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Tätigkeitsbericht 2026 – Auszug

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Biologische Datenwissenschaft stärkt

Schweizer

Innovation Tätigkeitsbericht 2026 – Auszug

Als vom Bund nach Artikel 15 FIFG subventionierte Einrichtung von nationaler Bedeutung unterstützt das SIB die Forschung und Innovation in der Schweiz und fördert die internationale Sichtbarkeit des Landes im Bereich der Lebenswissenschaften.

Die internationale Ordnung steht unter zunehmendem Druck, insbesondere durch geopolitische Fragmentierung, technologischen Wettbewerb und den wachsenden Rückzug der Vereinigten Staaten aus dem Multilateralismus. Gleichzeitig nimmt die strategische Bedeutung von KI und Daten stetig zu. Staaten liefern sich ein intensives Rennen, um die Kontrolle über diese Ressourcen zu sichern – nicht nur für Innovation und wirtschaftliche Stärke, sondern auch für Sicherheit und Souveränität. Wie diese strategischen Hebel gesteuert werden und von wem, ist zu einer entscheidenden Frage für Frieden und Stabilität geworden.

In diesem Kontext ist vertrauenswürdige KI – basierend auf hochwertigen Daten und im Dienst des Gemeinwohls – wichtiger denn je. Die Schweiz ist gut positioniert, diese Ambition global voranzutreiben. Ihre wissenschaftliche Exzellenz, robusten Dateninfrastrukturen und die engen Verbindungen zwischen Wissenschaft und Industrie werden ergänzt durch Institutionen mit umfassender Erfahrung in der Gestaltung internationaler Normen sowie durch eine langjährige Reputation für Neutralität und Zusammenarbeit. Das SIB veranschaulicht dies im Bereich der Lebenswissenschaften. Es stellt Referenzdatenressourcen sowie Fachwissen und Standards bereit, die eine vertrauenswürdige KI ermöglichen, die Schweizer Innovation fördern und konkrete gesellschaftliche Vorteile schaffen.

Die einzigartige Konzentration von Akteuren aus Diplomatie, Wissenschaft und internationaler Organisationen in Genf bietet eine leistungsfähige Plattform. Sie ermöglicht es nicht nur, Diskussionen zur KI­Governance, Cybersicherheit und zu gemeinsamen digitalen Infrastrukturen auszurichten, sondern diese auch aktiv mitzugestalten. Diese Rolle – ebenso wie Genfs Position als globales Zentrum für hochwertige Daten – wird durch bedeutende bevorstehende Konferenzen

weiter gestärkt, darunter der erste Globale Dialog der UNO zur KI­Governance, die Europäische Konferenz für Computergestützte Biologie – organisiert vom SIB –sowie der KI­Aktionsgipfel 2027.

Gestützt auf ihre Reputation für Verlässlichkeit und Stabilität kann die Schweiz eine führende Rolle im Bereich vertrauenswürdiger Daten, verantwortungsvoller KI und der Wissenschaftsdiplomatie einnehmen. Diese Position zu sichern, stellt eine strategische Chance dar: Nachhaltige Investitionen in Datenökosysteme sind entscheidend, um die Wettbewerbsfähigkeit, Stabilität und den Einfluss der Schweiz langfristig zu erhalten. •

« Das SIB verkörpert eine vertrauenswürdige KI im Dienst des Gemeinwohls. »

Simone de Montmollin Nationalrätin Präsidentin des Stiftungsrats des SIB

Das SIB auf einen Blick

Die führende Schweizer Institution im Bereich der biologischen und biomedizinischen Datenwissenschaften.

Unsere Mission

Wir fördern die Datenwissenschaft durch interdisziplinäre Zusammenarbeit und tiefgreifende Fachkenntnis biologischer Daten und modernster Technologien:

zur Förderung von Innovation in Bereichen wie Medizin, Gesundheit, Landwirtschaft, Biodiversitätserhalt und Umweltschutz stellen wir Forschenden und Fachkräften im klinischen Bereich Datenbanken, bioinformatische Werkzeuge, Dienstleistungen und Weiterbildungen bereit.

wir repräsentieren und vernetzen die Schweizer Bioinformatik. Durch die Förderung wissenschaftlicher Exzellenz und Zusammenarbeit tragen wir dazu bei, die Schweiz zu einem der innovativsten Länder der Welt zu machen.

