren perfekten Golfpartner im Porsche Zentrum Erfurt. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

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DANKE

EDITORIAL

ASTRID UND MATTHIAS GRAFE


Sehr geehrte Leserinnen und Leser, danke ist ein kleines Wort mit großer Bedeutung. Von Kindesbeinen an beigebracht, drückt es in höflicher Form Anerkennung und Wertschätzung aus. Danke ist der soziale Schmierstoff im Maschinenraum unserer Gesellschaft. Denn wir vermitteln mit diesen fünf Buchstaben, dass wir den Einsatz oder die Leistung des anderen nicht als selbstverständlich erachten. Letztlich ist Dankbarkeit eine Form des Respekts seinen Mitmenschen gegenüber. Wie bei vielen sozialen Verhaltensweisen kommt es auch beim Dankesagen auf die Dosierung an. So gibt es zum einen Menschen, denen das Wort nicht über die Lippen kommt. Entweder, weil es ihnen egal ist, was andere denken, fühlen und brauchen, oder, weil sie damit eingestehen könnten, hilfsbedürftig gewesen zu sein. Ein weiterer Grund kann darin liegen, dass die Leistung des anderen als selbstverständlich und nicht der Rede wert angesehen wird. Oder der DankeVerweigerer geht davon aus, ein Anrecht auf die Unterstützung gehabt zu haben. Andere Menschen wiederum bedanken sich geradezu überschwänglich. Gründe dafür können zum Beispiel Schuldgefühle sein. Die Betroffenen empfinden ein Ungleichgewicht zwischen Geben und Nehmen und wollen dies mit überbordender Dankbarkeit ausgleichen. Oder sie glauben, die Hilfe nicht verdient zu haben. Eine weitere Ursache kann die innere Überbetonung des Opfers des Helfenden oder die Geringschätzung der eigenen Hilfsbereitschaft sein. Ebenso kann der Wunsch nach noch mehr Unterstützung dahinterstecken. Darüber hinaus gibt es Menschen, die ein Dankeschön nicht oder nur schwer annehmen können. Doch Dankesagen macht glücklich. Untersuchungen belegen, dass Menschen, die gern Dankbarkeit äußern, glücklicher sind, seltener unter Bluthochdruck, Schlafstörungen, Depressionen oder Schmerzen leiden und bessere Beziehungen pflegen. Diese Bereitschaft wirkt sich langfristig positiv aus. In einer kanadischen Studie registrierten die Teilnehmer, die

Dankesbriefe geschrieben und Gutes getan hatten, nach nur sechs Wochen eine Steigerung ihres seelischen Wohlbefindens und einen Rückgang körperlicher Schmerzen. Sie waren energiegeladener und produktiver, teilweise bis zu einem halben Jahr lang. Andere Analysen zeigten, dass eine Dankesbekundung oder freundliche Geste beim Empfänger positive Empfindungen weckt. Der Grund: Ihm wird so Aufmerksamkeit zuteil. Wer unverhofft Freundlichkeit oder Dank erfährt, revanchiert sich eher und ist schneller geneigt, selbst etwas Gutes zu tun. Eine Studie kam zu dem Ergebnis, dass jemand, dem man für seine Arbeit dankt, mehr als doppelt so häufig dazu neigt, wieder zu helfen. Wir, die Familie Grafe, unsere Mitarbeiter sowie unsere Lieferanten und Dienstleister haben in den vergangenen Monaten mit Hochdruck daran gearbeitet, die Folgen der Corona-Krise zu überwinden und Ihnen unser Haus wieder als Refugium für unvergessliche Stunden und eindrucksvolle Momente zur Verfügung zu stellen. Dabei waren wir auf Sie, liebe Gäste, angewiesen. Umso mehr hat es uns gefreut, dass wir Sie nach den Shutdowns wieder zahlreich begrüßen durften und dass Sie uns treu geblieben sind. Deshalb ist es nun an der Zeit, Danke zu sagen. Danke an unsere Mitarbeiter, die unter widrigsten Umständen und mit bangem Blick in die Zukunft immer ihr Bestes für Sie gegeben haben. Und vor allem Danke an Sie, liebe Gäste. Danke fürs Neubuchen. Danke fürs Wiederbuchen. Danke fürs Umbuchen. Danke für Ihr Vertrauen in unsere Sicherheitsmaßnahmen und Hygienekonzepte. Danke für Ihr Verständnis bei Vorgaben zum Maskentragen und Abstandhalten. Danke für Ihre Treue auch in schwierigsten Corona-Zeiten. Unser aller Lohn ist ein optimistischer Blick nach vorn.

Astrid und Matthias Grafe

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EINST & HEUTE 8

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WUT, LIEBE, HAPPY END

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150 Flaschen einer limitierten SpirituosenAuflage exklusiv zum Kaufen oder Trinken

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Zwei Spitzenköche drücken Masters und Augusta ihren Stempel auf

DIE RETTERIN

SPA & WELLNESS

WAS MAN ÜBER GOLF WISSEN MUSS

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Interview mit dem Journalisten und Autor Michael F. Basche

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IMMER IM BILD

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KUNSTVOLLER GENUSS TRIFFT KUNSTGENUSS Restaurant Masters mit neuer Speisekarte unter dem Motto „Masters meets Feininger“

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SONNENSTUHL UND KÜCHENMEISTER Thomas Stobbe achtet bei der Komposition der Weinkarte auf eine gesunde Mischung

FIT UND AKTIV RUND UMS RESORT Unterhaltsame Unternehmungen sorgen dafür, dass keine Langeweile aufkommt

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KULINARIK

KINDER AUSDRÜCKLICH WILLKOMMEN Relaxen im Kreis der Liebsten ist eine Entwicklung, die seit Jahren anhält

Über die Herausforderungen, Pros und Plätze perfekt in Szene zu setzen

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DOPPELTER GENUSS

Die „Kathedrale des Golfsports“ in Schottland macht den großen Amateur zum perfekten Spieler

Eine Wanderung als Wendepunkt im Kampf gegen das Vergessen

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BOBBY JONES MIT BIO-HIMBEEREN

ENTSCHLEUNIGEN MIT PFARRER KNEIPP Neun Kilometer lange Strecke bietet Wasser und Bewegung in faszinierender Landschaft


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FAMILIE

Interview mit dem renommierten GolfplatzDesigner Christoph Städler

LECKERES ESSEN UND ATTRAKTIVE GEWINNE

FREIZEIT & KULTUR

Kinder- und Jugendgolfturnier mit 52 Teilnehmern im Alter zwischen zwölf und 18 Jahren

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BAUMEISTER MIT PINIENPLÄTTCHEN

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Mit KAPLA-Holzbauklötzern werden im RabbitClub fantastische Gebäude errichtet

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VON INSELZOO BIS MEERESAQUARIUM

BUGA findet 2021 in Thüringens Landeshauptstadt Erfurt statt

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DER GEIST DES ORTES Genius Loci vereint digitale Technologie, künstlerischen Ausdruck und historisches Erbe

GOLF & SPORT

RÜCKBLICK

AUS SECHS MACH EINS

DER MIT DEM GARTENSCHLAUCH ABSCHLÄGT Show des Niederländers begeisterte bereits Thailands König Bhumibol

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BLUMENMEER IN DER BLUMENSTADT

In unserer Serie stellen wir spannende Ausflugstipps für die ganze Familie vor

Führende Verbände USGA und R&A einigen sich auf weltweit gültiges Regelwerk

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GOLFEN MIT ANNA AMALIA

KADERSCHMIEDE FÜR NACHWUCHS-GOLFER Im kommenden Schuljahr trainieren Leistungssportler im Weimarer Land

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VERBESSERTES HANDICAP „BEGOSSEN“

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FADE OUT

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IMPRESSUM


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BOBBY JONES UND DER OLD COURSE IN ST. ANDREWS

WUT, LIEBE, HAPPY END

DIE „KATHEDRALE DES GOLFSPORTS“ IN SCHOTTLAND MACHT DEN GROSSEN AMATEUR ZUM PERFEKTEN SPIELER Eine Aussage von Jones fasst alles zusammen: „Wenn ich alles außer den Erfahrungen in St. Andrews aus meinem Leben streichen würde, wäre es dennoch ein reiches, erfülltes Leben.“

Die folgenden Zeilen handeln von zwei Golf-Institutionen, jede einzigartig auf ihre eigene Weise, spieldefinierend, sportprägend, geschichtsstiftend. Die Rede ist von Robert Tyre Jones Jr.: „dem angesehensten Golfer seiner Zeit, wenn nicht aller Zeiten“, wie es Robert Leonard, der Provost genannte Bürgermeister von St. Andrews, in seiner Laudatio formulierte, als die Stadt an der schottischen Ostküste den Amerikaner am 9. Oktober 1958 zum Ehrenbürger ernannte.


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Und sie handeln vom Old Course, der eben dieses St. Andrews zum Mittelpunkt der Golfwelt machte: ältester von Menschenhand arrangierter Parcours, Inbegriff des Golfplatzes, Grundlage für die Genese des Spiels und Blaupause fürs globale Kurs-Design. Nochmal Provost Leonard anlässlich der „Freedom of the City“-Verleihung: „Es ist nur angemessen, dass solch ein Ort und solch eine Persönlichkeit miteinander verbunden werden.“ Dieser Festakt war die späte offizielle Besiegelung einer Liaison, die 27 Jahre vorher begonnen hatte, freilich nicht im Guten. Oder wie Leonard damals sagte: „Wie so viele von Herzen kommende und dauerhafte Partnerschaften war nicht Liebe auf den ersten Blick.“ Fünfmal im Lauf seiner unvergleichlichen Karriere machte Jones dem Old Course die sportliche Aufwartung, erstmals 1921. Das Debüt endete mit einem Eklat, den er in seiner Autobiographie „Golf is my Game“ zum „unrühmlichsten Versagen meines Golferlebens“ erklärte. Der 19-jährige Jungstar aus Atlanta war über den Atlantik geschippert, um sich anlässlich der 56. Open Championship mit den Erfindern des Spiels auf deren Boden zu messen – eine Herausforderung, die der legendäre Arnold Palmer mal als unabdingbare Erfahrung für wirkliche golferische Größe definierte. Jones scheiterte an jenem 24. Juni vor allem am Boden. Der Old Course erwies sich als (erwartbar) spröde und ungnädig. Während seiner dritten Runde hatte der Teenager es auf Loch 11 nach vier Versuchen immer noch nicht aus einem der berüchtigten Pottbunker geschafft. Schließlich stopfte er den Ball entnervt in die Hosentasche und zerriss wütend seine Scorekarte. Da kam nochmal jener Jones zum Vorschein, den der US-Sportjournalist Grantland Rice wegen seiner frühen Impulsivität, ja Jähzorns als „Mann mit dem Gesicht eines Engels und dem Temperament eines Wolfs“ charakterisiert hatte.

Zwar spielte Jones die Runde und das Championat außer Wertung zu Ende, schimpfte aber „in wirrer Ablehnung“ wie ein Rohrspatz über das Geläuf. Derartige Widrigkeiten war der Jungstar von daheim nicht gewohnt. Er hatte während des Ersten Weltkriegs umjubelte Benefiz-Matches zur Truppenunterstützung sowie 1920 die US Open bestritten, drei bedeutende Amateur-Turniere gewonnen und war bei zwei Duellen mit Kanada der Punktegarant des US-Amateur-Teams. Die lokale Presse konterte umgehend: „Master Bobby ist bloß ein Knabe, und ein ungehöriger zudem.“ Das saß. Jones‘ Ehrgeiz war angestachelt. Er begann das Ensemble zu studieren, machte die „Kathedrale des Golfsports“ an der Mündung des Flusses Eden in die Nordsee zu seiner Alma Mater. So, wie es seit jeher alle Architekten tun, die was auf sich halten. Der mithilfe von Eiszeit und Erosion ins Gelände gegossene Old Course ist ambivalent, eine Melange aus Mythos und Missverständnis. Es gilt, seinen Nimbus zu erleben, zu erobern. „Man muss den Platz mehrfach spielen, um ihn zu verstehen, denn er wurde von Genies angelegt“, hat der südafrikanische Golf-Großmeister Gary Player mal gesagt. Symptomatisch ist die Aussage des berühmten US-Profis Sam Snead beim ersten Anblick des ehrwürdigen Ensembles: „Was für ein öder, verkommener Kurs – auf so was richten sie ein Major aus?“ Ein paar Tage danach, am 5. Juli 1946, gewann „Slammin‘ Sammy“ auf dem vermeintlich tristen Terrain die erste Open Championship nach dem Zweiten Weltkrieg und gab zu: „Doch kein wertloses Stück Land.“ Bob Jones erging es ähnlich. „Je mehr ich mich mit dem Old Course auseinandersetzte, desto mehr liebte ich ihn“, notierte er in seinen Memoiren. „Und je mehr ich ihn liebte, umso mehr beschäftigte ich mich mit ihm. […] Irgendwann begann ich den Platz als weise alte Dame zu sehen, die sich seltsam tolerant gegenüber


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meinem Ungestüm zeigte und gern bereit war, mir die Geheimnisse ihres komplexen Wesens zu offenbaren, wenn ich bloß die Mühen und das Ungemach auf mich nehme, von ihr zu lernen.“ Kurz: Der Einfluss des Old Course, wo sowieso nahezu alles begann, was das Spiel heute zum Faszinosum macht, formte auch den ohnehin Begnadeten zum perfekten Golfer. 1552 hatte Erzbischof John Hamilton den Bürgern von St. Andrews das Recht verbrieft, auf der Allmende vor der Stadt nicht nur gebleichtes Leinen zum Trocknen auslegen und lustwandeln zu dürfen, sondern ebenso ihrer Golfleidenschaft zu frönen. Bis heute ist der Platz kommunales Gelände und mit rund 45.000 Runden im Jahr eine Pilgerstätte für Spieler aus aller Herren Länder. 1926 kehrte Jones zurück. Mit zwei US Amateur Championships sowie einer US Open in den Palmares war er bereits dreifacher Majorsieger und steuerte in St. Andrews zwei klare Erfolge zum Sieg des amerikanischen Walker-Cup-Teams über die britisch-irische Amateurauswahl bei. Drei Wochen drauf gewann Jones im englischen Royal Lytham & St Annes Golf Club die erste

seiner insgesamt drei British Open, wie der Wettbewerb in den USA landläufig genannt wird. Im Jahr drauf verteidigte er den Titel des „Champion Golfer of the Year“ auf dem Old Course, besiegte die Erfinder des Spiels nun gleichermaßen im Sanktuarium ihres Sports. Nach vier Runden hatte der 25-Jährige sechs Schläge Vorsprung auf die zweitplatzierten Aubrey Boomer (Jersey) und Fred Robson (England) und markierte mit 285 Schlägen fürs Turnier gleichzeitig einen neuen Open-Rekord. Anschließend wurde Jones von den begeisterten Zuschauern umringt und auf Schultern vom 18. Grün getragen, in der Menschenmasse nur noch sichtbar dank seines berühmten Putter „Calamity Jane“, den er zum Schutz vor allzu stürmischen Sympathiebekundungen hoch über dem Kopf hielt – der Ausraster von 1921 war vergeben und vergessen. „Er meisterte die Kniffligkeiten des Kurses, wie es selbst unsere einheimischen Giganten nicht geschafft haben, und legte einen Siegeszug hin, mit dem er sich nicht nur die Open Championship eroberte, sondern auch die Herzen der Bürger von St. Andrews“, sollte Stadtoberhaupt Leonard


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1958 Jones‘ Leistung würdigen. Der Dominator selbst wollte im Augenblick des Triumphs und im Überschwang der Gefühle die ikonische Trophäe Claret Jug gar nicht mit heim nach Atlanta nehmen, sondern sie „bis zur Titelverteidigung im nächsten Jahr meinen Kameraden vom Royal and Ancient Golf Club of St. Andrews anvertrauen“. Daraus wurde allerdings nichts. Erst Ende Mai 1930 kam Jones wieder zur Amateur Championship oder „British Amateur“, dem alljährlich ersten der damaligen vier Majors. Ausgerechnet der Old Course, eh „die bevorzugte Bühne für einen wichtigen Wettbewerb“, bildete den Auftakt des Unterfangens Grand Slam: „Ganz ehrlich, wenn ich einen Ort auswählen müsste, um das Spiel meines Lebens zu machen, dann würde ich immer diesen Platz wählen.“ Nach sieben kräftezehrenden 18-Loch-Matches, während derer sich der 28-Jährige manchmal wahlweise „sechs Jahre älter“ oder ausgelaugt wie nach einem „Zweikampf mit Breitschwert und Morgenstern“ fühlte, nach einem fast tragisch endenden mittäglichen Glas Sherry gegen

die Nervosität vor dem Halbfinale sowie einem souverän geführten Finalduell über 36 Loch mit dem Engländer Roger Wethered (7&6), hatte Jones „das wichtigste Turnier meines Lebens“ für sich entschieden. Es brauchte eine Polizeieskorte, um den Sieger durch die enthusiasmierte Menge heil zum Clubhaus zu geleiten. „Ich habe die Feinheiten des Old Course schätzen gelernt, habe unter großen Mühen die Platzierung all der kleinen Pottbunker verinnerlicht und mich mit den zahllosen hinterlistigen Ondulierungen vertraut gemacht, die gut gemeinte und geschlagene Bälle auf so ärgerliche und enervierende Weise ablenken können“, schrieb er später. Der Rest ist Geschichte. Jones holte sich im Juni im Royal Liverpool die Open Championship, im Juli in Interlachen/Minnesota die US Open sowie im September in Merion/Pennsylvania die US Amateur – „the impregnable quadrilateral of golf“ war perfekt, das „uneinnehmbare Viereck“, der bis heute einmalige Gewinn aller vier Majors binnen eines Jahres. Lediglich einmal noch schwang „der Champion der Champions bis ans Ende aller Tage“ (Provost


14 Leonard über St. Andrews zweiten ausländischen Ehrenbürger nach US-Gründervater Benjamin Franklin 1759) auf dem Old Course die Schläger. Ein Zwischenstopp auf dem Weg zu den Olympischen Spielen 1936 in Berlin geriet zur neuerlichen Jubelparade. Über 2.000 Menschen sahen dem Heros bei seiner privaten Runde mit einheimischen Größen zu, und sein lokaler Caddie raunte ihm unterwegs zu: „Ihr seid ein Wunder, Sir!“ Bei der „Freeman“-Auszeichnung 1958 war Bob Jones bereits schwer von der unheilbaren Rückenmarkskrankheit Syringomyelie gezeichnet, die zehn Jahre zuvor diagnostiziert worden war. Dennoch hatte ihn der US-Verband zum Kapitän des Amateurteams für die Weltmeisterschaft ernannt, denn die fand auf dem Old Course statt, und man wollte dem Idol einen weiteren Besuch in St. Andrews ermöglichen. Der als „Mann von herausragendem Charakter, Mut und Leistung“ Gewürdigte hielt seine Dankesrede stehend, aufrecht gehalten von seinen schweren metallenen Beinschienen und sich ans Rednerpult klammernd. Als Jones den Saal verließ, skandierten die Gäste „Will He No Come Back Again?“, die schottische Version von „Junge, komm bald wieder“. Doch die Krankheit machte weitere Besuche in der zweiten Heimat unmöglich. Als der verehrte Ehrenbürger am 18. Dezember 1971 starb, wurden am Old Course die Flaggen auf Halbmast gehängt. Bis heute pflegt St. Andrews das Gedenken an den „Favourite Son“. Im Clubhaus des Royal and Ancient hängt ein Porträt in Öl, sein 100. Geburtstag beispielsweise wurde festlich begangen. Auf dem Old Course sind lediglich zwei Löcher nach Golfern benannt: die 18 trägt den Namen von „Godfather“ Old Tom Morris, die 10 heißt – Bobby Jones. 


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UMGEBEN VON LEIDENSCHAFT, TEIL 2

DIE RETTERIN

EINE WANDERUNG ALS WENDEPUNKT IM KAMPF GEGEN DAS VERGESSEN Auf Goethes Spuren entdeckte Susanne Katzenberg das aufgegebene Areal der Manufaktur Weimar Porzellan. Sie spürte den Schmerz, sie sah die Schönheit – und sie unternahm etwas. Die Geschichte eines geborgenen Schatzes.

Ein Frühsommertag im Jahre 2019. Urlaub, spazieren auf dem thüringischen Goethe-Wanderweg, über allen Gipfeln ist Ruh. Auf Erden auch, zumindest bei der verwaisten Fabrik von Weimar Porzellan am Wegesrand in Blankenhain. Das Schild, das den Räumungsverkauf ankündigt, ist verblasst. Durch fast blinde Fenster sind eingestaubte Kaffeetassen und vertrocknete Zimmerpflanzen zu sehen. Hier ging etwas zu Ende.

hat, das andererseits erst beginnt. Das Projekt Unverloren.

Wie reagieren Sie? Vielleicht ruckeln Sie neugierig an der Tür, fotografieren pittoreske Motive. Vermutlich zucken Sie letztlich mit den Schultern und gehen weiter.

