Der Komponist ist tot (The Composer is Dead) Musik: Text: Deutsche Fassung:
Nathaniel Stookey Lemony Snicket (Daniel Handler) Florian Simson
Die vorliegende Übertragung wurde für die europäische Erstaufführung am Staatstheater am Gärtnerplatz, München angefertigt.
Abweichende Übersetzungen aufgrund sprachlicher Besonderheiten sind in runde Klammern gesetzt, Alternativen zusätzlich mit „ossia“ markiert. Regieanweisungen und Hinweise, die zumeist dem amerikanischen Originaltext folgen, sind in eckige Klammer gesetzt. Die wenig variantenreiche Behandlung der Sprecherzuweisung („Sagte der Inspektor“, „Sagten die Geigen“ etc.) folgt, wie die ganze Übersetzung, streng dem Originaltext. Einzig die, die (Wald)hörner betreffende Textpassage (Englisch: „french horns“) musste sinnergänzend variiiert werden.
Der Komponist ist tot. Ein “Komponist” ist jemand, der da sitzt, murmelt und summt und dabei festlegt, wer im Orchester welche Noten spielen soll. Das nennt man Komponieren. (ossia: So haucht ein Komponist den Noten Leben ein.) Aber gestern Abend hörte man den Komponisten nicht murmeln. Er summte auch nicht. Er bewegte sich auch nicht, ja, er atmete noch nicht einmal. Das nennt man Kompostieren. (ossia: So haucht ein Komponist sein Leben aus.) Der Tod des Komponisten war höchst verdächtig. Darum rief man nach dem Inspektor, der den oder die Mörder finden und ins Kittchen stecken sollte. „Ich werde zuerst die üblichen Verdächtigen befragen“ sagte der Inspektor. „Wie bei allen Menschen in seiner Branche, so lauerten auch diesem Komponisten eine Menge Feinde im Orchester auf. Aber ich werde sie finden, da können sie lauern wie und soviel sie wollen. Ich werde sie finden, wenn sie bei den Streichern lauern. Ich werde sie finden, wenn sie bei den Blechbläsern lauern. Ich werde sie finden, wenn sie bei den Holzbläsern lauern. Ich werde sie finden, wenn sie beim Schlagzeug lauern. Ich werde sie überall finden - überall, wo sie lauern. Ich werde sie finden!“ Der Inspektor war sehr geschmeidig (ossia: gutaussehend) und intelligent, mir also nicht ganz unähnlich. „Bei meiner Klugheit und meinem vorteilhaften Aussehen.“ sagte der Inspektor, „Ich werde das Rätsel um dieses schreckliche Verbrechen gegen die Menschheit und/oder gegen die klassische Musik lösen.“ Und mit einer geschickten, wenn auch etwas extravaganten Bewegung, griff er in seine Tasche und holte sein Notizbuch hervor, das er zu allen beruflichen Anlässen benutzte. „Zuerst vernehme ich die Streicher!“ rief er. „Streicher, wo waren Sie in der betreffenden Nacht?“ Die Violinen antworteten natürlich zu erst. Man unterscheidet zwei Gruppen von Violinen: Die ersten Geigen, die die etwas kniffligeren Sachen spielen, und die zweiten Geigen, mit denen man üblicherweise mehr Spass auf Parties hat.
„Wir spielten einen Walzer“, sagten die Violinen. „Wir spielten anmutige Melodien zu denen sich elegante Damen und Herren im Tanze he- rum und he-rum und he-rum drehten, bis ihnen schwindelig und sogar etwas unwohl wurde. Damit waren wir den ganzen langen Abend beschäftigt.“ „Aha!“ rief der Inspektor und machte sich einige Notizen in sein Notizbuch. „Vielleicht haben Sie ja den Komponisten umgebracht, weil er so viele Noten für Sie geschrieben hat?“ “Jetzt werden Sie bitte nicht albern!“ antworteten die Violinen. „Wir Geigen sind die Stars in jedem Orchester. Wenn wir den Komponisten umgebracht hätten, dann müssten wir uns ja einen neuen Job suchen. Vielleicht sogar als Caféhausgeiger oder in einem Kurorchester!“ (ossia: bei André Rieu etc...) „Das stimmt,“ gab der Inspektor zu. „Was ist aber mit Ihnen, Violoncelli und Bässe?“ Die Celli und die Bässe seufzten nur. Die Celli und Bässe sind sehr oft ganz schön geschafft, weil sie immer ihre großen Körper herumschleppen müssen. Besonders die Kontrabässe sind so riesig, dass sie noch nicht einmal Taxi fahren können, es sei denn sie stecken Ihre geschneckelten Köpfe aus dem Autofenster. „Wir stellten die Begleitung,“ sagten sie. „Man kann unmöglich Walzer tanzen, ohne ein verlässliches 1-2-3, 1-2-3. Das ist zwar langweilig, dafür aber auch eine dauerhafte Anstellung.“ „Aha!“ rief der Inspektor, „Vielleicht haben Sie ja den Komponisten umgebracht, weil er so langweilige Sachen für Sie geschrieben hat.“ “Ganz im Gegenteil,“ sagten Celli und Bässe. „Wir haben es gar nicht nötig, uns derart in den Vordergrund zu spielen, wie bestimmte andere Saiteninstrumente, deren Namen wir ohne weiteres nennen könnten. auf die Violinen verweisen
