Alles dreht sich rund ums Pfarrheim
Während die Bauarbeiten zügig voranschreiten, entstehen viele Initiativen, um das Projekt zu unterstützen. Die Errichtung des neuen Pfarrheims hat in den vergangenen Wochen sehr gute Fortschritte gemacht. Das Hauptgebäude ist errichtet und das Dach ist regendicht. Die Verrohrung für Wasser und Strom ist fertig und die Böden samt Bodenheizung und Estrich sind fertiggestellt.
Auch die Außentüren und -fenster sind schon montiert.
„Die Übergabe des Baus soll noch heuer erfolgen“, sagt Gabriel Feiner, der Leiter des Bauausschusses. „Im Jänner erfolgt dann die Möblierung, sodass einer Benutzung des Pfarrsaals an den Ostertagen nichts mehr im Wege steht“, ist Feiner überzeugt. Er freut sich, dass Bischof Krautwaschl zugesagt hat, das neue Pfarrheim am 1. Mai persönlich einzuweihen.
Klassische Musik für den guten Zweck
Um den Bau des Pfarrheims zu unterstützen, haben prominente Musiker ein herausragendes Benefizkonzert auf die Beine gestellt. In der voll besetzten Kirche spielte die Camerata Wien-Mürzzuschlag unter dem Dirigenten Johannes Wildner Werke großer Komponisten.
Das Konzert begann mit einem festlichen Stück von Georg Friedrich Händel, in dem der Wiener Opernsänger Georg Tichy und der Mürzzuschlager Trompeter Michael Koller mit großer Bravour die Solopartien über-

nahmen. Sehr berührend war das „Largo“ von Johann Sebastian Bach mit Marie und Elisabeth Kropfitsch als Solistinnen an den Violinen.
Mit großem Feingefühl interpretierte Elisabeth Kropfitsch eine romantische Meditation aus der Oper „Thais“ von Jules Massenet. Zuletzt stand ein Konzert für Orgel, Streichorchester und Pauken von Francis Poulenc auf dem Programm, bei dem der virtuose Organist Bernhard Hirzberger als Solist alle Register zog. Das Publikum dankte dem gesamten Musikensemble mit stehenden Ovationen für den gelungenen musikalischen Abend.
Erntedank, Pfarrfest und Talenteaktion
Unter völlig anderen Bedingungen als in den Vorjahren ging das Pfarrfest über die Bühne, das am Erntedank-
sonntag gefeiert wurde. Anstelle des Pfarrheims diente ein Festzelt auf dem Kirchhof als Dach über dem Kopf, in dem die Familienmusik Egger und dann drei Ministranten der Pfarre, Daniel, Linda und Laura Paier, mit steirischen Harmonikas und Hackbrett aufspielten. Im Zelt stärkten sich die Gäste mit heißer Suppe und kühlen Getränken. Und im neuen
Jungscharraum im Erdgeschoß des Pfarrheims lud ein köstliches Kuchenbuffet zum Schlemmen ein. Trotz der kühlen Temperaturen war die Stimmung sehr gut und das Pfarrfest ein schöner Erfolg. Talentebörse wurde gestartet
Beim Erntedankfest gab die Pfarre auch den Startschuss für die Talentebörse. Jeder Interessierte erhielt fünf Euro Startkapital in Form von Mürztalern, mit der Bitte, dieses durch kreative Aktionen zu vermehren. Diakon Jürgen Krapscha erläuterte diese Aktion in der Predigt sehr gut und wies auf den Ursprung der Idee, auf das Gleichnis mit den Talenten im Neuen Testament, hin. Nach der Messfeier verteilten Vertreter der Pfarre über 150 Startpakete an die Leute. Diese Initiative ist sehr gut aufgenommen worden und es gibt schon viele Ideen zur Umsetzung.
