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Herbst 2026
Philosophie
Altertum
Geschichte
Literatur- und Kulturwissenschaft
Musik und Theologie
Im Jubiläumsjahr rückt nicht nur Ingeborg Bachmanns Werk, sondern auch ihr literarisches Umfeld in den Blick. «Liebeslinien» zeigt, wie eng Biografie, intellektueller Austausch und poetische Entwicklung miteinander verflochten sind – und wie aus persönlichen Beziehungen produktive literarische Spannungen entstanden, denn Literatur entsteht selten im Alleingang.



Alexander Honold Liebeslinien
Ingeborg Bachmann in ihren Literaturbeziehungen mit Paul Celan und Max Frisch CHF 28.– / EUR (D) 28.–ISBN 978-3-7965-5493-3
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• Philosophie
• Altertumswissenschaft
• Geschichte
Musikwissenschaften
5 Moritz Weber
Chopins Männer
16 Wolfgang W. Müller Schönheit. Simone Weils Lektüre der Welt
46 Gábor Frigyes Szabó
Die Theologie der Kindheit bei Hans Urs von Balthasar
47 Walsdorf / Kirnbauer (Hg.) Der Vielstimmige.
Karl Nef (1873–1935) und die Musikwissenschaft in Basel
Sprach- und Literaturwissenschaften
7 Abel / Stolz (Hg.)
Parzival
8 Wiebrecht Ries
Magische Wirklichkeiten
9 Bernhard Maaz
Leo von König und Rainer Maria Rilke: Korrespondenzen, Lektüren, Reminiszenzen
30 Robert Walser:
Mikrogramme 1926 (I)
31 Karl Clemens Kübler
Dialektik der Aufmerksamkeit
32 Adriano Montefusco
Vom Nachdenken über die Kunst zur Kunst des Denkens
33 Abel / Chlench-Priber / Sonder / Viehhauser (Hg.)
Vernetzungen – Relationen (in) der mediävistischen Literaturwissenschaft
Philosophie
8 Wiebrecht Ries
Magische Wirklichkeiten
11 Max Beck
Philosophieren im Exil
12 Dirk Fonfara (Hg.)
Karl Jaspers
Max Weber
13 Anton Hügli (Hg.)
Jaspers zur Atombombe
14 Oliver Immel (Hg.)
Karl Jaspers
Die Atombombe und die Zukunft des Menschen
15 Faustino Fabbianelli (Hg.)
Paul Bernays
Philosophische Schriften
16 Wolfgang W. Müller Schönheit.
Simone Weils Lektüre der Welt
• Literatur, Kultur- und Musikwissenschaft
• Theologie
19 Grundriss 19th Century:
Jensen / Keefe (eds.)
United Kingdom and United States
21 Joachim Rautenberg
Das unsichtbare Bild
22a Yi-Ping Xia
Der Mensch als das noch nicht festgestellte Thier
22b Jégoudez / Scolari / Silenzi / Wild (Hg.)
Nietzsche über Bildung und Erziehung
23 Elke Angelika Wachendorff (Hg.)
Jeder Mensch ein Künstler
24 Martin Bondeli (Hg.)
Karl Leonhard Reinhold
Schriften 1804 und 1805
25 Décultot / Mulsow / Sangmeister (Hg.)
Halle als Ort der Unruhe
27 Martin Mosimann
Die unerfüllbare Sehnsucht nach Gewissheit
28 Anna Pavani
Names and Methods
Geschichte
12 Heuss-Knapp / Blomert / Heuss (Hg.)
Ausblick vom Münsterturm
25 Décultot / Mulsow / Sangmeister (Hg.)
Halle als Ort der Unruhe
32 Adriano Montefusco
Vom Nachdenken über die Kunst zur Kunst des Denkens
33 Abel / Chlench-Priber / Sonder / Viehhauser (Hg.)
Vernetzungen – Relationen (in) der mediävistischen Literaturwissenschaft
34 Stiftsbibliothek St. Gallen (Hg.)
Frauen
35 Marti / Marti-Weissenbach
Das Frauenkloster im luzernischen Eschenbach vom Spätmittelalter bis zur Gegenwart
37 Selina Bentsch
Alter(n) aus weiblicher Sicht
38 Stefano Bolla (Hg.)
From Alps to Art with Palmerston and Pars
39 Raphael Studer
Marginalized Imperialist
48 Rose Bilfinger
Der Lindauer oder Mailänder
49 Sancho / Jaquet / Doudet
Die Burgunderkriege
51 Ursula Caflisch-Schnetzler
Johann Caspar Lavater
53 Uwe Plath (Hg.)
Sebastian Castellio De haereticis non puniendis – Ketzer dürfen nicht bestraft werden
54 Christ-von Wedel / Plath / Salvadori / Vischer (Hg.)
Sebastian Castellio (1515–1563)
55 Christine Christ-von Wedel
Sebastian Castellio zwischen Mittelalter, Reformation und Humanismus
57 Paroisse française réformée de Berne (Hg./éd.)
400 Jahre Paroisse française de Berne
60a SSRQ: Roman Sigg (Hg.)
Die Rechtsquellen von Stein am Rhein von der Ersterwähnung bis zum Loskauf der Stadt (1457)
60b SSRQ: Claudia Sutter (Hg.)
Die Rechtsquellen von Schaffhausen ab 1416 bis zum Ende der Reformation (1535/1540)
61a SSRQ: Binz-Wohlhauser / Dorthe (Hg.)
Freiburger Eidbücher 15.–18. Jahrhundert
61b SDS: Bairoch de Sainte-Maire / Cicchini (éd.)
Tome 5 : Les sources du droit genevois au XVIIIe siècle, Première partie : De 1701 à 1716
Kunst- und Architekturgeschichte
23 Elke Angelika Wachendorff (Hg.)
Jeder Mensch ein Künstler
36 Karolin Künzel
Aus der Haut gefahren
38 Stefano Bolla (Hg.)
From Alps to Art with Palmerston and Pars
41 Giovanna Targia (Hg.)
Heinrich Wölfflin
Die klassische Kunst
42 Ernst Spycher
Ein Entwurf macht Schule
43 Braun / Thommen
Die Basler Malerin Emilie Linder (1797–1867)
44 Anastasia Belyaeva
The Rise of Drypoint
45 Larissa Dätwyler
Pentimenti der Moderne
Theologie
26 Julia van der Linde
Care-Praxis angesichts verletzlicher Freiheit
35 Marti / Marti-Weissenbach
Das Frauenkloster im luzernischen Eschenbach vom Spätmittelalter bis zur Gegenwart
36 Karolin Künzel
Aus der Haut gefahren
44 Gábor Frigyes Szabó
Die Theologie der Kindheit bei Hans Urs von Balthasar
51 Ursula Caflisch-Schnetzler
Johann Caspar Lavater
55 Christine Christ-von Wedel
Sebastian Castellio zwischen Mittelalter, Reformation und Humanismus
56 Armin Morich (Hg.)
Das Große Sein und das Große Nichts (Sakyamuni)
57 Paroisse française réformée de Berne (Hg./éd.)
400 Jahre Paroisse française de Berne
Altertumswissenschaften
28 Anna Pavani
Names and Methods
29 James M. Morgan
Perceptions of the Divine in Greek Historiography
59 Lawrence / Guichon / Mouquin / Wyss (Hg.)
Die provinzialrömische Gesellschaft im Fokus
Basiliensia
42 Ernst Spycher
Ein Entwurf macht Schule
43 Braun / Thommen
Die Basler Malerin Emilie Linder (1797–1867)
Zeitschriften

Seit seinem frühen Tod wurde das Bild des Privatlebens von Frédéric Chopin (1810–1849) durch festgefügte biografische Erzählungen geprägt. Hinweise auf emotionale und intime Bindungen zu Männern blieben weitgehend unbeachtet oder wurden systematisch ausgeblendet und ignoriert.
Der Kulturjournalist und Autor Moritz Weber hat diese Spuren nun akribisch zusammengetragen und neu bewertet.
Ausgangspunkt seiner Recherche sind Briefe Chopins an enge männliche Freunde, deren Sprache auffallend zärtlich und emotional ist. Weber zeigt, dass solche Passagen in früheren Editionen häufig abgeschwächt, verkürzt oder durch Übersetzungen verfälscht wurden – etwa indem männliche Anreden in weiblicher Form wiedergegeben oder Liebesbekundungen als unverbindliche Freundschafts-
rhetorik gedeutet wurden. Verlorene oder nie veröffentlichte Briefsammlungen trugen ebenfalls dazu bei, ein Bild zu prägen, das den Komponisten in ein heteronormatives Schema presste. Moritz Weber hat diese unveröffentlichten Quellen nun erstmals ans Licht gebracht und ausgewertet.
Während seiner Arbeit stiess der Autor auf Lücken in den Archiven ebenso wie auf Widerstände im wissenschaftlichen und öffentlichen Diskurs. Besonders dort, wo Chopin als Identifikationsfigur gilt, lösten seine Recherchen teils heftige Abwehrreaktionen aus.
Das Buch liefert ein umfassenderes und den historischen Fakten entsprechendes Bild eines der bedeutendsten Komponisten des 19. Jahrhunderts, dessen Œuvre bis heute seinen festen Platz im musikalischen Kanon behauptet.
Moritz Weber
Chopins Männer
Der polnische Komponist Frédéric Chopin schrieb und versandte diverse Liebesbekenntnisse – ausschliesslich an Männer. Auf der Grundlage einer Vielzahl an bisher unpublizierten und unbeachteten Archivalien (z. B. Briefe und Notizbücher) werden die Adressaten hier detailliert vorgestellt – sie treten aus dem Schatten und erzählen von Chopins (Doppel-)Leben in einer von Revolutionen geprägten, homophoben Zeit. Das Buch blickt hinter die Mythen und Fassaden, die bereits im 19. Jahrhundert rund um Chopin aufgebaut wurden; es lüftet diverse Schleier, die zu heben damals noch nicht möglich war. Dadurch erscheinen der geniale, humorvolle, bisweilen auch spöttische und zotige Klavierpoet und seine Musik in einem neuen Licht.

Moritz Weber, Kulturpublizist, Pianist und Klavierpädagoge, studierte an der Zürcher Hochschule der Künste und an der Hochschule für Musik und Theater München. Seit 2012 publiziert er hauptsächlich als Musikredaktor für das Kulturradio des SRF. Er schrieb zudem für die NZZ sowie für Fachpublikationen wie die Schweizer Musikzeitung Seit mehr als fünf Jahren forscht er intensiv zum Leben und Werk von Frédéric Chopin.
Moritz Weber Chopins Männer
Ca. 480 Seiten, gebunden
Ca. CHF 46.–, EUR (D) 46.–ISBN 978-3-7965-5429-2
Erscheint im August 2026
Auch als E-Book erhältlich WG 1593

Die vorliegende Neuedition des Parzival Wolframs von Eschenbach trägt den grundlegenden Neuerungen in der überlieferungsgeschichtlichen Betrachtung dieses mittelalterlichen Klassikers Rechnung. Während die Ausgabe von Karl Lachmann (1833) nur einen Bruchteil der heute bekannten Textzeugen berücksichtigte und die Überlieferung in zwei Klassen einteilte, geht die aktuelle Forschung von vier unterscheidbaren Textfassungen aus. Auf die Rekonstruktion eines hypothetischen Archetyps verzichtend, macht die neue Edition erstmals die vier Fassungen zugänglich, indem diese nach dem Leithandschriftenprinzip rekonstituiert und synoptisch nebeneinander präsentiert werden. Grundlage der Edition sind 16 nahezu vollständige Textzeugen sowie 72 Fragmente, die philologisch und mithilfe moderner phylogenetischer Verfahren neu ausgewertet werden. Jeder Fassungstext basiert auf einer Leithandschrift, weitere Textzeugen werden ihm zugewiesen.
Varianten der einzelnen Fassungen werden im Druck unmittelbar sichtbar gemacht, während Apparate zusätzlich Binnenvarianten sowie charakteristische handschriftliche Merkmale – wie Initialen, Überschriften oder Illustrationen – dokumentieren. Die Überlieferungsverhältnisse sind auf diese Weise transparent und übersichtlich dargestellt.
Ein ausführlicher Begleitband legt die Editionsprinzipien, Fassungsprofile und editorischen Entscheidungen offen und macht sämtliche Eingriffe nachvollziehbar. Er wird ergänzt durch mehrere Namenregister, in denen die Schreibweisen der Haupthandschriften berücksichtigt sind. Damit liegt die Überlieferung von Wolframs Parzival erstmals vollständig dokumentiert und wissenschaftlich fundiert aufbereitet vor – als verlässliche Grundlage für die weitere Forschung.
Wolfram von Eschenbach
Michael Stolz (Hg.)
Parzival
Der kurz nach 1200 entstandene Parzival-Roman Wolframs von Eschenbach zirkulierte bereits früh in unterschiedlichen Fassungen. Vier Textversionen lassen sich aus einer komplexen handschriftlichen Überlieferung rekonstruieren. Die hier präsentierten, nach strengen editorischen Regeln erstellten Fassungstexte beruhen auf intensiven philologischen Forschungen, in welche auch digitale Werkzeuge und Methoden einbezogen wurden. Die Ausgabe, die auch in einer digitalen Version verfügbar ist, wird damit konventionellen textkritischen Ansprüchen ebenso gerecht wie einer an der Materialität der mittelalterlichen Handschriftenkultur orientierten Perspektive. In ihrem Verfahren bietet sie die massgebliche handschriftenbasierte Neuedition von Wolframs Parzival seit Karl Lachmanns Ausgabe von 1833.

Michael Stolz war von 2006 bis 2026 Ordinarius für germanistische Mediävistik an der Universität Bern. Er hat zahlreiche Publikationen zur deutschen Literatur des Mittelalters veröffentlicht. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören Wissensgeschichte, Kulturkontakte, Handschriftenstudien und digitale Edition.
Stefan Abel ist Privatdozent für germanistische und komparatistische Mediävistik an der Universität Bern. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen der geistlichen und weltlichen Literatur des Mittelalters (in interkulturellen Kontexten), der historischen Narratologie, Editionswissenschaft und Mittelalterrezeption.
Wolfram von Eschenbach
Michael Stolz (Hg.)
Unter Mitarbeit von Stefan Abel Parzival
Ausgabe nach Fassungen
Ca. 1 960 Seiten, in 3 Teilbänden und einem Kommentarband, gebunden
Ca. CHF 334.–, EUR (D) 334.–ISBN 978-3-7965-5654-8
Erscheint im November 2026
Auch als E-Book erhältlich WG 1563

Wiebrecht Ries
Magische Wirklichkeiten
Eine Philosophie der Kunst entfaltet Wiebrecht Ries in den hier versammelten Studien, die sich mit Texten von Johann Wolfgang von Goethe, Friedrich Hölderlin, Friedrich Nietzsche, Franz Kafka und anderen Grössen der Literatur auseinandersetzen. Ries’ Aufmerksamkeit gilt Bildwelten, Traumwelten –magischen Wirklichkeiten. Seine Studie zu Nietzsche verbindet hierzu eine Philosophie der Kunst mit einer Physiognomik der Seele, während in der Kafka-Studie die Verbindung mythischen Denkens in Kafkas Dichtungen mit der Logik des Traums bildhaft dokumentiert wird. Weitere Ausführungen gelten dem Traum in den Werken Dostojewskijs, Tolstojs, Strindbergs, aber auch bildender Künstler wie Munch, Beckmann und Balthus. Welchen Gesetzlichkeiten magische Wirklichkeiten unterliegen, erhellen die zur Diskussion gestellten Gedanken.
Wiebrecht Ries studierte Germanistik und Philosophie in Basel sowie Heidelberg und war Professor für Philosophie an der Universität Hannover. Zu seinen zahlreichen Veröffentlichungen zählen Friedrich Nietzsche. Begegnungen mit dem anderen Nietzsche (2000), Nietzsche / Kafka. Zur ästhetischen Wahrnehmung der Moderne (2007) und Nachtstimmen. Expeditionen in Innen-Welten (2017).
Wiebrecht Ries Magische Wirklichkeiten Studien zu Literatur und Philosophie
Ca. 200 Seiten, broschiert Ca. CHF 38.–, EUR (D) 38.–ISBN 978-3-7965-5561-9
Erscheint im September 2026
Auch als E-Book erhältlich WG 1520
Bernhard Maaz
Leo von König und Rainer Maria Rilke Korrespondenzen, Lektüren, Reminiszenzen
Jahrzehntelang pflegte Rilke den Kontakt zum Porträtisten
Leo von König (1871–1944). Anhand bislang unveröffentlichter Briefe und Dokumente nimmt der Band die komplexe Beziehung zwischen den beiden in den Blick.
Rilkes Korrespondenz mit Leo von König geht von sachlichen Inhalten aus, berührt aber auch Reiseerfahrungen und Persönliches. Neben Familienmitgliedern und Freunden treten Bekannte des Autors und Schülerinnen des Malers in Erscheinung, aber auch dessen Freund und Reisebegleiter in Spanien, der Kunstkritiker
Julius Meier-Graefe, sowie Künstlerinnen und Künstler wie Renée Sintenis, Paula Modersohn-Becker und Auguste Rodin. Andere Quellen, etwa Leo von Königs Lese-Tagebuch, das hier erstmals ausgewertet wird, decken auf, dass dieser sich weitergehend mit Rilke auseinandersetzte.
Die Dokumente werden in eine Gesamtdarstellung der Beziehungen zwischen Maler und Dichter eingebettet. Es ergibt sich ein Kaleidoskop, das Rilkes bekannte Bezüge auf bildende Künstler um einen wertvollen Baustein erweitert.

