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Smart Supply Chain

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WIEGEN, MESSEN, ETIKETTIEREN

160 Jahre Innovation live auf der LogiMAT EI N E P U B LI K AT I O N VO N S M A R T M ED I A

Supply Chain

Januar ’26

Kai Althoff

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Der Vorsitzende der BVL spricht über die Zukunft der Logistik, KI, Automatisierung und die Herausforderungen durch Nachhaltigkeit und geopolitische Entwicklungen. Die weltweit führende Plattform der Intralogistik

ZERTIFIZIERT

Internationale Fachmesse für Intralogistik-Lösungen und Prozessmanagement

24. – 26. März 2026 Messe Stuttgart

logimat-messe.de

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PASSION FOR DETAILS Discover the Difference Zu den Expert Forums


EI N E P U B LI K AT I O N VO N S M A RT M ED I A

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Editorial

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fokus.swiss

Michael Henke

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Supply Chain neu denken

04 Intralogistik

Ihre Wirksamkeit hängt davon ab, wie gut wir organisatorische Strukturen, Standards und Geschäftsmodelle anpassen.

iebe Leserinnen und Leser, wenn wir als Gesellschaft und Wirtschaft bestehen wollen, müssen wir Supply Chains neu denken. Die industrielle Supply Chain steht vor einem Wendepunkt: Lineare Modelle weichen vernetzten, dynamischen Netzwerken – getrieben von Volatilität, Komplexität und digitaler Disruption – ein Paradigmenwechsel, der neue Chancen eröffnet. In meiner Rolle als Institutsleiter am Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML und als Inhaber des Lehrstuhls für Unternehmenslogistik an der TU Dortmund sind die sich verändernden Anforderungen an Lieferketten mein tägliches Geschäft. Fest steht dabei: Forschung und Praxis rücken näher zusammen, und das ist kein Zufall. Supply Chains sind heute nicht mehr nur operatives Rückgrat, sondern strategische Erfolgsfaktoren von Unternehmen. Wenn es um Resilienz in Unternehmen geht, gibt es aber häufig nur wenige konkrete Lösungsansätze. Wir wollen das mit Fokus auf das Supply-Chain-Management ändern Von der Effizienz zur Resilienz Traditionell war Effizienz der dominante Werttreiber in Supply Chains: Kostenoptimierung, Just-in-Time, schlanke Prozesse. Doch wir erleben gerade, dass Effizienz allein nicht mehr ausreicht. Ein robustes Wertschöpfungsnetzwerk erfordert Redundanz, alternative Pfade und die Fähigkeit zur schnellen Reaktion. Doch wie lässt sich Resilienz operationalisieren? Hier kommt die Digitalisierung ins Spiel. Datenräume, digitale Zwillinge, künstliche Intelligenz und intelligente Systeme ermöglichen Monitoring, Prognosen und Szenariomodellierung in Echtzeit. Und sie schaffen die Grundlage für agile Steuerung. Die Interdependenz innerhalb globaler Lieferketten kann im Ernstfall zur Achillesferse nationaler Verteidigungsfähigkeit werden: Wenn etwa Rüstungsgüter, Ersatzteile oder (digitale) Infrastruktur nicht verfügbar sind, weil Zulieferer in feindlichen Staaten sitzen oder Transportwege blockiert sind, steht die Einsatzbereitschaft auf dem Spiel. In einer zunehmend vernetzten Welt, in der Lieferketten über nationale Grenzen hinweg verlaufen, gewinnt die Frage nach Verteidigung und Sicherheit eine neue Dimension. Dies erfordert eine enge Verzahnung von Sicherheitsstrategien

Strategische Herausforderungen und Chancen für den Mittelstand Für viele Unternehmen heißt das: Weg von Insellösungen, hin zu Supply-Chain-Ökosystemen. Der Mittelstand ist dabei besonders gefordert, weil dessen Ressourcenkraft oft begrenzt ist. Aber gerade im Mittelstand liegt Innovation. In Flexibilität, Kundennähe und Prozessverständnis. mit wirtschaftlicher Planung, eine neue Form der Zusammenarbeit von Wirtschaft und Militär. Datenräume und souveräner Datenaustausch Ein zentrales Element zukünftiger Lieferketten sind souveräne Datenräume. Als Teil dieser Entwicklung setzt das Forschungsprojekt Catena-X ein deutliches Signal: Hersteller, Zulieferer und Dienstleister der Automobilindustrie entwickeln gemeinsam ein Frühwarnsystem durch den digitalen Austausch von Echtzeitdaten. Digitale Produktpässe sollen zukünftig Auskunft über CO2-Fußabdrücke und Recyclingfähigkeit geben. Eine souveräne Cloud-Lösung bietet einen DSGVO-konformen, sicheren Datenraum. So entsteht ein dynamisch vernetztes Wertschöpfungsnetzwerk mit Fokus auf Resilienz, Nachhaltigkeit und digitaler Souveränität. In unserer Forschung am Fraunhofer IML stehen Themen wie KI und deren Management, Blockchain und Smart Contracts im Fokus. Diese Technologien bringen uns neue Formen der Automatisierung und Autonomisierung, Rückverfolgbarkeit, Transparenz und Verlässlichkeit. Digitale Zwillinge etwa helfen, Prozesse in Echtzeit abzubilden, Störungen zu antizipieren und Interventionen zu simulieren. KI-Techniken können Muster erkennen, Ausfallwahrscheinlichkeiten berechnen und Entscheidungen autonom unterstützen. Blockchains und Smart Contracts ermöglichen unveränderbare Verträge und automatisierte bzw. autonomisierte Abrechnung entlang der Lieferkette. Aber, und dies ist ein ganz wichtiger Punkt: All diese Technologien sind nur Werkzeuge.

Pilotprojekte sind entscheidend: Sie zeigen, wie Datenräume funktionieren und Geschäftsmodelle greifen – direkt dort, wo Produkte entstehen und bewegt werden. Auch in digitalen Systemen bleibt der Mensch im Mittelpunkt. Roboter und Assistenzsysteme übernehmen Routineaufgaben – doch Fachkräfte sind unverzichtbar, um Technik zu verstehen, Entscheidungen zu bewerten und Prozesse anzupassen. Ausblick und Einladung zur Diskussion Der Weg zu einer zukunftsfähigen Supply Chain ist kein Pfad mit klaren Markierungen. Wir bewegen uns vielmehr auf einem gemeinsam zu erforschenden Terrain. Effiziente Prozesse, Resilienz, Datenräume und Technologien stehen im Spannungsfeld von Pragmatismus und Vision. Die resiliente Zukunft der Wertschöpfung in der Logistik ist geprägt von Technologie, Netzwerkdenken und strategischer Anpassungsfähigkeit. Wandlungsfähige Wertschöpfungsnetzwerke ersetzen klassische Lieferketten.

08 Warehouse Management 10 Interview: Kai Althoff 12 Anfang der Lieferkette 16 Cybersicherheit 18 Resilienz Smart Supply Chain. Verlag und Herausgeber

Smart Media Agency AG, Gerbergasse 5, 8001 Zürich, Schweiz Redaktion (verantwortlich) Matthias Mehl Smart Media Agency AG, Gerbergasse 5, CH – 8001 Zürich Tel +41 44 258 86 00 Layout (verantwortlich) Mathias Manner Smart Media Agency AG, Gerbergasse 5, CH – 8001 Zürich Tel +41 44 258 86 00 Anzeigen (verantwortlich) Falko Riedel Smart Media Agency AG, Gerbergasse 5, CH – 8001 Zürich Tel +41 44 258 86 10 Druckerei Handelsblatt Media Group GmbH

Ich lade Sie ein: Nutzen wir die Gunst der Stunde, um zu diskutieren, wie Handelsunternehmen, Industrie, Dienstleister und Forschungspartner zusammen Supply Chains gestalten, die nicht nur funktionieren – sondern echte Wohlstandschöpfung durch bessere Arbeitsbedingungen, nachhaltige Prozesse und zukunftsfähige Geschäftsmodelle schaffen. Text Univ.-Prof. Dr. habil. Dr. h. c. Michael Henke, Institutsleiter, Fraunhofer-Institut für Material­ fluss und Logistik IML

Viel Spaß beim Lesen! Falko Riedel Project Manager

Brandreport • LogiMAT

Trends und Innovationen für effiziente Intralogistik

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om 24. bis 26. März 2026 wird auf dem Stuttgarter Messegelände die LogiMAT, Internationale Fachmesse für Intralogistik-Lösungen und Prozessmanagement, veranstaltet. Messeleiter Michael Ruchty vom Veranstalter Euroexpo Messe- und Kongress-GmbH, München, erläutert, was dort das Fachpublikum erwartet.

Herr Ruchty, welchen Stellenwert hat die LogiMAT? Die LogiMAT ist international eine der führenden Präsentationsplattformen der Intralogistikbranche. Über 1600 internationale Aussteller aller Branchensegmente, davon mehr als jeder dritte aus dem Ausland – fast jeder zehnte Aussteller aus Asien und Übersee – präsentieren die jüngsten Innovationen und State-of-the-Art-Lösungen für effiziente Logistik. Als Trendbarometer gibt die LogiMAT dem Fachpublikum Orientierungshilfe für zukunftsfähige Innovationen zur Optimierung aller Prozesse der Supply Chain.

Inwieweit prägt das Motto »Passion for Details« die LogiMAT 2026? In der Intralogistik herrscht bei Automatisierung und Digitalisierung in vielen Unternehmen nach wie vor ein Nachholbedarf. Die auf der LogiMAT präsentierten Geräte, Systeme und Lösungen bieten Abhilfe. Effizienz und echten Mehrwert bieten dabei nicht nur bahnbrechende Innovationen, sondern oft auch jene wirkungsvollen Features, die auf den ersten Blick gar nicht erkannt werden. Mit dem aktuellen Motto wollen wir die Aussteller bewegen, diese Details ihrer Entwicklungen in den Fokus zu rücken und den Fachbesucherinnen und -besuchern neue Einblicke und Entscheidungshilfen zu geben. Welche Schwerpunktthemen dominieren die Messe? Als übergeordnete Themenbereiche lassen sich Automatisierung und Digitalisierung, Nachhaltigkeit sowie der Fach- und Arbeitskräftemangel benennen. Die Exponate vermitteln den Fachbesuchenden Optionen, die entsprechenden

Herausforderungen zu lösen. So stehen bei der Hard- und Software insbesondere die Megatrends Anwendungen der künstlichen Intelligenz (KI) und Robotik inklusive der Autonomen Mobilen Roboter (AMR) im Mittelpunkt. Darüber hinaus vermittelt ein Rahmenprogramm auf Kongressniveau mit Live-Demos und Live-Events, Fachforen und praxisnahen Anwenderforen exklusives Hintergrund- und Praxiswissen für effiziente Intralogistik. Über die LogiMAT Die LogiMAT, Internationale Fachmesse für Intralogistik-Lösungen und Prozessmanagement, findet vom 24. bis 26. März 2026 auf dem Messegelände Stuttgart direkt am Stuttgarter Flughafen statt. Die LogiMAT gilt als weltweit größte Fachmesse für Intralogistiklösungen und wird von der Euroexpo Messe- und Kongress-

GmbH ausgerichtet. Sie bietet einen vollständigen Marktüberblick über alles, was die Intralogistik-Branche von der Beschaffung über die Produktion bis zur Auslieferung bewegt. Internationale Aussteller zeigen innovative Technologien, Produkte, Systeme und Lösungen zur Rationalisierung, Prozessoptimierung und Kostensenkung der innerbetrieblichen logistischen Prozesse. Die Veranstaltung bietet neben der Ausstellung täglich wechselnde Vortragsreihen sowie Live-Events zu den unterschiedlichsten Themen.


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Blue Yonder GmbH • Brandreport

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Schlanke Produktion und Betrieb in der Wert­ schöpfungskette: Strategien gegen Überproduktion Überproduktion im Lean Manufacturing belastet Unternehmen durch unnötige Lagerbestände, ineffiziente Ressourcennutzung und steigende Kosten. Moderne Strategien setzen daher auf präzise Planung, KI-gestützte Analysen und unternehmensübergreifende Transparenz, um diese Verschwendung zu minimieren. Simon Bowes, CVP Industry Advisor bei Blue Yonder, erklärt, wie Firmen Überproduktion effektiv begegnen können.

Simon Bowes CVP Industry Advisor Herr Bowes, können Sie uns kurz erklären, was Überproduktion im Lean Manufacturing bedeutet und welche zwei Hauptarten es gibt? Selbstverständlich. Überproduktion liegt vor, wenn ein Unternehmen mehr Produkte herstellt als nötig oder die Produktion vor dem eigentlichen Bedarf abschließt. Wir kategorisieren dies typischerweise in zwei verschiedene Arten. Es gibt einerseits die beabsichtigte Überproduktion, bei der ein Unternehmen einen Sicherheitspuffer hat, um potenzielle Störungen in der Lieferkette abzumildern. Andererseits gibt es die unbeabsichtigte Überproduktion, die oft das Ergebnis ungenauer Nachfrageprognosen oder -schwankungen ist. Welche Risiken sind sowohl mit der beabsichtigten als auch mit der unbeabsichtigten Überproduktion verbunden? Die beabsichtigte Überproduktion, die als Vorsichtsmaßnahme gedacht ist, kann zu erhöhten Lager- und Transportkosten führen. Auch kann der Bestand obsolet werden. Die unbeabsichtigte Überproduktion birgt noch größere Bedenken. Sie kann zu überschüssigem Inventar, ineffizienter Ressourcennutzung und logistischen Fehlanpassungen führen, bei denen Produkte an Orten produziert oder gelagert werden, die nicht den Bedarfsanforderungen entsprechen. Diese Probleme können in anderen Regionen zu unerfüllter Nachfrage und zu Welleneffekten in der gesamten Lieferkette führen. Gehen wir etwas näher auf diesen Welleneffekt ein. Wie wirkt sich die unbeabsichtigte Überproduktion über den reinen Lagerbestand hinaus aus? Die Auswirkungen können ziemlich weitreichend sein. Sie stört die Personalausrichtung und führt zu Ineffizienzen, da Teams überschüssiges Inventar verwalten, während andere Ressourcen ungenutzt bleiben. Zusätzlich erhöht sie die Transportkosten und Emissionen, da Produkte zur Deckung

KI-gestützte Lösungen bieten wesentliche Werkzeuge zur Umsetzung dieser Strategien.

– Simon Bowes, CVP Industry Advisor

des tatsächlichen Bedarfs neu zugeteilt werden müssen. Diese Fehlallokation von Ressourcen kann systemische Lücken schaffen und die Lieferkette zusätzlich belasten. Welche strategischen Planungsmaßnahmen sollten Unternehmen angesichts dieser Herausforderungen ergreifen, um die Verschwendung durch Überproduktion zu mindern? Wir raten zur Umsetzung von drei Hauptstrategien unter Verwendung KI-gestützter Lösungen. Erstens, die Verbesserung der Abstimmung von Nachfrage- und Angebotsplanung durch erhöhte Prognosegenauigkeit und kürzere Planungszyklen. Zweitens, die Nutzung von KI-gestützter Entscheidungsfindung, um Szenarioanalysen zu automatisieren und Planer zu optimalen Lösungen zu führen. Schließlich ist die Erzielung von Echtzeit- und unternehmensübergreifender Transparenz von

entscheidender Bedeutung. Dies fördert die Zusammenarbeit zwischen Abteilungen wie Vertrieb, Produktion und Logistik und liefert umfassende Einblicke in Ressourcen, Inventar und Kapazitäten im gesamten Liefernetzwerk. Sind moderne KI-gestützte Lösungen geeignet, um die Probleme der Überproduktion zu lösen? KI-gestützte Lösungen bieten wesentliche Werkzeuge zur Umsetzung dieser Strategien. Sie ermöglichen eine einheitliche Entscheidungsfindung zur Synchronisierung von Lieferkettenprozessen und ersetzen isolierte Entscheidungen durch global vernetzte Lösungen. Diese Lösungen nutzen intelligente Agenten und maschinelles Lernen für präzise Vorhersagen und verbinden das gesamte unternehmensübergreifende Netzwerk für Echtzeit-Transparenz und Zusammenarbeit. Eine KI-gestützte Daten-Cloud unterstützt diese Initiativen, indem sie alle Daten integriert und die IT-Komplexität vereinfacht.

Durch den Einsatz dieser Plattformund Netzwerklösungen können Unternehmen die Überproduktion und die damit verbundene Verschwendung erheblich reduzieren.

– Simon Bowes, CVP Industry Advisor

Viele Hersteller konzentrieren sich darauf, Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Wie können KI-gestützte Lösungen ihnen dabei helfen, diese Ziele ebenfalls zu erreichen? Unternehmen stehen unter zunehmendem Druck, ihre Umweltbelastung zu reduzieren und zum Beispiel Treibhausgasemissionen entgegenzuwirken. KI-gestützte Lösungen ermöglichen es diesen Unternehmen, ihre Produktion so zu steuern, dass sie sowohl ihre Geschäftsziele als auch Nachhaltigkeitsziele erreichen können. Was sind letztendlich die Vorteile für ein Unternehmen, das die Überproduktion durch diese Lösungen erfolgreich angeht? Die Prinzipien des Lean Manufacturing gehen über die Produktionshalle hinaus. Durch den Einsatz dieser Plattform- und Netzwerklösungen können Unternehmen die Überproduktion und die damit verbundene Verschwendung erheblich reduzieren. Diese Transformation führt zu einer effizienteren, widerstandsfähigeren und agileren Lieferkette. Sie adressiert unmittelbare Verschwendungen wie Kosten und Verzögerungen und steigert die allgemeine betriebliche Effizienz bei gleichbleibender Lieferfähigkeit, was das Unternehmen für größeren Erfolg in einem wettbewerbsintensiven Umfeld positioniert. Blue Yonder bietet die neue Ära des Lieferkettenmanagements mit modernen, digitalen Lösungen. Unser Ziel ist es, transparente und effiziente Lieferketten zu schaffen, die dank KI-gestützter Daten in Echtzeit verwaltet werden. Weitere Informationen unter: blueyonder.com

Blue Yonder GmbH Ohiostraße 8 76149 Karlsruhe


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Intralogistik

fokus.swiss

Der Taktgeber im Inneren: die zentrale Rolle der Intralogistik Vom staubigen Lagerhaus zum hochdynamischen Fulfillment-Center: Die Evolution des innerbetrieblichen Materialflusses krempelt die Supply Chain nachhaltig um. So sieht »Intralogistik 2.0« aus.

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ährend der strategische Fokus oft auf den globalen Routen der Lieferkette liegt – den Containerschiffen, Frachtflugzeugen und der »Letzten Meile« –, entscheidet sich die tatsächliche Leistungsfähigkeit eines Unternehmens oft dort, wo die Öffentlichkeit selten hinsieht: innerhalb der eigenen vier Wände. Die Intralogistik ist längst nicht mehr nur die Verwaltung von Beständen, sondern hat sich zum technologischen Herzstück moderner Wertschöpfung entwickelt. Sie bildet die operative Brücke zwischen Beschaffung und Distribution und definiert, wie schnell, präzise und kosteneffizient das Versprechen an den Kunden eingelöst werden kann. Wer die externe Supply Chain optimiert, aber die internen Prozesse vernachlässigt, riskiert einen operativen Herzinfarkt – genau dort, wo Wertschöpfung stattfinden sollte. Definition und strategische Bedeutung im Gesamtgefüge Unter Intralogistik versteht man die Organisation, Steuerung, Durchführung und Optimierung des innerbetrieblichen Material- und Warenflusses sowie der damit verbundenen Informationsströme. Sie umfasst den gesamten Weg vom Wareneingang über die Lagerung und

Kommissionierung bis hin zum Warenausgang. In einer modernen Supply Chain fungiert die Intralogistik als entscheidender Puffer und Beschleuniger zugleich. Sie muss die Volatilität der globalen Märkte abfedern und gleichzeitig die steigenden Erwartungen der Kunden an Individualisierung und Liefergeschwindigkeit erfüllen.

