Die Welt und die Gesellschaft gestalten
Werke der Barmherzigkeit Im Jahr der Liebe stellt die katholische Kirche die so genannten Werke der Barmherzigkeit in den Vordergrund (siehe Kasten). Sie sind eine beispielhafte Aufzählung von Handlungen, in denen sich Nächstenliebe äußert. Ihre Nennung geht auf die Bibel zurück (Mt 25).
Der deutsche katholische Priester und Künstler Sieger Köder hat alle sieben

Werke in einem Bild dargestellt: Im Vordergrund bricht ein Weißer einem Schwarzen das Brot und ein Mädchen füllt ihrem Gegenüber einen Becher; eine Nonne reicht einem Kranken die Medizin;

der Besuch im Gefängnis wird zur stärkenden, vertrauensvollen Umarmung; das Plakat mit der Bitte um Kleider lässt über unseren Überfluss nachdenken; eine blau gewandete Frau gewährt Einlass und auf dem Grab draußen stehen Zeichen liebevoller Erinnerung.
Nöte der Gegenwart
Die bildhafte Darstellung weist über sich hinaus und lädt dazu ein, die Nöte von Menschen der Gegenwart wahrzunehmen. Wenn viele Menschen es schaffen, diese Werke der Barmherzigkeit bewusst umzusetzen, dann wird das „Jahr der Liebe“ in der Steiermark Wirklichkeit werden.
Friedrich Rinnhofer
Nach dem Jahr des Glaubens und dem Jahr der Hoffnung folgt in der steirischen Kirche das Jahr der Liebe Gibt man das Stichwort „Liebe“ in eine Internet-Suchmaschine ein, kommen innerhalb einer halben Sekunde 260 Millionen (!) Ergebnisse. So vielfältig wie die Vorstellungen der Menschen zum Thema Liebe sind auch die entsprechenden Seiten. Die katholische Kirche der Steiermark legt das Hauptaugenmerk im „Jahr der Liebe“ auf den gesellschaftlichen Aspekt. Thomas Bäckenberger, der Verantwortliche der Diözese, sagt: „Als Kirche müssen wir wieder lernen, unsere Aufgabe in der Gesellschaft ernst zu nehmen. Es geht darum, aus Liebe zu Gott, dem Nächsten und zu uns selbst die Welt und die Gesellschaft zu gestalten.“
Weitere Informationen zum „Jahr der Liebe“: www.herzensanliegen.at
7 WERKE DER BARMHERZIGKEIT
Hungrige speisen – Durstige tränken Fremde beherbergen – Nackte kleiden Kranke pflegen – Gefangene besuchen Tote bestatten
Sternsingen 2015
Am Freitag, dem 2. 1. 2015 und Montag, dem 5. 1. 2015 sind die Sternsinger wieder in Mürzzuschlag unterwegs, um für notleidende Menschen in den ärmsten Teilen der Welt zu sammeln und allen Bewohnern Gottes Segen für das kommende Jahr zu wünschen.
Folgende Gebietseinteilung ist geplant: Freitag, 2. 1. 2015 Ämter, Kirchenviertel, Wienerstraße, Stuhleckstraße, Hütteneggerstraße, Waldgasse,