„Nun, das war’s dann wohl mit den Streichern,“ sagte der Inspektor. „Oh - die Bratschen. Sie hab ich ganz vergessen.“ „Jeder vergisst uns,“ sagten die Bratschen verbittert. „Wir spielen die Noten im Akkord, die niemanden interessieren. Wir spielen höchst entscheidende Gegenstimmen, die keiner hört. Wir müssen oft bis ganz zum Schluss bleiben, um nach der Vorstellung die Stühle zusammenzuräumen. Wir haben den gestrigen Abend damit zugebracht uns selbst zu bedauern - wie immer. Aber wir haben durchaus beobachtet, daß der (die) Konzertmeister(in) sich seltsam benommen hat. Er (Sie) stand scherzend bei dem Komponisten und hatte einen verdächtigen Koffer bei sich.“ Der(Die) Konzertmeister(in), dem [usw.] man auch gerne Heimtücke nachsagt, ist der „beste“ Geiger im ganzen Orchester. „Ich habe mich mit dem Komponisten über meine Kandenz unterhalten,“ sagte er, und meinte damit seine besonders ausgefeilte Solostelle. „Ich würde doch niemanden umbringen, der mir die Möglichkeit gibt mich derart hervorragend zu produzieren.“ „Das reicht jetzt, Streicher“ Weitersprechen und gestikulieren, bis die Streicher quietschend zum Stehen kommen, ad lib. „Sie haben alle ein gutes Alibi,“ sagte der Inspektor, und machte sich Notizen in sein Notizbuch, „aber der Komponist ist und bleibt … tot.“
„Vielleicht lauert der Mörder bei den Hölzbläsern! Wo waren Sie gestern Abend? Heraus mit der Sprache! Heraus damit!“ „Wir haben Vogelstimmen imitiert,“ sagten die Flöten, die den hellsten und höchsten Klang unter den Holzbläsern haben. „Das scheint alles zu sein, was man von uns erwartet. Wann immer im Orchester ein Vogel benötigt wird, sind wir zur Stelle.“ „Aha!“ rief der Inspektor. „Vielleicht haben Sie ja den Komponisten umgebracht, weil er von Ihnen verlangt, sich wie Vögel zu benehmen.“ „Sie bringen uns ja zum Lachen!“ zwitscherten die Flöten. „Wir sind viel zu leichtfüssig (ossia: schwachbrüstig) und hochgestimmt, um an Mord überhaupt nur zu denken!“ Fragen Sie doch die Rohrblattinstrumente - die sind um einiges verschlagener als wir“ „Verschlagen?“ sagten die Klarinetten, „Wir sind doch nicht verschlagen. Im Übrigen, Inspektor, das ist ein sehr kleidsames Jackett, das sie da tragen.“ „Oh - vielen Dank,“ sagte der Inspektor. „Wie schön die Knöpfe glänzen,“ sagten die Fagotte. „Finden Sie?“ sagte der Inspektor, leicht errötend. „Und die Farbe schmeichelt Ihnen ungemein,“ sagten die Oboen. „Wirklich?“, sagte der Inspektor und wirbelte ein wenig um sich selbst. „Nett, daß sie das sagen. Was gibt´s da zu kichern, Flöten?“ „Beachten Sie sie gar nicht,“ sagten die Oboen und kamen ganz nah heran.“ „Wenn wir Sie wären, dann würden wir mal bei den Blechbläsern anklopfen. Die sind vielleicht ein ruppiger Haufen.“ „Die Blechbläser?“, sagte der Inspektor und schrieb in sein Notizbuch. „Meinen Sie?“ „Sie können mir ganz und gar vertrauen,“ sagte die Oboe. „Das tut hier jeder. Immerhin stimmen alle hier nach meinem „A“. Hören Sie mal!“
„Überzeugende Argumente!“ sagte der Inspektor. „Blechbläser, was haben Sie zu Ihrer Verteidigung zu sagen?“ „Gestern war ein wichtiger Abend für uns,“ verkündeten die Trompeten aufbrausend, laut und etwas arrogant. „Wir vermeldeten die Ankunft von Königen und Präsidenten. Wir begleiteten Soldaten in die Schlacht und begrüssten Sie bei der Heimkehr mit einer Parade. Uns klingeln ja jetzt noch die Ohren von dem ganzen Trara!“ „Aha!“ rief der Inspektor und schrieb etwas in sein Notizbuch. „Vielleicht haben Sie ja den Komponisten umgebracht, weil Sie in seinen Stücken so laut spielen müssen. „Wir mögen´s laut und strahlend“ antworteten die Trompeten. Wir funkeln mit unserem Blech um die Wette. Und außerdem haben wir nichts zu verbergen. Wir sind geradeheraus.“ „Geradeheraus...hmm,“ wiederholte der Inspektor, als sein Blick auf die geradezu verknoteten Hörner fiel. „Wie schaut´s denn bei Ihnen aus, Hörner?