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Über weiche Lichteswellen, laue Winde und süße Düfte schreibt Stefan Zweig in seinem Gedicht Juninacht, das als Stimmungsgrundlage für diese Komposition herangezogen wurde. Die Essenz des darin enthaltenen Verses Leise atmen alle Blumen wurde musikalisch umgedeutet, um die Metamorphose einer Blume im Sinne eines Blumenstücks zu skizzieren. Die Komposition durchläuft hierbei einen Prozess der Entstehung, des Erblühens und des Vergehens.
Mit zarten Flageoletttönen und sanften Pizzicati im Innenraum des Klaviers entfaltet sich die Szenerie dieses Werks. Langsam nimmt die Musik Fahrt auf und erblüht auf tänzerische Weise in einem mehrmals in unterschiedlichen Facetten wiederkehrenden Motiv. Ein musikalischer Reigen, der alsbald verebbt und nach und nach einer melancholisch anmutenden Grundstimmung weicht. Getragen und leichtfüßig offenbart sich ein letztes aufkeimendes Motiv, um schließlich zur anfänglichen Atmosphäre zurückzukehren und den Kreislauf zu schließen.
Philipp Manuel Gutmann
Stefan Zweig writes about soft waves of light, gentle winds and sweet scents in his poem Juninacht (June Night), which was used as the basis for the atmosphere of this composition. The essence of the verse it contains, Leise atmen alle Blumen (All flowers breathe softly), was reinterpreted musically to sketch the metamorphosis of a flower in the sense of a flower piece. The composition thereby illustrates a process of emerging, blossoming and fading away.
With delicate harmonics and gentle pizzicati in the inside of the piano, the scenery of this work unfolds. Slowly, the music picks up pace and blooms in a dance-like manner and a motif that recurs several times in different facets. A musical dance that soon ebbs away and gradually gives way to a melancholy mood. Carried and light-footed, a last emerging motif reveals itself to finally return to the initial atmosphere and close the cycle.
Philipp Manuel Gutmann