SingLiesel kompakt
Gedächtnistraining rund um Essen und Trinken Ursula Oppolzer
Inhalt Vorwort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
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Küsse vergeh’n, Kochkunst bleibt besteh’n . . . . . . . . . .
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Käthe kocht Kohlgemüse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10 Ein Gläschen in Ehren … . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
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Was für ein „Schmarrn“! . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
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Rotwein ist für alte Knaben … . . . . . . . . . . . . . . . . . .
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Ella isst Eier roh . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18 Süße Leckereien . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20 Blaukraut bleibt Blaukraut . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22 Allererste Sahne . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24 Zitronenfalter und Glühbirne . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26 Kürbis und Pinguin . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28 Eine seltsame Kaffeegesellschaft . . . . . . . . . . . . . . . . 30 Tisch-Knigge . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32 Der Hering ist ein salzig Tier . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 34 Armer Ritter und Birne Helene . . . . . . . . . . . . . . . . . . 36 Merkwürdige Küchen-„Berufe“ . . . . . . . . . . . . . . . . . 38 Der Speiseplan von A bis Z . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40 Kräuterfrau und Henkelmann . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42 Es wird mit Recht ein guter Braten . . . . . . . . . . . . . . . 44
Lieber Butter bei die Fische als … . . . . . . . . . . . . . . . . 46 Jeder kocht sein eigenes Süppchen . . . . . . . . . . . . . . . 48 Kaffeetante und Erbsenzähler . . . . . . . . . . . . . . . . . . 50 Ich bin so satt, ich mag kein Blatt . . . . . . . . . . . . . . . . 52 Löffel, Kanne, Tante . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 54 Wochenmarkt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 56 Küchenutensilien . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 58 Zuckerwürfel und Würfelzucker . . . . . . . . . . . . . . . . . 60 Futtern und Schmausen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 62 Spezialitäten aus deutschen Landen . . . . . . . . . . . . . . 64 Das Brot . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 66 Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei . . . . . . . . . . . 68 Europäische Spezialitäten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 70 Fleischer und Schleifer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 72 Feld, Gurken, Obst . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 74 Getoastet und angemacht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 76 Ach, du dickes Ei! . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 78
Vorwort Liebe Betreuerinnen und Betreuer, tagtäglich regen Sie Seniorinnen und Senioren an, im Alltag kaum verwendete und längst vergessen geglaubte Wörter hervorzuholen oder Redewendungen, Sprichwörter und Zitate hervorzukramen. Sie erinnern an Lieder und Gedichte, rufen Wissen und Erfahrungen ab. Sie greifen mit Fragen über frühere Zeiten auf das Langzeitgedächtnis zurück und stärken mit Merkübungen das Kurzzeitgedächtnis. Mit den Gedächtnisspielen in diesem Buch können Sie die Teilnehmenden zusätzlich immer wieder überraschen, motivieren und zum Lachen bringen. Gehirntraining beeinflusst die Hirndurchblutung und den Hirnstoffwechsel positiv und trägt gleichzeitig zu einer besseren Durchblutung aller Organe bei. Die im Buch eingestreuten Bewegungsübungen fördern zusätzlich die Durchblutung des Gehirns und des ganzen Körpers und sorgen für Entspannung. Da es wichtig ist, gemeinsam in entspannter Atmosphäre zu denken und zu lachen, bilden Scherzfragen und Witze jeweils einen lockeren Abschluss.
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Passen Sie die Aufgaben an die Bedürfnisse und Fähigkeiten Ihrer Gruppe an. Je nach Situation können Sie beispielsweise die Anzahl der Begriffe reduzieren, den ersten Buchstaben oder die erste Silbe als Hilfestellung vorgeben oder einzelne Übungen verkürzen. Wichtig ist, die Teilnehmenden zu fordern, ohne sie zu überfordern. Erfolgserlebnisse, Freude und das gemeinsame Erleben stehen im Vordergrund. So bleiben die Aktivitäten motivierend und machen allen Beteiligten Spaß. Stellen Sie bei den Bewegungen sicher, dass die Teilnehmenden aus ärztlicher Sicht daran teilnehmen dürfen und dass keine Verletzungsgefahr besteht. Achten Sie auf ausreichend Abstand. Die meisten Übungen können Sie auch so abwandeln, dass sie auf dem Stuhl sitzend ausgeführt werden können. Nun wünsche ich Ihnen und den Teilnehmenden viel Freude bei den heiteren Aktivierungen, viele Erfolgserlebnisse, Gelassenheit und immer wieder neue kreative Ideen.