“ Die Hörner waren viel zu vertieft in Ihre vornehme Vergangenheit. Obwohl Ihre Vorfahren schon vor etwa zweihundertfünfzig Jahren von Frankreich aus ihren Siegeszug in die Orchester der Welt begonnen hatten, weigern sie sich bis heute ihren Akzent abzulegen und sich mit der Landessprache auseinanderzusetzen. Daher verstanden sie die Frage des Inspektors auch nicht und faselten nostalgisch und etwas zusammenhanglos: „Tradition macht den Ton und das Taktgefühl. Und so schön wie Pari(s), das wird Hier den Ort der Aufführung einfügen, z.B. „Münschen“, „´Ambuursch“ etc. nie. Es ist furschtbar traurisch: Alles ist Melancholie.“ „Lassen Sie doch die Hörner in Ruhe.“ sagten die Posaunen. „Sie waren so schlecht zurecht, daß wir sie einfach mit an die Bar nehmen mussten um sie aufzuheitern. Wir haben ein paar Flaschen teuren Wein bestellt, in vollen Zügen genossen, und dann bis zum Morgengrauen getanzt.“ „Wir waren auch dabei“ platzen die Schlaginstrumente herein, wie das wohl nur Schlaginstrumente können. Wir trommelten auf alle Felle, wir Schlugen was das Zeug hält. Wir waren symphonisch xylophonisch, haben´s kräftig krachen lassen und tüchtig auf die Pauke gehau´n. Schlag auf Schlag in rasend rasselnden Rhythmen, klapperten wir wie Klapperschlangen, bis uns´re Klappern schlapper klangen - und wir haben uns die Telefonnummern von einigen sehr hübschen jungen Seeleuten geangelt. sic! (ossia: und wir haben die Telefonnummern von einigen Flotten Käfern abgestaubt.) Aber dann waren wir wie erschlagen - zu fertig um an Mord zu denken.
„Und wie schauts mit der Tuba aus?“ sagte der Inspektor. Waren Sie auch in dieses widerliche Treiben verwickelt?“ „Nein,“ sagte die Tuba. „Ich bin ein eingefleischter Junggeselle. Ich war den ganzen Abend zu Hause und habe mit meiner Zimmerwirtin, der Harfe, Karten gespielt und ein wenig lauwarme Milch genippt. Aus einer kleinen, blauen Tasse.“ Der Inspektor blätterte sein Noitzbuch durch und kratzte sich mit seinen gepflegten Fingernägeln den ebenso gepflegten wie gescheiten Kopf. „Ich bin vollständig ratlos“ sagte er. Ich habe alle Instrumente des Orchesters befragt, und keines scheint als Mörder in Betracht zu kommen. Die Violinen gaben sich dem Walzer hin. Die Celli und Bässe begleiteten sie dabei. Die Bratschen beweinten ihr Schicksal, während der Konzertmeister sich mal wieder so richtig in den Vordergrund spielte. Die Flöten haben Vogelstimmen imitiert … mehrfach, und die Rohrblattinstrumente waren so geschmackvoll mein Jackett zu bewundern. Die Trompeten glänzten mit ihrem Blech um die Wette, während die Hörner nostalgische Trübsal bliesen. Die Posaunen haben einen über den Durst getrunken, die Schlagzeuger auf den Putz gehauen, und die Tuba war zuhause und spielte Karten mit der Zimmerwirtin, der Harfe, und nippte lauwarme Milch aus einer kleinen blauen Tasse. Aber der Komponist ist und bleibt tot. Der Erzähler spricht ad. lib. zu einem Thema wie: „Wisst Ihr, das Erzählen macht mich immer so hungrig … „Tap, tap, tap“ Der Dirigent schlägt mit dem Taktstock auf sein Notenpult Ein merkwürdiges Geräusch drang an das Ohr des Inspektors. „Natürlich,“ sagte er. „Der Dirigent! (Die Dirigentin) Sie bringen ja schon seit Jahren Komponisten um die Ecke! Wo immer man einen Dirigenten (eine Dirigentin) trifft, findet man auch sicher einen toten Komponisten!“
Beethoven, tot. Bach, tot. Brahms, tot. Mozart, tot. Haydn, tot. Schubert, Unvollendet, aber tot. Mahler, tot. Chopin, Romantisch, tot. Tschaikowski dramatisch - tot! Stra- winski, ex- tatisch- tot! Schönberg, vollkommen schleierhaft, aber tot. Berlioz, tot, Purcell tot Prokofiew, tot Debussy, tot Vivaldi, Wagner, Sibelius, Ives, Händel, Britten, Mendelssohn, Scriabin, Liszt, Messiaen, Copland, Cage, Dvořák, Ravel, Schostakowitsch, Lígeti, Lutoslawski, Corelli, Bellini, Puccini, Rossini, Scarlatti, Busoni, Boccherini, Verdi … Johann Christian Bach, Wilhelm Friedemann Bach, Carl Phillipp Emanuel Bach, Offenbach! Die gesamte musikalische Welt ist gepflastert mit toten Komponisten, und alles nur wegen eines einzigen Mannes (einer einzigen Frau) ... und eines kleinen Stöckchens! Verhaftet ihn (sie) sofort!