Bernhard Maaz, Kunsthistoriker, war unter anderem Direktor der Gemäldegalerie Alte Meister in Dresden und bis 2025 Generaldirektor der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen. Er hat zahlreiche Werke zur Kunstgeschichte vor allem des 19. und 20. Jahrhunderts sowie Quellenschriften zu Künstlern im Austausch mit Goethe, Humboldt und anderen veröffentlicht.
Schriften der Fondation Rilke (SFR)
Herausgegeben von der Fondation Rilke
SFR 3
Bernhard Maaz
Leo von König und Rainer Maria Rilke: Korrespondenzen, Lektüren, Reminiszenzen
Ca. 112 Seiten, gebunden
Ca. CHF 28.–, EUR (D) 28.–ISBN 978-3-7965-5595-4
Erscheint im Mai 2026
Auch als E-Book erhältlich WG 1510


Die nationalsozialistische Machtübernahme im Jahr 1933, der Aufstieg des Austrofaschismus seit 1934 und der 1938 erfolgte «Anschluss» hatten tiefgreifende Folgen für die deutschsprachige Kultur- und Wissenschaftslandschaft. Zahlreiche Philosophinnen und Philosophen sahen sich aufgrund politischer Verfolgung, ihrer jüdischen Herkunft oder ihrer Opposition zum Regime gezwungen, ihren ursprünglichen Wirkungsort zu verlassen. Besonders die Vereinigten Staaten entwickelten sich in den folgenden Jahren zu einem Zufluchtsort für diese Intellektuellen, während andere Exilwege etwa in die Niederlande, nach Grossbritannien, Schweden oder Südamerika führten.
Zu den prominenten philosophischen Figuren der Exilphilosophie zählen die Exponenten zweier Denkströmungen, die sich in den 1920er-Jahren geformt haben: Theodor W. Adorno und Max Horkheimer als Protagonisten der Kritischen
Theorie sowie Otto Neurath, Rudolf Carnap und Hans Reichenbach als Vertreter des Logischen Empirismus. Ihre Arbeiten prägten aufgrund ihres Exils nicht nur die europäische, sondern auch die angloamerikanische Philosophie nachhaltig. Institutionen wie das nach New York umgezogene Institut für Sozialforschung wurden zu wichtigen Zentren des intellektuellen Austauschs auf der anderen Seite des Atlantiks. Die Erfahrung von Flucht, Verlust und Neuanfang prägte die thematische Ausrichtung vieler dieser Arbeiten. Fragen nach Demokratie, Freiheit, politischer Verantwortung und den Ursachen totalitärer Herrschaft rückten verstärkt in den Mittelpunkt philosophischer Reflexion. Die Emigration bedeutete daher nicht nur eine biografische Zäsur für einzelne Denker, sondern stellte auch einen entscheidenden Moment der internationalen Neuverortung und Neuvernetzung philosophischer Traditionen dar.
- Max Beck
Philosophieren im Exil
Was passiert mit dem philosophischen Denken, wenn es aus seinem Entstehungskontext entfernt wird und seine Sprache verliert? Die Studie untersucht das Exil der deutschsprachigen Philosophie nach 1933 als Zäsur für das philosophische Denken. Im Zentrum steht das spannungsreiche Verhältnis zwischen Logischem Empirismus und Kritischer Theorie, an dem diese Fragen prägnant verhandelt werden. Analysiert wird, wie die Exilanten mit dem Sprachwechsel umgingen, theoretisch auf den Faschismus reagierten und mit der US-amerikanischen Philosophie interagierten. Der Schwerpunkt der Studie liegt auf Theodor W. Adorno und Max Horkheimer als Protagonisten der Kritischen Theorie sowie Otto Neurath, Rudolf Carnap und Hans Reichenbach als Vertretern des Logischen Empirismus. Der erzwungene Ortswechsel zerstörte zwar akademische Strukturen, eröffnete zugleich aber neue intellektuelle Räume. Unterschiede im Sprachgebrauch und in der kulturellen und akademischen Anpassung verdeutlichen Divergenzen im Selbstverständnis beider Denkrichtungen. Damit wird exemplarisch deutlich, dass die Exilphilosophie als eigenständiges Kapitel der Philosophiegeschichte des 20. Jahrhunderts zu verstehen ist.
Ausgezeichnet mit dem «Claus-Dieter Krohn Preis für Exilforschung» (2026).

Max Beck studierte Philosophie in Marburg und Wien und wurde 2025 in Jena promoviert. Aktuell ist er Wissenschaftlicher Mitarbeiter im DFG-Projekt «Digitale Datenbank Exilphilosophie 1933–1945» am Institut für Philosophie der Universität Jena. Seine Schwerpunkte liegen in den Bereichen Philosophie der Künstlichen Intelligenz, Digital Humanities, Philosophiegeschichte des 20. Jahrhunderts und ihre Methoden, Wissenschaftsphilosophie, Sprachphilosophie, Exilforschung.
Max Beck Philosophieren im Exil Logischer Empirismus und Kritische Theorie 1933–1945
Ca. 300 Seiten, broschiert
Ca. CHF 28.–, EUR (D) 28.–ISBN 978-3-7965-5597-8
Erscheint im Juli 2026
E- Book Open Access WG 1520

Elly Heuss-Knapp (1881–1952) war eine deutsche Politikerin, Publizistin und Sozialreformerin. Sie engagierte sich früh für Bildung und die gesellschaftliche Stellung von Frauen und wurde später als Mitgründerin des Müttergenesungswerks bekannt. Als Ehefrau des ersten Bundespräsidenten prägte sie auch die Rolle der First Lady in Deutschland.
Elly Heuss-Knapp / Reinhard Blomert
Ludwig Theodor Heuss (Hg.) Ausblick vom Münsterturm
Wie wird aus einer jungen Frau im Kaiserreich eine engagierte Stimme für gesellschaftlichen Wandel?
In «Ausblick vom Münsterturm» erzählt Elly Heuss-Knapp eindrucksvoll von ihrer Kindheit im Elsass, von Bildung, Aufbruch und den frühen Anfängen ihres sozialen und politischen Engagements. Ihr autobiografischer Text verbindet persönliche Erinnerung mit genauer Beobachtung und macht eine vergangene Welt in überraschender Unmittelbarkeit erfahrbar.
Die Neuauflage mit einem Nachwort von Reinhard Blomert, herausgegeben von Ludwig Theodor Heuss, bietet einen Zugang zu diesem eindrucksvollen Zeitdokument – und zeigt, wie aktuell die Fragen nach Bildung, gesellschaftlicher Teilhabe und weiblicher Selbstbestimmung geblieben sind.
Elly Heuss-Knapp Ausblick vom Münsterturm Erinnerungen
Mit einem Nachwort von Reinhard Blomert, herausgegeben von Ludwig Theodor Heuss Ca. 190 Seiten, Broschur mit Klappen
Ca. CHF 28.–, EUR (D) 28.–ISBN 978-3-7965-5643-2
Erscheint im September 2026
Auch als E-Book erhältlich WG 1921
Karl Jaspers
Dirk Fonfara (Hg.)
Max Weber
Neben den drei zu Lebzeiten publizierten Schriften über Max Weber werden in diesem Band bislang unveröffentlichte oder lediglich teilveröffentlichte Texte aus dem Nachlass präsentiert: Fragmente jener drei Vorträge vom Juli 1928, aus denen vier Jahre später die Monographie hervorgehen sollte, der Entwurf einer Ansprache zum 10-jährigen Todestag am 14. Juni 1930, eine «Abschließende Charakteristik» im Rahmen der Vorlesung «Philosophie der Gegenwart» vom Wintersemester 1960/61, «Letzte Notizen» ab dem Jahreswechsel 1962/63 sowie einschlägige, erst jüngst in verschiedenen Archiven aufgefundene Briefe, darunter ein mehrseitiger Brief an Max Weber vom 16. November 1913 über dessen Kategorienaufsatz, der Jaspers in der Druckfahne vorlag. Sie alle, besonders aber die «Letzten Notizen», die hier erstmals vollständig abgedruckt werden, und die Korrespondenzen mit Eduard Baumgarten und Else Jaffé legen nahe, dass Jaspers’ Blick auf Max Weber viel differenzierter war, als man gemeinhin annimmt.

Dirk Fonfara ist Mitarbeiter der Karl-Jaspers-Forschungsstelle der Heidelberger Akademie der Wissenschaften.
Karl Jaspers Gesamtausgabe (KJG)
Herausgegeben im Auftrag der Heidelberger Akademie der Wissenschaften und der Niedersächsischen Akademie der Wissenschaften zu Göttingen von Markus Enders / Thomas Fuchs / Jens Halfwassen † / Reinhard Schulz in Verbindung mit Anton Hügli / Kurt Salamun / Hans Saner †
KJG I/19
Dirk Fonfara (Hg.)
Karl Jaspers
Max Weber
Deutsches Wesen im politischen Denken, im Forschen und Philosophieren
Ca. L, 300 Seiten, Leinen mit Schutzumschlag
Ca. CHF 116.–, EUR (D) 116.–Fortsetzungspreis:
Ca. CHF 104.–, EUR (D) 104.–ISBN 978-3-7965-5581-7
Erscheint im Dezember 2026 WG 1526

Anton Hügli ist emeritierter Professor für Philosophie und Pädagogik an der Universität Basel mit Forschungsschwerpunkt in praktischer Philosophie. Zahlreiche seiner Publikationen gelten dem Denken und dem Werk von Karl Jaspers, so Jaspers: Stationen seines philosophischen Wegs (2021) und Karl Jaspers on Truth and Dialogue (2025).
Anton Hügli (Hg.) Jaspers zur Atombombe
Nur eine Weltfriedensordnung kann die Menschheit vor der Selbstvernichtung bewahren. Zu diesem Schluss kommt Karl Jaspers, als der «Kalte Krieg» in vollem Gange ist und Totalitarismus sowie Atomwaffen die Zukunft des Menschen bedrohen. Das Buch zeigt auf, wie Kant und ihm folgend Jaspers eine solche Weltfriedensordnung entworfen haben. Weltfriede ist, folgt man Jaspers, nur möglich, wenn dieser in jedem Einzelnen beginnt, der – an seinem Ort und indem er sich von dem rechnenden Verstand und gewaltbereiter Machtpolitik abkehrt – ein «überpolitisches Ethos» auszubilden versucht, in Solidarität mit Anderen und mit Blick auf das Ganze menschlicher Existenz. Was das genau heisst, welche Art von Denken wir bräuchten, welche Ansprüche es an uns stellt, welche politischen Voraussetzungen zu schaffen wären und worauf wir überhaupt noch hoffen dürfen, wenn alles hoffnungslos scheint – dies sind die weiteren Themen des Buchs.
Schwabe reflexe
Schwabe reflexe 89 Anton Hügli (Hg.)
Jaspers zur Atombombe Zur Aktualität von Karl Jaspers' Denken über die atomare Bedrohung und die Zukunft des Menschen
Ca. 190 Seiten, broschiert
Ca. CHF 23.–, EUR (D) 23.–ISBN 978-3-7965-5611-1
Erscheint im November 2026
Auch als E-Book erhältlich WG 1526
Karl Jaspers
Oliver Immel (Hg.)
Die Atombombe und die Zukunft des Menschen
In einer Zeit der bedrohlichen Zuspitzung des Kalten Krieges, atomaren Wettrüstens und hitziger Debatten nahm Karl Jaspers mit Die Atombombe und die Zukunft des Menschen 1958 ausführlich Stellung zur erstmals möglich gewordenen Selbstvernichtung der Menschheit. Was Jaspers angesichts der Ausweglosigkeit bisherigen politischen Denkens im Umgang mit den Gefahren eines Atomkriegs und des Totalitarismus als Voraussetzung einer den Weltfrieden sichernden Ordnung herausarbeitet, die Entwicklung eines «überpolitischen Ethos» in jedem Einzelnen, sperrte sich mit seinen Forderungen einer «Revolution der Denkungsart» und der Einklammerung des Nützlichkeits- und Machbarkeitsdenkens gegen die Versuchung, die Frage des Friedens auf institutionelle Mechanismen zu verkürzen und von der Lebensführung und Verantwortung jedes Einzelnen abzulösen.
Mit dem Fokus auf die Fragen ‹Was tun?› und ‹Woraus lässt sich Hoffnung schöpfen?› bildet dieses Buch, zusammen mit weiteren in diesem Band versammelten Texten, das vielleicht eindrucksvollste Zeugnis für die politische Tragweite des Jaspers’schen Entwurfs eines philosophischen Lebens, das Selbstsein, den weitesten Raums des Denkens, Bereitschaft zu universeller Kommunikation und philosophischen Glauben verbindet. Die Zeitlosigkeit seiner überpolitischen Überlegungen zeigt sich nicht nur in ihrer Anwendbarkeit auf sämtliche Untergangsszenarien der Menschheit. Sie besteht auch darin, die Besinnung auf die Frage «Was es heißt, ein Mensch zu sein» als unverzichtbaren Bezugspunkt politischer Erwägungen wachzuhalten.

Oliver Immel ist Mitarbeiter der Forschungsstelle Karl-JaspersGesamtausgabe der Niedersächsischen Akademie der Wissenschaften zu Göttingen.
Karl Jaspers Gesamtausgabe (KJG)
Herausgegeben im Auftrag der Heidelberger Akademie der Wissenschaften und der Niedersächsischen Akademie der Wissenschaften zu Göttingen von Markus Enders / Thomas Fuchs / Jens Halfwassen † / Reinhard Schulz in Verbindung mit Anton Hügli / Kurt Salamun / Hans Saner †
KJG I/24
Oliver Immel (Hg.)
Karl Jaspers
Die Atombombe und die Zukunft des Menschen
Ca. LXX, 600 Seiten, Leinen mit Schutzumschlag
Ca. CHF 188.–, EUR (D) 188.–Fortsetzungspreis:
Ca. CHF 169.–, EUR (D) 169.–ISBN 978-3-7965-5580-0
Erscheint im Oktober 2026 WG 1526

Paul Bernays
Faustino Fabbianelli (Hg.)
Philosophische Schriften
Das philosophische Denken von Paul Bernays ist fast ausschliesslich wegen der Arbeiten in Erinnerung geblieben, mit denen er sich im Gebiet der mathematischen Grundlagen profiliert hat. Der vorliegende Band versammelt zum ersten Mal bereits edierte sowie bislang unedierte Publikationen, die sich mit Themen auseinandersetzen, welche auf unterschiedliche Weise im Zentrum der Diskussionen des 20. Jahrhunderts standen: u. a. mit der Transzendentalphilosophie von Kant und Fries, der Phänomenologie Husserls, mit Ferdinand Gonseths «philosophie ouverte», dem logischen Empirismus und dem kritischen Rationalismus von Popper. Vermittelt wird ein ganz neues Bild des philosophischen Beitrags von Paul Bernays, welches eindrücklich die Bandbreite seiner Interessen sowie die Tiefe seiner Reflexion bezeugt.
Faustino Fabbianelli ist Professor für Geschichte der Philosophie an der Universität Parma. Er hat an der Scuola Normale Superiore Pisa mit einer Dissertation über Fichte promoviert und hatte eine Gastprofessur an der LMU München inne. Fabbianelli beschäftigt sich v.a. mit klassischer deutscher Philosophie, italienischer Philosophie sowie der deutschen Phänomenologie.
Faustino Fabbianelli (Hg.) Paul Bernays Philosophische Schriften Eine kommentierte Edition
Ca. 510 Seiten, gebunden Ca. CHF 82.–, EUR (D) 82.–ISBN 978-3-7965-5583-1
Erscheint im Juni 2026
E-Book Open Access WG 1526
Wolfgang W. Müller Schönheit
«Die Schönheit ist ein Mysterium; das Geheimnishafteste hier unten. Aber sie ist eine Tatsache.» Dem Schönen kommt in Simone Weils Œuvre eine zentrale Bedeutung zu. Für sie eröffnet es einen Weg, dem menschlichen Dasein Sinn zu verleihen. In seinem Buch behandelt Wolfgang W. Müller Weils gesamtes Werk unter dem zentralen Aspekt einer philosophischen Ästhetik, dem in der Forschung bislang wenig Beachtung geschenkt wurde: Er rückt das Phänomen der Musik – das Musikschaffen wie das Musikhören – in den Fokus seiner Untersuchung. Müller führt in das Leben Weils ein, stellt die philosophischen und religionsphilosophischen Elemente einer Ästhetik à la Weil vor und beleuchtet, wie verschiedene Musikerinnen und Musiker das Werk Simone Weils gelesen, verstanden und gehört haben.

Wolfgang W. Müller ist emeritierter Professor für Dogmatik und war bis 2021 Leiter des Ökumenischen Instituts an der Theologischen Fakultät der Universität Luzern. Er ist Herausgeber der Reihe Text und Normativität (TeNOR) im Schwabe Verlag und hat zahlreiche Publikationen zu Theologie und Musik veröffentlicht.
Wolfgang W. Müller Schönheit
Simone Weils Lektüre der Welt
Ca. 256 Seiten, gebunden Ca. CHF 38.–, EUR (D) 38.–ISBN 978-3-7965-5518-3
Erscheint im Juni 2026
Auch als E-Book erhältlich WG 1520
Grundriss der Geschichte der Philosophie, intended to comprise more than forty volumes, is the most significant and most comprehensive German-language presentation of the history of philosophy. It continues the tradition of the project initiated in the nineteenth century by Friedrich Ueberweg, which aimed to provide a thorough account of the history of philosophy. The series, which has hitherto been available only in German, will this year see the first appearance of an Englishlanguage volume.
The Grundriss aims for balanced presentation, high scholarly standards, and comprehensive information on philosophers, schools, traditions, and controversies. With its contributions to intellectual biography, summaries of lesser-known writings, and historically and systematically oriented accounts of philosophical doctrines, the Grundriss remains the reference work on the history of philosophy in German.
With its series on philosophy in the Islamic world, as well as further planned series on non-European philosophy, the Grundriss is developing into a comprehensive global history of philosophy.