Ihre Ursula Oppolzer
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Süße Leckereien Ergänzen Sie bei diesen süßen Leckereien den zweiten Teil. Apfel im (Schlafrock) Götter(speise) Birne (Helene) Zucker(watte) Rote (Grütze) Obst(salat) Crêpe (Suzette)
Pfirsich (Melba) Kosacken(zipfel) Berliner (Pfannkuchen) Fliederbeer(suppe) Markus(brot) Dampf(nudeln) Herren(creme)
Weitere Idee Lesen Sie die süßen Leckereien noch einmal vor und bitten Sie die Teilnehmenden, sich möglichst viele zu merken. Wissen • Welche süßen Leckereien passen zu diesen deutschen Großstädten? • Dresden (Stollen, Eierschecke) • Aachen (Printen) • Lübeck (Marzipan) • Frankfurt (Frankfurter Kranz) • Nürnberg (Lebkuchen) • Leipzig (Leipziger Lerchen) • Welche süßen Leckereien verstecken sich hinter den Namen? • Berliner Luft (eine schaumige Dessertcreme aus Eigelb, Eischnee, Zucker und Gelatine, die mit Himbeersaft angerichtet wird) • Katzenzungen (Schokoriegel in einer bestimmten Form) • Markusbrot (historischer Name von Marzipan)
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Bewegung: Lerchengesang Singen Sie gemeinsam das Lied „Ein Vogel wollte Hochzeit machen“ und flattern Sie mit den Armen wie eine Lerche. Im 18. und 19. Jahrhundert wurden gerne Singvögel verspeist. Hunderttausende wurden im Umland von Leipzig gefangen und nach Moskau und Spanien exportiert. 1876 setzten Tierfreunde dem ein Ende. Leipziger Konditoren kreierten daraufhin Mürbteigtörtchen mit Marzipanfüllung und nannten sie „Leipziger Lerchen“. Scherzfrage Was sind Früchte des Zorns? (Ohrfeigen)
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Blaukraut bleibt Blaukraut Lesen Sie die Zungenbrecher langsam vor und bitten Sie die Teilnehmenden, sie nachzusprechen. Einfacher wird es, wenn Sie die Sätze auf ein Flipchart schreiben. • Blaukraut bleibt Blaukraut und Brautkleid bleibt Brautkleid. • Käthe kocht Kurts Kohlsuppe – Kurts Kohlsuppe kocht Käthe. • Schwarze Schwarzwurzeln schmecken schwarzäugiger Charlotte schön scharf. • Kein Koch kocht krummköpfige, kürbisgroße, grasgrüne Kohlköpfe. • Bald blüht breitblättriger Basilikum, breitblättriger Basilikum blüht bald. • Zwischen zwei Zwetschgenzweigen zwitschern zwei Schwalben, zwei Schwalben zwitschern zwischen zwei Zwetschgenzweigen. • Fridolin futtert freitags fröhlich fingerdicke Frikadellen. Weitere Ideen • Lesen Sie die oben unterstrichenen Begriffe vor und bitten Sie die Teilnehmenden, sich möglichst viele davon mithilfe eines fantasievollen Gedankenfilms zu merken. • Kennen die Teilnehmenden weitere bekannte Zungenbrecher? • Erfinden Sie gemeinsam lustige Sätze, bei denen möglichst viele Wörter mit dem gleichen Buchstaben beginnen.
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Bewegung mit Zungenbrechern Lesen Sie die Zungenbrecher vor und machen Sie dabei Bewegungen. 1. Wort: Alle zeigen mit beiden Händen auf den Kopf. 2. Wort: Alle zeigen mit beiden Händen auf die Brust. 3. Wort: Alle zeigen mit beiden Händen auf die Knie. 4. Wort: Alle zeigen mit beiden Händen auf die Füße. 5. Wort: Alle strecken die Hände zur Decke. Danach beginnt es wieder von vorn. Witz Ein Gast im Restaurant redet auf den vor ihm liegenden Fisch ein. Der Wirt schaut eine Weile zu, dann fragt er den Gast: „Kann ich Ihnen helfen?“ „Nein danke, ich mache dem Fisch nur Vorwürfe. Ich frage ihn: Wie kann ein frischer Fisch so stinken?“
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Ich bin so satt, ich mag kein Blatt Lesen Sie diese Sätze vor und lassen Sie die Teilnehmenden die entsprechenden Märchentitel nennen. • „Ich sehe einen gedeckten Tisch mit schönem Essen und Trinken und die Räuber sitzen daran und lassen es sich wohl sein.“ (Die Bremer Stadtmusikanten) • „Nun, das Mus soll mir Kraft und Stärke geben! Das wird nicht bitter schmecken, aber erst will ich den Wams fertig nähen, eh’ ich anbeiße.“ (Das tapfere Schneiderlein) • „Die guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen.