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Praktikumsbericht

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Sina Homburg - 3000151 Praktikumsbericht

Unter der Lupe

Radarsequenzen

01 Auf dem Radar Erwartungen, Wünsche, Vorfreude

Seite 4

02 Wer ist Form? Und warum Radar?

Seite 6

03 Mein Designalltag

Mitmachen, Mitdenken, Mitgestalten

Kleines & Großes

Seite 8

04 Arbeit zeigt Haltung

Projekte, Prozesse, Pixel

Seite 12

05 Was ich erwartet habe – und was ich bekommen habe

Seite 30

06 Formell, aber herzlich Bescheinigung der Agentur

Seite 31

Auf dem Radar

Erwartungen, Wünsche, Vorfreude

Bevor das Praktikum angefangen hat, hatte ich vor allem Fragen. Wie läuft der Alltag in einer Designagentur ab? Was passiert zwischen Pitch, Projekt und Präsentation? Und vor allem: Wie fühlt es sich an, wenn Gestaltung plötzlich kein Hochschul-Projekt mehr ist, sondern Teil eines echten Jobs?

Meine größte Erwartung war, nicht nur zuzuschauen, sondern wirklich mitzuwirken. Ich habe mir erhofft, Aufgaben zu übernehmen, die über das bloße Anpassen von Vorlagen hinausgehen – Einblicke in echte Prozesse, in denen man merkt, wie viele kleine Schritte und Entscheidungen ein fertiges Design prägen. Dabei wünschte ich mir ein Team, das mir Vertrauen entgegenbringt und mir zutraut, Verantwortung zu übernehmen, auch

wenn ich nicht auf jede Frage sofort eine Antwort habe oder noch lange nicht alle Gestaltungsprogramme perfekt beherrsche.

Besonders groß war meine Vorfreude auf die Unterschiede zur Hochschule: raus aus dem geschützten Studienraum und rein in den Arbeitskontext. Dort, wo Deadlines den Takt bestimmen, wo Zwischenlösungen manchmal wichtiger sind als Perfektion und wo Feedbackrunden den eigenen Blick schärfen. Ich wollte erleben, wie Projekte wachsen – mit all ihren Umwegen, Diskussionen und Kompromissen – und verstehen, wie sich Kreativität anfühlt, wenn sie nicht nur für eine Note, sondern für echte Kunden und konkrete Ergebnisse gedacht ist.

Helga Kanig Kommunikationsdesignerin M.A., Inhaberin

Auf dem Radar

Eva Krämer Kommunikationsdesignerin B.A.

Robert Pietschmann Programmierung

Lucy Feel Good Managerin

Anne Zender Diplom Kommunikationsdesignerin, Inhaberin

Und warum Radar?

Die Antwort ist simpel: Eine Agentur, die Projekten Form gibt, damit sie auf dem Radar erscheinen und vor allem dort bleiben.

formradar ist keine schrille Designagentur. Keine Neonbuchstaben, keine Buzzwords. Stattdessen Genauigkeit, Klarheit, Stringenz, Ästhetik und Ganzheitlichkeit. Und nicht zu vergessen: die Menschlichkeit, das Einfühlungsvermögen und die lauten Lacher zwischendurch. Das Team ist klein, aber gut eingespielt. Es gibt keine großen Egos, dafür viele offene Fragen und eine echte Offenheit im Miteinander.

Gegründet wurde formradar von Helga Kanig und Anne Zender, die ihre kreativen Expertisen vor sieben Jahren gebündelt haben. Heute verbindet die Agentur strategische Intelligenz mit exzellentem Design. Im Mittelpunkt steht das Verständnis für die Kunden und ihre Problemstellungen. Mit diesem Blick fürs Ganze bringt formradar

Klarheit in Inhalte und entwickelt Designlösungen, die über alle Touchpoints hinweg funktionieren – vom ersten Konzept bis zur finalen Umsetzung.