Die Intralogistik bildet die operative Brücke zwischen Beschaffung und Distribution. Die Relevanz dieses Segments ist in den letzten Jahren exponentiell gestiegen. Getrieben durch den E-Commerce-Boom und den Trend zu immer kleineren Losgrößen bis hin zur »Losgröße 1«, ist das Lagerhaus kein statischer

Aufbewahrungsort mehr, sondern eine dynamische Durchgangsstation. Die Intralogistik muss heute in der Lage sein, komplexe Sortimente in Höchstgeschwindigkeit zu verarbeiten. Sie ist das Scharnier, das sicherstellt, dass die strategisch klug beschafften Rohstoffe auch tatsächlich pünktlich in die Produktion gelangen und das fertige Produkt ohne Zeitverlust den Weg zum Kunden findet. Eine ineffiziente Intralogistik bremst die gesamte Supply Chain aus, bindet unnötig Kapital in Beständen und gefährdet die Kundenzufriedenheit durch Fehlkommissionierungen oder Verzögerungen. Integration in die moderne Supply-Chain-Architektur Die nahtlose Integration der Intralogistik in die übergeordnete Supply Chain ist heute eine Frage der digitalen Vernetzung. Isolierte Lagerverwaltungssysteme sind Relikte der Vergangenheit. In einem modernen Setup kommuniziert die Intralogistik in Echtzeit mit dem ERP-System, den Lieferanten und den Spediteuren. Wenn ein Schiff verspätet ist, muss das Intralogistik-System diese Information sofort verarbeiten, um Personalplanung und Lagerplätze dynamisch anzupassen. Umgekehrt muss der Vertrieb in

Echtzeit wissen, ob ein Produkt tatsächlich »auf Lager« und damit versandbereit ist. Diese Integration erfordert das Aufbrechen von Datensilos. Die Intralogistik wird zum Datenlieferanten für das gesamte Unternehmen. Sensoren und Scans erfassen jeden Bewegungsschritt und speisen diese Daten in den digitalen Zwilling des Unternehmens ein. So wird der physische Materialfluss transparent und steuerbar. Die Grenze zwischen interner und externer Logistik verschwimmt zunehmend, etwa wenn Lieferanten direkt in die Produktionslinie liefern oder Logistikdienstleister tief in die internen Prozesse des Herstellers eingebunden sind. Technologische Lösungen und der Weg zur Automatisierung. Um dem Druck nach Effizienz und dem eklatanten Mangel an Fachkräften zu begegnen, setzt die Branche massiv auf Automatisierung und Robotik. Die Lösungen reichen von teilautomatisierten Assistenzsystemen bis hin zu »Dark Warehouses«, in denen Maschinen weitgehend autonom agieren. Ein zentraler Trend ist der Einsatz von Fahrerlosen Transportsystemen (FTS) und autonomen mobilen Robotern (AMR). Text SMA

Brandreport • Bizerba

Smarte Intralogistiklösungen als kritischer Erfolgsfaktor für Unternehmen Steigende Paketvolumina, hohe Liefergeschwindigkeiten und globale Vernetzung stellen Unternehmen vor neue Herausforderungen. Präzise, vernetzte und datenbasierte Intralogistiklösungen werden zum Erfolgsfaktor, denn wer Versanddaten nicht korrekt erfasst, verursacht Verzögerungen, zusätzliche Kosten und verliert oft wichtige Kundschaft. Bizerba unterstützt mit Branchen-Erfahrung, 160 Jahren Innovationskraft und partnerschaftlicher Nähe.

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ie Anforderungen an moderne Supply Chains wachsen stetig: Omnichannel-Strategien, Same-Day-Delivery und immer kürzere Taktzeiten verlangen effiziente, fehlerfreie Prozesse. Unternehmen stehen vor der Aufgabe, Kommissionierung, Sortierung und Versand stetig zu optimieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben. »Nur wer die gesamte Kette durchgängig und transparent steuert, kann heute noch Schritt halten«, betont Andreas W. Kraut, CEO von Bizerba.

minimiert ungeplante Stillstände. Vertretungen in mehr als 120 Ländern sorgen dafür, dass Hilfe nie weit entfernt ist.

Als globaler Lösungsanbieter setzt Bizerba auf präzise Sensorik und dynamisches Wiegen, um auch unter anspruchsvollen Umgebungsbedingungen wie Vibrationen oder hohen Bandgeschwindigkeiten zuverlässig das Frachtgewicht von Sendungen erfassen zu können. »Unsere Lösungen erfassen und vernetzen bereits im Durchlauf sämtliche logistikrelevanten Daten«, so André Weibrecht, Head of Product Unit Logistics Systems bei Bizerba.

Weitere Informationen unter: bizerba.com

Ein besonderer Fokus liegt auf der Verbindung von Verwiegung, Vermessung und Versandvorbereitung. Halbautomatisierte Versandprozesse ermöglichen es, Volumen, Gewicht und Identität eines Pakets in einem Schritt zu erfassen und anschließend mit den richtigen Informationen zu etikettieren. Das Ergebnis: Mehr Geschwindigkeit, weniger Fehler und

Andreas W. Kraut: »Unsere Mission ist es, Prozesse entlang der gesamten Lieferkette effizienter, transparenter und nachhaltiger zu gestalten. Dafür setzen wir alles technische Know-How ein, welches wir uns in unserer 160-jährigen Firmengeschichte angeeignet haben.«

konsistente Daten. Diese sind unverzichtbar für moderne Warehouse-ManagementSysteme und fehlerfreie Lieferketten. Bizerba legt höchsten Wert auf Datenqualität und nahtlose Vernetzung. Die automatisierte Erfassung aller logistikrelevanten Parameter fördert exzellente Stammdaten und schafft die Basis für reibungslose Intralogistikprozesse. Smarte Etikettierlösungen und robuste Datenträger sichern Lesbarkeit und Nachverfolgbarkeit bis zum Endkunden. Mit 160 Jahren Erfahrung in der Wägetechnik ist Bizerba ein verlässlicher Partner, der die

Branche immer wieder mit Innovationen geprägt hat, von der ersten Tischdezimalwaage bis zu heutigen High-End-Durchlaufwaagen. Renommierte Unternehmen weltweit vertrauen auf die Zuverlässigkeit aus Baden-Württemberg: So sind etwa bei der Deutschen Post rund 40.000 Bizerba Waagen im Einsatz, auch der größte chinesische Paketdienstleister setzt auf Lösungen von Bizerba. Service spielt in der Logistik eine zentrale Rolle. Bizerba gewährleistet mit globalem Servicenetzwerk, schnellen Ersatzteillieferungen und M2M-Technologien maximale Maschinenverfügbarkeit und

Bizerba feiert 160. Jubiläum und stellt auf der LogiMAT smarte Intralogistiklösungen zum Wiegen, Messen & Etikettieren aus: 24.–26. März, Halle 5 / Stand 5D01


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#smartsupplychain

IGZ Ingenieurgesellschaft für logistische Informationssysteme mbH • Brandreport 5

»Digitalisierung und KI sind die Schlüssel zur Resilienz« und Prozesse können global gesteuert werden. Unternehmen, die diesen Weg gehen, erhöhen ihre Resilienz und vereinfachen schnelle Standortwechsel, gerade in einer Welt, die sich ständig verändert.

Johann Zrenner Geschäftsführer Herr Zrenner, die Intralogistik steht unter Druck. Was treibt den Markt derzeit am stärksten? Die Branche ist geprägt von globalen Unsicherheiten: gestörte Lieferketten durch geopolitische Konflikte, Handelszölle und Forderungen nach Standortverlagerungen. Hinzu kommen veränderte Kundenanforderungen, wie etwa Lieferungen innerhalb weniger Stunden, steigende Lohnkosten und anhaltender Fachkräftemangel. Ein weiteres zentrales Thema, das den Markt beschäftigt, ist die Cyberkriminalität: Viele Unternehmen arbeiten noch mit Altsystemen und sind dadurch anfällig für Angriffe. Wie können Unternehmen diesen Herausforderungen begegnen? Der Schlüssel liegt in einer durchgängigen Digitalisierung, kombiniert mit Cloud-Lösungen. Damit entfallen vorgeschaltete IT-Infrastrukturmaßnahmen

Welche Rolle spielt künstliche Intelligenz dabei? KI ist der entscheidende Faktor, um die vielfältigen und komplexen Anforderungen beherrschbar zu machen. Automatisierung steigert die Effizienz, erhöht aber auch die Komplexität. KI hilft, diese zu reduzieren und den Fachkräftemangel langfristig abzufedern. Wer jetzt investiert, sichert sich nachhaltige Wettbewerbsvorteile. Wir integrieren KI direkt in die SAP-Systeme, vermeiden dadurch überflüssige Schnittstellen und erhöhen Effizienz und Sicherheit. IGZ gilt als Innovationsführer. Können Sie Beispiele nennen? Wir investieren seit Jahren erfolgreich in Forschung und Entwicklung. Das zeigen auch vier Innovationspreise in Folge: 2021 für unseren Kommissionierroboter, 2022 für das Werkerassistenzsystem, 2023 für ein Packassistenzsystem und 2024 für den AMR-Flottenmanager. Dieser steuert die Geräte direkt aus SAP EWM und wählt dadurch die geeignetsten Fahrzeuge der Flotte und verhindert Staus proaktiv, was

Bild Adobe Stock/C Gorodenkoff

die Effizienz um bis zu 20 Prozent steigert. Alle diese Lösungen beinhalten künstliche Intelligenz und lernen dadurch eigenständig hinzu. Auch unsere neueste Innovation, der autonome Lagerleitstand, ist ein weiterer Schritt Richtung »Dark Warehouse«: Nach einer kurzen Anlernphase übernimmt er wiederkehrende Aufgaben selbstständig, vergleichbar mit Level zwei beim autonomen Fahren. Das System kann eigenständig arbeiten, aber ein Mitarbeiter muss jederzeit eingreifen können, falls erforderlich.

bestmöglich bei der Installation einer leistungsfähigen, resilienten Intralogistik zu unterstützen. Dazu könnte in der Zukunft beispielsweise ein vollständig autonomer Leitstand gehören. Dieser passt sich automatisch geänderten logistischen Rahmenbedingungen und Anforderungen an und stellt in 24/7 eine maximale Effizienz und Leistung der immer stärker automatisierten Intralogistikzentren sicher. Der KI Leitstand erhält lediglich die strategischen Vorgaben und führt diese operativ aus. Die Frage ist nicht, ob man KI einsetzt, sondern wie schnell man sie integriert. IGZ unterstützt Unternehmen dabei nicht nur bei der Einführung der digitalen Supply Chain auf Basis von SAP und KI, sondern auch bei der Planung kompletter Logistikzentren und mit umfassendem Customer Support. Weitere Informationen unter: igz.com

Wohin geht die Reise? Unser Ziel ist es, unsere Kund:innen weiterhin

Axians eWaste GmbH • Brandreport

Digitalisierung als Effizienztreiber in der Lieferkette Zukünftig soll das eTFSportal direkt an die zentrale EU-Datenplattform (DiWaSS) angebunden werden. Weitere Informationen unter: www.etfsportal.com

Expert:innen-Team der Axians für nachhaltige Lösungen: Bernhard Hagemann, Vivian Gottlob, Sandra Baier

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chwankende Märkte und gesetzliche Anforderungen setzen Lieferketten unter Druck. Was auf den ersten Blick wie eine regulatorische Bürde wirkt, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als Chance zur Prozessoptimierung und digitalen Transformation.

Mehr als Compliance: Wie digitale Tools die Lieferkette nachhaltig transformieren Digitale Tools sichern nicht nur Compliance, sondern ermöglichen ressourcenschonende und optimierte Prozesse. Besonders im betrieblichen Abfallmanagement zeigt sich, wie individuell digitale Lösungen gestaltet werden können und wie sie zu einer strategisch nachhaltigen Ausrichtung beitragen.

Ein aktuelles Beispiel ist die Verordnung (EU) 1157/2024 über die internationale Verbringung von Abfällen. Mit dieser wird die digitale Erfassung grenzüberschreitender Abfalltransporte ab Mai 2026 verpflichtend. Papierformulare sind dann nicht mehr zulässig. Das Ziel ist klar, mehr Transparenz und Nachverfolgbarkeit. Ein Vorreiter ist EEW Energy from Waste GmbH, ein europaweit führendes Unternehmen der Kreislaufwirtschaft. EEW dokumentiert mit dem eTFSportal von Axians eWaste bereits seit neun Jahren internationale Transporte digital. Die Plattform ermöglicht eine nahtlose Kommunikation mit Behörden und Partnern, ein Paradebeispiel für proaktive Digitalisierung.

unterstützt über 5000 Nutzer bei der intuitiven Verwaltung ihrer Stoffströme, mit konsistenter Datenqualität und branchenspezifischer Flexibilität. Auch die Anforderungen in den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (ESG) stellen Unternehmen vor neue Herausforderungen. Größere Unternehmen fordern zunehmend ESG-Daten von ihren Lieferanten, was den Handlungsdruck entlang der gesamten Lieferkette erhöht. Es entsteht eine indirekte Berichtspflicht. Grumbach Recycling, selbst nicht von Berichtspflichten betroffen, integriert CO2-Reportings mithilfe von eNature direkt in seine Rechnungsdaten. So erhalten Kunden valide Umweltkennzahlen, ohne zusätzlichen Aufwand.

Sie möchten mehr zu den ­genannten Themen Wissen? Dann informieren Sie sich hier: enature.axians.com

Grenzüberschreitende Abfallverbringung: www.etfsportal.com Oder besuchen Sie uns auf LinkedIn: linkedin.com/showcase/ axians-enature/

Weitere Informationen unter: enature.axians.com Digitalisierung ist kein Selbstzweck, sondern ein strategischer Hebel für Effizienz und Nachhaltigkeit. Gesetzgebungen liefern den Impuls, smarte Tools wie eTFSportal und eNature die Lösung.

In der Chemie- und Pharmaindustrie sind Rückverfolgbarkeit und Datensicherheit essenziell. Handel und Maschinenbau wiederum profitieren von digitaler Erfassung von Verpackungsabfällen und optimierten Logistikprozessen. eNature

Kontakt: Vivian Gottlob vertrieb@axians-ewaste.com


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#smartsupplychain

Brandreport • Solvares Logistics GmbH

Stabile Lieferketten für Europa

Geopolitische Spannungen, Handelsbarrieren und volatile Märkte bringen Europas Lieferketten zunehmend unter Druck. Solvares Logistics nutzt intelligente Softwarelösungen, um Risiken früh zu erkennen, Prozesse flexibel zu steuern und Chancen in unsicheren Zeiten zu nutzen. Geschäftsführer Alexander Sollmann erklärt, warum Solvares Logistics mit Technologie die Stabilität und Effizienz europäischer Lieferketten maßgeblich stärkt.

Alexander Sollmann Geschäftsführer Herr Sollmann, wie bewerten Sie die aktuellen protektionistischen Tendenzen in den USA und deren Einfluss auf europäische Lieferketten? Die aktuelle Situation ist sehr dynamisch. In der Vergangenheit konnte man zwar auch nicht alles positiv sehen, aber es herrschte Stabilität – von der heute leider nichts zu sehen ist. Diese Instabilität verlangt nach Flexibilität und Reaktionsgeschwindigkeit. Mithilfe von Simulationen – etwa zu Zolländerungen, alternativen Routen oder Kapazitätsengpässen – können Kund:innen fundierte Entscheidungen zu Standorten, Routen oder Servicelevels treffen. Welche Rolle spielt Technologie heute bei der Resilienz und Effizienz globaler Lieferketten? Technologie bedeutet heute vor allem Geschwindigkeit. Digitale Tools

Everything is solvable. ermöglichen es, Abweichungen früh zu erkennen und Gegenmaßnahmen einzuleiten. Dadurch können Unternehmen nicht nur schneller reagieren, sondern auch in Echtzeit die Konsequenzen von Entscheidungen erkennen. Das steigert sowohl Effizienz als auch Resilienz. Wo sehen Sie den größten Handlungsbedarf in der Transportlogistik im DACH-Raum? Der DACH-Raum ist Teil des europäischen Binnenmarktes. Hier zeigt sich der größte Handlungsbedarf bei der Vermeidung von Leerkilometern. Gleichzeitig wirkt diese Reduktion direkt als CO2-Hebel, den viele Unternehmen für ihre ESG-Ziele nutzen können. Wir fahren immer noch zu viele leere Strecken. Bereits eine Reduktion um ein bis zwei Prozent hätte enorme Auswirkungen auf Kosten und Umwelt.

Wie unterstützen Ihre Lösungen Logistikunternehmen konkret beim Umgang mit internationalen Herausforderungen wie zum Beispiel der Zollpolitik der USA? Unsere Systeme bilden alle notwendigen Prozessschritte digital ab – von Zollformalitäten bis zu Sanktions- und Embargoprüfungen. Seit dem Krieg in der Ukraine sind solche Prüfungen besonders relevant. Unsere Systeme bilden Zolldaten ab und können Sanktions- und Embargoprüfungen über angebundene Lösungen unterstützen. Wir machen Risiken transparent und stellen sicher, dass Warnungen frühzeitig im Prozess erkannt werden. Darüber hinaus vernetzen wir alle Beteiligten der Lieferkette – vom Rohstofflieferanten bis zu Endkund:innen – technologisch miteinander. So entfallen Telefonate und Papierprozesse; alles läuft digital.

Was ist Ihre Vision für die Zukunft der Transportlogistik in Europa? Während meiner Zeit in der Stahlindustrie kam mir ein schöner Gedanke. Ich hatte die Idee, dass alle Produzenten ihre Transporte gemeinsam organisieren könnten – neutral und branchenweit. Das würde enorme Effizienzgewinne bringen und die Umweltbelastung deutlich reduzieren. Meine Vision ist es, Transportkapazitäten optimal zu nutzen – etwa indem Lkws, die wenig Volumen mit viel Gewicht geladen haben, den freien Raum mit leichten Materialien auffüllen. So könnten wir Leerkilometer drastisch senken, Ressourcen schonen und die Nachhaltigkeit in der Logistik spürbar verbessern. Weitere Informationen unter: solvares-logistics.com

Brandreport • Sirum GmbH

Moderne Logistiksoftware »Made in Germany« auch eine gewisse Eigenständigkeit. Wir leben diese Flexibilität und Unabhängigkeit, und das ist ein Stück weit auch unsere DNA.

Michael Otto Geschäftsführer und Partner

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iele Logistikunternehmen kämpfen mit ineffizienten Abläufen, hohen Investitionskosten und mangelnder digitaler Souveränität. Besonders die Abhängigkeit von globalen Cloud-Anbietern erschwert eine stabile und datenschutzkonforme Prozesslandschaft. Michael Otto, Geschäftsführer und Partner der Sirum GmbH erklärt, wie das Unternehmen mit der Sirum Logistics Suite genau diese Probleme adressiert. Herr Otto, die Optimierung der Supply Chain ist für Unternehmen jeglicher Größe ein Thema. Beschreiben Sie kurz, welche Vorteile die Sirum Logistics Suite bietet. Es ist eines der wenigen Produkte, das transaktionsbasiert abgerechnet wird. Mittelständige Unternehmen können mit einem wirklich überschaubaren Aufwand in unsere Welt einsteigen und müssen keine hohen Investitionskosten tragen. Man zahlt nur, was man auch nutzt.

von US-Cloud-Anbietern? Dass unser Produkt »Made in Germany« ist, erfüllt uns mit Stolz. Wir haben alles selbst aufgesetzt und können uns von globalen Geschehnissen abheben, sei es die Preiserhöhungen bei amerikanischen Firmen, die Restriktionen ihrer Produkte oder auch die Ausfälle ihrer globalen Infrastruktur. So waren wir zum Beispiel nicht vom Zwischenfall des IT-Dienstleisters Crowdstrike betroffen, als sie letztes Jahr weltweit massive Ausfälle hatten. Auch das Thema Datenschutz wird einfacher, da die ganze Infrastruktur bei uns ist.

