Skip to main content

KX 1-2/2026

Page 1


KUNSTSTOFF XTRA

OFFIZIELLES ORGAN VON

Alles aus einer Hand

Treffen

Erleben

Ideelle Träger

Wir schreiben auch gute Geschichten

«Dieses Jahr fängt so schlecht an, wie das vergangene aufgehört hat», hörte ich kürzlich einen Bekannten klagen. Er ist Ingenieur und ich habe ihn immer als Realisten wahrgenommen – nicht als Pessimisten. Überrascht hat mich seine Aussage trotzdem nicht. «Bad news are good news!», lautet eines der Grundprinzipien im Journalismus. In den vergangenen Monaten konnten die Massenmedien diesbezüglich aus dem Vollen schöpfen. Doch bilden sie damit die Realität ab? «Was wir beobachten, ist nicht die Natur selbst, sondern die Natur, die unserer Fragestellung ausgesetzt ist», sagte einst der deutsche Physiker Werner Heisenberg. Seine Erkenntnis lässt sich nicht nur auf die Wissenschaft, sondern auf unser gesamtes Leben übertragen.

Was wir sehen, hängt davon ab, wo und wie wir suchen – dadurch schaffen wir unsere Realität ein Stück weit selbst. Wo also finden wir schöne Geschichten, um dem Übermass an Negativschlagzeilen etwas entgegenzusetzen? Überall, wir müssen uns nur umhören – zum Beispiel an der vergangenen Swiss Plastics Expo: 200 Aussteller präsentierten dort neue Technologien und Maschinen, mit denen sich noch nie dagewesene Bauteile fertigen lassen, die Energie einsparen und die Kreislaufwirtschaft ermöglichen. Die Schweiz, sagten Aussteller aus ganz Europa, sei ein Hightech-Land. Das gelte im Besonderen für die hiesige Kunststoffindustrie. Lesen Sie dazu mehr ab Seite 24.

Diese Ausgabe von KunststoffXtra erzählt weitere Erfolgsgeschichten. So ist es ETH-Forschenden gelungen, Roboter an unstrukturierte, reale Umgebungen anzupassen. Sie können nun mit variierenden Formen und Situationen umgehen und haben das Greifen erlernt (S. 12). Und die Ostschweizer Fachhochschule OST hat ein interdisziplinäres Lehrmodul aufgebaut, das Kunststoff-Know-how auf faszinierende Weise vermittelt, um junge Menschen dafür zu begeistern (S. 18).

Die Schweiz ist voller Erfolgsstorys. Nicht umsonst ist unser Land laut Weltorganisation für geistiges Eigentum das innovativste von allen – seit 15 Jahren in Folge. Das sind die Geschichten, die uns prägen sollten.

Masterbatch Swissmade Compounds

4

VERARBEITUNG

Technikumsmaschine setzt neue Massstäbe

Engel hat sein Technikum in St. Valentin um die grösste Technikumsmaschine weltweit erweitert: die Duo 5500 Combi M mit einer Schliesskraft von 55 000 kN.

8

VERARBEITUNG

Spart Material und steigert Gesamteffizienz

Mit einer zentralen Materialversorgungsanlage von Wittmann hat elasto das Materialhandling in der Spritzgiessproduktion neu aufgestellt.

12

DIGITALISIERUNG

Greifen mit KI

Der jüngste KI-Boom hat auch die Roboter verändert. Ihre Gehirne lassen sich nun mit Simulationen in der Cloud schnell und effizient trainieren.

IMPRESSUM

KUNSTSTOFF XTRA

Die Fachzeitschrift für Werkstoffe – Verarbeitung – Anwendung www.kunststoffxtra.com

Erscheinungsweise

7 × jährlich

Jahrgang 16. Jahrgang (2026)

Druckauflage 3500 Exemplare

ISSN-Nummer 1664-3933

Verlagsleitung

Thomas Füglistaler

15

F&E

Entwicklung hocheffizienter Erdwärmesonden

Das SKZ entwickelt im Projekt «EWS.MWCNT» Erdwärmesonden mit verbesserter Wärmeleitung durch den Einsatz von Carbon Nanotubes.

Herausgeber/Verlag

SIGImedia AG

Alte Bahnhofstrasse 9a

CH-5610 Wohlen

+41 56 619 52 52 info@sigimedia.ch www.sigimedia.ch www.kunststoffxtra.com

Anzeigenverkauf

SIGImedia AG

Jörg Signer

Thomas Füglistaler

Alte Bahnhofstrasse 9a

CH-5610 Wohlen

+41 56 619 52 52 info@sigimedia.ch

Redaktion

Raphael Hegglin

+41 56 619 52 52 r.hegglin@sigimedia.ch

Marianne Flury (Senior Editor) +41 32 623 90 17 m.flury@sigimedia.ch

16

NACHHALTIGKEIT

Die richtige Werkstoffauswahl treffen

Die Kunststoffindustrie steht unter Druck: Mit dem steigenden Fokus auf Klimaschutz und Ressourceneffizienz rücken neue Anforderungen in den Mittelpunkt.

18

AUS-/WEITERBILDUNG

Kunststoffwissen erleben

Der Fachkräftemangel in technischen Berufen ist Realität –mit einer attraktiven Ausbildung sollen mehr junge Menschen für technische Berufe begeistert werden.

Vorstufe

Triner Media + Print Schmiedgasse 7 CH-6431 Schwyz +41 41 819 08 10 beratung@triner.ch www.triner.ch

Abonnemente +41 56 619 52 52 info@sigimedia.ch www.kunststoffxtra.com

Druck

Fontana Print SA Via Giovanni Maraini 23 CH-6963 Pregassona +41 91 941 38 21 www.fontana.ch

Jahresabonnement Schweiz: CHF 38.00 (inkl. Porto/MwSt.) Jahresabonnement Ausland: CHF 58.00 (inkl. Porto)

Copyright Zur Veröffentlichung angenommene Originalartikel gehen in das ausschliessliche Verlagsrecht der SIGImedia AG über. Nachdruck, fotomechanische Vervielfältigung, Einspeicherung in Datenverarbeitungsanlagen und Wiedergabe durch elektronische Medien, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Verlags. Für unverlangt eingesandte Manuskripte wird keine Haftung übernommen.

Copyright 2026 by

SIGImedia AG, CH-5610 Wohlen

VERBAND

Begegnungen, Impulse und Austausch

Im Zentrum des Auftritts von KUNSTSTOFF.swiss an der Swiss Plastics Expo stand der persönliche Austausch – insbesondere beim gut besuchten Messe-Zmorge.

24

MESSEN

Kunststoffindustrie demonstriert Innovationskraft

Während dreier Tage besuchten 3800 Fachpersonen die Swiss Plastics Expo und informierten sich bei 200 Ausstellern über neue Produkte und Technologien.

26

MESSEN

Ein Rundgang durch die Messe

KunststoffXtra hat sich auf der Swiss Plastics unter den Branchenführern umgehört. Besonderes Interesse gilt den Spitzentechnologien und zuverlässig funktionierenden Systemen.

ZUM TITELBILD

Wittmann – Gesamtlösung aus einer Hand WITTMANN bietet ein umfassendes, durchgängiges Produkt- und Lösungsportfolio entlang der gesamten Spritzgiessprozesskette. Das Leistungsspektrum reicht von der fundierten Beratung und detaillierten Projektierung über die Lieferung und Integration der Systeme bis hin zu einem zuverlässigen Service- und After-Sales-Support über den gesamten Lebenszyklus der Anlage.

In der Schweiz profitieren Kunden von einer zentralen, lokalen Ansprechperson für das komplette WITTMANN Produktportfolio. Dazu gehören insbesondere auch hochentwickelte Automationslösungen, die in der Schweiz entwickelt und gefertigt werden. Diese lokale Wertschöpfung ermöglicht kurze Entscheidungs- und Kommunikationswege,

36

22 WIRTSCHAFT

Top 5 Robotik-Trends 2026

Der Marktwert installierter Industrie-Roboter hat weltweit einen neuen Höchststand erreicht. Die Nachfrage wird u.a. durch die Erschliessung neuer Geschäftsfelder weiter angetrieben.

38

VERANSTALTUNGEN

33. Internationales Kolloquium Kunststofftechnik in Aachen

Das IKV lädt 2026 erneut zum Internationalen Kolloquium Kunststofftechnik ein und bietet ein Forum, in dem Forschung und Industrie gemeinsam neue Wege entwickeln können.

LIEFERANTEN

KUNSTSTOFF XTRA

OFFIZIELLES ORGAN VON KUNSTSTOFF.swiss DIE FACHZEITSCHRIFT FÜR WERKSTOFFE

eine hohe technische Kompetenz vor Ort sowie eine enge Zusammenarbeit bei der Umsetzung individueller Kundenanforderungen.

Durch die Kombination aus lokaler Präsenz und globaler Unternehmensstruktur stellt WITTMANN massgeschneiderte, zukunftssichere Lösungen sicher – bei gleichzeitig einheitlichen, weltweit gültigen Qualitäts-, Technologie- und Servicestandards. Kunden erhalten damit eine integrierte Gesamtlösung, die Effizienz, Prozesssicherheit und Investitionsschutz nachhaltig erhöht.

Wittmann Kunststofftechnik AG Uznacherstrasse 18 CH-8722 Kaltbrunn info@wittmann-group.ch www.wittmann-group.ch

Schliesskraft von 55 000 kN

Technikumsmaschine setzt neue Massstäbe

Engel hat sein Technikum in St. Valentin um die grösste Technikumsmaschine weltweit erweitert: die Duo 5500 Combi M. Mit einer Schliesskraft von 55 000 kN und Abmessungen von 32 m Länge, 13 m Breite und 6,8 m Höhe setzt diese Anlage neue Massstäbe. Sie ist speziell darauf ausgelegt, Kunststoffbauteile im Megamassstab, etwa Leichtbaukomponenten für die Automobil- und Nutzfahrzeugindustrie sowie den technischen Spritzguss von bis zu 2,5 m Länge und 2,5 m Breite, herzustellen. Ziel ist es, durch die Produktion von Grossbauteilen z. B. das Fahrzeuggewicht zu reduzieren und somit die Treibstoffeffizienz zu steigern.

Bei grossflächigen Kunststoffbauteilen ist eine homogene Temperaturverteilung essenziell, um Verzug zu vermeiden und konstant hohe Teilequalität zu erzielen. An der Duo 5500 Combi M waren unter anderem ein hoher Durchfluss und hohe Temperaturen sowie die Langlebigkeit der Geräte gefordert. Im Rahmen des Projekts setzt Engel deshalb auf die hochmoderne Temperiertechnologie von HB-Therm: insgesamt 14 Temperiergeräte der Thermo-5 Baugrösse 4 übernehmen die präzise Energiezu- und -abfuhr. Dank drehzahlgeregelter Pumpen und der Integration in die Engel-Steuerung CC300 gewährleistet dieses System eine bedarfsgerechte, energieeffiziente und prozessabhängige Temperierung. Auf der entsprechenden Bildschirmseite ist unter anderem eine Überwachung der Vorlauf-Temperatur, die Alarmmeldungen sowie der Durchfluss der Temperiergeräte implementiert. Die 14 Temperiergeräte wurden platzsparend unter dem Maschinenpodest installiert, wobei stahlummantelte PTFE-Schläuche bei 180 ° C/20 bar für minimale Wärmeverluste sorgen. Dank der werkzeugnahen Installation unter dem Podest werden Leitungslängen und damit Drucksowie Wärmeverluste auf ein Minimum reduziert.

Technologievielfalt

Bisher wurden grosse Kunststoffteile häufig mit alternativen Fertigungsverfahren ausserhalb des Spritzgusses hergestellt. Mit der Verfügbarkeit einer Spritzgiessmaschine dieser Grössenordnung in einem Technikum eröffnen sich nun völlig neue Perspektiven für die Teile- und Technolo -

Engel Technikumsanlage Duo 5500 Combi M mit 14 Temperiergeräten von HB-Therm. (Bilder: Engel)

gieentwicklung sowie für Abmusterungen unter realen Produktionsbedingungen.

Auf der Technikumsmaschine stehen Kunden folgende Technologien zur Verfügung: – clearmelt – Überfluten von Sichtteilen mit PUR-Lackschicht

– foammelt – Schaumspritzgiessen für Leichtbau und Verzugsminimierung

– organomelt – Verfahren mit Langglasfaser oder Tape-Verstärkung

– coinmelt – Spritzprägen

– optimelt – Qualitativ hochwertige, optische Bauteile aus transparenten Kunststoffen

– combimelt – Mehrfarben-Spritzguss – foilmelt – Hinterspritzen von dekorativen/funktionellen Folien

Ausgestattet mit drei Spritzeinheiten und Schneckendurchmessern von 150 mm, 170 mm und 190 mm deckt die duo 5500 combi M ein sehr breites Spektrum

an Schussgewichten von 1 bis 40 kg ab. Damit können sowohl filigrane Innenraumteile als auch massive Batteriewannen für Elektrofahrzeuge produziert werden. Die Aufspannplatte mit einem Mass von 3500 × 3500 mm erlaubt darüber hinaus den Einsatz hochkomplexer, mehrkavitätiger Werkzeuge mit einem Gesamtgewicht von bis zu 150 Tonnen.

«Die präzise Temperierung grosser Werkzeuge ist eine der grössten Herausforderungen im Kunststoffspritzguss. Deshalb setzt Engel in diesem Fall auf die Temperiertechnik von HB-Therm», fasst Martin Holzer, Product Manager smart machine and temperature control, die Projektkooperation zusammen. Jedes HB-Therm Temperiergerät arbeitet mit drehzahlgeregelten Pumpen, die ihre Leistung je nach Wärmebedarf automatisch anpassen. «Die Integration in die Engel CC300 Maschi -

nensteuerung über OPC/UA erlaubt es, Temperaturprofile direkt in der Maschinensteuerung zu hinterlegen, wodurch ein nahtloser Soll-Ist-Abgleich in Echtzeit möglich ist.», so Holzer.

Bewährte Partnerschaft

Engel und HB-Therm pflegen seit 2019 eine enge und erfolgreiche Kooperation. Die Zusammenarbeit basiert auf partnerschaftlichem Austausch auf Augenhöhe, gemeinsamen Qualitätsansprüchen und einem klaren Effizienzfokus. Die Produkte für die Gesamtsysteme, die von Engel standardmässig angeboten werden, sind die Temperiergeräte E-Temp, der intelligente Temperierwasserverteiler E-Flomo Plus und das digitale Assistenzsystem iQ flow control. Dank dieser intelligenten Temperierlösung, die in die CC300 Maschinensteuerung integriert ist, profitieren Kunden von einer Energieeinsparung von bis zu 80%.

Engel verfolgt eine klare Nachhaltigkeitsstrategie, die in den Unternehmensgrundsätzen fest verankert ist. Neben der Ecovadis-Platinum-Auszeichnung hat man sich im Rahmen der Science Based Targets Initiati-

ve verpflichtet, bis 2030 die unternehmensinternen CO2-Emissionen (Scope 1 und 2) um 50% zu reduzieren sowie die Scope-3-Emissionen um 42%. Bis 2050 will man dann die vollständige Klimaneutralität («Net Zero») erreicht haben. Die Duo 5500 Combi M trägt hierzu durch ihre energieeffiziente HB-Therm-Temperiertechnik bei: Dünnwandige Isolation der Rohre, werkzeugnahe Platzierung der Geräte und pumpenbezogene Drehzahlregelung sowie minimierte hydraulische Verluste sorgen für einen um bis zu 20% geringeren Energiebedarf im Vergleich zu konventionellen Systemen. Gleichzeitig garantiert die homogene Temperaturverteilung eine konstante Teilequalität selbst bei extrem grossen Bauteilen.

Ausblick und Weiterentwicklung

«Seit Juli 2025 befinden sich die Baugrössen 61 und 62 der Series 6 in Serienfertigung. Die Geräte haben sich seitens HBTherm bereits sehr gut am Markt etabliert und die Kundennachfrage steigt stetig. Natürlich kommt vor allem das Mehr an Effizienz gut an», so Holzer. Im Vergleich

zu den E-Temp 5 sind die neuen E-Temp 6 mit einer eigenen Steuerung direkt am Gerät ausgestattet. Dadurch sind diese stand-alone-fähig. Daraus ergeben sich weitere Vorteile: Dank eigenem Display und integrierter Steuerung bleiben die ETemp 6 auch bei Ausfällen voll einsatzfähig und sind im Servicefall deutlich einfacher zu warten.

In Zukunft sind erweiterte MES-Schnittstellen in Planung, um Produktionsdaten nahtlos in unternehmensweite Fertigungsmanagementsysteme zu integrieren, sowie die BDE/MDE-Erfassung direkt an der Maschine. Auf lange Sicht strebt Engel an, seine Produktionspräsenz in Amerika und Asien auszubauen, um Kunden weltweit noch schneller massgeschneiderte Grossanlagen anbieten zu können. Gemeinsam möchte man bestehende Systeme breiter im Markt etablieren und die digitale Integration kontinuierlich vorantreiben. Während Engel über Produktionsstätten in Amerika, Europa und Asien nachdenkt, bleibt die Fertigung von HB-Therm weiterhin ausschliesslich in der Schweiz – stärkt durch Engel jedoch ihre globale Präsenz zusätzlich.

Kontakt

HB-Therm AG Piccardstrasse 6 CH-9015 St. Gallen www.hb-therm.com

Engel Austria GmbH

Ludwig-Engel-Strasse 1 A-4311 Schwertberg www.engelglobal.com n

Im

Einsatz für unsere Kunden

Neu: Schliesskraft bis 4500 kN und bis 1.8kg Schussgewicht (Thermoplast)

Die Duo 5500 combi M deckt ein breites Spektrum an Schussgewichten von 1 bis 40 kg ab.

Technikexpertise von Osbra ist gefragt

Erfolgreich in der Luxus-Nische

Viele Automotive-OEMs setzen bei ihren Luxusmarken auf die Zusammenarbeit mit der Osbra GmbH aus Bad Wörishofen und deren Technikexpertise in den Bereichen Spritzguss und Reaktionstechnik. Der KraussMaffeiKunde wächst nachhaltig und trotzt der allgemeinen Krise.

Ab wann lohnen sich die hohen Anfangsinvestitionen des Spritzgiessens, wann kann man den höheren Einzelteilpreis in Kauf nehmen, der bei Artikeln aus Polyurethan (PUR), durch viel Hand- und Nacharbeit entsteht? Bei der Osbra GmbH sind diese Fragen Tagesgeschäft. Schliesslich variieren die benötigten Stückzahlen von etwa 2000 pro Jahr für das «Volumenmodell» DBX bei Aston Martin bis zu 40 000 für den BMW X6. Oft werden auch die Stärken beider Verfahren kombiniert und gross dimensionierte Artikel oder solche mit deutlichen Wandstärkensprüngen entstehen aus PUR, kleine Anbauteile dagegen im Spritzguss. Die Anlage kommt jeweils von KraussMaffei –beide Unternehmen arbeiten seit langem zusammen.

Im neuen Produktionsgebäude von Osbra – mit hocheffizienter Wärmerückgewinnung und einer Photovoltaikanlage, die bis zu 100 Prozent des Eigenbedarfs deckt – laufen fünf Spritzgiessmaschinen von KraussMaffei mit Schliesskräften von 1600 kN (eine vollelektrische PX) bis 14 500 kN (Modell MX) und 13 Formenträger (Schliesskraft bis 5000 kN, Bauteilgewicht bis 12 Kilogramm). Das Ausstat-

tungsniveau ist jeweils hoch, beginnend bei den Magnetaufspannplatten, mit denen sich die Rüstzeit beim Werkzeugwechsel deutlich reduzieren lässt. Eine der zwei vollelektrischen PX weist verbreiterte Platten auf (PX 161) und in einer MX 1300 dreht sich eine hochverschleissfeste Schnecke. Gasinjektion ist ebenso möglich wie chemisches Schäumen. Alle Maschinen nutzen LRX-Linearroboter und das komplette social Production-Paket von KraussMaffei, das digitale Lösungen zur Produktions-, Prozess- und ServiceSteuerung umfasst. Bei den durch die

Kleinserien häufigen Formenwechsel ist zudem die Maschinenfunktion APCplus interessant, die anhand der Schmelzeviskosität den Umschaltpunkt von Schuss zu Schuss anpasst und schon ab dem Anfahren extrem gewichtskonstante Bauteile erzeugt.

Rundum-Paket für OEMs –bis Losgrösse 1

Seinen Kunden bietet Osbra ein RundumPaket, von der Entwicklung über den Prototypenbau bis zur Lieferung kompletter Baugruppen, inklusive Elektronikkompo -

Blick in die Fertigung bei Osbra (Bilder: Osbra)
Von Stossfänger bis Dachhimmel: Osbra produziert und veredelt unterschiedlichste Bauteile für Exterieur- und Interieuranwendungen.
Eingespieltes Team von Osbra und KraussMaffei (Bild: KraussMaffei)

nenten und Verkabelung, die das Werk als sogenanntes ZB-Bauteil verlassen, also fertig für den Zusammenbau des Fahrzeugs. So entsteht etwa für die G-Klasse etwa die komplett lackierte Stossstange (2,8 Kilogramm Schussgewicht, Material Polypropylen) mit integrierten PDCSensoren (Park Distance Control). Beim Kühlergrill desselben Modells fallen zwei Abdeckungen sowie Chromakzente ins Auge, die in drei verschiedenen Farbvarianten heissgeprägt werden. Für Innenraumbauteile wie Mittelkonsolen und Dachhimmel verarbeitet Osbra auch Teppich und Textilien.

