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Fokus Genuss

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FOKUSGenuss EINE THEMENZEITUNG VON SMART MEDIA

NOVEMBER 2015

Schwerpunkt

WILLKOMMEN IN GSTAAD Ein Blick auf die Genuss-Region der Schweiz

Von Erfolgshunger bis Wissensdurst Igeho Campus – die Live-Plattform mit Referaten und Diskussionsrunden an der internationalen Fachmesse für Hotellerie, Gastronomie und Ausser-Haus-Konsum Das ganze Programm jetzt auf www.igeho.ch/campus

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Editorial 3 Lesen Sie mehr...

Wo der Genuss zuhause ist Sehr geehrte Damen und Herren

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ie neuen Trends im Freizeitverhalten stellen die Destinationen im gesamten Alpenraum vor neue Herausforderungen. Der starke Franken ist momentan nur eine Entscheidungsbremse für Ferien in der Schweiz. Eine zweite – ein gesellschaftlicher Megatrend – ist die wachsende Sehnsucht nach immer kürzeren Fluchten und schnellen Auszeiten in möglichst urbane Gegenden, um die Erlebnismomente zu maximieren. Unsere Region orientiert sich auf ihrem Weg in die Zukunft an Schweiz Tourismus: Reisen heisst

Sehnsucht nach Emotionen stillen. Es gilt, konkrete, authentische Erlebnisse zu schaffen, die einfach zugänglich sind. Erlebnismarketing ist eine der Schlüssel-Aufgaben, auf die sich Gstaad bereits ausgerichtet hat. Den Ausbau der Saison-Zeiten und die Erschliessung neuer Gästesegmente betreibt Gstaad Saanenland Tourismus dank zusätzlichen Marketing-Mitteln durch die Gemeinden seit 2012. Damals haben wir unsere Aktivitäten in die Fernmärkte ausgedehnt und können uns nun über steigende Nachfrage von dort freuen. Wie zielgruppenorientiertes Erschliessen neuer Nischen erfolgreich praktiziert werden kann, haben

wir beispielsweise 2015 im Bereich Rennvelo eindrucksvoll bewiesen. Stolz stellen wir fest, dass diese gezielte Ansprache von Gästesegmenten Früchte trägt. Ein weiteres Beispiel, wo unsere Region bei unseren Gästen punktet, ist die Angebotspalette rund um das Thema Genuss. Zahlreiche Gastgeber sorgen mit ihrem Angebot für emotionale Glücksmomente. Sei dies durch die perfekte Unterkunft, welche keine Wünsche offen lässt, oder durch kulinarische Köstlichkeiten, welche den Gaumen unserer Gäste stets aufs Neue verführen. Reisen soll die Sehnsucht nach Emotionen stillen. Gstaad Saanenland Tourismus und alle Leistungsträger, die sich zum

Text SMA Titelbild Thinkstock Design Smart Media Agency AG Grafik und Layout Anja Cavelti

Distributionskanal Bilanz, November 2015 Druck Swissprinters AG, Zofingen

christoph.vons@smartmediaagency.ch

Country Manager Jeroen Minnee Produktionsleitung Matthias Mehl

Ihr Kaffeepartner im Saanenland. Blasercafé ist offizieller Co-Sponsor des Menuhin-Festivals in Gstaad.

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04 Entwicklung des Chalets

Wohl des Gastes einsetzen, sorgen dafür, dass wir dieser Erwartung gerecht werden. Ein herzliches Dankeschön dafür. Geniessen Sie Ihren Aufenthalt bei uns.

06 Kaviar und Champagner 08 Lachs aus der Schweiz 09 Die moderne Küche 10 Interview mit

Andrea Scherz, Inhaber Palace Hotel Gstaad

12 Skiregion Gstaad 14

Drei Genuss-Rezepte zum Nachkochen

16 Essen und Bier? Das passt 18 Wohnen im Chalet 20 Kultur in den Bergen 22 Geschichte von Gstaad 24 Spa-Erlebnis 26 Zigarren und Rum

Viel Spass beim Lesen! Christoph von Siebenthal

Martin Bachofner, Direktor GSTAAD SAANENLAND TOURISMUS (STF). ÜBER SMART MEDIA

FOKUS GENUSS Projektleiter Christoph von Siebenthal

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Smart Media ist der Spezialist für Content Marketing und Native Advertising. Unsere Kampagnen werden sowohl online als auch in führenden Printmedien publiziert. Inhaltlich setzen wir einen Fokus auf aktuelle und relevante Fachthemen innerhalb verschiedener Branchen. Mit unseren kreativen Medienlösungen helfen wir Ihnen dabei, Ihre Marke zu stärken und echten Nutzen für Ihre Zielgruppe zu schaffen. Unsere hochwertigen Inhalte regen Ihre Kunden zum Handeln an.

Projektleiter

Smart Media Agency AG Gerbergasse 5, 8001 Zürich, Schweiz Tel. 044 258 86 00 E-Mail jeroen.minnee@smartmediaagency.ch Web www.smartmediaagency.ch


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4 Ortsbild

Die Entwicklung des Chalet-Stils Die Gebäude der Tourismus Region Saanenland wurden und werden im Chalet-Stil erstellt. Der Baustil ist in unserem Baureglement fest verankert. Das hat Vor- und Nachteile. TEXT MICHAEL TSCHANZ

Sie sind eines der unverkennbaren Merkmale des Saanenlands: Die Chalets. Der Chalet-Stil geht aus den traditionellen bäuerlichen Bauten hervor, welche schon dazumal durch das regional vorhandene Material «Holz» und dem Satteldach charakterisiert wurden. Die Gebäude waren jeweils auf ihre ganz bestimmte Nutzung ausgelegt. Durch das verdichtete Bauen in den Dörfern rückte der Brandschutz bereits früh in den Vordergrund. Eine Weiterentwicklung des Chalets stellen die noch heute präsenten Steinbauten im Dorfkern dar. Der aufstrebende Tourismus benötigte Unterkünfte. Die Holzbauten wurden entsprechend grösser, wobei die neuen Grand-Hotels aus Stein erstellt wurden. Während der grossen Boom-Jahre im Alpinen-Tourismus um 1960, wuchsen viele Destinationen so rasant, dass enorme Betonbauten in den Alpinen-Raum gepflanzt wurden. Das Saanenland reagierte mit einem strikten Baureglement, worin der Chalet-Stil als einzig mögliche Bauart definiert

wurde. In diesem Reglement ist das «Chalet» genau definiert: Länge, Breite, Höhe, Proportion, Dachform und Dachneigung, sowie die von Aussen sichtbaren Materialien sind festgehalten. So entstand das Einheits-Chalet, welches noch heute hoch angesehen ist bei den Touristen. Mit wenigen Ausnahmen (z.B. für öffentliche- sowie Industriebauten) wird seither jedes Gebäude ähnlich erstellt. Durch die konsequente Anwendung konnten Bausünden wie zu grosse Wohnkomplexe und Materialschlachten, wie sie zum Beispiel in den französischen Alpen vorkommen, verhindert werden. Das Saanenland gedeiht seither mit seinem Baustil aus Holzfassaden. Die Gäste der Region schwärmen von den lieblichen Chalet-Kompositionen und fühlen sich wohl und geborgen. Obwohl die starke Regulierung das Tal vor baulicher Verschandelung bewahrte, hat die Vereinheitlichung auch ihre Schattenseiten. Immer mehr alte Gebäude (vor 1900) mit Charakter und Geschichte gehen verloren, werden mit den reglementierten Neubauten ersetzt oder gehen neben grösseren Neuchalets unter – beziehungsweise werden verdeckt und deshalb nicht mehr wahrgenommen. CHARAKTER BEWAHREN In den Dörfern ist ein Verlust der Vielfältigkeit zu beklagen. Die

Diversität der genutzten Materialien wie Stein und Holz, wie auch proportionale Unterschiede gehen verloren. Der vorhandene Charakter droht zu verschwinden. Durch den Versuch, sämtliche Nutzungen (öffentliche Bauten, Zweckbauten, etc.) in ein und dasselbe Chalet-Gewand zu zwängen, entstehen zuweilen bizarre Formen und Grössen. Für eine zukünftige, nachhaltige und touristische Entwicklung sollten die vielen positiven Erfahrungen mit den reglementierten Chalets zusammen mit einer gewissen Öffnung des Systems gepaart werden. Die Vorschriften

sollten dahingehend angepasst werden, dass eine grössere Vielfalt und dem Zweck entsprechende Gebäude entstehen können. Die Anlehnung an die traditionellen bäuerlichen Bauten sollten wieder vermehrt in den Vordergrund rücken und die Anforderungen bezüglich Energieeffizienz, Nutzung und Verdichtung müssen miteinbezogen werden. Der Holzbau, eine Entwicklung über Generationen. Das Chalet, eine Institution unserer Region. Diese gepaart mit Innovation, ein Versprechen an die nächsten Generationen.