Das SIB ist eine gemeinnützige Organisation, die Mitarbeitende und angeschlossene Mitglieder von 28 Partnerinstitutionen vereint.

911

Mitglieder, davon

193

Angestellte

92

Gruppen

28

Partnerinstitutionen in der ganzen Schweiz

169 von unseren Mitgliedern und Mitarbeitenden entwickelte Datenbanken und Softwaretools, zugänglich über das Webportal Expasy.org

Stand: 1. Januar 2026

Die Marke SIB gilt über die Landesgrenzen hinaus als Synonym für Verlässlichkeit und Exzellenz. Mehrere unserer Ressourcen sind weltweit als unverzichtbar für die Forschung anerkannt und unterstreichen die Relevanz der Schweizer Wissenschaft im Bereich der Bioinformatik.

DAS SIB IN 90 SEKUNDEN

Unsere Vision

Am SIB wissen wir: Datenexpertise in den Lebenswissenschaften ist entscheidend, um globale Herausforderungen zu bewältigen. Durch die Nutzung des Potenzials biologischer und biomedizinischer Daten schaffen wir neues Wissen und fördern Innovation – für eine bessere Zukunft.

Die Ernährungssicherheit stärken

Bioinformatik treibt Entdeckungen in den Lebenswissenschaften voran

Transformation biologischer Daten in zuverlässiges, wiederverwendbares Wissen für Forschung, Klinik, Politik und KI.

Die Biologie konkurriert mit der Astronomie und der Teilchenphysik als eine der weltweit grössten Produzentinnen von Big Data. Die routinemässige genetische Profilierung eines einzelnen Patiententumors erzeugt beispielsweise rund 500 Milliarden DNA­Datenpunkte, zu denen noch Tumorbildgebung und klinische Informationen hinzukommen. Kein Mensch kann Informationen verarbeiten, die mit dieser Geschwindigkeit, in diesem Umfang und mit dieser Komplexität entstehen – geschweige denn Erkenntnisse aus unterschiedlichen Datenquellen weltweit gewinnen.

Hier kommt die Bioinformatik ins Spiel. Im Zentrum der modernen Lebenswissenschaften stellt dieses Fachgebiet die Werkzeuge und das Fachwissen bereit, um diese Daten zu speichern, zu analysieren und zu interpretieren – und treibt so weltweit wissenschaftliche Durchbrüche voran. Die Auswirkungen sind greifbar: Echtzeit­Verfolgung von Epidemien, schnellere Arzneimittelentwicklung, neue Erkenntnisse für den Schutz gefährdeter Arten.

Interdisziplinäres Fachgebiet an der Schnittstelle von Datenwissenschaft und Biologie, das eine grosse Vielfalt an Daten, Werkzeugen und Methoden umfasst.

Zu den Datentypen gehören:

BILDER, etwa medizinische Scans zur Früherkennung von Krankheiten;

DNA-SEQUENZEN, um Arten und krankheitsverursachende Mutationen zu identifizieren;

PROTEINSTRUKTUREN, um Krankheiten zu verstehen und neue Medikamente zu entwickeln.

Zur Infrastruktur gehören:

DATENBANKEN, um aufbereitete Informationen zu speichern und zu organisieren;

SOFTWARE, um biologische Daten zu modellieren, zu visualisieren, zu interpretieren und zu vergleichen;

RECHEN- UND SPEICHERKAPAZITÄTEN, um grosse Mengen biologischer und klinischer Daten zu verarbeiten und zu sichern.

Zu den computergestützten Methoden gehören:

WISSENSREPRÄSENTATION, um Daten innerhalb und zwischen Institutionen, Fachgebieten und Ländern abzurufen und zu analysieren;

KI UND STATISTISCHE ANALYSEN, um Muster zu erkennen, die für die menschliche Analyse unsichtbar sind.