G-Klasse als Elektrovariante

Seit 2024 ist die G-Klasse erstmal in einer voll elektrischen Version bestellbar – und die präsentiert zwei Highlights. Neben einem neu gestalteten LED-beleuchteten Kühlergrill, schuf man auch eine zweiteilige

In Zweifarben-Optik: Die smarte Stauraumbox der vollelektrischen Mercedes G-Klasse verstaut das Ladekabel sicher und ist dank integrierter Elektronik regendicht und klimabeständig.

Stauraumbox, die an der Hecktür dort sitzt, wo bisher das Reserverad seinen Platz finden konnte. In der Box ist das Ladekabel

praktisch verstaut, der Fahrer kann sie vom Sitz aus ver- und entriegeln. Die dafür verbauten Elektronikkomponenten bedeuten, dass die Box absolut regendicht sein und die üblichen Klimawechseltests verzugsfrei bestehen muss. Die Entwicklung erwies sich als anspruchsvoll, aber sie gelang als Teamarbeit zwischen Mercedes und Osbra.

Für künftige Projekte wird es nötig sein, die Fertigung in Bad Wörishofen um eine zusätzliche Halle mit grossem Formenträger und zwei Polyurethananlagen zu erweitern.

Kontakt

Krauss-Maffei (Schweiz) AG Grundstrasse 3 CH-6343 Rotkreuz info-ch@kraussmaffei.com www.kraussmaffei.com n

Wittmann rüstet elasto mit zentraler Materialversorgung aus

Spart Material und steigert die Gesamteffizienz

Mit einer zentralen Materialversorgungsanlage von Wittmann hat elasto das Materialhandling in der Spritzgiessproduktion neu aufgestellt. Die Investition ist Teil eines umfangreichen Modernisierungspakets mit dem Ziel, am Standort Deutschland langfristig zu wettbewerbsfähigen Stückkosten zu produzieren.

Susanne Zinckgraf ¹

elasto gehört in Europa zu den grössten Anbietern von Werbemitteln. Von Giveaways bis zu hochwertigen Haushaltsgegenständen, Lifestyle- und Sportartikeln umfasst das Sortiment im Shop ein sehr breites Spektrum. Seit der Gründung 1980 ist das Unternehmen mit Stammsitz im oberpfälzischen Sulzbach-Rosenberg kontinuierlich gewachsen, und dieser Trend setzt sich fort. Ein Schlüssel hierfür: Die enge Verzahnung von ökonomischem und ökologischem Handeln. «Die grossen Brand Owner setzen bei Werbemitteln aus Kunststoff wieder verstärkt auf eine europäische Produktion», betont Marcus Sperber, der das Familienunternehmen in zweiter Generation leitet. «Made in Germany» ist als Qualitätssiegel fester Bestandteil der Nachhaltigkeitsstrategie. Das stärkt die heimische Wirtschaft, bringt aber auch neue Herausforderungen mit sich. Denn die Bereitschaft, für «Made in Germany» mehr zu bezahlen, ist nicht immer gegeben. Um mit den Stückkosten wettbewerbsfähig zu bleiben, gilt es, die Effizienz und Produktivität in der Produktion kontinuierlich zu steigern.

12,5 Millionen Euro für neue ressourcenschonende Prozesse

Mehr als 600 der insgesamt 1400 verfügbaren Artikel werden in Deutschland produziert. Vor allem Kunststoffprodukte, denn darauf hat sich das Stammwerk in Sulzbach-Rosenberg spezialisiert. 18 Spritzgiessmaschinen mit Schliesskräften zwischen 50 und 300 Tonnen sowie eine Streckblasmaschine und eine Blasmaschi -

ne umfasst der Maschinenpark, der sich in neuer Umgebung präsentiert.

12,5 Millionen Euro hat elasto zuletzt in ein neues ressourcenschonendes Produktions- und Logistikzentrum am Stammsitz investiert. Für die Logistik wurde eine komplett neue Halle errichtet und die Produktion in die freigewordene, kernsanierte Halle verlegt. Diese bietet deutlich mehr Platz und trägt so der wachsenden Nachfrage nach in Deutschland hergestellten Werbemitteln Rechnung. «Bereits in den letzten Jahren kamen neue grössere Spritzgiessmaschinen hinzu, die die alte Halle an ihre Kapazitätsgrenzen brachte», berichtet Betriebsleiter Markus Rösel. «Eine ständige Herausforderung war die niedrige Hallendecke mit ihrer Giebelform. Alle Maschinen mussten so positioniert werden, dass die Roboter unter der Giebelspitze arbeiten konnten.» Das schränkte die Flexibilität ein, zumal sich auch kein Deckenkran installieren liess. Die Materialversorgung war in der alten Halle dezentral organisiert. Die Granulatbehälter standen direkt neben den Spritzgiessmaschinen,

und das Granulat wurde manuell in die Trichter gegeben. «Zwei Mitarbeiter waren ausschliesslich damit beschäftigt, Granulat nachzufüllen», berichtet Rösel. Gleichzeitg fehlten an anderer Stelle wertvolle Perso -

Die Trocknerbühne überschaut das Materiallager. Direkt unter der Bühne ist Platz für die Behälter der am häufigsten eingesetzten Materialien.

Der neue Kupplungsbahnhof lässt noch Luft für weiteres Wachstum. (Bilder: Wittmann)
1 Susanne Zinckgraf, Head of Strategic Marketing, Wittmann Gruppe, Wien

nalressourcen, denn der Fachkräftemangel macht sich seit einiger Zeit bereits bemerkbar. Mit der Erweiterung der Produktion galt es deshalb, verstärkt zu automatisieren.

Ab Losgrösse 5000 ist jede Farbe lieferbar

Herzstück der neuen Produktion ist jetzt eine grosse zentrale Materialversorgungsanlage von Wittmann. «Mit der ZMV haben wir auch strukturell die Basis für weiteres Wachstum gelegt», betont Sperber. Mehrere grosse Trockner vom Typ Drymax stehen auf der Bühne, darunter befinden sich 750-kg-Behälter für die am häufigsten verwendeten Materialien und Farben. Polypropylen macht den Löwenanteil aus. Über ein geschlossenes System von Rohrleitungen wird das Granulat zum Kupplungsbahnhof gefördert und von dort aus zu den einzelnen Verarbeitungsmaschinen. Aktuell werden noch nicht alle 30 Kupplungsstellen genutzt – auch hier wurde für weiteres Wachstum vorgesorgt. Charakteristisch für elasto ist das enorme Farbspektrum. «Ab Losgrösse 5000 ist jede Farbe lieferbar», sagt Sperber. Die Zuordnung der Materialströme zu den Maschinen erfolgt über Barcode-Etiketten und Handscanner. Die M8 Steuerung der zentralen Materialversorgungsanlage überprüft automatisch, ob die jeweilige Paarung passt und gibt dann grünes Licht für den Materialtransfer. Ein Verwechslungsri -

siko, wie es früher bestand, ist damit ausgeschlossen. «Die M8 Steuerung wurde vom gesamten Team sehr gut angenommen», erzählt Rösel. «Nach dem Training bei Wittmann konnten alle problemlos damit arbeiten, obwohl die RFID-gesteuerte Granulatversorgung für alle komplettes Neuland war.»

Umzug und Inbetriebnahme in nur zwei Wochen gemeistert

Die Niederlassung von Wittmann in Nürnberg mit einem grossen Trainingszentrum und Anwendungstechnikum ist in weniger als einer Stunde Autofahrt erreichbar. Auch im Servicefall ist das von Vorteil. «Sollten wir nicht online helfen können, sind wir sehr schnell persönlich vor Ort», betont Wolfgang Prütting, Gebietsverkaufsleiter in der Wittmann Gruppe. «Wir achten bei der Wahl unserer Zulieferer stark auf Regionalität», unterstreicht Marcus Sperber. Ausschlaggebend für Wittmann als Lieferant der ZMV war aber vor allem der Besuch bei einem Referenzkunden. «Bei einem grossen Hersteller von Elektronikkomponenten haben wir uns angeschaut, wie sie mit der ZMV arbeiten. Wir haben mit Mitarbeitern dort gesprochen und gesehen, dass die Resonanz sehr positiv ist», berichtet Rösel. Eine weitere Bestätigung, die richtige Wahl getroffen zu haben, erhielt elasto bei der Installation. Denn der Zeitplan war mehr als eng. In nur zwei Wochen wurde die Spritzgiesserei umgezo -

Das Granulat wird im geschlossenen System transportiert. Zudem finden Feedmax Clean Fördergeräte Einsatz. So kommt es zuverlässig nicht zu Staubentwicklungen.

Wir verschaffen Ihnen den Durchblick!

Die industrielle Computertomografie ermöglicht einen zerstörungsfreien Blick ins Innere und bietet eine präzise Vermessung sowie Analytik Ihres Bauteils:

• Zusammenbauanalyse

• Defektanalyse

• Lunkeranalyse

• Wandstärkenanalyse

• Soll-Ist-Vergleich

Die gewonnenen Daten können ausserdem für ein ReverseEngineering oder eine Werkzeugkorrektur verwendet werden.

Sie haben ein Problem? Wir finden die Lösung.

Gemeinsam für eine höhere Wettbewerbsfähigkeit: Marcus Sperber, Markus Rösel von elasto und Wolfgang Prütting von Wittmann Battenfeld Deutschland (von rechts nach links).

gen und die neue ZMV in Betrieb genommen. Dann ging die voll ausgelastete Produktion wieder an den Start.

Rezyklatverarbeitung mit gründlicher Entstaubung

«Die ZMV hat unsere Prozesse stark verbessert», lautet das Fazit von Markus Rösel. Ein Farbwechsel ist jetzt deutlich schneller durchgeführt. Übriges Material wird einfach zurückgesaugt und landet nicht im Handstaubsauger. Auch fallen nicht mehr einzelne Granulatkörner auf den Boden. «Das sehr saubere Materialhandling erhöhrt die Arbeitssicherheit, Prozesskonstanz und Materialeffizienz», so Rösel.

Staubentwicklung gibt es gar nicht mehr, was am geschlossenen Rohrleitungssystem sowie den Feedmax Clean Fördergeräten mit integrierter Entstaubungsfunktion liegt. «Der Feedmax Clean erreicht sehr hohe Abscheidegrade von bis zu 80 Prozent aller Partikel unter 1 mm Durchmesser», erklärt Prütting. Wittmann hat den Feedmax Clean ursprünglich mit Blick auf die steigenden Anforderungen der Kreislaufwirtschaft entwickelt mit dem Ziel, Rezyklate dank sorgfältiger Entstaubung auch für qualitativ anspruchsvolle Anwendungen sicher einsetzen zu können. «Bei Produkten, die nicht für den direkten Kontakt mit Lebensmitteln zertifiziert sind, setzen wir immer häufiger Rezyklat ein», sagt Rösel. Zum Teil handelt es sich um Mahlgut, das im eigenen Haus aus Angüssen und Ausschussteilen produziert wird.

So ist zum Beispiel das Tablett «Profi 320» aus recyceltem Polystyrol erhältlich. Das runde Kellnertablett mit dem hohen Rand und rutschhemmender Innenfläche, auf der oft Bierwerbung zu sehen ist, ist ein Topseller von elasto. Es wird im Zwei-Komponentenspritzguss mit In-Mould-Labeling (IML) hergestellt.

Die Veredelung von Spritzgiessprodukten ist generell eine Spezialität von elasto. Neben IML sind Sieb-, Tampon- und Digitaldruck im Angebot. Darüber hinaus werden unter anderem Trinkflaschen und Becher mittels Gravur mit einem Namen, einem Logo oder einem anderen Motiv versehen.

Um 20 Prozent effektiver elasto ist als erstes Unternehmen im Werbemittelmarkt ISCC Plus zertifiziert und weist damit die Gewinnung ressourcenschonender Rohstoffe sowie die Erzeugung ökologisch wertvoller Produkte nach. Neben Rezyklaten trägt aus Abfällen der Forst- und Landwirtschaft gewonnenes Polypropylen zur erfolgreichen Zertifizierung bei.

Einen besonders grossen Beitrag zur Reduktion von Treibhausgasen leistet die eigene Photovoltaikanlage. Allein auf dem neuen Logistikzentrum wurden 1560 Solarmodule verbaut. «An einem sonnigen Tag können wir komplett mit selbstproduzierter Energie arbeiten», betont Sperber. Auf 5500 Quadratmetern bietet die neue Logistikhalle Platz für 5000 Palettenstellplätze sowie ein Kleinteilelager mit 7000 KLTs. Dieses bevorratet besonders stark

Die runden Kellnertabletts sind bekannte Produkte aus dem Hause elasto.

nachgefragte kleinere Spritzgiessprodukte, die elasto auch selbst auf Online-Marktplätzen verkauft. Per Mausklick werden die bestellten Produkte automatisiert direkt zum Mitarbeiter im Versand geschickt. Dieser übernimmt den letzten Veredelungsschritt – zum Beispiel die Gravur – und verpackt das Produkt versandfertig. «Solche individuellen Einzelbestellungen können wir nur deshalb effizient abwickeln, weil wir auch in der Logistik unsere Prozesse optimiert und automatisiert haben», betont Sperber. Insgesamt ist die Flexibilität der Produktion am Stammsitz massiv gestiegen – und auch das zahlt auf eine hohe Wettbewerbsfähigkeit ein. Welchen Anteil hat die neue ZMV am Effizienzgewinn? – Das lässt sich gar nicht so leicht beziffern, weil die Zahl an Optimierungsmassnahmen insgesamt sehr gross ist. «Um die 20 Prozent sind wir in der Granulatversorgung aber auf alle Fälle effektiver geworden», überschlägt Rösel. «Die zentrale Materialversorgungsanlage trägt definitiv dazu bei, dass wir wettbewerbsfähig produzieren», unterstreicht Marcus Sperber. «Wir haben jetzt die Effizienz, um Produkte, die andere aus Asien beziehen, am Standort Deutschland, herstellen zu können.»

Kontakt

Wittmann Kunststofftechnik AG Uznacherstrasse 18 CH-8722 Kaltbrunn info@wittmann-group.ch www.wittmann-group.com n

PERFORMANCE TRIFFT NACHHALTIGKEIT

NEUE VOLLELEKTRISCHE PX-BAUREIHE

IHRE VORTEILE

• Kompakt dank 20 % kleinerer Stellfläche und effizientem Einhausungskonzept.

• Produktiv dank großer Platten und moderner elektrischer Antriebe.

• Nachhaltig dank energiesparender Antriebe und reibungsarmer Führungen.

Optional: APCplus (Adaptive Process Control) für optimale Schussgewichtskonstanz und Prozessstabilität

Erfahren Sie mehr über unsere neue PX Baureihe:

Pioneering Plastics

DIE NEUE VOLLELEKTRISCHE PX-GENERATION IST DIE ZUKUNFTSWEISENDE LÖSUNG FÜR NACHHALTIGES, KOMPAKTES UND PRODUKTIVES SPRITZGIESSEN.

Maschinelles Lernen

Greifen mit KI

Maschinelles Lernen war schon immer ein zentraler Bestandteil der Robotik. Der jüngste KI-Boom hat jedoch auch die Roboter verändert. Ihre Gehirne lassen sich nun mit Simulationen in der Cloud schnell und effizient trainieren. Und es ist bereits möglich, tausende von Robotern gleichzeitig zu trainieren. In einer Stunde werden auf diese Weise so viele Datensätze generiert, wie früher in einem Jahr.

Samuel

1

Hände – überall Hände! Im Soft Robotics Lab sieht es abwechslungsweise wie in einem Gruselkabinett, einer Kinderkrippe oder einer Hightechwerk stätte aus. Da sind drahtige, skelettartige Finger, ausgestellt in Vitrinen oder befestigt an bulligen Roboterarmen. Auf Labortischen liegen farbige Plüschtintenfische, Schaumstoffwürfel und weitere Spielzeuge – Objekte zum Trainieren der robotischen Fingerfertigkeit. Daneben ein Heer von Messgeräten, Kabeln oder Sensoren. Neunzehn Robotikerinnen, Computerwissenschaftler, Chemikerinnen und Biologen arbeiten hier interdisziplinär zusammen. Geleitet wird das Lab von Robert Katzschmann, Professor für Robotik am Departement Maschinenbau und Verfahrenstechnik der ETH Zürich.

Er lässt sich beim Entwickeln neuer Roboter von Tieren und dem menschlichen Körper inspirieren. Bei der neusten Generation Roboterhände werden zum Beispiel die Finger nicht mehr über Motoren in den Gelenken gesteuert, sondern einzig über künstliche Sehnen, die die Finger über sogenannte Wälzgelenke bewegen. Roboter sollen weich, geschickt und geschmeidig werden. Weg von Metallen, Schrauben und Motoren und hin zu hybriden Körpern aus festen und weichen Materialien, die vielseitige Aufgaben erledigen und sich an neue Umgebungen anpassen können.

Adaptive Hände

Dafür nutzt Katzschmann auch die Möglichkeiten von künstlicher Intelligenz (KI), wobei der Robotiker lieber den Begriff

1 Samuel Schlaefli ist freier Autor

«Maschinelles Lernen» verwendet, denn von einer Intelligenz, die ein Eigenleben besitzt, könne man heute noch nicht sprechen. «Früher haben wir Probleme in der Robotik mit Vereinfachungen, physikalischen Modellierungen und Regelungstechnik gelöst, heute nutzen wir dafür vor allem maschinelles Lernen.» Es hat mittlerweile in praktisch allen Bereichen der Robotik Einzug gehalten: vom Design der Roboter mittels generativen Modellierens in 3D-Simulationen über das Erlernen von Fähigkeiten anhand von Videodaten bis hin zur Bewegungssteuerung mit Algorithmen. «Rund die Hälfte meiner Gruppe arbeitet heute aktiv mit maschinellen Lernmethoden und entwickelt diese weiter», so Katzschmann.

Herkömmliche Methoden, wie beispielsweise die Regelungstechnik, sind geeignet für strukturierte Prozesse, etwa bei kontrollierten Arbeitsabläufen in Fabriken, die sich tausendfach wiederholen. Bei chaotischen Umgebungen und unstrukturierten Aufgaben kommt man damit jedoch nicht

weit. Katzschmann macht ein Beispiel: Das Aussortieren von unterschiedlichen Glasflaschen in Kisten ist für Roboterhände bis heute eine grosse Herausforderung, weil die Flaschen unterschiedliche Grössen und Formen haben. Seine Gruppe hat dafür Roboterhände mit 21 Freiheitsgraden entwickelt, die durch Verstärkungs- und Imitationslernen gesteuert werden. Gemeinsam mit den Roboterarmen erreichen die Hände sogar 28 Freiheitsgrade. Um dem Roboter das Flaschengreifen zu lehren, nutzen die Forschenden einen Handschuh, der mit Bewegungssensoren und einer Kamera bestückt ist und von externen Kameras gefilmt wird. Optional können auch Aufnahmen einer Virtual-RealityBrille mit einfliessen. Mit diesem reichhaltigen Datensatz trainieren sie ein sogenanntes Transformer-Modell, das ähnlich wie ein Large Language Model funktioniert, also dasjenige Modell, auf dem KI beruht. Mit dem trainierten Modell ausgestattet, kann die Roboterhand auch unbekannte Objekte richtig greifen und diese

Eine Roboterhand, angetrieben durch künstliche Sehnen, führt selbstständig eine Lernaufgabe aus. (Bild: Alessandro Della Bella / ETH Zürich)

an die beabsichtigte Stelle bewegen. «Mit herkömmlichen Methoden hätten wir zuerst ein Punktwolken-3D-Modell der Umgebung erstellt und jede einzelne Position der Finger zum Greifen einer Flasche programmieren müssen», erklärt Katzschmann. «Und sobald die Flaschen oder die Kisten leicht verschoben waren, wusste die Roboterhand bereits nicht mehr, was zu tun ist.» Ganz anders heute: «Das Greifen ist komplett erlernt, die Hand dadurch sehr adaptiv.» Basierend auf dieser Forschung gründete er im Jahr 2024 zusammen mit vier ehemaligen Doktoranden und Masterstudenten das ETH-Spin-off Mimic Robotics. Das junge Unternehmen will mit KI-gesteuerten robotischen Händen die Welt der Fertigung und Logistik grundlegend verändern.

Lernen in der Cloud

Stelian Coros ist Computerwissenschaftler und entwickelt Algorithmen für Robotik, Visual Computing und computergestützte Fertigung. Er kümmert sich in erster Linie um die Software, also die Gehirne von Robotern. Die Fortschritte beim Deep Learning, einer Form des maschinellen Lernens, das mit künstlichen neuronalen Netzwerken arbeitet, haben seine Forschung im vergangenen Jahrzehnt stark geprägt. «Heute stehen genügend Daten und Rechenleistung zur Verfügung, damit

wir Deep Learning in der Robotik für gezielte Anwendungen nutzen können, zum Beispiel für die automatische Objekterkennung auf Bildern.»