Katzenbergs erste Idee war es, die verlassenen Räume zu dokumentieren. Sie klopfte in der Umgebung an, erfuhr den Namen des Insolvenzverwalters, kontaktierte ihn und bekam ein überraschendes Okay. »Es war so gespenstisch wie friedlich«, erinnert sie sich an ihren ersten Besuch, »als seien die Mitarbeiter*innen gerade nach Hause gegangen. Überall Porzellanstaub, abgelegtes Werkzeug, noch Flaschen auf den Tischen. Weil ich dachte, ich dürfte nur ein einziges Mal in die Fabrik, habe ich nach rein ästhetischen Gesichtspunkten Bilder gemacht.«

Susanne Katzenberg, 53, Fotografin und Bildredakteurin eines Hamburger Wirtschaftsmagazins in Teilzeit, ging nicht weiter. Weshalb sie an einem Spätherbstabend im Jahre 2020 – eineinhalb Jahre, zahlreiche Fragen, noch mehr Begegnungen und 25 000 gefahrene Kilometer später – ein Projekt einerseits abgeschlossen

Doch die Begeisterung der studierten Fotografin für Orte, denen das Vergessen droht, übertrug sich auf die Verantwortlichen. Wiederholt durfte sie in die Hallen von Weimar Porzellan. Irgendwann war das Vertrauen so groß, dass sie zeitweise einen eigenen Schlüssel zum Werk erhielt. In den Monaten darauf – »ich bin eine


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langsame Fotografin, muss die Umgebung erst erspüren« – entstanden aber nicht nur Fotos. Sie, die in jungen Jahren Schlosserin gelernt hatte, interessierte sich vermehrt für Porzellan, das Material, seine Herstellung und die Menschen, die hier gearbeitet hatten. Weimar Porzellan weist eine fast 230-jährige Geschichte auf. 1790 gegründet, war die Firma »im 19. und 20. Jahrhundert ein globales Zentrum der Porzellanproduktion«, erläutert Bodo Ramelow, Ministerpräsident des Freistaates Thüringen. Als goldene Epoche gilt vor allem jene des volkseigenen Betriebes, als dessen Entwürfe Erfolge in den östlichen Exportmärkten feierten. Nach der Wende war das vorbei. Verkauft von der Treuhand, meldete der Betrieb erstmals 1995 Konkurs an. Diverse Übernahmen folgten, doch 2018 wurde endgültig der Stecker gezogen: Zum Jahresende war Weimar Porzellan für immer geschlossen. Katzenberg hat rund 4 000 Fotos produziert, plante ein Fotobuch. Doch je tiefer sie in den Blankenhainer Kosmos eintauchte, desto klarer wurde: Ein reiner Bildband reicht nicht. An dieser Stelle wurde es wagemutig. Oder, wie andere meinten, waghalsig. Denn plötzlich waren viele Bälle in der Luft. Wollte sie diesem Kulturgut, dieser Handwerkskunst ein Denkmal errichten, musste Katzenberg Geld auftreiben. Einen Verlag suchen. Ehemalige Mitarbeiter finden. Historisches Material aufspüren. Und dann war sie auch noch »schockverliebt«. In eine Vase. »Susanne Katzenberg besitzt den Mut einer Riesin«, schrieb die Thüringer Allgemeine im Oktober 2020. Das mag pathetisch klingen. Aber: Sie trieb Geld auf. Stellte endlose Anträge auf Förderung, schrieb potentielle Unterstützer1 an, betrieb kreative Tauschwirtschaft. Sie fand einen Verlag. Vor Jahren hatte sie ein Buch über das

Millerntor-Stadion des FC St. Pauli in der Edition Braus veröffentlicht, und obwohl Verleger Jochen Stamm die Kombination aus Fußball und Porzellan »erstmal schwierig« fand, wurde man sich einig. Sie lernte auch zahlreiche Mitarbeiter von Weimar Porzellan kennen. Viele ließen sich interviewen, »obwohl es nicht einfach war, sich ein paar Monate nach der Insolvenz dem Thema erneut zu widmen.« Selbst das Problem des geschichtlichen Fokus’ löste sie. Im Staatsarchiv Weimar spürte sie Dekorbögen, Kataloge und Brigadebücher auf, die eine Mitarbeiterin in Eigeninitiative aus der Fabrik gerettet hatte; ebenso konnte sie Claudia Zachow, Designwissenschaftlerin und frühere Kuratorin des Porzellanikons, als Fach-Autorin gewinnen. Blieb die Liebe zu dieser Vase. Anders als viele Produkte von Weimar Porzellan war Tini nicht opulent, nicht verschnörkelt, sondern schlicht. Entworfen von Peter Smalun in den 60er Jahren als Referenz an das Bauhaus, stand sie im Keller der Fabrik, in einer dunklen Ecke des Formenfundus. Modelle aus den letzten hundert Jahren staubten dort ein, drohten zerdeppert zu werden. »Tini rette ich!« Dieser Impuls verwandelte Katzenberg. Aus einer Mahnung gegen das Vergessen wurde der Wille zur Hommage. Als hätte sie nicht genug zu tun, entstand fast über Nacht eine Selfmade-Unternehmerin. Katzenberg ergatterte erst die Rechte an der Vase, entdeckte dann die alten Einrichtungsformen und fand mit Martin Pössel einen Keramik-Designer, der durchgefärbtes Biskuitporzellan produziert. Sie kalkulierte, eröffnete Webshop wie Instagram-Account, ließ Verpackungen entwerfen, besuchte Messen, betrieb Mundpropaganda und verkauft Buch wie Vase inzwischen international und legte moralisch noch eine Schippe drauf. Denn die Fertigung von Tini sollte komplett an ihrem Ursprungsort bleiben, in Thüringen. Zu oft hatte der Westen nach Katzenbergs Meinung den Osten seit der Wende überfahren. Diesen Fehler möchte sie nicht wiederholen.

Offenlegung: Matthias Grafe, Präsident des Golf-Resorts Weimarer Land und Herausgeber dieses Magazins, ist Hauptsponsor. 1


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Im Oktober 2020 war es so weit: In einem Saal der denkmalgeschützten Notenbank in Weimar – wenige Kilometer von dem Ort entfernt, wo alles begann – wurde die Veröffentlichung des Buches ebenso gefeiert wie die Neuauflage von Tini in zwei Größen und sechs Farben. Unglasiert übrigens, geht der Name des Projekts doch auf ein Zitat aus Goethes Faust zurück: »Was glänzt, ist für den Augenblick geboren, das Echte bleibt der Nachwelt unverloren.« Der Erfolg ist inzwischen beides, sowohl glänzend als auch echt. Das Buch ging bereits in die zweite Auflage. In überregionalen Zeitungen wie dem Tagesspiegel (»die Idee von der perfekten Form, die wieder aufersteht«) erscheinen Lobeshymnen, ebenso in Fachblättern wie dem Keramik-Atlas (»wunderbares Erinnerungsstück«) oder Page (»Sixties-DDR-Design innovativ neu aufgelegt«). Auch Tini hat Bestand. Für kommende Kollektionen werden derzeit neue Farben ausgewählt. Darüber hinaus entsteht eine limitierte Edition mit einem Dekor des Urban-Artist Bobbie Serrano, der häufig verblichen wirkende Farben einsetzt. Mit langem Atem wurde so der letzte Atem von Weimar Porzellan nicht nur festgehalten, sondern wiederbelebt. Und ein neuer Arbeitsplatz geschaffen. Ihre Rede in der Notenbank beendete Susanne Katzenberg übrigens mit einem Zitat des Singer-Songwriters Tiemo Hauer: »Das Leben ist eines der Dinge, für die es sich sicherlich lohnt, zu sterben. / Wir müssen uns nur genau überlegen: Hinterlassen wir Kunst oder Scherben?« Sie hat sich entschieden. https://projekt-unverloren.de Autor: Gerhard Rainer

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NEUES BUCH SAMMELT ALLE INFORMATIONEN ÜBER SPIEL UND SPORT

WAS MAN ÜBER GOLF WISSEN MUSS INTERVIEW MIT DEM JOURNALISTEN UND AUTOR MICHAEL F. BASCHE

„101 Dinge, die man über Golf wissen muss“ heißt ein neues Buch, das im GeramondVerlag erschienen ist. Es widmet sich auf knapp 200 Seiten kurz und prägnant allen Facetten des Golfspiels und lässt dabei tatsächlich kaum eine Frage unbeantwortet.

Michael F. Basche hatte schon früh ein Faible fürs Schreiben. Dank seines Vaters, einem TV-Journalisten und Pferdesportexperten, kam er früh mit Sportberichterstattung in Kontakt. Diese Faszination ließ ihn nicht los. Er ergriff seinen Traumberuf und wurde Tageszeitungsredakteur bei der Kölnischen Rundschau, wo er es bis zum stellvertretenden Ressortleiter Sport brachte. Im Winter berichtete Basche vor allem über Eishockey, im Sommer über Motorsport und Fußball. Hier standen vor allem der 1. FC Köln und Bayer 04 Leverkusen im Fokus. Auch den Zugang zum Golfsport fand er durch seine Arbeit bei der Zeitung, als er über ein Damen-Profiturnier im Golf- und Land-Club Köln berichtete und dort erstmals Bälle auf einer Range schlug. 2003/2004 verschlug es Basche nach Weißrussland, wo er die Planungen eines Golfplatzes begleitete und dabei sein Interesse an Golfplatzdesign und -ökologie entwickelte. An der IST-Hochschule Düsseldorf professionalisierte

er seine Passion und studierte von 2008 bis 2011 Golfbetriebsmanagement. Heute schreibt der 61-Jährige als freier Journalist unter anderem für das Online-Magazin Golf Post (golfpost.de) sowie das österreichische Magazin Perfect Eagle und ist PR-Berater für Golfanlagen. Im Herbst 2020 erschien sein Buch „101 Dinge, die man über Golf wissen muss“. Im Interview erklärt Basche die Faszination des Spiels und seine Arbeit an seinem Erstling. Herr Basche, was fasziniert Sie an Golf? Michael F. Basche: Als ich das erste Mal den Ball gut getroffen und in die Luft gebracht habe – von diesem Moment an war ich angefixt. In erster Linie ist es die Auseinandersetzung mit und die Besinnung auf sich selbst, die mich reizt. Die Beobachtung, wie sich die persönliche Befindlichkeit auf das Spiel auswirkt, ist wirklich faszinierend. Hinzu kommt natürlich die moderate Bewegung an der freien Natur, das


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Kennenlernen neuer Golfplätze sowie die Eleganz und Ästhetik, die das Spiel und ein guter Schwung haben können. Wie würden Sie den Golfer Basche beschreiben? Von meist erheiternder Unvollkommenheit, so habe ich es im Vorwort zu meinem Buch formuliert. Ich bin reiner Genussgolfer, sehr entspannt und golfe aus Spaß am Spiel. War das immer so? Nein. In jüngeren Jahren war ich mehr auf das Handicap fixiert, damals lag es bei 18. Doch bei einem Skiunfall im Jahr 2003 habe ich meine Hüfte verletzt und seit 2018 ein künstliches Hüftgelenk. Das war mental ein ziemlicher Anpassungsprozess. Das Gehirn suggeriert Probleme, die physisch längst nicht mehr vorhanden sind. Den Ehrgeiz mancher Freizeitspieler – ich nenne es Handicap-Hybris – habe ich nicht mehr. Ich kann mit Ball und Schlägern umgehen, halte nicht den Betrieb auf und beherrsche die Regeln, vor allem aber die Etikette. Das reicht mir. Wie ist die Idee zu „101 Dinge, die man über Golf wissen muss“ entstanden? Im Frühjahr 2019 bekam ich einen Anruf vom GeraMond-Verlag, ob ich nicht Lust hätte, ein Buch über Golf zu schreiben, das in die Reihe „101 Dinge, die…“ passt. Ansonsten hatte ich freie Hand. Da ich seit 2012 für Golf Post und Perfect Eagle weit über 1.000 Artikel im breiten Spektrum des Spiels geschrieben hatte, war mir nicht bange, genügend Ideen für inhaltlichen Input zu finden. Deshalb habe ich sofort ja gesagt. Das Inhaltsverzeichnis hat sich fast von selbst geschrieben, in nur zehn Minuten hatte ich die ersten 80 Kapitel benannt. Aber Sie habe nicht nur bereits erschienene Artikel zusammengetragen?

Nein, ganz im Gegenteil. Im Buch hatte ich zwischen 2.000 und 3.000 Zeichen pro Kapitel. Meine Artikel sind viel länger. Jeder Journalist weiß, wie ätzend es ist, die eigenen Beiträge kürzen zu müssen. Deshalb habe ich alles neu geschrieben und meine vorhandenen Texte nur als Quelle und inhaltliches Gerüst benutzt. Wie lange haben Sie an dem Buch gearbeitet? Insgesamt hat sich die Arbeit über etwa ein Jahr erstreckt. Besonders langwierig war die Auswahl der Fotos, bei der mich viele meiner journalistischen Gesprächspartner sehr unterstützt haben – so, wie das Spa & Golf Resort Weimarer Land auch. Das reine Schreiben hat rund viereinhalb Monate in Anspruch genommen. Was war der Anspruch beim Schreiben? Der GeraMond-Verlag und ich wollten ein Kompendium herausbringen, das kompakt den Facettenreichtum dieses einzigartigen Spiels zusammenfasst und die komplette Bandbreite abdeckt – von historischen Aspekten, Ökologie und Ökonomie, über Persönlichkeiten und Sport bis hin zu Equipment, Etikette und dem ganzen Drumherum. Ich glaube, das ist uns gelungen. Als Experte haben Sie ja sicherlich auch eine persönliche Meinung zu einigen drängenden golfspezifischen Fragen? Sehr gern. Spielt man Golf mit- oder gegeneinander? Golf spielt man in erster Linie gegen den Platz, gegen das Wetter und gegen sich selbst. Ansonsten höchstens miteinander. Wenn die Mitspieler das auch so entspannt sehen, ist es perfekt. Wenn nicht, dann ist es nicht mein Spiel. Deshalb spiele ich auch sehr selten und nur ausgewählte Turniere.


Welche Golfer-Persönlichkeiten faszinieren Sie besonders? Und warum?

Was halten Sie von den neuen Handicap-Regeln?

Arnold Palmer. Ich habe ihn zwar nie persönlich getroffen – er ist 2016 verstorben –, aber was man von ihm sah und über ihn liest, fasziniert schon sehr. Er war eine außergewöhnlich charismatische Persönlichkeit. Hinzu kommt der „neue“ Tiger Woods. Wie er seine Krisen überwunden und seine Persönlichkeit hin zu einem aufgeschlossenen, freundlichen Zeitgenossen gewandelt hat, dazu sein sportlicher Wiederaufstieg – das nötigt mir Hochachtung ab.

Ich bin kein Freund von all den Rechenspielchen. Die alte Grundregel „spiele den Ball, wie er liegt“ ist entscheidend und sollte gerade im Amateur-Bereich der wichtigste Maßstab sein. Ein Sport in der freien Natur bei Wind und Wetter kann nie 100-prozentig gerecht sein. Viele sehen das zu verbissen. Dabei ist es unabdingbar, dass dem Golfsport die Leichtigkeit erhalten bleibt. Ich bin schon aus Flights ausgetreten, weil andere Spieler derart verbissen und penibel zu Werke gegangen sind, dass es mir den Spaß verdorben hat. Dieses Krampfhafte, diese Attitüde der Besessenheit führt dazu, dass Golfer oft immer noch als seltsame Zeitgenossen gesehen werden.

Welche Klischees über Golfer nerven Sie besonders – und welche stimmen vielleicht? Hast du noch Sex oder golfst du schon? Nein, im Ernst, was mich wirklich stört ist, dass Golfer in Film und Fernsehen oft noch als zwielichtige Zeitgenossen dargestellt werden. Der Mafiaboss, der korrupte Politiker, der betrügerische Geschäftsmann – oft werden sie auf dem Golfplatz gezeigt. Das ist schade und ungerecht.

Auch Ausrüstung und Physis werden diesem Siegeswillen entsprechend hochgerüstet. Wie wirkt sich das auf das Spiel aus? Das Equipment hat sich durch die Hightech-Werkstoffe massiv verändert. Zudem hat

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sich gerade im Profi-Bereich die Physis der Spieler enorm entwickelt. Beide Aspekte haben den Sport stark verändert und ihn an seine Grenzen gebracht. Das Design der Golfplätze als wichtiges Element wird immer mehr aus dem Spiel genommen. Wozu braucht es Bunker, Teiche oder Konturen, wenn die Bälle sowieso darüber hinweg gedroschen werden? Diese Distanzentwicklung hat zur Folge, dass die Plätze immer länger werden müssen und dass großartige, jedoch kürzere Plätze irrelevant werden. Aber Golfen ist kein Ballerspiel, das sollte man sich ab und zu ins Bewusstsein rufen. Wie gewinnt man die Jugend für den Golfsport? Drei Punkte. Erstens: Verkürzung des Golferlebnisses auf maximal zwei Stunden für Jugendliche. Zweitens: Kreative Spielformate wie Golf Sixes, wo kurz und knackig gespielt werden kann und das in englischen Clubs sehr erfolgreich ist. Drittens: Eine liberale Einstellung und eine echte Willkommenskultur bei den Golfanlagen. Auf welchem Platz sollte man unbedingt mal gegolft haben? Ich bin ein großer Fan von Linksgolf, die Aufzählung alter und auch neu entstandener Plätze wäre ellenlang. Aber wenn man über Resorts spricht: Der K Club in Irland beispielsweise ist sicher eine faszinierende Adresse. Und das Spa & Golf Resort Weimarer Land kann man mit Fug und Recht als das schönste ganzheitliche Golf Resort in Deutschland bezeichnen. Angebot, Atmosphäre, Gastfreundschaft, Stil, Landschaft – das Gesamtpaket stimmt einfach. Und alles ist geprägt vom Geist und vom Charme der Familie Grafe. Herr Basche, vielen Dank für das Gespräch.  www.fairgreen-magazine.com www.golfpost.de


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DER RENOMMIERTE GOLFFOTOGRAF STEFAN VON STENGEL IM PORTRÄT

IMMER IM BILD

ÜBER DIE HERAUSFORDERUNGEN, PROS UND PLÄTZE PERFEKT IN SZENE ZU SETZEN Seit 50 Jahren Golfer, seit 45 Jahren Fotograf: Stefan von Stengel brachte beides zusammen und wurde damit zu einem weltweit anerkannten Golffotografen, der rund um den Globus faszinierende Aufnahmen von Pros und Plätzen macht.


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er weltweit anerkannte Golffotograf Stefan von Stengel muss es wissen, wenn er vom Weimarer Land schwärmt: „Wenn der Morgennebel über dem Feininger hängt – das sieht wundervoll aus.“ Seit mehr als 30 Jahren fotografiert er Golfer, Plätze, Equipment und all das Drumherum, was diesen Sport auszeichnet und so einzigartig macht. Hier kämpft er mit einer Detailversessenheit, Hingabe und Leidenschaft um ein gutes Bild, die in der Szene ihresgleichen suchen. Von Stengel arbeitet dabei mindestens genauso professionell, wie die Profis, die er ablichtet. Sowohl internationale Superstars wie Sergio Garcia oder Tiger Woods, als auch nationale Helden wie Martin Kaymer oder Bernhard Langer – Stefan von Stengel hat fast alle Tourspieler in seinem Fotoarchiv und pflegt zu vielen Pros eine vertrauensvolle Beziehung. Bei allen wichtigen Turnieren war er mindestens einmal dabei, darunter Ryder Cup, British Open, Masters, US Open, PGA Championship und beim Solheim Cup. Doch der in Gräfelfing bei München geborene Wahl-Hamburger porträtiert nicht nur die Sportler. Er bebildert auch Firmenturniere (z.B. Porsche European Open, Mercedes-Benz After Work Golf Cup) und setzt die Golfplätze weltweit in Szene. Rund 400 Course rund um den Globus hat er bereits besucht und auf Film (früher) oder digitales Speichermedium (heute) gebannt. Von Stengels Golfleidenschaft wurde im Alter von zehn Jahren geweckt, als sein Vater ihn und seinen Bruder zum ersten Mal mit auf den Golfplatz nahm. Den Spaß am Fotografieren entdeckte er fünf Jahre später. „Mit 15 habe ich beschlossen, Fotograf zu werden und habe ein Jahr später auch das erste Mal Golf fotografiert“, erinnert sich der heute 60-Jährige. „Die erste Ausrüstung habe ich von meinem Konfirmationsgeld gekauft und dann als Assistent in München und Hamburg das Hobby zum Beruf gemacht.“ Zunächst als Sportfotograf bei der „Bild Zeitung“, kam er zu „Golf Sport“ (später „Golf

Magazin“) und fotografierte 1988 dort sein erstes Turnier, das German Masters in Stuttgart. „Es war eine tolle Erfahrung. Die Szene hat mich nicht mehr losgelassen.“ Nach und nach sicherten sich weiter Golf-Titel seine Dienste. Seit nunmehr 31 Jahren arbeitet von Stengel als selbstständiger Fotograf. In Hamburg hat er sich ein eigenes Atelier aufgebaut. Kürzlich hat er sich ein kleines Wohnmobil angeschafft, dass ihm künftig als bewegliche Basis für seine Fotoaufträge quer durchs Land dienen soll. „Die schönsten Golfplatz-Bilder entstehen bei gutem Licht morgens und abends. Eine Landschaft, die erwacht, ist immer ein Blickfang. Das heißt, als Golffotograf muss man früh aufstehen und lange arbeiten“, berichtet von Stengel. Bei Turnieren ist er bis zu 14 Stunden unterwegs auf der Jagd nach dem besten Motiv. Dabei ist das Wetter der größte Einflussfaktor. „Regen nervt, Wind stört weniger. Eine aufoder untergehende Sonne bietet besseres Licht, als wenn sie am Mittag direkt von oben knallt“, erläutert er. „Meine Landschaften werden oft als Stengel-Bilder erkannt. Das ist ein tolles Kompliment.“ Ganz andere Herausforderungen stellen die Porträts der Pros, ihre Mimik und Gestik. „Die Jungs sind inzwischen sehr geschult und wissen genau, wie sie gucken müssen. Dadurch wirken Agenturbilder aber oft auch langweilig. Ich versuche, sie ehrlich und authentisch in Szene zu setzen, oder so inszeniert, dass es ihnen gerecht wird. Und ich will niemanden bloßstellen. Also möglichst keine verkniffenen Gesichter oder verkrampfte Körper“, meint von Stengel. So achte er darauf, den richtigen Moment zu erwischen und vor dem Schlag auszulösen. Zudem müsse er als akkreditierter Fotograf der Tour, der sich in der Nähe der Pros bewegt, darauf achten, diese nicht zu stören. „Dabei hilft es, wenn man die Sportart kennt und einen Platz bereits gespielt hat“, versichert er. Dieses Wissen kann von Stengel durchaus für sich beanspruchen. Zwar habe er die vergangenen


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15 Jahre kaum noch gegolft, inzwischen sei er jedoch wieder häufiger unterwegs. „Am liebsten allein oder mit der Familie, meist nur neun Löcher und gern auch bei schlechtem Wetter“, sagt er. Besonders angetan haben es ihm der Kranich-Kurs in Winston oder ein paar Mal im Jahr eine Runde in Budersand auf Sylt. Daneben beschreibt er auch das Spa & Golf Resort Weimarer Land als sehr reizvoll. „Wohnen und Essen zwischen zwei Golfplätzen – das ist eine tolle Kombination.“ Sport und Landschaft – beim Fotografieren macht von Stengel beides viel Spaß. „Ein explodierender Himmel kann genauso faszinierend sein, wie die Ästhetik eines hochkonzentrierten Gesichts“, meint der Experte, der nach seiner Aussage noch am eigenen Lieblingsfoto arbeitet. Auswahl hätte er eigentlich genug: „Bis ins Jahr 2000 habe ich analog fotografiert und hatte rund 60.000 Dias im Archiv. Seitdem arbeite ich digital. Bei rund 2.000 Fotos pro Turniertag sind inzwischen zigtausende Dateien zusammengekommen. Da wir im RAW-Format speichern, ist die Datenmenge riesig“, rechnet er vor. Ein fast ausgelasteter Server in seinem Studio, der 24 Terrabyte Speicherplatz bietet, wird demnächst um einen weiteren ergänzt.