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6 Delikatessen

Stilecht feiern mit Kaviar und Champagner

Wahre Gastfreundschaft erleben Die Schweizer Gastfreundschaft ist weltbekannt für ihre erstklassigen und hochkarätigen Strukturen, doch ihre Weiterentwicklung vom klassischen Grandhotel verläuft zurückhaltend. Gelegentlich wird sie gar als antiquiert bezeichnet. Das Le Grand Bellevue in Gstaad hat einen neuen internationalen Standard entwickelt, der sich die historischen Qualitäten, die den guten Ruf der Schweizer Gastfreundschaft ausmachen, zu eigen macht und die Hotelgäste in eine Welt aus dezentem und doch geschmackvollem Luxus entführt. Geschickte und mutige Farbkombinationen, Innovation, Humor sowie exquisite Stoffe machen Ihren 5-Sterne-Aufenthalt zu einem ungezwungenen und doch ganz besonderen Erlebnis. Das aussergewöhnliche Spa mit einer Fläche von 3’000 m2, das Michelin-Stern-gekrönte Restaurant mit lockerer Atmosphäre und die Eröffnung des neuen verführerischen und doch Rock-and-RollNachtclubs BOUQUET sind nur einige der vielen Höhepunkte. Mehr Informationen: www.bellevue-gstaad.ch

Wer stilecht feiern will, macht das mit Champagner und Kaviar. Wir zeigen ihnen, auf was sie achten müssen, wenn sie die beiden Edelprodukte zu Hause geniessen wollen. TEXT PATRICK HUNKELER

Seit drei Jahrhunderten gehört der Champagner zum französischen «savoir vivre». Er hat den leichtlebigen Festen des 18. und den romantischen Feiern des 19. Jahrhunderts ihre Eleganz verliehen und sich mit allen Fantasien der Belle Epoque vermischt. Auch heute noch ist er der Begleiter, den man bei allen grossen Anlässen, seien sie glamourös oder intim, nicht missen möchte. Welcher Schaumwein sich Champagner nennen darf, ist streng geregelt. Die Grundweine müssen in der Champagne aus von Hand gelesenen Trauben gekeltert sein. Neben der weissen Champagnertraube Chardonnay werden auch die Rebsorten Pinot Noir und Pinot Meunier mit roter Haut und weissem Saft verwendet. Es gilt das Prinzip

«Qualität vor Quantität»: Aus 150kg Trauben dürfen maximal hundert Liter Most gewonnen werden. CHAMPAGNER-AROMEN KOMMEN MIT KAVIAR VOLL ZUR GELTUNG Kaviar gehört zu den teuersten Lebensmitteln der Welt. Er bietet auch eine Wucht des Genusses, die man sonst bei keinem Produkt findet. Die 
cremig-knackige Textur, das intensive zarte salzig-süsse Aroma, welches wie verdichtetes Meer schmeckt, machen die 
 Fischeier zu einem spektakulären Begleiter eines edlen Schaumweins. Kaviar bringt die feinen Aromanuancen eines guten Jahrgang-Champagners noch besser zur Geltung. QUALITÄT IST WICHTIG Kaviar ist von Natur aus höchst verderblich. Selbst unter idealen Temperaturbedingungen sind die kleinen Dosen bei frischem Kaviar schon nach zwei bis drei Wochen beim Händler verdächtig. Kaufen Sie somit hochwertigen Kaviar immer nur dort wo Sie sicher sein

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können, dass es sich um frische Ware handelt. Es gibt auch pasteurisierten Kaviar, welcher im Vakuum der üblicherweise kleinen Behälter bis zu einem Jahr lang gelagert werden kann. Er gilt ebenso als schmackhaft und ist gleichzeitig günstiger als frischer Kaviar. Rechnen Sie als Gastgeber mit einem Esslöffel

(ca. 15 - 30g) Kaviar pro Person. Kaviar wird auf Eis entweder in der Originaldose oder auf einer Servierschale mit Glaseinsatz serviert. Diese wird auch als «Presentoir» bezeichnet. Der Kaviar soll die Zimmertemperatur auf keinen Fall annehmen, sondern sollte immer auf zerstossenem Eis gebettet bleiben.


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8 Delikatessen

Lachs aus der Schweiz? Und ob! Er ist eine der beliebtesten Delikatessen der Schweizerinnen und Schweizer: der Lachs. Doch nur wenige verbinden mit dem delikaten Fisch auch Schweizer Handwerk. Ein Fehler, wie sich zeigt. Denn hierzulande entstehen einige der besten Rauchlachsprodukte überhaupt. TEXT MARCEL SCHNEIDER

Der Begriff «Swissness» ist heute ein fest verankertes Gütesiegel. Wir verbinden «Swissness» im Lebensmittelbereich vor allem mit Käse, Fleisch oder Schokolade. Doch wussten Sie, dass die Schweiz auch in Sachen Lachs ganz vorne mitspielt? Zum Beispiel werden seit nunmehr 50 Jahren in der ersten Lachsräucherei der Schweiz, der Manufaktur Dyhrberg im solothurnischen Balsthal, Lachse nach alter, nordischer Tradition geräuchert. Für diesen Prozess wird ausschliesslich auserlesener, edler Lachs aus dem Pazifik und Atlantik verwendet. Ebenso wichtig wie die Qualität des verwendeten Fischs ist dessen Verarbeitung: So wird der Lachs bei Dhyrberg ausschliesslich von Hand, ohne jegliche Maschinen filetiert. Danach wird der Fisch trocken mit wertvollem Meersalz bestreut und danach traditionell im Holzofen veredelt. Es ist das gleiche

Vorgehen, wie es seit hunderten von Jahren in nordischen Ländern und Russland praktiziert wird. Anders als die heute weit verbreitete maschinelle Verarbeitung, nimmt dieser traditionelle Prozess fast eine Woche in Anspruch. Das schonende Verfahren schlägt sich aber klar positiv im Geschmack nieder.

NACHHALTIGKEIT ALS GRUNDSATZ «Swissness» steht aber noch für mehr als nur hohe Qualität. Der Begriff ist ebenfalls ein Sinnbild für nachhaltiges Wirtschaften. Ein Thema, das gerade im Zusammenhang mit Lachs sehr wichtig ist. Der WWF unternimmt beispielsweise grosse Anstrengungen, um den Lachs wieder in europäischen Flüssen anzusiedeln. Bei Dhyrberg will man die nachhaltige Fischerei ebenfalls fördern und passt die Sortimente darum den WWF Richtlinien an. Sämtliche Fische, die als bedroht eingestuft werden, werden zudem sofort aus dem Sortiment entfernt. Im Wildfangbereich setzt Dyhrberg fast ausschliesslich auf MSC (Marine Stewardship Council) zertifizierte Betriebe, im Zuchtbereich auf ASC (Agriculture Stewardship Council) oder auf FOS (Friend of the Sea) Produkte. Dyhrberg ist prozessseitig IFS-zertifiziert sowie anerkannter Bio-Suisse-Betrieb (Knospe). Diverse Holzofenprodukte sind zudem Kosher anerkannt.

