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FEBRUAR 18
MEIN KIND
Familienplanung Was kostet ein Kind?
Kinderbetreuung Frühzeitige Vorbereitung hilft
Frühkindliche Förderung Beziehung kommt vor Erziehung
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ANDREW BOND
«Wenn man Kinder versteht, ist es ein Leichtes, sie in ihrer Welt abzuholen und zu begeistern.»
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EDITORIAL KATJA WIESENDANGER
Die Anlaufstelle für Eltern und Bezugspersonen Eltern sind Allrounder. Ihre Aufgaben sind anspruchsvoll. Sie umfassen die Kinderbetreuung und -erziehung, Haus- und Familienarbeit, Beziehungspflege oder Familienorganisation. Elternarbeit erfordert zahlreiche Kompetenzen: Eltern vermitteln Werte, lehren Herausforderungen zu meistern, coachen, begleiten Entwicklungsschritte, pflegen kranke Kinder, trösten bei Kummer und Sorgen und meistern Fragen des Alltags ebenso wie umfassende Herausforderungen.
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LESEN SIE MEHR... 04 Familienplanung 06 Finanzierung 07 Gesundheit in der Schwangerschaft 08
Profilinterview: Andrew Bond
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Kinderbetreuung
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Ernährung
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Frühkindliche Förderung
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Digitale Erziehung
FOKUS MEIN KIND. PROJEKTLEITER Laura Da Via COUNTRY MANAGER Pascal Buck PRODUKTIONSLEITUNG
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sionell und vertrauenswürdig telefonisch oder via Mail beantwortet. Die Fachberaterinnen und Fachberater nehmen sich Zeit und antworten rasch und unkompliziert auf Fragen zu Erziehung, Entwicklung, Betreuung, Schule, Pubertät, zur Elternrolle oder Familienorganisation. Sie helfen mit, wenn Eltern und Betreuungspersonen eine Fachberatung für Erziehungsfragen benötigen und hören zu, wenn Eltern und Bezugspersonen von ihrem Alltag mit Kindern und Jugendlichen, ihren Hoch und Tiefs erzählen möchten. Ist eine weiterführende Unterstützung notwendig, empfiehlt oder vermittelt die Elternberatung geeignete regionale Angebote für eine längerfristige Unterstützung vor Ort.
eine Familie ist gleich und kein Kind ist wie das andere. Fragen zu Kindererziehung, Betreuung und Familienorganisation sind vielfach komplex und stets individuell gefärbt. Unabhängig davon, ob Mütter und Väter neu in die Elternrolle hineinwachsen oder bereits Erfahrung mit Kindern haben: Neue Herausforderungen stellen sich laufend. Wie aus dem Nichts tauchen regelmässig Fragen auf. Viele davon können die Eltern und Bezugspersonen selber beantworten, bei anderen ist Hilfe und die Auskunft von Fachpersonen notwendig. Eltern wollen nur das Beste für ihr Kind. Doch das ist nicht immer leicht: Die enorme Flut an Informationen vergrössert die Unsicherheit. Es ist es normal, dass man im Alltag und bei Auseinandersetzungen im Zusammenleben mit Kindern und Jugendlichen an eigene Grenzen stossen kann. In schwierigen Situationen fällt es oftmals leichter, mit Aussenstehenden familiäre Fragen zu besprechen. Eine professionelle und vertrauenswürdige Anlaufstelle für Eltern Deshalb bietet Pro Juventute für die Eltern in der ganzen Schweiz eine Elternberatung an. Sie ist jederzeit erreichbar und kostenlos. Alle Anliegen werden profes-
In schwierigen Situationen fällt es oftmals leichter, mit Aussenstehenden familiäre Fragen zu besprechen.
Entscheidend ist, dass Eltern und Bezugspersonen von Kindern und Jugendlichen sich für einen Austausch an eine vertrauenswürdige Anlaufstelle wenden können, die ihnen dank professioneller Beratung Orientierung und Bestärkung bietet. Damit leisten wir einen Beitrag, damit Eltern und Bezugspersonen im Zusammenleben mit Kindern unterstützt und in ihrer Rolle bestärkt werden – zum Wohl der Kinder.
Miriam Dibsdale TEXT Leslie Leuenberger, Remo Bürgi, Miriam Dibsdale, Olga Shostak, Selin Olivia Turhangil TITELBILD Christoph Kaminski LAYOUT Anja Cavelti DRUCKEREI DZZ Druckzentrum AG
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FAMILIENPLANUNG
Familienplanung: Wie geht das? Der Begriff Familienplanung wird meistens mit Verhütung in Verbindung gebracht. Seltener geht es um den eigentlichen Wortlaut: Dem Planen einer Familie. Inwiefern lässt sich das Projekt Baby organisieren?
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m Kopf haben wir schon alles durchgeplant: Wir wissen wann wir das erste Kind kriegen, welches Geschlecht es hat, welchen Namen es bekommt und mit welcher Farbe das Babyzimmer gestrichen wird. In Realität, haben wir keine Ahnung, was auf uns zukommt. Denn Pläne schmieden ist die eine Sache, ob sie funktionieren die andere. Der ideale Zeitpunkt Wenn es um Familienplanung geht, steht die Frage nach dem richtigen Zeitpunkt im Vordergrund, die Augen stets auf die Frau gerichtet. Durchschnittlich sind Frauen 32 wenn sie das erste Kind gebären. Aus biologischer Sicht ist das spät, bestätigt Ursina Bavier, Leiterin Pflege der Frauenklinik Triemlispital. Das Idealalter einer Frau liege vor 30 Jahren. Reproduktionstechnologien wie die künstliche Befruchtung erwecken den Anschein, jenes Problem zu lösen. Frauen haben genug Zeit sich selbst zu verwirklichen und Karriere zu machen, bevor sie mit 40 Kinder kriegen. Facebook und Apple bieten Mitarbeiterinnen sogar an, das Einfrieren ihrer Eizellen zu finanzieren. «Eine völlig absurde Entwicklung», hält Bavier fest. «Das ist ein gesellschaftliches Problem. Es muss doch möglich sein, dass junge Frauen Kinder kriegen und die Karriereleiter hochklettern können.» Die Strapazen einer künstlichen Befruchtung sind psychologisch wie auch körperlich eine Belastung. Die Garantie überhaupt schwanger zu werden, gibt es nicht. Zudem steigt das Risiko einer Fehlgeburt oder Chromosomen-Störung wie dem Down-Syndrom. Auch kommt es bei älteren Frauen öfter zu Komplikationen während der Schwangerschaft. Wer Kinder will, soll also nicht zu lange warten. Wenn Vorstellung und Realität aufeinander prallen Ist die Frau schwanger und das Kind auf der Welt, wird’s nicht einfacher: Chronischer Schlafmangel, scheinbar nie enden wollendes Geschrei, Schmerzen beim Stillen. Ein Kind ist ein 24/7-Job. Das würden viele Eltern am Anfang unterschätzen, meint Barbara Schwärzler, freiberufliche Hebamme in Zürich. Sie begleitet frischgebackene Eltern in den ersten sechs bis acht Wochen nach der Geburt. «Ich begegne vielen Müttern, die grosse Mühe damit haben, sich dem Kind hinzugeben. Dass sich der Alltag nicht mehr so einfach strukturieren lässt, ist für sie schwierig zu akzeptieren.» Wer es einige Tage nicht vor dem Nachmittag zum Duschen schafft, solle es mit Gelassenheit nehmen, meint Schwärzler. Gerade in unserer leistungsorientierten Gesellschaft, machen sich Eltern einen enormen Druck. Tausende ANZEIGE
Ratgeber, Internetforen und Baby-Kurse versprechen, werdende Eltern optimal vorzubereiten. Doch die schiere Menge an Erziehungsmethoden, Inputs und Meinungen verunsichern. Denn was, wenn’s beim eigenen Kind nicht funktioniert? «Viele gehen sehr kopflastig an das Elternsein ran. Als gäbe es eine Anleitung dazu. Wir müssen wieder lernen auf unsere Intuition zu hören. Die ist meistens richtig», sagt Carola Bloch von der
Mütter-und Väterberatung Zürich. Wie kann man sich ihrer Meinung nach vorbereiten? «Viel Optimismus und eine gewisse Blauäugigkeit helfen.» Ein Paar, ein Baby und zwei Karrieren Unterschätzt wird auch, was ein Kind in einer Beziehung auslösen kann. Zeit für sich oder füreinander zu finden ist nahezu unmöglich. Und dass sich eine
Viel Optimismus und eine gewisse Blauäugigkeit helfen. — CAROLA BLOCH , MÜTTER-UND VÄTERBERATUNG ZÜRICH
Frau in den ersten Wochen nach der Geburt lieber dem Schlaf als dem Beischlaf widmet ist zu erwarten. Plötzlich werden Paare aber auch mit entscheidenden Fragen konfrontiert wie: Wer arbeitet wie viel weiter? Wer kümmert sich ums Kind? «Ein Baby kann die ganze Beziehungsdynamik auf den Kopf stellen», sagt Sandra Giachetti. Als Sozialarbeiterin berät sie Alleinerziehende und Paare zum Thema Familienplanung. Gemäss ihr ist es in den meisten Fällen die Frau, die sich stark einschränken muss. Hausmänner trifft man im modernen Zeitalter nach wie vor selten an. «Auch bei aufgeschlossenen Paaren schleicht sich die traditionelle Rollenverteilung ein. Während die Männer normal weiterarbeiten, reduzieren die Mütter das Arbeitspensum stark oder legen die Karriere ganz auf Eis. Letztere fühlen sich dann sogar schuldig, weil sie das Gefühl haben dem Partner finanziell zu Last zu fallen», Giachetti ist überzeugt: Kommunikation sei der Schüssel. Die Karriere-Kind-Planung sollen Paare im Idealfall schon vor der Schwangerschaft klären. Was ein Kind kostet Wer eine Familie plant, muss damit rechnen, tief ins Portemonnaie zu greifen. Kinderbett und Wickelkommode zählen zur Standardeinrichtung. Auch eine grössere Wohnung ist für viele Eltern eine selbstverständliche Konsequenz. Ist das Baby auf der Welt, verschleisst es Trilliarden von Windeln, braucht alle paar Monate neue Kleidung und hat bereits eine eigene Krankenkassenprämie zu zahlen. Gemäss der Budgetberatung Schweiz kostet ein Säugling monatlich 300 bis 400 Franken. Miteinzukalkulieren ist die Einkommensbusse, wenn einer oder beide Partner die Arbeitszeit reduzieren. Aber auch die Kinderbetreuung ist nicht günstig. KITAs verlangen Tagessätze bis zu 150 Franken. Darüber hinaus haben viele Eltern das Gefühl, ein Vermögen für Babyprodukte ausgeben zu müssen: vom Stillkissen über Flaschenwärmer bis zu Winterreifen für den Kinderwagen. «Die Werbung führt vielen Eltern den Irrglauben vor, es brauche den besten Schnuller und den teuersten Kinderwagen. Es geht auch anders: Vieles kriegt man günstig in Kinderbörsen und den Schoppen kann man auch ganz einfach im heissen Wasser wärmen», meint Carola Bloch. Und, Alltagsgegenstände machen die besten Spielzeuge. Statt dem teuren Baby-Ipad tut’s auch ein Löffel. Eine Familie planen ist nur in gewissem Masse möglich. Der innige Kinderwunsch, eine stabile Beziehung und eine gesunde finanzielle Basis sind die besten Voraussetzungen. Und was tatsächlich auf einen zukommt ist eine Überraschung. TEXT LESLIE LEUENBERGER
Nachhaltige Kinderkleider ohne Kinderarbeit Baby Rose und Baby Budget Bubendorf stehen für giftfreie, nachhaltig produzierte Waren und setzen damit ein Zeichen gegen Kinderarbeit und Umweltverschmutzung zum Wohle der Gesellschaft. Auf 600 m2 gibt es für Mutter und Kind alles, was das Herz begehrt, ohne das Familienbudget zu überstrapazieren. Das Sortiment beinhaltet ausgesuchte biologisch produzierte Kinderartikel aus zertifizierten Betrieben, eine grosse Auswahl an «gesunden», schadstoffarmen Secondhand-Kleidern (Giftstoffe und Bleichmittel werden ausgewaschen) sowie Spielwaren. Werden auch Sie Teil des ökologischen Kreislaufs, leisten so Ihren persönlichen Beitrag zum nachhaltigen Mehrweg-Prinzip und machen sich und Ihrem Kind durch «gesunde», günstige und gute Kinderartikel langanhaltende Freude. Das Konzept bietet Produkte aus den Abteilungen Boutique, Budget, Börse – für budgetgerechtes Einkaufen. Vielseitige Auswahl Vom mitwachsenden Tripp Trapp Kinderhochstuhl von Stokke (von Geburt bis 99 Jahren) in allen Farben und vielfälti-
gem Zubehör über Kinderwagen bis zu funktioneller Ski- und Freizeitbekleidung, lässt das breite Angebot keine Wünsche offen. In der Ausstellung stehen Kinderwagen der Marken Joie, Valcobaby, Babyjogger Chicco, sowie Autositze von Maxi Cosi, Joie, Chicco, Recaro etc. zum Anfassen und Ausprobieren bereit. Zudem wird ein Reparaturservice angeboten, mit zur Verfügung gestelltem Ersatzwagen während der Reparatur. Damit auch schon die Jüngsten bei jeder Witterung im Freien ihre ersten Abenteuer erleben können, braucht es nur die richtige Ausrüstung. Ob für Sommer oder Winter, die funktionelle Ski- und Freizeitbekleidung der finnischen Firma Reima, sowie der Marke Colorkids, sind in den Grössen 50 – 152 erhältlich. Da die Sonnenstrahlen insbesondere für die junge Kinderhaut bei zu intensiver Bestrahlung gefährlich werden können, ist der richtige Schutz essenziell. Mit den UV-Badekleidern und – anzügen von Reima und Playshoes, ist die Haut vor den gefährlichen Strahlen geschützt. Kuschelige Schlafsäcke von Odenwälder und Alvi, sowie Pyjamas und Unterwäsche von Schiesser ergänzen das Sortiment.