Ihre Lösung läuft in einer deutschen Private Cloud. Wo sehen Sie die größten Vorteile einer vollständig deutschen Software- und Hosting-Architektur – besonders im Hinblick auf Unabhängigkeit

Eingebettete KI ist auch ein Punkt, der an Bedeutung gewinnt. Welche konkreten KI-Funktionen sind bereits heute in der Sirum Logistics Suite integriert? Wir nutzen KI in der gesamten

Tourenoptimierung. Sie übernimmt Aufträge direkt aus E-Mails oder PDFs, plant Ressourcen wie LKW und Fahrer:innen und prognostiziert die Verkehrslage. Aus wenigen Basisdaten erstellt sie auch automatisch vollständige, strukturierte Aufträge. Zudem können Kund:innen über den MCP-Standard ihre eigenen KI-Lösungen anbinden – etwa für Sprachsteuerung oder KI-gestützte Analysen. Welche Rolle spielen OpenSource-Technologien für Ihre Innovationsgeschwindigkeit und die Sicherheit der Plattform? Open Source ist natürlich ein enormer Beschleuniger, weil sie immer aktiv ist und eine sehr hohe Dynamik auf den Markt bringt. Das macht es auch einfacher, sich schnell mit weiteren Features und innovativen Lösungen zu versorgen. Unserer Kundschaft bietet dies

Viele Logistik-Firmen wünschen sich eine eigenständige Infrastruktur, wissen aber nicht, wo sie anfangen sollen. Welche Schritte empfiehlt Sirum für Unternehmen, die ein vollständig unabhängiges, europäisches TechnologieÖkosystem nutzen möchten? In den meisten Unternehmen herrschen über Jahrzehnte gewachsene Prozesse und Strukturen. Es ist auch nicht immer transparent, welche Software für welchen Zweck wirklich benötigt wird. Am Anfang einer Änderung steht immer eine gute und strikte Analyse der eigenen Abläufe. Auf Basis davon kann man sich dann überlegen, an welchen Stellen man die Optimierung beginnt. Die Einführung eines neuen Transportmanagementsystems ist am Ende irgendwie wie eine Herz-OP. Man geht an den Kern des Unternehmens. Daher ist eine gute Analyse und Vorbereitung unabdingbar. Weitere Informationen unter: sirum.de


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Westernacher • Brandreport

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»Echtzeit-Transparenz für echte operative Mehrwerte« Moderne SAP-Lagerlösungen gehen sämtliche Herausforderungen in der Intralogistik an – unabhängig von Größe und Komplexität. Seit 30 Jahren bietet Westernacher Consulting das nötige Know-how, um Unternehmen wettbewerbsfähiger zu machen und deren Abläufe neu und effizient zu gestalten. Hatun Ebner, Head of Global Sales, über die Kunst, jede Supply Chain vollumfänglich zu verbessern.

Hatun Ebner Head of Global Sales Frau Ebner, welche Rolle spielen innovative IT-Lösungen, um den Lagerbetrieb zu optimieren oder sogar zum Vorbild für digital gesteuerte Abläufe zu machen? Für uns bei Westernacher sind innovative IT-Lösungen der Schlüssel, um Lagerprozesse effizient, flexibel und zukunftssicher zu gestalten. Sie vernetzen Materialfluss, Lagertechnik und Personal in Echtzeit, automatisieren Abläufe, reduzieren Fehler und nutzen Kapazitäten optimal. Unternehmen, die ihre Lager digital steuern, werden zum Vorbild – Transparenz, Geschwindigkeit und Planbarkeit sind entscheidend, um steigenden Kundenanforderungen und komplexen Lieferketten gerecht zu werden. Welche Vorteile bietet SAP Extended Warehouse Management (SAP EWM)? SAP EWM ist für uns ein zentrales Werkzeug, um Lagerprozesse intelligent zu steuern. Es ermöglicht detaillierte Bestandsführung, automatisierte Kommissionierung, optimierte Ein- und Auslagerung sowie die nahtlose Integration von Materialfluss-Systemen. Kunden profitieren von höherer Effizienz, weniger Fehlbeständen und maximaler Flexibilität, um Anforderungen schnell umzusetzen. Westernacher unterstützt zudem die Integration moderner Lagertechnologien wie Förderanlagen, Roboter oder fahrerlose Transportsysteme.

Flexibilität zu ermöglichen, ist so etwas wie die Königsdisziplin, um auf kurzfristige Veränderungen, Kundenwünsche oder Krisen schnell reagieren zu können. Wie hilft SAP EWM hier? SAP EWM bietet die nötige Flexibilität, weil Prozesse dynamisch an veränderte Rahmenbedingungen angepasst werden können. Ob Auftragsspitzen, Lieferengpässe oder neue Produktlinien – EWM erlaubt es, Routinen anzupassen, Prioritäten neu zu setzen und Lagerressourcen optimal zu verteilen. Echtzeitinformationen und intelligente Algorithmen sorgen dafür, dass Entscheidungen schnell und fundiert getroffen werden können. Westernacher begleitet Kunden dabei, diese Flexibilität im End-to-End-Prozess umzusetzen. Was versteht man unter Ihrer »We scan«-Herangehensweise? »We scan« ist eine von mehreren innovativen Lösungen von Westernacher, mit der wir den Lagerbetrieb unserer Kunden noch effizienter und benutzerfreundlicher gestalten. Die App nutzt das UI5-Framework und ersetzt klassische RF-Bildschirme durch moderne, touchoptimierte Ansichten – auf Android wie iOS. Damit ermöglichen wir unter anderem: – Eine responsive und intuitive Bedienoberfläche, die auf unterschiedlichsten Geräten funktioniert. – Foto-Erfassung: Mitarbeitende können beschädigte Ware oder ladungssichere Verpackungen direkt fotografisch dokumentieren. – Live Video Calls über integrierte Kommunikationsschnittstellen — praktisch, um bei Unklarheiten sofort Support einzuholen oder visuelle Prüfungen durchzuführen.

– Verbesserte Usability durch Touch-Interfaces, flexible Layouts und native Apps – was die Akzeptanz bei den Anwendern erhöht und den Arbeitsablauf vereinfacht. »We scan« ist damit nicht nur ein technisches Add-on – es ist ein Asset von Westernacher, mit dem wir echten Mehrwert schaffen: Fehlerreduktion, schnellere Prozesse, bessere Dokumentation und eine moderne, nutzerfreundliche Oberfläche im Lager. Sie setzen auf größtmögliche Transparenz. Wie sehr verändert diese Transparenz, etwa durch Real-Time-Daten oder LiveAnalysen, den Arbeitsalltag? Transparenz verändert den Arbeitsalltag erheblich. Mitarbeiter und Führungskräfte erhalten sofortigen Überblick über Lagerbestände, Auftragsstatus und Prozessabweichungen. Entscheidungen können proaktiv, datenbasiert und effizient getroffen werden, Verzögerungen werden minimiert und die Organisation gewinnt an Planungssicherheit. Bei Westernacher setzen wir auf Echtzeit-Transparenz, um unseren Kunden echte operative Mehrwerte zu bieten. Ein Problem in Lagern ist die Umlagerung, die Sie ebenfalls automatisieren. Was passiert dabei? Umlagerungen entstehen, wenn Waren innerhalb des Lagers an andere Standorte verschoben werden müssen – etwa für eine optimale Kommissionierung, geänderte Lagerstrategien oder um Nachschub bereitzustellen. Dabei automatisiert SAP EWM nicht nur klassische Umlagerungen, sondern auch den auftragsabhängigen Nachschub: Das System erkennt, wenn ein Kommissionierbereich leerzulaufen droht, und löst automatisch eine bedarfsgerechte Warenzuführung aus.

Mehr Supply Chain, weniger Bauchgefühl. Transparent. Effizient. Datengesteuert. Bis zur letzten Meile. Gehen Sie neue Wege. Mit Westernacher Consulting. Und SAP.

Diese Bewegungen werden geplant, gesteuert und überwacht, wodurch manuelle Schritte entfallen, Fehlplatzierungen vermieden werden und Waren jederzeit zuverlässig verfügbar bleiben. Westernacher unterstützt Kunden dabei, sowohl Umlagerungen als auch den dynamischen Nachschub effizient in den Gesamtprozess einzubetten. Wie funktioniert Ihr Cross-Docking, das Waren schnellstmöglich vom Ein- zum Ausgang bringt? Beim opportunistischen Cross-Docking werden zum Beispiel eingehende Waren direkt für ausgehende Lieferungen bereitgestellt, ohne zwischengelagert zu werden. SAP EWM plant und koordiniert diese Bewegungen, sodass Artikel unmittelbar kommissioniert, etikettiert und verladen werden. Das beschleunigt die Lieferkette, spart Lagerfläche und reduziert Handling-Aufwand – ein Prozess, den wir bei Westernacher konsequent in Kundenlösungen implementieren. Wie unterstützen Transport Management und Yard Logistics die Optimierung der gesamten Lieferkette? Für Westernacher ist die Integration von SAP EWM, Transport Management und Yard Logistics entscheidend. Nur das Zusammenspiel aller drei Systeme erlaubt eine nahtlose Steuerung von Lager- und Transportprozessen. Transport Management optimiert den Warenfluss effizient und kostengünstig, Yard Logistics regelt Abläufe auf dem Lagergelände, etwa Lkw-Ein- und Ausfahrten. Zudem gewinnt die neue SAP-Lösung Logistics Management an Bedeutung, die Transport- und Lagerlogistik noch stärker integriert. Westernacher verfügt über tiefgehendes Know-how in allen drei klassischen Systemen sowie in Logistics Management und kann End-to-End-Prozesse umfassend abbilden. So helfen wir unseren Kunden, Verzögerungen zu minimieren, Kosten zu senken und die Servicequalität entlang der Lieferkette zu erhöhen. Was für Installationsvarianten für SAP EWM gibt es? SAP EWM kann entweder als eigenständige Instanz oder embedded innerhalb eines bestehenden SAP S/4HANA-Systems betrieben werden. Eine eigenständige Instanz bietet volle Flexibilität und individuelle Anpassungsmöglichkeiten, während die Embedded-Lösung direkt auf S/4HANA-Daten und -Prozesse zugreift, was Implementierung und Betrieb vereinfacht. Westernacher begleitet Kunden dabei, die Variante zu wählen, die optimal zu ihrer IT-Landschaft und ihren Geschäftsprozessen passt. Weitere Informationen unter: westernacher.com

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Warehouse Management

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So steuern Warehouse Management Systeme die Supply Chain

In einer Ära, in der »Next-Day-Delivery« nicht mehr als Luxus, sondern als Standard gilt, stehen Handels- und Produktionsunternehmen unter enormem Druck. Hinter den Kulissen dieses E-Commerce- und Logistik-Booms arbeitet eine technologische Kraft, die für die Endkundschaft oft unsichtbar bleibt: das Warehouse Management System, kurz WMS.

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as Warenlager ist der Beginn jeder logistischen Versorgungskette. Hier wird das Warehouse Management System, eine umfassende Softwarelösung, die den gesamten physischen und informatorischen Warenfluss innerhalb eines Lagers steuert, überwacht und optimiert. Der Wirkungsbereich erstreckt sich vom Moment, in dem die Ware das Lager erreicht, bis zu dem Augenblick, in dem sie es verlässt. Im Gegensatz zu einfachen Bestandsverwaltungssystemen oder gar Tabellenkalkulationen, die lediglich Auskunft darüber geben, welche Bestände theoretisch vorhanden sind, agiert das WMS proaktiv. Es sagt dem Lagerpersonal oder den automatisierten Robotern exakt, was sie tun sollen, wann der richtige Zeitpunkt dafür ist und wie die Aufgabe am effizientesten erledigt wird. Es orchestriert somit sämtliche Bewegungen im Lager und synchronisiert diese Daten in Echtzeit mit übergeordneten ERP-Systemen. Der Lebenszyklus der Ware im WMS Um die Funktionsweise im Detail zu verstehen, muss man den Weg der Ware durch die vier Kernprozesse betrachten, die durch die Software gelenkt werden. Alles beginnt mit dem Wareneingang. Sobald ein LKW an der Rampe andockt, erfasst das System die Anlieferung, meist durch das Scannen von Barcodes oder RFID-Tags. In diesem Moment gleicht das WMS die physische Ware mit den offenen Bestellungen im System ab. Sollte ein Artikel dringend für einen wartenden Kundenauftrag benötigt werden, weist die Software das sogenannte Cross-Docking an. Dabei wird die Ware nicht erst eingelagert, sondern direkt zum Warenausgang durchgeschleust, was erhebliche Zeit und Lagerkosten spart. Findet kein Cross-Docking statt, leitet das System Qualitätsprüfungen ein, bevor die Ware für den Bestand freigegeben wird. Anschließend folgt die Einlagerung, bei der das WMS seine Intelligenz durch komplexe

als auch an den Kunden übermittelt, womit der physische Prozess im Lager abgeschlossen ist.

Bild iStockphoto/PhotoTalk

Der Einsatz eines WMS führt zu einer massiven Effizienzsteigerung und Kostensenkung. Algorithmen unter Beweis stellt. Es entscheidet basierend auf verschiedenen Parametern, wo genau der Artikel gelagert wird. Gleichzeitig analysiert die Software die Umschlagshäufigkeit der Produkte. Sogenannte Schnelldreher, also Artikel, die sehr oft bestellt werden, weist das WMS automatisch Lagerplätze zu, die nahe am Versandbereich oder in ergonomisch günstiger Höhe liegen. Langsamdreher hingegen werden in entlegenere oder höhere Regalbereiche verbannt, um die Laufwege für die Mitarbeiter im Alltag kurz zu halten. Richtiges Picking Der wohl kritischste und kostenintensivste Bereich ist die Kommissionierung, auch Picking genannt. Hier bündelt das WMS verschiedene Kundenaufträge zu effizienten

Arbeitspaketen. Anstatt dass Mitarbeitende für jede Bestellung einzeln durch die Gänge laufen, berechnet das System wegeoptimierte Routen durch das Lager. Dies wird oft durch Technologien wie Pick-by-Light oder Voice-Picking unterstützt, bei denen das System den Mitarbeitenden mittels Lichtsignalen oder Sprachbefehlen führt. Den Abschluss bildet der Warenausgang. Nachdem die Ware kommissioniert wurde, unterstützt das WMS den Verpackungsprozess. Basierend auf den Stammdaten der Artikel, wie Gewicht und Volumen, schlägt das System den optimalen Karton vor, um Luftfracht zu vermeiden und Versandkosten zu sparen. Automatisch werden das Versandlabel gedruckt und die Tracking-Daten sowohl an den Frachtführer

Die strategische Bedeutung für die Supply Chain Die Implementierung eines WMS ist oft mit großen Investitionen verbunden, doch sie ist notwendig, um in der modernen Supply Chain wettbewerbsfähig zu bleiben. Ein entscheidender Faktor ist hierbei die maximale Bestandstransparenz. Ohne ein WMS verlassen sich Unternehmen oft auf manuelle Zählungen und Schätzungen, die äußerst fehleranfällig sind. Ein WMS bietet hingegen EchtzeitTransparenz über jeden einzelnen Artikel. Wenn ein Kunde im Onlineshop den Status »auf Lager« sieht, muss dieser Bestand physisch greifbar sein, um Überverkäufe und die damit verbundene Kundenenttäuschung zu vermeiden. Moderne Systeme heben die Bestandsgenauigkeit oft auf über 99 Prozent an. Darüber hinaus führt der Einsatz eines WMS zu einer massiven Effizienzsteigerung und Kostensenkung. Da Lagerfläche und Arbeitskraft teure Ressourcen sind, optimiert das System beides. Gleichzeitig werden die Laufwege der Mitarbeitenden drastisch reduziert, da das System stets die kürzeste Route berechnet. In manuellen Lagern verbringen Mitarbeiter oft den Großteil ihrer Zeit mit Laufen; ein WMS minimiert diese unproduktive Zeit signifikant. Und die Entwicklung der Warehouse Management Systeme bleibt nicht stehen: Der Trend geht weg von rein regelbasierten Systemen hin zu Lösungen, die durch Künstliche Intelligenz und Maschinelles Lernen gestützt werden. Diese Systeme lernen aus der Vergangenheit und können beispielsweise prognostizieren, wann der Absatz bestimmter Artikel steigen wird, um diese proaktiv umzulagern, noch bevor die Bestellungen eingehen. Text SMA

PUBLIREPORTAGE

»Kontraktlogistik kann vollautomatisch laufen« Digitalisierung, Automatisierung, Robotisierung und KI stärken die Wirtschaftlichkeit der Logistik. Warum der richtige Einsatz der Technologien für den E-Commerce ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist, erläutert Ingo Brauckmann, CEO des Kontraktlogistikers LOXXESS.

Ingo Brauckmann, CEO LOXXESS © LOXXESS AG

Herr Brauckmann, mit welchen neuen Anforderungen kommen E-Commerce Kunden auf LOXXESS zu? Neu ist einerseits, dass die bekannten Stellschrauben wie eine schnelle Lieferung oder hohe Flexibilität immer mehr angezogen werden. Diese Anforderungen setzen wir an unseren Standorten um, indem wir digitalisieren, automatisieren und KI

und Automatisierung zur Unterstützung der Mitarbeitenden einsetzen, wenn es zur Wirtschaftlichkeit beiträgt. Über unser Konzept »Lean LOXXESS 2.0« analysieren wir technische Neuerungen und fokussieren uns anschließend auf das Wesentliche, um Qualität und Kosten in Einklang zu bringen. Das geht bis hin zur Vollautomatisierung. Andererseits wird es für uns interessant, wenn die E-Commerce-Anbieter mit speziellen Aufgaben auf uns zukommen. Was sind spezielle Aufträge und wie erfüllen Sie diese? Beispielsweise arbeiten wir Rückläufer für manche Kunden auf, um die Nachhaltigkeit zu stärken und technische Geräte im Kreislauf zu halten. Das bedeutet, spezielle Teams testen und reinigen die Geräte, führen

Software-Updates durch und verpacken sie neu. Wir können auch Geräte warten, wenn sich Kunden dies wünschen. Dazu setzen wir jeweils Spezialisten ein. Mit unserem Konzept und im Gespräch mit den Kunden entstehen oft komplett neue Lösungen. Welche Rolle spielen Technologien dabei? Eine große Rolle spielen Daten-Schnittstellen, Software und KI-Unterstützung, immer im Zusammenspiel mit Menschen, wenn es beispielsweise darum geht, Bedarfe vorauszusehen und die Lagerhaltung entsprechend zu managen. An anderer Stelle sind Roboter und fahrerlose Transportfahrzeuge innerhalb unserer Läger gefragt. Für eine bestmögliche Umsetzung testen wir ständig neue Technologien,

vor allem mit Blick auf das Zusammenspiel mit unseren Mitarbeitenden. Das ist wichtig, denn nicht immer sind Roboter effizienter als Menschen. Wir haben aber bereits die IT-Infrastruktur etabliert, datenbasierte Systeme integriert, Mitarbeitende geschult, und sind bereit, zur Wettbewerbsfähigkeit unserer Kunden beizutragen. Weitere Informationen unter: www.loxxess.com


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Sage Deutschland • Brandreport

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»Eine gut gesteuerte Lieferkette verbessert interne Prozesse – und das gesamte Kundenerlebnis«

Leo Geurtsen ist Pre-Sales Engineer bei Sage und spezialisiert auf das ERP-System Sage X3. Mit über 25 Jahren Erfahrung in Vertrieb, Beratung und Presales entwickelt er Lösungen für Supply Chain und Produktion, die echten Mehrwert schaffen. Sein Fokus: Geschäftsprozesse verstehen und digitale Strategien umsetzen, die Unternehmen nachhaltig unterstützen. Mit Informationen in Echtzeit unterstützen Sie also auch den Vertrieb. Der Vertrieb kann nur gute Zusagen machen, wenn er weiß, was lieferbar ist. Früher musste man dafür mehrere Abteilungen anrufen oder Mails schreiben. Das hat viel Zeit gekostet und war fehleranfällig. Mit Echtzeitdaten sieht der Vertrieb in Sage X3 sofort, welche Produkte verfügbar sind, wann neue Chargen eintreffen und welche Liefertermine realistisch sind. Das macht die Kommunikation mit der Kundschaft deutlich verlässlicher.