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Wohnen 9

Die Küche – das neue Herz der Wohnung Früher fristete die Küche im wahrsten Sinne des Wortes ein Nischendasein in der Wohnung. Doch die Zeiten haben sich geändert: Die moderne Küche ist hell, offen – und im Idealfall sogar auf Mass gearbeitet. TEXT MARCEL SCHNEIDER

Die Küche gibt es genauso wenig, wie es die Wohnung gibt. «Die Voraussetzungen unterscheiden sich immer, sowohl was das Platzangebot als auch die Raumverteilung betrifft», erklärt Roger Staub, Geschäftsführer der in Gstaad ansässigen Staub AG, einem Familienunternehmen. «Darum ist es am besten, wenn man die Küche genau an die Bedürfnisse und Gegebenheiten des Kunden anpassen kann.» Dies ist eine der Spezialitäten der Staub AG. Dafür nimmt der Experte vor Ort beim Kunden die Situation in Augenschein und entwickelt dann ein passendes Küchensystem. Doch was möchten die Kunden denn in ihrem Küchensystem haben, welche Trends gibt es? «Wir stellen fest, dass die Leute auf ei-

nen Materialmix setzen, der moderne mit traditionellen Elementen kombiniert», sagt Patrick Staub, ebenfalls Geschäftsführer der Staub AG und zuständig für den Bereich Küchen- und Innenausbau. Beliebt seien zum Beispiel Materialien wie Glas oder Edelstahl, die jeweils auch in unterschiedlichen Farben verarbeitet werden können. Als Kontrast wird der Rest der Küche dann mit rustikalem Holz ausgekleidet, was eine angenehme Atmosphäre schafft. MITTENDRIN BEIM KOCHEN Dass Kunden so grossen Wert auf eine stilvoll verarbeitete Küche legen, kommt gemäss Staub nicht von

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ungefähr. Denn während Schweizer Küchen noch vor 20 Jahren eher engen Kochnischen glichen, die separat von den Wohnräumen angelegt wurden, ist die neue Küche quasi Teil des Wohnzimmers. «Kochen sowie das Bewirten von Gästen sind heute viel sozialere Akte, und die moderne Küche trägt diesem Trend Rechnung», erklärt Susanne Staub, Bereichsleiterin Küchenbau. Die Gastgeber wollen nicht immer wieder verschwinden müssen, um den nächsten Gang eines Menüs vorzubereiten, sondern tun diese lieber vor ihren Gästen. Die offene Küchen-Gestaltung macht dies möglich. Unter anderem durch das Element einer

Koch- oder Rüstinsel. Dabei handelt es sich um eine Arbeitsfläche, die es der kochenden Personen erlaubt, ihrer kulinarischen Arbeit nachzugehen – ohne sich von den Gästen abwenden zu müssen. Die moderne Küche ist also auch so etwas wie eine Bühne. In modernen Küchen werden immer weniger Hochschränke etc. geplant. Kochgeräte, Geschirr und so weiter werden darum oft in einem separatem Raum versorgt, einem Reduit. Wer sich aber im Vorfeld Gedanken über die Einrichtung seiner Küche macht, findet dank cleverer Schranksysteme auch trotz offener Bauweise genug Stauraum.

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10 Interview

«Die Leidenschaft hat kein bisschen nachgelassen» Das vergangene Jahr war nicht das rosigste für die Schweizer Gastronomie und Hotellerie. Vor allem die anhaltende Wechselkursproblematik erschwert das Leben der Branche. Wir sprachen mit Andrea Scherz, dem Geschäftsführer und Inhaber des Palace Hotels in Gstaad über Lösungsansätze, neue Kundensegmente – und was für ihn Schweizer Gastfreundschaft auszeichnet. TEXT MATTHIAS MEHL FOTOS ZVG

Andrea Scherz, die Tourismusbranche ächzt unter dem starken Franken. Ist Ihr Betrieb, der ja im Luxussegment angesiedelt ist, ebenfalls betroffen? Wir spüren dies durchaus. Man darf nicht annehmen, dass wir, nur weil wir ein exklusives Klientel ansprechen, von dieser Entwicklung verschont bleiben. Denn unsere Gäste verfügen zwar über finanzielle Mittel, sie wissen aber auch haushälterisch damit umzugehen. Und sie sind verständlicherweise nicht bereit, mehr auszugeben, als sie als angemessen erachten. Es

geht also weniger um finanzielle Aspekte, sondern vielmehr um psychologische.

Wie behelfen Sie sich? Wir wollen den Menschen etwas bieten, das sie als angemessen betrachten. Für uns bedeutet das vor allem eines: Wir müssen unsere Qualität halten, müssen einzigartig bleiben und unsere Gäste mit unserer Servicequalität überzeugen. Ein konkretes Beispiel dafür sind von uns eingeführte Paket-Angebote, die einen Flughafentransfer beinhalten.

Bleibt ob der angespannte Situation denn die Leidenschaft nicht auf der Strecke? Nein, ganz im Gegenteil, die Leidenschaft hat kein bisschen nachgelassen. Es ist eine Herausforderung, aber eine, der wir uns stellen wollen. Ich bin seit dem Jahr 2001 Generaldirektor des Palace Hotels und bis etwa 2011 war die Lage immer sehr ruhig. Nun erleben wir einen echten Wellengang – und als Kapitän ist es meine Aufgabe, uns auf Kurs zu halten. Ich darf mich hierfür glücklicherweise auf ein fantastisches Team verlassen,

Die Faszination war immer da. Ich bin schon mein ganzes Leben lang «verliebt» ins Palace Hotel. Andrea Scherz

das mich tatkräftig und mit vollem Einsatz dabei unterstützt, das Schiff in die richtigen Bahnen zu lenken.

Was fasziniert Sie persönlich an der Hotellerie? Die Faszination war immer da. Ich bin schon mein gan-

zes Leben lang «verliebt» ins Palace Hotel, schliesslich bin ich ja auch darin aufgewachsen: Meine Grosseltern übernahmen das altehrwürdige Haus im Jahr 1938, nachdem sie zuvor das Hotel Carlton in St. Moritz geführt hatten. Für mich ist das Palace in

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Interview 11 Gstaad wie ein Familienmitglied. Das ist eine wunderschöne Sache und viele unserer Gäste kennen mich seit meiner Kindheit. Ich bin also quasi in die Branche hineingewachsen. Die Arbeit in der Hotellerie sagt mir zu, weil sie alles andere als monoton ist: Die Aufgaben wechseln sich ständig ab, ebenso wie der Tagesablauf. Und dann sind da natürlich die vielen Menschen, denen man begegnet. Das beschränkt sich nicht nur auf die Gäste, sondern auch auf die Mitarbeiter. Ich erachte meinen Beruf daher als sehr bereichernd.

Wie beschreiben Sie Aussenstehenden Ihr Hotel? Für mich ist das Palace die Ikone von Gstaad. Seine Lage und Architektur sind atemberaubend. Zudem sind wir nicht nur eines der letzten echten Luxushäuser, sondern auch nach wie vor ein Familienunternehmen – das ist heute etwas Besonderes. Die Geschichte des Hotels reicht 102 Jahre zurück, seit 77 Jahren befindet es sich in der Obhut meiner Familie. Unsere Beilage trägt den Titel «Genuss». Wie definieren Sie diesen in Ihrem Haus? Genuss hat viele Gesichter.

Das beginnt bereits mit der Umgebung, dem Ambiente. Da sind wir in Gstaad natürlich verwöhnt, die Region ist wunderschön. Dann entsteht Genuss auch durch das Gefühl des Heimeligen, durch die feudale Architektur des Hotels. Und nicht zuletzt geschieht Genuss über Magen und Gaumen. Dementsprechend ist es entscheidend, ein hochwertiges kulinarisches Angebot bieten zu können. Der Aufenthalt wird natürlich auch besser, je freundlicher man empfangen wird. Wir versuchen, so individuell auf die Gäste einzugehen wie möglich. Da wir langjährige Stammgäste haben, kennen wir deren Bedürfnisse genau und kommen ihnen entgegen. Zum Beispiel wissen unsere Zimmermädchen genau, welcher Gast seine Bett auf welche Art bereitet haben möchte. Das sind Details, die auf das Erlebnis einen grossen Einfluss haben.

Apropos Gäste: Wie hat sich das Klientel in den letzten Jahren verändert? Das Publikum ist durchmischter als früher. Den Grossteil unserer Gäste machen aber nach wie vor Schweizer aus. Dann folgen Gäste aus dem europäischen Raum, allen voran

Menschen aus England, Italien und Frankreich. Als nächstgrössere Gruppe besuchen uns Gäste aus Amerika, dem Nahen Osten sowie Russland. Es ist ein sehr internationaler, prickelnder Mix bei uns. Und im Sommer dürfen wir vermehrt Menschen aus Indien und China bei uns willkommen heissen.