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duellen Sorgen rund ums Kind brauchen Erfahrung und Vertrauen. Auf alle Verkaufsprodukte erhalten Sie volle Garantieleistungen und einen freundlichen und zuvorkommenden Service, wie man ihn nur in einem echten Fachgeschäft findet. Wir sind für Sie da – auch wenn Sie nach dem Kauf noch Fragen haben.
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FINANZIERUNG/HYPOTHEK
Der Weg zum perfekten Zuhause Wer eine Familie gründen will, muss viele Fragen klären – unter anderem die nach der geeigneten Unterbringung. Wir zeigen mögliche Schritte zum Traum-Daheim, in dem sich die ganze Familie wohlfühlt.
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aura (27) und Nick (29) sind frisch verheiratet. Nach unvergesslichen Flitterwochen in der Südsee machen sie sich intensiv Gedanken über ihren Kinderwunsch. Was bedeutet das finanziell für uns? Wie sieht es mit der Arbeit und der Betreuung aus? Und nicht zuletzt: Wo soll unser Kind aufwachsen, welches Zuhause passt zu unserer Familie? Mit dem Nachwuchs ändern sich die Anforderungen an den Wohnraum wesentlich: Es braucht mehr Platz und eine kindgerechte Umgebung. Vielleicht achtet man auch schon darauf, welche Kindergärten und Schulen in der Nähe liegen. Manche bevorzugen ein Eigenheim, andere suchen eine passende Mietwohnung. Letztlich ist die Entscheidung natürlich auch stark von finanziellen Aspekten abhängig.
einen neuen Arbeitsplatz suchen will oder muss, ist als Mieter deutlich flexibler. Auch in Sachen Geld ist man auf der sicheren Seite: Mietbeträge sind kalkulierbar, es kommen kaum Zusatzkosten dazu. Für viele Paare liegt der Kauf oder der Bau eines Hauses auch schlicht nicht drin: Das nötige Eigenkapital und der Verdienst für die Begleichung der Zinsen fehlen oft. Vor diesem Hintergrund überrascht es nicht, dass rund 90 Prozent der Schweizer Bevölkerung in Mietverhältnissen wohnen.
Eigenkapital als Knacknuss Trotzdem: Viele junge Familien wollen in den eigenen vier Wänden leben, ihr Daheim unabhängig und individuell gestalten. Eine grosse Hürde ist – wie erwähnt – oft das Eigenkapital. Wer eine Hypothek bekommen will, muss in der Regel 20 Prozent des Betrags selber aufbringen. Diese Summe kann neben dem Ersparten durch Gelder aus der zweiten und dritten Säule ergänzt werden, wobei es einige gesetzliche
Werdende Eltern müssen sich bewusst sein, dass ein Kind nicht nur Windeln, Essen und Kleider benötigt.
Budget verändert sich Werdende Eltern müssen sich bewusst sein, dass ein Kind nicht nur Windeln, Essen und Kleider benötigt. Der Sprössling braucht auch Betreuung, wodurch entweder das Arbeitspensum der Eltern sinkt oder Kosten für die Kinderkrippe dazukommen. Gemäss einer Studie des Bundesamts für Statistik aus dem Jahr 2009 kostet das erste Kind durchschnittlich 819 Franken pro Monat. Zwei Kinder bedeuten Ausgaben von über 1300 Franken, drei knapp 1600 Franken. Kurzum: Wer Kinder kriegen will, sollte sein Budget gründlich überprüfen und überlegen, wofür er wie viel Geld ausgeben kann und will.
Restriktionen zu beachten gilt. Als Alternative bietet sich aber allenfalls auch finanzielle Unterstützung von der Familie an. Eltern helfen bei Finanzierung Häufig können junge Familien auf die Hilfe ihrer Eltern zählen, indem diese ihnen ein Darlehen gewähren oder einen Erbvorbezug ermöglichen. Bei Darlehen empfehlen Experten, dass die Konditionen wie Darlehenssumme, Laufzeit, Zins, Rückzahlung, Kündigungsfrist und Fälligkeit schriftlich festgehalten werden. Oft wird unterschätzt, dass sich familiäre Beziehungen manchmal schnell ändern können, sei es durch eine Trennung oder zwischenmenschliche Probleme. Als Absicherung können die Eltern oder andere Darlehensgeber einen Schuldbrief ausstellen lassen. Durch diese notariell beglaubigte Urkunde wird ihr Anspruch rechtlich festgehalten. Alternative: Erbe vorbeziehen Eine weitere Möglichkeit ist die Gewährung eines Erbvorbezugs. Auch in diesem Fall ist es ratsam, genaue Abklärungen zu treffen und insbesondere schriftlich zu vereinbaren, ob der Betrag nach dem Tod der Eltern den Geschwistern gegenüber ausgeglichen werden muss. Ein wichtiger Punkt ist – sowohl bei Darlehen wie auch Erbvorbezug – die Abklärung der Lebensumstände der Eltern durch eine Vorsorgeanalyse. Dadurch wird verhindert, dass zu viel Geld gesprochen wird und die Eltern später Probleme mit ihrem Lebensunterhalt bekommen.
Wohnen als Familie Ungeachtet dieser finanziellen Überlegungen ist es ein Anliegen aller (werdenden) Eltern, für ihre Familie die passende Heimat zu finden. Ein schönes Zuhause, das dem Nachwuchs eine unbeschwerte Kindheit ermöglicht und den Eltern ein erfülltes Zusammenleben. Der geeignete Wohnort muss aber nicht nur optisch und emotional gefallen, sondern auch objektivere Kriterien erfüllen. Der Weg zur Arbeit ist sicher ein wichtiger Faktor – schliesslich ist jede Minute, die man unterwegs ist, eine Minute weniger, die für das Familienleben zur Verfügung steht. Dementsprechend sind die Anbindung an den Öffentlichen Verkehr und der Zugang zu einer Autobahn wichtige Attribute. Und schliesslich stellt sich auch die Frage, ob man das künftige Daheim als Eigentümer oder als Mieter bewohnen will.
Gute Beratung entscheidend Für solche Analysen und Beratungsleistungen gibt es zahlreiche Anbieter aus dem Bankenbereich. Gut beraten ist auf jeden Fall, wer diese Angebote nutzt und sich einen detaillierten Überblick verschafft. Das ist heute insofern einfacher geworden, als dass man viele Abklärungen via Internet vornehmen kann. Es ist sogar möglich, eine Hypothek online abzuschliessen und dabei Zeit und Geld zu sparen, weil der Ablauf schneller und weniger aufwendig ist. Laura und Nick haben dank der Unterstützung ihrer Eltern eine Hypothek zu fairen Konditionen erhalten und sich ihren Traum von einem Eigenheim erfüllt. Vor der Geburt ihres ersten Kindes bleibt nun bloss noch eine Frage offen: Streichen wir das Kinderzimmer blau oder rosa?
Besitzen oder mieten? Diese Entscheidung hängt vor allem von den finanziellen Möglichkeiten der jungen Familie und der Dauerhaftigkeit der Arbeitsverhältnisse ab. Wer vielleicht bald
TEXT REMO BÜRGI
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GESUNDHEIT IN DER SCHWANGERSCHAFT
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Alkohol ist tabu, Sport ein «Must-Do» Anfang Jahr sorgte eine Studie der Universität Zürich für Aufsehen: Zwei von fünf Frauen trinken während der Schwangerschaft Alkohol. Das schadet dem Kind und sollte unbedingt vermieden werden. Es gibt aber auch viele Aspekte, die eine gesunde Schwangerschaft fördern.
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angelt es an Aufklärung? Oder an Selbstdisziplin? Alkoholkonsum ist während der Schwangerschaft ein grosses Risiko für die Gesundheit des ungeborenen Kindes. «Eine versehentlich gegessene Praline mit Alkohol ist noch kein Grund zur Panik», beruhigt Dr. Brigitte Holzgreve. Doch die Spezialistin für vorgeburtliche Untersuchungen stellt klar: «Es gibt aber auch keinen Grenzwert, bis zu dem Alkoholgenuss in der Schwangerschaft völlig unbedenklich wäre. Es ist deshalb ratsam, in der Schwangerschaft komplett auf Alkohol zu verzichten.» Drogen sind ein No-Go Alkohol ist also während der Schwangerschaft ein absolutes Tabu. Um die Partnerin bei ihrer Abstinenz zu unterstützen, sollte auch der künftige Vater nicht trinken, zumindest nicht in ihrer Gegenwart. Gleiches gilt für das Rauchen und selbstverständlich für sämtliche Drogen. Alle diese Giftstoffe gelangen direkt in den Körper des Kindes und können zu Fehlbildungen, Entwicklungsstörungen, Fehlgeburten und Abhängigkeit führen. Werdende Mütter sollten darüber hinaus ein Auge auf ihre Medikamente haben: Was vor der Schwangerschaft verschrieben wurde, darf nur in Absprache mit dem Arzt weiter eingenommen werden.
Regelmässige Untersuchungen Das Thema Medikamente klärt man idealerweise bei der ersten Vorsorgeuntersuchung, die in der Regel im zweiten Schwangerschaftsmonat stattfindet – sobald man die Schwangerschaft bemerkt hat oder zumindest vermutet. Zu diesem ersten Termin gehören auch ausführliche Befragungen und Beratungen sowie umfassende Analysen. Wenn dabei keine Komplikationen festgestellt werden, finden weitere Untersuchungen ab der 16. Schwangerschaftswoche üblicherweise alle vier Wochen statt. Weitergehende Untersuchungen werden übrigens nur dann von der Krankenkasse bezahlt, wenn spezielle Risiken vorliegen oder Probleme auftreten. Fasten und schlemmen nicht angesagt Einen wesentlichen Beitrag zu einer gesunden Schwangerschaft für Mutter und Kind leistet die richtige Ernährung. Grundsätzlich gilt: Eine Schwangerschaft ist weder die Zeit für eine Diät oder einseitige Ernährung noch für hemmungslose Schlemmerei. Ganz im Gegenteil sollte sich frau in dieser Zeit besonders bewusst ernähren und viel trinken. Schwangeren wird empfohlen, täglich einen bis anderthalb Liter Wasser zu sich zu nehmen, und zwar in kleinen Mengen möglichst gut über den ganzen Tag verteilt. Getränke wie Kaffee, Schwarztee oder auch stark gesüsste Getränke sollten in reduzierten Mengen konsumiert werden.
Die richtige Mischung machts Essen ist ein wichtiger Teil einer gesunden Schwangerschaft. Dabei ist es keineswegs so, dass man sich extrem einschränken müsste – im Gegenteil. Experten empfehlen eine ausgewogene Ernährung, wobei einige Nahrungsmittel besonders geeignet sind. Brigitte Holzgreve empfiehlt frisches und gut gewaschenes Obst und Gemüse, Brot, Kartoffeln, Reis, Nudeln und Getreideprodukte. Eine Portion pro Tag sollte aus Fisch oder Fleisch bestehen, das unbedingt gut durchgebraten sein muss. Vom Konsum einiger Fischarten wird abgeraten, weil sie eine hohe Quecksilberkonzentration aufweisen können: Hai, Hecht, Thunfisch, Speerfisch und Schwertfisch.