„Nicht so schnell!“ sagte das ganze Orchester wie aus einem Mund. „Der Dirigent (Die Dirigentin) war´s nicht allein. Jeder von uns hat dann und wann schonmal einen Komponisten niedergemetzelt. Aber wir halten Komponisten auch am Leben. Ohne Streicher und Holzbläser,ohne Blechbläser und Schlagzeug wäre alles Komponieren sinnlos. Naja, zumindest wenn man mal von dem bisschen Kammermusik absieht. Wer die Werke der größten Komponisten der Welt hören will, der muß bei ein bisschen Mord auch schonmal ein Auge zudrücken.“ „Aber das ist Unrecht,“ schrie der Inspektor. „Wer Gerechtigkeit will“ sagte das Orchester, kann sich gerne an die Polizei wenden. Aber wer auf der Suche nach etwas aufregenderem ist ... findet’s im Orchester!“
The composer is dead
Der Komponist ist tot
„Composer“ is a word, which here means „a person who sits in a room, muttering and humming and figuring out what notes the orchestra is going to play“
Ein “Komponist” ist jemand, der dasitzt, murmelt und summt und dabei festlegt, wer im Orchester welche Noten spielen soll.
This is called composing.
Das nennt man Komponieren. (ossia: So haucht ein Komponist den Noten Leben ein.)
But last night, the Composer was not muttering. He was not humming. He was not moving or even breathing.
Aber gestern Abend hörte man den Komponisten nicht murmeln. Er summte auch nicht. Er bewegte sich auch nicht, ja er atmete noch nicht einmal.
This is called decomposing.
Das nennt man Kompostieren. (ossia: So haucht ein Komponist sein Leben aus.)
The Composer’s death was very suspicious, and so the Inspector was called in to find the murderer or murderers and haul them off to jail. „I will begin by interviewing all the usual suspects,“ the inspector said. „Like all people in his line of work, this Composer had many enemies lurking in the orchestra. They can lurk all they like, but I will find them wherever they are lurking. I will find them if they are lurking in the strings. I will find them if they are lurking in the brass. I will find them if they are lurking in the woodwinds. I will find them if they are lurking in the percussion section. I will find them wherever wherever they are lurking. I will find them!”
Der Tod des Komponisten war höchst verdächtig. Darum rief man nach dem Inspektor, der den oder die Mörder finden und ins Kittchen stecken sollte. „Ich werde zuerst die üblichen Verdächtigen befragen“ sagte der Inspektor. „Wie bei allen Menschen in seiner Branche, so lauerten auch diesem Komponisten eine Menge Feinde im Orchester auf. Aber ich werde sie finden, da können sie lauern wie und soviel sie wollen. Ich werde sie finden, wenn sie bei den Streichern lauern. Ich werde sie finden, wenn sie bei den Blechbläsern lauern. Ich werde sie finden, wenn sie bei den Holzbläsern lauern. Ich werde sie finden, wenn sie beim Schlagzeug lauern. Ich werde sie überall finden - überall, wo sie lauern. Ich werde sie finden!“
The Inspector was a very handsome and intelligent person, not unlike myself. “I swear on my own intelligence and good looks” the inspector said, “ I will solve this terrible crime against humanity and/or classical music.” And with an intelligent if somewhat flamboyant gesture, he reached into his pocket and took out the notebook he used for all official business. “First I will interrogate the strings!” he cried. “Strings, where were you on the night in question?” The violins answered first, of course. The violin section is divided into the first violins, who have the trickier parts to play, and the second violins, who are more fun at parties. “We were performing a waltz,” said the violins.
Der Inspektor war sehr geschmeidig (ossia: gutaussehend) und intelligent, mir also nicht ganz unähnlich. „Bei meiner Klugheit und meinem vorteilhaften Aussehen.“ sagte der Inspektor, „Ich werde das Rätsel um dieses schreckliche Verbrechen gegen die Menschheit und/oder gegen die klassische Musik lösen.“ Und mit einer geschickten, wenn auch etwas extravaganten Bewegung, griff er in seine Tasche und holte sein Notizbuch hervor, das er zu allen beruflichen Anlässen benutzte. „Zuerst vernehme ich die Streicher!“ rief er. „Streicher, wo waren Sie in der betreffenden Nacht?“ Die Violinen antworteten natürlich zu erst. Man unterscheidet zwei Gruppen von Violinen: Die ersten Geigen, die die etwas kniffligeren Sachen spielen, und die zweiten Geigen, mit denen man üblicherweise mehr Spass auf Parties hat. „Wir spielten einen Walzer.“ sagten die Violinen.
We played graceful melodies … so the ladies and gentlemen could spin around, and a-round, and a-round until they felt dizzy and somewhat nauseous. “This kept us busy all night.”