Welchen Einfluss haben diese Veränderungen auf Ihre Arbeit? Mehr als die Kultur unserer Gäste hat das Internet unsere

Arbeit beeinflusst. Alles ist viel kurzlebiger geworden und die Logistik und die Administration werden komplexer. Alles geschieht fast in Echtzeit online – die Gäste sind sich gewohnt, innert kurzer Fristen Antwort und Information zu erhalten. Das erhöht die Kadenz der Korrespondenz stark. Gleichzeitig hat sich die durchschnittliche Aufenthaltsdauer verkürzt: Waren es früher um die zehn Tage, sind es heute etwa dreieinhalb.

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Smart Facts Über das Palace Hotel Gstaad Die Geschichte des Hotels beginnt 1911 mit den Bauarbeiten, zwei Jahre später wird Eröffnung gefeiert. Ernst und Silvia Scherz-Bezzola übernehmen 1938 die Direktion des Gstaad Palace und führen es während 30 Jahren. Danach übergeben sie es an ihren Sohn. Enkel Andrea Scherz nimmt nach der Hotelfachschule in Lausanne sowie diversen Praktika und Stellen im In- und Ausland die Arbeit 1996 im elterlichen Betrieb als Chef de Reception auf. Seit 2001 leitet er die Geschicke des gesamten Hotels. www.palace.ch


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12 Ferien

Wo sich der Winter von der schönsten Seite zeigt Die Wintersportregion Gstaad ist eingebettet in eine herrliche Alpenwelt. 220 Kilometer an präparierten Pisten warten auf Skifahrer und Snowboarder – und das ist noch nicht alles. Ein Augenschein. TEXT SMA

Alle Schneebegeisterten kennen die brennenden Fragen, die sich in der kalten Jahreszeit immer wieder stellen: Wird es an meinem Ferienort auch genug Schnee haben? Und sind die Preise für die Tages-, Wochenoder Saisonpässe erneut gestiegen? Die Wintersportregion Gstaad hat hier einen ganz entscheidenden Vorteil: Dank des Gletschers «Glacier 3000» kann die SchneesportFangemeinde der Region Gstaad von Ende Oktober bis im Mai ihrem Hobby frönen. Schneesicherheit ist hier gegeben. Und die moderaten Tarifbedingungen von Gstaad Mountain Rides nehmen speziell Rücksicht auf die Bedürfnisse von Familien und Jugendlichen. So fahren beispielsweise Kinder unter neun Jahren auf allen Bergbahnen gratis. Der Jugendtarif gilt bis zum Alter von unter 24 Jahren. Für den Nachwuchs stehen insgesamt acht Lernparks, drei vielseitige Snowparks, die Funslope mit verspielten Elementen, eine Skicrosspiste am Rinderberg, Zweisimmen, und mehrere sogenannte Mischpisten

zur Verfügung, auf denen – anders als auf den üblichen Abfahrten – auch alternative Schneesportgeräte wie Schlitten oder Airboards zugelassen sind. Am Abend können Gäste sogar beim Präparieren der Pisten im Bully mitfahren. SPEZIELLES TICKET FÜR SCHLITTLER Keine Lust, stehend über den Schnee zu flitzen? In diesem Fall sorgen sieben Schlittel-Wege für Abwechslung in den Winterferien. Wer die Ski ganz zuhause lässt und nur schlitteln möchte, für den stellt Gstaad Mountain Rides speziell vergünstigte Schlittler-Tageskarten und die entsprechenden Geräte für eine kleine Leihgebühr bereit. GRATISPARKPLÄTZE UND GENUSSERLEBNISSE Obwohl die Parkplätze an den Talstationen nach wie vor gratis sind, sollten gerade Tagesausflügler eine Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln ins Auge fassen. Zwischen Bern Hauptbahnhof und Zweisimmen pendeln stündlich Züge. Railaway hält für wintersportliche Bahnfahrer attraktive Kombi-Angebote bereit. Die Benutzung von Bussen und Zügen in der Region Gstaad Mountain Rides ist für Besitzer eines Bergbahnenabos kostenfrei. Der «Skibus» kann auch ohne Bergbahnen-Ticket gratis benutzt werden.

MÜHELOSER SPRUNG ÜBER DEN RÖSTIGRABEN Die Gebiete Eggli – La Videmanette und Glacier 3000, beide Teil von Gstaad Mountain Rides, weisen eine Besonderheit auf: Hier schafft der Gast mühelos den Sprung über den Röstigraben, wie der Grenzverlauf zum französischsprachigen Kanton Waadt genannt wird. Die Skiregionen im Nachbarkanton unter dem Label Alpes Vaudoises sowie das Gebiet Adelboden-Lenk lassen sich mit dem 2012 eingeführten «SuperPass» für einen

geringen Aufpreis ins Skivergnügen bequem integrieren. BERGGASTRONOMIE MIT CHILLOUT-FAKTOR Die Bergrestaurants sind bekannt für authentischen Charme, aussichtsreiche Sonnenterrassen und vor allem für hervorragende Küche. Die zahlreichen Schnee- und Skibars entlang der Pisten steigern lässig den ChilloutFaktor gemäss dem Destinations-Slogans «come up – slow down».

Weitere Informationen unter: www.gstaad.ch

Neuheiten 2016

Eine kulinarische Reise nach Gstaad, Château d’Oex und Rougemont

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Champagner 13

Champagne Louis Roederer Das 1776 gegründete Haus Champagne Louis Roederer ist seit 1819 im Besitz der gleichen Familie. Louis Roederer ist heute eines der letzten bedeutenden Champagnerhäuser, das sich seine Unabhängigkeit bewahren konnte. TEXT SMA

EIN FAMILIENUNTERNEHMEN Trotz multinationaler Ära konnte das Haus Louis Roederer sich seinen Status als komplett unabhängiges Familienunternehmen wahren, das von echten Weinexperten geführt wird. Seit Januar 2006 setzt Frédéric Rouzaud an der Spitze des Unternehmens die Familientradition fort, die Exzellenz über alles stellt. Neben dem gleichnamigen Champagner besitzt das Haus Louis Roederer das Haus Ramos Pinto in Portugal, die Domaines Ott* in der Provence, in Bordeaux Château de Pez und Château Haut-Beauséjour in SaintEstèphe sowie Château

Pichon Longueville Comtesse de Lalande (Pauillac). DAS HAUSEIGENE WEINGUT: 240 HEKTAREN IN HERVORRAGENDER LAGE Die 240 Hektar des Roederer-Weingutes verteilen sich gleichmässig auf die drei wichtigsten Erzeugungsgebiete der Champagne – die Reimser Berge, das Marne-Tal, die Côte des Blancs. Das Weingut deckt zwei Drittel des Traubenbedarfs des Hauses, weshalb der Champagner von Louis Roederer auch als «Champagner vom Eigentümer» gilt. Dank dieses in der Branche seltenen Umstandes behält Louis Roederer eine umfassende Kontrolle über seine Produktion. Das Sortiment von Champagne Louis Roederer umfasst den MultiVintage-Champagner Brut Premier und die VintageChampagner Brut Vintage, Brut Rosé Vintage, Blanc de Blancs und Cristal. BRUT PREMIER Der Brut Premier ist die

Frédéric Rouzaud, Président Directeur Général Champagne Louis Roederer

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Inkarnation des Stils von Louis Roederer, der jugendliche Fruchtigkeit und Frische mit der runden Fülle und der Weinigkeit der zu voller Reife gelangten Weine verbindet. Dieser strukturierte und ausgeglichene Wein zeichnet sich durch seine schmelzende Attaque und seine kraftvolle Struktur aus. Der Brut Premier, der kein Jahrgangschampagner ist, vereint mindestens vier Weine verschiedener Crus. Seine Cuvée besteht aus Chardonnay (40 %), Pinot Noir (40 %) und Pinot Meunier (20 %). Die Einarbeitung der Reserveweine (ungefähr 10 %), die mehrere Jahre lang geduldig in den Eichenfässern herangereift sind, sorgt für die Komplexität und die charakteristische Fülle der Champagner von Louis Roederer. Sie verleihen die abschliessende Note und sorgen dafür, dass der Stil von Louis Roederer unverkennbar erhalten bleibt. Nach der Assemblage und dem Abfüllen lagert der Brut Premier drei Jahre lang. Im Anschluss an das Dégorgement lagert er weitere sechs Monate, damit der «Versandlikör» seine Wirkung voll entfalten kann.