SMART FACTS. SCHWANGERSCHAFT UND ARBEIT
• Arbeitgeber sind gemäss Arbeitsgesetz verpflich-
tet, Schwangere so zu beschäftigen, dass keine Gefahr für die Mutter und das Kind besteht. • Schwangere dürfen nur mit ihrem Einverständnis beschäftigt werden. Sie dürfen nach Meldung der Arbeit fernbleiben oder diese verlassen. Das Recht auf Lohnfortzahlung besteht dann aber nur mit einem medizinischen Attest. • Beschwerliche und gefährliche Arbeiten sind nicht erlaubt, zum Beispiel das Bewegen von schweren Lasten, Erschütterungen, Überdruck, Hitze/ Kälte/Nässe, Akkordarbeit, schädliche Strahlen, gefährliche Stoffe sowie Lärm über 85 Dezibel. • Überstunden sind während einer Schwangerschaft verboten, in den letzten acht Wochen ist auch Nachtarbeit nicht erlaubt. • Während der Schwangerschaft und bis 16 Wochen nach der Geburt gilt ein Kündigungsverbot. • Die Nichteinstellung einer Frau, die schwanger ist oder werden möchte, stellt eine unerlaubte Diskriminierung dar.
Bei Rohem ist Vorsicht geboten Neben den genannten Fischsorten sind es vor allem Rohprodukte, deren Verzehr für das Neugeborene eine Gefahr darstellen kann. Auf rohes oder nur halb durchgebratenes Fleisch und Fisch ist genauso zu verzichten wie auf rohe Eier und Rohmilchprodukte. Bei letzteren sind es vor allem Weichkäse, geriebener Käse und die Schale von Hartkäse, die eine schwangere Frau nicht essen sollte. Zudem sollte man nicht vergessen, dass einige Desserts wie Tiramisu oder Softeis ebenfalls rohe Eier enthalten. Geburt will vorbereitet sein In Sachen Ernährung ist es ratsam, bei Fragen oder Unsicherheiten mit dem Arzt oder einer Beratungsstelle Kontakt aufzunehmen. Vielleicht kann man die Unklarheit aber auch bei einem Geburtsvorbereitungskurs ansprechen. Diese Kurse haben das Ziel, Mutter und Vater gemeinsam auf die Geburt des Kindes vorzubereiten. Ernährung ist dabei ebenso ein Thema wie Schwangerschaftsgymnastik, Atmung, Sexualität, Geburtsablauf, Kaiserschnitt, Wochenbett oder das Stillen. Der Austausch unter den Teilnehmenden kann für alle Beteiligten wertvoll sein, weshalb sich ein Besuch auch für Schwangere lohnt, die bereits ein Kind geboren haben. Insbesondere deshalb, weil die zweite Schwangerschaft für viele Mütter ermüdender ist als die erste, wie Dr. Holzgreve erklärt: «Während der zweiten Schwangerschaft muss gleichzeitig das erste Kind betreut werden. Das ist nicht nur körperlich anstrengend durch das Heben und Tragen, es bleiben auch kaum Möglichkeiten, sich zwischendurch etwas mehr Ruhe zu gönnen.» Bewegung bringt viele Vorteile Sportlich aktive Schwangere bewältigen die Belastungen vor, während und nach der Geburt besser, weil ihr Körper widerstandsfähiger ist. Jeweils dreissig Minuten Bewegung an fünf oder – noch besser – sieben Tagen der
Quelle: swissmom.ch
Woche reichen dafür aus. Es ist auch nicht so, dass eine Frau während der Schwangerschaft nur noch spazieren oder schwimmen darf. Beide Sportarten sind zwar wegen der geringen Belastung auf den Körper tatsächlich sehr empfehlenswert, daneben gibt es aber noch viele andere geeignete Betätigungsmöglichkeiten. Verzichten sollte man auf Sportarten, die den Körper stark belasten, bei denen man stürzen oder mit anderen zusammenprallen kann (Mannschaftssport). Wichtigste Grundregel bei sportlichen Aktivitäten während der Schwangerschaft ist, dass die Mutter stets auf ihren Körper und ihr Wohlbefinden achtet und das Training sofort beendet, wenn sie sich müde oder unwohl fühlt. Wer sich rechtzeitig und umfassend informiert, kann während der Schwangerschaft die eigenen Bedürfnisse als Mutter ebenso berücksichtigen wie die des Babys. Das lohnt sich, denn eine gesunde Schwangerschaft ist die Basis für eine gesunde Kindheit. TEXT REMO BÜRGI ANZEIGE
BRANDREPORT PRIVATKLINIK BETHANIEN
Der richtige Ort für den perfekten ersten Tag Die Geburt eines Kindes ist für jede Familie ein wichtiges und freudiges Ereignis und der Beginn eines neuen Lebensabschnittes. Jährlich erblicken gegen 500 Babys am Zürichberg das Licht der Welt. Die Privatklinik Bethanien bietet dafür alles, was werdende Eltern brauchen: persönliche Betreuung und Beratung auf höchstem Niveau durch hochqualifizierte Hebammen und Ärzte in einer angenehmen, komfortablen Umgebung. Persönliche und kompetente Beratung Die Betreuung und Beratung ist ganz auf die individuellen Bedürfnisse der Frau abgestimmt. Ein hochqualifiziertes Team von Hebammen steht ihr schon vor der Geburt beratend zur Seite, begleitet den gesamten Geburtsvorgang und betreut Mutter und Kind während der Wochenbettzeit in Zusammenarbeit mit erfahrenen Pflegefachfrauen. Während der Schwangerschaft und nach der Geburt steht den werdenden Eltern ein umfassendes Angebot an interessanten Kursen zur Verfügung: Ob Yoga, geburtsvorbereitende Akupunktur oder Babyschwimmen – die jungen Familien werden auf ihrem Weg bestens betreut. Ab März wird das vielseitige Angebot um den in der Schweiz einzigartigen Rückbildungskurs «Waterbalance» ergänzt, bei welchem das Therapiegerät «Slashpipe» eingesetzt wird.
Komfort durch erstklassige Hotellerie In der Familienabteilung gibt es ausschliesslich wunderschöne Einzelzimmer und und Junior Suiten, die geschmackvoll und komfortabel eingerichtet sind. So kommen sowohl Privat- als auch Halbprivatversicherte in den Genuss eines Einzelzimmers. Zusätzlich stehen Allgemeinversicherten verschiedene Upgrade-Möglichkeiten, wie auch Familienzimmer, zur Verfügung. Ausserdem besteht die Möglichkeit, dass Väter die ersten Tage zusammen mit Mutter und Kind erleben können. Kulinarisch wird ein Verwöhnungsprogramm geboten, das auf die Bedürfnisse und Wünsche der Mutter abgestimmt ist und mit einem Dinner im ausgezeichneten Restaurant Bethania Park abgerundet wird. www.klinikbethanien.ch
Yoga für Schwangere und die ganze Familie Birthlight Zürich ist seit über zehn Jahren auf Frauen und Familien-Themen spezialisiert. Einfache Übungen, Yoga und bewusstes Atmen fördern Ihr Wohlbefinden und das Ihres Kindes. Unsere erfahrenen und qualifizierten Kursleiterinnen unterstützen Sie vor, während und nach der Schwangerschaft.
Tag der offenen Tür: Sonntag, 11. März 2018 Unser Team lädt Sie herzlich ein zu einer gratis Schnupperlektion à 45 Minuten (u.a. Fruchtbarkeits-Yoga, Schwangerschafts-Yoga, Rückbildung mit/ohne Baby, Familien-Yoga). Das detaillierte Programm und weitere Informationen finden Sie auf unserer Homepage. Bitte melden Sie sich frühzeitig an, da der Platz beschränkt ist. Wir freuen uns auf Ihren Besuch! Wenn es Ihnen gefallen hat, erhalten Sie an diesem Tag 15% Reduktion auf jedes Abo. Vom Angebot ausgeschlossen sind registrierte Kundinnen
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INTERVIEW ANDREW BOND
«Die ersten fünf Lebensjahre sind extrem prägend» Andrew Bond zählt mit über 700’000 verkauften Tonträgern zu den erfolgreichsten Musikern der Schweiz. Der bekannte Kinderliedermacher unterhält die Jüngsten im Land nicht nur, sondern setzt sich auch aktiv für deren Förderung ein. Im Interview mit «Fokus Mein Kind» erzählt der ehemalige Sekundarlehrer, wie er seine Kindheit im Kongo, in England und der Schweiz erlebt hat. INTERVIEW MIRIAM DIBSDALE BILDER MICHAEL SIEBER, CHRISTOPH KAMINSKI
Andrew Bond, viele kennen Sie wegen Liedern wie «Zimetschtern hani gern» oder «Sunneschtraal Tanz Emal». Wie wurde aus dem Sekundarlehrer Andrew Bond der Kinderliedermacher? Noch bevor ich eigene Kinder hatte, schrieb ich viele Songs für Jugendanlässe oder Kinderferienlager. Immer wenn irgendwo ein Song benötigt wurde, schrieb ich bekannte Lieder um oder komponierte neue. Als ich dann selbst Vater wurde, merkte ich, dass es zu vielen Themen noch gar keine Lieder gab. Also habe ich angefangen, selbst einige zu schreiben, und diese dann auf eine Kassette aufgenommen.
Als ich dann selbst Vater wurde, merkte ich, dass es zu vielen Themen noch gar keine Lieder gab.
Wie kamen diese privaten Aufnahmen an die Öffentlichkeit? Mein Bruder und die Nachbarn haben mich nach Kopien gefragt. Leider war die Qualität der Kassette miserabel und nicht für die Verbreitung geeignet. Ein «Selfie» verwendet man schliesslich auch nicht für einen öffentlichen Katalog. Also entschied ich mich, eine CD aufzunehmen. Damals war es noch nicht möglich, diese zuhause zu brennen, und beim Presswerk betrug die Mindestauflage 300 Stück. Meine Frau hat mich dann, als ich aufgrund der hohen Anzahl absagen wollte, dazu ermutigt, diesem «teuren Hobby» dennoch nachzugehen. Eine der CDs landete beim Lehrmittelverlag des Kantons Zürich, welcher mich anschliessend unter Vertrag nahm. Ihre Lieder sind einerseits unterhaltend, haben meist aber auch einen tieferen Sinn. Was macht für Sie ein gutes Kinderlied aus? Ein Lied ist vergleichbar mit einem Film: Richtig gute Unterhaltung bietet er, wenn er, neben herausragenden Darstellern und einer spannenden Handlung, Emotionen beim Zuschauer auslöst. Wenn er berührt, zu Tränen rührt oder für Hühnerhaut sorgt und nicht nur flaches Entertainment bietet. Das gleiche gilt für meine Lieder. Natürlich müssen sie auf eine lustige Weise unterhalten und schöne Melodien haben, doch sie sollen die Kinder (und Eltern) auch abholen und für sie Relevanz haben. Das kann ein Thema wie der Tod eines Haustiers sein
In den ersten Jahren passiert neurologisch so viel, das verschlafen werden kann. Die frühkindliche Förderung macht sehr viel aus.
oder die zwischenmenschliche Beziehung beim Schlitteln. Meine Lieder zeigen das ganze Leben. Es kann sowohl lustig als auch sehr ernst sein. Die Musikbranche hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Viele Dinge verändern sich aufgrund der Digitalisierung. Was bleibt, ist die Freude an der Musik. Wer nur Trübsal bläst und sagt, alles sei schlimmer, weil die Leute keine CDs oder gedruckte Noten mehr kaufen, der verkennt die Realität. Jeder muss seinen Weg finden, damit umzugehen, und darf sich nicht versklaven lassen. Fällt es Ihnen leicht, Kinder zu unterhalten? Wenn man Kinder versteht, ist es ein Leichtes, sie in ihrer Welt abzuholen und zu begeistern. Doch es gibt
auch Kinderproduktion von Leuten, die Kinder nicht wirklich verstehen. Erst letztens habe ich ein Stück gesehen, in welchem die Schauspieler nach einer Telefonkabine gesucht haben. Kinder heute wissen aber gar nicht mehr, was das überhaupt ist. Ein Gespenst mit einem «SteinPad» hingegen ist für sie völlig einleuchtend und begeistert sie. Solche Finessen muss man bei der Produktion berücksichtigen. Die ersten fünf Lebensjahre haben Sie im Kongo verbracht. Wie hat Sie diese Zeit geprägt? Der Alltag im Kongo unterscheidet sich stark von demjenigen hier. Wir waren immer unter freiem Himmel, ins Haus ging man eigentlich nur zum Schlafen. Das hat mich stark geprägt, deshalb fühle ich mich auch heute noch draussen am wohlsten.