“ (Aschenputtel) • „Das Feuer, das im Herd flackerte, ward still und schlief ein, und der Braten hörte auf zu brutzeln und der Koch, der dem Küchenjungen an den Haaren ziehen wollte, …“ (Dornröschen) • „Ich bin so satt, ich mag kein Blatt, mäh, mäh!“ (Tischlein deck dich, Goldesel und Knüppel aus dem Sack) • „Ach, zieh mich heraus, zieh mich raus, sonst verbrenn ich, ich bin schon längst ausgebacken!“ (Frau Holle) • „Da hast du ein Stück Kuchen und eine Flasche Wein, bring das der Großmutter hinaus, sie ist krank und schwach und wird sich darüber freuen.“ (Rotkäppchen) • „Wer hat von meinem Tellerchen gegessen? Wer hat aus meinem Becherlein getrunken?“ (Schneewittchen) • „Knusper, knusper, knäuschen, wer knuspert an meinem Häuschen?“ (Hänsel und Gretel)
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• „Nun schieb mir dein goldenes Tellerlein näher, damit wir zusammen essen!“ (Der Froschkönig oder der eiserne Heinrich) Weitere Idee Nennen Sie gemeinsam essbare Dinge, die in Märchen vorkommen, und bitten Sie die Teilnehmenden, sich diese Dinge möglichst in der genannten Reihenfolge zu merken (z. B. Apfel – Schneewittchen, Brot – Frau Holle). Bewegung: Linsen heraussuchen Stellen Sie sich vor, auf dem Tisch steht ein Teller mit Linsen und Asche. Sie nehmen die Linsen einzeln heraus, abwechselnd mit der linken und der rechten Hand und werfen sie über die jeweils andere Schulter. „Mit dem Geist ist es wie mit dem Magen: Man kann ihm nur Dinge zumuten, die er verdauen kann.“ (Winston Churchill) Witz Der junge Ehemann zu seiner Frau: „Bitte dreh den Gashahn weiter auf, damit das Essen schneller anbrennt! Wir kommen sonst zu spät ins Restaurant.“ Scherzfrage Wo wächst der beste Wein? (Nirgends – nicht der Wein wächst, sondern die Trauben wachsen.)
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Feld, Gurken, Obst Lesen Sie die drei Begriffe vor, die Teilnehmenden nennen ein gemeinsames Nachwort. (Beispiel: Feld, Gurken, Obst Salat) • Obst, Nudel, Reis Auflauf • Grieß, Milch, Haferflocken Brei • Gemüse, Kartoffel, Nudel Suppe • Butter, Rosinen, Obst Kuchen • Kartoffel, Gries, Aprikosen Knödel • Tee, Kaffee, Zucker Wasser • Mett, Schinken, Leber Wurst • Vanille, Schokoladen, Waldmeister Pudding • Bananen, Haselnuss, Vanille Eis • Sauermilch, Blauschimmel, Butter Käse Weitere Ideen • Suchen Sie weitere Begriffe, die ein gemeinsames Nachwort haben. • Bilden Sie gemeinsam lustige Sätze mit jeweils drei der Begriffe. Bewegung: Fantasietöpfe auf den Herd Öffnen Sie in Gedanken eine untere Schranktür, nehmen Sie den größten, schwersten Topf heraus und stellen Sie ihn auf den Herd. Danach nehmen Sie weitere drei Töpfe aus dem Schrank und stellen sie ebenfalls auf den Herd.
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Im Mittelalter gab es selten süße Torten, sondern Pasteten aus Mürbteig mit Fisch- und Fleischfüllung, die bei festlichen Anlässen sehr begehrt waren. Scherzfrage Was hat viele Häute und beißt alle Leute? (die Zwiebel)
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Gedächtnistraining, das Appetit macht Das Thema „Essen und Trinken“ bietet jede Menge Stoff zum Erinnern, Rätseln, Kombinieren und Schmunzeln. Genau darum geht es in diesem Buch. Mit Wortspielen, Sprichwörtern und Redewendungen, Wissensfragen, Merkaufgaben, kleinen Bewegungsübungen und humorvollen Spielideen rund um Speisen und Getränke kommt
Abwechslung ins Gedächtnistraining. Die Aufgaben lassen sich flexibel an die Fähigkeiten der Seniorinnen und Senioren anpassen – mal leicht, mal knifflig, mal überraschend. So entstehen ganz nebenbei Gesprächsanlässe, Erfolgserlebnisse und jede Menge Spaß beim gemeinsamen Knobeln.
Die Reihe „SingLiesel kompakt“ versammelt die schönsten Beschäftigungsideen für Seniorinnen und Senioren. Neben der beliebten „Mal-alt-werden-Edition“ erscheinen hier Quiz-Bücher für das Gedächtnistraining zwischendurch und „Umschreibungen“ zu verschiedenen Themen. Weitere beliebte Titel der Reihe: • Umschreibungen Essen und Trinken • Mitsprechgedichte • Das Quiz: Fast vergessene Begriffe, Berufe, Gegenstände • Geschichten zum Bewegen
• Reimrätsel • Kurzaktivierungen • Rätselbuch der Redewendungen • Heute schon gequizzt?