ZUGANG ZUR GESAMTEN SCHWEIZER EXPERTISE

Dank institutioneller Partnerschaften und enger Zusammenarbeit mit den angeschlossenen akademischen Gruppen bildet das SIB einen zentralen Zugang zur umfassenden Bioinformatik-Expertise in der Schweiz.

Zahlen per 1. Januar 2026

BASEL 17 GRUPPEN

229 MITGLIEDER DAVON 25 ANGESTELLTE

ZÜRICH 18 GRUPPEN

147 MITGLIEDER DAVON 9 ANGESTELLTE

Mitglieder, davon 193 Mitarbeitende

YVERDON 1 GRUPPEN 5 MITGLIEDER

LAUSANNE 22 GRUPPEN

296 MITGLIEDER DAVON 88 ANGESTELLTE

GENF 14 GRUPPEN

121 MITGLIEDER DAVON 70 ANGESTELLTE

Partnerinstitutionen

Genf HEG HUG UNIGE

Lausanne CHUV EPFL UNIL

LUDWIG CANCER RESEARCH

Yverdon HEIG-VD

ST. GALLEN 1 GRUPPE 3 MITGLIEDER

VILLIGEN

1 GRUPPE 5 MITGLIEDER

BERN

3 GRUPPEN

25 MITGLIEDER

DAVON 1 ANGESTELLTE

FREIBURG 4 GRUPPEN 13 MITGLIEDER

MARTIGNY 1 GRUPPE 7 MITGLIEDER

Freiburg UNIFR

Martigny IDIAP Bern UNIBE Basel FMI FHNW SWISS TPH UNIBAS

Zürich

ETH Zürich USZ UZH

Villigen PSI

Wädenswil

AGROSCOPE

ZHAW

WÄDENSWIL

2 GRUPPEN 16 MITGLIEDER

DAVOS 3 GRUPPEN 13 MITGLIEDER

BELLINZONA 2 GRUPPEN 17 MITGLIEDER

LUGANO 3 GRUPPEN 14 MITGLIEDER

Zusammenarbeit liegt in unserer DNA

Lugano USI SUPSI

Bellinzona IOR IRB

St. Gallen EMPA

Davos CARDIO-CARE SIAF

Eine der Stärken des SIB liegt in seiner einzigartigen Struktur: Zusätzlich zu seinen Mitarbeitenden sind rund 700 Mitglieder dem Institut angeschlossen, die aus 28 führenden akademischen Institutionen des Landes stammen. Die meisten dieser Institutionen sind im Stiftungsrat vertreten, dem höchsten Entscheidungsgremium des SIB. Dieses Netzwerk ermöglicht es dem SIB, nationale und internationale Initiativen unabhängig und effizient zu koordinieren. Es stellt auch sicher, dass die beste Expertise des Landes zur Lösung der Forschungsbedürfnisse herangezogen wird.

Einen positiven Beitrag für die Gesellschaft

Von einer ambitionierten Vision zu konkreten Auswirkungen:

Entdecken Sie unsere Wertschöpfungskette entlang dreier sich ergänzender Tätigkeitsbereiche.

AKTIVITÄTSPFEILER I

Beschleunigung von Entdeckungen durch offene Daten, Wissen und Werkzeuge

WARUM Um bedeutende Entdeckungen zu ermöglichen, benötigen Forschende in den Lebenswissenschaften, ärztliches Personal – und auch KI – hochwertige, strukturierte und harmonisierte Datensätze sowie moderne Werkzeuge zur Analyse, Visualisierung und Weitergabe von Daten.

WAS Das SIB ist international anerkannt für seine frei zugänglichen Datenbanken und Tools, die hauptsächlich vom Bund unterstützt werden (SIEHE S. 8) und regelmässig von einem unabhängigen wissenschaftlichen Gremium evaluiert werden.

ERGEBNIS Diese zuverlässige, nachhaltige und hochmoderne Infrastruktur ermöglicht es, Forschung und Entdeckungen zu beschleunigen sowie vertrauenswürdige KI zu entwickeln.

BEISPIELHAFTE WIRKUNG Nutzende aus Wissenschaft und Industrie profitieren bei UniProt – einer Referenzdatenbank für Proteine – von Effizienzgewinnen von schätzungsweise 373 bis 565 Millionen Euro pro Jahr.