Dank der Digitalfotografie sei manches heute leichter als zu analogen Zeiten. „Damals kam man mit 80 Filmen aus dem Labor und wusste nicht, ob die Aufnahmen etwas geworden sind. Jetzt kann man es direkt auf der Kamera überprüfen“, so von Stengel. Es sei denn, man vergisst die Speicherkarte einzulegen oder verliert sie. „Das ist mir einmal passiert. Ein Riesenschock. Zum Glück konnte ich alles nachfotografieren.“ Seitdem wird immer, wenn er von einem Shooting zurück aufs Hotelzimmer, ins (bald rollende) Büro oder ins Pressezelt kommt, ein Backup erstellt. Von einer Golfer-Persönlichkeit finden sich besonders viele Aufnahmen in seinem Archiv Zum einen, weil sie schon lange im Rampenlicht steht, zum anderen, weil von Stengel zu ihm und seiner Familie über die Jahre hinweg ein freundschaftliches Verhältnis aufgebaut hat: Bernhard Langer. „Wie er mit seinen 63 Jahren immer noch so erfolgreich golft, ist einfach unglaublich. Wir vertrauen uns gegenseitig und schätzen einander.“ Ein Foto von Langer vor dessen rotem Mercedes gehört zu von Stengels Lieblingsaufnahmen. www.stefanvonstengel.de


Lifestyle

Erlesenste Kreationen Der Slogan unseres Hauses lautet „Zurück zu den Ursprüngen“. Das ist es auch, was wir in der Gastronomie zum Ausdruck bringen wollen. Diese Natürlichkeit zeigt sich bereits in den hochwertigen Grundprodukten, die wir einsetzen.


Lifestyle

Zurücklehnen - Komfort erleben Es ist die Liebe zu den kleinen Dingen, welche am Ende die Gesamtkomposition vollkommen macht.


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EIN NEUES KONZEPT LEHNT SICH BEI DER MENÜ-AUSWAHL AN DEN BAUHAUS-STIL AN

KUNSTVOLLER GENUSS TRIFFT KUNSTGENUSS

RESTAURANT MASTERS MIT NEUER SPEISEKARTE UNTER DEM MOTTO „MASTERS MEETS FEININGER“ Mit einer neuen Speisekarte, die optisch und inhaltlich den klaren, reduzierten und strukturierten Bauhaus-Stil abbildet, präsentiert das Fine Dining Restaurant Masters seine Menü-Auswahl. Auch auf den Tellern herrscht eine einfache Formensprache.

Regelmäßige Gäste werden es längst bemerkt haben, erstmaligen Besuchern des Fine Dining Restaurants Masters fällt sie sofort ins Auge: Eine neue Speisekarte, die optisch und inhaltlich den Bogen zum berühmten Bauhaus-Maler Lyonel Feininger schlägt. Sie stammt von Danny Schwabe, der als Executive Küchenchef für das Spa & Golf Resort Weimarer Land zusammen mit seinem Team das Konzept von mediterraner frankophiler Küche mit regionalen Produkten umgearbeitet und dabei einen neuen Stil kreiert hat, bei dem das Spiel mit Aromen, Texturen, verschiedensten Gewürzen und Produkten in einem kleinen Gesamtkunstwerk auf dem Teller mündet. „Mein Ziel war es, den puristischen, geradlinigen Bauhaus-Stil mit dem Einsatz von Gestaltungselementen, die auf einfache geometrische Formen wie Quadrate, Dreiecke und Kreise reduziert sind, in unsere Küche und schließlich als Speisen auf die Teller zu überführen“, erklärt Schwabe. „Die Speisekarte wurde von uns selbst

designt und soll diesen Anspruch zum Ausdruck bringen. Jeder Gast darf sie als Erinnerung an einen unvergesslichen Abend voller Genuss mit nach Hause nehmen“, sagt er. „Masters meets Feininger“ lautet der Slogan im Restaurant Masters und die Erklärung, warum es unter den vielen namhaften Bauhaus-Meistern ausgerechnet Feininger war, der den Weg auf die Menü-Auswahl gefunden hat, ist schnell gegeben: Der in New York geborene Künstler wurde vor allem mit seinen Bildern von Kirchen und Dorfkernen des Weimarer Umlandes in Thüringen berühmt, wohin er sich zwischen 1906 und 1937 immer wieder für Arbeits- und Studienaufenthalte begab. Seine Werke sind meist nach den jeweiligen Ortschaften benannt, darunter Gelmeroda, Niedergrunstedt, Possendorf, Mellingen, Vollersroda, Tiefurt, Taubach, Gaberndorf, Oberweimar oder Zottelstedt. Deshalb trägt auch bereits einer der beiden 18-Loch-Golfplätze im Spa & Golf Resort Weimarer Land seinen Namen.


„Feininger verkörpert symbolisch den Bauhaus-Stil. Auf der Karte haben wir die Abstraktionen der Gerichte in entsprechende grafische Elemente umgesetzt, die sich dann auf den Tellern wiederfinden. Eine weitere Besonderheit ist, dass bei jedem Gang notiert wurde, wer ihn kreiert hat – quasi wie die Signatur eines Künstlers auf seinem Gemälde“, erläutert Schwabe, der zusammen mit Marcel Hanslok, dem Küchenchef des Restaurants Augusta, und seinem Team die Speisen selbst eingekocht hat. Im vergangenen Winter lockten eine kalte Vorspeise aus Orakinglachs, Shiitake, Topinambur und Hirse, eine warme Vorspeise aus Challans Ente, Pflaume und schwarzem Knoblauch, Ochsenschwanz-Suppe mit Vanille, ein Zwischengang aus Tortelloni, Ziegenkäse, Brombeere und Muskateller Traube, ein Fischgang aus Steinbutt, Karotte, Orange und Krustentierfond sowie ein Hauptgang aus Dreierlei vom Kalb, Sellerie, Kartoffel und Petersilie. Dazu bildeten zwei Desserts aus Amalfi Zitrone und Mascarpone sowie Schokolade, Himbeere und Tasmanischem Pfeffer das süße Finale. Abgerundet wurde der Gaumenschmaus von fünf Käse-Varianten aus dem Tölzer Kasladen. „Die Speisekarte soll angelehnt an die Jahreszeiten vier Mal im Jahr umgestellt werden“, kündigt der Küchenchef an. „Dabei bleiben wir selbstverständlich unserem Konzept treu, nämlich geradlinig zu kochen, kulinarisches Handwerk und Kunst zu verbinden, die Gerichte mit einer klaren Formensprache anzurichten und dabei das dominante Element des Menüs auf dem Teller auch optisch als Eyecatcher zu präsentieren“, verspricht er und kündigt an: „Ich habe noch viele kulinarische Ideen, die ich umsetzen möchte.“ 

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SOMMELIER EMPFIEHLT ZWEI TROCKENE 2019-ER SILVANER AUS FRANKEN

SONNENSTUHL UND KÜCHENMEISTER THOMAS STOBBE ACHTET BEI DER KOMPOSITION DER WEINKARTE AUF EINE GESUNDE MISCHUNG Ob tiefgründiger Muschelkalk oder Kemper Kreideboden – die Silvaner aus Franken sind als trockene Qualitätsweine sehr gute Speisenbegleiter, auch wenn sie sich je nach Lage bei Geruch und Geschmack in feinen Nuancen unterscheiden.

Zu gebratenem Fisch, hellem Fleisch und Gemüse empfiehlt Thomas Stobbe in den Restaurants des Spa & Golf Resorts Weimarer Land gern einen Randersackerer Sonnenstuhl von 2019. „Dieser trockene Silvaner Qualitätswein ist mineralisch mit Aromen von knappreifen Äpfeln, einer moderaten Säure sowie langanhaltend am Gaumen“, erklärt der Sommelier. Passend zu Vorspeisen, Fischgerichten und sommerlichen Salaten sei hingegen der 2019-er Frentsch, ein trockener Qualitätswein mit einem gemischten Satz aus verschiedenen Rebsorten, die gemeinsam in einer Parzelle aufwachsen, geerntet und vinifiziert werden. „Er erzeugt in der Nase leicht florale Noten von Traminer und Muskateller, am Gaumen einen kräftigen Körper durch Burgunderreben, unterstützt von einer animierenden Rieslingsäure“, begründet der Experte seine Empfehlung.


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Beiden Tropfen gemein ist ihre Herkunft: Sie stammen vom Weingut J. Störrlein & Krenig in der Nähe von Würzburg, dem Stobbe seit längerer Zeit verbunden ist. „Der Kontakt entstand vor 15 Jahren, als ich in der Region Franken gelebt und gearbeitet habe“, berichtet er. „Mindestens einmal im Jahr bin ich vor Ort und Mitglied in der Jury des fränkischen Weinwettbewerbs „Best of Gold“. Die Störrlein-Weine wachsen auf tiefgründigem Muschelkalk, was sie sehr mineralisch macht. Besonders gut ist der Silvaner, bei dem es darauf ankommt, den perfekten Erntezeitpunkt zu finden. Darüber hinaus sind die edelsüßen Weine des Hauses besonders zu empfehlen. Auch der Sauvignon Blanc ist sehr gut.“ „Die Schönheit eines Weines soll gewachsen und nicht gemacht sein“, lautet das Motto vom Weingut J. Störrlein & Krenig, welches im Weinberg keine Hochleistungsplantage sieht, sondern auf große Sensibilität gegenüber der Natur setzt. Der Betrieb ist 2008 aus der Verschmelzung des Weinguts Josef Störrlein mit dem Weinbaube-

trieb von Martin Krenig hervorgegangen. Durch den Zusammenschluss besitzt das Weingut nun über fünf Hektar mit alten Silvaner- und Riesling-Reben, insgesamt beträgt die Rebfläche zwölf Hektar. Die Weinberge liegen in den Randersackerer Lagen Sonnenstuhl, Marsberg, Teufelskeller und Pfülben. Die Jahresproduktion liegt bei 80.000 Flaschen. Silvaner ist die mit Abstand wichtigste Rebsorte im Betrieb, sie umfasst rund 35 Prozent der Produktion. 22 Prozent entfallen auf Burgundersorten, 15 Prozent auf Müller-Thurgau und sieben Prozent auf Riesling. Die übrigen Sorten – darunter Sauvignon Blanc, Cabernet Sauvignon, Bacchus, Scheurebe und Gemischter Satz – kommen auf zusammen 21 Prozent. Die Rotweine werden immer im Holz (teils auch im Barrique) ausgebaut, die Weißweine – teilweise nach Maischestandzeiten – teils im Edelstahl, teils im Holz. Alle bleiben mindestens bis April auf der Feinhefe, wobei nichts geschönt wird, wie es im aktuellen Weinführer „Eichelmann 2021“ heißt.


Guts- und Ortsweine bilden die Basis des Sortiments, dann kommen Lagenweine der TriasLinie. Diese Kennzeichnung tragen auch die Großen Gewächse, die alle aus dem schon im 15. Jahrhundert urkundlich erwähnten Sonnenstuhl kommen. Gemeint sind damit die Weinberge, die unter dem Turm liegen: Silvaner, Riesling, Weißburgunder und Spätburgunder. Auch edelsüße Weine spielen seit langem eine wichtige Rolle, regelmäßig werden Auslesen, Beerenauslesen und Trockenbeerenauslesen erzeugt. Zudem gehören Sekte zum Angebot. Da er viele Jahre seines Lebens während seines Jura-Studiums in Würzburg verbracht hat, haben es die fränkischen Weine Stobbe besonders angetan. „Sie liegen mir sehr am Herzen. Ich verstehe mich deshalb sozusagen auch als Botschafter dieser Weine. Ein Silvaner beispielsweise harmoniert gut mit vielen Speisen und hat weniger Säure als der beliebte Riesling. Zudem ist er sehr mineralisch aufgrund des Anbaus auf Muschelkalkböden. Deshalb wird er auch gern

zu Vorspeisen und Fischgerichten gereicht“, erläutert der Sommelier. Rund 30 Kilometer entfernt vom Weingut J. Störrlein & Krenig befindet sich ein weiterer „Liebling“ von Stobbe – das Weingut Weltner in Rödelsee. Die Familie betreibt in vierter Generation seit 1556 Weinbau. Heute führt Paul Weltner das Unternehmen. Auf elf Hektar Fläche werden Silvaner (60 Prozent), Riesling (15 Prozent), Scheurebe (10 Prozent) sowie Weißburgunder, Sauvignon Blanc, Müller-Thurgau und Spätburgunder angebaut. Die Weinberge liegen an den südwestlichen Hängen des Schwanberges, in den Rödelseer Lagen Küchenmeister – mit der Hoheleite – und Schwanleite sowie im Iphöfer Julius-Echter-Berg. Jährlich werden 70.000 Flaschen abgefüllt. „Der Kemper Kreideboden ist sehr tiefgründig und mineralisch, die Weine sind sehr gute Speisenbegleiter. Der Silvaner entfaltet seine Größe am Gaumen, nicht in der Nase, und verfügt

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über eine sehr milde Weinsäure. Der Riesling dagegen ist sehr spitz“, berichtet der Sommelier. Die wichtigste Lage bei Weltner ist der Küchenmeister, dessen Boden aus Schilfsandstein und Dolomit, Gipskeuper und tonigem Mergel mit großen Anteilen an Kalk, Kalium und Magnesium besteht. Folgerichtig empfiehlt Stobbe zwei Rödelseer Küchenmeister von 2019 in den Restaurants des Resorts – einen Silvaner und einen Sauvignon Blanc. „Der Silvaner ist ein trockener Qualitätswein. Er entfaltet ähnliche Aromen wie der Randersackerer Sonnenstuhl, schmeckt aber durch den Anbau auf Keuperboden etwas erdiger und mineralischer“, meint Stobbe und hält ihn deshalb als Begleiter für ähnliche Speisen geeignet, wie den fränkischen Nachbarn. „Beim Sauvignon Blanc handelt es sich um einen trockenen Qualitätswein, der eine vegetabile Aromenvielfalt in der Nase entfaltet, darunter Noten von grüner Paprika, gepaart mit eindringlicher Mineralität. Mit seiner erfrischenden Säure am Gaumen ist er ein hervorragender Begleiter zu Gerichten, die eine zitrische Komponente aufweisen, sowie zu sommerlichen Salaten mit gebratenem Fisch.“ Trotz seiner Vorliebe für die Franken achtet Stobbe für die große Weinkarte in seinem Haus auf eine gesunde Mischung. „Wir haben in unserer Vinothek einen Anteil von deutschen Weinen, der bei etwa 40 Prozent liegt. 50 Prozent kommen aus Europa, die restlichen zehn Prozent aus Übersee. Hierbei ist die Auswahl bewusst begrenzt. Sie beschränkt sich auf einige gute Tropfen aus Amerika, Argentinien, Neuseeland und Australien. Viele unserer Weine führen wir auch mit Jahrgangstiefe. Ein Schwerpunkt sind die Großen Gewächse deutscher Winzer, welche

auch den internationalen Vergleich nicht scheuen müssen. Da in unseren Restaurants der Fokus auf regionaler Küche liegt, hegen wir diesen Anspruch natürlich auch bei unseren Weinen“, verrät er. Der Sommelier setzt bei der Auswahl der Weine weniger auf eine analytische Herangehensweise, sondern mehr auf seine subjektive Wahrnehmung. „Eines der wenigen objektiven Kriterien, auf das ich achte, ist der Alkoholgehalt. Je nach Weintyp sollte er moderat bis niedrig sein. Diesen Trend sehe ich nicht nur bei mir, sondern seit geraumer Zeit auch bei den Gästen“, so Stobbe. Welcher Wein schließlich zu welcher Karte im Spa & Golf Resort Weimarer Land passt, wird schließlich an Probekochtagen bestimmt. Zu den Menüs der Küchenchefs unterbreitet Stobbe seine Vorschläge und stimmt sie mit einem sachkundigen Team aus allen Bereichen der Gastronomie ab. Jeden Abend steht Stobbe im Masters, im Augusta oder auf Wunsch auch in der GolfHütte bei der Weinauswahl den Gästen beratend zur Seite. „Für mich ist es ein Privileg, dass sich die Leute auf meinen Geschmack verlassen“, beschreibt er die Freude an seinem Beruf. „Mir kommt es auf die Qualität in der Flasche an. Alle Informationen drumherum nehme ich interessiert mit, aber es muss nicht zu jedem Wein eine gute Geschichte geben. Wichtig ist, dass die ganze Kollektion des jeweiligen Winzers überzeugt. Dann stehe ich dahinter und kaufe auch mehr als eine Qualität – meist vier bis fünf verschiedene Weine pro Winzer“, beschreibt der Experte, worauf er besonderes Augenmerk legt.  www.stoerrlein.de www.weltnerwein.de


WAS GLÄNZT, IST FÜR DEN AUGENBLICK GEBOREN, DAS ECHTE BLEIBT DER NACHWELT UNVERLOREN. Johann Wolfgang von Goethe, ›Faust I ‹, 1808

TINI.

Mehr als eine Vase.

Ursprünglich wurde Tini bei Weimar Porzellan als eine Bauhaus-Reminiszenz in den 1960ern entworfen und produziert. Nun hat die Fotografin Susanne Katzenberg die Vase gerettet und mit einer modernen Neuauflage TINI unsterblich gemacht. Darüber hinaus entdeckte und dokumentierte Susanne Katzenberg das verlassene Fabrikareal von Weimar Porzellan. Sie begab sich vor Ort und in Archiven auf eine umfangreiche Spurensuche nach der Historie, den Mitarbeiter*innen und dem fast vergessenen Können dieser Manufaktur. Herausgekommen ist ein Buch, das aktuelle und historische Fotografien kombiniert, Zeitzeugen befragt und damit das Unternehmen ebenso feiert wie die traditionsreiche Handwerkskunst. Mehr über das Buch und die Vasen auf >>>

WWW.PROJEKT-UNVERLOREN.DE


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WIEGAND MANUFACTUR WEIMAR STELLT SPEZIELLEN GIN NUR FÜRS RESORT HER

BOBBY JONES MIT BIO-HIMBEEREN

150 FLASCHEN EINER LIMITIERTEN SPIRITUOSENAUFLAGE EXKLUSIV ZUM KAUFEN ODER TRINKEN Vor zehn Jahren gründete Matthias Wiegand in Weimar eine Manufaktur, in der er heute aus erlesenen Zutaten Liköre, Whiskey und Gin herstellt – in Bioqualität und mit einem einzigartigen Verfahren zur Fassreife, das sogar patentiert ist.