Friedrich Rinnhofer

JAHRESTHEMA 2015
DIE MÜRZZUSCHLAGER STADTPFARRKIRCHE — 11 Kreuzaltar
Die Franziskaner haben die Solidarität mit armen und leidenden Menschen als vorrangige christliche Verpflichtung betrachtet. 1648 wurde in der Wienerstraße ein Franziskanerhospiz von 6 Mönchen bezogen und der Altar der Kirche geweiht. Bei den Bürgern der Stadt war die Franziskanerkirche sehr geschätzt. Wohlhabende Spender fanden in der Gruft unter der Kirche ihre Grablege. Als Kaiser Joseph 1799 auch dieses Kloster auflösen ließ, kam der Kreuzaltar in die Pfarrkirche. Beim Kreuze Jesu stehen trauernd die Mutter Maria und der Apostel Johannes. Darüber auf einem Tafelbild kündet der Engel Gabriel Maria die Geburt des Jesuskindes an. Die Menschwerdung Gottes und die Erlösung durch das Kreuz gehören zum Fundament des christlichen Glaubens. Der heilige Oswald und der heilige Josef mit dem Jesuskind stehen als Zeugen des Erlösungswerkes. Die heilige Barbara, die heilige Katharina von Alexand-
Wort des Pfarrers
Eine Kultur des Willkommens
Auf allen menschlichen Lebensebenen sind es Menschen mit einer besonderen „Kultur des Willkommens“, denen wir alle viel verdanken: Geborgenheit, Sicherheit, Freude, Hoffnung, Zukunft … Die Bereitschaft für eine solche Haltung beginnt schon im innersten Kreis meines persönlichen Lebens: Die Frage, ob ich mich selber mit meinem Leben und so, wie es geworden ist, annehmen kann, ist für alle Begegnungen und Beziehungen von enormer Wichtigkeit. Immer wieder begegnen uns privat oder beruflich neue Menschen. Hier denke ich jetzt besonders an zwei Menschen, die seit Anfang September in unserem Dekanat in der Seelsorge arbeiten, an unsere neue Pastoralassistentin Michaela Fetz, die vor allem in der Pfarre Spital und im Krankenhaus tätig ist, und an Andreas Monschein, der als Pfarrer in


Kindberg seinen Dienst angetreten hat. Im Namen der Pfarre Mürzzuschlag möchte ich den beiden sagen: Herzlich willkommen!
Eine besondere Herausforderung für unsere ganze Gesellschaft ist schon seit einiger Zeit die Frage der Flüchtlinge und sie wird in Zukunft nicht geringer werden. Auch wir haben nicht wenige bei uns. Und da geht es nicht mehr um Leserbriefexpertisen oder Stammtischweisheiten. Kann ich solchen Hilfe suchenden Menschen irgendwie zeigen, dass sie willkommen sind?
Pfarrer Hans Mosbacher
rien und der heilige Florian gehörten damals sozusagen in jede Kirche.
Florianialtar
Er könnte auch „Nothelferaltar“ genannt werden. Im Zentrum befindet sich das Bild des heiligen Florian, 1856 von Jos. Veiter aus Kindberg. Der Patron der Feuerwehr ist einer der 14 Nothelfer, geistlicher Beistand bei Feuer, Hochwasser und Erdbeben. „Heiliger Florian, durch deine Fürbitte bei Gott lass uns keine so schreckliche Nacht mehr erleben als jene vom 29. auf den 30.September 1837“ steht auf der Tafel. Der heilige Sebastian und der heilige Rochus sind Nothelfer bei schweren Krankheiten. Der heilige Patricius und der heilige Erhard wurden als Viehpatrone angerufen. Bekrönt wird der Altar mit dem Bild des heiligen Erzengels Michael. Er ist auch der Engel für die Sterbestunde. „Wer nur den lieben Gott lässt walten und hoffet auf ihn allezeit, den wird er wunderbar erhalten in aller Not und Traurigkeit“. Das Lied, 1640 entstanden, passt wunderbar zu diesen Altären.
Franz Reichart
Den Durchblick bewahren
Beim Gottesdienst am Sonntag der Weltkirche haben Schülerinnen der 4C des Gymnasiums dazu angeregt, in schwierigen Situationen den Durchblick zu behalten. Sie haben ihren Blick auf die Situation von Straßenkindern auf den Philippinen gerichtet und Schokopralinen verkauft, um mit dem Erlös Projekte für die ärmsten Menschen der Welt zu unterstützen.