Neuronale Netzwerke sind auch die Basis für eine weitere Form des maschinellen Lernens: das Reinforcement Learning. Dabei lassen Forschende Roboter Dinge ausprobieren, zum Beispiel bestimmte Bewegungsabläufe. Dann vergeben sie Punkte, abhängig davon, wie weit sich der Roboter zum Beispiel vorwärtsbewegt hat oder wie nah er dran war, umzufallen. Indem der Roboter versucht, eine gute Bewertung zu erreichen, verbessert er sich kontinuierlich. «Im Grunde genommen handelt es sich um ein Lernen durch Ausprobieren, so ähnlich, wie wenn jemand das Tennisspie -

len erlernt», sagt Coros. «Es reicht nicht aus, wenn Roboter sich Youtube-Videos anschauen, in denen gezeigt wird, wie Menschen bestimmte Dinge tun. Die Roboter müssen es selbst tun.» Deshalb erzeugt sein Team viele Daten mit Teleoperation. Dabei werden Bewegungen einer Person auf einen Roboter übertragen. Um menschliche Bewegungen aufzuzeichnen, arbeitet Coros auch mit Technologien, wie sie oft für Animationsfilme genutzt werden. Mit diesen Daten und den passenden Algorithmen können Roboter Bewegungen später situativ wiedergeben und sich menschenähnlich bewegen. Letzteres ist für Coros die Voraussetzung, damit Menschen künftig eng mit Robotern interagieren können.

Heute stehen genügend Daten und Rechenleistung zur Verfügung, um Deep Learning in der Robotik zu ermöglichen. (Bild: Shutterstock)

W ir planen

Ihr zuverlässiger Partner, wenn es um Peripherie in der Kunststoffverarbeitung geht!

 Komplett e Gr anulattr ansport- und Vakuumleitungssysteme.

W ir ber echnen

 Anhand der benötigt en Förder leistungen die L eitungsquerschnitte.

W ir installieren

 Die gesamt en Sy st eme ink lusive Halterungsbau.

W ir erweitern

 Best ehende L eitungssysteme und bauen best ehende Systeme um.

Mit unser en Partnern sind wir absolute Profis im Rohrleitungsbau für die Granulatförderung!

Gleichzeitiges Trainieren von zahlreichen Robotern ist dank Vernetzung kein Problem. (Bild: Shutterstock)

Gleichzeitig trainieren

Auch an der Professur für Robotersysteme von Marco Hutter arbeiten die Forschenden mit Reinforcement Learning. Sie nutzen dafür vor allem Simulationen in virtuellen Umgebungen. «Wir trainieren heute in Simulationen tausende von Robotern gleichzeitig», sagt Cesar Cadena, Senior Scientist am Robotics Systems Lab von Hutter. «Damit generieren wir in einer Stunde so viele Daten wie früher in einem Jahr.» Möglich gemacht haben solche Simulationen enorme Fortschritte bei der Entwicklung von Microchips und Grafikprozessoren. Parallelprozessoren können tausende von Aufgaben gleichzeitig ausführen und sind für KI-Anwendungen zentral. Das Robotics Systems Lab arbeitet deshalb auch direkt mit Nvidia zusammen, einem der weltweit grössten Entwickler von Grafikprozessoren und Chipsätzen. Bereits zwei Doktorarbeiten sind in direkter Zusammenarbeit mit dem Unternehmen mit Sitz in Kalifornien entstanden. Das virtuelle Reinforcement Learning wird in der Cloud durchgeführt und erfordert sehr hohe Rechenkapazitäten. Im kontinuierlichen Lernmodus stellt sich dabei zwangsläufig die Frage nach der Autonomie. Ein Fabrikroboter kann problemlos dauerhaft mit einer Cloud verbunden sein, um komplexe Arbeitsschritte bestmöglich zu erledigen. Doch was ist mit einem Rettungsroboter, der in einem entlegenen Katastrophengebiet nach Überlebenden sucht? An Orten, an denen es keine Netzverbindung gibt und die Roboter schnelle Entscheidungen treffen müssen? In sol -

chen Fällen müssen die Forschenden einen Teil der benötigten Rechenleistung auf den Roboter übertragen; inklusive der zuvor in der Cloud generierten Daten. «Wir verlieren dann zwar an Rechenkapazität, aber für klar definierte Aufgaben ist das meist immer noch gut genug», sagt Cadena.

Ziel: Vielseitige Roboter

Wird der aktuelle KI-Boom die Robotik revolutionieren – oder handelt es sich eher um eine Evolution? Letzteres sei der Fall, sagt Coros. «Die Art der Daten, die für KI und für Roboter von Nutzen sind, unterscheiden sich fundamental.» Das liege vor allem daran, dass Roboter einen Körper haben und mit diesem lernen. Nur so können Bewegungsabläufe generalisiert werden. Damit wird sichergestellt, dass Roboter in verschiedenen Umgebungen funktionieren. KI hingegen schafft Generalisierbarkeit durch einen unendlichen Fluss an Daten; vor allem Texten, aber auch Bildern und Videos. Bis heute gibt es Teile der Robotik-Community, die versuchen, dasselbe zu tun, um ihre Roboter zu verbessern. Sie sammeln Terabyte um Terabyte an Daten von menschlichen Bewegungsabläufen – und trainieren damit ihre Roboter. «Aber das ist nicht skalierbar», sagt Coros. Er macht ein Beispiel: Es gebe Gruppen, die entwickelten Roboter, die Hemden falten. Bis ein Roboter dazu im Stande sei, brauche es rund 10 000 Stunden Demonstrationsdaten – und selbst dann mache er noch Fehler. «Wenn jede einzelne Fertigkeit so viele Daten benötigt, dann ist dieses Konzept schlicht nicht skalierbar.»

Seine Gruppe geht deshalb einen anderen Weg. Sie verwendet zwar auch erlernte Daten, aber gleichzeitig auch physikalische Modelle, um Lücken bei den Demonstrationsdaten zu schliessen. Coros nennt als Beispiel einen Roboterarm, der einen Ball wirft: «Wir verstehen, wie sich ein Ball durch die Luft bewegt, und kennen die physikalischen Gesetze, die diese Bewegung bestimmen.» Der Roboter kann solche Gesetze nutzen, um seinen Wurf so anzupassen, dass der Ball genau an der beabsichtigten Stelle landet. «Dafür brauchen wir keine grossen Datenmengen.» 2023 gründete Coros mit ehemaligen Doktoranden das Spin-off Flink Robotics. Basierend auf KI-gesteuerter Bildverarbeitung und physikalischen Modellen sollen branchenübliche Roboterarme intelligenter gemacht werden, so dass sie Materialien präziser verpacken, entladen und sortieren können. Die Schweizerische Post, der erste Kunde des Spin-offs, will mit dieser Technologie den Paketversand automatisieren.

Sehnen statt Motoren

Zurück im Soft Robotics Lab, wo Biologinnen Zellgewebe für Robotersehnen entwickeln und Chemiker künstliche Muskeln mit Elektroimpulsen zum Leben erwecken. Robert Katzschmann ist überzeugt, dass traditionelle, motorgesteuerte Robotiksysteme bezüglich Generalisierbarkeit an Grenzen stossen. Daran ändere auch die beste KI nichts. «Solche Systeme werden nicht die nötige Anpassungsfähigkeit haben, um mit all den Situationen in der realen Welt umgehen zu können.» Für ihn ist der Körper genauso wichtig wie das Gehirn. Er entwickelt deshalb muskuloskelettale Roboter, die sich an der Natur orientieren. «Die Muskeln bringen die Weichheit und das Skelett die Tragfähigkeit, die wir für komplexe körperliche Arbeiten benötigen», sagt Katzschmann. Die Natur habe es geschafft, extrem stabile und vielseitige Systeme ohne Motoren und Metalle zu bauen. «Sie sollte unser Vorbild sein.»

Kontakt

ETH Zürich – CLA Tannenstrasse 3

CH-8092 Zürich www.ethz.ch n

Im Forschungsprojekt «EWS.MWCNT» werden PE-CNT-Rohre mit verbesserter Wärmeleitfähigkeit entwickelt. (Bild: SKZ)

SKZ mit neuem Forschungsprojekt

Entwicklung hocheffizienter Erdwärmesonden

Im Projekt «EWS.MWCNT» entwickelt das Kunststoff-Zentrum SKZ Erdwärmesonden mit verbesserter Wärmeleitung durch den Einsatz von Carbon Nanotubes. Ziel ist es, die Effizienz und Nachhaltigkeit der oberflächennahen Geothermie entscheidend zu steigern und damit einen wichtigen Beitrag zur Energiewende zu leisten.

Im Rahmen des Netzwerks «NanoGeoTherm» des Clusters der Nanoinitiative Bayern GmbH arbeitet das SKZ zusammen mit den Projektpartnern Gerodur MPM Kunststoffverarbeitung GmbH & Co. KG, der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und der Laus GmbH in dem Forschungsvorhaben «EWS.MWCNT» an der Entwicklung eines hocheffizienten Geothermie-Systems auf Basis von Kunststoffen, die mit Multi-Walled Carbon Nanotubes (MWCNT) für die Herstellung von PE100-RC-Rohren modifiziert werden und dadurch eine deutlich erhöhte Wärmeleitfähigkeit erreichen. Gleichzeitig sollen alle relevanten Normen und Sicherheitsanforderungen eingehalten werden. Neben der Entwicklung eines geeigneten Herstellungsverfahrens entsteht ein vereinfachtes Testverfahren zur Bestimmung der Wärmeleitfähigkeit. Ergänzend erfolgen Untersuchungen zur Umweltverträglichkeit und Ökotoxizität.

«Wir wollen nicht nur die Effizienz steigern, sondern durch transparente Prüfmethoden auch die Akzeptanz neuer Materialien erhöhen. Das ist ein entscheidender Schritt

für die Marktdurchdringung innovativer Geothermie-Technologien», sagt Felix Berthold, Projektleiter am Kunststoff-Zentrum SKZ.

Mehr Effizienz, weniger Kosten

Mit der Entwicklung kann die Bohrtiefe sowie der insgesamt benötigte Materialeinsatz der Sonden um bis zu 20 Prozent reduziert werden. Trotz höherer Materialkosten für die PE-CNT-Rohre sinken die Gesamtkosten durch geringere Bohrkosten und einen niedrigeren Ressourcenverbrauch. Geothermie wird damit wirtschaftlich attraktiver und gleichzeitig ökologisch nachhaltiger.

«Mit dem Projekt schaffen wir die Grundlage für effizientere und kostengünstigere Geothermie-Anlagen und leisten einen wichtigen Beitrag zur Dekarbonisierung und zur Erreichung der Klimaziele in Deutschland», so Berthold.

Neue Chancen für die Energiewende

Die geringere Bohrtiefe eröffnet zudem neue Einsatzmöglichkeiten in Regionen,

die bislang aus geologischen Gründen als ungeeignet galten. Dies erleichtert einen breiteren Einsatz der Geothermie und stärkt ihren Beitrag als verlässliche erneuerbare Energiequelle.

Um eine sichere Anwendung zu gewährleisten, werden die neuen Rohre von Beginn an toxikologisch bewertet. Langfristig könnten sie dadurch auch in weiteren Bereichen wie der Trinkwasserversorgung eingesetzt werden. Das entwickelte Verfahren zur Toxizitätsbewertung lässt sich zudem auf andere Nanokomposite übertragen und erhöht so generell die Sicherheit moderner Nanomaterialien. Ergänzend ermöglicht die gezielte Einstellung der thermischen Leitfähigkeit eine standort- und bedarfsgerechte Auslegung von Erdwärmesonden – ein weiterer Schritt hin zu effizienteren und nachhaltigen Geothermie-Systemen.

Kontakt

SKZ – Das Kunststoff-Zentrum Friedrich-Bergius-Ring 21 D-97076 Würzburg www.skz.de n

CO2-Bilanzierung von Kunststoffprodukten

Die richtige Werkstoffauswahl treffen

Die Kunststoffindustrie steht zunehmend unter dem Druck, nachhaltigere Lösungen zu entwickeln, um den ökologischen Fussabdruck ihrer Produkte zu reduzieren. Doch mit dem steigenden Fokus auf Klimaschutz und Ressourceneffizienz rücken neue Anforderungen in den Mittelpunkt.

Es gilt nicht nur, nachhaltigere Lösungen zu entwickeln, sondern Rohstoffe zu sparen, Emissionen zu senken und gleichzeitig wettbewerbsfähig zu bleiben. Für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) wird es zunehmend zur Herausforderung, all diese Aspekte bereits in der Produktentwicklung zu berücksichtigen. Insbesondere die Auswahl geeig neter Werkstoffe spielt dabei eine zentrale Rolle, weil sie massgeblich die Umweltwirkungen über den gesamten Lebenszyklus eines Bauteils beeinflusst. Vor diesem Hintergrund gewinnt die systema tische Werkstoffauswahl unter Berücksichtigung ökologischer Kriterien an Bedeutung. Das Kunststoff-Institut Lüdenscheid erweitert deshalb seine be währte Materialrecherche-Dienstleistung um einen entscheidenden Baustein: die CO2-Bilanzierung von Kunststoffprodukten – speziell für Spritzgussteile. Unternehmen erhalten damit nicht nur die Empfehlung für das passende Material, sondern auch einen belastbaren CO2-Fussabdruck, dokumentiert als Zertifikat – ein klarer Mehrwert für die eigene Nachhaltigkeitsstrategie und den Markterfolg.

Kosten sparen

Der Einsatz alternativer Materialien oder Rezyklate bietet enormes Potenzial zur Kostensenkung – wenn Qualität, Verarbeitbarkeit und Umweltbilanz stimmen. Die kombinierte Material- und CO2-Recherche des Kunststoff-Instituts hilft, gezielt Materialien auszuwählen, die technische Anforderungen erfüllen und gleichzeitig die Treibhausgasemissionen senken. Ressourcen werden optimal genutzt, Fehlentscheidungen ver mieden und teure Materialwechsel in späteren Phasen verhindert. So sichern Unternehmen langfristig ihre Wirtschaftlichkeit.

Systematische Materialauswahl und CO2-Bilanzierung

Gerade in der Produktentwicklung werden die wesentlichen Weichen für Kosten, Ressourceneinsatz und Umweltwirkung gestellt. Wer hier frühzeitig den CO2-Fussabdruck verschiedener Materialoptionen kennt, kann fundierte Entschei dungen treffen, und so Emissi onen vermeiden, Rohstoffe effizi ent einsetzen und Verschwendung minimieren.

Die Werkstoffauswahl erfolgt traditionell primär auf Basis technischer und wirtschaftlicher Kriterien. Im Kontext der Nachhaltigkeit rücken jedoch zunehmend ökologische Aspekte in den Fokus. Dazu zählen unter anderem der CO2-Fussabdruck, die Recycling fähigkeit, der Anteil biobasierter Rohstoffe sowie die Verfügbarkeit von Sekundärmaterialien. Die Herausforderung besteht darin, diese Umweltaspekte mit den funktionalen Anforderungen des Bauteils in Einklang zu bringen.

Die Werkstoffauswahl erfolgt auf Basis technischer Anforde rungen, die mithilfe

von Checklisten des Kunststoff-Instituts Lüdenscheid (KIMW) systematisch erfasst werden. Auf dieser Basis wird ein Anforderungsprofil er stellt, das als Grundlage für die Recherche geeigneter Werkstoffe dient. Die Recherche erfolgt über Literaturquellen und spezialisier te Werkstoffdatenbanken, wie unter anderem UL Prospector. In einem weiteren Schritt werden potenzielle Materialien mit Rohstoffherstellern abgeglichen, um technische Machbarkeit und Ver fügbarkeit zu prüfen.

Zur Bewertung der Nachhaltigkeit wird der PCF für die ausgewählten Materialien in den Systemgrenzen «cradle to gate» berechnet. Das Kunststoff-Institut setzt dabei auf professionelle Werkzeuge: Denn mit der Ökoeffizienz-Software Umberto 11 sowie der LCA-Datenbank ecoinvent 3 unterscheidet sich die Dienstleistung des Kunststoff-Instituts deutlich von lizenzfreien Tools, die meist ohne eine Aktualisierung der Emissionsfaktoren ein veral tetes Ergebnis darstellen und in der Berechnung oftmals nicht den Vorga -

Systematischer Ablauf der Materialauswahl für nachhaltige Kunststoffbauteile (Bild: KIMW)

ben nach ISO 14067 folgen. Die Kunden erhalten stattdessen am KIMW eine nachvollziehbare und belastbare CO2-Bilanz –inklu sive Zertifikat – die auch gegenüber ihren Kunden und Behörden Bestand hat.

Gesetzliche Vorgaben und Kundenanfragen erfüllen

Zahlreiche Kunden – von Automobil bis Konsumgüter – fordern heute detaillierte Ökobilanzen ihrer Zulieferteile. Auch gesetzliche Vorgaben und Berichtspflichten nehmen zu. Wer hier vorbereitet ist, verschafft sich klare Vorteile:

– Erfüllung von ESG- und CO2-Re porting-Pflichten

– Wettbewerbsvorteile durch belegbare Umweltleistung

– Stärkung der Position in der Lieferkette Die betrachteten Systemgrenzen «cradle to gate» decken die gesamte Wertschöpfungskette bis zum fertigen Bauteil ab und machen die CO2-Emissionen transparent – eine fundierte Basis für strategische Entscheidungen und externe Kommunikation.

Nachhaltigkeitspotenziale und Herausforderungen

Bei gezielter Werkstoffauswahl ist eine signifikante Reduktion des CO2-Fussabdrucks möglich – insbesondere durch den Einsatz von Rezyklaten oder biobasierten Kunststoffen. Dennoch ist die Auswahl nachhaltiger Materialien mit Herausforderungen verbunden. So können biobasierte Werkstoffe zwar ökologische Vorteile bieten und erfüllen bereits viele, jedoch nicht immer alle technischen Anforderungen und sind monetär häufig eingeschränkt. Auch Rezyklate unterliegen teils starken Qualitätsschwankungen, was ihre Eignung einschränken kann. Ein weiterer Aspekt ist die Datenverfügbarkeit: Für viele Materialien liegen PCF-Werte nur eingeschränkt oder in nicht vergleichbarer Form vor. Hier sind standardisierte Datenbanken und transparente Methodiken essenziell, um fundierte Entscheidungen treffen zu können. Zudem sollte die Werkstoffauswahl nicht isoliert betrachtet werden – auch Design, Verarbeitung und Lebensdauer beeinflussen die Nachhaltigkeit eines Produkts.

Fazit

Die systematische Auswahl nachhaltigerer Werkstoffe bietet ein wirkungsvolles Instrument zur Reduktion des CO2-Fussabdrucks von Kunststoffbauteilen. Durch die Kombination technischer Anforderungen mit ökologischen Bewer tungskriterien lassen sich fundierte Entscheidungen bereits früh tref fen. Auch, wenn biobasierte und rezyklierte Materialien noch mit Einschränkungen behaftet sind, zeigen erste Vergleiche deutliches Potenzial zur Emissionsminderung. Für eine ganzheitliche Nachhaltigkeitsbewertung sind jedoch weitere Faktoren, wie Lebensdauer, Recyclingfähigkeit und Design-for-Sus tainability zu berücksichtigen. Die vorgestellte Methodik bietet eine praxisnahe Grundlage und kann als Ausgangspunkt für weiterführende Optimierungen dienen.

Kontakt

Kunststoff-Institut Lüdenscheid

D-58507 Lüdenscheid

+49 2351 1064-191

mail@kunststoff-institut.de www.kunststoff-institut.de

Wie ein interdisziplinäres Lehrmodul Technikverständnis und Begeisterung fördert

Kunststoffwissen erleben

Der Fachkräftemangel in technischen Berufen ist Realität – mit einer attraktiven Ausbildung sollen mehr junge Menschen für technische Berufe begeistert werden. Das Studium soll dabei nicht nur theoretisches Wissen vermitteln, sondern Technik erlebbar machen, Zusammenhänge sichtbar werden lassen und Begeisterung wecken.

An der OST – Ostschweizer Fachhochschule wurde hierfür ein interdisziplinäres Lehrmodul aufgebaut, das KunststoffKnow-how und Prozesstechnik auf faszinierende Weise vermittelt: Studierende entwerfen, bauen und testen funktionale Ski aus faserverstärkten Kunststoffen. Das Modul richtet sich bewusst nicht nur an angehende Ingenieurinnen und Ingenieure, sondern steht Teilnehmenden aus unterschiedlichen Studienrichtungen offen –auch jenen ohne ausgeprägten technischen Hintergrund. Der Ski dient dabei als greifbares, emotional besetztes Produkt, an dem sich zentrale Prinzipien der Auslegung & Fertigungstechniken in der Kunststoff- und Verbundwerkstofftechnik exemplarisch vermitteln lassen. Materialwahl, Lagenaufbau, Faserorientierung und Fertigungsprozesse werden nicht abstrakt behandelt, sondern unmittelbar mit einem realen Bauteil verknüpft. Das «Bauteil», der Ski, kann anschliessend direkt auf der Piste oder im Tiefschnee erlebt werden – damit entsteht eine ganz neue Verbindung zwischen der Technik (den verwendeten Materialien, dem Lagenaufbau, dem Design) und dem subjektiv empfundenen Resultat beim Fahren. Im ersten Schritt werden den Studierenden eigene Skikonzepte auf Basis definier-

ter funktionaler und mechanischer Anforderungen nähergebracht. Diese werden in konkrete Laminatdesigns übersetzt und mit geeigneten Herstellungsverfahren umgesetzt, in diesem Fall mit Prepregs und dem Autoklav-Verfahren. Der gesamte Pro -

1 Prof. Dr. Gion A. Barandun, Leiter Fachbereich Faserverbundtechnik / Leichtbau am IWK

2 Dominik Stapf, Leiter Prüftechnik am IWK

3 Romana Battaglia, wissenschaftliche Mitarbeiterin am IWK

zess – vom Zuschnitt über den Lagenaufbau bis zum fertigen Bauteil – wird bewusst in studentischer Eigenverantwortung durchgeführt und fachlich begleitet. Ein zentrales Element des Moduls ist die systematische Prüfung der hergestellten Lagenaufbau

Skiprüfstand am IWK

Dank diverser Projekte im Sport- und gerade im Skibereich kann das IWK auf umfangreiche Erfahrungen zurückgreifen. Ein Beispiel ist der Skiprüfstand, der zusammen mit zai entwickelt wurde, aber auch für andere Hersteller und den Studierenden im Skimodul zur Verfügung steht. Mit ihm können die typischen Eigenschaften eines Skis objektiv getestet werden (Biege- und Torsionssteifigkeit, Schwingungsverhalten). Die ermittelten Daten wiederum können auch zur Simulation und Optimierung und damit zu einer schnelleren Skientwicklung verwendet werden.