Philosophie in der islamischen Welt 4/1
Anke von Kügelgen (Hg.)
19. und 20. Jahrhundert: Arabischer Sprachraum
CHF 230.–, EUR (D) 230.–
ISBN 978-3-7965-4319-7
The general editors Laurent Cesalli (Geneva) and Gerald Hartung (Wuppertal)and the publisher are advised by a scientific board of the Swiss Academy of Humanities and Social Sciences.
The series Grundriss der Geschichte der Philosophie:
PHILOSOPHY… … OF ANTIQUITY … OF THE MIDDLE AGES … OF THE 17TH CENTURY … OF THE 18TH CENTURY … OF THE 19TH CENTURY … IN THE ISLAMIC WORLD
Planned series:
PHILOSOPHY… … OF THE 14TH, 15TH AND 16TH CENTURIES … OF THE 20TH CENTURY … IN EAST ASIA … IN SOUTH ASIA … IN AFRICA … IN LATIN AMERICA … IN JEWISH HISTORY

Philosophie in der islamischen Welt 2/2
Ulrich Rudolph (Hg.)
11. und 12. Jahrhundert: Westliche Gebiete
CHF 240.–, EUR (D) 240.–
ISBN 978-3-7965-4419-4

Die Philosophie des 19. Jahrhunderts 1/2
Gerald Hartung (Hg.)
Deutschsprachiger Raum 1830-1870
CHF 200.–, EUR (D) 200.–
ISBN 978-3-7965-4639-6
Available as an online database DOI: https://doi. org/10.24894/ Grundriss

Die Philosophie des Mittelalters 3/1-2
Laurent Cesalli, Ruedi Imbach, Alain de Libera u.a. (Hg.)
12. Jahrhundert
CHF 420.–, EUR (D) 420.–
ISBN 978-3-7965-2625-1
Kipton Jensen / Jenny Keefe (eds.) United Kingdom and United States
This volume covers the philosophical developments in the United Kingdom and the United States during the 19th century. It comprises thirty essays, divided into seven sections, which survey the historical and institutional context (Section 1), empiricism and utilitarianism in Britain (Section 2), American pragmatism (Section 3), idealism and reactions to scepticism in Britain and America (Sections 4 and 5), and political and social philosophy in Britain/Colonial India as well as in America (Sections 6 and 7). The volume presents biographical details, the works, and the doctrines of key figures such as John Stuart Mill, Charles Sanders Peirce, William James, John Dewey, Samuel Taylor Coleridge, Lady Mary Shepherd, Ralph Waldo Emerson, Henry David Thoreau, Josiah Royce, and Margaret Fuller. The philosophical movements and thematic debates addressed include African American philosophy, empiricism, evolutionary thought, feminism, idealism, indigenous philosophy, pragmatism, transcendentalism, social reform, utilitarianism, and women philosophers. Additionally, each essay provides a comprehensive bibliography of primary and secondary literature.

Kipton Jensen is a Professor of Philosophy at Morehouse College. His scholarly interests include German Idealism, American Pragmatism, and the philosophy of religion. Jensen has published Hegel: Hovering, Parallel Discourses, and Howard Thurman and the Search for Common Ground.
Jenny Keefe is an Associate Professor of Philosophy at the University of Wisconsin-Parkside. Her research interests include Scottish Philosophy, British Idealism and Nineteenth-Century Philosophy. She is the editor of James Frederick Ferrier: Selected Writings (2011) and the author of articles and book chapters on Ferrier’s philosophy and the British Idealists.
Grundriss der Geschichte der Philosophie: The Philosophy of the 19th Century Edited by Gerald Hartung
Die Philosophie des 19. Jahrhunderts / The Philosophy of the 19th Century 2
Kipton Jensen / Jenny Keefe (eds.) United Kingdom and United States
Approx. 600 pages, clothbound with dust jacket
Approx. CHF 260.–, EUR (D) 260.–ISBN 978-3-7965-4664-8
Available in November 2026 WG 1525
The series History of Philosophy as Philosophy, edited by James Conant (University of Chicago), sees itself as a forum for works that engage in philosophically illuminating forms of history of philosophy. This kind of historical work in philosophy, if successfully practiced, yields not just historical but also philosophical insight. Part of how it sustains its identity as philosophy is by striving to train one eye on that in the philosophical past which, if properly uncovered, cannot help but productively unsettle the philosophical present. This requires that the other eye be trained throughout on what in the philosophical present might most benefit from such a form of intellectual encounter. The works published in this series show that philosophy not only need not lose its power when situated historically, but that precisely such an exercise can enable contemporary philosophy to achieve new forms of depth, conceptual perspective, and methodological self-reflection. History of Philosophy as Philosophy publishes selected monographs and anthologies in English or German that analyse and explore landmark achievements in the history philosophy in a
manner that reveals their transformative potential for contemporary philosophical debate. The series focuses on works that show how central questions—in logic, metaphysics, epistemology, ethics, political philosophy, philosophy of language, and/ or philosophy of mind—may be posed afresh through productive readings and re-readings of classical authors.
The series thereby presents exemplars of ways in which the practice of the history of philosophy can reshape the ongoing practice of philosophizing. It shows that historical arguments are not merely the subject of exegesis, but resources for contemporary reflection and self-understanding. It promotes historically informed work in philosophy that does not merely curate and comment on the tradition but seeks to advance it.
Schwabe Verlag supports and enables open-access publications and offers this option in various models for the volumes in the series.
Enquiries, suggestions for volumes, and manuscripts are welcome and may be submitted to christian.barth@schwabeverlag.ch or to the series editor James Conant.
Joachim Rautenberg
Das unsichtbare Bild
Einer verbreiteten Auffassung zufolge vollzog sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts ein folgenreicher Paradigmenwechsel in der Philosophie: Mit dem sogenannten linguistic turn wandte man sich von den Problemkreisen der Subjektphilosophie ab – und der Sprache zu. Die Entdeckung der sprachlichen Verfasstheit des Denkens sah man dabei im Licht einer «De-Transzendentalisierung des Subjekts» (Habermas) und dessen Einbettung in Geschichte, Kultur und Gesellschaft. Anliegen dieses Bandes ist es, diese Auffassung zu korrigieren: In einer Re-Lektüre von Ludwig Wittgensteins Tractatus zeigt er, dass die Wende zur Sprache keine Abwendung von der alten Frage nach der Möglichkeit von Selbstbewusstsein ist, sondern deren Vertiefung. Wittgensteins Diktum, der Satz sei ein Bild der Tatsache, bildet dabei das Zentrum eines weitreichenden philosophischen Problems: Der Satz ist ein Bild der Tatsache – aber wann sehen wir jemals das Bild?

Joachim Rautenberg studierte Philosophie und Klassische Philologie in Leipzig, Basel und Strasbourg. Er war Mitglied des GraduiertenKollegs eikones an der Universität Basel, wo er 2025 seine Promotion in Philosophie abschloss.
History of Philosophy as Philosophy (HPAP) Edited by James Conant
HPAP 1
Joachim Rautenberg
Das unsichtbare Bild Sprachliches Selbstbewusstsein in Wittgensteins Tractatus
Ca. 240 Seiten, gebunden Ca. CHF 50.–, EUR (D) 50.–ISBN 978-3-7965-5588-6
Erscheint im Juli 2026 E-Book Open Access WG 1526

Nietzsches anthropologische Subjektivitätskritik
Yi-Ping Xia
Der Mensch als das noch nicht festgestellte Thier
Das Selbstverständnis des Menschen wird im 19. Jahrhundert – das allgemein als das Zeitalter sowohl der Geschichte als auch der Wissenschaften gilt – zunehmend aus biologischen, historischen und sozialen Bedingungen hergeleitet. Auch Nietzsche, der sich mit Descartes, Kant, Schopenhauer und den Lebenswissenschaften des 19. Jahrhunderts auseinandersetzt, historisiert und naturalisiert den Menschen dezidiert. Seine Vernatürlichung des Menschen sollte jedoch, dafür plädiert dieses Buch, nicht als rein theoretisches Programm betrachtet werden. Denn Nietzsche bemüht sich auch, in einem dekadenten Zeitalter das schöpferische Potenzial des Menschen zurückzugewinnen. Die Nicht-Feststellbarkeit des Menschen ist daher nach Nietzsche nicht als beklagenswerte Tatsache wahrzunehmen. Vielmehr liegt in ihr die Möglichkeit zur Selbstgestaltung des Menschen begründet.

Neue Perspektiven auf Nietzsches pädagogische Philosophie
Fabien Jégoudez / Paolo Scolari / Marina Silenzi / Markus Wild (Hg.) Nietzsche über Bildung und Erziehung
Bildung und Erziehung sind nicht nur im ganzen Werk Nietzsches relevant, sondern strukturieren sein philosophisches Denken von Anfang bis Ende entlang mehrerer Linien – das ist auch der rote Faden dieses Bandes. Die Vielfalt der vertretenen internationalen Perspektiven zeigt, dass eine erneute Reflexion über Nietzsches Überlegungen zu Bildung und Erziehung ein dringendes Desiderat der Nietzsche-Forschung ist. Auch im Hinblick auf die Herausforderungen der Gegenwart, etwa den Umgang mit Bildungs- und Wissensansprüchen, geben Nietzsches Überlegungen wertvolle Impulse.
Yi-Ping Xia hat Philosophie und Germanistik in Taipei und Heidelberg studiert. 2025 wurde er mit einer Arbeit über Nietzsche an der Universität Freiburg promoviert. Seine Forschungsinteressen umfassen Nietzsche, Politische Philosophie und Ideengeschichte des 19. Jahrhunderts.
Beiträge zu Friedrich Nietzsche (BFN)
Herausgegeben von Andreas Urs Sommer
BFN 27
Yi-Ping Xia
Der Mensch als das noch nicht festgestellte Thier
Nietzsches anthropologische Subjektivitätskritik
Ca. 300 Seiten, gebunden
Ca. CHF 88.–, EUR (D) 88.–
ISBN 978-3-7965-5532-9
Erscheint im Juni 2026
Auch als E-Book erhältlich WG 1520
Fabien Jégoudez, deutsch-französischer Philosoph, ist assoziierter Forscher am Labor UMR 8547 Pays Germaniques – Transferts culturels (ENS/CNRS) in Paris. Paolo Scolari, italienischer Nietzsche-Forscher, war Professor für Philosophie an der Katholischen Universität Mailand und an der Universität Urbino.
Marina Silenzi ist assoziierte Forscherin und Dozentin an der Universität Basel.
Markus Wild ist Professor für Theoretische Philosophie an der Universität Basel.
BFN 28
Fabien Jégoudez / Paolo Scolari / Marina Silenzi / Markus Wild (Hg.) Nietzsche über Bildung und Erziehung
Ca. 500 Seiten, gebunden Ca. CHF 98.–, EUR (D) 98.–ISBN 978-3-7965-5590-9
Erscheint im September 2026 E-Book Open Access WG 1525
Elke Angelika Wachendorff (Hg.)
Jeder Mensch ein Künstler
Über Friedrich Nietzsche und die Bildende Kunst nachzudenken, betrifft zwei recht unterschiedliche Perspektiven: einerseits das Phänomen seiner immensen Wirkung auf die Bildende Kunst bis heute, andererseits seine eigenen Aussagen und Bezugnahmen auf die Künste im weitesten Sinne. Bedenkt man beides in seinem wechselseitigen Zusammenhang, eröffnen sich neue Perspektiven auf Nietzsches Kunst-Denken und auf dessen Fruchtbarkeit und schöpferisches Transfigurationsvermögen. Der Band bietet überraschende Begegnungen von Philosophie und Kunstwissenschaft – von frühen Rezeptionen um 1900 bis zu modernen Positionen und Avantgarden. Die Beiträge zeigen, wie Künstler wie Gabriele Münter, Edvard Munch, Paul Klee, Egon Schiele, die de Chirico-Brüder, die Künstler des Dada und des Surrealismus, Joseph Beuys und Jonathan Meese Nietzsches Gedanken auf je eigenwillige Weise aufgriffen und entwickelten – und warum sein Denken bis heute unvergleichlich inspiriert. Ein anregendes Buch für alle, die Philosophie, Kunst- und Kulturgeschichte neu entdecken möchten.

Elke Angelika Wachendorff ist Philosophin, Kunsthistorikerin, Pharmazeutin und Präsidentin des Nietzsche-Forums-München e.V. Von ihr erschien bei Schwabe bereits die Monographie Ein Wanderer und sein Schatten. Friedrich Nietzsches Gedanken-Gänge in St. Moritz (2021).
Elke Angelika Wachendorff (Hg.) Jeder Mensch ein Künstler Figurationen und Transfigurationen Friedrich Nietzsches in der Bildenden Kunst
Ca. 440 Seiten, Broschur mit Klappen
Ca. CHF 69.–, EUR (D) 69.–ISBN 978-3-7965-5603-6
Erscheint im Oktober 2026
Auch als E-Book erhältlich WG 1520

Karl Leonhard Reinhold
Martin Bondeli (Hg.)
Schriften 1804 und 1805
Der Band präsentiert Schriften Reinholds aus den Jahren 1804 und 1805, mit denen er seine 1802 begonnenen Arbeiten zu einem anti-spekulativen System des Rationalen Realismus fortsetzt. Die hier neu edierten Texte resultieren aus Reinholds systematischer Neuuntersuchung der logisch-methodologischen Begriffe von Schein, Widerspruch und Analysis und zeigen Ausschnitte seiner kritisch konzipierten Geschichte des spekulativen Denkens, die sich von den Lehrgebäuden des neuzeitlichen Dogmatismus und Skeptizismus bis zu den damals aktuellen nachkantischen Entwürfen Fichtes und Schellings erstreckt. Eine Einleitung und ein ausführlicher Kommentarteil machen die Texte kontextuell und sachlich zugänglich. Reinholds Auseinandersetzung mit dem Begriff der philosophischen Analysis hängt mit der von der Berliner Akademie der Wissenschaften auf das Jahr 1805 ausgeschriebenen Preisaufgabe zusammen – das zeigen neue Ergebnisse, die hier dargelegt werden.
Martin Bondeli war Privatdozent für Philosophie an den Universitäten Bern und Fribourg und Dozent für Wirtschaftsphilosophie an der Privaten Hochschule für Wirtschaft in Bern. Er ist Hauptherausgeber der Gesammelten Schriften Karl Leonhard Reinholds und Autor von Büchern und Fachbeiträgen hauptsächlich zur klassischen deutschen Philosophie.
Karl Leonhard Reinhold: Gesammelte Schriften (RGS) Herausgegeben von Martin Bondeli und Silvan Imhof
RGS 8
Martin Bondeli (Hg.) Schriften 1804 und 1805
Ca. CL, 380 Seiten, Leinen mit Schutzumschlag
Ca. CHF 220.–, EUR (D) 220.–ISBN 978-3-7965-5539-8
Erscheint im Juli 2026 WG 1525
Elisabeth Décultot / Martin Mulsow / Dirk Sangmeister (Hg.) Halle als Ort der Unruhe
Wie tarierte sich das Verhältnis von Universität, Politik und Staat im Zeichen der Französischen Revolution neu aus? Dieser Frage geht der Band am Beispiel Halles nach. Zwischen Spätaufklärung, Geheimbund, Zensur und Repression treten bisher übersehene Akteure in den Blick: Freigeister, randständige Gelehrte und aufmüpfige Studenten, deren Biographien und Schriften die Universität als Laboratorium gesellschaftlicher und intellektueller Umbrüche sichtbar machen. Die Beiträge fragen nach Handlungsspielräumen und Grenzen akademischer Freiheit, nach den medialen Strategien religions- und herrschaftskritischen Denkens sowie nach den lokalen Konstellationen, in denen sich europäische Krisen- und Revolutionsdynamiken brechen. So entsteht ein Panorama der Hallenser Spätaufklärung, in dem sich Konflikte um Wissen, Autorität und öffentliche Meinung exemplarisch bündeln.

