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19 HERBST 2015
STILZEIT
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OLDTIMER |
TITELBILD | Unser Titelbild zeigt Sanela Dakic mit einer Torte. Foto: Roger Grabowski
Inhalt STILZEIT | Ausgabe 19 | Herbst 2015
Alles Zucker »Wagen, die unter Kunst aus der privaten Konditorei 20.000 Euro kosten, sind Lowbudget-Oldtimer.« Die Verwandlung
Familie Dittrich macht Mode in alter Molkerei
„Damit werden wir als Restaurator schon mehr und mehrinzum Automobil-Historiker“, Abstrakt Acryl streicht Verkaufsleiter Dr. Dennis Warneke Im Urlaub entdeckt Bettina Hirschfeld heraus. Anhand von Seriennummern können ein wunderbares Hobby Experten nachvollziehen, welche Teile in den Autos installiert wurden. Doch die Suche nach den entsprechenden Aufzeichnungen führt Kultur im Herzen Schaumburgs nicht immer zum Erfolg. Kann ein Restau„Palais im Park“ in Bad Eilsen rator von einem Oldtimer behaupten, dass wiedereröffnet dieser das Kriterium der „Matching Numbers“ erfüllt, steigert dies den Wert enorm. Der Unterschied zu einem optisch identischen Beißende Auto, das „new Komik old Stock“ (neu aus altem LaWilhelm-Busch-Preisträger gerbestand) restauriert wurde, Hans ist inTraxler etwa so über seine Leidenschaft groß wie der eines Sechsers im Lotto zu einem Sechser mit Zusatzzahl.
Keine Schraube mehr locker Lauenauer Bernhard Arnold restauriert Oldtimer
IMPRESSUM Verlag Schaumburger Nachrichten, Vornhäger Straße 44, 31655 Stadthagen Verlagsleitung Arne Frank | Chefredaktion Marc Fügmann Creativ Director Vera Elze Fotos Roger Grabowski, Vera Skamira, privat, PR, iStock, fotolia EinesMitarbeit der edelsten Modelle im Hause EinHolger JaguarBuhre, MK2 3.8 / 4-door an dieser Ausgabe VeraArnold: Skamira, GuidoBaujahr Scholl, 1967. Kirsten Elschner, Katharina Grimpe, Verena Insinger Saloon, Die Schaumburger Stilzeit erscheint zweimal pro Jahr. www.stilzeit.de
Liebe Leserinnen und Leser, nach längerer Pause halten Sie wieder eine Stilzeit in den Händen – das Lifestyle-Magazin der Schaumburger Nachrichten. Auf 44 Seiten dreht sich alles ums Schöner Leben. Wir präsentieren Ihnen die Trends aus Mode, Wohnen, Lebensart, Auto, Beauty, Kunst und Kultur. Dazu Reportagen und viel Service. Besuchen Sie mit uns Sanela Dakic, die mit ihren aufwendigen Tortenkreationen nicht nur Hochzeiten bereichert. Unter ihren geschickten Händen entstehen kleine Meisterwerke nach allen Regeln der Zuckerbäckerkunst. Ich bin mir sicher, dass Sie schon beim Zuschauen Appetit bekommen werden. Ebenfalls sein Hobby zum Beruf gemacht hat Bernhard Arnold. Der Lauenauer erfüllte sich einen Männertraum: Er restauriert alte Autos. Nicht irgendwelche, sondern bevorzugt italienische Sportwagen. Der teuerste Bolide, dem er in seiner Werkstatt neues Leben eingehaucht hat, bringt es auf rund eine Viertelmillion Euro! Noch nicht ganz so teuer, aber gleichwohl Wertanlage tauglich sind die Bilder der Stadthäger Malerin Bettina Hirschfeld. Wir haben ihr im Atelier über die Schulter geschaut. Im Showroom des Lauenauer Betriebs glänzen die Schmuckstücke um die Wette. Ein Profi durch und durch ist Hans Traxler. Der bekannte Karikaturist war Mitbegründer des Satiremagazins Titanic. Aus seiner Feder stammte vor 30 Jahren auch die legendäre „Birne“-Darstellung Helmut Kohls. Vor wenigen ehrgeiziges Wochen wurde derhaben 86-Jährige Ein besonders Projekt Arnoldmit dem Wilhelm-Busch-Preis geehrt. und seine Kollegen vor kurzem in Angriff genommen: In einem der Werkstatträume steht die KarosSie sehen, auch in dieser Ausgabe serie eines Moretti-Prototyps, von dem es erwarten weltweit Sie viele spannende Geschichten. Ich wünsche Ihnen einen nur drei Stück gibt. Diesen will Arnold als Bewerstilvollen Genuss dieserd’Eleganza Lektüre. Villa d’Este bungsstück für den Concorso aufbauen lassen. Schon die bloße Einladung zu dieHerzlichst, Ihr sem berühmten Schönheitswettbewerb am Comer See gilt in Oldtimerkreisen als Ritterschlag. Doch vor diesem Ritterschlag stehen für Arnold noch viele Hundert Arbeitsstunden. Marc Fügmann Chefredakteur Schaumburger Nachrichten Herbst 2015 STILZEIT Herbst 2015 STILZEIT
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NaschKunst-Wer KREATIVITÄT | Sanela Dakic fertigt atemberaubende Torten
Von Vera Skamira
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Sehr fein arbeitet Sanela Dakic Gesichtszüge heraus.
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eder einzelne Knöchel ist fein herausgearbeitet, ebenso die sich abzeichnenden Sehnen, ja sogar die Falten der Haut. Die Finger sind leicht gekrümmt. Die modellierte Hand liegt perfekt gestaltet auf der Arbeitsplatte, in Lebensgröße. Das Ganze ist Teil einer menschlichen Skulptur? Aber nicht aus Holz und auch nicht aus Marmor. Nein. Die Kunstwerke von Sanela Dakic überdauern nicht Jahrhunderte – oft nicht einmal die Nacht. An den opulenten Arbeiten nagt der Zahn der Zeit sehr schnell. Und das nicht nur bildlich. Sie werden bestellt, bewundert, fotografiert - dann zerstückelt und mit Genuss verzehrt: Sanela Dakic kreiert Torten und Zuckerfiguren in allen Formen und Farben und mit beeindruckendem bildhauerischem Talent.
Alles einfach nur zum Anbeißen.
Dieses bewies die Zuckerbäckerin im vergangenen Jahr einmal mehr für einen Wettbewerbsbeitrag. Dakic, geboren und aufgewachsen in Kroatien, kreierte für den sogenannten Cake-World-TortenWettbewerb auf der Verbrauchermesse Infa einen Nikolaus, 60 Zentimeter hoch. In der hannoverschen Messehalle 2 thronte der gutmütig blickende, rot gewandete Geselle auf einem Kürbis – ebenfalls Tortenbestandteil. Leuchtend eisblaue Augen nahmen den Betrachter gefangen. Darüber wölbten sich buschige Brauen, in denen sich zarte Schneeflöckchen verfangen hatten. Das Gesicht voll zuckersüßer Lachfalten, glasklare Brillengläser, deren lebensmitteltechnische Herstellung das Geheimnis der Tortenmacherin bleibt. Selbst die Zähne des Nikolauses, die hinter den geschwungenen Lippen hervorblitzten, waren so perfekt ausgearbeitet, dass jeder Zahnarzt vor Neid hätte erblassen können.
Mit Detailtreue gelangt Sanela Dakic der Sieg: Ihr Weihnachtsmann wurde beim Cake World Backwettbewerb in Hannover mit dem ersten Preis gekürt.
KREATIVITÄT |
Das Innenleben ihrer Torten verkleidet Sanela Dakic mit kunstvoll gearbeiteten Fondantflächen und -figuren.