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Kinder-Camps – mehr als nur eine Ferienbetreuung Das Konzept der abwechslungsreichen, polysportiven Tages-Camps war und ist nach wie vor ein Erfolg. Auf der einen Seite wird das Bedürfnis der Eltern für eine Tagesbetreuung während den Ferien immer grösser, auf der anderen Seite steht für die Kinder und Jugendlichen der Spass an der Bewegung und das gemeinsame Erlebnis im Vordergrund. Mittlerweile finden über 80 Sportwochen in der Deutschschweiz statt. Der Gründer und Vereinspräsident, Andreas Wølner-Hanssen, ist selber ein begeisterter Sportler und Dozent am Departement für Sport, Bewegung und Gesundheit an der Universität Basel. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, möglichst viele Kinder für Sport, Bewegung und Gesundheit zu motivieren und zu fördern. Der 46-jährige legt grossen Wert darauf, dass die Kinder vielseitige Bewegungserfahrungen sammeln dürfen. Die acht verschiedenen Sportarten, die während den fünf Tagen angeboten werden, dienen alle einem besonderen Zweck. «Es ist ein Mix aus klassischen und speziellen Sportarten wie Fussball und Unihockey, aber auch Jonglieren, Rope Skipping, Hip-Hop, Akrobatik,
Parcours oder Selbstverteidigung. «So können wir den Kindern ein abwechslungsreiches, cooles Programm bieten und sie lernen die gesamte Bandbreite des Sports kennen. Es macht Spass, fördert Selbstvertrauen, Teamgeist und Fairplay und schult die koordinativen Fähigkeiten. «Ich bin schon etwas stolz, wenn ich erfahre, dass ein Kind durch unser Camp eine passende Sportart entdeckt hat», so der Organisator. Ebenso stolz ist er, wenn die Kinder am Freitagnachmittag ihren Eltern eine Abschluss-Show bieten und er das Strahlen in den Kinderaugen sieht. Neben den polysportiven Camps finden in der Nordwestschweiz auch Fussball-Camps statt. Gerade in diesem WM-Jahr sind die Kinder besonders motiviert ihren Idolen nachzueifern. Jedes Kind soll dabei sein dürfen «Der ganzheitliche Charakter der Camps mit der vielseitigen Bewegung, dem Thema Ernährung oder den Werten und den gemeinsamen Erlebnissen, bietet den Kindern eine unvergessliche Woche», erzählt Sarah Hueber, Geschäftsführerin von der Pro Juventute beider Basel. „Dank dem Göttibatze diverser Pro Juventute Vereinigungen ermöglichen wir Kindern von einkommensschwachen Familien die Teilnahme an einem der beliebten Camps,»
so Frau Hueber. Die Tages-Camps für sechs bis dreizehn jährige Kinder finden bei allen grossen Anklang, ob Sportskanone oder nicht, spielt dabei keine Rolle. «Unsere sportbegeisterten Kinder möchten seit Jahren kein Camp auslassen», erzählt Andrea Leslie, deren zwei Kinder an 8 Kinder-Campwochen dabei waren. «Unsere Kinder sind begeistert von den abwechslungsreichen Sportangeboten und den sympathischen, gut ausgebildeten Sportlehrern. Auch schätzen sie die Gemeinschaft und das feine Essen. Ich selbst bin immer wieder berührt von der Schlussaufführung des Camps, bei der jedes Kind im Zentrum steht.» Perfekte Lösung für die ganze Familie Besonderen Wert wird in den Kinder-Camps, die jeweils ohne Übernachtung stattfinden, auf die Umgangsformen, wie z.B. Höflichkeit, Dankbarkeit, Geduld, Respekt und Fairness gelegt. In kurzen Sequenzen werden die Werte thematisiert. Das Angebot der Kinder-Camps ist auch ideal für Eltern, die während den Ferien ihrer Kinder arbeiten müssen oder selbst ein paar ruhige Tage geniessen möchten. «Wir ermöglichen den Kindern eine sinnvolle Beschäftigung und bieten zudem auch Vor- und Nachbetreuung an», erklärt Wølner-Hanssen.
Informationen und Anmeldung Alle weiteren Informationen zu den Kinder-Camps finden Sie direkt unter www.kinder-camps.ch
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ANDREW BOND INTERVIEW Welche Rolle hat Musik gespielt? Im Kongo habe ich zwar noch kein Instrument gespielt, doch laut meinen Eltern sei ich schon damals sehr musikinteressiert gewesen, hätte viel gesungen und auf Fässern herumgetrommelt. Musik hat uns verbunden und existierte nur live. Es gab keine Aufnahmen. Als ich das erste Mal einen Pop-Song aus Lautsprechern gehört habe, war ich sieben und bereits in England zuhause.
selber Fehler verzeihen können und sich eingestehen, den Tonfall einmal nicht getroffen zu haben. Was ich im Nachhinein sagen kann: Am besten lief es, wenn wir Eltern selbst nicht gestresst waren und den Kopf frei hatten. Durch meine Teilzeitbeschäftigung hatte ich genug Zeit, und so konnten wir als Familie alles was von aussen kam, wie Krankheiten oder auch etwas happigere Sachen, in der Familie gut auffangen.
Wie haben sie die Jahre in England erlebt? Ich bin im Norden Englands aufgewachsen und habe in einer Siedlung wie im Film «Billy Elliot» gelebt. Kleine Reihenhäuser, viele Arbeitslose, betrunkene Männer – Armut und Alkoholismus waren allgegenwärtig. Einer meiner Schulkollegen wurde von seinem eigenen Vater im Suff angegriffen. Er war gerade erst aus dem Gefängnis entlassen worden, wo er wegen Gewalt gesessen hatte, und schlug betrunken den Kopf seines Sohnes gegen die Wand, was dieser nicht überlebte.
Wie würden Sie hren eigenen Erziehungsstil bezeichnen? Ich war entspannt-autoritär und habe meinen Kindern gezeigt, dass es eine Grenze gibt, die es nicht zu überschreiten galt. Das war als Lehrer ebenso. Ich gab meinen Schülern Freiraum, auch um Kritik zu üben, doch Mobbing oder Sabotage des Unterrichts gingen zu weit. Was ich nicht verstehe, ist der Satz: «Wir bereiten den Nachwuchs aufs Leben vor.» Die Kinder stecken von Anfang an mitten im Leben und müssen sowohl Positives als auch Negatives bewältigen. Wir können ihnen dies nicht abnehmen, ihnen aber den Rücken stärken und sie auf ihrem Weg begleiten.
Können sie diese schrecklichen Bilder je vergessen? Die Verwahrlosung, die in den frühen Jahren passiert, trägt man ein Leben mit sich mit. Obwohl ich selbst nicht betroffen war, haben mich diese Erlebnisse und Eindrücke stark geprägt. Wie haben sie die Schule dort in Erinnerung? Ich war ein guter Schüler und hatte Glück. Die Prügelstrafe existierte zwar offiziell noch, kam aber nur im Schultheater auf der Bühne noch gelegentlich vor. Woran ich mich noch bestens erinnere, ist die Einteilung der Schüler nach Stärke. Die lernschwächeren sassen zusammen an einem Tisch und wurden beschäftigt, während die stärkeren vom Lehrer aktiv gefördert wurden. Klar kann man dies Eliteförderung nennen, doch es ist ganz klar auch ein Schichtendenken. Schliesslich sassen sie nicht an den schwachen Tischen, weil sie dümmer waren, sondern weil sie von zuhause weniger Unterstützung erhielten. Wie viel Einfluss haben die ersten Lebensjahre Ihrer Meinung nach? Die ersten fünf Jahre sind extrem prägend. Man lernt nicht nur zu laufen und zu sprechen, sondern auch Dinge wie die Mimik in einem Menschengesicht zu lesen. In den ersten Jahren passiert neurologisch so viel, das verschlafen werden kann. Die frühkindliche Förderung macht sehr viel aus. Ich meine damit auch nicht, dass man die Elite mehr fördern müsste, sondern genau das Gegenteil: diejenigen, die mit Defiziten aufwachsen. Musik, Theater, Hörspiele und Bücher sind dabei ein gutes Hilfsmittel, um die Fantasie anzuregen und pädagogisch wertvolle Inhalte zu übermitteln. Wie sonst sollen die Kinder diese Dinge erleben? Durch das Fernsehen sicherlich nicht. Was waren für Sie die grössten Herausforderungen bei der Erziehung? Sobald das Kind auf der Welt ist, ist es abhängig von seinen Eltern. Doch schon sehr bald heisst es loszulassen, was nicht immer leicht fällt. Auch muss man sich
Gab es Zeiten, in welchen sich Ihre Kinder für die Eltern geschämt haben? Klar, natürlich waren wir ihnen als Eltern peinlich. In meinem Büro hängt ein Zettel, auf welchem steht: «Wenn du nicht peinlich bist für deine Kids, lebst du nicht richtig.» Sie sind Botschafter der Kampagne «Ready!». Worum geht es darin?
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In der Koalition «Ready!» haben sich bedeutende Partner und Botschafter zusammengeschlossen, um Kindern von null bis vier Jahren in der Schweiz eine qualitativ hochstehende frühkindliche Betreuung, Bildung und Erziehung zu ermöglichen. Dabei stehen nicht Frühchinesisch oder Geigenunterricht für Zweijährige im Fokus, sondern die Förderung von Kindern, die aus welchen Gründen auch immer, ausserfamiliäre Betreuung in Anspruch nehmen.
In meinem Büro hängt ein Zettel, auf welchem steht: «Wenn du nicht peinlich bist für deine Kids, lebst du nicht richtig.».
Ich war entspanntautoritär und habe meinen Kindern gezeigt, dass es eine Grenze gibt, die es nicht zu überschreiten galt. Das war als Lehrer ebenso.
KONZERTKALENDER. ZEIHEN UNTERHALB KATHOLISCHE KIRCHE SO. 18.03, 15:00 SOLOKONZERT GOMMISWALD GEMEINDESAAL MI. 21.03, 15:00 SOLOKONZERT SCHAFFHAUSEN HOFACKERZENTRUM SA. 24.03, 15:00 SOLOKONZERT ABTWIL AULA OZ MÜHLEZEIG SO. 25.03, 15:00 SOLOKONZERT ZÜRICH HALLENSTADION SO. 08.04 15:30 KIDS ON ICE 2018 ALLE KONZERTDATEN AUF: ANDREWBOND.CH
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Lust auf einen Familienausflug? Wilde Tiere im Dählhölzli erleben
Der Tierpark Bern ist einer der Vorzeige-Tierparks der Schweiz und lebt sein Motto «Mehr Platz für weniger Tiere». Die Tiere streifen in grosszügigen, naturnahen Anlagen umher, entführen die Gäste in ferne Regionen und lassen sie die dortige Wildnis mitten in der Schweiz erleben. Kommen Sie auf eine spannende Safari für Klein und Gross. Die Reise in die Bundeshauptstadt, in das Dählhölzli des Tierparks Bern dauert nicht lange und doch entführt diese in fern gelegene Länder. Im Herzen des Dählhölzlis-Zoos reist man in den hohen Norden zu den Eisfüchsen im dichten, weissen Fellkleid, zu den Seehunden mit ihren grossen, schwarzen Augen oder zu den in der Schweiz einmaligen Moschusochsen, die mit mehr als 50 cm die längsten Haare im Tierreich haben. Besonders begeistert das Jungtier aus dem letzten Jahr;
das «rasende Fellbündel» springt und rennt übermütig durch die weitläufige «Nordische Anlage» im Dählhölzli-Zoo. In der «Papageitaucherhalle» geht die Reise weiter nach Island. Durch eine grosse Glasscheibe können die Kinder die faszinierenden «Pinguine des Nordens» beim Unterwasserflug beobachten, während die Eltern über ihre Technik beim Fischfang staunen. Papageitaucher können so bis zu 30 oder mehr Fische gleichzeitig im Schnabel halten! Demnächst erwachen auch die ussurischen Braunbären «Misha» und «Masha». Bärenhungrig nach der langen Winterruhe sind sie eifrig mit Futtersuchen, Klettern, Graben und Faulenzen beschäftigt. Ihre Nachbarn, die Wölfe von Bern, leben in einer hügeligen Wald-Felslichtung an einem munteren Bach. Sie haben bereits zum
5. Mal Jungwölfe aufgezogen. Wie wohl sich die Wölfe mitten in der Bundeshauptstadt fühlen, kann man beim Picknick am Brätliplatz geniessen, während sich die Kinder auf dem angrenzenden Spielplatz wie die Jungwölfe austoben. Selbst bei Huddelwetter gibt es im Dählhölzli-Zoo viel Tierisches zu sehen: im Vivarium sind die Kinder vom exotischen Krokodil und Chamäleon genauso verzaubert wie von den Äffchen aus dem Urwald Süd- und Mittelamerikas. Besonders spannend wird es beim «Tauchgang» in den Amazonas zu Piranhas und Süsswasserstachelrochen. Weiter geht es in das grosse «Korallenriff», wo die Kinder begeistert nach «Nemo» und «Dori» suchen oder die wurmähnlichen Röhrenaale entdecken. Die Erwachsenen geniessen inzwischen die bunte Fischwelt unter Wasser und träumen vielleicht von einem Tauchurlaub.