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as fruchtige Aroma von Bio-Himbeeren, dazu Orangen- und Zitronenschalen sowie die sehr blumige Note der Veilchenwurzel – das sind die wesentlichen Zutaten von „Bobby Jones“, einem Gin, den die Wiegand Manufactur Weimar seit dem vergangenen Jahr als limitierte Edition für das Spa & Golf Resort Weimarer Land destilliert. Die Liefermenge ist auf jährlich 150 Flaschen begrenzt, die als Andenken gekauft oder in Form von Gin-Tonic an der Bar genossen werden können. „Wir liefern seit drei Jahren unseren bekannten Lyonel Dry Gin ins Resort. Auf diesem Weg bin ich mit dem Barkeeper ins Gespräch gekommen und so entstand die Idee, einen speziellen Gin herzustellen, den es nur exklusiv vor Ort gibt und den man nirgendwo sonst erwerben kann“, berichtet Manufaktur-Inhaber Matthias Wiegand. Neben Honig und Eiscreme wird die „Bobby-Jones“-Produktpalette damit um ein weiteres einzigartiges Angebot erweitert. Die Spirituosen aus der Weimarer Manufaktur überzeugen neben ihrem einzigartigen Geschmack auch mit der Auswahl erlesener Zutaten, die immer Bioqualität haben, sowie einem einzigartigen, patentierten Konzept, das die Fassreife um bis zu drei Jahre verkürzt und den Geschmack deutlich bereichert. „Alle 30 Minuten werden für je 60 Sekunden verschiedene Bass-Töne abgespielt, die die Wände und damit auch unsere amerikanischen Eichenfässer in Schwingungen versetzen“; erklärt der Edelbrandsommelier. „Dadurch kommt auch die Flüssigkeit in Bewegung. Aromen und Farbpartikel setzen sich ab – mit positiven Effekten für Optik und Geschmack.“ Ein deutlich intensiveres Aroma sowie eine veränderte Färbung der Spirituose seien die Folge. Die Rhythmen und deren Abspielprinzip wurden eigens von einem Berliner Klangforscher kreiert. Hinter jedem der getoasteten 190-Liter-Bourbon-Fässern (Toasten = Ausbrennen der Innenseite) mit Whisky ist ein individuell angefertigter Lautsprecher installiert, ebenso bei drei weiteren Gebinden mit Gin.


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Benannt werden die einzigartigen Kreationen der Wiegand Manufactur nach regionalen Persönlichkeiten. So verdankt der Blütenlikör Johann seinen Namen Johann Wolfgang von Goethe und Johann Christoph (die beiden Vornamen sind weniger bekannt) Friedrich von Schiller. Er wird auf Grundlage alter Weimarer Likörrezepte und Aufzeichnungen hergestellt. „Früher wurde Schnaps oft selbst gebrannt. Also habe ich im Goethe-Archiv nach alten Küchen-Rechnungen gesucht. Darauf waren die Zutaten zu finden, aus denen ich dann das Rezept entwickelt habe“, berichtet der Destillateur. Der „Henry Single-Malte-Whisky“ verdankt seinem Namen wiederum dem Bauhaus-Architekten Henry van de Velde. Er besticht mit einem weichen Duft nach Kamillenblüten, begleitet durch süße Vanille und sonnengetrocknetes Holz. Nach einer Weile des Atmens öffnet sich dessen Bouquet und es strömen Nuancen von Rhabarber, Weihrauch und schwelendem Holz aus dem Glas. „Sie werden stets neue Düfte entdecken“, versichert Wiegand und ergänzt. „Dieser Tropfen weiß aber auch im Mund zu begeistern. So legt er sich leicht und mild auf die Zunge und umschmeichelt den Gaumen mit Aromen von Vanille-Schoten, Kamillenblüten-Tee und süßlichem Geschmack.“ Wichtigstes Produkt im Portfolio des 52-Jährigen, der neben seinem Laden-

geschäft mit Gin-Verkostung seine Spirituosen über diverse Online-Shops und einige Fachgeschäfte vertreibt, ist der „Lyonel Dry Gin“, eine Reminiszenz an den Maler Lyonel Feininger. „Rund 6.000 Flaschen im Jahr füllen wir von diesem Premium London Dry Gin erster Güte ab. Er wird in Kupferkesseln über offener Flamme destilliert und lässt Noten von Wacholder und Zitrusfrüchten zusammen mit Kardamom, Pfeffer und blühendem Lavendel erschmecken“, so Wiegand. Außer Gin destilliert der Einzelunternehmer rund 2.000 Flaschen Likör im Jahr. „Der Umgang mit Kräutern ist mir quasi in die Wiege gelegt worden“, verrät er. „Ich stamme ursprünglich aus dem Thüringer Wald, wo es eine lange Tradition ist, dass Apotheker Schnäpse aus Waldkräutern brennen. Ich habe alte Rezeptblöcke von meinem Vater im Schrank gefunden und daraus ein Hobby gemacht“, so Wiegand. „Dann habe ich den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt, nach und nach alle Geräte angeschafft und 2011 die Manufactur gegründet. Über meinen selbstgebrannten Blütenlikör Johann hat dann eine Zeitung berichtet. Dabei kam die Frage auf, ob ich auch Gin herstelle. Das habe ich zu diesem Zeitpunkt nicht, aber die Idee war geboren.“ Und damit auch der Grundstein für den Bobby-Jones-Gin.  www.wiegandweimar-shop.de


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NEUE KÜCHENCHEFS MIT NEUEM KONZEPT SETZEN IHRE GENUSSVOLLEN IDEEN UM

DOPPELTER GENUSS

ZWEI SPITZENKÖCHE DRÜCKEN MASTERS UND AUGUSTA IHREN STEMPEL AUF Danny Schwabe und Marcel Hanslok führen seit dem vergangenen Jahr die SpitzenRestaurants Masters und Augusta. Mit neuem Konzept auf Basis bewährter Tugenden kreieren sie ihren eigenen Stil und verwöhnen mit Menüs auf höchstem Niveau.

Neue Akzente – noch mehr Genuss. Seit vergangenem Jahr stehen Marcel Hanslok als Küchenchef für das Restaurant Augusta und Danny Schwabe als Executive Küchenchef für das Spa & Golf Resort Weimarer Land sowie das Restaurant Masters in der Verantwortung für den guten Geschmack. Gemeinsam arbeiten sie daran, das von Vorgänger Marcel Fischer geschaffene Grundkonzept, auf der bewährten Basis aus mediterraner und frankophiler Küche mit regionalen Produkten zu verfeinern und weiterzuentwickeln. „Unsere Grundidee ist, weniger verspielt und dafür geradliniger zu kochen, kulinarisches Handwerk und Kunst zu verbinden und die Gerichte mit einer klaren Formensprache anzurichten und dabei das dominante Element des Menüs auf dem Teller auch optisch als Eyecatcher zu präsentieren“, erläutert Schwabe das neue Konzept und Kollege Hanslok ergänzt: „Wir wollen bei Zubereitung und Präsentation der Speisen auf den Punkt kommen und weniger

umschreiben. Vom Aperitif bis zum Käse folgt alles einer Linie. Die Menüs sehen einfach aus, sind aber sehr aufwändig produziert.“ Die Resonanz sei bislang durchweg positiv, berichten die Beiden. Seit Mitte 2020 wird das neue Konzept umgesetzt. Danny Schwabe schaffte es damit unter die Top-50-Köche im Restaurantführer Schlemmer Atlas und im renommierten Gault-Millau wurden 15 Punkte erzielt. „Auch die Gäste haben uns ein sehr positives Feedback gegeben“, erzählt der Masters-Chef. „Besonders hervorgehoben wurde, dass wir unser Konzept von Anfang bis Ende durchziehen.“ „Positiv bemerkbar macht sich zudem, wie das ganze Team hinter dem Konzept steht“, erläutert Hanslock. „Wir sind eine junge Truppe, die meisten Mitte 20. Wir haben die Karte selbst eingekocht und damit eine Vision vorgegeben. So haben wir die Leute mitgenommen.“ Auch die Service-Mitarbeiter seien entsprechend geschult


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und könnten jeden Gang erklären. „Ab dem Sorbet ist dann immer ein Koch am Tisch und steht für Fragen der Gäste bereit“, so Schwabe. „Im Prinzip ist es wie bei einem guten Orchester: Jeder spielt mit, aber Danny gibt den Takt vor“, beschreibt Hanslok die Aufgabenteilung und verweist auf weitere kleine Änderungen. So gibt es keine Buffets mehr, stattdessen wird immer ein 5-Gang-Fine-Dining-Menu mit kleinem Zwischengang serviert. Darüber hinaus habe die Aromen-Vielfalt nochmal zugenommen, während die erfolgreiche Produkt-Philosophie der kürzesten Wege erhalten blieb. „Alles, was wir regional kaufen können, kaufen wir auch hier, selbst wenn es etwas teurer ist“, versichert Schwabe. Der 39-Jährige stammt aus Neuhaus am Rennweg, absolvierte seine Ausbildung im Hotel Am Kleeberg in Lichte und arbeitete nach dem Zivildienst bis 2006 dort als Koch. Anschließend war er für zwei Jahre Chef de Partie im Hotel Residenz Masserberg und danach dort zwei weitere Jahre Souschef. Im Anschluss wechselte

er als Souschef ins Schlosshotel Eyba – einem der Top 3 Tagungshotels (Bib gourmand Guide Michelin) in Deutschland. Dort blieb er bis 2012. Dann folgten weitere Stationen als Souschef in den Lindner Hotels Heubach/Schnett sowie Landshut. Seit 2013 arbeitet Schwabe im Spa & Golf Resort Weimarer Land, zunächst als Souschef bis 2015 und dann als Executive Souschef, bis er im vergangenen Jahr neue Verantwortung als Executive Küchenchef übernahm. Marcel Hanslok ist 31 Jahre alt und wurde in Weimar geboren. Dort absolvierte er bis 2009 seine Lehre zum Koch. Anschließend war er bis ins Jahr 2012 im Schlossrestaurant Sondershausen (1 Stern) und arbeitete sich vom Commis de Cousine bis zum Chef de Partie hoch. Zwei weitere Jahre als Küchenchef im gleichen Haus folgten. 2013 wechselte er ins Gourmetrestaurant Anna Amalia (1 Stern) des Hotels Elephant in Weimar, bevor er 2014 als Chef de Partie im Spa & Golf Resort Weimarer Land anfing und 2015 zum Chef Tournant und später zum Sous Chef avancierte, bis er 2020 die Position als Küchenchef im Restaurant Augusta antrat.


Lifestyle

Liebe zum Detail Stilgerecht, detailgetreu und mit viel Eigeninitiative wurde dem ehemaligen Gutshof wieder Leben eingehaucht. Der Einsatz von rustikalen Putzen, naturbelassenen Holzoberflächen, die nicht nur den Eindruck vermitteln, als wären sie schon hundert Jahre alt, sondern es meist auch sind, verstärkt diese Wirkung.


Lifestyle

Ambiente genießen Unsere Küche zaubert aparte Gaumenfreuden – und unsere liebevoll eingerichteten Restaurants bieten den entsprechenden Rahmen für diesen Hochgenuss: stilvoll und trotzdem bequem, luxuriös und trotzdem gemütlich.


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FAMILIENWELLNESS LIEGT IM TREND UND WIRD VON VIELEN SPAS ANGEBOTEN

KINDER AUSDRÜCKLICH WILLKOMMEN

RELAXEN IM KREIS DER LIEBSTEN IST EINE ENTWICKLUNG, DIE SEIT JAHREN ANHÄLT Ein breites Angebot an Aktivität und Entspannung bietet das Spa & Golf Resort Weimarer Land seinen Gästen. Ein Markenzeichen dabei ist, dass die ganze Familie eingebunden wird und für alle Bedürfnisse von Groß und Klein etwas dabei ist.


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icht allein, sondern im Kreis der Liebsten zu relaxen ist eine Entwicklung, die bereits seit Jahren anhält. 2019 lag der Anteil der Familien am gesamten Gästeaufkommen in deutschen Hotels mit 17,3 Prozent erstmals vor dem der Alleinreisenden mit nur noch 15,7 Prozent. Neben Angeboten zum Spielen und Toben werden dabei zunehmend auch Wellness-Offerten für die Kleinsten ins Programm aufgenommen. Das Spa & Golf Resort Weimarer Land ist hier seit Jahren Vorreiter und bietet mit dem Rabbit Club unzählige Möglichkeiten zur Aktivität, gleichzeitig aber auch spezielle Spa-Angebote für Kinder und Familien in der Lindentherme. Zwar treibt das Wellness-Angebot mancher Hotels für den Nachwuchs zuweilen seltsame Blüten – Gesichtsmasken mit Erdbeer-Aroma oder Schoko-Massagen sind nur zwei Beispiele –

doch der allgemeine Trend ist nicht zu übersehen. Seit ein paar Jahren haben immer mehr Häuser Familienpakete im Angebot. Experten warnen jedoch davor, die Kleinsten zu überfordern und verweisen darauf, dass Kinder ganz andere Bedürfnisse als Erwachsene haben. So rät der Deutsche Sauna-Bund, Kinder erst ab dem dritten Lebensjahr mit in die Sauna zu nehmen. Eltern sollten die Früherkennungsuntersuchung U4 im vierten Lebensmonat abwarten, um gesundheitliche Risiken abzuklären. Manche Hoteliers stehen auch heutzutage noch Kindern skeptisch gegenüber. Gerade die Jüngsten sind dort ausdrücklich unerwünscht. Hier herrscht noch der Gedanke vor, Kinder seien laut und dies würde mit dem Bedürfnis der Erwachsenen nach Ruhe kollidieren. Dabei sind es vor allem die jüngeren Erwachsenen, die gereizt auf Kinderlärm im Wellnessbereich


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reagieren. Ältere sind meist gelassener, erst recht, wenn sie selber Kinder haben. Entscheidend sei, so die Ansicht der Fachleute, dass es Regeln gibt, an die sich alle halten. Wenn klar sei, wann im Spa Ruhe herrschen soll, ließen sich Auseinandersetzungen vermeiden. Im Spa & Golf Resort Weimarer Land sind Kinder ausdrücklich willkommen. In Umfragen wird die Familienfreundlichkeit des Hauses als eines der wichtigsten positiven Attribute genannt. Kein Wunder, betrachtet doch die Gastgeber-Familie Grafe Mitarbeiter und Gäste als eine große Gemeinschaft. So ist es keine Seltenheit, dass – während der Vater zur Golfrunde startet und dort Entspannung sucht – die Mutter den Wellness-Bereich der Lindentherme fest im Blick hat. Und wenn das Kind sich für den Rabbit Club zu alt fühlt und nicht allein am Pool abhängen will, kann es gern ins Spa mitkommen.

Während sich Mama entspannt, bietet sich für den Nachwuchs zum Beispiel die Möglichkeit „Wellness für die großen Engel“ auszuprobieren. Dabei handelt es sich um eine Massage für Kinder ab sechs Jahren, eingebettet in eine phantastische und ein kleines bisschen spannende Geschichte. Die Behandlungszeit beträgt 25 Minuten. Für die Entspannung zuhause gibt es als kleines Geschenk die CD dazu. Darüber hinaus bietet sich für Kinder der „Sandengel“ an, eine Massage in der warmen Sandliege. Dieses Bad in sonnendurchwärmtem Sand geht auf eine jahrtausendealte Tradition zurück. Bereits die alten Ägypter nahmen zur Entspannung und für ihr Wohlbefinden ein „Bad“ im heißen Wüstensand, weil sie den wohltuenden Effekt kannten. Unter dem Begriff „Psammotherapie“ (psammo = griechisch für Sand) fasst die Medizin auch heute noch Anwendungen


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zusammen, bei denen die trockene Wärme der Mineralkörner als Heilmethode zum Einsatz kommt oder der Entspannung dient. Die winzigen Quarzteilchen speichern Wärme optimal und geben diese nur langsam wieder ab. Zudem passen sich die feinsten Steinchen dem Körper perfekt an. Die milde, trockene Wärme des Sandes dringt tief in den Körper ein und fördert die Durchblutung sowie die Aktivierung des Stoffwechsels. Die wohltuende Wirkung: Die Muskulatur entspannt, Schmerzen werden gelindert, Schlackenstoffe abtransportiert, Körper und Seele kommen zur Ruhe. Bei Bedarf lässt sich in der Dampfdusche die Nachruhe genießen. Die Lindentherme im Spa & Golf Resort Weimarer Land wird bereits von Gästen im Alter von sechs bis acht Jahren regelmäßig aufgesucht. Die Kids genießen die Behandlung, schalten ab und fast alle schlafen dabei ein. Der Grund: Viele Kinder sind bereits in ihrem jungen Alter verspannt durch Überbelastung, Bewegungsmangel, schlechtes Sitzen und schwere Ranzen. Der bisher jüngste Gast hatte diese Probleme jedoch noch nicht. Das Mädchen war gerade acht Monate alt. Nach ein paar Streichungen und einer Fußmassage ist es eingeschlafen, sehr zur Zufriedenheit des Papas. 


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IN DIREKTER NACHBARSCHAFT WARTEN ZAHLREICHE ATTRAKTIVE FREIZEITANGEBOTE

FIT UND AKTIV RUND UMS RESORT

UNTERHALTSAME UNTERNEHMUNGEN SORGEN DAFÜR, DASS KEINE LANGEWEILE AUFKOMMT Es muss nicht immer Golf sein: Stattdessen sorgen Bogenschießen, Biathlon, Fackelwanderungen, Fitnesskurse, Fahrradverleih, Geocaching, ein Aktivpark, Beachvolleyball, mehrere Reiterhöfe, Segelfliegen und vieles mehr für Abwechslung.

Natürlich steht das Spiel mit dem kleinen weißen Ball im Fokus, wenn man Gast des wundervollen Hotels zwischen den Courses Goethe und Feininger ist. Doch darüber hinaus bietet das Spa & Golf Resort Weimarer Land auch für Nicht-Golfer eine Vielzahl von Möglichkeiten, sich aktiv zu betätigen. So sind Nachtgolf-Events und Golf-Schnupperkurse für Anfänger ein unterhaltsamer Einstieg. „Zudem kann man bei uns Bogen- oder Biathlonschießen mit Lasergewehren ausüben“, berichtet Golfmanager Thomas Mönch. Fackelwanderungen oder geführte Touren seien ebenso im Programm. Im Winter locken Langlauf oder Eisstockschießen. Sportlichen Workout bieten darüber hinaus zahlreiche Fitnesskurse, darunter Yoga, Nordic Walking, Pilates, Functional Training, Rücken- sowie Aquafit. Als Ausgleich steht ein breites Angebot an Entspannungskursen zur Verfügung. Im hauseigenen Verleih können Fahrräder ausgeliehen werden, um die reizvolle Landschaft rings um das Resort zu erkunden, darunter auch moderne E-Bikes. Ein nahegelegener Kneipp-Pfad verbindet Bewegung mit Wasserkuren


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und bietet damit beste Voraussetzungen, um Körper und Geist in Einklang zu bringen. Ein weiteres Aktiv-Highlight sind GPS-Schatzsuchen und Geocaching. „Bei der Schatzsuche müssen zwei kleine Truhen mit Codes in der Umgebung des Resorts gefunden werden. Sie sind zwischen 1.000 und 1.500 Meter entfernt. Verschiedene Hilfsziele im Umkreis von 100 Metern helfen beim Annähern. Doch das ist gar nicht so leicht, manche sind ziemlich schwer zu finden“, erklärt Mönch. „Gesucht wird mit GPS-Geräten, die eine Genauigkeit von fünf bis zehn Meter im Umkreis des Punktes haben. Mit ihnen bewegt man sich, um die Laufrichtung zu bestimmen. Dabei muss die Nadel auf den zu suchenden Punkt gesetzt werden.“ Erfolgreiche Schatzsucher mit richtigem Code erwartet dann ein Geschenk-Gutschein für den Mary-Malone-Shop in der GolfHütte oder Süßigkeiten für die Kleinen. Acht Caches sind jeweils rund 500 Meter entfernt rings ums Resort versteckt und wollen ebenfalls mittels GPS-Gerät gefunden werden. Bei dem populären Suchspiel winkt dem Entdecker hierbei kein Schatz, sondern den Regeln der GPS-Schnitzeljagd entsprechend ein Eintrag ins Logbuch. Wie es sich gehört, ist der Cache nach der Eintragung wieder an der Stelle zu verstecken, an der er zuvor gefunden wurde. Übrigens geht Geocaching auf Letterboxing zurück, ein Spiel, das es nachweislich bereits seit 1854 in Dartmoor in Südengland gibt, und bei dem an verschiedenen Orten Behälter versteckt und mittels eines Kompasses gesucht werden. Nur 15 Kilometer vom Spa & Golf Resort Weimarer Land entfernt bietet der Stausee Hohenfelden mit Spaßbad und Sandstrand ein breites Angebot an unterhaltsamen Aktivitäten. Im Thüringer Freilichtmuseum machen historische Gebäude erlebbar, wie in thüringischen Dörfern früher gebaut, gelebt und gearbeitet wurde. Mehr als 30 Häuser aus dem 17. bis 20. Jahrhundert – darunter Pfarrhof, Bauernhöfe, Werkstätten wie Schusterei, Schmiede und Töpferei, eine Windmühle, Bienenhäuser, eine Dorfschule, ein Brauhaus und die Museumsgaststätte „Einkehr zur alten Pfarre“ sowie der „Limonandenpavillon“ – laden zum Erkunden ein und vermitteln Geschichte auf anschauliche Weise.