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Eine Konditorlehre hat Sanela Dakic nie absolviert. Alles einfach nur zum Anbeißen. Wie hat Sanela Dakic das geschafft? Die Bückeburgerin arbeitet bei ihren verführerisch süßen Kunstwerken mit Airbrush-Maltechnik, sonst eher bekannt durch Autolackierungen und dem Bodypainting. Sie erlaubt feinste Farbverläufe. Dakic nutzt sie für ihre ausgefallenen Tortenkreationen. In die Spritzpistole kommt allerdings Lebensmittel- statt Acrylfarbe. Jedes Detail der Tortenskulptur bleibt so essbar. Das war auch Sanelas Maxime für den Wettbewerbsbeitrag. Um so enttäuschter war die damals 33-Jährige, dass die Tortenkreationen von der Jury nicht angeschnitten und verkostet wurden; das Innenleben der Exponate interessierte die Preisrichter weniger als die Optik. Die Schaumburgerin setzte jedoch auf ein leckeres Gesamtergebnis. Die Rohskulptur entstand aus 15 Lagen selbst gebackener Biskuit-Böden, jeweils sieben Zentimeter stark, verbunden mit Buttercremeschichten. Zunächst roh, dann immer feiner, modellierte Sanela Dakic den Nikolaus aus dem Schichtblock heraus. Beine und Arme entstanden aus Extra-Schichten, die die Backkünstlerin in einem späteren Arbeitsgang ansetzte. Dann erhielt die Skulptur eine Haut aus ausgewalzter Zuckermasse, zuletzt folgte die Bemalung. Das Ergebnis faszinierte Besucher und Jury gleichermaßen. Sanela Dakics Nikolaus wurde in der „Freestyle-Kategorie“ des Backwettbewerbs mit dem ersten Preis ausgezeichnet.
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Woher hat die Siegerin dieses außergewöhnliche Talent? Eine Konditorlehre hat Sanela Dakic nie absolviert. In Kroatien lernte sie in der TouristikBranche. Neben Hotellerie und Reiseleitung erwarb sie dabei auch Kenntnisse im Bereich der Nahrungsmittel. Mit Ehemann Stefan kam Sanela Dakic 2002 nach Deutschland, wurde 2006 im Bückeburger Ortsteil Meinsen ansässig und brachte ein Hobby mit in die neue Heimat: die Malerei. Ihren Sinn für Farben und Proportionen setzte Sanela auch beim Backen von fantasievollen Geburtstagstorten für ihre Söhne ein. Statt gängiger runder Erdbeer- oder Friesentorten kreierte sie das Naschwerk in Form von beliebten Comic- und Videospielfiguren: Ein Pokémon und ein Ninja Turtle standen da schon mal zu Hause aus dem Tisch. „Die Gäste waren baff “, erinnert sich Sanela Dakic. Bald kamen Anfragen: „Kannst du mir auch so eine Torte backen?“ So entstand die Geschäftsidee (www.sanelas-tortenwelt. de), die sich 2012 in einer Firma etablierte.
Die Kunden kommen sogar aus Hamburg oder Magdeburg. Und obwohl nun ein Gewerbe daraus geworden ist: Am Fließband entstehen Sanelas Dakics Torten auch heute nicht. Ihre Werke sind Unikate und werden individuell nach Kundenwunsch gefertigt. Dabei kostet das Backen der Teigböden und das Anrühren der wahlweise fruchtigen oder schokoladigen Füllungen gar nicht die meiste Zeit. Die wirkliche Arbeit ist die „Kunst von außen.“ Sanela Dakic: „Dazu muss man Lust haben. Das muss man wollen.“
Verblüffend: Auch die detailgenau ausgearbeitete Kamera ist eine leckere Torte. Das Formen des aufgeschichteten Teigkörpers ist dabei der erste Schritt zur Gestaltung. Es folgt die äußere Schicht, die der Torte ihr Gesicht gibt – in Farbe, Formung und Dekor. Hierzu verwendet Dakic Fondant, eine weiche, pastenartige Zuckermasse, die die Künstlerin ausgerollt und zu allen möglichen Dingen formt – vom seidigen Stoff eines Negligees bis zu kleinen Figuren, Fußbällen, Autos oder Puppen. Auch die eingangs beschriebene Hand ist ein Tortendetail aus Fondant. Welches Motiv am Ende auch herauskommen soll – selbst ein Aida-Kreuzfahrtschiff samt des Kussmund-Dekors am Bug hat Sanela Dakic schon kreiert: Die Tortenmacherin nimmt sich viel Zeit für die Planung. Vor allem bei menschlichen Figuren sind Anatomiekenntnisse wichtig. Wo ist der Bauchnabel? Wo verlaufen Adern? Für ihre erste ausgeformte Hand musste Ehemann Stefan geduldig Modell stehen. Ihre Tortenkunst ist für Sanela Dakic längst ein Vollzeitjob geworden. Die Kunden kommen sogar aus Hamburg oder Magdeburg nach Bückeburg.
Bei telefonischen Bestellungen kann es dabei schon einmal zu Missverständnissen kommen. So orderte ein Großvater aus der Nähe von Detmold für seinen Enkel eine Torte in Form des Disney-Bären Winnie Puuh. Kein Problem. Fußbälle, Flugzeuge und ein Feuerwehrauto, Bagger, schnittige Autos – alles hat Sanela Dakic bereits für Geburtstagskinder kreiert. Nun sollte es neben dem niedlichen Bären auch noch ein Spanferkel sein. Das Bestell-Gespräch nahm seinen Gang bis Sanela nach der Geschmacksrichtung für das „Ferkel“ fragte. Wie sollte die Füllung beschaffen sein? Fruchtig? Schokoladig? „Wie bitte?“ stutzte der Mann. Es stellte sich heraus, das der Großvater Sanelas Catering-Angebot, das sich ausschließlich auf Süßes beschränkt, falsch interpretiert hatte: Das echte Spanferkel musste er dann doch woanders bestellen.
In den Arztkittel schlüpft niemand hinein: Er ist zum genussvollen Verzehr gedacht.
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| SCHÖN SEIN
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André Herr (links) und Pouria Torabi sind Inhaber der Berico-Klinik.
Ästhetisch
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edizinische Betreuung auf höchstem Niveau und mit modernster Technik: Dafür stehen André Herr und Pouria Torabi. Ihre Berico-Klinik in Barsinghausen ist eine Fachklinik für Mund-, Kiefer- Gesichts-Chirurgie, Implantologie und Ästhetische Chirurgie. „Das Wohl des Patienten ist unser höchster Anspruch. Deshalb bieten wir hohe medizinische Qualität in einer außergewöhnlich angenehmen und freundlichen Atmosphäre sowohl für Kassen- als auch für Privatpatienten“, erläutern die beiden Klinikleiter, die die Berico-Klinik im Juni dieses Jahres gemeinsam eröffnet haben. „Mit der Mund- Kiefer- und Gesichtschirurgie bieten wir ein breites Spektrum – angefangen bei der Versorgung des Kiefers mit Implantaten, über Knochenverpflanzungen, Korrekturen von Fehlstellungen des Gesichts, Hilfe bei Erkrankungen der Mundund Kieferhöhle bis hin zur chirurgischen Versorgung von Hauttumoren unter Berücksichtigung ästhetischer Aspekte“, erläutert Chirurg Pouria Torabi.
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Ähnlich vielseitig ist das Angebot im Bereich der ästhetischen Chirurgie. Als Beispiele nennt Gesichtschirurg André Herr Gesichts- und Lidstraffungen, ästhetische Korrekturen an Nasen und Ohren sowie Falten-Behandlungen und Fettreduktion (Fettwegspritze, Liposuktion). Ein besonderer Schwerpunkt der Klinik ist die moderne Lasermedizin: unter anderem zur dauerhaften Epilation, narbenfreien Behandlung von Hautveränderungen (Warzen, Leberflecke, Altersflecken) und der Behandlung von Gefäßveränderungen (Besenreißer, Couperose, Hämangiome).