Inputreferat von Benedikt Germanier, zai Ski (Bilder: IWK)

Ski. Mithilfe eines eigens aufgebauten Prüfstands werden Biegesteifigkeit, Torsions- und Schwingungsverhalten objektiv erfasst. Diese Messdaten bilden die Grundlage für eine ingenieurwissenschaftliche Bewertung der Konstruktionen. Ergänzt werden sie durch einen betreuten Praxistest auf der Piste, bei dem die Studierenden ihre Ski selbst fahren und subjektiv beurteilen. Der direkte Vergleich zwischen Messwerten und persönlichem Fahrerlebnis schärft das Verständnis für Struktur-Eigenschafts-Beziehungen in faserverstärkten Kunststoffen auf besonders eindrückliche Weise.

Neben den technischen Aspekten werden im Modul auch ökologische und gesundheitliche Fragestellungen des Wintersports reflektiert, ohne den Fokus von der Kunststofftechnik wegzulenken. Gerade diese ganzheitliche Sichtweise trägt dazu bei, unterschiedliche Betrachtungsweisen zusammenzuführen und den Blick über das eigene Fachgebiet hinaus zu erweitern. Dazu gehören auch kurze Experteninputs, zum Beispiel durch Benedikt Germanier von zai Ski – und damit noch eine weitere Perspektive aus Sicht eines Skiherstellers. Die Erfahrungen aus den bisherigen Durchführungen zeigen deutlich: Der hohe

Sports Lab der OST An der OST haben Projekte und Studienarbeiten mit Sportbezug eine lange Tradition. Ob Entwicklung und Optimierung von Sportgeräten, nachhaltige Sportplätze, Einsatz von AI zur Leistungssteigerung oder gesundheitsrelevante Themen: alle diese Aspekte werden von den Instituten beleuchtet. Neu werden die Aktivitäten im «Sports Lab» der OST vorangetrieben – eine zentrale Anlaufstelle für alle, die Unterstützung im Bereich «Sport» suchen und interessante Forschungs- und Entwicklungsprojekte durchführen möchten.

https://www.ost.ch/sports-lab

Praxisanteil und der sichtbare Anwendungskontext führen zu einer vertieften Auseinandersetzung mit Werkstoffen und Prozessen. Gleichzeitig wirkt der Spassfaktor – das Arbeiten an einem realen Produkt und dessen Erprobung – stark motivationsfördernd. Viele Studierende berichten von einem nachhaltig gesteigerten Interesse an technologischen Aspekten, gerade auch weil Zusammenhänge sichtbar werden, die vorher gar nie hinterfragt wurden.

Für die Kunststoffindustrie liegt hierin eine wichtige Erkenntnis: Projekt- und anwendungsorientierte Lehrformate können entscheidend dazu beitragen, technisches Verständnis zu vertiefen, Hemmschwellen abzubauen und junge Menschen frühzeitig für Werkstoffe und Prozesse zu begeistern. Das gezeigte Modul versteht sich daher nicht als isoliertes Lehrprojekt, sondern als Beispiel dafür, wie praxisnahe Ausbildung zukünftige Fachkräfte für die Welt der Kunststoffe gewinnen kann – mit Neugier, Systematik und nicht zuletzt mit Freude an der Technik.

Kontakt

Prof. Dr. Gion A. Barandun IWK Institut für Werkstofftechnik und Kunststoffverarbeitung OST Ostschweizer Fachhochschule CH-8640 Rapperswil-Jona gion.barandun@ost.ch www.ost.ch/iwk n

Beladen des Autoklaven
Abschluss Skibau im Frühlingssemester 2025
Test am Skiweekend in Disentis

Trendinterview mit Corinne Galliker

«Wir denken Logistik nachhaltig weiter»

Ende Januar fand in Bern die «Logistics & Automation» statt. Aus gegebenem Anlass sprach Corinne Galliker, Leiterin Verkauf und Marketing sowie Mitglied der Geschäftsleitung der Galliker Transport AG, über nachhaltige Logistik, die Förderung junger Talente und die zentrale Rolle des Menschen in einer zunehmend automatisierten Branche.

Die Galliker Transport AG investiert konsequent in Ausbildung, Nachhaltigkeit und neue Technologien. Das Schweizer Familienunternehmen beschäftigt 145 Lernende und setzt bereits über 100 Elektro-Lastwagen ein. Mit ambitionierten Nachhaltigkeitszielen gilt Galliker als Vorbild in der Branche. Im Interview erklärt Corinne Galliker, Vertreterin der vierten Generation, wie das Unternehmen die heutigen Nachhaltigkeitsanforderungen meistert und weshalb der Mensch künftig weiterhin im Mittelpunkt stehen wird.

Frau Galliker, Ihre Unternehmensgruppe investiert viel in die eigene Ausbildung. Sie bilden 145 Lernende in 21 Berufen aus. Welche Idee steckt hinter diesem grossen Einsatz?

Corinne Galliker: Mit der Galliker Academy World schaffen wir optimale Bedingungen für eine zukunftsorientierte Ausbildung in 21 Lehrberufen in den Bereichen Logistik, Transport und IT sowie in technischen Berufen wie Karosserielackierer, Spengler und Automobilfachmann für Nutzfahrzeuge. Die Lernenden profitieren bei uns von einem innovativen Umfeld, das sie motiviert, fördert und gezielt auf die Anforderungen der modernen Arbeitswelt vorbereitet – ganz im Sinne unseres Leitsatzes «Jobs mit Zukunft». Die Academy soll den Lernenden dabei helfen, ihre eigenen Stärken zu entdecken, ihren persönlichen Weg zu finden und mit Freude Teil der Galliker-Familie sowie der spannenden Transport- und Logistikbranche zu werden. Mit der Galliker Academy World investieren wir bewusst in die nächste Generation unserer Mitarbeitenden.

Es zeigt sich eindrücklich, dass die Berufslehre in der Schweiz nach wie vor ein Er-

Corinne Galliker: «Mit der Galliker Academy World investieren wir bewusst in die nächste Generation unserer Mitarbeitenden.» (Bilder: Galliker Transport AG)

folgskonzept ist und eine der besten Grundlagen für eine vielseitige sowie attraktive Berufskarriere darstellt. Gut ausgebildete, motivierte und langjährige Mitarbeitende bilden das Fundament unseres Unternehmens. Mit einer wachsenden Anzahl inspirierter, fokussierter Nachwuchskräfte sowie treuer und engagierter Profis und dem richtigen Grad an Automation können wir uns als Unternehmen in Zukunft erfolgreich weiterentwickeln.

Jedes Jahr schliessen 30 bis 40 Lernende erfolgreich ihre Lehre bei Galliker ab und davon bleiben 80 Prozent danach im Unternehmen tätig. Warum ist Ihre Ausbildung so beliebt und wie schaffen Sie diese enge Verbindung zu Ihrer Firma?

Galliker: Die enge Verbindung zum Unternehmen entsteht durch frühzeitige Verantwortung, den direkten Bezug zum Tages-

geschäft und den starken Teamgedanken. Unsere Lernenden sind von Anfang an Teil der Galliker-Familie und erleben, dass ihre Arbeit geschätzt wird. Ergänzt wird dies durch eine unterstützende Betreuung der Ausbildenden, ein vielseitiges Arbeitsumfeld sowie Entwicklungsperspektiven nach der Lehre und attraktive Zukunftsmöglichkeiten innerhalb des Unternehmens. Zudem fördern und unterstützen wir die Absolventen – wie alle Mitarbeitenden – bei Weiterbildungen nach der Berufslehre. Dies gehört bei uns zur Strategie der Mitarbeiterförderung.

Sie bieten darüber hinaus Programme für Quereinsteiger an, zum Beispiel für Junior Driver. Dadurch geben Sie Menschen eine Chance, die keinen Transport- oder Logistikhintergrund mitbringen. Welche Erfahrungen haben Sie damit gemacht und wie wichtig ist das für die Zukunft der Logistik?

Galliker: Die Transport- und Logistikbranche steht vor einer grossen Herausforderung. In den kommenden Jahren werden zahlreiche erfahrene Chauffeure pensioniert, während gleichzeitig zu wenige neue Fachkräfte nachrücken. Umso wichtiger ist es, den Beruf attraktiv und zugänglich zu machen. Mit unserem Galliker-Junior-Driver-Programm bieten wir motivierten Quereinsteigern die Möglichkeit, die nötigen praktischen und theoretischen Kenntnisse zum Erwerb des Lkw-Führerscheins (Kategorie C/CE) zu erlangen. Die Ausbildung kombiniert die praktische Fahrausbildung in der unternehmenseigenen Fahrschule, den theoretischen Unterricht sowie die Vorbereitung auf die obligatorischen CZV-Prüfungen. Nach dem erfolgreichen Abschluss sind die Junior Driver als ausgebildete Strassentransportfachleuten im

Galliker-Team tätig. Wir haben sehr gute Erfahrungen gemacht und sind dankbar, dass wir neben der Rekrutierung ausgebildeter Profis auf diesem Weg zu neuen Mitarbeitenden kommen, die für unsere treue Kundschaft im In- und Ausland unterwegs sind. Denn nur wenn es gelingt, neue Fahrer für diesen Beruf zu begeistern und Kompetenzen gezielt aufzubauen, können wir in Zukunft sicherstellen, dass Waren zuverlässig, effizient und termingerecht von A nach B transportiert werden. Die Sicherung qualifizierter Fachkräfte ist damit ein zentraler Erfolgsfaktor für eine funktionierende und stabile Logistik.

Was verstehen Sie unter Nachhaltigkeit bei Galliker? Sie sind das erste Transportunternehmen, das sich ein wissenschaftlich geprüftes Klimaziel gesetzt hat: Bis 2050 wollen Sie CO2-neutral unterwegs sein. Sind Sie mit Ihren Projekten auf Kurs?

Galliker: Nachhaltigkeit bedeutet für uns, langfristige, sinnvolle und effektive Lösungen zu entwickeln und umzusetzen. Es bedeutet, Dinge neu zu denken und in moderne Technologien zu investieren. Mut, Unternehmergeist, starke Partner-

schaften und ein innovatives Umfeld helfen uns dabei. Nachhaltigkeit ist für uns viel mehr als das ökologische Handeln. Sowohl das Wertschätzen, der respektvolle Umgang als auch das gemeinsame Weiterentwickeln von langjährigen Kundenbeziehungen und Partnerschaften sowie treuen Mitarbeitenden gehören genauso dazu. Wir können die Ziele ausschliesslich gemeinsam erreichen. An dieser Stelle möchte ich die Partner des Galliker-GreenLogistics-Fördervereins – Kunden und Lieferanten – erwähnen, die uns bei unseren Vorhaben tatkräftig unterstützen. Wir sind aktuell auf Kurs mit unseren Projekten.

Mit 111 Elektro-Lastwagen und sechs Wasserstofffahrzeugen sind Sie ein Vorreiter bei neuen Antrieben. Welche Technik hat Ihrer Meinung nach in den nächsten Jahren mehr Zukunft: Batterie oder Wasserstoff? Und warum verfolgen Sie beide Wege?

Galliker: In den letzten fünf Jahren hat sich bei der Entwicklung der Fahrzeugtechnologie viel getan. Wir sind seit 2020 und 2021 mit alternativen Antriebssystemen unterwegs und haben diese ausführlich getestet und in Einsatz gebracht. Beide Antriebssysteme haben ihre Berechtigung, es kommt jedoch auf den Einsatz an. Aktuell setzen wir 92 Elektro- und sechs Wasserstoff-Lkw für nationale Transporte ein. International sind wir mit elf ElektroLkw unterwegs. Gleichzeitig setzen wir für den nationalen Verkehr immer regelmässiger HVO-Treibstoff – einen erneuerbaren synthetischen Dieselkraftstoff, der aus Abfall und Reststoffen hergestellt wird – ein. Damit sparen wir bis zu 85 Prozent CO2 ein. Im Jahr 2027 geht es weiter: Die ersten Flüssigwasserstoff-Lkw sollen Fahrten übernehmen. Am Ende gibt es nicht die eine Lösung. Wichtig ist, dass man verschiedene Möglichkeiten testet und die Entwicklungen damit vorantreibt.

Was haben Sie auf der «Logistics & Automation» 2026 den Besuchern vorgestellt?

Galliker: Dieses Jahr haben wir neben dem Galliker-Academy-World-Konzept unser neuestes E-Mobilitätsinfrastrukturprojekt gezeigt. Wir haben Anfang 2025 das «Zero Emissions Network» ins Leben gerufen, um die Elektrifizierung der eigenen Fahrzeugflotte sowie den Ausbau einer nachhaltigen Energieinfrastruktur an den Standorten konsequent voranzutreiben. Das Ziel des Netzwerks besteht darin, die Transformation hin zu einer emissionsfreien Logistik zu ermöglichen und gleichzeitig einen bedeutenden Beitrag zur CO2-Reduktion im Schweizer Güterverkehr zu leisten. An unserem Messestand zeigten wir auf, wie wir dies erreichen wollen.

Welche Botschaft möchten Sie bezüglich Nachwuchsförderung und Zukunft der Logistikbranche vermitteln?

Galliker: Meine Botschaft ist: Packen wir es gemeinsam an! Die Logistikbranche bietet sehr vielfältige und spannende Berufe mit guten Entwicklungschancen. Wir klagen nicht, sondern handeln: in der Ausbildung, bei der Nachhaltigkeit und in der Zusammenarbeit. Wenn wir offen für neue Ideen bleiben und den Menschen in den Mittelpunkt stellen, hat diese Branche eine grossartige Zukunft.

Und an die junge Generation: Schaut genau hin, was die Logistik bietet. Hier bewegt ihr etwas, lernt viel dazu und werdet Teil eines Teams, das die Zukunft gestaltet.

Kontakt

Easyfairs Switzerland GmbH

Kägenstrasse 17 CH-4153 Reinach +41 61 228 10 25 www.logistics-automation.ch n

Medienplanung 2026!

Beratung und Infos unter: info@sigimedia.ch

+41 56 619 52 52

Automobil-Mechatroniker EFZ Nutzfahrzeuge

KUNSTSTOFF.swiss an der Swiss Plastics Expo 2026

Begegnungen, Impulse und Austausch

Vom 20. bis 22. Januar 2026 wurde Luzern zum Treffpunkt der Schweizer Kunststoffbranche. Im Zentrum des Auftritts von KUNSTSTOFF.swiss stand der persönliche Austausch – insbesondere beim gut besuchten Zmorge am Mittwochmorgen, das über 100 Personen aus der Kunststoffbranche zusammenbrachte.

Die Swiss Plastics Expo 2026 vereinte erneut die gesamte Wertschöpfungskette der Kunststoffindustrie. Als Kombination aus Fachmesse und Symposium bot sie Raum für fachlichen Austausch, neue Impulse und persönliche Begegnungen. KUNSTSTOFF.swiss war als Aussteller vor Ort und nutzte die Plattform gezielt für den Dialog mit Mitgliedern, Partnern und Interessierten. Im Fokus standen aktuelle Herausforderungen der Branche ebenso wie Zukunftsthemen rund um Materialien, Nachhaltigkeit und regulatorische Anforderungen.

Netzwerken bei Kaffee und Gipfeli

Ein Höhepunkt war das Zmorge mit KUNSTSTOFF.swiss am Mittwochmorgen, 21. Januar 2026. In ungezwungener Atmosphäre bei Kaffee und Gipfeli kamen über 100 Teilnehmende zusammen. Das Netzwerkformat bot die Gelegenheit, mit dem Vorstand und dem Team der Geschäftsstelle ins Gespräch zu kommen, bestehende Kontakte zu pflegen und neue Beziehungen aufzubauen. Der persönliche Dialog stand dabei klar im Vordergrund.

Keynote: Kunststoffe als Werkstoff der Zukunft

Grosses Interesse fand auch die Keynote von Vizepräsident Patrick Semadeni am Mittwoch, zum Thema «KUNSTSTOFFE –immer noch Werkstoff der Zukunft?». Das Referat zeigte auf, warum Kunststoffe unverzichtbar sind und weshalb das heutige, weitgehend lineare System nachhaltiger werden muss. Vorgestellt wurden praxisnahe Ansätze für einen verantwortungsvolle -

Vizepräsident

Über 100 Teilnehmende nutzten das Zmorge für intensiven Austausch und Networking.

ren Umgang mit Kunststoff entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Neue Materialien im Fokus

Im Anschluss moderierte Verbandspräsident Christian Morf den Themenblock «Neue Materialien». Mehrere Hersteller präsentierten innovative Werkstoffe – von biobasierten Elastomeren für anspruchs-

Geschäftsführer Riccardo Casanova führte durch den Themenblock «Nachhaltigkeitsmanagement».
Patrick Semadeni bei seiner Keynote «KUNSTSTOFFE – immer noch Werkstoff der Zukunft?»
Präsident Christian Morf moderierte den Themenblock «Neue Materialien».

volle Anwendungen bis zu neuen Kunststoffen für den Healthcare-Bereich und gaben Einblick in deren Eigenschaften und Einsatzmöglichkeiten.

Nachhaltigkeitsmanagement: Praxisnahe Einblicke

Am Nachmittag führte Geschäftsführer Riccardo Casanova durch den Themenblock «Nachhaltigkeitsmanagement». Diskutiert wurden unter anderem der CO2-Fussabdruck von Produkten und Unternehmen, das Spannungsfeld zwischen gesetzlichen Vorgaben und Kundenerwartungen sowie konkrete Massnahmen für die Umsetzung in der Praxis.

Der persönliche Austausch am Stand von KUNSTSTOFF.swiss stand im Mittelpunkt. (Bilder: KUNSTSTOFF.swiss)

Die Swiss Plastics Expo 2026 hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig persönliche Begegnungen und Netzwerkformate für die Branche sind. KUNSTSTOFF.swiss bedankt

Effiziente Logistik verstehen

sich bei allen Teilnehmenden für den offenen Austausch und die zahlreichen Gespräche. n

Betriebsbesichtigung bei der Bertschi AG

Am 19. März 2026 lädt KUNSTSTOFF. swiss seine Mitglieder sowie weitere Interessierte aus der Kunststoffbranche zu einer exklusiven Betriebsbesichtigung bei der Bertschi AG ein.

Die Bertschi Group mit Hauptsitz in der Schweiz ist ein globaltätiger LogistikDienstleister im Bereich Logistik und Supply Chain Management. Das Familienunternehmen ist auf die Logistik von flüssigen und rieselförmigen Produkten spezialisiert und bedient insbesondere die chemische und kunststoffverarbeitende Industrie. Bertschi übernimmt Transporte, Lagerung sowie weitere Dienstleistungen

entlang der gesamten Lieferkette und steht dabei für hohe Qualität, Sicherheit und Zuverlässigkeit.

Im Rahmen der Betriebsbesichtigung erhalten die Teilnehmenden Einblicke in die globale Organisation der Bertschi Group sowie in die eigens entwickelte Digitalisierung inklusive der weltweiten Steuerung der intermodalen Transporte. Der Anlass bietet wertvolle Impulse, um die eigene Logistik aus einer neuen Perspektive zu betrachten, Best Practices kennenzulernen und Anregungen für Effizienz, Sicherheit und Skalierbarkeit der eigenen Supply Chain mitzunehmen.

Programm

14.00 Uhr: Eintreffen in Birr, Besichtigung Bahnterminal und chemische Tankreinigungsanlage

14.45 Uhr: Verschiebung nach Dürrenäsch

15.30 Uhr: Präsentation Bertschi AG und Rundgang durch das Firmengebäude

16.45 Uhr: Apéro mit Networking

Melden Sie sich noch heute an: https://kunststoff.swiss/Agenda/Bertschi

Kontakt KUNSTSTOFF.swiss

Debora Rondinelli

CH-5000 Aarau

+41 62 834 00 65 d.rondinelli@kunststoff.swiss www.kunststoff.swiss n

(Bild: Bertschi)

Swiss Plastics Expo

Kunststoffindustrie demonstriert Innovationskraft

Die achte Ausgabe der Swiss Plastics Expo ist am Donnerstag, 22. Januar 2026 zu Ende gegangen. Während dreier Tage besuchten 3800 Fachpersonen die Messe und informierten sich bei 200 Ausstellern über neue Produkte und Technologien. Ein fester Bestandteil der Messe ist das Symposium: Es beinhaltete dieses Mal 60 Referate zu allen Bereichen der Kunststoffindustrie. Weiterer Höhepunkt war zudem die Verleihung des Swiss Plastics Expo Awards in den Kategorien «Digitalisierung», «Nachhaltigkeit», «Produktinnovation» und «Publikumsliebling».