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CUVÉE CRISTAL Die Cuvée Cristal ist das Prunkstück des Hauses Louis Roederer. Zar Alexander II war ein grosser Liebhaber des Champagners von Louis Roederer, 1876 fragte er Louis Roederer II an, einen Schritt weiter zu gehen und für seinen persönlichen Konsum, einen einzigartigen Wein in Qualität und Flaschenform herzustellen. Louis Roederer II kreierte eine aussergewöhnliche KristallFlasche und eine Cuvée der 7 besten Lagen des Weingutes. Diese sind heute mit 100 % Grand-Cru klassifiziert, die Reben weisen ein Alter von mindestens 25 Jahren auf. So entstand die weltweit erste PrestigeChampagner-Cuvée.

Cristal wird nur in «grossen» Jahren produziert, wenn die Reifung von Chardonnay und Pinot Noir eine subtile, präzise Balance ermöglicht. www.louis-roederer.com LOUIS ROEDERER IN DER SCHWEIZ Maisons Marques et Domaines wurde im Mai 2007 als Tochter-Firma der «Groupe Champagne Louis Roederer», im 1776 erbauten LauéGut in Wildegg, gegründet. Das Unternehmen ist in der Schweiz verantwortlich für die selektive Distribution der exklusiven Weine und Champagner der «Groupe Champagne Louis Roederer».

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ECAL ROTCEV

14 Kochen wie die Profis

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Zutaten für 6 Personen 6 Stück à ca. 70 g Seezungenfilet halbieren 90 g Endivien belge in Streifen schneiden mit Orangen und Zitronenzesten vermengen Salz und Pfeffer Zubereitung Fisch Halbes Fischfilet mit Endive belge, Orangen und Zitrone belegen und zwei rohe Spinat Blätter hinzufügen, mit zweitem Filet zudecken Fisch salzen und pfeffern und Briochekruste auf Fischfilet platzieren Dämpfen bei 85 Grad, ca. 4 Minuten Anschliessend im Backofen mit Oberhitze bei 220° gratinieren Kruste mit Brioche gesalzen 60 g Brioche 60 g Butter 60 g Parmesankäse alles zusammen mixen wenig Kartoffelstock herstellen Sauce Beurre blanc herstellen Für 240 g: 5 EL Weisswein einreduzieren und mit 120 g Butter unter Rühren langsam beigeben, mit 60 g Rahm verfeinern, Abschmecken mit wenig Safranfäden, ausgarnieren nach Belieben

von P Palace Heoter Wyss, tel Gstaa d

Filet du sole du nord poché à la chiffonade d'endive aux agrumes

Für eine Tarteform von 30 – 34 cm Durchmesser, für 4-6 Personen 250 g Blätterteig, dünn und rund ausgerollt *80 g Franchipan 4 Äpfel, geschält,halbiert, in dünne Scheiben geschnitten 50 g Zimtzucker Doppelrahm, nach Belieben Den dünn ausgerollten Blätterteigboden mit dem Franchipan bestreichen, dabei ca. 1 fingerbreit ringsum Rand lassen, damit von Robe der Blätterteig aussen schön aufgehen kann, und darauf die Speth Apfelscheiben gleichmässig drauflegen. Chesery rt Gstaad , Danach die Apfel mit Zimtzucker bestreuen und im Backofen bei 200 °C wahrend 8 –10 Minuten goldgelb backen. Mit Puderzucker bestreuen und den Kuchen noch warm mit dem Doppelrahm servieren. Tipp: Andere Früchte wie Aprikosen, Zwetschgen und Birnen eignen sich auch vorzüglich. Vanille- und Zimtglace passen auch sehr gut dazu. *Franchipan (Backmasse)

Für 750 g 180 g 180 g 2 180 g

Masse Butter Zucker Eier Mandelmasse

1/4 1/4 1 Prise 100 g

Zitrone, Schale Vanille, Mark Salz Mehl

Alles ausser dem Mehl zusammen schaumig schlagen, zum Schluss das Mehl darunterziehen. Die Masse eignet sich vorzüglich als Back- und Füllmasse für Obstkuchen, Früchtestrudel und Früchtetarteletten. Hält sich im Kühlschrank ca. 1 Woche oder im Tiefkühler 3 Wochen. Vor der Verwendung wieder schaumig schlagen.

Apfeltarte mit Doppelrahm

Für den genussvollen Start in den Morgen, als exquisite Zwischenverpflegung oder als Delikatesse zum Znacht

Köstliche Terrinen im Portionen-Glas

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Kochen wie die Profis 15

Rippli und Filet vom Gstaader Alpschweinchen mit Sauerkraut Da das Gstaader Schweinchen natürlich nicht überall erhältlich ist, empfehle ich als Ersatz das Iberico Schwein oder fragen Sie Ihren Metzger für ein regionales…

Für 8 Personen Rippli und Marinade 1 kg durchzogenes Schweins-Nierstück Marinade zum einlegen: 40 g brauner Zucker 80 g Pöckelsalz 2 Zwiebeln 4 Knoblauchzehen 1 EL schwarze Pfefferkörner 3 Loorbeerblätter

4 Nelken 2 Sternanis 5 kleine Chili 2 Wacholderbeeren 1 TL Korianderkörner 1 l Wasser

Wasser aufkochen, alle Zutaten dazu, abkühlen. Filet 2 Stk. Filet Mittelstück Honig Senf Marinade: 3 EL Pommery Senf

3 EL Thymian Honig 10 Thymianblättli

Das Nierstück in der Marinade einlegen und zugedeckt 8 Tage kühl stellen. Dann herausnehmen, mit kaltem Wasser kurz abspülen

Das Filet und Rippli mit Honig Senf Marinade marinieren, im Smoker 3 Stunden kalt räuchern, Das Rippli auf dem Sauerkraut schmoren Das Filet kurz anbraten Sauerkraut Gleiches Volumen Zwiebeln wie Sauerkraut, Im Gänseschmalz anziehen, mit Wasser, Cidre oder wer will Champagner auffüllen. Ganze Wurzelgemüse: Karotten, Pfälzer, Petersilienwurzel, Pastinacken, Topinambur geschält mit dem Rippli Salz Pfeffer und einem Gewürzsäcklein zusammen im Römertopf schön weich schmoren Kräuterkruste 50 g Mie de pain 50 g gekrauste Petersilie 5 g frische Thymianblättli

25 g Butter Alles zusammen mixen Durch Sieb passieren

von Urs Le GrandGschwend, Bell Gstaad evue,

Das Rippli nochmals mit der Honig Marinade bestreichen, mit dem Kräuter Mie de pain bestreuen, mit heisser Butter betreufeln, nochmals bestreuen, gratinieren 8 Blätter Federkohl in 180 ° C Sonnenblumenöl sehr kurz fritieren und auf einem Papier abtropfen, leicht salzen Anrichten und fertig… en guete :)


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16 Essen und Trinken

Vom 21. bis 25. November 2015 findet die Igeho, die internationale Fachmesse für Hotellerie, Gastronomie und Ausser-Haus-Konsum, in der Messe Basel statt. Wer in dieser Branche tätig ist, begegnet sich alle zwei Jahre an dem Ort, wo Gastfreundschaft gelebt wird. Rund 700 Aussteller aus 12 Ländern präsentieren den Fachbesuchern ihre Produkte, Innovationen, Ideen und Trends. Nebst dem repräsentativen Angebot für Hotellerie, Gastronomie, Take-away und Care ist das Highlight der Jubiläumsausgabe der Igeho Campus. Die neue Veranstaltungs- und Begegnungsplattform bietet ein hochkarätiges Programm von und für die Impulsgeber der Hospitality-Branche. Über die spannenden Inhalte der 70 Top Speaker hinaus lädt die entspannte Atmosphäre zum persönlichen Erfahrungsaustausch unter Profis ein. Weitere Informationen zu Talks und Referenten unter www.igeho.ch/events