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Der Aktivpark beeindruckt vor allem durch seinen Kletterwald mit Hängebrücken, Affenschaukeln und anderen Hindernissen. Insgesamt laden sieben Parcours mit 118 Kraxel-Elementen zum Ausprobieren ein. Ob Fitness oder Abenteuer bis hin zum Risiko – hier kommt jeder auf seine Kosten: Von zwei bis 15 Meter Höhe mit steigendem Schwierigkeitsgrad erstrecken sich die verschiedenen Elemente. Von einigen kann man an Seilbahnen mit bis zu 135 Metern Länge durch den Wald rasen oder Sprünge bis zu 15 Metern abwärts ins Netz wagen. Ergänzt wird das Angebot durch ein Streichelgehege, Bogenschießen als 2D- und 3D-Parcours, eine 18 Loch Adventure-Golf-Anlage, Fußballtennis, Bungee-Trampolin sowie einen Kletterspielplatz. Für Pferdefreunde bieten gleich mehrere Reiterhöfe Ausritte mit den beliebten Vierbeinern an, darunter der Hengstbachhof in Hetschburg, die Reitanlage Linda oder der Reiterhof Lindig in Hohenfelden. Hoch hinaus geht es dagegen im Adler- und Falkenhof Schütz, wo man die majestätischen Greifvögel naturnah erleben kann. Und wer beim Fliegen nicht nur zuschauen, sondern mitmachen will, der kann auf dem Flugplatz Bad Berka zum Segelfliegen, zu einem Flug im Motorsegler oder in einem Ultraleichtflugzeug abheben. 


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RUNDWEG MIT ZAHLREICHEN STATIONEN FÜR GANZHEITLICHES NATURHEILVERFAHREN

ENTSCHLEUNIGEN MIT PFARRER KNEIPP

NEUN KILOMETER LANGE STRECKE BIETET WASSER UND BEWEGUNG IN FASZINIERENDER LANDSCHAFT Wer den aktuellen Wellness-Trends Slow Down & Enjoy sowie Natur und Nachhaltigkeit folgen will, findet auf einem abwechslungsreichen Kneipp-Pfad rund um Bad Berka, mitten im Weimarer Land, die entsprechenden Angebote.

Beim Blättern durch die einschlägigen Spa-Ratgeber stechen bei den Trends für 2021 drei Schlagworte besonders häufig hervor: Slow Down & Enjoy sowie Natur und Nachhaltigkeit. Der erste Begriff beschreibt die Entschleunigung des Alltags und die Erkenntnis vieler Menschen, dass es ihnen guttut, wenn sie sich weniger vornehmen und langsamere Aktivitäten in ihren Alltag einbauen. Ruhigere Angebote wie Yin Yoga oder Slow Fit sind gefragt, die Körper und Geist behutsam trainieren. Auch ein beruhigendes Bad im warmen Thermalwasser gehört demnach dazu.


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Einer, der diese beiden Wellness-Trends schon vor 175 Jahren quasi vorwegnahm, war der Pfarrer Sebastian Kneipp. Das nach ihm benannte Behandlungsverfahren, das Wasseranwendungen, Pflanzenwirkstoffe, Bewegungs- und Ernährungsempfehlungen beinhaltet, kombiniert fünf Säulen: Die Hydrotherapie wendet Wasser in Form von Kneippgüssen und Wassertreten an. Die Ernährungstherapie setzt auf vielseitige Vollwertkost. Die Bewegungstherapie empfiehlt, als intensive Form der Bewegung und einfache Abhärtungsmethode, das Barfußlaufen. Die Phytotherapie nutzt die Möglichkeiten der Heilpflanzen. Mit der Ordnungstherapie hat Kneipp einen Weg zu einer bewussten, die Gesundheit erhaltenden Lebensführung vorgeschlagen. Auf den Spuren von Kneipp lässt sich die Entschleunigung von Körper und Geist inmitten der Natur erleben. So ist das nahe Bad Berka ein anerkannter Kneippkurort. Das Prädikat wird an Ortschaften vergeben, in denen Wasserkuren nach dem von Kneipp entwickelten ganzheitlichen Naturheilverfahren angeboten werden. Der Goethebrunnen am Eingang des Kurparks ist dabei nur eine von mehreren Anlagen in und um der Stadt. „Sein heilsames Wasser entfalte seine Wirkung nicht nur bei der Trinkkur“, wirbt die Kneipp-Bewegung der Stadt und empfiehlt: „Wassertreten wirkt tagsüber erfrischend und abends beruhigend, stärkt Kreislauf und Immunsystem. Ein Barfußpfad mit unterschiedlich strukturierten Belägen regt zusätzlich die Durchblutung an und intensiviert die Wirkung des Wassertretens.“ Das zweite Kneipp-Tretbecken befindet sich auf dem Carl-Alexander-Platz mitten im Wald, im idyllischen Tal des Dammbachsgrundes. „Das 2009 eröffnete Naturbecken bietet eine ideale Möglichkeit zur Abkühlung während eines Spazierganges, einer Wanderung, Rad- oder Nordic-Walking-Tour“, raten die Experten. Als echter Geheimtipp wird die dritte Kneipp-Anlage unterhalb des Gottesbrünnleins angepriesen, die 2010 in Betrieb genommen wurde. „Ideal für eine kräftige Durchblutung nach dem Wassertreten ist anschließendes Barfußlaufen über Fichtenzapfen, durch Schlamm und auf dem natürlichen Waldboden“, heißt es in der Empfehlung.

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Die neun Kilometer lange Strecke biete Wasser und Bewegung in einer faszinierenden Landschaft und wird durch viele Informationen sowie Aktionsmöglichkeiten ergänzt. Die Route kann nicht verfehlt werden, denn sie ist mit einem eigenen Logo – einem hellblauen „K“ auf weißem Untergrund – gekennzeichnet. Sie führt vom Goethebrunnen mit Barfußpfad über Dammbachsgrund, Carl-Alexander-Platz, Hubertusquelle, Diesterwegquelle, Gottesbrünnlein, oberhalb des Rhododendrongarten, Herthasee und Freibad Bad Berka zurück zum Goethebrunnen. Auch im Spa & Golf Resort Weimarer Land kann Kneipps Lehre gefolgt werden. So werden in der Lindentherme entsprechende Wasserkuren angeboten, wobei das natürliche Becken von der nahegelegenen Quelle des Dammbachs gespeist wird. Alle der drei überdurchschnittlich großen und luxuriösen Saunen – die finnische Panorama-Sauna mit 85 °C und Blick auf den Golfplatz, das feuchte Aroma-Dampfbad mit 45 °C sowie das Lindenblütenbad mit 55 °C – verfügen sie neben separaten Abkühlbecken auch über Belebungsduschen mit Kneippstrahl. Hinzu kommen Tropenregen sowie Splash-Benebelung von der Seite. Auch wenn eine Wirksamkeit der Therapien von Pfarrer Kneipp zur Behandlung von Krankheiten nicht oder nur gering belegt ist, gilt ihr gesundheitsfördernder Effekt als unumstritten. Dabei ist das Kneippen übrigens nicht nur gesund, sondern hat auch einen kulturellen Anspruch: Im Dezember 2015 wurde das Behandlungsverfahren von der Kultusministerkonferenz als Kulturform in das Bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Am 11. März 2016 erfolgte die Auszeichnung im Sinne des Übereinkommens zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes der UNESCO. 


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Lifestyle

Ambiente genießen Schönheit liegt im Auge des Betrachters. Bei uns betrachten Sie Luxus mit anderen Augen. Jeder Raum, jedes Möbelstück, jedes Accessoire ist Teil einer edlen Komposition des guten Geschmacks.


Lifestyle

Fest für die Sinne Die kulinarischen Eindrücke auf sich wirken lassen, dem Genuss der Speisen hingeben, sich Zeit nehmen, um das beeindruckende Ambiente und die einzigartige Atmosphäre aufzusaugen.


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DIE ERSTAUFLAGE DER BOBBYS JUNIOR OPEN SORGT FÜR STRAHLENDE GESICHTER

LECKERES ESSEN UND ATTRAKTIVE GEWINNE

KINDER- UND JUGENDGOLFTURNIER MIT 52 TEILNEHMERN IM ALTER ZWISCHEN ZWÖLF UND 18 JAHREN Zum ersten Mal fanden im September die Bobbys Junior Open statt und sorgten für große Begeisterung bei den Teilnehmern. Ohne Druck und Leistungsorientierung soll auf diese Weise das Interesse am Golf beim Nachwuchs geweckt werden.


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zufriedene Teilnehmer im Alter zwischen zwölf und 18 Jahren – die 1. Bobbys Junior Open im Spa & Golf Resort Weimarer Land war trotz Corona bedingter Einschränkungen ein voller Erfolg. „Im Nachgang der Veranstaltung haben uns viele positive Rückmeldungen erreicht. Schlussendlich konnten wir sowohl begeisterte Kinder als auch ihre Eltern nach Hause verabschieden“, resümiert Golfmanager Thomas Mönch. Das Kinder- und Jugendgolfturnier fand am 27. September 2020 erstmals statt. Die 2. Auflage ist für den 17. Oktober 2021 geplant. Dann werden rund 80 Teilnehmer erwartet. „Bislang kamen die Kinder und Jugendlichen vorwiegend aus unserem Verbandsgebiet Sachsen/Thüringen, dazu einzelne Spieler aus anderen Bundesländern. Aber wir vermarkten das Event überregional. Unser Ziel ist es, künftig mit gut 100 Teilnehmern aus ganz Deutschland an den Start zu gehen“, so Mönch. Die Idee für die Bobbys Junior Open stammt vom Clubmitglied Arndt Kolbe, Geschäftsführer der Cabero Wärmetauscher GmbH & Co. KG. „Seine Tochter und sein Sohn sind bei mir in der Trainingsgruppe“, erklärt Mönch. „Herr Kolbe hat vorgeschlagen, Kindern die Möglichkeit zu bieten, miteinander Golf zu spielen, Spaß zu haben und so die Begeisterung für den Sport zu wecken, ohne den Druck und die Leistungsorientierung bei offiziellen Turnieren. Diese Idee hat uns überzeugt. Seine Firma hat die attraktiven Preise und das leckere Essen gesponsort, wir haben die Organisation übernommen.“ Das Konzept sieht vor, am Vorabend des Turniers eine Players Night zu veranstalten, damit sich die Kinder kennenlernen können. Bei Hamburger, Pasta und Eis sorgen Quiz, Fotobox, actionreiche Spiele und Disco für Spannung und Unterhaltung. Zudem werden die Flights eingeteilt. „Bei uns steht der Spaß im Vordergrund. Die Teams werden deshalb bunt gemischt. Der Erfahrenste oder Älteste führt den Flight. Um den unterschiedlichen Leistungsniveaus gerecht zu werden, haben wir vier Handicap-Klassen eingeteilt und daraus jeweils den Sieger ermittelt,

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damit auch Spieler mit hohem Handicap eine faire Chance auf ein Erfolgserlebnis hatten“, berichtet der Golfmanager. Wie bei den Erwachsenen wurde nach der Einstimmung am Samstag, am Sonntag ein 18-Loch-Turnier auf dem Goethe Course gespielt. Nach dem Einspielen auf der Driving Range und der Ausgabe der Scorecards gab es als Startgeschenk ein Poloshirt für jedes Kind. Dann fand die Begrüßung durch Sponsor Kolbe und Golfmanager Mönch statt. Um 10 Uhr erklangen die Signale des Kanonenstarts. „Die Atmosphäre auf dem Platz war prima. Klein und Groß spielten zusammen und turniererprobte Spieler halfen den weniger erfahrenen Kindern. Besonders die leckeren Hot Dogs zur Halfway kamen gut an“, blickt Mönch zurück. In der Brutto-Wertung siegte bei den Mädchen Emily Brembach vom Thüringer GC und bei den Jungen Clubkollege Max Kaesebier. In der Nettoklasse A setzte sich Paul Theumer (Weimarer Land) vor Quynh Tai Pham (GC Chemnitz) sowie Luca Hendrik Wegers (DD Ullersdorf) durch. In der Nettoklasse B ging Platz eins an Maximilian Johannes Sasse (GC Halle), gefolgt von Tom Gronemann und Hugo Klickermann (beide Golfpark Leipzig). Die Nettoklasse C entschied Tessa Marie Janitzky vor Raphael Kolbe (beide Weimarer Land) und Adrian Stockmann (DD Ulltersdorf) für sich. Gewinnerin der Nettoklasse D war Annabell Götz (GC Chemnitz). Anastasia Kolbe (Weimarer Land) und Tamin Hoffmann (GC Gera) folgten auf den Plätzen zwei und drei. Die anschließende Siegerehrung sorgte für zahlreiche strahlende Gesichter, was neben dem tollen Turniertag auch an den fantastischen Preisen lag. Dazu zählten – in dieser Altersgruppe besonders beliebte – Musikboxen, Tablets, Smartphones, Kopfhörer, GPS-Uhren sowie Golfbags und -bälle. „Auch in der Verlosung gab es Einiges zu holen“, erzählt Mönch. „Am Ende ist jeder der Teilnehmer mit einem Gewinn nach Hause gegangen.“ 

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KREATIVE KOMBINIERBARKEIT OHNE VERBINDUNGS- ODER BEFESTIGUNGSELEMENTE

BAUMEISTER MIT PINIENPLÄTTCHEN

MIT KAPLA-HOLZBAUKLÖTZER WERDEN IM RABBITCLUB FANTASTISCHE GEBÄUDE ERRICHTET Vor knapp 35 Jahren erfand der Niederländer Tom van der Bruggen „KAbouter PLAnkjes“, die inzwischen als KAPLA® auf der ganzen Welt bekannt sind. Die kleinen Holzplättchen sorgen für pädagogisch wertvolles Spielen – nicht nur im Kinderzimmer.

Das Pinienholz in Form eines flachen Quaders ist 117 Millimeter lang, 23 Millimeter breit und 7 Millimeter hoch. Der simple Baustein hat es in relativ kurzer Zeit zu einem der weltweit beliebtesten Spielzeuge gebracht: KAPLA®. Der Grund für den Erfolg liegt in der Einfachheit, basierend auf den Proportionen der Seitenverhältnisse. Länge, Breite und Höhe verhalten sich wie 15 zu drei zu eins. Das bedeutet, fünf flach oder fünfzehn hochkant nebeneinander gelegte Plättchen sind so breit wie die Länge eines Holzquaders und drei flach aufeinander gelegte KAPLA® sind genauso hoch wie ein Baustein breit. Diese Kombinierbarkeit und der Verzicht auf jegliche Verbindungs- oder Befestigungselemente sorgt für jede Menge kreative Bauwerke im Kinderzimmer. Das Bau- und Konstruktionsspiel entstand im Jahr 1987 beim Bau eines Schlosses aus Stein im südfranzösischen Département Aveyron. Bauherr Tom van der Bruggen wollte aus damals üblichen Holzklötzchen ein Modell des Bauwerks erstellen, stellte jedoch fest, dass diese

für Elemente wie Tür- und Fensterstürze, Dächer oder Deckenböden ungeeignet waren. Seine Idee von einheitlich großen Plättchen mit besonderen Proportionen erwies sich jedoch als optimal für Konstruktionen aller Art. Der damals 25-jährige Niederländer nannte sie „Wichtelhölzchen“ – auf Niederländisch „KAbouter PLAnkjes“. KAPLA® war geboren. Die Plättchen bahnten sich schnell den Weg in viele Spielzimmer, Kindertagesstätten und Schulhorte, denn sie kommen ohne Aufbauanleitung aus. Es genügt, die Holzplättchen aufeinanderzulegen. Aus den gerade mal drei Möglichkeiten flach liegend, auf die Seitenfläche gekippt und hochkant stehend können beliebige Bauten und hochkomplexe Konstruktionen entstehen. Inzwischen werden KAPLA® in tragbaren Holzkisten und -kästen mit 40, 100, 200, 280 und 1.000 Plättchen angeboten. Neben naturfarben (unbehandeltes Holz) gibt es sie in den Farben rot, orange, gelb, grün, hellblau, dunkelblau, violett, rosa, schwarz und weiß. Vier Kunstbücher dienen als Inspiration.


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Auch im RabbitClub des Spa & Golf Resorts Weimarer Land sind KAPLA® ein beliebtes Spielzeug und haben die Leiterin Doreen Lange schon zu so mancher Bau-Meisterschaft inspiriert. „Die Klötze passen ideal zum Motto unseres Hauses“, berichtet sie. Das lautet „Zurück zu den Ursprüngen“ und tatsächlich stehen die Plättchen aus Pinienholz zum einen für einen natürlichen Werkstoff und zum anderen, dank ihrer Einfachheit, für eine ursprüngliche Art des Spielens. „Wir bieten täglich wechselnde Angebote, angepasst an das Wetter und die Jahreszeit. Gerade für drinnen sind die KAPLA® eine willkommene Abwechslung und bei den Kindern sehr beliebt“, berichtet die gelernte Erzieherin. Deshalb veranstaltete sie in den Herbstmonaten einmal wöchentlich KAPLA-Baumeisterschaften. „Die haben wir in unserer Tagespost angekündigt. Die Idee wurde von den Kindern sehr gut angenommen“, erinnert sich die 46-Jährige. Anfangs war das Spielzeug nicht allen Kindern und Eltern bekannt. Aber jeder, der einmal damit gespielt habe, sei begeistert gewesen, versichert sie. „Bei manchen Familien sind die Bauklötze direkt als Geschenkidee auf dem Weihnachtswunschzettel gelandet. „Wir haben eine große Kiste, die für die KAPLA-Baumeisterschaften zum Einsatz kam. Die Kinder durften nach Vorlage bauen oder sich selbst ein Bauwerk ausdenken. Das Erkennen geometri-

scher Formen, die Schulung der Feinmotorik und auch einfach das Zur-Ruhe-kommen sind nur drei Effekte, die dieses Spielzeug bietet“, so Lange. Die Chefin im RabbitClub achtet sehr auf ausgewogene und vielfältige Angebote, die sie der Jahreszeit entsprechend anpasst. „Natürlich gehen wir so oft wie möglich an die frische Luft. Wenn das aufgrund des Wetters nicht möglich ist, sorgen wir auch drinnen mit breitgefächerten Angeboten für Abwechslung. Neben KAPLA® unter anderem mit Prickeln – eine Basteltechnik, bei der mit einer Nadel Formen ausgestochen werden – oder Makramee – eine Knüpftechnik zur Herstellung von Ornamenten, Textilien oder Schmuck.“ Dabei achtet die Erzieherin auf altersgerechte Angebote und Spaß für alle Beteiligten. Spaß beim KAPLA-Bauen haben jedoch nicht nur die Kinder, verrät Lange: „Wir hatten eine Mama und einen Papa dabei, deren Kind eigentlich noch zu jung war. Also haben die beiden Eltern gebaut. Einen tollen Turm nach dem anderen, sie haben sich gegenseitig übertroffen. Und sie mussten ihr Kind ständig davon abhalten, die Gebäude umzustürzen.“ Dass die kleinen Holzplättchen zu Höchstleistungen anregen, zeigte auch der 18,40 Meter hohe Turmbau, der 2016 in Lyon errichtet wurde und das bislang höchste KAPLA-Bauwerk war. 


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THÜRINGEN BIETET EINE VIELZAHL AN SEHENSWERTEN ZOOS UND TIERPARKS

VON INSELZOO BIS MEERESAQUARIUM IN UNSERER SERIE STELLEN WIR SPANNENDE AUSFLUGSTIPPS FÜR DIE GANZE FAMILIE VOR Sanftmütige Elefanten, gefährliche Haie, scheue Wildkatzen oder majestätische Greifvögel – die Zoos und Tierparks hierzulande beherbergen eine Vielzahl exotischer Kreaturen und sind nicht nur deshalb vor allem für Familien eine Reise wert.

Klein, aber fein. Mitten im Herzen von Deutschland lockt der Freistaat Thüringen mit einer Vielzahl an kulturellen Denkmälern, faszinierenden Landschaften, malerischen Städtchen, beeindruckenden Museen und bietet zudem eine Fülle spannender Ausflugsmöglichkeiten. In einer Serie stellt das Bobby Jones Magazin themenbezogen die jeweils fünf interessantesten Angebote rund um das Weimarer Land vor, die vor allem für Familien eine Reise wert sind. Im ersten Teil beschäftigen wir uns mit den fünf sehenswertesten Tierparks und Zoos in Thüringen. Seit Jahren steigen deutschlandweit die Besucherzahlen in den künstlich angelegten Rückzugsräumen für Zwei-, Vier- und Vielbeiner. Weiträumige tierfreundliche Anlagen und das Thema Arterhaltung haben längst das Bild von heruntergekommenen Kreaturen in Gefangenschaft verdrängt. Corona hat dem Trend, sich draußen in heimischer Natur zu bewegen, nochmal einen Schub gegeben.