Raphael Hegglin

Die Swiss Plastics Expo war erneut zentraler Treffpunkt für Fachpersonen der Kunststoffbranche. Die Besucherzahl lag mit 3800 etwas unter jener des Jahres 2023 (4100). Die Zahl der Aussteller ist mit 200 hingegen konstant geblieben. Messeleiterin Sara Bussmann zog daher ein positives Fazit: «Die Swiss Plastics Expo hat eindrucksvoll gezeigt, wie dynamisch und innovativ die Branche ist. Zudem wurde der persönliche Austausch unter Fachpersonen geschätzt.»

Aussteller bestätigten dies auf Nachfrage. Die Swiss Plastics Expo sei für die Schweizer Kunststoffindustrie der wichtigste Ort, um zu netzwerken. Dass sie jeweils im Jahr nach der K in Düsseldorf stattfindet, bietet einen weiteren Vorteil: Neuheiten –die oft zur K lanciert werden – werden schon wenig später dem Schweizer Fachpublikum vorgestellt – Aktualität ist daher garantiert.

Symposium mit 60 Referaten

Ein wesentlicher Bestandteil der Swiss Plastics Expo ist zudem die Wissensvermittlung: Das Symposium gab dieses Jahr mit 60 Referaten Einblicke in Herausforderungen und Entwicklungen der Kunststoffindustrie. Der Schwerpunkt lag dabei auf den Themen Künstliche Intelligenz und Nachhaltigkeit. Anwendungsbeispiele verdeutlichten, wie digitale Technologien die Branche voranbringt und mehrere Referenten erläuterten neue Materialentwicklungen, Biokunststoffe und Ansätze der Kreislaufwirtschaft. In einem weiteren Themenblock zeigten Führungskräfte auf, Das Interesse an neuen Produkten und Technologien war gross.

Swiss Plastics Expo an der Messe Luzern (Bilder: Christoph Arnet / Messe Luzern)

wie Unternehmen gesetzliche Vorgaben und Kundenanforderungen erfüllen können und welche Effekte sich daraus unter anderem für den Klimaschutz ergeben. Am dritten Messetag standen französischsprachige Referate im Mittelpunkt des

Symposiums. Kernthemen waren auch hier die Digitalisierung und künstliche Intelligenz sowie Nachhaltigkeit. Zusätzlich erhielt die Additive Fertigung einen eigenen Themenblock. Die Teilnehmenden erfuhren dabei, wie sich diese Technologie vom Prototypenbau bis zur Serienfertigung einsetzen lässt und welche Möglichkeiten sie im Formenbau bietet.

Überzeugendes IWK

Bereits zum dritten Mal fand der Swiss Plastics Expo Award statt: Ausgezeichnet wurden damit zukunftsorientierte Produkte aus der Kunststoffindustrie. In den Kategorien «Digitalisierung», «Nachhaltigkeit» und «Produktinnovation» prämierte die Jury das Institut für Werkstofftechnik und Kunststoffverarbeitung (IWK) der OST –Ostschweizer Fachhochschule. «Das IWK steht mit seinen Projekten für die Innovationskraft der Schweizer Kunststoffindus­

Swiss Plastics Expo

Die Swiss Plastics Expo findet alle drei Jahre, jeweils im Folgejahr der K in Düsseldorf, statt. Die diesjährige, achte Ausgabe zog 3800 Besucherinnen und Besucher nach Luzern, wo 200 Hersteller mit neusten Innovationen auf sie warteten. Die nächste Swiss Plastics Expo findet vom 23. bis 25. Januar 2029 in Luzern statt.

www.swissplastics.ch

trie. Mit dem Swiss Plastics Expo Award machen wir diese Kraft sichtbar», erklärt Sara Bussmann. In der Kategorie Publikumsliebling hatten die Besuchenden den Sieger bestimmt. Hierbei konnte sich Engel gegen alle anderen Aussteller durchsetzen. n

Unsere Reklamationsquote lag 2025 bei 0,17%. Das ist nicht perfekt‒aber wir sind damit verdammt nah dran! Überzeugen Sie sich selbst von unserer zertifizierten Qualität nach den Branchenstandards ISO 9001 und IATF 16949.

Das Symposium umfasste dieses Jahr 60 Referate.

Rundgang durch die Messe

Stimmen von der Swiss Plastics Expo

Wo liegt der Fokus auf der Messe? Und welche Innovationen sieht das Schweizer Publikum zum ersten Mal? KunststoffXtra hat sich auf der Swiss Plastics Expo unter den Branchenführern umgehört. Viele betonen, wie vielseitig und spannend der Schweizer Markt sei. Besonderes Interesse gelte den Spitzentechnologien und zuverlässig funktionierenden Systemen.

Muhammed Kakis, Communication & Business Development

Manager HB-Therm

«Unser Messehighlight ist der neue Durchflussmesser Flow-6. Er vereint bewährte HB-Therm Technologien: die berührungslose Ultraschall-Durchflussmessung mit lebenslanger Garantie auf alle Messstrecken sowie – in der Regler-Variante – die Proportionalventil-Technologie zur präzisen Regelung externer Kreise.»

Andreas Fässler, Head of BU Industrial Plastics SFS

«Unser Slogan hier an der Messe ist «ein Händedruck ist mehr als 1000 Klicks» – dies entspricht unserer Philosophie. Wir möchten Menschen kennen lernen, denn Vertrauen funktioniert nur mit Menschen als Partner und nicht mit Robotern oder Maschinen.»

Martin Wipf, CEO Aareplast AG

«Wir konnten vergangenes Jahr 25 Prozent wachsen, haben zahlreiche neue Werkzeuge beschafft und unsere Möglichkeiten erweitert. Hier zeigen wir allen Interessentinnen und Interessenten, wie breit unser Spektrum Entwicklungsarbeit an Fertigungsmöglichkeiten ist.»

Jürg Wittich, Geschäftsführer Hans Wittich GmbH

«Die Swiss Plastics ist die einzige Branchenmesse in der Schweiz und wir sind auf dem Schweizer Markt exklusiv tätig. Deshalb sind wir auch seit der ersten Durchführung der Messe im 2008 als Aussteller präsent. Unser Fokus hier liegt auf der Kundenpflege.»

Muhammed Kakis
Jürg Wittich
v. l.: Manuel Wipf, Martin Wipf

Valerie Steiner, Geschäftsführerin SKS AG

«Für uns ist wichtig, dass wir präsent sind auf der Messe. Die Kunden kommen zu uns. Wir haben auch einmal Zeit, um neben dem täglichen Business zusammenzusitzen und uns auszutauschen. Es ist familiär, man kennt sich in der Branche. Das ist ein Mehrwert, den wir schätzen.»

Marko Muzek, Geschäftsleitung Bannek Werkzeug- und Formenbau AG

«Wir sind auf der Messe, weil diese für uns gut und nahe gelegen ist und weil wir hier sehr viele Kunden erreichen können – es ist ein super Austausch. Für uns ist die Messe ein Kunden-Familientreffen.»

Manuel Schmellenkamp, Barlog Plastics GmbH

«Wir entwickeln Werkstoffe im Baukastensystem und können so ziemlich jede kundenspezifische Anforderung erfüllen. Zudem besteht grosses Interesse an Spezialprodukten wie zum Beispiel unser magnetisierbares Granulat für den Spritzguss.» Manuel Schmellenkamp

Marcel Wüthrich, Geschäftsführer Plastservice GmbH

«Die Messe in Luzern ist zentral gelegen und für alle Interessierten gut erreichbar. Wir sehen die Messe als Treffpunkt für alle Kunden, die auch einmal zusammensitzen möchten, ohne übers Geschäft zu sprechen. So lernt man die Leute von einer anderen Seite kennen.»

Nicola Stettler, Geschäftsführer Hatag Handel und Technik AG

«Für mich als neuer Geschäftsführer der Hatag ist es sehr wertvoll, alle die Kunden und Interessierten, die an den Stand kommen, persönlich kennenzulernen – die Gesichter hinter den Stimmen zu sehen. Für mich ist das eine grosse Bereicherung.»

Taki Malyano, Head of Market & Sales Huber+Suhner

«Wir zeigen hier, dass Huber+Suhner nicht nur ein Kabelhersteller ist, sondern auch Spritzguss kann. Wir produzieren von Mikro bis Makro, d.h. wir machen Mikrospritzguss, sind spezialisiert auf Hochleistungstemperatur-Kunststoffverarbeitung und stellen auch 2K-Spritzgussteile her.»

Marko Muzek und Melanie Miller
v.l.: Manuel Peter, Christoph Weber, Valerie Steiner, Daniel Schriber
v.l.: Hansruedi Frey und Marcel Wüthrich
v.l.: Taki Malyano, Maxim Leutwyler
Nicola Stettler

Patrick Zimmermann, Technical Sales Engineer Switzerland Hasco

«Der Andrang auf unserem Stand ist gross, das Fachpublikum sehr interessiert. Unsere Innovationen – allen voran der neue Schlauchkonfigurator – stossen auf grosses Interesse.»

l.: Markus Wohlgensinger

Markus Wohlgensinger, Area Sales Manager Albis Switzerland AG

«Die Swiss Plastics ist für uns als Aussteller eine sehr wertvolle Plattform zur Kontaktpflege. In angenehmer Atmosphäre können wir hier viele gute Gespräche führen und dabei unser Netzwerk mit Besuchern und Ausstellern weiter stärken.»

Ulrich Gubler, CEO und Gründer ProByLas AG

ProByLas, der Spezialist für Laserschweissen von Kunststoffen bietet neben den Geräten auch Beratung beim Design der Kunststoffbauteile an, um den Laserprozess optimal anwenden zu können. Ulrich Gubler (l.) war ein gefragter Mann auf der Messe.

Dr.

Raphael Hatem, Directeur Swiss Polymers Cluster «Zum 20-Jahr-Jubiläum lädt der Swiss Polymers Cluster am ‘Journée de la Romandie’ zum Apéro und Netzwerken auf dem Schweizer Pavillon ein. Der Anlass steht ganz im Zeichen von 20 Jahren Innovation, Zusammenarbeit und gemeinsamen Erfolgen innerhalb der Schweizer Polymerindustrie.»

Percy Limacher, Geschäftsführer IE Plast Engineering

«Wir zeigen unseren Kunden, wie sie ihre Fabrik und ihre Prozesse effizienter machen und Kosten sparen können, sei es durch eine Automatisierung oder durch die Nutzung von Synergien und dies ganzheitlich von der Haustechnik über Betriebseinrichtungen bis zum Gebäude.»

v.l.: Mario Rödhamer, Adrien Wyss, Patrick Zimmermann, Daniel Kessler
Ulrich Gubler
Percy Limacher (r.) und Nam Hoang
Salomé Deléaval, Raphael Hatem

Alex Malyano, Sales Engineer Plastics Kistler Instrumente AG

«Wir zeigen, dass wir über unser Kernthema der Werkzeuginnendruckmessung hinaus nicht nur die Kunststoffwelt beherrschen, sondern die Kunden auch in den Bereichen der dynamischen Messtechnik und Kameratechnik sehr gut unterstützen können.»

Thomas Dubler, Geschäftsführer Ingenieurbureau Dr. Brehm AG

«Wir zeigen unsere umfassende Kompetenz, was Materialhandling anbelangt. Die Präsenz unserer Service-Leute hier auf dem Stand macht deutlich, dass wir unsere Kunden rundum betreuen können, sei das mit Service, Wartung etc.»

Grit Reifer, Marketing Manager Oerlikon HRSflow

«Die Schweiz ist für uns ein spannender Markt, weil er vielseitig und anspruchsvoll ist. Dazu passen unsere innovativen Lösungen wie zum Beispiel unser neu entwickelter nadelloser Heisskanal STARgateHRS.»

Jan Kramer, Deputy Head of Export Sales Knarr Vertriebs AG

«Wir stellen mit dem neuen Schliesskeil mit einer Vario-Druckplatte eine aus der Praxis heraus erarbeitete, patentierte Lösung vor. Das Vario-Konzept ermöglicht die exakte Einstellung direkt am Werkzeug ohne zeitintensive Demontage.» Jan Kramer

Andreas Scherrer, Geschäftsführer Büchler Reinli+Spitzli

«Für uns ist die Swiss Plastics eine tolle Messe, sei das bezüglich Mitaussteller wie auch Besucher. Eine wertvolle Messe, die die Gelegenheit schafft, sich innerhalb der Schweiz wieder einmal zu sehen und auszutauschen.»

Tanja Grimm, Key Account Sales Manager Robomachine Fanuc Switzerland GmbH

«Mit der neuen Roboshot Serie SC, im Bereich der Steuerung gibt es Verbesserungen durch neue Energiesparfunktionen sowie KI. Der Werkzeugraum wurde vergrössert, die Fahrgeschwindigkeiten von Schliesseinheit und Auswerfer wurden erhöht. Es stehen mehr Spritzeinheit-Kombinationen zur Verfügung.»

v.l.: Fabian Reichlin, Benedikt Gisler, Thomas Dubler
2.v.l.: Alex Malyano
Grit Reifer
3.v.l.: Andreas Scherrer
Tanja Grimm

Christian Fliegel, Geschäftsführer Christian Fliegel KG

«Als Vertretung der Geiss AG präsentieren wir hier hochpräzise Thermoformer und Fräsen. Sie ermöglichen Spezialanwendungen – etwa für den Medizinalbereich oder die Luftfahrt, die für den Schweizer Markt sehr interessant sind.»

und Jasmine Koller

Marco Pellegrino, Chief Sales Officer Tool-Temp AG

«Tool-Temp steht für grosse Zuverlässigkeit und Langlebigkeit der Temperiergeräte. Wir bieten unserer Kundschaft sowohl die klassische Linie an, als auch die neue Matic-Linie, die sehr energieeffizient ist und hoch präzise misst.»

Bruno Schleiss, Geschäftsführer Krauss-Maffei (Schweiz) AG

«Die Swiss Plastics ist eine Kontaktmesse, hier trifft man sich. Uns ermöglicht das, die neuste Technik von KraussMaffei im Heimmarkt zu präsentieren und Fragen zu zahlreichen Themen wie Digitalisierung oder innovative Steuerungstechnik zu klären.»

Rémy Stoll, Geschäftsführer KATZ Kunststoff Ausbildungs- und Technologie-Zentrum

«Wir sind dieses Jahr mit neuen Kursen gestartet, zum Beispiel zu den Schwerpunktthemen Automation und Digitalisierung. Wir spüren grosses Interesse daran, denn auch Praktikerinnen und Praktiker müssen optimal auf die digitale Welt vorbereitet werden.»

Katrin Köppel, Color Technik AG

«Farb-, Additive-Masterbatches sind keine einfachen Produkte: Sie erfordern umfassende Beratung. Unsere Präsenz hier ist daher ideal, um ins Gespräch zu kommen und Möglichkeiten aufzuzeigen.»

v. l.: Christian Precklein, Konstantin Hoff, Christian Fliegel
Marco Pellegrino
Rinco Ultrasonics AG – Einladender Messeauftritt
v. l.: Cyrill Schleiss, Thomas Staffelbach, Bruno Schleiss, Michael Furlan
v. l.: Rémy Stoll, Fabian Meier
v. l.: Katrin Köppel, Giacomo Marchetti, Willi Kälin, Matias Kekek (Geschäftsführer)

Gjone Kabashi, Managing Director Wittmann Kunststofftechnik

«Zur K hat Wittmann zahlreiche neue Produkte und Lösungen vorgestellt. Wir freuen uns, diese nun dem Schweizer Fachpublikum vorstellen zu können. Wir erreichen damit einen Wissenstransfer in den Heimmarkt, der essenziell ist.»

Benjamin Knecht, Geschäftsführer Kuma Solution AG

«Unser Fokus liegt auf Swissness und der Stärkerung der nationalen Partnerschaften. Dazu präsentieren wir unseren Kundinnen und Kunden das gesamte Portfolio, zusammen mit unseren Partnern Motan, Oni, Tria, Sesotec, Achberg und Virgino.»

VALEGRO: die neueste Generation von JULABO Umlaufkühlern

Mit den brandneuen VALEGRO Umlaufkühlern bringt JULABO moderne, leistungsstarke Kühlgeräte mit natürlichem Kältemittel auf den Markt.

Die Umlaufkühler wurden mit größtem Fokus auf Benutzerfreundlichkeit und Betriebssicherheit innerhalb eines Arbeitstemperaturbereichs von -20 ... +40 °C entwickelt.

Die neuen Umlaufkühler punkten mit einer im Verhältnis zu der kleinen Baugröße sehr starken Leistung.

Alle Modelle entdecken valegro.julabo.com

v. l.: Benjamin Knecht, Carola Wirth, Markus Hoffstadt
v. l.: Roberto Ariu, Murat Gürkan, Gjone Kabashi, Thomas Robers

Jwan Meier, Geschäftsführer Lenorplastics AG

«Distribution muss in der ansonsten volatilen Kunststoffindustrie eine Konstante sein. Durch eigene Lager und eine zuverlässig funktionierende Logistik gelingt uns das – das stellen wir hier an der Messe unter Beweis.»

v. l.: Roman Gnos (Dr. Boy), Stefan Imhof

Stefan Imhof, Geschäftsführer Thomatech GmbH

«In der Schweiz ist der Platz oft begrenzt. Wir präsentieren hier daher einige sehr kompakte Geräte, die für den Schweizer Markt besonders interessant sind und sich unkompliziert in bestehende Strukturen integrieren lassen.»

Michael Schenck, General Manager Biesterfeld Helvetia AG

«Für uns zählt das Persönliche, denn wir wollen eng am Markt sein. Die Swiss Plastics Expo ist ideal dazu: Sie ermöglicht uns wertvolle Kontakte und Gespräche über Kreislaufwirtschaft, Zertifizierungen und unsere Expertisen.»

Christopher Vitz, Geschäftsführer Engel (Schweiz) AG

«Wir präsentieren uns in der Schweiz in einem anspruchsvollen Markt in einer Kombination von Spritzgussmaschinen und einem komplexen Oekosystem aus Digitalisierung und AI.»

Benjamin Rübsamen, Regionalverkaufsleitung Meusburger Georg GmbH & Co KG

«Die Messe ist die ideale Plattform, um unser umfassendes Sortiment an Einbauteilen für den Formenbau vorzustellen. Ein Highlight ist unser geschnittener Formaufbau mit integrierten Einbauteilen und Heisskanalverteiler, der in Kooperation mit der WBA Aachener Werkzeugbau Akademie entwickelt wurde.»

v.l.: André Ortner, Philipp Malfent, Christopher Vitz
Benjamin Rübsamen (r.) und Ruben Baumgartner
v. l.: Michael Schenck, Florian Knoblauch, Raphael Teysseire
Jwan Meier

Fazit: Als Branchentreffpunkt unverzichtbar

Die Aussagen der Aussteller bestätigen die Swiss Plastics Expo als zentrale Fach- und Kontaktplattform der Schweizer Kunststoffindustrie. Im Vordergrund stand nicht die reine Produktschau, sondern der persönliche Austausch, der Wissenstransfer und die Pflege bestehender und neuer Kundenbeziehungen – ein zentraler Faktor im überschaubaren, aber anspruchsvollen Schweizer Markt.

Inhaltlich prägten hochspezialisierte, praxisnahe Lösungen das Messebild. Viele Unternehmen stellten High-End-Technologien, kompakte Anlagenkonzepte und kundenspezifische Anwendungen vor, abgestimmt auf die räumlichen und qualitativen Anforderungen in der Schweiz. Digitalisie -

Marcel Spadini, Geschäftsführer Arburg Switzerland

«Für uns ist die Swiss Plastics Expo eine High-End-Messe, weil die Schweiz ein HighEnd-Land ist. Daher legen wir hier einen starken Fokus auf unsere hochtechnologischen Modelle, Anwendungen und Lösungen. Daneben präsentieren wir spezielle Verfahren, wie das Papierspritzgiessen mit einem Altpapier-Anteil von 51 Prozent.»

Marcel Spadini (Mitte) und sein Team

durch innovative Werkstoffe, neue Verfahren und erklärungsintensive Komponenten, bei denen Beratung und Systemkompetenz eine zentrale Rolle spielen. Zudem bestätigte sich die Swiss Plastics Expo als wichtige Heimmarkt-Messe. Die Aussteller betonten ihre nationale Verankerung, Investitionen in Infrastruktur und Partnerschaften sowie den hohen Stellenwert von Vertrauen und persönlicher Präsenz. Damit positionierte sich die Messe erneut als relevanter Treffpunkt für eine vernetzte, technologiegetriebene Schwei -

Wir machen mehr aus Kunststoff

SPE-Berichterstattung: Marianne Flury, Raphael Hegglin, Bilder: Marianne Flury, Raphael Hegglin, Thomas Füglistaler, Jörg Signer

Weitere Impressionen finden Sie auf unserer Webseite unter:

Kontakt www.kunststoffxtra.com n

Martignoni AG Dorfmattweg 5 Postfach 1204 CH-3110 Münsingen Schweiz

Fon +41 (0) 31 724 10 10

Fax +41 (0) 31 724 10 19 www.martignoni.ch info@martignoni.ch

Telsonic, Spezialist für Ultraschallsysteme

Swiss Plastics Expo Award 2026

Überflieger IWK

Bereits zum dritten Mal wurde der Swiss Plastics Expo Award überreicht. Bei der diesjährigen Verleihung wurde das Institut für Werkstofftechnik und Kunststoffverarbeitung (IWK) der Ostschweizer Fachhochschule (OST) gleich mehrfach ausgezeichnet.