Der Projektfokus reicht von Branding über Editorial Design bis hin zu digitaler Kommunikation. Besonders spannend ist, wie viel konzeptionelle Arbeit bereits vor dem eigentlichen Gestalten passiert: zuhören, analysieren, strukturieren. Denn erst daraus entstehen Konzepte, die nachhaltig tragen.

Die Agentur arbeitet flexibel und vernetzt: je nach Projekt mit einem sorgfältig ausgewählten Netzwerk an Spezialist:innen für Text, Illustration, Video, Fotografie oder Webentwicklung. formradar steuert die gesamte Umsetzung und bietet so eine umfassende Lösung aus einer Hand. Der Name passt deshalb perfekt: Hier wird nicht gestaltet, um oberflächlich zu gefallen, sondern damit die Form stimmt – klar, sinnvoll und nachhaltig.

Mein Designalltag

Mitmachen, Mitdenken, Mitgestalten

Mitmachen, Mitdenken, Mitgestalten: Schon vom ersten Tag an war ich bei formradar nicht nur Praktikantin am Rand, sondern mitten im Geschehen. Ich habe Verantwortung übernommen und gelernt, dass Gestaltung ein lebendiger Prozess ist – selten linear, oft voller Schleifen, Rückfragen und kleiner Kompromisse. Genau darin liegt für mich die kreative Herausforderung.

Ein wesentlicher Teil meines Alltags war das Recherchieren. Vor Beginn eines Projekts habe ich untersucht, was es bereits an Lösungen und Beispielen gibt. Dabei ging es nicht nur darum, Inspirationen zu sammeln, sondern auch kritisch zu hinterfragen: Welche Ideen sind überzeugend, welche Ansätze wirken weniger stimmig und welche Gestaltungen sollten wir bewusst vermeiden? Dafür habe ich Moodboards erstellt oder Bildersammlungen angelegt, um gemeinsam im Team eine Richtung

festzulegen. Diese Vorarbeit war wichtig, um Gestaltungsideen zu schärfen und fundierte Entscheidungen zu treffen.

Beim Gestalten reichte meine Arbeit von der Anpassung bestehender Layouts bis zur Entwicklung komplett neuer Konzepte. Ich habe Skizzen erstellt, digitale Entwürfe umgesetzt und in Programmen wie Adobe InDesign oder Illustrator weiter verfeinert. Besonders spannend fand ich es, wie stark sich meine Entwürfe durch Feedbackrunden verändert haben. Die Arbeit fühlte sich oft wie ein Dialog an: eine Idee einbringen, Rückmeldung erhalten, überarbeiten und so Schritt für Schritt ein besseres Ergebnis entwickeln. Dabei habe ich auch gelernt, auf Details wie Typografie, Farbklima und Leseführung zu achten, damit die Gestaltung nicht nur schön aussieht, sondern auch funktional überzeugt.

recherchieren gestalten fotografieren besprechen

Darüber hinaus habe ich vielfältige Fotografie-Aufgaben übernommen. Dazu gehörte die Objektfotografie für Exposés und Factsheets, die später bei Kunden eingesetzt wurden. Ebenso habe ich Produkte fotografiert, die als interne Referenzen auf unserer Website dienten. Dabei habe ich nicht nur die Fotos aufgenommen, sondern auch die komplette Nachbearbeitung übernommen: Vom Zuschnitt über die Farbkorrektur bis zur finalen Aufbereitung für Print und Web. Durch die Fotografie habe ich ein Gespür dafür entwickelt, wie wichtig gute Bilder sind, um Inhalte professionell und ansprechend zu präsentieren.

Nicht weniger wichtig war das Besprechen. Ob bei Kundenterminen, in Präsentationen oder bei der eigenständigen Übergabe von Websites: Der direkte Austausch war ein fester Bestandteil meiner Arbeit. Ich habe Kun -

den in die Nutzung von Tools eingeführt, ihre Fragen beantwortet und Updates koordiniert. Gleichzeitig habe ich erlebt, wie entscheidend eine klare Kommunikation ist, wenn mehrere Beteiligte an einem Projekt arbeiten. Auch in der Zusammenarbeit mit Produktionspartnern (etwa mit Druckereien oder der Werbetechnik) war Abstimmung unerlässlich, um sicherzustellen, dass unsere Entwürfe nicht nur gestalterisch, sondern auch technisch einwandfrei umgesetzt werden.