Die Klinik befindet sich mitten in Barsinghausen.
Berico Tagesklinik Rehrbrinkstr. 5 · 30890 Barsinghausen 0 51 05 / 591 6362 · www.berico-klinik.de
SICHER INVESTIEREN |
Investieren mit Köpfchen
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ktien, Gold oder Bundesschatzbriefe? Bei der Suche nach einer langfristigen Anlage seines Vermögens hat Marcus Zell aus Lübbecke über viele Möglichkeiten nachgedacht – und sich schließlich für eine Immobilie entschieden. Im November 2011 kaufte der 39-Jährige eine Wohnung im VeneziaQuartier in Leipzig. Das Besondere hieran: Das ehemalige Industriegebäude steht unter Denkmalschutz – was allen Investoren zugute kommt. „Rund 75 Prozent des Kaufpreises lassen sich auf zwölf Jahre verteilt steuerlich absetzen“, erläutert Otmar Elze. Der Immobilienexperte aus Rinteln hat sich auf die Vermittlung solcher kernsanierten Gebäude spezialisiert und weiß aus langjähriger Erfahrung: „Bei einer jährlichen Rendite von rund sechs Prozent kann der Investor Zins und Tilgung bedienen, wodurch sich die Immobilie von selbst trägt und entschuldet.“
Marcus Zell hat 2011 rund 180.000 Euro für die knapp 68 Quadratmeter große Wohnung in Leipzig bezahlt, die seitdem durchgehend vermietet ist. „Vier Jahre später werden vergleichbare Wohnungen im direkten Umfeld bereits für 210.000 Euro verkauft“, freut sich Elze gemeinsam mit seinem Kunden über die deutliche Wertsteigerung. „Hinzu kommt, dass Herr Zell von 2012 bis 2024 mehr als 60.000 Euro an Steuern spart.“ Und das alles, ohne sich selbst um die Immobilie kümmern zu müssen. „Das macht in jedem Einzelfall eine direkt vor Ort tätige Hausverwaltung“, so Elze.
Die Altbauwohnungen sind allesamt kernsaniert und befinden sich durchweg in bester Lage.
OTMAR ELZE Vermittlung von Immobilien
Egge 4 · 31737 Rinteln 0 57 54 / 21 53 00 www.immobilien-elze.de
Die Immobilie trägt sich von selbst.
| LIFESTYLE
Wachgeküsst
– von der Milch zur Mode
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amilie Dittrich hat der Mode ein Denkmal gesetzt – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Seit 2014 bieten sie in der ehemaligen Mindener Molkerei Mode und Schuhe für Männer und Frauen an. Die stilvolle Stadtvilla wurde Ende des 19. Jahrhunderts erbaut und im August 2014 zum Denkmal des Monats gekürt. Wo früher Milch und Butter über den Tresen gingen, findet sich heute ein Refugium für Lifestyle und Fashion. „Wir haben das Gründerzeitgebäude wachgeküsst“, bringen Dittrichs die Verwandlung von der Molkerei zum Modehaus auf den Punkt.
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Auf 400 Quadratmetern bietet das Haus Dittrich zeitlose und exklusive Mode an – moderne Kleidung in historischem Ambiente. Nachdem die Molkerei 1951 ihren Betrieb eingestellt hatte, erlebte das Haus an der Immanuelstraße eine bewegte Geschichte mit wechselnden Nutzern. Schließlich, nach zehnjährigem Leerstand, entdeckte Familie Dittrich das Mindener Schmuckstück, das sie innerhalb eines Jahres aus dem Dornröschenschlaf erweckte. Mit viel Liebe zum Detail bauten sie das Gebäude zu einem Anlaufpunkt für Freunde der gehobenen Lebensart um.
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Mehr als Mode „Wir freuen uns, unseren Kunden in dieser besonderen Umgebung Mode, Kunst und Dolce Vita unter einem Dach anbieten zu können“, sagt Marc Dittrich.
Fotos: atelier pfleiderer
Denn die Stadtvilla hat mehr zu bieten als nur Mode. Weitere Partner machen das Einkaufen im Hause Dittrich zu einem besonderen Erlebnis. Kunstinteressierte können neben dem Einkaufen durch die angeschlossene Kunstgalerie „Galerie + Art“ schlendern, während die Trattoria des stadtbekannten Salvatore ihre Gäste mit italienischen Weinen und Feinkost verwöhnt. Der Name Dittrich steht seit 35 Jahren für Stil, Qualität und individuelle Beratung. Aus dem Anspruch der Exklusivität heraus hat sich auch der Geschäftsbereich der Maßkonfektion stetig weiter entwickelt. Maßhemden, -gürtel und -schuhe runden das Angebot für Männer ab. Bevor die Familie die Molkerei mit neuem Leben füllte, war sie mehr als 30 Jahre am Mindener Marktplatz zu Hause. Die Entscheidung aus dem Herzen der Innenstadt heraus zu gehen, hat die Familie keineswegs bereut, das einzigartige Ambiente, die gute Erreichbarkeit und ein Privatparklatz üben eine hohe Anziehungskraft aus. Immanuelstraße 3 · 32427 Minden 05 71 / 82 81 90 · www.dittrich-minden.de
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Treiben Sie es doch mal „Wild” in der Küche!
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it der Verarbeitung und Veredlung von heimischem Wildfleisch hat sich das in Rinteln ansässige Unternehmen Maitre Wild längst einen Namen gemacht und die Schaumburger Wochenmärkte im Sturm erobert. Nun wird das Ganze mit dem neu eröffneten Online-Shop (www.shop.maitre-wild.de) noch „wilder“. Die beiden Gastronomen Edgar Miller und Harald Strüwe garantieren die Qualität, die Frische und den besonders guten Geschmack ihrer Wildprodukte. Bei diesen geht es auf Wunsch im wahrsten Sinne des Wortes um die Wurst: Denn außer frischem Fleisch von Rot- bis Schwarzwild sind auch Delikatessen wie Wildschweinschinken, Hirschsalami, Wildwiener oder – interessant für alle Grillfreunde – Wildgriller erhältlich. Ergänzt wird das umfangreiche Sortiment um außergewöhnliche Glaskonserven wie Hasensülze, Corned Hirsch oder eine fertig zubereitete Wildbolognese. Oder wie wäre es hiermit?
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„Verschenken Sie doch mal eine individuell bestückte Wildmolle“, so der Vorschlag von Miller und Strüwe. „Entweder als kulinarisches Mitbringsel oder auch als repräsentatives Firmenpräsent.“
Eine solche Wild-Molle eignet sich sehr gut zum Verschenken.
Röntgenstraße 9 31737 Rinteln 0 57 51 /8 90 76 86 www.maitre-wild.de
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eder Mensch sieht die Welt mit anderen Augen – das erlebt Mike Barthel jeden Tag aufs Neue. Denn der Stadthäger Optikermeister prüft das Sehvermögen seiner Kunden so genau wie kaum ein anderer. „Gerade bei Gleitsichtgläsern ist Präzision das oberste Gebot“, erklärt der 41-Jährige. Bereits minimale Fehler können sich negativ auswirken. Barthel schätzt, dass jede zweite Gleitsichtbrille nicht exakt vermessen wird. Die Folgen: Schwindel, Doppelbilder oder anhaltende Kopfschmerzen. „Passen Augen und Gläser aber hundertprozentig zueinander, kann jeder mit einer Gleitsichtbrille sein Sehpotenzial voll ausschöpfen“, ist Barthel überzeugt.