Prämiert wurden zukunftsweisende Produkte aus der Kunststoffindustrie. In allen drei Kategorien Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Produktinnovation zeichnete die Jury das IWK aus. In der Kategorie Publikumsliebling kürten die Besucher des Swiss Plastics Portals den Sieger durch digitalen Applaus. Hierbei konnte sich Engel gegen alle anderen Aussteller durchsetzen.

Die prämierten Produkte

In der Kategorie Digitalisierung punktete der Fachbereich 3D-Druck/AM am IWK mit einem automatisierten Konstruktionstool, das ausgehend von einer 3D-Datei eines Spritzgiessbauteils massgeschneiderte Vakuumgreifer für Handlingsysteme an Spritzgussmaschinen generiert. Das Beispiel Vakuumgreifer ist erst der Anfang. Mit ‹Sane Membrane› – eine fluor- und lösungsmittelfreie, funktionale Membrane für Textilien – überzeugte der Fachbereich Compoundierung/Extrusion die Jury in der Kategorie Nachhaltigkeit. Die innovative Membran bietet wasserdichten, atmungsaktiven Schutz und ersetzt umwelt- und gesundheitsbelas-

tende Chemikalien durch eine saubere, leistungsstarke Alternative.

Mit einen neuartigen Verfahren zum Laserschweissen von Kunststoffen holte sich der Fachbereich Verbindungstechnik den Podestplatz in der Kategorie Produktinnovation. Der Prozess wurde ausgehend von Musterplättchen erfolgreich bis zur Serietauglichkeit entwickelt und zeigt, wie Kunststoff-Verbindungstechnik Prozesskomplexität und Kosten senkt.

In der Kategorie Publikumsliebling entschied Engel Austria den Sieg für sich. Aufbauend auf der erfolgreichen inject 4.0-Plattform verbindet das Unternehmen

jahrzehntelanges Spritzgiess-Know-how mit modernster künstlicher Intelligenz. Das Ergebnis ist eine intelligente Produktionsumgebung, in der Maschine, Prozess und Qualitätssicherung nahtlos miteinander vernetzt sind.

Die Sieger-Produkte werden zu einem späteren Zeitpunkt ausführlich in KunststoffXtra vorgestellt.

Die Kriterien für die Punktevergabe durch die Jury

– Digitalisierung: In dieser Kategorie wurden von der Jury Aussteller ausgezeichnet, die mit digitalen Lösungen einen messbaren Nutzen schaffen.

– Nachhaltigkeit: Prämiert wurden innovative Ansätze, die einen Beitrag zur Klimafreundlichkeit, Energieeffizienz und Ressourcenschonung leisten und nachhaltige Lösungen fördern.

– Produktinnovation: Ausgezeichnet wurde die Designqualität eines Produkts. Die Jury legte einen besonderen Fokus auf Ästhetik, Funktionalität und Innovation.

Sieger in der Kategorie Digitalisierung: Marc Kressig nimmt den Preis stellvertretend für den Fachbereichsleiter 3D-Druck/AM Daniel Omid varkarjan entgegen.
Die Gewinner sind ... (Bilder: Messe Luzern)
Sieger in der Kategorie Nachhaltigkeit: Daniel Schwendemann, Fachbereichsleiter Compoundierung/Extrusion, freut sich über die Auszeichnung.

Auswahlprozedere

die Formteilqualität

die Formteilqualität

Produktinnovation:

Verbindungstechnik, und Projektpart -

der Hawa Sliding Solutions AG.

Kühlen und Temperieren mit System Energiekosten

Kühlen und Temperieren mit System Energiekosten

Kühlen und Temperieren mit System Energiekosten die Formteilqualität

Kühlen und Temperieren mit System Energiekosten die Formteilqualität

Die 8 Jurymitglieder, mit Vertreterinnen und Vertretern aus Industrie, Medien und Forschung, erstellten in vier Zweierteams aus allen eingegangenen Beiträgen eine Longlist mit ausgewählten Beiträgen für

Sieger in der Kategorie Publikumsliebling: Christopher Vitz, Geschäftsführer Engel (Schweiz), nimmt den Award für Engel Austria entgegen.

die Kategorien Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Produktinnovation. Basierend auf der getroffenen Vorauswahl wurde eine Shortlist erstellt. Die Punktevergabe zur Wahl der Nominierten und schliesslich des Siegers erfolgte per E-Mail. Pro Kategorie (ohne Publikumsliebling) konnte jedes Jurymitglied unabhängig voneinander drei Punkte vergeben.

Ingenieurbureau DR. BREHM AG

Herbold Meckesheim – Spezialist für Maschinen und Anlagen zum Kunststoffrecycling

Systeme für die Kunststoffindustrie Produkte und Lösungen

Brehm - Ihr Peripherie Spezialist -

•Energieeffizienz

•Produktivitätssteigerung

•Wirtschaftlichkeit

•Nachhaltigkeit

Kontakt www.swissplastics.ch n

Service der zählt!

• von der Planung bis zur Ausführung – alles aus einer Hand

• Qualität und Kundenfreundlichkeit sind unser Erfolgsrezept

•Unsere Ruhe schafft Freiraum für das Wesentliche

Herbold Meckesheim GmbH

•Flexibilität durch unser grosses Ersatzteillager

Verfahrenslösungen für die Aufbereitung von Kunststoffabfällen

Industriestrasse 33 D-74909 Meckesheim

Sieger in der Kategorie
Gold auch für Pierre Jousset (l.), Fachbereichsleiter
ner Nejib Yezza von

Marktwert installierter Industrie-Roboter erreicht Höchststand

Top 5 Robotik-Trends 2026

Der Marktwert installierter Industrie-Roboter hat mit 16,7 Mrd. US$ weltweit einen neuen Höchststand erreicht. Die Nachfrage wird durch technologische Innovationen, neue Marktentwicklungen und die Erschliessung neuer Geschäftsfelder weiter angetrieben.

Die International Federation of Robotics (IFR) berichtet über die wichtigsten Trends, die die Robotik und Automation im Jahr 2026 prägen werden. Es sind dies:

KI und Autonomie in der Robotik

Roboter, die mithilfe künstlicher Intelligenz selbständig arbeiten, werden immer häufiger eingesetzt. Wichtigster Vorteil KI-gesteuerter Roboter ist eine deutlich verbesserte Autonomie, die von verschiedenen KI-Arten unterst ü tzt wird:

Analytische KI hilft bei der Verarbeitung grosser Datensätze und Mustererkennung und liefert Erkenntnisse zur praktischen Umsetzung. Roboter können damit beispielsweise in intelligenten Fabriken eigenständig mögliche Ausfälle prognostizieren oder in der Intralogistik die Tourenplanung und Ressourcenzuweisung übernehmen. Generative KI ermöglicht hingegen einen Wandel von regelbasierter Automatisierung hin zu intelligenten, sich selbst weiterentwickelnden Systemen. GenAI kreiert daf ür eigenständig neue Lösungswege und ermöglicht Robotern, neue Fähigkeiten und die Erledigung von Aufgaben autonom erlernen zu können sowie Trainingsdaten

durch Simulation zu generieren. Dadurch wird auch eine neue Art der Mensch-Roboter-Interaktion mittels natürlicher Sprache und Gestensteuerung ermöglicht.

Ein wichtiger Trend zur Weiterentwicklung der Autonomie in der Robotik ist Agentic AI. Diese Technologie kombiniert analytische KI f ür strukturierte Entscheidungsfindung und generative KI f ür Anpassungsfähigkeit. Der hybride Ansatz zielt darauf ab, moderne Robotik in die Lage zu versetzen,

selbstständig in komplexen Umgebungen der realen Welt zu arbeiten.

IT vernetzt mit OT macht Roboter vielseitiger

Eine steigende Nachfrage nach möglichst vielseitig einsetzbaren Robotern spiegelt sich im Markttrend zur verstärkten Konvergenz von Informationstechnologie (IT) und operativer Technologie (OT) wider. Die Vernetzung der Datenverarbeitungsleistung der

Humanoider Roboter an einer Fertigungslinie in der Automobilindustrie (Bild: Neura Robotics/IFR)

IT mit den physischen Steuerungsfähigkeiten der OT steigert die Vielseitigkeit der Robotik durch Echtzeit-Datenaustausch, Automatisierung und fortschrittliche Analysen. Diese Integration bildet ein grundlegendes Element des digitalen Unternehmens und der Industrie 4.0. Die IT/ OT-Konvergenz bricht dabei Silos auf und schafft einen nahtlosen Datenfluss zwischen der digitalen und der physischen Welt, was die Fähigkeiten und die Vielseitigkeit der Robotik erheblich verbessert.

Zuverlässigkeit und Effizienz für humanoide Roboter

Die humanoide Robotik wächst rasant. Humanoide Roboter für den industriellen Einsatz gelten als vielversprechende Technologie, wenn Flexibilität gefragt ist, typischerweise in Umgebungen, die für Menschen konzipiert sind. Vorreiter ist die Automobilindustrie, aber auch Anwendungen in der Lagerhaltung und Fertigung rücken weltweit in den Fokus. Unternehmen und Forschungseinrichtungen gehen inzwischen über Prototypen hinaus und arbeiten am Einsatz humanoider Roboter in der realen Welt. Schlüssel zum Erfolg sind dabei Zuverlässigkeit und Effizienz: Im Wettbewerb mit der traditionellen Automatisierung müssen humanoide Roboter den hohen industriellen Anforderungen hinsichtlich Zykluszeiten, Energieverbrauch und Wartungskosten gerecht werden. Industriestandards definieren zudem Sicherheitsniveaus, Haltbarkeitskriterien und konsistente Leistungskriterien von Humanoiden in der Fabrikhalle. Humanoide Roboter, die dabei helfen sollen, fehlende Fachkräfte bei bestimmten Aufgaben zu kompensieren, müssen zudem eine

dem Menschen vergleichbare Geschicklichkeit und Produktivität erreichen – ebenfalls wichtige Kriterien, um ihre Effizienz in der Praxis unter Beweis zu stellen.

Sicherheit und Schutz in der Robotik

Da Roboter zunehmend neben Menschen in Fabriken und Dienstleistungsbereichen eingesetzt werden, ist die Gewährleistung ihres sicheren Betriebs f ür die Robotikbranche nicht nur wichtig, sondern unerlässlich. Mit der KI-gesteuerten Autonomie von Robotern verändert sich die Sicherheitslandschaft grundlegend, was Tests, Validierungen und die menschliche Aufsicht wesentlich komplexer, aber auch notwendig macht. Dies wird besonders deutlich beim vorgesehenen Einsatz humanoider Roboter. Robotersysteme müssen gemäss der ISO-Sicherheitsstandards und klar definierten Haftungsrahmen konzipiert und zertifiziert werden. Insbesondere im Zusammenhang mit KI in der Robotik und der Konvergenz von IT und OT ergeben sich eine Reihe von Sicherheitsbedenken, die eine robuste Governance mit klaren Haftungsregeln erfordern. Die rasche Verbreitung von Robotersystemen in Cloud-vernetzte und KIgesteuerte Umgebungen setzt die industrielle Produktion einer wachsenden Zahl von Cybersicherheitsbedrohungen aus. Experten verweisen auf eine Zunahme von Hacking-Versuchen, die auf Robotersteuerungen und Cloud-Plattformen abzielen und unautorisierten Zugriff sowie potenzielle Systemmanipulationen ermöglichen. Da Roboter zunehmend in Arbeits-

Robotergestütztes Kommissionieren in der Kosmetikindustrie mithilfe von Bildverarbeitungssystemen. (Bild: Fanuc/IFR)

plätze integriert werden, wachsen auch die Bedenken hinsichtlich der gesammelten sensiblen Daten – darunter Video-, Audiound Sensorströme. Deep-Learning-Modelle, die oft als «Black Boxes» bezeichnet werden, können Ergebnisse liefern, die selbst f ür ihre eigenen Entwickler schwer oder gar nicht nachvollziehbar sind. Die rechtlichen und ethischen Unklarheiten hinsichtlich der Haftung hat Forderungen nach klaren Rahmenbedingungen f ür den Einsatz von KI laut werden lassen.

Roboter als Verbündete gegen Fachkräftemangel

Der Fachkräftemangel ist f ür Arbeitgeber weltweit ein Problem. Diese unbesetzten Stellen f ühren dazu, dass die bestehende Belegschaft zusätzliche Schichten ü bernehmen muss. Das f ührt branchenübergreifend zu Stress und Ermüdung der Beschäftigten. Der gezielte Einsatz von Robotik und Automation ist eine wichtige Strategie, um dem Fachkräftemangel zu begegnen. Arbeitgeber profitieren davon, ihre Mitarbeitenden möglichst fr ühzeitig in den Transformationsprozess mit einzubeziehen. Schon bei der Einf ührung von Robotern spielt die enge Zusammenarbeit mit der Belegschaft eine entscheidende Rolle, um die Akzeptanz sicherzustellen –sowohl in der industriellen Fertigung als auch in den vielfältigen Dienstleistungsanwendungen. Die Vorteile, die Roboter bieten, den Fachkräftemangel zu kompensieren, Routineaufgaben zu ü bernehmen oder neue Karrieremöglichkeiten zu eröffnen, f ühren dazu, dass sie als Verbündete am Arbeitsplatz akzeptiert werden. Gleichzeitig helfen Roboter dabei, den Arbeitsplatz f ür junge Menschen attraktiver zu machen. Unternehmen und Regierungen fördern Qualifizierungs- und Weiterbildungsprogramme, um Arbeitnehmern zu helfen, mit den sich ändernden Anforderungen an ihre Fertigkeiten Schritt zu halten und in einer von Automatisierung geprägten Wirtschaft wettbewerbsfähig zu bleiben.

Kontakt

International Federation of Robotics (IFR) c/o VDMA Robotik + Automation Lyoner Strasse 18 D-60528 Frankfurt/Main www.ifr.org n

Von der Forschung bis zur industriellen Anwendung

In Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit und globaler Umbrüche zeigt sich, wie entscheidend Innovation, neue Ideen und technologische Lösungen sind, um den Wandel aktiv zu gestalten. Das IKV lädt 2026 erneut zum Internationalen Kolloquium Kunststofftechnik ein und bietet ein Forum, in dem Forschung und Industrie gemeinsam neue Wege entwickeln können. Das zweitägige Kolloquium findet am 4. und 5. März 2026 in Aachen statt.

Ein zentrales Thema des Kolloquiums ist das Recycling technischer Kunststoffe und Verpackungen – ein Schlüssel für nachhaltige Wertschöpfung, Ressourcenschonung und die Entwicklung kreislauffähiger Produkte. Fachkundige Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Industrie spannen den Bogen von der Grundlagenforschung bis zur industriellen Anwendung.

Erweitertes Vortragsprogramm und neue Sessions

Das Kolloquium 2026 überzeugt durch ein besonders vielseitiges Programm: fünf Plenarvorträge sowie 16 parallele Themensessions mit jeweils drei individuellen Vorträgen bieten den Teilnehmenden die Möglichkeit, ein massgeschneidertes Fachprogramm zusammenzustellen. Während die Themensessions auf spezifische Fachthemen und Detailfragen für Expertinnen und Experten eingehen, bieten die Plenarvorträge übergreifende Perspektiven und vermitteln zentrale Entwicklungen der Branche auf anschauliche und gut zugängliche Weise.

Themensessions laden zur Diskussion ein

– Additivierung, De ­ Inking, Coating –Bausteine zur Steigerung des Rezyklateinsatzes

– Kreislauffähige Produkte durch Schaumspritzgiessen

– Kunststoffe als Schlüssel zur Skalierung der Wasserstoffwirtschaft

– Formulieren, Mischen und Verarbeiten von Kautschukcompounds

– Robustes Spritzgiessen durch adaptive Prozessregelung

– Werkstoffliches Recycling von CFK: Vitrimere als Wegbereiter

– Analyse und Verbesserung der Qualität von Polyolefin ­ Rezyklaten

– Prädiktion des prozessabhängigen Werkstoffverhaltens in der Produktentwicklung

– Extrusionsprozesse für nachhaltige und biobasierte Werkstoffe

– Künstliche Intelligenz in Produktentwicklung und Simulation

– Kunststoff/Metall ­ und Kunststoff/ Kunststoff­ Hybridstrukturen

– Verarbeitungs­ und Recyclingtechnologien für Polyurethane

– Simulationstechnologien für präzise Spritzgiessbauteile

– Verarbeitung von Rezyklaten in der Folienextrusion

– Neue Fertigungsstrategien für den 3DDruck technischer Bauteile

Am 4. März 2026 eröffnet Institutsleiter Prof. Dr.-Ing. Christian Hopmann das 33. Internationale Kolloquium Kunststofftechnik in Aachen. (Bild: IKV)

Neue Entwicklungen in Prozesstechnik und Modellierung beim Laserstrahlschweissen

Plenarvorträge mit Praxisbezug

– Rezyklateinsatz und nachhaltige Lösungen im Fahrzeugbau; Dr.­ Ing. Werner Tietz, Volkswagen AG – Kreislauffähige Wertschöpfungsketten in der Automobilindustrie; Dr.­ Ing. Patrick Gloeckner, Evonik Operations GmbH

– Kunststoffverarbeitung und mechanisches Recycling im Rahmen der Kreislaufwirtschaft neu denken; Prof. Dr.­ Ing. Achim Grefenstein, IKV/Constantia Flexibles Germany GmbH

– KI4KI – Künstliche Intelligenz für die Kunststoffindustrie; Dipl.­ Ing. Mauritius Schmitz, IKV/Osphim GmbH

– Wirtschaftlicher Ausblick und langfristige Trends; Dr. Arne Holzhausen, Allianz SE

IKV 360° – Forschung live erleben

Besucherinnen und Besucher können die Labore und Technika des IKV live erleben. Mehr als 80 Versuchsstationen veranschaulichen laufende Forschungsprojekte und ermöglichen den direkten Austausch mit den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern.

Industrieausstellung und Networking

Die begleitende Industrieausstellung auf rund 400 Quadratmetern zeigt die gesamte Wertschöpfungskette der Kunststofftechnik. Sie bietet den idealen Rahmen, um Kooperationen zu initiieren, neue Technologien kennenzulernen und gemeinsam die Zukunft der Branche zu gestalten. Die Ausstellungseröffnung am Vorabend lädt zum Networking und Austausch ein.

Preisverleihungen

und

Nachwuchsförderung

Wie in den Vorjahren werden auch 2026 wieder der Georg Menges Preis sowie der Reifenhäuser­ Förderpreis im Rahmen des Kolloquiums verliehen. Das Recruiting Speed ­ Dating ermöglicht Studierenden und Absolventen den direkten Kontakt zu Unternehmen der Kunststoffbranche – für die Unternehmen die Chance, passende

Kandidaten für Praktika, Abschlussarbeiten und Einstiegspositionen zu gewinnen.

Ein Treffpunkt für die Zukunft der Kunststofftechnik

Das IKV Kolloquium 2026 ist ein Ort, an dem Wissen geteilt, Ideen geboren und Perspektiven verbunden werden. Mit praxisnahen Vorträgen, lebhaften Diskussionen, Institutsbesichtigungen und einer abwechslungsreichen Industrieausstellung bietet die Veranstaltung allen Teilnehmen ­

den die Gelegenheit, direkt am Puls der Kunststofftechnik zu sein.

Kontakt IKV ­ Institut für Kunststoffverarbeitung in Industrie und Handwerk an der RWTH Aachen Seffenter Weg 201 D ­52074 Aachen www.ikv ­ kolloquium.de n

FolgenSiediesemLink für detaillierte Produktinformationen,Videosund Anwendungsinformationen: netzs.ch/newdma

Kompakt – benutzerfreundlich – modern

Die neue Chiller-Generation von Julabo

Die Valegro Serie ist eine neue Generation von Umlaufkühlern, die Julabo als verlässlicher Partner für präzise und effiziente Temperierung entwickelt hat. Mit ihrer starken Kühlleistung und dem modernen Design passen die Geräte perfekt in jede Arbeitsumgebung und liefern genau die Temperaturkontrolle, die die Anwendung erfordert.

Dabei schonen die Umlaufkühler nicht nur wertvolle Ressourcen, sondern auch die Umwelt: Dank des Einsatzes natürlicher Kältemittel und einer intelligenten, energieeffizienten Technik arbeiten die Geräte nachhaltig und zukunftssicher. Intuitive Bedienung, clevere Features und flexible Anpassungsmöglichkeiten machen Valegro zum Allrounder, der den Arbeitsalltag spürbar erleichtert – vom präzisen Laborversuch bis hin zur anspruchsvollen industriellen Daueranwendung.