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1. Zoo Erfurt Als „Zoo der großen Tiere“ wirbt der Erfurter Tierpark für sich. Und tatsächlich ist er mit fast 63 Hektar flächenmäßig der drittgrößte in Deutschland. Knapp 1.000 Tiere aus aller Welt aus rund 163 Arten werden hier beherbergt. Besonderheiten des Zooparks sind die zahlreichen großzügig gestalteten Anlagen, die dem natürlichen Lebensraum der Tiere nachempfunden sind, sowie die Weitläufigkeit des Geländes. Affendschungel, Afrikanischer Sumpf, Afrikasavanne, Asiatische Huftiere, der Berberaffenberg und das Streichelgehege mit Zwergziegen sind für die Besucher begehbar. Zudem ist die 2014 eingeweihte Elefantenanlage sehr beliebt. Darüber hinaus bietet der Erfurter Tierpark eine Vielzahl von Zusatzangeboten: Schaufütterungen, Fachführungen, Kindergeburtstage oder sogar die tatkräftige Mithilfe in der Tierpflege sind möglich. Auch Feiern jeder Art können hier

abgehalten werden – die Villa im Zoogelände steht dafür zur Verfügung. Der Zoo wurde 1959 feierlich eröffnet und zählte im Jubiläumsjahr 2019 fast 400.000 Besucher. Geöffnet ist ganzjährig von 9 bis 18 Uhr (Winter bis 16 Uhr). Eine Tageskarte kostet 7,50 Euro für Kinder und 15,00 Euro für Erwachsene. www.zoopark-erfurt.de 2. Meeresaquarium Zella-Mehlis Das „Hai-Light“ des Meeresaquariums ZellaMehlis ist ein Haifischbecken mit einem Fassungsvermögen von einer Million Liter. Mit einem als Koi-Park gestalteten Außenbereich, drei Koi-Teichen sowie drei Haifischbecken mit 100.000, 250.000 und einer Million Litern Fassungsvermögen und über 60 Aquarien sowie dem separaten Krokodilhaus, bietet die Einrichtung auf 7.150 Quadratmetern unvergessliche Eindrücke für Jung und Alt. In den Aquarien tummeln sich Zitronenhaie, Ammenhaie, Sandtigerhaie und Bullenhaie inmitten einer farbenprächtigen Unterwasserwelt der tropischen


Ozeane und umgeben von der einmaligen Schönheit bizarrer Korallen, Seeanemonen, Reptilien und anderer einzigartiger Fische – ein für den mitteldeutschen Raum einmaliges Erlebnis. Entstanden ist das Meeresaquarium Zella-Mehlis 1994 in einer Industriebrache einer in Konkurs gegangenen Firma für Zierfische. Ohne jegliche finanzielle Unterstützung, ausschließlich privat finanziert und in 95-prozentiger Eigenarbeit, setzte die Familie Landeck ihr Konzept einer begehbaren Meereswelt um und machte damit ihr Hobby zum Beruf. Nach eineinhalb Jahren Bauzeit erfolgte 2002 der Umzug an einen neuen Standort, das ehemalige „Volkshaus“ in Zella-Mehlis. Seit der Eröffnung am 12. Oktober 2002 präsentiert sich das Haus größer, schöner und besucherfreundlicher als „Erlebnispark Meeresaquarium“. Geöffnet ist ganzjährig von 10 bis 18 Uhr. Eine Tageskarte kostet 7,00 Euro für Kinder und 13,00 Euro für Erwachsene. www.meeresaquarium-zella-mehlis.de

3. Wildkatzendorf Hütscheroda Das Themendorf am UNESCO–Weltnaturerbe Nationalpark Hainich widmet sich ganz dem Wappentier des Hainichs – der Wildkatze. In der 2012 eröffneten Anlage können die scheuen Tiere im naturnah gestalteten Schaugehege am Nationalpark Hainich beobachtet werden. Die Wildkatzenlichtung ist das Herzstück des Dorfes. Das dort befindliche Gehege ist die Heimat der Katzen. Vier Exemplare der in Freiheit für Menschen so gut wie unsichtbaren Räuber lassen sich hier beobachten und arbeiten quasi als Botschafter für ihre wilden Verwandten. Seit dem Sommer 2019 wird auch die zweite einheimische Katzenart beheimatet, denn eine Luchsfamilie lebt in dem rund 4.000 Quadratmeter großem Gehege. Moderierte Schaufütterungen, die mehrmals täglich stattfinden, bieten viele Infos und auch tolle Fotomotive der in Deutschland heimischen Katzenarten.

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Zudem wurde eine alte Fachwerkscheune als modernes Informationszentrum ausgebaut. Hier informiert eine zeitgemäße Ausstellung über die Lebensweise der scheuen Waldtiere und stellt das Naturschutzprojekt „Rettungsnetz Wildkatze“ vor. In einem Kino laufen wechselnde Filmbeiträge über den scheuen Jäger oder den Nationalpark Hainich. Ein sieben Kilometer langer Rundwanderweg – der Wildkatzenpfad – führt zum Aussichtsturm Hainichblick. Spielmöglichkeiten bietet überdies ein 1,5 Kilometer langer Rundweg durch den Wildkatzenwald. Geöffnet ist im Sommer (April bis Oktober) von 10 bis 18 Uhr, im Winter nur an Wochenenden, Feiertagen und in Schulferien. Erwachsene zahlen 7,00 Euro Eintritt, für Kinder unter sechs Jahren ist der Besuch frei. www.wildkatzendorf.com 4. Falknerei am Rennsteig Als Kind fand Ralf Schubach einen verletzten Mäusebussard und wollte ihn gesund pflegen, was ihm nicht gelang. Doch seitdem war er fasziniert von Greifvögeln und von der Kunst, mit Vögeln zu jagen, der Falknerei. Später absolvierte er erfolgreich seine Falknerprüfung und übte die Beizjagd nebenberuflich in seiner Freizeit aus. Nach seiner Arbeitsunfähigkeit als gelernter Maurer machte er sein Hobby zum Beruf und gründete im Oktober 2006 die Greifenwarte Falknerei am Rennsteig. Jede Voliere, jede Sitzstange, jedes Häuschen ist mit eigenen Händen und Unterstützung von Familie und Freunden entstanden. Seit 2007 leiten seine Kinder Elias und Lisa Schubach, die ebenfalls die Falknerprüfung erfolgreich bestanden haben, die Falknerei. Heute können Besucher hier in naturbelassener Kulisse Adler, Eulen, Falken, Bussarde und Geier bei ihren majestätischen Freiflügen erleben und mehr über Lebensweise, Anatomie und Brutverhalten erfahren. Während der täglichen interaktiven Flugshow um 15 Uhr sind Besucher nicht nur Zuschauer, sondern werden selbst zu Falknern. Denn jeder, der sich traut, darf auf Tuchfühlung mit einem Greifvogel gehen und ihn auf den eigenen Arm fliegen lassen. Dank Film und Fernsehen ist die Falknerei inzwischen weit über Thüringen hinaus bekannt. Für eine erfolgreiche MDR-Serie werden auch 2021


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95 neue Folgen produziert und gesendet. Geöffnet ist im Sommer von Dienstag bis Sonntag von 10.30 bis 12 Uhr und von 13 bis 17 Uhr, im Winter von 13 bis 16 Uhr. Inklusive Flugshow zahlen Erwachsene 8,00 Euro und Kinder 4,00 Euro Eintritt. www.rennsteigfalknerei.de 5. Inselzoo Altenburg Der Inselzoo Altenburg ist Deutschlands einziger Zoo, der sich auf einer Insel befindet. Diese liegt in der Mitte des Großen Teiches am südlichen Rand der Altstadt. Der Zugang ist über eine feste Brücke möglich. 2008 wurde der Zoo von den Zuschauern des Mitteldeutschen Rundfunks zu „Thüringens schönstem Zoo“ gewählt. Heute leben über 460 Tiere in rund 90 Arten hier, darunter Erdmännchen, Fasane und Affen. Ein Tropenhaus beherbergt Schlangen, Schildkröten, Echsen, Fische und Insekten. Ein Streichelzoo mit Ziegen und Eseln ist ein Highlight für Kids, aber auch der Spielplatz mit Kletterturm, Schaukel und Rutsche findet großen Anklang. Zusätzlich sind Ruder- und Tretboote in den Sommermonaten ausleihbar. Die Insel, auf der sich heute der Zoo befindet, wurde 1720/1721 künstlich angelegt. Sie diente Herzog Friedrich II. und seinem Hof zur Erholung. 1727 wurde eine Holzbrücke errichtet. 1730 folge ein Pavillon. Nach einer Phase des Verfalls nach Friedrichs Tod wurde die Insel ab 1761 stark vergrößert und umgestaltet. Es wurden neue Bäume und Sträucher angepflanzt und ein Pavillon neu errichtet sowie ein Schwanenhaus gebaut. 1954 wurde die Insel zu einem Zoo umgewandelt und das Gelände mit seinen Attraktionen kontinuierlich ausgebaut. Geöffnet ist täglich im Sommer von 8 bis 18 Uhr, im Winter von 9 bis 16 Uhr. Erwachsene zahlen 2,50 Euro und Kinder 1,50 Euro Eintritt. www.inselzoo.de 


Lifestyle

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Lifestyle

Sonnenstrahlen einfangen Nehmen Sie sich Zeit für den Augenblick und genießen Sie warme Sonnenstrahlen auf der Terrasse, im Innenhof oder auf dem Golfplatz. Dabei entdecken Sie die Ursprünglichkeit der umgebenden Natur und atmen die frische Luft.


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NEUES WORLD HANDICAP SYSTEM IST SEIT DIESEM JAHR IN KRAFT

AUS SECHS MACH EINS

FÜHRENDE VERBÄNDE USGA UND R&A EINIGEN SICH AUF WELTWEIT GÜLTIGES REGELWERK Nach jahrelangen Beratungen haben sich die weltweit führenden Golf-Regelhüter auf ein gemeinsames World Handicap System geeinigt, das seit Beginn des Jahres auf allen Kontinenten gilt und die bisherigen Systeme vereinigt.

Golf ist ein globaler Sport. Spieler – ob Profis oder Amateure – jetten zu den entlegensten Winkeln der Erde, um an internationalen Turnieren teilzunehmen oder um neue Resorts zu erkunden und dort die Plätze zu bespielen. Das Problem bislang: Während die United States Golf Association (USGA) für die Golfregeln und das Amateurstatut in den USA und Mexiko verantwortlich war, kümmerte sich The Royal and Ancient Golf Club of St Andrews (R&A) mit Zustimmung der ihm angeschlossenen Golfverbände um den Rest der Welt. Mit der Folge, dass zeitgleich sechs geltende Regel-Systeme existierten. In einem für den konservativen Sport geradezu revolutionären Schritt haben sich die Verbände zusammengetan und das World Handicap System (WHS) entwickelt, um alle bisherigen Systeme zu vereinen. Dabei wurden wie bei einem Feinschmecker-Menü nur die erlesensten Zutaten – hier die besten Aspekte der Spielsysteme –

übernommen und vereinheitlicht, um daraus ein neues Menü – hier das WHS – zu kreieren. Ob es den Spielern weltweit schmeckt, wird sich in der Praxis zeigen. Seit Beginn der Golfsaison 2021 ist das neue Regelwerk in Kraft. Die Idee von einem weltweit gültigen System, das einheitliche Handicap-Regeln und das Course Rating System verbindet, entstand vor fast zehn Jahren bei einem Treffen mit Vertretern aller sechs bestehenden Handicap-Systeme – darunter die USGA, Golf Australia, der Council of National Golf Unions (CONGU), die European Golf Association (EGA), die South African Golf Association (SAGA) und die Argentine Golf Association (AAG) sowie The R&A. Sieben Jahre Arbeit der Verbände und des extra ins Leben gerufene „Handicap Operations Committee“ sowie das Feedback tausender Golfer und Mitglieder von Handicap-Ausschüssen der ganzen Welt, mündeten schließlich im aktuellen WHS.


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Das neue Regelwerk hat drei Hauptziele: Zum einen sollen so viele Spieler wie möglich dabei unterstützt werden, ein Handicap zu erhalten und geführt zu bekommen. Zum zweiten soll es möglichst vielen Golfspielern unterschiedlicher Spielstärken, Geschlechter und Nationalitäten die Chance geben, sich mit ihrem Handicap auf jedem beliebigen Platz weltweit auf fairer Basis mit anderen Spielern zu messen. Zum dritten soll es mit hinreichender Genauigkeit das Ergebnis vorgeben, dass ein Golfspieler auf jedem Platz weltweit unter normalen Bedingungen erzielen können müsste. Das wichtigste Element des neuen WHS ist der World Handicap Index (WHI). Um ihn zu ermitteln werden die besten acht der letzten 20 vorgabewirksamen Ergebnisse gewertet und daraus der Durchschnitt berechnet. Diese Ergebnisse werden chronologisch von oben nach unten (neueste oben) im Stammblatt des Spielers aufgelistet und der World Handicap Index wird automatisch aus den Top-8-Ergebnissen auf Basis der Score Differentials nach jeder Runde neu berechnet. Er ermöglicht die Vergleichbarkeit der Ergebnisse, die auf unterschiedlichen Plätzen erspielt wurden und beschreibt den Unterschied zwischen dem gewerteten Ergebnis und dem Course Rating unter Einbeziehung des Slope Ratings. Auch die Konvertierung vom HCP (EGA-Vorgabensystem) zum WHS erfolgt nach diesem Verfahren, was zu Abweichungen von der bisher geführten Vorgabe führen wird. In die Berechnung fließen deshalb alle vorgabenwirksamen Ergebnisse der letzten vier Jahre ein, um die tatsächliche Spielstärke möglichst aktuell abzubilden. Bei Spielern, die innerhalb der vergangenen vier Jahre weniger als 20 Ergebnisse erzielen, werden die Handicap-Indizes aus weniger als acht Ergebnissen ermittelt. Die bisherigen Vorgabenklassen mit Pufferzonen sowie Herauf- und Herabsetzungs-Mul-

tiplikanden entfallen ersatzlos, weshalb auch Einschränkungen für die bisherige Vorgabenklasse 1 abgeschafft werden. Damit können auch Spieler mit einem Handicap-Index von 4,4 oder besser Handicap-relevante Privatrunden spielen und an 9-Löcher-Turnieren teilnehmen. Einzel-Zählspiel-Turniere während der Spielsaison sind nun immer handicaprelevant, womit die Möglichkeit entfällt, ein Zählspiel-Turnier zwischen Mai bis September als „nicht vorgabenwirksam“ auszuschreiben. Neben den zahlreichen Änderungen bleiben andere bewährte Regeln bestehen. So werden Handicaps auch zukünftig bis zu einem maximalen Handicap von 54 geführt. Die einzelnen Nationalverbände entscheiden weiterhin, ob der Anstieg eines Handicaps bei einem bestimmten Wert gestoppt werden kann. Dieser Wert liegt in Deutschland unverändert bei 26,5. Darüber kann sich kein Golfer wieder verschlechtern. In diesem Bereich erfolgt keine automatische Heraufsetzung, es sei denn, auf Wunsch des Spielers. Das Course Rating und die Slope-Werte bilden weiterhin die Grundlage für die HandicapBerechnung, auch vorgabewirksame 9-Loch Turniere bleiben erhalten und fließen mit ein. Wie gewohnt wird je nach Abschlag, Handicap und Spieler die individuelle Spielvorgabe ermittelt, die zukünftig nur „Course Handicap“ oder „Playing Handicap“ heißen wird. EDSRunden (Extra Day Score – vorgabewirksame Runden außerhalb von Turnieren) heißen künftig „registrierte Privatrunden“. Sie können aber weiterhin gebucht und gespielt werden. Alle anderen privaten Runden, also die nicht zuvor registrierten, werden auch weiterhin nicht zur Handicap-Berechnung genutzt. Darüber hinaus bleiben Spielformate wie Einzel-Zählspiel, das Zählspiel nach Stableford, der Maximum Score und die nur sehr selten gespielten Par- oder Bogey-Spiele vorgabewirksam.  www.golf.de

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PORTRÄT ÜBER JOOST HAGE, EINEN DER WELTBESTEN TRICKGOLFER

DER MIT DEM GARTENSCHLAUCH ABSCHLÄGT

SHOW DES NIEDERLÄNDERS BEGEISTERTE BEREITS THAILANDS KÖNIG BHUMIBOL Extra komponierte Musik, spektakuläre Tricks und eine atemraubende Show bietet Joost Hage, wenn er allerlei Alltagsgegenstände in Driver umfunktioniert und mit ihnen punktgenau die Bälle abschlägt – sehr zur Verblüffung seines Publikums.

Wenn Joost Hage über Golf spricht, dann ist er kaum zu bremsen. Ohne Punkt und Komma schwärmt er von der Faszination des Spiels, dessen individuellen Besonderheiten und einzigartigen Herausforderungen. Es dauert nur wenige Minuten, dann wird dem Zuhörer klar: Der Mann lebt Golf, er ist ein positiv Besessener – und das seit fast 45 Jahren. Denn der heute 57-Jährige begeistert sich seit seinem 13. Lebensjahr für das Spiel mit dem kleinen weißen Ball. Heute zählt er zu den weltweit besten Trickgolfern. Talent bekam der 1963 geborene Niederländer zur Genüge in die Wiege gelegt und auch an Ehrgeiz mangelte es ihm nie. Nachdem er sich zunächst in Volleyball, Tennis, Schwimmen, Reiten und Hockey ausprobiert hatte und auch da gute Leistungen erzielte, überredete ihn seine Mutter – selbst Golferin mit einem 7-er Handicap – zu ein paar Probeschwüngen auf dem nahegelegenen Golfplatz. Auch die Nachbarin Annelies

Eschauzier – immerhin mehrfache niederländische Meisterin – unterstützte das Vorhaben. „Ich bin 18 Löcher erst als Caddie mitgegangen und habe es dann selbst ausprobiert. Es hat sofort super funktioniert“, blickt Hage zurück. Mit 15 Jahren spielte er sein erstes internationales Turnier und kam in die Jugendnationalmannschaft der Niederlande. „Ich habe alle anderen Sportarten aufgegeben und nur noch Golf trainiert, vier bis sechs Stunden am Tag. Ich war fanatisch. Wenn mich etwas begeistert, dann will ich es auch perfekt können.“ Im Alter von 17 Jahren wurde Hage Jugendmeister, ein Jahr später gewann er als jüngster Spieler überhaupt die Offenen Golf-Meisterschaften der Niederlande. „Die Hausaufgaben habe ich während der Zeit im Flugzeug auf dem Weg zu internationalen Turnieren erledigt, in der Schule war ich nur noch für Klassenarbeiten“, erinnert er sich. Weil das


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Taschengeld nicht reichte, trug er zwei Zeitungen aus und nahm Ferienjobs an, um sich die Ausrüstung – meist gebraucht – leisten zu können. Und er träumte seinen großen Traum: Die European oder die PGA Tour zu spielen. Mit 19 wagte er deshalb den Schritt ins Profilager. Doch die Erfüllung seines Traums blieb Joost Hage verwehrt. „Es fanden sich nicht genügend zahlungskräftige Sponsoren, die mich unterstützen wollten. Ich war zutiefst enttäuscht.“ 1985 wurde er deshalb Assistent Pro und legte damit den Grundstein für seine Karriere als Golftrainer. Seinen Wehrdienst absolvierte er von 1986 bis 1987 bei einer Eliteeinheit der Marine und wurde Sport Instructor und Golf Professional beim The Navy Golf Club for Officers in den Niederlanden. Danach arbeitete Hage im Golfclub Broekpolder in Vlaardingen nahe Rotterdam, wo er 1988 Head Pro wurde. „Während dieser Zeit habe ich bereits Ideen und Konzepte entwickelt, um das Training aufzulockern und unterhaltsamer zu machen“, erzählt er. „Ich wollte den Leuten ein Spektakel bieten, nicht nur Driving Range und bisschen Putten.“ Also kreierte Hage zahlreiche aufsehenerregende Trickshots und ließ sogar eine eigene Musik für seine Show komponieren, die er schließlich 1989 zum ersten Mal aufführte. „Die Leute waren begeistert!“ Nach Stationen in Holland ging es bald durch Europa und schließlich in die ganze Welt bis nach Thailand, wo Hage vor dem damaligen König Bhumibol auftrat. Bis zu 50 Trickgolf-Shows im Jahr, eine eigene TV-Sendung, Auftritte bei Events und Firmenfeiern, Arbeit als Mentalcoach und Nachwuchstrainer für Amateure in allen Spielstärken, inklusive einiger Jugendspieler und professionellen Golflehrer – sukzessive baute Joost Hage sein Geschäftsmodell, das auf ihm als One-Man-Show fußt, aus. Seit nunmehr über 40 Jahren lebt er mit und von Golf. Die Arbeit als Trainer bildet die Basis, das Highlight ist und bleibt jedoch seine Trickgolf-Show, mit der er im vergangenen Jahr bei der 9. Auflage der Triple

Golf Trophy (TGT) auch die Gäste des Spa & Golf Resorts Weimarer Land begeisterte. Das Spektakel bietet eine faszinierende Mischung aus verrückten Ideen, kreativer Ausgestaltung und perfekter Umsetzung. Mit anderen Worten: hervorragende Unterhaltung. Abschläge mit einem 6,20 Meter langen Driver vom Dach eines Golfcarts aus, mit Hammer, Lenkrad oder Gartenschlauch, ein Drive aus der Luft wie beim Baseball, Abschläge mit beiden Händen gleichzeitig, an Bäumen vorbei, niedrige Bälle, die im Flug steigen – Joost Hage schafft es mit seinen atemraubenden Tricks von der ersten Sekunde an, das Publikum in seinen Bann zu ziehen und zu begeistern. Die Zuschauer werden dabei auch zum Teil der Show und wirken an der einzigartigen Atmosphäre mit. „Ich beziehe die Leute immer mit ein. Aber ich stelle sie nicht bloß. Im Gegenteil: Ich lasse sie etwas leisten. Die Mitspieler, die ich aussuche, kommen verunsichert, aber sie gehen als König“, versichert der 57-Jährige. „Gerade Kinder sind die idealen Spiel-Partner. Sie denken nicht nach, sondern sie spielen einfach. Und schaffen dabei verblüffende Schläge, die sich viele Erwachsene nicht zutrauen würden.“ Diese mentale Stärke zeichnet auch den Showmaster selbst aus. Entscheidend sei das Vertrauen in sich selbst. „Ich bin nie nervös vor einer Show. Im Gegenteil. Ich komme regelrecht in einen Flow. Da treten keine Zweifel auf. Nur so kann man Leistung bringen.“ Noch nie sei ihm ein Trick misslungen. Als Perfektionist, sagt Hage, erlaube er sich keine Fehler. Jeder Schlag müsse zu einhundert Prozent sitzen. Für einen Hochbegabten wie ihn sagt sich das natürlich leicht. Für seinen schwersten Trick – den mit dem 6,20 Meter lange Driver – musste er nach eigener Aussage „ein paar Mal üben. Vielleicht eine Stunde.“ Menschen, denen dieses Talent nicht gegeben ist, bestaunen mit offenem Mund die verblüffenden Kunststücke des Meisters und bedenken ihn am


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Ende mit begeistertem Beifall – wie auch das Publikum bei der TGT im vergangenen Jahr. „Ich möchte auf diesem Weg zeigen, wie toll und vielseitig das Spiel ist. Golf ist mein Leben. Die Leidenschaft, die ich empfinde, möchte ich mit anderen teilen. Golf wird vielfach unterschätzt und hat ein langweiliges, konservatives Image. Dabei ist es eine der vielseitigsten, anspruchsvollsten und gesündesten Sportarten, die es gibt, mit jeder Menge Entwicklungspotenzial“, schwärmt Hage. Der Mann mit einer Mission für den Golfsport lebt seit 2015 in Mölln bei Hamburg. Bei seiner

Show anlässlich der TGT – übrigens der einzigen im Corona-Jahr – lernte er das Spa & Golf Resort Weimarer Land zum ersten Mal kennen – und war begeistert. „Wenn ich so etwas sehe, da geht mein Herz auf. Da bin ich zu 200 Prozent dabei. Diese wunderschönen Plätze, diese liebevolle Detailversessenheit, diese perfekte Organisation, dieser freundliche Umgang mit Gästen und Mitarbeitern – überall spürt man die Seele der Familie Grafe“, lobt der Ausnahmegolfer, der – wie könnte es anders sein – den Goethe Course gleich mal drei unter Par gespielt hat.  www.joosthage.de


bogner.com


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RESORT WIRD ZUM LEISTUNGSZENTRUM FÜR SCHÜLER DES ERFURTER SPORTGYMNASIUMS

KADERSCHMIEDE FÜR NACHWUCHS-GOLFER

IM KOMMENDEN SCHULJAHR TRAINIEREN LEISTUNGSSPORTLER IM WEIMARER LAND Für sechs Sportschüler des staatlichen Pierre-de-Coubertin-Gymnasiums in Erfurt startet mit dem Beginn des Schuljahres der Golf-Unterricht im Spa & Golf Resort Weimarer Land. Dank Investitionen finden sie hervorragende Trainingsbedingungen vor.