Immer auf dem neuesten Stand Über 60 einzelne Werte bestimmt der Optikermeister bei einer Messung, darunter das Zusammenspiel beider Augen und den Neigungswinkel des Kopfes beim Lesen. Sind die Daten erfasst, gilt es aus über 40 Gläsern das richtige Grundmodell herauszufiltern und individuell zu schleifen. „Es ist phänomenal, was heute möglich ist“, schwärmt Barthel, selbst seit Jahren Gleitsicht-Fan und „Optiker aus Leidenschaft“. Um immer auf dem neuesten Stand zu sein, besucht er regelmäßig Fachkongresse im In- und Ausland und testet Neuentwicklungen am liebsten im Selbstversuch – ganz aktuell das Gleitsichtglas „Drive safe“ für noch mehr Komfort beim Autofahren.
Gleitsicht-Experte: Um ausreichend Zeit für jeden einzelnen Kunden zu haben, bittet Mike Barthel um vorherige Terminabstimmung.
So geht Gleitsicht Auf Anhieb optimal sehen mit der neuen Gleitsichtbrille – das geht. Vorausgesetzt, der Optiker versteht sein Handwerk. Wie der Stadthäger Mike Barthel. Für seine exakte Messtechnik wurde der Fachmann vor Kurzem ausgezeichnet.
Barthels Kompetenz hat sich herumgesprochen. Kunden kommen aus ganz Europa, sogar aus Singapur und Korea. Für „deutschlandweit überragende Leistung bei der Anpassung individueller Gleitsichtgläser“ gab es kürzlich sogar eine Auszeichnung vom Optik-Unternehmen Carl Zeiss.
Auch das Aussehen zählt Modisch ist der kleine Laden in der Rathauspassage ebenfalls immer up to Date. Dänisches Design von Lindberg, Highlights von Theo und Porsche Design, aber auch handgefertigte Fassungen aus Holz und Naturhorn von Hoffmann gehören zum Standardrepertoire. Und der nächste Trend? „Schau’n wir mal…“
Inh. Mike Barthel · Rathauspassage 3 · 31655 Stadthagen 0 57 21 / 77 400 · www.meyeroptik-stadthagen.de
Kulturtipps 1
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1 HARDY KRÜGER JUN. spielt den Ka´leun. Lothar-Günther Buchheims Romanbestseller "Das Boot" ist nach hervorragender Verfilmung, prämiert mit sechs Oscars, nun auch als Theaterstück zu sehen. Kjetil BangHansen hat aus der Filmvorlage eine Bühnenfassung geschrieben, die den Zuschauer unmittelbar an der Geschichte der Männer im U-Boot und dem zermürbenden Warten auf ihren Einsatz teilhaben lässt. Am schlimmsten ist die Ungewissheit und das Warten auf eine mögliche Feindberührung. Nach Wochen des Ausharrens taucht endlich ein Geleitzug mit fünf Kolonnen auf. Das Stück bietet am 21. November im Stadtheater Minden einen ungeschönter Einblick in die äußeren und inneren Zerstörungen eines Krieges. 2 RUSALKA ist die Geschichte einer unglücklichen, ja einer unmöglichen, und dennoch bedingungslosen Liebe zwischen zwei Wesen, die sehr verschiedenen und unvereinbaren Welten angehören: Sie ist ein Wasserwesen, er ein Prinz. Um mit dem Geliebten zusammen sein zu können, verlässt Rusalka ihr feuchtes Element und erhält menschliche Gestalt. Die Verwandlung hat einen folgenschweren Preis:
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Rusalka wird in der menschlichen Welt keine Sprache haben. Antonín Dvořák hat das lyrische Märchen in Musik gesetzt. Doch geht die Oper in einer Inszenierung von Dietrich W. Hilsdorf weit über Märchenhaftes hinaus und markiert den Übergang von der Märchenoper zum symbolistischen Musikdrama – zu erleben am 20. November in der Staatsoper Hannover. 3 NICOLAS ALTSTAEDT UND ALEXANDER LONQUICH widmen sich Ludwig van Beethoven. Der künstlerische Bogen des deutsch-französischen Cellisten Nicolas Altstaedt spannt sich von der historischen Aufführungspraxis über das klassische Repertoire bis zur Auftragsvergabe neuer Werke. Mit Altstaedt musiziert der Pianist Alexander Lonquich, geboren in Trier, der zu den führenden Interpreten als Solist und als Kammermusiker zählt. „Jede Begegnung mit einem Kunstwerk ist gleichzeitig das Ausloten des eigenen existenziellen Standortes. Nur so hat Musikmachen heute Sinn“, beschreibt Lonquich seine musikmoralische Maxime. Das Duo spielt am 13. Dezember im Kaminsaal im Schloss Stadthagen fünf Beethoven-Sonaten für Violoncello und Klavier.
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Ganz entspannt KUNST | Bettina Hirschfeld arbeitet mit wasserl枚slichen Acrylfarben
Von Vera Skamira
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Auch figürliche Motive bringt Bettina Hirschfeld auf die Leinwand.
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s war im Jahr 2003. Bettina Hirschfeld verbrachte mit einer Freundin ein paar Urlaubstage auf Sylt. Sommer, Sonne, Strand. Und dann war da dieses Lokal, in das die beiden zum Essen gingen. An der Wand Bilder eines Malers, dessen Namen die Stadthägerin längst vergessen hat. Nicht aber seine beeindruckend schönen Motive, von denen die beiden Frauen auf der Stelle fasziniert waren. „Kannst du mir nicht auch so ein Bild malen“, habe ihre Freundin sie plötzlich gefragt, erinnert sich Bettina Hirschfeld. Es sollte der Anfang eines wunderbaren Hobbys werden.
Die gelernte Pharmazeutisch-technische Assistentin (PTA) nahm die Herausforderung an, kaufte kurzentschlossen Leinwand, Pinsel und Farbe - und legte einfach los. Das Ergebnis begeisterte Freunde und Familie gleichermaßen, allen voran Ehemann und Sohn. Heute, unzählige Bilder später, gibt sich Hirschfeld noch immer bescheiden. Dabei hatte sich ihr Talent bereits im Kunstunterricht der Schule gezeigt. „Da hatte ich immer eine Eins”, erzählt sie schmunzelnd.
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Es sollte der Anfang eines wunderbaren Hobbys werden. Es folgte eine Phase des Experimentierens. Hirschfeld besuchte zunächst Volkshochschulkurse. Aber dort fühlte sie sich fehl am Platz, beschreibt das Erlebte als Hausfrauenmalerei. Weitere Kurse in Hannover erweiterten zwar ihren künstlerischen Horizont, aber verwirklichen konnte sie sich auch dort nicht wie erhofft. In einer Gruppe und unter Anleitung zu arbeiten – das habe sie in der eigenen Entfaltung blockiert. Die Stadthägerin erkannte: „Ich muss es für mich tun.” Das tat sie dann so gut und authentisch, dass ihre Bilder bald auffielen. Für die Volksbank Hameln-Stadthagen entstanden so beispielsweise über mehrere Jahre zahlreiche Auftragsarbeiten, die heute die Räume des Unternehmens schmücken.
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Grau und doch keine Tristess: Die vielschichtige Farbtongestaltung bringt Dynamik ins Bild.
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Die flächigen Farbkompositionen harmonieren besonders in großen Räumen.
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Hirschfelds Werke haben größtenteils einen fließenden, beruhigenden, dabei aber sehr wohl vielschichtigen Charakter. Die Stadthägerin malt vorwiegend abstrakt. Diese Darstellungsform habe sich für sie als „das Schönste” erwiesen, sagt sie. Ihre flächigen Farbkompositionen harmonieren besonders in großen Räumen. Der Anspruch an sich selbst ist groß. Das Ergebnis ihrer Arbeit muss sie selbst restlos überzeugen. So kann es schon mal sein, dass ein Bild über mehrere Monate „reift” oder der Pinsel zwischendurch mal im hohen Bogen in die Ecke fliegt, wenn es nicht so läuft.