Gerade im Frühjahr gibt es viele spannende Abenteuer für Kinder im Dählhölzli: am Schweizer Grosselterntag (3. März) bieten wir ganz tolle Angebote speziell für Grosseltern und ihre Enkelkinder; die Kinderführung «Unterwegs (m)im Kinderzoo» am 21. März mit Blick hinter die Kulissen, Alpakatrekking und Tierfütterung; einen Märli- und Bastelnachmittag «für die ganz Chline» am 4. April; eine tierische Ostereiersuche am Ostersonntag und eine Schafschur am 25. April, dann gehen die Dählhölzli-Schafe nämlich zum Coiffeur. Weitere Informationen: www.tierpark-bern.ch Tierpark Bern 365 Tage in Jahr offen März - Oktober November - Februar
8.30 – 19.00 Uhr 9.00 – 17.00 Uhr
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KINDERBETREUUNG
Wer kümmert sich um mein Kind? Wenn beide Elternteile arbeiten wollen oder müssen, ist die Frage nach der Betreuung der Kinder eine der wichtigsten. Übernehmen Oma und Opa den Job oder soll das Kind extern in einer Kinderkrippe betreut werden? Die Kosten spielen eine zentrale Rolle bei dieser Entscheidung – doch es gilt auch sonst einiges zu beachten.
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ominik ist ratlos. Der junge Vater hatte sich eigentlich bereits von seiner dreijährigen Tochter Seraphina verabschiedet. Doch seit er die Kita vor einigen Minuten verlassen wollte, hört die Kleine nicht mehr auf zu weinen und will ihren Papa nicht gehen lassen. Dabei hatte er sich doch zusammen mit seiner Frau extra viel Zeit genommen, um Seraphina an die Krippe zu gewöhnen, und in den ersten Wochen hatte das Ganze auch bestens funktioniert. Was ist denn nun plötzlich das Problem?
Eine Mitarbeiterin der Tagesstätte kann Seraphina schliesslich überzeugen, mit ihr ein Spiel zu beginnen. Dominik kann zwar endlich los zur Arbeit, aber der tränenreiche Abschied beschäftigt ihn. Seine Frau Nora beruhigt ihn am Telefon: Vor einigen Tagen habe sie das gleiche Theater erlebt am Morgen, doch am Abend sei ihre Tochter strahlend aus der Kinderkrippe gekommen und habe zufrieden von ihren Erlebnissen geplappert.
hören und abzuwägen, ob einem die Mitarbeitenden sympathisch sind. Bei der Suche nach dem richtigen Angebot stellen sich Eltern aber auch noch viele andere Fragen. Passen die Öffnungszeiten zu unseren Arbeitszeiten? Liegt die Kinderkrippe einigermassen auf dem Arbeitsweg? Überzeugt uns das pädagogische Konzept des Horts?
Weniger Subventionen als im Ausland Der Austausch mit Eltern, welche die Kita schon kennen, kann vor allem bei der Frage nach der Qualität der Einrichtung eine grosse Hilfe sein. In solchen Gesprächen wird schnell klar, ob das theoretische Konzept der Krippe mit der Alltagspraxis übereinstimmt. Letzten Endes muss das Angebot aber auch finanzierbar sein:
Experten empfehlen Eltern, sich für die Eingewöhnungszeit in einer Kita genug Zeit zu nehmen, damit sich der Sprössling möglichst gut an die neuen Umstände gewöhnt.
Rituale helfen beim Abschied Tatsächlich haben Kinder manchmal plötzlich Mühe mit dem Abschied, und nicht immer lässt sich der Grund eindeutig klären. Experten empfehlen Eltern, sich für die Eingewöhnungszeit in einer Kita genug Zeit zu nehmen, damit sich der Sprössling möglichst gut an die neuen Umstände gewöhnt. Das Etablieren eines festen Abschiedsrituals ist ebenfalls hilfreich, um den Abschied kurz und möglichst «schmerzlos» zu gestalten. Kinderhorte haben dafür beispielsweise ein spezielles Fenster, durch das man sich nach dem eigentlichen Abschied nochmals zuwinken kann. Und wenn es doch einmal emotional wird, darf man sich eine gewisse Gelassenheit erlauben: Oftmals sind Tränen nur eine Momentaufnahme und das Kind spielt einige Minuten später sorglos mit seinen «Gspänli». Ein Anruf im Kinderhort kann das Gewissen der Eltern beruhigen, wenn der Abschied wirklich schwierig war.
Die Kosten für die Eltern sind in der Schweiz besonders hoch, weil die öffentliche Hand hier deutlich weniger Subventionen gewährt als andere europäische Staaten. Zuschüsse für die externe Betreuung sind im föderalistischen Schweizer System Sache der Kantone und Gemeinden. Folglich ist es sehr unterschiedlich, in welchem Umfang Eltern auf finanzielle Unterstützung zählen können. Immerhin ist die Höhe der kantonalen und kommunalen Subventionen eigentlich immer vom Gehalt der Eltern abhängig: Einkommensschwache Familie können auf mehr Unterstützung zählen als besser situierte Familien. Attraktive Alternativen Selbstverständlich ist es aber nicht unbedingt nötig, sein Kind in einer Krippe unterzubringen. Einerseits gibt es weitere externe Betreuungsmöglichkeiten wie Tagesfamilien, Au-Pairs, Nannys oder Babysitter, die meist kostengünstiger sind als die Tagesstätten. Andererseits ist es nach wie vor üblich, die Kinder von Verwandten, Nachbarn oder Bekannten betreuen zu lassen. Das ist nicht nur billiger, sondern reduziert auch die gegenseitige Angewöhnungszeit und ermöglicht flexiblere Betreuungsformen. Allerdings sollte man sich vorher darüber einigen, welche Erziehungsgrundsätze gelten sollen. Insbesondere wenn die Grosseltern das «Hüten» übernehmen, bestehen oft Differenzen bei diesen Fragen. Frühzeitig planen Auch für ältere Kinder, die bereits die Schule besuchen, existieren vielfältige Betreuungsmöglichkeiten. Die Teilnahme an einem Mittagstisch beispielsweise garantiert dem Kind ein gesundes Essen unter fachkundiger Aufsicht. Tagesschulen erweitern dieses Angebot, sie bieten Betreuung vor und nach dem Unterricht an. Doch alle diese Varianten haben etwas gemeinsam: Rechtzeitige Planung ist extrem wichtig. Vor allem bei den Krippenplätzen herrscht trotz Bemühungen von staatlicher Seite noch immer ein Mangel, weshalb man lieber zu früh als zu spät mit den Abklärungen beginnt. Als Mutter Nora die kleine Seraphina am Abend von der Kita abholt, ist ihre Tochter kaum vom Spiel mit den anderen Kita-Kindern zu trennen. Eine Szene wie am Morgen gibt es zwar nicht, aber ganz offensichtlich wäre die Dreijährige lieber noch bei ihren «Gspänli» geblieben. Immerhin: Ihre Eltern wissen so, dass es ihrem Mädchen in der Krippe eigentlich sehr gut gefällt – auch wenn hin und wieder beim Abschied einige Tränen über Seraphinas Backen kullern.
Zusammenarbeit ist wichtig Für die Eltern ist es natürlich auch nicht einfach, die Tochter oder den Sohn abzugeben. Die Wahl der richtigen Kita ist deshalb sehr wichtig: Wenn man von der Einrichtung überzeugt ist und ein gutes Gefühl hat, wird man den Nachwuchs auch gern in die Obhut der Krippen-Mitarbeiter übergeben. Regelmässige Gespräche mit den Verantwortlichen helfen ebenfalls, um allfällige Probleme festzustellen, anzusprechen und zu lösen. Deshalb macht es Sinn, bei der Auswahl der Kita auch auf das Bauchgefühl zu
TEXT REMO BÜRGI
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2015 wagte Romana Schöb den Schritt in die Selbstständigkeit und bietet seither mit ihren Ferien-Eventtagen die erlebnisreichen Tagesprogramme für alle Eltern in der Region Zürich an. Die Ferien-Eventtage finden während zehn Ferienwochen im Jahr statt, mit zentralen Auffangorten in der Stadt Zürich, Zürich HB, Zürich Oerlikon und am Bahnhof Bubikon. Die Ferientage können
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GFZ & QUALIKITA BRANDREPORT
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Qualität in Kitas - zum Wohl der Kinder Die familienergänzende Betreuung gehört zu den wichtigsten Dienstleistungen überhaupt. Und natürlich möchten Eltern ihren Nachwuchs in den besten Händen wissen. Das Label «QualiKita» zeichnet Kindertagestätten aus, die höchsten Qualitätsanforderungen genügen. Wir sprachen mit Marcel Fierz von QualiKita sowie Corina Elmer von der Stiftung GFZ darüber, was eine hervorragende Kita ausmacht – und wie man Kinder nicht nur betreut, sondern sie in ihrer Entwicklung unterstützt und begleitet. Marcel Fierz, Corina Elmer, warum braucht es ein Label wie «QualiKita»? Marcel Fierz: In den vergangenen Jahren wurden die Angebote für Familien merklich erweitert. Gerade im Bereich der «familienergänzenden Betreuung» lässt sich ein deutlicher quantitativer Ausbau beobachten. Das ist begrüssenswert, denn die Nachfrage, zum Beispiel nach Kindertagesstätten (Kitas), ist gewaltig. Dabei wurden in den meisten Kantonen Richtlinien festgelegt, aber es wurde wenig Augenmerk auf die pädagogische Qualität gelegt. Gemeint ist damit die Qualität der Interaktionen zwischen Betreuungspersonen und Kindern – die nachweislich am Wichtigsten ist für das Wohlbefinden der Kinder. Das Label «QualiKita» definiert darum klare Qualitätsrichtlinien in allen relevanten Handlungsfeldern, welche die Kitas erfüllen müssen. Das Label ist komplementär zu bestehenden Richtlinien und legt einen Fokus auf die Interaktionen zwischen Kindern, Fachpersonen und Eltern, sowie auf Qualitätsmanagement. Corina Elmer: Das Label hat uns von Anfang an überzeugt. Die Stiftung GFZ ist mit 14 Kitas die grösste Anbieterin von familienergänzender Kinderbetreuung in der Stadt Zürich. Sieben unsere Kitas sind bereits QualiKita-zertifiziert und auch die restlichen werden diesen Prozess durchlaufen. Daraus ergeben sich verschiedene Vorzüge: Einerseits fördert der Zertifizierungsvorgang eine Kultur der kritischen Reflexion und des Austauschs innerhalb der Teams. Wie begleitet man Kinder liebevoll und feinfühlig? Wie wird man ihren individuellen Bedürfnissen gerecht? Und welche Schritte sind nötig, dass man Kinder nicht nur betreut, sondern aktiv ihre Entwicklung fördert? Diese und weitere zentrale Fragen werden aufgeworfen und anhand gut beschriebener Standards nachvollziehbar
gemacht. Und natürlich ist ein Qualitätslabel ein wichtiger Nachweis von Professionalität und kommt damit einem Gütesiegel gleich. Das ist auch entscheidend, um die bestmöglichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu gewinnen. Wie darf man sich den Zertifizierungsprozess vorstellen? Marcel Fierz: Dieser umfasst mehrere Schritte und beginnt mit einer Standortbestimmung. Ein von uns zur Verfügung gestellter Qualitätsentwicklungsplan definiert die Anforderungen und zeigt auf, in welchen Bereichen sich eine Kita für die Zertifizierung verbessern muss. Der darauffolgende, von uns begleitete Entwicklungsprozess dient als Vorbereitung für die Anmeldung zum Audit. Corina Elmer: Der Qualitätsentwicklungsplan ist ein wertvolles Instrument und bringt ein Team dazu, die eigene Arbeitsweise genau zu beobachten, zu validieren und gegebenenfalls zu verbessern. Dadurch bereitet man sich automatisch auf den dritten Zertifizierungsschritt vor; das Audit. Dabei prüft eine Auditorin von QualiKita während ein bis zwei Tagen vor Ort, ob und wie die jeweilige Kita die gestellten Qualitätsanforderungen erfüllt. Durch diese Aussenperspektive der Expertin erhält das Team nochmals Rückmeldungen zu seinen Stärken, seinem Entwicklungspotential und wertvolle Anregungen und Inputs. Der gesamte Audit-Prozess erfolgt auf eine sehr partnerschaftliche Weise.
ÜBER QUALIKITA.
Marcel Fierz
Corina Elmer
Was bringt die Zertifizierung den Kindern und den Eltern? Marcel Fierz: Die Zertifizierung legt den Schwerpunkt auf die pädagogische Qualität und die Qualitätsentwicklung. Für die Kinder heisst das, dass die Interaktion mit den Betreuungspersonen verbessert wird. Corina Elmer: Für eine gute Qualität ist es tatsächlich wesentlich, was zwischen einem Kind und der Betreuungsperson geschieht. Z.B. werden die Fachpersonen angehalten, altersentsprechender auf die Bedürfnisse der Kinder einzugehen. So fühlen sich die Kinder wohler. Nicht zuletzt hat sich gezeigt, dass durch den Zertifizierungsprozess auch die Zufriedenheit der Betreuungspersonen steigt, weil sie ihre Arbeit noch wirksamer machen können –auch im Team. Weitere Informationen unter www.quali-kita.ch sowie www.gfz-zh.ch
Marcel Fierz: Die Auditorin erstellt daraufhin einen Bericht der durch die Zertifizierungsstelle geprüft wird. Werden die Auflagen erfüllt, ist die Kita zertifiziert und erhält das Qualitäts-Label für drei Jahre – bis zur Re-Zertifizierung.