Das Spa & Golf Resort Weimarer Land wird zur Talenteschmiede: Mit Beginn des neuen Schuljahres am 1. September 2021 übernehmen Sportkoordinator Thomas Mönch und Trainer Mathias Jäckel den Golf-Unterricht für sechs Sportschüler des staatlichen Pierre-de-Coubertin-Gymnasiums in Erfurt. Zuvor waren die Leistungssportler bereits drei Jahre lang mit einem Trainingstag pro Woche auf der Anlage in Blankenhain begleitend unterstützt worden. Bislang sind es sechs Schüler – zwei Mädchen und vier Jungen – im Alter von 14 bis 19 Jahren, die den Unterricht in Anspruch nehmen werden. „In der 8. Klasse haben wir ein Mädchen, in der 9. Klasse einen Jungen, in der 10. Klasse wieder ein Mädchen und in der 11. Klasse zwei Jungen. Ein Junge besucht dann die 13. Klasse“, berichtet Mönch, der sich als Diplomsportwissenschaftler um die athletische Ausbildung kümmert, während Mathias Jäckel das golfspezifische Techniktraining übernimmt.

„Wir freuen uns, vom Landesgolfverband (GVST) mit dieser Aufgabe beauftragt worden zu sein und haben bereits ambitionierte Pläne geschmiedet. So soll zum Beispiel der Jahrestrainingsumfang auf bis zu 800 Stunden erhöht werden, wobei natürlich weiterhin darauf geachtet wird, die Doppelbelastung von Leistungssport und Schulabschluss zu berücksichtigen“, erklärt Mönch. Zudem werde der Unterricht auf Training und Wettkampf abgestimmt. Nach einem langen Schultag am Montag, findet am Dienstag und Mittwoch von 13 bis 18 Uhr Technik-Training statt, am Donnerstag von 16.30 bis 20 Uhr und am Freitag von 9.15 bis 11 Uhr steht Athletik im Vordergrund. Die Schüler werden jeweils vom Pierre-de-Coubertin Gymnasium in Erfurt zum Spa & Golf Resort Weimarer Land und wieder zurückgebracht. An der Spezialschule für Sport können talentierte junge Athleten ihre schulische und sportliche Karriere vereinen. In insgesamt elf


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verschiedenen olympischen Sportarten – darunter Volleyball, Eishockey, Eiskunstlauf, Eisschnelllauf, Fußball, Handball, Leichtathletik, Radsport, Schwimmen, Tischtennis und eben Golf – wird auf leistungssportlichem Niveau trainiert. So haben an der Eliteschule schon viele Olympiasieger und Weltmeister ihren Schulabschluss gemacht. Im Gegensatz zum Unterricht an Privatschulen ist der Besuch des staatlichen Gymnasiums kostenlos. „Die Schule ist an die Regularien und den Lehrplan des Freistaats Thüringen gebunden, das Abitur gleicht dem eines normalen Gymnasiums. Ein Unterschied ist jedoch, dass es nicht nach dem 12., sondern erst nach dem 13. Schuljahr gemacht wird. Das letzte Jahr wird quasi aufgespalten“, erläutert der Sportkoordinator. Er verweist darauf, dass es an den insgesamt 43 Eliteschulen des Sports in Deutschland gerade mal vier gebe, an denen Golf unterrichtet werden. „Erfurt hat dabei mit acht Plätzen die größten Kapazitäten.“ In der Tat sind für das anstehende Schuljahr noch zwei Plätze frei und Mönch freut sich auf engagierte Bewerber. „Jedes Jahr im Frühling führen wir einen nicht zu unterschätzenden Aufnahmetest durch und entscheiden, wie viele Plätze wir vergeben. In der Regel erfolgt die Aufnahme in der Klassenstufe acht oder neun. Da auch eine Unterbringung im Internat möglich ist, sind Bewerber aus ganz Deutschland willkommen.“ Laut Mönch trainieren die verschiedenen Klassenstufen aufgrund der kleinen Gruppe gemeinsam. „Dies tut dem Leistungsgedanken keinen Abbruch. Unser Anspruch ist, Nationalkader zu entwickeln“, versichert er. Dafür werden den Nachwuchs-Athleten mit Beginn des Schuljahres optimale Bedingungen zur Verfügung stehen, denn das Spa & Golf Resort Weimarer Land investiert massiv in die sportliche Infrastruktur. Gerade wird der aktuelle 3-Loch-Kurzplatz zu einem 9-Loch-Platz erweitert. Nach Been-

digung der Arbeiten stehen mit den schon bestehenden 36 Löchern dann insgesamt 45 Löcher für das Training bereit. Außerdem erweitert eine Indoor-Simulator-Halle, die derzeit errichtet und zu Beginn der Golfsaison fertiggestellt wird, das Angebot. „Damit werden die Trainingsbedingungen noch einmal aufgewertet“, sagt Mönch. Bereits jetzt sind neben der großen Driving Range mit überdachten Abschlagplätzen und den Putting- und Chipping-Areas auf der Anlage bereits eine Scope-Halle mit Video- und Ballfluganalyse (Trackman), ein Logical Golf System für spezifisches Kraft- und Techniktraining, ein moderner Cardiobereich mit Kursraum für Indoor-Circleoder Functional-Training und viele Laufstrecken vorhanden. Die neue Indoor-Simulator-Halle wird direkt hinter der Scope-Halle errichtet und verfügt über zwei Simulatoren (Trackman 4). Das System rendert weltweit Golfplätze und bildet diese auf einer Videoleinwand ab. „Der Spieler schlägt den Ball in die Leinwand und der Simulator berechnet, wo er landet. Weite, Spin oder Kurven – alles kann berechnet und projiziert werden“, schwärmt Mönch. Derzeit kann das System rund 100 verschiedene Golfplätze virtuell erschaffen – darunter auch das legendäre St. Andrews. Doch ständig kommen neue Erweiterungen hinzu. Auch das Spa & Golf Resort Weimarer Land soll eines Tages gerendert werden. „Gerade bei schlechtem Wetter ist die IndoorSimulator-Halle ideal für das Training. Alle golfspezifischen Schläge wie Putten, Chippen oder Pitchen können ausgeführt werden“, erläutert der Golfmanager. Zwei Spieler können gleichzeitig üben. Analog zu einem Flight kann die Halle dann von acht Personen gleichzeitig genutzt werden. Neben den Nachwuchssportlern der Golfklasse soll das System auch den Gästen des Resorts zur Verfügung stehen.  www.sportgymnasium-erfurt.de


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FÜR ANFÄNGER UND FORTGESCHRITTENE: NEUER KURZPLATZ MIT NEUN BAHNEN ENTSTEHT

GOLFEN MIT ANNA AMALIA

INTERVIEW MIT DEM RENOMMIERTEN GOLFPLATZ-DESIGNER CHRISTOPH STÄDLER Goethe und Feininger bekommen eine Schwester: Zu den vorhandenen beiden 18-Loch-Anlagen gesellt sich ab Spätsommer 2021 ein neuer 9-Loch-Kurzplatz, der sowohl Anfänger als auch Fortgeschrittene herausfordert.


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hristoph Städler ist seit dem Gründungsjahr 2000 Mitglied des European Institute of Golf Course Architects (EIGCA) und seit April 2019 dessen Präsident. 1987 gründete der Diplom-Kaufmann ein Golfplatzplanungsbüro, das seit 1994 unter dem Namen „Städler Golf Courses“ firmiert. Bald danach stießen die beiden Landschaftsarchitekten bzw. -ökologen Achim Reinmuth und Philipp Fleischhauer zum Team. Dieses realisierte bis dato 53 neue Golfplätze und führte auf über 130 bestehenden Anlagen Renovationen oder Umgestaltungen durch. Der heute 70-Jährige startete seine Amateur-Karriere 1957 im Alter von sechs Jahren beim Osnabrücker Golf Club. In seiner aktiven Zeit gewann er 1979 die Nationale und 1983 die Internationale Amateurmeisterschaft und nahm als Mitglied der A-Nationalmannschaft von 1968 bis 1987 für Deutschland an drei Europameisterschaften (1973, 1983, 1985) und drei Weltmeisterschaften (1974, 1976, 1980) teil. Städler, der immer noch auf hohem Niveau golft (Handicap 1), ist seit 2006 Mitglied der Senioren-Nationalmannschaft. Er gewann 2012 die Deutschen Meisterschaften der Senioren und ist aktuell Deutscher Meister der Altersklasse 65+. Im Interview erläutert Städler die Arbeiten zum Ausbau des Kurzplatzes im Spa & Golf Resort Weimarer Land, seine Philosophie und die Herausforderungen bei deren Umsetzung beim neuen Projekt. Herr Städler, aus dem bisherigen Kurzplatz mit drei Löchern wird ein vollwertiger Übungsplatz mit neun Bahnen. Welche Vorgaben des Bauherrn mussten Sie beachten? Christoph Städler: Der Platz sollte wie der Feininger und der Goethe Course landschaftsästhetisch und sportlich anspruchsvoll sein. Anfänger sollen hier gute Bedingungen zum Üben finden, Fortgeschrittene aber auch genügend Herausforderung haben, um mal eine schnelle Runde zwischendurch absolvieren zu können. Die Vorgabewirksamkeit haben wir mit

einer Länge von 1.375 Metern hinbekommen, indem bei Turnieren eine Kurzbahn durch die Bahn 9 des Feininger Course ersetzt wird. Was können Sie zum Stand der Arbeiten sagen? Die Bauarbeiten sind seit August 2020 im Gange. Im Frühjahr 2021 wird eingesät und gepflegt, im Spätsommer des Jahres ist die Eröffnung geplant. Die Einfahrt zum Resort ist dann von beiden Seiten von Golfplätzen gesäumt. Welche baulichen Besonderheiten zeichnen den neuen Kurzplatz aus? Wir integrieren die vorhandenen drei Löcher und legen sechs neue Kurzbahnen an, darunter ein Par-4. Dabei wird das Gelände stark durchmodelliert, so dass wir viel Bodenbewegung haben. Außerdem achten wir auf eine vernünftige Wasserführung. Dazu wurde ein Vorratsteich integriert, der Oberflächenwasser sammelt. Zwei kurze Par 3 werden in den angrenzenden Wald verlegt. Damit entsteht der optische reizvolle Eindruck, dass die Bahnen schon länger existieren. Zudem wird es dadurch anspruchsvoller ein Par zu spielen. Der Platz ist darüber hinaus gut geeignet, das kurze Spiel zu verbessern, und wenn man mal nicht genügend Zeit für eine volle Runde hat, kann man auf dem neuen Kurzplatz neun Löcher in rund einer Stunde absolvieren. Welcher Philosophie sind Sie bei der Konzeption des neuen Kurzplatzes gefolgt? Zunächst muss ich darauf hinweisen, dass das Lead-Design mein Partner Achim Reinmuth innehatte. Aber wir arbeiten Hand in Hand. Unser Leitmotiv ist immer „hard par, easy bogey“. Das haben wir auch bei diesem Projekt umgesetzt. Auch die anderen Elemente unserer Golfdesign-Philosophie sind mit eingeflossen: Planung im Einklang mit der vorhandenen Landschaft, keine Bahn soll einer anderen ähnlich sein, Präzision und kluge Spielstrategie müssen wichtiger sein als bloße Schlaglänge, Hindernisse größtenteils in Reichweite der Longhitter, klares

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„strategisches Design“, vereinzelt „heroisches Design“ und möglichst kein „bestrafendes Design“ sowie die Vermeidung blinder Schläge. Wie war die Zusammenarbeit mit dem Bauherrn Matthias Grafe? Herr Grafe hatte wie immer von Anfang an ganz klare Vorstellungen und zeigte sich mit unserer Arbeit sehr zufrieden. Natürlich ist die Zusammenarbeit leichter, wenn man sich schon länger kennt, was bei uns der Fall ist. Im Jahr 2006 war er bei der Messe Fairway in München an unserem Messestand und hat den Vortrag von Achim Reinmuth über den Bau von Golfplätzen in Osteuropa verfolgt. Kurz danach bin ich nach Blankenhain gereist, um mich vor Ort über die Gegebenheiten zu informieren und die ersten Ideen auszutauschen. Aus einem nachfolgenden Architektenwettbewerb gingen wir als erfolgreiches Büro hervor und haben 2008 mit dem Bau der 36-Loch-Golfanlage in Blankenhain begonnen.

Welche Aufgaben hatten Sie bei dem neuen Projekt? Wir waren komplett verantwortlich vom Entwurf bis zur Ausführung. Das heißt, wir suchen auch die Baufirmen aus, die das Projekt umsetzen. In diesem Fall war das die Firma Josef Pötter Golf aus Gronau, eine von nur vier oder fünf Firmen in Deutschland, die über entsprechende Erfahrungen und Expertise beim Bau von Golfplätzen verfügen. Viele Aufgaben heißt auch viel Verantwortung. Was motiviert Sie, sich immer wieder dieser Herausforderung zu stellen? Der Golfsport auf hohem Amateurniveau hat mein Leben sehr bereichert und tut es bis heute. Durch meinen Beruf möchte ich davon etwas zurückgeben.


Wie ordnen Sie den Ausbau des Kurzplatzes im Spa & Golf Resort Weimarer Land im Vergleich zu anderen aktuellen Projekten ein? Der 9-Loch Kurzplatz wird im Vergleich zu vielen anderen Kurzplätzen in Deutschland sehr hochwertig gestaltet. Die ästhetische und funktionale Qualität wird durch eine aufwändige Modellierung und die Beregnung aller Spielbahnflächen erreicht. Insgesamt ist das Spa & Golf Resort Weimarer Land mit den zukünftig 45 Golflöchern ein echtes Leuchtturmprojekt in den neuen Bundesländern. Es hat deutschlandweit einen hervorragenden Ruf, der immer weitergetragen wird. Ich selbst mache gern hier Urlaub. Tolle Natur, klasse Service, grandioses Hotel – hier stimmt einfach alles. Werden Sie „Ihren“ neuen Platz auch selbst ausprobieren?

Selbstverständlich. Achim Reinmuth und ich haben mit größtem Vergnügen schon bei verschiedenen Anlässen, aber auch mal zwischendurch die von uns angelegten „Goethe“und „Feininger“-Courses gespielt. Dabei hatten wir stets eine Menge Spaß. Genauso wird es bei dem neuen Platz sein, der das Angebot ergänzt und die Qualität des Resorts nochmals aufwertet. Hat der neue Platz eigentlich schon einen Namen? Nach meinen Informationen soll er „Anna Amalia“ heißen, so wie die berühmte Bibliothek in Weimar. Herr Städler, vielen Dank für das Gespräch.  www.golfdesign.de

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PETERSBERG UND EGAPARK: BUNDESGARTENSCHAU KOMMT „NACH HAUSE“

BLUMENMEER IN DER BLUMENSTADT BUGA FINDET 2021 IN THÜRINGENS LANDESHAUPTSTADT ERFURT STATT

Erfurt hat eine jahrhundertealte Tradition als Blumenstadt. Die BUGA 2021 knüpft daran an und verwandelt die Thüringer Landeshauptstadt in eine blumig-grüne Gartenoase mit blühenden Blumenfeldern, historischen Kulissen, leuchtenden Farben und herrlichen Düften.


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om 9. bis 17. September 1865 fand in Erfurt die erste Internationale Land- und Gartenbauausstellung statt. Elf Jahre später wurde in Anwesenheit von Kaiserin Augusta am 6. September 1876 eine Allgemeine Deutsche Gartenbau-Ausstellung im Augustapark des Erfurter Steigers eröffnet. Sie dauerte bis zum 17. September 1876. Es folgten noch zahlreiche weitere überregionale Gartenbau-Veranstaltungen, die Tradition endete erst mit dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs. Nun, rund 150 Jahre später, schließt sich der Kreis. Vom 23. April bis 10. Oktober 2021 richtet die Thüringer Landeshauptstadt die Bundesgartenschau (BUGA) aus. Erfurt trägt nicht umsonst den Beinamen „Blumenstadt“, denn die Tradition des Garten- und Landschaftsbaus reicht weit zurück. Schon die Mönche der zahlreichen Klöster beschäftigten sich bereits im 7. Jahrhundert mit dem Anbau

von Gemüse und Kräutern. Wertvolle Löß- und Lehmböden sowie günstige klimatische Bedingungen schufen dafür die Voraussetzung. Im Vergleich zum Waidanbau war die gärtnerische Tätigkeit jedoch noch gering ausgeprägt. Der Waidanbau war es auch, der in Erfurt seinen Anfang nahm und bis zum 13. Jahrhundert hoch entwickelt war. Das fertige Produkt wurde als Blaufärbemittel verwendet und auf dem örtlichen Handelsplatz umgesetzt. Die mittelalterliche Stadt gelangte so zu einer wirtschaftlichen, kulturellen sowie politischen Blüte. Diese Machtstellung ließ Erfurt weit über seine Grenzen hinaus bekannt werden. Parallel prosperierte auch der Weinanbau. Bereits um das Jahr 1000 berichten Chroniken über große Rebenhügel des Petersklosters. Doch zehn Pestjahre, der Dreißigjährige Krieg, eine erstarkte Konkurrenz und die Verlegung


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der Handelswege in Deutschland brachten den Waid- und Weinanbau völlig zum Erliegen. Erst im 18. Jahrhundert lebte der Erfurter Gartenbau wieder auf. Grund dafür war eine Anordnung des Kurmainzischen Statthalters Philipp Wilhelm von Boineburg aus dem Jahr 1705, wonach jeder Bürger zwölf Obstbäume zu pflanzen hatte. Der Ratsmeister Christian Reichart versammelte zudem tüchtige Gärtner, die sich hauptsächlich mit der Anzucht von Blumen- und Gemüsesamen befassten. Der gewerbsmäßige Gartenbau war geboren. Gleichzeitig entwickelte er die Zucht von Brunnenkresse bei größtmöglicher Ausnutzung des Bodens. Auch die Gründung des intensiven Erfurter Gemüseanbaus, der Erfurter Samenzucht und des Erfurter Samenhandels gehen auf ihn zurück. Im Jahr 1756 öffnete die erste Handelsgärtnerei in Erfurt, die ihre Erzeugnisse auch auswärts absetzte. 1768 erschienen die ersten Handzettel als Vorläufer der später in der ganzen Welt bekannten Samenkataloge. Nach einem erneuten Niedergang während der Besatzung durch Napoleons Truppen zu Beginn des 19. Jahrhunderts, verbesserte sich die Situation in der zweiten Jahrhunderthälfte signifikant. Weltbekannte Saat- bzw. Kakteenzuchtbetriebe wie E. Benary, J. C. Schmidt, Haage & Schmidt, Franz Anton Haage, F. C. Heinemann, N. L. Chrestensen und Weigelt & Co. wurden gegründet. In dieser Zeit entstand auch der Name „Blumenstadt“, der auf die ausgedehnten Blumenfelder zur Saatgutgewinnung an den Rändern der Stadt zurückgeht. Erfurt erlangte in den Folgejahren auf dem Gebiet des Samenanbaus eine internationale Führungsrolle und hatte im Jahr 1914 seinen Höhepunkt erreicht. Der Ausbruch und die Folgen des Ersten und später auch des Zweiten Weltkriegs führten jedoch dazu, die Saatzucht schwer zu erschüttern und den Export nahezu unmöglich zu machen. In der DDR wurde versucht, Anschluss an die gärtnerische Tradition zu finden. Doch die durch das Regime verordnete Zwangsverstaatlichung der renommierten Saatzuchtbetriebe stand dem entgegen.