Leo Geurtsen Pre-Sales Engineer Herr Geurtsen, Ihr Unternehmen ist bekannt dafür, Lösungen speziell für KMU zu entwickeln. Was sind besondere Herausforderungen für KMU im Bereich Lieferketten? Viele KMU stehen heute unter enormem Druck, weil sie mit den gleichen globalen Herausforderungen umgehen müssen wie internationale Konzerne – nur eben ohne deren Ressourcen. Während große Unternehmen eigene Abteilungen für Beschaffung, Logistik, Qualität, Compliance oder Risiko-Management haben, muss bei einem Mittelständler oft eine einzige Person all diese Themen koordinieren. Dazu kommt, dass mittelständische Betriebe häufig mit wenigen, dafür aber sehr wichtigen Lieferanten zusammenarbeiten. Das bedeutet: Wenn ein Partner ausfällt, gibt es nicht immer kurzfristige Alternativen. Gleichzeitig sind neue Anforderungen wie Nachhaltigkeitsberichte oder gesetzliche Dokumentationspflichten hinzugekommen. Das erzeugt eine Komplexität, die ohne digitale Unterstützung kaum noch zu bewältigen ist. Viele Betriebe wissen genau, dass sie handeln müssen – ihnen fehlte bisher aber die passende, bezahlbare Lösung. Unternehmen können schnell wachsen oder müssen sich schnell an neue Bedingungen anpassen können. Was bedeutet das für die Liefersysteme? Wachstum klingt immer positiv, ist für die Lieferkette aber eine echte Herausforderung. Mit jeder neuen Kundin, jedem neuen Kunden, jeder zusätzlichen Produktlinie oder der Erschließung neuer Märkte verändert sich die gesamte Logistikstruktur. Wenn die Systeme nicht flexibel genug sind, kann ein Unternehmen durch sein eigenes Wachstum ausgebremst werden. Lieferketten müssen heute dynamisch mitwachsen können. Das heißt: Informationen müssen sofort in allen Bereichen zur Verfügung stehen, Abläufe müssen sich ohne große IT-Projekte anpassen lassen, und neue Standorte oder Lieferanten müssen mit wenigen Klicks eingebunden werden können. Sage X3 ist eine moderne Lösung und lässt sich deshalb skalieren. Man kann es ohne große Projekte erweitern. Das bedeutet: Wir sind schnell an neuen Standorten einsatzbereit, auch wenn diese in verschiedenen Ländern liegen. Und hier liegt der Vorteil von Sage X3. Wir können es mit den meisten Legislaturen und Landessprachen umsetzen. Es geht um die Fähigkeit, auf Veränderungen nicht erst zu reagieren, wenn sie bereits im vollen Gange sind, sondern sie aktiv zu gestalten. Geschwindigkeit wird zum entscheidenden Erfolgsfaktor – und die Frage, ob ein Betrieb flexibel genug ist, entscheidet heute oft darüber, wer Marktanteile gewinnt und wer sie verliert.

Wir leben in einer sehr vernetzten Welt, und diese Vernetzung macht Lieferketten extrem sensibel.

– Leo Geurtsen, Pre-Sales Engineer

Welche Faktoren können sowohl in Deutschland als auch weltweit Lieferketten und Produktflüsse stören? Wir leben in einer sehr vernetzten Welt, und diese Vernetzung macht Lieferketten extrem sensibel. Internationale Konflikte, Handelshemmnisse, fehlende Rohstoffe, Streiks, Planungsunsicherheiten in Häfen, Naturkatastrophen, extreme Wetterlagen – all diese Ereignisse können Produktions- und Transportketten schnell durcheinanderbringen. In Deutschland haben wir zusätzlich mit strukturellen Herausforderungen zu tun: überlastete Verkehrswege, Engpässe an Umschlagpunkten oder auch Fachkräftemangel im Logistikbereich. Was viele unterschätzen: Auch kleine Verzögerungen in einer Lieferkette können Lawineneffekte erzeugen. Das ist, als würde auf einer Autobahn ein Auto liegenbleiben – wenige Minuten später staut es sich kilometerweit. Deshalb brauchen Unternehmen Systeme, die ihnen früh anzeigen, wo sich solche Störungen abzeichnen. Sie erfassen mit Ihrer Software Sage X3 sämtliche Einkaufsbereiche und damit auch alle Lieferanten? Ja, Sage X3 bildet den vollständigen Beschaffungsprozess ab. Wir sprechen hier vom gesamten Procure-to-Pay-Zyklus – von der Lieferantenauswahl über Preisvergleiche und Vertragsmanagement bis hin zur Bestellung, Warenannahme und Rechnungsprüfung. Alle relevanten Daten fließen in einer zentralen

Plattform zusammen. Das bedeutet für Unternehmen: Sie sehen nicht nur, wer ihre Lieferanten sind, sondern auch, wie zuverlässig sie liefern, wie ihre Preise sich entwickeln und wie stark die Abhängigkeit von einzelnen Partnern ist. Das schafft eine Transparenz, die gerade Unternehmen oft zum ersten Mal ermöglicht, ihre Lieferantenlandschaft strukturiert zu bewerten. Diese Transparenz ist ein enormer Vorteil, weil sie fundiertere Entscheidungen treffen können – und zwar auf Basis realer Daten statt Erfahrungswerte oder Bauchgefühl. Aktuell bauen wir zusätzlich eine KI-Unterstützung über unseren Sage Copilot auf, die sukzessive erweitert wird, und Unternehmen hilft, Schritt für Schritt datengetriebener und effizienter zu arbeiten – ohne dass sie ihre Strukturen komplett umbauen müssen. Wie optimieren Sie den Lagerbestand? Viele Unternehmen halten ihre Bestände zu hoch, weil sie Angst vor Lieferengpässen haben – oder sie halten sie zu niedrig, weil Lagerkosten gespart werden sollen. Beides ist riskant. Sage X3 verknüpft Daten aus dem Einkauf, der Produktion, dem Vertrieb und der Planung miteinander, sodass automatisch ermittelt wird, welche Mengen tatsächlich benötigt werden. Saisonale Schwankungen, veränderte Kundschaftsbedarfe oder unterschiedliche Lieferzeiten fließen direkt ein. Diese Vorhersagequalität macht Bestände planbarer und senkt die Kosten.

Sie haben Sage X3 zusammen mit Handels- und Fertigungsunternehmen entwickelt. Sie kennen also die »Knackpunkte«? Ja, absolut. Wir haben sehr viel Zeit in Gespräche mit Anwender:innen investiert, denn nur sie wissen, wo in der täglichen Praxis die wirklichen Probleme auftreten. Oft sind es gar nicht die großen strategischen Themen, sondern die kleinen Unterbrechungen: fehlende Informationen zwischen Abteilungen, unterschiedliche Versionen derselben Daten, manuelle Eingaben, die irgendwo verloren gehen oder nicht rechtzeitig aktualisiert werden. Diese Punkte summieren sich und verursachen enorme Verzögerungen. Deshalb haben wir Sage X3 so konzipiert, dass Prozesse nahtlos ineinandergreifen. Informationen werden automatisch an die richtigen Stellen übertragen, und Mitarbeitende sehen immer die aktuellste Version der Daten. Ihre Lösung verbessert auch den Kundenservice und bietet personalisierte Workspaces. Wirkt die intelligente Steuerung der Lieferkette tatsächlich so weit in das Unternehmen hinein? Ja, und das ist vielleicht der stärkste Effekt. Eine transparente, intelligente Lieferkette wirkt wie ein gut eingestelltes Nervensystem: Informationen fließen reibungslos zu den richtigen Stellen, Entscheidungen können schneller getroffen werden, und die Mitarbeitenden arbeiten sicherer und effizienter. Die personalisierten Workspaces sorgen dafür, dass jede Person genau das sieht, was sie für ihren Aufgabenbereich benötigt – nicht mehr und nicht weniger. Das führt zu weniger Missverständnissen, kürzeren Reaktionszeiten und einem rundum professionelleren Kundenservice. Am Ende verbessert eine gut gesteuerte Lieferkette nicht nur interne Prozesse, sondern das gesamte Kundenerlebnis. Weitere Informationen unter: sage.com


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Interview • Kai Althoff

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Kai Althoff

Zukunftsfähige Logistik: Trends, Technologie und Transformation Interview SMA

Bild zVg

Herr Althoff, die BVL ist mit 10 000 Mitgliedern das größte Netzwerk für Logistik und Supply ChainManagement in Europa. Welche Bedeutung hat der Wirtschaftsbereich Logistik in Deutschland aktuell? Nach wie vor ist die Logistik der drittgrößte Wirtschaftsbereich nach der Automobilwirtschaft und dem Handel. Wir reden hier von einer Wirtschaftsleistung von 338 Milliarden Euro und 3,32 Millionen Beschäftigten. Die Logistikwirtschaft trägt 8 Prozent zur gesamtdeutschen Wirtschaftsleistung (BIP) bei und repräsentiert 25 Prozent des europäischen Logistikmarktes. Allein in diesen Zahlen spiegelt sich die wirtschaftliche Bedeutung der Logistik. Darüber hinaus sind effiziente Logistikprozesse essenziell als Rückgrat für die anderen Wirtschaftsbereiche, gerade in einer Exportnation wie Deutschland. Deutsche Unternehmen gehören zu den absoluten Spitzenreitern in der Logistik auch weltweit.

Hier entspricht die Entwicklung in der Logistik dem gesamtgesellschaftlichen Trend. Auf der anderen Seite gehen die Unternehmen der Logistik davon aus, dass dies nur ein vorübergehender Bedeutungsverlust ist und Nachhaltigkeit wieder in der Priorisierung steigen wird. Unsere Studie zeigt, dass sich in dem Thema weiterhin einiges tut. Die meisten Unternehmen haben sich klare Ziele zur Erreichung der Klimaneutralität gesetzt und arbeiten konsequent an der Umsetzung. Beispielsweise boomt die Nutzung von erneuerbaren Energien auf dem eigenen Firmengelände. Für die wirtschaftliche Situation ist die geopolitische Lage ein wesentlicher Faktor, aber auch die politischen und strukturellen Rahmenbedingungen im Land. Fühlt sich die Logistikwirtschaft hier gehört? Auch hier zeigen unsere Trends und Strategien-Studie spannende Ergebnisse: Lediglich 6 Prozent der Befragten sagen, dass die Politik die Interessen von Logistik und Supply Chain Management angemessen vertritt. Hier müssen die Unternehmen, aber auch die Verbände und Vereinigungen wie die BVL ansetzen. Wir wollen stärker in den Dialog mit der Politik kommen und informieren. Die Top-Themen der Unternehmen sind erwartungsgemäß die Infrastruktur, der Bürokratieabbau sowie die Digitalisierung. Auch die Energiewende, der globale Handel sowie der Fachkräftemangel werden weiterhin als prioritär wahrgenommen. Die meisten unserer Forderungen haben erfreulicherweise Eingang in den Koalitionsvertrag gefunden. Viele richtige Schritte sind auf den Weg gebracht, das Sondervermögen Infrastruktur gibt den nötigen Spielraum für die erforderlichen Investitionen. Der Ausbau der verteidigungsrelevanten Infrastruktur hilft uns auch in der zivilen Logistik, beispielsweise bei den Seehäfen oder Autobahnbrücken. Insgesamt ist der Rahmen für die notwendigen Maßnahmen geschaffen – jetzt kommt es auf eine schnelle und konsequente Umsetzung durch Politik und Wirtschaft an.

Welche Themen bewegen denn die Logistik derzeit besonders? Die aktuellen Top-Trends in Logistik und Supply Chain-Management sind Cybersicherheit und Digitalisierung. Das ist ein Ergebnis unserer aktuellen Studie »Trends und Strategien in Logistik und Supply Chain-Management«, die wir als BVL seit 1988 regelmäßig durchführen. Der aktuelle Studienbericht ist gerade von der BVL und der TU Hamburg in Kooperation mit der Hochschule Heilbronn erarbeitet worden. Die genannten Top-Trends haben sich im Vergleich zur letzten Studie 2023 nicht verändert. Das Thema Kostendruck wurde erheblich wichtiger eingeschätzt, einen deutlichen Sprung nach oben machten auch die Themen Automatisierung, Business Analytics sowie künstliche Intelligenz. Dass Automatisierung und künstliche Intelligenz als immer relevanter eingeschätzt werden, zeigt, dass die digitale Transformation in vollem Gange ist und aktuell und in den nächsten Jahren das übergreifende Thema sein wird. Neben diesen eher inhaltlichen Themen spielen natürlich auch die aktuellen geopolitischen und wirtschaftspolitischen Entwicklungen eine große Rolle für die Logistik. Zölle sind Gift für den internationalen Warenverkehr und damit für die Logistikwirtschaft. Und geopolitische Spannungen und Verwerfungen wie der Angriffskrieg Russlands in der Ukraine sorgen für Unsicherheit in den Unternehmen. Wir Logistiker setzen es uns zur Aufgabe, unseren Kunden bei der Bewältigung der aktuellen Herausforderungen wirksam zu helfen. Welche technologischen Chancen müssen Logistiker ergreifen, um wettbewerbsfähig zu bleiben? Ist KI der große Gamechanger? Künstliche Intelligenz wird in der Logistik eine große Rolle spielen, vor allem wenn es um die Steuerung von Lieferketten geht. Für Anwendungsfälle wie Demand Forecasting (Bedarfsvorhersage), Predictive Maintenance (vorausschauende Wartung), Transparenz in der Lieferkette sowie Transport- und Routenmanagement birgt KI ein riesiges Potenzial. Zum Gamechanger wird KI in der Logistik in

Die aktuellen Top-Trends in Logistik und Supply Chain-Management sind Cybersicherheit und Digitalisierung.

– Kai Althoff

Kombination mit Automatisierung und Robotik: In Verbindung werden die Technologien zu signifikanten Fortschritten in Qualität und Produktivität führen. Die Art und Weise, wie wir arbeiten, wird sich in der Logistik signifikant verändern. Ein anderes technologisches Thema ist die Entwicklung im Bereich der Lkw-Antriebe. Hier stehen die Umwälzungen kurz bevor: E-Lkw haben inzwischen auch auf der Langstrecke ihre Marktreife erreicht, die Lade-Infrastruktur wird massiv ausgebaut und durch Förderprogramme ist der Batteriebetrieb inzwischen sogar vielfach wirtschaftlich. Hinzu kommt die zu

erwartende Entwicklung des autonomen Fahrens, die den Transportmarkt zusätzlich verändern wird. In Kombination mit KI-gestützter Steuerung und Optimierung der Routen können die Transportnetzwerke in Zukunft deutlich effizienter und nachhaltiger gestaltet und betrieben werden. Apropos Nachhaltigkeit: Das Thema scheint aufgrund der wirtschaftlichen Lage sehr in den Hintergrund zu rücken. Wie sieht es hier in der Logistik aus? Auf der einen Seite ist das Thema laut unserer Studie in der Bedeutung für die Unternehmen deutlich zurückgegangen.

Über Kai Althoff Kai Althoff ist ehrenamtlicher Vorstandsvorsitzender der Bundesvereinigung Logistik (BVL) e.V. und CEO des Berliner Unternehmens 4flow, einem führenden Anbieter von Logistikberatung, Logistiksoftware und 4PL-Dienstleistungen. Die 1978 gegründete BVL ist eine gemeinnützige, neutrale und überwiegend ehrenamtliche Organisation. Als Plattform für Manager der Logistik in Industrie, Handel und Dienstleistung für Wissenschaftler und Studierende bildet sie mit heute fast 10 000 Mitgliedern eine Brücke zwischen Wirtschaft und Wissenschaft und ist Podium für den nationalen und internationalen Gedankenaustausch zwischen Führungskräften aus Logistik und Supply Chain-Management.


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Go! Express & Logistics Deutschland GmbH • Brandreport

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»Maßgeschneiderte Logistik macht Unternehmen resilient« Martina Baerecke Geschäftsführerin

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chwankende wirtschaftliche Rahmenbedingungen, globale Störungen und die Kundenerwartung einer nahezu lückenlosen Verfügbarkeit stellt Unternehmen vor eine zentrale Frage: Wie lässt sich Zuverlässigkeit in einer zunehmend unberechenbaren Wirtschaft sichern? Ein Bereich, der dabei immer stärker in den Fokus rückt, ist die Logistik. Denn sie entscheidet maßgeblich darüber, ob Produktionsprozesse weiterlaufen, Services reibungslos funktionieren und medizinische Versorgung gewährleistet bleibt. Wir haben mit Martina Baerecke, Geschäftsführerin von Go! Express and Logistics, über aktuelle Herausforderungen, maßgeschneiderte Logistiklösungen und die Verantwortung der Branche in puncto Nachhaltigkeit gesprochen. Wie gelingt es Unternehmen, in einer Zeit voller Unsicherheiten trotzdem zuverlässig zu liefern? Indem sie auf Logistikpartner setzen, die

flexibel auf globale Störungen reagieren, höchste Präzision bieten und Transportprozesse intelligent anpassen können. Sie müssen mit Lösungen reagieren, die Verlässlichkeit auch dann gewährleisten, wenn Märkte und Lieferketten zunehmend volatil werden. Welche Probleme lösen Sie für deutsche Unternehmen? Vor allem deutsche Unternehmen sind mehr denn je auf präzise planbare Logistiklösungen angewiesen – nicht zuletzt, weil sie im Alltag zunehmend mit umfangreicher Bürokratie, komplexen Regularien und strengen Dokumentationspflichten konfrontiert sind. Go! Unterstützt Unternehmen besonders dort, wo Zeitnot herrscht beziehungsweise individuelle Anforderungen oder sensible Güter im Spiel sind. Das umfasst beispielsweise Situationen, in denen Produktionsprozesse ins Stocken geraten könnten oder Serviceeinsätze ohne rechtzeitiges Material nicht stattfinden können. Haben Sie konkrete Beispiele für zeitkritische, individuelle Anforderungen? In Industriebetrieben können fehlende Ersatzteile Produktionsstillstände verursachen, im technischen Service sind schnelle Verfügbarkeiten entscheidend für Reparatur- und Wartungsabläufe. Im Gesundheitssektor wiederum unterliegen

zum Beispiel Laborproben engen Zeit- und Qualitätsvorgaben. Für diese Anwendungsfälle bieten wir Strukturen, die auf verlässliche Laufzeiten, hohe Reaktionsgeschwindigkeit und sichere Handhabung ausgelegt sind.