Was passt zu einem guten Essen? Klar, ein Bier Dass köstliche Gerichte ideal von edlem Wein komplementiert werden, ist bekannt. Aber Bier zum Essen? Ist das nicht schon fast eine kulinarische Todsünde? Wir zeigen Ihnen, warum diese Ansicht überholt ist. TEXT SMA

«Ich nehme gerne das Lammfilet. Welches Bier können Sie mir dazu empfehlen?» Mit dieser Frage bringen Sie auch den erfahrensten Kellner aus dem Konzept. Denn noch immer gilt in der Schweiz die Regel: Zum Essen wird Wein getrunken. Und Wein hat durchaus seine Daseinsberechtigung am Esstisch. Nur – Bierfreunde, die ihren kulinarischen Horizont erweitern wollen, sollten sich überlegen, Bier auch zum Essen zu trinken. Die folgenden Tipps stammen aus dem Buch «Schweizer Biere 2015/16» (www.werdverlag.ch) und sind auch unter www.bier.ch zu finden. Das Lagerbier gilt als der Alleskönner unter den Bieren. Dementsprechend gibt es kaum ein Gericht,

zu dem ein Lagerbier nicht passen würde. Wenn aber ein rezenter Wurst- oder Wurst-Käse-Salat auf dem Tisch steht, wird ein Lager nahezu ein Muss. Und auch für die Herstellung eines Bierteigs – für Fisch oder Gemüse im Bierteig – verwendet man vorzugsweise ein Lagerbier. Bei einem Grillabend mit Freunden geniesst man hingegen gerne ein leichtes Bier. Helle Biere passen hervorragend zu Salaten, Sommergemüsen und zu hellem, gegrilltem Fleisch, Fisch oder Geflügel. Auch zu italienischen Gerichten wie Pizza, kaltem Nudelsalat oder warmen Teigwaren mit leichter Sauce, geht ein leichtes Bier einfach immer. Etwas schwerere Grillgerichte wie Steaks, Lammfilets oder eine Bratwurst, eine Gemüselasagne, ein Roastbeef oder Scaloppine al limone passen bestens zu Spezial- und Premium-Bieren – ebenso Pasta mit etwas schwereren Saucen wie Spaghetti Carbonara oder aglio, olio e peperoncino. Auch zu milden Käsen und zu asiatischen, nicht scharfen Gerichten sind diese Biere eine wunderbare Wahl.

Zu einem Hefeweizen passt alles, was auf der Speisekarte eines Biergartens steht – allen voran der Klassiker, die Weisswurst mit Laugenbrezel und süssem Senf. Doch auch ein Spargelgericht ist eine Empfehlung. Und zu einem scharfen asiatischen oder mexikanischen Gericht lässt sich der Gaumen mit einem etwas süsslichen Hefeweizen angenehm kühlen. Nicht zuletzt kann man dieses Bier durchaus auch als Dessertbier servieren – zu Fruchtsalaten, Wähen und, dies als Geheimtipp, auch zu einem Früchtesorbet oder Käsefondue. WAS IST MIT BITTEREN BIEREN? Bittere Biere sind die perfekte Ergänzung zu Fisch-

gerichten oder Meeresfrüchten, ebenso zu Austern oder Muscheln. Auch ein etwas bitterer Salat und die indische (allerdings nicht zu scharfe) Küche passen sehr gut dazu. Amber- und Schwarzbiere wiederum kombiniert man idealerweise mit dunklem Fleisch, Wildgerichten, z.  B. einem Hirschpfeffer, und mit allen deftigen Braten, möglichst mit dunkler Sauce. Auch ein Roastbeef oder ein Pfeffersteak passen hier. Schwere Schokoladendesserts – z.  B. ein Schokoladenkuchen oder auch eine Mousse aus dunkler Schokolade – sind ebenfalls eine gute Wahl.

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18 Leben im Chalet

Wo urchig, modern und luxuriös zusammenkommen

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Die Atmosphäre von Gstaad ist dank seinen unverwechselbaren Chalets einzigartig. Wer will, kann das Wohnen in diesen heimeligen Häusern ganz einfach selber erleben: durch Mieten oder Kauf. Für jeden Geschmack und jedes Budget ist etwas dabei. TEXT MARCEL SCHNEIDER

Was fasziniert uns an einem Chalet so sehr? «Die meisten Leute schätzen seinen urchigen und gemütlichen Charakter, sowie die Lage in der wunderbaren Natur», erklärt Pascale Saner von der Gerax S.A. Das Familien-Unternehmen ist seit den 70er-Jahren auf die Vermietung und den Verkauf von Immobilien in Gstaad spezialisiert und beschäftigt heute 25 Mitarbeiter. Das Interesse an den Häusern sei gross, denn für die Chalets in Gstaad interessierten sich Menschen aus der ganzen Welt. «Nur etwa die Hälfte der Interessenten sind Schweizer, die andere Hälfte machen

Leute aus anderen Ländern aus», erklärt Saner. DIE ALTERNATIVE ZUM HOTEL Die meisten Kunden interessieren sich für die Miete eines Chalets. «Und das nicht nur für die Wintersaison, sondern auch während des Sommers, denn Gstaad hat kulturell sowie als Wanderdestination viel zu bieten», führt Saner aus. Was Grösse und Ausbaustandard betrifft, haben Interessenten die Qual der Wahl: Vom kleinen, heimeligen Chalet bis hin zur Luxusvariante mit Indoor-Pool reicht das Spektrum. Wer will, kann den Komfort sogar noch erhöhen: «Auf Wunsch organisieren wir für die Gäste eine Nanny, einen Skilehrer, Köche oder sonstiges Servicepersonal», sagt Pascale Saner. Das macht den Aufenthalt im Chalet zur attraktiven Alternative zum Hotel. Einige Kunden entscheiden sich aber dafür, ein Chalet zu kaufen. «In diesen Fällen führen wir

Foto: ZVG

ein eingehendendes Beratungsgespräch und stellen den Interessenten dann eine Auswahl zusammen, die zu ihnen passt.» Man wolle bei der Gerax S.A. den Leuten Objekte ans Herz legen, an denen sie möglichst lange Freude haben. Darum zeige man den Kunden nicht nur die Häuser, sondern auch das Dorf und die Sehenswürdigkeiten. «Wir sind auch ein bisschen Fremdenführer», lacht Saner. Das sei wichtig, schliesslich gebe es Kunden, die eine abgelegenere Lage bevorzugen, während andere ihr Chalet am liebsten mitten im Dorfkern hätten.

DAS GANZE JAHR GEPFLEGT Wer möchte, kann sein Chalet durch die Gerax S.A. vermieten lassen. «Immobilien sind heute gute Wertanlagen, und durch das Vermieten verdient man sogar noch etwas dazu», so Saner. Doch auch wer sein Chalet exklusiv «für sich» haben will, muss sich nicht sorgen, dass das Haus während der eigenen Abwesenheit verlottert. «Wir beschäftigen sieben Hausabwarte und kümmern uns das ganze Jahr über um den Unterhalt – Ihr Chalet ist also zu jeder Zeit bereit für Sie.»


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20 Tourismus

Mit kulturellen Anlässen neue Gäste anlocken Kulturelle Anlässe ergänzen das Angebot von Tourismusdestinationen ideal. Nachhaltig sind sie aber nur dann, wenn sie genügend zusätzliche Logiernächte generieren. TEXT PATRICK HUNKELER