1958 wurde nach Entwürfen des Landschaftsarchitekten Reinhold Lingner die Internationale Gartenbau Ausstellung (IGA) in Erfurt gegründet und präsentierte von 1961 bis 1990 wechselnde Expositionen. Sie wurde zu einem Wahrzeichen der Blumenstadt. 1991 erhielt das Gelände die Bezeichnung Erfurter Gartenbauausstellung (Ega) und wird seit 2006 als Egapark Erfurt betrieben. Hier ist auch das Deutsche Gartenbaumuseum angesiedelt, das sich der Tradition des Erfurter Gartenbaus widmet. Es ist deshalb durchaus folgerichtig zu sagen, dass die BUGA, wenn sie in diesem Jahr in Erfurt Station macht, „nach Hause“ kommt. Unter dem Motto „In Thüringen verwurzelt. In Erfurt zuhause“ will die Ausstellung die Geschichte des traditionsreichen Standorts erlebbar machen. Dank der BUGA verwandelt sich Thüringens Landeshauptstadt in eine blumig-grüne Gartenoase. Blühende Blumenfelder, historische Kulissen, leuchtende Farben, herrlicher Duft – damit feiert Erfurt die Renaissance der Blumenstadt und zeigt das Gärtnerhandwerk in allen Facetten. Auf den zwei Ausstellungsflächen mit insgesamt 430.000 Quadratmetern – Petersberg und Egapark – laden zahlreiche gärtnerische Attraktionen zum Entspannen, Erfreuen und Bewundern ein. Es gibt Gärten zum Staunen, zum Nachmachen, zum Lernen oder zur Inspiration. Darüber hinaus gibt es die Themengärten, in denen sich alles um einen Schwerpunk dreht: Küchengarten, der Garten für Kinder, pflegeleichte Gärten, Naturgärten, Gärten der Epoche und noch viel mehr. Die Schaugärten wiederum sollen den Artenreichtum erlebbar machen: Irisgarten, Rosengarten, Liliengarten, Karl-Förster Garten oder die Erfurter Gartenschätze mit einzigartigen Züchtungen von Gemüse und Blumen aus den vergangenen 200 Jahren – Made in Thüringen. Petersberg und Egapark begeistern die Besucher mit unterschiedlichen, vielfältigen Garten-, Kultur- und Freizeitangeboten. So empfängt der Petersberg seine Besucher mit Gartenkunst und Kulturgenuss in einem geschichtsträchtigen


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Ambiente. Der Hügel über den Dächern der Altstadt mit seiner imposanten Zitadelle zählt zu den größten und besterhaltenen Stadtfestungen Europas – 2021 steht sie in voller Blüte. Hier wachsen zur BUGA Thüringer Zwerg, Puffbohne, Erfurter Riese und der einst fast unbezahlbare Waid. Eine Zeitreise durch die Epochen zu Füßen der gewaltigen Peterskirche. Der Egapark ist der schönste und größte Garten im Freistaat. Er soll in einer einzigartigen Blüten- und Pflanzenpracht erstrahlen und für Menschen jeden Alters Abenteuer, Entspannung, Genuss und ein abwechslungsreiches Veranstaltungsprogramm bieten. Ein bunt duftendes Blüten-Meer in allen Farben des Regenbogens, das Gras der weiten grünen Wiesen unter den Füßen spüren, sich des Schattens unter gewaltigen Bäumen erfreuen, die Welt der Pflanzen in ihrer unendlichen Vielfalt erleben, Unbekanntes aufspüren, Klassiker neu entdecken, Hallenschauen genießen – hier schlägt das Herz der Bundesgartenschau 2021. Das Gartendenkmal im Stil der Bauhaus-Moderne bietet eine einzigartige Vielfalt an Gärten und Schaubeeten auf 36 Hektar Fläche. www.buga2021.de www.erfurt.de


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FESTIVAL FÜR AUDIOVISUELLE KUNST, VIDEOMAPPING UND FASSADENPROJEKTIONEN

DER GEIST DES ORTES

GENIUS LOCI VEREINT DIGITALE TECHNOLOGIE, KÜNSTLERISCHEN AUSDRUCK UND HISTORISCHES ERBE Mit Genius Loci findet einmal jährlich in Weimar ein weltweit einzigartiges Festival statt, bei dem die historischen Hausfassaden durch Videoprojektionen zum Leben erweckt werden und so den Geist des Ortes einfangen sollen.


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ideomapping bezeichnet ein Verfahren, bei dem mit einem Projektor beliebig strukturierte Oberflächen dynamisch angepasst beleuchtet werden. Dabei ist die individuelle Eigenheit der zu beleuchtenden Struktur bereits in der Bildebene des Projektors enthalten. Grundvoraussetzung ist eine passgenaue Vorlage. Diese kann durch Berechnung (mit Hilfe von Fotoaufnahmen) erfolgen oder durch das Nachzeichnen der Oberflächenstrukturen durch den Projektor hindurch, wofür spezielle Techniken angewandt werden. Videomapping wird häufig mit Audioeffekten kombiniert, um eine audiovisuelle Erzählung zu erschaffen. Einmal im Jahr ist diese innovative Form der Medienkunst in Weimar zu sehen. Genius Loci (Geist des Ortes) heißt das im Spätsommer stattfindende Festival für audiovisuelle Kunst, Videomapping und Fassadenprojektionen. Das Konzept vereint digitale Technologie mit künstlerischem Ausdruck und historischem Erbe. Es ist in dieser Form weltweit einzigartig. Bereits seit der Erstauflage im Jahr 2012 kommen Aktionskünstler, Videogestalter, Mediendesigner, Architekten und Musiker nach Weimar, um während des Festivalwochenendes drei Gebäudefassaden mit ausgewählten Videoprojekten zu bespielen. Jährlich kommen rund 50.000 Besucher zu dem einzigartigen Event. Ab Einbruch der Dunkelheit und bis 24 Uhr projizieren internationale Künstler ihre maximal fünfzehnminütigen Beiträge an ausgewählte Gebäude in der Innenstadt. Dazu zählen unter anderem das Deutsche Nationaltheater (DNT), die Anna Amalia Bibliothek, das ehemalige Gauforum, das Stadtschloss und das neue Bauhaus-Museum. Jedes Jahr werden für den Wettbewerb drei künstlerisch herausfordernde sowie geschichtlich relevante Gebäudefassaden in der Stadt Weimar ausgewählt, die es zu bespielen gilt. Dabei sollen die Konzepte mit einer Verbindung von natürlichen Gegebenheiten und menschlichem Gestaltungswillen den Geist des Ortes einfangen. 2021 sind der Marstall, das Goethe- und SchillerArchiv sowie die Altenburg als Projektionsflächen

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für die Videosequenzen geplant. Der Marstall erlangte als Gestapo-Leitstelle traurige Berühmtheit als grausiger Schreckensort mitten in Weimar. Die Altenburg ist ein traditionsreiches Gebäude, in dem Franz Liszt ab 1848 lebte und das heute von der Hochschule für Musik Franz Liszt genutzt wird. Das Goethe- und Schiller-Archiv ist das älteste und traditionsreichste Literaturarchiv Deutschlands und wurde auf Anregung von Großherzogin Sophie zunächst als Goethe-Archiv gegründet. Mit der Vereinigung des Schiller-Nachlasses im Jahre 1889 wurde es zum Goethe- und Schiller-Archiv. Im Rahmen des jährlich ausgelobten Wettbewerbs sind Künstler aus der ganzen Welt aufgerufen, sich mit ihren Konzeptideen für das Genius Loci zu bewerben. Die drei besten Arbeiten werden mit einem Preisgeld von insgesamt 45.000 Euro prämiert und im Rahmen des Festivals präsentiert. Für die Teilnahme müssen Künstler ihre Arbeiten im Format eines 30-sekündigen Videoclips einreichen. Alle Wettbewerbsbeiträge werden danach in einer öffentlichen Wanderausstellung in Weimar gezeigt. Die drei besten Arbeiten werden durch eine öffentliche Abstimmung auf der Webseite sowie durch eine Fachjury bestimmt. Dabei müssen künstlerische Arbeiten besondere Voraussetzungen erfüllen. Dazu gehört, eine eigenständige Bildsprache zu entwickeln und sich nicht in einer historischen Nacherzählung oder in klischeehafter Effekthascherei zu verlieren. Im Vordergrund steht der „Genius Loci, der Geist des Ortes, der mit neuen Techniken der Medienkunst sichtbar gemacht werden soll und so dem Ort selbst eine weitere Bedeutungsebene hinzufügt. Denn durch die moderne Technik wird den unbeweglichen Objekten eine zusätzliche Dimension verliehen und so eine optische Illusion erzeugt. Die Projektoren müssen dafür millimetergenau an die Fassade des Hauses angepasst werden. Das Gebäude scheint dann wie von Zauberhand lebendig zu werden und seine Geschichte zu erzählen.  www.genius-loci-weimar.org

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9. TRIPLE GOLF TROPHY WARTETE MIT ZWEI BESONDEREN HIGHLIGHTS AUF

VERBESSERTES HANDICAP „BEGOSSEN“

BEIM TRADITIONSREICHEN TURNIER BEGEISTERTE EINER DER WELTWEIT BESTEN TRICKGOLFER Im August vergangenen Jahres ging es bereits zum neunten Mal um die Triple Golf Trophy (TGT) Weimarer Land. Dabei erzielten die Teilnehmer an allen drei Turniertagen hervorragende Ergebnisse bei dem mittlerweile traditionsreichen Wettbewerb.


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ereits zum 9. Mal fand im vergangenen Jahr die Triple Golf Trophy (TGT) im Spa & Golf Resort Weimarer Land statt. Das inzwischen schon zur Tradition gewordene Turnier ging vom 13. bis 15. August 2020 an den Start und begeisterte alle Teilnehmer, darunter viele Wiederholungstäter. Darüber hinaus hielt der einzigartige Wettkampf in traumhaftem Ambiente gleich zwei ganz besondere Highlights bereit. So wird Maximilian Schröder vom Golfclub Chemnitz das Wochenende besonders in Erinnerung behalten. Mit seinen Turnierergebnissen unterspielte er sich und erreichte während der Triple Golf Trophy ein Single Handicap. Dieser Meilenstein einer jeden Golflaufbahn wird im Weimarer Land ganz besonders gefeiert: Schröder landete kurzerhand in einem Teich an Loch 18 des Feininger Course. So ein Erfolg muss eben ordentlich „begossen“ werden – im wahrsten Sinne des Wortes. Für einen weiteren Höhepunkt der besonderen Art sorgte Joost Hage, einer der weltbesten Trickgolfer. Der Niederländer unterhielt die Teilnehmer mit seiner Show auf der Driving Range mit einigen faszinierenden Schlägen, wobei er mit den kuriosesten Gegenständen punktgenaue Abschläge spielte. Die charmante Art des Head Pro gepaart mit seinen Ratschlägen zur optimalen mentalen Einstellung kamen gut an. Wie auch in den vorangegangenen Jahren startete das Turnier unter dem Motto „Drei Tage – Drei Plätze – Ein Resort“ am Donnerstag auf dem Bobby Jones Champions-Course, welcher immer eine schöne Herausforderung für den Anfang darstellt. Am Freitag wurde auf dem Goethe-Course gespielt, während die finale Runde auf dem Feininger-Course stattfand. Auch das Wetter spielte mit und stellte die Spieler vor keine größeren Herausforderungen.


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Die Brutto-Wertung der Damen gewann Gerlinde Wunderlich vom Golf- und Landclub Semlin am See. Bei den Herren siegte Michael Esser vom Berliner Golf & Country Club Motzener See. Neben Maximilian Schröder, der die Netto-Wertung A für sich entschied, triumphierten Sandra Ikert vom Golfpark Altenstadt in der Netto-Wertung B sowie Nicole Estenfelder vom Golfclub Chemnitz in der Netto-Wertung C. Nach dem Champagnerempfang konnten sich die erfolgreichsten Teilnehmer beim Champions-Dinner am Samstagabend zum Turnierabschluss in der GolfHütte über tolle Preise freuen. Neben Übernachtungs-, Spa- und Greenfee-Gutscheinen für das Spa & GolfResort Weimarer Land, gab es Koffer einer limitierten Sonderedition der Marke Samsonite zu gewinnen. 


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MATTHIAS GRAFE ÜBER SEINE HERANGEHENSWEISE AN DAS GOLFSPIEL

SPIEL ODER SPORT? HAUPTSACHE SPASS!

WENIGER VERBISSENHEIT, DAFÜR MEHR FREUDE AN ENTSPANNUNG UND BEWEGUNG IST GEFRAGT Matthias Grafe verbindet mit Golf so viele faszinierende Facetten, dass für ihn Freude, Entspannung, Kommunikation und Spaß an Bewegung weit mehr im Vordergrund stehen, als sportlicher Wettkampf und verbissene Regelauslegung.


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er Amerikaner Daniel Thomas Jenkins war ein Amateurgolfer mit hohem Standard, der an der Texas Christian University College-Golf spielte. Der Autor und Sportjournalist, der oft für Sports Illustrated schrieb, prägte folgenden Satz über Golf: „Ein Golfer hat mehr Feinde als jeder andere Sportler: Vierzehn verschiedene Schläger, achtzehn ganz unterschiedliche Löcher pro Woche, um ihn herum Sand, Bäume, Gras, Wasser, Wind und andere Spieler. Und da das Spiel zu allem Überfluss zur Hälfte vom geistigen Zustand abhängt, ist er selbst sein schlimmster Feind.“ Das Zitat verdeutlich für mich die vielen faszinierenden Facetten dieses großartigen Spiels und beschreibt gleichzeitig eine Philosophie, die meiner am ehesten nahekommt: Ich spiele Golf nicht in erster Linie aus sportlichem Anspruch, sondern aus Glück und Freude, aus Spaß an der Bewegung, an Kommunikation und an der Gesellschaft mit anderen. Und nicht zuletzt auch deshalb, um die Natur zu genießen und an der frischen Luft zu sein. Diese Aspekte genügen mir völlig, um daraus eine hohe Zufriedenheit zu destillieren. Leider sehen das nicht alle Hobbyspieler so. Handicap-Hybris nennt es unser Autor Michael F. Basche, wenn im Flight oberpingelige „Mit“-spieler die Grashalme vermessen, die Erdkrümmung berechnen, Windgeschwindigkeit und Stand der Sonne bestimmen, um perfekte Bedingungen für den perfekten Schlag zu schaffen, nur um dann trotzdem mit völlig natürlicher Unzulänglichkeit den Ball zu spielen. Diese Verbissenheit, die oftmals schon mit enormen Investitionen ins modernste Equipment beginnt, mag für manche die Erfüllung sein. Für Mitspieler ist sie oft einfach nur anstrengend. Hollywood-Legende Jack Lemmon hat das einmal so formuliert: „Wenn Du denkst, es ist schwierig, neue Leute kennenzulernen, versuch mal den falschen Golfball aufzuheben.“

Genießen Sie Golf! 2.000 Kalorien bleiben pro Runde auf der Strecke – bei moderater Bewegung. Eine schwedische Studie hat sogar gezeigt, dass ältere Golfer ein um 40 Prozent niedrigeres Sterberisiko als Gleichaltrige mit anderen Vorlieben haben und im Schnitt fünf Jahre älter werden. Zudem erlaubt kaum eine andere Sportart eine derart entspannte Kommunikation und den intensiven gedanklichen Austausch mit dem Gegenüber. Viele profitable Geschäftskontakte und private Freundschaften sind auf dem Golfplatz entstanden. Zudem sagt Golf viel über den Charakter. Es formt den eigenen beim Befolgen der Fairplay-Regeln und bei der Einhaltung der Etikette. Gleichzeitig bekommt man einen Einblick in die Verhaltensweisen des Begleiters. Wie reagiert er, wenn er einen leichten Putt verschlägt? Versucht er sich heimlich Vorteile zu verschaffen, indem er den Ball besser legt? Golf entlarvt Menschen und zeigt deren wahres Gesicht. Oder wie sagte ein ehemaliger Dresdner-Bank-Manager? „18 Golflöcher werden Ihnen über den Mitspieler mehr sagen, als 19 Jahre gemeinsame Arbeit am Schreibtisch.“ Ein weiterer Vorteil ist für mich die Vielfalt der Möglichkeiten, wie ich Golf ausübe. Zum einen bin ich nicht auf einen anderen Partner, der bestenfalls noch eine ähnliche Spielstärke hat, angewiesen und kann mich völlig spontan für eine Golfrunde entscheiden. Zum anderen gibt es neben zahlreichen anspruchsvollen Wettbewerben auch Spaßturniere und vielfältige Unterhaltungsformate, bei denen gute Laune garantiert ist. Entscheidend ist bei allem für mich die richtige Mischung aus Spaß und Ernsthaftigkeit. Eine alte Golfer-Weisheit bringt es auf den Punkt: „Golf ist wie eine Liebesaffäre. Nimmt man sie nicht ernst, macht es keinen Spaß. Nimmt man sie ernst, bricht sie einem das Herz.“ Ihr Matthias Grafe

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IMPRESSUM HERAUSGEBER Spa & Golf Resort Weimarer Land Betriebsgesellschaft mbH Weimarer Straße 60 99444 Blankenhain Tel. 036 459 . 61 64 0 Fax. 036 459 . 61 64 4009 info@spahotel-weimar.de www.golfresort-weimarerland.de BILDNACHWEISE Uschi Fellner von Feldegg (6/7, 54, 56, 57, 63, 72) Adobe Stock (12/13 von Paul Curry, 66o von Mitch Shark, 99 von Mike Watson Images Limited., 100 von iofoto), Guido Werner (Titelbild, 4, 34, 77, 46, 49, 50u, 53u, 56, 65, 78, 132), Viktor Cap 2014 (8/9), Getty Images (11o Topical Press Agency, 11u Alfred Hind Robinson ) Frank Cornfield (15), Susanne Katzenberg (17, 19o Anselm Graubner, 19u, 20), Michael F. Basche (22, 25), Stefan von Stengel (28/29, 32o/u, 112, 134) Alexander Hartmann ( 30o/u) Weingut J. Störrlein & Krenig (42), Weingut Paul Weltner (43r), Manfred Fischer (35, 36, 38, 40/41, 42l, 50o, 53o, 54o, 58/59, 61, 76, 80, 109), Aktivpark Hohenfelden (66u), Tobias Kromke www. flashlight-tk.de (70/71), Michael Kremer (75), ANAKA (83, 84/85, 87), Ronny Seifarth -Stadtverwaltung Altenburg (89, 94), Zoo Erfurt (90), Jassi Schweitzer (91), Benjamin Voigt (93o), Günther Backsch (93u), Jan H. Winter (104), Tobias Mayerhofer (105, 114), PICTUREBLIND (106 von Jürgen Sendel), TrackMan Golf (111), Steve Bauerschmidt (117), Heuschneider Landschaftsarchitekten (119), OLIVER BLUM PHOTOGRAPHY (122), Henry Sowinski (124)

LAYOUT, DESIGN & UMSETZUNG Blueline - Agentur für Kommunikation GbR Anger 77 99084 Erfurt www.agentur-blueline.de REDAKTION, LEKTORAT Marcus Reichl uni-VERSAL Journalistenbüro Leipzig Rosa-Luxemburg-Straße 10 04103 Leipzig Spa & Golf Resort Weimarer Land Betriebsgesellschaft mbH ANZEIGENLEITUNG Spa & Golf Resort Weimarer Land Betriebsgesellschaft mbH (c) COPYRIGHT Spa & Golf Resort Weimarer Land Betriebsgesell­ schaft mbH, Blankenhain. Eine Haftung für die Richtigkeit der Veröffentlichung durch dritte kann trotz sorgfältiger Prüfung durch die Redaktion und den Herausgeber nicht übernommen werden. Das Magazin, alle in ihr enthaltenen Beiträge und Abbildungen, sind urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des Herausgebers unzulässig und strafbar. GESCHÄFTSFÜHRUNG Dipl.-Kfm. Matthias Grafe


Wir vollenden diese Uhr von Hand. Selbst Teile, die Sie nicht sehen.

Obwohl Sie viele Hebel, Rädchen und Federn im Uhrwerk der

erfreuen, dass nicht alle finissierten Einzelteile im Verborgenen

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