Die gesellschaftliche und politische Erwartung für nachhaltigere Transportprozesse ist schon länger spürbar. Wie reagiert Go! darauf? Go! reagiert auf die wachsenden Anforderungen mit einem zweigleisigen Ansatz: der konsequenten Reduzierung eigener Emissionen sowie der verlässlichen Kompensation unvermeidbarer Emissionen. Ab dem 1. Januar 2026 werden sämtliche Go! Sendungen national wie international vollständig CO2-kompensiert. Der Ausgleich erfolgt über ein zertifiziertes Klimaschutzprojekt in Deutschland. Parallel dazu investiert Go! kontinuierlich in die strukturelle und technologische Weiterentwicklung seines Netzwerks. Dazu gehören der Umstieg auf erneuerbare Energien an Standorten, der zunehmende Einsatz elektrisch betriebener Fahrzeuge, der Ausbau energieeffizienter Infrastruktur sowie die Optimierung von Transportprozessen durch moderne Tourenplanungssoftware.

als Dienstleister, sondern als strategische Mitgestalter ihrer Wertschöpfung betrachten? Unternehmen erhöhen ihre Resilienz gegenüber Marktveränderungen, sichern sich schnellere Reaktionszeiten und verbessern gleichzeitig ihre Servicequalität. Ein partnerschaftlich eingebundener Logistikdienstleister kann Engpässe frühzeitig erkennen, Prozesse optimieren und individuelle Lösungen entwickeln, die genau auf die Bedürfnisse des Unternehmens zugeschnitten sind. Für viele unserer Kundinnen und Kunden bedeutet das ganz konkret: weniger Produktionsausfälle, effizientere Serviceabläufe, planbare Versorgungssicherheit und deutliche Wettbewerbsvorteile – und das ist zukunftsfähig. Weitere Informationen unter: general-overnight.com

Welchen Mehrwert erzielen Unternehmen, wenn sie ihre Logistikpartner nicht mehr nur

Initiative »Rettet den Kombinierten Verkehr« • Brandreport

Logistik, Wirtschaft und Klima unter Druck Warum Deutschland eines seiner wichtigsten Logistiksysteme nicht verlieren darf.

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er Kombinierte Verkehr (KV ) – die intelligente Verknüpfung von Straße und Schiene – ist ein zentraler Baustein der deutschen und europäischen Logistik. Ein Güterzug ersetzt bis zu 40 Lkw und verursacht rund 80 Prozent weniger CO2. Mit über 40 Prozent Anteil am Schienengüterverkehr ist der KV ein Schlüssel für Klimaschutz und stabile Lieferketten. Doch das System gerät zunehmend unter Druck. Baustellen, Engpässe und die anstehenden Korridorsperrungen lassen die Kapazität der Schiene um bis zu 30 Prozent schrumpfen. Züge fallen aus, Kosten steigen – und immer mehr Transporte drohen auf die Straße zurückzukehren. Die Folgen wären spürbar: mehr Stau, höhere Emissionen und ein geschwächter Wirtschaftsstandort. Allein auf den alpenquerenden Routen könnten bis zu 500 000 zusätzliche Lkw-Fahrten entstehen. Was einmal abwandert, kehrt selten zur Schiene zurück. Damit droht Deutschland nicht nur seine Klimaziele zu verfehlen, sondern auch die Versorgungssicherheit seiner Industrie zu gefährden. Die Branche fordert deshalb entschlossenes Gegensteuern: eine Nullrunde bei den Trassenpreisen, Kapazitätssicherung während der Bauphasen, leistungsfähige Umleitungsstrecken, eine marktgerechte Trassenvergabe sowie

die Aussetzung von Stornogebühren, bis die Netzqualität wieder stimmt. Um Aufmerksamkeit zu schaffen und Lösungen aufzuzeigen, wurde die Initiative »Rettet den kombinierten Verkehr« gestartet. Sie ruft Politik, Wirtschaft und Gesellschaft dazu auf, die klimafreundliche Alternative StraßeSchiene zu sichern – bevor ein funktionierendes System irreparablen Schaden nimmt. Text Irmtraut Tonndorf, Sprecherin der Initiative Weitere Informationen unter: rettet-den-kombinierten-verkehr.de

...WEIL ER UNS ALLE BEWEGT.

Unterstützen Sie die Initiative, unterschreiben Sie die Petition.

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Anfang der Lieferkette

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Das Fundament entscheidet: Stolpersteine im initialen Supply Chain Design

rfolg einer Lieferkette wird bereits beim ersten Handschlag definiert. Warum ist das so – und worauf muss man achten, wenn man das erste Glied der Versorgungskette definiert.

Schaffung von Transparenz und Compliance über mehrere Stufen hinweg (Tier-N Visibility), der Aufbau einer integrierten Datenarchitektur sowie ein strategisches Lieferantenmanagement (SRM).

In einer Zeit globaler Volatilität, geopolitischer Spannungen und strengerer Regulierungen wie dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz ist die Supply Chain längst keine reine Kostenstelle mehr, sondern das Rückgrat der unternehmerischen Resilienz. Wer heute eine professionelle Lieferkette plant, darf nicht »vom Ende her denken«, sondern muss radikal am Anfang ansetzen. Fehler in der sogenannten »Source«-Phase potenzieren sich exponentiell, bis sie den Endkunden erreichen und dort als der klassische BullwhipEffekt spürbar werden. Dieser Artikel beleuchtet die kritische Phase des Upstream-Managements und identifiziert die zentralen Stolpersteine sowie Lösungsansätze für ein robustes Design.

Bei der Initialplanung tappen Unternehmen oft in klassische Fallen, die erst Monate später teure Konsequenzen nach sich ziehen. Ein gravierender Fehler ist die Annahme, dass die Verantwortung beim direkten Vertragspartner endet. Diese »Black Box« der Sub-Lieferanten birgt ein enormes Risiko: Wenn der Zulieferer wiederum Vorprodukte aus politisch instabilen Regionen oder unter ethisch fragwürdigen Bedingungen bezieht, fällt dieses Risiko direkt auf das eigene Unternehmen zurück. Der eigentliche Stolperstein ist hierbei oft die fehlende Transparenz über Tier-2- und Tier-3-Lieferanten, wodurch man eine Kette basierend auf bloßem Vertrauen statt auf verifizierbaren Daten plant.

Die »First Mile«: Warum der Anfang alles bestimmt Viele Unternehmen investieren massiv in die »Last Mile«, also die Zustellung zum Kunden. Doch die eigentliche Schlacht um Marge, Qualität und Compliance wird auf der »First Mile« gewonnen, wo Rohstoffe beschafft, Partnerschaften geschmiedet und Risiken eingekauft werden. Wenn eine Lieferkette professionell aufgesetzt wird, müssen drei Kernbereiche am Anfang des Prozesses priorisiert werden: die

Ein weiteres Hindernis ist die vorherrschende »Cost over Value«-Mentalität. In der Planungsphase dominiert oft der Einkaufspreis, was zu riskanten Single-Sourcing-Strategien führt, die rein auf den niedrigsten Preis optimiert sind. Eine solche Kette ist fragil; ein Hafenstreik oder eine Rohstoffverknappung kann die Produktion zum Stillstand bringen, weil die »Total Cost of Ownership« zugunsten kurzfristiger Einsparungen ignoriert wurde. Hinzu kommt das Problem digitaler

Silos und sogenannter Excel-Kriege. Noch immer werden Lieferketten oft in isolierten Tabellen geplant. Wenn der Einkauf die Daten nicht in Echtzeit mit der Logistikund Bedarfsplanung teilt, entstehen gravierende Informationsasymmetrien, die meist auf eine fehlende Schnittstellendefinition oder einen fehlenden API-First-Ansatz zu Beginn der IT-Architektur zurückzuführen sind. Entscheidende Lösungen Um diese Hürden zu meistern, bedarf es moderner, technologischer und strategischer Antworten, die bereits vor der ersten Bestellung implementiert sein müssen. An erster Stelle stehen ein rigoroses Lieferanten-Onboarding und Auditing. Die Auswahl der Partner darf kein reiner Preisvergleich sein, sondern erfordert einen professionellen Onboarding-Prozess. Dieser muss automatisierte Compliance-Checks gegen Sanktionslisten und ESG-Kriterien sowie eine Prüfung der finanziellen Resilienz umfassen. Die Lösung liegt in der Implementierung digitaler Portale, in denen Lieferanten ihre Zertifikate selbst pflegen müssen, bevor sie überhaupt für Bestellungen freigeschaltet werden. Strategisch muss zudem ein Wandel hin zu Multi-Sourcing und Regionalisierung stattfinden: Die Ära der Just-in-TimeHyperoptimierung wandelt sich zu »Justin-Case. Es ist essenziell, Redundanzen einzuplanen und alternative Routen sowie

Lieferanten für kritische Komponenten zu definieren, bevor eine Krise eintritt. Technologisch ist der Einsatz von Digitalen Zwillingen und Real-Time Data unabdingbar. Man muss sich von statischen Plänen verabschieden; eine moderne Supply Chain benötigt einen »Digital Twin«, eine digitale Repräsentation der Kette, die Szenarien simulieren kann. Investitionen in Cloudbasierte ERP-Systeme und Control Towers, die Daten aller Stakeholder am Anfang der Kette zentralisieren, ermöglichen es erst, Fragen wie die Auswirkungen einer Blockade wichtiger Handelsrouten vorausschauend zu beantworten. Agilität schlägt Perfektion Letztlich gilt: Wer eine professionelle Lieferkette plant, muss akzeptieren, dass der Plan niemals perfekt aufgehen wird. Der Schlüssel liegt daher in der Agilität am Anfang der Kette. Wenn die Beziehungen zu den Lieferanten partnerschaftlich und digital integriert sind und wenn Risiken durch Diversifizierung abgefedert werden, kann das Unternehmen auf Störungen reagieren, statt von ihnen überrollt zu werden. Die Professionalität einer Supply Chain zeigt sich nicht darin, dass keine Probleme auftreten, sondern darin, wie schnell und effizient sie gelöst werden – und diese Fähigkeit wird ganz am Anfang, beim Sourcing und Design, festgelegt. Text SMA

Brandreport • pacemaker.ai

»Wir erreichen eine Prognosegenauigkeit von 97 bis 99 Prozent« Christian Jabs, CEO der thyssenkrupp-Tochter pacemaker.ai, erläutert die Chancen von KI-gestütztem Commodity Price Forecasting.

Christian Jabs CEO Herr Jabs, pacemaker.ai versteht sich als »digitaler Herzschrittmacher für globale Lieferketten«. An welchen Stellen geraten Lieferketten besonders häufig aus dem Takt? pacemaker.ai ist Anbieter digitaler SupplyChain-Lösungen, mit denen wir Lieferketten mithilfe von Machine Learning und Natural Language Processing effizienter und steuerbarer machen. Als Teil von thyssenkrupp sind wir direkt aus den konkreten Anforderungen der Industrie entstanden – aus realen Kundenproblemen entlang globaler Wertschöpfungsketten. Heute sind Lieferketten geprägt von weltweiten Netzwerken, volatilen Märkten und stark schwankenden Preisen. Mit klassischen, statischen Modellen und reinem Bauchgefühl lässt sich dieser »Dschungel« nicht mehr beherrschen. Genau hier setzen wir an. Ein aktueller Schwerpunkt von pacemaker.ai ist das KI-gestützte Commodity Price Forecasting.

Mit präziseren Preisprognosen können Einkaufs­zeitpunkte deutlich genauer geplant werden.

– Christian Jabs, CEO

Warum sind KI-basierte Prognosen klassischen Marktanalysen überlegen? Ein zentrales Problem, das viele unserer Kunden adressieren, ist die hohe Volatilität von Rohstoffpreisen und die Frage, wie sich diese sinnvoll absichern lassen – etwa durch Hedging oder langfristige Preisentscheidungen. An diesem Punkt greift unser KI-gestütztes Commodity Price Forecasting. In unsere Modelle fließen historische Marktdaten, Angebots- und Nachfragesignale sowie aktuelle, preisrelevante News ein. Methodisch arbeiten wir mit einem Ensemble aus verschiedenen KI-Ansätzen, die unterschiedliche Muster und Zeithorizonte abbilden. Klassische Marktanalysen bleiben dabei wichtig, stoßen bei Volatilität aber an Grenzen. KI ist die nächste Evolutionsstufe, weil sie diese Analysen systematisch verknüpft und kontinuierlich in belastbare Preissignale übersetzt. So erreichen

wir bei täglichen Forecasts auf monatlicher Ebene eine Prognosegenauigkeit von 97 bis 99 Prozent – und schaffen eine fundierte Grundlage für strategische Entscheidungen in einem zunehmend volatilen Umfeld. Was verändert sich durch verlässliche Rohstoffpreisprognosen auf strategischer Ebene? Der größte Hebel liegt im besseren Timing. Mit präziseren Preisprognosen können Einkaufszeitpunkte deutlich genauer geplant werden. Kurzfristig heißt das: Bei steigenden Rohstoffpreisen früher einkaufen, bei fallenden Preisen bewusst später. Langfristig ermöglicht die algorithmische Prognose den Aufbau robuster Strategien zur Preisabsicherung, die Volatilität systematisch berücksichtigen und nicht mehr nur reaktiv darauf reagieren.

Wie sieht der Einsatz in der Praxis aus? Können Sie typische Anwendungsfälle nennen? Nehmen wir den Aluminium-Einkauf im Automobilbereich: Dort entscheidet der Aluminiumpreis direkt über die Stückkosten eines Fahrzeugs und das oft über mehrere Jahre Laufzeit. Einkäufer müssen früh festlegen, zu welchen Kosten Karosserie- und Strukturteile in die Serie gehen, obwohl sich der Rohstoffpreis täglich verändert. Unser Commodity Price Forecasting liefert dafür verlässliche Preissignale über die relevanten Zeiträume. Einkäufer erkennen früh, ob sich ein Preisanstieg abzeichnet, und können gezielt Volumina fixieren, Preisgleitklauseln enger fassen oder Absicherungen aufbauen. So entwickelt sich der Einkauf vom reaktiven Nachverhandeln zu einer aktiven Steuerungsfunktion für Stückkosten und Margen über den gesamten Modellzyklus. Weitere Informationen unter: pacemaker.ai


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Inform GmbH • Brandreport

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»KI-Agenten revolutionieren die Supply Chain – als Partner, nicht als Ersatz« Im Gespräch erklärt Dr. Bernd Heinrichs, Senior Vice President Inventory & Supply Chain bei der Inform GmbH, wie hochentwickelte mathematische Modelle perfekt mit autonomen KI-Agenten harmonieren – und warum der Mensch dennoch weiterhin am Steuer sitzt.

Dr. Bernd Heinrichs Senior Vice President Inventory & Supply Chain Herr Heinrichs, die Inform GmbH hat es sich zur Aufgabe gemacht, Unternehmen bei der Entscheidungsfindung zu unterstützen. Wie sieht diese Mission heute im KI-Zeitalter aus? Die Entscheidungsfindung ist und bleibt unser Kernthema. Seit über 50 Jahren widmet sich Inform der Kunst, komplexe Geschäftsprobleme durch mathematische Modelle zu lösen. Das tun wir nicht nur in der klassischen Supply Chain, sondern spielen auch eine entscheidende Rolle in Bereichen wie der Aviation. Die Flughafenlogistik – wo wir die Bodenprozesse an vielen großen Hubs weltweit steuern – ist »Business Critical«. Da muss restlos alles funktionieren, genauso zuverlässig wie in der klassischen Lieferkette. Die Grundlage für dieses Zusammenspiel bilden aber die gleiche Mathematik und dieselben KI-Ansätze. Und im heutigen KI-Zeitalter ergeben sich daraus völlig neue Chancen: Wir können volatilen Märkten, geopolitischen Spannungen oder schwankenden Kosten viel schneller begegnen. Eine zentrale Herausforderung liegt heute in der schieren Datenmenge. Um diese schnell genug zu sichten, reichen herkömmliche Methoden oft nicht mehr aus. Hier kommen KI-Agenten ins Spiel. Sie werden sogar eine noch zentralere Rolle als physische KI, also etwa Roboter, spielen. Das klingt nach einer neuen Evolutionsstufe. Worum handelt es sich genau bei diesen »KI-Agenten« und wie unterscheiden sie sich von dem, was wir kennen? Heutige Lieferketten »ertrinken« förmlich in der Datenflut. Hier agiert die KI als Partner, der menschliche Entscheidungen stärkt, statt sie zu ersetzen. Ein KI-Agent ist dabei einen entscheidenden Schritt weiter als die generative KI, die der Endverbraucher durch ChatGPT und Co. kennt. Denn ein solcher Agent reagiert und automatisiert zielgerichtet, er bewegt sich

Wer KI-Agenten einmal im Probebetrieb erlebt hat, sieht schnell, dass die menschliche Expertise unverzichtbar bleibt, sich aber verlagert.

– Dr. Bernd Heinrichs, Senior Vice President Inventory & Supply Chain

in einem definierten Entscheidungskorridor und bezieht dynamische Aspekte wie das Wetter oder Lieferantenrisiken aktiv mit ein. Er bereitet die Optionen vor, der Mensch entscheidet am Ende. Es handelt sich also um eine echte Kooperation zwischen Mensch und KI. Lässt sich ein solches Modell auch skalieren? Auf jeden Fall. Das wahre Potenzial entfaltet sich in der Kollaboration mehrerer spezialisierter KI-Agenten, die sich gegenseitig zuarbeiten. Es ist zwar größtenteils noch Zukunftsmusik, aber schon heute wegweisend. Welche konkreten Vorteile erschließen sich daraus für Unternehmen in ihrer Supply Chain? Ein trainierter KI-Agent, der mit relevanten Daten gefüttert wird, ermöglicht schlichtweg bessere und schnellere Entscheidungen. Das sorgt für höhere Resilienz in volatilen Märkten und entlastet Fachkräfte enorm. Wir können damit auch ganz neue Szenarien durchspielen. Nehmen Sie das Thema Erstbevorratung: Hier lassen sich Kapitalbindungskosten verringern, die Planbarkeit nimmt zu und die Attraktivität für neue Mitarbeitende wird gesteigert.. Viele Unternehmen kämpfen allerdings mit sehr heterogenen Systemlandschaften. Wie implementiert man KI-Agenten, ohne technische Sollbruchstellen zu verursachen? Unsere Studien zeigen, dass der DACHRaum sehr offen für KI ist – die notwendige

Bereitschaft ist also gegeben. Technisch sehen wir zwei zentrale Wege: den modularen und den nativen Ansatz. Der modulare Weg ist derzeit der häufigere, da er niederschwelliger ist. Man beginnt selektiv, etwa indem man Teile der Absatz- oder Produktionsplanung mit KI-Agenten ausstattet. Der zweite Weg ist der native: Man nutzt KI von Beginn an als zentralen Kern der Softwarestruktur – nicht als Zusatz, sondern als Essenz. Vor allem in der Schweiz erleben wir Kunden hier als sehr affin und agil. Wichtig ist: Man darf keine Angst davor haben. KI bringt Speed und neue Erkenntnisse, beides sollte man zum eigenen Vorteil nutzen. Welche Rolle bleibt dem Menschen in dieser hochtechnisierten Supply Chain? Er behält seine zentrale Rolle. Wer KI-Agenten einmal im Probebetrieb erlebt hat, sieht schnell, dass die menschliche Expertise unverzichtbar bleibt, sich aber verlagert. Wir bewegen uns hin zu einer »Cockpit-Funktion«: Man überprüft mehr, man steuert. Die KI ist ein smartes, digitales Konstrukt, über das der Mensch sein Fachwissen legt. Wir prägen hier den Begriff der Kollaboration: Der Mensch wird nicht ersetzt, sondern seine Rolle verändert sich. Stichwort Vertrauen: Worauf legt die Inform GmbH bei der Entwicklung von KI-Agenten besonderen Wert? Wir müssen KI erklärbar machen (»Explainable AI«). Nur wenn ein System keine Blackbox ist, die unumkehrbare Entscheidungen trifft, gewinnen wir das Vertrauen der Nutzerinnen und Nutzer. Wir wollen eine ethische und verantwortbare KI fördern, die den Menschen

»enabled«. Wenn der Kunde erkennt, dass sein eigenes Prozesswissen weiterhin unverzichtbar sein wird, schafft dies Akzeptanz. Zudem spielen Themen wie Datensicherheit und lokale Speicherung eine zentrale Rolle – hier positionieren wir uns klar als europäischer Player, der Sicherheit und Nachhaltigkeit garantiert. Ein Blick in die Zukunft: Welche Trends werden für Ihre Kunden künftig relevant? Die Trennlinien verschwimmen immer mehr. Wir werden kollaborative KI-Agenten sehen, die über Abteilungsgrenzen hinweg arbeiten: Ein Agent für den Absatz, einer für Finanzen, einer für die Risikoplanung – und alle spielen zusammen. Das wird die komplexe »Sales & Operations Planning« (S&OP) radikal vereinfachen. Dies legt auch unsere »Trendstudie 2025 – KI-Agenten in Supply Chain und Logistik« nahe. Weitere Informationen unter: inform-software.com

Dort findet man auch die Trendstudie zum Thema KI-Agenten.