Elisabeth Décultot ist Professorin für Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Halle, Sprecherin des Graduiertenkollegs «Politik der Aufklärung» und Direktorin des Interdisziplinären Zentrums für die Erforschung der europäischen Aufklärung (IZEA) dieser Universität.
Martin Mulsow ist emeritierter Professor für Wissenskulturen der Europäischen Neuzeit an der Universität Erfurt und war bis 2026 Direktor des Forschungszentrums Gotha. Er ist Autor zahlreicher Bücher zur deutschen Aufklärung.
Dirk Sangmeister arbeitet als Germanist an der Universität Jena.
Wege der Aufklärung (WdA)
Herausgegeben von Elisabeth Décultot und Daniel Weidner
WdA 5
Elisabeth Décultot / Martin Mulsow / Dirk Sangmeister (Hg.) Halle als Ort der Unruhe Universität, Spätaufklärung und politische Konflikte
Ca. 300 Seiten, gebunden Ca. CHF 58.–, EUR (D) 58.–ISBN 978-3-7965-5609-8
Erscheint im September 2026 Auch als E-Book erhältlich WG 1524

Julia van der Linde Care-Praxis angesichts verletzlicher Freiheit
Digitale Anwendungen wie Apps, Videokonferenztools, Chatbots, Roboter, Computerspiele, Augmented und Virtual Reality sowie Entscheidungsunterstützungssysteme eröffnen neue Möglichkeiten für die Psychotherapie. Wie lässt sich ihr Einsatz aus ethischer Perspektive beurteilen? Zur Beantwortung dieser Frage wird die asymmetrische Beziehung zwischen Psychotherapeut:innen und Klient:innen fokussiert. Klient:innen sind hier nicht nur bereits verletzt, sondern aufgrund von Machtungleichheit auch besonders verletzlich. Ausgehend vom Prinzip der verletzlichen Freiheit der theologischen Ethikerin Hille Haker werden zunächst grundsätzliche ethische Orientierungspunkte für die reflektierte Machtausübung von Psychotherapeut:innen erarbeitet, bevor gezeigt wird, wie sich anhand dieser der Einsatz digitaler Anwendungen in der Psychotherapie individuell beurteilen lässt.
Julia van der Linde studierte katholische Religionslehre, Germanistik, Bildungswissenschaften und Theologie in Münster, wo sie 2025 mit der nun in Buchform vorliegenden Arbeit promoviert wurde. Derzeit ist sie als Akademische Rätin a. Z. am Seminar für Moraltheologie an der Universität Münster tätig.
Studien zur theologischen Ethik (STHE) Herausgegeben von Daniel Bogner und Markus Zimmermann
SthE 171
Julia van der Linde Care-Praxis angesichts verletzlicher Freiheit
Theologisch-ethische Grundlagen zur Bewertung digitaler Anwendungen in der Psychotherapie
Ca. 330 Seiten, broschiert
Ca. CHF 60.–, EUR (D) 60.–ISBN 978-3-7965-5508-4
Erscheint im Dezember 2026
Auch als E-Book erhältlich WG 1540
Martin Mosimann
Die unerfüllbare Sehnsucht nach Gewissheit
Der Mensch hat sein primäres Aufgehobensein in der Welt verloren – das ist die Folge seiner Emanzipation. Verloren hat er aber nicht seine Sehnsucht nach Gewissheit. Sie zu stillen versucht der Mensch, indem er sich «Idealität» unterwirft oder sich sogenannten «Tatsachen» unterstellt. Und besonders die Moderne scheint ihm eine neue Form von Gewissheit zu liefern: in Form der angeblichen Unbezweifelbarkeit naturwissenschaftlicher Modelle oder von Befunden, wie sie künstliche Intelligenz hervorbringt.
Dass das Streben nach Gewissheit angesichts der Beschaffenheit der vorgefundenen Welt in die Irre geht, zeigt Martin Mosimann in seinem neuen Buch. Vielmehr gilt es, gegenüber «Idealen» und «Tatsachen» eine eigenständige Position zu finden. Dabei muss der Mensch aber auf Gewissheit verzichten: Er kann nur versuchen, sich gut verantwortete Positionen zu erarbeiten.

Martin Mosimann studierte Germanistik, Philosophie, Geschichte des Mittelalters und Geschichte der Neuzeit an der Universität Basel. Seit dem Abschluss seiner Promotion zum Thema Die «Mainauer Naturlehre» im Kontext der Wissenschaftsgeschichte arbeitete er als Gymnasiallehrer und ist als Publizist tätig. Bei Schwabe erschienen zuletzt Macht verstehen – Macht entgegentreten (2024) und Würde und Mut statt Heldentum (2025).
Martin Mosimann
Die unerfüllbare Sehnsucht nach Gewissheit Ideale, Modelle und die sogenannte künstliche Intelligenz
Ca. 275 Seiten, broschiert Ca. CHF 38.–, EUR (D) 38.–ISBN 978-3-7965-5601-2
Erscheint im September 2026
Auch als E-Book erhältlich WG 1520

Anna Pavani
Names and Methods
In the diptych Sophist-Statesman, Plato’ s interest in the potential of language both to disclose and to deceive goes hand in hand with the employment of the so-called Method of Collection and Division. This book deals with this mutual interdependence, which has never been comprehensively analyzed in scholarly literature so far. By focusing on language, we gain a deeper insight into the quite puzzling way in which Plato wants the interlocutors to inquire into the sophist and statesman. The Sophist and Statesman pursue one single project, which is to provide an answer to Socrates, who, in the prologue of the Sophist, asks whether the sophist, the statesman, and the philosopher are just as many as the corresponding names are.
The book was awarded the GANPH Dissertation Prize in 2022.
Anna Pavani is Wissenschatftliche Mitarbeiterin at the Department of Classics of the University of Cologne. Before that, she was DFG-Walter Benjamin Fellow at Ruhr University Bochum and Visiting Research Fellow at Brown University (RI-USA). She earned her a.r.t.e.s. Eumanities PhD at a.r.t.e.s. Graduate School for the Humanities Cologne. In Cologne, she had served as a teaching assistant, lecturer, and assistant researcher at the Chair of Ancient Philosophy as well as at the Thomas Institute. She has published a number of articles in ancient philosophy on knowing and naming.
Philosophical Studies in Ancient Thought (PSAT)
Edited by Béatrice Lienemann, Christian Pfeiffer, and Christof Rapp
PSAT 05
Anna Pavani
Names and Methods
The Language of Dialectic in Plato’s Sophist and Statesman
Approx. 270 pages, hardcover Approx. CHF 54.–, EUR (D) 54.–ISBN 978-3-7965-5452-0
Available in June 2026
Also available as an eBook WG 1522
James M. Morgan
Perceptions of the Divine in Greek Historiography
Writing history in the shadow of the Homeric tradition and drama, Greek historians contended with each other about issues such as the choice of subject, genre, and style. A persistent question concerned the legitimate use of perceptions and experiences of the divine sphere in historical discourse. A hermeneutical dilemma arose from this and was approached in different ways from the inception of Greek historiography with Herodotus, Thucydides and Xenophon, continuing well into the first century CE with authors such as Flavius Josephus, Plutarch, and Luke. This book surveys this enduring feature of history-writing, proposes an interpretative narratological model for reading historians theologically, and then applies it to the works of Herodotus and Luke, who, despite their differences, exemplify how historiography exhibited tradition and innovation through theological reflection for their audiences’ edification and entertainment.

James M. Morgan is a lecturer and researcher in the Department of Biblical Studies at the University of Fribourg, Switzerland. His research interests lie in ancient historiography, biblical exegesis and narratology. He has taught and conducted research in Italy, Niger, and Switzerland.
Schweizerische Beiträge zur Altertumswissenschaft (SBA) Herausgegeben im Auftrag der Schweizerischen Vereinigung für Altertumswissenschaft von Cédric Brélaz, Ulrich Eigler, Gerlinde Huber-Rebenich und Paul Schubert.
SBA 65
James M. Morgan
Perceptions of the Divine in Greek Historiography
A Hermeneutical Dilemma from Herodotus to Luke
Approx. 540 pages, hardcover Approx. CHF 88.–, EUR (D) 88.–ISBN 978-3-7965-5495-7
Available in June 2026
eBook Open Access WG 1522

Fabian Grossenbacher / Angela Thut / Christian Walt (Hg.) Mikrogramme 1926 (I)
1926, vor genau 100 Jahren, erlebte Walser eine höchst produktive schriftstellerische Phase. Der fünfte Band der Abteilung VI der Kritischen Robert Walser-Ausgabe erschliesst weitere Mikrogrammblätter aus dem Frühjahr 1926.
Dank der Faksimilierung und der zeichengenauen Transkription werden die mikrographischen Aufzeichnungen in ihrer authentischen Überlieferung und im Entstehungskontext mit benachbarten Aufzeichnungen lesbar. Die meisten der Textträger stammen aus dem Tusculum-Kalender für das Jahr 1926, einem Wochenabreisskalender mit Abbildungen und Zitaten aus der Antike, den Walser für seine mikrographischen Aufzeichnungen verwendete. Zahlreiche Texte hat er dann bei der Abschrift überarbeitet und an verschiedene Zeitungen und Zeitschriften geschickt, unter anderem an die National-Zeitung in Basel, an die Frankfurter Zeitung, an die Prager Presse, an die deutsche Sportillustrierte Sport im Bild oder an die anthroposophische Zeitschrift Individualität. Das Studium der Drucke in den KWA-Bänden der Abteilungen II und III zeigt, wie Walser seine Texte an einzelne Presseorgane angepasst hat, und gleichzeitig, wie sie mit neuen Kontexten in Bezug treten.
Fabian Grossenbacher, Angela Thut und Christian Walt sind Wissenschaftliche Mitarbeiter:innen der Kritischen Robert WalserAusgabe.
Kritische Robert Walser-Ausgabe, Abt. VI Mikrogramme Im Auftrag der Stiftung für eine Kritische Robert WalserAusgabe herausgegeben von Wolfram Groddeck und Barbara von Reibnitz
KWA VI.5
Fabian Grossenbacher / Angela Thut / Christian Walt (Hg.) Mikrogramme 1926 (I)
Ca. 416 Seiten, gebunden im Schuber Ca. CHF 128.–, EUR (D) 128.–, Fortsetzungspreis: CHF 109.–, EUR (D) 109.–ISBN 978-3-7965-5579-4
Erscheint im November 2026
E-Book Open Access WG 1563
Karl Clemens Kübler
Dialektik der Aufmerksamkeit
Aufmerksamkeit – was ist das? Was einfach zu beantworten scheint, stellt uns bei genauerer Überlegung vor zahlreiche Probleme. Hinweise zu einer Lösung finden sich bei Alexander Kluge: In seinen theoretischen und literarischen Texten konstruiert er exemplarische Fälle, die zeigen, wie sich das Bewusstsein in seinem Lebenszusammenhang und einer Medienumwelt konstituiert. Kluges literarisches Werk macht eine besondere und heute oftmals vergessene Qualität der Aufmerksamkeit sichtbar: Ihr stetiges Sich-Neuformieren in der Ablenkung. Hinwendung und Ablenkung erscheinen so als füreinander konstitutive Gegenbegriffe, die die Aufmerksamkeit erst herstellen und immer neu entstehen lassen.

Karl Clemens Kübler wurde am Deutschen Seminar der Universität Basel promoviert. Nach Stationen am Schweizerischen Literaturarchiv und an der Graphischen Sammlung der Nationalbibliothek arbeitet er gegenwärtig am Historischen Museum Basel.
Karl Clemens Kübler
Dialektik der Aufmerksamkeit
Über Alexander Kluges Schriften und das lebendige Bewusstsein
Ca. 448 Seiten, gebunden Ca. CHF 76.–, EUR (D) 76.–ISBN 978-3-7965-5550-3
Erscheint im Juli 2026
E-Book Open Access WG 1563

Adriano Montefusco
Vom Nachdenken über die Kunst zur Kunst des Denkens Gottfrieds von Strassburg ‹Tristan› lässt sich auch als diagrammatischer Roman begreifen. Das zeigt dieses Buch: Es zeichnet nach, wie der einflussreiche Text über diagrammatische Zeichenprozesse einen Reflexionsmodus vermittelt, der nicht nur dem literarischen Stoff gerecht wird, sondern es auch dem intendierten Publikum ermöglichen soll, eine bestimmte Haltung im Umgang mit der Komplexität der Minnethematik und des Lebens generell einzuüben. Die reflexiven Passagen des Romans, Gottfrieds Nachdenken über die Kunst und sein Verweigern der klassischen Descriptio münden in die erzählerische Aufspaltung von Figuren, Objekten und Erzählpassagen, die dadurch zu Divisionsdiagrammen werden. Vom Erzähler und vom Publikum manipuliert, werden diese erzählten und imaginierten Diagramme epistemologisch nutzbar und vermitteln eine Kunst des Denkens, die weit über das Literarische hinausreicht.
Adriano Montefusco, promovierter Sprach- und Literaturwissenschaftler, ist an der Universität Freiburg (Schweiz) am Zentrum für Lehrpersonenbildung für die Primarstufe (ZELP) tätig. Er lehrt und forscht zu Themen der Deutschdidaktik und Medienphilosophie.
significatio · Beiträge zur Bedeutungsbildung in vormodernen Texten Herausgegeben von René Wetzel, Hartmut Bleumer und Christine Putzo
significatio 3
Adriano Montefusco
Vom Nachdenken über die Kunst zur Kunst des Denkens Diagrammatisches Denken in Gottfrieds ‹Tristan›
Ca. 320 Seiten, gebunden Ca. CHF 60.–, EUR (D) 60.–ISBN 978-3-7965-5569-5
Erscheint im Oktober 2026
E-Book Open Access WG 1563
Stefan Abel / Kathrin Chlench-Priber / Christian Sonder / Gabriel Viehhauser (Hg.)
Vernetzungen – Relationen (in) der mediävistischen Literaturwissenschaft
Unsere Welt ist über sprachliche, kulturelle und nationale Grenzziehungen hinweg durchsetzt von Vernetzungen und Querverbindungen auf vielerlei Ebenen. Auch in der Mediävistik lassen sich textliche Artefakte intertextuell auf darin verwobene Vernetzungen hin untersuchen. In welchem Verhältnis stehen Quellen, Vorlagen, Bearbeitungen und Übersetzungen zueinander? Welche Textvarianzen gibt es in der Überlieferungs- und Textgeschichte? Wie stellen sich kultureller Austausch und Grenzüberschreitungen innerhalb Europas, aber auch zwischen Okzident und Orient dar? Welche transmedialen Verknüpfungen von Text und Bild und was für Wissensnetzwerke gibt es? Wie lassen sich die vielfältigen und teils unüberschaubaren Vernetzungen zwischen Texten und Menschen heutzutage mit digitalen Mitteln aufbereiten und zugänglich machen? Die hier versammelten Beiträge widmen sich dem Thema «Vernetzungen» aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln.

Stefan Abel ist Privatdozent für germanistische und komparatistische Mediävistik an der Universität Bern. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen der geistlichen und weltlichen Literatur des Mittelalters (in interkulturellen Kontexten), der historischen Narratologie, Editionswissenschaft und Mittelalterrezeption.
Kathrin Chlench-Priber ist Professorin für Ältere Deutsche Literatur unter Einschluss des Nordischen an der Universität Bonn. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in der historischen Wissens- und Gebrauchsliteratur, der geistlichen
Literatur, der Editionswissenschaft und Poetologie von Texten des deutschsprachigen und skandinavischen Mittelalters. Sie hat lange am ‹Parzival›-Projekt der Universität Bern mitgearbeitet.
Christian Sonder ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Sammlung Schweizerischer Rechtsquellen (SSRQ) an der Universität St. Gallen und Mitgründer des Trilog-Verlags für Kunst, Literatur und Wissenschaft. Seine Forschungsschwerpunkte sind mittelhochdeutsche Sprache, historische Lexikographie und elektronische Datenverarbeitung mit XML.
Gabriel Viehhauser ist Professor für Digitales Edieren an der Universität Wien. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Digitale Edition und Textanalyse, auf dem Gebiet von Textvarianz und Text Reuse sowie in der digitalen Mediävistik. Er hat lange am ‹Parzival›-Projekt der Universität Bern mitgearbeitet.
Stefan Abel / Kathrin Chlench-Priber / Christian Sonder / Gabriel Viehhauser (Hg.) Vernetzungen – Relationen (in) der mediävistischen Literaturwissenschaft
429 Seiten, mit 22 Abbildungen, gebunden
CHF 64.–, EUR (D) 64.–ISBN 978-3-7965-5441-4
Bereits erschienen
Auch als E-Book erhältlich WG 1563

Stiftsbibliothek St. Gallen (Hg.) Frauen
Herrscherinnen und Mägde, Äbtissinnen und Mütter, Rebellinnen und Heilige – die Begleitpublikation zur Sommerausstellung der Stiftsbibliothek St. Gallen zeigt die grosse Bandbreite mittelalterlicher Frauenleben. Sie erzählt von weltabgewandten Klausnerinnen, belesenen Nonnen und hart arbeitenden Dienerinnen, aber auch von Rollenbildern, Frauengesundheit und Widerstand in Umbruchzeiten.
Sommerausstellung im Barocksaal der Stiftsbibliothek St.Gallen 21. April bis 8. November 2026
Franziska Schnoor hat Lateinische Philologie des Mittelalters, Musikwissenschaft und Germanistik studiert und wurde 2017 mit der Arbeit Das lateinische Tierlobgedicht in Spätantike, Mittelalter und früher Neuzeit promoviert. Seit 2010 ist sie Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Stiftsbibliothek St. Gallen.
Ruth Wiederkehr hat Germanistik, Geschichte und Völkerrecht studiert und wurde 2012 mit einer Dissertation zu einem deutschsprachigen Gebetbuch aus dem 15. Jahrhundert promoviert. Sie ist als Wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Stiftsbibliothek St. Gallen sowie als selbständige Autorin, Redaktorin, Referentin und Moderatorin tätig.
Stiftsbibliothek St. Gallen (Hg.) Frauen
Weibliche Lebenswelten im Mittelalter
112 Seiten, Broschur mit Klappen CHF 25.–, EUR (D) 25.–ISBN 978-3-7965-5638-8
Bereits erschienen WG 1554
Hanspeter Marti / Karin Marti-Weissenbach
Das Frauenkloster im luzernischen Eschenbach vom Spätmittelalter bis zur Gegenwart
Mit dem gegenwärtigen Aussterben vieler klösterlicher Lebensgemeinschaften wächst das Interesse an einer Aufarbeitung und Deutung des Klosterlebens in all seinen Facetten. In diesem Doppelband stehen zum einen ausgewählte Gesichtspunkte der Geschichte des spätmittelalterlichen Augustinerinnenkonvents Eschenbach (LU) im Fokus.
Zum anderen dokumentiert das Autorenteam mittels verschiedener historiografischer Methoden das spirituelle und wirtschaftliche Leben des 1588 zur Zisterzienserinnenabtei umgewandelten Klosters umfassend und geht auch politischen Aspekten nach, vorwiegend für die Zeit der Gegenreformation und des 19. Jahrhunderts. Die Publikation führt die institutionell oft getrennten Bereiche von Profan- und Kirchengeschichte zusammen. Rund 300 Abbildungen, ein ausführliches Inhaltsverzeichnis und ein Serviceteil mit Personenlisten, Statistiken, Glossar und gemischtem Personen- und Ortsregister ermöglichen einen leichten Zugang zu den Inhalten.