Gelsomina C, et al. Zenodo 2025

AKTIVITÄTSPFEILER

II Unterstützung

von Forschung und Innovation durch erstklassige Dienstleistungen

WARUM Akademische und klinische Einrichtungen, Behörden und Unternehmen benötigen fundierte Datenwissenschaft, verfügen intern jedoch nicht immer über die nötige Expertise oder Kapazitäten.

WAS Unsere Teams aus Fachleuten für Datenwissenschaft, Softwareentwicklung, Annotation, Ausbildung und computergestützte Biologie bieten Dienstleistungen, die fundierte IT­Expertise mit einem tiefen Verständnis biologischer Daten verbinden.

ERGEBNIS Wir fördern Innovation, Zusammenarbeit und angewandte Forschung in öffentlichen und privaten Projekten – in der Schweiz und international.

BEISPIELHAFTE WIRKUNG In einer von Innosuisse geförderten Zusammenarbeit entwickeln wir gemeinsam eine KI, die Patientinnen und Patienten unter Anästhesie überwacht, um ihre postoperative Erholung zu beschleunigen.

* Koordiniert von der Schweizerischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften und dem SIB

AKTIVITÄTSPFEILER III

Gross angelegte Kooperationen durch effiziente Koordination ermöglichen

WARUM Bedeutende Fortschritte in den Lebenswissenschaften erfordern den Austausch und die Analyse zuvor harmonisierter und strukturierter Daten durch zahlreiche Akteure (u. a. Forschende, ärztliches Fachpersonal, Gesundheitsbehörden), oft über Ländergrenzen hinweg.

WAS Dank unseres unabhängigen und gemeinnützigen Status koordinieren wir die Zusammenarbeit zwischen Fachgemeinschaften, Disziplinen, Institutionen und Rechtssystemen, um technische, rechtliche und datenschutzbezogene Herausforderungen zu überwinden und eine nachhaltige Infrastruktur aufzubauen.

ERGEBNIS Wir maximieren Investitionen in die Forschung, stärken den Ruf und die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz und beschleunigen Entdeckungen.

BEISPIELHAFTE WIRKUNG Das Swiss Personalized Health Network (SPHN)* ermöglicht Forschenden den sicheren Zugang zu harmonisierten klinischen Daten von 800 000 Patientinnen und Patienten in der Schweiz und erleichtert damit die landesweite Forschung bei gleichzeitigem Schutz der Daten.

Synergie als treibende Kraft unseres Handels

Unsere anerkannte Position als Expertin für Dienstleistungen in Forschung & Entwicklung (PFEILER II) – insbesondere in der Datenkoordination für grosse europäische Projekte – trägt zu unserer führenden Rolle bei der Planung und Umsetzung ambitionierter Infrastrukturen auf nationaler und internationaler Ebene (PFEILER III) bei.

Unsere Koordination offener und interoperabler Forschungsdaten für gross angelegte Initiativen (PFEILER III) basiert auf den Best Practices und Standards, die wir auch auf unsere eigenen Datenbanken und Software anwenden (PFEILER I)

Unsere Expertise in der Entwicklung von Datenbanken und Software (PFEILER I) kann auch auf spezifische Anforderungen in Forschung & Entwicklung sowie im klinischen Bereich (PFEILER II) angewendet werden, beispielsweise um proprietäre Datensätze mit offenen Daten interoperabel zu machen.

FINANZEN

Das SIB erzielte im Jahr 2025 solide finanzielle Ergebnisse, mit einem Gesamtertrag von 28,5 Millionen Schweizer Franken aus nationalen und internationalen Fördermitteln.

Einnahmen

 Unterstützt vom Schweizer Bund

Unser grösster und stabilster Geldgeber ist das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI), dessen Grundbeitrag 42% der Einnahmen des SIB ausmacht. Der Subventionsplafond für 2025–2028 bleibt im Vergleich zu den beiden vorherigen Förderperioden unverändert.