Besonders wertvoll war für mich das Vertrauen im Team. Fragen waren willkommen, Ideen wurden ernst genommen, auch wenn sie nicht immer perfekt waren. Dieses offene Miteinander hat mir geholfen, selbstbewusst eigene Impulse einzubringen, Verantwortung zu übernehmen und mich aktiv in Projekte einzuschalten.

Kleines

Connecting:

• Kundenevents besuchen

• (Erst-)Gespräche mit Kunden begleiten

Digitales Material:

• Präsentationen für Logos, Projekte und Unternehmen

Fahrzeugbeschriftung:

• Busbeklebung

Geschäftsausstattung:

• Briefpapier Vorlagen

• Visitenkarten

• E-Mail-Signaturen

Printprodukte:

• Flyer

• Weinlisten

• Foto-, Wand- und Tischkalender

Postproduction:

• Bildbearbeitung

Qualitätssicherung:

• Absprache mit Druckereien und Werbetechnikern

• Reklamation von Druckprodukten

Social Media:

• Interner Videodreh und -schnitt

• Posts erstellen

• externe Vorlagenerstellung für Kunden

Webseitenpflege:

• Produktbilder & Menükarten aktualisieren

• Datenschutz überarbeiten

• Slider erstellen

• Blogartikel schreiben

• Referenzen anlegen

& Großes

Corporate Design:

• Mitentwicklung der Marke FLAIR:

• Schriftrecherche und Logovorschläge

• Entwicklung einer Markenwelt (Farben und Einrichtungsstile)

• Aufbau von Logopräsentationen

Fotografie:

• Objektfotografie zur optimalen Präsentation der Immobilien der BaklanGroup

• Dokumentation realisierter Kampagnen vor Ort

• Inhousefotografie von Referenzen in studioähnlicher Umgebung

Immobilienmarketing:

• Gestaltung und Erstellung aussagekräftiger Exposés, zugehöriger Factsheets und Objektpräsentationen für das Unternehmen BaklanGroup

• Entwicklung individueller Grundriss-Styles für das junge Unternehmen Titus Immobilien

• Erstellung von Karten für Titus Immobilien:

• Deutschland-, Makro- und Mikrolagenkarten

• Karten für Metropolregionen

• Entwicklung eines einheitlichen Kartografie-Stiles

Kampagnenstrategie:

• Umzugskampagne der Heidelberger Volksbank:

• Gestaltung und Abstimmung der Fensterbeklebung am neuen Gebäude

• Koordination mit externen Dienstleistern

• Entwicklung des Mailings in Herzform inklusive Produktionsabstimmung

• Pitchvorbereitungen der Fusion Heidelberger Volksbank und Volksbank Neckartal:

• Entwicklung eines Keyvisuals für die Plakatkampagne

• Mitwirkung an der Erstellung des neuen Corporate Designs

• Gestaltung von Geschäftsausstattung

Webseite:

• Portfolioseiten für EMME:

• Aufbau und Erstellung

• Wöchentliche Update-Meetings

• Abschließende TYPO3-Schulung und Übergabe an den Kunden

• Eigenständige WordPress-Schulung und Übergabe an Kenneth Heinrich Consulting

Arbeit zeigt Haltung

Projekte, Prozesse, Pixel

Corporate Design

Mitentwicklung der Marke FLAIR

Fotografie

Objekte der BaklanGroup

Fotografie

In-House-Fotografie des Stadt Mannheim Kalenders 2025

Immobilienmarketing

Objektfotografie & Gestaltung des Exposés und dem dazugehörigen Factsheet

Berlin

Frankfurt am Main
Mannheim
Stuttgar t
Dresden
Leipzig
Hannover
Münche n Köln
Hambur g
Küche
Flur
Bad
Essen | Wohnen
Schlafen