„Wir spielten anmutige Melodien zu denen sich elegante Damen und Herren im Tanze he- rum und he-rum und herum drehten, bis ihnen schwindelig und sogar etwas unwohl wurde. Damit waren wir den ganzen langen Abend beschäftigt.“
Aha!” the Inspector cried, making a note in his notebook. “ Perhaps you murdered the Composer for making you play so much” “Don’t be ridiculous!” the violins said, “Violins are the stars of any orchestra. If we killed the Composer, we would have to find work at square dances or in romantic restaurants.”
„Aha!“ rief der Inspektor und machte sich einige Notizen in sein Notizbuch. „Vielleicht haben Sie ja den Komponisten umgebracht, weil er so viele Noten für Sie geschrieben hat?“ “Jetzt werden Sie bitte nicht albern!“ antworteten die Violinen. „Wir Geigen sind die Stars in jedem Orchester. Wenn wir den Komponisten umgebracht hätten, dann müssten wir uns ja einen neuen Job suchen. Vielleicht sogar als Cafèhausgeiger oder in einem Kurorchester!“ (ossia: bei André Rieu etc.)
“That’s true,” the Inspector admitted. “But „Das stimmt,“ gab der Inspektor zu. „Was ist aber mit Ihnen, Violoncelli und what about you, cellos and basses?” Bässe?“ Die Celli und die Bässe Cellos and basses sighed. seufzten nur. The cellos and basses are often weary from dragging their large bodies around. The basses in particular are so enormous that they can’t even fit into taxicabs without sticking their curly heads out of the window.
Die Celli und Bässe sind sehr oft ganz schön geschafft, weil sie immer ihre grossen Körper herumschleppen müssen. Besonders die Kontrabässe sind so riesig, dass sie noch nicht einmal Taxi fahren können, es sei denn sie stecken Ihre geschneckelten Köpfe aus dem Autofenster.
“We provided accompaniment,” they said. “You can’t waltz without a reliable 1-2-3, 1-2-3. It’s boring, but it is steady work.”
„Wir stellten die Begleitung,“ sagten sie. „Man kann unmöglich Walzer tanzen, ohne ein verlässliches 1-2-3, 1-2-3. Das ist zwar langweilig, dafür aber auch eine dauerhafte Anstellung.“
“Aha!” the inspector cried. “Perhaps you murdered the Composer for giving you such boring things to play!” On the contrary, “ the cellos ad basses said, “We don’t feel the need to show off like certain indicating violins stringed instruments we could mention.” “Well I guess that takes care of the strings,” the Inspector said. “Oh - the violas! I forgot all about you.”
„Aha!“ rief der Inspektor, „Vielleicht haben Sie ja den Komponisten umgebracht, weil er so langweilige Sachen für Sie geschrieben hat.“ “Ganz im Gegenteil,“ sagten Celli und Bässe. „Wir haben es gar nicht nötig, uns derart in den Vordergrund zu spielen, wie bestimmte andere Saiteninstrumente, deren Namen wir ohne weiteres nennen könnten. auf die Violinen verweisen „Nun, das war’s dann wohl mit den Streichern,“ sagte der Inspektor. „Oh die Bratschen. Sie hab ich ganz vergessen.“
“Everyone forgets about us,” said the violas bitterly.
„Uns vergisst wirklich jeder,“ sagten die Bratschen verbittert.
“We play the notes in the chords that nobody cares about.
„Wir spielen die Noten im Akkord, die niemanden interessieren.
We play crucial countermelodies nobody hears.
Wir spielen höchst entscheidende Gegenstimmen, die keiner hört.
We often have to stay late after the performances and stack up all of the chairs.
Wir müssen oft bis ganz zum Schluss bleiben, um nach der Vorstellung die Stühle zusammenzuräumen.
We spent last night feeling sorry for ourselves as usual.
Wir haben den gestrigen Abend damit zugebracht uns selbst zu bedauern - wie immer.
But we did notice that the concertmaster was acting strange. (S)He was laughing with the Composer, and carrying a suspicious case.” The concertmaster is the “best” violin player in the entire orchestra, and is often accused of treachery. “ I was talking with the Composer about my cadenza,” (s)he said, using a word which here means “fancy solo part.”” I’d never murder someone who was giving me such an excellent opportunity to show off.”
Aber wir haben durchaus beobachtet, daß der (die) Konzertmeister(in) sich seltsam benommen hat. Er (Sie) stand scherzend bei dem Koponisten und hatte einen verdächtigen Koffer bei sich.“ Der (Die) Konzertmeister(in), dem [usw.] man auch gerne Heimtücke nachsagt, ist der „beste“ Geiger im ganzen Orchester. „Ich habe mich mit dem Komponisten über meine Kandenz unterhalten,“ sagte er, und meinte damit seine besonders ausgefeilte Solostelle. „Ich würde doch niemanden umbringen, der mir die Möglichkeit gibt mich derart hervorragend zu produzieren.“
“That’s enough strings” Continue to raise voice, and gesticulate until strings screech to halt, ad lib.
„Das reicht jetzt, Streicher“ Weitersprechen und gestikulieren, bis die Streicher quietschend zum Stehen kommen, ad lib.