Hanspeter Marti, Leiter der Arbeitsstelle für kulturwissenschaftliche Forschungen in Engi (GL), beschäftigt sich mit Gelehrtenliteratur der Frühen Neuzeit sowie mit Schweizer Bibliotheks- und Klostergeschichte.
Karin Marti-Weissenbachs Interessen liegen in der Regionalgeschichte der Kantone Glarus und Luzern sowie in der Schweizer Bibliotheks- und Klostergeschichte.
Hanspeter Marti / Karin Marti-Weissenbach
Das Frauenkloster im luzernischen Eschenbach vom Spätmittelalter bis zur Gegenwart
Ca. 760 Seiten, in 2 Teilbänden, mit ca. 300 Abbildungen, gebunden
Ca. CHF 98.–, EUR (D) 98.–ISBN 978-3-7965-5630-2
Erscheint im September 2026 WG 1540

Karolin Künzel
Aus der Haut gefahren
Ein Besuch auf Zeit im Jenseits: In Jenseitsreiseberichten wird von Personen erzählt, wie sie – zumeist in Form ihrer Seele –das Jenseits betreten und dann in ihren im Diesseits zurückgelassenen Körper zurückkehren. Das Jenseits ist ein Ort, aus dem es in der Regel keine Rückkehr gibt. Deshalb ist ein Bericht über diesen exklusiven Ort bereits für die Zeitgenoss:innen im Hochmittelalter von Interesse gewesen, gab er doch einen Vorgeschmack auf das, was nach dem Tod passieren mag. Allerdings bestechen diese Berichte nicht nur durch ihre detaillierte Jenseitsschilderung. Auch dem sterblichen, im Diesseits verbliebenen Körper wird viel Aufmerksamkeit zuteil. Der scheinbar stumme Leib macht Unerklärliches begreifbar und ist ein Schlüssel zum Verständnis dieser Texte.
Karolin Künzel studierte Germanistik, Medienwissenschaften und Geschichte an der Universität Kiel. Sie promovierte dort im Fach Mittlere und Neuere Geschichte im Rahmen eines von der DFG geförderten Projekts zu Jenseitsreiseberichten.
Körpergeschichten (KG)
Herausgegeben von Nadine Amsler, Leander Diener, Mirjam Janett, Jan B. Meister und Anja Rathmann-Lutz
KG 2
Karolin Künzel
Aus der Haut gefahren Körperlichkeit in Jenseitsreiseberichten im hochmittelalterlichen England
Ca. 380 Seiten, gebunden
Ca. CHF 68.–, EUR (D) 68.–ISBN 978-3-7965-5613-5
Erscheint im Dezember 2026
Auch als E-Book erhältlich WG 1554
Selina Bentsch
Alter(n) aus weiblicher Sicht
Von 1795 bis 1839, über 44 Jahre, füllte Anna Maria Preiswerk-Iselin 32 Tagebuchhefte. Diese gewähren bedeutende Einblicke in das Leben einer gebildeten und gutsituierten Basler Bürgerin in turbulenten Zeiten, von der Französischen Revolution bis zur Basler Kantonstrennung. Preiswerk-Iselin nutzte ihr weitreichendes soziales Netzwerk insbesondere für die Verbesserung weiblicher Bildung. Das Buch zeigt an ihrem Beispiel die Verflechtungen von Stand, Geschlecht und Alter und geht der Frage nach, wie Frauen in Basel ihr eigenes Alter(n) erlebten, mit welchen Herausforderungen sie konfrontiert waren und mit welchen Strategien sie ihre Handlungsräume bewahrten oder neu erschlossen. Gesundheit, Krankheit und Verlusterfahrungen spielten dabei ebenso eine Rolle wie ein festes Gottvertrauen und Geselligkeitspraktiken des Basler Bürgertums.

Selina Bentsch studierte Geschichte und Englisch in Basel. Sie koordiniert die Digitalisierung historischer Bestände an der Universitätsbibliothek Basel. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt im deutschsprachigen Raum des 18. und 19. Jahrhunderts; sie interessiert sich für Selbstzeugnisund Altersforschung sowie Geschlechter-, Wissens- und Medizingeschichte.
Basler Beiträge zur Geschichtswissenschaft (BBG) Herausgegeben von den Ordinarien des Departements Geschichte der Universität Basel
BBG 192
Selina Bentsch Alter(n) aus weiblicher Sicht Wahrnehmung und Bewältigung von Alterungsprozessen in den Tagebüchern der Anna Maria Preiswerk-Iselin (1758–1840)
Ca. 420 Seiten, broschiert
Ca. CHF 68.–, EUR (D) 68.–
ISBN 978-3-7965-5607-4
Erscheint im September 2026
E-Book Open Access WG 1555

Stefano Bolla (ed.)
From Alps to Art with Palmerston and Pars
It’s 1770. Henry Temple, the second Viscount Palmerston, embarks on the Tour des Alpes, stopping in a small lakeside village on Lake Verbano. It has a modest but bustling port, frequented by merchants and travelers. Stefano Bolla begins with the view of that place, Magadino, to relive the journey of one of the first English explorers of the Alps. Instead of nonexistent cameras, he takes along the artist William Pars. The result is a journal recorded day by day by Palmerston and published here in its entirety for the first time, accompanied by some of Pars’s illustrations. While not aspiring to mountaineering, this journey stands out as a decisive precursor to Alpine tourism.
Stefano Bolla, a retired solicitor and notary, is the author of studies and articles on law and historical iconography such as Le Chat botté au tribunal. Imaginaire de l’avocat dans le conte de Charles Perrault (Genève 2023) or Cartografia di una valle alpina (Bellinzona, 2023).
Selbst-Konstruktion –Témoignages – Scritture del sé (SK)
Edited by Lorenz Heiligensetzer, Alfred Messerli, Miriam Nicoli, Danièle Tosato-Rigo, and Roberto Zaugg
SK 8
Stefano Bolla (ed.)
From Alps to Art with Palmerston and Pars
Approx. 176 pages, hardcover Approx. CHF 42.–, EUR (D) 42.–ISBN 978-3-7965-5622-7
Available in August 2026
Also available as an eBook WG 1559
Raphael Studer
Marginalized Imperialist
Swiss diplomat Paul Ritter served in Japan in the crucial period between 1892 and 1909 when the country rapidly modernized and became a great power. Based on a wide array of private and public primary sources, this biography explores how Basel-born Ritter perceived this dramatic change and interacted with locals, both suffering and profiting from his bourgeois habitus. Applying the concept of a “global life,” the study demonstrates how individual Swiss and Switzerland as a country were material and ideological accomplices in Western imperialism thanks to a discrete policy of “colonialism without colonies.” A self-proclaimed specialist on East Asia, Ritter decisively shaped the region’s image in his home country. Finally, the book also covers the years from 1909 until 1917 when Ritter was serving as minister to the US throughout the First World War. In the crucible of anti-German hysteria, the diplomat’s pronounced pro-German attitude proved to be his downfall.

Raphael Studer, born in Switzerland, graduated from Osaka University with a PhD in 2024. He has published articles in various journals, including on the history of transimperial networks of German speakers in Asia and Basel history. He has received a number of Japanese scholarships and was bestowed the 2020 Osaka University Graduate School of Letters Award.
Raphael Studer Marginalized Imperialist
The Global Life of Swiss Diplomat Paul Ritter (1865–1921)
Approx. 210 pages, 28 illustrations, hardcover
Approx. CHF 46.–, EUR (D) 46.–ISBN 978-3-7965-5497-1
Available in May 2026 eBook Open Access WG 1559

HWGW 1
Tristan Weddigen, Oskar Bätschmann (Hg.)
Prolegomena zu einer Psychologie der Architektur
ISBN 978-3-7965-3834-6

HWGW 3
Tristan Weddigen, Oskar Bätschmann (Hg.)
Salomon Geßner
ISBN 978-3-7965-3773-8

HWGW 6
Heinrich Wölfflin
Die Kunst Albrecht Dürers
ISBN 978-3-7965-5047-8

HWGW 2
Heinrich Wölfflin
Renaissance und Barock
ISBN 978-3-7965-3835-3

HWGW 4
Tristan Weddigen, Oskar Bätschmann (Hg.)
Die Jugendwerke des Michelangelo
ISBN 978-3-7965-3774-5

HWGW 8
Heinrich Wölfflin
Italien und das deutsche
Formgefühl
Die Kunst der Renaissance
ISBN 978-3-7965-5048-5
Die Schriften von Heinrich Wölfflin hatten weltweite Ausstrahlung und wirkten weit über die Grenzen der Kunstgeschichte hinaus. Seine wahrnehmungspsychologische Kunstwissenschaft, fundiert auf stilhistorischen Begriffen und visueller Erfahrung, prägt die Kunstgeschichte und verwandte Fächer bis in unsere Zeit. Die kultur- und kontextspezifische Rezeption seines Denkens wird heute zunehmend als wichtiger Teil der Geschichte der Kunst- und Geisteswissenschaften aufgearbeitet.
Obwohl Wölfflins Schriften zu den Grundlagen der Kunstwissenschaft gehören, sind sie heute weitgehend vergriffen.
Die Edition erschliesst Wölfflins intellektuelles Schaffen in seiner ganzen Breite und bietet eine verlässliche Grundlage für künftige historiografische Forschung in Kunstgeschichte und benachbarten Disziplinen.
Herausgegeben von Tristan Weddigen, Oskar Bätschmann und Joris van Gastel

Heinrich Wölfflin
Giovanna Targia (Hg.)
Die klassische Kunst
Heinrich Wölfflins Die klassische Kunst, erstmals 1899 veröffentlicht, erlebte eine rasante Auflagenentwicklung und wurde in mehr als 15 Sprachen übersetzt. Über die historische Charakteristik der einzelnen künstlerischen Persönlichkeiten hinaus untersucht Wölfflin in diesem Buch die italienische Kunst der Hochrenaissance aus strukturanalytischer Sicht, indem er sich mit dem Stilwandel in dieser Epoche beschäftigt. Die neue kritische Ausgabe dieses Klassikers der Kunstwissenschaften beleuchtet eine entscheidende Phase in Wölfflins Denken. Christine Taubers Einleitung zeichnet die Entstehungsgeschichte, methodische Ausrichtung und Rezeption des Werks nach, während Giovanna Targias umfangreicher kritischer Kommentar den historischen Kontext rekonstruiert. Der Band bietet zudem bisher unveröffentlichte Dokumente sowie einen Ausblick auf die institutionellen und intellektuellen Grundlagen der Kunstgeschichte.

Giovanna Targia ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin (Postdoc) am Editionsprojekt «Heinrich Wölfflin Gesammelte Werke» am Kunsthistorischen Institut der Universität Zürich. Sie studierte Philosophie an der Scuola Normale Superiore und an der Università di Pisa und wurde 2009 im Fach Kunstgeschichte promoviert.
Christine Tauber studierte Kunstgeschichte, Geschichte, Germanistik, Romanistik und Philosophie in Bonn und Paris. Sie wurde 1997 promoviert, die Habilitation folgte 2005. Seit 2008 lehrt sie am Institut für Kunstgeschichte der Universität München, zunächst als Gast- bzw. Privatdozentin und ab 2015 als Professorin. Hauptberuflich arbeitet sie seit 2010 als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentralinstitut für Kunstgeschichte in München.
Heinrich Wölfflin Gesammelte Werke (HWGW)
Herausgegeben von Tristan Weddigen, Oskar Bätschmann und Joris van Gastel
HWGW 5
Heinrich Wölfflin
Die klassische Kunst Eine Einführung in die italienische Renaissance
Hg. von Giovanna Targia, mit einer Einleitung v. Christine Tauber
Ca. 500 Seiten, 120 Abbildungen, Leinen mit Schutzumschlag
Ca. CHF 150.–, EUR (D) 150.–ISBN 978-3-7965-5538-1
Erscheint im November 2026 WG 1582

Ernst Spycher
Ein Entwurf macht Schule
Der überarbeitete Entwurf der Petersschule war eines der kühnsten Konzepte des neuen Schulhausbaus der 1920er Jahre; er galt als Beispiel der Architektur der Moderne. Die ungewöhnliche Form des Schulhauses, ein Skelett-System aus Stahl und Beton, und seine innere Organisation stellt mit architektonischen Mitteln die anbrechende neue Zeit dar. Die Architekten, beeinflusst auch vom sowjetischen Konstruktivismus, suchten eine gestalterische Lösung, die dem Erziehungsideal einer allseitig gebildeten Jugend, die in einer gesunden Umwelt aufwächst, dienen sollte. Der Entwurf, der wesentlich zur Reform des europäischen Schulhausbaus beitrug, reiht sich ein in Projekte der deutschen Architekten Ernst May, Max Taut, Franz Schuster, Otto Häsler sowie des niederländischen Architekten Johannes Duiker. Publiziert in der Zeitschrift bauhaus, Nr. 2, in Dessau, wurde er in der internationalen Fachwelt bekannt – und mit ihm die beiden Basler Architekten Hannes Meyer und Hans Wittwer.
Nach einer Ausbildung zum Hochbauzeichner studierte Ernst Spycher Architektur an der Kunstakademie Düsseldorf. Seit 1989 arbeitet er als selbstständiger Architekt und Autor in Basel. 2000/01 hatte er eine Gastprofessur am Lehrstuhl für Entwerfen und Gebäudelehre an der Bauhaus-Universität Weimar inne, wo er 2017 promoviert wurde.
Publikationen der Universitätsbibliothek Basel (PUB) Herausgegeben von der Universitätsbibliothek Basel
PUB 52
Ernst Spycher Ein Entwurf macht Schule Wettbewerbsentwurf für die Peterschule in Basel von 1926 Architekten: Hannes Meyer und Hans Wittwer
Ca. 110 Seiten, broschiert
Ca. CHF 32.–, EUR (D) 32.–ISBN 978-3-7965-5563-3
Erscheint im Juni 2026
Auch als E-Book erhältlich WG 1584
Patrick Braun / Heinrich Thommen
Die Basler Malerin Emilie Linder (1797–1867)
Mit 18 Jahren erbte die wohlhabende, ehelos gebliebene Basler Kaufmannstochter Emilie Linder (1797–1867) eine Kunstsammlung und entschied sich, Historienmalerin zu werden. Ihre Ausbildung zur Malerin führte sie nach München, wo sie bald Kontakte zu Wissenschaftlern, Philosophen, Künstlern und Theologen knüpfte. Ihr Haus wurde zu einem Ort geistigen und künstlerischen Austauschs. 1833 begegnete sie Clemens Brentano, der sich in sie verliebte und dem sie eine Freundin wurde. Mit 46 Jahren konvertierte sie zum Katholizismus, unbeirrbar sowohl im eigenen, religiös geprägten Schaffen als auch in der Förderung von Malern und Malerinnen.
Emilie Linders Leben eröffnet einen faszinierenden Einblick, wie es ihr als Malerin und Mäzenin gelang, den männlich dominierten, religiösen Kunstbetrieb ihrer Zeit mitzugestalten.