Gartengasse, Brahmsgasse, Sonnenbadgasse mit Nebenstraßen, Mariazellerstraße, Knappenhof, Kaiblingergasse, Edlach, Eisenbahnersiedlung, Geiregg, Steingraben, Lambach, Ganztal, Ziegenburg
Montag, 5. 1. 2015 Gesamtes Gebiet Pernreit und Obere Bahngasse, Bismarkhöhe, Nansenstraße, Burgenlandgasse, Pretulstraße, Grazerstraße, Bleckmanngasse, Brauhausgasse, Wabensiedlung, LKH, Grüne Insel, Auersbach, Kohleben, Eichhorntal
Ehrenamt: Kirchenführer der Pfarre
Seit 2005 bildet die Diözese Graz-Seckau im Seminar KunstWerkKirche ehrenamtliche Kirchenführer aus. Für unsere Pfarre bin ich seit meiner Pensionierung als Religionslehrer bereit, Gästen und Einheimischen die Pfarrkirche näher zu bringen. Das soll 2015 auch an dieser Stelle geschehen.
Geschichtswissen kann viel zum Verstehen der Gegenwart beitragen
Zur 200-Jahrfeier der Erbauung der Kirche hat Amtsrat
Theodor Hüttenegger „Im Ge-
Wort des Diakons
Ein neues Jahr beginnt ... und mit ihm auch immer wieder der Versuch, sein Leben vielleicht etwas anders zu gestalten, gesünder zu leben, mehr Bewegung zu machen, und so weiter ...
Auch für uns als Pfarre stellt sich immer wieder die Herausforderung, unseren Grundauftrag neu anzusehen und etwaige Arbeitsschwerpunkte für das kommende Jahr zu setzen. Und 2015 können wir uns über mangelnde Ideen und Vorhaben nicht beklagen. „Wofür schlägt dein Herz“ – eine steiermarkweite Aktion – wird uns das ganze Jahr über begleiten. Viele Mürzzuschlagerinnen und Mürzzuschlager engagieren sich für andere Menschen in ihrem Umfeld. Die meisten von ihnen ehrenamtlich und viele davon auch in nicht kirchlichen Organisationen. Wir möchten aufzeigen, dass bei uns viel geschieht und den einen oder anderen mit seinen Ideen und Projekten vorstellen. Und dann noch unser „Pfarr(t)raum“! Der Neubau unseres Pfarrheimes wird im kommenden Jahr durchgeführt werden. Für uns als Pfarre natürlich ein „Riesen-
spräch“ ein Jahr lang Beiträge zur Pfarrgeschichte gebracht. Sein Buch „Mürzzuschlag. Geschichte unserer Stadt“,1982 nach seinem Tod erschienen, bietet viel Interessantes zum Leben der Pfarrgemeinde in früheren Zeiten. Für meine Aufgabe ist eine große Hilfe. Die Kirche als Schmuck unserer Stadt
Seit 1996 erstrahlt die Pfarrkirche in neuem Glanz. Die unter Pfarrer Peter Stocker begonnene Renovierung konnte von Pfarrer Dr. Peter Schleicher abgeschlossen werden. Eine neue Orgel erklingt seit 2010 zum Lobe