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Kräftige Farben in warmen und kalten Tönen prägen etliche Bilder von Bettina Hirschfeld.
Am Anfang steht das Auswählen der Farbkombination. Bettina Hirschfeld trägt wasserlösliche Acrylfarben grob auf die Leinwand auf. „Dann arbeite ich zum Verteilen mit Wasser”, erklärt die Künstlerin. Die Leinwand steht dabei nicht auf einer Staffelei, sondern liegt flach am Boden. Unterbrochen von Trockenzeiten entstehen auf diese Weise mehrere Farbschichten übereinander, die jeweils durchscheinen und dem Bild so Tiefe und Dynamik verleihen. Harte Pinselstriche fehlen in der Nachbearbeitung. Hirschfeld ist es wichtig, dass auch bei Mischtechnik mit Kreide und Ölstiften nicht zu viel Unruhe entsteht. So strahlen die fertigen Bilder Ruhe aus.
Wut, Weltschmerz oder einfach nur Alltagsstress verarbeitet Bettina Hirschfeld lieber mithilfe ihrer zweiten Leidenschaft. Zum Abreagieren bevorzugt die Stadthägerin den Sport. Schon als Schülerin zog es sie regelmäßig in die Turnhalle und ins Schwimmbad. Außerdem hat sie Fußball gespielt, später Tennis. Heute heißt ihr Lieblingssport Golf. „Erst eine Platzrunde, dann zurück im heimischen Garten malen – das ist für mich höchste Entspannung”, beschreibt sie ihre ganz persönliche Wohlfühl-Kombination.
Die fertigen Bilder strahlen Ruhe aus. Herbst 2015 STILZEIT
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Schloss Landestrost D Schlosshandel
as Schloss Landestrost in Neustadt am Rübenberge, erbaut im 16. Jahrhundert im Stil der Weserrenaissance, ist heute der Kultur verpflichtet. Seit 1997 befindet sich das Schloss im Besitz der Stiftung Kulturregion Hannover. Außer dem Team Kultur der Region sind hier unter anderem die Stadtbibliothek und das Amtsgericht Neustadt untergebracht. In den Kellergewölben richtete sich bereits 1888 die Sektkellerei Duprès ein.
Das Schloss ist montags bis donnerstags von 8 bis 16 Uhr geöffnet, freitags von 8 bis 13 Uhr. Im Eingangsbereich des Schlosses befindet sich eine ständige Ausstellung zur Geschichte von Schloss Landestrost. Sie kann während der Öffnungszeiten besichtigt werden. Der Große Saal und der Dorotheensaal, der Herzog-JuliusSaal und der Kaminsaal können für Tagungen, Veranstaltungen oder Workshops gemietet werden, stundenweise oder für einen oder mehrere Tage. Je Raum finden zwischen 35 und 200 Personen Platz.
Konzerte Unter dem Motto „Ganz bei Trost“ lädt das Team Kultur für Freitag, 13. November, um 20 Uhr zu einem musikalischen Novemberabend ein; (15 Euro, ermäßigt 10 Euro). Donnerstag, 19. November, 20 Uhr heißt es: Madras Special meets Karnataka College of Percussion: We remember Charlie Mariano; (19 Euro/ermäßigt 13 Euro).
Seit mehr als 15 Jahren zeigt das Team Kultur im Schloss angewandte Kunst. Im Mittelpunkt steht alljährlich im November und Dezember die Verkaufsausstellung Schlosshandel. In diesem Jahr präsentieren mehr als 35 Kunsthandwerker und Designer aus ganz Deutschland formschöne Dinge aus Stoff, Glas, Keramik, Holz, Papier und Metall. Die Ausstellung ist vom 21. November bis 13. Dezember geöffnet, mittwochs bis freitags von 15 bis 18 Uhr und sonnabends und sonntags von 11 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.
In der Verkaufsausstellung Schlosshandel präsentieren Kunsthandwerker ihre Objekte.
Schloss Landestrost Schlossstraße 1 · 31535 Neustadt 0 50 32 / 8 99-1 54 www.schloss-landestrost.de
Musik, Licht und Wein Musik, Licht und Wein rahmen den Schlosshandel: Für Sonntag, 29. November, ab 11 Uhr lädt das Team Kultur zu einer Jazz-Matinee mit Lutz Krajenski in den Großen Saal ein, inklusive kulinarischem Angebot. Vom 4. bis 13. Dezember setzt der Lichtkünstler Franz Betz mit einer Lichtinstallation den Schlosshof in Szene, jeweils von 16 Uhr bis 23 Uhr.
Sonntag, 6. Dezember, gibt es im Großen Saal Kaffee und Kuchen mit musikalischer Begleitung des Jazz-Saxophonisten Lars Stoermer. Während des gesamten Zeitraumes der Ausstellung ist ein kleines Café im Dorotheensaal geöffnet. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei.
Die Inderin R.A. Ramamani ist eine Virtuosin der klassischen karnatischen Musik und am 19. November im Schloss zu erleben. Wortbeitrag: Die Schriftstellerin Felicitas Hoppe liest beim musikalischen Novemberabend.
Traumhaft feiern und tagen
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er in dem großen Saal steht und versunken in die Vergangenheit lauscht, vernimmt vielleicht noch einen Nachhall silberner Töne. Mit dem „Rosenkavalier“ wurde das Bad Eilsener Kursaalgebäude samt angegliedertem Kino und Theater im Jahr 1926 eröffnet. Der gediegene neoklassizistische Bauquader mit Balkon zur Parkseite präsentiert sich heute frisch restauriert und konzipiert als Kultur- und Veranstaltungszentrum „Palais im Park“. Die Richard-Strauss-Oper flimmerte damals als Stummfilm über die Kinoleinwand, live begleitet von einem Orchester. Fast 90 Jahre ist das her. Heute gibt es an selber Stelle wieder glanzvoll-glamouröse Abende. Und das nicht nur im ehemaligen Kino- und Theaterraum, der heute Julianen-Theater heißt und dessen historische Kinobestuhlung bis auf drei Reihen auf der Empore für die neue Gestaltung entfernt wurde.
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Palais im Park Veranstaltungsgesellschaft mbH Bückeburger Straße 4 · 31707 Bad Eilsen 05722 / 886-12 · www.palais-im-park.info
Eine runde Sache: Im Georg-Wilhelm-Saal finden zahlreiche Gäste Platz bei einem festlichen Dinner.
Der Konzertsaal gleich nebenan nennt sich nun Georg-Wilhelm-Saal und ist der größte Veranstaltungsraum im „Palais im Park“. Das Gebäude, einst entworfen vom renommierten Berliner Architekten Paul Baumgarten, bietet Platz für Konzerte und Theater, rauschende Ballnächte, Tagungen und Partys, Ausstellungen und Firmenevents. Bei schönem Wetter kann sich die Veranstaltung bis in den davor liegenden Kurpark erstrecken, den man direkt durch den Georg-Wilhelm-Saal erreicht. Das „Palais im Park“, für 5,1 Millionen Euro aufwendig restauriert, ist im September eröffnet worden. „Wir sind glücklich, heute ein Kultur- und Veranstaltungszentrum im Herzen Schaumburgs bieten zu können“, freut sich Bernd Schönemann, Bürgermeister der Samtgemeinde Eilsen und Geschäftsführer der „Palais im Park"-Veranstaltungsgesellschaft mbH. Behutsam und im Bestand wurde das Palais unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes saniert, zum Teil auf früher bestehende bauliche und dekorative Element zurückgeführt. Neu erstrahlen unter anderem Stuckarbeiten, die lange versteckt unter der Holzverkleidung im Georg-WilhelmSaal darauf warteten, wieder entdeckt zu werden.