Über die Inform GmbH Seit mehr als einem halben Jahrhundert verfolgt die Inform GmbH die Mission, komplexe Geschäftsprobleme durch mathematische Modelle zu lösen. Das Unternehmen verpflichtet sich zu einem ethisch verantwortungsvollen Umgang mit künstlicher Intelligenz (KI) sowie zu nachhaltigen Geschäftspraktiken. Durch ihre Expertise und ihr Engagement hilft die Inform GmbH anderen Unternehmen dabei, selbst resilienter und nachhaltig erfolgreicher zu agieren.


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Brandreport • Zeos

#smartsupplychain

Why logistics is the new commercial battleground for European fashion & lifestyle Logistik: vom Kostenfaktor zum Umsatztreiber

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Duis Es autem velMärkte, eum iriure dolor in Nam liber tempor cum solutaumnobis eleifend option than ?% local transport service providers. überlagerten ihre Kanäle, keine Verkäufe zu wollen nun zunächst auf ihren eigenen Kanälen Lokalisierung. gibt in feugait nulla facilisi hendrerit in vulputate velit esse molestie consequat, congue nihil imperdiet doming id quod mazim Weitere Informationen unter: verpassen. Das führte zu massiven Effizienzstarten, um den Markenwert zu schützen und denen sich 81 Prozent der Kund:innen eine vel illum dolore eu feugiat nulla facilisis at vero placerat facer possim assum. Lorem ipsum dolor sit Nam liber tempor cum soluta nobis eleifend option später einenihil breitere Abdeckung an dieetHaustür wünschen. problemen. Heuteadipiscing stehen eher zeos.eu congue imperdiet domingzuid aktivieren. quod mazim Lieferung eros etdirekt accumsan iusto odio dignissim qui blandit amet, consectetuer elit,Rentabilität sed diam placerat facer possim assum. Loremwenn ipsum dolor sitIn anderen praesent luptatum zzrilPackstationen delenit augue duis dolore te nonummy nibh euismod tincidunt ut laoreet Diese Flexibilität ist nicht möglich, Märkten liegen und Widerstandsfähigkeit im Fokus. Weildolore die amet, consectetuerinadipiscing elit, sed diam feugait nullawir facilisi magna aliquam volutpat. von Ut wisi enim ad Warenbestand Silos gebunden vorn. Und sehen: Reduzieren Kosten für dieerat Gewinnung nibh euismod tincidunt utist. laoreet doloreweiter Nam liber tempor cum soluta nobis eleifend option minim veniam, quis nostrud exercineuen tationKund:in- dernonummy Versandanbieter die Lieferzeiten, nen steigen, ist das Thema Kund:innenbindung magna aliquam erat volutpat. Ut wisi enim ad congue nihil imperdiet domingerhöht id quod mazim ullamcorper suscipit lobortis nisl ut aliquip ex ea sich die Abschlussrate im Checkout-Prozess. Wie kann eine quis Marke diese entscheidend geworden. minim veniam, nostrud exerci tation placerat facer possim assum. Lorem ipsum dolor sit commodo consequat. DuisFührungskräfte autem vel eum iriure benötigen also ein Betriebssystem, Fragmentierung Bestands erkennen, dass schlechte Planung und molestie fragullamcorper suscipitdes lobortis nisl ut aliquip ex ea Marken amet, consectetuer adipiscing elit, sed diam dolor in hendrerit in vulputate velit esse nonummy nibh euismod tincidunt consequat, illum dolore zu eu Umsatzeinbußen feugiat nulla facilisis. lösen, ohne massiv neue das diese Komplexität bewältigen kann.ut laoreet dolore mentiertevel Lagerbestände magna aliquam erat Atvon vero Infrastruktur aufzubauen? biseos zu et 20 Prozent führen können. Nun volutpat. Ut wisi diese enim Schieflage ad minim veniam, quis Die Antwort ist ein zentraler WarenRetouren gelten oft als größter geht es darum, zu korrigieren, nostrud exerci tation ullamcorper suscipit lobortis bestand. Dieser ermöglicht es einer Marke, »Margenkiller«Wie verändert umutGewinnspannen zu sichern und eineDuis nisl aliquip ex ea commodo consequat. ein lokalisiertes Netzwerk langfristige voranzutreiben. autem vel eumKund:innentreue iriure dolor in hendrerit in vulputate die Nachfrage für jeden Kanal quasi aus die Geschwindigkeit und die velit esse molestie consequat, vel illum dolore eu einer einzigen Quelle zu bedienen – sei es Part of Group feugiat nulla facilisis. Kosten dieses Prozesses? Es besteht oft ein Konflikt zwischen in unserem Netzwerk, im Netzwerk eines Investitionen in den eigenen E-Commerce-Shop und dem Verkauf über Marktplätze. Wie sollten Marken dies ausbalancieren, ohne die Margen zu schmälern? Es geht eigentlich nicht mehr darum, ob ein eigener Online-Shop oder Marktplätze besser sind, sondern vielmehr um einen strategischen Mix, der sich über den Produktlebenszyklus hinweg ändern kann. Ein eigener Online-Shop bietet die höchsten Margen und Datenhoheit, während Marktplätze Reichweite und Zugang zu neuen Kund:innen ermöglichen. Die eigentliche Herausforderung ist operativer Natur. Traditionell führte die Aufteilung des Bestands auf drei Kanäle – zum Beispiel Zalando, Amazon und den eigenen Shop – dazu, dass ein Verkauf im eigenen Online-Shop verloren ging, während derselbe Bestand ungenutzt bei Amazon lag. Marken

Partners oder bei einem Logistikdienstleister. Durch die Vereinheitlichung des Bestands können Marken jede Einheit gleichzeitig über mehrere Kanäle verkaufen. So ein virtueller Pool verbessert die Verfügbarkeit der Artikel erheblich und steigert den Lagerumschlag um mehr als 10 Prozent. Damit wird Logistik vom Kostenfaktor zu einem Umsatztreiber.

Europa wird oft als einheitlicher Markt betrachtet, doch die Realität sieht anders aus. Wie groß ist die Herausforderung der Bestandsfragmentierung? Das ist wohl die zentrale Herausforderung für jede Marke, die in Europa wachsen möchte. Europa ist komplex - über 40 Länder, 30 Sprachen und überall unterschiedliche Anforderungen. Ein Ansatz, der für Großbritannien funktioniert, kann in Polen nicht erfolgreich sein. Der Erfolgsfaktor

Bei herkömmlichen, grenzüberschreitenden Modellen müsste eine Retoure von einem Kunden in Portugal möglicherweise erst zu einem Zentrallager in Deutschland reisen, bevor sie bearbeitet werden kann. Dieser Artikel ist effektiv bis zu zwei Wochen unterwegs und kann in dieser Zeit nicht weiterverkauft werden. Mit einem lokalisierten Netzwerk von rund 20 Retourenzentren in ganz Europa bearbeiten wir Artikel vor Ort. Damit können wir auch die Rückerstattung an den Kunden zeitnah auslösen. Schnelligkeit ist entscheidend für das Vertrauen der Kundschaft. Denn: Eine schnelle Rückerstattung ist einer der wichtigsten Treiber der Kund:innenzufriedenheit. Aus wirtschaftlicher Sicht ist dies noch wirkungsvoller. Anstatt den Artikel an seinen Ursprung zurückzusenden, kann unsere zentrale Steuerungsplattform ihn sofort von diesem lokalen Standort aus weiterverkaufen, wenn Nachfrage besteht. Das

Über Zeos Zeos ist Teil der Zalando SE und nutzt die Infrastruktur, Technologie und Expertise des Unternehmens, um ein Betriebssystem für Mode und Lifestyle aufzubauen. Zeos entwickelt Tools, mit denen Marken und Einzelhändler ihr Multi-­Channel-Geschäft an einem Ort verwalten können, sowohl für E-Commerce-Transaktionen auf Zalando als auch außerhalb. Zeos baut auf der Technologie und Infrastruktur von Zalando auf, die ein europaweites Netzwerk von 12 Logistikzentren, rund 20 Retourenzentren und mehr als 40 lokalen Transportdienstleistern umfasst.


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Ortec GmbH • Brandreport

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Plan A reicht in der Logistik nicht mehr Störungen sind keine Ausnahme mehr, sondern der neue Normalzustand. Wie Ortec dabei hilft, Risiken beherrschbar zu machen und Logistik-Entscheidungen auch unter Unsicherheit souverän zu treffen.

Frans van Helden Executive Vice President

O

rtec ist ein weltweit führender Anbieter von Optimierungs- und KI-gesteuerten Logistiklösungen. Das Unternehmen wurde 1981 gegründet und nutzt fortschrittliche mathematische Modelle sowie Künstliche Intelligenz (KI), um Effizienz und Innovation in den Bereichen Logistik, Personaleinsatzplanung und Supply-Chain-Management voranzutreiben. Mit einer starken internationalen Präsenz stattet Ortec Organisationen mit hochmodernen Tools und analytischen Erkenntnissen aus, die Prozesse straffen, Kosten senken und die strategische Entscheidungsfindung verbessern. Kund:innen von Ortec sind in verschiedensten Branchen tätig, doch viele verfolgen dasselbe Ziel: den Sprung von der einfachen Optimierung zur umfassenden Koordinierung ihrer Abläufe. Angesichts der zunehmenden Volatilität der Lieferketten reicht Optimierung allein nicht mehr aus. Störungen nehmen zu, Erwartungen steigen und Unternehmen müssen für

das Bekannte planen und gleichzeitig auf das Unerwartete vorbereitet sein. Ortec hilft Organisationen dabei, mehrere mögliche Zukunftsszenarien zu antizipieren. »Die Zukunft ist keine gerade Linie«, sagt Frans van Helden, EVP Supply Chain Planning bei Ortec. »Man braucht einen Plan A, außerdem einen ErsatzPlan B und manchmal sogar einen Plan C.«

Ortec hat dazu den Vectorized Shortest Path Algorithm (VSPA) entwickelt – eine Routenoptimierungstechnologie der neuen Generation, die die Berechnung von Touren grundlegend neu definiert. Der VSPA wurde für Echtzeitleistung konzipiert und stellt einen entscheidenden Schritt in Richtung einer wahrhaft intelligenten Logistik dar.

Dieser Wandel prägt die Vision von Ortec neu. Van Helden betont, dass Unternehmen, die für zukünftigen Erfolg gerüstet sind, auf Agilität setzen. »Traditionelle Planung genügt nicht mehr«, so van Helden. »Logistik-Leadership bedeutet, Systeme zu schaffen, die sich an alles anpassen, was vor ihnen liegt.«

Seit Anfang 2025 ist der VSPA in mehrere Ortec-Lösungen integriert, darunter die Tourenplanungssoftware, Außendienstplanung und Cloud-basierte Liefersysteme. Das Ergebnis ist ein neuer Standard in der Tourenoptimierung, der die Logistik von einem reaktiven Betrieb zu einer strategischen, datengesteuerten Kompetenz transformiert.

Die Rolle des Menschen in der KI-gesteuerten Logistik Effektives Logistik-Leadership geht über bloße Effizienz hinaus; es erfordert Systeme, die auf ständige Veränderungen reagieren können. »Unternehmen scheitern nicht, weil es ihnen an fähigen Mitarbeitern mangelt, sondern weil ihre Tools und Prozesse starr oder isoliert sind«, erklärt Van Helden. Ortec begegnet diesen Herausforderungen durch die Kombination fortschrittlicher Prognosen mit Echtzeit-Einblicken. Dies versetzt Unternehmen in die Lage, dynamisch neu zu planen – sei es bei einem erkrankten Fahrer, einem Stau oder einer verzögerten Lieferung – und gleichzeitig kontinuierlich aus der Ausführung zu lernen.

Das menschliche Element bleibt dabei unverzichtbar. Fahrer, Planer und Disponenten treffen Entscheidungen, die von Kontext und Erfahrung geprägt sind – Erkenntnisse, die kein Algorithmus vollständig vorwegnehmen kann. Ortec konzipiert seine Systeme so, dass sie diese Mitarbeiter mit intuitiven Tools und Echtzeit-Transparenz unterstützen, Daten in umsetzbare Erkenntnisse verwandeln und die tägliche Entscheidungsfindung stärken. Strategischer Hebel Logistik Die Logistik entwickelt sich zunehmend zu einem strategischen Hebel. Kosteneinsparungen sind wichtig, aber führende Unternehmen reinvestieren diese in Zuverlässigkeit, das Kundenerlebnis und Nachhaltigkeit. »Ein gutes Logistiksystem ist nicht nur effizient – es ist intuitiv und robust«, resümiert Van Helden. »Die Leistung der Lieferkette wird heute dadurch definiert, wie Kund:innen Ihre Marke erleben.«

Mehr über VSPA und wie Ortec den Weg zur logistischen Exzellenz unterstützt erfahren: ortec.com

CargoNexx Software GmbH • Brandreport

Kollaboratives Transportmanagement statt eines digitalen Flickenteppichs Die CargoNexx Software GmbH bietet mit ihrer Transportmanagement-Plattform einen leichten digitalen Einstieg für die Supply Chain von Industrieunternehmen aller Branchen mit relevantem Straßengütertransport. Ein Einblick. der sich alle am Prozess beteiligten Firmen/ Personen bedienen – egal ob Verlader, Spediteur, Lösungsanbieter oder Empfänger.

Karl-Heinz Neu CSO Herr Neu, warum benötigt die Industrie eine TransportmanagementPlattform wie CargoNexx? Weil die Logistik in der Industrie vielfach noch von manuellen Prozessen, Insellösungen und Systembrüchen geprägt ist. Damit sind manuelle Datenerfassung, fehlende Transparenz sowie aufwendiges Trouble-Shooting an der Tagesordnung. Ganz zu schweigen von fehlenden Auswertemöglichkeiten zur Messung der eigenen Performance. Die industrielle Supply Chain benötigt eine kollaborative Softwareplattform für alle Beteiligten anstatt eines digitalen Flickenteppichs. Zur Lösung dieser Probleme bietet CargoNexx die passende Software? Mehr als das. CargoNexx verbindet Endkundenaufträge aus Kunden-ERP Systemen über die Transportplanung, Transportvergabe und Transportdurchführung bis zur Auslieferung an den Endkunden. Dabei ist CargoNexx die zentrale Datendrehscheibe,

Und worin liegt die besondere Magie der CargoNexx-Plattform? Cargonexx greift frühzeitig Stammdaten aus der Produktion und der Lagerhaltung ab, die für eine umfassende Transportplanung existenziell sind, z.B. Gebinde-/Verpackungseinheiten, Stapelfaktoren, Paletten- / Packstückgrößen. Diese Daten dienen dem CargoNexx-Algorithmus zur Optimierung der Transportplanung in Form von Konsolidierung, maximaler Laderaum-Auslastung und optimierter Route. Einmal geplant, werden die Transporte digital an Vertragsspediteure oder am Spotmarkt günstigst vergeben. Je besser die Datenqualität, desto stärker wirken unsere Automatisierungslogiken. Somit stellt die CargoNexx-Plattform »den zentralen Ort der Datenwahrheit« dar. Es gibt Unternehmen am Markt, die ebenfalls individuelle Lösungen zur Optimierung entlang der Lieferkette bieten. Ja, die gibt es und sie bieten oft Lösungen für einzelne Problemstellungen an, sei es für Zeitfenstermanagement, Paletten-Handling, CO2-Messung oder Kommunikation. Das Produkt von CargoNexx, die Transportmanagement-Plattform, folgt dem Prinzip, etablierte Lösungsanbieter in die

Plattform zu integrieren und somit unsere CoreApplikation um marktkonforme Anwendungen zu erweitern, sukzessiv und konsequent. Hier können wir auch auf individuelle Kundenwünsche eingehen. Insofern sehen wir Lösungsanbieter eher als Partner, denn als Wettbewerber. Beim Einsatz einer neuen Software fürchten Kunden umfassende Veränderungen. Behindert das nicht Ihren Ansatz? Ja, diese Vorbehalte sind da. Aber die können wir schnell nehmen. Die CargoNexx-Plattform ist so interessant, weil sie schnell, einfach und mit unmittelbarem Nutzen einsetzbar ist. Wir können Daten zunächst via CSV-Upload o.ä. übernehmen und helfen dann, Prozesse kurzfristig zu digitalisieren. Kunden bestätigen uns regelmäßig ein sehr gelungenes Design und eine weitgehend selbsterklärende Anwendung. Man findet sich auf der Plattform also schnell zurecht. Selbstverständlich stehen wir über unseren Customer Support mit Rat und Tat zur Seite. Die Kundenmehrwerte sind also auch ohne aufwendige Schnittstellen-Integration zu erzielen. Das zeigen auch konkrete Kundenbeispiele. Welche konkreten Mehrwerte kann die CargoNexx Plattform für Ihre Kunden bringen? Unsere Kunden erkennen die vielfältigen Vorteile schnell. Die dynamische Transportplanung

sorgt für die Konsolidierung von Transporten (größere Transporteinheiten – weniger Transporte), bessere Kapazitätsauslastung (Vermeidung Leerfahrten) und dadurch für direkte Transportkostensenkung. Die Transportvergabe zeichnet sich durch transparente Preise, Ermittlung des optimalen Transportpreises sowie die automatische Auftragsvergabe aus. In der Transportdurchführung können unsere Kunden den Transparenzvorteil nutzen, sowie die Fahrer-Kommunikation via WhatsApp und das automatische Dokumenten-Handling. Da alle Prozesse digital ablaufen, und CargoNexx alle relevanten Transportdaten enthält, liefert unser Control Tower wichtige eventbasierte Informationen, damit die Kunden gezielt reagieren können (Management by Exception). Trouble-Shooting war gestern. Weitere Informationen unter: cargonexx.com


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Cybersicherheit

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Wenn die Bänder schweigen: Warum die Supply Chain das neue Lieblingsziel von Hackern ist Die Digitalisierung hat die Logistik effizienter gemacht – und verwundbarer. Der aktuelle Fall von Jaguar Land Rover zeigt, dass Cyberkriminalität heute nicht mehr nur Daten stiehlt, sondern die physische Existenz von Unternehmen bedroht.