Patrick Braun, promovierter Historiker, studierte in Fribourg Geschichte und Germanistik. Er war von 1977 bis 2007 Redaktor des Handbuchs Helvetia Sacra, das die Geschichte der Bistümer und Klöster in der Schweiz beschreibt. Zudem war er Mitorganisator des Basler Linder-Kolloqiums von 2011.
Heinrich Thommen, promovierter Jurist, war als Primarlehrer, Jurist, Entwicklungshelfer und Pflegehelfer tätig. Er gründete die «Stiftung für Kunst des 19. Jahrhunderts» in Olten und publizierte über Ludwig Vogel, Franz Pforr und Friedrich Overbeck sowie über Kunst aus Haiti.
Patrick Braun / Heinrich Thommen
Die Basler Malerin
Emilie Linder (1797–1867) Leben und Legate
Ca. 336 Seiten, 129 Abbildungen, gebunden
Ca. CHF 64.–, EUR (D) 64.–ISBN 978-3-7965-5605-0
Erscheint im Oktober 2026
Auch als E-Book erhältlich WG 1582

Anastasia Belyaeva The Rise of Drypoint
The focus of this book is the art of drypoint, an intaglio technique long overshadowed in European printmaking history. Focusing on the 1840s –1890s – the period when drypoint gained unprecedented popularity and became a common medium – it reveals why artists such as Charles-Émile Jacque, James McNeill Whistler, James Tissot, Mary Cassatt, and Auguste Rodin embraced it. Using a novel methodology that treats technique as an agent of meaning and not merely a tool, the author reconstructs creative choices, aesthetic agendas, and professional strategies. Featuring detailed case studies, the book revives neglected masters, traces overlooked narratives, and demonstrates drypoint’s unique expressive power.
Anastasia Belyaeva is an art historian specialising in the history and techniques of printmaking and author of several peer-reviewed publications on nineteenth-century prints. Her experience spans academic, museum and art market sectors, including roles at the Hermitage Museum and Koller Auctions.
Anastasia Belyaeva The Rise of Drypoint How a Neglected Medium Gained Popularity in the 19th Century
Approx. 460 pages, 150 illustrations, hardcover Approx. CHF 78.–, EUR (D) 78.–ISBN 978-3-7965-5552-7
Available in October 2026 E-Book Open Access WG 1582
Larissa Dätwyler
Pentimenti der Moderne
Ausgehend von der Ideengeschichte des Pentimento-Begriffs untersucht Larissa Dätwyler die moralischen, ästhetischen, epistemologischen und praktischen Dimensionen, die dem künstlerischen Überarbeiten in der Moderne zukommen. Das zeichnerische, malerische und schriftliche Œuvre von Henri Matisse (1869–1954) sowie dessen Rezeptionsgeschichte stehen hierbei im Fokus. Über close readings, die sich medienhistorisch und kunstkritisch mit dem Arbeitsprozess auseinandersetzen, wird einerseits ein Künstler fassbar, der das Gelingen und Scheitern seiner Kunst und damit seines Lebens auf das Engste mit Selbstkorrektur und Perspektivwechsel verknüpft. Andererseits zeigt sich ein Œuvre, das von den Betrachtenden eine ebenso selbstkritische Auseinandersetzung einfordert.

Larissa Dätwyler hat Kunstgeschichte und Philosophie studiert. Sie ist Postdoc-Assistentin am Kunsthistorischen Seminar der Universität Basel.
Geschichte und Theorie der Kunst (GTK)
Herausgegeben von Claudia Blümle, Markus Klammer und Ralph Ubl
GTK 3
Larissa Dätwyler
Pentimenti der Moderne Selbstkorrektur im Werk von Henri Matisse
Ca. 368 Seiten, 53 Abbildungen, Broschur mit Klappen
Ca. CHF 68.–, EUR (D) 68.–ISBN 978-3-7965-5639-5
Erscheint im Oktober 2026
E-Book Open Access WG 1582

Gábor Frigyes Szabó
Die Theologie der Kindheit bei Hans Urs von Balthasar
Der Basler Theologe Hans Urs von Balthasar greift in vielen seiner Werke die Thematiken der Kindheit und der Musik auf. Gábor Frigyes Szabó legt in diesem Buch eine systematischästhetische Sichtung und Analyse dieser Themen bei von Balthasar vor. Das Motiv des Kindes versteht er dabei als
Symbol des Christentums und stellt es durch Beschreibungen von Kindsein, Kindheit und Kindschaft in dialogische Verbindung mit Rhythmus, Melodie und Harmonie. Er skizziert eine kurze westliche Kulturgeschichte der Kindheit, beschreibt Kindheitsmotive in den Heiligen Schriften und der westlichen Theologie und entfaltet die Grundgedanken einer umfassenden Theologie der Kindheit in einem musikalischen Schlüssel. Neue theologische Einsichten werden zudem durch existentielle Beispiele aus der Musik von Johann Sebastian Bach, Richard Wagner und Wolfgang Amadeus Mozart vertieft.
Gábor Frigyes Szabó hat am ungarischen Priesterseminar in Eger und an der Pontificia Università Gregoriana in Rom Theologie studiert und an der Universität Luzern mit der vorliegenden Arbeit promoviert. Seine seelsorgerische Tätigkeit hat er in Italien und in der Schweiz in interkulturellen Gemeinden ausgeübt.
TeNOR · Text und Normativität (TENOR)
Herausgegeben von Wolfgang Müller und Franc Wagner
TeNOR 13
Gábor Frigyes Szabó
Die Theologie der Kindheit bei Hans Urs von Balthasar Eine musikalische Entwicklung in theologisch-ästhetischer Betrachtung
Ca. 352 Seiten, gebunden
Ca. CHF 64.–, EUR (D) 64.–
ISBN 978-3-7965-5567-1
Erscheint im Juli 2026
Auch als E-Book erhältlich WG 1542
Hanna Walsdorf / Martin Kirnbauer (Hg.)
Der Vielstimmige
Karl Nef kam 1897 nach einem Studium der Musikwissenschaft in Leipzig nach Basel – und wurde hier zu einer prägenden Figur. In unterschiedlichen Rollen und Kontexten fand er den jeweils angemessenen Ton: als Redaktor mehrerer musikalischer Periodika, als Kritiker der Basler Nachrichten sowie als Lehrer am Konservatorium und an der Universität, wo er 1923 zum ersten Ordinarius für Musikwissenschaft berufen wurde. Nef verband wissenschaftliche Reflexion mit publizistischer Präsenz und didaktischem Engagement, initiierte die Vorläuferorganisation der Schweizerischen Musikforschenden Gesellschaft und setzte sich für deren internationale Vernetzung ein. Zugleich förderte er die praktische Pflege Alter Musik. Der Band versammelt Beiträge von zwölf Autor:innen. Sie porträtieren Karl Nef als Vermittler zwischen Disziplinen, Institutionen und Öffentlichkeiten, der das kulturelle Leben in Basel und darüber hinaus nachhaltig beeinflusste.

Hanna Walsdorf ist seit 2022 Assistenzprofessorin für Musikwissenschaft (Ältere Musikgeschichte) an der Universität Basel und seit 2024 Principal Investigator des SNSF Advanced Grant-Projekts «The Night Side of Music: Towards a New Historiography of Musicking in Europe, 1500–1800» (NightMuse).
Martin Kirnbauer hat derzeit den Vorsitz der Leitung der Schola Cantorum Basiliensis / FHNW inne und ist leitet dort auch die Forschungsabteilung. Zudem ist er Präsident der Basler Ortsgruppe der Schweizerischen Musikforschenden Gesellschaft, die von Karl Nef 1899 gegründet wurde.
Resonanzen (RES) Herausgegeben vom Musikwissenschaftlichen Seminar der Universität Basel
RES 6
Hanna Walsdorf / Martin Kirnbauer(Hg.)
Der Vielstimmige Karl Nef (1873–1935) und die Musikwissenschaft in Basel
Ca. 340 Seiten, gebunden
Ca. CHF 62.–, EUR (D) 62.–ISBN 978-3-7965-5662-3
Erscheint im Oktober 2026
Auch als E-Book erhältlich WG 1599

Rose Bilfinger
Der Lindauer oder Mailänder Bote
Wie gelangten Briefe, Geld und feine Waren vom 15. bis 18. Jahrhundert, lange vor Eisenbahn und Telegraph, über die Alpen?
Der Lindauer oder Mailänder Bote war über fast vier Jahrhunderte die Lebensader zwischen Norditalien und Süddeutschland. Rose Bilfinger folgt seiner Spur von der Rechtseinräumung 1436 bis ins frühe 19. Jahrhundert und zeigt, wie Unternehmertum und Handelsgeist, Rechtsverleihungen und Haftung ein europaweites Kommunikationsnetz schufen, als Nachrichten noch auf Pferden reisten. Auf Grundlage teils nie bearbeiteter oder bisher nicht publizierter Quellen entsteht ein lebendiges Panorama früher europäischer Wirtschaftsverbindungen.
Rose Bilfinger, Rechtsanwältin, befasst sich seit vielen Jahren mit der Rechtsgeschichte des Handels im Bodensee- und Alpenraum. In ihrer Dissertation an der Universität Konstanz, die Grundlage dieses Buchs ist, erforschte sie den Lindauer bzw. Mailänder Boten auf Basis intensiver Archiv- und Quellenstudien.
Quellen und Forschungen zur Bündner Geschichte (QBG) Herausgegeben vom Staatsarchiv Graubünden
QBG 43
Rose Bilfinger
Der Lindauer oder Mailänder Bote
Transalpiner Post- und Warenverkehr im 15.–18. Jahrhundert
Ca. 400 Seiten, 26 Abbildungen, gebunden
Ca. CHF 68.–, EUR (D) 68.–ISBN 978-3-7965-5478-0
Erscheint im November 2026
Auch als E-Book erhältlich WG 1555
Lisa Sancho / Daniel Jaquet / Estelle Doudet
Die Burgunderkriege
Der Konflikt zwischen dem Herzogtum Burgund und der Eidgenossenschaft (1474–1477) prägt bis heute kollektive Erinnerungen. Das Gedenken an die Burgunderkriege wandelte sich im jeweiligen historischen Kontext seiner Zeit, wurde konstruiert und instrumentalisiert. Die Studie untersucht die soziokulturelle Bedeutung historischer und aktueller Gedenkformen sowie die Entwicklung von Formen der Kriegs- und Konfliktkommemoration in einem heutigen demokratischen und friedlichen Land wie der Schweiz.
In fünf Kapiteln bietet sie eine Analyse der Erinnerungsphänomene an die Burgunderkriege vom 15. bis zum 21. Jahrhundert, von traditionellen Schlachtjahrzeiten und Denkmalpflege bis hin zu heutigen musealen und lokalen Formen einer zivilen Erinnerungskultur.

Lisa Sancho wurde 2022 an der Universität Bourgogne Franche-Comté im Fachbereich Französische Literatur des Mittelalters promoviert. Ihre Arbeiten befassen sich mit den Beziehungen zwischen Literatur und Geschichte sowie mit der Darstellung von Emotionen in der Literatur und sind insbesondere im Bereich der Memory Studies angesiedelt.
Daniel Jaquet, promovierter Historiker, untersucht Körper- und Wissenskulturen im Spätmittelalter und in der Frühen Neuzeit. Er ist ausserdem Museologe und wurde für seine Arbeit im Bereich der Wissenschaftskommunikation 2024 mit dem Agora-Preis ausgezeichnet.
Estelle Doudet ist Professorin für französische Literatur des 14.–16. Jahrhunderts und Vizerektorin der Universität Lausanne. Sie leitet Forschungsprojekte zur Kulturgeschichte der Schweiz, darunter das SNF-Projekt «Commémorer les Guerres de Bourgogne».
Lisa Sancho / Daniel Jaquet / Estelle Doudet
Die Burgunderkriege Erinnerungskultur und Gedenkfeiern in der Schweiz (1476–2026)
142 Seiten, broschiert CHF 24.–, EUR (D) 24.–ISBN 978-3-7965-5515-2
Bereits erschienen
Auch als E-Book erhältlich WG 1550



Band 1
Ursula Caflisch-Schnetzler
Johann Caspar Lavater
Jugendjahre. Vom Wert
der Freundschaft
ISBN 978-3-907396-22-3
Bei NZZ Libro erschienen

Band 2
Ursula Caflisch-Schnetzler
Johann Caspar Lavater
Beziehungsgenie
ISBN 978-3-7965-5146-8
Mit dem dritten Band findet die Biografie zu Johann Caspar Lavater ihren Abschluss. Über Jahre hinweg hat Ursula Caflisch-Schnetzler Leben, Werk und Wirkung dieses ebenso umstrittenen wie gefeierten Theologen, Autors und Netzwerkers neu erschlossen.
Band 1 zeichnet die prägenden Jugendjahre nach; Band 2 stellt Lavater als europäisch vernetztes «Beziehungsgenie» vor. Der nun vorliegende dritte Band zeigt Lavater im Spannungsfeld von Revolution und Tradition, öffentlicher Wirkung und privater Verletzlichkeit – als Prediger, Patriot, Publizist und streitbaren Zeitgenossen.
Auf der Grundlage bislang wenig beachteter Dokumente entsteht das facettenreiche Porträt einer Schlüsselfigur der Aufklärung im deutschsprachigen Raum. Die Trilogie eröffnet neue Perspektiven auf das geistige Klima des späten 18. Jahrhunderts und auf Zürich als einen Ort intensiver intellektueller Verdichtung. Mit dem Abschlussband liegt nun eine umfassende, moderne Gesamtdarstellung vor.
Ursula Caflisch-Schnetzler
Johann Caspar Lavater
Johann Caspar Lavater (1741–1801) war eine der bedeutendsten Personen im Geistes- und Kulturleben des 18. Jahrhunderts. Der Zürcher Theologe und Philosoph wurde durch seine unablässige Tätigkeit und unersättliche Neugier sowie durch seine sich laufend erweiternde Korrespondenz zu einem Beziehungsgenie und zu einem Mittelpunkt im Europa seiner Zeit. In den letzten zwei Jahrzehnten seines Lebens baute Lavater eine gigantische Kunstsammlung auf und stellte sich mutig gegen die in die Schweiz eindringenden europäischen Mächte.
Dank der Erschliessung bislang noch unbekannter Text- und Briefquellen zeigt diese Biografie ein breites Spektrum von Lavaters Werk und Wirken. Sie ist wissenschaftlich fundiert und führt in der Dixhuitième-Forschung zu neuen Erkenntnissen.

Ursula Caflisch-Schnetzler studierte Germanistik, Kunstgeschichte und Literaturkritik und ist heute Literaturwissenschaftlerin an der Universität Zürich. 2023 erschien
Band 1 ihrer Lavater-Biografie (Johann Caspar Lavater. Jugendjahre. Vom Wert der Freundschaft); 2024 Band 2 (Johann Caspar Lavater. Beziehungsgenie. Autor und Freund).
Ursula Caflisch-Schnetzler Johann Caspar Lavater Kunstsammler und Patriot
Ca. 350 Seiten, gebunden
Ca. CHF 45.–, EUR (D) 45.–ISBN 978-3-7965-5522-0
Erscheint im September 2026
Auch als E-Book erhältlich WG 1510
Freiheit des Denkens. Sebastian Castellio in Basel
Zum 10-jährigen Jubiläum der Castellio-Gedenktafel in Basel aktualisiert das Projekt «Freiheit des Denkens. Sebastian Castellio in Basel» Castellios Vermächtnis religiöser Toleranz für heute. Ein vielfältiges Programm aus Veranstaltungen, Publikationen und Ausstellungen wird von der Internationalen Castellio-Gesellschaft mit führenden Forschenden getragen.
Highlights im November 2026
• 4.11. Buchvernissage (Universität Basel): Präsentation von SICG 6 und SICG 7
• 5.11. Festakt (Basler Münster): Vortrag von Prof. Dr. Aleida Assmann
• 6.11. Podium «Toleranz heute» (Universität Basel): Diskussion mit Gästen aus Politik, Forschung und Gesellschaft
• 11.11. Vortrag (UB Basel): Dr. Matthias Dall’Asta zu Glaube, Kultur und Toleranz
• 18.11. Vortrag (Klingental): Dr. Christine Christ-von Wedel zu Castellio in Basel
Kontakt für Informationen zum Programm Internationale Castellio-Gesellschaft: www.castellio.ch
Projektleitung: Dr. Yvonne Häfner
E-Mail: yvonne.haefner@unibas.ch

Sebastian Castellio
Die Kunst des Zweifelns und Glaubens, des Nichtwissens und Wissens; De arte dubitandi et confidendi, ignorandi et sciendi
ISBN 978-3-7965-4777-5
CHF 46. / EUR (D) 46.


Sebastian Castellio
Das Manifest der Toleranz
ISBN 978-3-7965-5345-5
CHF 42. / EUR (D) 42.

Uwe Plath
Der Fall Servet und die Kontroverse um die Freiheit des Glaubens und Gewissens
ISBN 978-3-7965-4784-3
CHF 46. / EUR (D) 46.

SICG 1
Barbara Mahlmann, Kilian Schindler, Sonja Klimek, Daniela Kohler (Hg.)
Sebastian Castellio
De haereticis an sint persequendi (1554) Von Ketzeren (1555)
Traicté des heretiques (1557)
ISBN 978-3-7965-4359-3
CHF 150. / EUR (D) 150.

Peter Litwan (Hg.)
Dem hochgeschätzten Sebastian Castellio zu Ehren
ISBN 978-3-7965-3824-7
CHF 28. / EUR (D) 28.

Sebastian Castellio Gegen Calvin; Contra libellum Calvini
ISBN 978-3-7965-4775-1
CHF 46. / EUR (D) 46.

Vischer (Hg.)
Sebastian Castellio
Ein Leben für Gewaltlosigkeit und Toleranz Gebunden
ISBN 978-3-7965-4727-0
CHF 19.50 / EUR (D) 19.50

SICG 2
Uwe Plath
Castellios Selbstverständnis in seiner Auseinandersetzung mit Calvin
ISBN 978-3-7965-4360-9
CHF 14. / EUR (D) 14.

SICG 4
Peter Litwan
Arm, und doch reich
ISBN 978-3-7965-5450-6
CHF 46. / EUR (D) 46.

Mirjam van Veen
Die Freiheit des Denkens
Sebastian Castellio, Wegbereiter der Toleranz (1515–1563)
ISBN 978-3-7965-4780-5
CHF 38. / EUR (D) 38.