Valegro überzeugt durch Benutzerfreundlichkeit

Bei der Entwicklung der Valegro Umlaufkühler lag der Fokus auf maximaler Anwenderzufriedenheit. Das ergonomisch geneigte OLED-Display, die leicht erreichbaren Schnittstellen darunter sowie die deutlich erkennbare, beleuchtete Füllstandsanzeige sorgen für eine besonders komfortable Bedienung und ermöglichen zugleich die platzsparende Aufstellung unter dem Labortisch. So lassen sich Arbeitsabläufe effizienter gestalten und wertvoller Raum im Labor gewinnen. Das abnehmbare Lüftungsgitter erleichtert zudem die Reinigung des Verflüssigers und trägt damit langfristig zur gleichbleibenden Leistung und hohen Betriebssicherheit des Geräts bei.

Die Menüführung unterstützt eine sichere Bedienung Alle Funktionen lassen sich einfach und intuitiv bedienen. Volltext-Hinweise in Deutsch und Englisch unterstützen den Anwender bei einer schnellen Reaktion auf mögliche Störungen und gewährleisten jederzeit einen sicheren Betrieb. Praktische Features wie Timer, Autostart und Datenaufzeichnung erleichtern die Prozessüberwachung, steigern die Effizienz und sparen wertvolle Zeit im Arbeitsalltag.

Valegro Schnittstellen zur Systemanbindung

Die RS232- und USB-C-Schnittstellen sind standardmässig integriert, direkt unter dem Front-Display positioniert und jederzeit bequem zugänglich. Optional steht eine Ethernet-Schnittstelle zur Verfügung, über die sich das Gerät nahtlos in jedes Netzwerk einbinden lässt – für vollen Zugriff auf alle Funktionen direkt vom PC aus.

Präzise gesteuerter Pumpendruck

Alle Valegro Modelle sind mit einer leistungsstarken Pumpe ausgestattet. Die Standardmodelle bieten einen Pumpendruck von maximal 1.1 bar, welcher in einzelnen Prozentschritten über das Menü gesteuert werden kann. Die Modelle mit bis zu 3.5 bar Pumpendruck verfügen darüber hinaus über einen integrierten Drucksensor, wodurch eine präzise Druckregelung über den Touchscreen möglich ist.

Die Valegro Serie spart Energie

Bei den Modellen mit einer Kälteleistung ab 800 Watt kommen besonders energieeffiziente Komponenten wie drehzahlge -

regelte Verdichter und Lüfter zum Einsatz. Das reduziert den Energiebedarf deutlich und senkt die Betriebskosten in vielen Anwendungen spürbar – mit dem Ergebnis einer schnelleren Amortisation der Anschaffung. Gleichzeitig trägt der geringere Energieverbrauch aktiv zum Klimaschutz bei.

Das passende Valegro Modell

Valegro Umlaufkühler lassen sich in vier Kategorien aufteilen, die je nach Kundenbedürfnis die ideale Lösung für Temperieranwendungen aller Art darstellen:

– Valegro Umlaufkühler

– Valegro Umlaufkühler mit erweitertem Temperaturbereich

– Valegro Umlaufkühler mit erhöhter Pumpenleistung

– Valegro Umlaufkühler mit erweitertem Temperaturbereich und erhöhter Pumpenleistung

Kontakt

Julabo GmbH

Gerhard-Juchheim-Strasse 1 D-77960 Seelbach www.julabo.com n Für höchsten Bedienkomfort: OLED-Touch-Display mit intuitiver Menüführung. (Bild: Julabbo)

Neuer CEO bei Arburg

Zum 12. Januar 2026 hat Dr. Volker Nilles den Vorsitz der Geschäftsführung von Arburg übernommen. Mit der Berufung des neuen CEO besteht die Führungsspitze des weltweit tätigen Maschinenbauers mit Hauptsitz in Lossburg nun aus sechs Personen. Neben Nilles gehören der Arburg Geschäftsführung die geschäftsführenden Gesellschafter Juliane Hehl (Global Marketing und Business Development) und Michael Hehl (Werksentwicklung) sowie die Geschäftsführer Tobias Baur (Vertrieb, After Sales), Guido Frohnhaus (Technik) und Steffen Kroner (Finanzen, Controlling, IT, Global HR) an.

Dr. Volker Nilles bringt mehr als 30 Jahre Führungserfahrung aus Maschinen- und Fahrzeugbau mit. Seine Laufbahn ist geprägt von internationalen Managementaufgaben mit spezifischen Erfahrungen aus den USA, China und Indien sowie generell einem klaren Fokus

auf Transformation, Wachstum und nachhaltige Organisationsentwicklung.

Umfassende Managementund Branchenerfahrung

Nach seinem Studium des Maschinenbaus an der RWTH Aachen und der Promotion in Betriebswirtschaft an der TU München begann Nilles seine berufliche Laufbahn im Werkzeugmaschinenbau bei ThyssenKrupp, wo er Einkauf, Logistik und Produktion für ins-

Führungswechsel bei Hasco

Mit Wirkung zum 1. Januar 2026 hat Markus Büngers die Position des CEO der Hasco übernommen. Nach dem Ausscheiden des langjährigen CEO Christoph Ehrlich im Sommer 2025 übernahm Thomas Karazmann die Leitung des Unternehmens und stellte in dieser Übergangsphase die strategische Kontinuität und operative Stabilität sicher. In seiner bisherigen Funktion als Executive Vice President Finance & Administration war Markus Büngers kontinuierlich in die strategischen und operativen Fragestellungen sämtli -

gesamt elf Werke weltweit verantwortete. Es folgten leitende Positionen als Werksleiter bei Bosch Rexroth sowie eine zehnjährige Tätigkeit als CEO der Kleemann GmbH, in der er die internationale Ausrichtung des Herstellers von Brech- und Siebanlagen massgeblich vorantrieb.

Umfangreiche Erfahrungen in der Kunststoffverarbeitung erwarb Dr. Nilles bei der KraussMaffei Kunststofftechnik, wo er zuletzt als Executive Vice

President New Machines sowie Mitglied des erweiterten Vorstands das globale Neumaschinengeschäft verantwortete. Vor seinem Wechsel zu Arburg war er CEO der Humbaur GmbH, Europas grösstem Hersteller von Pw-Anhängern.

Klare Impulse für Wachstum und Zukunftssicherung

«Wir freuen uns, mit Dr. Nilles einen international erfahrenen Experten mit breitem Portfolio an Bord willkommen zu heissen», freut sich der geschäftsführende Gesellschafter Michael Hehl. Und seine Schwester Juliane Hehl zeigt sich überzeugt, dass die Stärkung der weltweit renommierten Marke «Arburg» und der weitere Ausbau der globalen Marktpräsenz Arburgs durch die Verpflichtung Nilles weitere Dynamik erhält.

www.arburg.com

cher Bereiche eingebunden und hat so die globale Weiterentwicklung des Unternehmens massgeblich mitgestaltet. Er steht für Kontinuität, Fachkompetenz und strategische Verlässlichkeit.

Thomas Karazman ist überzeugt, dass sein Nachfolger Hasco strategisch weiterentwickeln wird «Ich freue mich ausserordentlich, dass wir mit Markus Büngers unsere absolute Wunschlösung für die Position des CEO gewinnen konnten. Er ist ein erfahrener Manager, der Hasco bestens kennt und darüber hinaus auch dank seiner

früheren Tätigkeiten für renommierte Industrieunternehmen umfassende internationale Führungserfahrung hat.»

Mit dem Führungswechsel zum Jahresbeginn stellt Hasco die Weichen für eine stabile sowie zukunftsorientierte Weiterentwicklung und setzt dabei mit Büngers auf eine Führungspersönlichkeit, die das Unternehmen kennt und dessen Werte lebt. www.hasco.com

Am 12. Januar 2026 hat Dr. Volker Nilles als CEO den Vorsitz der Arburg-Geschäftsführung übernommen. (Bild: Arburg)
Markus Büngers leitet seit dem 1.1.2026 die Geschicke der Hasco. (Bild: Hasco)

Netstal ernennt neuen Geschäftsführer in Amerika

Kevin Green ist der neue Geschäftsf ü hrer von Netstal Inc. und Präsident von Netstal Americas mit Sitz in der USZentrale in Hebron, Kentucky. Kevin Green verfügt über mehr als 25 Jahre Erfahrung als Führungskraft in Blue-Chip-Unternehmen und Small-Cap-Unternehmen in der globalen Verpackungs-, Material- und Investitionsgüterindustrie. Im Laufe seiner Karriere hat er sich umfangreiches Fachwissen in den Bereichen Finanzen,

Handel und operative Exzellenz angeeignet, ergänzt durch fundierte Kenntnisse im Bereich der künstlichen Intelligenz. In seiner neuen Funktion als President Americas wird Green für das Wachstum der Netstal-Tochtergesellschaften in Nord- und Südamerika verantwortlich sein. Green wird direkt an Renzo Davatz, CEO der Netstal Maschinen AG mit Sitz in Näfels, Schweiz, berichten.

Kevin Green: «Als ehemaliger Kunde von Netstal kenne ich

Kevin Green, Präsident von Netstal Americas (Bild: Netstal)

Engel eröffnet clearmelt Competence Center

Um seine Kunden bei der Umsetzung anspruchsvoller PURProjekte optimal zu begleiten, hat Engel sein neues clearmelt Competence Center gegründet. Hier bündelt Engel seine mehr als 20-jährige Expertise im Bereich Polyurethan mit dem Know-how starker Systempartner und bietet Kunden global eine umfassende Projektunterstützung – von der ersten Idee bis zur Serienreife. Das Engel clearmelt-Verfahren, also die Überflutung mit Polyurethan direkt im Spritzgiesswerkzeug, setzt sich zunehmend als Alternative zum kostspieligen nachträglichen Lackieren von thermoplastischen Bauteilen durch. Die Gründe dafür liegen auf der

Hand: clearmelt ermöglicht exzellente Oberflächenqualitäten mit hoher Kratzfestigkeit und Tiefenwirkung, die mit reinen Thermoplasten nicht erreicht werden kann. Zudem verkürzt sich die Prozesskette deutlich, was die Effizienz steigert, die Bauteillogistik vereinfacht und Kosten senkt. Um diese Potenziale für Kunden optimal auszuschöpfen, hat Engel das neue clearmelt-Competence Center initiiert.

Ein interdisziplinäres Expertenteam aus Entwicklung, Anwendungstechnik und Vertrieb begleitet Kunden im clearmelt Competence Center durchgängig. Die vollständige Einbindung der Polyurethan-Technik in das Engel Portfolio und die Integra-

Engel clearmelt Competence Center: Im Bild eine Versuchsanlage mit einer duo 1800 Zwei-Platten-Spritzgiessmaschine und PUR-Dosierung. (Bild: Engel)

die vielen Vorteile der Maschinen und der erstklassigen Serviceorganisation von Netstal aus erster Hand und bin gespannt darauf, diese Vorteile unseren schnell wachsenden Märkten in Nord- und Südamerika zugänglich zu machen. Wir investieren aktiv in ein erweitertes Dienstleistungsangebot und innovative Maschinenkapazitäten in Nord- und Südamerika.»

www.netstal.com

tion in die CC300 Steuerung sorgt für eine hohe Prozessstabilität, einfache Bedienbarkeit und maximale Automatisierung. Kunden profitieren von einer verkürzten Prozesskette und einer höheren Qualität der Endprodukte.

Um für Kunden ein breites Spektrum an Anwendungen abzudecken, stehen im clearmelt Competence Center in

St. Valentin für Versuche und Abmusterungen duo ZweiPlatten-Spritzgiessmaschinen mit Schliesskräften von 7000 bis 55 000 kN zur Verfügung. Darüber hinaus gibt es weitere Testmöglichkeiten bei Kooperationspartnern, wie Werkzeugbauern und Rohmaterialherstellern.

www.engelglobal.com

Blumige Verlosung an der SPE 2026

Das Magazin und das Team der KunststoffXtra warteten an der Swiss Plastics Expo 2026 mit einem bunten Strauss an Informationen auf. Die Besucherinnen und Besucher wurden dabei am Stand zu einer Verlosung eingeladen. Pro Messetag gab es ein Orchideen-Set von Lego zu gewinnen. Herzliche Gratulation an die glücklichen Empfänger des blumigen Pakets:

Lego-Orchideen zu gewinnen (Bild: Thomas Füglistaler)

Tag 1: Carola Wirth, motan GmbH, DE-88316 Isny Tag 2: Thomas Kilchenmann, Polycontact AG, CH-7000 Chur Tag 3: Peter Störi, SAX Polymers Industrie AG, CH-9463 Oberriet

www.kunststoffxtra.com

Wechsel der Geschäftsführung bei Sonotronic

Die Sonotronic GmbH, Spezialist für Ultraschalltechnologie im Standard- und Sondermaschinenbau mit Sitz in Karlsbad, hat ihre Geschäftsführung zum 1. Januar 2026 neu aufgestellt. Marc Hägele, langjähriger Vertriebs- und Technikexperte des Unternehmens, und Yongwu Chen, mit umfassender internationaler Führungserfahrung, übernehmen gemeinsam die Verantwortung für die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens. Yongwu Chen war bereits zuvor als Geschäftsführer bei Sonotronic tätig und bringt umfassende Erfahrung in der Unternehmenssteuerung sowie im Management internationaler Strukturen mit. In seiner neuen Rolle verantwortet er die Bereiche Finance & Controlling, Hu -

man Resources, IT und Qualität.

Marc Hägele ist seit 2001 im Unternehmen und war zuletzt als Deputy General Manager & Chief Sales Officer tätig. Als Sprecher der Geschäftsführung übernimmt er die Verantwortung für Produktion, Beschaffung, Engineering, Entwicklung und Vertrieb. Seine langjährige Expertise im Vertrieb und in der Geschäftsentwicklung sowie sein tiefgehendes Technologie- und Anwendungswissen im Bereich Ultraschalltechnologie bilden eine zentrale Grundlage für die zukünftige Ausrichtung des Unternehmens. Neben der Sonotronic GmbH tragen die beiden Geschäftsführer auch die Verantwortung für die internationalen Tochtergesellschaften Sonotronic Ibe -

1zu1 wird zu 1zu1scale

Vom Spezialisten für Prototypen zum Produktionspartner für Serien: Das High-Tech-Unternehmen 1zu1 hat sich in den vergangenen Jahren systematisch weiterentwickelt. Ab sofort zeigt sich das auch nach aussen: Das Unternehmen tritt künftig als 1zu1scale am Markt auf. Anlässlich der Swiss Plastics Expo in Luzern präsentierte 1zu1scale die neue Marke und die Pläne für das neue Jahr. 1996 gegründet, benannte sich das High-Tech-Unternehmen 2002 in 1zu1 Prototypen um und konzentrierte die Marke 2017 auf 1zu1. Seither entwickelte sich das Unternehmen vom Spezialisten für Prototypen und Kleinserien immer mehr zum Partner für die Serienfertigung. Die Anzahl der gefertigten Bauteile hat sich in den vergangenen zehn Jahren verzehnfacht. Mit topmodernen 3D-Druck-Maschinen, Spritzgussfertigung und integriertem Werkzeugbau realisiert 1zu1scale heute in kurzer Zeit kleine und präzise Kunststoffbauteile in Serienqualität. Mit dem neuen Markenauftritt 1zu1scale wird der seit Jahren

Geschäftsführung bei Sonotronic neu aufgestellt (v.l.): Marc Hägele, (Sprecher der Geschäftsführung) und Yongwu Chen (Bild: Sonotronic)

rica S.L. (Spanien) und Sonotronic Inc. (USA). Damit wird die internationale Ausrichtung der Unternehmensgruppe weiter gestärkt. Seit August 2023 ist Sonotronic Teil der Dürkopp Adler Group (DA Group), die zur international agierenden Shang Gong Group (SGG) gehört.

Diese Einbindung sichert dem Unternehmen nach einer Phase der Sanierung und Neuausrichtung eine stabile Marktposition, einen gesicherten Standort sowie den Zugang zu einem internationalen Netzwerk.

www.sonotronic.de

Thomas Kohler: «Kleine, filigrane Bauteile landen künftig bei 1zu1scale, für andere greifen wir auf unsere Partner in der Prototal Group zurück.» (Bild: Marianne Flury)

vorangetriebene Wandel zum Serienfertiger auch nach aussen sichtbar. «Die meisten Unternehmen schaffen inzwischen selbst brauchbare Prototypen. Beim Schritt hin zur Serie steigen wir als Profis ein und begleiten sie. Die sofortige Möglichkeit zur Skalierung kann für spezialisierte

Branchen wie Medizintechnik und Elektronik zum Gamechanger werden», ist CEO Thomas Kohler überzeugt. 1zu1scale ist seit 2022 Teil der internationalen Prototal Group mit Hauptsitz im schwedischen Jönköping. Nordeuropas führender Anbieter für die industrielle 3D-Druck-Fertigung ist auch im Spritzguss aktiv. 1zu1scale deckt die DACH-Region ab und fokussiert auf filigrane und präzise Kleinbauteile. «Kleine, filigrane Bauteile landen künftig bei 1zu1scale, für andere greifen wir auf unsere Partner in der Prototal Group zurück. Das bündelt Ressourcen und spart Kosten für alle Seiten», erklärt der Geschäftsführer.

www.1zu1.eu

SKZ testet Polypropylen-Rezyklate

Polypropylen-Rezyklate gewinnen zunehmend an Bedeutung, insbesondere in langlebigen Anwendungen. Um ihre Zuverlässigkeit zu gewährleisten, arbeitet das KunststoffZentrum SKZ an einer neuen Prüfmethode auf Basis des Strain Hardening Tests (SHT). Für den Einsatz von Polypropylen-Rezyklaten ist eine quantitative Bewertung der Materialqualität entscheidend. Dabei müssen insbesondere die für Polyolefine relevanten Versagensmechanismen berücksichtigt werden – allen voran die Spannungsrissbeständigkeit, also die Fähigkeit eines Materials, langsamen Risswachstum

zu widerstehen. Für Polyethylen-Neuware in Rohranwendungen ist der Strain Hardening Test (ISO 18488) bereits etabliert.

Auf dieser Grundlage startet das SKZ ein zweijähriges Forschungsprojekt, um eine vergleichbare, einfach anwendbare Methode für Polypropylen-Rezyklate zu entwickeln. Zunächst werden Rezyklate durch Mischungen von Materialien mit bekannten Eigenschaften simuliert. «Unser Hauptaugenmerk liegt auf der Abhängigkeit der Testergebnisse von Mischungsanteilen und -verhältnissen», erklärt Britta Gerets, Senior Engineer am SKZ.

Mahlgut, Rezyklatcompound, Folie und Probekörper für den Strain Hardening Test. (Bild: SKZ/Luca Hoffmannbeck)

Im Anschluss erfolgt die Validierung der Methode an PostIndustrial-Rezyklaten (PIR) und Post-Consumer-Rezyklaten (PCR). Dabei wird zusätzlich untersucht, inwieweit sich die Spannungsrissbeständigkeit durch gezielte Zugabe von Neuware verbessern lässt.

SKZ erweitert Prüfmöglichkeiten für SAE J 2527

Bei der SAE J 2527 handelt es sich um eine spezielle Norm für die Bewitterung, die von der Society of Automotive Engineers (SAE) herausgegeben wurde. Die SAE J 2527 beschreibt ein standardisiertes Prüfverfahren zur Bewertung der Witterungsbeständigkeit von Kunststoffen, Beschichtungen und anderen Materialien

unter beschleunigten Bewitterungsbedingungen. Eine Besonderheit dieser Norm ist die Beregnungsphase, in der die Probekörper im Bewitterungsgerät teilweise beidseitig besprüht werden müssen. Diese Anforderung kann von vielen Standard-Bewitterungsgeräten nicht erfüllt werden – das SKZ verfügt jedoch über die ent-

sprechende technische Ausstattung, um diese Prüfung als akkreditierte Dienstleistung anbieten zu können. Mit der neuen Prüfausrüstung kann das SKZ nun zudem grössere Formteile bis zu einer Fläche von etwa 400 x 700 mm bewittern. Diese Möglichkeit stellt ein besonderes Ausstattungsmerkmal dar, das nicht

von jedem Prüfdienstleister angeboten werden kann. Das SKZ erweitert somit sein bereits breites Portfolio an Bewitterungs- und Alterungsprüfungen und stärkt seine Position als kompetenter Partner für Qualitätssicherung und Materialbewertung in der Kunststoffindustrie – sowohl national als auch international.

Forschungsprojekt «CloseT» für nachhaltiges Recycling von Alttextilien

Mit dem Forschungsvorhaben «CloseT» entwickelt das Kunststoff-Zentrum SKZ gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM ein innovatives Verfahren für das Recycling gemischter Alttextilfasern. Alttextilien werden bislang überwiegend thermisch verwertet, was wertvolle Polymerressourcen unwiederbringlich vernichtet und die Chance auf eine nachhaltige Wieder-

verwendung verhindert. Das Projekt «CloseT» setzt auf chemisches Recycling mittels Solvolyse. Hierbei sollen gemischte Alttextilfasern in einem kontinuierlichen Prozess unter Einsatz eines Doppelschneckenextruders chemisch recycelt werden. Die im Recyclingprozess gewonnenen Reaktionsprodukte sollen unmittelbar als Rohstoffe in der Kunststoffverarbeitung Anwendung finden. Im Labor werden zu -

nächst geeignete Syntheserouten entwickelt, die anschliessend in den kontinuierlichen Prozess übertragen werden. Ein Schwerpunkt liegt auf der effizienten Trennung von Mischfasern wie Baumwolle und PET. Aus den gewonnenen Cellulosefasern soll Celluloseacetat hergestellt werden, während die abgebauten PETFraktionen zu rPET repolymerisiert werden. «Mit diesem Projekt leisten wir einen wichtigen

Beitrag zur Reduzierung von Textilabfällen und zur Stärkung der Kreislaufwirtschaft», betont Prof. Dr. Andreas Hartwig vom Fraunhofer IFAM.