Das Qualitätslabel «QualiKita» wurde 2013 von kibesuisse, dem Verband Kinderbetreuung Schweiz sowie der Jacobs Foundation initiiert. Mitgetragen wird das Projekt von der Schweizerischen UNESCO-Kommission, die das Patronat für das Label übernommen hat. Auf der Homepage des Vereins finden Eltern weiterführende Informationen sowie die Standorte aller zertifizierten Kitas. www.quali-kita.ch
ÜBER GFZ. Die Geschichte der Stiftung GFZ reicht weit zurück: Seit 1885 setzt sie sich für die Anliegen von Frauen, Kindern und Familien ein und betreut über 1600 Kinder in 14 Tagesstätten und in Tagesfamilien, auch Kinder mit besonderen Bedürfnissen und Beeinträchtigungen. Zudem betreibt sie drei Familienzentren in der Stadt Zürich. Diese bieten einen idealen Rahmen für einen ungezwungenen Austausch – zwischen Familien, aber auch mit Expertinnen und Experten. Rund 80 Lernende absolvieren bei GFZ die 3-jährige Berufsausbildung zur/m Fachfrau/Fachmann Betreuung EFZ. www.gfz-zh.ch
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Zipfel Zapf Vermittlung von Kinderbetreuung Die passende Nanny für Ihr Kind - mit der Unterstützung einer zuverlässigen Nanny, lassen sich Beruf und Familie leichter unter einen Hut bringen. Gerne findet Zipfel Zapf für Sie die beste Betreuungslösung. Zipfel Zapf, das sind Margrit Bumann und Yvonne Scarpelli, vermittelt schweizweit die passende Kinderbetreuung für jede Lebenslage. Die Dienstleistungen umfassen von der Vermittlung für regelmässige Betreuung und Spontan- und Noteinsätze, über die Kinderbetreuung an Events und für Hotelgäste auch die administrative Unterstützung bei der Anstellung einer Nanny. Unser Credo: Qualität – Individualität – Flexibilität Eltern, die auf der Suche nach einer Kinderbetreuung sind, profitieren rund um die Uhr vom kostenlosen Service auf der Homepage von Zipfel Zapf, Inserate aufzugeben. Nur von Zipfel Zapf geprüfte Interessentinnen können sich dann auf die Inserate direkt bewerben. Nach Auswahl der passenden Mitgliedschaft kommunizieren die Eltern uneingeschränkt mit den Bewerberinnen bis zum Vertragsabschluss. Auch persönliche Unterstützung mit handverlesenen Dossiers und ein VIP Service mit ausschliesslich persönlicher Betreuung werden angeboten. Corporate Rates für Firmen, wenn Elternteile bei Krankheit der Kinder schnelle Hilfe brauchen, sind ebenfalls möglich.
Dank einer umfangreichen Nanny-Kartei kann je nach Alter und Sprachkenntnissen der Kinder die optimale Lösung organisiert werden. Vermittelt Zipfel Zapf die Nanny stundenweise, hat der Kunde die Wahl, über Zipfel Zapf inklusive aller Sozialversicherungen oder direkt abzurechnen. Kinderbetreuung ist Vertrauenssache Die Nannys von Zipfel Zapf werden geprüft, persönlich interviewt und verfügen über mindestens zwei Jahre Berufserfahrung in der Kinderbetreuung. Ein einwandfreier Leumund, Verantwortungsbewusstsein, gute Sprachkenntnisse und z.T. eine pädagogische oder medizinische Ausbildung zeichnen die für Zipfel Zapf tätigen Betreuungspersonen überdies aus. Wichtiger noch ist den Inhaberinnen, dass sie einer Nanny vertrauen können: «Integrität und das jederzeitige Handeln, als seien es die eigenen Kinder, stehen für uns an erster Stelle, wenn es darum geht, eine Betreuerin einzustellen,» erklärt Margrit Bumann.
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ERNÄHRUNG
Babys wollen keinen Einheitsbrei Das fruchtige Znüni für unterwegs! Ob unterwegs auf dem Spielplatz oder zu Hause beim Znüni; eine praktische Zwischenmahlzeit für aktive Kinder bereitzuhaben, ist oft nicht einfach. Die fruchtigen Smoothies von Hero Kids eignen sich dafür hervorragend. Verpackt in leichte Quetschbeutel können sich Kinder die fruchtige Zwischenmahlzeit schmecken lassen und ohne schmutzige Finger zurück auf die Rutsche. Ausserdem entdecken die Kinder beim selbstständigen Geniessen des Smoothies Früchte auf eine spielerische Weise. Dank dem wiederverschliessbaren Drehverschluss und der leichten Verpackung können diese praktisch transportiert werden. Hero Kids Smoothies sind in drei fruchtigen Variationen erhältlich; der Klassiker Apfel, Himbeere & Banane ergänzt durch den Beliebten Pfirsich, Apfel & Banane sowie den Exotischen Birne, Banane & Mango. Diese drei Smoothies werden ohne Zuckerzusatz hergestellt. Dennoch sind sie süss, denn sie enthalten von Natur aus Fruchtzucker, welcher aus den Früchten stammt. Einer dieser Hero Kids Smoothies entspricht einer Portion Frucht der Kampagne «5 am Tag». Wer etwas Abwechslung sucht, ist mit den getreidehaltigen Variationen gut bedient; Apfel, Heidelbeere und Getreide oder Banane, Erdbeere & Getreide. Beide Smoothies sind mit Vitaminen ergänzt. www.hero.ch/baby
Ernährung ist ein gesellschaftliches Megathema, betrifft aber auch die Kleinsten unter uns. Säuglinge interessieren sich zwar nicht für Ingwer und Quinoa, doch gesunde und ausgewogene Nahrung ist für sie genauso wichtig wie für Erwachsene.
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ie kleine Emma schreit ihre Empörung mit der ganzen Kraft ihres achtmonatigen Stimmchens heraus. Wo bleibt das Mittagessen? Papa Luigi ist sich seiner Pflicht sehr wohl bewusst, aber wichtige Telefonate lassen sich auch bei einem Home-Office-Day nicht immer vermeiden. Seine Tochter interessiert das natürlich nicht, und deshalb entscheidet sich der junge Vater spontan für den Fruchtbrei aus dem Glas und gegen die persönliche Zubereitung. Obwohl seine selbstgemachte Apfel-Erdbeer-Mischung bei Emma immer ausgezeichnet ankommt. Aber wenn die Zeit drängt, tut es auch die Fertigmischung – die mag die Kleine ebenfalls sehr gern. Die natürlichste Nahrung Nach der Geburt stellte sich diese Frage noch nicht: Da war die Mama exklusiv zuständig. Das Stillen in den ersten Monaten nach der Geburt wird von Experten als beste Variante empfohlen. Die Muttermilch ist die natürlichste Ernährungsform und enthält alle für das Neugeborene wichtigen Inhaltsstoffe. Sie ist darüber hinaus optimal auf das empfindliche Verdauungssystem des Säuglings ausgerichtet, das nach der Geburt noch nicht fertig entwickelt ist. Brustmilch ist auch wegen des Infektions- und Allergieschutzes immer noch die gesündeste Ernährung für Babys. In der Schweiz ist das Stillen breit anerkannt, je nach Region geben 80 bis 90 Prozent der Mütter ihrem Baby nach der Geburt die Brust. Allerdings muss heute niemand mehr ein schlechtes Gewissen haben, wenn man auf das Stillen verzichtet. Schoppen absolut okay
Muttermilch ist in ihrer Einzigartigkeit zwar nicht kopierbar. Für Mütter, die nicht stillen können oder nicht stillen möchten, ist industriell hergestellte Säuglingsanfangsund Folgenahrung aber die richtige Alternative. Diese Produkte sind heutzutage streng reglementiert und kontrolliert, für die Zulassung müssen zahlreiche Auflagen erfüllt sein. Das Baby erfährt bei der Ernährung mit Muttermilchersatz aus dem Schoppen keinen Nachteil: Für die Entwicklung des Säuglings ist sie nicht weniger geeignet als richtige Muttermilch. Wenn die Mutter das Kind beim Schoppen geben in den Armen hält, ist auch der soziale Aspekt des Stillens aufgewogen. Aufpassen muss man nur, dass der Sprössling nicht überfüttert wird, was mit dem Schoppen schneller passieren kann. Wer aber auf die Signale des Kindes achtet (Kopf wegdrehen, abwehrende Bewegungen), wird auch mit dem Fläschchen den richtigen Zeitpunkt für den Abschluss des Mahls finden. Beikost als Ergänzung Während der ersten sechs Monate sind Stillen und Schoppen die geeignetste Ernährungsform. Nach einem halben Jahr steigt der Nahrungsbedarf des Babys aber an, ab dem siebten Monat reicht die Muttermilch allein nicht mehr aus. Frühestens vom fünften Lebensmonat an und spätestens ab dem siebten sollte allmählich mit der Beikost begonnen werden. Als Beikost werden jene Nahrungsmittel bezeichnet, die in dieser Phase nach und nach die Muttermilch ersetzen. Sie werden normalerweise als Brei verabreicht, den das Kind in diesem Alter gut aufnehmen und verdauen kann.
Pur geniessen Für die Anfangszeit werden Gemüse- und Obstbreie empfohlen, später kann man auch Brei auf Getreidebasis in die Ernährung integrieren. Zu diesen Breimahlzeiten sollte dem Baby zusätzlich Flüssigkeit angeboten werden, beispielsweise Wasser, ungesüssten Tee oder stark verdünnten Fruchtsaft. Die Beikost kann – wie das Papa Luigi vorhatte – problemlos selber hergestellt werden. Vorteile sind einerseits die geringeren Kosten, andererseits ist die bewusste, eigenhändige Zubereitung positiv für die gesunde Ernährung der ganzen Familie. Ausserdem gewöhnen sich Babys so an den natürlichen Geschmack von Obst und Gemüse, weshalb die Beikost nicht mit Salz, Zucker oder Gewürzen «aufgepeppt» werden sollte. Schmackhafte Beikost selbst gemacht Um einen leckeren Brei herzustellen, verwendet man am besten frisches Obst oder Gemüse. Diese Produkte enthalten wichtige Nährstoffe, die beim Kochen nicht verloren gehen sollen. Deshalb köchelt man die Nahrungsmittel mit wenig Wasser und Hitze oder in einem Steamer. Anschliessend lässt sich das Ganze mit einem Pürierstab problemlos weiter zerkleinern und dem Baby servieren. Spezielle Babybrei-Rezepte helfen zudem, die richtige Balance zu finden zwischen Kohlenhydraten, Eiweiss, Fett, Mineralstoffen und Vitaminen. Einzige Einschränkung beim Selber-Kochen: Die Verwendung von frischem Obst und Gemüse garantiert keine niedrigen Schadstoff- und Nitratgehalte, auch nicht bei Bioprodukten. Fertigprodukte als Alternative Industriell gefertigte Beikostprodukte sind
grundsätzlich genauso gut wie selber gekochte Beikost. Wer Babynahrung auf den Markt bringen will, hat wie erwähnt zahlreiche Auflagen zu erfüllen. Auf dem Etikett müssen sämtliche Inhaltsstoffe detailliert aufgeführt werden. Produkte mit Zuckerzusätzen und Süssungsmitteln sollte man unbedingt vermeiden. Hingegen sind Vollkorngetreide und nährstoffreiches Gemüse zu bevorzugen, weil sie für das Kind wichtige Nährstoffe enthalten. Fertigbreie sind also durchaus eine sinnvolle Ergänzung zu selber produzierter Beikost, auch wenn sie teurer sind und es aufgrund der grossen Auswahl manchmal schwierig ist, sich für ein bestimmtes Produkt zu entscheiden. Praktisch und zeitsparend Fertigbreie können – gerade in hektischen Momenten – Arbeit ersparen. Zum Teil sind die Produkte fixfertig geniessbar, manchmal müssen sie zuerst noch angerührt werden. Gerade für unterwegs kann die praktische Verpackung mit wiederverschliessbaren Deckeln nützlich sein. Da diese Produkte aufgrund der Vorgaben keine Konservierungsstoffe enthalten, müssen sie nach dem Öffnen dann aber auch rasch verzehrt werden. Emma hat den Fruchtbrei mit Freude gegessen und ist mit Papa Luigi wieder ganz zufrieden. Die kleiner werdenden Äuglein weisen darauf hin, dass jetzt der Wechsel ins Bettchen angemessen wäre – was der Papa sogleich ausführt. Kurz darauf schläft die Kleine friedlich, während ihr Vater von den Resten des Fruchtbreis nascht. TEXT REMO BÜRGI
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Mundhygiene ab dem ersten Zahn Die Zahngesundheit in der Schweiz hat sich während der letzten Jahrzehnte verbessert. Das ist aber kein Grund zur Entwarnung.