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s war wohl die teuerste Stille des Jahres. Im September legte ein massiver digitaler Angriff die Produktion bei Jaguar Land Rover lahm, und was zunächst wie eine kurzfristige IT-Störung wirkte, entwickelte sich zu einem sechswöchigen Albtraum für den britischen Traditionshersteller. Erst nach fast eineinhalb Monaten Stillstand konnten die Bänder langsam wieder anlaufen. Den Anfang machten das Motorenwerk in Wolverhampton sowie ausgewählte Bereiche wie die Presswerke und Lackierereien an verschiedenen britischen Standorten. Dieser Vorfall ist mehr als eine Unternehmensnachricht; er ist ein Fanal für die gesamte Industrie. Er demonstriert mit brutaler Klarheit, dass in der modernen, vernetzten Welt ein Mausklick genügt, um tonnenschwere Maschinen zum Stillstand zu bringen und Lieferketten, die auf Just-in-Time-Präzision getaktet sind, ins Chaos zu stürzen. Die Supply Chain als das perfekte Einfallstor Warum rückt gerade die Lieferkette so stark in den Fokus krimineller Akteure? Die Antwort liegt in ihrer Struktur. Moderne Supply Chains sind hochkomplexe, digitale Ökosysteme. Um Effizienz zu steigern, wurden in den letzten Jahren ERP-Systeme, Produktionsanlagen und Logistikdienstleister tiefgreifend miteinander vernetzt. Doch diese Konnektivität hat eine Kehrseite: Sie vergrößert die Angriffsfläche exponentiell. Hacker suchen heute oft nicht mehr den direkten Weg durch die gut gesicherte »Vordertür« eines Konzerns. Stattdessen nutzen sie die »Hintertür« über weniger geschützte Zulieferer oder Logistikpartner. Einmal im Netzwerk eines kleineren Partners, hangeln sie sich lateral durch die verknüpften Systeme bis zum Herzstück des Hauptunternehmens vor. Man spricht hier von Supply-Chain-Attacken, bei denen das Vertrauen zwischen Geschäftspartnern als Waffe missbraucht wird.

Netzwerksegmentierung. Die IT-Systeme der Verwaltung müssen so von den OT-Systemen der Fertigung getrennt sein, dass ein Infektionsherd im E-Mail-Server nicht automatisch die Lackiererei lahmlegen kann. Hätte eine solche Segmentierung effektiv gegriffen, wäre der Schaden bei vielen prominenten Fällen der jüngeren Geschichte vermutlich begrenzbar gewesen.

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Um in diesem feindlichen Umfeld zu bestehen, müssen Unternehmen ihre Sicherheitsarchitektur radikal neu denken. Ein weiterer kritischer Faktor ist die sogenannte Konvergenz von IT (Information Technology) und OT (Operational Technology). Früher waren die Bürowelt und die Fabrikhalle strikt getrennt. Heute hängen Roboter, Sensoren und Förderbänder am Netz. Diese OT-Systeme sind oft veraltet, schwer zu patchen und wurden ursprünglich nicht mit dem Fokus auf Sicherheit entwickelt. Wenn diese Systeme kompromittiert werden, geht es nicht mehr um Datenverlust, sondern um den Verlust der operativen Handlungsfähigkeit. Der Fall Jaguar Land Rover zeigt exemplarisch, dass Ransomware-Gruppen genau diesen Hebel nutzen: Sie verschlüsseln steuerungsrelevante Systeme und erpressen

Unternehmen mit dem kostspieligsten Druckmittel überhaupt – dem Produktionsstillstand. Verteidigungsstrategien für die vernetzte Welt Um in diesem feindlichen Umfeld zu bestehen, müssen Unternehmen ihre Sicherheitsarchitektur radikal neu denken. Das traditionelle Konzept der »Burgmauer«, bei dem man das eigene Netzwerk nach außen abschottet und im Inneren jedem vertraut, ist obsolet. Der neue Standard heißt »Zero Trust«. In diesem Modell wird keinem Akteur, egal ob innerhalb oder außerhalb des Netzwerks, blind vertraut. Jeder Zugriff muss kontinuierlich verifiziert werden. Für die Produktion bedeutet dies vor allem eine strikte

Darüber hinaus muss Cybersicherheit ein integraler Bestandteil des Lieferantenmanagements werden. So wie heute die finanzielle Bonität oder die Einhaltung von Menschenrechten bei Zulieferern geprüft wird, muss auch deren »Cyber-Hygiene« auditiert werden. Große OEMs gehen zunehmend dazu über, ihren Tier-1- und Tier-2-Lieferanten verbindliche Sicherheitsstandards vorzuschreiben. Wer sein Netzwerk nicht schützt, darf sich nicht mehr an die digitale Supply Chain andocken. Dies erfordert jedoch auch eine Kultur des Austauschs: Schwachstellen müssen kommuniziert werden, bevor sie ausgenutzt werden, was ein Umdenken weg vom »Blaming« hin zur gemeinsamen Resilienz erfordert. NIS-2 – die Lage spitzt sich zu Seit Dezember ist in Deutschland die EURichtlinie zur Stärkung der Cybersicherheit in Kraft. Diese stellt strengere Anforderungen an Netz- und Informationssysteme und erweitert die Zahl der betroffenen Unternehmen deutlich. Sinn und Zweck des Ganzen: Die Widerstandsfähigkeit gegenüber Cyberangriffen soll insgesamt erhöht werden, mit einem Fokus auf Risikomanagement, Vorfallmeldungen sowie auf die Haftung der Geschäftsführung. Diese neue Ausgangslage macht es für deutsche Unternehmen noch essenzieller, sich ausgiebig – und zeitnah – mit der Cybersicherheitsthematik auseinanderzusetzen. Glücklicherweise existiert eine Vielzahl spezialisierter Unternehmen, die Betriebe hier unterstützen können. Text SMA

Brandreport • Phoenix Contact Deutschland GmbH

NIS2: Mehr Sicherheit der Lieferketten Torsten Gast OT-Security Experte

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yberangriffe zielen zunehmend auf vernetzte Lieferketten und treffen Unternehmen dort, wo Sicherheitslücken oft übersehen werden. Mit der neuen EU-Richtlinie NIS2 verschärfen sich die Anforderungen an Cyber-Risikomanagement, Verantwortung und Transparenz deutlich, auch für viele Mittelständler. Warum die Bedrohungslage gerade jetzt so kritisch ist und was Unternehmen tun müssen, erklärt Torsten Gast, OT-Security Experte von Phoenix Contact Deutschland GmbH.

Herr Gast, Cyberangriffe über die Lieferkette nehmen zu. Warum ist die Lage aktuell so brisant? Die Lieferketten sind heute digital stark vernetzt. Unternehmen optimieren Prozesse über IT- und OT-Systeme und binden Partner eng ein. Diese Vernetzung macht die Supply Chain für Angreifer attraktiv – oft über den schwächsten Partner. Besonders im Produktionsbereich ist der Cybersecurity-Schutz oft schwach, da im Management häufig angenommen wird, die IT überwache auch die OT. In der Produktion gibt es jedoch komplexe Steuerungssysteme, die IT-Sicherungssysteme nicht abdecken. Was bringt die neue NIS2-Richtlinie? Mit NIS2 erhöht die EU den Druck. Seit dem 6. Dezember 2025 gilt die Richtlinie auch in Deutschland. Sie erweitert den Kreis der betroffenen Unternehmen deutlich und verlangt ein systematisches Cyber-Risikomanagement. Cybersicherheit endet nicht mehr am eigenen Werkstor: Unternehmen müssen unter anderem

die Risiken in der Lieferkette identifizieren und adressieren. Es gibt klare Meldepflichten und die Geschäftsleitung trägt Verantwortung. Wer ist konkret betroffen? Neben klassischen KRITIS-Unternehmen sind nun auch viele mittelständische Betriebe ab 50 Beschäftigte betroffen – zum Beispiel aus Industrie, Gewerbe, Energie, Verkehr und IT-Dienstleistungen. Auch Zulieferer stehen stärker im Fokus, selbst wenn sie nicht direkt reguliert sind. Unternehmen müssen von Partnern belastbare Sicherheitsstandards einfordern und bestätigen lassen. Der Anwendungsbereich von NIS2 ist also deutlich erweitert. Was heißt das für die Umsetzung? Unternehmen müssen ein Security Risiko Management etablieren, Lieferketten besser verstehen, Netzwerke segmentieren und überwachen, Zugriffe absichern, Mitarbeiter sensibilisieren und klare Prozesse für Vorfälle etablieren. Cybersicherheit wird zur Managementaufgabe.

Wie kann Phoenix Contact unterstützen? Wir begleiten unsere Kundschaft von der Risikoanalyse über sichere Automatisierungsund Netzwerklösungen bis hin zu Beratungskonzepten für NIS2-konforme Strukturen. Dazu gehören Anomalie-Überwachung und Awareness-Schulungen z. B. für die Geschäftsführung. Ziel ist praxisnahe Cybersicherheit, der Aufbau sicherer Produktionsnetzwerke und eine nachhaltige Absicherung der Lieferketten. Weitere Informationen unter: phoenixcontact.com


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DCSO Deutsche Cyber-Sicherheitsorganisation GmbH • Brandreport

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Lieferkettenrisiken sind strategische Führungsaufgabe Warum Governance, Überwachung und Reaktionsfähigkeit entscheidend für den Umgang mit Angriffen auf die Lieferkette sind.

Dominic Pfeil Head of Advisory, Assessments & DFIR

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ieferkettenangriffe sind keine Ausnahmefälle, sondern stehen für ein Risiko, das strukturell mit der zunehmenden Vernetzung von Unternehmen wächst. Moderne Organisationen, von Unternehmen über Behörden bis hin zu Parteien und Verbänden, befinden sich in einem komplexen Geflecht aus Lieferanten, Dienstleistern und gemeinsamen Schnittstellen, wodurch die Angriffsfläche längst über die Unternehmensgrenze hinausreicht. Lieferanten arbeiten teils mit sensiblen Daten, betreiben kritische Systeme oder verfügen über privilegierte Zugänge. Dass sich diese Schnittstellen oftmals der Kontrolle von Unternehmen entziehen, nutzen Cyberkriminelle gezielt für ihre Angriffe aus. Entscheidend ist die Fähigkeit von Unternehmen, Risiken frühzeitig zu erkennen, wirksam zu steuern und im Ernstfall koordiniert zu reagieren. Diese Handlungsfähigkeit wird inzwischen auch regulatorisch eingefordert, konkret durch NIS-2, mit expliziten Anforderungen an das Risiko- und Lieferantenmanagement und ist seit Jahren Bestandteil internationaler Informations- bzw. Cybersicherheitsstandards wie ISO 27001 oder dem NIST Cybersecurity Framework. Um sich systematisch der Absicherung von Lieferketten zu nähern, ist es notwendig, das Unternehmen Lieferkettenrisiken sowohl im strategischen Risikomanagement als auch entlang des gesamten Lieferantenlebenszyklus verankern. Damit ist sichergestellt, dass Lieferanten in Governance-Strukturen eingebunden werden und diese nicht auf die eigene Organisation beschränkt bleiben. Bei der Entwicklung von belastbaren Zielbildern, Entscheidungslogiken und Governance-Modellen unterstützen wir Unternehmen, um Wirksamkeit und Compliance herzustellen. Dazu zählt, Lieferanten systematisch zu erfassen sowie verbundene Risiken strukturiert und nachvollziehbar abzubilden. Angriffsrisiken entstehen nicht abstrakt beim Lieferanten selbst, sondern dort, wo er mit dem Unternehmen interagiert. Dabei zu betrachten sind nicht nur Dienstleistungen, sondern

Als Assessment-Partner stehen wir dabei zur Seite, Anforderungen praxistauglich zu formulieren, zu operationalisieren und deren Einhaltung zu überprüfen.

– Dominic Pfeil, Head of Advisory, Assessments & DFIR

auch genutzte Produkte (z. B. Software oder Cloud-Anwendungen). Für eine strukturierte Analyse reicht es nicht aus, Sicherheitsniveaus isoliert zu bewerten: Maßgeblich ist, welche Daten verarbeitet werden (hinsichtlich Vertraulichkeit, Verfügbarkeit und Integrität) und wie kritisch die Prozesse sind, in die Lieferanten eingebunden sind. Die Frage, welche Auswirkungen Ausfälle, Manipulationen oder Datenabflüsse hätten, erweitert den Blick auf mögliche Haftungsrisiken, Reputationsschäden und finanzielle Auswirkungen bei Gesetzes- oder Vertragsverstößen. Auf Basis der Erkenntnisse müssen konkrete Sicherheitsanforderungen an Lieferanten definiert werden. Dabei ist entscheidend, dass die Anforderungen zur Rolle des Lieferanten passen und vertraglich klar verankert sind, inklusive der Möglichkeit, deren Einhaltung regelmäßig zu überprüfen. Hierbei können Informationssicherheitsstandards einen Rahmen bieten, sofern sie nicht als formale Pflichtübung verstanden werden. Hier gilt: Die Implementierung wirksamer Maßnahmen schlägt die ausschließlich formale Erfüllung von Anforderungen. Für Unternehmen bedeutet das, dass insbesondere kritische Lieferanten genau überprüft werden müssen. Als Assessment-Partner stehen wir dabei zur Seite, Anforderungen praxistauglich zu formulieren, zu operationalisieren und deren Einhaltung zu überprüfen. Gerade bei komplexen Lieferantenstrukturen mit einer hohen Anzahl an zu überprüfenden Unternehmen setzen wir zunehmend auf KI-gestützte Assessments, um Dokumentation effizient mit Anforderungen abzugleichen. So lassen sich grundlegende Prüfaufgaben besser strukturieren und Kapazitäten auf die inhaltlich relevanten Kontroll- und Steuerungsaufgaben fokussieren. In der Lieferantenbeziehung reicht Vertrauen allein nicht aus. Belastbare

Mindestanforderungen und deren Einhaltung sind entscheidend, um Risiken kontrollierbar zu machen. Die Praxis zeigt: Lieferkettenrisiken verändern sich auch in Governance-Strukturen kontinuierlich. Neue Schwachstellen, kompromittierte Identitäten oder veränderte Lieferantenbeziehungen sorgen für Angriffsvektoren, die Cyberkriminelle systematisch ausnutzen. Ohne zielgerichtete Überwachung können solche Angriffe lange unentdeckt bleiben. Deswegen müssen Lieferanten ihre technischen Schnittstellen beziehungsweise die vom Unternehmen genutzten Produkte und insbesondere privilegierte Zugänge in das eigene Sicherheitsmonitoring eingebunden werden. Als Anbieter eines »Managed Detection and Response (MDR)«-Services zeigen unsere Erfahrungen, dass die bewusste Berücksichtigung lieferantenbezogener Aktivitäten, Zugriffe oder Auffälligkeiten zur frühzeitigen Erkennung verdächtiger Muster und damit zu erhöhter Resilienz führt. Viele Angriffe kündigen sich außerhalb der eigenen Infrastruktur an, etwa durch geleakte Zugangsdaten, kompromittierte Systeme oder Diskussionen in einschlägigen Foren. Die externe Betrachtung des eigenen Ökosystems ergänzt internes Sicherheitsmonitoring um eine entscheidende Perspektive. Durch die Kombination der Überwachung der externen Angriffsfläche und Threat Intelligence unterstützen wir dabei, Risiken bei kritischen Lieferanten zu identifizieren, zu bewerten und gezielt zu reagieren. Trotz aller Präventionsmaßnahmen bleibt der Ernstfall realistisch. Im Kontext des Lieferantenrisikomanagements ist dabei nicht nur die Existenz eines Incident-Response-Plans entscheidend, sondern auch dessen Anwendbarkeit über die Organisationsgrenzen hinweg. Konkret müssen Lieferanten integraler Bestandteil

von Meldewegen, Entscheidungsprozessen sowie Kommunikations- oder Krisenstrukturen sein. Auch in unserer Arbeit als Incident-Response-Dienstleister spielt die Vorbereitung unter Berücksichtigung von Lieferanten eine wesentliche Rolle, um im Notfall schnell koordiniert und belastbar handeln zu können. Erfahrungsgemäß reduziert dies Reibungsverluste erheblich und verkürzt die Zeit bis zur wirksamen Eindämmung eines Vorfalls. Resilienz im Umgang mit Lieferketten entsteht aus der Kombination von Governance, kontinuierlicher Überwachung, externer Bedrohungsperspektive und klar geregelter Reaktion. Risiken werden so nicht isoliert betrachtet, sondern entlang von Verantwortlichkeiten, Entscheidungswegen und realen Auswirkungen auf die eigene Wertschöpfungskette gesteuert. Die Unternehmens-Governance schafft dafür den notwendigen Rahmen und technische Überwachungsmaßnahmen konkretisieren das Lagebild. Gemeinsam ermöglichen sie wirksames Handeln. Lieferkettensicherheit ist damit kein statischer Zustand, sondern ein fortlaufender Steuerungsprozess: Lieferanten werden systematisch in das Risikomanagement eingebunden, Anforderungen risikobasiert aufgestellt und überprüft, kritische Abhängigkeiten kontinuierlich überwacht und Bedrohungssignale frühzeitig erkannt. Dabei profitieren beide Seiten: Auch für Lieferanten schafft die strukturierte Auseinandersetzung mit Informationssicherheit Vertrauen, höhere Resilienz und eine verlässliche, gesetzeskonforme Zusammenarbeit. Deshalb begleiten wir nicht nur Unternehmen selbst, sondern auch Lieferanten dabei, Sicherheitsanforderungen zu bewerten und wirksam umzusetzen oder weiterzuentwickeln. Ein wirksames Lieferantenrisikomanagement entsteht dort, wo Risiken nicht nur beschrieben, sondern im laufenden Betrieb aktiv und gemeinsam gesteuert werden. Weitere Informationen unter: dcso.de


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Resilienz

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Warum Resilienz die härteste Währung im Supply Chain Management ist Die Ära der stabilen Rahmenbedingungen ist vorbei. Wer in der Permakrise nicht nur überleben, sondern Marktanteile gewinnen will, muss Volatilität als strategischen Hebel begreifen. Die gute Nachricht lautet: Solche Hebel existieren.

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Wo die Zukunft der Logistik erlebbar wird

ange Zeit galt in der Logistik ein ungeschriebenes Gesetz: Das beste Supply Chain Management ist jenes, das man nicht bemerkt. Lautlos, effizient und unsichtbar sorgte es im Hintergrund dafür, dass die globalen Räder griffen. Doch diese Zeit ist endgültig vorbei: Disruption ist kein vorübergehender Bug im Betriebssystem der Weltwirtschaft, sondern das neue StandardFeature. Von geopolitischen Spannungen und Handelskriegen über Pandemien bis hin zu den spürbaren Folgen des Klimawandels sehen wir uns einer »Permakrise« gegenüber. Für Entscheidungsträgerinnen und -träger in der Logistik bedeutet dies einen radikalen Paradigmenwechsel. Die defensive Haltung, lediglich Brände zu löschen und auf die Rückkehr zur Normalität zu warten, ist heute eine Existenzgefährdung. Die Aufgabe lautet vielmehr, Lieferketten so zu designen, dass sie unter Druck nicht brechen, sondern stärker werden.

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m 5. Mai 2026 lädt startport erneut zur Future Logistics Innovationsmesse ins Museum der Deutschen Binnenschifffahrt in Duisburg ein. Mehr als 30 Aussteller finden sich hier aus Automatisierung, Digitalisierung und nachhaltiger Logistik zusammen. Das Publikum erhält Einblicke durch Keynotes führender Stimmen der Logistik, vielseitige Panel Discussions sowie eindrucksvolle Startup Pitches.

Der Preis der Effizienz und die Rückkehr der Puffer Jahrzehntelang wurde das Supply Chain Management von einem einzigen Mantra dominiert: Kosteneffizienz durch Just-inTime. Lagerbestände galten als totes Kapital, Redundanzen als Verschwendung. In einer Welt stabiler Handelsrouten und niedriger Zinsen war diese Rechnung valide. In der heutigen Volatilität wird diese Hyper-Effizienz jedoch zur Achillesferse: Ein einziger blockierter Hafen oder ein fehlendes Bauteil kann heute Milliardenverluste verursachen, die jede zuvor eingesparte Lagerhaltungskostenersparnis bei weitem übersteigen.