 Ein einzigartiges Finanzierungsmodell für Offene Ressourcen

Der grösste Teil des Grundbeitrags des SBFI ist unseren offenen Ressourcen gewidmet (6,9 Millionen CHF, 60%). Diese Förderung wird durch zahlreiche weitere Finanzierungsquellen ergänzt, darunter wettbewerbliche Mittel und Beiträge aus der Industrie.

 Fast die Hälfte unserer Einnahmen stammt aus kompetitiven Finanzierungsquellen 11,5 Millionen CHF (41 %) stammen beispielsweise aus öffentlich-privaten europäischen Projekten sowie aus Dienstleistungen für die Industrie. Dies entspricht einem Anstieg von 1,4 Millionen CHF gegenüber dem Vorjahr.

Mio (42%)

Aktivitäten

Kooperationen und Dienstleistungen

So stie Ei ah e nstige Einnahmen

Au ösung von Rückstellungen (hauptsächlich SPHN)

Mio. (14%) Verlust (durch Rücklagen gedeckt)

Mio. (2%)

Ausgaben

Personal (integrier t)

6,1 Mio. (22%)

Mitarbeitendenpro l

BioinformatikFachleute

 Mit steigenden Anforderungen Schritt halten

Das Defizit spiegelt eine gezielte Nutzung von Rücklagen wider, um steigende Kosten für Compliance und Cybersicherheit aufzufangen und zentrale Unterstützungsfunktionen zur Sicherung der Servicequalität zu stärken.

 Ein leistungsstarkes

Exzellenzzentrum

Fachleute für Softwareentwicklung

Fachleute für Biokuration

Forschende

Unser Kompetenzzentrum bietet Schulungen und bioinformatische Dienstleistungen für Universitäten, private Unternehmen und Spitäler. Es wird überwiegend durch Kooperationen und wettbewerbliche Mittel finanziert – häufig international.

Personal (SIB Hub)

18,9 Mio. (66%)

Wissenschaftliche Projektleitung

IT-Fachleute

Geschäftsleitung

 Schlanke und effiziente Management- und Supportfunktionen

Suppor tfunktionen

Externe Beratung

Die Ausgaben für Management- und Supportfunktionen (4,4 Millionen CHF, 15%) decken die tägliche Verwaltung, Personal und Kultur, Finanzen, Kommunikation, Recht sowie IT-Support ab. Diese Teams tragen zudem zu Projekten in unseren Aktivitätssäulen bei (SIEHE S. 6)

0,7 Mio. (2%)

Wartung & Ausrüstung 0,8M (3%)

Sonstige Ausgaben

1,6 Mio. (6%)

Zuführung zu Rückstellungen

0,4 Mio (1%)

Alle Zahlen sind in Millionen Schweizer Franken angegeben und spiegeln die geprüften Finanzberichte wider.

 Investitionen in Menschen im Zentrum der Forschung 25 Millionen CHF (88%) der Ausgaben von SIB sind für unsere Mitarbeitenden bestimmt, davon 24% für in Partnerinstitutionen eingebettete Beschäftigte – ein Spiegel unseres einzigartigen und effizienten Modells, das Infrastrukturen für offene Daten in der Forschung verankert.

 Bioinformatik: ein multidisziplinäres Feld

Lebenswissenschaften: zentrale Herausforderungen

Mit der Explosion des Datenvolumens verändern sich die Lebenswissenschaften rasant. Wissenschaftlicher Fortschritt hängt heute von der Fähigkeit ab, diese Daten zu strukturieren, zu analysieren und zu nutzen. Das SIB entwickelt Infrastrukturen, Methoden und Standards, die es ermöglichen, diese Daten in nutzbares Wissen zu verwandeln, um die grossen Herausforderungen unseres Jahrhunderts zu bewältigen.

Biodiversität

Daten in Entscheidungen transformieren

Der Verlust der Biodiversität bedroht Gesundheit, Ernährungssicherheit und Wirtschaft. Wirksames Handeln erfordert verlässliche Daten, die heute noch weitgehend fragmentiert oder unzugänglich sind.