Kontakt

SKZ – Das Kunststoff-Zentrum Friedrich-Bergius-Ring 21 D-97076 Würzburg +49 931 4104-503 m.ruff@skz.de, www.skz.de

Spritzguss für höchste Ansprüche

Auf der KPA 2026 in Ulm (25. und 26. Februar 2026) wird die Weiss Kunststoffverarbeitung GmbH & Co. KG zum wiederholten Mal ihr Know-how bei der Projektierung und Fertigung von anspruchsvollen Spritzgusskomponenten demonstrieren. Neben der Automobilindustrie – mit einem Schwerpunkt bei der Elektromobilität – stehen auch andere Kundenbranchen wie der Maschinenbau und die Intralogistik im Fokus.

Zu den Spezialitäten von Weiss gehören traditionell hochbelastbare Komponenten für Ver-

brennungsmotoren, zum Beispiel Kettenspanner. Bei diesen Bauteilen gibt es neue Projekte. Zugleich hat Weiss den Übergang in die Elektromobilität vollzogen und kann dafür Referenzen wie Hochvoltstecker, Sensorgehäuse, Batterie-Displays und Komponenten für Elektromotoren zeigen. Dabei können die Projektingenieure von Weiss auf umfassende Erfahrungen in der Integration von stromführenden Elementen in Kunststoffgehäuse zurückgreifen sowie vorhandene Fertigungskompetenzen wie 2K-Spritzguss und

25 PETG-Farbrezepturen für den 3D-Granulatdruck

Mit 25 neuen Farbrezepturen speziell für den 3D-Granulatdruck erweitert Grafe sein Standard-Portfolio um ein innovatives Angebot für Design und Technik. Die auf PETG basierenden Masterbatches wurden in Zusammenarbeit mit Yizumi entwickelt, erfolgreich getestet und freigegeben. Bei einer Dosierung von 5% entsteht eine homogene Einfärbung, deren Intensität sich flexibel durch Anpassung der Zugabe variieren lässt. Die Masterbatches können schnell produziert und bereits ab Kleinstmengen geliefert werden.

Das Material überzeugt durch sein breites Anwendungsspek-

trum – von Lampenschirmen und Möbelkomponenten über Logos bis hin zu technischen Gehäusebauteilen. Dank der geringen Verzugsneigung von PETG eignet es sich ideal für den Druck präziser, technisch beanspruchter Bauteile.

Auf der Formnext 2025 in Frankfurt demonstrierte Grafe live den Druck der Materialien auf einem SpaceA S-Line-Granulatdrucker, der vom Partner Yizumi zur Verfügung gestellt wurde. Ergänzend präsentierte Grafe zwei weitere Add-onBatches: eines zur Erzeugung transluzenter Streueffekte und eines für metallisch glitzernde Oberflächen. Diese können jeder Standard-PETG-Farbrezeptur bei der Dosierung hinzugefügt werden.

Grafe Advanced Polymers GmbH

Waldecker Strasse 21 D-99444 Blankenhain grafe@grafe.com www.grafe.com

das Umspritzen von Metallelementen nutzen.

Auf diese Expertise nehmen verstärkt auch Kunden ausserhalb der Automobilindustrie Bezug – zum Beispiel im Maschinen- und Anlagenbau, in der Elektroindustrie, der Medizintechnik, der Intralogistik so -

wie im Sonderfahrzeugbau. In diesen Branchen, aber auch in einigen der traditionellen Kernbereiche wie z.B. bei sicherheitsrelevanten Komponenten von Nutzfahrzeugen konnte Weiss in den vergangenen Monaten neue Projekte akquirieren.

Weiss Kunststoffverarbeitung GmbH & Co. KG Rudolf-Diesel-Strasse 2 D-89257 Illertissen +49 7303 9699-0 www.weiss-kunststoff.de

Platten und Stäbe für höchste Ansprüche

Meusburger rückt seine umfangreiche Produktpalette an Platten und Stäben in den Fokus. Der Normalienhersteller präsentiert ein perfekt aufeinander abgestimmtes Sortiment, das höchste Qualitätsansprüche erfüllt und durch schnelle Verfügbarkeit überzeugt.

Meusburger garantiert dank seiner weitreichenden Lagermöglichkeiten am Hauptsitz und dem grössten zentralen Normalienlager die ständige Verfügbarkeit seiner Produkte. Der Grossteil der Platten und Stäbe kann direkt ab Lager versendet werden. Dies bedeutet für die Kunden: heute bestellt, sofort ausgeliefert. Auch die Vielfalt des Angebots setzt Massstäbe: Meusburger bietet Platten in über 30 verschiedenen Werkstoffen an – von Warmarbeits- und Einsatzstahl bis hin zu Pulvermetall und Hartmetall. Hinzu kommen Platten in unterschiedlichen Grössen und acht verschiede -

nen standardisierten Ausführungen, die optimal auf die Kundenbedürfnisse abgestimmt sind.

Neben Platten bietet Meusburger auch universell einsetzbare Stäbe in verschiedenen Abmessungen und Werkstoffen, die direkt ab Lager verfügbar sind. Um die richtige Wahl des Werkstoffs zu erleichtern, steht den Kunden ein WerkstoffAuswahlassistent zur Verfügung.

Meusburger Georg GmbH & Co. KG, Formaufbauten Kesselstr. 42 A-6960 Wolfurt +43 5574 6706-0 office@meusburger.com www.meusburger.com

Neuer FuzzyControl-Regler

technotrans setzt einen neuen Standard in der präzisen Temperierung für die Kunststoffverarbeitung: Mit dem intelligenten Regler FuzzyControl präsentiert das Unternehmen eine selbstoptimierende Lösung, die auch bei anspruchsvollen Spritzgussanwendungen für maximale Prozessstabilität sorgt.

Anders als herkömmliche PIDRegler (Proportional-IntegralDifferential) reagiert FuzzyControl dynamisch auf veränderte Prozessbedingungen und passt sich entsprechend an. Das Ergebnis ist eine konstant hohe Produktqualität, weniger Ausschuss und ein geringerer Energieverbrauch.

Die exakte Temperaturführung ist ein entscheidender Faktor für Qualität und Effizienz im Spritzgussprozess. Während klassische PID-Regler in Standardanwendungen zuverlässig arbeiten, stossen sie bei kom -

plexen Rahmenbedingungen an ihre Grenzen. Lange Schlauchleitungen, enge Werkzeugquerschnitte oder schwankende Prozessparameter können zu Temperaturschwankungen führen, die wiederum Ausschuss und unnötigen Materialverbrauch zur Folge haben.

Hier setzt die neue FuzzyControl-Regelung von technotrans an. Basierend auf der sogenannten Fuzzylogik, die dem menschlichen Denken nachempfunden ist, analysiert das System kontinuierlich die Regelstrecke. Es erkennt Abweichungen und passt die Regelparameter dynamisch an, um die Werkzeugtemperatur präzise am Sollwert zu halten. Ein manuelles Nachjustieren durch die bedienende Person ist nicht mehr erforderlich. Die intelligente Regelung verhindert das bei PID-Reglern bekannte Überschwingen der Tempera -

tur und verkürzt die Regelzeiten. Dies führt zu einem geringeren Energieverbrauch und trägt zur Senkung der Betriebskosten bei.

Durch die Minimierung von Produktionsausschuss leistet FuzzyControl zudem einen wichtigen Beitrag zu Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit. Die Automatisierung der Regeleinstellungen reduziert

Mono-Düsen jetzt auch mit Inch-Radius

Mit der Erweiterung des erfolgreichen Heisskanaldüsen-Programms bietet Hasco jetzt noch mehr Auswahl und Präzision für Spritzgiessanwendungen weltweit.

Die bewährten Einzeldüsen Single Shot H6300/… und Vario Shot H6200/… sind neben den metrischen Ausführungen auch mit Inch-Düsenradius in den Abmessungen ¾» und ½» erhältlich. Damit reagiert Hasco gezielt auf die Anforderungen internationaler Märkte und bietet eine praxisorientierte Lösung für Kunden, die mit USund UK-Standards arbeiten. Sie können direkt im Webshop ab Lager bestellt werden. Eine

Sonder-Konfiguration muss dabei nicht vorgenommen werden.

den personellen Aufwand und steigert die Gesamtanlageneffektivität, da für die Parametrierung kein Expertenwissen erforderlich ist.

Ingenieurbureau Dr. Brehm AG Lettenstrasse 2 CH-6343 Rotkreuz +41 41 790 41 64 info@brehm.ch www.brehm.ch

Die beiden Mono-Düsen-Serien zeichnen sich durch eine hervorragende Temperaturführung und höchste Funktionalität aus. Sie sind für vielfältige Spritzgiessanwendungen ausgelegt und ermöglichen die wirtschaftliche Fertigung kleiner und mittlerer Formteile mit höchster Präzision. Durch die neue Inch-Variante profitieren Anwenderinnen und Anwender von einer noch grösseren Auswahl an massgeschneiderten Lösungen – bei gewohnt hoher Prozesssicherheit und Qualität.

te Anwendungen: Die modular aufgebauten Systeme gewährleisten maximale Flexibilität, Servicefreundlichkeit und Langlebigkeit.

Das breite Heisskanalprogramm von Hasco bietet für jeden Anwendungsfall die passende Düse. Ob für anspruchsvolle Nadelverschlusslösungen, kompakte Einbauverhältnisse oder besonders verschleissfes-

Mit der Erweiterung um InchDüsenradien unterstreicht Hasco einmal mehr seinen Anspruch kundenspezifische Lösungen für den globalen Markt bereitzustellen. Die neuen Mono-Düsenvarianten sind ab sofort im Hasco Webshop verfügbar.

Hasco Hasenclever GmbH+Co. KG Römerweg 4 D-58513 Lüdenscheid www.hasco.com

AUTOMATIONSTECHNIK/ AUTOMATIONSSYSTEME

AUTOMATIONSTECHNIK/ AUTOMATIONSSYSTEME

BEDIENUNGSELEMENTE

Lanker AG, Kunststofftechnik Kriessernstrasse 24 CH-9462 Montlingen Tel. +41 (0)71 763 61 61 info@lanker.ch, www.lanker.ch

LOGISTIK

DIENSTLEISTUNGEN

DACHSER Spedition AG Regional Office Switzerland Althardstrasse 355, CH-8105 Regensdorf Phone +41 (0)44 8721 100 dachser.regensdorf@dachser.com dachser.ch

DOSIERTECHNIK DOSIERTECHNIK

Coperion K-Tron GmbH Lenzhardweg 43/45 CH-5702 Niederlenz Tel +41 62 885-7171 info@coperion.com www.coperion.com

FORMENBAU

Coperion K-Tron GmbH Lenzhardweg 43/45 CH-5702 Niederlenz Tel +41 62 885-7171 info@coperion.com www.coperion.com

GRANULIERANLAGEN

Maag Pump Systems AG Aspstrasse 12, CH-8154 Oberglatt Telefon +41 44 278 82 00 welcome@maag.com www.maag.com

BLASFORMEN UND BAUGRUPPEN

BLASFORMEN UND BAUGRUPPEN

Vogel Kunststoffe AG Hauptstrasse 77 CH-4243 Dittingen Tel. 061 761 40 80 www.vogelkunststoffe.ch

Wilerstrasse 98 CH-9230 Flawil Tel. +41 71 394 13 00 Fax +41 71 394 13 10 info@brsflawil.ch www.brsflawil.ch

Aus alt mach wow!

Jehle AG Werkzeug- und Formenbau Büntenstrasse 125 CH-5275 Etzgen

verkauf@jehleag.ch I www.jehleag.ch

COMPOSITES COMPOSITE-WERKSTOFFE

Co m p os i te -We r k s to f f e Flüssigkunststo e wie Laminier- und Giessharze, Carbon-, Glas- und Aramidgewebe, Klebsto e, Stützsto e, CFK- und GFK-Rohre, Stäbe, Pro le und Frästeile und vieles mehr

Wir schenken Kunststoff einen zweiten Frühling. Für eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft. vogelkunststoffe.ch

CH-3312 Fraubrunnen 031 763 60 60 Fax 031 763 60 61 www.swiss-composite.ch info@swiss-composite.ch

DICHTUNGSPROFILE

Grenzweg 3 5726 Unterkulm 062 832 32 32 info@poesia-gruppe.ch www.poesia.ch

DICHTUNGSSYSTEME

FIP(F)G/RADS DICHTSYSTEME FIP(F)G/RADS

ERGE Elektrowärmetechnik Franz Messer GmbH Hersbrucker Str. 29-31, D-91220 Schnaittach Tel.

(0)9153 921-0, Fax +49 (0)9153 921-117 www.erge-elektrowaermetechnik.de mail: verkauf@erge-elektrowaermetechnik.de

KOMPRESSOREN

Grossäckerstrasse 15 8105 Regensdorf Tel. +41 44 871 63 63 info.swiss@kaeser.com www.kaeser.com KAESER Kompressoren

KUNSTSTOFFBAUTEILE KUNSTSTOFFBAUTEILE MASTERBATCHES KUNSTSTOFF IN HÖCHSTFORM

Anspruchsvoller Spritzguss Komplexe Baugruppen Formenbau

www.weiss-kunststoff.de

KUNSTSTOFFHALBZEUGE KUNSTSTOFFHALBZEUGE

FAPA (Schweiz) AG Wannenweg 6 CH-4133 Pratteln Tel. +41 61 565 05 10 verkauf@fapa-ag.ch

KUNSTSTOFFPLATTEN

SIMONA AG Schweiz

Bäumlimattstrasse 16

CH-4313 Möhlin

Telefon +41 (0)61 855 90 70 Telefax+41 (0)61 855 90 75 info-ch@simona-group.com www.simona.de

KUNSTSTOFFPROFILE KUNSTSTOFFPROFILE

Industriestrasse 5 CH-4950 Huttwil

www.k-profile.com – Kunststoffprofile KUNSTSTOFFPROFILE

Tel. 062 965 38 78 Fax 062 965 36 75 www.ac-profil.ch ac-profil@bluewin.ch

LOGISTIK

LOGISTIK

DACHSER Spedition AG Regional Office Switzerland Althardstrasse 355, CH-8105 Regensdorf Phone +41 (0)44 8721 100 dachser.regensdorf@dachser.com dachser.ch

MASTERBATCHES MASTERBATCHES

Weiss-Ins-KunststoffXtra-60x30mm-PRO.indd 1 15.12.15 16:56

Industrie Nord 27 CH-5634 Merenschwand phone + 41 56 664 2222 fax + 41 56 664 2223 sales@granula.ch www.granula.eu Granula AG

SPRITZGIESSEN

MIKROSKOPE

• Tisch und Bodenwaagen

• Präzisionswaagen

• Zählwaagen

MIKROSKOPE www.kern.swiss

• Laborwaagen und viele weitere Modelle für jeden Bereich!

Swiss Waagen DC GmbH

CH-8614 Bertschikon ZH

Tel. +41 (0)43 843 95 90 www.swisswaagen.ch

PERIPHERIE PERIPHERIE

Ingenieurbureau DR. BREHM AG

Lettenstrasse 2 CH-6343 Rotkreuz Tel. 041 790 41 64 info@brehm.ch www.brehm.ch

SPRITZGUSS UND PERIPHERIE

HATAG Handel und Technik AG

PERIPHERIE

KUMA Solution AG

PERIPHERIE

Rörswilstrasse 59 CH-3065 Bolligen Tel. +41 31 924 39 39 Mail hatag@hatag.ch www.hatag.ch

Bresteneggstrasse 5 CH-5033 Buchs Tel. +41 62 557 37 01 info@kuma-solution.ch www.kuma-solution.ch

motan swiss ag

Tel: 041 833 80 10

www.styro.ch/spritzguss

BEDIENUNGSELEMENTE

SPRITZGIESSEN UND BAUGRUPPEN

Lanker AG, Kunststofftechnik Kriessernstrasse 24 CH-9462 Montlingen Tel. +41 (0)71 763 61

SPRITZGIESSEN UND BAUGRUPPEN

SPRITZGUSSTEILE UND BAUGRUPPEN

Jehle AG Werkzeug- und Formenbau Büntenstrasse 125 CH-5275 Etzgen

T +41 62 867 30 30 I verkauf@jehleag.ch I www.jehleag.ch FORMENBAU

KUNSTSTOFFSPRITZGUSSTEILE FÜR KLEINSERIEN

KUNSTSTOFFSPRITZGUSSTEILE FÜR KLEINSERIEN

Grenzweg 3 5726 Unterkulm 062 768 70 95 info@poesia-gruppe.ch www.poesia.ch service

Roggenstrasse 3 CH-4665 Oftringen Tel. +41 62 889 29 29

info.ch@motan.com www.motan-group.com

PLATTENSÄGEN

PLATTENSÄGEN

TAMPONDRUCK

TAMPONDRUCK

TAMPONDRUCK

Ihre Industriepartnerin für Tampondruck 1- bis 4-farbig T 081 257 15 57 | verkauf@argo-gr.ch argo-gr.ch

KUNSTSTOFF-FERTIGTEILE

KUNSTSTOFF-FERTIGTEILE

Halbzeug, Fertigteile & Profiltechnik

www.kuvaplast.com

IMA Schelling Austria GmbH 6858 Schwarzach | Austria T +43 5572 396 0 www.imaschelling.com

REINIGUNGSGRANULATE

Von der Tampondruckfarbe bis zum Coaching alles aus einer Hand. Tampondruck Service Schweiz AG www.tampondruck-service.ch

LACKIEREN UND BEDRUCKEN VON KUNSTSTOFFTEILEN

LACKIEREN UND BEDRUCKEN VON KUNSTSTOFFTEILEN

● Tampondruck

● Laserbeschriftung

● Digitaldruck

● Stoffbeschichtung

● Kunststoffbedampfung (PVD)

● Wassertransferverfahren (Karbon etc.)

● Gummi-/Softbeschichtung www.topcoat.ch Tel. 062 917 30 00

SCHNECKEN UND ZYLINDER SCHNECKEN UND ZYLINDER

www.bernexgroup.com sales@ch.bernexgroup.com

Bernex Bimetall AG Winznauerstrasse 101 CH-4632 Trimbach Tel. 062 287 87 87

LASERSCHNEIDEN

LASERSCHNEIDEN

Lasersysteme zum Schneiden und Gravieren

SCHNEIDMÜHLEN

Vennstrasse 10 D-52159 Roetgen Fon +49 (0) 2471 4254 Fax +49 (0) 2471 1630 www.hellweg-maschinenbau.de Hellweg Maschinenbau GmbH & Co. KG

TECHNISCHE UND STANDARDKUNSTSTOFFCOMPOUNDS

Ultrapolymers Schweiz AG | www.ultrapolymers.com T +41 71 722 19 19 | ask.ch@ultrapolymers.com

THERMOFORMEN THERMOFORMEN

THERMOFORMEN

TEMPERIERGERÄTE

TEMPERIERGERÄTE

• Vakuum-Tiefziehmaschinen

• CNC Fräsmaschinen

anpac gmbh Lindenhof 4 CH-6060 Sarnen Tel. 041 661 10 38 info@anpac.ch www.anpac.ch

FLIEGEL eigener Service und Montagen D-68259 Mannheim • Tel: +49 (0)621-79975-0 • www.fliegel.de

VERBINDUNGSTECHNIK

CH-9015 St. Gallen · Tel. +41 71 243 65 30 · www.hb-therm.com

TEMPERIERGERÄTE

Temperaturkontrolle. Einfach. Zuverlässig. CH-9006 St. Gallen · T +41 71 282 58 00 · info@regloplas.com

CH-9006 St. Gallen · T +41 71 282 58 00 · info@regloplas.com

CH-9006 St. Gallen · T +41 71 282 58 00 · info@regloplas.com

KÜHLGERÄTE

CH-8583

TROCKENEISSTRAHLEN ULTRASCHALLSCHWEISSEN

TROCKENEISSTRAHLEN

ASCO KOHLENSÄURE AG Hofenstrasse 19 CH-9300 Wittenbach

ascoco2.com info@ascoco2.com

Fax:

WAAGEN

• Tisch und Bodenwaagen

• Präzisionswaagen

• Zählwaagen • Laborwaagen und viele weitere Modelle für jeden Bereich!

MIKROSKOPE www.kern.swiss

CH-8614 Bertschikon ZH

Swiss Waagen DC GmbH Tel. +41 (0)43 843 95 90 www.swisswaagen.ch

VERTRAUEN SICHERHEIT GESUNDHEIT

PHARMA

MEDIZIN SAUBERKEIT ZUVERLÄSSIGKEIT

STERILITÄT DIAGNOSTIK

Sensible Bereiche erfordern Verlässlichkeit, Qualität, Präzision und absolute Reinheit. Das alles sind Attribute, die in der Medizintechnik von ausschlaggebender Bedeutung sind. Mit unserem hochqualifizierten Spezialisten-Team unterstützen wir Sie. Bei der Auswahl der passenden Spritzgiessmaschine bis zum kompletten Reinraum-Konzept. Inklusive Analysen und Funktionstests in unserem Medical-Labor. Für blitzsaubere, sichere Ergebnisse. www.arburg.ch

Turn static files into dynamic content formats.

Create a flipbook