Unter mehreren Farbschichten im Julianen-Theater legten die Restaurateure ein helles Blau als Ursprungsfarbe der Wände frei. Dieser Farbton wurde neu angemischt und bestimmt nun wieder den Raum. Altes wurde erhalten, Neues installiert: Das Gebäude bekam im Zuge der Sanierung eine komplett neue, moderne Haustechnik, die sich von der Lüftung bis zur Bühne erstreckt. Das Palais-Konzept punktet mit dem räumlichen Zusammenspiel der Veranstaltungsräume. So kann im großen Saal beispielsweise ein Firma ausstellen, während im kleineren Saal ein Büfett für Gäste aufgebaut wird. Das Palais bietet außerdem eine Lounge über dem Julianen-Theater und nicht zuletzt den „Kleinen Saal“ – insgesamt Räume für 60 bis 600 Personen. Die beiden Eventmanager Frank Noçon und Ricarda Kummer beraten und betreuen alle, die sich mit ihrer Veranstaltung im Palais gut aufgehoben fühlen möchten. Außerdem bringen sie regelmäßig Kultur ins Haus. Am 15. November (20 Uhr) empfiehlt sich Exotisches als Mittel gegen den Herbstblues: Pasión De Buena Vista führen mit heißen Rhythmen, mitreißenden Tänzen und karibischen Melodien durch das aufregende Nachtleben Kubas.
Hereinspaziert: Frank Noçon lädt ein zu Kunst und Vergnügen in den Sälen und auf den Emporen des Palais.
AUSGEZEICHNET | Hans Traxler, Träger des Wilhelm-Busch-Preises 2015, gehört zu den vielseitigsten Karikaturiste
Fotos: Barbara Klemm
Zeichnen macht glüc
Nein, Komplimente hört er nicht gerne. Dieser Eindruck entsteht jedenfalls, wenn man Hans Traxler live auf der Bühne erlebt. Kritiker feiern den 86-Jährigen als malerischsten und feinsinnigsten deutschen Satiriker, als bildgewaltigsten Vertreter der Neuen Frankfurter Schule und als wichtigen Impulsgeber der deutschen Karikaturszene. Für sein umfangreiches Werk ist der Cartoonist, Zeichner, Dichter, Illustrator und Kinderbuchautor vielfach ausgezeichnet worden, zuletzt mit dem Wilhelm-BuschPreis, der alle zwei Jahre von den Schaumburger Nachrichten, der Schaumburger Landschaft und der Sparkasse Schaumburg vergeben wird.
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klich Von Katharina Grimpe
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nd was sagt Traxler zu all dem Lob? Er dankt in aller Bescheidenheit, macht nicht viel Aufhebens um sich, sondern stellt lieber einen anderen in den Mittelpunkt. So geschehen während der Verleihung des Wilhelm-Busch-Preises in Stadthagen. Statt sich in langen Dankesreden zu verlieren, verneigt er sich lieber vor dem Konterfei des Wiedensahler Dichters, das überlebensgroß auf der Bühne hängt. Einen komischen Zeichner dieser Qualität habe es nie wieder gegeben, sagt Traxler über Busch. Und er habe es wohl auch dem weltberühmten Erfinder von „Max und Moritz“ zu verdanken, dass er selbst zu seiner Profession und Leidenschaft gefunden habe. Diese hat ihre Wurzeln in seiner Kindheit im ehemaligen Böhmen. Mit vier Jahren zeichnete Traxler seine erste Bildergeschichte: Drei Teddybären fahren mit einer Draisine über Land und erleben haarsträubende Geschichten. Sein Bruder war begeistert, er kaufte den Comic und Hans investierte das Geld in eine Tüte Himbeerbonbons. „Nachdem ich herausgefunden hatte, dass man für etwas, das Spaß macht, Geld bekommen konnte, um sich Dinge zu kaufen, die noch mehr Spaß machen, beschloss ich, nie mehr etwas anderes zu tun als komische Zeichnungen zu machen“, erzählt der Künstler später.
Seinen Ruf verdiente sich Traxler als politischer Satiriker, der mit pointiertem Strich Autoritäten aufs Korn nimmt und das Absurde im bürgerlichen Alltag freilegt. Gemeinsam mit Robert Gernhardt, F.W. Bernstein und F.K. Waechter hat er als Akteur der Neuen Frankfurter Schule (NFS) - einer Gruppe aus Schriftstellern und Zeichnern – Anfang der sechziger Jahre den Mief der Adenauer-Ära durch die in seinen Werken lustvoll betriebene Sinnverweigerung gehörig aufgemischt. Von Kritikern werden die Mitglieder der NFS gar als Neuerer des Komikwesens gefeiert, als Avantgardisten, die den deutschen Humor neu erfunden haben. Sie hätten viel Spaß miteinander gehabt, seien auf der antiautoritären Welle geschwommen und wollten etwas ganz anderes machen, sagt Traxler in einem Radiointerview über seine berühmten Weggefährten, mit denen er die Zeitschrift „Pardon“ prägte und das Satiremagazin „Titanic“ gründete.
| AUSGEZEICHNET
»Man kann sehr harte Aussagen machen, wenn sie schön gezeichnet sind.«
In seinen Bildgeschichten, Comics und Vierzeilern machte er sich verschmitzt lustig über Dogmen, die Großen der Geschichte, über Ideologien, Religion und ihre Rituale. Traxlers spöttisches Portrait von Helmut Kohl als Birne gehört noch heute, 30 Jahre später, zu den bekanntesten Karikaturen über die deutsche Politik, mit seiner Archäologie-Satire „Die Wahrheit über Hänsel und Gretel“ machte er eine ganze Nation glauben, dass die Geschichte von der im eigenen Ofen verbrannten Hexe weit mehr ist als ein Grimm’sches Märchen. Noch heute sei er erstaunt, wie viele auf das Buch hereinfielen und tatsächlich glaubten, ein Hobbyarchäologe namens Georg Osseg habe im Spessart die Fundamente des Hexenhauses samt Lebkuchenresten gefunden. Dass seine zeichnerische Auseinandersetzung mit dem gesellschaftlichen Alltag durch Schärfe, beißende Komik und eine gehörige Portion Respektlosigkeit geprägt ist, dabei aber nie etwas Boshaftes erkennen lässt, zeichnet Traxler ebenso aus wie sein feiner Strich, seine Leichtigkeit versprühenden Bilder. Es sei eben viel leichter, auf unangenehme Wahrheiten und bösartige Themen aufmerksam zu machen, wenn man sie schön verpackt. „Man kann sehr harte Aussagen machen, wenn sie schön gezeichnet sind. Dann schlucken die Menschen mehr“, erklärt der Künstler in einer Sendung des „Bayerischen Rundfunks“. Ende der Achtziger erschien Traxlers letzte politische Zeichnung in der „Titanic“, stattdessen publizierte er Bildergeschichten für die „Zeit“, „Süddeutsche“ und „FAZ“, illustrierte Heine, Goethe oder Mark Twain. Und schrieb immer wieder Kinderbücher. Die seien langlebiger, beständiger,
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als die politische Satire, die nur im tagesaktuellen Kontext zu verstehen ist. Und sie seien für einen Zeichner fast die einzige Möglichkeit, sich mal richtig auszutoben. Seine Geschichten handeln von Freundschaft. Wie die zwischen einer armen Bäuerin, die es nicht übers Herz bringt, ihr Schwein zu schlachten. Oder die zwischen einem Jungen und einem scheuen Murmeltier. Sein aktuelles Buch handelt von Sofie, die heimlich Alphorn spielen lernt, um ihre Familie - alles begeisterte Flötisten – zu überraschen. Im vergangenen Jahr erschien mit „Ein Sturmtief überm Freibad Hausen“ ein echtes Schmuckstück, veröffentlicht als „Tolles Heft“ der Edition Büchergilde. In der heiter gedichteten und luftig gezeichneten Sommergeschichte widmet sich der 86-Jährige eine seiner beiden Lieblingsbeschäftigungen: dem Schwimmen. Seine andere Leidenschaft ist das Zeichnen. Es vergehe kein Tag, an dem er nicht zu Pinsel oder Stift greife. „Das Zeichnen ist das Tollste was es gibt. Auf einem Blatt etwas entstehen zu lassen, was vorher nicht da war“ – das mache ihn glücklich. Man sieht es seinen Bildern an.