brocken“, den wir nur gemeinsam stemmen werden können. Geplant und getüftelt wird daran schon eine ganze Weile. Es soll ja für alle unsere Gruppen und Veranstaltungen die beste Lösung gefunden und mit dem vorhandenen (und noch nicht vorhandenen) Geld sorgsam umgegangen werden. Die heurige LichtmessSammlung wird zur Gänze diesem Projekt dienen und unser erster Baustein in diesem Jahr dazu sein. Bitte unterstützen Sie unsere ehrenamtlichen LichtmessSammler, indem Sie – jeder nach seinen Möglichkeiten – Ihren Beitrag zum Bau unseres Pfarrheimes leisten. Damit es ein richtig schönes „Haus der Begegnung“ für alle Bewohner wird.
Diakon Jürgen Krapscha

Gottes und zur Freude der Menschen.
Kirche in Erneuerung
Das Gotteshaus prägt das Stadtbild, der Turm trägt viel zur schönen Ansicht der Stadt bei. Das Glockengeläute ist wie eine weithin hörbare Stimme der Kirche. Wer in der Kirche verweilt, als Suchender oder als Gläubiger, kann in stiller Einkehr oder in festlicher Feier Orientierung und Wegbegleitung für sein Leben finden. Das bedeutet aber für die Kirche und die Gläubigen, sich immer wieder auf den Weg zu machen und einen neuen Anfang zu wagen.
Franz Reichart
Das „Haus der Begegnung“ entsteht mit Ihrer Hilfe Nach mehreren Gesprächen in großen und kleinen Gruppen erstellt das Architektenbüro Paiduch nun den Einreichplan. Der Raum für die Jungschar kommt in den Pfarrhof und sollte bis Ostern fertig werden, sodass er uns ein Jahr lang als Gruppenraum zur Verfügung steht.
sicher auch für Sie da sein. Um dieses schöne Haus bauen zu können, benötigen wir auch Ihre Unterstützung, daher bitten wir um Mithilfe, wo es Ihnen möglich ist:
* als Sammler bei der Lichtmess-Sammlung
* als Gast beim Pfarrball am 31. Jänner
* wenn jemand Erfahrung hat mit dem Verkauf von gebrauchten Gegenständen, z. B. von Fenstern
* zur Mithilfe beim Ausräumen
Wir bitten Sie, wenn Sie uns mit Arbeitsleistung oder Ideen unterstützen wollen, um eine Nachricht.
Mit dem Abbruch des Pfarrheims kann nach Ostern begonnen werden. In der Bauzeit bis Anfang 2016 wird es für die Gruppen zu Einschränkungen kommen und wir werden, wo es geht, die Räume im Pfarrhof nutzen. Für größeren Raumbedarf hat uns die Gemeinde Ihre Unterstützung zugesagt. Das neue Pfarrheim für Mürzzuschlag wird für die verschiedensten Gruppen und Feiern und Als Ansprechpersonen stehen Ihnen gerne zur Verfügung: Andrea Harich für den Pfarrgemeinderat Gabriel Feiner für den Pfarrheimausschuss

Nehmet einander an, wie Christus Euch angenommen hat zu Gottes Lob. (Römerbrief 15,7)
Dieser Vers aus dem vorletzten Kapitel des Römerbriefes ist für evangelische Christen die Jahreslosung 2015. Ein Jahr lang soll uns dieses Wort begleiten, ermutigen und stärken. Ich freue mich, dass ich diese Botschaft des Apostels Paulus mit Ihnen teilen kann. Das passt auch zu der Gebetswoche um die Einheit der Christen, die wir im Jänner feiern.

„Nehmet einander an ...“, das nehme ich gerne für die Trauung. Solange wir einander fremd sind, sagen wir „Sie“. Wenn wir uns näher kommen, dann sagen wir „Du“. Aber wenn zwei Menschen einander annehmen für ihr ganzes Leben, dann sagen sie „Ja“. So ein „Ja“ meint Paulus, wenn er von Christus redet. Der nimmt uns an, jede und jeden, so wie wir sind, ohne
Wenn und Aber. Ohne Widerruf. So viel Mut hat nur die Liebe. Und nur die Liebe hat auch die Kraft, das durchzustehen.
Wir kennen viele Gründe, warum das nicht gelingt. Wer kann schon sich selber wirklich annehmen? Ist nicht das Herumnörgeln, das immer Widersprechen, die Schadenfreude – alles das ein Ausdruck dessen, dass wir bei anderen versuchen, zu verändern, was bei uns selber nicht gelingt? Sind nicht Hass und Neid zutiefst die Folge von enttäuschter Hoffnung und verweigerter Liebe?
Das neue Jahr ist eine Chance, nicht nur eine Zahl zu ändern, sondern auch das Leben.
Und dieses Pauluswort hat die Kraft dazu: Ich bin angenommen von Gott – darum nehme mich selber dankbar an und bin neugierig, was aus mir wird.
Ich bin angesehen in den Augen Jesu – darum sehe ich auch Dich an mit den Augen Jesu. Da wirst Du frei und wirst aufblühen und uns alle überraschen.
Das ist kein frommer Wunsch – sondern ein „Ja“ – zu Gottes Lob.
Herwig Sturm
Bischof i. R. Herwig Sturm ist derzeit Pfarrer der evangelischen Pfarrgemeinde in Mürzzuschlag.
GEBETS.ZEIT — WEIHE.ZEIT
Ich leg in Deine guten Vaterhände, was Du an Sorgen schickst, an Freuden schenkst. Ich weihe Dir die Meinen, die ich liebe, damit Du gnädig ihre Wege lenkst. Ich weihe Dir die Menschen, die ich führe, führ Du sie einmal in den Himmel ein. Ich weihe Dir die Arbeit, die ich schaffe, lass meine schwache Hand gesegnet sein. Ich weihe Dir mein Herz und was es einschließt, ich weihe Dir mein Wollen gut zu sein. Komm mächtiger Vater, gib mir Deinen Segen, bleib bei mir, hilf mir, lass mich nicht allein.