“You all have good alibis,” the inspector said, taking notes in his notebook, “but the Composer is still … dead.”
„Sie haben alle ein gutes Alibi,“ sagte der Inspektor, und machte sich Notizen in sein Notizbuch, „aber der Komponist ist und bleibt … tot.“
“Perhaps the murderer is lurking in the woodwinds!” Where were you last night? Speak up! Speak up!”
„Vielleicht lauert der Mörder bei den Hölzbläsern! Wo waren Sie gerstern Abend? Heraus mit der Sprache! Heraus damit!“
“We were doing bird imitations,” said the flutes, the shiniest and highest pitched of the woodwinds. “It seems that’s all we ever do. Whenever the orchestra needs a bird, there we are.”
„Wir haben Vogelstimmen imitiert,“ sagten die Flöten, die den hellsten und höchsten Klang unter den Holzbläsern haben. „Das scheint alles zu sein, was man von uns erwartet. Wann immer im Orchester ein Vogel benötigt wird, sind wir zur Stelle.“
“Aha” the inspector cried. “Perhaps you murdered the Composer for making you act like birds!”
„Aha!“ rief der Inspektor. „Vielleicht haben Sie ja den Komponisten umgebracht, weil er von Ihnen verlangt, sich wie Vögel zu benehmen.“
“Don’t make us laugh!” the flutes cried. “We are much too wimpy and highpitched for murder!”
„Sie bringen uns ja zum Lachen!“ zwitscherten die Flöten. „Wir sind viel zu leichtfüssig (ossia: schwachbrüstig) und hochgestimmt, um an Mord überhaupt nur zu denken!“
“Ask the reed instruments - they are much sneakier than us.”
Fragen Sie doch die Rohrblattinstrumente - die sind um einiges verschlagener als wir“
“Sneaky?” said the clarinets, “We’re not sneaky. By the way, Inspector, this is a very handsome jacket you are wearing”
„Verschlagen?“ sagten die Klarinetten, „Wir sind doch nicht verschlagen. Im Übrigen, Inspektor, das ist ein sehr kleidsames Jackett, das sie da tragen.“
“Oh - thank you,” said the Inspector.
„Oh - vielen Dank,“ sagte der Inspektor.
“Such shiny buttons,” said the bassoons.
„Wie schön die Knöpfe glänzen,“ sagten die Fagotte.
“You think so?” the Inspector said, blushing slightly.
„Finden Sie?“ sagte der Inspektor, leicht errötend.
“And the color is very flattering,” said the oboes.
„Und die Farbe schmeichelt Ihnen ungemein,“ sagten die Oboen.
“Really?, the Inspector said, twirling around. “That’s very kind of you to say so.
„Wirklich?“, sagte der Inspektor und wirbelte ein wenig um sich selbst. „Nett, daß sie das sagen.
But why are you giggling, flutes?”
Was gibt´s da zu kichern, Flöten?“
“Ignore them,” said the oboe leaning in close. “
„Beachten Sie sie gar nicht,“ sagten die Oboen und kamen ganz nah heran.“
“If I were you I’d question the brass instruments instead. They’re a violent lot.”
„Wenn wir Sie wären, dann würden wir mal bei den Blechbläsern anklopfen. Die sind vielleicht ein ruppiger Haufen.“
“The brass?” the inspector said, writing in his notebook. “You really think so?” “You can trust me, “ the oboe said. “Everyone trusts me. After all, I tune up the entire orchestra by playing an A. Listen.”
„Die Blechbläser?“, sagte der Inspektor und schrieb in sein Notizbuch. „Meinen Sie?“„Sie können mir ganz und gar vertrauen,“ sagte die Oboe. „Das tut hier jeder. Immerin stimmen alle hier nach meinem „A“. Hören Sie mal!“
“You can’t argue with that, “ the inspector said. “Brass, what do you have to say for yourselves?” “ Last night was terribly important for us, “ proclaimed the trumpets in a boisterous manner, a phrase which here means “loudly and in a certain arrogant rudeness.” “We announced the arrival of Kings and presidents. We led soldiers into battle and held a parade, when they got home. Our ears are still ringing from all that ruckus.”
„Überzeugende Argumente!“ sagte der Inspektor. „Blechbläser, was haben Sie zu Ihrer Verteidigung zu sagen?“ „Gestern war ein wichter Abend für uns,“ verkündeten die Trompeten aufbrausend, laut und etwas arrogant. „Wir vermeldeten die Ankunft von Königen und Präsidenten. Wir begleiteten Soldaten in die Schlacht und begrüssten Sie bei der Heimkehr mit einer Parade. Uns klingeln ja jetzt noch die Ohren von dem ganzen Trara.“
“Aha!” the Inspector cried, making a note in his notebook. “Perhaps you murdered the Composer for making you play so loud.”
„Aha!“ rief der Inspektor und schrieb etwas in sein Notizbuch. „Vielleicht haben Sie ja den Komponisten umgebracht, weil Sie in seinen Stücken so laut spielen müssen.
“We love being loud,” the trumpets replied. “Brass instruments are brassy by nature. Besides, loud is patriotic, and we suspect the murder was committed by a foreigner.