2026 erweitert startport die Future Logistics um einen zusätzlichen Messebereich mit großem Festzelt, direkt neben dem Foodmarket. Hier machen Live-Demos die Logistik direkt hautnah erlebbar. Mit dem Code »SpecialOffer-FL« reduziert sich der Ticketpreis um 50 Prozent! Weitere Informationen unter: futurelogistics-startport.de

Wir erleben daher eine Renaissance des »Just-in-Case«-Prinzips. Das bedeutet nicht, dass wir zu den überfüllten Lagern der 1980er Jahre zurückkehren, aber wir müssen Redundanz neu bewerten. Strategische Bestände und alternative Kapazitäten sind keine Verschwendung, sondern eine notwendige Versicherungsprämie gegen den

Stillstand. Supply Chain Managerinnen und Manager müssen lernen, Resilienz finanziell zu argumentieren: Die Kosten für Pufferlager müssen gegen die potenziellen Kosten eines Produktionsausfalls (Cost of Downtime) und den Reputationsverlust aufgewogen werden. Resilienz wird somit vom Kostenfaktor zum Renditefaktor, der die Lieferfähigkeit garantiert, wenn die Mitbewerber bereits »Out of Stock« meldet. Strukturelle Antworten: Diversifikation statt Abhängigkeit Auf struktureller Ebene erfordert Resilienz eine Abkehr vom bequemen Single Sourcing. Die Abhängigkeit von einem einzigen Lieferanten oder einer einzigen Region ist ein Klumpenrisiko, das sich kein Unternehmen mehr leisten kann. Die Antwort liegt in einer intelligenten Diversifikation und Regionalisierung. Strategien wie »China Plus One« oder Nearshoring in Richtung Osteuropa und Mexiko gewinnen massiv an Bedeutung. Dabei geht es aber nicht um eine vollständige Entkopplung von globalen Märkten, was oft weder möglich noch wirtschaftlich sinnvoll wäre, sondern um ein De-Risking. Wenn eine Route blockiert ist, muss eine alternative bereitstehen. Diese Multi-Sourcing-Strategie erhöht zwar die Komplexität im Einkaufs- und Lieferantenmanagement, erkauft aber die nötige Flexibilität, um auf geopolitische Verwerfungen reagieren zu können. Die Lieferkette wird kürzer, regionaler und dadurch robuster gegenüber globalen Schocks. Doch geografische Diversifikation allein reicht nicht aus, wenn die Informationsflüsse stocken. In vielen Unternehmen herrscht noch immer ein Blindflug, sobald die Ware das eigene Werkstor verlässt. Resilienz im 21. Jahrhundert ist untrennbar mit digitaler Transparenz verbunden. Oder anders formuliert: Man kann nicht managen, was man nicht sieht. Unternehmen benötigen eine

»End-to-End Visibility«, die durch Control Tower und digitale Zwillinge realisiert wird. Der entscheidende Sprung liegt hierbei im Wechsel von deskriptiver zu präskriptiver Analytik. Es reicht nicht mehr zu wissen, wo sich ein Container gerade befindet. Künstliche Intelligenz muss heute simulieren, welche Auswirkungen ein Streik in drei Wochen auf die eigene Produktion haben wird, und proaktiv Lösungsvorschläge unterbreiten. Wer Szenarien simulieren kann, bevor sie eintreten, wechselt vom Reagieren ins Agieren. Technologie wird so zum Früherkennungssystem, das Zeit kauft – die wertvollste Ressource in der Krise. »Antifragilität« als neues Zielbild Letztlich ist Resilienz aber nicht nur eine Frage von Technik und Lagerbeständen, sondern von Kultur. Starre Hierarchien und langsame Entscheidungsprozesse sind in volatilen Zeiten tödlich. Eine resiliente Organisation braucht »Empowerment« an der Frontlinie. Mitarbeitende müssen befähigt werden, in kritischen Situationen Entscheidungen zu treffen, ohne auf die Freigabe durch drei Managementebenen warten zu müssen. Das ultimative Ziel dieser Transformation lässt sich am besten mit dem Begriff der „Antifragilität“ beschreiben. Während eine resiliente Kette dem Schock widersteht und zum Ursprungszustand zurückkehrt, lernt eine antifragile Kette aus dem Stressor. Sie passt sich an, optimiert ihre Prozesse basierend auf der Störung und geht gestärkt aus der Krise hervor. In einer globalen Wirtschaft, in der die nächste Disruption nur eine Frage der Zeit ist, wird diese Fähigkeit zum ultimativen Wettbewerbsvorteil. Wer Disruption meistert, für den ist Chaos keine Leiter in den Abgrund – sondern eine Chance zum Aufstieg. Text SMA

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Resilienz entscheidet über Lieferfähigkeit und Wachstum Vorbereitung, Flexibilität und datenbasierte Entscheidungen im operativen Alltag.

Johannes Tress Co-Founder und Co-CEO Warum wird Resilienz zur Schlüsselkompetenz in der Supply Chain? Lieferketten bewegen sich dauerhaft in einem Umfeld aus Unsicherheit: geopolitische Spannungen, volatile Nachfrage sowie steigende Transport- und Energiekosten. Resilienz bedeutet für Händler heute, Störungen nicht nur zu überstehen, sondern handlungsfähig zu bleiben. Entscheidend sind

Wo liegen aktuell die größten Schwachstellen? Viele Fulfillment-Setups sind historisch gewachsen: einzelne Lager, feste 3PL-Verträge und fragmentierte IT-Systeme. In stabilen Zeiten funktioniert das, bei Volumenspitzen, Routenstörungen oder Preisanpassungen gerät es schnell unter Druck. Besonders kritisch sind fehlende Transparenz über Bestände, geringe Steuerbarkeit im Versand und hohe Abhängigkeiten von einzelnen Dienstleistern. Was macht ein resilientes Fulfillment-Setup aus? Resiliente Strukturen basieren auf drei Faktoren: Transparenz, Flexibilität und operativer Kontrolle. Händler müssen jederzeit wissen,

wo ihre Ware liegt und wie sich Aufträge bewegen. Gleichzeitig braucht es die Möglichkeit, Lagerstandorte, Versanddienstleister oder Versandregeln kurzfristig anzupassen; ohne komplexe IT-Projekte oder neue Verträge.

Händler steuern ihr Fullfillment zentral, koordinieren Bestände und Versandprozesse standortübergreifend und skalieren flexibel in neue Märkte. Servicelevel und Kosten bleiben jederzeit transparent kontrollierbar.

Welche Rolle spielt Technologie? Technologie fungiert als Control Tower für Fullfillment und Delivery. Eine zentrale Plattform verbindet Shops, ERP-Systeme, Lager und Carrier, automatisiert Prozesse und macht Abweichungen frühzeitig sichtbar. Resilienz entsteht nicht erst in der Krise, sondern durch kontinuierliche Prävention im Tagesgeschäft.

Die Supply Chain der Zukunft ist nicht die günstigste, sondern die anpassungsfähigste. Händler, die früh in Transparenz, Flexibilität und Steuerbarkeit investieren, sichern sich klare Vorteile. Resiliente Fulfill­ ment-Strukturen sind mittlerweile einer der zentralen Erfolgsfaktoren im Handel.

Wie unterstützt everstox Händler konkret? everstox vereint cloudbasierte Fulfillment-Technologie mit einem internationalen Netzwerk spezialisierter Lager- und Versanddienstleister.

Weitere Informationen unter: everstox.com


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Die Wirtschaft ist alarmiert: Warum Cyber-Resilienz jetzt Chefsache ist!

Dr. Alexander Skorna Geschäftsführer

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m Interview spricht Dr. Alexander Skorna, Geschäftsführer der Funk Consulting GmbH, zur verschärften Gangart der EU, der Renaissance des Risikomanagements – und erklärt, warum parametrische Versicherungslösungen gerade jetzt an Bedeutung gewinnen.

Herr Dr. Skorna, Cyber-Angriffe sind in den Schlagzeilen allgegenwärtig. Aber hat sich auch die Wahrnehmung der Bedrohungslage durch die Unternehmen verändert? Ja, die Wirtschaft ist alarmiert. Das ist auch nicht verwunderlich, denn die Einschläge kommen näher und sie treffen härter. Wir sprechen längst nicht mehr über isolierte IT-Probleme. Wenn heute Banken, Versicherer oder Industrieunternehmen ins Visier geraten, zielen die Angreifer präzise auf die kritische digitale Infrastruktur: Zahlungsströme, Produktionssysteme, Kundenzugänge rücken dabei in den Fokus. Das trifft den Nerv. Cyber-Sicherheit ist daher kein reines Technik-Thema mehr, sondern ein strategischer Wettbewerbsfaktor, der zwingend ins Management-Cockpit gehört. Der Gesetzgeber sieht das offenbar ähnlich. Mit der NIS-2-Richtlinie zieht die EU die Zügel ab 2026 deutlich an. Was kommt da konkret auf deutsche Unternehmen zu? Die EU macht Ernst, das kann man nicht anders sagen. Mit NIS-2 wird die Messlatte für die digitale Widerstandsfähigkeit massiv nach oben korrigiert. Es geht Brüssel im Kern darum, den Datenverkehr und die digitalen Infrastrukturen ganzheitlich zu schützen. Für Unternehmen bedeutet das: Risikoanalysen, Business-Continuity-Pläne und strenge Lieferketten-Checks werden zum Standard. Wer diese Vorgaben ignoriert oder CyberSicherheit nur als »Papiertiger« behandelt, riskiert hohe Bußgelder, Reputationsschäden sowie – und das ist entscheidend – die persönliche Haftung der Geschäftsführung.

Nur wer Risiken systematisch identifiziert, bewertet und priorisiert, bleibt handlungsfähig.

– Dr. Alexander Skorna, Geschäftsführer

Gerade hochregulierte Branchen wie die Finanzwirtschaft sowie die hoch-vernetzte Automobilindustrie sind davon betroffen. Warum ist der Druck dort so hoch? Weil das Geschäftsmodell dieser BranchenBeispiele im Kern aus Vertrauen und Datensicherheit besteht. Ein Cyber-Angriff ist hier weit mehr als ein operativer Zwischenfall – er tangiert die gesamte Reputation eines einzelnen Unternehmens oder Großkonzerns. Die Vorfälle aus der Vergangenheit zeigen, dass Cyber-Angriffe neben der Liquidität auch die Marktstellung und im schlimmsten Fall die wirtschaftliche Existenz bedrohen. Vor allem Kunden und Zulieferer kappen in der Regel ihre Schnittstellen und IT-Anbindungen zu den betroffenen Unternehmen, allein schon aus reiner Vorsicht. Die Wiederherstellung kann schnell Monate dauern. Wenn die Verlässlichkeit und damit das Vertrauen der Kunden wegbricht, erodiert die Basis des Geschäfts. Wie begegnet man dieser Komplexität? Reicht die klassische IT-Abwehr Ihres Erachtens noch aus? Technik ist wichtig, aber das Rückgrat jeder Cyber-Strategie ist ein wirksames Risikomanagement. Nur wer Risiken systematisch identifiziert, bewertet und priorisiert, bleibt handlungsfähig. Wir brauchen hier moderne Softwarelösungen, die nicht nur dokumentieren, sondern Cyber-Sicherheit aktiv managen – Stichwort Früherkennung und automatisiertes Reporting. Das entlastet die Geschäftsleitung und sichert den Nachweis gegenüber der Aufsicht. Sie plädieren dafür, die Regulierung nicht als Bürde, sondern als Chance zu

begreifen. Wie wird aus Compliance ein Wettbewerbsvorteil? Indem man Cyber-Sicherheit nicht nur betreibt, um den Regulator ruhigzustellen, sondern sie tief in die Gesamtstrategie integriert. Wer solide Strukturen für Incident Response und Business Continuity schafft, gewinnt echte Resilienz. In einer Branche, in der Vertrauen das höchste Gut ist, wird diese Widerstandsfähigkeit zum Differenzierungsmerkmal – genauso wertvoll wie Kapitalstärke oder Innovationskraft. Trotz bester Prävention bleibt ein Restrisiko. Wie sieht eine moderne Absicherung aus? Hier kommt die Cyber-Versicherung ins Spiel, aber sie muss intelligent eingebunden sein. Ein spannender Ansatz sind derzeit parametrische Deckungen. Diese Policen greifen ohne aufwendige Schadensmessung. Sie leisten automatisch, sobald definierte Ereignisse eintreten, etwa der Ausfall eines kritischen Systems über eine bestimmte Dauer. Das sichert im Ernstfall extrem schnell Liquidität und verschafft Handlungsspielraum. Gerade vor dem Hintergrund der verschärften NIS-2-Regulierung ist das ein entscheidender Baustein, um unkalkulierbare Risiken abzufedern. Ihr Fazit für Entscheiderinnen und Entscheider lautet demnach? Die Frage lautet nicht mehr, ob man CyberRisiken adressiert, sondern wie konsequent. Es ist eine aktive Pflichtaufgabe für das Management. Wer Sicherheit, Resilienz und Versicherungsschutz in einer ganzheitlichen Strategie verbindet, sichert nicht nur die Compliance, sondern die digitale Zukunftsfähigkeit seines Unternehmens.

Das klingt nach einer enormen Herausforderung für die interne Ressourcenplanung. Wo ordnet sich Funk Consulting in diesem Spannungsfeld ein? Wir sehen uns hier ganz klar als strategischen Partner, der Orientierung schafft. Als einer der führenden Versicherungsbroker und Risikoberater in Europa sprechen wir Unternehmen und Entscheidern weltweit die beste Empfehlung für ihre Sicherheit und Vorsorge aus. Das bedeutet für uns: Wir lassen unsere Mandanten mit der Regulatorik nicht allein, sondern übersetzen die Anforderungen in machbare Prozesse und intelligente Absicherungskonzepte. Weitere Informationen unter: funk-gruppe.com

Über die Funk Gruppe Seit mehr als 145 Jahren sichert Funk gemeinsam mit seinen Kunden Werte für die Zukunft. Als größter inhabergeführter, unabhängiger Versicherungsmakler und Risk Consultant im deutschsprachigen Raum bietet das Unternehmen umfassende Expertise in Versicherungslösungen, Risikomanagement sowie Vermögenssicherung und Vorsorge. Die langjährige Erfahrung als familiengeführtes Traditionsunternehmen macht Funk zur besten Empfehlung für das Management von Risiken. Mit rund 1.740 Mitarbeitenden berät das zukunftsorientierte Familienunternehmen ganzheitlich. Die globale Präsenz in mehr als 100 Ländern – durch 37 eigene Standorte und das Netzwerk »The Funk Alliance« – garantiert, dass Funk immer dort ist, wo es gebraucht wird.


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»Es braucht einen strategischen Rhythmus, dem alle Lieferketten und Produktionsnetzwerke folgen«

Die Bedarfsplanung in Lieferketten wird zum zentralen Werkzeug, um Marktschwankungen ausgleichen und Kernkompetenzen wieder feiern zu können. Dr. Markus Contzen und Sven Steinert, Partner der 1997 gegründeten Unternehmensberatung H&Z, über neue regionale Produktionsnetzwerke und bessere strategische Planungen.

Kooperationen eingehen und Informationen in beide Richtungen geteilt werden.

Dr. Markus Contzen Partner

Unternehmen stehen mehr denn je vor der Frage: Wo werden wir zukünftig mit welcher Technologie und für welchen Endmarkt fertigen?

– Dr. Markus Contzen, Partner

Sven Steinert Partner Herr Dr. Contzen, Herr Steinert, wie wirken sich veränderte Nachfragebedingungen auf die weltweiten Lieferketten aus? Dr. Markus Contzen: Die aktuelle Marktsituation ist stark durch die geopolitischen Herausforderungen geprägt. Entsprechend ändert sich die Risikobeurteilung der Unternehmen. Es geht dabei nicht nur um veränderte Nachfragebedingungen, sondern auch um konkurrierende Wirtschafts- und Politiksysteme. Unternehmen stehen mehr denn je vor der Frage: Wo werden wir zukünftig mit welcher Technologie und für welchen Endmarkt fertigen? Es geht weg von einer globalen, zentral geführten Fertigungsstruktur hin zu einer regionalen, mehr autonomen, die stark koordinierend durch digitale Systeme gesteuert wird. Wir bezeichnen das bei H&Z als den strategischen Rhythmus, dem alle Lieferketten und Liefernetzwerkteile folgen. Sven Steinert: Firmen müssen insgesamt viel anpassungsfähiger und flexibler werden. In der Vergangenheit ging es vor allem um Kostenoptimierung. Man hat geschaut, wo welcher Produktionsschritt der Wertschöpfungskette kostenoptimal durchgeführt werden kann. Heute geht es um Kosten, ergänzt um Marktzugang und Resilienz. Sie müssen eine Anpassungsfähigkeit entwickeln, um schnell auf einen anderen Lieferanten oder ein anderes Produktionsland wechseln zu können. Diese Flexibilität

ist stärker in den Fokus gerückt – und wird in Zukunft noch wichtiger werden. Dementsprechend müssen Unternehmen heute anders entscheiden als vor fünf oder zehn Jahren. Was folgt daraus? Contzen: Das richtige Produktions- und Netzwerk Set-up in Kombination mit exzellenter Planung (S&OP) ist im Grunde die Lösung. Das bedeutet auch, die richtigen Investitionen zu tätigen. Man investiert produktionsseitig nur noch in die Fähigkeiten, die man selbst in der Hand haben will. Der Rest wird über flexible Lieferantennetzwerke in den

einzelnen Regionen abgebildet. Planung bekommt einen wichtigeren Stellenwert. Für die kurzfristigen transaktionalen Planungsrhythmen braucht es robuste Systeme, für den mittelfristigen Planungshorizont ab sechs Monaten flexiblere Systeme, die verschiedene Szenarien simulieren, beispielsweise mittels eines digitalen Zwillings. Wenn wir in ein Unternehmen kommen, gibt es vier Themen für eine optimale Lieferperformance, die wir uns angucken: das Produkt, den Fertigungs-Footprint, die Planungsebene und die Lieferantennetzwerke. Letztere funktionieren nur, wenn sie mit den Lieferanten enge

Es braucht ein ganzheitliches Programm, das das Unternehmen, angepasst auf die neue geopolitische Situation, einerseits resilient für die Zukunft macht, andererseits aber auch die Kostenpositionen im Blick behält.

– Sven Steinert, Partner

Steinert: Wo wir uns in der Vergangenheit einzelne Bereiche angeschaut haben, suchen wir jetzt nach integrierten Programmen. Der Sammelbegriff für die vier genannten Themen lautet Klarheit. Es braucht ein ganzheitliches Programm, das das Unternehmen, angepasst auf die neue geopolitische Situation, einerseits resilient für die Zukunft macht, andererseits aber auch die Kostenpositionen im Blick behält. Wenn wir wettbewerbsfähig bleiben wollen, auch hinsichtlich der Konkurrenz aus China, braucht es Klarheit und Kostenbewusstsein. Wie wirken sich optimierte Beschaffungsnetzwerke auf die Liquidität aus? Contzen: In vielen Unternehmen gibt es zwei Welten. Die eine besteht aus der Supply-Chain-Planung, wo man sich um die Produkte kümmert, um die Beschaffung, die Produktion und die Prognosen des Vertriebs. Daneben gibt es die Finanzwelt mit der Umsatz-, Ergebnis-, Net-Working-Capital- und Bestandsplanung. Zwischen beiden Welten gibt es oft eklatante Abweichungen. Das Bestreben muss sein, beide in Einklang zu bringen. Dazu bedarf es einer besseren Mittelfristplanung mit Simulationsmöglichkeiten und daraus folgenden, risikobasierten Entscheidungen. Wir haben uns bei H&Z immer als Beratung mit Hirn, Herz and Hand verstanden. Soll heißen: Wir begleiten unsere Kunden partnerschaftlich dabei, ihre Ambitionen in messbaren Nutzen zu übersetzen – wir nennen das »from ambition to impact«. Weitere Informationen unter: hz.group


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