Hans Traxler, geboren am 21. Mai 1929, verkaufte mit 17 Jahren seine erste Karikatur an eine Münchner Illustrierte und zeichnet seither ohne Unterlass. Für sein Lebenswerk wurde er mit dem Göttinger Elch, dem Deutschen Karikaturenpreis und mit dem WilhelmBusch-Preis ausgezeichnet. Arbeiten von Hans Traxler sind noch bis zum 10. Januar im Wilhelm-Busch-Geburtshaus in Wiedensahl zu sehen. In der Ausstellung gewährt der Künstler auch einen seltenen Einblick in seine Arbeits- und Skizzenbücher.
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Bond wäre neidisch J ames Bond hat es vorgemacht: Der britische Geheimagent fuhr 1998 im legendären Streifen „Der Morgen stirbt nie“ einen 7er BMW. Wobei: Nicht immer saß Bond-Darsteller Pierce Brosnan tatsächlich selbst am Lenkrad. Zeitweise steuerte er die Limousine per Fernbedienung – etwa bei einer rasanten Verfolgungsjagd durch ein enges Parkhaus.
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Was damals nur mit Tricks und Animationen funktionierte, ist jetzt Realität geworden: Der neue BMW 7er kann völlig autonom fahren, selbstständig einparken und lässt sich nur mit Gesten steuern. „Als der Film damals in die Kinos kam, haben wir noch über solche Ideen gelacht und sie als Spinnerei abgetan“, erinnert sich Torsten Richter. Der Filialleiter des Autohauses Becker-Tiemann im Schaumburger Land zeigt sich deshalb „hochbeeindruckt von dem, was unseren Entwicklungsingenieuren hier gelungen ist“. Das Ergebnis lässt sich nach seinen Worten auf einen gleichermaßen einfachen wie eindrucksvollen Nenner bringen: „Alles, was BMW kann, steckt in diesem Auto.“
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Filialleiter Torsten Richter sagt über den neuen 7er: „Alles, was BMW kann, steckt in diesem Auto.“
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Das elektronische Display vorne im Cockpit lässt sich allein über Gesten steuern. Einparken lässt sich das Auto ganz einfach per Schlüssel.
Nach Konzernangaben ist der neue 7er – übrigens seit Ende Oktober in Deutschland erhältlich – „unser Flaggschiff, Technologieführer und Innovationsträger“. Hierbei seien Luxus und Komfort mit der für BMW typischen Fahrdynamik vereint, heißt es sichtlich stolz beim bayerischen Autobauer. Dass dieses Versprechen nicht übertrieben ist, hat Richter bereits am eigenen Leib und im wahrsten Sinne des Wortes erfahren. „Ich war bei der internen Vor-Präsentation in München und durfte selbst am Lenkrad sitzen“, erinnert sich der Becker-TiemannFilialleiter. „Und ich muss sagen, dass meine ohnehin hohen Erwartungen an dieses Auto noch deutlich übertroffen wurden.“ Angefangen bei den in der Karosserie verarbeiteten Carbon-Teilen („macht das Auto gleichzeitig leichter und steifer“) und dem blendfreien Laserlicht („hat kein anderer Hersteller im Programm“) über das per Display-Schlüssel mögliche ferngesteuerte Einparken („man staunt und traut seinen Augen kaum, wenn man daneben steht“) bis hin zur LoungeGestaltung des Innenraums („mit ausschließlich hochwertigen Materialien“) und den bequemen Sitzen („mehr Komfort geht nicht“) kommt Richter aus dem Schwärmen nicht mehr heraus. Als weitere Errungenschaften nennt der Schaumburger den per Gesten steuerbaren Touchscreen-Bildschirm, die vielfältigen digitalen Vernetzungsmöglichkeiten und die zahlreichen Kamera- und Fahrer-Assistenzsysteme.
Genau diese sind es, die auch das teilautomatisierte Fahren im und mit dem neuen BMW 7er ermöglichen. „Dank Lenk- und Spurführung, aktiver Geschwindigkeitsregelung sowie Auffahr- und Personenwarner mit Vollbremsfunktion kann der Fahrer auf Wunsch zum Beifahrer werden“, macht Richter schmunzelnd deutlich. Die Geschwindigkeitsgrenze für diese Funktion liegt derzeit bei 210 km/h. Damit hat die Realität des Jahres 2015 die Film-Vision von 1998 deutlich übertroffen: Denn so schnell war der ferngesteuerte BMW von James Bond damals im Parkhaus längst nicht unterwegs.
Der neue BMW 7er kann völlig autonom fahren, selbstständig einparken und lässt sich nur mit Gesten steuern.
Das Audio-System ist völlig auf die mobilen Smartphone-Möglichkeiten abgestimmt. Währenddessen sorgt das automatische 7-Gang-Getriebe für ein Maximum an Fahrspaß.
Autohaus Becker-Tiemann Schaumburg GmbH & Co. KG Vornhäger Straße 59 · 31655 Stadthagen · 0 57 21 / 97 40-0 BMW Service · Bergdorfer Straße 42 · 31675 Bückeburg · 0 57 22 / 89 30-0 www.becker-tiemann.de
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LEIDENSCHAFT | Bernhard Arnold haucht Oldtimern neues Leben ein
Mit dem Spider fing alles an Von Guido Scholl
Wenn Bernhard Arnold 체ber Oldtimer spricht, ger채t er schnell ins Schw채rmen. Alte Autos sind seine Leidenschaft, er spricht von Liebhaberautos. In seiner Werkstatt hat der Lauenauer seit 1989 mehrere Hundert Oldtimer repariert, restauriert oder sogar komplett neu aufgebaut.
Im neuen Showroom steht ein Alfa Romeo Guilia Sprint Speciale.
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ngefangen hat alles mit dem Fiat Spider. Als Bernhard Arnold etwa 15 Jahre alt war, verguckte er sich in den schicken Flitzer aus Italien. „Damals war so ein Auto für mich unerreichbar“, erinnert er sich. Im Jahr 1989 reiste der heute 50-Jährige dann erstmals in die USA. Der Spider war in Deutschland schon längst vom Markt genommen worden. Jenseits des großen Teichs jedoch fand Arnold sein Traumauto aus Jugendzeiten nahezu an jeder Straßenecke. Er kaufte einige der Cabrio-Klassiker für verhältnismäßig wenig Geld – zwischen 1500 und 2000 Dollar musste er pro Stück hinblättern – und ließ sie nach Deutschland verschiffen. Dann begann er mit der ersten Spider-Restaurierung.
1990 machte er sich selbstständig und konzentrierte sich sehr bald auf den Oldtimer-Markt. Allein vom Fiat Spider hat Arnold bis heute mehr als 100 Fahrzeuge entweder generalüberholt oder selbst von Grund auf neu aufgebaut. Mit „Neuaufbau“ meint der seit 1995 in Lauenau ansässige Kfz-Meister, dass er das gesamte Fahrzeug im Originalzustand – von der Karosserie bis zum Rücklicht – wieder so aufleben lässt, wie es einst vom Band lief. In der eigenen Sattlerei fertigt er dafür die Sitzbezüge. Eine ganz eigene Variante des Spider mit dunkelgrauer Lackierung, cognacfarbenen Ledersitzen und exklusiven Abarth-Felgen kam auf diese Weise zustande: 15 Sportwagen verkaufte Arnold von exakt dieser Ausführung. Beim Spider, versichert der Lauenauer schmunzelnd, kenne er jede Schraube.