„Wir mögen´s laut und strahlend“ antworteten die Trompeten. Wir funkeln mit unserem Blech um die Wette. Und außerdem haben wir nichts zu verbergen. Wir sind geradeheraus.“
“A foreigner, “ the inspector repeated.
„Geradeheraus...hmm“, wiederholte der Inspektor, als sein Blick auf die geradezu verknoteten Hörner fiel.
“ What say you, French horns?” You have a strange accent.” The French horns did not understand the question, and began murmuring a story about the old country: “When ze war split our hearts like a cantaloupe … and ze boy, and ze girl, well they can’t elope. It’s ze same old story: Melon and Melancholy.”
„Wie schaut´s denn bei Ihnen aus, Hörner?“ Die Hörner waren viel zu vertieft in Ihre vornehme Vergangenheit. Obwohl Ihre Vorfahren schon vor etwa 250 Jahren von Frankreich aus ihren Siegeszug aus in die Orchester der Welt begonnen hatten, weigern sie sich bis heute ihren Akzent abzulegen und sich mit der Landessprache auseinanderzusetzen. Daher verstanden sie die Frage des Inspektors auch nicht und faselten nostalgisch und etwas zusammenhanglos „Tradition macht den Ton und das Taktgefühl. Und so schön wie Pari(s), das wird Ort der Aufführung nie. Es ist furschtbar traurisch: Alles ist Melancholie.“
“Leave the french horns alone,“ the trombones said. “They were in such a state, that we took them out to the club to cheer them up. We ordered a few bottles of expensive wine and then took the stage, swinging and dancing until dawn”
„Lassen Sie doch die Hörner in Ruhe.“ sagten die Posaunen. „Sie waren so schlecht zurecht, daß wir sie einfach mit an die Bar nehmen mussten um sie aufzuheitern. Wir haben ein paar Flaschen teuren Wein bestellt, in vollen Zügen genossen, und dann bis zum Morgengrauen getanzt.“
“We were there too, “ said he percussion instruments, barging in as only percussion instruments can do.
„Wir waren auch dabei“ platzen die Schlaginstrumente herein, wie das wohl nur Schlaginstrumente können.
“We drummed. We percussed. We employed xylophoniness, and cymbalism. We heard the beat, and beat the herd. We struck up, and got down. We conquered the concert, battered the band, rattled the roof, and got the phone numbers of several very attractive young sailors.
Wir trommelten auf alle Felle, wir Schlugen was das Zeug hält. Wir waren symphonisch xylophonisch, haben´s kräftig krachen lassen und tüchtig auf die Pauke gehaun. Schlag auf Schlag in rasend rasselnden Rhythmen, klapperten wir wie Klapperschlangen, bis uns´re Klappern schlapper klangen - und wir haben uns die Telefonnummern von einigen sehr hübschen jungen Seeleuten geangelt. sic! (ossia: und wir haben die Telefonnummern von einigen Flotten Käfern abgestaubt.)
But then we were beat - too exhausted to Aber dann waren wir wie erschlagen - zu fertig um an Mord zu denken. commit murder.” “And what about you, tuba?” the Inspector said. Were you involved in these distasteful shenanigans?”
„Und wie schauts mit der Tuba aus?“ sagte der Inspektor. Waren Sie auch in dieses widerliche Treiben verwickelt?“
“No,” the tuba said. “I’m a confirmed bachelor. I was home all night playing cards with my landlady the harp, taking sips of warm milk from a little blue cup.” The inspector flipped trough the pages of his notebook, and scratched his handsome head with his well-manicured hand. “I’m utterly buffed, “ he said. I’ve questioned all of the instruments in the orchestra, and none of them seems to be the murderer:
„Nein,“ sagte die Tuba. „Ich bin ein eingefleischter Junggeselle. Ich war den ganzen Abend zu Hause und habe mit meiner Zimmerwirtin, der Harfe, Karten gespielt und ein wenig lauwarme Milch genippt. Aus einer kleinen, blauen Tasse.“ Der Inspektor blätterte sein Noitzbuch durch und kratzte sich mit seinen gepflegten Fingernägeln den ebenso gepflegten wie gescheiten Kopf. „Ich bin vollständig ratlos“ sagte er. Ich habe alle Instrumente des Orchesters befragt, und keines scheint als Mörder in Betracht zu kommen.
The violins waltzed.
Die Violinen gaben sich dem Walzer hin.
The cellos and basses provided accompaniment.
Die Celli und Bässse begleiteten sie dabei.
The violas mourned their fate,
Die Bratschen beweinten ihr Schicksal,
while the concertmaster showed off.
während der/die Konzertmeister(in) sich mal wieder so richtig in den Vordergrund spielte. Die Flöten haben Vogelstimmen imitiert …
The flute did bird imitations … repeatedly,
mehrfach,
And the reed instruments had the good taste to admire my jacket.
und die Rohrblattinstrumente waren so geschmackvoll mein Jackett zu bewundern.