Durch die Integration genetischer, umweltbezogener und literaturbasierter Daten machen wir diese in grossem Massstab nutzbar, um den Zustand und die Entwicklung von Ökosystemen zu analysieren. Unsere Expertise trägt beispielsweise dazu bei, die Sequenzierung von Pflanzen, Tieren und anderen Organismen um das Zehnfache zu steigern und Millionen von Seiten wissenschaftlicher Literatur für KI nutzbar zu machen. Sie ermöglicht es uns zudem, an ambitionierten internationalen Initiativen wie dem europäischen Projekt „Biodiversity Meets Data“ mitzuwirken, um den Zustand der Biodiversität kontinuierlich zu verfolgen.

Mehr erfahren: www.sib.swiss/de/umweltschutz

Krebs

Gezieltere Behandlungen für jede Patientin und jeden Patienten

Krebs könnte bis 2035 zur häufigsten Todesursache in Europa werden. Eine bessere Behandlung erfordert ein tieferes Verständnis von Tumoren und eine effektivere Nutzung klinischer und molekularer Daten.

Das SIB unterstützt diese Transformation von der Forschung bis zur klinischen Praxis. Wir tragen zur Initiative UNCAN bei, um Krebsdaten auf europäischer Ebene interoperabel zu machen. Wir entwickeln zum Beispiel seit 10 Jahren gemeinsam mit den Genfer Universitätsspitälern die genetische Diagnoseplattform OncoBench®; und haben über 70 Fachpersonen im Rahmen des schweizerischen CAS in personalisierter molekularer Onkologie ausgebildet.

Mehr erfahren: www.sib.swiss/de/onkologie

Epidemien

Schneller antizipieren und reagieren

Genomische Überwachung ist entscheidend, um Epidemien frühzeitig zu erkennen und gesundheitspolitische Massnahmen zu steuern. Die Schweiz verfügt in diesem Bereich über wichtige Stärken.

Das Zentrum für Pathogen-Bioinformatik des SIB koordiniert nationale Expertise, Werkzeuge und Projekte rund um Daten aus der Human-, Tier- und Umweltgesundheit, um nützliche Informationen bereitzustellen, die eine kontinuierliche Analyse und Überwachung der Verbreitung von Krankheitserregern im Land ermöglichen und im Krisenfall fundierte Entscheidungsgrundlagen für die Gesundheitsbehörden schaffen.. Die SPSP (Swiss Pathogen Surveillance Platform) integriert beispielsweise Multi-Pathogen-Daten, die es den Bundesbehörden ermöglichen, deren Entwicklung zu verfolgen. Das vom NIH aus den Vereinigten Staaten finanzierte und vom SIB koordinierte Projekt Pathogen Data Network verknüpft Daten und Werkzeuge, um die frühzeitige Erkennung von Krankheitsherden weltweit zu beschleunigen und neue Pathogene mithilfe von KI besser zu verstehen.

Mehr erfahren: www.sib.swiss/de/epidemievorsorge

Künstliche Intelligenz

Grundlage für vertrauenswürdige KI

Die Relevanz von KI für Gesellschaft und Forschung hängt massgeblich von der Qualität der Trainingsdaten sowie deren Kontrolle (Governance) ab. In einem Kontext technologischer Rivalitäten ist ihre Kontrolle eine Frage von Souveränität und Wettbewerbsfähigkeit.

Unsere Teams verwandeln komplexe Daten in qualitativ hochwertige, für KI nutzbare und datenschutzkonforme Wissensressourcen und entwickeln Werkzeuge zur Bewertung von Modellen (Benchmarking). Damit trägt das SIB dazu bei, die Zuverlässigkeit von KI zu gewährleisten.

Diese Kompetenzen, kombiniert mit einem einzigartigen wissenschaftlichen Ökosystem, positionieren die Schweiz als wichtigen Akteur. Dies zeigt sich etwa in der Organisation der europäischen Konferenz für Daten der Lebenswissenschaften (ECCB) 2026 in Genf, im Kontext des kommenden globalen KI-Gipfels oder durch die Einrichtung eines Schweizer EOSC-Knotens (European Open Science Cloud), der die Schweizer Infrastrukturen mit der europäischen Wissenschaftscloud verbindet und dabei die Datensouveränität wahrt.