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| LEIDENSCHAFT
Bernhard Arnold hat ein Faible für alte Motoren und lässt es sich nicht nehmen, trotz Zeitmangels die alten Schätzchen zu restaurieren.
Als Geschäftsmodell reichte die Spider-Restauration aber nicht aus, weshalb Arnold den Ersatzteilehandel in seinen Betrieb eingliederte. Doch das hier zunehmende Internetgeschäft durchkreuzte die Pläne, sodass der Lauenauer seine Oldtimer-Expertise auf weitere Fahrzeuge ausdehnte – vornehmlich auf sogenannte Klassiker wie die legendäre Alfa Romeo Giulia, den Porsche 911 oder Lancia Aurelia. Vom Citroën 2CV (die berühmte „Ente“) bis zum Chevrolet Corvette, Baujahr 1954, reicht die Bandbreite an Oldtimern, die Arnold wieder aufgemöbelt hat. Auch an einem Ferrari 250 GTE hat er gearbeitet. Der teuerste Wagen, dem er und seine zwölf Kollegen bislang zu neuem Glanz verholfen haben, war jedoch ein Maserati Miura, Wert: rund 250.000 Euro. Für diesen Sportwagen wurde die Bodengruppe in Lauenau restauriert. Doch es ist nicht so sehr der finanzielle Wert von Oldtimern, der Arnolds Begeisterung schürt. Auch nicht der Motorenklang der Nobel-Hersteller wie Maserati, Porsche und Ferrari. Es ist vor allem die Ästhetik. Der Lancia Aurelia hat es ihm besonders angetan. „Das ist eines der schönsten Autos, das je gebaut worden ist“, schwärmt Arnold. Zwei Aurelia-
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Karosserien, eine davon im Rohzustand, befinden sich derzeit bei ihm zur Restaurierung. Sind sie fertig, haben aber auch diese Schönheiten aus den fünfziger Jahren einen Wert im sechsstelligen EuroBereich. Überhaupt haben es Arnold die Italiener der fünfziger bis siebziger Jahre angetan. „Die italienischen Autobauer waren damals technisch meilenweit vorn“, weiß der Fachmann. Es sei Herstellern wie Lancia, Alfa Romeo oder auch Moretti aber nicht gelungen, ihre teils genialen Konstruktionen in profitable Serienproduktionen umzusetzen, weshalb diese Marken heute nicht mehr in der ersten Liga mitspielten. Oder die, wie Moretti, komplett verschwunden sind. Auch optisch seien italienische Autos den Zeitgenossen weit voraus gewesen. Designer wie Giovanni Bertone, Battista „Pinin“ Farina, Ugo Zagato und Ercole Spada schufen schnörkellose Eleganz für legendäre Autos, die bis heute die Oldtimer-Szene begeistern. Bei aller Begeisterung geht es jedoch auch in dieser Szene ums Geld – jeder Oldtimer hat seinen Preis, der wiederum von mehreren Faktoren abhängt.
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Der Innenraum eines voll restaurierten Fiat Spider.
Seltenheit, Zustand, Alter und natürlich auch das Prestige des jeweiligen Herstellers spielen entscheidende Rollen. Ein top-restaurierter Opel, Baujahr 1949, ist beispielsweise schon für unter 10.000 Euro zu haben. Ein Alfa Romeo Giulia SS hingegen bringt es selbst mit einigen Kratzern auf einen Wert von 75.000 Euro. Arnold spricht bei Wagen, die unter 20.000 Euro kosten, von „Lowbudget-Oldtimern“. Und da die Restaurierung auch dieser Fahrzeuge extrem zeitaufwändig ist, lässt sich damit weit weniger Geld verdienen als mit Prestige-Autos wie etwa dem legendären Jensen Interceptor. Oder dem Lancia Fulvia, den Arnold und sein Team nach Kundenwunsch bauen.
Apropos-Wunsch-Oldtimer: Wer über den entsprechenden Geldbeutel verfügt, kann sich vom Lauenauer Experten das Auto seiner Träume bauen lassen und bis ins kleinste Detail mitbestimmen, wie es aussehen soll. Ein Foto als Vorlage reicht aus. Doch Arnold räumt ein, dass er manchem Kunden mit viel Überzeugungskraft von allzu extravaganten Vorstellungen abraten muss. Klimaanlage oder Zentralverriegelung – das gibt es bei einem Klassiker nun mal nur selten. Doch nicht alles Moderne ist verpönt. Gerade erst hat Arnold elektrische Fensterheber aus einem Renault Twingo in einen Lancia Fulvia, Baujahr 1966, verpflanzt.
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Die alten Fahrzeuge werden von Grund auf neu aufgebaut.
Geduld müssen die Auftraggeber aber auch mitbringen. Bis zu ein Jahr dauert es, ehe der Wunsch-Oldtimer fertig ist. Es ist die Detailarbeit, die Zeit verschlingt. Arnold erinnert sich an einen US-amerikanischen Dodge, bei dem allein die Konstruktion einer Tür 150 Arbeitsstunden gekostet hat.
Die Mittelkonsole eines Jensen Interceptor MK I.
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Die Königsdisziplin im Oldtimer-Geschäft ist jedoch eine andere. Das Zauberwort lautet „Matching Numbers“ (übereinstimmende Nummern). Das bedeutet, dass in einem restaurierten Oldtimer noch möglichst alle Original-Teile vorhanden bleiben. Dabei genügt es nicht, dass beispielsweise derselbe Motortyp den Wagen antreibt. Es muss exakt der Motor sein, mit dem das Auto einst seinen ersten Kilometer zurücklegte.
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»Wagen, die unter 20.000 Euro kosten, sind Lowbudget-Oldtimer.« „Damit werden wir als Restaurator schon mehr und mehr zum Automobil-Historiker“, streicht Verkaufsleiter Dr. Dennis Warneke heraus. Anhand von Seriennummern können Experten nachvollziehen, welche Teile in den Autos installiert wurden. Doch die Suche nach den entsprechenden Aufzeichnungen führt nicht immer zum Erfolg. Kann ein Restaurator von einem Oldtimer behaupten, dass dieser das Kriterium der „Matching Numbers“ erfüllt, steigert dies den Wert enorm. Der Unterschied zu einem optisch identischen Auto, das „new old Stock“ (neu aus altem Lagerbestand) restauriert wurde, ist in etwa so groß wie der eines Sechsers im Lotto zu einem Sechser mit Zusatzzahl.
Im Showroom des Lauenauer Betriebs glänzen die Schmuckstücke um die Wette.
Ein besonders ehrgeiziges Projekt haben Arnold und seine Kollegen vor kurzem in Angriff genommen: In einem der Werkstatträume steht die Karosserie eines Moretti-Prototyps, von dem es weltweit nur drei Stück gibt. Diesen will Arnold als Bewerbungsstück für den Concorso d’Eleganza Villa d’Este aufbauen lassen. Schon die bloße Einladung zu diesem berühmten Schönheitswettbewerb am Comer See gilt in Oldtimerkreisen als Ritterschlag. Doch vor diesem Ritterschlag stehen für Arnold noch viele Hundert Arbeitsstunden. Eines der edelsten Modelle im Hause Arnold: Ein Jaguar MK2 3.8 / 4-door Saloon, Baujahr 1967. Herbst 2015 STILZEIT
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