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äglich wird mit Kaffee, Tee, Müesli, Pizza und süssen Getränken Zucker in rauen Mengen konsumiert. Pro Person in der Schweiz kommen da über das Jahr rund 50 Kilogramm zusammen. Zucker begünstigt die Bildung von Plaque – diese besteht aus vielen Millionen Bakterien, die eine zahnzerstörende Säure produzieren. Der verminderte Speichel ist nicht mehr in der Lage, einen selbstreinigenden Ausgleich zu leisten und so wird die Entstehung von Karies begünstigt. Kein Grund zur Verharmlosung Leider sieht man noch immer Kleinkinder mit braun verfärbten Milchzähnen. Manchmal sind sie nicht mehr zu retten und müssen sogar gezogen werden. Das zeigt, dass man bereits Kleinkindern unbedingt die Wichtigkeit der Mundhygiene vermitteln muss. Milchzähne haben eine wichtige Funktion als Platzhalter für die bleibenden Zähne, darum ist es wichtig, dass sie bereits ab dem Hervortreten des erstenZahns gut gepflegt werden. Wenn die Milchzähne gezogen werden müssen, weil sie von Karies befallen sind, können sie diese Aufgabe natürlich nicht erfüllen. Die anderen Milchzähne «kippen» in die Lücke, und der bleibende Zahn hat nicht genügend Platz, sich gesund auszuwachsen. Die Folge sind Fehlstellungen, das Kauen, Sprechen
und Aussehen beeinträchtigen und später mühevoll und teuer korrigiert werden müssen. Bereits Milchzähne regelmässig putzen Der Durchbruch des ersten Milchzahns ist zugleich der Startschuss für eine regelmässige Zahnreinigung. Die Aufgabe der Eltern ist es, von nun an einmal täglich die Zähne mit einer sehr weichen Babyzahnbürste und einer Kinderzahnpasta zu putzen. Die Aktion Zahnfreundlich Schweiz empfiehlt, ab Durchbruch des ersten Zahns bis zum zweiten Geburtstag eine milde (nicht zu süsse) Kinderzahnpaste mit einer Fluoridkonzentration von 500 ppm zu verwenden. Ab dem zweiten Geburtstag müssen die Milchzähne zweimal täglich geputzt werden – morgens nach dem Frühstück und abends vor dem Schlafengehen – gründlich und jeweils mit einer «erbsengrossen» Menge fluoridierter Kinderzahnpasta (Fluoridgehalt 500 ppm); auch zwischendurch nach jeder zuckerhaltigen Mahlzeit. Ab Kindergarten wird geraten, die Zähne dreimal täglich – nach jeder Hauptmahlzeit – gründlich mit einer fluoridierten Junior- oder Erwachsenenzahnpasta (Fluoridgehalt 1’000-1’500 ppm) zu putzen. Auch hier gilt: Zähneputzen nach jeder zuckerhaltigen Zwischenmahlzeit!
Zahnfreundliche Süssigkeiten Ganz ohne Süssigkeiten geht es bei Kindern nicht. Am besten wählt man beim Einkauf zahnfreundliche Produkte mit dem Qualitätslabel «Zahnmännchen». Diese Produkte werden wissenschaftlich auf Zahnfreundlichkeit getestet und fördern die Mundgesundheit. Allerdings gilt auch bei zahnfreundlichen Produkten Zurückhaltung, denn die Kinder gewöhnen sich an den süssen Geschmack. Die gesunde Alternative: frisches, knackiges Obst, rohes Gemüse und Vollkornprodukte. Diese Lebensmittel sind optimal für die Entwicklung
Ihres Kindes; sie müssen kräftig gekaut werden, was wiederum die Speichelproduktion anregt. Speichel ist ein wichtiges Schutzsystem im Mund: Er umspült und reinigt die Zähne, schützt, «repariert» und härtet den Zahnschmelz durch Kalzium und Fluoride. Zusammenfassend gilt: Eine gute und regelmässige Zahnreinigung sowie die Reduktion von häufigen, gezuckerten Zwischenmahlzeiten und gesüssten Getränken helfen, Karies zu vermeiden. TEXT SMA
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FRÜHKINDLICHE FÖRDERUNG
Kinder beim Spiel auf die Arbeitswelt vorbereiten
Baby- und Kinderschwimmen bei H2O Wasser erleben Viel mehr als Schwimmen lernen Kräftigung der Muskulatur, Herz-Kreislauftraining, Steigerung der Widerstandsfähigkeit – Schwimmkurse können viel bewirken. Doch es lohnt sich, einen Faktor besonders zu beleuchten: Die Schulung der Motorik. Bewegung im Wasser verbessert die Körperwahrnehmung und vermittelt Sicherheit. Das sind wichtige Voraussetzungen für ein positives Lebensgefühl. Und davon profitieren schon die ganz Kleinen. Bereits seit den 80er Jahren weiss man, dass regelmässiges Babyschwimmen die Motorik und die Gesamtverfassung der Kinder deutlich verbessert. Die Inhaberin der Firma H2O Wasser erleben AG erklärt: «Studien belegen die langfristigen Vorteile von Babyschwimmern. Die Kinder schneiden bei späteren Tests besser ab und sind ihren Altersgenossen deutlich überlegen.» Gute Motorik und ihre Auswirkungen auf die Lernfähigkeit Grundsätzlich gilt: Je mehr Gelegenheit ein Kind hat, das Zusammenspiel seiner Muskeln zu üben, desto ausgereifter wird die Motorik sein. Und dieses Training beginnt bereits bei Babys. Der motorische Vorsprung von Babyschwimmern ist auf das gleichmässige Training beider Hirnhälften zurückzuführen, das bei Baby- und Kinderschwimmkursen durch die Schwimmbewegungen erfolgt. Beim marktführenden Anbieter H2O Wasser erleben setzt man mit der Methode Augsburger auf diese sensomotorische Frühförderung. Durch das altersgerechte Spielen im Wasser wird die Sensomotorik ausgebildet und damit die Basis für leichteres Lernen gelegt. H2O Wasser erleben AG Die H2O Wasser erleben AG ist schweizweit die grösste Anbieterin von Baby- und Kinderschwimmkursen mit ihren beiden Erfolgsmarken First Flow und Let’s Swim. An über 65 Standorten in der Schweiz führt die Firma aus Spiez seit 20 Jahren ihre Kurse durch und bietet den über 80 Kursleitenden damit einen sicheren Arbeitsplatz. Weitere Informationen sowie Anmeldung unter: www.wassererleben.ch.
Die frühkindliche Förderung ist ein weites Feld. Deshalb ist es nicht immer einfach, sich darin zurechtzufinden. In diesem Beitrag wird erklärt, weshalb das freie Spiel so wichtig ist und welche Rolle dabei die Beziehung zwischen Kindern und Eltern spielt.
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ihnen Zuwendung zu geben und zuzuhören. Denn: «Die Beziehung kommt vor der Erziehung. Das ist die Basis. Je jünger ein Kind ist, desto wichtiger sind körperliche Nähe, Geborgenheit und Verlässlichkeit», sagt Schläpfer. Sei diese Basis nicht gegeben, sei die Wahrscheinlichkeit grösser, dass später beim Lernen und in der Erziehung Schwierigkeiten auftauchen. Dabei dürfe das freie Spiel nicht unterschätz werden. Dadurch würden die Kinder Fähigkeiten wie soziale Kompetenz, Handlungsfähigkeit und Sinnesentfaltung erwerben.
Schläpfer erklärt, weshalb die frühkindliche Förderung überhaupt so wichtig ist: «In den ersten vier Lebensjahren eines Kindes finden entscheidende Entwicklungen des Gehirns statt.» Damit vorhandene Nervenzellen sich verbinden und Fähigkeiten entwickelt könnten, seien erfahrendes Lernen und somit frühkindliche Förderung für die Kleinen ganz entscheidend.
Ein voller Terminplan ist vielleicht gut gemeint, doch das ist nicht die Liebe, die Kinder brauchen.
Beziehung kommt vor Erziehung Laut Schläpfer wird frühkindliche Förderung oft falsch verstanden und mündet nicht selten im Förderwahn. Es gehe nicht darum einen Mozart, Federer oder Einstein hervorzubringen. Eltern sollten sich stattdessen auf das Wesentliche konzentrieren: «Kinder brauchen oftmals das, was man im Alltag schnell einmal vergisst. Das mag banal klingen, doch genau darum geht es bei der Förderung von Kindern im Vorschulalter», sagt sie. Einerseits sei es wichtig, den Kindern eine anregende Entwicklungsumgebung zu bieten. Das könnte beispielsweise der Wald, ein Klettergarten oder die Spielgruppe sein. Andererseits sei es wichtig, für die Kinder Zeit zu haben,
Ablenkung vermeiden Gerade auf der Beziehung zwischen Eltern und Kindern liegt heute ein besonderer Fokus. Der Grund dafür ist die Ablenkung durch digitale Geräte. Studien hätten gezeigt, dass wir bis zu 88 Mal pro Tag aufs Handy schauen. «Ob beim Spazieren oder Stillen – diese Entwicklung beobachte ich vor allem bei Müttern, die mit ihren Kindern unterwegs sind», sagt Schläpfer. Das sei problematisch, da die Mutter so zwar physisch beim Kind sei, eine Beziehung könne aber dennoch nicht aufgebaut werden. Ein weiterer Punkt ist
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Doch nicht allen Eltern ist es möglich, ihren Kindern genügend Zeit zu widmen – sei es aus beruflichen oder anderen Gründen. In solchen Fällen seien Kitas und Spielgruppen eine gute Lösung. Hier betont Schläpfer wieder die Bedeutung des freien Spiels:
— CHRISTELLE SCHLÄPFER. GESCHÄFTSLEITERIN «ELTERNBILDUNG CH»
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laut Schläpfer die damit zusammenhängende Sprachentwicklungsverzögerung. «Wenn Eltern zu wenig mit ihren Kindern sprechen, macht sich das in der sprachlichen Entwicklung bemerkbar. Ausserdem fühlen sich dann die Kinder von den Eltern abgelehnt.»
on pränataler Musikbeschallung, zweisprachigen Kindergärten bis zu Algebra und Physik für Dreijährige – wer sein Kind fördern möchte, dem stehen schier unendliche Möglichkeiten dafür zur Verfügung. Doch es ist nicht immer einfach, den Durchblick zu behalten. Welche fördernden Massnahmen Kinder im Vorschulalter brauchen oder eben nicht, weiss Christelle Schläpfer. Sie ist Geschäftsleiterin des nationalen Dach- und Fachverbands der Elternbildung in der Schweiz «Elternbildung CH».
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«Die Erfahrungen, die Kinder beim Spielen mit anderen Kindern im Garten oder im Wald machen, sind sehr wertvoll für deren Entwicklung.» Damit werde der Grundstein gesetzt, um später die hohen Erwartungen der Wirtschaftswelt zu erfüllen. «Im freien Spiel lernen die Kinder Dinge, welche ihnen in keinem Kurs beigebracht werden können.» Damit meint sie beispielsweise das Warten. Dahinter verberge sich viel, auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussehen möge. Kinder würden dabei lernen, sich selbst zu kontrollieren und mit Frustrationen umzugehen.
Begabung gibt die Richtung an Um herauszufinden, welche Art der frühkindlichen Förderung zum Kind passt, sollte laut Schläpfer dessen Individualität berücksichtigt werden. «Universell ist nur das Verlangen nach Liebe, Freiraum und einer anregenden Umgebung. Ansonsten haben Kinder schon früh verschiedene Interessen und Neigungen», sagt sie. Habe ein Kind etwa Interesse an Buchstaben, dann sei es sinnvoll, diesen Durst zu stillen und sich gemeinsam mit dem Kind auf spielerische Art die Sprache zu entdecken. Auch dann, wenn es eigentlich noch zu früh sei. Und genau wegen den verschiedenen Begabungen, die Kinder haben können, sollte man ihnen nichts aufbinden. «Kinder sollen nicht ein Instrument spielen müssen, nur weil die Eltern von der positiven Wirkung auf die Entwicklung des Kindes überzeugt sind.» Egal welche Aktivität ein Kind ausübe, die Förderung müsse für das Kind lustvoll und spielerisch sein. Dabei spiele die Freizeit auch immer eine wichtige Rolle. «Der grösste Fehler ist, das Kind zu verplanen», erklärt Schläpfer. Auch Kinder bräuchten einen Ausgleich und Erholung, deshalb dürfe die Förderung nicht übertrieben werden. «Ein voller Terminplan ist vielleicht gut gemeint, doch das ist nicht die Liebe, die Kinder brauchen.» Auch wenn der Tag nicht völlig durchgeplant sei, würde den Kindern die Augen durch verschiedene Erlebnisse geöffnet. Dies führe schliesslich zu mehr Selbstvertrauen und einem höheren Selbstwertgefühl. TEXT OLGA SHOSTAK
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ERNÄHRUNG
Gesundheit beginnt auf dem Teller Gesund und vernünftig essen kann auch Kindern Spass machen. Will man dies den Zuckermäulern, Nudelfans und Kuchenkaspern vermitteln, muss man aber zu ein paar schlauen Tricks greifen.