Die Hotelübernachtungen in Städten nehmen zu, während sie in den klassischen Schweizer Tourismusgebieten in den Bergen abnehmen. Die Touristen übernachten lieber in den Städten, weil dort das touristische Angebot grösser ist. Die Berge besuchen die Gäste dann auf Tagesreisen. Ein möglicher Weg für Ferienorte in den Alpen, um ihr Angebot zu ergänzen, sind kulturelle Veranstaltungen. Immerhin geben bis zu fünfundzwanzig Prozent der Touristen an, dass ihnen solche wichtig sind. Diese Kulturtouristen sind eine attraktive Zielgruppe, denn sie weisen in der Regel ein hohes Bildungsniveau und Einkommen auf und gehörten auch zu den ausgabenfreudigeren Gästen. Um diese Kulturtouristen anzusprechen eröffnen Ferienorte Museen, organisieren Klassik- und Rockkonzerte oder Film-Festivals. In einem Kulturhotel finden Lesungen statt und es werden Theaterstücke aufgeführt. «Es gibt verschiedene Arten von kulturellen Veranstaltungen. Nicht jede führt zum gewünschten Erfolg», meint Prof. Peter Moser

von der HTW Chur. Wichtig sei, dass ein Kulturangebot ein integraler Bestandteil der Destinationsstrategie ist, mit dem Ziel, Gäste für die Region zu gewinnen. «Positive Beispiele sind das Einsiedler Welttheater und das Lucerne Festival. Beiden ist gemeinsam, dass sie substantielle Zusatzausgaben für Verpflegung und Übernachtung auslösen», so Moser. Keine grossen regionalen Effekte sind bei Abendanlässen mit Tagesgästen zu erwarten. «Reisen diese von weit her an, profitieren neben den Veranstaltern im besten Fall noch die Transportunternehmen.» In einer Studie der Höheren Fachschule für Tourismus und Wirtschaft über die «Wertschöpfung ausgewählter repräsentativer Kulturangebote in Graubünden» kamen die Autoren um Professor Peter Moser zum Schluss, dass eine Region eine breite Palette von Kulturangeboten entwickeln und anbieten muss, denn es genüge nicht, einige wenige Kulturangebote bereitzustellen. Wichtig sei auch eine intensive Zusammenarbeit zwischen den Kulturanbietern und den touristischen Leistungsträgern, so dass buchbare Gesamtangebote im Kulturbereich entstehen würden, die mit Hilfe der touristischen Verkaufskanäle vermarktet werden können. «LES SOMMETS MUSICAUX» ALS GELUNGENES BEISPIEL Mit einem breit gefächerten Kultur-

angebot ist das Saanenland ein hervorragendes Beispiel, wie Ferienorte zusätzliche Gäste gewinnen können. Die Region Gstaad-Saanenland verfügt mit den «Sommets Musicaux» über ein Top-Klassikfestival. Jedes Jahr treten international etablierte Künstler aus der Schweiz und aus dem Ausland über neun Tage hinweg auf und lassen die schönsten Werke des klassischen Repertoires in einer verschneiten Traumlandschaft aufleben. Dieser Anlass findet Ende Januar / Anfang Februar zwischen den Hauptferienzeiten im Winter statt. Somit kann eine touristisch eher ruhige Zeit überbrückt werden. Seit seiner Erstaustragung im Jahr 2001 verfolgt das Festival das Ziel, seinem Publikum die Stars von morgen vorzustellen und die heranwachsende Musikergeneration zu unterstützen. Jedes Jahr wird ein Instrument besonders hervorgehoben und von acht Interpreten vertreten.

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Bei der kommenden Ausgabe steht das Piano im Mittelpunkt. Das Festival ist für seine familiäre Atmosphäre bekannt. Die gemeinsamen Abendessen, die nach den Konzerten im Gstaad Palace oder im Café du Cerf in Rougemont veranstaltet werden, ermöglichen aussergewöhnliche Begegnungen zwischen den musikbegeisterten Zuhörern, Künstlern und den Organisatoren.

Smart Facts Sommets Musicaux de Gstaad 29. Januar - 6. Februar 2016 u. a. mit: • Kremerata Baltica, Martha Argerich, Piano, • Mischa Maisky, Violoncello, Lily Maisky, Piano • Olga Peretyatko, Sopran, Giulio Zappa, Piano Konzerte in den Kirchen von Gstaad, Rougemont und Saanen Programm: sommets-musicaux.ch Tickets: Ticketcorner.ch

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22 Geschichte

Vom Bauerndorf zum Weltkurort Was ist Gstaad? Was ist das besondere an Gstaad? Um dieses Phänomen begreifen zu können, muss man ein wenig in die Vergangenheit gehen. GOTTFRIED VON SIEBENTHAL-IMHOF*

In der Armut des 19. Jahrhunderts suchten die Gstaader nach alternativen Verdienstmöglichkeiten zum damals dominierenden Holz- und Käsehandel, nebst der allgegewärtigen Landwirtschaft. Die Chance sah man im Tourismus, aber Gstaad war schlecht erreichbar. Endlich wurde 1905 die Eisenbahnverbindung Montreux-Interlaken, mit der Linienführung über das damals noch unbekannte Gstaad, eröffnet. Es war die erste elektrische Eisenbahn im Alpenraum. Innerhalb weniger Jahre wurden zehn Hotels erbaut, u.a auch das heute legendäre Palace-Hotel. Die Erbauer waren alles Einheimische, welche an die touristische Zukunft von Gstaad glaubten. Wegen der hochmodernen, schnellen Eisenbahnverbindung und den neuzeitlichen Hotels verfügte Gstaad über die Voraussetzungen, damit sich hier Privatschulen ansiedeln konnten. So baute das Belgische Königshaus 1913 eine Privatschule, bald darauf folgte das «Le Rosey» welches, nebst dem Hauptsitz am Genfersee, hier eine Winterresidenz aufbaute. Dies war der Anfang von

Gstaad, und mit den Schülern aus den Königshäusern und dem Geldadel war der Grundstein gelegt für die prominente Kundschaft, welche noch heute dem Ort treu geblieben ist. ES GEHT BERGAUF Bald gab es sechs Eisbahnen. Hockey war als Sportart damals sehr populär. So entstand der legendäre Eishockey Club «Gstaad-Le Rosey», welcher in den 1920er-Jahren zum erfolgreichsten Hockeyclub der Schweiz avancierte. Es folgte der Bau der Bergbahnen, welcher den Gästen einen bequemen Aufstieg auf die Skiberge ermöglichte. Nach dem Krieg wurde die erste Sommer-Sesselbahn der Schweiz auf den Gstaader Hausberg Wasserngrat erbaut. Ein 18-Loch-Golfplatz, der Flugplatz und die hochalpine Gletscherbahn gehören heute zum Angebot. In den 1960 / 70er-Jahren entdeckte der Jet-Set das verträumte Bergdorf. Weltstars wie Liz Taylor, Julie Andrews, Roger Moore, Yehudi Menuhin und nun auch Madonna bauten sich hier Ihre Chalets. Starmusiker wie Louis Armstrong, Marlène Dietrich, Ella Fitzgerald, Liza Minelli, Frank Sinatra und Johnny Hallyday gaben in Gstaad Konzerte. Gstaad hat heute noch ebenso viele Kühe wie Einwohner. Das zeugt von der harmonischen Entwicklung des Fremdenverkehrs. Alles ist noch

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echt. Gstaad strahlt Natur pur und internationales Flair aus. Die nach wie vor intakte Landschaft, das strenge Baureglement, das nur Chaletbauten zulässt, sind die Gründe, dass sich Gstaad zum Weltkurort entwickelt hat. Die Spitzengastronomie ist in keinem Kurort dichter als hier. Das Einkaufserlebnis mit allen grossen Marken im autofreien Ort ist einmalig. Ebenso die Hotels, welche vom einfachen Landgasthof bis zum Fünfsterne-Wellnesshotel auf höchstem Niveau jedem Anspruch gerecht werden. Die grossen Events wie Swiss Tennis Open, Polo Gold Cup, Beach Volley World Tour, Country Night, Menuhin Festival sowie Sommets Musicaux usw. bieten dem Gast zu jeder Jahreszeit Unterhaltung auf höchstem Niveau.