Bernhard Vischer (Hg.)
Sebastian Castellio
Ein Leben für Gewaltlosigkeit und Toleranz
Broschur
ISBN 978-3-7965-4694-5
CHF 9.90 / EUR (D) 9.90
Sebastian Castellio
Uwe Plath
De haereticis non puniendis – Ketzer dürfen nicht bestraft werden
Castellios Antwort auf Theodor Beza ist die letzte Toleranzschrift des Basler Humanisten, die im Zusammenhang mit dem «Fall Servet» entstanden ist. Sie wurde 1938 in Rotterdam entdeckt und 1971 in Genf gedruckt. Der hier edierte und übersetzte lateinische Text ist kein Nachdruck der Genfer Edition, die auf der von Castellio wahrscheinlich 1562/63 für eine Veröffentlichung vorbereiteten Fassung beruht, sondern die Rekonstruktion des wohl 1555 fertiggestellten Originaltextes.
Angesichts der Beredsamkeit des Juristen Beza, den Castellio für sachkundiger und eloquenter hielt als Calvin, fand er es notwendig, seine eigenen Argumente zu schärfen und zu präzisieren. Das zeigt sich nicht nur bei der Definition des Häretikers und der Frage, ob er von der weltlichen Obrigkeit zu bestrafen sei, sondern auch dort, wo Castellio die Grenzen der Toleranz oder Themen wie Zweifel, Wissen und Nichtwissen, Gewissens- und Glaubenszwang anspricht, denen er später in Conseil à la France désolée und in De arte dubitandi et confidendi zentrale Bedeutung einräumen wird. Das Werk gibt aufschlussreiche Einblicke in persönliche Details, in die Auseinandersetzung mit Beza, Calvin und weiteren Beteiligten sowie in die damaligen konfessionellen Verhältnisse.

Uwe Plath studierte Geschichte, Latein und ev. Theologie in Hamburg, Freiburg und Basel und wurde 1972 promoviert. Nach pädagogischen und wissenschaftlichen Tätigkeiten in Basel und Zürich arbeitete er als Studiendirektor im niedersächsischen Schuldienst. Er war Lehrbeauftragter an der Universität Lüneburg und Mitherausgeber der Lüneburger Blätter. Er veröffentlichte zahlreiche Arbeiten über Castellio sowie Übersetzungen von dessen Toleranzschriften und eine Edition von Contra libellum Calvini (Genf 2019).
Schriften der Internationalen Castellio Gesellschaft (SICG)
Herausgegeben vom Vorstand der Internationalen Castellio Gesellschaft
SICG 5
Uwe Plath
De haereticis non puniendis –Ketzer dürfen nicht bestraft werden
Rekonstruktion des lateinischen Originaltextes mit deutscher Übersetzung
Ca. 500 Seiten, gebunden
Ca. CHF 78.–, EUR (D) 78.–ISBN 978-3-7965-5530-5
Erscheint im Juli 2026
Auch als E-Book erhältlich WG 1524

Christine Christ-von Wedel / Uwe Plath / Stefania Salvadori / Bernhard Vischer (Hg.)
Sebastian Castellio (1515–1563)
Acht ausgewiesene Spezialisten haben aus dem vielfältigen Werk des bedeutenden Toleranzdenkers Sebastian Castellio (1515–1563) wichtige Ausschnitte gut verständlich aus dem Lateinischen oder Französischen übersetzt und kommentiert.
So entsteht ein lebendiges Bild des anziehenden Pädagogen, kämpferischen Theologen und mit seiner Textkritik und seiner Forderung von Gewissens- und Religionsfreiheit weit vorausweisenden Humanisten.
Christine Christ-von Wedel studierte von 1968 bis 1971 Geschichte, Philosophie und Kirchengeschichte an der Philosophischen und der Theologischen Fakultät der Universität Basel sowie Gesang an der Musikakademie Basel.
Uwe Plath studierte Geschichte, Latein und evangelische Theologie in Hamburg, Freiburg und Basel und wurde 1972 promoviert.
Stefania Salvador ist Reformationshistorikerin und Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Göttingen. Ihre Forschungsgebiete sind die frühneuzeitliche Toleranzdebatte, Humanismus und Reformation sowie der radikale Pietismus.
Bernhard Vischer, Jurist und Informatiker, ist verwurzelt in der Humanistenstadt Basel.
Schriften der Internationalen Castellio Gesellschaft (SICG)
Herausgegeben vom Vorstand der Internationalen Castellio Gesellschaft
SICG 6
Christine Christ-von Wedel / Uwe Plath / Stefania Salvadori / Bernhard Vischer (Hg.)
Sebastian Castellio (1515–1563) Ein Lesebuch
Ca. 360 Seiten,mit 40 Abbildungen in Farbe, gebunden
Ca. CHF 38.–, EUR (D) 38.–
ISBN 978-3-7965-5585-5
Erscheint im Oktober 2026
E-Book Open Access WG 1510
Christine Christ-von Wedel
Sebastian Castellio zwischen Mittelalter, Reformation und Humanismus
Wie entwickelte Sebastian Castellio seine zukunftsträchtigen Toleranzideen – zu einer Zeit, als Muslime und Juden verteufelt und dissidente Christen als «Ketzer» vertrieben und hingerichtet wurden? Dieser Frage geht Christine Christ-von Wedel mit einem ungewöhnlichen Zugang nach: Mit Blick auf die Skulpturenkunst des Basler Münsters beleuchtet sie die mittelalterliche Tradition, in der der begabte Bauernsohn Castellio aufwuchs. Eingängig erörtert die Autorin die philosophisch-theologischen Hintergründe von Castellios toleranter Lebenshaltung, die er anders als Luther und Calvin auch durchhielt, als ihm und seinem Umfeld sein Ruf zu Gewissens- und Religionsfreiheit und zu einem menschlichen Umgang nichts nützte. Sogar, als sie ihn persönlich in Gefahr brachte, selbst als «Ketzer» zu enden, blieb er bei seiner Haltung.

Christine Christ-von Wedel studierte von 1968 bis 1971 Geschichte, Philosophie und Kirchengeschichte an der Philosophischen und der Theologischen Fakultät der Universität Basel sowie Gesang an der Musikakademie Basel. 1979 wurde sie mit einer Dissertation über Erasmus von Rotterdam promoviert. Ihren Forschungsschwerpunkt bilden Humanismus und Reformation; 2015 erhielt sie den Wissenschaftspreis der Stadt Basel.
Schriften der Internationalen Castellio Gesellschaft (SICG) Herausgegeben vom Vorstand der Internationalen Castellio Gesellschaft
SICG 7
Christine Christ-von Wedel Sebastian Castellio zwischen Mittelalter, Reformation und Humanismus
Eine Darstellung seiner Toleranzideen im Dialog mit Figuren des Basler Münsters
Ca. 300 Seiten, mit 28 Abbildungen in Farbe, broschiert
Ca. CHF 34.–, EUR (D) 34.–ISBN 978-3-7965-5587-9
Erscheint im Oktober 2026
Auch als E-Book erhältlich WG 1510

Armin Morich (Hg.)
Das Große Sein und das Große Nichts (Sakyamuni)
Das Große Sein und das Große Nichts scheinen durch die Gegenwart. In der Überwindung von deren Entsprechung wurzelt der geistige Weg zu einem neuen Bewusstsein, das sich der Machbarkeit entzieht und dessen der moderne Mensch so dringend bedarf. Dieser Eranos-Band schließt an die Quellen geistiger Bewusstheit an und fordert den inneren Menschen zur Öffnung auf, den Übergang vom Geheimnis des Glaubens hin zum Geheimnis der Erfahrung zu gewähren.
Armin Morich ist in eigener Praxis als Psychoanalytiker, Dozent, Lehrund Kontrollanalytiker, Gutachter und Zen-Lehrer tätig. Seit 2015 ist er Präsident des Vereins zur Förderung der wissenschaftlichen Tagungen von Eranos. Sein Forschungsinteresse gilt der Vermittlung und Integration asiatischer und europäischer Geistesentwicklung.
Eranos
Herausgegeben von
Armin Morich
Eranos 2024 und 2025
Armin Morich (Hg.)
Das Große Sein und das Große Nichts (Sakyamuni)
Ca. 300 Seiten, 25 Abbildungen, broschiert
Ca. CHF 38.–, EUR (D) 38.–ISBN 978-3-7965-5576-3
Erscheint im August 2026
Auch als E-Book erhältlich WG 1510
Paroisse française réformée de Berne (Hg./éd.)
400 Jahre Paroisse française de Berne
2023 befasste sich die französische Kirche von Bern anlässlich ihres 400-jährigen Jubiläums mit ihrer Gründung und Geschichte, ihrer Sonderstellung innerhalb der reformierten Kirche Berns sowie der Rolle der Hugenotten und des Réveil, die innerhalb der reformierten Kirche der Westschweiz und Frankreichs geborenen Erweckungsbewegung, im Gemeindeleben. Die daraus resultierenden Erkenntnisse sind in der vorliegenden Publikation – der ersten «Geschichte der französischen Kirche von Bern» – festgehalten.
En 2023, à l’occasion de son 400e anniversaire, l’Église française de Berne s’est penchée sur sa fondation et son histoire, sa position particulière au sein de l’Église réformée de Berne ainsi que sur le rôle des huguenots et du Réveil, le mouvement de renouveau né au sein de l’Église réformée de Suisse romande et de France, dans la vie de la communauté. Les conclusions qui en découlent sont consignées dans la présente publication. Il s’agit de la première « histoire de l’Église française de Berne ».

Paroisse française réformée de Berne
Mit Beiträgen von / avec les contributions de : Catrine Burdet, Pierre-Olivier Léchot, Hans von Rütte, Olivier Schopfer, Christine Stuber, Margrit Wick-Werder
Theologisch bedeutsame Orte der Schweiz (theos)
Herausgegeben von Katharina Heyden und Maria Lissek, in Verbindung mit Gregor Emmenegger, Ann-Katrin Gässlein, Karin Mykytjuk-Hitz, Franziska Metzger, Martin Sallmann und Ueli Zahnd
theos 6
Paroisse française réformée de Berne (Hg./éd.)
400 Jahre Paroisse française de Berne
Eine Migrationskirche avant la lettre
Ca. 260 Seiten, 18 Abbildungen, gebunden
Ca. CHF 48.–, EUR (D) 48.–ISBN 978-3-7965-5572-5
Erscheint im August 2026
E-Book Open Access WG 1559

Jacob Burckhardt
Maurizio Ghelardi / Susanne Müller (Hg.)
Vorträge 1844–1869
Jacob Burckhardt hielt zeit seines Lebens öffentliche Vorträge, teils für ein akademisches, teils für ein breiteres bürgerliches Publikum. Die in diesem Band dokumentierten Vorträge behandeln eine große Palette von historischen, literarischen, kunstund kulturhistorischen wie auch politischen Themen. Sie vermitteln in knapper Form die Bandbreite von Burckhardts Gedanken und intellektuellen Neugierden.
In seinen historischen Vorträgen widmet sich Burckhardt Gegenständen von der Antike bis zum frühen 19. Jahrhundert. Während diese Texte in engem Zusammenhang mit seiner universitären Lehre stehen, folgen die literaturhistorischen und politischen Vorträge seinen persönlichen Interessen. Die kunstgeschichtlichen Vorträge hingegen sind das Ergebnis seiner Reisen und Besuche von Kirchen und Museen. Der Band bietet die sorgfältig edierten Texte zusammen mit ausführlichen Erläuterungen. Entstanden für den mündlichen Vortrag, stellen diese Texte eine leichte Lektüre dar und zeigen das Schaffen des großen Gelehrten in neuen Facetten.
Maurizio Ghelardi war bis 2022 Professor für Europäische Kultur und Geschichte an der Scuola Normale Superiore in Pisa.
Susanne Müller war bis 2015 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Scuola Normale Superiore. Beide haben bereits weitere Bände der «Jacob Burckhardt Werke» mitherausgegeben.
Jacob Burckhardt Werke. Kritische Gesamtausgabe (JBW) Herausgegeben von der Jacob Burckhardt-Stiftung, Basel, in Verlagsgemeinschaft von Schwabe Verlag, Basel, und C.H. Beck, München.
Bestellungen sind an den Verlag C.H. Beck, München, zu richten.
JBW 12
Jacob Burckhardt
Maurizio Ghelardi / Susanne Müller (Hg.) Vorträge 1844–1869
Ca. 1472 Seiten, Leinen mit Schutzumschlag
Ca. CHF 298.–, EUR (D) 298.–ISBN 978-3-406-83867-5
Erscheint im September 2026 WG 1559
Andrew Lawrence / Romain Guichon / Elsa Mouquin / Annina Wyss (Hg.)
Die provinzialrömische Gesellschaft im Fokus
Wie lassen sich soziale Gruppen und Hierarchien in den westlichen Provinzen des Römischen Reiches archäologisch erfassen?
Anhand von Fallstudien zu Siedlungen, Gräberfeldern, Militärstandorten und urbanen Räumen werden in diesem Band soziale Praktiken, materielle Ausdrucksformen und Netzwerke analysiert. Die Beiträge verbinden theoretische Reflexionen mit empirischen Analysen und plädieren für eine dynamische, kontextbezogene Sozialarchäologie jenseits starrer Strukturmodelle.
Das mehrsprachig angelegte Buch beinhaltet Texte in deutscher, englischer und französischer Sprache.

Andrew Lawrence ist Postdoc an der Universität Bern. Er forscht zum sozialen Impact des römischen Imperialismus auf vor- und pararömische Gesellschaften, u.a. auch mit digitalen Methoden.
Romain Guichon ist Archäologe und Grabungsverantwortlicher bei Archeodunum SA. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören Siedlungs- und Gräberarchäologie im römischen Westen.
Elsa Mouquin ist Archäologin beim Amt für Archäologie des Kantons Freiburg. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören die materielle Kultur der gallo-römischen Epoche – vor allem Keramik –sowie ländliche Siedlungen in der Westschweiz.
Annina Wyss ist Postdoc an der Universität Bern. Sie forscht zu römischen Kleinstädten und zu den spätantik-frühmittelalterlichen Transformationsprozessen im Zentral- und Ostalpenraum.
Andrew Lawrence / Romain Guichon / Elsa Mouquin / Annina Wyss (Hg.)
Die provinzialrömische Gesellschaft im Fokus
Formen des Zusammenlebens und der Abgrenzung in den Westprovinzen Roms
Ca. 340 Seiten, 107 Abbildungen, gebunden
Ca. CHF 64.–, EUR (D) 64.–ISBN 978-3-7965-5558-9
Erscheint im September 2026
E-Book Open Access WG 1553

Die Rechtsquellen von Stein am Rhein
Roman Sigg (Hg.)
Die Rechtsquellen von Stein am Rhein von der Ersterwähnung bis zum Loskauf der Stadt (1457)
Die durch schriftliche Quellen belegte Geschichte der Stadt Stein am Rhein beginnt um das Jahr 1000. Mit dieser Edition werden die wichtigsten Quellen zur Geschichte der Stadt und ihren Rechtsverhältnissen erstmals umfassend präsentiert. Sie behandelt die Zeit, in der die Stadt sowohl vom Kloster St. Georgen in Stein am Rhein als auch von diversen Adelsfamilien abhängig war. Dementsprechend enthält sie vor allem Urkunden, die herrschaftliche Fragen sowie Fragen der inneren Organisation und des Zusammenlebens regeln. Für die Edition wurden Archivbestände aus dem In- und Ausland herangezogen.

Die Rechtsquellen von Schaffhausen
Claudia Sutter (Hg.)
Die Rechtsquellen von Schaffhausen ab 1416 bis zum Ende der Reformation (1535/1540)
Die Stadt Schaffhausen erlangte 1415 die Reichsfreiheit zurück. Damit boten sich der Stadt neue Möglichkeiten, sich weiterzuentwickeln, territorial auszugreifen und sich in der Region zu positionieren. – Im Anschluss an den Band SSRQ SH I/1 von Karl Mommsen, der die Schaffhauser Rechtsquellen bis 1415 behandelt, führt der Band SSRQ SH I/3 die Quellenedition bis 1535/1540 weiter. Aus diesen ereignisreichen 120 Jahren wurde eine repräsentative Quellenauswahl getroffen, die nicht nur die rechtlichen Normen, sondern auch deren Umsetzung widerspiegelt: Zunftbriefe, Ordnungen und Reglemente; Konflikte mit Königen, Grafen und Nachbarn; Kaufverträge, Grenzziehungen und Gerichtsakten; nicht zustande gekommene Bündnisse, zerstörte Burgen und aufgehobene Klöster etc.
Roman Sigg, lic. phil. I, studierte an der Universität Zürich Allgemeine Geschichte, germanistische Sprachwissenschaft und ältere Deutsche Literatur. Er war wissenschaftlicher Mitarbeiter am Schaffhauser Mundartwörterbuch, am Staatsarchiv Schaffhausen und am Stadtarchiv Chur. Seit 2012 ist er Stadtarchivar in Stein am Rhein.
SSRQ SH II/1
Roman Sigg (Hg.)
Die Rechtsquellen von Stein am Rhein von der Ersterwähnung bis zum Loskauf der Stadt (1457)
Ca. 300 Seiten, gebunden
Ca. CHF 198.–, EUR (D) 198.–ISBN 978-3-7965-5554-1
Erscheint im November 2026 WG 1770
Claudia Sutter, lic. phil. I, Studium der Französischen Literatur- und Sprachwissenschaften und Allgemeinen Geschichte in Zürich und Neuchâtel (2013). MAS ALIS an den Universitäten Bern und Lausanne (2024–2026). Tätigkeiten als Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Archivarin.
SSRQ SH I/3
Claudia Sutter (Hg.) Die Rechtsquellen von Schaffhausen ab 1416 bis zum Ende der Reformation (1535/1540)
Ca. 900 Seiten, gebunden Ca. CHF 198.–, EUR (D) 198.–ISBN 978-3-7965-5555-8
Erscheint im November 2026 WG 1770

Das Recht der Stadt Freiburg
Rita Binz-Wohlhauser / Lionel Dorthe (Hg.)
Freiburger Eidbücher 15.–18. Jahrhundert
Nach der Edition der Freiburger Hexenprozesse (15.–18. Jhd.) werden erstmals sechs umfangreiche Freiburger Eidbücher (15.–18. Jhd.) in voller Länge ediert. Die darin enthaltenen Eide und Ordnungen, die rund um den jährlichen Besatzungstag zu schwören oder vorzutragen waren, belegen, wie der Freiburger Rat die Ausübung von Herrschaft und Aufgaben delegierte und kontrollierte. Gleichzeitig schaffen sie einen Zugang zur konkreten, alltäglichen Stadtgeschichte. Indem diese Edition die Entwicklung und das Funktionieren der Freiburger Stadtrepublik über mehrere Jahrhunderte veranschaulicht, leistet sie nicht nur einen wesentlichen Beitrag zur Rechtsgeschichte, sondern zeigt auch die hohe alltagsgeschichtliche Relevanz der Eide und Ordnungen. Durch Freiburgs Lage an der deutsch-französischen Sprachgrenze handelt es sich um eine zweisprachige Edition. Die Entwicklung und der Umgang mit beiden Sprachen sowie das Sprachverständnis der Kopisten dürfte auch Sprachforschende interessieren.
Rita Binz-Wohlhauser, Dr., studierte Geschichte und Sozialforschung an der Universität Fribourg. Seit 2019 ist sie Wissenschaftliche Mitarbeiterin des Freiburger Staatsarchivs und seit 2016 der Rechtsquellenstiftung.
Lionel Dorthe, Dr., studierte Geschichte, Literatur und Politikwissenschaften an der Universität Lausanne, Archivistik an der Université du Québec in Montréal. Seit 2015 ist er Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Freiburger Staatsarchivs und seit 2012 der Rechtsquellenstiftung.