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ohin der junge Mensch auch geht, fast überall locken fertige Esswaren oder Zuckerbomben zum schnellen Konsum. Gleichzeitig warnen Behörden und Versicherungen mit Kampagnen vor den gesundheitlichen Gefahren von Übergewicht, das bei Kindern und Jugendlichen schleichend Überhand nimmt. Der Frage, wie man diesem Trend entgegen wirken und schon mit kleinen Kindern gesund kochen und essen kann, kommt also immer mehr Bedeutung zu. Dabei spielt der Spassfaktor eine wichtige Rolle – denn es gilt, einige klassische Fehler zu vermeiden. So bringt das Verteufeln oder Bewerten von gewissen Lebensmitteln nichts, erst recht nicht, wenn es sich dabei um leckere Zuckersachen handelt. Auch ein Vortrag am Tisch über gesundes Essen verfehle den Zweck, sagt der deutsche Ernährungspsychologe Thomas Ellrott. «Wörter wie ‹gesund› und ‹Ernährung› lösen bei Kindern Widerstände aus.» Sie würden diese Worte oft mit Bevormundung und Zwang assoziieren, sagt Ellrott, und sich erst recht dagegen wehren. Viel wichtiger sei es deshalb, die richtigen Signale zu senden und selber als Vorbild zu gelten.
Wer will, dass sich seine Kinder gesund und massvoll ernähren, muss also selber mitmachen, denn laut Ellrott messen Kinder ihre Eltern daran, was sie tun, und nicht daran, was sie sagen. Das funktioniert beim Essen. Das gelingt bei Tischmanieren. Und das gilt erst recht für den Respekt vor dem Essen selbst, ein wichtiges Element, wenn es um die Förderung eines gesunden Essverhaltens geht. Denn immer mehr Jugendliche wissen nicht, woher die Milch im Glas, das Mehl im Brot oder das Ei in der Pfanne stammen, oder was man noch alles damit machen kann. Ein Ausflug auf einen sogenannten Erlebnisbauernhof kann dem abhelfen. Doch auch zuhause sind der Fantasie kaum Grenzen gesetzt. Wer dabei Starthilfe braucht, findet beim GU-Sachbuchverlag eine grosse Bücherauswahl fürs Kochen und Backen mit Kindern, oder im Internet mit wenigen Suchbegriffen ein Rezept für jeden Wunsch, sei es für «Fingerfood», «Kinderparty» oder «Regenbogenfrüchte». Dabei gilt: Aus jedem Fastfood
kann man etwas Gesundes machen, es kommt nur auf die Zutaten an – und die Präsentation. Je lustiger und bunter desto beliebter. Denn auch der Ernährungspsychologe Ellrott überzeugt seine Kinder leichter mit dem Satz: «Auf dem Teller sieht es langweilig aus, es fehlen noch andere Farben» – statt mit «Gemüse musst du essen, das ist gesund.» Gesundheit vorleben Kinder lernen viel durch Imitation. Ihre Eltern sind als engste Bezugspersonen darum besonders im Fokus der Kids. Wer dem Nachwuchs also eine gesunde Lebensweise vermitteln möchte, muss diese vor allem auch vorleben. Als Orientierung kann man das sogenannte «Tellermodell» zu Rate ziehen. Man stelle sich einen Teller vor: Idealerweise sollte auf diesem Gemüse oder Salat liegen, sowie Eiweiss (z.B. Fleisch, Fisch, Milchprodukte) und Kohlenhydrate (Pasta, Reis, Kartoffeln, Hülsenfrüchte etc.). Und das ganze muss im richtigen Verhältnis sein, betonen Ernährungsexperten. Gemüse und Salat sollten den halben Teller bedecken. Ein Viertel des Tellers machen die Kohlenhydrate aus, den anderen Viertel decken beispielsweise Fleisch oder Fisch ab. Gerade die Kohlenhydrate haben einen ganz schlechten Ruf und werden in vielen Diäten als Wurzel allen Übels betrachtet. Doch das sei gemäss Experten übertrieben, denn auch Kohlenhydrate gehören zu einer Mahlzeit dazu. Es sei aber korrekt, dass Kohlenhydrate die Energielieferanten schlechthin sind. Entsprechend bewusst sollte man sie essen. Verbotene oder Tabu-Lebensmittel gibt es in diesem Sinne nicht. Wer einen Dessert möchte, soll sich einen gönnen. Essen soll immer auch mit Genuss verbunden sein. Das Mass spielt aber auch hier eine wichtige Rolle. Ernährungsberat empfehlen, auch mal süssigkeiten-freie Tage einzulegen und zum Beispiel mal eine Frucht als Dessert zu geniessen, denn von diesen sollte man täglich zwei Portionen konsumieren. Klar, die Kids stehen auch Schokolade und Co., aber auch ihnen kann man den Genuss von Früchten «antrainieren» – indem man z. B. statt des Schoggistängelis auch mal eine Schüssel Erdbeeren zum Naschen gibt. TEXT SMA
Wer dem Nachwuchs also eine gesunde Lebensweise vermitteln möchte, muss diese vor allem auch vorleben.
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Es twittert sich was zusammen Schenkt man der anerkannten KIM-Studie von 2016 Glauben, ist die Sache noch viel schlimmer als wir alle dachten: Kinder können nicht mehr ohne Facebook, Instagram, Snapchat & Co. Krach oder Seelenfrieden ist hier die Frage für viele Eltern. Wenn doch nur die goldene Mitte gefunden werden könnte.
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ie aktuelle KIM (Kindheit, Internet, Medien)-Studie hat es tatsächlich in sich. 43 Prozent aller 10- und 11-Jährigen besitzen bereits ein eigenes Smartphone; bei den 12- bis 13-Jährigen sind es gar satte 61 Prozent. Dazu kommt, dass Kindern oft Zugang zum Tablet oder Smartphone eines Elternteils haben, sowie natürlich auch zum Familienfernseher. Ist dies nun mal Teil der heutigen Kultur? Wer Zugang zum Web hat, hält heute die Welt in den Händen: Die Neuigkeiten der letzten Stunden sind nur einen Klick entfernt. Dazu kommt eine Vielzahl von nützlichen Apps: Wörterbücher, Onlineausgaben von Tageszeitungen, sowie Radiostationen aus aller Welt stehen dem Smartphone-Nutzer zur Verfügung. Die Welt von Samsung und iPhone bietet aber auch vor allem Zugang zu geteiltem Vergnügen. Facebook, Instagram, Snapchat, WhatsApp, Twitter und YouTube sind bei Kindern allen Alters dabei besonders beliebt. Wem der Zutritt zum virtuellen Spielplatz von den Eltern verwehrt wird, riskiert immer mehr auch im «echten Leben» ausgeschlossen zu werden. Waren Eltern, die beim Wort «Social Media» die Nase rümpfen denn einmal so anders? Wohl kaum: Ein mancher hing stundenlang an der Strippe, damit die beste Freundin in den Geschmack einer detaillierten Schilderung des vergangenen Abends kommen konnte.
werden. Die virtuelle Welt schläft nie, genauso wenig wie die beängstigenden Gedanken, die einem nach einer unangenehmen Auseinandersetzung auf dem Schulhof nicht aus dem Kopf gehen. Denn das Grauen dauert an, in Form von hochgeladenen Fotos, aber vor allem auch durch gepostete Kommentare – und ausbleibende «Likes». Im selben Boot Fakt ist, wer online nicht beliebt ist und zu wenige «Likes» oder «Followers» einheimst, der bleibt oft auch im wahren Leben auf der Strecke. Um dem vorzubeugen, ist
elterliche Hilfe unabdinglich. Aufgrund seiner durchaus handfesten Auswirkungen haben Social Media bei Kindern beträchtliches Suchtpotential. Als Eltern stellt man sich zudem zu Recht eine Litanei von Fragen, denn oft ist der Früheinstieg des Kindes auf Facebook auf das Verhalten seiner Eltern zurückzuführen. Letztere sind sich ihrem eigenen Drang, zum Smartphone zu greifen, oft nicht bewusst. Installiert man beispielsweise die App «Forest», in der man virtuelle Bäume pflanzt, die solange gedeihen wie man beim Arbeiten die Finger vom Handy lässt, wird einem schmerzhaft bewusst, wie undenkbar der eigene Verzicht aufs Smartphone wäre.
Wem der Zutritt zum virtuellen Spielplatz von den Eltern verwehrt wird, riskiert immer mehr auch im «echten Leben» ausgeschlossen zu werden.
Eine andere schwarze Wolke, die über dem Social-Media-Himmel schwebt, sind Fake News. Die Clinton-Trump Präsidentschaftskampagne ist der beste Beweis dafür, dass sie verheerende Folgen haben können. Hätten Millionen von Facebook-Nutzern nicht Lügenmärchen über die demokratische Kandidatin gelesen, geglaubt und geteilt, sässe heute vielleicht keine Föhnfrisur an der Spitze des Amerikanischen Staates. Kinder sind besonders gutgläubig, wenn sich lustige Videos und schlagkräftige Headlines durch den Newsfeed ziehen. Sie sind noch so gern die Ersten, die diese vermeintlichen Scoops auf der Facebookseite ihrer Freunde auftauchen lassen. Des Rätsels Lösung Ist der einzige Ausweg aus dem Schlammassel wirklich das strikte Verbot? Ab einem bestimmten Alter ist dies bestimmt nicht mehr empfehlenswert und schürt nur die Neugier. Um weiterhin am Geschehen teilhaben zu können, würden Sohn und Tochter nur zum Smartphone des besten Freundes, oder dessen Vaters ungesichertem Laptop greifen. Laut von mir befragten Eltern soll viel mehr Kommunikation das Zauberwort sein: Wer also noch nicht mit «Retweets», «Followers» und «Likes» bekannt ist, der büffelt nach dem Lesen dieses Artikels am besten erst einmal seinen Social-Media-Jargon. Was man nicht kennt, ist nur schwer verhandelbar. Steht das Kind noch am Anfang seiner Schulzeit und ist drauf und dran, eine Vielzahl neuer Welten zu entdecken, sollte sich die Frage der Nutzung von sozialen Medien von selbst klären, so lange die Haltung der Eltern konsequent ist. Klar können in gewissen Momenten einige Partien Candy Crush auf dem Handy der Mutter gespielt werden, doch der Zugang zu Internet selbst sollte klar reglementiert und von Erwachsenen begleitet sein. In diesem Sinne existiert auf mehreren Plattformen auch die Möglichkeit verknüpfter Accounts, durch die die Eltern bei Bedarf etwas Kontrolle zurückgewinnen.
Plötzlich Freunde Der fundamentale Unterschied zu damals liegt wohl darin, dass man für eine Nachricht oder einen Anruf heute weder Adressen, noch Telefonnummern zu kennen braucht: Kaum ein Profil ist heutzutage nicht öffentlich zugänglich. Wer sich seiner Sicherheitseinstellungen bewusst ist – was bei Kindern zugegebenermassen weniger der Fall sein sollte – weiss einen Grossteil seiner Daten geschickt zu verbergen. Eine rudimentäre Version des Profils bleibt aber zwingend online, und mit ihm das Anzeigebild. Ein jeder kann demnach einem auf den sozialen Medien aktiven Kind eine Freundschaftsanfrage schicken, oder als «Follower» Zugang zu seinem Profil verlangen. Der Drang virtuelle Freunde und Abonnenten zu sammeln ist meist stärker als die leise Stimme die einem im Flüsterton davon abrät.
Sobald Kinder aber älter werden fährt man besser, wenn man ihnen die Gefahren, die im Dickicht des World Wide Webs lauern, so gut wie möglich erklärt – und dabei nicht vergisst zuzuhören. Denn wenn Sohn und Tochter unsere Kompetenzen im Umgang mit Social Media teilen, können sie sich dieser Welt nähern wie wir: mit sicherem Abstand.
Das vielerwähnte Cybermobbing ist ein weiterer, nicht weniger schmerzhafter Dorn im Elternschuh. Während Fernsehen und Computerspiele «lediglich» Suchtpotential haben – für Kinder, sowie auch für Erwachsene, wohlgemerkt – können die sozialen Netzwerke nicht durch eine Handbewegung zum Schweigen gebracht
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