Gstaad ist echt, Gstaad ist diskret und jeder Gast fühlt sich hier wohl und willkommen. *Gottfried von Siebenthal ist der lokale Geschichtekenner. Seit Kindesalter hat er sich intensiv mit der Geschichte von Gstaad und der Region auseinandergesetzt, hat Zeitzeugen befragt und unzählige Fotos und Postkarten gesammelt. Daraus und mit viel Arbeit und Liebe entstanden seine zwei historischen Bücher «Gstaad – eine Reise in die Vergangenheit» Vol.1 & Vol2. Er ist waschechter Gstaader, aus einer der ältesten lokalen Familien. 1976-2012 führte er in der vierten Generation das Traditionshaus «von Siebenthal Cookshop». www.gstaadtour.com


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24 Wellness

Der siebte Himmel liegt in Gstaad Unser Redaktor Patrick Hunkeler ist kein regelmässiger Spa-Besucher. Das könnte sich aber jetzt ändern, denn sein Wellness-Erlebnis im Le Grand Bellevue in Gstaad war, gemäss eigenen Aussagen «absolute Spitzenklasse». Begleiten Sie ihn auf seinem Weg zur puren Entspannung. TEXT SMA

In einem idyllischen Park in der Nähe der Gstaader Fussgängerzone steht das traditionsreiche Fünf-Sterne Luxushotel «Le Grand Bellevue». Der Empfang ist überaus freundlich und unprätentiös. Man bittet mich in die mit knalligen Farben und zeitgenössischem Design dekorierte Lounge. Ich komme nicht dazu mich zu setzen, denn schon erscheint der Direktor und Besitzer Daniel Koetser und begrüsst mich. Er geht zurzeit an Krücken, weil er sich bei einem Fussballturnier gegen andere Hotel-Teams eine Verletzung zugezogen hat. Das hält ihn aber nicht davon ab, der perfekte Gastgeber zu sein: Er führt mich durch die öffentlichen Bereiche des Hotels – Rezeption, Lounge, Bar, Sushi-Bar, Weinkeller, Cigar-Lounge und Restaurant. In der stilvoll eingerichteten Bar erklärt mir der Direktor bei einem von ihm persönlich kreierten Eiskaffee die Philosophie und die Ziele des Hotels: «Wir wollen ein

Haus sein, welches für alle zugänglich ist. Alle sollen sich wohlfühlen. Ich glaube nicht an Hierarchien, weder bei den Gästen noch bei den Angestellten.» Der Teamgedanke sei ihm das Wichtigste. GAUMENFREUDEN WARTEN Immer wieder zeigt Koetser auf kleine Details. Manchmal sind sie eine Hommage an längst vergangene Grand Hotel Zeiten oder – wie beim Kamel im Caro-Look beim Eingang zur Bar – ein augenzwinkernde Begrüssung für die neuen Gäste aus dem Nahen Osten. Besonders stolz ist der Manager auf das mit einem Michelin Stern ausgezeichnete Restaurant. Dessen Speisekarte mit Burger und Reuben-Sandwich erinnert ein wenig an den New Yorker Bistro Stil. Auf die kommende Wintersaison wird das Angebot des Le Grand Bellevue durch einen öffentlichen Night Club ergänzt. LUXUS PUR – DAS NEUE SPA IM UNTERGESCHOSS Über die Haupttreppe werde ich zur Spa-Reception geführt. Das Wellness-Refugium der Spitzenklasse ist auch über einen separaten Eingang vom Park her zu erreichen. Der Eintritt für externe Gäste kostet fünfundsiebzig Franken. Für Hotelgäste ist der Besuch selbstverständlich inklusive. Die Leiterin des Spas nimmt mich

in Empfang. Schnell ein paar Plastikhauben über die Schuhe streifen und schon geht es auf die grosse Tour. Das im Dezember 2013 nach aufwendiger Renovation und Vergrösserung eröffnete Spa ist das exklusivste der Region. Es erstreckt sich über mehr als 3000 Quadratmeter und bietet alles, was das Herz begehrt. Spannend für Verliebte: Neben individuellen Behandlungs- und Massageräumen verfügt das Le Grand auch über Räume für Paare. Während sich der Partner mit einer Seifenschaummassage verwöhnen lässt, kann die Partnerin ein Jasmin-Öl Bad geniessen. Acht verschiedene Saunen, darunter ein türkisches Bad, eine Eisgrotte, dazu ein moderner Fitnessraum, ein Yogaraum, ein Schwimmbad mit Jacuzzi, ein Solarium und mehr gehören zur Einrichtung. Daraus entspringen unzählige Behandlungsmöglichkeiten. Die dazugehörige Broschüre umfasst mehr als dreissig Seiten. Vom Fitness- über den Wellness- bis zum

Gesundheitsbereich bieten die fast zwanzig Angestellten alles, was man sich vorstellen kann. TOTAL RELAXED Natürlich will ich auch das eine oder andere selber ausprobieren. Ich entscheide mich für eine Massage, denn mein Nacken war die Tage zuvor ein wenig verspannt. Nach einer Ruhepause auf dem Wasserbett geht es zuerst in das Kräuter-Dampfbad und später in die Solegrotte. Die Masseurin schafft es problemlos meine verspannten Muskeln aufzulockern. Ich bin so relaxed, dass ich ihr auf dem Massagetisch fast einschlafe. Dann gönne ich mir eine Swiss Express Care Gesichtsbehandlung. Sehr erfrischend. Das hat gut getan. So gut, dass ich definitiv zurückkehren werde. Die letzten dreieinhalb Stunden waren Erholung pur.

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26 Harmonie

Zigarren und Rum – ein Hauch von Kuba Wohl kaum etwas bringt man mehr mit Kuba in Verbindung als Rum und Zigarren. Immer mehr Geniesser schwören auf die harmonische Verbindung, welche die beiden karibischen Exportschlager zusammen ergeben. TEXT PATRICK HUNKELER

Cuba libre – ein Drink aus weissem Rum und Coca Cola. So genossen die meisten Leute in vergangenen Zeiten ihren Rum. Der Konsum des Karibikschnapses hat sich in den letzten Jahren aber entscheidend gewandelt: Heute trinkt man ihn pur, so wie Whisky oder Cognac und geniesst dazu eine feine Zigarre. Es sind qualitativ hochstehende Rumsorten, die dafür infrage kommen. Sie wurden über viele Jahre in Eichenfässern gelagert, damit sie deren Farbe und Geschmack annehmen. Neben diesem «sortenreinen» Rum gibt eine grosse

Auswahl an Blended Rum auf dem Markt. Ähnlich wie bei einem Cuvée beim Wein, sind sie ein Verschnitt aus verschiedenen Rum-Sorten. Als Ausgangsprodukt für Rum verwendet man Melasse. Im Gegensatz dazu wird bei der Herstellung von Cachaça allein frisch gepresster Zuckerrohrsaft als Grundstoff eingesetzt. Bei der Produktion von industriellem Rum ergibt ein Gemisch von Melasse und gehäckseltem Zuckerrohr, Zuckerrohrsaft und Wasser die Maische, welche nach der Fermentation einen Alkoholgehalt von etwa fünf Prozent aufweist. Dieser Zuckerwein wird destilliert und hat danach als weisser Rum einen Alkoholgehalt von fünfundsechzig bis zu fünfundsiebzig Prozent. Nach ein paar Monaten bis zu mehreren Jahren der Lagerung im Fass oder Edelstahltank wird destilliertes Wasser beigegeben, um den Alkoholgehalt vor der Abfüllung zu senken. Der

Rum wird teilweise auch mit Zucker oder Melasse versetzt, damit er ein süsseres Aroma und die typisch braune Farbe bekommt. DIE HOCHZEIT DER AROMEN Irgendwo in der Karibik sitzen ein paar Männer beim Sonnenuntergang mit Zigarre und Rum an Strand – ein Klischee, natürlich. Aber Rum und Zigarre sind eine spezielle Kombination. Da haben sich zwei gefunden, die zusammen gehören. Wie bei einer Liebesbeziehung heisst es aber auch hier: Die Harmonie zwischen Rum und Zigarre kann nicht erzwungen werden. Feine Geschmacksnuancen ergeben sich nur aus einer geschickten Auswahl der beiden Komponenten. Durch die Verbindung von Zigarren und Rum können Geschmackseindrücke nicht nur verstärkt, sondern auch perfektioniert werden.

Ist der Rum zu leicht und ohne große Süssnoten, dann wird er gnadenlos von der Zigarre (z.B. einer schweren Havana) überlagert. Ist der Rum zu rauchig, scharf und kantig, überdeckt er vielleicht die zarten Aromen der Lieblingszigarre. Kubanische Zigarren gelten beispielsweise als wesentlich kräftiger als dominikanische Zigarren. Daher eignet sich ein stärkerer Rum besser als Begleiter als ein milder. Da die Aromenbandbreite von Rum und Zigarren eng beisammen liegt, ergänzen sich insbesondere die eher süssen Rums auf Melasse- und Solera-Basis mit vielen Zigarren. Deren Aromen überlagern sich so gut wie nie, sondern unterstreichen sich gegenseitig. Dies führt stets zu einem doppelten Geschmackserlebnis und jegliche Kombination kann ohne grösseres Risiko getestet werden.

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