Les sources du droit genevois au XVIIIe siècle
Alice Bairoch de Sainte-Maire / Marco Cicchini (éd.)
Tome 5 : Les sources du droit genevois au XVIIIe siècle, Première partie : De 1701 à 1716
Après les quatre premiers volumes consacrés aux sources du droit genevois des origines à 1700, cette nouvelle série édite les sources législatives genevoises du XVIIIe siècle. Elle se focalise sur les lois ordinaires édictées par les Petit et Grand Conseils, qui régissent la vie quotidienne de la petite République urbaine. Rassemblant 942 documents pour la plupart inédits ou peu exploités par l’historiographie, ce premier volume couvre les années 1701-1716. Il documente d’importantes mutations, comme l’impact de la Révocation de l’Édit de Nantes sur les plans religieux, économiques et sociaux, les passions politiques des Genevois, le renforcement des structures militaires et fiscales au profit de l’État, ainsi que le rôle de la législation sur la vie publique au début du XVIIIe siècle.
SSRQ FR I/2/9
Rita Binz-Wohlhauser / Lionel Dorthe (Hg.)
Freiburger Eidbücher 15.–18. Jahrhundert
Ca. 900 Seiten, gebunden
Ca. CHF 198.–, EUR (D) 198.–ISBN 978-3-7965-5556-5
Erscheint im Dezember 2026 WG 1770
Alice Bairoch de Sainte-Maire est docteure en droit de l’Université de Genève depuis 2016.
Marco Cicchini est docteur ès lettres (histoire) depuis 2010.
SDS GE 5.1
Alice Bairoch de Sainte-Maire / Marco Cicchini (éd.)
Tome 5 : Les sources du droit genevois au XVIIIe siècle, Première partie : De 1701 à 1716
Env. 900 pages, relié
Env. CHF 198.–, EUR (D) 198.–ISBN 978-3-7965-5557-2
Disponible en décembre 2026 WG 1770


Asdiwal
Revue d anthropologie et d histoire des religions 21 (2026)
Env. 250 pages, couverture souple Disponible en décembre 2026
ISSN 1662-4653
Abonnement :
30 CHF / 30 EUR (D)
Abonnement pour bibliothèques et institutions : 60 CHF / 60 EUR (D)
Accès libre sur www.schwabeonline.ch
Édité par la Société d’Histoire des Religions de Genève
The Swiss Journal of Philosophy, Studia philosophica, appears in October every year. It contains academic articles, reviews and debates in German, French, Italian and English. Every second year it includes a selection of papers presented to the symposium of the Swiss Philosophical Society. The manuscripts have to be in accordance with the editorial guidelines of the Studia and have to be submitted to the editors until September of every year.
The contributions are selected on the basis of a peer review procedure.
Studia philosophica
Vol. 85 / 2026
Approx. 212 pages, paperback CHF 68.— / EUR (D) 68.— ISBN 978-3-7965-5578-7
Available in October 2026
Digital edition available via Open Access at www.schwabeonline.ch
Special price for members of the Swiss Philosophical Society: CHF 47.50 / EUR (D) 47.50
Publisher: Swiss Philosophical Society
Editors: Parwana Emamzadah Roth / Michael G. Festl

Euxeinos
Journal of the Swiss Academic Association for East European Studies 15 (2025)
Approx. 260 pages, e-book Available in October 2026
ISSN 2296-0708
Digital edition Open Access at www.schwabeonline.ch
Edited by the Swiss Academic Association for East European Studies

Basler Zeitschrift für Geschichte und Altertumskunde BZGA 125
304 Seiten, 49 Abbildungen, broschiert CHF 38.–, EUR (D) 38.–ISBN 978-3-7965-5325-7
Bereits erschienen
Auch als E-Book erhältlich
Herausgeber: Historische und Antiquarische Gesellschaft zu Basel Redaktion: Lorenz Heiligensetzer / Patrick Moser

xviii.ch
Vol. 17 / 2026
Ca. 144 Seiten, broschiert
CHF 58.–, EUR (D) 58.–
ISBN 978-3-7965-5573-2 Erscheint im November 2026
Auch als E-Book erhältlich
Digitale Ausgabe Open Access auf www.schwabeonline.ch
Herausgeber: Schweizerische Gesellschaft für die Erforschung des 18. Jahrhunderts
Redaktion: Andreas Berger / Chonja Lee / Adrien Paschoud / Sylvie Moret Petrini / Samuel Weber

Museum Helveticum Vol. 83 Fasc. 1
160 Seiten pro Heft, broschiert CHF 55.–, EUR (D) 55.–Erscheint im Juni 2026
2 Hefte pro Jahr (Juni/Dezember).
ISSN 0027-4054
Jahresabonnement Print: CHF 100.— / EUR (D) 100.
Jahresabonnement
Print und online: CHF 160. / EUR (D) 160.
Preis für Institutionen: CHF 320. / EUR (D) 320.

Schweizerische Zeitschrift für Geschichte
SZG 76 / 2026 / Nr. 1
3 Hefte pro Jahr
ISSN 0036-7834
Digitale Ausgabe Open Access auf www.schwabeonline.ch
Das Abonnement ist im Mitgliederbeitrag der SGG inbegriffen. Bestellungen für Nichtmitglieder beim Verlag, CHF 120.–, EUR (D) 120.–
Herausgeber und Redaktion: Schweizerische Gesellschaft für Geschichte

Jahrbuch Qualität der Medien 2026
Ca. 180 Seiten
ISBN 978-3-7965-5471-1
Erscheint im Oktober 2026
Nur als E-Book Open Access

Schweizerische Zeitschrift für Religions- und Kulturgeschichte SZRKG 119 / 2025
588 Seiten, broschiert
CHF 89.–, EUR (D) 89.–ISBN 978-3-7965-5337-0
Bereits erschienen Auch als E-Book erhältlich
Herausgeber: Vereinigung für Schweizerische Kirchengeschichte
Redaktion: Franziska Metzger / Joël Mayo

Bioethica Forum Volume 18 (2025)
Schweizerische Zeitschrift für Biomedizinische Ethik
ISSN 1662-6001
Erscheint im Juni 2026
Digitale Ausgabe Open Access auf www.schwabeonline.ch
Herausgeber: Schweizerische Gesellschaft für Biomedizinische Ethik (SGBE)
Alle Auseinandersetzungen werden von Schmidinger differenziert nachgezeichnet [...].
Neue Zürcher Zeitung / Christophe Büchi

Grundriss der Geschichte der Philosophie: Philosophie in der islamischen Welt 2/2
Ulrich Rudolph (Hg.) 11. und 12. Jahrhundert: Westliche Gebiete
ISBN 978-3-7965-4419-4
CHF 240. / EUR (D) 240.

Philosophie und Ästhetik 1
Jochen Briesen, Christoph Demmerling, Lisa Schmalzried (Hg.) Handbuch Philosophische Ästhetik
ISBN 978-3-7965-5189-5
CHF 48. / EUR (D) 48.

Heinrich Schmidinger Toleranz – auch eine Geschichte
Europas
ISBN 978-3-7965-4440-8
CHF 32. / EUR (D) 32.

Rolf Schieder Hegels Gott
ISBN 978-3-7965-5245-8
CHF 29. / EUR (D) 29.
Und so oder so ist klar, dass sich bei einem Bier am besten philosophieren lässt. Schweizer Monat / Lukas Leuzinger

Schwabe reflexe 88
Emil Angehrn
Das unersetzbare Selbst
ISBN 978-3-7965-5489-6
CHF 23. / EUR (D) 23.

Schwabe reflexe 87
Eduard Kaeser
Künstliche Intelligenz und smarte Maschinen
ISBN 978-3-7965-5472-8
CHF 23. / EUR (D) 23.

Jan Mirko Wälti
Philosophie vom Fass
ISBN 978-3-7965-5305-9
CHF 23. / EUR (D) 23.
Für mich persönlich, als Kulturpublizist und Kurator, ist das Buch [...] eine unerwartete Entdeckung
Schweizer Kunst / Paolo Bianchi

Barbara Straka Nietzsche forever?
ISBN 978-3-7965-4652-5
CHF 74. / EUR (D) 74.

Nathalie Henseler
Die Schwyzer Familiennamen
ISBN 978-3-7965-5361-5
CHF 88. / EUR (D) 88.

Gunnar Schmidt
Seiltänzer
ISBN 978-3-7965-5431-5
CHF 28. / EUR (D) 28.

Uwe Schütte
Denk-Artist Bazon Brock
ISBN 978-3-7965-5482-7
CHF 24. / EUR (D) 24.

Karl Philipp Ellerbrock
Florenz – Stadt der Dichter
ISBN 978-3-7574-0170-2
CHF 32. / EUR (D) 32.
An den Angeboten, die dieses Buch zur interreligiösen Beschäftigung mit Engelsmusik quer durch die Geschichte macht, werden sich noch viele kluge Köpfe abarbeiten. Frankfurter Allgemeine Zeitung / Christiane Wiesenfeldt

Manuel Bauer
Kriminalliteratur: Geburt und Geschichte eines Genres Band 2
ISBN 978-3-7574-0122-1
CHF 28. / EUR (D) 28.

Gerhard Mayer, Erich Unglaub (Hg.)
Rainer Maria Rilke
Mir zur Feier
ISBN 978-3-7965-5294-6
CHF 28. / EUR (D) 28.

Wolfgang W. Müller
Musik der Engel
ISBN 978-3-7965-5128-4
CHF 28. / EUR (D) 28.
In der Ich-Form schreibend, nimmt er den Leser eloquent bei der Hand, um ihm auf einem kulturgeschichtlichen Streifzug seine einschlägigen Entdeckungen zu präsentieren. Frankfurter Allgemeine Zeitung / Urs Hafner

Ulrich Stadler
Der ewige Verschwinder
ISBN 978-3-7965-4945-8
CHF 38. / EUR (D) 38.
Die Studie liefert eine fundierte, quellennahe Analyse der ökonomischen und sozialen Mechanismen des Solddienstes.
H-Soz-Kult / Julien Grand

Andreas Zivy
Die dekonstruierte Gesellschaft
ISBN 978-3-7965-5427-8
CHF 26. / EUR (D) 26.

Vincent Oberer Ludwig von Roll
ISBN 978-3-7965-5219-9
CHF 64. / EUR (D) 64.
Wer die Zürcher Reformation begreifen will, findet hier eine der klügsten Darstellungen. Tagblatt der Stadt Zürich

Gordon
ISBN 978-3-7965-5382-0
CHF 46. / EUR (D) 46.

Tobias Roth (Hg.) | Erasmus von Rotterdam Erasmus unterwegs
ISBN 978-3-7965-5418-6
CHF 28. / EUR (D) 28.
[E]ine überzeugende Darstellung des Themas, wie sie in der [...] Forschungsliteratur ihresgleichen sucht. Damals / Philipp Deeg

Thomas Gartmann
Stürme – Seuchen – Spekulanten
ISBN 978-3-7965-5175-8
CHF 78. / EUR (D) 78.

Schweizerische Beiträge zur Altertumswissenschaft 60
Pierre Sánchez
Foedus ictum
ISBN 978-3-7965-4961-8
CHF 60. / EUR (D) 60.

Anton Bierl (Hg.) | Sophokles Übersetzt von Kurt Steinmann
Die Trachinierinnen
ISBN 978-3-7965-5420-9
CHF 24. / EUR (D) 24.

Raimund Merker
Im Geiste des Dionysos
ISBN 978-3-7574-0163-4
CHF 120. / EUR (D) 120.

Historisches Wörterbuch der Philosophie online
Das Historische Wörterbuch der Philosophie – eines der bedeutendsten geisteswissenschaftlichen Wörterbücher – dokumentiert anhand zahlreicher präziser Belege Herkunft und Geschichte von 3.670 philosophischen Begriffen und zeichnet den Wandel ihrer Bedeutung und Funktion von ihrem ersten Auftreten bis heute in rund 6.000 Einzelartikeln nach. Alle Lemmata sind in der Volltext-Datenbank HWPh online digital verfügbar und können über Register aufgerufen sowie mittels verschiedener Suchoptionen durchsucht werden.

Grundriss online:
Grundriss der Geschichte der Philosophie
Der auf über 40 Bände angelegte Grundriss der Geschichte der Philosophie ist das umfassendste philosophiehistorische Publikationsprojekt deutscher Sprache.
Mit Grundriss online wird der Inhalt der Bände digital im Volltext verfügbar und über intelligente Suchfunktionen auffindbar. Artikel neuer Bände werden zuerst im eFirst-Verfahren in der Datenbank verfügbar, während die Inhalte bereits erschienener Bände sukzessive in die Datenbank eingefügt werden.

Das 20. Jahrhundert in Grundbegriffen online
Das 20. Jahrhundert in Grundbegriffen, geleitet vom LeibnizZentrum für Literatur- und Kulturforschung in Berlin, bietet im Open Access eine eingehende Analyse der deutschen Semantik des 20. Jahrhunderts, unter Verwendung sowohl hermeneutischer Methoden als auch Verfahren der Digital Humanities.

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Das in 5 Bänden erschienene Augustinus-Lexikon ist eine der bedeutendsten Publikationen zur Erschliessung von Augustinus und zur Erforschung der Spätantike. Das AL online macht den Inhalt aller Bände digital im Volltext verfügbar und über zahlreiche Register sowie intelligente Suchfunktionen auffindbar.
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CAG – Corpus Augustinianum Gissense online
Das CAG-online ist die kongeniale Ergänzung zum AL online und umfasst das digitale Korpus aller überlieferten lateinischen Schriften, Predigten und Briefe des Augustinus. Zusätzlich bietet es den komfortablen Zugriff auf eine Datenbank der augustinischen Primär- und Sekundärliteratur mit ca. 34.000 bibliographischen, inhaltlich erschlossenen Datensätzen.

Sprengs Allgemeines deutsches Glossarium online
Das Allgemeine deutsche Glossarium von Johann Jakob Spreng, herausgegeben von Heinrich Löffler, ist ein einzigartiges historisch-etymologisches Wörterbuch, das nach 250 Jahren erstveröffentlicht wurde. Basierend auf einer Vielzahl zeitgenössischer Quellen aus Literatur, Religion, Rechtswesen, Technik und Wissenschaft bietet es einen Einblick in das Weltwissen des 18. Jahrhunderts.
Das Signet des Schwabe Verlags ist die Druckermarke der 1488 in Basel gegründeten Offizin Petri, des Ursprungs des heutigen Verlagshauses. Das Signet verweist auf die Anfänge des Buchdrucks und stammt aus dem Umkreis von Hans Holbein. Es illustriert die Bibelstelle Jeremia 23,29: «Ist mein Wort nicht wie Feuer, spricht der Herr, und wie ein Hammer, der Felsen zerschmeisst?»
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ISBN 978-3-7965-5560-2
Stand April 2026
Preisänderungen und Irrtum vorbehalten
Titelbild:
Paul-César Helleu, Meditation (Méditation), from «L‘Estampe Originale», 1894 Drypoint, 280 x 197 mm (plate) © The Metropolitan Museum of Art, accession no. 22.82.1-46
https://commons.wikimedia. org/wiki/File:Meditation_MET_ DP838472.jpg www.schwabe.ch
Veranstaltungen
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Tel. +41 (0)61 278 98 23 Veranstaltungen_schwabe@schwabe.ch
Presse | Rezensionswesen
Nina Brennecke
Tel. +49 (0)30 220 117 428
Nina.Brennecke@schwabeverlag.de presse@schwabe.ch
Verlagsvertretung für den Buchhandel in der Schweiz
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