Liebe Firmkandidatin, lieber Firmkandidat!
Anmeldungen zur Firmvorbereitung werden euch von den ReligionslehrerInnen verteilt. Anmelden könnt ihr euch am Montag, 9. 11., und Dienstag, 10. 11., jeweils von 16 bis 18 Uhr in der Pfarrkanzlei. Die Gruppeneinteilung erfolgt am Dienstag, 24. November, um 17 Uhr. Am Samstag, 28. 11., ist um 18.30 Uhr der Firmeröffnungsgottesdienst
Euer Firmspender wird der Pfarrer von Mariatrost, Mag. Josef Bierbauer, sein. Die Firmung findet in Mürzzuschlag am Samstag, 23. April 2016, um 10 Uhr statt.
„Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid: wenn ihr einander liebt.“ (Johannes 13,35)
Heute möchte ich kein Wort aus der Heiligen Schrift für Sie erschließen, sondern aus einem frühchristlichen Werk, dem sogenannten „Diognetbrief“, zitieren. Verfasser und genaue Entstehungszeit sind nicht exakt festzulegen. Der Brief gibt jedoch einen Einblick in das Leben der frühen Christen – und kann uns heutigen Christen zu denken geben.
… „Die Christen nämlich sind weder durch Heimat noch durch Sprache noch durch Sitten von den übrigen Menschen unterschieden. Denn sie bewohnen weder irgendwo eigene Städte noch verwenden sie eine abweichende Sprache noch führen sie ein absonderliches Leben. ... Auf Erden halten sie sich auf, aber im Himmel sind sie Bürger. Sie gehorchen den
bestehenden Gesetzen und überbieten durch ihre eigene Lebensweise die Gesetze. Sie lieben alle und werden von allen verfolgt. Sie werden verkannt und verurteilt, sie werden getötet und dadurch gewinnen sie das Leben. Arm sind sie und machen doch viele reich; an allem leiden sie Mangel und zugleich haben sie Überfluss an allem. Missachtet werden sie und in der Verachtung gerühmt; verlästert werden sie und doch für gerecht befunden. Geschmäht werden sie und sie segnen; sie werden verhöhnt und erweisen Ehre. Obwohl sie Gutes tun, werden sie wie Übeltäter bestraft; mit dem Tode bestraft, freuen sie sich, als ob sie zum Leben geboren würden.“
Diakon Jürgen Krapscha
Ökumenischer Adventmarkt
Die Katholische Frauenbewegung lädt auch heuer wieder zum gemeinsamen Adventkranzbinden vom 23. bis 25. 11. von 8.30 bis 12 Uhr ein. Alle, die gerne Kekse backen, bitten wir, diese bis Donnerstag, 26. 11., im Pfarrhof abzugeben. Die Adventkränze, Kekse und Kerzen werden dann am Freitag, 27. 11., und Samstag, 28. 11., vor der Stadtpfarrkirche von 8 bis 12 Uhr verkauft. Der Erlös dieses Marktes kommt dem Neubau des Pfarrheims und caritativen Zwecken zugute. Es gibt heuer im Rahmen der Talente-Aktion beim Adventmarkt mehrere Stände, darunter auch einen Stand der Eltern-KindGruppe. Es wird Selbstgebasteltes passend für die vorweihnachtliche Zeit angeboten, auch dieser Erlös soll ein Beitrag zum Neubau des Pfarrheims sein.
GEBETS.ZEIT — BEGRENZT.ZEIT
Die Zeit ist begrenzt, den Menschen in die Augen zu schauen, den Heuchlern die Wahrheit zu sagen, mit der Schwermut fertig zu werden, sich in der Treue zu üben, sich in der Krise zu bewähren.
Die Zeit ist begrenzt, Böses mit Gutem zu vergelten, meine Freiheit zu nützen, mich selbst zu ordnen, zu sehen, zu hören, zu spüren, zu beten.
(Martin Gutl)