Immobilienmarketing

Grundriss-Stil für Titus Immobilien entwickelt und angewendet

Flur
Bad Abstellraum
Küche
Schlafen
Wohnen
Essen

Kampagnenstrategie

Fensterbeklebung der Heidelberger Volksbank & Fotos der dazugehörigen Kampagne

HEIDELBERG

ZUSAMMENFLUSS

– wenn sich zwei Banken vereinen

Die Heidelberger Volksbank und die Volksbank Neckartal bündeln ihre Kräfte – für mehr Möglichkeiten, mehr Stärke und mehr Nähe. So entsteht die Volksbank Heidelberg–Neckartal: Eine Bank, die ihr Filialnetz entlang des Neckars spannt und unsere Region zusammenbringt.

Jetzt mit einer neuen gemeinsamen Webseite: www.volksbank-hdn.de

Kampagnenstrategie

Zwei Entwürfe für die Fusionskampagne

NECKARTAL

Waldbrunn

Eberbach

Dossenheim

Neckargmünd

STADT, LAND, FLUSS

Eine Bank, die Ihre Region miteinander verbindet.

Durch die Fusion der Heidelberger Volksbank und der Volksbank Neckartal entsteht die Volksbank Heidelberg–Neckartal. Eine Bank, die mit ihrem Filialnetz entlang des Flusses Stadt und Land verbindet und unsere Region wirklich stark macht.

Jetzt mit einer neuen gemeinsamen Webseite: www.volksbank-hdn.de

Waibstadt
Schönau
Meckesheim
Helmstadt
Hirschhorn
Reichhartshausen
Lobbach
Neunkirchen
Neckar
HEIDELBERG
NECKARTAL

Webseite: emme.info

Erstellen & Einpflegen der Portfolioseiten

Was ich erwartet habe –

Was ich bekommen habe

Mein Praktikum war für mich eine durchweg positive und prägende Erfahrung. Ich habe einen breit gefächerten Einblick in die vielseitigen Tätigkeitsfelder einer Agentur erhalten – von Immobilienmarketing über Kampagnenentwicklung bis hin zu Fotografie, Corporate Design und Webprojekten.

Besonders im Bereich Immobilienmarketing, in dem ich die meiste Verantwortung übernehmen durfte, konnte ich meine Fähigkeiten stark einbringen. Dort habe ich nicht nur eigenständig Projekte realisiert, sondern auch gelernt, Verantwortung für Fehler zu übernehmen. Drei meiner Arbeiten aus diesem Bereich habe ich in den bebilderten Beispielen hervorgehoben (rote Kreise) – sie stehen für mich stellvertretend für das, was ich in dieser Zeit besonders gerne gemacht habe und worauf ich auch stolz zurückblicke.

Diese Mischung aus Vertrauen und Herausforderung hat mich nicht nur fachlich wachsen lassen, sondern auch persönlich gestärkt. Ich durfte meine bestehenden Fähigkeiten in der Gestaltung, Konzeption und Abstim -

mung mit Kunden und Dienstleistern festigen und wurde gleichzeitig immer wieder in neue Themenbereiche eingeführt, die mir zuvor fremd waren. Dadurch habe ich sowohl mein kreatives als auch mein organisatorisches Repertoire deutlich erweitern können.

Darüber hinaus habe ich einen tieferen Einblick in wirtschaftliche Zusammenhänge, Projektabläufe und Teamstrukturen erhalten, was meinen Blick auf die Branche nachhaltig geschärft hat. Besonders wertvoll war für mich auch das kollegiale Miteinander: Ich wurde nicht nur in meinem Können bestärkt, sondern auch menschlich bereichert. Rückblickend schaue ich auf sechs Monate, in denen ich enorm viel gelernt, mich weiterentwickelt und wertvolle Erfahrungen gesammelt habe, die mich auf meinem weiteren beruflichen Weg begleiten werden. Deshalb ziert auch das Cover einen roten Kreis, denn das ganze Praktikum war für mich ein echtes Highlight.

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