Mehr erfahren: www.sib.swiss/de/vertrauenswuerdige-ki

Daten in einen strategischen Vorteil verwandeln

Die Beherrschung von Lebensdaten ist zu einem zentralen Hebel für Wettbewerbsfähigkeit und Innovation geworden.

Das SIB agiert als neutraler und vertrauenswürdiger Partner im Dienste von Forschung und Industrie. UniProt (SIEHE S. 6), in Genf mitentwickelt, generiert beispielsweise einen Nutzen von bis zum 39-fachen seiner Kosten und wird in über 180’000 Patenten zitiert, darunter zahlreichen von Schweizer Unternehmen. Zudem ermöglichte ein Pilotprojekt mit Novartis über SPHN (SIEHE S. 6) die Analyse anonymisierter Spitaldaten, um kardiovaskuläre Risikofaktoren besser zu verstehen.

Mehr erfahren: www.sib.swiss/de/wettbewerbsfaehigkeitder-schweiz

#GenevaLovesData
Wenn Lebensdaten sichtbar, nutzbar und strategisch werden

Im Jahr 2026 empfängt Genf ein einzigartiges Programm rund um Lebensdaten, getragen von der führenden europäischen Konferenz für biologische Datenwissenschaften (European Conference on Computational Biology, ECCB), vom SIB organisiert. Das Ziel? Forschende, Verantwortliche, Bürgerinnen und Bürger sowie Kunstschaffende zusammenzubringen – rund um eine klare Erkenntnis: Gesundheit, Souveränität, Innovation und KI hängen von verlässlichen Daten ab –ein Bereich, in dem die Schweiz eine führende Position einnimmt.

ERÖFFNUNGSFEIER unter anderem mit der Präsidentschaft der Eidgenossenschaft sowie der Kantonsregierung.

KÜNSTLERISCHE PERFORMANCE

ÖFFENTLICHE VERANSTALTUNG zu gesellschaftlichen Fragestellungen

AUSSTELLUNG im öffentlichen Raum: Datarium

GESAMTES PROGRAMM ENTDECKEN

Dieses Dokument bietet eine vereinfachte Übersicht. Für detaillierte oder offizielle Informationen verweisen wir Sie auf den vollständigen Bericht ‚SIB Profile 2026‘. FOTOKREDITE UMSCHLAG : Melissa Ensmenger, Adriano Martinelli and Marianna Rapsomaniki, Lausanne University Hospital; Marianna Kruithof-De Julio and team, University of Bern 2. UND 3. UMSCHLAGSEITE: Keystone / Gaetan Bally – Adobe Stock S. 1 : Valentin Luggen S. 3 : Gilles Laurent | CC BY-SA 4.0 – Unsplash / Catherine Heath – Adobe Stock / Dragana Gordic S. 4 : Jens Maus – iStock / JuSun – Gerhard Wagner, Harvard Medical School S. 7 : SIB – Myo Han | CC BY 3.0 – Adobe Stock – Kalnytska et al. iScience 2024 | CC-BY-NC-ND – Unsplash / NIAID S. 10 : Alamy / Dorling Kindersley – Bio-Techne Spatial S. 11 : NIAID | CC BY 2.0 – Unsplash / NCI

Unser Institut bringt öffentliche und private Partner zusammen, um gross angelegte Projekte umzusetzen. Durch interdiziplinäre und interinstitutionnelle Koordination trägt das SIB dazu bei, Daten in den Lebenswissenschaften zu strukturieren, zu harmonisieren und bereitzustellen, und gleichzeitig die Schweizer Praktiken an internationale Standards anzugleichen.

Wussten Sie, dass die Vielfalt der Zellen in und um Tumoren mit dem Krankheitsverlauf von Patientinnen und Patienten korrelieren kann? Das ist einer der Aspekte von Krebs, den unsere Fachleute entschlüsseln, um den Weg für eine neue Generation von Behandlungen zu ebnen.

SIB Swiss Institute of Bioinformatics

Website www.sib.swiss

LinkedIn sib-swiss-institute-of-bioinformatics

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Tätigkeitsbericht 2026 – Auszug by sibswissinstituteofbioinformatics - Issuu