The trumpets held a parade in honor of our great nation,
Die Trompeten glänzten mit ihrem Blech um die Wette,
while the french horns waxed nostalgic about something or other.
während die Hörner nostalgische Trübsal bliesen.
The trombones had too much to drink,
Die Posaunen haben einen über den Durst getrunken,
the percussion beat the band
die Schlagzeuger auf den Putz gehauen,
and the tuba stayed home playing cards with his landlady the harp, taking sips of warm milk from a little blue cup.
und die Tuba war zuhause und spielte Karten mit der Zimmerwirtin, der Harfe, und nippte lauwarme Milch aus einer kleinen blauen Tasse.
But the composer is still - dead
Aber der Komponist ist und bleibt tot.
Narrator ad lib. on a subject e.g. “You know, all this narrating is making me very hungry…
Erzähler ad. lib. zu einem Thema wie: „Wisst Ihr, das Erzählen macht mich immer so hungrig …
Tap, tap, tap
Tap, tap, tap
A strange noise caught the inspector’s ear. “Of course,” he said. “The Conductor! You’ve been murdering composers for years! In fact, wherever there’s a conductor, you’re sure to find a dead composer!”
Ein merkwürdiges Geräusch drang an das Ohr des Inspektors. „Natürlich,“ sagte er. „Der Dirigent! (Die Dirigentin) Sie bringen ja schon seit Jahren Komponisten um die Ecke! Wo immer man einen Dirigenten (eine Dirigentin) trifft, findet man auch sicher einen toten Komponisten!“
Beethoven, dead.
Beethoven, tot.
Bach, dead.
Bach, tot.
Brahms, dead.
Brahms, tot.
Mozart, dead.
Mozart, tot.
Haydn, dead.
Haydn, tot.
Schubert, Un - finished, but dead.
Schubert, Un - vollendet, aber tot.
Mahler, dead.
Mahler, tot.
Chopin, Ro- mantic, dead.
Chopin, Ro- mantisch, tot.
Tchaikovsky dra- matic - dead!
Tschaikowski dra- matisch - tot!
Stra- vinsky, ec- static- dead!
Stra- winski, ex- tatisch- tot!
Schoenberg, incompre- hensible but dead.
Schönberg, vollkommen schleierhaft, aber tot.
Berlioz, dead, Purcell dead
Berlioz, tot, Purcell tot
Prokoviev, dead
Prokofiew, tot
Debussy, dead
Debussy, tot
Vivaldi, Wagner, Sibelius, Ives,
Vivaldi, Wagner, Sibelius, Ives,
Handel, Britten, Mendelssohn, Scriabin, Liszt, Messiaen, Copland, Cage, Dvorak, Ravel, Shostakovich, Ligeti, Lutoslawski, Corelli, Bellini, Puccini, Rossini, Scarlatti, Busoni, Boccherini, Verdi …
Händel, Britten, Mendelssohn, Scriabin, Liszt, Messiaen, Copland, Cage, Dvořák, Ravel, Schostakowitsch, Lígeti, Lutoslawski, Corelli, Bellini, Puccini, Rossini, Scarlatti, Busoni, Boccherini, Verdi …
J.C. Bach, W. F. Bach, C.P.E. Bach, Offenbach!
Johann Christian Bach, Wilhelm Friedemann Bach, Carl Phillipp Emanuel Bach, Offenbach!
Dead composers litter the musical world,
Die gesamte musikalische Welt ist gepflastert mit toten Komponisten,
and it’s all because of
und alles nur wegen
one man/woman…
eines einzigen Mannes (einer einzigen Frau) ...
and one
und eines kleinen Stöckchens!
little
stick!
Arrest him/her at once!
Verhaftet ihn (sie) sofort!
“Not so fast!” said the entire orchestra in unison
„Nicht so schnell!“ sagte das ganze Orchester wie aus einem Mund.
“The conductor didn’t work alone.
„Der Dirigent (Die Dirigentin) war´s nicht allein.
All of us have butchered a composer at one time or another.
Jeder von uns hat dann und wann schonmal einen Komponisten niedergemetzelt.
But we also keep composers alive.
Aber wir halten Komponisten auch am Leben.
Without strings and woodwinds,
Ohne Streicher und Holzbläser,
without brass and percussion, there would be no composing at all.
ohne Blechbläser und Schlagzeug wäre alles Komponieren sinnlos.
um, except for various kinds of nonorchestral music.
Naja, zumindest wenn man mal von dem bisschen Kammermusik absieht.
If you want to hear the work of the world’s greatest composers,
Wer die Werke der größten Komponisten der Welt hören will,
you’re going to have to allow for a little murder here and there.”
der muß bei ein bisschen Mord auch schonmal ein Auge zudrücken.“
“But that’s injustice,” cried the Inspector. “Those who want justice” said the orchestra, “can go to the police. But those who want something a little more interesting …
„Aber das ist Unrecht,“ schrie der Inspektor. „Wer Gerechtigkeit will“ sagte das Orchester, kann sich gerne an die Polizei wenden. Aber wer auf der Suche nach etwas aufregenderem ist ...
should go to the orchestra!”
findet’s im Orchester!“